sie sich unter den nöthigen Bedingungen destomehr.
West (Ueber St. Croix. S. Iß.) läfst das Frau-enzimmer weniger von Veränderungen des Klimaleiden, allein offenbar liegt die Ursache darin, dafses mäfsiger, vorsichtiger und überall gleichförmigerlebt, da es sich nicht so der Witterung, anstren-genden Arbeiten u. s. w. aussetzt. Daher bemerkteauch Garsten Niebuhr (Beschreibung von Ara-bien. Kopenh. 1772. 4- S. IX.), dessen ganze Reise-gesellschaft durch den Tod aufgerieben ward, dafsihre Krankheiten dadurch entstanden wären, dafssie auf europäische Art gelebt, viel Fleisch geges-sen, sich der kalten Abendluft ausgesetzt hätten u.s. w. Paul Erdm. Isert (Reise’ nach Guinea.Kopenh. 1788. 8- S. 258 ) sucht ebenfalls vorzugs-weise die Sterblichkeit der Europäer in ihrer aus-schweifenden und dem Klima unangemessenen Le-bensart. Dazu kommen Heimweh, vereitelte Hoff-nungen, vielfach erregte Leidenschaften, schlechteBehandlung der Krankheiten und eine Menge ande-rer Schädlichkeiten, welche man nicht auf die Rech-nung - de's Klima’s bringen kann.
Wenn man auf die Gesundheit im Einzelnensieht, so findet man, dafs die Gleichmäßigkeit derWärme in heißen Klimaten den Lungenkrankensehr wohlthätig ist, so dafs man ihnen nichts heil-sameres als eine Reise dahin empfehlen kann. Ebenso bemerkt Humboldt (Reise 2. S. 191.) dafs dieZahnschmerzen in gleichförmig warmer Temperatur