+4083 510 01 HJIwTBUCHBlNÜERti EMNST SCHULTZ! i DÜSSELDORF Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg. Bearbeitet Hermann Diemar. Mit 5 Lichtdrucktafeln. Marburg. N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung. 1909. f p I frft ■Hlbm 5. %A XH^t A li LAflOHS- UIÜ3 STADT- Hlfil.lOTUr.K u. ' Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. Chroniken von Hessen und Waldeck. Erster Band. Bearbeitet von Hermann Diemar. Marburg. N. G. Ehvert'sche Verlagsbuchhandlung. 1909. Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg. Bearbeitet von Hermann Dieniar. Mit 5 Lichtdrucktafeln. Marburg. N. (J. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung - . 1909. t.AI !D (TS- u!ii> S'l 'ADT- IHM. O' •iir.K DUSS [•!. >ORp Stifter und Patrone der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. Seine Königliche Hoheit der Landgraf Alexander Friedrich von Hessen als Stifter. Die Direktion der kgl. Prcussischen Staatsarchive. Der Kommunalverband für den Regierungsbezirk Kassel. Die Provinzialstände von Oberhessen. Stifter. Herr Kammerherr Freiherr C. X. von Scharfenberg auf Kalkhof. „ Hermann Sumpf, Kassel. „ Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Ludwig von Sybel, Marburg. Patrone. Herr Obervorstcher und Ober-Reg.-Rat a. D. von Baumbach, Kassel. „ H. Graf von Berlepsch, F2rbkämmerer in Kurhessen, Schlofs Berlepsch. „ Landrat Heino von Bischoffshau8en, Witzenhausen. Der Kreis Biedenkopf. Herr Bierbrauereibesitzer Heinrich Bopp, Marburg. „ Kammerherr und Obervorsteher Hugo Freiherr von Dörnberg, Hausen. „ Museumsdirektor a.D., Geh. Reg.-Rat Dr. Oskar Eisenmann, Karlsruhe. Das von Eschwege'sche Fideikommiss zu Reichensachsen (Herr Baron G. von Eschwege auf Reichensachsen). VI Der Kreis Eschwege. Die Stadt Friedberg. Der Kreis Fritzlar. Die Stadt Fulda. Der Fuldaer Geschichtsvoroin in Fulda. Die Stadt Gelnhausen. Die Stadt Giessen. Die Stadt Hanau. Der Hanauer Geschichtsverein in Hanau. Frau Geh. Komrnerzienrat Henschel, Kassel. Herr Heinrich Heraeus, Hanau. „ Dr. Wilhelm Heraeus, Hanau. Die Stadt Hersfeld. Der Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel. Das Königliche Konsistorium zu Kassel. Die Stadt Kassel. Das Ritterschaftliche Stift Kaufungen. Herr Freiherr Kleinschnitt von Lengefeld, Lengefeld (Waldeck). „ Dr. Richard Küch, Hanau. „ Rudolf Küstner, Hanau. Fräulein M. Lindenbauer, Hanau. Frau Dr. von Lucius, Schönstadt. Die Stadt Marburg. Der Oberhessische Geschichtsverein in Giefeen. Herr Rittmeister a. D. Freiherr Rabe von Pappenheim, Karlshafen. Die Freiherrlich Riedesel'sche Gesamtfamilie, Lauterbach. Der Verein der althessischen Ritterschaft in Kassel. Der Kreis Grafschaft Schaumburg. Die Fürstlich Waldeckische Landesverwaltung. Die Firma J. D. Weinig u. Sohn, Hanau. Die Stadt Wetzlar. Die Stadt Nieder-Wildunyon. Der Kreis Witzenhausen. Der Kreis Ziegenhain. VII Vorstand der Kominission. Dr. G. Freiherr von der Ropp, Geh. Reg.-Rat, Prof., Marburg, Vorsitzender. Dr. H. Haupt, Geh. Hofrat, Professor, Direktor der Universitäts-Bibliothek, Giefsen, stellvertretender Vorsitzender. Dr. G. Könnecke, Geh. Archivrat, Archivdirektor, Marburg, Schatzmeister. Dr. K. Wenck, Professor, Marburg, stellvertretender Schatzmeister. Dr. F. Küch, Archivrat, Marburg, Schriftführer. Dr. J. Boehlau, Museumsdirektor, Kassel, stellvertretender Schriftführer. Dr. Antoni, Oberbürgermeister, Fulda. von Baumbach, Obervorsteher und Ober-Reg.-Rat a. D., Kassel. Dr. 0. Behaghel, Geh. Hofrat, Professor, Giefsen. Graf von Berlepsch auf Schlofs Berlepsch. Eisentraut, Generalmajor z. D., Kassel. Dr. Gebeschus, Oberbürgermeister, Hanau. Baron F. von und zu Gilsa auf Gilsa. Dr. Wilhelm Heraeus, Hanau. Dr. E. Heymann, Professor, Marburg. Dr. Küster, Professor, Hanau. Müller, Oberbürgermeister, Kassel. Freiherr Riedesel ZU Eisenbach, Landeshauptmann in Hessen, Kassel. Dr. K. Varrentrapp, Geh. Reg.-Rat, Professor, Marburg. Freiherr Wolff von Gudenberg, Landesrat, Kassel. E. Zimmermann, Akademielehrer, Hanau. Statuten der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck. § I. Die historische Kommission für Hessen und Waldeck hat den Zweck, Quellen und Darstellungen der hessischen und waldeckischen Geschichte in einer den Forderungen der Wissenschaft entsprechenden Weise herauszugeben. Der Sitz der Kommission ist Marburg-. § 2. Die Kommission setzt sich zusammen aus Stiftern, Patronen und Mitgliedern. i. Stifter sind diejenigen, welche der Kommission wenigstens eintausend Mark zuwenden. 2. Patrone sind diejenigen, welche sich verpflichten, einen Jahresbeitrag von mindestens fünfzig Mark zu zahlen. Die einmal bewilligten Beiträge werden forterhoben, solange sie nicht abgemeldet sind; mit ihrem Wegfall hört das Patronat auf. 3. Mitglieder sind diejenigen Forscher oder Freunde der Forschung auf dem Gebiete der hessischen und waldeckischen Geschichte oder auf verwandten Gebieten, welche entweder a) bei der Gründung der Kommission als Mitglieder beigetreten sind, oder b) später auf Vorschlag des Vorstandes durch die Kommission auf ihren Hauptversammlungen ernannt werden. S 3. Die Stifter, Patrone und die Mitglieder des Vorstandes erhalten die Publikationen der Kommision unentgeltlich. Den übrigen Mitgliedern der Kommission wird jede einzelne Publikation für zwei Drittel des Ladenpreises zur Verfügung gestellt. § 4. Die für ihre Zwecke erforderlichen Mittel entnimmt die Kommission 1. den von der königlich preufsischen Archivverwaltung, den grofsherzoglich hessischen und fürstlich waldeckischen Staatsregierungen, dem Kommunalverbande des Regierungsbezirks Kassel und sonstigen Behörden und Körperschaften zu erbittenden Zuschüssen, IX 2. den Zuwendungen der Stifter, 3. den Beiträgen der Patrone und 4. sonstigen Zuwendungen. § 5. Die Beiträge der Stifter bilden mindestens zur Hälfte einen bleibenden Vermögensbestand, dessen Zinserträgnisse jährlich den laufenden Einnahmen überwiesen werden. Im übrigen ist für die Vermögensverwaltung der § 39 der Vormundschaftsordnung vom 5. Juli 1875 bezw. vom 1. Januar 1900 und der § 1807 des Bürgerlichen Gesetzbuches mafsgebend. S 6. Der Vorstand der Kommission wird aus 19 Mitgliedern gebildet. Der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde delegiert 3, der Oberhessische Geschichtsverein in Giefsen und der Hanauer Geschichtsverein in Hanau je 2, der Fuldaer Geschichtsverein in Fulda 1 Vertreter. Die übrigen Mitglieder werden durch die Hauptversammlung aus den Stiftern, Patronen und Mitgliedern g e w ä h 11. Die Vertretung der später sich anschlicfsenden Vereine wird durch besonderen Beschlufs der Hauptversammlung geregelt. Dem Direktor der preufsischen Staatsarchive, den Staats- regicrungen von Hessen und Waldeck und dem Kommunalverbandc des Regierungsbezirks Kassel wird vorbehalten, den Vorstand durch je ein weiteres Mitglied zu verstärken, solange die Arbeiten der Kommission aus Mitteln der Archivverwaltung bezw. dieser Staatsregierungen und des Kommunalverbandes unterstützt werden. Mindestens 6 Mitglieder des Vorstandes müssen in Marburg ansässig sein. § 7. Das Amt der gewählten Vorstandsmitglieder erlischt durch Tod, Niederlegung, Aufgabe des Patronats und Verlassen des Arbeitsgebietes. § 8. Der Vorstand vertritt die Kommission Behörden und Privatpersonen gegenüber mit dem Rechte der Substitution in allen Angelegenheiten einschlicfslich derjenigen, welche nach den Gesetzen einer besonderen Vollmacht bedürfen. Für einzelne Angelegenheiten oder bestimmte Geschäfte kann er seine Befugnisse einzelnen Mitgliedern der Kommission oder aus deren Mitte gewählten Ausschüssen übertragen. § 9. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte auf je drei Jahre einen Vorsitzenden, einen Schatzmeister und einen Schriftführer Und für jeden derselben einen Stellvertreter. Wird eines dieser Aemter erledigt, so wird ein Ersatzmann für den Rest der Amtszeit vom Vorstande bestellt. § 10. Der Vorsitzende leitet die Versammlungen des Vorstandes und die Hauptversammlungen. Er beruft den Vorstand, so oft die Lage der Geschäfte es erfordert und auch sobald fünf Mitglieder des Vorstandes dies beantragen. X § it. Der Vorstand ist beschlufsfähig, wenn wenigstens 7 Mitglieder anwesend sind. Er beschliefst mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Ueber die Verhandlungen nimmt der Schriftführer ein Protokoll auf, welches von ihm und dem Vorsitzenden vollzogen und gleich den übrigen Akten und den für Publikationen angelegten Sammlungen vom Vorsitzenden aufbewahrt wird. S 12. Der Schatzmeister führt und verwahrt die Kasse der Kommission. Er hat dem Vorstande jährlich Rechnung zu legen. Das Rechnungsjahr läuft vom i. April ab. § 13. Jährlich findet eine Hauptversammlung der Kommission statt, in welcher jeder persönlich erscheinende Stifter, Patron oder Mitglied Stimmrecht hat. Die Städte, Korporationen oder Vereine, welche Stifter oder Patrone sind, werden vertreten durch die von ihnen Beauftragten. Nach Bedürfnis kann der Vorstand weitere Hauptversammlungen berufen. Er mufs solche, und zwar binnen sechs Wochen, berufen, wenn wenigstens 15 Stimmberechtigte es schriftlich unter Angabe der Gründe beantragen. $ 14. Zum Geschäftskreise der Hauptversammlung gehört 1. die Entgegennahme des Berichtes, welchen der Vorstand über die Arbeiten des letzten und den Arbeitsplan des nächsten Jahres erstattet, 2. die Entlastung des Schatzmeisters wegen der Rechnung über das abgelaufene Jahr, 3. die Wahl und Ergänzung des Vorstandes (§ 6), 4. die Wahl von Mitgliedern der Kommission (§ 2 Abs. 3 b), 5. jede Aenderung der Statuten, 6. die etwaige Auflösung der Kommission und die Verfügung über das bei der Auflösung etwa vorhandene Vermögen. §15. Die Tagesordnung der Hauptversammlung stellt der Vorstand fest. Der Vorsitzende ladet die Stifter, Patrone und Mitglieder durch Zuschrift unter Mitteilung der Tagesordnung ein. § 16. Zur Beschlufsfähigkeit der Hauptversammlung ist die Anwesenheit von 12 Stimmberechtigten, einschliefslich der Vorstandsmitglieder, erforderlich. Hat eine Hauptversammlung wegen Beschlufsunfähigkeit vertagt werden müssen, so ist eine neue Hauptversammlung beschlufsfähig ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden, sofern bei der Einberufung auf diese Folge ausdrücklich hing-ewiesen ist. Die Beschlüsse werden nach einfacher Mehrheit gefafst; jedoch erfordert ein etwaiger Auflösungsbeschlufs die Zweidrittel- Mehrheit der Anwesenden. Ueber die Form der Abstimmung entscheidet die Versammlung. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldcck. Hessisches Trachtenbuch von Ferd, Justi. Marburg, Elwert'sche Verlagsbuchhandlung. 1899—1904. M. 24.— Hessische Landtagsakten. Erster Band 1508—1521 bearbeitet von Hans Glagau. Marburg, Elwert. 1901. M. 14.— Urkundenbuch der Stadt Friedberg. Herausgegeben von G. Frhr. von der Ropp. Erster Band 1216—1410 bearbeitet von M. Foltz. Marburg, Elwert. 1904. M. 16.— Die Bildnisse Philipps des Grossmütigen. Festschrift zur Feier seines 400. Geburtstags (13. November 1904). Bearbeitet von Alhard von Drach und Gustav Könnecke. Marburg, Elwert. 1905. M. 20.— Der Bracteatenfund von Seega. Bearbeitet von H. Buchen au. Marburg, Elwert. 1905. M. 20.— Regesten der Landgrafen von Hessen. Kiste Lieferung 1247—1308 bearbeitet von Otto Grotefend. Marburg, Elwert. 1909. M. 4.80 Mit Unterstützung der Kommission sind erschienen: H. Glagau: Anna von Hessen, die Mutter Philipps des Grofsmütigen. Marburg, Elwert. 1900. M. 3.60 F. Herrmann: Das Interim in FI essen. Ein Beitrag zur Reformationsgeschichte. Marburg, Elwert. 1901. M. 4.20 Nach § 3 der Statuten wird den Mitgliedern der Kommission jede einzelne Publikation für zwei Drittel des Ladenpreises zur Verfügung gestellt. Vorwort. Es ist die Frucht langwieriger und entsagungsvoller Arbeit, was in diesem Buch, dessen Druck sich durch Jahre hingezogen hat, nun endlich abgeschlossen vorliegt. Mit mannigfachen Schwierigkeiten hatte ich zu kämpfen, erwähnen will ich jedoch hier nur den Mangel an Vorarbeiten, namentlich auf dem Gebiet der hessischen Geschichte, der sich sowohl für die Ouellenuntersuchung wie für die Texterläuterung oft fühlbar machte. Die Texte selbst enthalten manches bisher Unveröffentlichte, sie umfassen alle mir bekannt gewordenen Aufzeichnungen Gerstenbergs mit Ausnahme des von ihm überarbeiteten Teils des Frankenberger Stadtrechts, das als Ganzes zu besonderer Veröffentlichung zurückgestellt worden ist. Einige minderwichtige Textstücke sind in kleinerem Druck gesetzt 1 ). Eine Hauptaufgabe habe ich in der kritischen Zergliederung der Werke unseres Chronisten gesehen und hierbei den Reiz einer derartigen Untersuchung empfunden, wie ihn O. Holder-Egger einmal trefflich geschildert hat, Neues Archiv 26, 473. Ich darf aber hoffen, auch zu sachlich fördernden Ergebnissen gekommen zu sein. Von früheren Ausführungen über Gerstenberg und seine Werke verdienen genannt zu werden die Artikel von B. Böse in Ersch und Grubers Allgemeiner Encyklopädie 1 62 (1856), 90—93 und von A. Wyfs in der Allgemeinen Deutschen Biographie 9 (1879), 66f 2 ), vor allem aber die umfangreiche Abhandlung von J. Pistor, 'Der Chronist Wigand Gerstenberg, nebst Untersuchungen über ältere hessische Geschichtsquellen', in der Zeischrift für hessische Geschichte 27 (1892), 1—120, nebst weiteren Bemerkungen Pistors daselbst 28 (1893), 113—134. Für Unterstützung meiner Arbeit durch guten Rat und freundliche Hinweise danke ich namentlich den Herren Staatsarchivar Dr. J. R. Dieterich in Darmstadt, Archivar Dr. O. Grotefend in Stettin, Stadtarchivar Dr. F. Gundlach in Kiel, Bibliothekar Dr. P. Jürges in Wiesbaden, Archivrat Dr. F. Küch in Marburg, Geheimrat Professor Dr. G. Freiherrn von der Ropp in Marburg, Kammerherrn Archivdirektor Dr. G. Freiherrn Schenk zu Schweinsberg in Darmstadt, Geheimrat Professor Dr. E. Schröder in Göttingen und — dem unermüdlichen und liebenswürdigen Hauptförderer — Professor Dr. K. Wenck in Marburg. ') S. 5—42. 190—197. 321—336. 339—350. 353—355. 379—381;. ') Vgl. auch H. B. Wenck, Hess. Landcsgesch. 1 (1783), XV-XVII; F. X. v. Wegele, Gesch. d. dtsch. Historiographie (1883) 175. Marburg, im April 1909. Prof. Dr. H. Dieraar. Inhaltsverzeichnis. Seite Vorwort...................... XIII Oeftcrs vorkommende Schriften.............. XV—XVIII Abkürzungen .................... XVIII Zusätze und Berichtigungen................ XIX—XX Einleitung ..................... 1*—98* I. Leben und Werke Gerstenbergs........... 1*—»3* Hierin: Gerstenbergs Klage der Stadt Frankenberg..... 18*—19* II. Quellen................... 23*— 88* III. Handschriften und Drucke............. 88*—98* Landeschronik von Thüringen und Hessen bis 1247 und von Hessen seit 1247 99*—31S I. Vorrede Gerstenbergs............... 1—4 II. Erster Teil. Bis 1247 .............. 5 — 210 III. Zweiter Teil. Seit 1247.............. 211 — 318 Wunder der heiligen Elisabeth. (Aus der Landeschronik)..... 319—336 Wunder des seligen Ludwig. (Aus der Landeschronik)...... 337—350 Tugenden des Bruders Kurt. (Aus der Landeschronik)...... 351 — 355 Orden des Neuen Testaments............... 357 — 3 DO Regententafel von Thüringen und Hessen........... 361—375 Stadtchronik von Frankenberg . ............ 377—474 I. Register Gerstenbergs............... 379 — 385 II. Text .................... 386—474 Anhang. Kleine Niederschriften Gerstenbergs......... 475 — 47g I. Aufzeichnung über Johann Emerich.......... 477 II. Urkunde von 1497 ............... 478 III. Brief von 1517................. 4™ Tafeln. Aus den Bildern der Landeschronik und der Stadtchronik . . nachS.480 Fufskampf. Hessen und Sachsen vor Bürbcrg und Fritzlar .... Tf. I Burgbau. Biedenkopf, Schlofs und Stadt.......... II Klosterbau. Georgenberg vor Frankenberg....... . JH Reiterkampf. Frankenberger und Westfalen am Heidekopf .... IV Stadtbau. Frankenberg im Wiedererstehen nach dem Brande ... V Register...................... 481—531 Oefters vorkommende Schriften. Acten der Erfurter Universität, hg. v. J. Ch, H. Weifsenborn, Bd. 1 — 3 (Matrikeil, Halle 1881. 84. qg. (GQPrS. Bd. S Teil 1—3). Analecta Hassiaca, hg. v. J. Ph. Kuchenbecker, 12 Bände, Marburg 1728—42. Annales S. Petri Erphesfurtenses maiores: Mon, Erphesf. S. 49 fl". Annales Hasungenses; Auszug = Ann. Ottenburani, hg. v. G. H. Pertz: Mon. Genn., Scriptores Bd. 5 (1844) S. 1 ff. Annales breves domus ordinis Theutonici Marburgensis: Mon. Germ., Scriptores Bd. 30 1 (1896) S. 4 f. Annales Patherbrunnenses; wiederhergestellt in: P. Schcffer-Boichorst, Ann. Pathevbr., Innsbruck 1S70, S. 92 ff. Annales breves Rheinfclsenses: Winkelmann, Beschreibung v. Hessen S. 11S. Archiv, Neues — für ältere deutsche Geschichtskunde, Hannover 1876 fr. Archiv für hessische Geschichte, Darmstadt 1835 ff; Neue Folge 1894 fr. Armbrust, L., Geschichte der Stadt Melsungen, Cassel 1905. (ZHG. NF. Suppl. 14). Arnoldi, J., Geschichte der Oranien-Nassauischen Länder Bd. 1—3 II, Hadamar 1799—1816. Auctarium, S. Petri Erphesfurtensis — Ekkehardi: Mon. Ephesf. S. 25 ff. Auctarium Annaliutn Lamperli s. S. 41* ff. Bibliotheca rerum Germanicarum, hg. v. Ph. Jaffe", Bd. 3 (Monumenta Moguntina), Berlin 1866. Böhmer, J. F., und Will, C, Regesten der Mainzer Erzbischöfe, 2 Bände, Innsbruck 1877. 86. Buch der Chroniken und Geschichten, übersetzt v. Georg Alt, Nürnberg 1493 Dez. 23. - Vgl. S. 58*. Büchlein (von der) Einrcitung u. s. w. in Worms, 4 0 o. O. u, J. [149s]. — Vgl. S. 87*. Büchlein von dem Landfrieden u. s. w. zu Worms, 4 0 n. O. u. J. [1495J. — Vgl. S. 87* f. Bücking, W., Geschichtliche Bilder aus Marburgs Vergangenheit, Marburg 1901. Bücking, W., Mitteilungen aus Marburgs Vorzeit, Marburg 1886. Chronicon Martinianum Fuldense; als Martini Fuldensis Chr.: Corpus historicum medii aevi, hg. v. J. G. Eccard, Bd. 1, Leipzig 1723, Sp. 1641 ff. — Vgl. S. 53*. Chronicon Moguntinum, hg. v. C. Hegel, Hannover 1885. (SS. rer. Germ, ex Mon. Germ.). Chronik, Casseler —; als Die Hessische Congeries hg. v. (F.) Nebelthau: Zeitschr. f. hess. Gesch. Bd. 7 (1858) S. 313 fr. Chronik, Dinkmut'schc —: Thome Lirers von Ranckweil Alte Schwäbische Geschichten samt [GmUnder] Chronik eines ungenannten Authoris von Päpsten, Teutschen Kaysern und Königen, hg. v. (J. R.) Wegelin, Lindau 1761. — Vgl. S. 57* f. Chronik, Gmünder — von den Römischen Königen: s. Dinkmut'sche Chronik. Chronik, Die Limburger — des Tilemann Elhen, hg. v. A. Wyfs, Hannover 1883. (MG., Deutsehe Chroniken Bd. 4 I). — Vgl. S. 56*. Chroniken, Die — der deutschen Städte, Leipzig 1862 ff. Codex diplomaticus (Moguntinus), hg. v. V. F. Frh. v. Gndenus, Bd. 1—4, Göttingen 1743, Frankfurt 1747—58. Continuatio Annalium Lamperti s. S. 41* ff. Cronica S. Petri Erfordensis moderna: Mon. Erphesf. S. 150 ff. Cronica Reinhardsbrunnensis, hg. v. O. Holder-Egger: Mon. Germ., Scriptores Bd. 30I (1896) S. 514 ff. Dehn-Rotfelser, H. v., und Koeberlein, F., Die Pfarrkirche und die Marienkapelle zu Frankenberg, Cassel 1882. XVI Dehn-Rotfelser, II. v., und Lotz, W., Die Baudenkmäler im Regierungsbezirk Cassel, Cassel 1870. Denkwürdigkeiten, Hessische ■—, hg. v. K.W. Justi und J. M. Hartmann, Bd. 1—4 II, Marburg 1799—1X05. Dietrich v. Apolda, Vita S. Elisabeth: Thesaurus Canisius-Basnage Bd. 4 (1725) S. 113 IT; Supplemente: Acta litteraria, hg. v. B. G. Struvc, Bd. 2 I, Jena 1717, S. 3 ff; Scriptores Mencke Bd. 2 (1729) Sp. 1987 fr. — Vgl. S. 47* f. Emerich, Johannes, Frankenberger Stadtreeht; als Samlung der alten Rechten und Gewohnheiten der Stad Franckenberg hg. v. F. Ch. Schmincke: Monim. Hassiaca Bd. 2 (1748) S. 669 ff. — Vgl. S. 86*. Engelhus, Dietrich, Chronica: Scriptores Brunsvicensia illustrantes, hg. v. G. W. Leibniz, Bd. 2, Hannover 1710, S. 97S ff, — Vgl. S. 53*f. Kpigrammata Moguntina s. S. 59*. Kstor, J. G., Kleine Schriften Bd. 3, Giefsen 1739. Falckenheiner, C. B. N., Geschichte hessischer Städte und Stifter, 2 Bände, Cassel 1841. 42. Feldzugsnachrichten, Hessische — von 1504: s. S. 86* f. Flores temporum, hg. v. O. Holder-Egger: M011. Genn., Scriptores Bd. 24 (1879) S. 230 ff; als Martini Flor, temp.: Corpus historicum medii aevi hg. v. J. G. Fccard, Bd. 1, Leipzig 1723, Sp 1551 ff. —■ Vgl. S. 53*. Germania, Vierteljahrsschrift für deutsche Altertumskunde, Bd. 17, Wien 1872. Geschichten, Alte — und Freiheiten der Stadt Mainz: s. S. 61*. Geschichtsquellen der Provinz Sachsen, Halle 1870 IT. Glaser, C, Beiträge zur Geschichte der Stadt Granberg, Darmstadt 1846. (AHG. Suppl. 1). Gobelinus, Cosmidromius des — Person, hg. v. M. Jansen, Münster 1900. (Verüff. d. Hist. Komm. d. Prov. Westfalen). Hansen, J., Westfalen und Rheinland im 15. Jahrhundert Bd. 1 (Die Soester Fehde), Leipzig 1888. (Publ. a. d. Preufs. Staatsarchiven Bd. 34). Hessenchronik s. S. 63* ff. Hessenchronik, Kleine —, hg. v. H. Diemar: Zeitschr. f, hess. Gesch. 37 (1903) S. 37 ff- Hessenland, Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, Cassel 1887 fl. Huyskens, A., Quellenstudien zur Geschichte der h. Elisabeth, Marburg 1908. Jacobus de Voragine, Legenda aurea, hg. v. Th. Grässe, 2. Aufl. Leipzig 1850. — Vgl. S. 49*. Jordan von Osnabrück, De Romano imperio, hg. v. G. Waitz: Abhandlungen dcl Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften Bd. 14, Göttingen 1869. hist.-plliB Classe S. 39 fr. — Vgl. S. 47*. Künigshofen, Chronik des Jacob Twinger von —, hg. v. C. Hegel: Chroniken U. dtsch. Städte Bd. 8—9 (1870 f) S. 230 IT. — Vgl. S. 5S*f\ Kolbe, W., Die Kirche der h. Elisabeth zu Marburg, 2. Aufl. Marburg 1882. Kopp, U. F., Bruchstücke zur Erläuterung der deutschen Geschichte Bd. 2, Cassel 1801. Kuchenbecker, J. Ph., Abhandlung von den Erbhofämtern der Landgrafschaft Hesse». Marburg 1744. Lampert, Annales: Lamperti Opera S. 3 ff. — Vgl. S. 40*f. Lampert, Institutio Herveldensis ecclesiae: s. S. 37* ff. Lamperti Opera, hg. v. O. Holder-Egger, Hannover 1894. (SS. rer. Germ, ex Mon. Germ.). Landau, G., Beiträge zur Jagd in Deutschland (Geschiehte der Jagd in Hessen), Cassel 1849. Landau, G., Beschreibung des Kurfürstentums Hessen, Cassel 1842. Landau, G., Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer. 4 Bände, Cassel 1832—39- Landau, G., Die Rittergesellschaften in Hessen, Cassel 1840. (ZHG. Suppl. 1). Landau, G., Beschreibung der wüsten Ortschaften in Hessen, Cassel 1858. (ZHG. Suppl. 7). Leben Konrads v. Herlesheim s. S. 50* ff. Leben des Landgrafen Ludwig (IV v. Thüringen) von Friedrich Kodiz: Das L. d. heiligen L. u. s. w., hg. v. H. Rückert, Leipzig 1851. — Vgl. S. 49* f. Ledderhose, C. W., Kleine Schriften Bd. 1. 3. 5, Marburg 1787.89, Eisenach 1795- Legenda S. Bonifacii (ThnringicaJ vemacula: Scriptores Mencke Bd. 1 (172S) Sp. 851 ff- Legendae de S. Bonifatio s. S. 36*f. XVII Lersner, A. A. und G. A. v., Chronica der Stadt Frankfurt Bd. 2, Frankfurt 1734. Lirer, Thoman, Alte Schwäbische Geschichten: s. Dinkmut'sche Chronik. Lupus, Servatus, Vita Wigberti, hg. v. O. Holder-Egger: Mon. Genn., Scriptores Bd. 15I (1SS7) S. 36 ff. — Vgl. S. 36*. Lyncker (= Lynker), K., Geschichte der Stadt Wolfhagen, Cassel 1855. (ZHG. Suppl. 6). Matrikel, Die — der Universität Leipzig, hg. v. G. Erler, 3 Bände, Leipzig 1895. 97. 1902. (Codex diplomaticus Saxoniae regiae Abt. II Bd. 16—18). Miracula S. Elisabeth s. S. 48* f. Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins, Neue Folge, Giefsen 1889 ff. Monimenta Hassiaca, hg. v. F. Ch. Schmincke, Bd. 1 u. 2, Cassel 1747. 48. Monumenta Erphesfurtensia, hg. v. O. Holder-Egger, Hannover 1899. (SS. rer. Genn. ex Mon. Germ.). Monumenta Germaniae historica, Abt. Scriptores, Hannover 1826 ff. Müller, J. ]., Reichstagstheatrum unter Kaiser Maximilians I Regierung Bd. 1, Jena 1718. Nachricht, Historische — von der Landcommende Marburg, Cassel 1751. Nachricht, Beurkundete — von der Commende Schiffenberg, 2 Bände, Giefsen 1752. 55. Nachrichten, Alsfelder. Frankenberger. Georgenberger. Hainaer. Katzenelnbogische. Mainzer. Marburger. Spieskappeler. Ziegenhainische —: s. S. 83*. 84* f. 84*. 84*. 80* f. 59* ff. 81* ff. 83*. 79*f. Nuhn, Johannes, Aeltere Thüringisch-Hessische Chronik, bis 1479; als Anonym Chro- nicon Thuring. et Hassiacum: Selecta Senckenberg Bd. 3 S. 303 ff. Nuhn, Johannes, Jüngere Thüringisch-Hessische Chronik, bis 1522; als J. Nohii Chro- nicon Hassiacum: Selecta Senckenberg Bd. 5 S. 387 ff. Otloh, Vita S. Bonifatii: Bibliotheca Jaffa Bd. 3 S. 482 ff; jetzt: Vitae S. Bon. S. 111 ff. Passio S. Bonifatii: Bibliotheca JaffiS Bd. 3 S. 471 ff; jetzt als Vita quarta S. Bon.: Vitae S. Bon. S. 90 ff. Patrologia latina, hg. v. J. P. Migne, Paris 1844 ff. Paulus, Historia Langobardorum, hg. v. G. Waitz, Hannover 1878. (SS. rer. Genn. ex Mon. Germ.). — Vgl. S. 36*. Paulus. Historia Romana, hg. v. H. Droysen, Berlin 1879. (SS. rer. Germ, ex Mon. 'Genn.). — Vgl. S. 35*. Pistor, J., Der Chronist Wigand Gerstenberg, Cassel 1892 = ZHG. 27 (1892), 1 ff. Potthast, A., Bibliotheca historica medii aevi, 2. Aufl. Berlin 1896. Quellen zur Frankfurter Geschichte Bd. 1 u. 2 (Frankf. Chroniken, hg. v. R. Froning und R. Jung), Frankfurt 1884. S5. Quellen der westfälischen Geschichte, hg. v. J. S. Seibertz, Bd. 3, Arnsberg 1869. Reichstagsakten, Deutsche —, München 1S67 ff. Res Moguntiacae, hg. v. G. Ch. Joannis, Bd. 1, Frankfurt 1722. Riedesel, Johannes, Hessische Chronik: s. S. 6i*ff. Rörig, A., 340 Jahre Geschichte der Pfarrkirche zu Frankenberg, Marburg 1886. Rolevinck, Werner, Fasciculus temporum: Scriptores rerum Germanicarum, hg. v. J. Pistorius und B. G. Struve, Bd. 2, Regensburg 1726; Bl. 1 - 90 == S. 397—576. - Vgl. S. 54*. Rommel, Ch., Geschichte von Hessen Bd. 1—3, Cassel 1820—27. Rothe, Johannes, Aeltere Thüringische Chronik, bis 1407: s. S. 56* f. Rofhe, Johannes, Jüngere Thüringische Chronik, bis 1421; mit Fortsetzung bis 1440: DUringische Chr. des Johann Rothe, hg. v. R, v. Liliencron, Jena 1859. (Thiir. Geschichtsquellen Bd. 3). Schliephake, F. W. Th., Geschichte von Nassau, 4 Bände; Fortsetzung von K. Menzel, 3 Bde; Wiesbaden 1864—75; "879—89. Schmincke, J. IL, Historische Untersuchung von des Otto Schützen Begebenheiten, hg. v. F. Ch. Schmincke, Cassel 1746. Scriptores rerum Germanicarum, hg. v. J. B. Mencke, 3 Bände, Leipzig 1728—30. Selecta juris et historiarum, hg. v. IL Ch. Senckenberg, Bd. 3 u. 5, Frankfurt 1735. 39- Stolle, Konrad, Memoiiale (thüringisch-erfurtische Chronik), hg. v. R. Thiele, Halle 1900. (GQPrS. Bd. 39). Successio episcoporum Moguutinensium: Fontes rerum Germanicarum, hg. V. J. F. Böhmer und A. Huber, Bd. 4, Stuttgart 186S, S. 355 ff. — Vgl. S. 59*ff. Sylloge anecdotorum, hg. v. Ch. F. Ayrmann, Frankfurt 1746. Thesaurus monumentorum, hg. v. H. Canisius und J. Basnage, Bd. 3 I u. 4, Amsterdam 1725. XVIII Thüringerchronik bis 1407 s. Rothe. Urkunden zur hessischen Geschichte, hg. v. L. Baur, Bd. 1 u. 4, Darmstadt 1860. 66. Urkundenbuch, Hessisches —, Abt. I (ÜB. der Deutschordensballei Hessen!, hg. v. A. Wyfs, 3 Bände, Leipzig 1S79. 84. 99. (Publ. a. d. Preufs. Staatsarchiven Bd. 3. 19. 73). Urkundenverzeichnis des Tilemann Hollauch s. S. cS6*. Ursinus, Adam, Thüringische Chronik: Scriptores Mencke Bd. 3 (>73°) Sp. 1239 II. Vinccntius von Beauvais, Speculmn historiale, 2 Bände (4 Teile). Folio o. O. u. J. [Strafsburg um 146S]. — Vgl. S. 52*. Vitae S. Bonifatii, hg. v. W. Levison, Hannover 1905. (SS. rer. Germ, ex Mon. Germ.). Vogel, H. D., Beschreibung des Herzogtums Nassau, Wiesbaden 1843. Walther, Ph. A. F., Literarisches Handbuch für Geschichte von Hessen, Supplement 2 (Beiträge zur handschriftlichen Literatur), Darmstadt 1S55 Wandalbert von Prüm, Vita S. Goaris: Patrologia latina Migne Bd. 121 (1852) S.639ff. — Vgl. S. 36*. Wartburg, Die —, ein Denkmal deutscher Geschichte und Kunst, hg. v. M. Baum- gärtel, Berlin 1907. Wenck, H. B., Hessische Landesgeschichte, 3 Bände, Darmstadt 1783, Frankfurt 1789. 1803. Wenck, K., Die h. Elisabeth, Tübingen 190S. (Samml. gemeinverständl. Vorträge 52). Winkelmann, J. J., Beschreibung der Fürstentümer Hessen und Hersfeld, Buch 1 — 5, Bremen 1697; Buch 6, Cassel 1754. - Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte, Cassel 18371'!'; Neue Folge 1867 ff; diese durchgezählt: Bd. nff=NF. Bd. 1 ff. Zeitschrift, Westdeutsche — für Geschichte und Kunst, Bd. 15, Trier 1896. Abkürzungen. AHG. = Archiv für hessische Geschichte. B. = Bischof. BU. =: Blätter. Chr(r). = Chronik(en). DRTA. = Deutsche Rcichstagsakten. EB. = Erzbischof. G. = Gerstenberg oder Geschichte. GQ(PrS). = Geschichtsquellen (der Provinz Sachsen). HLG. = Hessische Landesgeschichte (Wencks). Hs(s). = Handschrift (en). HUB. = Hessisches Urkundenbuch. J(h). = Jahr(hundert). Lehr. = Landeschronik (Gerstenbergs). MG. = Monumenta Germaniae (historica). MOHGV. = Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins. MVHG. = Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte. NA. = Neues Archiv (für ältere deutsche Geschichtskunde). NF. = Neue Folge. P. = Papst. R. = Ritter. Rgttf. = Regentcntafel (Gerstenbergs). RT(Th). = Reichstag(stheatrum). SS. = Scriptores oder Somrnerscmester. Stchr. — Stadtchronik (Gerstenbergs). Str. = Stadtrecht (Emerichs). ÜB. = Urkundenbuch. V. — Verein. WS. = Wintersemester. ZUG. = Zeitschrift (des Vereins) für hessische Geschichte. Zschr. = Zeitschrift. XIX Zusätze und Berichtigungen. Zu den Bildern 57. 217. 219 I. 221. 234. 414, 451. 467 s. 89*. Zu 33 ,: , 2S7 Aiim. 2, 487 Cornutus s. 76* Aura. 1. 11 Anm. 2 lies S m. Anm. 10; Anm. 10 lies 36 statt 16. Zu 15 Anm. 9 Limb. Chr. s. 32*f. Zu 26. 61. 64. 67—70. 74. 75. So. 84. 220 Anmn. Königsbofen s. 55* Anm. 2. Zu 56 Anm. 7 Adelarius s. 37* Anm. 2; siatt SS. lies Bibl. Zu 5S m. Anm. 3 Albuinus vgl. Lamperti Opera 334 m. Anm. 4. 64 Anm. 6 u. 77 Anm. 6 streiche '=B 1 d'. Zu 69 Mitte (Genealogie) s. 27*. 84 Anm. 12 lies prior; Anm. 13 lies Vita posterior. Zu 101 m. Anm. 4 Otto v. Sachsen s. 4S3 (Bayern). 108 Anm. 10 lies 8 statt 9; 116 Anm. 6 lies '(III)'; 192 Anm. 2 lies 'vel\ 202 Anm. 6 lies Eberbach und '[1233]'; vgl. 49* oben. Zu 205 m. Anm. 8 (Datum) s. 82* Anm. 1. 216 Anm. 8 lies 'von sime'. Zu 225 m. Anm. 3 Reichenberg s. So* in. Anm. 5. 228 Anm. 24 lies 29 statt 30. Zu 229 Anm. 12 Willebriefe s. 69* Anm. 4. 231 Anm. g lies 1273 statt 1473. Zu 233 m. Anm. 3 Kg. Adolf u. Lgr. Heinrich s. noch Grotefend. Regesten der Lgfn. v. Hessen, Lfrg. 1 (Marburg 1909), 133 Nr. 363f: beide 1296 Aug. 11 in Wetzlar. 233 Anm. 8 lies Ried-escl; 235 Anm. 17 f, 263 Anm. 6, 264 Anm. 10 lies Spies- kappel; 260 Anm. 12 lies Bruder; 262 Anm. 14 lies VI. Zu 266 Anm. 16 (1373) s. 437 Anm. 2. Zu 271 Anm. 2 Friedr. v. Padberg s. 439 Anm. 6. Zu 274 Anm. 8 s. 75* Anm. I. Zu 283 Anm. 28 Rcinh. v. Westerburg s. 76*, wonach die irrige Parteiangabc G.'s vermutlich schon der Hessenchronik angehört. 284 Anm. 10 lies 'Jan. 15 (Eltville)'; s. Cod. dipl. Gudenus 4, 57. 288 Anm. a lies 'an'; Anm. 1 streiche 'IV. 295 Anm. 5 wird für 'Brief an' wohl 'Urkunde für' zu setzen sein; denn 'er schreibt ihm' heifst wohl: 'er spricht von ihm als'. 298 Anm. 2 streiche 'Augustiner-'. 298 Anm. 18, 312 Anm. 7, 4S9 lies Diez. Zu 316 Anm. 16 Lichtenfels s 507; vgl. 213 Z. 15 u. 3S9 Z. 17. Zu 321 ff Nr. 2. 33. 58—62a (Miracula) s. 49* Anm. 1; zu Nr. 3—32. 34—42, 44—47. 50—55 s. 48* Anm. 3. 323 Anm. 9 versetze '(Ertlichen)' nach Anm. 11. 324 Anm. 7 lies: Kröffelbach, Kr. Wetzlar; vgl. Huyskens, Quellenstudien zur Gesch. der h. Elisabeth 206. 324 Anm. 11 u. 359 Anm. 8 lies Böddeken. 325 Anm. 1 lies: wohl Schletzenrod, Kr. Hünfeld; vgl Huyskens 161. Zu 325 m. Anm. 11 Alhartshausen s. 4S1; vgl. Huyskens 199. 326 Anm. 11 lies: wohl Elmshauser. bei Buchenau; vgl. Huyskens 188. 327 Anm. 8 lies: wohl Lorbach bei Büdingen; vgl. Huyskens 183. Zu 328 m. Anm. 6 Gifsnich s. 497; vgl. Huyskens 173. ^ u 335 m - Anm. 6 u. 526 Trigona s. 48* Anm. 1; 526 lies '=Gran'; 523 streiche Strigau. Zu 368 m. Anm. 11 u. 12 s. 55* Anm. 2: 'grave' wie Königshofen; Anm. 12 streiche 'vgl. 64 Anm. 7'. Zu 372 m. Anm. 3 vgl Nuhn Sei. Senck. 5, 427. 391 Anm. 17 streiche 'Das benachbarte'. Zu 392 m. Anm. 3 Hammonhausen s. 499; vgl. Landau, Wüste Ortschaften 231. XX 395 Anm. 6 lies 'Die Lengel'. Zu 405 Anm. 13 Wetter s. noch Huyskens 134 Anm. b: Stadt 123;, 1239. Zu 425 Anm. a u. 447 Anm. b (Textgestaltung) s. 97* Anm. 5. Zu 426 Anm. 11 Joh. Messerer s. 85* Anm. 2. Zu 440 Anm. 6 Job. v. Helfenberg u. Joh. v. Treisbach s. noch ZHG. 40, 273: [Amtmänner] noch 1387 Dez. 3. Zu 442 m. Anm. 8 Aue s. 482 f. Zu 443 Anm. 8 Gottfr. v. Diedenshausen s. noch A. Heldmann ZHG. 37, Tf. bei 104: Pfarrer 1383 —1414, -j- bald nach 29. Juli 1430. Zu 4Ögf Altartafeln Gerstenbergs s. 11*. Zu 472 m. Anm. a ('widder') vgl. 303 Z. 16 u. 462 Z. 14. 482 Aschraufe = Oschreufa (zw. Frankenberg u. Geismar); 486 Burgundier: ergänze '39'j 49° Elende ist wohl Ellen; 496 Franzosen: 'die'; 496 Gau ist der Worms- gau; 498 Granus: 'Bruder Neros'; 503 Homburck: Hartrad 'IV; 507 Limburg i. Westf.: jetzt Hohenlimburg. Weitere Berichtigungen s. 88* Anm. 2; 96* Anm. 4 u. 8; 97* Anm. 1 u. 2. Einleitung. I. Leben und Werke Gerstenbergs. Der Zeitraum, den das Leben des Chronisten Wigand Gerstenberg (1457 — 1522) umfaßt, gehört in der hessischen Geschichte zu den innerlich reichsten Perioden. Es sind die beiden letzten Generationen der Vorbereitung auf das glanzvolle Hervortreten Hessens im Zeitalter der Reformation. Das Land befand sich, wenn auch unter mancherlei Rückschlägen, im allgemeinen doch in staatlichem und volklichem Aufschwung. Das trug mit dazu bei, den Blick auf die Vergangenheit zurüclczulenkcn. Während man es jahrhundertelang in Hessen an geschichtlichen Aufzeichnungen sehr hatte fehlen lassen^), begannen solche jetzt häufiger zu werden 2 ). So standen bereits eine Reihe von Vorarbeiten zu Gebote, als damals an mehreren Stellen zugleich und unabhängig voneinander auch größere Zusammenfassungen versucht wurden. Auf eine ganz neue Stufe der Entwicklung wurde die hessische Geschichtsschreibung plötzlich gehoben durch den im Jahre 1442 geborenen Chronisten Johannes Nuhn von Hersfeld, den Verfasser zahlreicher frisch und lebendig geschriebener Werke von teiliveise stattlichem Umfang. Nuhns chronistische Tätigkeit, die bis in die zwanziger Jahre des 16. Jahrhunderts reicht, hat ihren Schiverpunkt in Niederhessen. Nach Oberhessen dagegen weist eine Chronik, die als Ganzes leider verloren ist und deren Verfasser völlig im Dunkeln bleibt: die Hessenchronik, wie Gerstenberg sie nennt, der sie ausschrieb und ihr vielleicht viel mehr verdankte, als seine Citate erkennen lassen 3 ). Auch Gerstenberg war ein Oberhesse. Seine Heimat Frankenberg lag in echtem Chattenland, gehörte aber, wie das rheinfränkische Marburg, politisch zum Lande an der Lahn. Niederhessen war in der Zeit getrennter Regierungen von 1458 bis 1500 für G. sozusagen Ausland. Er weiß dort persönlich wenig Bescheid 4 '). Mit seinem älteren Zeitgenossen Nuhn hat er keine Berührung. Auch mit dessen Art hat er nichts gemein: er ist schwerfälliger, aber sehr viel gründlicher. Als Geschichtsschreiber Hessens steckte G. sich einen iveiten Rahmen; er unternahm es, in planmäßiger und umfassender ') Uebcr die Chronik Eiedescls s. unten, Quellen H (Nr. 28 u. 29). '') Vgl. Pistor ZHG. 27, 8 ff; 28, 124 ff u. 134 ff; Diemar ZEG. 37, 35 f u. 43 f. ") Näheres unten, Quellen H (Nr. 28 u. 29). *) So macht er e. B. aus dem Casselcr Kloster Ahnaberg (Kl. Hessenchr. Aiienberg) wenigstens das 1. mal, 239, ein Annenberg. I 2* Nachforschung alte ivie junge, ausivärtige tvie einheimische, geschriebene wie gedruckte geschichtliche Nachrichten zu sammeln und ineinander- zureihen, um ein ausführliches Bild von der ganzen Vergangenheit seines Heimatlandes zu gewinnen. Der volle Name, mit dem unser Chronist selbst sich bezeichnet, ist Wigand ') Gerstenberg 2 ) genannt Bodenbender :i ). Dem zweiten Zunamen*) gibt er oft die Form Boddenbenders 5 ). Nur Hin verwendet er, indem er sich in jüngeren Jahren Dolcatoris nennt 6 ). Und nur ihn, in der lorm Boddenbener, gebrauchen seine Mitbürger das einemal, wo wir sie von ihm sprechen hören 1 ). Die Bodenbender waren eine angesehene Frankcnberger Familie. Heinrich Bodenbenders war im Jahre 1492 Bürgermeister 9 ). Ludwig Doliatoris studierte im Jahre 1507 zu Erfurt 9 ). Hermann Bodenbender vertrat seine Vaterstadt auf dem Landtag zu Homberg im Jahre 1536 w ). An anderen Orten in Oberhessen kommen Bodenbender vom 14. bis ins 20. Jahrhundert vor. Dagegen finde ich den Personennamen Gerstenberg sonst nirgends in Hessen u ). Und da/s er in Frankenberg nicht geläufig war, dafür spricht vielleicht auch der Umstand, da/s man dort unseren Chronisten schon im IG. Jahrhundert irrig Gcrstenberger 12 ) nannte. Dies geschieht wie in Abscliriftcn seiner Stadtchronik so auch in den baden Vermerken, durch die der Frankcnberger Abraham Säur (1545 — 1593) als Einziger uns über die Lebenszeit seines Landsmanns, wohl zuverlässig, unterrichtet. Sie sind enthedten in dem kalendarischen Diarium histo- ricum, das Säur im Jahre 1582 veröffentlichte l3 ). Als Quelle der Daten könnte man etwa eine Grabinschrift vermuten. Wir hören so, da/'s G. am 1. Mai 1457 geboren wurde. Als von Frankenberg stammend bezeichnet er sieh selbst u ). Aus seinem Lebensgang erfahren wir zuerst, da/s er mit vollen- ') Ein echt hessischer Name; s. E. Schröder in Protokolle d. V. f. d. Gesch. Göttingens 15 (1007), 60. ') Nicht Gcrstenberger. Vgl. hier unten Anm. 13. ') Guigandus Gerstenberg genant Bodinbender 47.9 (Brief 1517). Vgl. hier unten Anm. 13. 4 ) Sinnverwandt mit Büttner, Böttcher, Fafsbinder, Bender, Küfer- 5 ) Wigandus G. g. Boddinbcndirs 388; Wigand G. g Boddenbendirs 466. 469. 470 (Stchr.). ") Wigandus Doliatoris 478 (Urk. 1497). Vgl. Wigant Dolcatoris 478 Anm. 2 (Vermerk auf der Urk.); Wigandus Doleatoris 478 Anm. 3 (Matrikel 1473). — Anders latinisiert die (frühe) Aufschrift der Stchr. (Bl. 1): Guigandus Gerstenberg dictus Vietoris. Vgl. hier unten Anm. 13. Der Name Victor ward im 16. Jahrhin Hessen sehr beliebt; s. Schröder bei Falckcnheiner, Register zur Matrikel d. Univ. Marburg (1904), 280 f. ') Im unten abgedruckten Schreiben aus dem Jahre 1517; von hern Wigando Boddenbener 8 ) Frankcnb. Stadtarchiv, Geschofsregister 1400/99. Vgl. unten 457 Anm. 2. ") Akten d. Erf Univ. 2, 250 Z. 24. i°) Cassel. Landesbibl, Mss. Itass. Fol. 109. Vgl. Säur, Diarium 318: Herman Bödenbender, ein Ratsperson zu Fr., f 1579 Juli 26- ") Ein Caspar Gerstenberg von Frankcnberq in Meifsen studierte 1497 zu Leipzig; s. Matrikel d. Univ. L. 1, 420 Nr. 6. 1S ) Wohl becinflufst durch 'Bodenbender'. ,s ) Diar. hist., das ist Ein besondere tägliche Haufs und Kirchen Chronica, Frankfurt 1582. Hier heifst es S. 189 zu Mai 1, dafs an diesem Tage 1457 Wigandus Gcrstenberger gen. Victor, Verf. der Frankenbergischen Stadtchronik, in diese Welt geboren; 8. 362 zu August 27, dafs 1522 der ehrwürdige Herr W. G. gen. Budenbender, Verf. der Frank. Chronik, seines Alters im 65. Jahre, gestorben sei. 'Im 65. Jahre' steht wohl versehentlich für '65 Jahre alt'. Die nach Saurs Tod erschienene Neuausgabc als Calcndarium historicum u. s. w., Frankfurt 1594, hat ganz die gleichen Angaben S. 257 u. 476- ") 469 (Stchr.) u. 478 (Urk. 1497); dazu 478 Anm. 3 (Matr. 1473). detem 16. Lebensjahr, im Sommersemester 1473, die von Hessen stark besuchte Hochschule zu Erfurt bezog. Er steht in der Matrikel 1 ) zwischen Johann Schobel, Johann Sartoris, beide • von Laasphe, und einem anderen Frankenberger, dem 'Bürgerssohn' Heinrich Weidenhain, der ebenso wie er nachher in seiner Vaterstadt Altarist war 2 ). Drei Jahre später aber, ivohl nach Abschluts seiner Universitätsstudien 3 ), scheint dann G. zu Hause das grol'se Unglück mit erlebt zu haben, das über Frankenberg jählings hereinbrach: den furchtbaren Brand, durch den am 9- Mai 1476 die Stadt fast völlig in Asche gelegt wurde. Gar wehmütig hat G. das traurige Ereignis und seine Folgen nachher in seiner StadtchroniJc ausgemalt*). Vielleicht war er unter den 'jungen gelehrten Gesellen', die damals, 'ivohl um die Mitternacht, von frommer Sorge getrieben 'mit grol'ser Arbeit durch das Feuer bis in die Pfarrkirche' drangen und das glimmende Feuer, das durch die Löcher im Gewölbe herabfiel, mit dem Weihwasser auslöschten 5 ). Der schönen Marienkirche, die bis auf den heutigen Tag die Zierde und den Stolz von Franlcenberg bildet, ist G. zeitlebens durch Beruf und Neigung verbunden geblieben. Zum Priester geiveiht, lebte er zu Hause in der bescheidenen Wirksamkeit eines der zahlreichen dortigen niederen Weltgeistlichen. Kleine Beiträge zu seiner Biographie liefert eine Urkunde vom 28. September 1485; denn der Text des Originals ist von ihm geschrieben®). Aussteller war der mainzische Generalvikar Bruder Johannes Schidtc genannt Gultenhaus, Titular- bischof von Syros 1 ); er getvährte einen Ablal's für Besucher des von ihm damals neugeweihten Allerheiligen-Altars in der alten Kapelle des Nonnenklosters Georgenberg vor den Toren Frankenbergs 8 ). Dies älteste Schriftstück, das wir von G. besitzen, zeigt ihn uns als einen nach allen Pegeln der Kunst ausgebildeten Meister in Schönschrift und Abbreviatur lateinischer Texte. Die Festigkeit seiner Hand Vifst auf grofse Uebung sehlie/scn. Und aufserdem bezeugt nun unsere Urkunde, dal's G. im Herbst 1485 in Frankcnhcrg weilte. Zum Jahre 1486 berichtet er selbst zum erstenmal von seiner dortigen Stellung als AltarisP), also als Mcfspricsler, Inhaber einer oder mehrerer der vielen Altarpfründen ohne Seclsorge in der Frankenberger Pfarre 10 ). Im Jähre 1488 war G. mit dabei, wie sein Studiengenosse Heinrich Weidenhain den Annenaltar in der Sakristei der Pfarrkirche '*) dotierte und sich selbst darauf ordinieren licfs n ). Eine eigene Frankenberger ') S. unten 478 Anm. 3. '-') 467 (Stchr.) m. Anw,. 8. 3 ) Vgl. Schröder in Protokolle a. a. 0. 99. *) 456—463. h ) 459. °) Eine Beobachtung, die mir von Friedrich Küch als richtig bestätigt wird. 7 ) Fratcr Joh, episcopus Sironensis. Vgl. Eubel, Hicrarchia catholica 2, 267 u. 308. Der Name bei Bücking, Bilder aus Marburgs Vergang. 78 ist irrig. 8 ) Marb. Staatsarchiv, ZI. Georgenberg, Or. I'crg. m. anh. S. °) 466 (Stchr.). Dieselbe Bezeichnimg 470 (das.). — Allgemeine Bezeichnung Priester 469 (das.) u. 497 (Brief 1517). '") Ueber das Amt und die wirtschaftliche Lage der Altaristen vgl. Falckenheiner, Hess. Städte u. Stifter 1, 145 ff; llcfelc in Thcol. Quartalschr. 50, 112 ff; Werner in Dt. Oeschichtsbll. S, 218 ff. lieber die besonderen Verhältnisse in Frankenberg vgl. G. (Stchr.) 419. 430. 432. 437 f. 441. 444. 451. 462 f. 467- 469. 479. ") Er steht noch. In der Kirche selbst ist nur der Hochaltar bestehen geblieben. '*) Das Ereignis von 1488 berichtet G. in der Stchr. 467; da/'s er do bye, ober und anne sye gewest, bekundete er später dem Bat der Stadt, wie dieser in dem unten abgedruckten Brief von 1517 schreibt. 1* 4* Pfründe nennt G. nicht ausdrücklich. Doch erwähnt er nachher zwei Altäre der Pfarrkirche, den Jakobsaltar und den Elisabethaltar, in einer Weise, die darauf schliefsen läfst, dafs damals ihnen beiden sein Amt gewidmet war 1 ). ''Aber die Stellung eines Altaristen hatte eine zweifache Schattenseite. Sic beschäftigte nicht ganz und ernährte nicht vollständig ihren Mann 12 ). Um das zweite hatte es nun freilich für Gr. keine Not. Er mufs, ivie schon seine Mitteilung zu 1486 zeigt, vermögend gewesen sein. Die damalige Tat, die er selbst in der Stchr. auf die Nachwelt zu bringen für nötig hielt, bestand darin, dafs er auf seine Kosten ein Gitter (Roste) um den bis dahin offenen Kirchhof der Pfarrkirche machen liefs, damit das Vieh nicht mehr darauf herumlaufe 3 ). Und was die Beschäftigung G.'s betrifft, so fügte es sich dann, dafs er nicht dauernd gebannt blieb in die Enge der verkümmerten Vaterstadt, die seit dem Brand von 1476 recht armselig geworden war. Er erhielt einen weiteren Wirkungskreis. G. kam in "persönliche Beziehungen zu dem lebhaften Hofe seines Landesherrn, des seit dem Jahre 1483 in Oberhessen regierenden und zu Marburg residierenden jungen Landgrafen Wilhelm III, des reichen Erben der Grafschaft Katsenelnbogen. Diese Beziehungen hängen zusammen mit der chronistischen Tätigkeit, um derentwillen allein G. unsere Anteilnahme erweckt. Ob ihn erst diese Tätigkeit an den Hof brachte, oder ob er dort schon Fufs gefafst hatte, als er zu schreiben begann, sieht man leider nicht. Es war im Jahre 1493, dafs G. sich daran machte, seine umfangreiche Üompilation einer thüringisch-hessischen Landesgeschichte niederzuschreiben''). Vorher scheint er sich als Chronist noch nicht betätigt zu haben; jedenfalls sind die kleineren Arbeiten, die wir von ihm besitzen, alle jünger 5 ). G.'s grofse Chronik stellt sich dar als Landeschronik von Thüringen und Hessen bis 1247 6 ) und von Hessen seit 124V 1 ). Sie besteht aus einer Vorrede und 2 äufserlich wie innerlich ') 470 (Stchr., um 1497). Vgl. auch 479. 2 ) So sagt Werner a. a. 0. 219. ') 466. ') Sie sei 1493 'zusammengeschrieben ', sagt er in der Vorrede, 2. Gemeint ist aber offenbar der Beginn der Niederschrift; s. unten 12'. B ) Einen chronologischen Leitfaden gibt die Schreibung des Namens Elisabeth. — I. Im 1. Teil der Lehr, schwankt sie anfangs zwischen Elizabeth und Elyzabeth; jenes 5 mal 149. 152. 154. 155; dieses 17 mal 151. 153-154. 154—155 oben.— IL Dann wird Elyzabeth völlig fest für den 1. Teil der Lehr, einschliefslich der 'Wunder Elisabeths' und der 'Tugenden Kurts', wie auch noch für den Anfang des 2. Teils (6 mal), zusammen 478mal: 155 unten — 168. 171—199. 201—208; 321—336; 353; 211—213. 218. — III. Nun tritt als dritte Form Elisabeth hinzu; aber im 2. Tai der Lehr, bis zum Schhifs hin schiebt sieh immer wieder die aligewohnte Form Elyzabeth dazwischen (zuletzt beim Jahre 1496): Elis. 19 mal 222. 231. 236. 237. 243. 244. 246. 247. 249. 250; Elyz. 1 mal 257; Elis. 9 mal 259—261. 266. 273; Elyz. 1 mal 280; Elis. 1 mal 282; Elyz. 3 mal 285. 288. 289; Elis. 7 mal 289. 298. 304. 305; Elyz. 4 mal 305. 306. 314; Elis. 2 mal 315. — IV. In den 'Wundern Ludwigs' (5 mal) und in der Stchr. samt ihrem 'liegister' herrscht Elisabeth allein, zusammen 37 mal: 339. 340. 346; 405. 410. 411. 413. 414. 418 419. 424. 430. 431. 436. 457. 470. 471; 380. 381. 384. — V. In der Bgttf. endlich kehrt, aber nicht von G.'s Hand, sondern von der des Kalligraphen, die erste Form Elizabeth wieder: 18 mal 372—375. 8 ) G. hat irrig 1246; s. 209 u. 211. ') Die materie des 1. Teils bilden dusfse czwey lande; s. 3 f u . 209. Der 2. Teil sagt, wie Thüringen von Hessen abekummen ist, und handelt vorterfs von Hessen alleyne; S. 4 u. 211. Einen Titel gibt G. seinem Werk nicht. Als buch bezeichnet er es 2- 4. 209. 211. 5* getrennten Teilen*). Der 1. Teil nmfalst 8 Perioden wechselnder Landesherrschaften, der 2. Teil bildet nur eine Periode, die der Landesherrschaft des Hauses Brabant 2 ). G. holt weit aus, um die heimische Geschichte an die allgemeine anzuknüpfen. Er beginnt mit Alexander dem Grofsen, berührt die Geschichte der alten Römer und kommt von dieser aus zur Geschichte des Fränkischen und zu der des Deutschen Reichs, die er dann in ihren wichtigsten Wendungen weiter mit verfolgt 3), j n di ese Reihe allgemeiner Ereignisse läfst er nun sein Hauptthema allmählich immer breiter hineinwachsen und immer selbständiger und überwiegender sich entfalten; im 1. Teil die Geschichte der 'ein- herrigen' und als 'ein Land' verbundenen Nachbarländer Thüringen und Hessen und ihrer Herrscher bis auf Heinrich Raspe, wobei freilich für Hessen nicht viel aufzubringen war 4 ); im 2. Teil die selbständig gewordene Geschichte Hessens und seines 'erlauchten' Fürstenhauses. In beiden Teilen ruht der Nachdruck auf dem 'Regiment' der Regenten; die Landesgeschichte ist in erster Linie Fürstengeschieide 5 ). G.'s Werk ist in der Hauptsache eine mosaikartige Zusammensetzung von möglichst streng zeitlich ineinander geordneten gröfseren °der kleineren Stücken aus zahlreichen und mannigfaltigen Quellen. G. s Arbeitsweise vereinigt Gründlichkeit mit Pedanterie 6 ). Lateinische Vorlagen werden in meist sachlich treuer Uebersctzung ausgezogen, deutsche Vorlagen regelmäfsig in wörtlicher Herübernahme ihrer Texte. Aber G. klebt förmlich an seinen Vorlagen. Wenn es irgend geht, schreibt er ab; in späteren Werken sich selbst. Neu zu formen, wo w eine Vorlage benutzen kann, liegt ihm fern 1 ). Schon in der Vor- r cde der Lehr. 8 ) geht er sozusagen auf Krücken; sowohl Aufbau wie Wortlaut sind unfrei 9 ). Alles dies ist um so merkwürdiger, da nicht , ') 1—4; 5—310; 211—318. 