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1 (1821)
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§ 191.

Das Beharren in derselben Wärme beiäufserer erhöhter oder verminderter Temperaturhängt einerseits von der ununterbrochenen Thätig-keit der Organe ab, durch welche die Wärmeer-zeugung selbst vor sich geht, andererseits aber vonbesondern Hülfsmitteln, welche durch jene Tempe-raturen selbst in dem Organismus erweckt werden.

Der ehemals von Boerhaave aufgestellte Satz,dafs der Mensch und die warmblütigen Thierekeine äufsere Temperatur ertragen könnten, welchedie eigene Wärme ihres Körpers überstiege, istvon so vielen Seiten widerlegt, dafs er für immerbeseitigt ist. Die Wärme vieler Gegenden ist zugewissen Zeiten gröfser. Adanson (Histoire na-turelle du Senegal. Paris 1757. 4. p. 53.) fand inden Nächten des Augusts (der heifsesten Zeit) amSenegal 26 und des Tags 32°; ein daselbst im Ju-lius mit der Kugel in den der Sonne ausgesetztenSand gestelltes Thermometer zeigte 60V 3 o * (S. 130.)Bei seiner Reise auf dem Senegal (S. 81.) war dieWärme in der Kajüte des Mittags (im November)von 40 bis 45 und des Nachts von 30 bis 32 Gra-den. CapitaineTuckey (Relation dune expeditionpour reconnoitre le Zaire. Trad. de lAngl. Paris1818. S. T. 1. p. 84.) ertrug 1799 auf dem rothenMeer eine ähnliche Hitze; das Thermometer zeigtenämlich um Mitternacht nie unter 27 5 / 9 , bei Son-nenaufgang nie unter 32, und des Mittags nie unter357 /.

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