ÄSjctdes* den gemeinschaftlichen Ursprung-von denselben Elternvoraussetzt,
§■ 58.
An wie vielen Orten Autochthonen (Aborige-nes) statt fanden, ist nie zu enthüllen; wie §. 55.bemerkt worden, würde das auch nichts für dieIdentität der Stämme beweisen. Bei ihrer Ver-mischung \mtQr einander,, bei den mangelhaftenNachrichten von so vielen derselben, mufs jede Ein-theilung fehlerhaft seyn, sie mag sich auf ihre Spra-che oder auf ihre Gestalt oder auf beides be-ziehen. ' 1 ' :
Anm. 1. Bei dem jetzigen Zustand unserer anthropologi-schen Kenntnisse ist es gewifs zu billigen, dafs 'wir die kör-perliche Bildung vorzugsweise zum Einriieilungsgrund wählen,und darnach hier die Völker, wie überall in der Naturge-schichte die übrigen' Körper, aneinander reilieri, ohne uns andie Gegenden zu bindert;' in welchen sie vorkbmmeli. Ehmalssah man fast blos auf die Farbe, die genügt aber allein nicht.AuLdie verschiedenen,Sprachen ist jetzt noch weniger Zusehen,weil die Vergleichung derselben nur erst begonnen hat.
Anm. 2. Die melirsten Nachrichten älterer Reisebeschrei-ber über die von ihnen besuchten Völker sind eben so unbrauch-bar, als alle von ihnen gegebenen Abbildungen derselben. Seihstviele Gemälde der Wilden, welche uns neuere RKsen mitge-theilt hahen, verdienen wenig Lob, weil die Fantasie der Künst-ler zu sehr mitgewirkt hat, wie z. B. in Cook's Reisen; oderauf das Charakteristische nicht genug gesehen ist, wie hei S y m c s,Bowdich u. s. w. Möchten doch viele Reisende mit De-non’s feinem Beobachtungssinn das Eigenthiimliche der Völkerauffassen, wie bald würde die Anthropologie den übrigen Tltei-len der Naturgeschichte angereiht zu werden verdienen, stattdafs sie jetzt nur Fragmente liefert,