2 ) 3 f. Vgl. 387 (lyngen u. stamme der af'i ■ 3 ) *W 3 unien - 4 ) Gerade das zwang dazu, von Thüringen usfuhrlich zu handeln, wie auch Johannes Nuhn tat. Damit für Hessen doch was mehr mit abfalle, greift G. öfters zu dem naiven Mittel, 'Thüringen und essen' zu setzen, ivo er nur von Thüringen las. Aber auch Thüringen und die fenlra n y er . s * na °ft crsi von Hv» 1 8W seine Quelle eingeschoben. Besonders bcach- swert ist dies Verfahren gegenüber Lampcrt von Hersfcld, der selbst schon die 'mringer neben den Sachsen zu stark hervortreten liefs. Vgl. 101 Anm. 6; 102 ££?• *•. — Von den Chatten ist keine Bede. c ) Vgl. 2 u. 287. ') Auf ivl .S^chaften lassen auch seine Schriftzüge schließen. Sic sind im Grofsen cnig individuell, aber sehr fest in kleinen Besonderheiten. T ) Vgl. z. B. den r^Oy.O der Stehr., 386 ff. 9 ) 1 ff. 9 ) Gleich die Art des Anfangs ist l ie die des Schlusses) angeregt durch das 'Leben des Lgr. Ludwig': 1 (Anfang) r • • . prophete David sprichit . . . 'selig ist der man, der da vorchtit got . . . '. ise Worte werden eigentlich wol zugeleit [G. 386 Z. 15 (Stchr.) zugelachty dem . . . oengebornen fursten lantgravin Lodewige u. s. w. — Bann (1 unten) hört man ^olevinek durch: Bl. 3 Z. 20 f Utilissimum ergo est, historias plures nosse atque in üh e 5 san i u * aliorum exemplo utilia sequi noxiaque vitare possimus. — Weiter (2) rnimmt Lupus die Führung: 37 f Nee vero cuiquam haec ideo iudicentur in- 3 | ( ' uoc '» 83fj- anno .... praesens opusculum cudens [entspricht G.'s Jahr- JaOe 14-93J ante 90 annos acta repetere videar, cum profecto . . . non ignoret Zirp"™ M ' s - *"■ ~~ Nachher (3) läfst G. Bolevinck ganz statt seiner [vgl. Pistor . *') 37 f!] sprechen: 1' Z. 14—12 v. u. Nee mihi conscius sum aliquid me snisse, quod non in fide dignis historiis habeatur.....sive.....aperte sequatur; J . 28 ff Obsecramus pro Christo lectorem, ne ineiviliter manum ad corrigendam >c annorum supputationem apponat, nisi prius toto opere perspecto; quod non ideo ' c "" us i c l»asi nullibi erraverimus; 31 f Ubi autem errorem invenit,.....corrigat ex raedictis, q uos sequimur. 6* etwa Mangel an stilistischer Begabung unseren Chronisten so bindet. Er ist im Gegenteil ein durchaus gewandter Erzähler. Seine Ueber- setzungen sind flüssig und belebt. Und wo es die besondere Art der Vorlage fordert, leann G. auch freier gestalten. Das ist z. B. bei den 'Wundern Elisabeths" 1 y ) der Fall; hier wird die Form des Verhörprotokolls mit förmlicher Kunst in glatte Erzählung umgesetzt 2 ). Wo aber gar keine schriftliche Quelle vorliegt, ivcit's G. ganz behaglich zu plaudern. Trotzdem also folgt er für gewöhnlich streng seinen Quellen, am strengsten den deutschen. Da/'s G~ sich fest an deren Wortlaut hält, lä/st uns, soweit sie erhalten sind, ihre Benutzung bis ins einzelnste verfolgen, ermöglicht uns an allen in Betracht kommenden Stellen ein reinliches Auseinanderscheiden der verschiedenen Quellenstücke und deckt uns das so eigenartige Verfahren G.'s völlig auf, in minutiöser Kleinarbeit aus den vorher angesammelten 3 ) Auszügen seiner zahlreichen Vorlagen seinen Text nach und nach zusammenzusetzen: eben ein förmliches Mosaik herzustellen durch Nebeneinanderhalten, Verbinden, Ineinanderschieben selbst winziger, oft auf ein einziges Wort beschränkter, buntgemischter QiceUenteilchen. Die stilistische Glättung des Mosaiks erfolgt durch kleine Aenderungen in Wortform und Ausdruck, Ideine Kürzungen, Zusätze, Umstellungen. Blind kann man das Abschreiben G.'s nicht nennen; er behält vielmehr den eigenen Sprachgebrauch und die feste Einrichtung seines Werkes immer im Auge. Aber der Inhalt der einzelnen Textstückchen bleibt möglichst unberührt so, ivie in der Vorlage. Sachlich zeigt die gesamte Quellenbenutzung G.'s eine gewissermafsen solide Schwerfälligkeit. Auch 100 der Chronist zivischen mehreren Vorlagen häufiger hin und her springt, lälst sein Text doch meist alle Fugen der Compilaiion leicht wiedererkennen; einer Compilation, die in ihrer ganzen Art wohl ziemlich einzig dastehen dürfte. Die Ausbeute aus den einzelnen Quellen war für G. natürlich sehr verschieden. Manche Werke boten ihm nur gelegentlich etwas für seine Zwecke, manche konnte er auf weite Strecken hin immer wieder heranziehen, manche konnte er an ihrem besonderen Ort grofsenteils geschlossen übernehmen. Dafs G. im allgemeinen seine Vorlagen wenig auf ihren Wert prüft, einer jeden ziemlich kritiklos folgt und auch grobe Fabeln harmlos und leichtgläubig hinnimmt, ist weniger sein persönlicher Fehler, als der seiner Zeit. Auch wo G. die Wahl hat zwischen guten und schlechten Quellen, zeigt sich sein Unterscheidungsvermögen noch recht unentwickelt; zuweilen freilich regt es sich doch schon. Wo G. verschiedene Quellen nebeneinander benutzt, hat er die echt scholastische Neigung, sie in Einklang zu bringen, ihre Widersprüche zu überbrücken*). Wo er aber einen Widerspruch ausdrücklich festnagelt, läfst er es meist dahingestellt, was das Richtige sein mag'- 1 ); es ist eine Seltenheit, wenn er einmal das kritische Urteil ') 321 ff. *) Vgl. Wcnek, Die h. Elisabeth (1008) 54 Anm. 30. — Erwähnt sei noch, dafs das Versemachen G. nicht schwer wird; vgl. z. B. 41 u. 167, zwei Paraphrasen desselben Bibelspruchs. Auch lateinische Verse macht G.; vgl. z. B. 461 f (Stchr.). 3 ) Vgl. 239 Anm. a; hier denkt G. an den nachher 268 gebrachten Bericht. *) Vgl. z. B. 30 Anm. 6. 5 ) Vgl. z. B. 77 oben 'Wie dem alle' ist seine übliche Schlufswcndung. 7* wagt, das eine oder andere sei allerglouplichs'). Sehr willkommen ist nun der Grundsatz Q.'s, seine Quellen regelmässig zu nennen. Zwar sind unter seinen Quellenangaben auch unechte, aus dem Text der wirklich benutzten Vorlage mit übernommene"). Die meisten Citate (wer bezeichnen in der Tat G.'s eigene Quellen und tragen, da sie am Schlufs der einzelnen, voneinander sorgfältig getrennten Absätze immer von neuem gebracht werden*), viel dazu bei, für uns wieder eine Zerlegung der ganzen Compilation in fast alle ihre Bestandteile zu ermöglichen. Freilich führt dann diese quellcnJcritische Zerlegung weit über G.'s Gitate hinaus, auch für die Reconstruction der seitdem verloren gegangenen Quellen. Vor allem darauf nämlich beruht der dauernde sachliche Wert des Hauptwerks unseres Chronisten, dafs in ihm zahlreiche ältere Quellennachrichten erhalten und, wie die methodische Untersuchung er !/ibt, sorgfältig bewahrt worden sind*), die uns ohne G.'s dankenswerte Sammlertätigkeit verloren sein würden. Das ist bisher nicht klar genug erkannt ivorden. Vielfach redete man von verschiedenen, neben einander stehenden chronistischen Nachrichten in solchen Fällen, wo lediglich G.'s Landeschronik in Betracht kommt, deren Text an anderen Orten mehr oder weniger entstellt wiederkelirt. Da/s es zum Beispiel von der verlorenen Chronik Ricdesels auch noch andere opuren neben G.'s Landeschronik gebe, ist eine völlig irrige Ansicht*), und um die Bedeutung der Lehr, in das rechte Licht zu stellen, sei auch die Vorstellung gleich hier zurückgewiesen, als habe man in der btadtchronih von Frankenberg regelmäfsig Barallelberichte G.'s aus den gleichen Quellen wie in der Lehr, vor sich und könne deshalb da, wo beide Chroniken untereinander abweichen, durch Combination dem vollen Text der Quellen G.'s näherkommen. Dem ist nicht so: die Stchr. schreibt die Lehr, samt ihren Citaten einfach ab ; ihre Abweichungen sind zumeist werllose Interpolationen 6 ). In der Lehr. aber ist Q- m d er i m grol'sen ganzen treue Bewahrer älterer geschichtlicher Ueberlieferungen. Zwar fehlt es durchaus nicht an eigenen l rrigen Zusätzen und Gonstructionen. Die Stellen jedoch, an denen " in grösserem Umfang den Quellen mit ergänzender Phantasie nachhilft, sind selten. Nur hier und da wagen sich förmliche Erfindungen hervor, gewisser mafsen Vorspiele der späteren ortsgeschicht- wchen Phantasmen der Stchr 7 ). Man darf wohl sagen, dafs die , l ) 116; mit Begründung. — Vgl. Pistor ZHG. 27, 43 f. 2 ) Näheres nten im Abschnitt Quellen. s ) Die scharfe Trennung der ganz regelmäfsig W roten Initialen beginnenden Absätze ist für die Bedeutung der Citate aus- J'uaggebcnd. Manche Stellen schienen bisher citatlos (vgl. Pistor 40), weil im >uck die Zahl der Absätze vermehrt worden war. 4 ) Für ihre Zuverlässig- ■Jp.9*bt die genaue Feststellung der sonstigen Arbeitsweise G.'s einen sicheren la/sstab. <>) Ganz zu schweigen von den sogenannten 'Bicdeselschen Excerp- f n .- Vgl. Pistor 83 ff. 6 ) Das sachliche Verhältnis der verschiedenen Ar- „ . e . M G.'s war natürlich nicht zu erkennen, solange man sich nicht einmal ihr "CilUehcs Verhältnis wirklich klar gemacht hatte. ' 7 ) Sie betreffen namentlich: l - Dagobert; s. 40 m. Anm 4. 6. 9; vgl. Stchr. 390 f; — 2. Bonifatius; s. 43 m. f n ™16; 44 m Anm. 4 u. 6; 45 tri. Anm. 3; vgl. Stchr. 391 f; — 3. Marburg; s - °2 m. Anm. 12; 148 m. Anm. 6; vgl. Stchr. 405. 408. 409 f. — Uebcr eine weitere Erfindung s. unten 8* m. Anm. 6. 8* Haupttriebfeder G.'s für die Zusammenstellung der Lehr, die reine Absicht geschichtlicher 'Erkenntnis gewesen ist, und dafs die Liebe zur hessischen Heimat dem Verfasser hier als Ansporn gedient hat im allgemeinen nur für fleifsige Erforschung, nicht für unredliche Verherrlichung ihrer Geschichte. Eine Nebenabsicht allerdings hat Gr. bei der Niederschrift seines Werkes doch mit im Auge gehabt, aber eine harmlose. Das führt uns zurück auf seine Beziehungen zum oberhessischen Landgrafenhofe. G. erscheint in der Tat als eine Art Hofldstoriograph, aber mehr als freiwilliger, denn als gedungener und zu bestimmter Tendenz verpflichteter. Er folgt offenbar eigenen inneren Antrieben, doch er schreibt zu Nutz und Frommen des Landgrafen und seines Hofes; mit bescheiden, aber bestimmt durchblickender pädagogischer Absicht l ). 'Ihr sollet gedenlcen der Werke der Väter', ruft er 'dem edeln Fürstentum zu Hessen' zu. 'Was die alten Fürsten und Herren gegen Gott und die Welt und gegen ihre Lande Gutes getan haben!, das möge den 'jungen und nachkommenden Fürsten und Fürstinnen' ein Vorbild sein ; toas jene aber etwa ' Unbequemes und Versäumliches' gehandelt haben sollten, das möge den jungen Fürsten zur Warnung dienen"*). Denn: 'tves Werk ein jeglicher folget, des Lohn wird ihm zuletzt'*). Sanfte Mahnungen, deren eigentlicher Adressat der leichtsinnig in den Tag hinein lebende, nur seiner Jagdleidenschaft frönende junge Fürst war, unter dessen Günstlingswirtschaft G.'s Vaterstadt zu leiden hatte*), und auf den G. später in der Stchr. das Wort zu beziehen gewagt hat: ve tibi terra, cuius rex est puer; we ist dem lande zu aller frist, wilches herre eyn kynt ist 5 ). Aber so deutlich zu werden, hatte der Chronist bei Lebzeiten Wilhelms III sich schwerlich getraut ; in der Lehr, hütet er sich vor jeder ausdrücklichen Bezugnahme auf die Gegenwart. Einmal freilich hat er sich doch nicht enthalten können, seinem Herrn förmlich den Spiegel vorzuhalten und warnend ein trübes Zeitgemälde zu entwerfen vom Landgrafen und seinen übermütigen Dienern; aber er hat dies Gemälde sehr vorsichtig versteckt in einer angeblichen Schilderung der übelen Wirtschaft, die einstmals im 12. Jahrhundert geherrscht habe in Thüringen zur Jugendzeit Ludwigs des Eisernen, ehe dieser vom Schmied zu Ruhla hart gemacht wurde*). Die Stelle ist auch dadurch merkwürdig, dafs sie einen der ersten festeren Schritte G.'s darstellt auf dem abschüssigen Wege, seinen Quellen und der geschichtlichen Wahrheit Gewalt anzutun. Meistens jedoch beschränkt sich die pädagogische Tendenz G.'s in der Lehr, darauf, einfach den Quellen nacherzählte Ereignisse hier und da durch Worte der Nutzanivendung, eigene kurze Belehrungen oder Sprüche bewährter Weisheit^), teilweise mit gereimten üebersetzungen, l ) Vgl. Pistor 25 f. — Schulmeisterlich ist es auch, wenn G. zuweilen eine korrektere Handlungsweise in seine Quellen hineinkorrigiert; s. z. B. 46 Anm. 1; 171 Anm 1; 208 Anm. 6. — Derbe Worte werden vermieden; vgl. 35 Anm. 13. ■>) 1; vgl. 209 f. s ) 2. *)463ff. ") 466; übernommen aus 89 f. — Auf den jungen Lgr. Philipp machte dies Bibelwort grofsen Eindruck; s. Bommel 3, 243. e ) 134 ff; vgl. 136 Anm. 3 u. 4; 139 Anm. 1. 7 ) Heiliger wie profaner. — Lateinische Verslein, die G. wohl schon aus der Schule kannte, stehen 7 Z. 2; 7 Z. 8 v. u.; 9 Z. 8; 12 Z 2; 68 Z. 14; 94 Z. 13. Deutsche Sprüchwörter fehlen fast ganz; Ausnahme 7 Z. 2. Vgl. Pistor 49 f. 9* seinen Lesern etwas lebhafter vor die Augen zu stellen, insbesondere seinem jungen Herrn. Für diesen Herrn selbst war dann offenbar das Original der Lehr, bestimmt: die sauber geschriebene und verzierte eigenhändige Handschrift G.'s, die uns, freilich durch spätere Venvahrlosung des Anfangs und mehrerer anderer Blätter beraubt, noch heute vorliegt 1 ). Ein glücklicher Umstand, dem wir eine Fülle von Aufklärungen verdanken. Die Handschrift sollte durchweg mit Bildern ausgeschmückt iverden, was dann allerdings nur begonnen, nicht durchgeführt worden ist 2 ). Die Gegenstände der Bilder bestimmte der Chronist anfangs auf eingelegten Zetteln^). Später trug er diese Bildvorschriften überall in die Handschrift selbst ein 4 ). Die persönlichen Beziehungen G.'s zu Landgraf Wilhelm III, die ivir so aus dem Inhalt wie aus der äufscren Gestalt unserer Chronik erschliefsen, werden uns nun durch eine Reihe ausdrücklicher Zeugnisse bestätigt und erläutert. Wir haben zwei Erlasse des Landgrafen aus Marburg vom 7. April und 9. Juni 1494 an den Darmstädter Landschreiber Hans von Zwingenberg, die ivohl sicher unseren Chronisten betreffen 5 ). Am 7. April gibt der Landgraf kund, dafs er Herrn Wigand, seinen Kaplan, mit dem Altar auf dem Schlosse Dornberg versehen hat, einem Schlots der Katzenelnbogener Erbschaft, in der Obergrafschaft, südlich von GroCs-Gerau im Bied, zwischen Darmstadt und dem Rhein. Der Landschreiber soll dem Belehnten die Bezüge, die den Vorgängern geliefert worden sind, 'auch geben, und handreichen. Doch stellten sich Unstimmigkeiten ein, und es bedurfte einer nochmaligen Verfügung, die am 9. Juni erging. Der Landgraf läfst jetzt schreiben: Wir begern gutlich, du wullst unserm capellan, hern Wiganden, sulch gelt, win und körn, als man bisher unserm ambtman zu Dornbergk geben hat, eyn capellan an siner kost zu Dornberg zu halten, hinforters von unser wegen hantreichen und bezalen, angesehin das der capellan zu Dornberg itzunt nit in des ambtmans kost. Ist unser ernster bevelh 6 ). Die beiden Aktenstücke bringen etwas gänzlich Neues zu den bisher bekannten Lebensumständen G.'s hinzu. Wir sehen seinen örtlichen Gesichtskreis sich nochmals erweitern. Und bei persönlicher Bewegungsfreiheit werden ihm in der geschichtlich so reichen Nachbarschaft der hessischen Südbesitzungen sozusagen vermehrte lokale Forschungsmöglichkeiten eröffnet, von denen er dann auch in der Tat Gebrauch gemacht zu haben scheint. Jedenfalls aber waren ihm so die Gegenden von Frankfurt und Darmstadt, Worms und Mainz 1 ) bereits bekannt, als er nun im ') Näheren unten im Abschnitt Handschriften. 2 ) Proben unten (nach *80) Tafel I u. II sowie in 'Die Wartburg' 225. 224, 226. ") Vgl. 112 Änm. "j. 129 Anm. a ; 139 Anm. a. 4 ) Man beobachtet in ihnen zuweilen jüngere Wortformen, als im benachbarten Text. — Der Zettel zu 112 hat statt des üblichen 'Hir sal stehin' die altertümlicheren Ausdrücke 'Hir strydet; Hir blibet toit'. J Belege zur Rechnung des Landschreibers. Gefunden und mir frcundliclist mitgeteilt von Franz Gundlach. Der 1. Erlafs ist unten 478 Anm. 6 abgedruckt. Der 2., v °n ganz gleicher Form, ist datiert: am montage nach Bonifacii. 6 ) Das 1- mal hicfs es . rjaran thustu uns wolgefallen. 7 ) lieber die Bauart der Frankfurter Häuser macht er später einmal eine Bemerkung in der Stchr., 423. Das Schlofs *rankenstein an der Bergstrafse bei Eberstadt kennt er schon im Anfang der Lehr., «• Ebenso das Cyriacusstift zu Neuhausen bei Worms, 40. Vgl. auch 283 Anm. 22. 10* Jahre 1495 im Gefolge seines Herrn auf dem grolscn Wormser Beichstag weilte und ein Stück deutscher Reichsgeschichte wenigstens von aufsen mit ansah. Darüber gibt er selbst uns folgende Mitteilungen. Als Kaplan Wilhelms III sei er mit dabei geivesen, wie dieser vom Römischen König Maximilian su Worms auf dem Reichstag, es war am 16. Juli 1495, seine Regalien empfing 1 ). Und damals zu Worms 2 ) habe er es erwirkt, l dafs der Landgraf seinen Willen dazugab, dafs die Stadt Franlccnberg ihr Banner wieder führen möge\ das sie einst im Jahre 1412 im benachbarten kölnischen Westfalen im Kampfe verloren hatte, und das seitdem in der Kirche zu Medebach gehangen hatte 3 ). Es ist wieder eine der lokalpatriotischen Taten, die G. seiner Stadtchronik einverleibt hat. In der Landeschronik nennt er den eigenen Namen nie und drückt sich meist ganz unpersönlich aus*). Allerdings geht G. gerade beim Wormser Reichstag von 1495 auch in der Lehr, einmal mehr aus sich heraus. Nicht etwa, dafs seine ganze Erzählung dieses selbsterlebten Ereignisses selbständig wäre: er klammert sich eng an zwei gedruckte Quellen, die er mit mühevollem Flcil's auszieht^). Aber er steuert aus Eigenem 1 *) die hübsche Schilderung bei, wie das hessische Belehnungsbanner wegen seiner Gröfsc und Schönheit vor der üblichen Zerstörung durch die Kriegsknechte bewahrt und in die Liebfrauenkirche vor der Stadt geopfert wurde' 1 ). Es scheint jedoch, als ob sich selbst hierbei die zurückhaltende Art unseres Chronisten gegenüber zeitgenössischen Dingen nicht völlig verleugne. Denn andere Augenzeugen haben später bekundet, der Hofmeister Hans von Dörnberg sei es gewesen, der jenes Banner von den königlichen Trabanten eingelöst und in die Kirche gestiftet habe 8 ). Davon aber sagt G. nichts. Und das erinnert uns an die Tatsache, dafs der Name Dörnbergs, dieses mächtigen und gefürchteten oberhessisclien Staatslenkers, von G. überhaupt nirgendwo genannt wird. In der Stchr. hätte seine Erwähnung sehr nahe gelegen 9 ); selbst hier erfolgt sie nicht. Wie anders dagegen Johannes Nuhn mit seinem temperamentvollen subjektiven Urteil! Er zeigt uns, wie man über Dörnberg, den 'heimlichen Landgrafen', dachte und sprach 10 )', nicht G., der wohl von ihm selten und hören mufste, wenn er als Kaplan am Hofe Landgraf Wilhelms weilte. Und dafs diese Stellung G.'s keine blofs vorübergehende war, lehren uns weitere Zeugnisse. Möglich scheint mir, dafs G. im Jahre 1496 mit seinem Herrn in Heidelberg war il ). Einen festen Anhaltspunkt aber gewinnen wir dann aus einer eigenhändigen Urkunde vom Jahre 1497 12 ). Durch Revers vom 10. Januar 1497 bekundet Wigatulus Doliatoris, ') Da hatte der furste eynen capellan bie sich, der hifs her W. G. u. S. W. ») So müssen wir ihn wohl verstehen. 3 ) 46.9; vgl. 285. 447. 469 Anm. 9. Dafs G. die Sache in Worms zur Sprache brachte, hing vielleicht zusammen mit dem damaligen Aufhängen des hessischen Bclchnungsbanners in der Liebfrauenkirche; s. unten. ') Auch in der Vorrede. Stellen mit ich tauchen erst sehr spät auf: 287 (gleich siebenmal). 288 (dreimal). 295—298. In der Stchr. steht ich beim Namen 388. 6 ) Vgl. 307 Anm 16; 308 Anm. 1; 310 Anm. 38; 311 Anm. 8. *) Wenn auch vielleicht nicht ohne Anregung durch einen anderen, kurzen Bericht; s. 312 Anm. 10 ff; 313 Anm. 4. 7 ) 312 f. 8 ) Vgl. 313 Anm. 1. 9 ) Vgl 463 tn. Anm. 8; 465 unten. 10 ) Vgl. Diemar MOHGV. NF. 8,10. ") Vgl. 314. ") 478. 11* dafs sein 'gnädigster lieber Herr'' ihm damals ein Altarlehen in der Marburger Schlofskapelle x ), den Altar Felicis et Adaucti, gegeben hat; und er verspricht, personalem residentiam daniffe zu thun, wie alle anderen genannten Vorschriften zu erfüllen. Die Tätigheit G.'s als Altarist zu Frankenberg blieb daneben bestehen. Für die beiden Altäre St. Jakobs des Qrofsen und St. Elisabeths in der Pfarrkirche 2 ) liefs G. gerade damals, um 1497, 'zwei Tafeln ganz neu' verfertigen 'mit seinem eigenen Gelde' ; unde tzirethe die tafeln beydesampt mit schönem heyligthume, das he erworben hatte in den vornemen monstern unde trefflichen alten cloistern 3 ). Es ist die dritte in der Stchr. erwähnte eigene Tat. Sie ist in mehr als einer Hinsicht merkwürdig. Zuerst bewährt sie G.'s Sinn für Kunst, auf den auch andere Anzeichen hinweisen: die Form seiner Schriftzüge und die graphische Ausgestaltung aller seiner grofsen und kleinen Schriftwerke, namentlich aber der von ihm veranlafste Bilderschmuck sowohl der Stchr. wie der Lehr. Geschaffen wurden die von ihm gestifteten Altarschreine*) wohl in Marburg, das sich damals so trefflicher Künstler wie des Bildhauers Ludwig Juppc und des Malers Johann von der Legten erfreute 5 ). Ich glaube Juppes Hand zu erkennen in einem Schnitzwerkrest, der sich in der Marienkirclie erhalten hat 6 ): Elisabeth mit dem Modell ihrer Marburger Kirche steht zwischen einem Krüppel und einem Bettler''). Und ich zweifle nicht daran, dafs wir den Rest eben des Elisabethschreins hier vor uns haben, den G. um das Jahr 1497 gestiftet hat. — Weiter merken wir au s der obigen Mitteilung G.'s wieder, dafs er vermögend war. Vielleicht sogar reich; denn er mul's doch wohl auch die Reliquien, die er stiftete, gekauft haben. Oder sollte er vielleicht im Auftrag des Landgrafen gesammelt haben, und dabei etwas für ihn mit abgefallen sein? Hals der 'Erwerb' der Reliquien ein unehrlicher gewesen tväre 8 ), ist bei der Art, ivie G. von ihm spricht, wohl ausgeschlossen. Endlich aber können wir unsere Stelle vielleicht auch in eine Beziehung bringen zu G.'s Tätigkeit als Chronist. Für die Quellen der Lehr, nämlich gibt G. nicht selten den Ort an , wo 'man sie 'finde. Er will damit wohl sagen, dafs er selbst ~ dort gefunden habe. Er nennt so aufser Frankenberg 9 ) und dem &jostcr Georgenberg 10 ) die Klöster Haina u ), SpieskappeP 2 ) und Hers- ' ew ); dazu Ziegenhain u ). Wir werden die Liste ergänzen dürfen namentlich durch Marburg und das Kloster Fulda. Aber auch noch m *) Vgl. 478 Anm. 5. 2 ) Vgl. oben 3' f. ') 469 f. — Vgl. auch 419 du * m ' u ' ^' *' ^ - Anm. 1. ideine dortige Vermutung wird,jetzt r ch den Befund an Ort und Stelle gestützt. 5 ) V<;1. Küch im Kalender wssenkunst 1906 S. 9 ff; 1908 S. 8 ff. ' °) Neuerdings im Chor in der Süd- - ctwa Heyck, &t. Gesch. 2, 72: 'mancher fromme Geistliche stahl solche ~ lüöstcrn oder WcUrjeistlichcn, die ihn beherbergten, und kam dann unter jngen und Beten frohlockend nach Hause'. °) 249 zweimal u. 267. l ") 235. 1 ^2. 161, 224. 230. 233. 246. 353. ») 235. ">) 53. u ) 236. 12* andere Orte kommen in Betracht l ) . Diese Zeugnisse und Beobachtungen, die ziemlich deutlich sagen, dafs G. in einer ganzen Reihe hessischer Städte und Stifte Quellenstudien gemacht hat, scheinen sich nun mit jener Angabe Cr.'s zu ergänzen, dafs er in (leider nicht genannten) vornehmen Kirchen und alten Klöstern 'Heiligtum erworben' habe. Es scheint, als dürften wir eine förmliche Klosterreise G.'s vermuten, die zwei Früchte trug: Geschichtsstoff und Reliquien. Immerhinsind es nur Andeutungen, die wir über Art und Ausdehnung der Studien für die Lehr, erhalten. Auch zeitlich schwebt das, was wir über die Arbeit G.'s an seinem Hauptwerk sagen oder vermuten können, ziemlieh in der Luft. 'Er war aber ivohl jahrelang mit dem Zusammenlesen des Stoffs beschäftigt. Die Jahrangabe 1493 für die Niederschrift' 1 ) können wir jedenfalls nur für deren Beginn gelten lassen. Denn bereits bei Karl dem Grofsen wird, und zwar nicht etwa erst nachträglich, eine gedruckte Quelle benutzt, die erst am 23. Dezember 1493 zu Nürnberg aus der Presse gekommen ist, die deutsche Ausgabe der Schedeischen Weltchronik 3 ). Und so werden wir uns das Fortschreiten der Arbeit ziemlich langsam zu denken haben. Auch während der Niederschrift aber hörte G. nicht auf, seine Stoffsammlung zu vervollständigen, seine Kenntnis zu verbessern. An verschiedenen Stellen, auch in späteren Abschnitten seines Werks, hat G., wie die Handschrift zeigt, öfters gröfsere oder kleinere Stücke nachträglich neu redigiert und umgeschrieben^. Kleinere Verbesserungen und Zusätze hat er früh und spät eingetragen 5 ). Einmal aber hat er ganze 11 Blätter 6 ) erst viel später eingefügt. Das geschieht an einer Stelle, wo G. schon vorher den Fortgang der annalistischen Erzählung inhaltlich durchbrochen hatte. Er zersprengt hier, gegen Ende des 1. Teiles, förmlich seine Chronik durch erst zwei, nachher drei grofse Exkurse. Der erste Exkurs betrifft die Wunder der heiligen Elisabeth, die G- allerdings anfangs noch im Rahmen der Annalistik festzuhalten sucht 1 ). Ein zweiter Exkurs, der ganz selbständig heraustritt 8 ), meldet die Tugenden des Bruders Kurt, des Hainacr Mönchs Konrad von Herlcsheim 9 ). Zwischen beide wird dann nachher der dritte Exkurs eingeschoben, der die Wunder des seligen Ludwig, des Gemahls der heiligen Elisabeth, behandelt w ). Die Einfügung dieses letzten Stücks erfolgte erst, nachdem auch der 2. Teil der Lehr, im grolsen ganzen fertig war 11 ). Diesen zweiten, eigentlich hessischen Teil seines Werks hatte G. gleich nach ') Näheres unten im Abschnitt Quellen. ») S. oben 4* Anm. 4. a ) Vgl. 60 Änm. 1; unten, Quellen F (Nr. 24). ') So Bl. 277—284; s. S. 221 Änm. b. lieber die Anfertigung der Vorrede läfst sich leider nichts Sicheres sagen, da ihr Text nicht eigenhändig erhalten ist. 6 ) Die Mehrzahl vor Anfertigung der Stein:, andere aber auch noch später; hierfür vgl. z. B. 87 Anm. a—c; 408 Anm 13; 370 Anm. 13. ») Bl 245—258. ') 321—336 = Bl 219-219'; 221'— 234'; 236'-237; 242'—244'. Vgl S. 199. 201. 202. 206. s ) Vgl. 161 (Von dusfses..... lieylighcyd . sal itzt hir ruwen w. s. w.) u. 355 9 ) 353-355 = Bl. 259—260'. ' l °| 339-350 = Bl. 245— 258'. Vgl. S. 353 Anm. b u. 3; 339 Anm. 2. ") Vgl. oben 4' Anm. 5 (jüngere Wortform Elisabeth). 13* Vollendung des ersten niederzuschreiben begonnen 1 ). Wieweit er mit ihm gelangen werde, läl'st er in der Vorrede offen 2 ). Geführt hat er ihn in gleichmäfsiger Form nur bis in die Anfangszeit des Landgrafen Ludwig I, um das Jahr 1417 3 ). Der hier eintretende Mangel an schriftlichen Quellen ist es, wie G. betont, was ihn hat Halt machen lassen*). Er tut hierbei die für seine schriftstellerische Art bezeichnende Aeufserung, er wolle nicht auf Hörensagen schreiben. Und der Zustand der Handschrift scheint dafür zu sprechen, dafs G. sich zum Weiterschreiben erst nach einer Pause entschlossen hat, nachdem vielleicht sogar sein Werk inzwischen bereits eingebunden worden war. Denn die ganze dann doch noch folgende Fortsetzung ist auf nur 12 Blättern zusammengedrängt' 0 ), auf denen aber auch noch wieder 5 ganze Seiten für weitere Bilder reserviert iverden. Die Schrift ist in der Fortsetzung alsbald bedeutend Meiner als bisher, und wird es später noch mehr 6 ). Inhaltlich aber will G. schon gleich von vornherein nichts anderes mehr bieten, als etzliche daten unde Puncte, zum ersten Anhalt für den, der etwa fürderhin schreiben will. Fr selbst möchte nicht Gefahr laufen, zu kortz adder zu lang- zu schreiben 1 ), denn es sind nach vile in dusfsem lande am lebin, die das seitdem Geschehene gesehen haben, und zwar zum Teil bie den lursten, am landgräflichen Hofe s ). Es ist die Selten vor selbständiger Zeitgeschichte, die wir schon Jcennen. Und so enthält denn in der ■tat die Fortsetzung der Chronik meist nur noch knappe, farblose Notizen'*). In immer stärkerer doppelter Einengung durch Papiermangel und Vorsicht gelangt G. schliefslich bis zur Gegenwart; erst bis 1494, dann bis 1496, später bis l bald nach' 1497 10 ) u. s. w. Zur Abfassungszeit ist hierbei zu bemerken, dafs der Chronist, als er bis 1494 schrieb, sich nicht mehr genau erinnerte, in welchen Jahren — es war 1491 und 1493 — Landgraf Wilhelm vor Lauchstädt gezogen war und Klingenberg gekauft hatte 11 ), und dafs er beim Eintragen der Notizen zu 1497 nicht mehr dachte an den damaligen oberhessischen Kriegszug vor Boppard 12 ). Inzwischen aber hatte nun G. den Plan gefafst, auch seiner Vaterstadt eine Chronik zu schaffen. Wie warme Anhänglichkeit er % ' lT bewies, hörten wir schon. Er scheint sich sogar das Verdienst erworben zu haben, seinem unbesonnenen fürstlichen Herrn allmählich ei n gewisses Wohlwollen für Frankenberg beizubringen, nachdem dieser ') Vgl. oben 4* Anm. 5 (ältere Wortform Elyzabeth). 2 ) 4 ('je länger, je "ehr Jahre'). ") 287. A ) 287 unten. G. findet von Ludwig I und seinen ac/ 'folgcrn vortmers nicht vile beschriben. In der Vorrede, 3 Z. 15 ff, erklärt er, Jerade 'von den Landgrafen' auch über die Zeit seiner 'vorgenannten 1 chronisii- nen Quellen hinaus handeln zu wollen. Loch könnte diese Bemerkung nach- ?- 515. 517; Bücking ZBG. 16, 59 f; Liemar MOHGV. NF. 8, 145. 14* früher die Stadt als lästige Nachbarin des Burgwaldes und des Jagdschlosses Wollcersdorf betrachtet hatte. Landgraf Wilhelm III liet's die Ungnade fallen, die Frankenberg bisher zu tragen gehabt hatte. Er kam jetzt wiederholt dorthin und ging damit um, ein neues Schlots an die Stelle des schon ganz verschwundenen alten zu bauen 1 ). Da starb er unerwartet am 17. Februar 1500 zu Rauschenberg infolge eines drei Tage früheren Sturzes auf der Jagd. Der Tod des noch jungen kinderlosen Fürsten brachte Oberhessen und Katzenelnbogen in den Besitz des niederhessischen Landgrafen Wilhelm II, der jetzt alle Besitzungen des hessischen Hauses in seiner Hand vereinigte''), während er bis dahin mit Hof und Regierung des Marburger Vetters auf sehr gespanntem Fufs gestanden hatte. So hatte G. jetzt jedenfalls eine Zeittang tveniger persönliche Fühlung mit dem Hofe. Als er der Lehr, gelegentlich eine weitere kurze Fortsetzung bis zum Herbst 1500 anfügte 3 ), war ihm der Name der mecklenburgischen Gemahlin, die Wilhelm 11 damals nahm, Anna, nicht gegenwärtig 4 ). G. lebte nunmehr vielleicht geraume Zeit fast ausschließlich in seiner Vaterstadt. Hier schrieb oder vollendete G. damals die Stadtchronik von Frankenberg 5 ). Hals diese Chronik in ihrer ganzen Anlage und Ausführung jünger ist, als die Lehr., abgesehen von deren letzten Anstückungen, ist zweifellos. Das zeigt der Inhalt auf Schritt und Tritt 6 ). Und auch die Sprache zeigt es, in Wortformen 1 ) und Ausdrücken 6 ). Die nachträgliehen Zusätze der Lehr, stehen in der Stchr. grofsenteils im Text 0 ). Beim Jahre 1434 findet sich ein schlagender Beiveis für die Priorität der Lehr. 10 ). Wann die Abfassung der Stchr. begonnen hat, Vifst sich freilich nicht näher bestimmen. Doch ist bereits ihre grot'se 'Lamentation' zum Jahre 1483 frühestens im Jahre 1503 fertiggestellt u ). Von dem, was auf den beiden letzten Blättern der Handschrift steht 1 -), scheint einiges erst zugefügt, als das sorgfältige eigenhändige lieg ist er, mit dem G. sein Werk versah* 9 ), schon vorgesetzt worden ivar u ). Den endgültigen Abschluß machte G. beim Frühling des Jahres 1506 iS ). Und bald danach muts er die Niederschrift vollendet und das Werk seinen Mitbürgern übergehen haben, sonst hätte er den neuen grolsen Brand zu Frankenberg vom 24. August 1507 nicht unerwähnt lassen können 1G ). ») 463—466. 468 f. 469. 470 m. Anm. 5 ff. ») G. nennt ihn nachher in der llgttf. 375 'den Reichen'. 3 ) Wortform Elisabeth 315 Z. 4 gegen Elyza- beth 314 Z. 9; vgl. oben 4* Anm. 5. 4 ) 315 m. Anm. c. Was 304 f zwischen 1484 und i486 steht, ist erst später geschrieben. '') 386-474; Register 379-385. G. selbst bezeichnet das Werk 379 als chronike von Franckenberg. 8 ) Besondere Beachtung verdienen die beiden Listen von Ortsnamen mit Francken- in der Lehr. 31 und in der Stchr. 389. Dort hatte G. deren 14 zusammengebracht, hier kennt er jetzt 20. — Statt des einen Dagobcrtshavsen in der Lehr. 40 nennt die Stchr. 390 f zwei. 7 ) Vgl. oben 4* Anm. 5 (Elisabeth). 8 ) Vgl. z. B. den neuen Titel Junckern u. junchern für die v. Hatefcld 434 Z. 2 u. 438 Z. 18 gegen 258 Z. 13 u. 272 Z. 3. »j Vgl. oben 12' m. Anm. 5. '") Vgl. 449 Anm. 5. ") Vgl. 466 Anm. 2 u. 5. '-') 468—474 = Bl. 35 u. 36. ") 3,9—385. 14 J Vgl. 468 Anm. b u. 15. '") Vgl. 474 Anm. 8. 16 ) Ein Späterer berichtete hiervon (kurz) und von 1520 in der Originalhandschrifl; vgl. 474 Anm. b. Andere Fortsetzungen bis 1525 stehen in Abschriften; vgl. die Ausgabe von Faust (1619) Sp. 76; Anal. IJass. 5, 239 f. 15* Auch die Frankcnberger Chronik richtet sich an eine bestimmte Adresse. Wie die Lehr, für den Hof, so ist die Stchr. für die Bürgerschaft bestimmt. Seiner Vaterstadt zu Ehren, wie er ausdrücklich sagt, hat G. sie gemacht, geschrebin unde vor eyn ge- dechtenisfse geschenckt unde gelafsin, syner darbic zu gedencken'). Auch von ihr liegt das eigenhändige Original, wiederum nicht ohne Lüchen, noch heute vor 2 ). Auch sie ward mit zahlreichen Bildern geschmückt, für deren Anfertigung G. wohl gleich selbst, auf eigene Kosten, Sorge trug; ausgeführt gewesen sind sie diesmal alle 9 ). Und auch darin gleicht nun die Stchr. der Lehr., dafs sie ebenfalls eine pädagogische Tendenz proklamiert und verfolgt. G. will zeigen, wie die 'selige Stadt' Frankenberg 'vor alten Jahren' dadurch 'in gro/ser Ehre und in herrlichem Reichtum' geblüht habe, dafs die Bürger nicht ihren eygen nottz, sondern der stad gemeynen nottz walten lielsen 4 ). Er will, kurz gesagt, den Gemeinsinn nähren an dem Be- wul'stsein einer grofsen Vergangenheit. Und er hat in diesem Falle seinen löblichen Zweck voll erreicht. Der Frankcnberger Lokalpatriotismus zehrt noch bis auf den heutigen Tag von dem, was G. ihm vorgehallen und — eingeredet hat. Bas Mittel, dessen sich G. in maiorem civitatis gloriam bedient hat, ist kein lauteres gewesen. Bas Bemühen, der Vaterstadt eine ansehnliche Geschichte zu geben, hat den Chronisten ganz auf die Abwege der Geschichtsfälschung geführt, die ihn schon in der Lehr. zuweilen gelockt hatten 5 ). Freilich damals schob er nur hier und da einmal einen erfundenen Zusatz ein, jetzt häuft er Erfindung auf Erfindung. Man kann deshalb wohl sagen: G. ist in der Stchr. ein völlig anderer als in der Lehr. 6 ). Bat's die Stchr. manche Fabeln enthalte, mufste man in neueren Zeiten wohl von selbst einsehen. Aber man hielt den Verfasser für den gutgläubigen Nachcrzälder dieser Fabeln"'). Bas ist irrig. G. hat alles Ungeschichilichc seines Werkes — und das ist sehr viel mehr, als man bisher glaubte — selbst erdichtet. Aus der Luft gegriffen ist seine Berufung auf die vielen' alten Urkunden, Chroniken und Rechtsbücher, die beim Brand von 1476 umgekommen sein sollten 9 '). Ganz plump gefälscht sind die angeblichen Privilegien von Karl dem Grofsen, Konrad L, Heinrich Raspe und 'anderen Fürsten und Herren'; zwar verbrannt*), doch thm bekannt 10 ). Ein Hauptstück dieser Fälschertätigkeit ist das im Wortlaut gegebene, bisher immer als echt benutzte, grofse Privileg Landgraf Heinrichs I von 1294 u ). Huuptquelle dieser selbst- yeschniiedcten Urkunde, die sozusagen als Privilegium maius einem echten Privilegium minus von 1291 angereiht ivird, ist ein Privileg Landgraf Heinrichs II für Marburg von 1357 n ). Mit ihm verquickt , ') 467 oben; vyl. 388. 2 ) Näheres unten im Abschnitt Handschriften. X Proben unten (nach 480) Tafel III IV. V. A ) 387 f. ') Vgl. oben ' . in. Anm. 7. Von einem hohen Alter Frankenbergs weiß G. in der Lehr, noch ni ehts, während er Marburg dort ein solches andichtet (92. 148), ivas ihm nun- WjeÄr in der Stchr. wieder nicht recht in den Kram paßt, vgl. 405 u. 424 unten. ) Sehr bezeichnend ist, daß er in dieser noch nachträglich fälscht; s. 154 m. f nt >i- 3; vgl. 268 Anm. 14 u. 19. 7 ) Vgl. Vistor ZHG. 27, 43 u. 92—104. » v 9l 388 u. 457 m. Anm. 7. a J 457. '") 402 ff- 406 f. 412 f u. s. w. ) 420—422. < 2 ) Vgl. 420 Anm. 5. 16* werden Stellen aus einer Quelle, die G. auch sonst in der Stchr. mehrfach verwertet, wohlweislich ohne sie hier zu nennen: dem Frankenberger Stadtrecht, das der Schöffe Johannes Enterich der Alte, eyn vornemiger, trefflicher, wol gelarter baccalarius *), kurz vorher aufgezeichnet hatte 2 ). Emerich hatte seine iverlvolle Arbeit im Jahre 1493 beendigt] schon am 15. November 1494 war er dann gestorben*). G. hatte freie Bahn, die ehrlichen Angaben seines Landsmanns mil's- bräuchlich auszuschlachten*). Den Grundstock der Stchr. aber bildet die Lehr. Sie wird im Wortlaut ausgeschrieben. Hierbei bevorzugt G. öfters gerade solche Stellen, die schon in der Lehr, nicht ganz einwandfrei waren. Andere Stellen seiner Vorlage bringt er jetzt in unrichtige neue Gruppierung; ein Verfahren, das er zuweilen durch förmliche apologetische Erörterungen zu bemänteln sucht. Er wagt aufserdem jetzt ohne Sclieu völlig willkürliche Zeitansätze. Und er flicht überall frei erfundene Zusätze ein, um aus allgemeiner thüringisch-hessischer Geschichte besondere franlcenbcrgische Geschichte zu machen. Jedoch in allen Zweigen seiner Fälschertätigkeit bewahrt nun G. sehr merkwürdiger Weise die Tugenden seiner Compilationsmanier. Entlehntes und Erfundenes hebt sich überall scharf voneinander ab. Auch wo er Quellen mifsbraucht, behält er, soweit irgend möglich, ganz getreulich ihren Wortlaut bei. Dadurch eben lä/st er sich fast überall mit Sicherheit entlarven. Dadurch aber wahrt er andererseits nun doch, trotz aller Fälschungen, uns den wirklichen sachlichen Wert seiner Arbeit. Wo er echte Urkunden einflechten kann, und das tut er vielfach, da gibt er, nach den prüfbaren Proben zu urteilen, mit musterhafter, peinlichster Genauigkeit seine Vorlagen wieder. Und wo er wirklich etwas weifs von der Geschichte Frankenbergs, erzählt er schlicht und wahr. Diese Vorzüge aber vermag er um deswillen freier zu entfalten, weil er die Stchr. in ausführlicher Form bis zur Gegenwart herabführt. Im Gegensatz zu der im allgemeinen immer mehr verarmenden Lehr, wird die Stchr. immer reicher; sie wird zur individuellen Zeitgeschichte, und G. äufsert sich in ihr, dem vertrauten Kreise seiner Mitbürger gegenüber, weit offenherziger, als er es dem Hofe gegenüber für angebracht gehalten hätle h ). Allerdings ist ja sein Thema, die Geschichte einer zurückgehenden Ideinen Stadt 6 ), an sich wenig ergiebig. Aber wir erhalten doch durch G. manche aus lebendiger Anschauung geflossene wertvolle Mitteilung; ich erinnere nur an die Schilderung der Bedrängnis Frankenbergs zur Zeit des Dörnbergischen Begiments von 1483 bis 1500' 1 ). Zur Frankenberger chronistischen Tätigkeit G.'s gehören dann ferner seine Stadtrechtszusätze. G. hat das Stadirecht Enterichs nicht nur benutzt, sondern auch bearbeitet. Ob das eine mit dem ') 477. 2 ) Abgedruckt, wie es jetzt in der Oriqinalhandschrift vorliegt, aber ohne das Register, von Schmincke Mon. Uass. 2, 669—756. lieber die große Lücke 678 Z. 7 s. unten 17' Anm. 2. ") Vgl. 477 Anm. 12 u. 3. 4 ) Vgl. unten, Quellen J (Nr. 38). 6 ) Vgl. übrigens 452 Anm. 10. °) Schon 1397 war Frankenberg unter den obcrhcssischcn Städten nicht ersten Banges, wie Marburg, Alsfeld, Grünberg, sondern zweiten Ranges, wie Homberg a. d. Ohm, Kirchhain, Gießen; s. Hess. Urkk. hg. v. Baur 1, 841. ') 463 ff. 17* andern Hand in Hand ging oder ob die Bearbeitung erst später erfolgte, läfst sich nicht sagen. Wahrscheinlicher dürfte es sein, dafs G. bei ihr bereits auf der Autorität als Stadtchronist fufste; dafs er das grofse Ansehen benutzte, das ihm durch sein der Stadt gewidmetes und überreichtes Geschichtswerk in Frankenberg sicher verschafft wurde. Man sah es dann wohl gern, dafs er sich auch der Stadtrechts-Handschrift Emerichs annahm, deren erste Blätter vielleicht durch einen Zufall beschädigt worden sein mochten. G. hat diese Handschrift sozusagen neu vor geschuht. Vor die 13 letzten Blätter ihres Textes, die er unberührt liefs 1 ), setzte er 6 von seiner Hand geschriebene 2 ). Aber auch hierbei hat G- seine Finger nicht rein gehalten, vielmehr eine Beihe von Interpolationen vorgenommen. Was er zufügt, sind teils unnötige historische Exkurse, die er der Lehr entnimmt 3 ), teils sind es heterogene Stücke, die dazu dienen sollen, die Rechtsverhältnisse der Pfarrkirche bei dieser Gelegenheit noch weiter mit zu fixieren. Beides ist zwar harmlos, stört aber doch etwas die echte Art des Emerichschen Werkes. G. versah dann das so erweiterte Stadtrecht noch mit einem Vorwort zum Gedächtnis Emerichs*). Von wem das dem Werke vorgesetzte Register verfafst ist, sieht man nicht. Geschrieben ist es von einer dritten Hand, aber von G. durchgesehen; er hat Zahlen und anderes zugefügt 5 ). — Auch eine kleine Arbeit allgemeineren Inhalts ist hier zu erwähnen, die G. in die Handschrift der Stchr. vorn eintrug: die kurze Zusammenstellung der Orden des neuen Testaments' 6 ). Sie verrät an einer Stelle, dafs sie der Zeit nach 1497 angehört 1 ). Ihre Hauptquelle war die Lehr. Diese drei Arbeiten, Stadtchronik, Stadtrechtszusätze, Orden, sind Erzeugnisse derselben Frankcnbergcr Mufse G.'s. Die Stchr. gibt sich wiederholt als daheim geschrieben zu erkennen®). Auch ihre letzten Erzählungen, vom Empfang des Cardinais Peraudi 1503, von der Pestilenz 1503 — 1505, vom Besuch der Erfurter Studiosen 1505 —1506 9 ), machen den Eindruck des Selbstgesehenen. Und noch eine andere Aufzeichnung G.'s gibt es, die sicher in Frankenberg und wahrscheinlich um die gleiche Zeit wie jene drei Arbeiten entstanden ist. l'us ist eine vor kurzem wieder zutage gekommene Bittschrift der Stadt an den Landesherrn, die G. im Auftrag seiner Mitbürger ') Alte Zählung Bl. 9—21; jetzt in Hs. F (— Casscl, Mss. Hass. 4° 26) fl. 48—GO; Druck S. 695-756. J ) Alte Zählung Bl. 3—8. Bl. 5 ist ver- n- en ' r , der Tcxi abcr er hnlten in Es. S (= Mss. Boss. 4° 118) Bl. 161'—163'. y l es Textstück, das man bisher nicht einmal vermifst hatte, enthält gerade mehrere ««»• in der Stchr. verwerteten Stellen. Bl. 3—4 u. 6—8 sind in Hs. FBI. 43—47; -"ruck S. 069 Z. 5—678 Z 7 u. 678 Z 8—695 Z. 3. Mit der Ueberschrift 695 /j 4 greift G. noch auf Bl. 9 (48) über. ") Einer davon, Druck 676, ist u ns jedoch wertvoll, weil er das Wichtigste von einem verlorenen Blatt der Lehr, rettet; s. unten 229 m. Anm. b. Die lange Geschichte von Ligurgus, Druck 672 ~7 ß 75, stammt größtenteils aus der Lehr.,'unten 12 f, hat aber noch ein paar Zu- s ätec erhalten. Hierbei ist 674 oben nochmals llolevinck 16 benutzt: Z. 3 Auri ä'gentique usum .....sustulit; Z. 10 f Emi singula non peeunia, sed comparatione wercium jussit. 4 ) Bl. 3 (43) vorn; unten 477. 6 ) BL 1—2 (41—42). ) 359—360 — Bl. 2'. ') Vgl. 360 Anm. 15. *) So heißt es hir zum franckenberge 412 Z. 1 v. u., 425 Z 9 v. u, 451 Z. 15; vgl dusfsc stedde Fr J88 u. öfter. Die Stadt Neustadt liegt 446 Z. 1 v. u. gensyt Treisa ') 471 ff. v 9l 472 Anm. 6. II 18* niedergeschrieben, und die er zweifellos auch selbst verfalst hat '). Ihr Inhalt setzt wohl das Schonvorhandensein, wenn auch nicht nohvendig das Vollendetsein, der Stchr. voraus. Dies und sonstige Erwägungen machen es sehr wahrscheinlich, dafs die (ihrer Art gemäfs) undatierte Schrift an Landgraf Wilhelm II gerichtet war, den neuen Herrn von Oberhessen, der am 20. April 1500 zu Marburg den Franlccnbergern seinen allgemeinen l Gnadenbrief' gab 2 ). Ich rücke den Meinen Aufsatz, in dem ivir eine Ergänzung der Werke G.'s hinzugewinnen, hier ein. An unfsern gnedigin lieben hern ist dit der vom Franckenberge underthenige bete unde anbrengen. Das sine fürstliche gnade wulle ansehin, das wir unde unfser eidern lip, leben unde unfser narunge gar swerlichin by das furstenthump zu Hessen gesattzst han 3 ), sunderlichin ses mael gemeynlichin niddergelegin han 4 ), unde darumbe in swere schult, pentzige 5 ) unde grosfsin schaden kommen sint durch mirekliche Verlust an harnessch, pherden, gefangin unde an toden verlaren han 6 ), unde zum sibbenden mael aller dinge ver- brant unde verdarfft sin 7 ). Das wir leyder nicht vermogin, die stad in buwe zu haltin 8 ), das dan wole von noden were, nachdemmale wir gantz am ende des lants sittzin 9 ). Hirumbe unfsern gnedigen liebin hern bitten wir undertheniglichin, das sine fürstliche gnade unfs begnaden wulle mit den stucken hirnach vertzeichint, alfs wir defs zu sinen furstlichin gnaden unfs vertroisten unde hoffen. Zum irsten, alfs unfsers gnedigen hern vater seliger, lantgrave Ludewig 10 ), dem god gnade, der stad wyntzappen belestiget und besweret hat, y von dem futer ii gülden zugeben 11 ); defs vormalfs nicht mee gescheen was, sundern das selbe gelt gehorte zu dem buwe der stad an muren, tornen, porten unde ander festenunge 12 ). Ist unfser bete: sulch gelt unfs widder zum buwe bliben. Item hait die stad eyn wochinmart, allen sonnabint 13 ), unde vir jarmarte gehabt 14 ); das ist vergangin durch grosfse beswerunge defs ') Im Juni 1908 gefunden und mir freundlichst mitgeteilt von Friedrich Küch. Marburg, Staatsarchiv, Orlsrepositur Frankenberg. Ausfertigung (von G.'s Hand), Papier, 1 Blatt; als Einlage eines Briefes kenntlich durch 2 Meine Schnitte. Aufsen von einer zwar moderneren, aber ivohl gleichseitigen Hand bezeichnet: Franckenbergs Clage. '') Den G. in die Stchr. aufnahm, 471. ' 1 ) Vgl. in der Stchr. z. B. 452 oben; 452 unten; 454 f. *) Vgl. 427. 438. 447. 447 f. 451. 453: erste bis sechste gemeyne nidderloge der von Franckenberg (1328—1473). s ) Pensio. •) Vgl. 427 grosfsen schaden an dodin, an gefangin, an harnessche u. an pherden; 463 verloist u. schaden. 7 ) Vgl 456 ff (1476). 8 ) Vgl. 412 dy stad Fr. in gutem buwe gehalten; 463 u. 466: bis zu Heinrichs III Tod (1483) hatte man ernstlichin bestchin zu buwen, während seitdem (bis 1503) dy stad ungebuwet blebin ist und vil me hufsere . . . vergangen sind, wan nuwer ge- buwet. •) Vgl. 387 an dem ende des lants gelegin; 463: Heinrich III herkante wole, wie das Fr. an dem ende war und groisfsin widderstant hatte; hirumbe was er en eyn gnedig herre. »») Da Wilhelms II Vater Ludwig II (f 14:71) nicht in Oberhessen regierte, ist wohl der Grofsvater (Eitervater) Ludwig I gemeint. Vgl. etwa 269 m. Anm. 7: vater (bewufst?) statt aneche. 1] ) Nicht in der Stchr. ") Vgl. 412 m. Anm. 9 (Erfindung G.'s): Kg. Heinrich (Haspe) gab der stad den wyntzappin ewiglichen zu dem buwe ... an porten, tornen, muren u. ander noittorfft; 421 m. Anm. 26 u. 27 (Erfindung G.'s): Lgr. Heinrich (I) liefs alle gelt von dem wyne.....zu muren, tornen.....u. zu anders erme buwe. 1S ) Vgl. 423 f: allen sonnabint grofs wochinmartt; 435 m. Anm. 7. U J Vgl. 423 unten: groifs handel.....uff die vir jarmartte; 424; 435. 19* tzollefs halber 1 ), nachdemmael der tzoll verlehint ist umbe eyne ge- dingeten summe 2 ). Ist unfser bete: reddelichin tzoll zu nemen von wagin, kam unde andern getzauwen 3 ); sundern wes man brochtc getragin, tzollfry zu lassfsen. Item sint wir vast bedrungen mit unfserm phee zu huden 4 ). Ist unfser bete: zu huden, alfs von alderfsweyn gehaltin ist. Item geschyt unfs hindernisfse mit birschencken 5 ) alsus: die dorffere umbe unfs her gelegin 6 ) die uwerfuren unfs mit bir von Corbach 7 ). Ist unfser bete: wer nicht Franckenbergfs bir 8 ) gedrincken möge, das der zu Marpurg 9 ), Wetter, Gemunden, Russchenberg etc. bir kouffe, das dan y so gut ist, alfs zu Corbach; uff das das gelt dem lande gegont worde unde nicht in fremmedc ende gefurt werde 10 ). JDafs unser Chronist es war, der 'Frankenbergs Klage' 11 ) an den Landesherrn zum Ausdrude brachte, zeigt uns aufs neue zweierlei: seine Liebe zur Vaterstadt und seine Vertrauensstellung in ihr. Als Verfasser unseres Schriftstücks wirkt er ungenannt. Doch mag es sein, dafs er auch mit seiner Person bei Wilhelm II bald wieder in ähnlicher Weise für Frankenberg eintreten konnte und eintrat, wie er das bei Wilhelm III vermocht und getan hatte. Denn nicht allzulange nach 1500 muls G. auch unter Wilhelm II zu Marburg dem fürstlichen Hofe nähergekommen sein. Von Zeit zu Zeit machte er seitdem wieder neue Einträge in die Handschrift seiner Landeschronik, und ihr Inhalt ist sehr bezeichnend. Dreimal ergreift jetzt C. die Feder 12 ), um von der Landgräfin Anna, deren Name ihm beim letztvorausgegangenen Eintrag noch nicht geläufig war 13 ), nunmehr fast bis auf die Minute anzugeben, wann sie in den Jahren 1502, 1503, 1504 ihre Kinder geboren hat. Mit umständlicher Genauigkeit registriert er die Daten dieser freudigen Familienereignisse 14 ). Und das pafst nun vortrefflich mit einer Aktennotiz zusammen, die wir unbedenklich auf unseren Chronisten beziehen dürfen: Her Wygant, ca pellan, kommt auf der Kammer der Landgräfin vor in einer Hofordnung Wilhelms II von frühestens 1503, spätestens 1506 15 ). Dieser dienst bei der Gemahlin des Landgrafen verschaffte dem Chronisten aann tvohl auch die offenbar amtlichen Feldzugsnachrichten vom Jahre 1504 16 ), die er als besonderes Stück seiner Chronik-Forlsetzung zwischen Jene genealogischen Aufzeichnungen einfügte* 1 ). ') Vgl. 424 unten: sulche hirlicheit..... nam ..... abe. *) Nicht ln der Stchr. 