- 2g-6, —
wodurch jene Denkmäler des Ursprungs unsererEultur vertilgt wurden. Aber jene Länder sindnoch nicht genau untersucht worden, und vielleichtgelingt es den Forschern in ungestörten Winkelnjener Länder noch Ueberbleibsel des wilden Ge-treides und andrer nützlichen Gewächse zu finden.Hgt man doch erst in den neuesten Zeiten eindenr Roggen nahe verwandtes Getreide daselbst,ja koch näher den europäischen Ländern gesun-den^ Doch muß ich erinnern, daß hier nicht vonder ursprünglichen. Ausbildung des Menschenge-schlechts, sondern nur von der Ausbildung unsersStammes die Rede ist, denn,wahrscheinlich wa-ren schon früher Ochsen, wenn auch von ande-rer Art gebändigt, als die Ochsen der nordischenWälder, und Sina hat seine eigene Cnltur, un-abhängig von andern Ländern.
Die Länder um die Quellen des Euphratsund des Tigris sind aber auch, wie wir beimApfelbaum und Weinstock gesehen haben, Länder,woher die Verbreitung vieler Pflanzen, und ver-muchlich auch vieler Thiere nach andern Gegen-den, besonders nach Europa geschah. Sie bildeneine hohe Vergebene,, dergleichen sich in ganzEuropa nicht findet, und es öffnen sich die Längs-thaler von ganz Europa gegen dieses Hauptge-birge^ Schon Tournesort wunderte sich über dieMenge von gemeinen in ganz Europa häufigenPflanzen, welche, er am Ararat fand. Gewißfind viele der europäischen Gewächse von dortauögegangen, und zwar alle, welche sich von der-