Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
160
Einzelbild herunterladen
 

wenigstens durchaus eine Blutfarbe die sich zeigt,und bei jüngeren Subjecten mehr Blut im Knorpel.Auch ich finde bei Knorpeln von alten Personendiese Böthung nicht.

§ 171 .

Die Knochen bestehen aus der Knorpelsub-stanz und der Knochenerde, das ist: einer mit Phos-phorsäure, Kohlensäure und Flufsspathsäure verbun-denen Kalkerde. Durch verdünnte Mineralsäurenkann man leicht, vorzüglich bei jüngeren Thieren,die in den Knochen enthaltene Erde (wenigstenszum allergröfsten Theil) auflosen, so dafs Knorpelvon derselben Gestalt, als die Knochen, Zurückblei-ben, die man durch Maceration in Zellgewebe,oder einen mit Fasern verbundenen Schleim über-gehen sieht. Berzelius schlägt diese Gefäfsfasernauf etwas mehr als ein Hunderttheil vom Knochenan, doch mufs diefs natürlich, so wie auch selbstdas Verhälsnifs der, Erde, nach dem Alter des Sub-j'ects höchst veränderlich seyn. Im PapinischenKessel wird der Knorpel des Knochens ganz zer-stört und die zurückbleibende Erde beträgt zweiDrittheile des Knochens. Bei dem Weifsbrennender Knochen bleibt eben so viel Erde zurück. Introckner Luft erhalten sich die Knochen sehr langein ihrer Gestalt, so dafs nicht alle weichen Theiledabei verloren gehen. Endlich verwittern und zer-fallen sie.

Nach Klaproth (bei Berzelius) bestehenmenschliche Knochen aus: Knorpel in Wasser

Voll-