3 J Vgl. 424 oben: an Markttagen war die Stadt voll von jffpn, kamen u. getzauwen; 455 wagin, karne u. getzauwe. 4 ) Vgl. 4.64 u 465: . le Stuhlräuber (seit 1483) belästigten u. beraubten die Einwohner, wo immer diese lr< j phee hutten. 6 ) Vgl. 421 f u. 420. ") Vgl. 424 oben: umbe die stad j dorffere.....plagin zu martte kommen. ') Nicht in der Stchr., die Cor- lof \ überhaupt nicht erwähnt. 8 ) Vgl. 429 u. 446. ') Vgl. 446. J Dieser Merkantilismus dürfte aber wohl den Hintergedanken gehabt haben, «/« die Konkurrenz der hessischen liiere weniger gefährlich sei. u ) Vgl. ±t>3: 1483 herhub sich der von Franckenberg.....klage. 12 ) Vgl. 315 Änm. < L U - e; 317 Änm. d. ") S. oben 14* m. Anm. 4. u ) 315. 315f. 317. s l danach füllte er die genealogischen Rubriken 304 f aus. ls ) Marb. Samt- wchiv. Gefunden und mir freundlichst mitgeteilt von Franz Gundlach. ") 316 f. v 9l. unten Quellen J (Nr. 40). 17 ) Erwägt man, dafs die beiden Einträge Zu 1524 und 1549, die ein Späterer zufügte (s. 318 Anm. b), beide die Gemahlin II* 20* Aber auch ein ganz neues Erzeugnis seiner Ghronistik hat jetzt G. dem Hofe Wilhelms II geliefert. Sein Vorhandensein ergänzt die Nachrichten und Vermutungen über G.'s spätere Marburg er Wirksamkeit. Es ist das Meine Werk, das ich als Begententafel von Thüringen und Hessen bezeichnet habe, eine in eigenartige Form gebrachte historisch-genealogische Tabelle*). Daß ihr Text von G. verfaßt ist, kann keinem Zweifel unterliegen. Es ist ein kurzer Auszug aus der Lehr., an einigen Stellen unter Mitbenidzung der Stchr. 2 ), deren Priorität sicher ist 3 ). Man sieht: G. wird nicht müde, sich selbst auszuschreiben. Nur wenige sachliche Ergänzungen treten neu hinzu, die aber immerhin kleine Fortschritte in den Studien und Ermittlungen des Verfassers erkennen lassen. Die charakteristischen Züge der Arbeitsweise G.'s erscheinen hier nochmals in voller Beleuchtung. Verfafst ist die Schrift, nachdem Anna von Mecklenburg am 13. November 1504 dem Hessenlande einen Erben, Philipp den Großmütigen, geschenkt hatte, und wohl geraume Zeit, bevor sie ihren danach von trauriger Krankheit ergriffenen Gemahl am 11. Juli 1509 verlor*). Auch von der Bgttf. haben um die Originalhandschrift vor uns, ein kalligraphisches Kunstwerk, reich verziert mit bunten, goldgeschmückten Ornamenten, Initialen und Wappen. Diesmal hat G. aber nur die Vorlage geliefert; die Reinschrift fertigte, nicht ganz korrekt, ein Fremder. Und zwar waren wohl Schönschreiber und Buchmaler eine Person, vielleicht ein vom Hofe beauftragter Künstler. Als Wilhelm II im Jahre 1509 starb, gab es neue große Veränderungen in Hof und Land. Zwischen der Fürstin und den Landständen entbrannte grimmiger Streit um Vormundschaft und Landesregiment. Unsere Lehr, bringt aus all den bewegten Jahren seit der Geburt Philipps nur noch ein paar karge Vermerke über Todesfälle und Regierungswechsel 5 ). Das letzte, was G. nach einer nochmaligen Pause einschrieb, war der Tod des längst regierungslosen 6 ) Landgrafen Wilhelm I am 8. Februar 1515 und sein Begräbnis 1 ). Gerade um dieses handelt es sich bei einer weiteren Aktennotiz über unseren Chronisten*): her Wigandt steht in dem Verzeichnis der hessischen Geistlichen, die zum feierlichen Leichenbegängnis Wilhelms I, das erst am 3. Juli 1515 zu Marburg stattfand, erschienen waren. Von dem aber, was G. in diesen Jahren zu Hause in Frankenberg sah oder hörte, hat er gar nichts mehr aufgezeichnet. An Stoff hätte es ihm nicht gefehlt. Schon am 24, August 1507, wie schon erwähnt, des Landesherrn betreffen, so könnte man wohl denken, daf's G.'s Handschrift ein Inventarstück der Kammer der Landgräfin geblieben wäre. Dann wären die Finger, die sich an leeren Stellen oder auf Bildern mit Tintengekritzel, Schnurrbartmalen usw. vergnügt haben, wohl gar prinzliche gewesen. ') 363—375. Dafs ich auf die Handschrift aufmerksam geworden bin, verdanke ich Julius Reinhard Bieterich. 2 ) Vgl. z. B. 364 f (Ortsnamen mit Francken-) u. 366 oben (zwei Dagobertshausen). 3 ) Eine Stelle der Lehr, ist vor nachträglicher Aenderung in die Stchr., mit dieser Aenderung in die Bgtlf. übergegangen; s. 87 Anw. a—c; 408 Anm. 13; 370 Anm. 13. Vgl. ferner z. B. 366 Änm. 20; 367 Anm. 16 u. 17. *) Vgl. 375 Anm. 7; Änm. c u. 4. 6 ) Den vorletzten zu 1513 statt 1514 (Febr. u. März). •) Vgl. 374 (Bgttf.). 7 ) 318 m. Anm. a. 9 ) Marb. Samtarchiv, Beleg zur Kammerschreiber-Bechnung von 1515. Gefunden und mir freundlichst mitgeteilt von Franz Gundlach. 21* war von neuem grofses Feuer ausgebrochen; über die Hälfte der Neustadt fiel ihm zum Opfer. Im Jahre 1509 erhob sich in der Altstadt endlich wieder *) ein Rathaus; der stattliche Bau, der heute die Stadt schmückt. Nachher, am 10. August 1520, tat wieder einmal'*) das Wasser 'der Stadt gar grofsen Schaden' 3 ). Nur zur eigenen Lebensgeschichte erhalten wir auch vom Chronisten selbst noch einen lehrreichen Beitrag, durch einen eigenhändigen Brief vom Jahre 1517*). Und dieser schon länger bekannte Brief findet jetzt willkommene Ergänzungen namentlich durch ein neugefundenes Aktenstück, das sachlich eng mit ihm zusammenhängt^): ein Schreiben der Stadt Frankenberg aus demselben Jahre 6 ), das sich auf Aussagen Gr/s beruft; die erste und einzige Quelle dieser Art 1 ). In G-.'s eigenem Brief sehen wir ihn in Verbindung mit dem einflufsreichen hessischen Hausminister Balthasar Sehrautenbach, dem Hauptgehilfen der nunmehr wirklich regierenden Landgräfin Anna. Gr. unterhandelte mit ihm wegen einer neuen, bescheidenen, FranJcenberger Bf runde: jenes Annenaltars der Pfarrkirche, den Heinrich Weiden- nain im Jahre 1488 dotiert hatte*). Später, vielleicht nach Weiden- nains Tod, war der Altar einem anderen Bürgerssohn zuteil ge- ') Vgl. 457 Arm. 3. *) Vgl. 234 (422) zu 1297. ") Vgl. oben l* Anm. 16. *) 479. b ) Dafs ich es noch rechtzeitig benutzen konnte, verdanke ich Friedrich Küch. ") Es trägt zwar das Datum '1515', gehört aber zweifellos dem Jahre 1517 an, zu dem die Tagangabe fritagk Augustini paßt. ) 151/7] Aug. 28 Frankenberg; Ausfertigung, Papier, mit Aufsenadrcssc und £pur des schliefsenden Siegels. Marburg, Staatsarchiv, Ortsrcpositur Franken - "erg. D er durchluchtigen unnd hoiehgeborn furstin unnd frawen, frawen Annen, ge- born hyrtzoiehin von der Meckelnborgk, landtgraffin zeu Hessen, graffin zeun Katzen- elnbogen und Dyetz, wytwen, auch den gestrengen und ernvesthen hern, verorden- cn r etthen des fursthentumbs Hessen, unsser gnedigen frawenn unnd gunstigen ge- Pettenden heran, etc. — Durchluchtige hoiehgebornne furstin und gnedige frawe, auch gestrengen und ernvesten hern verordenthe rethe des furstentumbs Hessen. E. f. g. "od e, syen zeuvorn unsse untherdenige, wyllige, schuldige dyenst myt allem vleis. • 1. und e. h. Magister Henricus Solden, priester, eynes burgers soennc bye uns, yt uns itzunt ersucht und bericht, das e. f. g. und e. haben en untherricht, von uns eyne bewysse zeue brengen, was der altar und das lehen sanete Anne, gelegen der sacristy der pharkyrehen zeum Franckenberg, jerlichs inzeukomen hayb. Dem- Cn so haben wyr von magistro Johanui [!] Stypen, unsserm phernner, bemelten altars , z e yn besitzer, uns belernt und erkunth, das solicher altar umb dye zwen golden Jerhcher renthe fallende hayt; und darneben auch von hern VVigando Boddenbener ytner bericht genomen, das er do bye, ober und anne sye gewest, das hyevor be- ~™ a ltar von hern Henrich Wydenheyn, dem godt gnade, und andern mere be- Syntiget und dotert sye worden myt renthen und zynssen, dye jerlichs umb dye zwen golden ertragen moegen, und nye anders vernomen ader gehört hayb, das er mere nzeunemen hayb ader auch in mitteller zceyt gebessert [worden sei]. Auch hayt gemelter magister Henricus Soldenn uns forter bescheiden, so von e. f. g. und e. er myt dem altar obgemelt belent und presentert moechtte werden, wolde er den 'ar bessern myt eynem golden jerlichs zynsses. Das solichs alfso vor uns verluth und gehört ist, schriben wyr von uns uff dye eyde und plichttc, dye wyr unsserm gnedigen lieben hern von Hessen [Lgr. Philipp] und dem scheffenstolle gethayn aben. Derhalben ist ane e. f. g. und e. unsser untherdenige, oytmodige, fiysge ythe: angesehen das der altar gebessert moechtte werden, auch das magister Henricus °lden eyne gelertter, geschicktter person ist und im furstentumb Hessen erzogen, en m yt dem altar gnedigklich zeu versehen. Wollen umb e. f. g. und e. schuldigk und w ylhgk zeu verdynen geneget syen. Datum Franckenberg uff fritagk Augustini anno etc - xvto [t], etc. E. f. g. und e. untherdenigen und wylligenn burgermeister und r »yth der alttenn staidt Franckenbergk. 8 ) S. oben 3* m. Anm. 12. 22* worden, dem Magister Ludwig Stippen 1 ) genannt Christiani, von dem G. am Ende der Stchr. erzählt, wie er im Jahre 1505 als junger Gelehrter mit sahireichen Erfurter Universitätsgenossen nach Franken- berg gesogen war zu gemeinsamer Fortsetzung des durch die Fest in Erfurt selbst gestörten Studiums" 1 ). Ludwig Stippen verzichtete nach nicht langer Zeit zugunsten seines Bruders 3 ), Magister Johannes, der den Altar im Jahre 1511 erhielt. Nachdem dieser dann die erste Stelle in der Frankenbergcr Klerisei, die des Stadtpfarrers, erlangt hatte, sollte im Jahre 1517 der Altar abermals in andere Hände übergehen 4 ). Nunmehr erbat ihn sich unser Chronist am 16. Juni des Jahres, tvohl zu Marburg, mündlich von Schrautenbach. Gleich darauf jedoch verständigte sich mit G. ein junger Landsmann und Amtsbruder, Magister Heinrich Soldan 5 ). Er erbot sich, die bisher etwa 2 Gulden betragenden 6 ) Jahreszinsen des Altars, falls er ihn bekomme, durch eine Kapitalstiftung von 20 Gulden um 1 Gulden zu erhöhen 7 ). G. sah sich unter diesen Umständen veranlafst, zu verzichten; am 30. Juni 1517 zu Frankenberg gab er selbst dem Mitbewerber einen Empfehlungsbrief an Schrautenbach mit. Uff das nu der altar so gebessert raocht werden 8 ), so wil ich myner redde vergesfsen unde fallen lasfsen, unde bitte uwer ernvestikeid, dem genanten hern Hinriche fruntlich unde furderlich zu syn, das myne gnedige frauw zu Hessen en wulle mit genantem altar versehen und presentirn 9 ). Heinrich Soldan erhielt hierauf von der Begierung den Bescheid, über die Einkünfte des begehrten Lehens eine amtliche Erklärung der Stadt Frankenberg beizubringen. Und für eine solche ivufste sich die Stadt dann keinen besseren Bat, als die erprobte Erfahrenheit unseres Chronisten zu Hilfe zu nehmen. G. sagte auf Befragen aus, was er von alten Zeiten her wufste, und er erklärte, von einer neuerlichen Aufbesserung des Altars nie gehört zu haben. Dies meldeten Bürgermeister und Bat in dem ausführlichen Bericht, den sie am 28. August der Landgräfin Anna und den verordneten Räten des Fürstentums Hessen erstatteten ; sie verwendeten sich zugleich auch ihrerseits nachdrücklich für den Bewerber 10 ). ') Stippin (Gerat.), Styppin, Stypen. ' i )473f. *) lieber dies Verwandt- schaftsvcrhältnis s. Anm. 4. 4 ) 1511 Auf). 13 gab Mag. Johannes Christiani dem Landhofmeister und den Regenten des Fürstentums Hessen seinen Revers wegen des nach freier Uebcrgift und Iiesignicrung durch Mag. Ludwig Stippen ihm übertragenen Altars. Marb. Arch., Ausfert., Papier, m. aufgedr. Siegel. (Text viel ausführlicher als der ähnliche in G.'s Revers 478. Unter anderem will Joh. keine 'verdachte Frauenperson' in seinem Haus halten; vgl. 462f). — Den hier wie in der Stchr. genannten Lud. Stippen habe ich 473 Anm. 17 als identisch mit Mag. Lud. Christiani, dem Lehrer von Eobanus Hessus und Euricius Cordus, erwiesen. Deshalb darf ich auch den hier urkundenden Joh. Christiani mit dem Pfarrer Mag. Joh. Stippen glciclisctzen, den die Stadt 1517 Aug. 28 als damaligen Besitzer des Altars bezeichnet, und darf Lud. und Joh. beide für Söhne des 473 Anm. 17 nachgewiesenen Christian Stippen halten. ») Solde (Gerat.), Solden. — Zu 479 Anm. 5 bemerke ich noch, dafs das Märchen von der Identität des Heim: Soldan mit Euricius Cordus jetzt auch bei R. Sommer, Familienforschung u. Vererbungslehre (Lpz. 1907) 160 ff wiederkehrt. 6 ) Aussage G.'s in Marburg und in Frankenberg und Aussage des Joh. Stippen. 7 ) -Da* Kapital nennt G. Juni 30, den Zinsbetrag nennt die Stadt Aug. 28. Her Zins- fufs war also 5 Prozent. 8 ) Ebenso die Stadt Aug. 28: das der altar gebessert moechtte werden. ") 479. '") Oben 21* Anm. 7. 23* Heinrich Soldan, der danach wohl zum Ziele kam, .scheint dann auch im Pfarramt zu Frankenberg der Nachfolge)- des Johannes Stippen genannt Christiani geworden zu sein l ). Er hat sich später dadurch hervorgetan, da/s er sich der Reformation entgegenstellte' 1 ). Dagegen hat ein anderer Frankenbergcr, der G.'s Stadtchronik mit einer kurzen Fortsetzung versah, hierbei seiner Bewunderung für die Schriften Luthers lebhaften Ausdruck gegeben. Ein jeder, meint er, müsse sagen, das sei 'nicht eines Menschen, sondern Gottes Werk' 3 ). Die grol'se Bewegung, die die Geister so schied, hat G. noch selbst auftauchen und vorrücken sehen. Ein Brief des Abtes Ditmar zu Haina vom 19. März 1522*) bezeugt uns gerade für die Gegend von Irankenberg, wie stark bereits damals 'Martin Luthers Lehren' die Volksseele in ihren Tiefen erregten 6 ). Wie G. der Bewegung gegenübergestanden haben mag, wissen wir nicht. Wir können nur sagen, dals er in seinem priesterlichen Amt wohl schlicht am Alten hing, aber gewil's kein kirchlicher Eiferer war. Vor eine persönliche Entscheidung in der religiösen Frage ist er nicht mehr unmittelbar gestellt worden. Er starb am 27. August 1522, im Älter von 65 Jahren und 4 Monaten 6 ). Auch auf politischem Gebiet hat G. demnach noch bedeutsame Wandlungen mitangesehen. Er hat es noch erlebt, da/s der junge Fürst, der vor seinen Augen in Sturm und Not herangewachsen war, schon im Jahre 1518 mündig erklärt, mit fester Hand aie Zügel des hessischen Staatswesens ergriff. In sich wieder gesammelt und von Landgraf Philipps jugendlicher Kraft geführt, konnte Hessen gerüstet und tatbereit eintreten in das grol'se Zeitalter, das e °en damals sich auftat. An seiner Schwelle ist G. gestorben. Aber auch von dem Geist der eigenen Zeit, einer Übergangszeit voll neuer Versuche und Gedanken, spiegelt sich bei G. nur wenig wieder. Namentlich ist zu betonen, dafs er mit dem Humanismus, der ihm bis in die otille der Vaterstadt hinein durch eine Reihe jüngerer Landsleute n< *hc gebracht wurde, keine innere Berührung gewonnen hat. G. war überhaupt keine bewegliche Natur. Und die ganze Persönlichkeit un- seres Chronisten erscheint klein und bescheiden. Doch bleibt seinem ■Manien ein dauerndes Gedächtnis gewahrt 'durch die Werke, die sein v °n Heimatliebe beseelter Fleifs uns hinterlassen hat. II. Quellen. Die Untersuchung der Quellen und literarischen Hilfsmittel unseres Chronisten hat auszugehen von den massenhaften Angaben, die er selbst hierüber macht. Von den Schriften, auf die er sich für seine geschichtliche Darstellung beruft, nennt er eine erste Gruppe rj. ') Als Plcban verzeichnet ihn A. Heldmann ZRG. 33, 424. ') Vgl Weidmann a. a 0. 3 ) Eintrag zu 1517, letzter in der Rs. Gasscl, Mss. Hast. f 158 (Bl. 456'). Im Druck von Faust Sp. 76 mit wort ist statt werk sei. > Mitgeteilt von Küch Zschr. d. Bergischen GV. 40 (1907), 91 ff. ") Vgl AM cA a. a. 0.; Wenck ZRG. 41, 344 f. •) S. oben 2' m. Anm. 13. 24* allgemein als Grundlage der Lehr, in deren — leider nicht in Urschrift vorliegender — Vorrede, S. 3 (unten Nr. 1 — 24). Eine zweite Gruppe fügt er nach und nach in den Einzelcitaten neu hinzu, die meisten im 1. Teil der Lehr. (Nr. 25 — 60), einige auch im 2. Teil (Nr. 61 — 68). In allerlei Bemerkungen erwähnt G. aufserdem noch, je einmal, eine Reihe anderer Schriften, in der Vorrede der Lehr. (Nr. 69—73), im 1. Teil (Nr. 74-76), im 2. Teil (Nr. 77) und in der Stchr. (Nr. 78. 79). Endlich nennt er oft, auch als geschichtliche Quelle, Bücher der Bibel (Nr. 80). Von diesen Quellenangaben gilt es zunächst die auszuscheiden, die aus den wirklichen Vorlagen mit übernommen sind. Von vornherein ist anzunehmen, dafs diese sozusagen blinden Citate recht zahlreich sein werden. Darauf weist auch schon der Umstand hin, dafs so viele Schriften nur ganz vereinzelt erwähnt werden. Nun wird es freilich nicht immer möglich sein, verdächtige Citate als blind zu er- iveisen. Vielfach jedoch können wir ihren Ursprung aufdecken oder wenigstens wahrscheinlich machen. Dadurch schmilzt die Zahl der Quellen G.'s erheblich zusammen. Aber auch wenn wir alle zweifelhaften Fälle aus dem Spiel lassen, bleibt immer noch eine außerordentlich stattliche Reihe citierter Quellen übrig, die als unmittelbar benutzt gelten müssen. Und hierzu treten dann solche, die benutzt sind, ohne genannt zu werden. In der folgenden Liste sollen die nachweisbar blinden Citate und die verdächtigen, soweit es sich nicht um verlorene Quellen handelt, ferner einige wirkliche Vorlagen nebensächlicher Art sogleich besprochen,das Uebrige für die weitere Untersuchung herausgehoben werden. 1. Die Chronik des ehrwürdigen Beda (3) — B. Venerabilis, Chronica maiora, Chronica minora, Historia ecclesiastica gentis An- glorum. Einzelcitate 10 und 59. An der 2. Stelle soll Beda 'sprechen', die Ang-lisaxones seien cristen wurden 596. Aber das verteilt sich bei B. auf Chr. mai. (Angeln), Chr. min. (Sachsen) und Mist. eccl. (Sendung Augustins 596). Dagegen heilst es bei Lampert, Annales 8 Z. 21 f: 596 Anglisaxoncs fidem Christi suseeperunt-, Z. 38 Hucus- que Beda. Nach der 1. Stelle soll 'auch' Beda die Zerstörung Jerusalems durch Pompeius 'beschreiben', was mehr an Chr. mäi. erinnert (captis Hierosolimis tributarios Judaeos fecit), als an Chr. min. = Lampert 6 Z. 11 (Judaeam cepit). Doch ist wohl auch hier Lambert G.'s Quelle. — Aufserdem kommt Beda noch 15 vor, in Versen, die aus Rolevinck 35 entnommen sind. 2. Josephus (3) = Flavius J., übersetzt wahrsch. von Rufmus, De bello Judaico. Einzelcitat nur 17 = 6, 3, 3—4. G. schöpft wohl aus dem bald darauf citierten Vincentius 11, 3—5 mit Bemerkung 11,2 am Ende: De libris . . . Josephi nonnulla . . . inserui. 3. Valerius Maximus (ß) — V. M., Facta et dieta memo- rabilia. Einzelcitat nur 13, mit 'Buch 4' = 4,6. Der Wortlaut ist aber hier ganz anders, während übereinstimmt Rolevinck 28' oben, mit Citat: narrat Valerius libro IV. Auch den Namen Maximus konnte G. bei Rolevinck finden, z. B. 35 Z. 3. 4. Justinus über Trogum Pompeum (3), aus der (den) Historien Tr. Pompei — M. Junianus J., Epitoma historiarum 25* Pompei Trogi. Einzelcitatc 6 mit 'Buch 1?; 6 ohne Buch; 7 mit 'Buch 12'; 13 mit 'Buch 3'; 387 (Stchr.) = 13. Die 1. Stelle besieht eine Zahlangabe für das Heer Alexanders d. Gr. nicht wie Just. 11, 9, 1 auf den 2.', sondern den '3. Streif mit Darius. Vincentius bringt sie zweimal, beidemal nach Justinus libro ii.: 5,30 beim '2.' und 5,34 vor dem '3.' Streit. G.'s 2. Stelle wiederholt die Quellenangabe Just. usw. nur allgemein. Die 3. Stelle behauptet irrig, das zuletzt Erzählte stamme 'alles' aus Buch 12 des Justinus, während in Betracht kommt 12, 13, 6—10; 14,7; 15, 3—4; 12, 16, 9—12; aber ohne als Quelle auszureichen. Dagegen findet sich das Erzählte yröfstentcils zusammen bei Vincentius 5,64 u. 65, und in beiden Kapiteln (64 allerdings nicht hierfür) das Citat Justinus libro 12. G--'s 4. Stelle handelt von 'Ligurgus'. Hier würde Just. 2,7—12 u. 3,1 — 12, also nicht nur Buch 3, in Betracht kommen. Vincentius 3,90 aber hat das Citat Justinus libro 3., die Form Ligurgus und einen G. entsprechenden Text. Das Mitnennen des l Trogus Pompeus' kann auf sonstiger Kenntnis G.'s beruhen; doch hat auch Vincentius 1,17 den Titel (Historia) Justini vel Pompei Trogi. 5. Der Spigel der Historien Vincentii (3) = Vincentius, Speculum historiale. Unten E (15). 6. Die Geschichten der Bomere (3) = Paulus, Historia Bo- Wana. Unten A (1). 7. Die Historie genannt Scolastica (3) = Petrus Comestor, Historia scholastica (biblische Geschichte). Einzelcitatc 5 u. 6 für die Geschichte Alexanders = Buch Esther, Kap. 5. Aber die 1. Stelle (Comestor in Patr. tat. Migne 198, 1498) stimmt überein mit Vin- centius 5,43 ex historia Scolastica. Die 2. Stelle wiederholt nur allgemein, die Erzählung über Alexander beruhe mit auf der hist. Sc. Also ist jene Vincentius-Stelle alleinige Quelle. 8. Die Frankrichsche Historie (3); Gregorius Thuro- nensis, Fr. H. = Gr. von Tours, Historia Francorum. Einzel- n Hersfeld, Annales; b. Auctarium et Continuatio Annalium Lam- Perti. Unten C (7 u. 8). 13. Die. Chronik Meister Jordans (3) = Jordan, De Romano imperio. Unten C (9). 14. Die Chronik Martini (3) = Chronicon Martinianum *uldense. Unten E (17). 26* 15. Die Chronik Hermanni Januensis (3) = Flores tem- porum. Unten E (iß). Iß. Die Chronik der Swoben (3) = Dinkmut'sche Chronik. Unten F (23). 17. Die Chronik von Mentze (3); dazu auch: (man liest) zu Mentz (25) = Mainzer Nachrichten] darin: a. Epigrammata Moguntina; b. Succcssio episcoporum Moguntinensium; c. Geschichten der Stadt Mainz. Unten G (25—27). 18. Die Chronik von Strafsburg (3) = Twinger von Königs- hofen, Allgemeine und Strafsburger Chronik. Unten F (20). 19. Die Chronik von Hersfelt (3) = Lampert, Institutio Herveldensis ecclesiae. Unten C (ß). 20. Die Chronik von Limpurg (3) = Elhen, Limburger Chronik. Unten F (21). 21. Die Chronik genannt Fasciculus (3) = Bolevinck, Fasciculus temporum. Unten E (19). 22- Die Chronik der Doringe (3) — liothe, Aeltere Thüringische Chronik (Thüringerchronik). Unten F (22). 23. Die Chronik Johan Byteseis (3) = Riedesel, Hessische Chronik. Unten H (28). 24. Die Chronik der Hessen (3) — Hessenchronik. Unten H (29). 25. Orosius = Paulus 0., Historiae adversus paganos. Citatc 5; ß I, mit 'Buch 3'; 6 II; 11. Sie stammen aus drei verschiedenen Quellen. Die 1. Stelle entspricht Or. 3, Iß, 3; in einer der Zahlen für Alexanders Heer weicht sie aber ab (4000 statt 4500 Heiter), und denselben Fehler begeht Bolevinck 27 unten, mit dem Citat ut dicit Orosius. Die 2. Stelle entspricht Or. 3, 17, 8] sie stimmt aber überein mit Vincentius 5,38, wo sich das Citat findet: Orosius libro 3. Dagegen gibt Bolevinck 27 unten (Haec idem) das Buch nicht an. Die 3. Stelle wiederholt die Quellenangabe Or. nur allgemein. Die 4. Stelle endlich sagt nur allgemein, da/s über Caesar viel geschrieben sei, unter anderen von Orosius, Lucanus und Pantheon. Das weist auf Engelhus 1015 Z. ,2/"scribunt Suetonius, Orosius, Julius Celsus et Lucanus; Z. 33 f raulta alia scribunt de eo doctores praemissi; Z. 3ß f de quo etiam Pantheon. 2ß. Die Historia Alexandri — H. A. de preliis, übersetzt von Leo von Neapel, (mit späteren Interpolationen). Von ihr sagt G. ß nur allgemein, daß sie mit den 'ausgezogenen' Quellen 'in etz- lichen Stücken nicht eben überein kommt''. Diese Beobachtung konnte er an den Auszügen machen, die Vincentius bringt, mit Citaten wie 5,2ß u. 5,30, Historia vero Alexandri dicit. Aus ihm schöpft also G. seine Weisheit. 27. Godfridus Pantheon, Chronik (zuerst 8)\ dazu: Got- fridus de Viterbia (369) = Gottfried von Viterbo, Pantheon scu Cronica. — Citate in der Lehr. 8. 11. 79. Hier halt G. 'Pantheon' irrig für den Namen des Verfassers. Das erklärt sich aus Engelhus. Die 1. Stelle stammt aus Pantheon - Versen bei Eng. 1005 Z. 38 ff, mit Citat Haec Pantheon. Die 2. Stelle stammt aus dem Citat Eng. 1015 Z. 3ß /'; s. hier oben Nr. 25 am Ende. Die 3. Stelle 27* stammt aus Eng. 1079 f mit Pantheon-Versen und (Muten de quo Pantheon 1079 Z. 25, scribit Pantheon 1080 Z. 26. Ueberselien hat G-, daß Eng. im Vorwort 979 sagt: (Chronica) Gotfridi Viterbiensis, quae hie Pantheon allegatur. — Der richtige Name des Verfassers taucht nachher 369 in der Bgttf. auf. Aber G. hat wohl nicht gewußt, dafs dieser Gotfridus de Viterbia mit dem vermeintlichen God- fridus Pantheon der Lehr, eins war. Er citiert ihn richtig für 2 nicht durch Eng. vermittelte Verse, die (aus Wipo) im Pantheon stehen (MG. SS. 22,241 Z. 42 f): quando post deeimam nume- ratur linea quarta, de Karolo magno processit Gisila prudens. Ben %■ Vers hat er ohne Citat auch 69 in der Lehr., am Ende eines nachträglich eingeschobenen merkwürdigen Absatzes. Und dieser ist auch sonst verwandt mit 369('Ludivig IV usw.). Beide Stellen enthalten phantastische genealogische Angaben, in denen G. selbst (369 mit weiteren schwanken Citaten) vergeblich sich zurechtzufinden versucht. Beide otellen aber berühren sich sehr nahe mit ebensolchen Angaben in den hessischen Chroniken des Johannes Nuhn, Selecta Senckenberg 3, 318 ff •*• 5,413 ff. Und auch hier steht 5,413 das (blinde) Citat Goto- iridus von Viterbien; — neben 'Hug Schaplers Historien' 414 [u. 416] und 'einer schönen Historien in Heimen' über 'Wilhelm zu Orliens' 416. Vgl. Bistor ZHG. 28,146 m. Anm. 4 u. 5 l ). — Wie G. zu den beiden Versen gekommen ist, weifs ich nicht. Sein Citat aber % st jedenfalls blind. 28. Die Chronik genannt Cursus mundi. Mir unbekannt. Citate 8 (nachträglich); 291; 393 (Stchr.) = 8. — Mit der Hauptstelle 291, einem besonderen Absatz zum Jahre 1440, stimmt sachlich teilweise überein das illustrierte Druckwerk ' Chronicarum et historiarum epitonic, Budimentum novitiorum nuneupata', Lübeck bei Lucas Brandis 1475. Hier heifst es Bl. 417: Eugenius.....multos reges et prin- cipes ad veritatem perduxit Greci tarnen sacerdotes barbati et u *orati permanserunt. G. sagt: Eugenius brachte die Greken..... u - andere folck widder an die Romschin kirchen usw. Ydoch beiluden sie unter anderem, dafs die paffin wulden die berte behalden und bie erin elichin frauwen bliben. Doch sind G.'s Angaben bedeutend reicher. - An der früheren Stelle 8 wird unsere Quelle nur ^oensächlich erwähnt. Es handelt sich um das Aufkommen der Sachsen. (Von den Sachsenkriegen Karls d. Gr. spricht das Budi- inentum Bl. 377 usw.). — Nichts zu tun hat die unbekannte Quelle Ul it dem Cosmidromius des Gobelinus Person'*). 29. Macrobius, Buch der Festa Saturni = M., Satumalia. Nur 9 — iß Quelle ist wohl Vincentius 6,7; er hat übereinstimmenden Text mit dem Citat Macrobius in libro de saturnalibus. Engelhus citiert dagegen zur gleichen Erzählung, 1006 Z. 23 ff, Ma- cr obius super somnium Scipionis. 30. S. Augustinus, Bücher genannt von der Stadt Gottes „ ') Nuhn 5,416 Z. 8 ff ist so zu lesen: Auch zu besehen die Historia [Hug ^haplers]. — Conceplionis Mariac.....kam auf . . . 1045. *) Anders Pistor S-3G. 27,32. Vgl. Engelhus 979 (Vorwort): Chronica domini Gobellini Personae . . ., luarn Cosmodromium, id est cursum mundi, nominavit. 28* = Aurelius A., De civitate Dei (22 Bücher). Citate 9 mit 'Buch 3, Kap. 19'; 13 mit 'Buch 2, Kap. 16'; 387 (Stchr.) = 13. Ausg. Corpus scriptorum eccles. tat. 40 I, 143 Z. 27 f u. 80 Z. 16 f. Die Nennung erfolgt mit 'auch' nach anderen Citaten, ohne Einflufs auf den Text. Aber die richtigen Kapitelangaben sprechen für irgend eine besondere Kenntnis der beiden Quellenstellen. Der bei G. 12 f mitbenutzte Rolevinck sagt 16 Z. 22 viel allgemeiner: vide Augustin. II, III et V de civit. Dei. 31. Plinius = 0. PL Secundus, Naturalis historia. Nur 10, mit 'Buch 34'; irrig statt 33, Kap. 10. Quelle ist Engelhus 1014 Z. 10 ff mit Plinius lib. 34. 32. Lucanus — M. Annaeus L., De bello civili. Nur 11, in allgemeiner Bemerkung aus Engelhus; s. hier oben Nr. 25 am Ende. 33. Suetonius — C. S. Tranquillus, De vita Caesarum. Nur 11, mit 'Buch i = 1,8. Wohl alleinige Quelle ist der nach dem nächsten Satz citierte Vincentius. Er hat 7,42 gleichen Text und vorher das Citat Suetonius. Die Buchangabe aber konnte G. entnehmen aus 7,37 Suetonius de 12 caesaribus libro primo; vgl. 7,43 Suetonius libro 2. 34. Seneca = L. Annaeus S., Libri ad Neronem de dementia. Nur 16 — 1, 1, 5—6. Quelle ist, ganz übereinstimmend, Rolevinclc 39 oben mit Refert Seneca. 35. Egesippus — Josephus, bearbeitet wahrsch. von Ambrosius, De bello Judaico. Nur 17, mit 'Buch 5'. Quelle ist Vincentius 11,3 mit Citat Egesippus libro 5. 36. Helinandus — H. von Froidmont, Chronicon; nur vom Jahr 634 an noch vorhanden. Bei G. 18 für Ks. Trajanus. Quelle ist Vincentius 11,46 mit Citat Helinandus. 37. Die Geistlichen Rechte, das Geistliche Recht, Gesetz = Corpus juris canonici. Citate 20. 55. 108. 359 (Orden) zweimal. — Dazu 80: Papst Innocentius III im Kapitel Venera- bilem. Dies = Decretales 1, 6, 34; aber aus Engelhus 1081 Z. 30ff mit Citat Innocent. de elect. cap. Venerabilem. Der Papst spricht vom Wahlrecht deutscher Fürsten, dagegen G. nach Eng. von der Einsetzung der 7 Kurfürsten. — Das andere = Decretum Gra- tiani. — 20 de consecratione d. I. c. Vasa = 3, 1, 14; aber aus Rolevinck 44 mit de conse. dist. i. ca. Vasa. — 55 XV. q. V. Alius = 2, 15, 6 (nicht 5.'), 3; aus Rolevinck 63 mit XV. q. V. Alius. — 108 an der 32. deylunge Preter hoc = 1, 32, 6; aus Rolevinck 73' mit XXXII. dist. Praeter hoc. — 359 I: 68. d. Corepi- scopi = 1, 68, 5\ aus Rolevinck 36' mit LXVIII. dist. c. Cor episc. — 359 II: 21. d. In novo testamento = 1, 21, 2;nicht bei Rolevinck. 38. S. Hieronimus, Vitae Patrum, Buch der Altväter = Hieronymus, Vita S. Pauli, primi eremitae. Citate 2 (Vorrede) u. 20. Die 1. Stelle stammt aus Lupus; s. hier unten Nr. 73. Aber zum Titel 'S. Paulus Leben' fügt G. hinzu: 'des 1. Einsiedeis' und 'in Vitis Patrum'; wie er an der 2. Stelle vom 'Buch der Altväter spricht 1 ). ') Vgl *. B. den Titel des Drucks Strafsburg 1498: Das ist s. Pauls leben des 1. eynsiddels u. ist auch das leben des h. vatters s. Anthönigs. 29* Hie Angabe der 2. Stelle, dals Paulus 113 Jahre alt war, als Antonius zu ihm kam, finde ich nur bei Hieronymus selbst; s. unten 20 Anm. 9. 39. S. Gregorius, libcr Dialogorum, das bedeutet Buch der Zweirede = Gr. Magnus, Dialogi. Nur 26 — 4,26. Quelle ist Bolevinck 54 unten, übereinstimmend in Text und Citat: vide in 'ib. Dialog-orum s. Gregorii l ). 40. Wandelbertus Diaconus, Legende 8. Goaris (38) — Wandalbert, Vita S. Goaris. Unten B (4). 41. (Bonifatiuslegenden), 45. 'Etzliche seine Legenden' sollen 'finden' lassen, dals Bonifatius auf dem Eichsfeld lagerte, wo dann die Feste Winfriede gebaut ward, und auf dem Berg siegte, wo er dann die Kirche sent Hülfen berck baute. Ob G. hier schriftlicher Ueberlicferung folgt, ist zweifelhaft. Zur Kritik ist zu bemerken, dals der Hülfensberg bei Wanfried, früher Staufenberg, seinen Namen zwischen 1360 und 1370 erhielt von der Verehrung der Wilgefortis (h. Hälfe) in der damals erbauten Wallfahrtskirche; s - J- Wolf, Krit. Abhandlung über den Hülfensberg (Gott. 1808), °0ff 2 ). Zu vergleichen sind die Bonifatius-ErZahlungen 43 u. 44. Ver nachträgliche Zusatz 44 Z. 20 ff über eine Gedächtnisfeier zu Fritzlar (vgl. Falckenheiner, Hess. Städte u. Stifter 2,51) scheint aus wirklicher Kenntnis zu stammen. Eine Bandbemerkung des 16. Jh. l n der Hs.' 6 ) sagt: Dis haben die buren in anno 1521 abgestaldt. ■Vas meiste aber ist eigene Erfindung; vgl. oben 7* m. Anm. 7*). 42. 43. Die Schriften zweier Mönche, genannt Salu- ntarus und Theothones (45); die Schriften zweier Canoniken, genannt Eburhartus und Waltbertus (51) = Legendae de S. ßonifatio. Unten B (5). T 44. S. Wigberts Lei; ende zu Hers feit (zuerst 53) = Lupus, Vita Wigberti. Unten B (3). 45. Der Sassen Chronik, die Meister Hinrich Bofsla gemacht hat = Heinrich Bosla von Nienburg, Herlingsberga; ietricJi Lange von Einbeck, Saxonia (mantissac vicem Herlingsbergae ^njuneta). Citat 59, ■wiederholt (M. H. B. in d. S. Chr.) 402 7« übernommen aus dem als Hauptquelle genannten Engelhus, °62 Z. 9 De quo Henrici Roslae versus. Die dort folgenden 7 Verse gehören aber nicht Bosla, sondern Lange; s. SS. rer. Germ. Meibom >808. Vgl. auch unten 8 Anm. 4. 46. Gorge Alten von Nurenberg, Chronik (zuerst 59); ae u auch: die neue Chronik, die man zu Nurenberg druckt (298) =■ Buch der Chroniken, übersetzt von Alt. Unten F (24). , ') Zu G.'s weiterem Titel vgl. z. B. den des Drucks (Augsburg) 1473: »\ -H. ^yalogorum, das ist zu tentsch so vil als das buch der zwayer red mit ainander. 1 Weitere Sagen das. 14 ff u. 24 ff u. bei K. Lynker, Dt. Sagen in Hessen 27. 9J. auch Ecs Moguntiacae hg. v. Joannis 1,25; Acta Sanctorum (Boll) Jwii *r* IS. 498 f. 8) Von dem Verf. der Einträge zu 1524 u. 1549. *) Zu ( «w dort erwähnten Dagoberts-Erfindungen sei noch bemerkt, da/'s die beiden Jl^pbertshauseri (40u. 391) zwar noch heute auf G.'s Autorität hin offiziell söge- trieben werden, aber eigentlich Dabclshauscn und Deubrechtshausen heifsen, und "gl* die Kirche des einen irrig für besonders alt gehalten wird. Vgl. Landau. Ur >- Hessen ä68 u. 383. 30* 47. Turpinus, Remensis archiepiscopus, Chronik = Historien Karoli Magni et Rotholandi, fälschlich unter dem Namen des Turpinus von Heims. Drei Citate 62; Text = Kap. 11. 21. 6. 18. 23. 20. Das 1. Stück entspricht Vincentius 25,1 mit Citat Turpinus, Remensis archiepiscopus; 25,6 (mit Citat); 25,13; Rolevinck 65. Das 2. Stück (mit Dyt sint Turp. worte) entspricht Engel- hus 1064 Z. 50 ff mit Citaten Turp. arch. Ravenn. und Hacc ille; Vincentius 25,8; Engelhus 1063 Z. 47 ff. Das 3. Stück (mit Auch schribet......Turp.) entspricht Rolevinck 65 oben mit Citat Refert Turp. arch.; Vincentius 25,1 (mit Citat) ; Rolevinck 65 unten (mit Citat). 48. Honorius = Annales Palidenses. Nur 70. Die Stelle entspricht Engelhus 1071 Z. 18 ff, und dieser ivird dann weiter benutzt und citiert. Er ist jedenfalls auch hier O.'s Quelle, denn er beruft sich häufig auf Honorius, und unsere Stelle (= Widukind 1,23) steht in der Vorlage der Ann. Pal. MG. SS. 6,179 (nicht abgedruckt SS. 16,48 ff). G. las wohl hier ein in unserer Engelhus- Ausgabe fehlendes Citat. 49. Meister Diderich von Nym, Chronik = Dietrich von Nieheim, Chronik; nur durch Engelhus bekannt. Citiert 80, entsprechend Eng. 1080 Z. 30 f mit Citat magister Tidericus de Nycm in chronica sua; von G. mitbezogen auf Eng. Z. 32 ff. Vgl. unten 80 Anm. 7 u. 8. 50. Die Historie genannt Lombardica (zuerst 81); Bischof Jacob zu Janue, genannt von Voragine, H. g. L. (so 321) = Jacobus, Legenda aurea. Unmittelbar benutzt ist 321 ff Jac. Kap. 168 De S. Elizabeth. Unten D (12). — Vorher nur 81 = Jac Kap. 209 De S. Kunegunde; ein Satz im Anfang. Quelle ist hier die kurz vorher citierte Strafsburger Chronik, Königshofen 426 Z. 21 ff, mit Citat also in Lampartica historia geschahen stet. — Andere Kapitel, die ihm hätten dienen können (z. B. 181. 188. 200. 240), hat G. gleichfalls nicht beachtet oder zu spät kennen gelernt. 51. Die Legende S. Godhardi = Wolfhere von Hildesheim, Vitae Godehardi. Nur 84, für Bardo v. Mainz. Da/'s dieser irst Abt zu^ Hersfeld, darnach Abt zu Wirtencn gewesen sei, geht, allerdings in der Reihenfolge verwechselt, zurück auf die Vita prior [so lies unten 84 Anm. 12], MG. SS. 11, 194 Z. 10—12: Wirdi- nensis abbatiae regimini praepositus et postmodum in Herveldia .....impositus. Das Weitere aber geht zurück auf die Vita posterior [so lies unten 84 Anm. 13], MG. SS. 11,209 Z. 30—37. Man muß wohl annehmen, daß G.'s Angaben durch eine andere Quelle vermittelt sind. Nicht unmöglich scheint mir, daß Lampert, Institutio (s. hier oben Nr. 19) in Betracht kommen könnte. Vgl- Lamperti Opera 350 Z. 8—10, heraufzurücken zu Z. 4. 52. Guillerinus = Wilhelm von Malmesbury, De rebus gestis regum Anglorum. Nur 125 = Ausg. Patr. lat. Migne 179,1300. Quelle G.'s ist Vincentius 26,92 (unmittelbar anschliefsend citiert), mit dem Citat Guillerinus. Ebenso im Vincentius-Druck regelmäßig, statt Guillermus (an früheren Stellen 24,133 u. 150 Guilhermus). 31* 53. 54. (Man liest) zu Heyne; zu H und {auch) zu Aulils- burg (zuerst 132) = Hainaer Nachrichten. Unten J (35). 55. Herr Biderich von Boringen, Predigerordens, S. Elyzabeth Legende (zuerst 151) = Dietrich von Apolda, Vita S. Elisabeth. Unten D (10). 56. Bruder Curdes von Hirlefsheym Legende zu Heyne (zuerst 353); dazu auch: (man liest) zu Heyne (161) = Leben Konrads von Herlesheim. Unten B (14). 57. Bie Legende des seligen Fürsten Landgrafen Lude- ^*9 s (zuerst 173); Herr Bernhard, sein Capellan, in des Fürsten Legende (so 182) = Leben des Lgr. Ludwig, übersetzt von -Kodiz. Unten B (13). 58. (Elisabethlegenden), 183 u. 198. Für S. Elisabeths Leben verweist G. gelegentlich mit auf 'et gliche Gelese' (183) und auf etzliche Buchdrucker' (198). Entsprechendes findet man aufser \ei Jacobus de Voragine in verschiedenen Brücken von ' Sermon es * oanctis', von denen der eine oder andere gemeint sein mag 1 ). V W" 183 Anm. 16; 198 Anm. 5. h ti. 5!) ' ^ as -Buch der Wunderwerke (-zeichen) S. Elyza- eth [zuerst 321) = Miracula S. Elisabeth. Unten B (11). 60. Bas Buch genannt Passionale Sanctorum. Mir unbekannt 2 ). Citiert 335, ursprünglich wohl auch schon vorher auf jetzt fehlendem Blatt. Nach den vorliegenden Proben von sonst unbekannten Wundern Elisabeths, in G.'s Sammlung Nr. 57 u. 63, war as Buch ein spätes Werk. v Gl. (Man liest) zum Gorgenberqe (235) — Georgenberger Kehrichten. Unten J (36). TT 62. (Man liest) zu Cappel (235) = Spieskappeler Nachrichten. Unten J ( 54 ). ** . 63. (Man liest) zu Cziqenheyn (236) = Ziegenhainische Nach- nchten. Unten J (30). P . 64. (Man findet) zum Franckenberge (zuerst 249); dazu auch: ne /e usw. (388) = Frankenberger Nachrichten. Unten J (37). ruff G5 - Briefe usw., 251. 270. 288. 295. Ohne Ortsangabe be- I sich G. auf archivalische Quellen in der Lehr, überhaupt nur unj 1 ^ Und davon nur einmal mit Nachdruck, 270, wo 'Briefe « Siegel und alte Register versiegelt' genannt iverden. Bies J?r A lher siam >mt wohl aus der Hessenchronik. Vgl. 269 Anm. 2; qjv,. "» wm n ( IVUlli' U/WO lAr&l iiuo^t/ ll\jlf I Vlbvtv. r yv. ,viytv u-*-iw" -* j alt n ' 4. In den drei anderen Fällen werden genannt: 'etzliche {2sl\ rie f* (251); 'die alten Briefe und das alte gemolcze' jrVy; 'ein Brief (295). Wie weit G. hier selbständig ist, muß "Uninnf'stjnn M~ri. ' a...i-.„i-..i ..... ± ......_ ~i...~ n:i„i ; n t im, Je» r m ffestellt bleiben. — Archivalienbenutzung ohne Gitat ist in der r - Jedenfalls nicht häufig, scheint aber vorzukommen; so z. B. ■ wiir j. ) S. z. B. Sermones de sanetis, o. 0. u. J., sermo 108 u. 109 (Hess. Denk- (ToTli 6 ? 4 n > 493 0; Sermones dormi secure de sanetis, o. 0. 1500, sermo 64 15],, ■L226'); Sermones parati per anni circulum de tempore et de sanetis, Ilagenau LehJ Se J mo 78 ( Tod '1226'). ') Vgl. Gr. v. Montalembert u. J. Ph. Städtler, 213% h - Elisabeth (Aachen 1837) CXXXVu. 430 Anm. ') Stellen wie nennt'n 5 ^ w ' 23V ' Z ä9 fi 9 ehören nicht her > die dortigen 'Briefe' u. 'Ingesiegel "■■ (richtig) nicht als seine Quelle. 32* 239 u. 276 f (Wolkersdorf), 257 (Battenberg), 273 (Frankenberg) 1 ). In der Stchr. gilt ein für allemal das Citat 388, das sich auf FranJcenberger archivalische Quellen bezieht; vgl. hier oben Nr. 64. 66. (Man hat) eine Absolution zu Mar pur g. Gitiert 276. Quelle ist aber wohl die Hessenchronik. Vgl. 276 Anm. 1.11.12. 67. Ks. Friderichs Kanzler, genannt Eneas (hiernach P. Pius II), Buch (das er gemacht hat) von den Geschichten, die bei seinen (Friedrichs) Gezeiten geschehen und verhandelt sind = Enea dei Piccolomini, De statu Europae. Gitiert 292; vgl. 299. Quelle ist das Buch der Chroniken. Text (291) = Bl. 285; Titel = Bl. 268 historien Enee Silva, babsts Pü d. andern, von Europa u. d. geschulten, sich bey zeiten ks. Friderichs d. dritten darinn begeben, gemacht. Vgl. unten F (24). 68. Herr Tilman Hollouch, Kanzler, liegister (zuerst 293) = Urkundenverzeichnis Hollauchs. Unten J (39). 69. S. Augustinus, Sermon von S. Petern in den Banden. Erwähnt 1, aus mir unbekannter Vorlage. Vgl. 50 m. Anm. a u. 5. 70. Her ehrwürdige Beda über das Evangelium Mat- thaei an dem 14. Kapitel. Erwähnt 2, aus mir unbekannter Vorlage. 71. 72. Die klugen Philosophi (!) Salustius Crispus und Titus Livius. Erwähnt 2; s. hier unten Nr. 73. 73. 8. Ambrosius, Passion von der h. Jungfrau Agnes = Vita 8. Agnetis, irrig Ambrosius zugeschrieben. Erwähnt 2, zusammen mit Sallustius, Livius und Hieronymus; vgl. hier oben Nr. 71. 72- 38. Hier eignet sich, wie schon Pistor ZHG. 27,27 Anm. nachge- iviesen hat, G. einfach an, ivas Lupus im Prolog der Vita Wig- berti (S. 38) für sein Werk geltend macht: Salustium Crispum Ti- tumque Livium non pauca, quae illorum aetatem longe precesse- rant,.....narasse et.....Iheronimum Pauli sui vitam, quae . . remotissima fuerat, . . illustrasse et . . Ambrosium virginis Agnes passionem, cui . . contemporalis non fuerat, . . reliquisse. 74. Papias = Vocabularium unter dem Namen des Papias (Longobardus grammaticus). Erwähnt 8; P. 'spricht': die Sassen heifsen nach saxum = hartsteyn. Druck Mailand 1476 Bl. 209 Saxones dicti, quod sit dura et validissima gens; vorher saxa di- euntur tantum durissima (lapis vero dura et mollis petra). Auch an ein paar anderen Stellen ist vielleicht ein Papias benutzt. So 11 Cesar a cedo, id est scindo; vgl. das. Anm. 7; — 14 Augustus ab augeo; vgl. das. Anm. 11. 75. Der heidnische Meister Aristoteles, primo Politi- corum, das bedeutet in dem Buche der Regierung der Städte. Vgl. Aristoteles, übersetzt von Wilhelm von Moerbeka, Politica. Er- ivähnt 15; A. 'spricht': homines arte et ratione vigentes aliorum domini sunt et rectores. Darin ist Pol. 1, 1, 4 (Ausg. v. Suse- mihl 3) kaum noch wiederzuerkennen. Quelle ist die Limburg er Chronik, 27 Z. 22 f habentes rationem et intellectum utentes na- turaliter a. d. fiunt e. r, mit Citat A. in dem i. b. Politicorum; ') Vgl. 239 Anm. 4; 257 Anm. 4; 273 Anm. 6; 277 Anm. 2. 33* dazu 34 Z. 22 f A., der hcidcnsche meister, sprichet i. d. b., daz da heifset Regimen principum. Da nun L. Chr. 27 von Regierung einer Stadt die Bede ist, so dachte G. etwa: Regimen principum = Politica 11; Politica I = Regimen civitatum. 76. Galenits, Buch von der Menschlichen Natur. Er- tvähnt 25; aus mir unbekannter Vorlage. 77. Der Spruch Oornuti in seinem 8. disticio (Distichon?), Pusio rcumaticus etc. Erwähnt 287; aus mir unbekannter Vorlage. In einer Erzählung, die wohl aus der Hessenchronik stammt. Vgl. 287 Anm. 13. 78. Die Legende S. Kyliani = Vita S. Kiliani posterior. Erwähnt 394: in ihr steht in Orientali Francia. So bei Ganisius- Basnage 3 I, 175ff. (Vita prior das. 180 ff in Australium partem). Die Legenda aurea (Kap 200) kommt nicht in Betracht, da die mitgenannte Vita Bilhildis hier nicht steht. 79 (Die Legende) S. Wilhildis = Vita S. Bilhildis. Erwähnt 394 ■■ auch in ihr steht in Orientali Francia. So in den beiden Vitae S. Bilihildis bei Gropp, Collectio Wirceburg. 1,768 u. 788. 80. (Biblia Sacra). Gitaie: 36 — laber Exodus 20; — 151 = Über Numeri 24; — 55 zweimal = Über I Regum 2. 15. 16; — 386 = Über IV Regum 15 ; — 386 = liber II Paralipomenon 27; — 17. 292. 79. 42 dreimal. 9. 223. 302. 26. 120 = liber Psalmorum 17. 21. 25. 33. 36. 57. 67 105. 108. 110. 144; — 210 zweimal = liber Proverbiorum 15. 16; — 89 f. 466 = Ecclesiastes 10 ; — 216 = liber Sapientiae 6; — 466 = Threni 5; — 1 zweimal = liber I Machabae- orum 1. 2; — (2). 41. 167. 191 = Evangelium sec. Matthaeum (14). 25; — 15. 415. 120. 42. 66. 191 = Evangelium sec. Lucam 2 (nicht '20'). 7. li. X6. 18. 19; — 120 dreimal = Evangelium sec. Johannem 8. 14; — 206. 50 = Epistola Pauli ad Romanos 1. 3 (nicht '4') ; — 20 — Epistola I Pauli ad Corintldos 1. — Selbst unter diesen Bibelcitaten ist ein blindes (mit falscher Kapitelzalü) aus Rolevinck; s. 15 Anm. 2. In einem andern Fall wird Rolevinck richtig ergänzt; s. 9 Anm. 10. vgl. auch 50 m. Anm. 4 u. 5; 427 m. Anm. 2. Soweit führen uns G.'s Citate. Daneben aber ist nun aul'serdem nach uncitierten Quellen zu fragen. In einigen Fällen lassen sich solche mit Sicherheit nachweisen. Vieles jedoch bleibt zweifelhaft; teils w, 'il es sich um sonst unbekannte Quellen handelt; teils weil die betreffen- den Quellenspuren in G.'s Text zu gering sind 1 ); vor allem aber, weil 'immer wieder mit der Möglichkeit der Vermiitelung durch andere Quellen QWechnet werden mul's. Zweifelhaft bleibt so namentlich auch die ■Frage der Benutzung archivalischer Quellen in der Lehr.' 1 ). Die ineisten Schwierigkeiten aber für die Quellenuntersuchung überhaupt Wacht der Spätteil der Lehr, von 288 an, in dem G. nach der 287 ') Zu Nr. 82 u. SS hier unten vgl. 306 Anm. 13 u. 313 Anm. 18: Flugschriften Sebastian Braute, '/m Nr. 84 u. 85 vgl. z. B. 40 Anm. 6; 200 Anm. 4; *3ö Anm. 12; 447 Anm. 8: Wormser Nachrichten. Vgl. ferner e. B. 370 Anm. 15; 3 p Anm. 7 u. 15; 372 Anm. 3: qenealogische Quelle in der Bgitf. *) Vgl. oben 31* f Nr. 65; unten z. B 256 Anm. 1; 258 Anm, 16 u. 23; 259 Anm. 11 u. ia \ 261 Anm. 22. III 34* vorausgeschickten Erklärung nur nocli, etzliche daten unde puncto uffczeichin will, die er zusammengelefsin liat^). Die Quellern, aus denen dies geschehen ist, gibt G. nur noch in wenigen Fällen an. Zuweilen können wir allerdings auch hier die Quellenverhältnisse aufklären, oft aber bleiben wir auf Vermutungen angewiesen. Manches nahm G. hier wohl auf Hörensagen, trotz jener Erklärung, die das im Allgemeinen ausdrücklich ablehnt. Und für die eigene Gegenwart stammen jedenfalls sowohl hier in der Lehr., wie dann noch weil mehr in der Stchr. erhebliche Bestandteile aus unmittelbarer Kenntnis, ohne schriftliche Vorlage. Drei weitere Quellen, die uns noch vorliegen, sind ohne Zweifel von G. unmittelbar benutzt worden; eine in der Stchr., hier mit Absicht verschwiegen 2 ); die beiden anderen beisammen unter den letzten Stücken der Lehr. Nämlich: 81. Enterich, Stadtrecht von Frankenberg (zuerst 394). Unten J (38). 82. Büchlein von der Einreitunq in Worms von 1495 (307 ff). Unten K (41). 83. Büchlein von dem Landfrieden zu Worms von 1495 (310 ff). Unten K (42). Auf drei andere Quellen läfst sich schliefsen erstens daraus, dals das Vorkommen besonderer Lokalnachrichten in der Lehr, durch Gitate bezeugt ist (s. oben Nr. 53 u. 61 — 64); zweitens daraus, dafs die Annales breves Marburgenses (s. 146 Anm. 3) und die Annales breves Rheinfeisenses (s. 212 Anm. 17) sachlich in der Lehr, jedenfalls mitsprechen; drittens daraus, dafs nach der programmatischen Vorbemerkung zum 2. Teil der Lehr. (s. 211) der Grafen v. Katzeneln- bogen hier ebenso besonders 'mit zu gedenken' war, wie der Grafen v. Ziegenhain (s. oben Nr. 63). Wir bezeichnen jene 3 Quellen als: 84. Alsfelder Nachrichten (zuerst 20). Unten J (33). 85. Marburger Nachrichten (zuerst 146). Unten J (32). 86. KatzenclnbogischcNachrichten(zuerst212). Unten J(3l). Und noch eine Quelle endlich ergibt sich eds besondere Vorlage G.'s durch die Eigenart des betreffenden Textsiücks nahe dem Ende der Lehr. Nämlich: 87. Hessische Feldzugs-Nachrichten von 1504 [316 /'). Unten J (40). Weiter zu untersuchen sind demnach aus der ganzen bisherigen Liste die Nummern 5. 6. '.). 11—24. 40. 42—44. 46. 50. 53—57.'59. 61 — 64. 68. 81 — 87. Wir wollen sie jetzt folg ender mafsen umordnen. A. Paidus Diaconus. 1 (oben 6): Historia Romana. 2 (oben !)): Hi- storia Langobardorum. B. Aeltere Legenden. 3 (oben 44): Lupus, Vita Wigberti. 4 (oben 40): Wandalbert, Vita S. Goaris. 5 (oben 42. 43): Legendae de S. Bo- nifatio. G. Geschichtswerke des 11. bis 13. Jahrhunderts. 6 (oben 19): Lambert, Institutio Herveldensis. 7 (oben 12 a): Lampcrt, Annales. 8 >) Vgl. oben 13* Z. 2 ff- 2 ) Vgl oben 15* f. 35* {oben 12b): Auctarium et ContinuaiioAunaliumLamperti. 9 (oben 13): Jordan, De Romano imperio. D. Jüngere Legenden. 10 (oben 55): Bietrieh, Vita S. Elisabeth. 11 {oben 59): Miracula S. Elisabeth 12 (oben in 50): Jacobus, De S. Elisabeth. 13 (oben 57): Leben des Landgrafen Ludwig. 14 (oben 56): Leben Konrads von Herlesheim. E. Lateinische Weltchroniken des 13. bis 15. Jahrhunderts. 15 (oben u): Vincentius, Speculum. 16 (oben 15): Flores temporum. 17 (oben 14): Chronicon Martinianum. 18 (oben 11): Engelhus, Chronica. 19 (oben 21): Rolevinck, Fasciculus. F. Chroniken in deutscher Sprache. 20 (oben 18): Königshofcn, Chronik. 21 (oben 20): Limburger Chronik. 22 (oben 22): Thüringerchronik. -23 (oben 16): Dinkmut'sehe Chronik. 24 (oben 40'): Nürnberger Buch der Chroniken. Cr. Mainzer chronistische Nachrichten. 25 (oben 17a): Epigrammata Moguntina. 26 (oben 17 b): Succcssio episcoporum Moguntinensium. 27 (oben 17c): Geschichten der Stadt Mainz. H. Hessische Chroniken. 28 (oben 23): Riedesel, Chronik. 29 (oben 24): Hessenchronik. J. Hessische Sonderquellen. 30 (oben 63): Ziegenhainische Nachrichten. 31 (oben 86): Katzenelnbogische Nachrichten. 32 (oben 85): Marburger Nachrichten. 33 (oben 84): Alsfelder Nachrichten. 34 (oben 62): Spies- kappeler Nachrichten. 35 (oben 53. 54): Hainaer Nachrichten. 36 (oben 61): Gcorgenberger Nachrichten. 