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Anm. Wie wir keinen Tadel verdienen würden, wennwir über einen in der Ferne liegenden Menscbenkörper nichtzu entscheiden wüfsten, ob es ein schlafender Mensch oder einLeichnam sey, eben so wenig verdienen wir ihn, wenn wirwegen anderweitig fehlender Kennzeichen keinen Ausspruchthun. Es können diese oft sehr verborgen liegen, wie z. B. beieinem Thier- oder Pflanzeney, bei einem Erstarrten, Erfrore-nen u. s. w.
§. 210 .
Die organischen Körper stellen sich entwederals Pflanzen oder als Thiere dar, welche in ih-ren einfachsten Formen beide sehr nahe zusammen-treten, je mehr sie aber entwickelt sind, um destomehr sich von einander entfernen.
Anm. 1, Man könnte leicht auf den Gedanken kommen,die am mehrsten ausgebildeten Pflanzen müfsten sich an dieuntern Thierklassen anscliliefsen, allein das ist nirgends derFall, nur in ihren Anfängen (Rudimenten) sind sie sichähnlich.
Anm. 2- Man hat daher wohl versucht, die einfachstenPflanzen und Thiere in ein Mittelreich zusammen zu fassen,allein man ist immer wieder genölhigt worden, die Idee aufzu-geben, weil dadurch nur widernatürliche Trennungen und Ver*einigungen entstehen. Es kann auch daher nicht gebilligt wer-den, wenn Chr. Ludw. Nitzsch in einer sonst trefflichenSchrift (Beitrag zur Infusorienkunde. Halle 1817. 8* S. 78 —Hg. Taf. 3 — 6-) Thiere und Pflanzen in einer Gattung (Ba-cillaria) als animalische und vegetabilische Arten aufführt.
Anm. 3* Wir haben auch ein Beispiel, dafs Tbeile (nochdazu harte Theile) eines Thiers von den besten Naturforschernfür eigene Thiere gehalten sind, allein das mufs uns um sovorsichtiger machen, und dann finden wir überall das Rechte.Otto Fr. Müller (Zool. Dan. Fase. 1. p. 16* tab. 16*) hatnämlich eine auf den Seeigeln (Echini) lebende Thiergattung