198
wenn er zweifelhaft ist, ob es nicht vom Pigment des Augesherriihrt, denn bei den Katzen ist der Grund des Auges, wiebei andern Thieren, deren Augen leuchten, ohne Pigment undwirklich spiegelnd, und Sachs, dessen Augen eben die Eigen-schaft zeigten, war ein Kakerlak, also gleichfalls ohne dasselbe-Wenn auch andere Menschen, von denen etwas ähnliches er-zählt wird, des Pigments nicht beraubt waren, so hat man dochnach jenen Thatsachen nicht darauf zu rechnen. Heinrich(S. 387-) leitet das Leuchten der Katzenaugen zum Theil vomZurückspiegeln, zum Theil auch von einem Phosphoresciren ab,weil es nicht immer unter gleichen Umständen, sondern zuZeiten nach Willkiihr oder durch Zorn erregt werde, so wie esauch bei Menschen nur in Krankheiten und bei gereiztem Ner-vensystem entstehe. Allein auch das scheint mir kein wichtigerEinwurf, da das Auge dadurch (durch Congestion, Spannung)modificirt werden, und besser oder schlechter zurückspiegelnkann, da das Auge überhaupt so veränderlich, oft matt undtrübe, oft voll Glanz und Leben ist.
§. 193 .
Wie es besondere leuchtende Thiere giebt, sogiebt es auch electrische. Dahin gehört vor al-len die, wie es scheint, an Arten sehr reiche Gat-tung der Zitterrochen oder Krampfrochen (Tor-pedo), wovon sich zwei, T. marmorata undT. ocellata in den südlichen europäischen Mee-ren finden, während mehrere andere in anderenWelttheilen Vorkommen, und eine riesenmäfsige. derVox weit angehört hat. Ferner Rhinobatus elec-tricus; Tetrodon electricus; der Zitteraal,Gymnotus electricus; Trichiurus electri-cus; der Zitterwels, Silurus electricus; vielleichteine grofse amerikanische Mantis.