37 (oben 64) •■ Frankenberger Nachrichten. 38 (oben 81) : Emcrich, Stadtrecht von Frankenberg. 39 (oben 68): Urkundenverzeichnis Hollauchs. 40 (oben 87): Feldzugsnachrichten. K. Kleine Druckschriften. 41 (oben 82): Einreitung in Worms. 48 (oben 83): Landfriede zu Worms. A. Paulus Diaconus. 1. Paulus, Historia Romana. 16 Bücher. Verfaßt vor 781. Ausg. v. Droysen (1878). Die 'Geschichten der Römer werden in der Lehr. 10 mal citiert, mit richtigen Buchangaben: S. 3 (allgemein"; 9 1 mit 'Buch 3'; 9 f mit 'Buch 4'; 9 II. 10. 11 I. 11 II. 14 mit 'Buch 6'; 17 mit 'Buch 7'; ■i7 mit 'Buch 15 am Ende'. Dazu 389 (Stchr.) u. 364 (Rgtif.) — 27. Benutzt sind die Kapitel 3, 11; 4, 16; 6, 1. 12. 14. 17 (dieses in ausführlichem Auszug bei G. 10 ohne Citat). 23. 25; 7, 14; 15, 20; vielleicht auch 1, 17 (s. G. 13 Anm. 5). G. hatte das weitverbreitete Werk des Faulus wohl unmittelbar vor sich. In Hersfeld, wo er sicher die Vita Wigberti und vermutlich die Institutio Herveldensis benutzte (s. unten Nr. 3 u. 6), befand sich eine Paulus-Handschrift des 11. Jahrhunderts, jetzt Monacensis 3516 (Jf); s. Droysen Vif. Ihr scheinen G.'s Namenformen verwandt 1 ). ') In den Vaulus-Hss. hüll M die Mitte zwischen HV und NZ; zu UV stimmt G. 10 Lixivii fidjctr NZ n. Ausg. Lixovii; zu NX stimmt Gr. 27 Malaberra 'jeyen UV u. Ausg. Amalaberga. III* 36* 2. Paulus, Historia Langobar dorum. 6 Sucher. Verfafst nach 787. Ausg. v. Watts {1.878). Die 'Chronik Longobardorum' (Stchr. 'von Longobarden') ivird in der Lehr. 6 mal citiert, mit richtigen Buch- und meist richtigen Kapitelangaben: S. 3 (allgemein); 25 mit '1,15'} 23 mit '1,21'} 34 I mit '2,8' statt 2,7; 34 II mit '2,10'; 35 mit '4,ll'. Dazu 363(Bgttf.) = 23; 365 = 31 II u. 35; 391 I (Stchr.) = 34 II ; 391 II = 35. Benutzt wird auch 1,12 (s. 35 Anm. 6; zu 2,10 s. noch 34 Anm. 2 u. 35 Anm. 2). Auch dies Werk des Paulus, das an Verbreitung und dauerndem Gebrauch das andere noch weit übertraf, war G. ■wohl zur Hand, wenn er ihm auch nur wenig entnahm. In Fulda, wo G. vermutlieh das Ghronicon Martinianum benutzte (s. unten Nr. 17), scheint die Paulus-Handschrift des 9. Jahrhunderts gewesen zu sein, von der 6 Blätter in Gassei erhalten sind (G*2); s. Waitz 37. Die Namenformen der Lehr, dürften in ihre Nähe tveisen v ). B. Aeltere Legenden. 3. Servatus Lupus, Vita Wigberti. 30 Kapitel mit Prolog. Verfafst 836. Ausg. v. Bolder-Egger MG. SS. 15 I, 36 ff. Die 'Legende S. Wigberts' (Stchr. 'Sancti Wigberti') wird 5 mal citiert: S. 53. 57. 58. 396. 397; 396 (Stchr.) = 58; 397 Adrana aus Kap. 15. Benutzt sind die meisten Kapitel des Werks: 1—7. 9. 10. 12-22. 24; dazu uncitiert in der Vorrede der Lehr. 2 der Prolog mit seiner Berufung auf Sallustius, Livius, Hieronymus, Am- brosius; s. oben 32* Nr. 73 2 ). Die Benutzung erfolgte nach ausdrücklichem Zeugnis S. 53 'zu Hersfcid', am Begräbnisort Wigberts. G.'s Vorlage war also eine jetzt wohl verlorene Ilersfeldcr Handschrift (nicht erwähnt Ausg. 36). 4. Wandalbert von Prüm, Vita S. Goaris. 2 Bücher mit Prolog. Verfafst 839. Patrologia tat. Migne 121, 639 ff. 'Wandelbertus Diaconus in der Legende S. Goaris' ivird nur S. 38 citiert, aber für einen langen Absatz, der die Kapitel 3—5. 9—22. 28 des l. Buches aussieht und Kenntnis des 2. Buches (Ausg. 67:1 ff u. 658 ff) bezeugt. Vgl. unten 38 Anm. 1—7. Für G'.s Vorlage halte ich den von Johann Gise von Nastätten besorgten Druck Mainz 1489: Legenda et miracula S. Goaris, edita per Wandcl- bertum fFormt] diaconum. Das Interesse an der Legende und ihrem Druck ergab sich aus dem hessischen Besitz der Stadt Sankt Goar. 5. Legendae de S. Bonifatio. Vorlage G.'s unbekannt. Verwandte Quellen: i. Passio (Vita quarta) S. Bonifatii, auetore Moguutino, fortasse canonico S. Victoris. Verfafst bald nach 1011. Ausg. v. Jaffe, Bibl. rer. Germ. 3, 471 ff; neuere Ausg. v. Levison, Vitae S. B. 90ff. — 2. Otloh von Regensburg, Vita ') Lehr. 23 Wulcho [offenes a verlesen], Paulus-Rss. G L 2 Walcho geyen Ausg. Waccho; Lehr. 23 mit G 1 Radicunda, G 2 Radicundia, gegen Ausg. Rani- cuncla; Lehr. 34 mit Gl 3. 4 Guntramnus genen Ausq. Gunthraranus. *) Vgl. 5* Anm. 9. J 37* S, Bonifatii. Verfafst bald nach 1062. Gekürzte Ausg. v. Joffe, Bibl. 3,482 ff; neuere Ausg. v. Levison, Vitae 111 ff. Zwei sehr merkivürdige Citate bringt G. S. 45 (nachträglich) u. 51 (zu 50 f): dusfse geschichte lefsit man in den Schriften czweyer monche, genant S a 1 u m a r u s unde Theothones; dusfse geschiente findet [man] in den Schriften czweyer cauoniken, genant Eburhartus unde Waltbertus. Biese 1 Schriften' treten, scheinbar voneinander getrennt, als Hauptquelle je eines Absatzes über Bonifatius auf. Aber was den 2 Mönchen und den 2 Kan onihem zugeteilt wird, ist von gleicher Art, nämlich beidemal ein Gemisch aus den Bonifatmsieben des Mainzer Kanonikers von St. Victor und des in Fulda schreibenden Mönches von St. Emmcram. Das Mainzer Werk ist in dem Otlohs benutzt, läl'st sich aber bei G. deutlich von ihm unterscheiden; G.'s Text steht in beiden Absätzen bald dem einen, bald dem anderen näher; s. 45 Anm 6 ff'; 50 Anm. 8 ffu. 51 Anm. Iff. Und ein ebensolcher Text liegt nun 53 an einer dritten Stelle vor; s - das. Anm. 3 ff. Ihm entspricht 54 Z. 4 das Citat in etzlicbin Schriften für den Namen Raubardus = Raobardus bei Otloh l ). Möglieh tst die Mitbenutzung derselben Quelle auch noch 56'; s. das. Anm. (i ff 2 ). Ebenso auch schon 42 f; s. 43 Anm. 7. Hier steht 43 das Citat in andern gelefsen, wofür 391 (Stchr.) eintritt auch in syner legenden 8 ). ~- Alle diese Stellen scheinen auf ein und dieselbe Vorlage hinzuweisen, 'w der sowohl ein Passio-Text wie ein Otloh-Text enthalten war. Aber in welcher Verbindung miteinander 4 ) und in welcher Beziehung zu den 2 verschiedenen Namenpaaren der 2 parallelen Citate, das bleibt mir völlig dunkel. Lateinisch und alt iva,r G.'s Vorlage jedenfalls, das zeigen die Formen der angeblichen Verfassernamen. Der Fundort der 'Schriften war vielleicht Fiäda. C. Geschichtswerke des 11. bis 13. Jahrhunderts. 6. Lampert von Hersfeld, Institutio Herveldensis ccclc- siae, 2 Bücher mit Prolog. Verfafst um 1075. Gröfstcntcils verloren. Beste und Auszüge hg. v. Holder• Egger, Lamperti Opera 341 ff- Vgl. Holder-Egger NA. 19, 172 ff u. 22, 317; A. Pannen- b °rg Bt. Zschr. f. Gcschichtsiviss. NF. 1, 154 ff. Nur 3mal citiert G. die 'Chronik von HersfeW: S. 3 (allgemein); ® 7 ; 96, hier mit 'Buch 2\ Es ergibt sich aber deutlich, dal's das obige Werk Lamperts gemeint ist. Und es ist auch sonst noch einigemal benutzt. Wir erhalten so durch G. eine wertvolle Enveiterung unserer dürftigen Kenntnis von dieser wichtigen Quelle. Die in Betracht kommenden Stellen sind folgende*). 86 Z. 27 /'«). Ohne Citat. Das Münster zu Hersfeld verbrennt ') Andere Bedeutung hat das gleichlautende Citat 53 Z. 2 v. u.; s. das. Anm. 10. »j Der 56 Anm. 7 vermifste Adclarius kommt in diesem Zusammenhang bei Levison 60 vor (c Mariyrologio Fuldensi). Vielleicht hat ihn G. doch ln seinem Martinus-Text gelesen. 3 ) Auf dies summarische Citat 391 Z. 11 ''■ «• ist freilich kein Wert zu legen. *) Die Compilatio Fuldcnsis bei, Levison J'XXX/f kommt nicht in Betracht. 5 ) Vgl. aufserdem oben 30' Nr. 5. I %. 29 f gehört nicht her; s. 86 Anm. 9. 38* 1038 mit allem gebuwe gantz u gar. Das entspricht dem lnstitutio- Auszug a. a. 0. 350 Z. 14 f: 1038 totuni monasterium incendio periit. Dagegen sagt Lampert nachher in den Annalcn 54: 1037 [!] incensum est monasterium. Vgl. Holder-Egger NA. 19, 175 f. 87 Z. 17— 20. Auch Chronik von Hersfeld' [neben EngelhusJ. F. Leo IX ('dieser') hält ein concilium zu Mainz u. einen seenth, in geynwirtickeyd Ks. Heinrichs III u. in bywefsen von 42 Bischöfen. Eng. 1087 Z. 52 f: iste Leo eclebravit concilium Moguntinum, im- peratoreHenricopraesente; Lampert, Annalcn 62:1050 [statt 1049] Leo papa.....Mogontiae sinodum celebravit, presidente impe- ratore, cum 42 episcopis. Da G. Icein Jahr gibt, hat er diese Annalcnstelle vielleicht flicht benutzt. Auf jeden Fall aber bezeugt er, dal's die Institutio etwas Aehnliches bot. 88 Z. 10 — 20^). In einem Absatz mit Gitat: eynteyl Lam- pertus; auch eynteylfs in der Doringer croniken. Grol'ser Zehntstreit Liutpolds v. Mainz und Burchards v. Halberstadt mit [Ekbert, f 1058, und] Siegfried v. Fulda und Mcginher v. Hersfcld, an 8 Jahre lang [1051 1059]; ausführlich. Dazu 90: die Zwietracht ist 1059 noch ungescheiden. Sicher aus der Institutio; s. deren Auszüge 352 Z. 4 ff (Burchard gegen Hersfeld) u. 353 Z. 1 ff (Mcginher, Ekbert, Burchard). Teilweise bestätigt durch die Annalcn 74—70 (Burchard gegen Hersfcld) u. 142 (Liutpold gegen Fulda und Hcrsfeld). Vgl. Holder-Eggcr NA. 19, 174 u. Opera 352 Anm. 3 — 5; auch Böhmer- Witt 1, 80. 89 f. Anfänge Heinrichs IV. Hauptquellen sind die allein ci- tierten Annalen sowie Engelhus. Doch könnte auch die Institutio mit anklingen; s. deren Auszug 353 Z. 10 ff. Vgl. unten 89 Anm. 6; 90 Anm. 1 u. 3. 90. Ohne Gitat. P. Nicolaus II bringt 1059 durch Schreiben an Liutpold v. Mainz und Burchard v. Halberstadt den noch schwebenden Zehntstreit mit Fulda und Hersfeld zum Stillstand 2 ). Sicher aus der Institutio. Für Halberstadt und Hersfeld bestätigt durch die Annalen 74 f (Schreiben an Burchard und entsprechend an Mcginher) u. 77 oben (Burchards Nachfolger hält sich zurück). — Liutpold stirbt 1060 [statt 1059 Dez. 7j; Nachfolger wird [1060 Jan. 6] Siegfried v. lulda. Die Annalen, denen G. seine Liste der Mainzer Erzbischöfe entnimmt, haben hier 77 das Jahr 1059 für Tod (mit Tag) und Nachfolge (kurz angereiht). Das Jahr 1060 war vielleicht als das der Nachfolge in der Institutio genannt*). Denn dal's sie den Eintritt Siegfrieds ausführlicher behandelt habe, darauf könnten die weiteren Angaben G.'s schliefen lassen: sobald Siegfried (1060) 'B. zu Mainz geworden' ist, trachtet nun gerade er aufs leidenschaftlichste nach den Zehnten. Allerdings weist hier Form ('wie man hiernach hören soll') u. näherer Inhalt ('nicht allein von den Stiften, sondern vom ganzen Lande') auf das zu 1062 Folgende voraus: G. 91 nach Annalen 79. ■ P f' < 7_ 10 7 geMrt ^^ ^ ' S " SS Anm - 4 U - 5 - T) Zml WorUaUl '/j. 13 f vgl. 242 Z. 17. ») G. fügt in seiner Erzbischofslistc regelmäßig, auch gegen seine Vorlage, die Nachfolge unmittelbar der Todesnachricht an. Er bevorzugt hierbei das Todesjahr. Doch kommt auch das umgekehrte Verfahren vor; so 137 : 1161 statt 1160 u. 1161; s. das. Anm. 6 u. 10. Vgl. auch 82 Anm. 1- .39* Auch ist die stehende Redensart 'gedachte er Tag und Nacht danach' u. anderes G.'s Eigentum. Aber es ist doch möglich, dal's auch hier die Institutio noch mitspricht. Vgl. Pannenborg 157 f. 95 Z. 20 ff; vgl. das. Anm. 3 ff. Dedi v. Sachsen erhebt sich (1069) gegen Siegfried v. Mainz. G. erzählt hier so, wie man in seiner citierten Hauptquelle, Annalen 106 f, zu lesen zwar erwarten sollte (entsprechend Annalen 79 = G. 91), aber nicht liest. Denn dort richtet sich die Erhebung auffallenderweise sofort gegen Kg. Heinrich, weil es an ihm hauptsächlich gelegen habe, dal's verschiedene Herren Dedi, nicht belehnen wollten. Siegfried, die Hauptperson {vgl. Ann. 107 Anm. 1), wird nur beiläufig erwähnt (107 Z. 6). Man wird erwägen dürfen, ob nicht etwa G.'s Aenderung mit seiner Kenntnis der Institutio zusammenhängt. Denn diese scheint sich eingehender und schärfer als die Annalen mit Siegfrieds Stellung im Zehntstreit befafst zu haben. 96 Z. 10 /'; vgl. das. Anm. 5. In demselben Abschnitt. Heinrich baut (1069) die Harzburg. In den Annalen nur nachträglich, °hne nähere Zeitangabe, erwähnt. 96 Z. 13 ff; vgl. das. Anm. 6 ff. In demselben Abschnitt. Hein- r 'ch läl'st (1069 Herbst) eine Besatzung in Nordhausen zurück. Nicht M» den Annalen. 96 f l ). Abgetrennt von den vorher benutzten u. citierten Annalen. ' on dieser Zwietracht kommt große Irrung, Unglück u. Jammer in die Christenheit. (Vgl. etwa Prolog der Institutio 343 Z. 19f: de- nere non sufficio mala, quae fiunt in aecclesia). ' Und wie man liest M ' der Chronik von Hersfeld im 2. Buch?, erheben sich 4 grolsc Plagen. — i. Heinrich 'steht Tag u. Nacht danach', Thüringen zu bezwingen. Vgl. Annalen 107 Z. 13 ff: (1069) Rex . . . graviter per- motus ingentes copias.....contraxit. — 2. Siegfried ivill Thüringen zum Zehntengeben zwingen. Vgl. den Institutio-Auszug 354 Z. 8: Mog, archiep. Sigefridus aderat etc.,- erläutert durch Annalen 107 : !5ff'- (1069) ep. Mog. tempus se aeeepisse ratus, quo per occa- sl onem publici belli /= 1. Plage] privatum in Thuringos odium vin- dl caret, infestissimus aderat, usw.; dazu 105 Z. 29f: ut de- Clrnas .....persolvant. — 3. Heinrich verfolgt Otto v. Sachsen, Hz. su Bayern, samt dem Lande Sachsen. Vgl. den Institutio-Auszug °54 Z. 7: Otto, dux Baioariorum, aecusatur reus in regem; dementsprechend Annalen 113 ff (1070). — 4. Der Fapst [Alexander II] wird zwieträchtig mit Heinrich und mit der paffheyd. Vgl. Annalen 111 Z. 6 ff u. 23 ff (1070), 129 Z. 4 ff (1071). Weiter läl'st sich, die Institutio bei G. wohl nicht verfolgen. Dal's Y sie nicht stärker benutzt hat, erklärt sich aus der sachlichen Konkurrenz der Annalen. Seine Vorlage war wohl der ursprüngliche lateinische Text. Es liegt nahe, zu vermuten, dals er ihn ebenso wie (il e Vita Wigberti in Hersfeld selbst vorgefunden habe. ') 97 Z. 5 ff spricht Königshofen mit; s. das. Anm. 5; vgl. 108 Anm. 10 u - 1] 0 Anm. 1. 40* 7. Lampert von Hersfeld, Annales. Vollendet, um 1080. Ausg. v. Holder- Egger, Lamperti Opera 3 ff. An 40 Stellen nennt G. eine Quelle, die er als die 'Chronik des Lampertus Leodicensis' bezeichnet l ). Die Citate verteilen sich folgender mafsen: S. 3 {allgemein); — 67, wiederholt 407 (Stchr.) u. 368 (Bgttf); — 370 (Ergänzung zu 87); — 88. HO zweimal. 91. 92. 96. 97 zweimal. 98 zweimal. 101. 103. 104.106.108.109. 112. 115. 117; — 119; — 120. 122 ziveimal. 123 zweimal. 125. 127. 128 ziveimal. 129. 131. 137 dreimal. 139. In den Fällen 67 bis 117, dazu 119 zum Teil, erweisen sich nun als tatsächliche Quelle die Annalen Lamberts von Hersfeld, dem also G.'s Benennung Lampert von Lüttich gilt 2 ). Und diese Annalen sind auch an zahlreichen anderen Stellen benutzt, so 52 (für 737), 53 (für 747) und fortlaufend iveiter bis zum Eintritt der Citatreihe 88 ff. Wo es sich um einzeln eingesetzte kurze Nachrichten handelte, hat G. das Citat gespart. Da/s die Beda-Citate 3. 10. 59 mit hergehören, ist oben gezeigt worden 3 ). Namentlich für Jahrangaben hat G. an Lampert eine Hauptstütze. Deshalb baut sich auch die Liste der Mainzer Erzbischöfe, die die ganze Lehr, durchzieht, in ihrem 1. Stück auf den Annalen auf, wie die gemeinsamen chronologischen Irrtümer beiveisen, und wofür auch die Namenformen sprechen. Ich setze dieses Stück hier zusammen. S. ßonifacius (56) bis 755 statt 754. — S. Lullus (60) bis 786. — Richolffus (63) bis 813. Vgl. Annalen 18 Z. 8 u. 20 Arm. %■ gleiche Form 1 mal in der Hs. B 2. — Haistolffus (63) bis 825 statt 826. Vgl. Ann. 20 l u. 22 p: gleiche Form 1 mal B2. — Oggarius (63) bis 847. Vgl. Ann. 22 r. 26 c. 26 n: gleiche Form 3 mal Blb u. 1 mal Bl. — Rabanus (64) bis 856. — Karolus (64) bis 863. Ann. Karlus. — Luthbernus (65) bis 890 statt 889. Zur Form vgl. Ann. 28 ku. 30h. — Sinderoldus (65 f) bis 891. Ann. Sunderolt. — Hayto (68) bis 912 statt 913. Ann. Hatto; doch vgl. 32 k. — Herigerus (71) bis 924 statt 927. Ann. Hereger. — Hildebertus (72) bis 938 statt 937. Vgl. Ann. 32 Z. 27 u. 34r: gleiche Form Intal B2. Er war vorher apt zu Fulda. So Ann. Bl; s. 32 Z. 28. — Fri- derich [ausgelassen 76: bis 954]. — Wilhelm (76) bis 968. — Hatto (77) bis 969 statt 970. Er war vorher abt zu Fulda. So Ann. B3a ; s. 40 i. — Rupertus (79) bis 988 statt 975. Vgl. Ann. 40 n u. 46 m: gleiche Form 2mal B2, Intal B3a u. Bl. — Wiligisus (81) bis 1011. Ann. (B) Willigisus. — Erkinboldus (81) bis 1020 statt 1021. Ann. (B) Erkenbaldus. — Aribo (84) bis 1031. — Bardo (88) bis 1051. — Abweichend nur: Luippoldus (90) bis 1060; Ann. bis 1059, s. oben S. 38*. Zur Form vgl. Ann. 63e. 63s. 66f. 74c. 77c. Die Cdato, 90 ff begleiten dann einen eigenartig hervortretenden Bestandteil der Lehr. Hier sind Lampcrts Annalen in grofsen Abschnitten ausgezogen und zu breiter Erzählung verarbeitet. — Die ') Cronica Lamperti Leodicensis 67; cronike L. L. 3. 128 II; sonst meist Lampertus Leod. mit u. ohne Zusatz in syner croniken; Lampertus allein 88. 90 IL 119. 129. 137 III 368. 370. — Die Form Leodicensis begegnet z. B. in der Vita Ileinnci quarti, Ausg. v. Eberhard (1899) 40 Z. .9, 41 Z. 6. Lampcrts Annalen haben dagegen Leodiensis. =) Ob die Benennung berechtigt ist, mufs hier da- Mnqesteüt bleiben. ') >S'. 24* Nr. 1. 41* zuletzt sehr ausgiebige Benutzung bricht aber 118 unten plötzlich ab, schon bei S. 261 Z. 8 (1076) der Annalenausgabe, die noch bis S. 304 (1077) weiterreicht. Und schon vorher haben G.'s Auszüge keinen chronologischen Halt mehr: das Jahr 1076 nennt er nicht, und was er 118 bringt, setzt er statt zu diesem Jahr zu 1077 '). Das Citat 119 greift dann zum Teil bereits über die Annalen hinaus. Und völlig tut das der liest der oben aufgezählten 'Lampertus'-Citate, 120 bis 139. Hierüber wird unten weiter zu handeln sein. — Es scheint danach nicht ausgeschlossen, dafs in G.'s Vorlage die Annalen Lamperts am Ende unvollständig waren. Vgl. auch unten 116 Anm. 20. Bis zu diesem etwaigen Abbrechen hin aber war der Annalentext, der G. vorlag, wohl vollständig und gut 2 ). Er zeigt nähere Verwandtschaft mit verschiedenen Hss. der Klasse B. 8. Auctarium Annalium Lamperti, bis um 1075; Continuatio Annalium Lamperti, bis um 1165. Verloren. Verwandte Quellen: 1. S. Peiri Erphesfurtensis Auctarium Ohronici Ekkehardi bis 1088. Ausg. v. Holder-Egger, Mon. Er- Phesf. 25ff. Vgl. das. 23. — 2. Annales Wirziburgenses-Mo- 9untini bis 1101; Auszug: Initium Cronicae S. Petri Erfordensis mo- dernae. Ausg. v. Holder-Egger, Mon. Erphesf. 153 ff. Vgl. das. 120 f. Ihnen verwandt: Annales S. Albani; als Annales Wirziburgenses hg. v - Pertz, MG. SS. 2, 239 ff. — 3. Annales S. Petri Erphes- furtenses maiores ( Continuatio Annalium Lamperti) bis 1181. Ausg. v - Holder-Egger, Mon. Erphesf. 49 ff. Vgl. das. 45 f u. 119 f. — 4 - Annales Hasungcnses bis IUI; Auszug: Annales Ottenburani. Ausg. v. Pertz, MG. SS. 5,1 ff. — 5. Annales Patherbrunnenses bis 1U4, Wiederherstellung v. Scheffer-Boichorst, 'Ann. Path.' 92 ff. Ihnen verwandt: Annales Yburgenses, hg. v. Philippi u. Forst, Osnabrücker GQ. l (Osn. 1891), 175 ff. — Zu 4 u. 5 vgl. Holder-Egger N A. 19, 187 f Anm. Von G.'s ' Lampertus'-Cilaten 3 ) weisen die 16 letzten, 119 bis 139, a uf eine Quelle, die sich ihm .als Fortsetzung der Annalen Lamperts dargeboten haben mul's. Sie liegt uns in dieser Form und in vollem Umfang nicht vor, zeigt sich aber verwandt mit einem Teil der hier oben genannten Quellen, nämlich vor allem mit den ebenfalls als Lambert- Fortsetzung auftretenden gröfseren Annalen von S- Peter zu Erfurt und daneben mit den Annalen von Hasungen und von Paderborn. Infolgedessen können wir, namentlich auf die Erfurter Annalen ^stützt, auch eine Reihe citatloser Stellen bei G. (121—133) derselben verlorenen Quelle mit zuteilen. Aufserdcm finden sich nun an früheren Stellen bei G. (53—115), sum Teil in enger Verbindung mit Lampertauszügen , verschiedene Nachrichten, die sich ebenfalls entweder mit Quellen von S. Peter zu ') In ganz falschem Zusammenhang klingen nachher 119 u. 125 zwei spätere ^nalenstcllen an 278 u. 276 f; s. hier unten 'Continuatio'. *) PaUeogra- Pnisch ist toi Anm. 1 beachtenswert: Wehel statt Wezel. Doch läßt sich tueM entscheiden, ob hier ein Lesefehler oder nur ein Schreibfehler vorliegt; auch nicnt, oo erst G. den Fehler gemacht hat. ») S. oben 40* Z. 3 ff. 42* Erfurt, nämlich den dortigen Zusätzen zu Elckehard und den dort verarbeiteten Würzburg-Mainzer Annalen, oder aber wieder mit den Paderborner Annalen berühren. Wir icerden deshalb wohl vermuten dürfen, dafs auch sie mit G-.'s 'Lampertus-Chronili in Verbindung standen, und dafs die Vorlage G.'s aufser der obigen Fortsetzung der Annalen Lamperts auch Zusätze zu diesen enthielt, die als solche gleichfalls verloren sind. Die für Auctarium und Continuatio in Betracht kommenden Stellen sind folgende. I. Auctarium. 53 f. Liste der Bischöfe zu Mainz vor Errichtung des Erzbistums, lieber einstimmend Auctarium Ekkehardi 27 Z. 7ff 1 ). Dagegen abweichend Successio ep. Mog. 355 f u. Engelhus 1088 f. Vgl. unten 53 Anm. 10. Die Namen lauten: Gerst. Auct. Succ. Eng. Crescens wie G. Crescens (Crescentius) S. Crescentius Marinus wie G. Marünus (Marinus) wie G. Suffronius wie G. Bodardus Rodardus Podirdus Podardus Suffronius Suffronius Rutharius wie G. (s. Anm. a) Rudharius Tudharmus S. Aureus Aureus martyr Aureus martir Savirus Maximus wie G. Maximus doctor wie G. Sidonius wie G. Sydonius wie G. Sigemundus wie G. Sygemundus Sigomundus Leodegarius wie G. Lentgasius Lcugasius Becelinus wie G. Roetelinus Beselinus Lanualdus wie G. Lantwaldus Landwaldus Laboaldus wie G. Lobaldus wie G. Rigebertus Rigibertus Sigebertus Rigbertus Geroltus Geroldus Geroldus Geroldus Gewilio wie G. (s. Anm. b) Gewiliobus Cumwilinus Anschließend (54 Z. 6 /"): Danach kam der 1. FB., S. Bonifacius. Auct. Z. 12 f: Huic S. Bonifacius archiep. successit. 63. Oggarius (v. Mainz) bringt 836 S. Severus nach Erfurt. Ebenso: 1. Zusatz zu Lampert im Codex Pistorii; der Text auch in der Hs. B 2, aber zu 845; s. Lamperti Opera 24 Z. 25 ff, dazu 358 Z. 3 u. LV Anm. 4; — 2. Auctarium EJcJcehardi 28 Z. 42ff; vgl. das. Anm. 3. 82. Der h. Priester Heymeradus stirbt 1020 zu Hasungen; da baut Aribo (v. Mainz) das Münster zu Hasungen 'in die Ehre' Heimerads. Ann. Patherbr. 93 : 1019 Heim, presb., vir sanctus, in Ha- sungun.....ad Christum migravit; 1020 (Aribo) monastcrium con- struxit . . . Hasungun.....in memoriam . . . Heimeradi. G. vereinigt irrig die beiden Jahrangaben; vgl. oben 38* Anm. 3. 103. Neben Lampert. Tag der Flucht Heinrichs IV von der Harzburg (1073) Aug. 9. Das kann aus Lampert 156 Z. 20 ff ausgerechnet sein, steht aber auch ausdrücklich Ann. Patherbr. 95; vgl. Holder-Egger zu Lampert 156 Anm. 1. ') Hi autem sunt pontifices usw. Bas im Auct. Vorausgehende nach Otloh, der auch bei G. vorher mitspricht, aber durch andere Vcrmittclung; vgl. oben 37*. — Verwandte Listen: Mon. Erph. 21 u. MG. SS. 13, 312 Nr. VI. Vgl. auch Joh. Bothe in Thüringische GQ. 3, 156 f. 43* 108 Z. Uff neben Lampert. Die Sachsen zerstören die Harzburg, nehmen die Knochen [von Sohn u. Bruder Heinrichs) aus den Gräbern u. verstreuen sie. Ann. Wirzib.-Mogunt. a. a. 0.153 Z. 5 ff: Saxones Hartesburg destruunt, ubi sepulchrum filii regis violant ossaque dis- pergunt. (Die Zerstörung von H. auch Ann. Patherbr. 95). 108. Hildebrandus wird 1074 [statt 1073] Papst; sein 'Vorfahr' war Alexander. Ann. Wirzib.-Mogunt. 153 Z. 8f: 1074 Alexandro pape Hildebrandus 1 ) succedit. Dagegen Lampert 145 richtig 1073. 112 Z. 22 ff neben Lampert. An der Unstrut (1075) fallen u. a. Gr. Ebirhart, Gr. Hinrich, Gr. Gebehart. Ebenso Ann. Patherbr. 96 Z. 6 f. Vgl. Holder-Egger zu Lampert 219 Anm. 3 u. 221 Anm. 2; unten 112 Anm. 6. 115 Z. 21 f neben Lampert. Unter den Grofsen, die sich zu Speyer (1075) stellen, eingefügt zwischen Dietrich u. Adelbert (Lambert 238 Z. 28 f), Gr. Diemo, 'des MJcgr. zu Sachsen Bruder'. In Keiner anderen Quelle. Vgl. aber Meyer v. Knonau, Jahrbücher d- Dt. Reiches 4, 219. II. Continuatio. 119 i Lampertus\ Dies Citat schliefst einen längeren Absatz, dessen l. Teil (118) aus Lampert stammt. Der 2. (118f) stammt aus der Continuatio, dem miteitierten Engelhus und der nicht citierten ThüringerchroniJc. 119 (s. hier oben). Zweiter Streit 2 ), bei Mellrichstadt 1078 Aug. 8 [statt 7J. Vgl. Ann. S. Petri (hier beginnend!) 49 Z. 3 f. Hier aber Aug. 6; G.'s Tag aus der Thür. — Es fallen u. a. Gr. Cuno, Gr. Dieppold u. EB. Wezel v. Magdeburg. Der 2- u. 3. (Dietpold vom Nordgau, EB. Werner) durch nichtverwandte Quellen bestätigt; s. Meyer v. Knonau, Jahrbücher 3, 145. Der 1. (wohl nicht der Tuoto bei Meyer a. a. 0. Anm. 77 am Ende) in keiner anderen Quelle. 119 (s. hier oben). Hz. Rudolf zieht vor Fritzlar, verbrennt die Stadt mit dem Bonifaciusmünster; es geschieht grofser Schaden in Hessen. Ann. Hasung. 7 : 1079 expeditio Rudolfi regis in Hassiam, |Q qua Fritislar conbustum est cum monasterio, quod S. Bonifacius jbidem construxerat; Ann. Patherbr. 97 : 1079 eiusdem expeditio In H. fuit, in qua [Anm. d: vastata provinciay Fr. cum mon., quod S. B. construxerat, est exustum. Dagegen Engelhus 1089 Z. 16 f: Sexta autem (expeditio regis Hinrici) facta est in Hassia usw. 119 (s. hier oben). Heinrich IV flieht an den Rhein; Hz. Rudolf folgt nach, vertilgt Oppenheim und andere Kaiserschlösser. Das letzte scheint Verwechslung mit 1118, s. Ann. S. Petri 51 Z. 32 f u. Eng. 1096 Z. 1 f; das erste aber mit 1076 Okt., vgl. hier unten zu 125. Damals war Heinrich in Oppenheim; s. Lampert 278 Z. 24 ff. Vgl. unten 119 Anm. 5 (Ann. Patherbr.). 119 f. 'Lampertus; auch einteils Thüringerchr.'. Dritter Streit, bei Flarchheim 1080 Jan. 26 [statt 28]. Ebenso Ann. S. Petri 49 *) Ä. a. 0. mit Zusatz qui et Gregorius. 2 ) Der erste ist der an der Unstrut 1075. Die Bezifferung des 2. bis 6. steht sowohl in den Ann. S. Petri wie in der Thüringerchr. G. bringt sie je zweimal! '.' 44* Z. 10 f. Mit Jan. 27 Ann. Hasung. 7 u. Anh. Patherbr. 97. Mit 1079 Jan. 28 Thür. — Es fallen Gr. Folmar u. Gr. Meginfrid. Ebenso Ann. Patherbr. (Folcmarus, Meinfrith). — Vgl. unten 120 Anm. 1 (Ann. Hasung.) u. Anm. 3. » 121. Neben der Thüringer ehr. Sigefridus v. Mainz stirbt 1084; ihm folgt Wetzelinus. Vgl. 121 Anm. 3: Ann. S. Petri, Hasung., Patherbr. Die Form Wezelinus in den Ann. S. Älbani, s. Mon. Erph. 154 Anm. 7. 121 f. 'Alles Lampertus' [doch neben der Thüringerehr.]. Vierter Streit, an der Elster 1084 [statt 1080] Okt. 12 [statt 15]. Ebenso Ann. S. Petri 49 Z. 17 ff. Dagegen Ann. Patherbr. 98 u. Thür. 1080 '). — Es fallen Gr. Hinrich u. Gr. Rathodo. Irrig statt: auf Seite Kg. Heinrichs Ratbodo. So Ann. Patherbr. 98 Z. 2f. Vgl. unten 121 Anm. 7 (Hinrich zu erMären aus abgekürztem H. = Hein- rici) u. 122 Anm. 1. 122. 'Lampertus' [neben der Thüringer ehr.]. Fünfter Streit, bei Würzburg 1086 Apr. 14 [statt Aug. 11]. Vgl. Ann. S. Petri 51 Z. lf. Hier aber Juni 6; G.'s Tag aus der Thür., s. 122 Anm. 3. — Es fällt Gr. Curt v. Sachsen. In keiner anderen Quelle. 122. Wetzelin v. Mainz stirbt 1088; ihm folgt [1089] Ruthar- dus. Ebenso (Nachfolge bei 1088) Ann. S. Petri 51 Z. 3f; Ann. Hasung. 8 Z. 22ff (hier Ruotardus, Rutarius). Vgl. oben S. 38* Anm. 3. 122f. 'Lampertus' [neben der Thüringerchr.]. Sechster Streit, bei Gleichen 1088 Dez. 24. Ebenso Ann. S. Petri 51 Z. 3 ff. Dagegen die Thür. irrig 1089 2 ). 123. 'Lampertus 1 . Bisher war der Ks. 14 mal über die Sachsen u. Thüringer gezogen, wobei es 6 mal zu Streiten kam, wie vorbeschrieben. Eingefügt zwischen 1088 u. 1089. Vgl. Ann. Hasung. 6: 1088 Expeditio imperatoris 14. contra Saxones et pugna 6. in Tu- ringia; 1089 Exp. imp. 15. in Saxoniam, unde cum pacc discessit (Ende dieser Nachrichtenreihe). 124. Kreuzzugsjahr 1096. Wie Ann. S. Petri, Hasung., Patherbr.; s. 124 Anm. 5. Dagegen die Thür. (nichtbenutzt) 1100 bzw. 1099; die in G.'s Text benutzten Quellen ohne bestimmtes Jahr. 125. 'Lampertus'. Die Reichsfürsten kommen zusammen] der Papst sendet 2 Legaten dazu, Sigehardus u. Altmannus. Verwechslung mit 1076 Okt.; vgl. hier oben zu 119. Damals waren Sieghard v. Aquileja (f 1077) u. Altmann v. Passau (f 1091) in Tribur; s. Lampert 276 Z. 31 ff. — Man setzt den Ks. ab u. nimmt seinen Sohn Heinrich auf, 1099 [statt 1098]. Ebenso Ann. Patherbr. 106 (Filius imperatoris Heinricus levatur in regem). ') Aus der Thür. nimmt G. weder das Datum an, '1080 Okt. W (nach Cronica 8. Petri), noch die irrige Behauptung: nach so behilden die Missener u. Voitlender das feit. 5 ) Sie folgt der Cronica S. Petri, die freilich das richtige Datum meint. — Auch weiter (bei G. 122 f) beruht sie auf dieser Quelle, wobei sie die Nachricht, dafs Sicgwin v. Cöln u. Otto v. Regensburg 1089 starben (Mon- Erph. 155 Z. 18 ff) irrig zur Schlacht bei Gleichen zieht. Ebenso schon Gesta episc. Halberstadensium MG. SS. 23, 102 Z. 2 f. 45* 126. Heinrich IV stirbt 1105 [statt 1106]. Ebenso Ann. S. Petri 51 Z. 17, aber auch Königshofen. 126. Ruthard v. Mainz stirbt 1109; ihm folgt [1111] Adelbertus. Vgl. 126 Anm. 8: Ann. S. Petri (Nachfolge '1112'), Hasung., Patherbr. Zur Jahrangabe vgl. oben 38* Anm. 3. 126 f. 'Lampertus', neben Engelhus. Heinrich V zieht 1115 gegen Sachsen. Ebenso Ann. S. Petri 51 Z. 28 f. Dagegen Eng. ohne Jahr. — Er geivinnt Halberstadt, belagert Braunschweig u. Orlamündc; gegen ihn versammelt sich Hz. Lothar mit seinen Freunden. Eng. 1095 Z. 50 ff destruxit H. et Br. obsedit; Ann. Patherbr. 129 Z. 9ff Br. oecupat, H. devastat; Orlagemunden obsidieme ab amicis eius vallatur; contra quos dux Liutgerus et prineipes..... tendunt. — Heinrichs Niederlage im Weifesholz Febr. 10 [statt 11]. Ebenso Ann. S. Petri a. a. 0. Dagegen Ann. Patherbr. Febr. 11. 127f. 'Auch einteils Lampertus'; neben der Thüringerchr. Zehntkrieg in Thüringen 1123. Entspricht Ann. S. Petri 51 Z. 36 ff w. Z. 46. Benutzt ist nur das in der Thür. fehlende Jahr: '1123' in Hs. 2; in 1 u. 3 dagegen '1122'. 128. Heinrich V stirbt 1125. Ann. S. Petri 53 Z. 3 (quintus nomine imperator). — Lothar ivird Kg.; er belagert Speyer. Bei Engelhus, der erwähnt wird, aber auch Ann. S. Petri 53 Z. 3 f (dux Saxonicus) u. Z. 10. Vgl. auch Ann. Patherbr. 146 Z. 9 ff. 128. 'Auch Lampertus'. Der Lgr. v. Thüringen heißt 'vormals' comes provincialis u. ähnlich. Ann. S. Petri; s. unten 128 Anm. 12 u. 13. 129. 'Lampertus'. Lampertus/«. Gleichen], Ernst [v. Gleichen], Sizzo [v. Käfernburg] sterben 1149, 1152, 1160. Ann. S. Petri; s. unten 129 Anm. 9. 130. Heinrich v. Thüringen stirbt 1134. Ann. S. Petri 53 Z. 18 f. Dagegen die mitbenutzte Thür. irrig 1130. — Adelbert der aide v. Mainz stirbt 1137; ihm folgt [1138] Adelbertus, Propst auf & Peters Berg zu Erfurt. Ann. S. Petri 53 Z. 23 f (senior) u. 28 f (Erphesf. prepositus); Nachfolge 1138. Vgl. oben 38* Anm. 3. 130. Ludwig v. Thüringen stirbt 1140. Ann. S. Petri 55 Z. 1. Dagegen die mitbenutzte Thür. irrig 1149. 131. 'Lampertus'. Adelbert der junger v. Mainz stirbt 1141 zu Erfurt; ihm folgt Marcolfus. Ann. S. Petri 55 Z. 3f (iunior; obiit in Erphesfurt). — MarJcolf stirbt 1142; ihm folgt Hinricus, Propst zu Mainz. Ann. S. Petri 55 Z. 10 ff (prepositus Mogont). Petersmünster u. Sevcrusmünster zu Erfurt verbrennen 1142 Mai 8. Ann. S. Petri 55 Z. 8 ff. 131. Kreuzzugsjahr 1147. Ann. S. Petri 55 Z. 18, aber auch königshofen. 132 f. Heinrich v. Mainz wird 1153 von P. Eugenius abgesetzt; ihm folgt (vgl. 133 Anm. 1 u. 2) Arnoldus, Kanzler. Ann. S. Petri 5 7 Z. 10 ff (ex preeepto Eugenii pape depositus; cancellarius). 136f. 'Lampertus'. Wigmannus v. Magdeburg, der EB- v. Trier, Reynoldus v. Oöln, Ebirhardus v. Bamberg, Johannes v. Merseburg, Bertold v. Zeitz, der B. v. Meißen, Hinrich v. Sachsen • • ■> Lgr. Ludewig....., Pfgr. Curt . . ., MTegr. Adelbert, MTtgr. 46* Otto u. andere kommen 1160 Juli 26 nach Erfurt und geloben, dem Ks. zu helfen gegen die Mailänder. Wörtlich wie Ann. S. Petri 57 f (expedicionemque in auxilium imperatoris contra Mediolanenses coniuraverunt), nur dafs hier zwischen Heinrich u. Ludwig noch Hz. "Friedrich v. Schivdben steht und die Namen der Bischöfe v. Merseburg u. Zeitz fehlen. Biese stehen aber Ann. 60 Z. 6 {Tod 1171) u. 58 Z. 12 {Tod 1161), wie der des B. v. Meifsen (Gerunch, nicht bei G.) 60 Z. 4 {Tod 1170). Vgl. unten 136 Anm. 15 ff u. 137 Anm. If. 137. 'Lampertus' [neben Mainzer GhroniJcJ. Arnold v. Mainz kommt 1161 (statt 1160] mit den Mainzern zu Zwietracht u. Schlägen; diese verbrennen das Jakobsmünster u. erschlagen ihn, Juni 24. Wie Ann. S. Petri 57 Z. 32 ff (bellum movens; monasterio concremato . . . occisus est), nur dafs G. statt '1160' irrig '1161' vorausnimmt; vgl. oben 38* Anm. 3. — Es folgt {vgl. 137 Anm. a u. b) Curt, Bruder Ottos, des Pfalzgrafen, (1161). Wie Ann. 8. Petri 58 Z. 10 ff {1161; frater Ottonis, palatini comitis). 137. 'Lampertus' [neben der Thüringer ehr.J. Konrad v. Mainz steht dem P. Rolandus gen. Alexander bei; der Ks. zerstört ihm Rusteburg, Horburg, Ameneburg, Pingen. Wie Ann. S. Petri 58 Z. 23 ff (Rolando, qui et Alexander, se . . . obligavit) u. Z. 27 ff, aber ohne die dortigen Jahrangaben: 1164 u. 1165. 139. 'Lampertus; auch Thüringerchr.\ Konrad ivird vom Ks. abgesetzt und verjagt; der Ks. setzt Cristianus ein. Wie Ann. 8. Petri 58 Z. 26 f (ab imperatore episcopatu est privatus) u. 59 Z. 3 (Cristanus ep. constituitur), aber ohne die dortigen Jahrangaben: 1165 u. 1166 (statt 1165). — Vorher: Zerbrechen der Erfurter Mauer nach der Thür. ohne Jahr; Ann. S. Petri 59 Z. If mit 1165. Besonders beachtenswert ist das in diesen Nachrichten enthaltene 2. Stück der Mainzer Erzbischofsliste G.'s. Man sieht, dafs es, der Herkunft des 1. entsprechend, ganz der Lampertfortsetzung entstammt. Und es bestätigt, dafs dieser die Annalen von S. Peter am nächsten stehen. Zugleich aber zeigt es deutlich die zeitliche Grenze dieser Ver- ivandtschaft. — Sigefridus (121) bis 1084. — Wetzelinus (122) bis 1088. — Ruthardus (126) bis 1109. — Adelbertus der aide (130) bis 1137. — Adelbertus der junge, probest.....zu Erffurt, (131) bis 1141. — Marcolfus (131) bis 1142. — Hinricus, probest zu Mentze, (132 f) bis 1153. — Arnoldus, cantzler, {137) bis 1161 [statt 1160] Juni 24; Ann. 1160. — Curt, Otten bruder, des phaltzgraven, (139) ohne Endjahr; Ann. 1165. — Cristianus (139) ohne Anfangsjahr; Ann. 1166 [statt 1165]. — Hier sieht sich G. für die Fortführung seiner Liste plötzlich in chronologische Hilflosigkeit versetzt. Ber neue Führer, dem er sich dann anvertraut, bringt ihn alsbald völlig auf Irrwege; s. 139 Anm. 6. Es ist klar, dafs die bisherige Quelle ihm hier versiegte. Und dem entspricht nun der sonstige Befund zu 137 u. 139. G. hat die Jahrangaben 1161—1166, die die Annalen von S. Peter hier bieten, in seiner 'Lampertus'-Vorlage offenbar nicht mehr gelesen. Mit der Fortsetzung der Annalen aber — von S. 59 Z. 4 (1166) der Ausgabe u , die noch bis S. 67 (1181) iveiterreicht — hört jetzt überhaupt bei G. jede Berührung auf. Wie die 'Lampertus'-Citate, 47* so verschivindet alsbald auch die zugehörige Quelle l ). Die Thüringerchronik gelangt 139 ff zur Alleinherrschaft, samt ihren falschen Jahrangaben; so '1170'' für den Zug nach Polen (139) u. '1173' für Lgr. Ludwigs Tod (141), beides statt 1172 (Ann. S. Petri 60). üebrigens ist zu erwägen, ob nicht die Erfurter Annalen selbst an der Stelle, wo G. sich von ihnen trennt, eine Naht zeigen: ihre Chronologie ist gerade hier wenig in Ordnung; s. Holder-Egger zu Ann. 58 Anm. 8 u. 9; 59 Anm. 1. 2. 3; 60 Anm. 1. Alles dies stimmt auf das beste zu der scharfsinnigen Fest- Stellung Holder-Eggers, dafs in Erfurt eine verlorene Fortsetzung der Annalen Lamperts vorhanden gewesen sein mufs, die bis 'mindestens 1163' (aber nicht weit darüber hinaus) reichte; s. NA. 21, 697ff 2 ); Mm. Erph. 45 u. 119ff. — Die nunmehr in G.'s Auszügen aufgedeckte verlorene Handschrift war freilich reicher, als die Erfurter Quellen allein erkennen lassen. Ihr Nachweis ist geeignet, eine ganze Reihe von quellenkritischen Fragen neu zu beleuchten. Daneben bringt er uns Namen verschollener Helden aus den Kämpfen Heinrichs IV zurück. 9. Jordan von Osnabrück, De Romano imperio (Deprae- rogativa Romani imperii). Verfafst um 1280. Ausg. v. Waitz (1868): Abh. d. Gott. Ges. d. Wiss. 14, h.-ph. Cl. 39 ff. Die 'Chronik Meister Jordans' (363 'Jordanus') — Citate 3 (allgemein); 11. 22. 24; 363 (Rgttf.) = 22; 364 = 24 — ist der obige Traktat, der auch als Chronik bezeichnet wird 1 ). Den drei Citaten 11. 22. 24 entspricht die Verwertung eines kleinen Stückes aus Kap. 1 und mehrerer gröfserer Stücke aus Kap. 4; s. 11 Anm. 5; 21 Anm. 4. 5. 6. 8; 24 Anm. 8. Es handelt sich um das Aufkommen des Frankenreichs. Ich halte das Werk für unmittelbar benutzt*), lieber G.'s Vorlage lälst sich nichts sagen; es gab zahlreiche Handschriften, aber schon seit 1470 auch Drucke, freilich nicht mit dem Titel Chronik. D. Jüngere Legenden. 10. Dietrich von Apolda (zu Erfurt), Vita S. Elisabeth. 8 Bücher mit Prolog und Epilog. Verfafst 1289—1297. Erweitert durch Reinhardsbrunner Zusätze. Vgl. Huyskens, Quellenstudien zu Elisabeth 7 f. 58 f. 77 f; Wenck, Die h. Elisabeth (1908) 44 ff. Ich ') Auffallend ist nur, dafs G. den Namen des B. v. Merseburg kennt, den *e Ann. erst bei 1171 nennen. Doch kennt er den Namen des B. v. Meifsen, den diese bei 1170 nennen, nicht. S. hier oben zu 136 f. ') Hier sagt H.-E. 708 f: Zweifellos ist, dafs bevor die Cronica (S. Petri) in einer Hs. Lamperts Annalen a ngefiigt wurde, die letzleren schon mit einer Fortsetzung versehen waren, die im wesentlichen das enthielt, was in den Ann. breves und maiores bis mindestens 1163 steht (wovon das meiste aus den Ann. aniiqui bis 1163 entlehnt war)'. 3 ) Chro- " lc a, qualiter Romanum imperium translatum fuit in Germanos. *) Die Jordanus- btellen in Rothes Jüngerer Thüringischer Chronik, auf die Waitz 18 aufmerksam ™acht, berühren sich sachlich mit den unseren, sind aber viel kürzer und stehen "«• Quelle viel ferner. 48* benutze die Ausg. des ursprünglichen Werks: Thesaurus Canisius- Basnage 4, 113 ff; dazu die Supplemente: Acta litteraria Struve 2 I, 3 ff; Scriptores Mencke 2, (Sp.) 1987ff; N. Arch. f. Sachs. Gesch. 13 (1892), 97 f. Für 'S. Elisabeth Legende (Gelese)' wird aufser der Buchzahl, 1—8, fast immer auch der Verfasser genannt; oft mit vollem Titel: 'Herr Dietrich von Thüringen, Predigerordens'; nach dem Prolog (Ausg. 117): Dietricus sacerdos, frater ordinis Praedicatorum. Bas Werk wird von Anfang bis zu Ende sehr stark ausgezogen und mit einer geivissen Feierlichkeit in unermüdlicher Wiederholung 82 mal citiert: 151. 153—164. 166—168. 172—178. 181. 182. 184—199. 202. 204—207. 321. 333—336. 339; dazu 411 (Stchr., allgemein). Stellen ohne Citat sind sehr selten; vgl. 177 Anm. 8; 194 Anm. 5; 202 Anm. 4. Die Buchzahl fehlt (aufser 411) nur 151 1. 153. 154. 159. 1601; 158 I steht 'Buch 1' statt Buch 3. Die Vorlage G.'s, ein voller lateinischer Text, erhält unter den noch wenig erforschten Handschriften der ertveiterten Vita ihre besondere Stellung angewiesen namentlich durch das Elisabethwunder 333 f 1 ); s. 334 Anm. 2' 1 ). 11. Miracula S. Elisabeth, gesammelt von Erzbischof Siegfried III von Mainz, Abt Raimund von Eberbach und Prediger Konrad von Marburg. Aufgezeichnet 1233. Umgeordnete Auswahl (52 Wunder). Ausg. einer nahe verwandten Ausivahl (49 Wunder): Prag, Dissertatio de Vita S. Elisabethae (1770) 64ff; Hs. dieser Auswahl: Gassei, Landesbibl., Mss. Hass. 4° 2. Ausg. der ursprünglichen Sammlung: Huyskens, Quellenstudien zu Elisabeth (1908) 161 ff; alter Auszug: Analecta Hass. 9, 115ff 7 ). Vgl. Huyskens 35. 40. 85 ff. 151 f. Das 'Buch der Wunderzeichen (weniger häufig: 'Wunderwerke') S. Elisabeth' wird 53 mal citiert, aufser 405 (Stchr.. allgemein) nur 321 — 333 u. 335, für 52 einzelne Wunder, nämlich in G's Sammlung Nr. 3 — 32. 34 — 54. 64 (hier neben Dietrich). Es sind allem Anschein nach sämtliche Wunder, die die Vorlage bot. Der obigen verwandten Auswahl entsprechen sie so: Nr. 3 —5 = 16. 17.15; Nr. 6 — 19 = 1—14; Nr. 20—32. 34—36 = 18—33; Nr. 37-42 — 35. 34. 36—39; Nr. 44—47 = 40-42. 47; Nr. 50—54. 64 = 45. 46. 48. 44. 49. 43. Es bleiben also bei Gerst. Nr. 43. 48. 49 übrig. Sie bilden einen merkwürdigen Bestandteil seiner Vorlage. Denn sie stammen überhaupt nicht aus der Sammlung von 1233, wie sie bei Huyskens vorliegt. Auch heben sie sich von den anderen 49*) deutlich ab: sie sind kurz J ) In G.'s Reihe Nr. 56. Andere Wunder aus unserer Quelle: Nr. 1. 2. 55. 64. Der in Nr. 64 genannte Ort Trigona ist Gran (Strigonium) in Ungarn. Danach ist 335 Anm. 6 u. Register 526 zu berichtigen. (Huyskens 152 irrig Striegau). ') Vgl. Wenck a. a. 0. 37 f Anm. 3 ) Die Nummern in der neuen Ausg. v. Huyskens sind den von mir für Anal, angegebenen gleich. Dazu ergänze jetzt: Gerst. Nr. 15 — Huyskens Nr. 52; 16 — 57; 17 — 59; 18 = 67; 20 = 37; 21 — 38; 22 = 50; 23 = 60; 35 — 62; 37 = 46; 40 = 36; 41 = 41; 42 = 43; 44 = 40; 45 = 45; 52 = 47; 54 — 49. *) Diese 49 beschränken sich auf den Umkreis der ersten 67 in der Sammlung von 1233; vgl. Huyskens 152 u. 153. 49* und geben keine Ortsnamen an, 43 u. 48 auch keine Personennamen. Aber sie entsprechen den Nummern 14. 45. 47 des ältesten erhaltenen Wunderberichts, einer knappen Aufzählung von 1232: HUB. I 1,25ff. Und zwar stehen sie hier mit Ortsangaben. G.'s Vorlage war jedenfalls ein voller lateinischer Text. Ob sie aniser den Wundern selbst noch andere Stücke enthielt, läl'st sich nicht ersehen, wenn auch der Brief an P. Gregorius IX [1233] Anal. 107, jetzt Huyskens 155, bei G. 202 anzuklingen scheint; s. das. Anm. 6. Auf einen Zusammenhang seiner Vorlage mit dem Dietrich-Text weist G. nirgends hin. Aber beide sind sonst regelmäßig verbunden; s. Huyskens a. a. 0. Die Jenaer Hs. schliefst die Miracula an die Vita an, s. Acta litteraria Struve 18; die Gasseier Hs. schiebt sie in Buch 8 ein. 12. Jacobus de Voragine (Jacob von Varazze, 1292 Erzbisehof von Genua, f 1298), Legen da aurea, vulgo Historia Lom- bardica dieta. Kapitel 168: De S. Elizabeth. Ausg. v. Grässe (1850) 752 ff. Die 'Historie genannt Lombardica', als deren Verfasser 321 Bischof Jacob zu Januc, genannt von Voragine 1 erscheint, wird 81 aus Königshofen citiert, s. oben 30*, dann aber 17 mal selbständig: 321. 325. 326. 328. 331-335. Hier ist sie ausgezogen für die 19 Wunder Elisabeths, die Jacobus 766 ff bringt; sie sind bei Grässe gezählt als Nr. 2 — 19, wobei Nr. 8 zwei verschiedene Wunder eu- sammenfafst. Nr. '2' hat G. wahrscheinlich auf einem jetzt fehlenden Blatt wiedergegeben [Nr. 62 a]; s. 335 Anm. 2. Den übrigen 18 entsprechen in G.'s Sammlung Nr. 62. 33. 60. 53. 50—52. 54. 61. 2. 19. 24. 34. 21. 3. 37. 58. 59. Und zwar ist für Nr. 33 u. 58—62 Jacobus die citierte Quelle l ), in Nr. 2 wird er neben Dietrich erwähnt x ), in Nr. 3. 19. 21. 24. 34. 50—54 neben den Miracula, was in Nr. 37 versehentlich unterblieben ist. Auch das den Wundern vorausgehende Leben Elisabeths bei Jacobus hat G. wenigstens 1 mal benutzt, für einen 191 nachgetragenen Namen; s. das. Anm. 2. Und auch die Bemerkungen über 'etzliche Gelese' 183, s. das. Anm. 16, und 'etz- Uchc Buchdrucker' 198, s. das. Anm. 5, können mit auf Jacobus gehen. Denn Vorlage G.'s war sicher einer der vielen Drucke der 'Historia Lombardica', die es seit etwa 1470 gab 2 ). 13. Leben des edeln, tugendhaftigen Landgrafen Lude- Wl gs, der da war ehelich Gemahl und Wirt der heiligen hochgebornen Frauen Elyzabeth. 6 Bücher mit Vorrede. Buch 6 = Wunder 1292—1309. Uebersetzt von Friedrich Kodiz von Saalfeld (zu Reinhardsbrunn). Um 1330. Ausg. v. Puckert (1851). Vgl. Holder- Egger NA. 20, 622 ff; Wenck, Die h. Elisabeth (1908) 44 f. ') Sachlich vgl. zu 58 u. 59 die Nummern 76 u. 51 der Sammlung von 1233; zu 2. 33. 60—62a die neuen Nummern 24. 15. 17. 18. 13.1 der erweiterten s ammlung von 1235 bei Huyskens 243 ff. *) Der älteste o. 0. u. J. (um 1470, Folio), andere z. B. Augsburg 1473, Deventer 1479, Strafsburg 1483. 1489. 1*96, Nürnberg 1488. 1492. 1496. IV 50* Die 'Legende des seligen Fürsten Landgrafen Ludewigs, (339) der S. Elisabeth Hauswirt geivesen ist', wird 6 mal citiert: 173 mit 'Buch 3'; 181 mit 'Buch 4'; 182 mit 'Buch 5'; 339. 340. 350 mit 'Buch 6'. Als ihr Verfasser wird 182 bezeichnet: 'Herr Bernhard, sein Gapellan'. Denn in der Vorlage heilst es 1 ( Vorrede) u. 58 f (Buch 5): sin leben .... daz beschrebin hat er Berit, sin cappellan; er Berit, . . sin cappellan, von des hant alle dise geschiente beschrebin . . . sin. Aber von diesem Berit, also nicht Bernhard sondern Bertold, Ludwigs (f 1227) Zeitgenossen, stammt nicht die ganze Vorlage des Kodiz. — Die 3 ersten Citate G.'s sind mit den zugehörigen Meinen Textstüclcen (173 u. 180 ff) erst nachträglich eingefügt. Ebenso sind 147. 149. 154 einige Namen aus unserer Quelle nachgetragen. Doch scheinen ihr (Buch 1 u. 2) auch einige Einzelheiten des ursprünglichen Textes bei G. 148. 150 — 152. 166 anzugehören 1 ). Benutzung ohne Citat liegt ferner vor in der (vielleicht späteren) Vorrede der Lehr. 2 ). Die 3 letzten Citate stehen für das unserer Quelle entnommene Hauptstück: fast ihr ganzes Buch 6 ist 339 — 350 wörtlich wiedergegeben. Auch dies Stück ist ein Nachtrag; s. 353 Anm. b u. 2. Die Handschrift des Werks, die G. ausschrieb, war keine von denen, die in Bückerts Ausgabe benutzt sind. Sie ist wohl verloren. 14. Leben Konrads von Herlesheim (f 1270). Verloren. Die 'Legende Bruder Curdes von Hirlefsheym' (353 'des geistlichen Bitters'), die sich 'zu Haina' befand (353. 233), wird von G. wohl an 4 Stellen benutzt: 160 f unter allgemeiner Berufung auf Nachrichten 'zu Haina'; 353—355 mit 4 Citaten; 224 ohne Citat (vorher: 'zu Haina'; vgl. 416, Stchr.); 233 mit einem 5. Citat; hier für ein Ereignis, das zu etwa 1296 eingereiht wird. Wir lernen die Quelle nur durch G. kennen. Doch scheint es nicht ausgeschlossen, dafs auf sie auch zurückweist, was G. Jongelinus, Notitia abbatiarum ordinis Cisterciensis, Cöln 1640, Buch 3 S. 63 sagt: In Heyna inter alios floruit beatus Conradus monachus et archigrammaticus, e claro baronum sanguine prognatus, virtutum gloria conspieuus. Ueber die Person Konrads haben ivir auch urkundliche Zeugnisse. Ich stelle G.'s Angaben aus der Legende mit dem, was sich sonst ermitteln läfst, zusammen. — Konrad war 'von einem edeln Geschlecht': G. 160 u. Jongelin. Ueber eine gleichnamige Familie, wohl dieselbe, vgl. Wyfs HUB. I 1, 536 u. 3, 591 (Register); Bistor ZHG. 27,107. Der namengebende Ort war wohl Hörnsheim bei Grolsen-Linden. Eberiiard v. Herlifsheim war 1271 Bürger zu Wetzlar, Hermann v. Herlisheim 1267 Schöffe zu Homberg a. d. Ohm: HUB. 3, 337; 1, 177. 'Aus Hessen' stammte Konrads Vater, Bitter Konrad: G. 160. Er ertrank mit dem Grafen v. Ziegenhain im Bhein: G. 161. Das ist wohl auf Gr. Gottfried II zu beziehen und zu datieren 1207 Juni 5; s. 236 m. Anm. 9. Die Mutter hieis Hedwig: G. 160 ') Vgl. 147 Anm. 9; 148 Anm. 9; 149 Anm. 18; 150 Anm. 9; 151 Anm. 1. 3; 152 Anm. 2; 154 Anm. 9; 157 Anm. 6; 166 Anm. 5; 180 Anm. 3; 181 Anm. 7; 182 Anm. 3. ') Vgl. 1 Anm. 3; 4 Anm. 2; oben 5* Anm. 9. 51* u. Urh. ZHG. 3, 55 unten. Sie lebte noch, als ihr Sohn zu Haina Mönch und Kellner war, und zwar in seiner Nähe: sie erscheint als Zeugin in Sachen des Klosters; s. ZHG. a. a. 0. (Hadewig, mater cellerarii, anwesend 0U Altendorf). Sie ward wohl zu Haina begraben; s. G. 354. Das Geburtsjahr Konrads des Jüngeren scheint bei G. 161 richtig zu etwa 1200 gesetzt; irrig ist aber wohl die dortige Angabe, da/s Konrad erst nach des Vaters Tod geboren sei; vgl. oben. Er wurde angeblich mit 18 Jahren Bitter; alsbald darauf soll es erfolgt sein, da/s er, wie auch andere Edle unter Führung des Grafen Heinrich III v. Ziegenhain taten, Mönch in dem Cistercienserkloster wurde, das 1221 nach Haina verlegt ward; s. G. 161 m. Anmn. Dort entwickelte Konrad dann die 'Tugenden' eines 'andächtigen, seligen' Mönchs: G. 353 (Z. 3) u. 160 (Z. 6 v. u.); Jongelin (beatus; vir- tutes). Mit der Behauptung seiner grofsen Gelehrsamkeit steht Jongelin allein. Dagegen berichten uns nur die Urkunden von dem besonderen Amt, das Konrad im Kloster erhielt und lange bekleidete: er wurde Kellner und entfaltete als solcher eine grofse Tätigkeit bei den Güter er Werbungen seines Gonvents. Das sieht man namentlich aus Aufzeichnungen, die sein Mitmönch Heinrich v. Ziegenhain (/• nach 1231) begonnen hat: Ausg. v. Falckenheiner ZHG. 3, 40 ff; Text 43 ff; vgl. Landau ZHG. 2, 4 ff. Hier erscheint der frater Cunradus de Herlesheim, cellerarius, monachus, vielfach an hervorgehobener Stelle. Orte seines Wirkens werden dabei zahlreich genannt; Zeitangaben fehlen zumeist. Das Jahr 1242 bringt eine andere Urkunde bei: Anal. Hass. 11, 136. Jene Aufzeichnungen nennen Konrad S. 54, vor frater Heinricus, quondam comes; 55; 57, wohl zu datieren 1231 Dez.3 1 ); 58, wohl zu datieren 1232"*); 59 dreimal; 60; 61; 66; 67 dreimal, einmal neben dem Abt Johannes, der zwischen Wigand (1231. 1234) und Werner (1251. 