diesem Wege fortschreitet, um so deutlicher muß werden, daß wirzur wissenschaftlichen Klarheit über das Ganze der Welt nur durcheinen ontologischen Pluralismus kommen, der auf Grunddes Prinzips der Alternative heterologisch zu gliedern ist.
Andererseits steht ebenso fest, daß das Weltganze nicht gedachtwerden darf als ein Gebilde, das aus Wirklichem und Werthaftem,wie ein zusammenhangloses Stückwerk besteht, und es hat daherzu der pluralistischen Tendenz eine „vereinheitlichende“ in demSinne hinzuzutreten, daß sie zwar nicht versucht, das begrifflichin seine Arten geschiedene Sein „monistisch“ durchweg als das-selbe zu denken, wohl aber aus der Mannigfaltigkeit des Seien-den soweit wie möglich einen Zusammenhang zu machen,dessen Glieder miteinander verbunden sind. Den ersten Ansatz dazufanden wir in dem Begriff des vorgegenständlichen Ich oder desprophysischen Subjekts. Es stellt eine Verbindung des Wirklichenmit dem Sinnhaften und zugleich mit den geltenden Werten her.Jetzt kommt es darauf an, ob wir bei dieser Art der Weltverein-heitlichung stehen bleiben können, oder ob wir die bisher noch un-bestimmte Verbindung weiter auszugestalten haben, und falls diesnotwendig sein sollte, ob wir dabei mit den bisher betrachtetendrei Seinsgebieten auskommen.
Es ist die Meinung denkbar, man habe sich in der wissenschaft-lichen Philosophie unter allen Umständen mit dem psychophysi-schen, dem verstellbaren und dem prophysischen Sein zu be-gnügen. Den Gedanken, daß es so sein müsse, kann man noch inanderer Weise begründen. Eine Philosophie, die Wissenschaft seinwill, sei auf das „im Bewußtsein“ vorhandene oder „immanente“Sein angewiesen, und dieses hätten wir durch die Gliederung insensibles, intelligibles und prophysisches Sein erschöpft. Damitscheint das theoretische Denken zugleich in jeder Hinsicht amEnde angelangt. Anfang und Schluß der Philosophie liegen not-wendig innerhalb der Bewußtseinswelt, und sie zeigt allgemein-ontologisch keine weitere als die dargelegte dreifache Mannigfal-tigkeit.
Ob das in jeder Hinsicht das Ende der Philosophie bedeutet,dazu müssen wir jetzt Stellung nehmen, und wir fragen deshalb:treibt uns nicht, so zutreffend der entwickelte Gedankengang er-