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Grundprobleme der Philosophie : Methodologie, Ontologie, Anthropologie
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zeitigkeit der körperlichen und der seelischen Vorgänge in ihrerNotwendigkeit begreiflich zu machen, und zwar so, daß dabei derBegriff der Kausalität keine Rolle spielt. Das zeitliche Zusammen-sein wird auf eine im Wesen der Sache liegende Identitätzurückgeführt.

Bei der Beurteilung dieses Standpunktes trennen wir zwei Ge-sichtspunkte. Für die Erfahrungswissenschaften, die sich auf Welt-teile beschränken, handelt es sich dabei um eine relativ „harm-lose“ Theorie. Die Einzelforscher halten sich an das faktische Zu-sammensein des körperlichen und des seelischen Seins, und esmag ihnen Befriedigung gewähren, wenn sie das hier und dort zukonstatierende Zugleichsein sich so denken, daß es sich über dasWeltganze ausdehnen läßt. Um die ontologische Begründung desParallelismus, die auf dem Gedanken der Identität von körperlichemund seelischem Sein beruht, kümmern sie sich dann nicht weiter.

Sie dürfen es auch nicht, denn sonst würden sie in Schwierig-keiten geraten. Wird, so muß man fragen, etwas wissenschaft-lich Brauchbares gesagt, wenn man uns versichert, körperlichesund seelisches Sein seien nur die zwei verschiedenen „Attribute“des einen, überall identischen Weltwesens ? Daß die Welt im Grundeweder körperlich noch seelisch sei, ist zwar ein verständlicher,wenn auch rein negativer Gedanke. Aber er kann wegen seinerbloßen Negativität dem Identitätsphilosophen für sich allein nichtgenügen. Wir sollen außerdem das Weltwesen als etwas denken,das sowohl seelisch als auch körperlich ist, und da erhebtsich die Frage: hat sich schon jemand bei dieser Behauptung etwasinhaltlich positiv Bestimmtes zu denken vermocht? Ist eine solche„identische“ Weltsubstanz nicht vielmehr das Unbegreiflichstevon allem, und kann ihr „Begriff“ jemals dazu dienen, eine Ant-wort auf das ontologische Problem der Welteinheit zu geben ? Einewissenschaftliche Problemlösung enthält dieser „Monis-mus“ gewiß nicht. Er weist lediglich darauf hin, daß das psycho-physische Problem, wenn es so gestellt wird, daß man vom Dualis-mus der Tatsachen zum Monismus der Theorie zu kommen sucht,theoretisch unlösbar ist.

Wir müssen daher von dem angeblich zugrunde liegenden „Welt-wesen“ vollständig absehen und uns allein an den „Parallelismus“