1261) regiert zu haben scheint*); 68; 69 u. 71 je zweimal, wobei ihm je einmal der ritterbürtige Wigand v. Linsingen als Unterkellner (subcellerarius) zur Seite steht; endlich 90, in Urh. von 1250. Weitere Urkunden stehen bei Kopp, Hess. Gerichtsverfassung, Beilagen 122; Anal. Hass. 11, 140. Sie zeigen Konrad, als monachus et sacerdos, auch noch 1253 und 1254 auswärts tätig, aber des Kellneramtes ledig, das jetzt ein anderer innehat (Bertold, zuerst 1253 Aug. 26). In der Urk. von 1254 zeugt Konrad als erster, wie er 1253 gleich hinter Abt Werner und Prior Wigand steht. — Im Jahre 1270 starb Konrad und ward im Kloster begraben:' G. 224. Der Buf seines 'seligen Lebens' soll nachher (1296?) den Landgrafen Heinrich I zu einer Wallfahrt nach Haina 'veranlaßt haben; s. G. 233. — Diese letzte Angabe nun ergänzt den Bestandteil der Legende, den G. abgesondert 353ff ausschreibt: eine Erzählung wunderbarer Vorgänge, die sich schon bei Lebzeiten Kon- r ads als Folge seiner 'Heiligkeit' (so 161) ereignet haben sollen. Hier erhalten wir von den ' Tugenden' Konrads ein Bild, das von dem der Urkunden sehr absticht und durch seinen groben Auftrag überrascht. ') Vgl ZHG. 2,6. 14 f. 18 f. 33. ") Vgl. ZHG. 2,7usw. ') Vgl Wcstfäl. IIB. IV 112, 140. 154; Cod. dipl Gudenus 2,273. IV* 62* Es läfst tvohl noch durchblicken, ivie Konrads nützliche Tätigkeit ihm ein gutes Andenken im Kloster hinterlassen hat. Jedoch die Erinnerung ist arg getrübt, verschoben, verfälscht '). In diesen legendarischen Stücken zeigt sich das verlorene 'Leben Konrads' als spätes Machwerk. — lieber Umfang, Form und Sprache der Vorlage Q.'s erhalten wir keine Auskunft. E. Lateinische Weltchroniken des 13. bis 15. Jahrhunderts. 15. Vincentius von Beauvais, Speculum historiale. 31 Bücher. Verfafst um 1244. Ich benutze den Erstdruck, o. 0. u. J. (Strafsburg, Joh. Mentelin, um 1468) 2 ). Der Spiegel der Historien Vincentii s ), wird 79 mal citiert: 3. 6. 7.9. 11. 18 zweimal. 21.26 — 28 sechsmal. 31—36 zehnmal. 38 — 42 neunmal. 44 zweimal. 50. 54—58. 61—63. 65. 68. 76. 81—82 dreimal. 87 f. 89. 93. 110. 116. 125; 363—367zehnmal. 369; 389—390 dreimal. 392—393 viermal. 395. 396. 401. 402. 406. Dazu kommen die nur scheinbar selbständigen Citate 'Cathalogus der Frankreichischen Könige' 31. 41. 44. 365 — Vinc. XVII 4. Außer 3 u. 6 (allgemein) werden immer die Bücher und Kapitel angegeben, diese zuweilen in ganzen Reihen aufgezählt. Versehen finden sich dabei nur in der Bgttf.; s. 364 Anm. e; 363: 'XX 65. 66. 93' statt XXV 64. 65. 93. Von den Citaten der Stchr. und der Bgttf. ist ein Teil aus der Lehr, übernommen: 389. 390. 393 IL 396. 406; 363—367. Alle anderen Citate sind echt. Sie nennen als benutzt: Vinc. V 2 (Stchr.). 45; VI 64; VII 41. 42; XI 4. 46; XVII 3. 4; XXII 5. 6. 34. 36-38. 69. 78-80. 85-91. 118. 127-131. 135; XXIII 2. 3. 8. 13—16. 105. 106; XXIV 35. 39—68. 79. 115. 123. 124. 148 (Stchr.). 149. — 151. 154. 157 (Stchr.). 158 (Stchr.). 168. 170. 171 (Stchr.). 172 (Stchr.). 175 (Stchr.); XXV 1. 2. 27. 40—42. 58. 62. [64. 65 Bgttf.]. 71. [93 Rgttf.]; XXVI 9. 10. 14. 19. 45. 51. 92 — 105. 117. Die tatsächliche Benutzung geht noch weit über das Mafs der Citate hinaus. Aus Vincentius stammen auch, wie oben 24* ff gezeigt worden ist, die Citate Josephus, Justinus, Historia Scholastica, Qregorius Turonensis, Orosius (zum Teil), Historia Alexandri, Macrobius, Suetonius, Egesippus, Helinandus, Turpinus (zum Teil), Guillerinus. Es ergibt sich, dafs G. die für ihn in Betracht kommenden Abschnitte des Biesenwerks recht gründlich ausgebeutet hat. Seine Vorlage war ohne Zweifel einer der seit etwa 1468 erschienenen Drucke. Da er sie auch in der Stchr. und in der Bgttf. von neuem benutzt hat, scheint er sein Exemplar bequem zur Hand gehabt zu haben. Es befand sich vielleicht in Marburg. ') Vgl. auch Anal. Hass. 4, 335. Hier erwähnt Johann Letzner (1588) 3 Hainaer Mönche: einer (f 1296) treibt Wunder und zieht Volk an, einer (f 1329) dient treulich als Bursarius; einer (f nach 1346) ist überaus gelehrt (also archi- grammaticus). ') Die Zeilen der Kapitel zähle ich von der Kapitelzahl ein- tchliefslich an. 3 ) So 3; sonst ohne den Verf., nur 116 Vincentius; 81 unten Speculum hist. 53* 16. Flor es temporum, auctore fratre ordinis Minorum. Verfaßt 1292194. Ausg. v. Eccard, Corpus historicum 1, (Sp.) 1551 ff (Martini minoritae Flores temporum, ab Hermanno Januensi conti- nuati). Vom 8. Jh. an Ausg. v. Holder-Egger, MG. SS. 24, 230ff. Die ' Chronik Hermanni Januensis' ') wird im 1. Teil der Lehr. au/ser 3 (allgemein) 17 mal, und zwar vielfach erst nachträglich, citiert: 16. 25. 51. 54. 57. 61. 65. 67—70. 76. 77. 79. 84. 88. 149. Wiederholungen aus 67 — 70 ■■ 407 (Stchr.) u. 368 zweimal (Rgttf.). In der Mehrzahl der Falle wird die Chronik nur erwähnt, ohne im Text mitzusprechen; 76 ist das Citat irrig; nur 25. 65. 68 — 70. 77. 149 wird einzelnes benutzt, uncitiert wohl nirgends. G. scheint unsere Quelle erst zu Bäte gezogen zu haben, als sein Text schon ziemlich fertig war. Vielleicht hatte er sie nur kurze Zeit zur Hand, denn seine Vermerke brechen früh wieder ab: 88 handelt von Ks. Heinrich III, 149 von Kg. Philipp [1208]. Doch scheint die ihm. vorliegende Handschrift des weit verbreiteten Werks, nach dem Titel zu urteilen, auch die bis 1349 geführte Fortsetzung enthalten zu haben. 17. Chronicon Martinianum Fuldense, auctore fratre ordinis Minorum. Verfal'st um 1380. Einzige erhaltene Handschrift Karlsruhe, Hofbibl., Nr. 382, Ende d. 15. Jh. Von 716 an Ausg. v. Eccard, Corpus historicum 1, (Sp.) 1641 ff (Martini Fuldensis Chronicon). Vgl. H. Hoogeweg, Die Chronik des sog. Martinus Fuldensis (Paderborn 1883), bes. 89. Die '■Chronik Martini' 2 ) wird im 1. Teil der Lehr, au/ser 3 (allgemein) 9 mal citiert: 40. 42 — 45 fünfmal. 52. 54. 56. Dazu 391 (Stchr.) — 43 1. Auch die Benutzung dieser Quelle ist eng beschränkt. Sie wird 40 miterwähnt für Kg. Dagobert, obgleich sie Gr.'s andere Quellen nur mit kurzen Worten bestätigt: Bl. 72' fuit sanetus vir; Bl. 74 edifieavit monasterium b. Petri in Erfordia; vgl. auch Gr. 401 (Stchr.) Anm. 2. Die Häufung der Quellenangaben hat hier offenbar den Zweck, eigene Erfindung zu decken; s. 40 Anm. 4. 6. 9. Wirklich in G.'s Text 'hereingebrachf ist nur einiges aus dem 42 (allgemein) u. 43—56 citierten Abschnitt über Bonifatius, Ausg. Sp. 1^41 — 1647. Meist stehen auch hier andere Quellen vor; 44 spricht nochmals eigene Erfindung mit. — Die Heimat dieser Chronik war höchst wahrscheinlich Fulda. Und es hat wohl nur wenige Handschriften von ihr gegeben. Man wird deshalb wohl vermuten dürfen, da/s G. seine Vorlage in Fulda fand. 18. Dietrich Engelhus von Einbeck, Chronica. Verfal'st u »t 1426. Ausg. v. Leibniz, SS. rer. Brunsvic. 2, 978 ff (Nova Chronica). Vgl. Holder-Egger Mon. Erph. 149 u. 784 ff. Die 'Chronik Meister Diderichs Engelhufsen' 3 ) wird 63 mal dtiert: 3 (allgemein); 8. 14. 16. 20. 21. 24. 36. 40. 41. 59. 61. 66. ') So 3; Hermannus Jan. 407 (Stchr.); sonst ohne Jan.; bischoff Herman 368 *I (Rgttf.); cronica 54. 79; cronicon 65. *) Martinus 56; cronica 431. 44-54. ) Statt Diderich 16 Theodericus, [20 Theodoricusy, 119 Didericus; statt Engelhufsen, ^ngelhufsin 228 von Engelhufoin. 54* 68—70 viermal. 72—75 fünfmal. 77 zweimal. 79. 81. 84. 94. 110. 116. 119. 123. 125—128 fünfmal. 130. 132. 136. 145 zweimal. 148—149 dreimal. 182. 207. 212. 219. 220. 223. 228. 234. 235. 239 zweimal; 368 (Rgttf.) = 69; 390 (Stchr.) = 40; 393. 395. 401; 402 = 59; 407= 69 f. Von den Citaten der Stadtchr. ist 393 unwahr, 395 u. 401 aber echt. Auch uneitiert wird Engelhus sehr oft benutzt. Dazu vermittelt er die Citate Orosius {zum Teil), Pantheon, Plinius, Lucanus, Inno- centius, Bofsla, Turpinus (zum Teil), Honorius, Diderich v. Nym; s. oben 26* ff. Merkwürdig ist, daß die vorher so ausgiebige Benutzung 239 schon beim Jahr 1315 aufhört; vgl. 282 Anm. 9. Die G. vorliegende Handschrift scheint aber einen guten Text gehabt zu haben. 19. Werner Rolevinclc von Laer, Fasciculus t empor um, omnes antiquorum chronicas complectens. Zuerst gedruckt Cöln 1474. Ausgabe bis 1490 abgedr. SS. rer. Germ. Pistorius-Struve 2, 397ff = Bl. lff<). Die 'Chronik genannt Fasciculus' 2 ) wird 62 mal citiert: 3 zweimal (allgemein); 5. 6. 15 — 18. 21—22 dreimal. 24—25 viermal. 28. 42. 56. 57. 64. 74 zweimal. 77. 81—82 dreimal. 84 zweimal. 88. 89. 93. 116 zweimal. 119. 126.130.132. 134 zweimal. 136. 145. 149.178. 206; 215. 220. 222. 234. 236. 275. 279-281 viermal. 291. 292. 296. 300; 363 (Bgttf.) = 22 1; 390 (Stchr.). 393. 432. Von den 3 neuen Citaten der Stchr. ist 432 richtige Ergänzung zu 255 'andere Chroniken'. Vielfach wird Bolevinck nur miterwähnt. Herangezogen aber wird er auf Schritt und Tritt und oft auch uneitiert benutzt. So schon in scheinbar eigenen Erklärungen G.'s in der Vorrede der Lehr. (1—3) 3 )- Genannt wird die Quelle ebendort (3 unten) um der Eigentümlichkeit willen, daCs sie 'selten auf gewisse Daten gesetzt' ist. Denn sie gruppiert die Ereignisse um schematische Jahreszahlen, die von 34 n. Chr. an in Zehnern vorwärts springen. Deshalb finden sich dann annähernde Jahrangaben mit einer 4 am Ende öfters bei G. Erst gegen Schlufs bietet Bolevinck diesem häufiger bestimmte Jahre. Als durch Bolevinck vermittelte Citate sind oben 24* ff nachgewiesen worden Valerius, Orosius (zum Teil), Seneca, Geistliche Hechte (zum Teil), S. Gregorius, Turpinus (zum Teil); vgl. auch Beda, Festus, Bibel. Zuweilen sind in G.'s Text Engelhus und Bolevinck nicht sicher zu sondern. Im Gegensatz aber zu jenem ist dieser auch für die jüngere Zeit andauernd iveiterbenutzt: die letzte citierte Stelle (G. 300) berichtet Ereignisse bis 1473 und steht auf dem letzten Blatt (90) der Ausgabe. Möglich ist die Benutzung in der Lehr, noch 303 (1477) und 305 (1486). Sie erneuert sich dann nicht nur in der Stchr. (s. hier oben), sondern auch in der Liste der 'Orden' (459 f) und in den Zusätzen zu Emerichs Stadtrecht (s. oben 17* Anm. 3). G. hatte seine Vorlage, einen der vielen Drucke des lateinischen Originals, die von 1474 an erschienen*), demnach wohl bequem zur Hand. ') Ich citiere die Blattzahlen. — Der Appendix Ausg. 677 ff kommt nicht in Betracht. ') So 3 I u. 88; sonst nur Fasciculus u. der Fase. *) Vgl. 1 Anm. 4; 3 Anm. 5ff; oben 5* Anm. 9. *) Vgl L. Baer, Die illustrierten Historienbücher des 15. Jahrh. (Strafsburg 1902) XV ff u. 58 ff. 55* F. Chroniken in deutscher Sprache. 20. Jacob Twinger von Königshofen, Allgemeine und Stralsburger Chronik. 6 (buchartige) Kapitel; das 6. = Register. Zweite Bearbeitung (B), bis 1301. Verfafst 1390/95. Text der 3. Bearbeitung mit den Varianten der 1. und 2. in der Ausg. v. Hegel, Chrr. d. dt. Städte 8, 153 ff; 9 (durchpaginiert), 499 ff. Vgl. Regel das. 8, 171 ff. Die 'Chronik von Strafsburg' wird 19 mal citiert: 3 (allgemein); 25. 26. 70. 81. 209; 224. 235. 236. 241. 247. 251. 255. 257 (nachträglich); 368 (Bgttf.) = Verbesserung zu 70 l ); 392 (Stchr.); 407 = 70; 412 = 209; 432 = 255. Dazu kommt das irrige, wohl nur verschriebene Citat 'Chr. v. Limburg' 250 unten [Eon. Kap. 2 u. 3j. Ohne Kapitelangabe sind 26 [Kap. 4]. 247 [Kap. 3]. 251 [Kap. 2J. 392 [Kap. lj. 432 [Kap. 5J. Hinzugefügt ist 'Kap. 2': 25. 70. 235. 241. (368. 407); 'Kap. 4' statt Kap. 2: 209. 224. (412); 'Kap. 4' richtig: 81; 'Kap. 3': $36; 'Kap. 5': 255 (nachträglich). 257. Bars es sich um den Text ■B handelt, beiveist namentlich die Stelle 247. Leider habe ich das nicht früh genug erkannt und deshalb unten in den Anmerkungen a nfangs auch auf Textstellen der Ausg., die nicht in B stehen, verwiesen; entweder wegen (nicht in Betracht kommender) Aehnlichkeit oder (nun nicht mehr auffälliger) Unähnlichkeit mit C.'s Text 2 ). — G. zieht Königshofen weniger zum eigentlichen Aufbau seines Textes heran, als zu gelegentlicher Ergänzung. Dafür bezeichnend ist, dafs gerade unsere Quelle oft mitzuverstehen ist, wo nur allgemein 'viele Chroniken' citiert tverden oder gesagt tvird: 'auch Fasciculus'. lieber das blinde Citat 'Hist. Lombardier s. oben 30*. Benutzt sind Stellen aus allen 5 grofsen Textkapiteln. Etwa folgendermafsen. — Aus Kap. 1 nur eine Kleinigkeit: 392 (Stchr.) mit Citat. — Aus Kap. 2 zahlreiche kurze Stücke: 25 f mit Citat; 69 f; 70 II mit Citat; 70 III; 73 (?); 73 f mit 'auch Fase'; 75 (?); 81 mit'Hist. Lomb.'; 82; 97. 108. 109 f (dieselbe Stelle); 110 mit 'viele Chr.' u. 116 mit 'auch Fase' (dieselbe Stelle); 125 f mit 'auch Fase'; 130.131. 132 (dieselbe Stelle); ^09 mit Citat; 211 u. 212 (dieselbe Stelle); 215 f mit 'viele Chr.'; 224 u - 235 mit Citaten; 236 II mit 'viele Chr.'; 241. 2501. 251 mit Citaten (250 I 'Limb. Chr.'); 250 II; 251f (mit Citat). — Aus Kap. 3 sieben Stücke: 73f mit 'auch Fase.'; 84 ebenso; 134 mit 'viele Chr.'; 220 mit 'auch Fase'; 236 1. 247. 250 I mit Citaten (250 1 'Limb. Chr.'). — ') S. Kön. 417 Z. 36; 418 Z. 29. 2 ) Zu streichen ist so Kon. unten « Anm. 17; 64 Arm. 7; 67 Anm. 5. 6; 68 Anm. 1—3; 69 Anw,. 7. 8; 75 Anm. °> 80 Anm. 2; 84 Anm. 7. — Zu beachten ist unten 26 Anm. 1: Kön. 376 Z. f?S 377 Z. 23; 380 Z. 31 f; deshalb zu lesen: die geburen also vil tingent (was die Aehnlichkeit mit G. verstärkt); in der geschrifl bewert; kein meister von (nicht: "> latyne); — 26 Anm. 5: Kön. 380 Z. 29 ff (wodurch bestätigt wird, daß Gre- £° r 'us aus Bolevinck stammt); — 26 Anm. 10: Kön. 625 Z. 32; — 70 Anm. 1- Kon. 416 Z. 35 f; 417 Z. 34 f u. 36; — 70 Anm. 2: Kön. 623 Z. 31 (wodurch *W auffällige Thüringer beseitigt wird; vorher lies eigenliche); — 70 Anm. 3: Kön. *17 Z. 36; 418 Z. 29; deshalb zu lesen: grofe von Hessen; 70 Anm. 8: Kön. 414 f 31 f ; _ 74 Anm. 2: Kön. 551 Z 29 f; — 75 Anm. 2: Kön. 416 Z.6f (nicht IJna 19) u. 27 ff; 419 Z. 37 f; — 75 Anm. 5: Kön. 421 Z. 32 (nicht 419); — ** Anm. 8: Kön. 554 Z. 21fu.3f; — 220 Anm. 11: Kön. 571 (auch) Z. 24. 56* Aus Kap. 4 drei Stücke: 70 mit 'viele Chr.'; 26 u. 80 f mit Citaten. — Aus Kap. 5 ein grolses Stück über die Geifselfahrt von 1349 und eine Erwähnung zu 1356:251 — 255 u. 257 mit Citaten. — Die Benutzung der Quelle ist also wenig stark und sehr verteilt. Bemerkenswert ist das frühe Abbrechen bei 1349 u. 1356. Vorlage G.'s war aber wohl eine vollständige Handschrift des gerade in dieser Bearbeitung häufig vorkommenden Werks. Vgl. das Handschriftenverzeichnis Hegels 205 ff. 21. Tilemann Elhen von Wolfhagen, Limburger Chronik, 1336 bis 1398. Verfafst um 1402. Ausg. v. Wyfs, MG. Bt. Chrr. 41, 25ff. Vgl. Wyk das. 8 f. Die 'Chronik von Limburg' bot in ihrem ganzen Umfang eine wertvolle Stütze für den 2. Teil der Lehr. Genannt wird sie in dieser au fser 3 (allgemein) 32 mal: 245. 247. 248. 250—251 dreimal. 255—261 elfmal. 264; 268. 270-272. 274. 275. 277—281 achtmal. Doch ist 250 II vielmehr die 'Chr. v. Stral'sburg' gemeint. Dagegen fehlt ein Citat zu der nicht im Original erhaltenen Stelle 264 IL Die weiteren 6 Citate in der Stadtchr. sind Wiederholungen: 428 = 245. 255 IL III; 4321 = 2551; 432 II = 256 II; 436 = 264; 442 u. 443 = 2781. An den bezeichneten Stellen ist unsere Quelle oft im Gemisch mit anderen benutzt, die nicht immer mit genannt werden. Umgekehrt sind auch unbezeichnete Stücke aus unserer Quelle nicht selten; s. 251 Anm. 11. 13; 259 Anm. 7 (fraglich); 259 Anm. 13; 261 Anm. 10.19; 272 Anm. 22; 276 Anm. 16; 278 Anm. 27. Ein Stück mit Citat Aristoteles steht im 1. Teil der Lehr. (15); s. oben 32* /'• Ein anderes scheint in der Stchr. verwertet; s. 388 Anm. 6. Von den als Kapitel bezeichneten 209 Absätzen der Ausg. sprechen bei G. mit: Nr. 1. 2. 5. 12. 14. 15. 18—20. 24. 26. 29. 30. 35? 36. 40. 42. 44. 55. 69. 71. 76. 80. 89. 93—95. 100. 106. 118—121. 123. 124. 127. 129. 132. 134—139.142- 144. 152. 154. 155. 158. 159. 161. 163. 169. 170. 186. 190. 191. 193. 194. 198. 200. 201. 203. 209 1 ). G.'s Auszug reicht vom ersten bis zum letzten Satz der Quelle. Die von ihm benutzte Handschrift ist verloren- Ueber ihre Stellung in der Ueberlieferung s. Wyfs a. a. 0. 22. Johannes Rothe von Kreuzburg, Aeltere Thüringische Chronik, bis 1407. Verfafst um 1419. Eine Ausgabe gibt es leider noch nicht. — Benutzte Handschriften: 1. Gotha, Hzl. Bibl, Cod. chart. B Nr. 180 Bl. 158'—288, geschrieben 1487 von Urban Schiorff; Bruchstücke gedr. Germania 17, 129—166 2 ). — 2. Cassel, Landesbibl, Mss. Hass. 4 Ü 117 Bl. 1—120', 16. Jh. — Benutzte Auszüge: 1. Konrad Stolle, Memoriale, Stück 1—179; mit anderemText vermischt; Ausg. v. Thiele (GQPrS. 39) S. 37—218 3 ). — 2. Adam ') Nicht bei Wyfs 8: Nr. 1. 5. 14 (denn '14' meint 15). 18. 35. 69. 89. 95. 135. 136. 198. — Unten citiere ich nach Seiten. 2 ) Nach der Hs. geordnet: 166. 162 ff. 129. 164 f. 131. 159. 158. 160. 137. 157. 142 f. 139 f. 160 f. 138 f. 132 ff- 161. 139. 146.152. 135. 139 f. 135 f. 153. 160. 153 f. 148. 154 f. 140. 136. 156. 150 f- 140. 150. 148 f. 151 f. 156. 140. 131. ») Daß von Stolle unsere Chronik als Hauptquclle benutzt und wörtlich ausgeschrieben ivorden ist, hat der Herausgeber verkannt, was den Nutzen seiner Arbeit stark beeinträchtigt — Vol. z. B. unten 150 Anm. 3; 212 Anm. 9; 221 Anm. 1. 57* Ursinus, Thüringische Chronik; SS. rer. Germ. Matche 3, Sp. 1239—1325. — 3. Legenda Bonifacii vernacula; SS. Mencke l,Sp.851 — 864; ergänzt die beiden Lücken im Ursinus-Druck Sp. 1248 u. 1255. — Vgl. F. Bcch Germania 6 (Wien 1861), 257ff; A. Witschet Germania 17 (1872), 12!) ff: K. Wenck in 'Die Wartburg' 257ff u. 706; Wenck ZHG. 40, 174 *). Die 'Thüringer Chronik" 2 ) ist die meisteitierte Quelle G.'s und die Hauptgrundlage des 1. Teils der Lehr. Genannt wird sie 142 mal: 3 (allgemein); 8.16. 1.9 dreimal. 22.25—27. 29—31 fünfmal. 33.40. 46—49 fünfmal. 52. (il zweimal. 09. 74. 76. 77. 85—88. 91—93. 99. 102.iw.lll. 117. 120 — 125 siebenmal 127-130 sechsmal. 134.136. 139—148 siebzehnmal. 151—155 sechsmal. 157—159 viermal. 162 zweimal- 1.64 zweimal. 166. 170—171. dreimal. 177—.17!) viermal. 181. 183. 201 dreimal 207. 20!) zweimal; im 2. Teil der Lehr. 212—214. 216. 217. 220—222 sechsmal. 224. 231. 239. 243. 247. 250. 258. 259. 264; 268. 275; in der Rgttf. 363. 367 zweimal. 370; in der Stchr. 389. 390. 394. 107—412 achtmal. 416. 436. Die Cilate 367 sind unwahr; 363. 370. 389—436 Wiederholungen. Auch unbezeichnet sind viele, nicht nur kurze, Stellen ausgeschrieben. Die tatsächliche Benutzung beginnt 5 mit der Lehr, selbst und endet 278 beim Jahr 1392. Für den 1. Teil der Lehr, und den Anfang des 2. war die in Eisenach geschriebene Quelle äul'serst ergiebig; G. bringt oft seitenlang fast nichts als den vollen, nur hier und da ein wenig überarbeiteten Text der Thüringerchronik. Freilich läl'st sich der Wortlaut, den G. las, nicht immer genau feststellen. Er scheint dem verlorenen Original liothcs näher gestanden zu haben, als die oben genannten Texte, auch die Gothaer 3s. Zuweilen stimmt diese, zuweilen die Gasseier Hs. viel häufiger aber Stalles Ted mit G. am, meisten überein. G.'s verlorene Vorlage scheint eine ziemlieh gute Handschrift gewesen zu sein. Genaueres wird sich erst bei einer — sehr wünschenswerten — kritischen Bearbeitung unserer Quelle sagen lassen. 23. Dinkinut'sche Chronik. Erstdruck Ulm, Konrad Dink- nmt, U86 Jan. 12; Exemplar Berlin, Kgl. Bibl, Incun. 10117a. Ausg. v. Wcgeliu, Schwäbische Geschichten samt Chronik eines Ungenannten, Lindau 1761; Exemplar Berlin, Kgl. Bibl., Sa 9578. Vgl. Wegelin Ausg. El. N2 f; Gh. F. v. Stalin, Wirtcmberg. Gesch. 3, 9. Inhalt- l. Thomau Lirer von Bankweil, Alte Schwäbische Geschichten; Ausg. El. A3' bis Kl; — 2. Gmünder Chronik V( >n den Römischen Königen, bis 1462; Ausg. El. K 2 bis N t Als 'die Schwäbische Chronik'*) bezeichnet G. eine Quelle, die v 7mal citiert; 3 (allgemein); 11. 79. 84. 149; 215. Er mnfs damit ') Nach den Ausführungen Wencks darf die Verfasserschaft liothcs als sicher gelten. — 1! r Liliencron hielt seinerzeit unsere Chronik für einen überarbeiteten Auszug aus der anderen, großen, Chronik Hothes und für die eigene Arbeit von Urban Sehlorff; s. Thüring. GQ, 3, XI. Vgl. auch 0. Posse m 11 ist. teilschr. 31 so Anw ') So. Doringer Chr , am häufigsten (22-lob); «" *• Teil der Lehr. o/ü'Doringsche Chr. (8-207); nur 3 u. 259 Chr. der Döring« :; *« M. 275 Chr. von Doringen. 3 ) Die Swobische Chr. 149; in der Sw. mr. J] - 815; Chr. der Swoben 3. 79; Chr. von Swoben 84. 58* die Dinktnut'sche Chronik meinen, denn er gibt jenen Namen gemeinsam den beiden verschiedenen Schriften, die in diesem Druck werk enthalten sind. Das Citat 11 oben geht auf Lirer, dem gleich darauf noch eine 2. kleine Stelle entnommen wird; s. unten 11 Anm. 4 u. 6. Die Citate 79 — 215 gehören zur Gmünder Chronik, die ich an folgenden Stellen benutzt finde: 11 unten; 78; 79 (citiert); 82 — 84 in langem Auszug, was das Citat (mit auch findet manfs) nicht vermuten, läfsl; 128 (citiert); vielleicht 134 ('viele Chroniken'); 149 (citiert); 209; 215 (citiert); 224; 235; vielleicht 236 ('viele Chr.'); 241 ('viele Chr.'); 251, beim Jahr 1349. Es sind aulser 82—84 nur kleine und kleinste Stücke, die G. aus der Gmünder Chronik in das Mosaik seines Textes einsetzt. Die phantastischen Geschichten Lirers, die inhaltlich fast nichts bieten konnten, gaben dagegen vielleicht durch ihre Holzschnitte eine Hauptanregung für den. Buchschmuck der Werke G.'s. Die Vorlage G.'s war jedenfalls einer der beiden Ulmer Drucke, die von Wegelin a. a. 0. datier/ werden 1486 Jan. 12 u. Aug. 17, nicht der spätere Stralsburger Druck, der nach Wege/ins Angabe 1500 bei Joh. Knoblauch erschien '). 24. Buch der Chroniken und Geschichten; mit Anhang: Historien Enee von Europa' 2 ). Uebersetzt von Georg Alt von. Nürnberg. Erstdruck Nürnberg, Anton Koberger, 1493 Dez. 23; Exemplar Berlin, Kgl. Bibl., l J x 062. Vorlage Alts: Hartmann Schedel, Chronicon mundi, bis 1492; mit Anhang: Enea Silvio dei Piccolomini, „7)e statu Europae 3 ). Erstdruck Nürnberg 1493 Juli 12. An 7 Stellen lud G. Citate, die sich auf das obige Druckwerk beziehen: 298 spricht er von 'der neuen Chronik, die man zu Nürnberg druckt'; 5.9 u. 60, wiederholt 402 (Steht.) 1 u. 11, erscheint 'Gorge Alten von N.', 369 (ligttf.) 'Gorge von N.', mit 'seiner Chronik'; 292 'Eneas' mit 'seinem Buch' über Ks. Eriedrichs Zeiten, lieber dies Citat s. oben 32* (Nr. 67); 'Alten schreibt G., weil er las, dafs die Chronik 'durch Gcorgium Alten . . . zu Nürnberg' ins Deutsche gebracht war. Das Citat 369 scheint unwahr. Als benutzt erweisen sich nur 2 Stücke, beide aus den 'Historien Enee Silvii' im Anhang des Alt'sehen Werks (Bl. 268 ff). Und zwar schreibt G. 59 f den Schlufs des Abschnitts über Westfalen aus (Bl. 284'—285), 291 f und anschließend 298 eine zusammenhängende gröfsere Stelle aus dem folgenden Abschnitt über Hessen (Bl, '285). ' Vorlage G.'s war der Erstdruck, denn nur er erschien 'zu Nürnberg'. Vielleicht fand G. sein Exemplar in Marburg, wo der Deutschorden 1494 Juni 12 eine gedruckte Chronik für 4 Gulden kaufte*). ') Potthasl, Bibl. hist.'< 741 datiert: o. 0. u. ./. (Ulm); Ulm i486; Straß- bürg o. J. (149911500). Baer a. a. 0. 143 ff' u. L XII f datiert: Ulm i486; o. 0. u. J. (Ulm nach 1486). ') Voller Titel oben 32* (Nr. 67). *) Enee de Piccolominibus De bis que sub cesarc Fridcrico tercio imperatore per Germaniam et Europam gesta sunt. 4 , Trappenei-Jahrcxrechnung 1493/94. Zo des convents noitdorfft. Item 4 gülden eym buchdrucker vor evn croniken feria 5. post BonifaCÜ. Die Büchersammlung des Convents wird auch'sonst bezeugt. Freundliche Mitteilung von Friedrich Küch. 59* G. Mainzer chronistische Nachrichten. Im 1. Teil der Lehr, ist 7 mal von 'der Chronik von Mainz' die Rede: 3 {allgemein); dann 14. 23. 68. 77. 79. 134. Die Nach- vtchtengruppe, auf die diese Citate hinweisen, tritt auch an anderen Stellen in G.'s Text zu Tage. Bas meiste von ihr findet sich hier und da in nachweisbaren Mainzer Quellen, die aber in der Hauptsache voneinander unabhängig und teilweise von so verschiedener Art sind, da/'s «e nicht wohl eine einheitliche Chronik haben bilden können. Es ist deshalb zu vermuten, dals G. unter dem Titel der 'Mainzer Chronik", ähnlich wie unter dem der 'Schwäbischen Chronik', Quellen vereinigt, die in seiner Vorlage nur äufserlich zusammengefal'sl waren. Diesmal handelt es sich wohl um eine Sammelhandschrift. Von solchen Handschriften mit verschiedenen Mainzer Quellenstücken, die sich hin und ivieder mit dem Inhalt der verschollenen Vorlage G.'s berühren, sind mehrere bekannt. Ich benutze die Hs. Darmstadt, Hofbibl, Nr. $20: Libellus Cristiani Gheverdis, collectus per eundem Coloniae W. Vgl. D. König in Forschungen z. dt. Gesch. 18, 73 ff; 20. 53ff. Drei Bestandteile sind es, in die G.'s Mitteilungen aus seiner 'Mainzer Chronik' sich zerlegen lassen. Urnen nahe, stellende Quellen sollen im Folgenden einzeln betrachtet werden. 25. Epigrammata Moguntina. Einzeln an verschiedenen Orten. Vgl. u. a. Darmstädter Hs. 820 Bl. 80-80' 'Epigrammata'; Johannes Latomus, Catalogus episc. Mogunt.: SS. rer. Genn. Mencke 3 > Sp. 407 ff. Von G.'s Einzelzitaten der 'Chronik von Mainz ist 14, das er ste, wohl hierher zu stellen. Dazu kommen 2 Berufungen auf Grabschriften zu Mainz: 25 'wie mau das liest z. 31. auf seinem Sarg'; 6 0 'das Datum steht metrice geschrieben auf dem Sarg'. Was an ■> e * le >- 1. Stelle über die Gründung von Mainz gesagt wird, finde ich allerdings so nirgends wieder. Doch stimmen Verse bei Latomus 410 wenigstens teilweise überein, s. unten 14 Anm. 10. Au der 2. Stelle ist die metrische Grabschrift des Bisehofs Aureus ausgezogen; sie steht "«* Latomus 425 f. An der 3. Stelle wird die Grabschrift der Königin FaMraüana im lateinischen Wortlaut gegeben; sie sieht in der Darmstädter Hs. Bl. 80 und ist aus einer anderen Hs. abgedruckt von Joffe, Bihl. rer. Germ. 3, 715 Anm. Weitere hergehörige Stellen seheinen nicht vorhanden zu sein. Höchstens könnten etwa noch die 'vielen Metra' über Hz. Friedrich r. Braunschweig 282 in Betracht kommen. 26. Successio episcoporum Moguntineusium. In erweiterte Bearbeitung bis i486 mit Fortsetzung bis 1508 hg. v. Huber, Fontes rer - Germ. Böhmer 4, 355ff. Vgl. Huber das. XLJJ f. _ , Hierher gehören von den 6 Einzeleitaten der 'Chronik von Mainz * e 4 mittleren : 23. 68. 77. 79. Es sind nur beiläufige Erwähnungen, r >Ü~-7f) mit 'auch'. Und wo dieselbe Quelle sonst sich zeigt, bleibt sie uncitiert. Denn sie konnte ihrer Art nach nur kleine, weit verstreute Beiträge zu G 's Text liefern. Es ergibt sich aber, dals die durch 'l^ne Citate bezeugte Mainzer Bischofsreihe sehr oft mit herangezogen 60* wird. So, meist sicher: zwischen 23 u. 68 noch 40. 53 f. 60. 63; nach 77. 79 noch 88; darauf einigemal erat nachträglich, nämlich 133. 137. 139. 146 f. 152; fernerhin 206. 219. 225; nachträglich 227; dann 229. 236. 243. 246. 250. 251. 255. 261; zuletzt 277. Angewiesen sieht sich G. auf unsere Quelle, um seine Liste der Mainzer Erzbischöfe nach dem Aufhören der Gontinuatio Lamperti weiter fortzusetzen. Vgl. oben 46*. Das beginnt 133. Da ihm die Successio aber keine Jahreszahlen, sondern nur Begierungsdauern bietet und ihn dabei gleich einen falschen Ausgangspunkt nehmen tatst, so gerät seine Chronologie in völlige Verwirrung. Die Successio gibt dem ED. Konrad I '12 Jahre, die vielmehr auch seinem Vorgänger Arnold mitgehören. Es sind che Jahre 1153—1165. G. rechnet jedoch von '116f an (s. oben 46*) und kommt mit '12 Jahren' für Konrad und '18 Jahren' für Christian I bis 1191 statt 1183. Es folgen Curt widder (Conradus restitutus) mit '17 Jahren bis 1208 statt 1200 '), Siegfried II mit '30 Jahren" bis 1237 statt 1230 2 ), Siegfried 111 mit '19 Jahren' bis 1250 statt 1249*), Christian II mit '2 Jahren' bis 1258 statt 1251. Dann gewinnt G. aus anderer Quelle [Miedesel] neben einer mifsrerstanäenen Angalte über 7 Jahre Werners die beiden richtigen Jahre 1284 und 1286. Er gibt deshalb Gerhard 1 statt '.9 Jahre' 19, bis 1277 statt 1259, und Werner statt '25 Jahre' nur 7, bis 1284; s. unten 225 Anm. 6; 227 Anm. 26. Vom Eintritt Heinrichs 11 1286 an führen ihn nun dessen '3 Jahre' in der wieder benutzten Successio auf 1289 statt 1288; nach deren weiteren Angaben erhalten Gerhard II und Peter richtig die Endjahre 1305 und 1320, Matthias und Heinrich 111 zusammen 30 Jahre, bis 1350 statt 1353, loobei das richtige Endjahr 1328 für Matthias ans anderer Quelle stammt; s. unten 246 Anm. 14. Ebenso sprechen wohl andere Quellen mit bei der Ansetzung Gerlachs bis 1369 statt 1371, Johanns 1 bis 1370 statt 1373, Adolfs 1 Ins um 1390 statt 1390*). — Einzelheiten des Textes der Successio lassen sich bei G. wiedererkennen bis zum Eintritt Konrads 11, also bis 1390; dann hört die Verwandtschaft auf; s. unten 277 Anm. 11; 279 Anm. 10. Nichtbenutzt ist 0. B. Successio 362 Conradus . . . obiit Altaville; Johannes . . . frater Adolphi. Von demselben Zeitpunkt an, mit dem Tod Konrads 1396 beginnend, steht G.'s Chronologie ivieder auf festen Eüfsen. Woher er die neuen Kenninisse nimmt, läfst sich nicht bestimmen»). — Der Successio-Text der Vorlage G.'s scheint, loenigstens so weit wie G. ihm folgt, dem der obigen Ausgabe ziemlich gleich gewesen zu sein, bis auf die in diesem, vermerkten Jahressahlen. Sie hat G. offenbar nicht gelesen. Sie können aber ) Aus der Thüringerchr. hat Q. 144 Konrad schon beim Jahre 1183. Kr nimmt ihn aber hier als Gegenbischof gegen Christian; vgl. unten 139 Anm. 7. ') Du Gleichnamigkeit des oft vorkommenden Nachfolgers hinderte G., seinen Irrtum zu erkennen. - Zu '1237 s. unten 206 Anm. 3. ») Dagegen sah G- nachher 414 f in der Stein: aus Urk. v. 1254. dafs damals bereits Gerhard regierte. ') Ans anderen Quellen stammt: Ludwig um 1373 (1374) bis 1382. S. unten 207 Anm. 5 u.lo; 273 Anm. 3. *) Für Johann II wird der Eintritt richtig erst zu 1397 gesetzt (279). Von 1434 an erscheinen auch Tagesdaten. Der Tod Adolfs U 1475 fehlt versehentlich. Die Liste schliefst mit einem zeitgenössischen Nachtrag zu 1513 statt 1514. 61* auch nicht echt sein, da sie den Regierungsdauern zum Teil widersprechen. Die Niederschrift, die der Ausg. zu Gründe liegt, stammt von Hartmann Sehedel, ursprünglich aus dem Jahre 1490. 27. Alte Geschichte)!, und Freiheiten der Stadt Mainz. Darmstädter Hs. 820 Bl. 69—78' 1 ). Vgl. A. Wyfs in Centralbl. f. Bibliothekswesen 11, 473 f. Ein Einzclcitat der 'Chronik von Marne 1 ist noch übrig: 134, das letzte- Es bezeichnet einen fast die ganze Seite 133 füllenden Auszug aus der deutschen Quelle, der ich den obigen Titel gebe. Die Heine Schrift ist eine mit groben Fabeln ganz überwucherte späte Erzählung vom Aufkommen, alten Schicksalen und Errungenschaften der Stadt Mainz 2 ). Uncitiert ist sie noch ein 2. mal benutzt 137, wo sie aber zu G.'s Text nur einen Meinen Satz liefert. Viel konnte er uiit ihr nicht anfangen, schon wegen ihrer chronologischen Unbestimmtheit. Ich möchte jedoch vermuten, dal's die Phantasien dieser Quelle, ihre Berufung auf uralte Freiheitsbriefe, ihre Angaben zur Verfassung u nd örtlichen Entwicklung der Stadt, anregend gewirkt haben könnten !">' G.'s spätere Erfindungen über Alt-Prankenberg. H. Hessische Chroniken. Ein Kernstück für den Aufbau der Lehr, gewinnt G. durch den QueUenstoff, den er seiner Aussage nach aus 2 verschiedenen hessischen Chroniken schöpft, die uns beide verloren sind. Seine Mitteilungen aus ihnen sind sachlich wichtig und verdienen deshalb e,n >' nähere Untersuchung. Wir wollen zunächst sehen, was sich über den Bestund der beiden von ihm genannten Quellen je für sich fest- s tellen läl'st, dann wollen wir ihren Gesamtinhalt und ihre etwaigen Beziehungen zueinander ins Auge fassen. _ 28. Johannes Riedesel, Hessische Chronik, vielleicht in '''deinisehcr Sprache. Bezeugt für die Jahre 1232 - 1337. Verloren*). Teilweise verwandte Quellen: Cronica S. Petri Erfordernis tnodema, bis 1335 ; Ausg. v. Holder-Egger, Mon. Erpfesf. 150 //'; — vronica Reinhardsbrunnensis, bis 1338; Ausg. v. Holder-Feiger; MG. iS ' S - 30 J, 515ff. Auf die 'Chronik Johann Riedesels''*) beruft sich G. in der . . ') Ohne Titel. IJeberschrifi: scripta in lingwa vulgari, extraeta supra ex ar- g^ IS et cronicis Maguntinensibus. -) Was G. 133 wiedergibt, geht in den *rundzügen zurück auf Ghristiani archiepiscopi Über de calamitale ecelesiae Mo- SUntinae, MG. SS. 25, 236 ff. ■') Ausführlich erörtert von Pistor ZUG. 27, 4f J» jß — iJafs etwa Wigand Lame unsere Chronik noch gekannt habe, ist voll- ,;*% ausgeschlossen. Die sog. 'Biedeselschen Kvcerpie' sind, nicht, nur in der Hauptsache', Auszüge aus der Lehr. Sie verdanken ihren törichten Namen dem '»stand, dafs einigemal G.'s Citat TäedeseV mit ausgezogen ist. ") So 3; JOöan Ryteselfs historien 411 (Stchr.); sonst Johan Rytesel (schribet, 217 1 be- oje et J> meist mit Zusatz in Syrier croniken. Namenform Ritesel 237- 242 1- 2io. i ir 'i Johannes Rydefsel 207; die nur hier bezeugte Form des Vornamens übernehme "''' oben wegen 'der Vermutung lateinischer Sprache. — Ein anderer Rytesel Mb. 62* Lehr, aufser 3 (allgemein) 30 mal: 201. 203. 207; 213—215 viermal. 217 zweimal. 219.223.220. 228—229 dreimal. 231—234 fünfmal. 237—240 fünfmal. 242 — 213 dreimal. 245. 246. Von 6 weiteren Ci- taten in der Stchr. ist 411 — 207; 413 = 213; 417 = 226; 419=229; 426 = 2421; 428 wohl bedeutungslos. Zwischen, den Citaten der Lehr, aber steht eine Reihe von un bezeichneten, Stellen, die entweder mit den 'Riedesel'-Stücken oder mit der Cronica S. Petri Berührung zeigen, am deutlichsten 212. 216. 227. 241 (mit 'viele Chroniken!). 243 II. Ferner ist zu beachten, dafs G.'s Text 229 eine grol'se Lücke hat, wo unsere Quelle noch weiter benutet worden und eitiert gewesen sein kann. Für einen Teil des Inhalts der Quelle gibt die Berührung mit der Cronica S. Fetri einen festen Anhaltspunkt. Sie steigert sich einigemal zu förmlicher Textübereinstimmung, so 203 (mit Citat). 227. 227 f (mit Citat). 241. Alles dies zusammen läfst unsere Chronik in dem eng timgrenzten Abschnitt zwischen den 30 Citaten 201—246 ziemlich geschlossen heraustreten. Ihr unbekannter Verfasser trägt den Namen eines sehr bekannten oberhessischen Adelsgeschlechts. Doch gibt es seit dem 15. Jahrhundert und bis zur Gegenwart auch unedle Riedesel in Oberhessen. Der Name Johannes ist im Ad eis geschlecht aufser ordentlich, häufig 1 ). Als Chronist würde für das 14. Jahrhundert am ersten ein Cleriker in Betracht kommen 2 ). Auch deren sind, unter den damaligen, Johannes Riedesel viele. Bemerkenswert ist, dafs G. den Chronisten nicht als 'Herrn'' bezeichnet"). Er kannte ihn also weder als Priester, geistlichen Würdenträger, Doctor, noch als Ritter. Die Sache selbst wird freilich hierdurch keineswegs entschieden. Einen näheren Titel gibt G. dem Werk Riedesels nicht. Er nennt es allgemein 'Chronik'; nur einmal in der Stchr. spricht er von Riedesels 'Historien'. Dafs es eine hessische Chronik war, ergibt der Inhalt. Und zwar hat das, ivas G. aus ihr mitteilt, seinen Schwer"' punkt in Erzählungen von Lgr. Otto I, dessen Regierungszeit nicht überschritten wird 4 ). Beim Feldzug von 1327 wird ein ausführlich einsetzender Bericht mit kurzen Worten abgebrochen, ohne dafs des Hauptereignisses, der mainzischen Eroberung von Giefsen, gedacht wird. Damit hören die Gitate auf und zugleich auch die Anklänge an die Cronica S. Petri, die doch gerade von hier an noch manche für Hessen interessante Nachricht enthält 6 ). Dagegen beginnt nun eben hier, mit dem Jahr 1328, allerdings erst nachträglich in der Stchr., aber glaublich, die Berufung auf politische Nachrichten der Hessenchronik. War aber Riedesel, wie man danach wohl annehmen könnte] ein Zeitgenosse Lgr. Ottos I, so liegen uns die Auszüge, aus seinem — ' i Vgl. z. B. Landau, Hess. Ritterburgen 4, 2 ff; Pisior ZUG. 27, 631 Ahm.; HUB. I 1 -3, Begistcr; Mitt. a. d. Stadtarch. v. Köln Heft 9 u. 22: Botanische Forschungen hg. v. Vollmöller 6, 461; AHG. 14, 221; unten 287 Anw. & u. 17. *) Landau a. a. 0. 2 denkt z. B. an einen Johann, B. Johanns Sohn, Propst zu Goslar 1330. '■') Was er z. B. bei Dietrich v. Apolda niemals versäumt; vgl oben 48*. Auch sich selbst nennt er Herr; s. unten 466. 469. 470. <) Denn er starb nicht '1323', wie bei G. 243 auffallender Weise steht, sondern erst 1328. '') S. Mon. Erphesf. 3:',n Z. 4 ff u. 11 ff; 360 Z. 14 f\ 362 f. 63* dann jedenfalls lateinisch geschriebenen — Werk nicht rein vor, sondern in sehr starker Ueberarbeitung durch einen viel jüngeren Benutzer. JJas wird die nähere Prüfung des Inhalts unten zeigen. 29. Hessenchronik, in deutscher Sprache. Für die Genealogie des Landgrafenhauses bezeugt von Heinrich I an und wohl bis W. Verloren, Vgl. Diemar ZHG. 37, 33 ff 1 ). Ms Quellen vermute ich unter anderem: 1, Kleine Hessen - chronik, ursprünglich wohl bis 1471; vorliegend mit Nassau-Dillcn- ourger Fortsetzung bis 1497; abgedr. v. Diemar ZHG. 37, 37 ff. — y Schadenregister Lgr. Hermanns v. Hessen 1377; abgedr. v. Landau, Ritter■gcsellschaften in< Hessen 167 ff. — 3. Appellation Lgr. Hermanus 1.387; abgedr. r. Friedensburg ZHG. 21, 264ff. Die ' Hessenchronik/'''') wird verhältnismälsig wenig genannt; nämlich aulser 3 (allgemein) 14mal im 2. Teil der Lehr.: 227. 244. 245 '-, 258—259 dreimal. 204; 269.273 — 275 fünfmal, 281; dazu noch \ > na l' tn der Stchr.: 427, was eine richtige Ergänzung zu 246 zu sein scheint. Mindestens 1 mal mu/'s sie auch 264/66 in G.'s Original- ondschrift genannt gewesen sein. Von der tatsächlichen Benutzung er »erloreneu anonymen Quelle geben aber diese spärlichen Citatc Jfenbar ein falsches Bild. Verschiedene Anzeichen 'weisen bestimmt ( arauf hin, da/s G. in der Hessenchronik jedenfalls mehr fand, als er "ws sagt. Sehr aufklärend wirkt zunächst die Beobachtung, dal's die Textilien der 5 Citate 227. 244. 245. 259. 273 II zu einem erheblichen cd wörtlich übereinstimmen mit den von mir als 'Kleine Hessen- Crom/:' betitelten kurzen Aufzeichnungen, die in ihrem Kern auf [''"' U a nz knappe Genealogie von 1433/38 zurückgehen, die ich ZHG. J ,.' 34 f als 'Hessische Fürstenreihe' veröffentlicht habe. Bas Ver- OAmis jener Kleinen Hessenchronik zu der von G. benutzten grösseren esx enchronik dürfte demnach so zu bestimmen sein, dafs die Kl. H. ,"°" W'bende Teil war 3 ). Kehrt nun der Text der Kl. H durch Vereitelung der H. bei G. wörtlich wieder, so ist die H. ein erst in der W T CW ^ 6 ^ des 1:) ' ^ a h r hunderts in deutscher Sprache geschriebenes d Tt (Je ™ esen - Für G.'s Text aber gewinnen wir aus der Kl, H neben St" j Si "ti!ßtng der durch obige 5 Citate bezeichneten Hcssenchronik- ' ucke die Best immune) einer grö/seren Anzahl unbezeichneter Stücke mnzu. Wir sehen an der Hand der Kl. H, dafs G. die H, ohne e zu citieren, von zweifelhafteren Fällen abgesehen, mitbenutzt hat »enon 217. 222; nach 226 f (Citat) wieder 237. 237 f (Citat 'liiedesel'). 39 1 (ebenso). 240 f. 243; nach 244 1 (Citat) gleich weiter 244 II; «w 245 (Citat) ivohl 248. 249. 250; nach 258 f {Citat) noch 259 f >r* 69 ^ dam tyttf- 373 z 9 u - 3 v - H -)'i nach 27311 [Citat) noch °*f und wohl auch noch 288. 288 f. 292 (bei 1446). 2981. 298 IL 1 (bei 1-171). Alles, was sich so als Bestandteil der Hessenchronik nix '} V Ü L am]l Pistor ZHG. 27, 85 ff. — Laute zeigt keine selbständige Kennt- «0« t f nserer Quelle. 2 ) Chronik der Hessen ,?. 274 II; von Hessen 264. 275; di/li' U (kr Hessen Chroniken ") Die Kl. H. ist zwar viel ausfüluHvhcr als *urstenreihe', baut sich aber deutlich auf ihr auf. Vql. ZHG. 37, 45 u. 49. 64* bei G. zusammenfindet, habe ich ZUG. 37, 45 ff in dar Reihenfolge der Kl. H. gemeinsam herausgehoben '). Dieser der Kl. H. entsprechende und ihr wohl entnommene Bestandteil unserer Quelle hat hauptsächlich genealogischen Inhalt. Ihm aber gesellt sich dann ein anderer, eigener, Bestandteil der Hessenchronik bei, den die übrigen 2 Drittel der Citate G.'s bezeugen. Sie beginnen im Gegensatz zu den besprochenen 5 Citaten erst nach den Riedesel-Citateu und stehen aufser 427 eng zusammengedrängt 258. 264. 269. 273-275. 281. Dieser neue Bestandteil der 11. hat, kurz gesagt, politischen Inhalt. Er spricht von meist kriegerischen' Ereignissen unter Lgr. Heinrich, II und Lgr. Hermann. Audi, hier sind G.'s Citate ziveifellos nicht erschöpfend. Den 10 bezeichneten Stücken lassen sieh unbezeichnete von gleicher Art einreihen, einige mit voller Sicherheit- Ich glaube diese Reih: von Hessenclironik Stellen zunächst so vervollständigen zu dürfen: 246 (Citat 127). 258 1 (Citat). 258 II (Citat). 2601. 260 LI. 262—264 (Oitat). 264—266 (Citat ausgefallen). 268f (Citat). 270f. 271 f. 272f (Citat). 273f (Citat). 274 (Citat). 275 (Citat). 277f? 2S0. 281 {Citat) Ob noch andere unbezeichnete Stellen in Betracht kommen, namentlich auch zwischen 246 u. 258, sei dahingestellt' 1 ). Wahrscheinlich aber ist mir, da/'s noch 2 Stellen mit Berufung auf urkundliche Quellen hergehören: 269 fu. 275 f. An der 1. Stelle werden citiert: brieffe u. sige] u. alte register versigelt; unter diesen aber tritt namentlich, hervor dasselbe noch vorhandene Schadenregister Lgr. Hermanns von 1377, das vorher schon mehrfach in Hessenclironik-Stellen benutzt war, nämlich 246. 266. 268 f. An der 2. Stelle wird citiert: eyne absolucion, die man zu Margburt; nach hat; und aus dieser noch vorhandenen Urkunde von 1388 wird namentlich die ihr inserierte Appellation Lgr. Hermanns von 1387 zu einer Erzählung verarbeitet, die der Hessenchronik sehr wohl angehören kann, während sie als Eigentum G.'s betrachtet ganz einzigartig dastehen würde*). Heber charakteristische Züge dieser 2. lieihe von Hessenehronik- Stellen mufs schon hier einiges bemerkt werden. Erstens fehlt es sehr an Kenntnis der Frühzeit Lgr. Heinrichs II. Zwischen 246 zum Jah,re 1328 und 258 zum Jahre 1360 tritt die Hessenchronik vor anderen Quellen G.'s ganz zurück. Was das 'alte (!) Schadenregister von 1377 aus dieser Zeit mit enthielt, war undatiert; es wird deshalb mit Ausnahme dereinen Stelle 246 erst 268 /' (Citat 'Hessenchronik') und 269 f [Citat 'Register') nachträglich und teilweise zu ganz falschem Zeitpunkt beigebracht. Zweitens stellt sich sehr deutlich heraus, dafs der Gesichtskreis des Chronisten seinen Mittelpunkt in Oberhessen hat, wogegen Niederhessen stark zurücktritt, viel mehr als bei Riedesel. Und damit hängt dann eine dritte Eigentümlichkeit zusammen, das ist das besondere Betonen, der hessischen Beziehungen zu Nassau, namentlich der Linie Dillenburg. So ist von Feindschaft der Dillen- "■) Daselbst m 47 Z. 11 ergänze: 'Anm 2 a. Dufs lefsit man in der Hessen Chroniken'. — Die B Citate G.'s stehen demnach: 46 Anm 7; 47 Anm. 2. 2«. 7; 48 Anm. 3. '-'I Vgl 261 Anm. 6; 256 Anm. 1 u. !): 257 Anm. 1; 25S Anm. 16 u. 23; 259 Anm. 11 u. 12; 261 Anm. 22 u. 29. ■') Vgl. oben 31*1 Nr. 65 u. 66. 65* burger hauptsächlich oder nebenbei die Bede 246. 258 U. 262. 268 f. 369 f. 272. 275. Bisher haben wir uns für die politischen Stücke der Hessenchronik in den Grenzen ihrer Citate gehalten. Aber wie die genealogischen Stücke weit über das letzte ihnen zugehörige Citat 273 II hinausreichen, so dürften wohl auch jene sich noch über 281 hinaus verfolgen lassen. Bas dortige letzte Citat steht zwischen den Jahr- ungaben 1398 und 1400, der Text aber scheint bereits bis zum Jahre 1409 zu führen 1 ). Bann folgen 282 — 287 sieben meist große Absätze m ü ausführlichen Erzählungen ohne Citat. Sie behandeln datierte Ereignisse 1400—1413 und undatierte 1413 ff. Ihnen schliefst sich ^87 unten die stark betonte Erklärung an, hier sei ein Einschnitt l >n Quellenstoff' 1 ). Von der weiteren Landgraf engeschichte finde sich nicht viel beschrieben 1 . Bas Bisherige aber, wird ausdrücklich ge- s>, ist l anf kein Hörensagen geschrieben'. Mindestens eine erzählende Quelle G.'s mufs also bis hierher gereicht haben. Ich wül'ste nicht, welche es anders gewesen sein könnte, ah die Hessenchronik. Auch macht die ganze Nachrichtenreihe einen ziemlich einheitlichen Eindruck. Und sowohl ihre Art wie ihr Inhalt scheint zu unserer Quelle gut eu passen. Besonders bemerkenswert aber ist auf jeden Fall, daß hier zwischen 282 und 287 die Händel mit Nassau-Billenburg in yanz augenfälliger Bevorzugung in mehreren Absätzen breit hervortreten^). Ich mache hier Halt, um die in ihrem äußeren Bestand so iveit '"* mehr oder weniger Sicherheit erschlossenen beiden verlorenen hessischen Chroniken nunmehr gemeinsam auf ihren Einzelinhalt hin z u betrachten. I. Biedesel und Hessenchronik 1232 — 1327. 200 f. Topographische Angaben über Fritzlar. Steinbrücke; s -200 Anm. l. 'Wie man das noch wohl sieht': Gräben; vgl. 226 -• 9 f. 'Denn, ivie Biedesel schreibt': die Stadt war vormals größer, ? . s i e jetzt ist. Bios irrig. — Jene Angaben gehörten wohl schon ** Biedesel zu einem Bericht über die Zerstörung Fritzlars 1232. Hfl. deren nachträgliche Erwähnung 226 Z. 5 ff bei 'Riedesel', -besonders betont wird 200 u. 226 das Verbrennen der Einwohner. v 9l. 200 Anm. 2: Cr. S. Fetri u. Cr. Reinh. o v 203 - 'Biedesel'. Ketzerverfolgung um 1233. Entsprechend Cr. »• Petri 229. 230. 231: *n denselbin getzyten u. darvor 1232. In Alemania perfida he- was vil kettzerye u. ungloubens resis, que ibidem diu oeculte pul- ' n den landen uffgestanden, so das lulaverat, est manifesta. Quapro- ^eister Curt von Margburg..... pter.....heretici per magistrum jauche kettzerige . . . verstörte von Cünradum de Marburc auetoritate °bistlichem bevele. apostolica examinati ac.....con- busti sunt. Ion- ,'' V 9 l - untm 381 Anm. 17 u. 20. ■) V<ß. oben 13*. ') Genea- "Sisches aus der TTessenchronik findet sich 282/87 ebenfalls. Doch geht dies ja noch viel weiter 66* t Sonderlichen so bekarte lie . . . 1233. Intcr quos (infamatos ab Hinrich, graven zu Scyn, der..... heresi) comes de Seine accusatus in den irthum kummen was;..... inducias expurgacionis ulteriores eme wart sin hör beschorn alfs obtinuit. eyme bekartin kettzer. Vorters so wurden.....lüde {1233) multitudo . . . igne crcbegriffen; ettzliche bekartin sich, mataest,... plures heresim abiura- etzliche wurden verbrant. verunt. Hierbei ist der wohlgeborene Heinrich v. Sayn wohl mit Heinrich v. Sohns vermengt, der wirklich sich aus Furcht vor Konrad als Ketzer bekannte und scheren liefs; s. 203 Anm. 5. — Verbrennen trefflicher Leute zu Marburg (topographische Einzelheit); 'darum heilst es noch in der Ketzerbach'. Falsche Etymologie; s. 203 Anm. 7. — Hie edeln Schenken zu Schioeinsberg müssen ein ihnen zugehöriges altes Weib verbrennen lassen. — Hierum wird der heilige Mann tot geschlagen 1233. Gr. S. Fetri 230: Quapropter.....iuxta Marburc . . ipsum una cum.....probate vitc viro.....oeeiderunt 1233. Doch auch Ann. br. Marburg.: 1233 occisus est mag. Conradus. Lgr. Konrad Wst die Ketzerschulen, insonderheit Schloß Willandefs- dorff in der Grsch. Nassau, zerbrechen. 207. 'Riedesel' (wietlerholt 411). Lgr. Hermann, S. Elyzabcth soen, in Hessen- Cr. S. Fetri 237: lantgravius Hassie, filius s. Elizabeth. — Er sieht des Fürstentums Dörfer verkommen, die der Junker und Edelleute in Blüte. Er rächt sich an der Jungherren Dörfern. [Heftiger] Ausspruch von ihm. Er wird von den Edellcuten vergiftet; 'man spricht', es sei zu Wetter geschehen. Irrig. — ' Wie dem allen' [Quellenübereinstimmung]: er stirbt zu Krensburg 1241. So Gr. S. Fetri 237. 212. Ohne Gitat. Mainz baut Schlots Einhoch, das nennen wir Melnau. Uebereinstimmende Angabe 215 Z. lf bei 'Riedesel'. 212 f. Große Zwietracht 1 ). — 213. 'Riedesel' (wiederholt 413). Das Land zu Hessen hält einen gemeinen Landtag der Grafen, Ritter, Edelleute, Amtleute und Obersten aus Städten und Gerichten. Zweifellos ein starker Anachronismus. Vgl. Ligen- Vogel ZUG. 20,156 f; auch Bommel', Hess. Gesch. 2, Anmu. S. 150 f; Landau ZHG. 2,286f und (gegen Landau) Küch ZHG. 10, 211 f. 227. 228-\ — Man erklärt den etwaigen {!] Sohn der Tochter S. Elisabeths, Sophia zu Brabant, zum rechten Erben und Herrn des Landes. Vgl. 211: das Land 'hat' den rechten Erben und Herren gefolgt, die vom legi. Blute S. Elisabeths geboren sind. —Man läl'st Briefe machen (schickt Botschaft) an Heinrich v. Brabant und Sophia. Heinrich gibt seinen 3 jährigen jüngeren Sohn ') Vgl. 213 Anm. 1 (Cr. Beinh.); Joh. Nuhn in Selecta Senckenberg 3, 322 (gr. Zw.). 2 ) Dafs man noch in neuerer Zeit unsere Erzählung als geschichtlich zu raten versucht hat, erklärt sich wohl mit aus den kurhessischen Verfassungskämpfen des 19. Jahrhunderts. So scheint der Wunsch der Vater des Gedankens, wenn selbst Landau, Beschreibung des Hessengaucs (1856) 242 ff den angeblichen Landtag von 1247 als 'eine einfache und ganz naturgemäfse Fortsetzung des alten Gaugerichts' bezeichnet und 'genügende Gründe' vermifst, sein von 'den Chroniken' bezeugtes Vorhandensein in Zweifel zu ziehen. Wie die Sache immer noch spukt, nagelt Wenck ZHG. 41, 347 fest. 67* Heinrich,. Mit ihm wird Sophia [nicht erwähnt ihr Gemahl] vor allen Schlössern und Städten empfangen (Einzelheit) und nimmt das Land ein. [Z. 24 Huldigung] *). 