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Friedrich des Großen Anschauungen vom Kriege in ihrer Entwickelung von 1745 bis 1756
Entstehung
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X. Allgemeines.

richtendienstes in seiner Hand vereinte. Verdruß ist dabei freilich nicht aus-geblieben.*)

Für seine persönliche militärische Entwickelung boten sich dem Königenoch in anderer Richtung Gelegenheiten dar. Während der Manöver wurdenvielfache Versuche unternommen, Neues erprobt, und der Monarch hat vonseinen Revuen manche Anregungen mit fortgenommen. Hier fließt dieHeeresgeschichte mit der Darstellung der persönlichen Entwickelung des Königszusammen. Hervorzuheben ist hierbei, daß er keine Zuschauer bei seinenManövern haben wollte. Wiederholt lehnt er den Empfang fremder Offi-ziere ab;**) läßt sich dies nicht umgehen, wie vor 1756 den Franzosengegenüber, so wird dafür gesorgt, daß die fremden Gäste nichts von Be-deutung zu sehen bekommen. So schreibt er 1753 an den Prinzen vonPreußen:Von8 n'g,v 62 «gu'st rooovoir ... In Vonolis et OlnuloitL;

068 A6N3 vsrront NN6 p1nill6 NNPV68 (Io Lpnnänu 6t 1 Ü 6 N cl6 plu8 . . .«***)Von diesem Manöver ließ Friedrich übrigens eine parodistischeErklärung undgenaue Beschreibung" verfassen und in Berlin noch im selben Jahre druckenmit der Absicht,die fremden Militärs von den wahren Ideen jener erstengroßen Manoeuvres der Preußischen Armee abzulenken." f)

Endlich beschäftigte sich Friedrich in der Zeit von 1745 bis 1756 vielmit militärischer Litteratur. Offen sprach er aus, daß vor Allem dieKenntniß der Geschichte großer Feldherren neue Feldherren bilde. In diesemSinne durchforschte er gründlich die kriegsgeschichtlichen Werke seiner Zeit,die die Theorie meist im engsten Anschluß an die Geschichte boten. DieWerke, die er besonders schätzte, zählt er selbst auf.pp) Es sind dies ein Bruch-stück ans der Kriegsgeschichte Turennes, dann Feugniores.-fp-s) Santa-Cruz,*f-)die Kriegsgeschichte Ludwigs XIV. von Quiucy*pf) und endlich das berühmteWerk Folards,*f"s-s) das im Anschluß an die ans dem Griechischen übersetzteGeschichte des Polybios eine Art Abriß der Kriegskunst bietet und denZeitgenossen damit vielfach vorauseilt. Manches aus diesen Werkenp*)

Preußische, in Oesterreich reisende Offiziere wurden wiederholt belästigt, so dnßder König mit Gegenmußrcgeln drohen mußte. P. K. X, 204; XI, 339.

**) P. K-, X, 20, 50, 89.

***) P. K. x, 17-

1) Oeuvre.» XXX. Vorrede, S. XV I t.

fl) ImXvuut-I'ropos" zut'Ksprit (tu Olisvullsr leoturä, tirs äs sss som-insntuirv», äs »urin äs inuitrs", Osipsio t76l.

ilckt itlsuinlros sur tu Ausrrs, Imnäu» 1730.

*1) Ilstlsxious milituirss st, politiguen äu inurgnis äs 8uutu Orun blurssuuäo,Im lluys 1735.

*1'1) Ilistoirs milituirs äs Onui» Is Orunä, tioz' äs leruuss, ziur Is blurguisä(( Ouiusy, l'uri» 1728.

^'i"!"sl Ili»t,oirs äs I'ol^Oo, uouvsitsmsnt truäuits äu Orss . . uvss uu soui-uisntuirs ou uu sorz>s äs ssisuss miiituirs. . . ^ur V. äs leulurä. I'uris 1727 -1730.

7*> l^stb. 1. Schl. K. I, 129 ff. Vergl. Anhang Nr. 1.

Manöver.

Litteratur.