Wunder Elisabeths. 333
von») tode uff 1 ). Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 2 ).Auch in der historien genant Lombardica 3 ).
55. Zu den geezyten was eyn ordenfsman von eddelm gesiechte, eyner grosfsenPrelaturen unde wirdickeyd, der was belestiget mit anefechtunge des fleischs undemit viler unkusscheyd. So wart er gedencken an die libhaber>'nnen der kusscheydse _nt Elyzabeth, unde ging vor er grap mit grofsfser ruwe unde leyde siner sunde,m 't vergifssunge siner trene, unde ryfl'sie ane, das er sulcher versuchunge unde undogentmochte quit werden. Unde bleib alsus lange czyt in syme gebede vor dem grabeunde wulde nicht scheyden. Zuletzst fulte er in sich gisfsen eyne sonderliche sterekeunde crafft. Du lobete er god unde sent Elyzabeth; unde darnach sagete er dasfeister Curde von Margburg, wie das in derselben stunde die begerlicheyd der un-kusscheyd gantz in eme ufsgedilget wurde. Derglichen quamen auch vil ander lüde,<«e mit grosfser versuchunge der sonde beknoppet woren 4 ), etzliche mit doithchemhas 'se, mit czorne, mit girheyd mit karigkeyd, mit hoemude unde andern sonden,,mu > herlangeten durch die heyligen vorbede sent Elyzabeth sulche * gnade von godde, «Bl. 28*'.las sie vorterfs von den sonden abelifsen. Alsus schribet her Diderich von Donngen,pred >gerordenfs, in syme 8. buche von sent Elyzabeth 6 ).
* e )56\ Frauweb) Ermengard, gravynne, geborn von Mansfelt, eyn andechtig «Bl. 286'.™yp fol guter wereke unde almufsen, graven Bertolts 7 ) swester von Mansfelt, die [1233].ort e von der heylickeyd unde wunderezeichen sent Elyzabeth. Hirumbe wart sie^ntzondet in ynnickeyd, unde czoch ufs erme slosfsc, genant Seburg 8 ), undeb) waltes e yn Margburg 'zu sent Elyzabeth. Alfs sie dar quam vor die capellin, du quam
Jj~ eyn man unde dru g e y a k y nt i das was b 'y nt & eborn und hatte auch keyne
• e dde der äugen, unde bath die gravynnen, das sie eme das kynth haltin wulde, bifsWidder von dem marekte queme. Nu enwuste der man nicht, das die frauwe eynelieh ymie was ' H 'r"mbe bath er sie mit flisfse. Die dogentliche frauwe fol gotheherp, e und e oetmudickeyd nam das blynde kynt zu er, unde drug efs mit er vor senthMK th g rab > und e gedochte, ob god dem kvnde durch den verdynst sent Elyza-
Mh syne äugen unde gesichte geben wurde. Indes fyl der frauwen in enn gedancken,*Z Ch ü ^brechlichkeyd der mentscheyd, eyn missegloube in, das sie meynte, wie dasi T\ El y zab eth so groifs nicht bie godde verdynth hette, wante sie hette sie vormalfs
" d « wemtlicheyd unde an dem dantze geseh'in. Ydoch slug sie die argen gedanckenl°* er unde gedochte, wie groifs sie darnach durch gots willen gelydden undeK«öan hatte, unde wie grofsfse czeichen gereyde durch sie gescheen weren. Hirumbe
P ra .Gh sie die menge des folekes ane, beyde, man unde frauwen, die dar geynwirtig™ on n> unde bath sie »durch gots willen, das sie alle er helflenc) w ulten bidden, . B l. 237.eeL 8 °? dem k y nde au g<= n gebin wulte durch den verdinst sent Elyzabeth. Esand u ' die lude f y' en nidder uff ere kn y mit g rosfser begerlicheyd unde boden mitaupe ' mit gudem hoffen zu sent Elyzabeth. Zuhant reifs die hut entezwey, da diebeft Stehin sulten , alfs ob man eyn pirgament zurisfse, das alman horte, unde das kyntRro^ m ' Udc zu s< Areyen. Da sach die gravynne das kynt ane, du hatte efs klare, schone,»nd e S< i gra a »gen. Da drang das folck entzu, die vormalfs das kynt blint gesehin hatten,So hiltj " god von h y mmel dur c h dic wunderwereke siner dynerynne sent Elyzabeth.eyne daS kynt s y ,le au g en stra g uffen unde verwante er nicht. Do namen die frauwenl ernt ev gesschalen unde hilden eme vor die augen, uff unde abe; dar sach efs na undedeft'i augen wenden; unde behilt eyne schone klar gesichte sin lebetage lang. Dad u f k y nd es vater von dem margte quam unde wulde warten, bo sin kynt bieben were,Vo a ir er > das efs schone sach; unde entphing efs mit grosfsen fremden, das emesent K mh bedr "Pnisfse blint geborin was; unde danckte godde von hymmel undeu 'yzabeth irer mildickeyd. Darnach ging die gravynne Ermengard in eyn geistlich
a ) so. b) Frauwe—unde auf Erzatzstück (aufsen). c ) Hs. heften.
Quell \ ] in die Johannis et Pauli. 2 ) Mir. 88' Nr. 49 (letztes Wunder dieser
motiK " *) Jac - 768 Nr. 9. 4 ) Dietr. quibuseunque vitiorum spintualmm
>) y** oecupatis. ") Bietr. 8, 6; S. 149 Z. 7-9, 13-15, 18-21, 23-26
Qft*& ° ben S - a °2 '»■ A«m. 2. Aus dem Platz, den G. dem folgenden Wunde?*, °*% ergibt sich, daß er es in das Jahr 1233 setzt. ') Vorl. ma.ons.
' * eeh wg bei Eisleben.