213 f. 'Auch irmaisc RiedeseV. Sophiens Brief-Titel: tochter S. Elyzabeth u. s. w.; vgl. 213 Anw. 9. Ihre Landesregierung. Charakteristik Sophiens. — Sie zieht (anschauliche Einzelheiten) mit 800 Wappenern nach Thüringen und nimmt etliche Schlösser und Städte ein. Vgl. 213 Anm. 10: Cr. Reinh. — Der Hz. v. Braunschweig hilft, Sippschaft halber. Vgl. 214 Anm. l: Cr. S. Petri. Er nimmt die 'Grafschaft an der Werra ein. Anachronistischer Ausdruck; s. 214 Anm. 2. — Abkommen mit dem Mkgr. v. Mci/sen. 214 f. 'RiedeseV'. Sophia in Hessen [verschiedene Zeiten]. Sie zieht vor landschädliche Schlösser, bricht Schlots Weilsenstein und Schlots Hoelynden, das gelegen 'hat' zwischen Wetter und Biedenkopf (topographische Einzelheit). Sie bringt Schlots Reichenbach 'wieder zum Lande . Sie unterwirft Blankenstein; vgl. 214 Anm. 16: Urk- 1261. Sie baut dabei ein neues Schlots (topographische Einzelheit); 'es heilst noch heutzutage uff der Nuwenburg. Sie baut gegen Einhoch Schlots Frauenberg. 216. 'RiedeseV. Sieben fruchtbare Jahre [zeitlich unbestimmt] 2 ); Einzelheiten. Vgl. hier unten zu 238 f. 216. Neben der allein citierten Thüringerchr. Sophia fordert in Thüringen die Erbschaft der Lande. Reden. Aber der Mkgr. ist gefreundet in Städten und Schlössern; er weil's, dafs sie verwitwet ist und ohne Freunde in den Landen; er kehrt sich an keine Rede. 216 f. 'Auch RiedeseV. Sophia erlangt auf heftiges Begehren Einla/s in Eisenach, das ihren Sohn als rechten Erben anerkennt. Huldigung. Vgl. 217 Anm. 2: Cr. Reinh. 217. '■RiedeseV. Sophia wieder in Hessen. Sie verpfändet an Mainz für genannte Summe Wildungen, das vergeblich zu vil getzyten >st geheisschin wurden widder zum lande. Vgl. Anm. 6 u. 7: JJrkk. 1263, 1294. 1347. 1368. 217—219. 'Meistenteils Riedesel'. Sophia lä/'st auch ihren ältesten Sohn [Stiefsohn!] nach Marburg holen; irrig. Titel 'Kind zu Hessen' und 'Kind zu Brabant'; wie Kl. Hessenchr. — Sophia wieder in Thüringen. Der Erbestreit vor den 'Aeltestcn der Ritterschaft in Thüringen. Verabredung; Anklänge an die Kl. Hessenchr. Titel und Wappen; Betonung der kgl. Herkunft durch S. Elisabeth. ~~ Sophia wieder in Marburg. — Erfolgloser Tag zu Eisenach, in aer Katharinenkirche [statt Predigerkirche]; viele anschauliche Einzelheiten (Rippe von S. Elisabeth, Handschuhe). Scharfe Reden. Vgl. 218 Anm. 4 ff: Cr. Reinh. (Anm. 7 Handschuhe). — Bruch. FeMe in den Landen. Vgl. 219 Anm. Iß: Cr. Reinh. 222. Ohne Gitat 8 ). Lgr. Heinrich, Enkel S. Elisabeths, und seine Familie; teilweise wie Kl. Hessenchr. (Perfektform Z. 30). Dazwischen: Charakteristik Heinrichs; vgl. hier unten zu 236 f. ') Zur ganzen Erzählung vgl. Nuhn in Sei. Sende. 3, 322 f. ') Ohne Stütze in anderen Quellen; vgl. Cursehmann, Hungersnöte im MA. 1751), wo unsere Stelle (170 oben) sehr allein steht. ") Z. 32 ff' ist abzutrennen. V* 68* 223. 'MiedeseV. Heinrich mit seiner Ritterschaft hilft einem gesippten Freund [Henneberg] bei Kitzingen [126GJ. Irrig Sieg statt Niederlage. 223 f. Neben allein citierter Nachricht 'zu Haina' ? Streit mit den Westfälingern 1270. Vgl. 224 Anm. 3: Cr. S. Petri. 225 f. 'BiedeseV (wiederholt 417). Werner v. Mainz hatte [Vorgeschichte s. hier unten zu 2311] den Fürsten und das ganze Land zu Hessen in Bann und Interdikt gebracht. ( Vgl. 276 Z. 6 ff [Hcssenchr.]). Heinrich ist 7 Jahre [1273—1280] im Bann. Werner lagert im Busecker Tal. Heinrich sendet treffliehe Botschaft und bietet genannte (hohe) Summe. Werner zieht nach Fritzlar und tut grol'sen Schaden. Gottfried v. Ziegenhain und andere helfen ihm; vgl. 225 Anm. 14: Urklc. Heinrich erscheint mit allgemeinem Landesaufgebot vor Fritzlar. Viele anschauliche Einzelheiten. Topographische Angaben; vgl. hier oben zu 200 f. Werner mul's Freundschaft und Sühne suchen, dem Lgr. und dem Land Absolution bestellen und' den Schaden kehren. Vertrag über die Sendgerichte in den Städten des Landes und Fürstentums. Teilweise wohl auf urkundlicher Grundlage; die Sendfreiheit wird aber anachronistisch zu weit gefafst. 226 f. 'Hessenchronik'. Heinrichs I. Gemahlin stirbt [1274]; sie liegt neben Lgr. Konrad; 'man spricht, sie sei selig. Vgl. 226 Anm. 7: Cr. S. Petri. — Kinder Heinrichs; zumeist wie Kl. Hessenchr. 227. Ohne Citat. Mainz 1284—1286. In ursprünglicher Fassung 1 ) wörtlich wie Cr. S. Petri 288f: 1284 . . . starp bisschoffWcrn- 1284 dorn. Wernherns archiep. her zu Mentz 2). Do wurden Mogontinus obiit, et vaeavit sedes tzwene gekorn in eyner tzwey- per 2 annos et 3 menses; nam dracht, die krigetin zu Roma duo electi per discordiam ambo umbe das bisschthum 11. vertzer- Romam pro confirmacione per- tin unmefslich groifs gut uff beyde rexerunt et ibidem infmitain pecu- siten; so das die tzweydracht niam expenderunt, et tarnen neuter werte 2 jarc u. 3 monde. Du eorumobtinuitquod volebat. Nam fyl keyfser Rudolff eyner parthie rex Rudolfus ep. Basiliensem, zu u. sante bisschoff Hinrichin Eratrem videlicct Heinricum de czu Basel, der dan eyn barfussen- ordinc Minorum fratrum, Roma- monch was, geyn Roma vor ey- 110 pontifici direxit, petens pro nen procuratorem. Derselbe bis- uno electorum predictorum; qui schoff zu Basel warp eine selber .....sibimetipsi . . . eundein umbe das bisschthum zu Mentz, archiepiscopatum obtinere cona- 11. herlangete es auch, u. wart batur; quod et fecit. Nam dorn- eyn ertzbisschoff zu Mentz. Unde papa . . . archiepiscopatum Mag. vor den er ufsgesant was, der .....episcopo Basiliensi . . • wart gefordert dargegn eyn bis- porrexit. Illique, pro quo rex schoff 3 ) zu Basel. petiverat [vorher: pro quo rex miserat eum], episcopatum Basiliensem donavit. ') Vgl. 227 Anm. c bis e. >) Vgl. oben 60*. ') So lies 227 Z. 21- 69* 227'f. 'Auch RiedeseV. Falscher Friedrich 1286 [statt 1284 u. 1285!]. Teilweise wörtlich wie Cr. S. Petri 289, aber mit Umstellungen und Zusätzen, die beide das nachbarliehe Wetzlar mehr hervortreten lassen. Der vor Riedesel genannte Engelhus ist nur Nebenquelle. 1- 1280 . . . quam eyn alt ... /. 1286 quidam senex trufator betrig-er an den Ryn in die stad veniens circa Renum in civitatem Nusfse .....ii. sprach, he were que vocatur Nus dixit se esse keyser Friderich . . ., der doch imperatorem Fridericum 1 ), qni 36 jar toit gewest was. pene transactis 36 annis ex hac luce migravit. *• St> wart er von dem bis- 4. Ouod postquam aliquo tem- schoff zu Collen verjaget. Defs pore duravit, tandem a dorn, ar- M'iam er geyn Wettzflar. chiepiscopo Coloniense . . . fuga- *• Unde hilt kostlichin stod, 11. Ins venit in . . civitatem . . . We- cr hatte g-elts 11. gudes gnung. phlaria 2 ). *• Dar quamen vil hern, ritterc 3. Multi.....ab eo benigne •'• knechte zu eine,.....die suseepti sunt et honeste.....tra- fterkante 3 ) he alle u. bisch sie by etati.....variis donariis. lr en rechten namen. 2. Ad quem multi nobiles con- rluebant, quos omnes per nigro- ■''• Dui's quam vor keifser Ru- manciam propriis nominibus sus- dolffe n; der czoch . . . vor die cipiebat 3 ). stad Wettzflar . . ., das sie den- 5. Ubi tandem a dorn, rege R11- Selben . . . eme musten . . . ande- dolfo miserabiliter igne crematus lo gen; do Hfs er en verbornen. est 2 ). dazwischen Erweiterungen. Hierbei: defs enweifs man die worheid "5ch nicht; defs enweifs man auch nicht; das Gerücht (s. 228 Anm. 11: Engelhus) ist nach in Doringen. 228. 'RiedeseV. Lgr. Heinrich bringt [zu verschiedenen Zeiten] 4 genannte Städte und Schlösser '■wieder zum Lande', die vormals dem ande abgewonnen waren. Anachronistische Auffassung; es waren vielmehr neue Erwerbungen und Gründungen. — Er baut Schlots Cassel. 228f. 'Auch RiedeseV {wiederholt 119). Fortsetzung [alles J^schiedene Zeiten/. Er baut auf Schlots Marburg den grolscn Saal. ■yuendort die Kapelle, die 1288 geweiht wird. Vgl. 229 Anm. 1: y r «- 1288. — Er baut den FranJcenbergcr Teich. (Perfektformen ~ 39 Z- 3). Vgl. 231 f, Nachricht 'zu Georgcnberg\ 229 f. Citat ausgefallen? Heinrich wird Reichsfürst und erhält rr' 1 ^' Adolphus v. Nassau,] 'auch' von fin LiicJceJ 'vorgenannten' Kurfürsten 'und Fürsten Briefe hierüber, zu Frankfurt 1292 (mit la 9)- Vgl. 229 Anm. 10ff: Urlclc. 1292*). , I Engelhus (1.) ohne Jahr: senex quidam in civitate Nutz finxit se esse Fre- ■, ricum - ') Eng. (3.) dagegen: Qui cum ad tempus regnasset, tandem a Colonien- Us crematus est. " ') Eng. (2.): Ad quem multi nobiles confluxerunt, quos omnes . 5c «ns, licet prius uunquam viderat, propriis nominibus suseipiebat. 4 ) Die 229 n >». 12 vermißte litera quinta ist jetzt als der Wilkbrief Bohemunds v. Trier «angewiesen worden von 0. Grolefcnd NA. 33, 226. Mehr als 6 WUlcbnefc Wen es nicht Die zwei brandenburgischen haben vielleicht den obigen Zusatz H Fürsten' veranlaßt. 70* 230 f. 'Riedesel'. Heinrich bricht und besetzt [zu verschiedenen Zeiten] 18 genannte, dem Lande feindliche Schlösser. Nur teilweise richtig; es sind auch friedliche Erwerbungen darunter und manches gehört überhaupt nicht zu Heinrich; s. 230 Anm. 10ff; 231 Anm. lf. — Heinrich halt reine Stralse und königsgleichen Fürstenstaat; Betonung der kgl. Herkunft durch S. Elisabeth. (Fcrfektformcn 231 Z.lff). 231. 'Riedesel'. Maine tut dem Lande grofsen Schaden. Irrig eingereiht, mit 'Gerhard' statt Werner [1271] '). Vgl. oben zu 225 f. Heinrich beschädigt Mainz tvieder und gewinnt ihm [bis 1273] 5 genannte Schlösser und Städte ab. Nuwenstad für Stadt Naumburg! Durch Sühne und Freundschaft [wohl 1280] werden 2 zurückgegeben. (Perfektformen Z. 12 f. 13 f. 14. 15. 17 f. 18 f). 232. 'RiedeseV. Heinrichs Söhne heiraten: Otto ihm ungenehm, Johann genehm. Heinrich macht eine [Teilung und] Mutschar des Landes für seine 'zweierlei Kinder'. Otto [nicht erwähnt Heinrich d. Jung] soll küren. Fr lehnt ab. Lebhafte Rede. Er zerfallt noch mehr mit dem Vater und fristet sich zu Amöneburg und in der Orsch. Ziegenhain. 232 f. 'Riedesel'. Fortsetzung. Heinrich erkrankt und wird für tot gehalten. Otto [nicht erwähnt Heinrich d. Jung.] unterhandelt im 'Niederland' zu Gassei fNiederhessen] mit dem 'Lande'. Rede. Gottfried v. Ziegenhain hilft ihn. Das 'Land' aufser 4 genannten Plätzen huldigt. Heinrich schickt eindringliche Klagebriefe an Kg. Adolf und andere Freunde. Er zieht, kaum genesen, mit Adolf [1296] vor Schlots Staufenbcrg, das 'den Grafen v. Ziegenhain war [bis 1450!/. Gottfried fügt sich. 234. 'Riedesel'. Fortsetzung. Otto wird vom- 'Lande' widerstrebend genötigt, das Land, jNiederhessenj wieder aufzugeben. Reden- Er nimmt die Mutschar an [und kürt Oberhessen/. Er erhält [1803103] Homberg a. d. Ohm und Biedenkopf und wohnt dort. — Nach dem Citat: er baut Schlots Biedenkopf neu.; topographische Angaben. 235. Neben anderen, nur zum Teil citierten Quellen. Gerhard v. Mainz und Albrecht v. Oesterreich gegen Kg. Adolf v. Nassau 1298. Adolf fällt (mit Tag). Vgl. Anm. 2 ff: Cr. S. Pctri. 236 f. Ohne Citat. Heinrichs Siegel-Titel; darin: filius natac S. Elisabeth; vgl. 236 Anm. 15. Er stirbt 65jährig, nachdem er fürstlich und wohl regiert hat, 1308 (mit Tag). Seine 2. Gemahlin stirbt 1309 (mit Tag). 237, in 3 Absätze gruppiert. Heinrichs Söhne Otto, Ludwig und Johann. Ihr Titel: pronepos S. Elisabeth; vgl. Anm. 2. Sie leben einträchtig nach der Mutschar: Otto, der zu küren [gehabt] hatte, um S. Elisabeths willen im Land an der Lahn, 'wie Riedesel schreibt'; [seine Halbgcschwister.j die 'letzten Kinder' Heinrichs (wie 232 Z. 6 t u. 11 bei 'Riedesel') in Cassel [Niederhessen]. - Familien Ottos und Johanns; wie Kl. Hessenchr. (vgl. 232 Anm. 1). Ludivig wird B. v. Münster; wie Kl. Hessenchr.' ') Werner v. Kppstcin seit 1259, nach Meinung G .'« aber erst seit 1Sff'> vorher Gerhard I; seit 128!) Gerhard 11 v. Eppstein. 71 * 237f. 'BieäeseV. Otto zieht [1325127] mit seiner Gemahlin, den 2 Grafen v. Ziegenhain und v. Waldeck, edeln Herren und Hütern nach liom [= Avignon] [ ) und erwirbt für seinen Sohn Otto von P. Johannes XXII das Erzbistum Magdeburg. Vgl. 237 Anm. 15 u. 17: Cr. S. Petri u. Urfoh. (in denen drei Johann Riedesel vorkommen). — Otto d. Jung, wird [1327] B. v. Magdeburg und baut Schlots Ottensteyn [dies irrig.']; ivie Kl. Hessenchr. 238f. 'Auch' liiedesel', neben 'vielen Chroniken, wohl wesentlich mitsprechend. Sieben unfruchtbare Jahre [1310 — 1316PJ 2 ); Einzelheiten. Vgl. hier oben zu 215. (Perfektformen 238 Z. 13 u. 15). Sterben an Hunger (um 1315); Massengräber; so in der Wüstung Smeet- stete bei Erfurt; Einzelheiten. Vgl. 238 Anm. 6ff: Cr. S. Petri. 239 f. 'Riedesel'. Johann und seine Gemahlin sterben an der Pestilenz 1311. Sie sind zum Annenberge begraben; teilweise wie Kl- Hessenchr. — [Johanns Bruder] Ludwig, Scholasticus zu Mainz [vielmehr schon B. v. Münster], läfst, damit das Fürstentum unverteilt bei einander bleibt, seinem [Halb-JBruder Otto das Land [Niederhessen] ein, gegen Marburg, Biedenkopf und Wetter. Ziemlich richtig; s. 240 Anm. 2f: UrkJc. - - Er wird Hm selben Jahre B. v. Münster (vgl- oben zu 237). Zeitpunkt irrig. — Er baut auf Schlots Marburg Kapelle und Saal vollends aus; teilweise wie Kl. Hessenchr. — Otto nimmt in Cassel / Niederhessen j Huldigung vom 'Lande'. 240. 'Riedesel'. Charakteristik Ottos. Er mahnt seine Söhne, das Land nicht zu verteilen; er selbst will eine etwaige 2. Gemahlin nur aus der Ritterschaft nehmen, damit nicht durch die 'zivei- «rlei Kinder das Land verteilt wird; das Fürstentum soll bei einander Reiben. Rede. 240 f. Ohne Citat. Entsprechende 'Ordiuantzie' (vgl. 124 Z. 15) Ottos: immer nur der Aelteste soll Landesherr sein. Daher Titelunterschiede, schriftlich und mündlich. Anklänge an eine Erzählung der Kl. Hessenchr., die aber verallgemeinert wird, vielleicht erst- von Gerst.; s. 241 Anm. 4. 241. 'Viele Chroniken. Ks. Heinrichs Vergiftung zu Florenz [statt Pisa!] und Tod 1313 (mit Tagen). Wie Cr. S. Petri 344 f: J->er keiser was zu Florentze; Cives (Florenses).....ipsum "• uff unfscr lieben frauwin tag' (imperatorem).....suseipiunt, et Hssumptionis . . . du ginck er in in ecclesia Predicatorum in die as- das Predig-ercloister u. wulte das sumpeionis b. virginis divinis mi- n - sacrament entphangin. Do steriis.....communicantem into- w art eine eyne ung-esente hostia xicant et in die s. Bartholomei & e gebin, da was vergifft ynne......transmittunt. -- Qui in ci- So starp er . . uff s. Bartholo- vitate Pysana . . est sepultus. aieus tag zu Pisa. ') Diese Ortsangabe ist kein sicherer Beweis für Unkenntnis des avigno- nischen Papsttums (1309—1409). Vgl. z. B. Vorzeit hg. v. Justi, Jahrg. 1822 "• 300 in Urk von 1332 (Marburq): auch solin si ridin in den hop zu Korne, wo ( j« Pabist ist, unn solin da bjehtin; HUB. I 2 S. 473 in Urk. von 1338: Bruder Hermann von Gießen willkürt über sich des babistes ban von Rome. "^ c . , 7 f38 Anm. 4 ff: Ourschmann, Hungersnöte 206 ff zu 1309—1317. wo unsere htcue (■406) lj C i, n j a ) lre W09 allein steht. 72* 241 f. 'Riedesel' (wiederholt 426). Nach landverderbendem Krieg Lgr. Ottos mit EB. Peter werden Frankenberg und Grünberg Mainz zu Lehen aufgetragen. Irrig; das war schon 1263 geschehen! — Peter erklärt die Lehen Lgr. Johanns für heimgefallen, iveil das Land seinerzeit verteilt worden sei. Otto behauptet, es habe sich nur um Mutschar gehandelt u.s.io. Lebhafte Rede. Neuer landverderbender Krieg. Unterhandlung und Stillstand; zum Wortlaut 242 Z. 17 vgl. 90 Z. 13 f. 242. 'Riedesel'. Heinrich v. Nassau gegen Otto wegen des Schlosses Bernbach bei Herborn. Vgl. Anm. 5: Ürlc. 1309. Heinrich baut Schlols Tringenstein [1323J25]. — Otto baut Schlots Huen; topographische Einzelheit. 242 f. 'Riedesel. Otto bringt durch Kampf mit Braunschweig- Qöttingen Schlols und Stadt Gudensberg 'wieder zum Lande 1 . Vgl. 242 Änm. 12 u. 243 Änm. 1: Urkk. 1312 u. 1314. — Er bringt die Hälfte an Borken 'wieder zum Lande'. Vgl. 213 Anm. 2: Urk. 1317. 243. Ohne Gitat. Mathias wird zu Rom [= Avignon/ EB. r. Mainz. Vgl. Anm. 7: Gr. S. Petri. 243. Neben der allein citierten Thüringerchr. Otto vermählt seinen Sohn Heinrich mit des Mkgr. v. Meifsen Tochter, beigelegt 1321. Vgl. Anm. 9. — Otto stirbt, an 56 Jahre alt (richtig/, 1323 jstatt 1328!], Jan. 17 [richtig]. Vgl. Anm. 15: in der Cr- S. Petri Ottos Tod bei 1325, Heinrich statt Otto bei 1326; vgl. hier unten zu 245 ('Riedesel'). 243f, in 4 Absätze gruppiert; zum dritten: 'Hessenchronik'. Ottos Söhne Heinrich, Otto, Ludwig, Hermann. Ihr Titel: abnepos S. Elisabeth: vgl. 243 Anm. 19. — Eamilie Heinrichs, Schicksale seiner Tochter Adelheid; dazu nachher 250 Z. 10 ff; größtenteils wie Kl. Hessenchr. — Otto wird EB. v. Magdeburg; wie Kl. Hessenchr. — Familie Ludwigs, Erziehung seines Sohnes Hermann (mit dem Gitat); grö/stenteils wie Kl. Hessenchr. - Leben Hermanns (des Aelt.); teilweise wie Kl. Hessenchr. — (Perfektformen 243 Z.25f; 244 Z. 3 f. 4. 12. 12 f. 17 f. 19). 244 f. 'Hessenchronik'. An teilweise entsprechender Stelle 428 (Stchr.) 'Riedesel', wohl bedeutunglos. Tätigkeit Heinrichs [verschiedene Zeiten]-, er baut Wüstungen aus, kauft Romrod für genannte Summe, baut die Neustadt Frankenberg, kauft einen Teil des Gerichts Geismar, macht Stifte zu Gassei und Rotenburg. Das letzte wie Kl. Hessenchr. 245. EB. Mathias, 'wie Riedesel schreibt', weckt wieder die Sache mit den Lehen Lgr. Johanns und führt grol'sen Krieg gegen den Lgr. fHeinrich statt Otto] und das Land. Vgl. Anm. 13: Cr. S. Petri 1326 (Heinrich!). (Perfektform Z. 12f). — Die Mainzischen vor Marburg und im Lahnberg. Wortlaut Z. 14 ff wie 272 'Hessenchr.' u. 284; s. 284 Anm. l. — Niederlage der Marburger vor Amöneburg 1327 (mit Tag); Einzelheiten. — Man hält noch alle Jahr ihr Begängnis zu Marburg. Vgl. Anm. 16 f: TJrk. 1353. 245 f. 'Riedesel'. Durch solchen Niederwurf wird Mathias so mutig (zum Wortlaut vgl. 256 Z. 9f u. 286 Z 28 f), rfa/s er 1327 (mit Tag) eine große Heerfahrt in das Land macht. Er stachelt mit 73* den schroffsten Aeufserungen die Seinigen zu allen Schandtaten an. Vgl. 246 Anm. 2f: Gr. S. Fe tri. — Heinrieh [statt] Otto baut auf Gott und S. Elisabeth; er spricht Freunde und 'Land 1 an und hält sieh. — Es fehlt die Eroberung von Giefsen durch Mathias 1327; s. 246 Anm. 1. Nachträglich erwähnt wird sie 269 Z. 16 f nach Schadenregister von 1377 [in der Hessenchr.j. II. Hessenchronik 1328 — nach 1398. 246. 'Auch au Haina'. Stattdessen 427 (Stchr.): 'auch Hessenchronik'. EB. Mathias u. Johann v. Nassau-Dillenburg ziehen 1328 ms Land und streiten mit Lgr. Heinrich bei Wetzlar (mit Tay). Dafs •*ie hier die Landgräflichen niedergeworfen haben, wird nachträglich erwähnt 269 Z. 17 f nach Schadenregister von 1377 [in der Hessenchr.j. — Johann fällt; weitere Einzelheiten. — Höhe des Igfl. Schadens. Ebenso nochmals 269 Z. 19 nach dem Schadenregister, dessen Zahl aber beidemal [durch die Hessenchr.] irrig mit 200 vervielfacht ivird; s. 269 Anm. 15. Vgl. hier unten zu 265 f u. 273 f. 248. Heinrich und seine Brüder 'vertragen' sich. Hie der Urkunde selbst vorausgehenden Worte teilweise wie Kl. Hessenchr. 249. Neben allein citierter Nachricht 'zu Frankenberg'. Heinrichs Sohn Otto. Sein Titel: atnepos S. Elisabeth; vgl. Anm. 2 u. hier unten zu 259 f. Seine Gemahlin, Wohnort u. s. w.; teilweise wie Kl. Hessenchr. 250. Familie Heinrichs. S. hier oben zu 243 f. 258. 'Hessenchronik'. Lgr. Otto gegen Fulda 1360. G.'s Text stammt aber aus 2 anderen, miteitierten Quellen. 258. 'Hessenchronik!. Die v. Hatzfeld sind 1360 Feinde des Landes. Dazu vorher 256: sie werden so mutig (vgl. 245 Z. 26 f), dafs sie bald Feinde werden. - Der Gr. v. Nassau-Dillenburg hilft ihnen. Lgr. Heinrich schlägt diesen bei Hohensolms; Einzelheit. Er zieht bis Siegen. 258 f. 'Hessenchronik'. Heinrich, mit [Otto r./ Braunschweig verzürnt, beruft seinen Neffen Hermann zum. Lande. Heftiger Ausspruch Heinrichs {bei S- Elisabeth!). Hermann heiratet, 1364 [statt J 368], Zumeist ivie Kl. Hessenchr. 259 f. Ohne Citat. Nach Ottos Tod 1366 kommt Hermann zum Lande und hilft Heinrich regieren; teilweise wie Kl. Hessenchr. — 260. Hermanns Titel: atnepos S. Elisabeth; vgl. z. B. Hessenland 20, 308 (Münze mit atnepos). 260. Neben, der mit 'auch' cilierlen Limburger Ohr. Hermanns Schwiegervater Johann v. Nassau baut zu Kirchberg an hessischer Grenze. Heinrich warnt Hermann mit eindringlicher Hede. Kr geht ohne ihn gegen das neue Schlots vor. 260. Ohne Citat. Fortsetzung. Johann verbrennt Lohra, das aie Landgrafen befestigt hatten, und tut dem Lande Schaden. Er Erbricht mit den Reichsstädten Schlots Hohensolms, weil es den Landgrafen offen 'ist'. 262—264. 'Hessenchronik!. — 262 Z. lf[, 266 Z. 7ff, 276 Z. 8ff Charakteristik Hermanus. — Schwierigkeiten der Landesrtgierung Hermanns. Er entsetzt Amtleute und beschränkt den Hof. Die Ritterschaft (geschlofste Junker und wohl'gefreundete Edelleute, auch 74* Hofgesinde) leimt sich, auf, belästigt das Land, verbindet sich mit Otto v. Braunschweig, Gottfried v. Ziegenhain, Johann v. Nassau- Dillenburg (vgl. 266 Anm. 7) und anderen, zum landesfeindlichen und landschädlichen Bund der Sterner. Viele Einzelheiten. Seheltworte. — Hermann schreibt um Hülfe u. s. w. 264f. Citat ausgefallen? Die westfälischen und waldeckiseheu Sterner verbrennen die Neustadt Frankenberg, die mainzischen Wetter. Einzelheilen. Wortlaut 264f u. 265 Z. 13ff wie 275 'Hessenehr.' u. 284; s. 284 Anm. 17. 265 f. Citat ausgefallen? Hermann, ohne Freunde in der Ritterschaft des Landes (geschlofste Junker, treffliche Edelleute, auch Hofgesinde), beruft die Städte, zuerst an der Lahn. Anschauliche Einzelheiten. Eindringliche Heden. Wie in Marburg [Oberhessen] wird Hermann auch in üassel [ NiederhessenJ von den Städten getröstet. Er wendet sich scharf gegen die Landesfeinde. — Höhe des Schadens, den die Sterner dem Lande taten. Nach Schadenregister von 1377, aber fdurch die Hessenchr.J irrig mit 10 vervielfacht; s. 266 Anm. 7. Vgl. hier oben zu 246. 268 f. 'Hessenchronik'. Heinrich und Hermann bekommen Driedorf von Gr. Ertlich v. Nassau. Vgl. 268 Anm. 10: Urkk. - Johann v. Nassau-Dillenburg macht deshalb den Minnebund, wirft die Igfl. Reiter vor Wetzlar nieder und, tut Sehaden an vielen Enden {Königsberg, Elankenslein, Biedenkopf, Marburg u. s. w.). Teilweise wie Schadenregister von 1377; s. 268 Anm. 13ff. — Heinrich baut gegen Johann zu Ysemcrade [Burg Wallenfels] und den Hessen- walt. Nach Schadenregister von 1377, aber /durch die Hessenchr.J irrig aus einem 40 — 50 Jahre früheren Zeitpunkt in die Abfassungszeit des Registers verlegt; s. 269 Anm. 1. 269. Ohne Citat. Heinrich stirbt 1376; an 100 Jahre alt; dies irrig. Teilweise wie Kl. Hessenehr.; s. Anm. 3. 269 f. Citat (270): 'Briefe und Siegel und alte j.'J Register versiegelt'; [wohl aus der Hessenchronik]. Verhandlung Hermanns mit Johann 1377. — Klagen Johanns; Schadensumme. Die 'alten Register 1 des Citats weisen hier auf ein unbekanntes nassauisches Schadenregister. — Klagen Hermanns; ausführlieh. Sie greifen zurück unter anderem auf die Schäden von Giefsen [1327/ und Wetzlar [1328/. Auszug aus der Fortsetzung des Igfl. Schadenregisters von 1377, das soeben 268 f der 'Hessenchronik' zu Grunde lag; s. 269 Anm. 2 ff. Zahlen und anderes teilweise [durch die Hessenchr.J verändert. — Driedorf wird durch Rechtsspruch Ruprechts v. Nassau und Johanns v. Isenburg' 1 ) dem Lgr. belassen; ausführlich. Die 'Briefe und Siegel' des Citats weisen auf imbekannte Urkunden. 270 f. Neben der Limburger Chr., wie 271 f. 272 f. 271. Gittert wird 270 f u. 271 f nur diese, 272 f nur die Hessenchr., 274 beide. - Die Falkener werfen die Frankenberger nieder bei Fürstenberg 1380 (mit Tag). Richtig 1381; so Gerst.'438 (Stchr.). — Hermann verhandelt erfolglos mit Waldeck und Mainz. Einzelheiten (Frauken- •) Dieser richtig 'Herr', während Gast. 2G2 Z. 27 irrig ändert 'Graf * ■Grafen'. Standeserhöhung 1112. 75* owg, Amöncburg, Kirchhain). Die ,-. Padberg vor Frankenberq. Einzelheiten, 271 f. Neben der Limburger Chr., vgl. liier oben zu 270 f. Die Landgraf liehen vor Bensberg, Mardorf, Mellnau und dem Nassau- Ihllenbmg geöffneten Hatzfeld 1380 (mit Tag). Treten der Früchte. 272 f. 'Hessenchronik'. Die Mellnauer vor Marburg und m» Lahnberg 1381. Wortlaut 272 Z. 17 ff wie 245 'RiedeseV n. 284; % 284 ^ nm - ] - — D™ Landgräflichen vor und auf Mellnau (mit Tag). Viele, auch topographische Einzelheiten. — Dieselben wieder vor Mellnau (mit Tag) und vor Amöneburg. Treten der Früchte. 273. 'Hessenchronik'. Hermann nimmt 1381 nach dem Tod r'n'. 1 ' G~ (!) nahlin (Tag) die 2. (Tag); Einzelheiten. Familie Hermanns. Teilweise wie Kl. Hessenchr. (Perfektformen Z. 21 bis 23). 273 f. 'Hessenchronik'. Hermann unterwirft den dem Lande feindlichen Friedrich v. Lisberg 1385; Einzelheiten. Scheint großenteils irrig-, zu hohe Geldsumme. Vgl. 273 Anm. 19f; 274 Anm. 1. 274. 'Hessenchronik'. Balthasar v. Thüringen hilft Adolf "■ Mainz gegen Hessen 1385. — Die Fürstin (Margarete) bewegt -Balthasar vor Cassel mit scharfer Rede und Scheltworten zum Abzug. Scheint an falscher Stelle eingereiht 1 ). 275. 'Hessenchronik'. Urkundliche Liste von Helfern Adolfs {/jlr gcnhain, Nassau-Dillenburg u. s. iv.) 1388. An falscher Stelle; * Anm, $. — Die Feinde vor Gudensberg. Wortlaut Z. 20 f wie :J( 'ff. 265. 281; s. 284 Anm, 17. 275 f. Citat (276): 'Absolution, die man zu Marburg noch /.'/ '' ni > [wohl aus der Hessenchronik]. Vgl. 270: 'dieser Dinge la t man ..... alte Register'. Gerlach v. Leimsfeld schädigt Heidan, ' essen Provisor er /irrig: 'gewesen' I war. Adolf v. Mainz steht ihm "''' beschuldigt vielmehr Hermann, bringt Fürst, Ritterschaft und fanaes Land 'zu Hessen in Bann und Interdikt, ( Vgl, 225 Z. 8 ff itedesel'). Hermann ist gekränkt; er schickt Botschuft nach Born, QPpclliert und erlangt Absolution. Das Citat weist auf Urk. von °8: Absolution mit inserierter Appellation und päpstlicher Verfügung Von 1387; s . 276 Anm. 1. 11. 12% (i, /' 7 7f; vgl, 442 f (Stchr.). Neben der allein citierten Limburger nr.. Hermaun ist die Hauptperson beim Zug vor Fadberg 1391 [statt 1Hul f lrHg I 280. 'Auch Limburger Öhr'. Ein großes Volk aus den Buchen " utsi nn Lande, Hermann schlägt sie (1397). 281. 'Hessenchronik'. Hermann zieht, um sich weiter an n Buchenern zu rächen, gegen die v. Hauua und behält Schlots ä! lU>1 !' ck ' 0hne Jali >" tischen l 1398' und '1400'. Die Erwerbimg es Schlosses erfolgte aber erst 1409; s. Anm. 20. FI]. Vermutlich Hessenchronik 1400—1417. Auswahl, ,, . 282. 1400. Die maimischen und waldeckischen Reiter erschlagen J" le drich v. Braunschweig. Hermanns Schwager Ruprecht v. d. yulz toird König. / '.) Es könnte wohl zu 1388 gehören; .?. jetzt Küch ZHG. 40, 230 Anm. 3 Imuzc vgl. aber oben 63' Anm. 1 ") Vgl. auch Küch a. a. 0. 318. 76* 282f. 1402ff. Hermann freundet ■sich, durch seine Töchter mit Braunschweig. Teilweise wie Kl. Hessenchr. Er erhält Städte wieder, die ihm vormals abgewonnen waren. Darunter Gudvnsberg; dies irrig. 283/'. 1410 f. Fehde mit Johann mit der Haube v. Nassau- Dillenburg. — Reinhard v. Westerburg wird Feind [Johanns!/; mils- verstanden. Johann vor Marburg und Frankenberg. Wortlaut 284 Z. 1 ff wie 245 'Riedesel' und 272 'Hessenchr.'. — Johann tut mit Gunst des EB. 'Henchin v. Nassau 1 (vgl. 284 Anm. 2) dem Lande Schaden aus Städten und Schlössern des Stifts {Amöneburg, Mell- nau u. s. w.), auch aus Hatefeld. Adolf v. Nassau und Heinrich v. Waldeck mengen sich mit ein. 284. 1412. Heinrich v. Waldeck verbrennt mit Hülfe der Amöneburger Kirchhain. Wortlaut Z. 20ff wie 264 f. 265. 275 'Hessenchr.' 285. 1412 f. Der v. Nassau haust bei Blankenstein. Hermann wird von seinem jungen Sohn Ludwig zu Rüstung vcranlaM; vgl. Anm. 4. Er stirbt 1413 {Tag). 285 f. Ludwigs Titel: trinepos S. Elisabeth. Seine Erziehung- Charakteristik Ludwigs. Er rüstet gegen Johann den Haubeuer v. Nassau, der ihm seinen Hofmeister, 'den Riedesel', abgefangen hat- Die Landgräflichen an der Dill gegen Johann und die Siegencr. Sieg in der Stippach bei Herbom. Viele, auch topographische Einzelheiten. Die gefangenen Heiter nach Königsberg, Blankenstein, Biedenkopf , Marburg. Darunter der landschädliche Frite Galgenholz; näheres. Solcher Niederwurf {vgl. 245 Z 26) schreckt den v. Waldeck und andere Gegner. 286 f. Friedrich, v. Thüringen-Meilken will bei Kg. Siegmund das Land zu Hessen erschleichen, mit herber Rede gegen den jungen. Herrn und unter Berufung auf Wappen und frühere Landesgemeinschaft /die Erbverbrüderung nirgends erwähnt/- Ablehnender Ausspruch Siegmunds 1 ). Das 'Land' schickt den jungen Herrn mit 40° Pferden zu ihm. Durchaus ungeschichtliche Erzählungen. — Ludwig empfängt sein Land [1417], Ueberblickt man den Gesamtinhalt der so zusammengestellten i hfl ich ') Der König nimmt dabei auch vor .sich den sproch Cornuti in syme 8. , Pnsio reumaticus etc., den ich 287 u. oben 33' noch nicht kannte. Es '•« das 8. der 21 Verapaare einen Schtdschriftchens mit dem Titel Comutus, selten':' Dislicha Cornuti oder Distigium, r.on Johannes de Garlandia, f nach 1262, em im Ib. Jh. sehr verbreitet war, auch 1481 u. 1487 gedruckt wurde; s. E. Babel- Der Deutsche Cornulus 1 (Berlin 1908), 5 //'; dazu der*, in Mitt f. dl. Eniehungs- u. Schulgesch. 19 (1909), Iff. 9. 27f. Der Spruch lautet: Pusio rheumaticus, pum» lappatus et hirtus Hinnulua heredc numquam spernantur herili; s. Habet 1, 24. L> 1 Uebersclzung des ganten Spruchs, die Gerst. 287 gibt, scheint von ihm sei')* herzurühren; ähnliche Vierzeiler hat er früher oft, zuletzt 223 u. 239. Aloglw'' int auch, daß das Heranziehen des Cornulus überhaupt ein Zusatz G.'s ist. Ebenso dann, vielleicht schon vorher die entsprechenden Worte eyn krancU, ungesunt, !? r >' n,c kyntj die neben der wirklich ins Gewicht fallenden (am Schluß allein }»i c " e \~ holten) Bezichtigung des jungen hern als kroppel wenig bedeuten. Der Sinn de j Cormtinsverse ist gerade, wie es andere alte Uebcrsctzungcn gleich mit aussprechen- derartige Schäden können sich legen. — Vgl. etwa die Erweiterung " a Thüringer ehr, unten 120. 77» grofsen Nachrichtengruppe G.'s zu den Jahren 1232 bis 1417, so wird man, wie mir scheint, den Eindruck einer gewissen Einheitlichkeit des Ganzen empfangen. An einer redaktionellen Tätigkeit G.'s liegt das schwerlich; ihr müßten sonst recht bedeutsame Bestandteile der Compositum als freie, selbständig erarbeitete Zutaten angehören, was zur sonstigen Arbeitsweise unseres Chronisten nicht passen will. Einheit- lieh ist die Durchführung des Themas: äufserer und innerer Ausbau des hessischen Staatswesens, des 'Landes' und 'Fürstentums'. Dabei greifen mehr als einmal die Stände, das 'Land' selbst, in die Entwicklung ein. Doch die dauernden Hauptverdienste um das Landes- wohl hat das Fürstenhaus. Und so ist dann die Erzählung vor allem gestimmt auf den einheitlichen Grundton einer äufserst lebhaften Parteinahme und einer sozusagen patriotischen Begeisterung für das ür abantisch-hessische Haus. Bezeichnend für diesen Grundton sind auch die Charakteristiken, die von Sophia, Heinrich I, Otto I, Her- Wann und Ludwig I gegeben werden Eigenartige Bestandteile unserer ganzen Nachrichten gruppe sind neben diesen Charakteristiken 1 ) ferner die eingelegten Reden, vor allem auch wieder solche der hessischen Fürsten, und ebenso die zahlreichen Angaben über deren Titel, deutsche l(> ic lateinische; namentlich die Bezeichnungen der Abstammung von 8. Elisabeth: snen, tochter, filius natac ? pronepos, abnepos, atnepos, Wnepos. Die Titelangaben hängen dann wieder mit einem anderen besonderen Zug unserer Nachrichten gruppe zusammen: der Kenntnis urkundlicher Quellen. Auch wenn 'man die Frage, der Urkunden- Citate 270 und 276 aus dem Spiel lü/st, bleibt das Vorhandensein eines gewissen Maises von Urkunden-Kenntnis sowohl im Bereich der Hessenchrouik-Citate wie auch schon in dem der Riedesel-Citate sicher. Aber diese Kenntnis ist doch meistens nur eine oberflächliche; Slc vermag weder die überall klaffenden grofsen sachlichen Lücken (l(, r Geschichtserzählung auszufüllen, noch schützt sie vor irrigen Vorstellungen und groben Anachronismen. Richtige Einzelheiten erscheinen ni falschem Zusammenhang. In allen Teilen unserer Nachrichten- !'>~»)>pe störst man aufstellen, die eine recht späte Abfassungszeit der Erzählung vermuten lassen. Auch da, wo 'RiedeseV citiert wird. Was lne r als dessen Chronik ausgegeben wird, steht und fällt, als Ganzes ^trachtet, mit der unhaltbaren Erzählung von der Initiative der jssischen Landstände zur Berufung des brabantischen Hauses 2 ). Auf < ( er anderen Seite kann man sich nun aber doch wieder Riedesel nicht !)><* als einen Zeitgenossen des Hessenchronisten denken. Wie sollte er «««« so ausführlich und vielfach richtig von der Frühzeit des hessi- s f*n Landgrafenhauses haben handeln können? Und wie sollte o f ««" plötzlich wieder mitten in der Entwicklung abgebrochen haben ^«n merkt seinen Wert eben da, wo er nicht mehr mitspricht Und "** verfiel der Hessenchronist darauf, im genealogischen 1 cd beim %sten Landgrafen, der aus Brabant kam', zu beginnen, unpolitischen {eil aber erst viel später, um nunmehr, so gut es gmg, tatsächlich, au Rolle fortzusetzen, die bisher Riedesel spielte? Ich kann mir den p, ') Dafs sie nicht Eigentum G.'s sein können, betont schon Tistor ZEG. f > *?. ') Vgl. oben m 212 f. 78* Sachvcrlialt nur so denken, daCs die Chronik Riedescls ritte Quelle der Hessenchronik gewesen ist und hei G. nur in deren Verarbeitumj und deren Citaten vorliegt. Dann würde sieh eben die Einheitlichkeit unserer ganzen Nachrichtengruppe auf das beste erMären. Dünn wären die Anachronismen, die Ausblicke auf spätere, von Biedesel nicht mitbehandelte Zeiten '), etwa auch die falsche Einreihung manche)- Ereignisse 2 ), ferner die Unvollständigkeit der Riedesel-Citate 5 ), das Vorwiegen oberhessischer Topographie, gewisse Eigentümlichkeiten der Ausdrucksweise*) und anderes im Bereich der liicd- esel-Citate auf das Conto des Hessenchronisten zu setzen. Und sehr beachtenswert würde dann die Tatsache werden, da/s G. zuweilen auch solche Nachrichten Riedesel zuschreibt, die wir vielmehr in der Kleinen Hessenchronik auffinden B ). Die Untersuchung führt also zu zwei Reihen von Vermutungen. Erstens, da/'s die Chronik Riedesels wirklich eine Quelle des 14. Jahrhunderts gewesen sei, deren uns vorliegende Auszüge aber zum Teil stark entstellt seien^). Zweitens, da/s die bis zum Jahre 1171 bezeugte 1 ) Hessenchronik weit mehr Inhalt gehabt habe, als man nach. G.'s Citaten vermuten sollte; da/s zu ihren sehr gemischten Quellen neben eigener Anschauung, sagenhafter Tradition, der Kleinen Hessenchronik und Urkunden vor allem auch die Riedeselchronik gehört habe; dafs sie endlich ihre schriftlichen Quellen teilweise citiert und dadurch G. Gelegenheit zu blinden, und irreführenden Citaten gegeben habe. Den genealogischen Bestandteil der Hesserichronik hat G. dann wohl noch bis zum Jahre 1471 benutzt 91 ), dem vermutlichen Endpunkt der Kleinen Hessenchronik 9 ). Im sonstigen Inhalt der Hessenchronik scheint etwa beim Jahre 1417 ein Einschnitt gewesen zu sein, falls wir die Erklärung recht verstehen, die G. 287 abgibt 10 ). Wie das so abgetrennte Endstück unserer Quelle, von etwa 1417 bis etwa 1471, ausgesehen haben mag, und, was es etiua doch noch weiter G. zu bieten, vermochte, darüber läl'sl sich keine bestimmte Vermutung aussprechen. Man könnte z. B. auf den. besonderen Charakter einiger Stellen bei G. hinweisen, die aus der Annalistik seines letzten Teiles herausfallen 11 ). Namentlich 296 f steht ein merkwürdiges Stück, das ') Vgl z. B. oben zu 217 (zu vi] getzyten). a ) Vgl z. B oben zu 231. :, i Vgl. z. B. oben zu 327 4 ) Außer den Perfektformen vgl s. II. 28-1 Anm. 1. '') Vgl. z. 1! üben zu 237 f lOttensleyn). e ) Hiernach iit zu berichtigen, was ich ZHG. 37, 36 (oben) gesagt habe. ') 8. nächsten Absatz. Vgl. oben zu 269 f: das Schadenregister von 1377 ist 'alt'. "t Vgl. 288 Anm. 10. 13. 14. 16. 17. 19; 289 Anm. I 4. 5. 6; 292 Anm. 29; 294 Anm. 13; 297 Anm 5. 8; 298 Anm. 14. 17. 20. 24. 25. 26; namentlich aber 301 Anm 19. ") Vgl. Biemar ZHG. 37. 44. - Beachtenswert ist, vielleicht, dafs gewisse oben betonte Züge der H. gewissermaßen im Keim, schon in der Kl. H.erkennbar sind; so das Hervorheben der Titel der hessischen Fürsten und die Berufung auf Urkunden neben sagenhafter Erzählung. Vgl a. a 0.39 (Frühzeit Heinrichs II): als ich das in den brieven des Vertrages selbes! ham gelefsen, Dazu 38 Anm. <> sowie 43 -— Perfektformen bevorzugt die Kl. H. sehr stark. "'i Vgl. oben 65*. — Dafs es eine wirklich selbständige Erklärung G.'s sei, wird man doch wohl festhalten müssen ") 2SS mit Man sprichet; 293 mit Hir sagin (sprechiu) etzlichc Und der Form Ripperg gegen 296 Rytberj; 2.9S mit etzlichc sprechiu. 79* an verschiedene Eigentümlichkeiten der Hessenchronik erinnert *) und manches für G. Fremdartige enthält 2 ). Doch wir wollen uns nicht in Hypothesen verlieren. J. Hessische Sonderquellen. Auch für gewisse Stücke der Nachrichten, die ich unter diese Rubrik bringe, scheint mir nicht ausgeschlossen, da/s sie durch andere Quellen, namentlich die Hessenchronik, vermittelt sein könnten. Doch läl'st sich darüber nichts ausmachen. 30. Ziegenhainische Nachrichten. Hauptsächlich aus ■Aufzeichnungen zu Czigenhevn. Sonst unbekannt. Vgl. Vistor ZHG. M, 118 f. Schon eine Vorbemerkung 211, der Grafen v. Ziegenhain sei im 2- Teil der Lehr, midde zu gedencken, weist wohl auf besondere Nachrichten über diese Grafen hin. Dazu tritt dann ein einmaliges Litctt 236, das Aufzeichnungen zu Ziegenhain als Quelle bezeichnet für Einträge von gleicher Art, wie sie auch sonst häufig vorkommen: i ernterke über Todesfälle und ein paar andere Personalien, meist mit genauen Tagangaben. Folgende Stellen möchte ich für die gleiche Quelle in Anspruch nehmen. '1307'[statt 1207] Juni 5 Godfrid [II] im Rhein ertrunken; s. 23(1 W. Anm. 9. Anschließend das Oitat. 1247 Aug. 23 Burckard zu Salzburg f; s. 214 m. Anm. 11. 1257 Mai 31 Bertold [I] f; s. 219 m. Anm. 18. 1270 Mai 25 Godfrid [V] f; s. 224 m, Anm. 6. 1280 Juni k; Helewid [Heilung v. Tecklenburg] vom Hagel erschlagen-, s. 228 m. Anm. 15. J 304 Nov. 30 Godfrid fVJ] f; s- 236. Im Absatz mit dem (Mal. 1320 Sept. 5 Engelbert [I] zu Nidda f; s. 247. 1333 Okt. n Luckard fr.' Nidda] f; s. 247. 1-342 Mai 4 Engelbert [II] f; s. 250. x 346 Sept. 25 Älheid v. Arnsburg f; s. 250 3 ). l3 ?l März 14 Godfrid [VIII] ritter geslagin; s. 261 m. Anm. 31. 1 °~1 Juli 6 Agnes v. Falkenstein f; s. 261 m. Anm. 33. 1371 [Aug. 3/ Agnes v. Braunschweig vertruwet; s. 261 m. Anm. 34. Diese 3 Vermerke zusammen. 1 372 Okt. 8 Godfrid [VII] f; s. 264 m. Anm. 18*). *417 Jan. 5 Elisabeth r. Waldeck vertruwet; s. 280. Ul; > [1418 Okt. 13*)] Otto zu Trier herwelet; S. 289. u 25 März 9 Godfrid [IX] f; s. 289*). (1450 Febr. 14 Johan [II] f; s. 294 m. Anm. 4)'). jj, ') Erörterung über Titulaturen u. s. w. ') Vgl. 297 Anm. 9 u. 13; J 'orm Pipi n 297 Z. 17. ') Nicht erwähnt: 1368 Johann 1 f, begraben zu tunna; vgl. Winkelmann, Beschr. V. Hessen 227. *) Nicht erwähnt: vor 1394 yov. .9 Qottfried VIII f; vgl. Frh Schenk zu Schweinsberg, Stummtafel AUG. J * nach S. 402. '-) Weihe 1419 März 12. 6 ) Nicht erwähnt: 1430 Febr. ■> Otto zu Trier f. ') Begraben zu Ilaina; vgl. Winkelntann 227. Wohl ler Uainaer Nachricht; s. nächsten Absatz. 80* Die Daten dieser Ereignisse sind meistens überhaupt nur in unserer Liste überliefert. Sie machen aber fast alte den Eindruck völliger Zuverlässigkeit. Das Versehen '130?" statt (vermutlich) 1207 spricht vielleicht mit dafür, da/s die in Ziegenhain befindliche Vorlage keine annalistische, sondern eine kalendarische Quelle war. Von anderen selbständig heraustretenden Stellen über die Ziegen- hainer Grafen berufen sich einige, 132. 101 230, auf Aufzeichnungen zu Haina. Dieselbe Herkunft ist möglich auch für zwei weitere derartige Stellen, 290 u. 294. Näheres unten (Nr. 35). Wo sonst noch des Grafenhauses gedacht wird, spricht wohl keine zlegen huiirische Sonderquelle mit '). 31. Katzenelnbogische Nachrichten. Vielleicht hauptsächlich aus Aufzeichnungen zu Rheinfels. Teilweise sonst unbekannt. Vgl. Vistor ZUG. 27, 119 f. Uncitiert. Verwandt: Annales breves Iiheinf eisen sc s 1245-1331 u. 1479; Pergamenttafel [des 15. Jahrhunderts], jetzt verloren; früher auf der ' Repositur' des Schlosses Rheinfels angeschlagen 2 ). Druck bei Winkelmann, Beschreib, v. Hessen 118. Vgl. P. Watpier in Ann. f. Nass. Altertumsk. 36, 158 ff. Auch der Grafen v. Katzcnelnbogen war nach der Bemerkung 211 im 2. Teil der Lehr, midde zu "-edencken. JJ na \ so fi/nfat sich auch über sie eine Reihe besonderer Nachrichten. Davon deckt sich ein Teil mit dem Inhalt der Ann. br. Iiheinf. Von den 7 kurzen Einträgen dieser Quelle fällt nur einer aus; er kam für Hessen nicht in Betracht 3 ). Die anderen 0 sind alle bei G. deutlieh zu erkennen in folgenden Stellen. Um 1246 [1245 um Nov. 11} buwete Dieihe.r /JJ]/ Rheinfels /Ann. domum istam R.J; s. 212 m. Anm. 17. 1255 lagen die Städte vor Rheinfels [Ann. castrum istud/; .s\ 219 m. Anm. 14. Andere Quellen dagegen 1256! 1270 Jan. 13 starp Diether; s. 224 m. Anm. 15. Nach 1270 [Ann. 1 . . ./ buwete Wilhelm [1] Reichenberg; s. 225 m. Anm. 3. In den Ann. ist die Jahreszahl beschädigt*). Zu lesen ist wohl 1320 b ). 1331 Nov. 18 starp Wilhelm; s. 247 w. Anm. 18. Eine andere Quelle dagegen Nov. 17! 1479 Juli28 starp Philips [1/ 77 jährig; s. 301 m. Anm. 1; vgl. 282 m. Anm. 14. Andere Quellen dagegen im Tag abweichend*). ') Vgl. 132. 160 f. 161. 225. 227. 232. 232 f. 237. 262 f. 264. 267. 275. 292; 294 (Wappen) m. Anm. 5. Vgl. auch 44 m. Anm. g. 'l Nach A. Giebel, Sehlo/n Rhemfels (St. Goar 1844) 8. 11 noch im Jahre 1739 dort vorhanden. '■') 1278 obiil Wilhelmus comes Juliacensis et ßlius huius et multi alii nobile«. ohne Zeitangabe, betrifft zwei angebliche Gründer des seit dem *2- Jahrhundert bestehenden Klosters. Der andere besagt, dafs 1301 Aug. 14 d as Xloster völlig abbrannte. Außerdem scheint 263 der Ofaubwürdigen Nachricht, da/s 1372 Aug. 14 {Tag wie 1301!) u. Aug. 15 ( as Kloster durch die Sterner geplündert wurde, ebenfalls eine örtliche Quelle zu Grunde zu liegen; s. 263 Anm. 6. ■p, ') Es handelt sich um die Urk., durch die Eli. Siegfried II v. Mainz die zi XC \l Uion der Marburger Sladtkirchc, bisheriger filia [ebenso G.j der Pfarrkirche » Wimcre [G. Oberwymar/ bestätigte, 1227 Apr. IG Mainz. — Bücking, Bilder^ °i spricht irrig von 'BicdcseV und meint irrig, die Notiz sei 'nur da zu erlangen' .mvesen, wo das Original lag: im Deutschen Hause. ') Vgl. oben 7* m. nm. 7. i) a f s das Marburger Schloß 1065 erbaut ivorden sei, ist also keines- egs eine 'von G. mitgeteilte Sage' mit etwaigem 'historischen Hintergrund', wie yuefang, Bilder 1, meinte. 3 ) Vgl. E.' Schröder in Quartalbll. f. d. Gr. d- CSS £ n NF. 1, 153. 4) Ob etwa erst nachträglich, kann man nicht sehen, da y »teile nicht im Original vorliegt. B ) Zum Schwert vgl. auch Bocschen, heä erg "• Wettcrau (Giefsen 1004) 149 f. e ) Soldan a. a. 0. Abhängigst von G. wird wohl nicht anzunehmen sein, öebrigens wurde später in Alsfeld °nann Enterichs Stadtrecht von Frankenberg umgearbeitet; s. Soldan 40ff. ' jn diesem Jahr erhielt der Augustinerorden die päpstliche Bestätigung. Nach k % °tdan 8 scheint das Kloster zu Alsfeld immerhin 1255 bereits bestanden zu haben. v 9l- Landau, Beschreib, d. Kurf. Hessen 455. VI* 84* 35. Hainaer Nachrichten. Aus Aufzeichnungen zu Heyne. Teilweise sonst unbekannt. Vgl. Bistor ZHG. 27, 109 ff. Verwandt: Urkunde der Aebte Bruno v. Altenberg und Wide- kind v. Bredelar 1244 Juni 4 Haina, gedr. Anal. Ilass. 4, 356 ff. Aufscr dem Leben Konrads v. Herleshcim x ) 'fand' sich im Cistercienserklostcr Haina noch anderes 'beschrieben'. Citate werden dafür beigebracht 132. 161. 224. 230. 246; (Stchr.) 40!) = 132; 410 = 161. Dal's 132. 409. 410 auch Aulesburg neben Haina genannt tvird, hat offenbar keine sachliche Bedeutung: das von Aulesburg nach Haina verlegte Kloster behielt bis nach der Mitte des 13. Jahrhunderts den alten Namen neben dem neuen 2 ); die obige Urkunde von 1244 datiert Aulesburg. Biese Urkunde, deren Aussteller bei einer Visitation des Klosters dessen frühere Schicksale seit 1150 bezeugten, liegt den beiden Stellen 132 u. 161 zu Grunde'*). Boch sind einige weitere Nachrichten hinzugetreten, namentlich die Zeitangaben 1188*) u. 1221. Die beiden Stellen 224 u. 230 berichten von einem hessischen und einem ziegen- hainischen Kampf mit Westphelingin 1270 u. 1293 b ). An der fünften Stelle, 246, sind Aufzeichnungen zu Haina Nebenquelle für den Kampf bei Wetzlar 1328 6 ). — Gründer und Förderer des Klosters waren die Grafen v. Ziegenhain. Von ihnen ist deshalb 132. 161. 230 die Rede. Und von ihnen handeln dann noch zwei spätere Stellen ohne Citat, 290 u. 294, die ebenfalls aus Hainaer Quelle stammen können 1 ). Sie betreffen einen Kampf des letzten Grafen Johann 11 im Jahre 1431, an einer von Haina nicht sehr fernen Stätte 8 ), sowie dessen Tod und Hainaer Begräbnis im Jahre 1450 9 ). 36. Georgenberg er Nachrichten. Aus Quellen zum Gorginberge. Teilweise sonst unbekannt. Vgl. A. Heldmann ZHG. 33, 409. Nur einmal in der Lehr., 235, beruft sich G. auf eine Aufzeichnung im Gistcrcienserinnenkloster Georgenberg vor Frankenberg, für ein nur durch ihn bezeugtes Ereignis von 1297. In der Stchr. wiederholt er das Citat auffallender Weise nicht; s. 422f. Bagegcn sind unter den hier hervortretenden Urkunden auch einige Gcorgen- berger; s. 414 (1249). 425 (1312). 429 (1337). 443 (1392) ia ). Aus ihrer Kenntnis trägt G. dann in der Lehr, nach, dal's das Kloster 1249 gebaut worden sei; s. 215. 37. Frankenberger Nachrichten. Aus zumeist archivalischen Quellen zum Franckenberge. Grofscnteils sonst unbekannt. In der Lehr, sagt G. dreimal, dafs man für das Erzählte die Unterlagen in Frankenberg 'finde': 249 I eynen versigeltin brieff; 249 II die worheid; 267 brieffe, alte schrifte u. die worheid. Ander 1. Stelle wird eine Urkunde von 1336 mitgeteilt, an der 2. u. 3- ') Vgl. oben 50* ff (Nr. 14). ») Vgl. Landau, Wüste Ortschaften »» Hessen 228. s ) Vgl. 132 Anm. 7 ff; 161 Anm. 4 ff. *) Nämlich l 38 Jahre nach 1150 (132) und 'wohl 33 Jahre' vor 1221 (161). *) Vgl. 22* Anm. lff; 230 Anm. 5. «) Vgl. 246 Anm. 12 f. ') Vgl. oben 80" (Nr. 30). 8 j Vgl. 290 Anm. 8. ») Vgl. oben 79* Anm. 3 u. 7. '") Vgl 414 Anm. 2 ff; 425 Anm. 8 ff; 429 Anm. 6 f; 443 Anm. 10. — Vgl. auch 426 m. Anm. Uff; 431 m. Anm. 2; 305 m. Anm. 17f; oben 3* m. Anm. 8. 85* iverden namentlich Urkunden von 1339 und 1373 benutzt. Ohne Citat scheint 273 eine eigene Mitteilung G.'s aus Franlcenberger urkundlicher Quelle vorzuliegen i ). Doch das sind alles nur Einzelheiten. Man sieht an anderen Stellen deutlich, dafs die spätere umfassende Nachforschung in Frankenberg noch nicht stattgefunden hat. — Für die Stchr. dagegen gibt Q. 388 von vornherein an, dafs sie geschöpft sei unter anderem aus sigeln u. brieffin, bewertin copien u. glouphaf- tigen registern. Und in der Tat sind nun in ihr zahlreiche archi- valische Quellen unmittelbar benutzt, verarbeitet oder im Wortlaut eingesetzt. Dals ihr Fundort in den allermeisten Fällen Frankenberg selbst war, hält der Chronist nicht für nötig seinen Mitbürgern ausdrücklich zu sagen. Aber wir dürfen eine Quellenangabe z. B. darin sehen, wenn er 457 eine beim Brand von 1476 aus dem Rathaus gerettete Lade erwähnt, mit dem grofsen Siegel, etzlichin nuwen registern, sowie Urkunden, die der stad von den lantgraven ..... gegebin worin. Neben den Archivalien der Stadtgemeinde standen G- vor allem die der Pfarrkirche zur Verfügung. Voll bestimmen läfst sich der Anteil unserer Quellengruppe am Text der Stchr. nicht. Her gehörige oder in Betracht kommende Stellen stehen 414f (1254). 417 ( 12 80). 420 (1291). 425 (nach 1312). 426 (1316 2 ), 1320). 427 (1322). 42?f (1327, 1330). 428 (1335 u. a.). 429 (1336). 420 (1337). 429f (1337 u - «•, 1337, 1337). 445 f (1339). 430 (1339, vgl. Lehr.). 431 (1340, 1341, 1-343). 431 (um 1343). 432 {1351, 1351). 432 f (1354). 433 (1358, 1358). 433 (um 1358, 1359, 1360). 434 f (1366, 1368, 1371). 436 f (1373, vgl. Lehr.). 437f (1373 M . a .). 438 (1381). 440 (1382, vgl. Lehr.). 441 (1390 u - a.). 443 ff (1392). 442 f (1394). 446 (1399). 448 (1414). 448 (um 1421)«). 449f (1458). 450f (1463). 451 (1463). 451 (um 1464). 451 f (1469). 452 f (1473). 453 ff (1474). 462 f (1481, 1482). 463 (1483). 467 (1488). 468 (1488). 468 (1490, 1490). 469 (1496, 1497). 