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Anm. 4- In den Vegetaliilien ist bis jetzt. uiclit9 gefunden,das mit dem thierisclien Faserstoff zu vergleichen wäre; bei ih-rem starren Bail ist auch so etwas gar nicht zu erwarten.
§. 152.
Der Schleim (Mucus) ist eine von eigenen,vorzüglich in den Schleimhäuten befindlichen Drü-sen. (cryptae inuciparae) abgesonderte Flüssigkeit,die in der Consistenz vielfach ab weicht, allein im-mer zäh, in Fäden ziehbar; in Alcohol und Wasserunauflöslich ist; doch von dem letztem einen Theileinsaugt und davon durchsichtig wird; durch dieWärme weder gerinnt noch zur Gallerte wird;vom Gerbestoff gefallt; und die getrocknet durch-sichtig wird.
Anm. 1- Berzelius (Ueberblick S. 48 — 55-) hat denSchleim aus den Nasenliölen , aus der Luftröhre, der Gallen-blase, dem Darm und den Harnwegen verglichen, und es findetallerdings nach den Theilen, mit denen derselbe an den ver-schiedenen Orten in Verbindung steht, mancher doch kein we-sentlicher Unterschied darin statt. Der Nasenschleim enthältnach Berzelius: Wasser 933,7; Schleimmaterie 55,3; salzsau-res Kali mit Natrum 5,6; Milchsaures Natrum mit der dasselbebegleitenden tliieiischen Materie 3,0; Natrum 0,9; Eiweifsssoffund thierische Materie, unauflöslich in Alcohol, aber auflöslichin Wasser, zugleich mit einer Spur von phosphorsaurem Na-trum 3,5-
Fiinf Theile frischen Nasenschleims verschluckt von fünf-undzwanzig Theilen Wasser, geben eine eiwcifsähnliche (gla-rige) Materie. Ueberhaupt ist der Schleim ein dem Eiweifshöchst nahe stehender Theil, doch besonders modificirt, wieschon die Absonderung in eigenen Drüsen erwarten läfst. Ein«besondere Annäherung des Eiweifsstoffs zum Schleim findet sichin der Hornsubstanz.