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1. Einleitung.
wird gelegentlich einzelner Bemerkungen des Königs, namentlich wo er sichgegen die Theoretiker wendet und über sie hinausgeht, erwähnt werden.
Die Kenntuiß der Grundlagen, auf denen Friedrich weiter baute, ist sicherlichvon Werth. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die kriegerischen Lehrschriften,die er vorfand, und die während seiner Regierung entstanden, von ihm sehrbeachtet wurden und ihres Eindrucks nicht verfehlten. Beweis dafür, daßder Vielbeschäftigte schon seit Jahren namentlich Feuquiöres eifrig las undseinen Offizieren zum Lesen empfahl, Beweis dafür, daß er es nicht derMühe unwerth hielt, Folards Hauptwerk einer kritischen Untersuchung zuunterziehen und den müden Greis zu sich zu laden, um sich mit ihm zuunterhalten.*) Selbst Werken, die anscheinend nicht viel bieten konnten, wieder 1755 erschienenen Ilistoivs militnirs äs Illanärs 1690—1694 vonBeaurain und anderen wendet er seine Aufmerksamkeit zu und läßt sich dieBände von seinen Gesandten schicken. Man darf daher annehmen, daß er sehrviel mehr gelesen hat als die oben aufgezählten Schriften.**) Auf die Nachricht,daß der Marschall von Sachsen ein Kriegsbuch hinterlassen habe,***) beeiltFriedrich sich, es zu beschaffen, und bekennt, daß es ihn zu seinem Lehrgedicht überden Krieg angeregt hat. Aber der große Kriegsmeister verstand es, die Kriegs-gelehrten richtig zu schätzen. Er prüfte das, was sie boten, und wußtemit Bedacht zu wählen. Mancher sagte ihm gar nicht zu, so der berühmtePuysägur, über den er urtheilt: „Ost üowms nvnit 1'ssprit trop ätroibpour sonssvoiv 1'art cls ln Zusiws äuus touts sn snllliwits. II lautnvoir disn vu st nZi 8oi-mbms pour äounsv (iss rsgiss; II lnut nvssHn nvoir In dsnuoonp, snrtout nvss äisssrnsinsnt, st il ws pnrnitcgus OuvsäZur n'stait pus un »'suis ä'uns trsinps n disn rnisonnsr stäiseulsv sn nmtisrs^.si) Und wie er über Folards Schriften sagt:„Unrmi Iss visions st Iss sxtrnvnAnness äs sst illustrs inilitnirs, ilsss trouvsnt äss trssors. II nvnit snloui äss äinmnns nn niilisn äuInmisv, nous Iss sn nvons rslivä",^) und an anderer Stelle vonFolard selbst: „<pui äonns äs bons präosptss st «gni rnäots ... ", sobleibt er auch gegenüber dem von Geist funkelnden Werk des SohnesAugust des Starken sehr kühl und bekennt dem Bruder: „ä'ni rsyu Iss
*) Der seltsame »gneiun militnirs" wie ihn Friedrich nennt, reizte seineNeugier. Außerdem scheint es sich um beabsichtigte Versuche mit taktischen Vor-schlägen Folards gehandelt zu haben; Folard war jedoch bereits nahezu 80 Jahre alt,körperlich und seelisch gebrochen, daher scheint seine Reise nach Potsdam unterblieben zusein. P. K. VI, 38, 110.
**) Der König schreibt bei llebersendung der 1'riuei^es tlöuürgux an die Prinzenvon Preußen am 18. Mai 1748, er habe fast alle Bücher über den Krieg gelesen.
***) Die berühmten ^Itävsrios" des am 30. November 1750 verstorbenen französischenFeldherr« aus deutschem Geschlecht. Vergl. Anhang Nr. 2.
I) ^n Orinvs cts l'rnsss, Potsdam, 15. Februar 1753. Vergl. Anhang Nr. 3.
41) blxkrg.it tirö (los vonnnontgirvs 4u Oüsvolisr I?utar>.l, avant-propos. Vergl.S. 241 und Anhang Nr. 1.