471 (1500). Neben den archivalischen Quellen mag in Cr.'s Franlcenberger Nachrichten an ein paar Stellen noch anderes irgendwie Aufgezeichnetes mitsprechen. Viel ist das aber jedenfalls nicht geivesen. Von üner chronistischen Franlcenberger Sonderquclle findet sich nirgends e \ne sichere Spur 4 ). Die umfangreichen Bestandteile der Stchr., die e inc solche vorauszusetzen scheinen, erweisen sich in ihrer großen Hauptmasse als eigene Erfindungen*). Daneben ist unter anderem «« beachten, da/s die verlorene Hessenchronik verhältnismärsig viel von Frankenberg berichtet zu haben scheint 6 ). Für die jüngere Zeit treten dann mündliche üeberlieferung und eigene Beobachtung hinzu und immer breiter in den Vordergrund 1 ). o*„ ') Vgl 249 Anm. 1; 249 Anm. 4ffu. (Stchr.) 430 Anm. 4 ff; 266 Anw. 18 ff, ?M Anm. lff u . (Stchr.) 437 Anm. lff; 273 Anm. 6. ! ) 426 Anm. 11 habe l eh übersehen, dafs Eubel a. a. 0. 2, 325 schon selbst den Todestag Johann Messerers berichtigt. Er starb 'nach 1317 Febr. 6'. Vgl. über diesen B.V.JM- vata noch ZThürO 6 70 f u. Mon. Erph. 428 f (1316 Juni 19 Erfurt). ') Aus der Zeit Lqr. Ludwigs I (1413-1458) weifs die Stchr. sehr wenig m Felden, Zur Erklärung ist 'vielleicht mit zu beachten, was Heldmann ZU^ dd > 400 unten u. 410 Mitte in Bezug auf Georgenberg bemerkt. ) Vgl. iot W. Anm. 7. ») Vol. oben 17' m. Anm. 7. «) Vgl. in der Lehr. s. #■ fö9 m. Anm. 12; 264 f m. Anm. 1; 270 f; 284; 285 m. Anm. 2; 288 ) W; "■ s - 267 Anm 4- 439 Anm. 8; 440 Anm. 7; 441 Anm. 4; 447 Anm. 15, toi Any n. 6; 453 Anm. 3; 455 Anm. 2 u. 26; 460 Anm. 2. 86* 38. Johannes Emerich von Frankenberg, Stadtrecht von Frankenberg. Vollendet 1493. Ausg. v. Schmincke, Mon. Hass. 3, 669 ff. Vgl. unten 477; oben 15* f m. Anm. 2; 16* f m. Anm. 1 ff. Nur um die heimliche Benutzung dieser Schrift in der Stchr. handelt es sich hier. Eine solche liegt, soviel ich sehe, an sechs Stellen vor: 394. 404. 406 f. 412. 413. 420 ff ' 1 ); sie spielt dort eine nicht unwichtige Holle. Die benutzten Stücke und Stückchen stehen in der Quelle selbst weit verstreut, sowohl in dem von G. umgeschriebenen, wie in dem urschriftlich erhaltenen Teil 2 ). 39. Urkundenverzeichnis, ungelegt von Tilemann Hollauch von Felsberg, Kanzler des Landgrafen Ludwig I v. Hessen*). Vorlage G.'s unbekannt. Die Urkk. 1449 Okt. 21, 1451 Okt. 29, 1456 Mai 19 gedr. Ledderhose, Kl. Schriften 1, 180; 3, 203; Lünig, Reichsarchiv 23, 955. Mit viermaligem Gitat Alsus schöbet her Tilman Hollouch, cantzler, in syme register 4 ) bringt G. über Erwerbungen Lgr. Lud- ivigs in den Jahren 1449 — 1456 folgende fünf Nachrichten, die sich als loörtliche Urkundenauszüge erweisen. 293: 1449 OH. 21 zu Grebenstein Lehnsauftrag von Blombcrg durch Herrn Bernhard v. Lippe. Urk. Ludwigs bekannt. 295 I: 1451 [Okt. 29] Verkauf von Gleichen durch Ernst und Hans v. Uslar. Urk. der Brüder bekannt. 295 II: 1153 Oeffnung von Wildenberg durch die v. Hatzfcld. 296(1): 1456 Märe 3 Lehnsauftrag von Iiingelstcin durch Herrn Bcrnt v. Büren. 296 (II): 1456 Mai 19 Lehnsauftrag von Bietberg durch Gr. Konrad v. Bietberg. Urk. Ludwigs bekannt. Umgrenzen können wir diese Nachrichten durch die beiden Daten 1447 Okt. 28, nicht mitgeteilter Lehnsauftrag von Blesse durch die Herren v. Plesse b ), und 1458 Jan. 17, Tod Lgr. Ludwigs. 40. Hessische Feldzugsnachrichten von 1504. Vorlage G.'s unbekannt. Vgl. 316 Anm. 1; 317 Anm. 12. Uncitiert. Verwandt: Brief Lgr. Wilhelms LI an EB. Bcrtold v. Mainz 1504 Juni 9 im Feld bei Bickenbach, gedr. Cod. dipl. Gu- denus 4, 553. Die geschlossene Bcihe dieser Nachrichten steht 316 f als eigenartiger, jedenfalls besonderer schriftlicher Quelle entnommener Bestandteil in den Anstückungen der Lehr. Stilistisch ist sie gekennzeichnet durch stetige Perfekt formen. Der Inhalt setzt sich zusammen aus ') Nachweise 394 Anm. 10 (Mon. Hass. 748); — 404 Anm. 3. 4. 5 (fehlt Mon. 678); — 40V, Anm. 17 (Mon. 710); 407 Anm 1 (711). 2 (701 f u. 693). 3 (fehlt 678). 4 (753); — 412 Anm. 7 (695 ff u. 700 f). 9 (702); - 413 Anm. 3 (fehlt 678); - 420 Anm. 8 (682); 421 Anm. 12 (fehlt 678). 20 (678 f); 422 Anm. 3 (695 f). 10. 12 (681). », Dieser = Mon. Hass. 695 ff. J ) Vgl über ihn z. B. C. Ph. Kopp, Verfassung der Gerichte in Hessen 1. 287; &- Stölzel, Entwicklung des gelehrten Bichtertums 1.402; ü. Knetach im Hesscnland 14, 13; ÜB. des Kl. Kaufungen hg. v. H. v. lioques 1, 432ff; 2,7f. 8f. 98f- ') So 293 u. 296; ohne i. s. r. 2951 u. IL 6 ) Urk. der Brüder Gotischalk, Dietrich u. Moritz gedr. Wenck, HLG. 2, ÜB. 805. 87* Mitteilungen, die ursprünglich wohl einsein aus der landgräflichen Feldkanzlei nach Marburg abgingen '), vielleicht an die Landgräfin Anna 2 ). Sie melden die Bewegungen Lgr. Wilhelms II und seines Hauptquartiers auf dem Zug in die liheinpfalz seit Mai 27. Bei Juli 17 brechen sie plötzlich ab. Ueber die Fortsetzung des Feldzugs, namentlich die Belagerung von Caub im August und September, wird kein Wort gesagt 3 ). K. Kleine Druckschriften. 41. Büchlein von der Einreitung u. s. w. in Worms 1495. Drude o. 0. u. J. [1495] 4°, 19 Bll. A ); Exemplar München, Hof- u, Staatsbibl., 4° Inc. s. a. 705 m . Uncitiert. Zum Inhalt vgl. H. Ch. Senclcenberg, Sammlung von ungedruckt- und raren Schriften 1 (Frankfurt 1745), 94 ff; B. Hertzog, "hronicon Alsatiac (Strasburg 1592), Buch 2, 145 ff. Der volle Titel der Schrift lautet: Inhalt dis buchlins Inreitung, versamelung, Ratschlagüg, Leheenpfahüg, Hertzogerwel'., Name vnd za l Römischer küniglicher maiestat x. mitt vnd sunder d' kür un andern christliche fürsten vnd redt der stet welscher vn teutscher nation In Worms der iar christi x. M. cccc. xcv. Die Schrift gehört der Heroldsliteratur an. G. bringt aus ihr umfangreiche wörtliche Auszüge in den Anstückungen der Lehr. 307—310. 311 f. 313. ~ r gibt hierbei wieder einmal ein Muster seiner peinlich sorgfältigen Arbeitsweise namentlich durch die Art, wie er seine Liste von Beichs- ta 9steilnehmem aus den ausführlicheren und anders geordneten Angaben der Vorlage zurechtzimmert' 1 '). 42. Büchlein von dem Landfrieden u.s.w. zu Worms 1495. Druck o. 0. u. J. fl495] 4°, 20 Bll.; Exemplar Berlin, Kgl. Bi K Ov 12325. r Uncitiert. Zum Inhalt vgl. K. Zeumer, Qucllensammlung zur ^esch. d. Dtsch. Beichsverfassung (Leipzig 1904), 225 ff. . Der volle Titel der Schrift lautet: Disz Büchlin sagt von dem andtfryde, Cammergericht, Gemeynen pfening unnd von der hant- "abung des frydens, rechts unnd Ordnung, wie die dafi uff der ') Als Sekretär Lgr. Wilhelms im pfälzischen Kriege wird Heiderich Grebe iTt amt ' nac hhcr Erzieher des jungen Lgr. Philipp; s. Bommel 3, Anmn. S. 165 mten; c. Knetseh, Goethes Ahnen (Leipzig 1908) 74. 7 ) Vgl. oben 19* am nac. 8j Man könnte vermuten, daß Anna .jetzt in der Nähe von Caub auf " c «fo/s Bhcinfels geweilt habe. Vgl. die irrige Nachricht, dafs 'in dieser Fehde ym: Philipp < m Hhcinfels' geboren sei, Anal. Ilass. 5, 239; auch Thuanus bei wmrncl 3, Anmn. S. 163 oben. Bemerkenswert ist übrigens, dafs G. auch den odestag der Prinzessin Magdalena nicht zu nennen weifs, die 1503 Juli 18 ge- „ n r T " wer eyn jar darnach ungeverlich zu Marburg starb, 315 f. l ) Ich zahle ««CA Seiten. "j Vgl. 308 Anm. 1. Die Vorl. gruppiert um die einzelnen nTfi' n mii selbständiger Hofhaltung je deren ganzes Gefolge von Fürsten, auch glichen, u. Fürstensöhnen, Grafen u. Herren, Bäten u. Bitterschaft; die .Hot- lioh n nichtanwesender Fürsten stehen zum Teil dazwischen. G. gibt hauptsaen- ,?" eine einheitliche, nach Familien geordnete Liste aller anwesenden Fürsten u. waren, p ei cinigen Grafen, die er ausläfsl, fehlte in der Vorl. der litel. 88* Versandung des heyligen Richs tag zu Wormfs jm jar. M. cccc. xcv. durch unseren allergenedigisten herrn Maximilian, römischer kiinig, Die Churfürsten uii gemein versamlung des heyligen Ryches geordnet, gesetzt und beschlossen seint. Die Schrift ist ein Abdruclc der im Titel genannten Beichsgesetze. G. benutzt sie, indem er 310f ein paar Auszüge aas dem 'Gemeinen Frieden' und der '■Ordnung des gemeinen Pfennigs' 1 bringt und 313 den 7. August als Abschlufstag der Versammlung nennt. III. Handschriften und Drucke. A. Original-Handschriften. 1. Landes ehronilc. G = Handschrift der Landesbibliothelc zu Gassei 1 ), Mss. Hass. 4" 115, Papier, 339 alte Plätter, alle beschrieben, um 1500. Nach Zählung des 18. Jahrh.: ungezähltes Platt, jetzt II, und 1—6; Bl. 7; Bl. 9 und 12; Bl. 10 und 11; Bl. 8 und 13—15; Bl. 16—41. 43—76. 78—99. 101—2231. 22311—243; Bl. 244 —283; Bl. 284—311; Bl. 312—335. 337. 336. 338—340. Pinige Plätter sind falsch eingebunden. Die Zahlen 42. 77. 100 sind übersprungen" 1 ), 223 ist doppelt gesetzt. Zu PI. 108', 126", 137 ist je ein Zettel {schmaler, der Länge nach beschriebener Streifen) eingeklemmt. Der Hand der Hs. ist neu beschnitten und zuweilen ausgebessert. — Alter gepreßter Lederband mit zwei Messingschliefsen, wovon eine Spange fehlt; Hüclcen neu. Gerstenbergs LandesehroniJc von Thüringen und Hessen, eigenhändig. Mit roten Initialen für die Abschnitte, roter Markierung von Satzanfängen, Botunterstreichung für Citate, Verse und anderes. Pildvorschriften und anderes (vgl. S. 287) von G. rot geschrieben. — Zahlreiche Lüchen. Es fehlen die ersten Plätter, mindestens drei (s. unten S. 1 — 6), drei (?) Plätter zwischen 6 und 7 (s. S- 12 — 16), zwei (?) zivischen 7 und 9 (s. S. 17—19), drei (?) zwischen 12 und 10 (s. S. 20—22), drei (?) zwischen 11 und 8 (s. S. 23—26), vier (?) zwischen 15 und 16 (s. S. 28—31), drei (?) zwischen 41 und 43 (s. S. 47—49). Ausgeschnitten ist ein Platt zivischen 243 und 244 (s. S. 335) und eins zivischen 283 und 284 (s. S. 229). Von diesem ist noch der innere Bandstreifen übrig, auf den eine Hand des 16. Jahrh. geschrieben hat: Dils p!at hat schwerlich ein from man ausgeschnittenn. Dann fehlen noch zwei (?) Platter zwischen 311 und 312 (s. S- 264—266). Aufserdem sind einzelne Stellen beim Pinbinden oder durch sonstigen Papierverlust sowie durch Tilgung (vgl. S. 244 f) beschädigt. Der Zettel waren es jedenfalls früher mehr 7 '). — Auf PI- 340', wo G. mit 1515 schliefst, stehen von derselben Hand, die obige Pemerkung machte, noch zwei zeitgenössische Einträge zu 1524 und ») Vgl. Frh. Schenk zu Schiveinsberg Quartalbll. f. d. Gr. Hessen 1884, 35- Pistor'ZHG. 27, 14 f. 2 ) Unten S. 104 Z. 18 am Band lies '101'; S- 178 Z. 27 ergänze 'Bl. 190"; S. 322 Z 1 lies '221''. ") Vgl. oben S. 9*. 89* 1549. Auf den Rändern stehen massenhaft Bemerkungen und Zusätze 1 ) von Händen des 16. u. 17. Jahrh. Am häufigsten sind darunter Stichworte für den Inhalt' 2 ); einigemal werden spätere Geschichtsschreiber erwähnt. Die Handschrift sollte mit einer grol'sen Menge von Bildern geschmückt werden, an 260, für die jedesmal der entsprechende Baum, oft bis m ganzen Seiten, freigelassen war. Aber nur ein verhältnismäßig kleiner Teil von ihnen ist ausgeführt worden, und zwar in 2 Gruppen, im Anfang des 1. und im Anfang des 2. Teils der Chronik 3 ). Die leeren Stellen sind dann zuweilen von Kinderfingern, die sich auch sonst betätigt haben, verkritzelt worden*). Noch vorhanden sind 45 Bilder: 131. 4'. 5'. 6. 7. 9. !>'. 12'. 8. 13. 14. 15'. 27'. 34'. 35'. 3G. ■56" 38' 40 41 41' 44. 45. 45'. 46. 47. 48. 51. 57'. 60. 62. 63. 64'. 65'. 267. 267'. 268'. 270. 272. 273'. 274, 275. 276. 285. 286'. 287'; s. unten 8. 11 f. 16. 19. 26—28. 38. 43—47. 51—54. 57. 64. 67. 69 f. 72. 312 f. 215. 217. 219—221. 231. 233 f. Die drei von Bl. 272. 273'. 276 (s. 8. 217. 219. 221) sind veröffentlicht von K. Wenck in 'Die Wartburg' 8. 225. 224. 226. Die beiden von Bl. 51 u. 287' (s. S. 57 u. 234) werden unten Tafel I u. II nachgebildet. Unsere Bilder sind Federzeichnungen 5 ) von einem tüchtigen Künstler. Ihre naive Auffassung veranschaulicht uns vortrefflich den Zeitgeist, der die Erzählungen Gerstenbergs umfängt. Für die hessische Kunstgeschichte haben sie erheblichen Wert. Sachliche Belehrung bieten namentlich die Kampfszenen. Bei den Oertlichkeüen ist Naturtreue meist nicht beabsichtigt*). Hier und da spricht aber doch die eigene Anschauung mit, so in der Abbildung von Biedenkopf, unten Tafel IP). Auf einem Teil der Bilder sind Namen von G.'s Hand aufgeschrieben, auf anderen von fremder Hand. Einige sind angeschmiert. 2. Regententafel. B = Handschrift der Hofbibliothek zu Darmstadt s ), Nr. 238, 4°, Pergament, 16 Blätter, um 1500, und Papier, 4 Blätter, 16. u. 17. Jahrh. Dazu Druck, 4 Blätter. Nach neuer Zählung: Bl. 6—21 Pergament, davon beschrieben Bl. 6—20; Dl. 2—5 Papier, davon beschrieben Bl. 3—4; Bl. 22—23u. Bl. 1, wozu ein als 23' aufgeklebtes Bl. gehört, Druck. Bl. 6—18' Gerstenbergs Begcntentafel von Thüringen und Hessen, von zeitgenössischer Hand. Kalligraphisches Original mit schön gemalten Initialen, Ornamenten und Wappen. Vgl. oben S. 20*, unten S. 363 ff Anmn. Endet mit Landgraf Philipp fgeb. 1504]. •) Einige Proben s. oben 29* (Mitte); Mon. Hass. 1,108 f. 167. 230 (Anmn.). 2 ) Eine Probe ist leider unten auf die Tafel II gesetzt worden. \ A ^ A Tt diesen beiden Stellen nicht geschlossen; s. unten S. 6. 23. 31—36. 38. 40. *2.44T. «* f; 221 m. Anw. b; 223-229. 231. *) Vgl. oben S. 19* Anm. 17. •) 'Das eigentliche Ausdrucksmittel der Volksphantasic'. Vgl. Eautzsch in Studien zur dt. Kunstqcsch 3 5 u 4.7 c ) Vgl. Landau, Hess. Ritterburgen 2, 20b {wo aber irrigi vonG. selbst die Rede ist). Bas hier erwähnte Bild des Frauenbergs (Vorzeit hg. v. Justi, Jahrg. 1827, Umschlag) stammt von Bl270;sun *»»*». ') In Schcdels Wettchronik stehen wirkliche und phantastische-St'f Bilder neoe„ einander. ■. Vgl. Walther ARG. 4 (1845) XII, lf. Die Verfasserschaft Gerstenbergs ist zuerst von A. Wyfs erkannt worden. 90* Bl. 18' — 19 erste Fortsetzung, von gleicher Form und Verzierungsart, in unschöner Nachahmimg. Endet vor den Landgrafen Moritz zu Cassel [geb. 1572] und Ludwig V zu Barmstadt [geb. 1577]. Bl. 19' — 20 zweite Fortsetzung, aber nur der Stammreihe, ohne Textzusätze und ohne Malerei. Endet mit den Landgrafen Carl zu Cassel [geb. 1654] und Ludwig VII zu Barmstadt [geb. 1658]. Bl. 3—4. Lateinisches Widmungsgedicht, eigenhändig von Professor Conrad Bachmann, 1634 März 17 [a. St.] Giefsen, an Landgraf Georg II zu Barmstadt: bringt ihm zum Geburtstag das cxi- guum munusculum der nachfolgenden tabellae dar*). Bl. 22 u. 23 gedruckte hessische Genealogie von 1584. Bl. 1 u. 23' ebensolche Genealogie von 1610. 3. Stadtchronik und Stadtrecht. F — Handschrift der Landesbibliothek zu Cassel 2 ), Mss. Hass. 4° 26, Papier, 68 alle Blätter, davon 60 beschrieben, um 1500. Nach neuer Zählung: Bl. 1. 2. 37—40. 3—17; Bl. 18; Bl. 19-25; Bl. 26—36. 41—42. 43—44; Bl. 45 — 60. Bis Bl. 40 dasselbe Wasserzeichen wie in G, ebenso Bl. 43—47; drei andere Wasserzeichen Bl. 41—42, Bl. 48 — 60, Bl. 61 — 68 (leer). Die Schrift meistens in zwei Spalten (a und. b). Kote Initialen und Milanwendung roter Schrift. Stück I = Bl. 1—2. 37—40. 3—36. Gerstenbergs Stadtchronik von Frankenberg mit verschiedenen Zutaten. Bl. 1 von fremder Hand, etwa um 1520, in.- grofsen Zierbuchstaben: Hec chronica Francobergcnsia edita sunt a vcnerabili viro, domino Guigando Gerstenberg dicto Vietoris, incliti prineipis ac domini, domini Guilhelmi lantgravii, sacellano et huius civitatis filio. — Barunter, später: Pro civitate Francobergensi. Bl. 2' Gerstenbergs Orden des Neuen Testaments, eigenhändig. Bl. 37a — 40a Gerstenbergs Register zur 'nachgeschriebenen' Stadtchronik, eigenhändig. Bl. 3a~17'b, Bl. 19a—25'b, Bl. 26a—36b Gerstenbergs Stadtchronik, eigenhändig. Schrift im allgemeinen gröber als in der Lehr. Initialen, Bildauweisungen und anderes in gleicher Art wie dort. Bazu Bl. 18 von fremder Hand, etwa um 1580: Anfang eines Ersatzes für den jetzt hier fehlenden Originaltext (vgl. unten S. 426 Anm. a) 3 ). Ursprünglich 35 Blätter, die von G. eigenhändig als '1 — 35' gezählt waren. Bavon fehlen zwei: eins zwischen 17 und 19 jetziger Zählung (s. S. 425 — 427), an dessen Stelle jetzt das fremde Blatt steht, und eins zwischen 25 und 26 (s. S. 447—448)*). Zahlreiche beschädigte Stellen, besonders Bl. 12. 13. 14. 35. 36. — Auf Bl. 36b, wo G. mit 1505[—1506] schliefst, stehen von fremder Hand ') Balthasar Schupp meint also unsere Hs., wenn er 1645 von der Genealogie (nicht Genealogien) schreibt, welche unser Poet Bachmanmis J. F. G. soll in Unterthänigkeit verehrt haben; s. AUG. NF. 5 (1907), 319; vgl. Diehl das. 277. ••') Vgl. Piator ZHG. 27, 10—14. »j Als Bl. 18 eingefügt wurde, war vielleicht ein vollständiger Ersatz für das damals noch vorhandene Originalblatt nicht beabsichtigt. *) Bl. '1—15' jetzt 3—17. Bl. l 16' fehlt; dafür das fremde Bl. 18. Bl. '17—24' jetzt 19—25. Bl. '24' fehlt. Bl. '25-35' jetit 26—36. 91* noch zwei zeitgenössische Einträge zu 1507 und 1520. Auf den Bändern hat eine ganze Anzahl späterer Hände Bemerkungen und Zusätze gemacht, darunter sind Nachweise über die von G. benutzten Urkunden der Stadt. Auch die Stadtchronik ist mit einer Beihe von Bildern geschmückt, und zwar waren alle, die G. vorgeschrieben hatte, ausgeführt. Drei davon Bl. 16'. 24. 24' der alten Zählung, sind mit diesen Blättern verloren gegangen; s. unten S. 427 u. 447 f. Vorhanden sind noch 15, nach alter Zählung Bl. 2. 3. 4'. 5'. 8. 10'. 12 (beschädigt). 13'. 17. 20. 21. 26. 27. 30'. 33; s. unten S. 300. 392. 396f. 403. 411. 414. 418. 429. 437f. 451. 453. 462. 467. Die drei von Bl. 12. 26. 33 (s. S. 414- 451. 467) werden unten Tafel III — V nachgebildet. Die Stadtchronikbilder sind im allgemeinen gröfser als die Landeschronikbüdcr. Es sind diesmal kolorierte Federzeichnungen. Ihr künstlerischer Wert ist geringer als der der andern. Im Uebrigen gilt, was zu diesen gesagt wurde. Namen sind nur von fremder Hand aufgeschrieben, 1 ). Stück II = Bl. 41—60. Johannes Emerichs Stadtrecht von Frankenberg mit verschiedenen Zutaten. Von drei Händen, je auf anderem Papier (s. oben): Bl 48—60 von erster Hand, wohl der Emerichs; Bl. 43—44 u. 45—47 von zweiter Hand, der Gerstenbergs; Bl. 41—42 von dritter Hand, einer gleichseitigen. Vgl. oben S. 17*. Das Ganze hatte ursprünglich 21 Blätter, die als '1—21' gezählt waren. Davon fehlt eins zwischen 44 und 45 jetziger Zählung 2 ). Bl. 41a--42'a (dritte Hand) Begister zum Stadtrecht. Mit Zusätzen von Gerstenberg. Bl. 43 (zweite Hand) Gerstenbergs Vorwort zum Stadtrecht 3 ). Bl. 43'a—44'b u. Bl. 45a—47'b {zweite Hand) erstes Stück des Stadtrechts in Ueberarbeitung Gerstenher gs% Unvollständig durch den Blattausfall vor 45 5 ). Bl. 48a—54b u. 55a — 60a (erste Hand) zw cites Stück des Stadtrechts im Original Emerichs, nur die erste Ueberschrift von Gersten- bergt). Bl. 54' ist leer gelassen, weil die Schrift der Vorderseite durchgeschlagen hatte. — Auf Bl. 60a schliefst die Originalhand mit Finis ao. dni. 1493. Darunter steht von einer zeitgenössischen Hand: Anno Partus virginei 1494., 17 kl. decembr., obiit Joes. Emerich senior, cus. aiam. deus in sinum Abiahe collocare dignetur. B- Drucke aus den Original-Handschriften. 1. Landeschronik. Ausgabe von F. Gh. Schmincke, Moni- menta Hassiaca, Teil 1 u. 2 (durchpaginiert), Cassel 1747 u. 1748, S. 31—168 u. 295—574: Wigand Gerstenbergers Thüringisch- und Hessische Ghronick. Vgl. die Vorreden Teil 1 Bl. 5 ff, Teil 2 Bl. 1 ff "l Val Tafel IV ') Bl. '1-2' jetzt 41-42. Bl. '3—4' jetzt 43-44. Bl '5' fehl Bl '6-8' jetzt 45-47. Bl. '9-21' .jetzt 48-60. ') Äbge- äi-ucM Ä «.V % Brück Man. Bas, 2 l 669-678£ J* «J* 8—695 Z 3 6 ) Das Fehlende abschriftlich erhalten m Hs. 8, s. unien S. !)6'. ' ' •) Druck Uon. Htm. 2 S. 695 Z. 4 u. 695 Z. 5-756. 92* S. 31 — 34 'Verbesserungen und Zusätze'' zu früherem Druck Ayrmanns (s. unten); S. 34—168 von Karl ä. Gr. bis 1216; S. 295—574 'Fortsetzung' von 1216 bis 1549. In der 'Fortsetzung' fehlen die Dild- vorschriften , grol'se Stücke aus den Wundern Elisabeths, Ludwigs, Konrads 1 ) und einzelne, zum Teil wichtige Steilen. 2. Stadtchronik. Grol'se und kleine Stücke einzeln bei Abraham Säur, Diarium lustoricum, Frankfurt 1582, S. 69. 13d. 143. 116. 1.47. 148. 151. 160. 160. 162. 167 f. IUI. 201. 215. 252 f. 280. 297. 327. 331. 414 f. 159. 497. 535 f. Vgl. S. 45. 189. 362. 480 2 ). — Wiederholung in desselben Calendarium historicum, Frankfurt 1594, mit an derer Seitenzählung 3 ). 3. Stadtrecht. Ausgabe von Schmincke a. a. 0. 2 S. 669 — 756: Johann Enterichs Samlung der alten Hechten und Gewohnheiten der Stad Franckenberg. Vgl. Vorrede Dl. 5 ff. Textlücke ivic in der Vorlage (S. 678 zio. Z. 7 n. 8). Das liegister fehlt. G. Abschriften, Auszüge und Drucke aus ihnen. 1. Landeschronik. Aul'ser einem Auszug des 18. Jahrh. in Hannover, Kgl. Bibl., Nr. 782, Folio, verzeichnet bei E. Dodcmann, Die Hss. der Kgl. Bibl. zu Mann. (Dann. 1867) S. 153 f 4 ), verteilen sich alle hergehörigen Texte auf zwei verschiedene Klassen. Klasse A. Der Anfang vollständig bis G Dl. 55' von keyser Karolus sterekede alsus, s. unten S. 62 Z. 26. Dann kurze Auszüge zu 813 bis 1549. Diese Klasse bewahrt den Text der in G vor Dl. II. 7. 9. 10. 8. 10. 43 fehlenden etwa 21 Blätter, einschlie/'slieh der Bildvorschriften. A = Druck von Oh. F. Agrmann, Sylloge ancedotorum, Frankfurt 1746, S. 3—168: Wigaudi, Gerstenbergeri, dieli Boddenbender, Ghronicon Thuringico-Iiassiacum. Aus verschollener Vorlage, einer Sammelhs. Weber, die auch einen Text der Klasse B enthielt. Vgl. Brolegomena Bl. l.f. — Nahe verwandt sind die folgenden Handschriften. L, Stück II = IIs. in Darmstadt, Staatsarchiv, IV A l, 4°; Sammelband Liebknecht-Nebel, der auch einen Text der Klasse B enthalt; Bl. 32 ff, um 1700. Bei Walther, Literär. Handbuch v. Hessen, Suppl. 2 Nr. 89, 4. Vollständiger als A, im Wortlaut ziemlich gleich gut. U= Hs. in Hamburg, Stadibibliothek, Nr. 63, Folio,, Sammelhs. Uffenbach, S. 1 ff, 18. Jahrh. Bald A, bald L näherstehend; fehlerhafter eds beide. K, Stück II = Hs. in Cassel, Landesbibl, M.ss. Hass. 4° 8; ') Dies geschictit nach 8. 394 Anm., damit nicht dem geneigten Leser bey Lesung dergleichen thöriebten und abgeschmackten Erdichtungen einen Eckcl erregen möchte. Hin anderer Standpunkt als der von Kolbe in Vilmars Hess. Historien- Büchlein, 4. Aufl., 167 ff. *) Hier: Das Scbepffen- oder Gerichtsbuch, so hinder die Franckeubergische Chronick geschrieben. a ) lieber Säur und sein Werk vgl- oben S. 2* m. Anm. IS. *} Die Vorlage wird irrig 'Franckenbcrgsche' Chronik- genannt. 93* Sammclhs., die auch einen Text der Klasse B enthält; Bl. 72ff, 18. Jahrh. Wesentlich schlechter als ALU. Klasse B. Auszüge zu 298, 777, 981 u. s. iv., allmählich ausführlicher werdend, bis 1549. Bas Verhältnis zum Original ist also gewissermafsen entgegengesetzt dem in der anderen Klasse. Unsere Klasse bewahrt, wohl ziemlich vollständig, den Text der in G vor Bl. 312 fehlenden ein bis zivci Blätter; vgl. unten S. 264 Anm. b. Von dem vor Bl. 284 ausgeschnittenen Blatt zeigen beide Klassen keine Kenntnis. — Titel: Kurtzer Extract einer geschriebenen chro- nicken von geschienten derer herren und landes zu Hessen. Spätere Gelehrsamkeit schuf den irreführenden Titel Excerpta chronici Ried- eseliani l ). Bruch von J. Ph. Kuchenbecher, Analecta Hassiaca, Collcctio 3, Marburg 1730, S. 1—70: Excerpta chronici Bicdeseliani Ilassiaci (298—1549). Daselbst S. 70 f 'Folgen Lgr. Philipsen ..... Thaten' (1504 — 1547). Aus schlechter Vorlage. — Ergänzungen von Ayrmann daselbst 6, Marburg 1731, S. 157—470: Variae lectiones et supple- menta. Vgl. S. 447 und Sylloge aneed., Proleg. Bl, 2. — Besseren Text bieten die nächstfolgenden Handschriften. B = Hs. in Barmstadt, Staatsarchiv, Folio, um 1580. Vgl. Walther a. a. 0. Nr. 91, 3. N = Hs. in Barmstadt, Cabiuetsbibl, Nr. 11, Folio, Sammclhs., Bl. 1 ff, um 1580. Vgl. Walther Nr. 91, 4. Mit B nahe verwandt. K, Stück I— Hs.in Gassei, Landesbibl.,Mss. Hass. 4°8, Sammclhs. (vgl Klasse A), Bl. lff, 18. Jahrh. Vgl Walther Nr. 89, 1 u. 91, 1. L, Stück I = Hs. in Barmstadt, Staatsarchiv, IV A 1, 4°, Samtnelband Liebknecht-Nebel (vgl. Klasse A), Bl. 2 ff, um 1700. Bei Walther Nr. 91, 6. G = Hs. in Cassel, Landesbibl., Mss. Hass. 4° 116, Sammclhs., Bl. II u. l ff, um 1600. Vgl. Bieterich MOHGV. NF. 7,153 Anm. 3. Weitere Exemplare: Cassel 4° 10, Sammclhs., Bl. lff, um 1600. Bandvermerke aus der Gasseier Chronik (Gongeries). — Basclhst 4° 1~ J 4, Sammclhs., Bl. lff, 18. Jahrh. Bei Walther Nr. 91, 1. — Barm- stadt, Hofbibl., Nr. 803, 4°, Sammelhs., Bl. lff, 17. Jahrh. — Ba- selbst Nr. 2302, 4°, von Ayrmanns Hand. — Giefsen, Universitäts- WW., Nr. 412, Folio, Sammclhs., Bl. 1 ff, 17. Jahrh. Vgl. J. V. Adrian, Gatalogtts codicum bibliothecae Gissensis (Frankfurt 1840) S. 133. — Nürnberg, German. Museum, Nr. 8739 (in Sammelband Eckardt), 4°, Sammelhs., Bl, 7ff, 18. Jahrh. Mit K verwandt. Ueber eine verschollene Hs. s. oben Klasse A, Text A. Eine Gffenbachschc Hs. wird erwähnt Anal. Hass. 5, Vorrede S. 3 2 ). 2. Regententafel. Hs. in Barmstadt, Hofbibl., Nr. 204, 4°, Pergament, 18 Blätter, davon 1—14 beschrieben, um 1580. Nachbildung des Originals mit der ersten Fortsetzung. Gleiches Format, Ber farbige Schmuck ist grofsenteils genau nachgeahmt, Viele Wappen n ') Vgl. oben S. 61* Anm. 3. ') Die mm Walther Nr. 91,2 genannte Varmstädtcr 11s. 239 enthält vielmehr die Gasseier Chronik (Congcries). 94* sind in schöner Ausführung neu hinzugefügt. Die Stammführung weicht öfters bewufst vom Original ab. 3. Stadtchronik. Neben einer Abschrift von SchmincJces Hand in Gassei, Landesbibl., Mss. Mass. /" 125, gibt es auch hier zwei Hauptklassen von Texten. 'Register' und 'Orden fehlem überall. Klasse A. Ohne wesentliche Aenderungen, mit 1507 und 1520. Wertvoll zur Ausfüllung der Lüchen des Originals. S, Stück I = Hs. in Gassei, Landesbibl., Mss. Hass. 4° 118; Sammelhs. Scheffer, die auch das Stadtrecht enthält; El. 1 ff, um 1580. Verhältnismäßig am besten, vgl. unten S. 427 Anm. d. Der Schilds von 1520 etwas geändert. Unmittelbar anschließend (Dl. 55') von anderer Hand genealogische Daten mit Tod Lgr. Philipps II (1583), aber nicht Lgr. Wilhelms IV (1502). Daneben: Marburg, Staatsarchiv, H 67, 4", 17. Jahrh,. Bei 1495 abbrechend. Im 10. Jahrh. aus Klasse B bis 1525 ergänzt. — Gassei 4° 114, Sammelhs., El. 346 ff, 18. Jahrh. Nur ein 'Extract'. Zusatz zu 1500 (Bergunglück). Die übrigen Exemplare der Klasse A beruhen auf einer Abschrift von 1606. Sie läl'st die ersten Sätze von F fort und beginnt mit: Alfs konnig Hilperich u. sin bruder, s. unten S. 380 Z. 18. Zwischen 1507 und 1520 ein kurzer Zusatz zu 1509. Dem Text geht ein Vorwort voraus, das mit den Worten beginnt (ich benutze H): Uff guttachtens des gestrengen, cdlcnii unndt ehrnvesten Johann von Bodenhaufsen, landtvogts ahn der Edern, ist der stadt Franckenberg cronica, so fast alt undt nicht «roll zu lefsen, widerumb aufts neue abgeschrieben worden durch Abraham Streithoff 1 ) in anno 6o6 2 ). H = Hs. in Marburg, Staatsarchiv, H 66, 4°, frühere Besitzer Himmelmann, 17. Jahrh. Das letzte Blatt fehlt, der Text bricht in 1505 ab mit den Worten drei leibliche gebrüder, (die); S. unten S- 473 Z. 21. St = Hs. in Gassei, Landesbibl., Mss. Hass. Folio 49, 18. Jahrh- Im Vorwort '1706' für 1606- vgl. Bistor ZUG. 27, 15f. Dazu: Marburg, Staatsarchiv, II 68, Folio, 18. Jahrh. — Nürnberg, German. Museum, Nr. 8738 (in Sammelband Eckardt), •i°, 18. Jahrh. Klasse B. Mit zahlreichen Aenderungen, Zusätzen und Auslassungen, die in der Hauptsache von ein und demselben Bearbeiter aus dem 16. Jahrh. herrühren. Titel: Chronica und altes herkommen der statt Franckenberck in Hessen. Es fehlt vor allem ein grofses ') Vgl. W. Falckcnheiner, Register zu der Matrikel der Univ. Marburg 161- ') Fortsetzung: Undt seinch dies jahrs nachfolgende persohnen beampte unndt raths- persohnen am leben gewefsen, defsgleichen die vierer aufs der gemeinen burgerschafft auch die ampte bedienet, wie hernach folgett. Unsers gnedigenn furstenn . . . herrn Moritzen.....beampte: Joist Lefsken, rentmeister; Johann Ebell, schultheifs. Raths- persohnen: Johann I.aucke, Christoff Streithoff, burgermeister; Abraham Greineifse, weinmeister; Herman Busch, fruchtmeister; Christian Emrich, baumeistcr; Christian I.aucke, weinmeister; Philips Stip, Küchenmeister; Curt Garte, Johann Rimmenschneider, marckmeister; Johann Wantzell, Casparus Ludwigk. Die vierer von der gemein: Ric» s Mantell. underburgermeister unndt weinmeister; Henrich Gerick, weinmeister; Caspar Diettrich, marckmeister; Davidt Hanekroth, fxuehtmeist ;tcr. 95* Stück über die Schädigung Frankenbergs durch die Stuhlräuber •*) seit 1483, F El. 32'a Insunderheid so panthin sie bis 33 b tzehinfalt dar- umbe; s. unten S. 464 Z. 4 u. 465 Z. 35. Dafür schreibt der Bearbeiter (ich benutze J): Mir vvil ich übergehen die botsheit vieler vorgemeltcr schelcke....., und was weiter von diesen schelcken zu sagen ist, wil ich einen iedern in die alte chronica gewiesen haben..... , und wil von andern dingen meldunge thun 2 ). An Stelle der Einträge zu 1507 und 1520 in F und Klasse A steht hier ein neuer Text zu 1507. 1509. 1515. 1517. Die meisten Hss. haben auch einen Eintrag zu 1525, mehrere au/serdem einen Zusatz bei 1463 (Preise in CÖI/ri)*). Drucke. Ausgabe von J(ohann) Friedrich) F(aust) v(on) A(schaffenburg), Franckenbergisch Ghronick und Zeit-Buch, zusammengetragen durch Weygand Gerstenbergern, sonsien Büddenbender gesandt, (Heidelberg) 1619 4 ). Folio, 22 Blätter. Mit Druckprivdeg H nd eigenem Begister. Innerer Titel: Chronica und altes Herkommen, 1 ne oben. — Gekürzter Druck von Kuchenbecher, Anodeeta 5, Marburg i73i y s. 145 — 240: Wigandi Gerslenbergeri Chronicon Franco- bergense. Aus schlechter Vorlage. Vgl. Vorrede S. 2 unten u. S. 3 unten; Senckenberg Seiecia juris 3, Vorrede S. 53 5 ). — Ergänzungen von Ayrmann, Sylloge aneed. S. 623—672: Exccrpta chronici Francken- bergensis in Analectis omissa. Vorlage: Darmstädter Hs. 800, s. '««■ unten. Vgl. Sylloge 623; Wenck, HLG. 1, XVII; Walther Nr. so, i. — Den besten Text bietet die erste der folgenden Hand- sc hriften. J = Hs. in Gösset, Landesbibl., Mss. Hass. 4° 158, Sammelhs. ''ungmann, El. 329 ff, geschrieben 1583. Ohne 1525 und 1463. Daneben: Gassei d° 27, um 1600. Mit 1525 und 1463. — Daselbst Folio 48, früherer Besitzer Dresler, um 1600. Ohne 1509. 1515. \xr 3 - ~~ Daselbst 4° 28, früherer Bes. Fresenius. Widmung an Prinz Wilhelm (Lgr. Wilh, VIII) zu Gassei. — Daselbst 4° 29, früherer Ups- Endemann. — Darmstadt, Hofbibl., Nr. 800, 4°, 17. Jahrh. Vi- oben Drucke {Ayrmann). Mit 1525 und 1463. El. 1' Eintrag zu °14 (.Raupen im Schnee). Am Ende weiterer Text ( Westfälinge u.s.tv.) o Widmung an Lgr. Georg II zu Darmstadt. — Darmstadt, ^atsarchiv, Folio, Sammelband Nebel, El. 1 ff, 18. Jahrh. Bei Walther Nr. 90, 7. — Giefsen, Universitätsbibl, Nr. 476, 4°, 18. Jahrh, j;9l Adrian a. a. 0. 149. — Hannover, Kgl. Bibl, Nr. 1039, 4°, früherer Bes. Erziehen 9 ), geschrieben 1607 von II. Meyssener, beschädigt, erz. bei Bodemann a. a. 0. 209. — Wiesbaden, Staatsarchiv, A 28, 4 i um 1700. ». v ') Zu diesem Ausdruck vgl. Vilmar, Hess. Historien-Büchlein, 4. Aufl., 106. i • $-'..Pistor 16 u. 55 Anm., wo aber die Herkunft dieser Bemerkung verkannt vird. 3) $ Ausg. v. Faust Sp. 57 u. 76 (wo 'Frankenhausen' zu lesen ist). JßfMSführlicher Titel bei Pistor 16. — Faust, ein Frankfurter Patrizier, hatte "17 auch die Limburger Chronik herausgegeben, mit Widmung aus Darmstadt 7* Lgr. Moritz zu Cassel; s. Wyfs in seiner Ausg. S. 1. ") Daselbst S- 56f a 9t Senckenberg von dem ihm unbekannten Codex der Landeschronik: Me vero zu n absi i" e ull ° historiae Hassiacae incommodo semper ineditus latebit. ') l 8:t3 ta ssel im Besitz von Jakob Grimm. 96* Weitere Exemplare der Klasse B beruhen auf einer Abschrift von 1724. Sie reicht bis Ende 1505 mit den Worten nach dem sterben wieder; s. unten S. 474 Z. 5. Dazu die Bemerkung: hier war es abgeriessen in der alten chronik 1 ) und zum lefsen verderbet. Vorangeht eineWiämung: Dem ehrwürdigen.....JohannSchwalmen, chorkanonig (Hss. chorkönig) des hohen thurastiffts zu Strassburg und propst zu Neuenwciler,.....hat Wolff Dieterich, bürger und gerichtsschrciber zu Frankenberg, diei'se chronica zu einem glückseligen neuen jähr geschencket, seiner dabey zu gcdcnckcn 2 ). Hierher gehören: Darmstadt, Ilofbibl., Nr. 555*), 4°, 18. Jahrh. Von zwei Händen (S. 1—134 u. 135—141). — Gicfsen, Universitäts- bibl., Nr. 235, 4°, Sammeliis., Bl. 26 ff, 18. Jahrh. Vgl. Adrian a. a. 0. 77. — Daselbst Nr. 475, 4°, 18. Jahrh. Vgl. Adrian 149. Mit Randvermerken und Fortsetzung bis 1525 aus anderer Hs. — Marburg, Staatsarchiv, II 65, 4°, Sammelhs., AM. II, 18. Jahrh. Mit liandvermerken und Fortsetzung bis 1525 aus anderer Hs. —- Daselbst, H 69, Folio, S. 685 ff eines ehemaligen Sammelbandes, 18. Jahrh. Nur bis 1463; S. 755 ff leer. lieber zwei Hss. weifs ich nichts näheres: Weimar, Grhzl. Bibl., '16. Jahrh.'. Bei Walther Nr. 90, 4. — Hamburg, Staätbibl., Nr. 315. Bei Walther Nr. 90, 5. Vgl. Senckenberg, Selecta juris 3, Vorrede S. 53. 4. Stadtrecht. S, Stück II — Hs. in Cassel, Landesbibl., Mss. Hass. 4 n 118, Sammelhs. Scheffer (vgl. Stadtehronih, Klasse Ä), Bl. 158 ff, um 1580. Von derselben Hand wie Stück I. Beste Abschrift und einziger vollständiger Text. Die Lücke in F vor Bl. 45 (Textstück G.'s) wird hier Bl. 161' — 163' ausgefüllt, was für die Feststellung der Quellen G.'s in der Stadtchronik wichtig ist; vgl. oben S. 86* (Nr. 38). D. Textgestaltung der Ausgabe. Die vorliegende Ausgabe der Chroniken G.'s kann zum atter- grölsten Teil aus den Original-Handschriften schöpfen. Deren Text tvird buchstabentreu wiedergegeben 4 ). Doch werden arabische Ziffern angewandt, u und v wird unterschieden^), ij mit y vereinigt 6 ), Uu und Zz vereinfacht 1 ). Die Buchstaben t und c sind oft nicht sicher unterscheidbar. Die Verwendung grofser Anfangsbuchstaben ivird selbständig geregelt, Wortverbindung und Worttrennung modernisiert*)* die Interpunktion frei behandelt und, wie es Pflicht der Erläuterung ') Nicht etwa in F, wo vielmehr sterben widder geyn abgerissen ist und das letzte Wort Krfford noch steht. 5 ) Vgl. die Worte G.'s in der Slchr. S- 467 oben. *> Bei Walther Nr. 89, 3 irrig als Landeschronik. *) Druckberichtigung: 170 Z. 13 unde, 172 Z. 27 Elyzabeth, 227 Z. 21 bisschoff, 270 *>■ 27 worffin, 332 Z. 1 frauwe, 3te Z. 21 mefslich. — 250 Z. 15 wollte ich ausdrücken, dafs die Hs. vom hat. ») Für beides kommt auch ü vor. *) W «* doch nicht halle geschehen sollen: ij eignet namentlich dem Worte tzijt; vgl. &"■ r ) Anlautendes ff bedeutet F. 8 ) Also z. B. nicht dar nach und alfsman; nicW zusagen für zu sagen und umgekehrt. — 177 Z. 33 ist wohl erkreig zu lesen. 97* ist, vermehrt und verstärkt 1 ). Verse 'werden, mit Ausnahme ganz kurzer Reimpaare in besondere Zeilen herausgestellt, die Initialen fett gedruckt, die Bildvorschriften eingeklammert'*). Für die Stücke der Landeschronik und der Stadtchronik, die in den Originalen G und F fehlen, treten andere Vorlagen zum Ersatz ein. 1. Landeschronik. Eine stattliche Ergänzung wird S. 1—6. 12—16. 17—19. 20—22. 23—26. 28—31. 47—49. 50 Z. 9 gewonnen aus den Texten der Klasse A, namentlich ALU. Bestätigung und Beihülfe gewähren die ausgeschriebenen deutschen Quellen und die Wiederholungen G.'s an späteren Stellen der Landeschronik, in der Stadtchronik', im Stadtrecht und in der Regententafel. Man könnte so daran denken, das Ganze in eine Schreibung zu bringen, die der G.'s ungefähr entsprechen ivürde. Aber ich habe den mühevollen Versuch hierzu für die Ausgabe doch wieder aufgegeben, weil G. selbst viele Worte, auch abwechselnd, verschieden schreibt 3 ). Ich gehe in der Sehreibung mir etwa auf den Archetypus von AL U zurück. Von Varianten verzeichne ich allein die erheblichen; wo AL zusammenstimmt, lasse ich U meist unberücksichtigt. — Aus den Texten der Klasse B wird die Ergänzung S. 264—260 gewonnen, wobei auch ein paar deutsche Quellenstellen bestätigend mitsprechen*). Benutzt habe ich namentlich DKLC, aber hier, 'in engerem Rahmen, den Versuch gemacht, die eigene Schreibung G.'s einigermaßen wiederherzustellen. — Lücken bleiben so nur S. 229 und S. 335. Und auch hier täfst sich wenigstens der Sachinhalt der ausgefallenen 2 Blätter zum Teil feststellen; s. 229 Anm. b u. 8 ff u. dazu oben 69* Anm. 4; 334 Anm, 4; 335 Anm. 2. 2. Stadtchronik. Ergänzungen bieten für S. 425—427 und 447—448 ivie für kleine Stellen 410. 412. 413. 415. 416. 470. 472. 473. 474 die Texte beider AbschriftenMassen, die durch S, H und St sowie J am besten vertreten sind 5 ). Sie werden unterstützt durch die hier ausgeschriebenen Stellen der Landeschronik und durch das Register ftr Stadtchronik. Ich habe auch hier die Schreibung G.'s wiederherzustellen versucht. — Eine kleine Lücke bleibt an einer aus zweifelhaftem Grund getilgten Stelle S. 464 unten. „ ') 130 Z. 3 streiche das zweite Komma, 223 Z. 35 das Komma; 877 Z. «6 U. 442 Z. 19 setze ein Komma nach getzamv(e). ») 93 Z. 28 streiche aas 'yammerseicJicn. — 84 Z. 26 f u. 88 Z 27 f lies Anm '&'. — Am Band ergänze 65 Z. l „. M- > 89r 7G z 4 , 318 Z. 11 '[Juli 3f. ' 1 ) Kr hat wechselnde Normalformen wie kunnig und komiig und daneben noch Ausnahmeformen >ne kunnigk. Nebenher erfolqt eine allmähliche Entwicklung von älteren zu jüngeren formen. *) Dafs man unser Stück früher nicht als Eigentum G.'s erkannte, hat v ie i Verwirrung geschaffen. Vgl. Pistor 83 ff. Loch hatte A. Wyfs bereits "Uf das nichtige hingcivicsen; 8. Bt. Literaturzeitung 8 (1887) Sp. 1338. ) Aus u seien einige beachtenswerte Lesarten hier nachgetragen: zu 425 Anm. e alis man schreib; Anm. d Barben; Anm. f ieglich; 426 Anm. b Nach Christi geburt; &*!( An, n. a heute bey tage- Anm. b ehrlicher; Anm. k aller groste; Anm. n dem; 4A' Anm. c da man zahlte; Anm. d reyfsner; Anm. f von; Anm. g namen ein wenig, Anm - k 4 . niederlage. üandeschronik v on Thüringen und Hessen bis 1247 und von Hessen seit 1247. Vorrede. *Mementote openim patrum, quae fecerunt in generationibus suis, »jl Bi. ss. et accipietis gloriam magnam, I. Machabeorum") II. capto.*) 1 ); ir sollet gedencken der wercke der veter, welche sie gethan haben in iren geberden oder gezeiten, und so werdet ir empfangen grofse ehre. Diese worte sind beschrieben in dem ersten buch des Streits in dem andern capitel. Welche wort der fromme fürst Matathias 0 ) in dem a lten gesetze gesprochen hat zu seinen söhnen, als derselbe Mata- thias 0 ) mit den seinen gestritten hat wider den bösen könig genant d ) Antiochus, welcher könig in der schrifft genant wird ein 6 ) wortzel der Sünden 2 ). Dan derselbige unterstund zu verstoren das heilige Testament und gesetz gottes. Hierumb so nun der fromme fürst Matathias') sterben solte, da sprach er die vorgeschrieben wort zu seinen söhnen zu einer sterckung und trostunge, uff das sie nach seinem tod das gesetz gottes mitsampt irem volcke desto manlicher, ernstlicher und fleifsiger beschützen und beschirmen solten. Und wiewol die vorgeschrieben worte uns vorgelegt werden zu einer geistlichen lehre, iedoch f ) zu ehren dem edlen fürstenthum zu Hessen mögen sie wol vorgelegt werden den erleuchten hochgebornen fürsten u "d herrn den landgrafen zu Hessen»), uff das sie gedencken der wercke der alten fürsten, darzu irer eitern und anhern, was sie gethan haben in iren geberden und iglicher in seiner zeit seines regements. Auch was die alten fürsten und herrn gegen gott und die weit und d ) gegen ire lande gutes gethan haben, dafs des«) die jungen und nachkommende fürsten und fürstinnen ein exempel haben, denselben nachzufolgen. Was auch unbequem und verseumlich von den alten 'ursten und herrn gehandelt were, dafs da die jungen fürsten sich v °r hüten und in ein bessers h ) wandeln möchten 4 ), nach dem sprach saneti Augustini in einer sermon von sanet Petern in den banden; da spricht er also: 'gleicherweise als die frommen menschen mit waren geschichten, so sie gelesen werden, den gerechten sind fruchtbar zu besserung, derselben mafse die verthumlichen l ) schnöden beschichte und peine der bösen menschen sind nutzlichen denjenigen, die da irren, oder den sondern zu einer bekerunge'. Item der ehr- .„ a ) A «Maccab.', L Machabiorum, U 'Machab'. h ) L cap. 2 •)•& Matthathias, U Matthias. «) fehlt LU. e) L eine. ») h doch. > ** das. h\ ALU bessern. ') ALU verthunlichen. rl T ') I. Mach. 3 51. 2 ) L Mach. 1,11 radix pecoatrix. ') V 9 l Leben "■ Lgr. Ludivig S. i Z. 5ff. *) Vgl- Rolevinck Bl. 3 Z. 20f. 2 Landeschronik. Vorrede. würdige Beda schreibet über das evangelium Matthci an dem 14. ca- pitel (Audivit Herodes tetrarcha') also: 'dan indencken wir unsern *bi. 32'. muth nützlichen in die heilige schriffte a ), so wir "nicht alleine die tilgenden und den lohn der gerechten vor uns setzen, sondern auch die ubelthat und plage der bösen bedencken zu einer anweisunge, uns darvor zu hüten; dan wes werck ein iglicher folget, des lohn wird ihm zuletzt.' Hierumb so mögen die vorgeschrieben fürsten zu Hessen wol vor sich nemen die ersten wortc: mementote operum patrum etc.; ir sollet gedencken der wereke der veter, welche sie gethan haben in ihren geberden oder gezeiten, und so werdet ir empfangen grofse ehre. Von den geberden nun und geschichten der erleuchten hoch- gebornen b ) fürsten und herrn der landgrafen zu Hessen und auch von iren regementen etwas zu beschreiben 0 ), ist zu wissen, nachdem beyde, geistliche und weltliche capitel und stiffte in Teutschen landen ire brieffc schreiben, ausgeben und innemen in Teutscher sprach, da doch in vergangen jaren auch die leyen lateinische brieffe gaben und namen, hierumb wird dis d ) gelcse nicht unbilliche in Teutsche spräche gesetzt. Und ist zusammengeschrieben in dem jare als man 1493. zehlte nach unsers herrn Jesu Christi geburt 1493. Ob nun iemand dis vornemen von vergangenen solchen alten geschichten, vor vielen jaren vorgangen e ), frevelichen und spotlichen bedeuchtc, sintemal niemand itzt im leben, der die') geschichte gesehen oder herlebet hette, wen das bedeuchte, der sol gedencken g ), das die klugen philosophi Salustius Crispus und Titus Livius und derselben noch mehre viel dinges geschrieben, das sie nicht gesehen haben und nicht erlebet, sondern vor iren zeiten viel jare geschehen sind, aber solches haben sie von warhafftigen leuten gehöret oder in glaublichen schrifften gelesen; auch sol er gedencken an diejenige, die unsers glaubens und christenleute gewest seyn, als sanet Hieronimus, der da schreibet in vitis Patrum von des ersten einsidels, von sanet Paulus leben, das er nicht gesehen hat, sondern gar ferne jare vor ime gewest ist, darzu sanet Ambrosius, der da schreibet die passion von der heiligen Jungfrauen Agnes, der sie auch nicht gesehen hat, sondern auch vor ime geschehen war 2 ). Und dergleichen findet man noch viel mehr, die geschrieben haben aus dem munde der frommen warhafftigen leute oder aus b ) glaubhafftigen schrifften. Dergleichen ist dis gegenwertiges') buch aus vielen alten historien, cronicken und schrifften das k ) beste als blümlein ausgelesen und in diese kleine somme bracht 3 ). Auch sind mit eingezogen etzliche geschichte der babiste, bischoffen, keyser, konige, herren •bi. 33. und andere merekliche geschichte, zu einer anweisunge, den *guten exempeln nachzufolgen und die bösen zu verschmehen, als auch a) LU der heiligen schrillt. 1.) A hochgeboren. <•,) AU schreiben, d) LU das. e) LU vergangen. f) fehlt' LU. s) d. s. g. fehlt L. b) L auch. ') AU gegenwertige. k) A des. ') Mat. 14,1; vgl. Luc. 9,7. s ) Diese ganze Auseinandersetzung (mit dem Nennen der Abfassungszeit) ist entlehnt aus Lupus, Vita Wigberü 8. 37f. ») Vgl Vincentius 1,1 Z. Uff (Engelhus 978). Landeschronik. Vorrede. vorgeschrieben ist. Sonderlichen ist dis buch ausgezogen aus den cronicken und schrifften hiernach genant: aus der cronicken des ehrwürdigen Bede 1 ), aus Josepho 2 ), aus Valerio Maximo 3 ), aus Justino über Trogum Pompeium 2 ), aus dem Spiegel der historien Vincentii, aus den geschichten der Römer, aus der historien genant Scolastica 2 ), aus der Franckreichischen historien 2 ), aus der cronicken Longo- bardorum, aus der cronicken Rufi Festi a ) 3 ), aus der cronicken Ditc- richs Engelhausen, aus der cronicken Lambert! Leodicensis b ), aus der cronicken meistcr") Jordans, aus der cronicken Martini, aus der cronicken Hermanni Januensis, aus der cronicken der Schwaben, aus der cronicken von Mentz, aus der cronicken von Strafsburg, aus der cronicken von Hirsfeld, aus der cronicken von Limpurg, aus der cronicken genant Fasciculus, aus der cronicken der Dunnger, aus der cronicken Johan Riddesels, aus der cronicken der Hessen und aus andern bewerten schrifften, historien und legenden. Darzu 'st hierinnen, was sich begangen und verlauffen hat von den land- grafen sider a ) der zeit der vorgenanten cronicken 4 ). Und darin ist nichts e ) unrecht ingesetzt noch unrecht abgebrochen noch die mei- nunge verwandelt 5 ), sondern, als die materien und dinge verhandelt Re yn, rechtlichen und in der warheit uffgeschrieben und uff die kortzte mafs verzelet. Auch ob die jarzahl oder die daten f ) bey den geschichten in diesem buche etwan mit etzlichen cronicken oder schrifften nicht eben obercintragen*), oder ob einer lenger, kortzer °der anders saget"), dan der ander, darum sol niemand in seiner «sten bewegunge diese schlifft in Verachtung verschmehen, so dais e r dieselbige von stund corrigiren oder verendern wolte 1 ) sondern er sol erst die alten vorgenanten cronicken, da das buch aus genommen ist, grundlichen überlesen «), so sol er befinden, dafs einer 'enger oder kortzer die daten k ) beschreibet'), dan der ander ). A uch sol er gedencken, dafs derselben Ursachen halben der l) A vors erste. v . ') Nur durch Vermittelung LampcrU. ') Nur durch VcrmitteU,^ des rtneentius. 3] Nur durch Vermittdung Bolemncks. ) U. n. vv» %° diese Quellen aufhören. ■) Vgl. Hol, 1' Z 14-12 ^ u. ) >9- Ro1 - 2 Z. 28f ■>) Vgl Hol 2 Z. 29f. ') Vgl. Hol. 2 Z. 31/. ss». a Landeschronik. Vorrede. male ward es ein hertzogthum, das stund vilna 200 jare. Zum sechstenmale kamen diese lande an das Römische reich, das stund bey 118 jaren. Zum siebendenmale wurden sie zwo grafschafften, das stund bey 90 jaren. Zum achtenmale wurden sie zwey a ) fürsten- thum, das stund bey 121 jaren. Zum neundtenmale kamen die zwey lande von einander, dan das land zu Doringen kam an den marggrafen zu Meissen, so kam das land zu Hessen an die hertzogen zu Braband, als man hiernach wol hören sol. Vortcrs ist zu wissen, dafs dis buch in zwey teil ist getcilet. Das erste teil saget von Doringcn und Hessen, nachdem vor alten jaren die lande cinherrig und ein land gewest ist, und das erste teil beschleust in sich bey sechtzehen hundert jaren *). Das ander teil wil sagen von den geschienten da, dafs b ) Doringen von dem lande zu Hessen abgekommen ist, und beschleust in sich ie lenger ie mehr zahl jare. Und hebet sich das erste teil an 2 ) in gottes namen, als hiernach geschrieben stehet. ») A zwo. I») A theil saget, dafs. ') T/m 350' v. Chr. bis '1246' n. Chr. •) Vgl. Leben Ludwigs S. 1 Z. 18 f; S. ä Z 2; S. 6 Z. 1. Erster Teil. Vor der heiligen geburt Jesu Christi unsers heben herrn bey vierte- ...350V.C. halb hundert jarenf als der könig Alexander der große geboren was und uflfwucbs, da hatte er einen meister, der hiefs Aristoteles') welcher ihn dan») in den konsten und lügenden wol unterrichtet. Und darnach als ei 18 jar alt war 2 ), da zog er mit heereskrafft aus und bestnt die gantze: weit. Weichst dan ein mercklich zeichen war, dafs gott der almechtig durch die sunder erzürnet war») 0 ), und dardurch auch gott der herr che weit straffte durch diesen Alexandrum, dan er war die geissei und eiserne rute gottes. Hierumb beweisete gott etzliche wunderwercke, ihm zu helffen ), wiewol ei ein heyde war. Als zu einer zeit, so er kam ins Jüdische land und vernam, wie das die Juden von irem gott abgetreten weren und wie sie den gülden , kelbene) hetten geopffert, hierumb so rieff er gott an und bat um nuJtte und es geschach, das die berge, Caspü genant, die ließen zusammen, und so beschlofs er durch gottes hülffe die bösen verkehrten 0 Juden. Als man das lieset in historia Scolastica«). Auch zu einer zeit, als er streit wider den könig Darium von Persen*), so teilete sich von einandei ■das wasser und meer Pamphilum >•)"), gleicherweise *als das Rothem eer^ch von einander scheid Moysi und dem volcke von Israel. Als man das be schrieben findet in Fasciculo'). Nun hatte könig Alexander em klein^volck ) "'cht allein junge starcke man, sondern auch etzliche alte, die erfarn waren und guten rath geben kirnten, und wan sie sich te.letcn zu stürmen .od* z u streiten, so muste niemand die fordersten spitzen füren er were clan 6° jare alt"). Und als Orosius schreibet, so hatte Alexander in seinem heere 32 i) tausend man zu fufs und 4 tausend zu pferde und WScUK* Das volck war meistenteilsk) von Macedonien, und wurden genant «tno» h das bedeutt harte, steinern') leute, auch wurden sie genant Phalanges octer Phalangarii, das bedeutt grob, holtzern, erschrecklich volck, dan sie assen r °h fleisch und truncken menschenblut»). So hatte der kon.g Darms', seinem streit sechshundertmal tausend streitbarer man .), dannocn venor er den streit, so dafs ir>>) ausdermafsen viel volcks tod geschlagen wara, *) A ihn, CTdann ihn. ») Zwilch, U welch. °) 4 wäre. «) güldenen, IT räldnen ») LTJ kälbern. f ) LU vertretten V* Persien. h g ) Tmare PampWlium. «) Ä aa. «j £ me.nste.ls, Umm- theils. \) AU steinerne. '") fehlt A; U er. _ ') Bol. 25' Z. 11-10 v. u. ') Vgl. Mol. 27 Z 19 f \*\*[ $ U-U. ') Bol. 27 Z. U-16. )Vmc. 5,43 Z *ff ex h.st. See. Y'jl Hol. 27 Z. 18f. 6 ) Bol. marc Pamphyhcum. 