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1 (1821)
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Bildung sehr vermehrt wurde. Es bedurfte da-her die Verbreitung eigenthumlicher Sitten undKünste von einem Stamme zum andern, solcherVeränderungen, als durch die Völkerwanderungenherbeigefuhrt wurden.

So wie ein Volk dem andern, oder vielmehrdas Töchcervolk dem Muttervolke nachahmte, unddie Thiere seines Landes zähmte, so geschah die-ses auch in Rücksicht auf das Getreide und an-dere Gewächse. In Indien fand und banete manden Reiß, das vorzüglichste aller Getreide, undvon dort verbreitete sich der Reißbau über denganzen Orient. Man bauete dort 'Urner eineMenge von Hirsearten und Hülsenfruchten, derenAnbau sich außer der Mohrhirse nicht verbreitethat, wenigstens nicht in ferne Länder. In Ame-rika fand man den Mais, ein ebenfalls sehr nahr-haftes Getreide, doch ist es noch nicht bekannt,von welcher Gegend aus sich der Bau dieses Ge-treides über ganz Amerika, und später über einenTheil der alten Welt verbreitete. Die Kartoffel(öolanuin tulx'rosuin) ein höchst nuhbarcs, unsjetzt unentbehrliches Gewächs, ist in Peru undChile wild, wie von dem letzten Lande schon längstMolina berichtet hat*). Die Kenncniß ihrer Ver-breitung in Amerika würde über die ursprünglicheGeschichte dieses Landes viel Licht verbreiten, sowie die Kenutuiß der Verbreitung mancher ande-

*) Vers, einer Naturgeschichte von Chili übers, vonPrcmdis, Leipz. 1736. A. 109.