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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
Entstehung
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logisch immer nur fragen, ob es wirklich, oder ob es nicht wirklichsei. Mit den Gebilden des Seins dagegen, die wir an wahren Sätzenals deren Sinn verstehen, ist notwendig ein positives Wertmoment,mit denen, die wir an falschen Sätzen verstehen, ebenso notwendigein negatives Wertmoment verknüpft, und das setzt einen Wert-gegensatz voraus, den die Sinnenwelt des bloß psychophysischenSeins als solche, d. h. in ihrer begrifflichen „Reinheit“ nicht kennt.

Das widerstreitet freilich gerade mit Rücksicht auf den theo-retischen Sinn weit verbreiteten Ansichten. Man hat sich darangewöhnt, alle Werte für außertheoretisch und das Werten desMenschen dementsprechend für unvereinbar mit der nur nachWahrheit suchenden Wissenschaft anzusehen. Man begründet dasbisweilen so, daß man sagt: Werte seien durchweg abhängig vomwertenden Subjekt und stünden deshalb im Widerspruch mit der„objektiven“ Wahrheit, denn jedes Individuum habe seine be-sonderen Werte, ebenso wie es sein besonderes Seelenleben hat.

Wie werden wir uns hierzu stellen? In vielen Fällen trifft es ge-wiß zu, daß der Wert, der mit einem Sinngebilde verknüpft ist,zugleich als von den psychischen Akten des Wertens der Individuen„abhängig“ gedacht werden muß. Aber bei den theoretischen Sinn-gebilden liegt es anders. Die mit ihnen verbundenen Werte geltenunabhängig vom Akt des wertenden Subjekts, und gerade des-wegen haben wir uns zunächst an sie als Beispiel gehalten. Anihnen tritt die ontologische Selbständigkeit des verstehbaren Seinsauch mit Rücksicht auf den Wert am zwingendsten hervor. Inanderen Fällen kann man die in sich ruhende, von der Wertungdurch das Subjekt unabhängige, Geltung des Wertes bezweifeln.Auf dem theoretischen Gebiet schließt der Wahrheitswert, der dieElemente eines Sinnganzen zusammenbringt, jeden Zweifel alswidersinnig aus, und er gestattet es uns, von einer theoretisch ver-stellbaren „Welt“ zu reden, die als das letzte Ganze alle ihreBe-standteile zu ihren „Gliedern“ macht.