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ontologischen Dualismus, den wir innerhalb der Gegenstände derErfahrungswelt konstatieren mußten. Auch die noch nicht gegen-ständlich erkannte Welt des unmittelbar gegebenen Seins ist dem-nach als teils sinnlich wahrnehmbar, teils unsinnlich verstehbarzu denken, falls wir sie in der Ontologie überhaupt als „seiend“denken wollen. Dies mag genügen, um das gesamte prophysischeSeinsgebiet seinen wesentlichen Charakterzügen nach zu bestimmen.
§ 31 .
Der Anfang der Philosophie.
Nur auf ein systematisch wichtiges Grundproblem wollen wirzum Abschluß dieses Teils der Ontologie noch hinweisen. In demGebiete, das wir das prophysische nennen, liegt notwendig auchdas, was wir brauchen, um über die viel behandelte Frage des An-fanges der Philosophie zur Klarheit zu kommen 1 ). Wir spra-chen von den „Voraussetzungen“ der gegenständlichen Welt odersagten, daß das prophysische Sein vor der Welt der Objekte liegt.Wir haben in ihm also ein logisch „erstes“ und zugleich ein onto-logisch „ursprüngliches“ Sein. Insofern werden wir es an den An-fang des Systems der Philosophie bringen. Das bedarf nurnoch weniger Worte der Erläuterung.
Man hat oft gefragt, womit die Philosophie als System anfangenmüsse, und besonders im modernen Denken hat dies Problem eineRolle gespielt. Nun steht offenbar der Begriff des Anfangs mit demdes Unmittelbaren, also zugleich auch mit dem des zuständlichenprophysischen Seins in notwendiger Verbindung. Wie können wirvom Begriff des Unmittelbaren aus den Begriff des Anfangs derPhilosophie systematisch bestimmen?
Hegel hat behauptet, daß es unmöglich sei, einen Anfang derPhilosophie zu finden, denn dieser müsse entweder ein Vermittel-tes oder ein Unmittelbares sein, und weder das eine noch das anderesei denkbar. Was ist an diesem Satz zutreffend ? Liegt die Schwierig-keit vielleicht darin, daß das Wort „Anfang“ mehrdeutig ist, unddaß daher ein vermittelter Anfang in der einen Bedeutung des
1) Vgl. hierzu meine Abhandlung: Vom Anfang der Philosophie,1925 (Logos, Bd. XIV, S. 122 ff.).