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1 (1821)
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zergliedert mau die sich bei den Mimosen oder bei Hedvsarumgyrans, Averrlioa Carambola u. s. w. bewegenden Theile, sofindet man dasselbe starre, holzige Zellgewebe, dieselben ver-holzten Gefäfse, und nur einen Einschnitt zum Gelenk, damitdie Bewegung in dessen Sinn geschehen kann. Will man aberbei diesen Pflanzen, ohne Rücksicht darauf, dafs alle schlafen-den Pflanzen, deren Blumen oder Blätter sieh senken, jenenganz nahe stehen, dennoch etwas Eigenthiiinliches unterschei-den, so belege man dieses mit einem eigenen Namen, nur nichtmit dem der Muskel-Reizbarkeit, womit es nichts gemein hat.Noch weniger aber kann man den Pflanzen Nerrenkraft beile-gen, und wenn J. Hedwig (De fibrae vegetabilis et animalisortu. Lips. 1790. 4. p. 60 ihnen selbst eine Art von Seele (Psy-chidium) zuschreibt, so rnufs man cs seiner iibergrofsen Liebefür die Pflanzen zu gute halten.

Anm. 2- Bei den Thieren herrscht die gröfäte Mannigfal-tigkeit hinsichtlich ihres innem Baus, und ihre Lebensäufserun-gen sind auch daher sehr ungleich. Wenn wir sie aber vonden Säugthieren bis zu den Infusionsthieren hinab zusammen-steilen, so sehen wir dennoch, trotz aller jener Unähnlichkeit,in den allereinfachsten Thieren durch ihre Willkührlichkeiteine gröfsere Annäherung zu den zusammengesetztesten Thieren,als zu irgend einer Pflanze, so dafs eine durchgreifende Einheitin ihnen unverkennbar ist.

Die Organe mögen noch so wenig entfaltet scheinen, so istdessen ungeachtet die Beweglichkeit überall von der Art, dafswir sie nicht als blofse Spannkraft bezeichnen können, so wiewir auch bei keinem Thier die Empfindlichkeit vermissen. Wirsind daher gezwungen, anzunehmen, entweder dafs es uns anHülfsmitteln fehlt, um den zarten Bau der einfachsten Thiersgehörig zu erkennen, oder auch, dafs die Nerven- nnd Muskel-substanz ihrem übiigen Parenchym beigemischt, und dadurchdas Ganze reizbar und empfindlich geworden ist.

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