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1 (1821)
Entstehung
Seite
288
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sammengcsetztesten aller Geschöpfe, in dem Men-schen, ein Leben der Theile übrig bleiben könnte,wenn das Ineinanderwirken der Organe aufgehörthat, welche sich wechselsweise so sehr bedingen?Und doch haben berühmte Männer das angenom-men und geglaubt, dafs wenn einem Menschender Kopf abgeschlagen wäre, Leben und Empfin-dung in demselben übrig bleiben könne. Man weifs !aber, wie bei Thicren, denen das verlängerte Mark idurchstochen wird, der Tod blitzschnell erfolgt, 1ohne dafs das Thier sich selbst irgend bewegt; eskann also auch nur Dasselbe bei den Menschenstatt finden. Wie wäre es auch möglich, dafs beidem Ausströmen des Bluts aus den grüfsten Gefäs-sen, und bei dem Zusammensinken des Gehirnseine Thätigkeit desselben übrig bleiben könnte, daschon ein starker Aderlafs aus einer Armvene sehr :leicht die Besinnung raubt. Zwar sagt Clossius |

S. 11. es sey noch immer Blut im Gehirn, das ist |

ja aber nicht in Bewegung, also nicht reizend.Was man als Lebenszeichen ansah, waren ja auchnichts als die Zuckungen der Muskeln, die mandurch mechanischen oder galvanischen Beiz hervor-brachte. Die Fabel von der Charlotte Corday,deren abgehauener Kopf über den von dem wiithen-den Henkersknecht empfangenen Backenstreich eineSchaamröthe gezeigt haben sollte, wird man wohlnur durch irgend eine Veränderung in der Haut-fläche erklären können, denn eine Anhäufung des

Bluts