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Anm. Zu den allgemeinen Gefäfsen werden noch die aus-hauclienden und die Haargefäfse gerechnet, und' diese sind häufigsowohl von Physiologen als Pathologen zur Erklärung vielerDinge gebraucht, doch verdienen sie hier keine Stelle und inder speciellen Physiologie wird (in den Abschnitten vom Kreis-lauf des Bluts, von der Absonderung) von diesen hypothetischenGebilden das Notlüge gesagt werden.
§. 110 . ‘
Die Gefäfse bestehen wenigstens aus zwei Hüll-ten, die blutführenden haben ihrer drei. Jedes derletztem, auch viele der besondern Gefäfse besitzenwieder kleinere oder Erniihrungsgefäfse (vasa vaso-mm); sehr viele sind mit, Nerven versehen; deneinsauffenden Gefäfsen ist bei den warmblütigenThieren ein eigener Drüsen- oder Ganglien-Appa-rat hinzugefiigt.
Anm. Aeltere Schriftsteller, unter den Neueren auch Fr.Aug. Walter (Angiologisches Handbuch. Berlin 1789- SO neh-men in den Venen nur eine, in den Arterien nur zwei Häutean; beides ist falsch, und so fein eine Vene, oder ein einsau-gendes Gefäfs seyn mag, so können sie doch nicht aus EinerHaut bestehen, weil sie inwendig Klappen besitzen. Mascagni(Prodromo p. 61- Und 64-) beschreibt, wie auch schon vor ihmvon älteren Anatotnen geschehen, sowohl bei den Arterien alsbei den Venen vier Häute, allein seine äufserste (ascitizia)ist der sie an andere Tlieile heftende Zellstoff und verdientnicht den Namen einer eigenen Haut. Ueber die Fasern derVenen vergl. Henr. Marx Diatribe de structura atque vilavenarum. Carlsruli. 1S19- 8* lab. Die von ihm aufserhalb derleicht bemerklichen Längsfasern in den Venen angenommenenQueerfasern kann ich nur für Zellstoff halten; bestimmte Queer-fasern sah ich bei den Venen des Menschen niemals, ich sahsie nicht einmal in der Hohlader des Pferdes. Selbst die Längs-