7 ) Bol. 27/,. 20 Vgl. Bol. 27 Z 2 v. u. EngeOus 1003 Z. 54. °) Vinc. 5,23 Z.fSBff- J Bol. 27 Z. 5-4 v. u. nach 'orosius. ") TMringerchr., s. untm ) ^ m. 67' Z. 1-3 Ungari gens inculta . carnes crudes c^ederuntet 1«^ «nguinem biberunt Bleut Phalangi. Die Form Phalangi unten G Bt. 6b . ™ohl von phalanga = Stange, vgl. Vocabulanum des Papias Bl. TW. R ol. 26' Z. m v . u . t Eng. 1003 Z. 55f. ß Landeschronik. und Alexandro wurden nicht mehr dan neun man zu fufse und 120 zu pferde tod geschlagen'). Zum andcrnmal kamen sie wider zu streiten, da wurden die könige beydesampt verwundet, iedoch verlor Darius den streit, und der von Persen») wurden tod geschlagen 61 tausend zu ful'sc und zehn tausend zu pferde, und 150*) tausend wurden gefangen, und der von Macedonien wurden nicht mehr dan 280 3 ) erschlagen ■*). In diesem selben streite hatte der könig Darius mit sich in dem heere seine mutter, seine Schwester, seine hausfrauen und seine zwo töchter; dieselbigen frauen wurden gefangen und gefenglich verwaret. Darnach kam der könig Alexander, dieselben zu beschauen; da schrien die frauen bermlichen, und eine nam die ander b ) gütlichen und freundlichen in irc arme, und eine gesegent die *g bi. 11. ander, als ein gut freund dem andern plegt | *zu thun, wan sie von eyn- ander scheydin musfsen, unde stalten grofsen ruvven, alfs ob sie itzunt sterben sulten, alfs sie auch nicht anders wüsten. Darnach fylen sie alle dem konnige Alexandro zu fusfse unde boden en mit flisfse, nicht vor das leben, sundern das er sie so lange wukle leben lasfsen, bifs sie eren hern Darium erlichin begraben mochten, want sie enwifsten nicht anders, dan das er toit were. Du der konnig Alexander sach den grosfsen jamer unde bedrupnisfse der frauwen, du wart er beweget durch dy barmhertzikeid, unde troiste sie gutlichen unde lifs sie gar hochlichin eren unde halten vor grosse eddele konniginnen 5 ). Darnach wart der dritte stryd bereyd, du hatte der konnig Darius virhundeitmal tusent zu fusfse unde hundertmal tusent zu perde, ydoch so verlor er den stryd unde ward selbers toit geslagen. Alsus schribet Justinus in syme n. buche ufs der historien Trogi Pompei'). Orosius schribet auch in syme dritten buche, das dem konnige Dario herslagen wurden von Alexandro r|uinquies decies centena milia, das sint funffwerbe tzehinhundcrtmal tusent'). Darnach nam der konnig Alexander das lant yn unde tzoch vorterfs mit syme kleynen here unde folke, und gewan vile lande, Egipten, Sicilien 8 ), Indigen, unde betzwang den riehen, mechtigen unde stareken konnig von Indigenlant, genant Porus, unde gab eme al syn lant widder, unde behilt en by sich, das he en fürte durch mench wunderlich lant 9 ). Unde du buwete Alexander 12 stedde, dy he alle hifs nach syme namen Alexandria 10 ). Unde alfs er von Indien geyn Babilonien tzoch, du begenten eme vile boden ufs vilen landen unde bodin fridde; defs tzoch er vorterfs unde machte eme nnderthenig dy gantzen vverlt")- Hir ist zu mireken, das dy historia Alexandri in etzlichin stucken nicht eben ubbereyn kommet mit dusfsem gelefse"). Aber dufs ist ufs- getzogen ufs gar worhaftigen unde glouplichen historien unde chroniken, alfs ufs der historien genant Scolastica, ufs Orosio, ufs Justino uvver Trogum Pompeum, ufs dem Spigel der historien unde ufs dem Fasciculo' 3 ). *bi. ii'. *(Hir sal stehin konnig Alexander der grosse mit syme wapen.) c ) *bi. 1. *Disfser konnig Alexander bestreyt unde gewan in 12 jaren die gantzen werk. Nu fant er unsprechlich groifs gut, das konnig Darius unde konnig Porus gelafsen hatten; unde alfs er so groifs gut herkregin hatte unde a) A der Perser. t>) LU andere. <=) Nicht ausgeführt. l ) Vinc. 5,27 Z. 20—22. ») Vinc. '40'; G. ist wohl von xl Z. 43 auf das cl Z. 44 {vgl. nächste Änm.) übergesprungen. •) Zusammengezählt aus Vinc. pedites 130, equiles 150. *) Vinc. 5,30 Z. 39—44. 6 ) Vgl. etwa Eng. 1003 Z. 58; Vinc. 5,34 Z. 19ff; 5,37 Z. 8ff. 6 ) Vinc. 5,34 Z. 16-19 nach Justinus libro 11. ') Vinc. 5,38 Z. 20—23 nach Orosius libro 3. 8 ) Eng- 1004 Z. 9f, aber mit Ciliciam. ») Eng. 1004 Z. 17-20. 10 ) Vtfl. Bot. 27 Z. 2—1 v. u. ") Eng. 1004 Z. 24 f. ,2 ) Beobachtung aus den Auszügen bei Vinc. ,n ) Wiederholung der obigen Citate; nur die beideti letzten Quellen wirklich benutzt. Landeschronik. eme so grosTse ere entstanden was, du wart er hoemudig. Alfs defs eyn sprechwort ist: gut machet muet; item: honores mutant mores, das dudet, vil grosfser ere verwandeln die sitte sere. Dem hoemudc nach so verwandelte er syne gutin sitte unde nam an sich bofse sitte unde zubrach die alten gewonheide, die sin vater Philips gehaltin hatte. Auch lifs er vil uwerfludige ymmisfse machin unde unkussche geselscheffte, darvon dau vil bofsheide' geschaen, wante nach der uwerfludigin spifse fulget die uwer- fludickeit der sonde'). Zu eyner czyt, alfs er eyn groifs ymmisfs hatte, unde etzliche svnfs vaterfs zum besten gedencken wurden, du tzoch sich Alexander selbe'rs hervor unde hcrhub sich bober sinen vater bifs an den hymmel hoch. Da woren die augendynere unde die smeycheler die be- stedigetin eme syne redde mit grofsfsen loygen. Du was eyn alt wifse man, genant Elicos 8 ), der lobete den vater: defs wart Alexander tzorn.ck unde »fs den altin wifsen doden 3 ), alfs er auch s.ner eigin fhmde getoit hatte umbe der warheit willen. Alsus lefsit man in dem Spigel der histonen an dem s . buche in dem 4S . capitele 4 ). Darnach alfs Alexander 30 jar alt was 5 ), du wart eme von sinen dienern vergebin, unde das gesenaen alsus. Zu eyner tzyt, alfs der konnig vast frolichin sin obintymmisls follenbracM hatte, unde die geselschafft mevstenteyl enweg gegangen woren, du wart eyn nuwe ymmisfs angefangen; da was vergift bereid, die was so staicK, das sie keyne eulden fasfse halten mochtin, nicht in Silber, nicht in koppc, nicht in ysen, nicht in holeze adder in keynerley fasfse enthalten mochte werden, sundern in eyme hörne adder hufe von eynls pherdes fusfse. Alls »u «die dienere dem konnige schenckten, du credeneztm sie den dranck, Bl. 1. unde darnach brochtin sie gar behendiglichin die vergift dann. Der konmg dranck, unde eme wart we, das man en enweg druck. Du meynten Sine [runde, er were druncken«). Unde darnach alfs s.e . sah «n, das e aiis krencker wart, du betrubetin sie sich, aber er troiste sie ^^chemü^ ^fs er geyn 'syne fiende unverferet was, so bleyb er auch ge y n den do^ von hartin menlichin svnnen unde unherschrecket'). Undeufi das.leteste du deylte he den svnen die werlt in 12 teyle, uff das nymant nach syme dode LVwaWig Se, aKs er gewest was',. Duslser Alexander seteb s 'eh rex mundi, das dudet, eyn konnig der gantz.n werl •)■ ^ was f «J£ "»enlich unde üffsettzig, das er ny keynen stryd verlor, auch "> ke >" e s /ad adder slos belag, die er nicht gewunne, auch ny keyn folck best.ey] )> das er nicht betzwunge. Zu allerletzst ist er uwerwunnen wurden nicht ™»t eyner strydhaftigen hant, sunder von bedrigl.chkeyt syner dienere. Unde s ° starp der groslfe mechtige unuwerwynlichster konnig unde he.re al die werlt von der vergift. Dusfse histonen beschnbet all As Juso nus vorgenant in syme 12. buche 10 ,. Hirufs mag eyn ickelich forste unde furstynne exempla nemen unde erer credentze fl.shchin in verware. du hudt halten unde nicht zu vile getruwin; nach, rade dufs exametn: pell! sud °v-na latet mens sepe lupina: das dudet, under dem schefen fei ist dicKe Verb0 tÄ S rs g Se ,., den Alexander die werlt geteylet hatte sich*hj v e>tragin mochtin, du erwufssen nuwe kryge, so das er 8 verirucketwur*m ^de 4 han die gewalt behalten; der was eyner, genant Anthgonus, konn.g fU Assirien, der ander, Ptolomeus, konnig zu Eg.pten, der dritte hyfs Phüqg k onnig zu Macedonien, unde der firde hifs Seleucus, konn.g zu Sy- rien bl 2. a ) Hs. ohne Lücke. . . ') Vgl. Vinc. 5,31 u. 5,61. *J J inc -J l y cos; «fÄ; ä 1 V™'- mcKlavi,. 4, vinc. 5,45 Z. 1, 3-10 161 W *J ^ Z _ 3f . .) Vmc 5,64 Z. 16-26. 7 , Jj l v Vin %lf y al 1 Zih JuSn« libro I2 ' > Wohl eigene Erfindung. '", Vmc. 5,65 Z. 21—2b naen j g Landeschronik. adder zu Greken'). Nach dusfser deylungc so deyltin sich auch die von Macedonien adder Petrioli, wante sie enkondena) sich nicht in deme lande wolc enthalden, umbe defs schadenfs willen, den sie den landen gethaen halten in erer geselschaff. Hirtimbe so rumetin sie das lant unde satzsten sich in scheffe, so das er mench tusent uwer meer fnren; unde verdruncken cn vil scheffe, wante das wasfser en unkundig was. Unde quamen in 12 scheffen 5 ) durch Flandern 3 ) zu Staden zu lande 4 ) unde kregin das lant, das itzunt Westphalen heist. Unde ZU der tzyt hisfsin sie Macedones 5 ), Petrioli, Phalanges adder Phanlangarii"). Unde alfs Godfridus Pantheon schribet in syner kroniken: umbe der beseler willen, die sie bie sich trugen unde iren lip darmidde entschutten, die nanten sie uff ere sproche sasse, darvon hisfsen sie andere lüde Sassen 7 ). Aber Papias spricht, das sie nach dem latino saxum geheisfsin worden, das dudet eyn hartsteyn 8 ). Auch so cfs eyn grob, hartselig folk was, dar umbe wart en der steynen narnc Sassen"). Unde darumbe wart dasselbe lant auch geheyfsen Sassenlant, darnach Altsassenlant adder Westsassenlant, unde zu- letzst wart eis geheisl'sen VVestphalenlant'"), alfs man hirnach wol hören sal. Dasselbe lant hant die Sassen ynnegehabt manch jare, unde gebuwet slosl'se, stedde unde dorffe; des heifsin nach etzliche stedde unde necken nach erme namen, alfs Sassenbrucke, das itzunt heifsit Ossenbruckc, Sassen- hul'sen, Sassenberg unde derglichen. Dufs b ) schribet enteylfs meister Dide- rich Engelhufsen; auch findet manfs eynteylfs in der Doringschin croniken "J; auch eynteylfs in der croniken genant Cursus mundi 1 '}. Bye dusfsen getzyten was zu Rome eyn eddel kune strithaftig man, genant Papirius; der verachtede die apgodde, wiewolc er eyn heyden was, unde belachete unde verspotte die augurcs, das dudet czouberer adder wor- seger, die zukunftige dinge wisfsen wullen. Hirumbe so wirt er geprifset unde gelobet von den doctoribus unde lerern der heyligin schrift umbe !'. syner grol'sen wifsheyt willen l2 ). Wilche wifsheyt er auch in *sinen kyn- thagen wol bewist hait, alfs man dan von eme lefsit, das er zu eyner tzyt, alfs er nach eyn kynt was, ging er mit syme vater in den rait zu Rome. Da he widder heym quam, du fragede en syn muter, was der raid gewest were. Das kynt sprach: 'des enmufs man nicht sagen'. Du wulde efs io das wyp wisfsen, unde flede unde drauwede deme kynde so vil, das efs zuletzstin eyne hubessche lugen erdachte unde sprach: 'sie sageden, wilcli besser were, das eyn man czwo frauwen hette, adder eyne frauwe czwene menner'. Do das wyp die mere horte, du sammede sie alle eddele frauwen, Jungk unde alt, arm unde riche, eyne mechtige schar, unde lieffin mit: grosfsem geschrey vor den raid unde sprachen: 'wir bidden, das man lieber eyner czwene gebe, wan eyme czwo'. Alfs das der rait horte, du ver- wondertin sie sich, was das beezeichende, das dusfse eddeln frauwen vor den raid lieffen, des sie doch nymee geplegin hattin, unde sulche beslosfsen worte spreechin, die der rait nicht verstunt. Du sprach das kynt, was sie a) Hs. entkonden. b; Dufs — mundi nachträglich zugefügt. ') Bol. 27 Z. 21—18 u. 7—6 v. u. 2 ) Thüringerchronik {Stolle 42 u. 58, Ursinus 1239). 8 ) Eng. 1005 Z. 34 aus dem Pantheon. ') [Wohl Eng. nach] Dietrich Lange, Saxonia Vers 21 (Staden tunc aplicucmnt); SS. rer. Germ. Meibom 1,806. 6 ) Eng. 1005 Z. 9 (Saxones dicti prius Macedones). 6 ) Wie oben S. 5. 7 ) Eng. 1005 Z. 38 ff aus dem Pantheon des Gotfrid v. Viterbo. 8 ) Vocabularium des Papias Bl. 209. ") Thür. (Stolle 42 u. 59, Urs. 1239). 10 ) Hol. 62' Z. 11 v. u (Saxonia antiqua, id est Westvalia). Westsassen eigene Erfindung. ") S. d. vor. Anmn. Die Thür. läfst die Petrioli teils nach Preufsen und Bügen, teils (in 12 Schiffen) alsbald in die Gegend von Lübeck und Bostock kommen; hier erhalten sie von den Thüringen den Sachsennamen. Nach G. kommen dagegen die Sachsen hierher erst später aus Westfalen, s. unten. ") Hol. 27 Z. 1—9. Landesclironik. 9 meyntin, unde wie das zukommen was. Alfs der rait das vvorlichin befant, du lobeten sie des kyndes wifsheyt unde getruwheyt, unde satzsten du, das vorters keyn kynt sulde mee mit synem vater in erin rait geen, wante sie erkantin, das efs gar torlichin were, wywole das kynt Papirius wifslichen verhelet hatte. Alsus schribet Macrobius in dem buche der Festa SaturniM. Hirufs mag man mircken, das fursten, graven, hern adder ander rethe sullin keyne kyndere, toren, adder ander, die sich plegen folzudrincken, nicht in erin raith nemen; nach dem metro: ebrius, insipiens, pueri nil celant, omnia dicunt; das dudet, der drunckene, der tore unde die jungin kynt verfielen nicht, sundern sie sagen alle ding. Vor unfsers hern Jhesu Cristi geburt bie 170 jarin du herhubin sich u. 170 v.C. anders me konnige in der werft unde quamen uff, hirumbe erwufs aber kl "ig, phede unde ubbel. Under den was konnig *Ffanibal von Affrikenlant *bi. s. der Romer vigent, unde erslug er uff eyne tzyt so vil, das er ufs den toden e yne brücken machte uwer eyn groifsmechtig wasfser, das sin folk darubber g'ng' 2 ). Auch zu eynerczyt erslug er so vil, das er dry scheffel fol guder gülden fyngerlyn unde ringe lifs er tzihen ufs den fingern der eddeln erjagen Romere. Alfs man das lefsit in den geschichtin der Romere an dem dritten buche 3 ). Auch schribet das sent Augustinus in dem dritten buche genant von der Staid goddes an dem 19. capitel 4 ). Uff das letzste "ait sich der konnig selbers getot elendiclichin mit vergift 5 ). Darnach was e yn konnig von Armenien unde Asienlanden, genant Metridates, der fürte firczig jare menchin mortlichen stryt; unde uff das letzste so hat er sine U1 gm frauwen, sone, tochtere unde sich selbers betrublichin getot mit ver- g'ft 6 )- Alfs das Rufus Festus schribet in siner croniken'). Auch findet m an das in den geschichten der Romer an dem sesten buche 6 ). Hirufs ma g man mircken eyn gewifs czeichin: wilche tzyt die gewalt der ritter- »chen hogede suchet'unde begert kriggc unde getzencke Widder god unde re cht (alfe dusfse czwene konnige gethan han), so fulget gemeynlichen gerne e yn jemerlich ende darnach; nach dem sproche des heihgm konniges unde Propheten Davidis in syme 67. psalm 0 ): dissipa gentes, que bella volunt"'); das uudet, herre, verstore die fulcke, die da wullen kriggen. Vor der geburt unfsers hern Cristi bie anderhalphundert jaren du u. 150 v. C. w art die stad Jherusalem unde der tempel goddes zu gründe allcrdmge verhöret unde verbrant von dem konnige von Syrien adder Grekenlant, ge»a nt A 'ithiochus Epyfanes. Unde dar worden in dryen tagen 80 tusent Judden lot geslagen unde 40 tusent gefangin unde auch byna so vil") yerkouft, auch wart der tempel beraubet unde darufs genummen tusent unde achte- nundert punt"): alfs man das lefset in dem Spigel der histonen an dem sesten buche in dem 64. capitele 1 *). "Unde darnach wart efs alle Widder *bi. 3. gebuwet durch den dogcntlichen frummen fursten genant Judas Machabeus, m 't hulffe syner brudere Auch was darvor Jherusalem verstoret wurden v °n dem folcke genant Chaldei; unde das geschach vor gots geburt bie u. 000 . . sefshundert jaren 'K Vor der geburt goddes 114 16 ) jare du wart eyn kynt IM» ▼• 1 z " Roma geborn, das hatte fier fusfse, fier hende, fier äugen, fier oren unde czwey manlsgeschefte; alfs man das lefsit in den geschichten der ') Vinc. 6,7 Z. 10-29 nach Macrobius i.i libro de Saturnalibus. *>/** *> Z. 17f. ' .) Pau ,i USt Hut. Bomam 3,11 (S. 27 Z 34f). ^M,^ f Civüatc Bei 3,19 (S. 143 Z. 27f). s ) Bol. 30 Z 18f Vf g. f; 15-38. l'lWNi Bremmum 16,1. » Paulus 6,12 (8.52 Z.JT. 6l t Z. 33ff). » Psal. 67,31. 10 ) Bot. 31 Z. 20-18 v. u. (Note w" '»fallibilc — volunO Das Citat (Mud prophctae) von ß. näher bestimmt. J " • "°" minus. >») Vinc. talenta. ,s ) Vinc. 6,64 Z. 18-24. ) nm - *i Z. i6f\ i5^ j rr ig s faft 141 (Consulal des Caepio). jO Landeschronik. Romer in dem 4. buche'). Darnach alfs man schreib vor goddes geburt [u. 66 v. C.J bie 90 2 ) jaren, du lebete der hogeste gelerte poeta unde dichter meister Virgilius 3 ). Darnach erwusfsen nuwe krigge unde phede geyn die Romere, by- namen in Hispanien, in Syrien, in Indien, in Cilicien, in Pamphilien, in Macedonien, in Dalmacien 4 }, in Welschlant unde in velen andern landen. Des santen die Romere vil schare folekes ufs unde czogen mit grosfser hcrecraft in die lande. Mit namen czoch eyn raitsman, genant Pompeius, in Indien unde in ander lande unde betzwanck 22 konnige 5 ). Auch legerte er sich mit herecraft vor Jherusalem, vvilche staid usfsermafse veste gemacht was mit eyner nuwin mure unde kostliche graben darumbe, so das er dryc monde darvor lag; unde zuletzst gevvan er die staid, unde worden 12 *) tusent Judden toit geslagen; unde er brach die kostlichen mur zu gründe ab. Alfs man das lefset in den geschienten der Romere an dem 6. buche 7 ). Auch beschribet Beda dusfse verstorunge in syner croniken"). Eyn ander raitsman, genant Crassus, wart gesant in Syrien; do czoch he durch Jherusalem unde beroubete den tempel goddes; darnach czoch he in Persenlant unde wulde das schinden widder das gelobede unde fridde, den Pompeius en gegebin hatte; du griffen die von Persen°) dusfsen Crassum unde gosfsen eme glunyg golt in synen munt unde sprochen: 'nu saltu unfser golt drincken, darnach dich getorst hat'; unde so starp dusfser Crassus von golde sowole *bi, 4. alfs von vergift. Alsus schribet Plinius in syme 34. buche 10 ). *Vorterfs so wart von den Romern ufsgesant der raithman Garns, der dan auch genant wart Julius, der czoch in Welschlant unde in ander lande darumbe, und fürte menchin grofsen stryt, so das er 25 lande") irst beezwanck, unde in denselbin landin slug er toit czweyhundertmal tusent unde czwey- undesibbentzig tusent. Darnach sante Julius eyner) houbtman ufs, genant Titurius Alvinus 12 ), mit eyme grofsfsen herre, der uwerwan die Alvercos, Eburones 13 ) unde Lixivios") unde verdilgete er unglouplichin vil. Julius sante eynen andern houbtman ufs, genant Publius Crassus, der czoch in Aquitanien unde in Cantabrien unde slug er 38 tusent toid. Indes czogen die Tutschen mit firhundertmal tusent unde virezig tusent uwer den Ryn unde wulden Welschland beezwingin. Dieselbin obberwan auch Julius, unde blebin vilna alle toit. Defs machte Julius eyne brücken ubber Ryn unde beczvvang Swobenlant' 5 ) unde vil ander lande, so das er bynnen 9 jaren betzwang alle die lande gelegin tzusschin dem gebirge genant Alpes unde den dryen grosfsen wasfsern genant Rodanus, Renus unde Oceanus. Darnach tzoch er in Britanien unde machte sie tzinfshaftig den Romern. Darnehist tzoch er ubber Ryn, unde mit mencheme grosfsen stryde unde vil blutvergisfsens uwerwan he die Tutschen lande' 6 ). Unde buwete in icke- lichem lande gute slosfse unde festen, unde satzste darufl' erbar lutc und belcntc sie, uff das sie bewartin die lande, so das sie nicht widderumb von den Römern fylen. Alfso buwete er uff die Missener unde Osterlender eyn slofs, nach syme namen genant Juliburg, das nennen wir itzt Ilcburg. In Sassen buwete er des nachts bie moensehyne eyne festen, genant Lüneburg nach dem latino luna, das ist sidder eyn grofse stad wurden. In dem lande, das iezt Doringen heifset, da buwete er eyn slofs bie dem Hartze, das nante er Confusio, das dudet ') Paulus 4,16 (S. 38 Z. 33-35). 2 ) VerwecMung von Rol 32' '6ff mit 31 '90'. 3 ) Rol. 33 Z. 7—6 v. u. <) Paulus 6,1 (S. 48 Z. 3—5). ") Rol. 33 Z. 31 v. u. ») Paulus 'XIII'. ') Paulus 6,14 (S. 52 Z. 25 bis 30). ") Wohl Lampert, Annales 6 Z. 11 (nach Beda). ") Eng- Parthi; Paulus 7,9 (S. 60 Z. 31) Persae. 10 ) Rol. 33 Z. 20—22; Eng. 1014 Z. 10—18 nach Plinius lib. XXXIV. = Naturalis hist. 33{!),10. n ) Aus den Völkerschaftsnamen bei Paulus zusammengezählt. ") Paulus Albinus. 1S ) Paulus Eburovicos. '*) Paulus Lixovios, aber mehrere Hss. Lixivios. '•) Paulus Suevos. le ) Paulus 6,17 (S. 53 Z. 17—S. 54 Z. 20). Landeschronik. I T c yuc verstorunge, darumbe das man darvon verstorin sulde diegenen, die Widder die Romere worin; sulch slofs nennen wir itzunt Coffhufsen In West- doringin, vvilch lant wir itzunt Hessen nennen 1 ), da buwete er von holcze undc boumen *eyne festen undc nante sie darumbe Boumeburg. In Westsasfsen, *B1. 4'. das wir itzunt Westphalcn heifsin 3 ), dar buwete er Nuwenmaen. An dem Rync buwete er eyn slofs, nach syme namen genant Juliaca, das nennen wir Julchc, tla ' ist sidder eyn herczogthum wurden 3 ) Man lefset auch in der Swobischen cioniken, das Julius zu derselben tzyt gcbuwet habe Andernach, Boparten, Wefsele, Mentze, Oppcnheym unde Alczcn 1 ). Unde sulcher slosfse buwete er durch die lande vil meher; alfs das auch beschribet meister Jordan in siner cronikcn 5 ). (Hir sal stehin, wy man buwet dry slosfse, Jleburg, Coffhufsen unde Boymeburg.)») "Alfs au Julius so grosfse lande den Romern gewunnen hatte undc »bi. s. 10 jare usfse gewcst was, du czoch he widder heym, unde all's he vor Roma quam, du begerte er vorter ere dei's raiths zu Rome; die ere wart eme ge- wegert. Du czoch er widder hinder sich unde sammete ufs allen landen, die he betzwungen hatte, die kunsten unde die besten; unde quam vor Roma m .it grofsfser craft. Du flohen die raithhern, Pompeius unde die andern gcwaldigin, d'e das gemacht hatten, unde besammetin sich auch ul's den landen, die s>e betzwungen hatten. Unde quamen zu stride; do bleib so vil fuleks toit, das desglichen vor nymehe gehört was. Zuletzst gewan Julius, unde gevvan auch Roma, unde lil's der eddeln raithhern vil doden, die widder en gewest Warin, unde nam das regement alleyne an sich; unde alsus wart Julius eyn geweldig keyfsci genant 8 ). Unde nach dem, das er ufs syner muter hbe gesneden was, hirumbe wart er geheifsin in dem latino cesar (a cedo, id es t scindo); darvon heyfsen alle ander keysere cesares 7 )- Dar worin auch gliche aide raithhern 'unde eddel rittere, die milden eme nicht underthenig Slr i, alfs Catho, Scipio, Juba, Petreius unde der vil mee; die dottin sich se lbers; alfs man das lefsit in den geschichtin der Romere an dem 6. buche"). Julius, der irste keyser, bestunt zu herrsschin vor gots geburt umbe u. 57 v. C. 57 jare 9 ). Unde er gewan Egipten, Affriken, Hispanien unde vil ander lande. Unde von synen stryden ist gar vil geschreben, alfs Orosius, L ucanus unde Godfridus Pantheon 10 ). Sundern umbe der kurtze willen sal ^an wisfsin, das dusfser Julius hat 52 mal alleyne gestreden 11 ); unde sint 111 smen stryden elffhundertmal tusent unde 92 tusent toit geslagen; alfs m an das lefsit in den geschichten der Romere an dem 6. buche 12 ). Unde aus er keyser gewest was 5 jare, du machten die senatores eynen bont Uwer en, so das er von den raithhern zu Rome getot wart 13 ). Unde stachen en toit; unde alfs Suetonius schribet in syme 1. buche, so stochin sie em *23 wunden 11 ). Nu fant man brieffe bie eme, dar he mit gewarnet *bi. ■>'. Wa s; hette he die gelefsen, he hette lenger gelevet; alfs man das lefsit m dem Spigel der historien in dem 7. buche an dem 41. unde 42. capitelen ). W'rufs mag man mireken, das eyn ickelicher sal syne brieffe vonstunt a ) Ausgeführt; im Bild: lleburg, Koffhufsen, Boymeburg. „ , ') Westdoringin eigene Erfindung. ") Westsasfsen eigene Erfindung, % °bcn S. 8 Anw 9. 3 ) Thür. (Stolle 41. Urs. 1242). *) Lirer, Schwab, ^schichten Bl F 4 Z 8—11 ') Jordan, Tractatus de Romano impeno ib. öl f. ö/'; 68 Z. 10 bis'59 Z.S. 6 ) Eng. 1014 f Z. 42 f 47-51 If, 4 9f, f£» & 4 Z. 13 v. u.-4 Z. 15. ') Eng. 1014 Z. 21 f. Vgl. Vocab. d Pap»« 39 "• 40; Fol 33' Z 8 8 ) Paulus 6,23 (S. 56 Z. 34). 9 ) Berechnet £• Rol. 33' Z. 15f, '34 Z. 8. 10 ) Eng. 1015 Z. 2f (Orosius, LucajH * W (Pantheon). ») Rol. 33' Z. llf. ») Paulus 6,25 (S. 57 Z W). ) Rol. 33' Z löf; Gmünder Chronik Bl. K 2' Z. 15 f. 14 ) Vmc. er daraus beyde, zeichen und exempla der tugend. Und hat seine J"gend m it manlichen wercken gezieret. Dan man lieset von inme, aais to A a ) L seine gebein. ») £ würden. °) L gelübdt, U gelübds > A eid, U eyde e) L den f) A empter, L aemter. g )j spsä* Quintius - • h) A ?eburth r£ir x scttr hand ' § ä Ja Ä PM ^VlS. i ÄÄ { A natürliche. J *t geplanet, V ge . ') Rol. 16 Z. 1-19. «) Vmc. 3,90 Z. 16-42 nach JtMtintis Iitoro_W. 8 *»., De Civ. Bei 2,16 Vgl. Rol 16 Z. 22. <) So Rol statt L*W i V 9'- Paulus in- Rol 26 Z 4-9. •) Rol. 28 Z. 8-15 nach Valenus '■bro tv. ^ ol ^ £ 16 f die Worte more arantium boum iugum rexerunt Ä ««•««. «)Rol. 28 Z 17-19; die Worte stipem ab aratro repelere r^ch übersetzt. » Rol uYdoles poliebat. ») Rol 28 Z. 20f. I /) LandcschroniU. er fünf tausend streite getrieben habe, und die gantze weit in einigkeit seines regements bracht hat, durch verhengnis des ewigen worts gottes, und die gantze weit sich in friede unter seinem regement gestillet hat, uff dafs der zeitliche friede eine Verkündigung were der zukünfftigen herlichen geburt unsere herrn Jesu Christi 1 ), durch welche geburt entspriessen solte ein ewig friede zwischen gott dem vater und dem menschlichen geschlechte. Auch war es vorbezeichnet an dem himmel, wan drey sonnen erschienen an dem himmel im ufifgang der sonnen und sind alle drey zusammen in eine sonne geflossen; als man das in vielen cronicken lieset"). Solches bezeichnet, dafs temporaliter und zeitlichen drey teile der weit, als Asia, Africa und Europa, solten zusammen kommen in ein regement, und bezeichnet spiritualiter und geistlichen, dafs die drey personen, gott vater, gott söhn, gott heiliger geist, in herkantnisse eines waren gottes der gantzen weit bald solte a ) offenbaret werden"). Zu b ) dieses keysers gezeiten geschach 0 -) ein grofs wunder zu Rom. Ein ochs in dem pluge sprach zu dem ackerman: 'du zwingest uns vergebens; dan körn wird gnugsam d ) seyn und der leut wird bald weniger werden 6 )'. Also lieset man in den geschienten der Römer an dem 6. buche 4 ). *bi. 39'. *Bei denselbigen Zeiten c ) ist uff kommen das volck genant Burgundier, und wurden so geheissen darumb, dafs sie viele bürgen uffschlugen und baueten uff dem Reine 5 ). Auch ward f ) einer, genant Marcus Agrippa, des keysers eyden, der bauete eine Stadt uff dem Reine und nante sie Agrippina, welche hiernechst geheissen ward Cöln 6 ). Zu derselbigen zeit war ein Römer, genant Claudius Drusus, der bauete die Stadt Mentz 7 ) widder uff dem Rein, da Julius erst ein schlofs gebauet hatte 8 ). Also schreibet meister Dieterich Engel haufsen 9 ). Und als man lieset in der cronicken von Mentz, so ward«) 1087 v. C. die Stadt lange zeit, bey namen 1087 jare, vor gottes geburt angefangen durch einen von Troja, der hiefs Moguntius 1 '); darvon heist die Stadt 1 ) Moguntia 10 ). Dieser keyser Octavianus ward genant in latino augustus, ab augeo "), das deutet ein vermehrer, dan er vermehrete das Römische reich mit der gantzen weit; darvon heissen alle andere keyser augusti und vermehrer des gantzen heiligen Römischen reichs. Auch war dieser Octavianus ein Spiegel der mudigkeit, mildigkeit und guter lehre, welche drey stücke selten in solcher hohen Würdigkeit übereinkommen. Dan man lieset von ihme also, dafs etzliche leute waren zu Rom, die hinterclafften ihn unerlichen, und so ihm das vorkam, da sprach er also: 'in einer freyen Stadt ziemet k ) sich auch, dafs die zungen der leute frey sind.' Seine ritter und diener liefs er nicht müfsig gehen. Seine eigene, leibliche, natürliche töchtere liefs er lernen 1 ) die handwereke des wullenwebens, nehen, würeken 1 ") und stricken"); und musten dieselbe töchtere solche handwereke und dergleichen arbeiten und treiben, uff dafs sie durch den müsiggang nichts böses oder arges gedencken, sprechen oder theten. Auch liefs er seine töchtere nicht vor sich kommen mit uberflüdigkeit und hochmüthiger kleidung, sondern sie musten kleidung tragen in redlichkeit. Diese vorgeschrieben puneten und «■) A solte bald. b) J, j n> c) geschacli — Zeilen fehlt A. '!) L gnug. «) fehlt L. f| A war. b) ATI war. >') A Moguntinus, L Maguntius. i) A sie. k) ^ ziemc i) 4 ] eliren . m) L wereken. ») A sticken. ') Rol 34 Z. 1—5. *) Vgl. Paulus 6,25 (8. 57 Z. 28 /'); Pol. 33' Z. lf- :l ) Mol. 33 Z. 2—4. «) Paulus 6, 25 (,S'. 57 Z. 30-32). 5 ) Hol. 34' Z- 15-13 v. u. ») Pol. 34' Z. 12—10 v. u. ') Ena. 1018 Z. 4 f. ») 0- sucht Eng. mit Iarer oben S. 11 in Einklang zu bringen. •) S. Anm. 7 u. 8. '") Mainzer Nachrichten, vgl. die inconditi rithmi 88. Mencke 3, 410 Me . . . • posthaec Trojä Moguntius auxit. ") Vgl. Vocab. d. Papias 23'. Landeschronik. j <■ stücke und dergleichen lieset man viel von ihm in vielen cronicken. Und m dem Fasciculo '). Und solches hat er gethan um des gemeinen nutzens willen; und hierumb verdiente er gegen gott, dafs er sähe an dem himmel nie hochgelobte Jungfrauen Mariam»), ein kind uff iren b ) armen"") haltende; aarduich er auch erkante, dafs das kind gewaltiger war, dan er; und liefs dem kind zu ehren einen altar bauen, und wolt darnach nimmermehr kein nerr geheissen werden"). Derselbige Octavianus liefs beschreiben die *gantze *B1. 40. weit; als das der heilige evangeliste Lucas beschreibet in seinem 20 d ). capitel 3 ). Zu welches keysers gezeiten, an dem 52. jare seines regements, ward geboren unser herr Jesus Christus, der gesundmacher aller weit 4 ). Und vor dieser geburt so hatte die weit von anbegin gestanden funff tausend Und zwey hundert jare minus ein jar. Und das datum lautet in latein also: nnum tolle datum, d a 5 ) millia quinque ducentis, nascenti domino sie") Beda dat a protoplasto; item: ante Jesum ducenti 7 ) minus uno millia quinque 8 ). Von diesem grofsmechtigen keyser Octaviano und von dem edlen ursten Ligurgo und von den Römern mag man exempla nemen der fugenden, vernunfft, weifsheit und bekentlichkeit des gemeinen nutzens lande unde eute, und den liebhabern des gemeinen nutzens ampte und dienst befehlen, u'e frommen, gerechten enthaltene) und den bösen widerstehen. Dardurch wird ein iglich fürst und fürstinne weiter herschen mit zufelliger grofsei' enr und mehver seeligkeit an leibe und an seele und auch an gute. Dan s spricht der heidnische meister Aristoteles, primo Politicorum, das bedeutt in dem buche der Regierunge der Stedte, spricht er also: homines arte et ratione Vl gentes aliorum domini sunt et f) rectores 9 ); das bedeutet: die leut, die sich befleissen in der konst und naturlichen wucherns) in der vernunfft, die sind der andern herren vorwar und werden über sie regieren offenbar. Nach dem tode des tugendsamen keysers Octaviani ist zum Römischen ! e, ch kommen sein stieffsohn, genant Tiberius, der dan nachgefolget hat 111 lügenden seinem vorfahr und stieffvater. Dieser Tiberius war ein milder Va ter seinem volck und ein liebhaber des gemeinen nutzens. So hatte eidliche fürsten und gewaltigen an seinem hoffe, die unterstunden das volck zu übernemen und überlestigen. Da das vernam der keyser, da musten le es abstellen; und sprach also: 'eines guten hirten eigenschafft ist, dafs e ' die schaffe schere und nicht schinde'. Hieruff schreiben die lehrer und ■Sprechen: o wie eine grofse vernunfft und guter rath des allerklügesten U'sten und heim. Solcherweise plegen etzliche falsche betrieger bey den Ur sten, grafen und herren, uff dafs das gemeine volck ungunstig werde 0n ) herren. Auch etzliche plegen krieg und phede anzu-*plantzen, uff *ui. tu', als di e ftirsten und herren derselben behufen und haben müssen. So J "ngen sie dan uff die') herren und ire k ) land ein 1 ) grofse schulde; dar- la °h bezwingen sie die') herren und das gemeine volck durch iren uffsatz ac h allem irem™) willen. Hieramb so ist die allergröste weifsheit der a ) AU Marien. b) AL ihrem. ») A arme. «') A 2; Bol. 20. > A erhalten. f) A ac. «) LU Wucher. h ) A dem. ') A den. I AU ihr. 1) AU eine. m ) AU ihren. ,> „ ,') Bol. 34 Z. 17 f, 20 f; 34' Z. 11-13. ! ) Hol. 34' Z. 8 /'; 34 Z. 15—17- J Mol. 34 Z. 7f nach Lncae XX. = Luc. 2 (!), 1. ") Bol. 34 Z.Sf. > Hol. ad; richtig datis ad Eng. 1018 Z. 20. 6 ) Fehlt Hol; richtig tot Eng. n J?\- V Bol. Christum ducentum; richtig Jesum duo c Eng. Z. 93. > Bol. 35 Z. 10—12. 9 ) Elhen, Limburger Chronik S. 27 Z. 21—23 mit "eiufung auf Aristoteles in dem 1. b. Politicorum: habentes rationem et intellectum lten tes naturahter a. d. Munt e. r. l6 Landeschronik. fürsten und herren, dafs sie solchermafs regieren und den gemeinen nutz irer land und leute lieb haben, dardurch ir gut gerächte gebreitet und ge- plantzet wird, uft" dafs sie von dem pöbel a ) nicht verhasset werden. Dis ist der alten heiden, der alten Römer, der alten weisen und der heiligen veter gemeiner b ) rath allezeit gewesen. Also leset man in Fasciculo 1 )- Auch c ) in der cronicken Hermanni 0 ) 2 ). Bey dieses keysers gezeiten da ward den Sachsen ir land^) zu enge, und ir zöge viel in das land, da itzund Lübeck und Rostock liegen. Da wonetcn leute an der see, die zu streiten ungelehrt waren; hierumb SO wurden sie von den Sachsen geheissen Dorlinge, umb des willen, dafs sie sich (lorlich zum streit stelleten und desd) wenig geplogen hatten 4 ); darnach wurden sie Doringe geheissen 5 ). Als nun die Sachsen sahen, dafs es ein gut land war, da trachten 0 ) sie tag und nacht darnach, wie sie möchten die Doringe ver- 21 n. C. treiben. Und als man schreib nach gottcs geburt 21 jare, da kamen sie zu streiten, und der Sachsen herzog, genant Harto, gewan den streit, und der Doringe wurden viel aus dem lande mit irem grafen geschlagen, und getrieben in das land, das itzund Magdeburg heifset"). Darnach über [2S] 7 jare 1 ) kamen sie wider zu streiten; des machten sie eine siine und friede, dafs die Sachsen bey der see blieben und dasselbe land gewalti glichen besassen, *G Bl. 7. und die Doringe besassen das land Magdeburg und auch|*das lant, das itzunt Brunswig heisfset. Dusfser fridde stunt alfso wol hundert jare 8 ). Alsus lefsit man in der Doringschin croniken 9 ). (Hir sal stehin, wie die Sassen striden geyn die Doringe, unde wie die Sassen den stryt gewynnen unde triben die Doringe ufs dem lande.)*) *bi. 7'. # Nach der gepurt unfsers hern Jhesu Cristi 46 jare du wart eyn 46. Romsch keyfser, genant Nero. Der hatte eynen bruder, genant Granus, der buwete in Tutschem lande eyn slos, dar konnig Karolus hirnach buwete eyne stad, genant Wassergran'") von dem warmen bade unde von dusfsem Grano; sulche staid wart darnach geheifsin Ache. Alfs das beschribet Theodericus Engelhufsin "). Auch hatte dusfser keyfser Nero cynen frummen, wifsen unde konstrichen meister von syner jogent bie sich behabt, der hyfs Sencca; den versmede der keyfser, darumbe das er eme die worheyd sagede, unde nam eynen andern zu sich, der was eyn schalk unde eyn tzouberer, genant Symon 12 ). Unde glicherwifse alfs eyne bornende kale die swarczen verlasschen kolen entczondet, unde dargeyn eyn ussettzig mentsche das ander unde eyn grynte schoff das ander verlettziget unde ansticket, so geschach auch dusfsem keyfser. Wante syn meister Seneca der was die bornende kole, darvon Nero alleczyt entczondet wart in der hittze unde liebe der dogende unde frummikeyd, so was Symon das grynte • schoff unde der ussettzige. Nu schribet Seneca von dusfsem keyfser alsus, wie das er von eygen natur von gar guter complexion were, unde von kyntheit uff alle syne tage so frumme unde dogentsam were, das die Romerc unde das folk en lieber hettin unde eme gonstiger wenn, dan y keyme vormalfs; wante aller fursten vor eme der wart durch disfses ■■>■) LU volck; Hol. plebibus. b) LU getreuer; Eol. nur consilium. ") Auch — Hermann! war in G wohl nachträglich Zugefügt. A ) L das. «) LU trachteten. f) Ausgeführt. ') Hol. 35' Z. 9f 15 f; 36 Z. 1—7. 2 ) Flores temporum, Ausg. "• Eccard 1566 Z. 36—88. : >) Westfalen, s. oben S. 8 m. Anm. 11. ") Thür- {Stolle 42 u. 58 f). 5 ) Nach der Thür. lourdc vielmehr Doringe in DorIing e entstellt. Vgl. auch Eng. 1005 Z. 14. *) Scheint eigene Erfindung. *)& der Thür. ist 28 n. C. das Jahr der ursprünglichen Ausfahrt der Petrioh- 8 ) Thür. (Stolle 59). 9 ) S. d. vor. Anmn. '") Eng. Aquisgranum. ") Eng. 1022 Z. 18f. ") Rol. 38' Z. 11; 39 Z. 19 f. Landeschronik. 17 frummikeyd vergesfsen'). Aber sobalde alfs er sich geselte zu dem schalke unde bedriger, vonstunt wart er arig, bofse rinde schalkhafftig, so das er durch syner grosfsen boifsheyd willen syne eigen muter, syne | *haufsfrauen, *L bi. 41 seine briider und seinen meister Senecam liefs alle töden. Er liefs auch Romam"-) anstecken mit feur, dafs er sehen möchte, wie die köstliche Stadt Troja vormals gebrant hette. Also leset man in den geschienten der Römer an dem siebenten buch 2 ). Auch liefs er den heiligen apostel sanet Petern creutzigen und sanet Paulen sein haubt abschlagen, und viel andere Christen liefs er töden. Hierumb so sind sie beydesampt, Nero und Simon, eines bösen todes gestorben; dar) Nero rodete 1 ») sich selbst und Simon ward 1 ') von den teuffein 4 ) erworget; und sind beydesampt nach iren wereken in die tieffe der ewigen pein gestiegen' 1 ). Hieraus mag man mereken den nutz frommer diener und tugendsamer gesellschafft und darbey den schaden böser schalckhafftiger gemeinschafft; als uns dan beschreibet der heilige König David in seinem 17. psalm: cum sanetp sanetus eris et cum innocente [innocens eris cl cum clecto electus eris et cum perverso perverteris]") 4 ); das deutet also: mit den heiligen wirstu heilig und mit den unschuldigen wirstu unschuldig und mit den auserwehlten wirstu ausenvehlt und mit den verkehrten wirstu verkehrt. Zu den gezeiten da erhüben sich die zwey bischthum zu Trier und zu Metz, und Eucharius und Flavius, die dan diseipulf) und jungen waren sanet Peters, die worden bischoffe darselbst, mit namen Eucharius zu Trier Und Flavius, der genant war Clemens, zu Metz. Als man das auch leset in Fasciculo"). Darnach als man schreib nach Christi geburt 73 jar, das war 40 jar 73. nach dem heiligen tod unsere hern Jesu, da ward Jerusalem verstöret von des Römischen keysers söhne, genant Titus"). Und zu der österlichen z eit, als viel fremdes volck in die Stadt kom-*men war, da beleget«) er sie *bi. «■. mit hülff seines vaters Vespasiani'J so schnelliglichen, dafs ir wenig 1 ') mochten daraus kommen. Und hierumb so war es bald theur in der Stadt. Und als Josephus schreibet 8 ), so ward als grofs hunger, dafs die leute ire schue und gürtel keueten und assen und 1 ) die riemen an den Schilden und armbrustebogen 8 ), und etzliche ire kinder kochten und assen 10 ). ynd als Egesippus schreibet in seinem fünfften buch, so wurden*) sie auch ! n der stadt uneins und hatten unter sich selbers 1 ) dreyerley kriege"). Und j 1 ' waren so viel in der Stadt erschlagen, dafs sie die toden über die mauer heraus^) warffen; und als das Titus sähe, da hub er seine armen uff gen den himmel und seufftzete betrüblichen und sprach, solches mordens were ei' unschuldig, dan er wolte ihn gerne friede und gnade gegeben haben, so sie sich mit willen an ihn gegeben hetten ,2 ). Da waren auch etzliche Juden, die assen gold in iren kosten; des") worden sie in dem heere ge- w ar an einem Juden, als er uff seinem 0 ) fufs nach seiner notturfft gegangen vy ar; hierumb wurden die gefangenen Juden uffgeschnitten, und in iren a ) A Rom. i>) A tödt, L todet. <•) AU war. d ) L dem teuffei. e) ALU innocente etc.; aber die folgende Uebersetzung hat den vervollständigten lateinischen Text zur Voraussetzung. f j L discipel. «) A belegen, IJ belagert '■) A wenige. ') fehlt A. k ; A warden, •^ werden. l) £ selbst, U selber. ">) A hinaus. n ) L dafs. °) L seinen. ,, „ ') Hol. 39 Z. 3-5 nach Seneca. ; ) Paidus 7,14 (S. 64 Z. 14-16)- 1 $0l 39 Z. 23 f, 2-1 u. 14 v. u., 17 u. 21. <) I'sal. 17, 26 f. 5 ) W m 39 Z. 14 v. u., 11-10 v. u. 6 ) Vgl. Hol. 39' Z. 12 f. ') Yf- ®ng- 1023 Z. 3—1 v u ") Vgl. Vinc. 11,2 Z. 37—39. 9 ) YiW- H4 f .53-57. loj vgl Vinc. 11,5 Z. 2. ") Vinc. 11,3 Z. 1-6 nach ^-gisippus libro V. «) Vinc. 11,3 Z. 34—44. 1 j 3 Landeschronik. dermen ward das gold gesucht; und es geschach, dafs in einer nacht bey zwey tausend Juden solcher Sachen halber uffgeschnitten wurden. Als man das lieset in dem Spiegel der historien an dem n. buch, des 4. capitels'). Und uff das letzte gewan er die Stadt, und wurden elffhundertmal tausend Juden tod a ) geschlagen'), und wurden 97 tausend Juden") verkaufft 3 ), je 30 Juden vor einen h ) pfennig 4 ). Und verstörete die Stadt allerdings zu gründe. "•9°- Als man schreib nach gottes geburt um 90 jare, da ward 0 ) ein Römisch keyser, genant Trajanus d ). Der wolte zu einer zeit reiten nach seiner noit°); da begegnete ihm eine arme wittfrau und klagete, wie dafs ir söhn mit unrechte getödet were; und sprach: 'keyser, reche sein blut'. Er bleib halten mit al seinem reisigen gezeug und hörete die arme frauen; und antwerte f ) ir: 'wan ich wider aus dem kriege komme, so«) wil ich dir rechtes helffen'. Die frau sprach: 'ob du in dem streit tod geschlagen würdest, wer hülffe mir dan'? Der keyser sprach: 'das sol thun, der nach mir keyser wird'. Die fraue antwerte h ): 'was hülffe dich das oder was lohnes hastu darvon, ob ein ander mir rechtes hilffet; ist es dir nicht besser, dafs du mir itzund') rechtes helffest, wan das du deine ehre und lob uff einen andern sparest und weist doch nicht, ob mir nach deinem tode rechtes geholffen werde'? Der tugendsame keyser ward beweget mit der barmhertzigkeit, und steig ab von seinem pferd und hielt gerichte und *bi. «. halff *der frauen rechtes. Diese geschichte beschreibet Helinandus; und man findet es auch in dem Spiegel der historien in dem 11. buch, des 46. capitels 5 ). Solcher lügenden war der keyser vormals unterwiesen von seinem meister, Plutarchus genant, und auch von dem weisen philosopho genant Plinius"). Darnach über viel jar, als sanct Gregorius, der heilige babist, diese geschichte lafs mitsampt andern tugenden des keysers, da seufftzete k ) er zu gott und weinete bitterlich, und bat gott vom himmel vor den barmhertzigen, gerechten fürsten Trajanus 1 ), und erlösete seine seele aus der pein der hellen, wiewol er ein heide war und ungetaufft 7 ). Hieraus mag man mercken, wie grofs lohn gegen gott und wie grofs ehre gegen die weit ein iglicher herkriegen m ) mag, der seine armen untersassen und angehorigen barmhertziglichen anhöret 11 ) und ihnen rechtes hilffet. i°7- Nach gottes geburt 100 und 7 jar, da ward einer keyser durch seine tugend uffgenommen wider allen 0 ) seinen willen, der hiefs Adrianus oder Helius 8 ). Derselbige regirte gar wol. Darnach über 9 oder 10 jar liefs er Jerusalem wider bauen, als es von dem keyser Tito vormals verstöret war; und liefs die Stadt gröfser machen, so dafs das heilige grab und die stette des leidens unsers herrn Christi itzund ist in der Stadt, das vormals draussen was. Und liefs verbieten, dafs man keinen Juden mehr darin?) lassen solte, sondern die Christen; dan er war den Christen dermafsen gnedig'i), wiewol er heidenisch war. Also leset man in Fasciculo 9 ). u. 130. Vorters als man schreib nach gottes geburt bey 100 und 30 jaren r ), da ward den Sachsen ir land aber zu enge. Hierumb so zogen sie zu den a) tod—Juden fehlt A. b) £ e in. <=) AU war. «) LU Tro- janus. e) ALU nach St. Noit. f) A antworte, L antwortete, U ant- worttete. g) fehlt L. hj a antwortet, LU wie vorher. ') L Hz°- k) L seuffzet. 1) A Trajano, LU Trojano. ") AU herr kriegen, n) A angehöret. o) A a n e p ) A LU darinnen; Bol. intromittere. ) A Corinthern, TT 'Corinth'. ') L gewaltigen, TT gewaltige. k) A ward. 1) ATT jähr, mj fehlt L. ") ALU schreibet. o) LU jähr. P) A war. 'i) A ein christe, TT ein Christ. •) So Bol, statt Zephyrinus. J ) Mol. 44 links, bes. Z. 17—13 v. u. s ) Bol. 44 rechts, bes. Z. 17—16 v. u. (coelibatum universis sacerdotibus induxit). ") Hol. 44' links, bes. Z. 15—13 v. u. 5 ) Hol. 44 links Z. 11—10 v. u. mit CUat de conse. dist. i. ca. Vasa = Decrclwm Gratiani 3, 1, 44. ") Eng. 1031 Z. 28-33. 7 ) Vgl. Bol. 46 Z. 4 v. u. 8 ) I. Cor. 1, 26—28. ') Vgl- Hieronymus, Vita s. Pauli, Patr. lat. Migne 23,22 Z. Uff {hier die 113 J.)i Eng. 1035 Z. 38 (hier die 105 J.). '») Wohl Alsfelder Nachricht. Wesi- doringen eigene Erfindung, s. oben S. 11 m. Anm. 1. Landeschronik. 21 reit durch eine gassen, da hatte der teuffei gemacht, dafs eine gülden crone hing in der lufft und fiel Juliano uff sein haubt, als ob er von gott auserwehlet were. Als er nun so keysei- worden war, da liefs er den heiligen ritter genant Mercurius und sanet Johannes "und sanet Paulus *bi. ts 1 . mit viel") christenmenschen töden. Aber gott der almechtige, als der vormals viel böse keyser gestrafft hatte, so ward dieser auch gestrafft. Und das geschach also Zu einer zeit, als der keyser Julianus streiten vvolte gegen seine feinde und zog zu fei de, so kam die mutter gottes Maria und weckte von den 1 ') toden uff den ritter Mercurium vorgenant. Also stand er ttff aus«) dem grabe und zog sein hämisch und wapen an, das in demselben münster hing und reit" in das beer in der lufft, und stach den keyser durch sein hertz, dal's er darnach bald gefangen und geschmdt ward*), so dafs er elendiglich starb; und der ritter reit wider zu dem münster und hing sein hämisch und wapen wider an seine stelle und war tod als zuvor. Als das beschreibet meister Dieterich Engelhaufsen .). Auch in dem Fasciculo'). Zu«) denselbigen Zeiten da regnete wolle von dem) himmel")") So nun das Römische reich viel böser keyser und tyrannen lange zeit gehatte, als Nero, Domitianus, Decitis, Diocletianus, Maxirruanus und der viel mehr, die dan viel bofsheit, schalckheit, ubelthat und obermutri trieben und nicht den gemeinen nutz, als etzliche irer vorfahren gesucht und gethan hatten, sondern iren eigen nutz allezeit mit der gierheit plegeten und die lande mit den leuten schrapten»), schinden und Übernamen 11 ), deswegen viel lande vom reich wollen 1 ) den Römern nicht mehr unterthemg s eyn k ). Dan aldieweil die Römer verachten den eigennutz und hasseten die gierheit und liebeten den gemeinen nutz und erheben die gerecntig- keit mit andern tilgenden, so lange hatten sie auch die herschafft der weit. So nun die gierheit mit dem eigennutz überhand nam, da verloren sie die Jand und viel leut. Des war ein trefflich edel herr, genant Priamus der Jünger, der war von') geschlechte von Troja, der kam in Lomba.dien und war wider das reicht umb irer Untugend willen Derselbe PnanHisbauee zwo stedte uff dem™) Reine"): die eine hiefs er Klemtroja, und hasset uz Xanctis; die ander Stadt hiefs er Verona, und») heisset ttzt Bonna. Und er hatte söhne, die waren von Teutscher sprach; dan er hatte eine Teutscüe frau genommen, dergleichen sein volck s ); dartimb") worden sie genant Germani. Und worden uff dem Reine gezogen. Dieser Priamus nante das land Francken, in die ehre und gedechtnis seines vaters, der üan ge- nantwarFranco 7 ). EtzHche schribenP), es würde Francken genant darumo, bl . dafs die Alani widersagten den Römern, dardurch ging ein gebot aus also ), welch volck die Alanos bezwingen möchte, die sollen zehen jare>-) von aer Römer tributo seyn franci, das deutet frey; also haben die .Germani De- zwungen die Alanos, und hierumb wurden sie genant Franci ). Hlelv0 " findet man auch in dem Spiegel der historien in dem 17. buch an nem 3- capiteP). Darnach ward Priamus von den Römern erschlagen; uas ~ ») A vielen. », fehlt ATI. ?j fehlt A. *).i e esc "°* ££ e ) M-himmel fehlt A. f) fehlt TT. IS) A schabten. U schrabten. » ^ ■»<* nornmen. i) £ vom reich und ...... V von reich und wolten. > 11T A :' 1 ) 4 vom, TT von dem. ">) AL den. ») L Rein. ») hV üie. ") ALU schrieben. 1. *>- ■ ■ 4 ) Jordan 66 Z. 7f. Hol. 49 Z. 4f. ■) Jordan 56 Z. »Tf^f^ät °) Nach Jordan 5S Z. If vielmehr eo quod de Troianorum Rermine g»g"?£ w Vgl. auch 51 Z 2-5. r ) Vinc. 17,3 Z. 30 f 33, 35-37. ) Joraan Z 2-9; Eng. 1043 Z. 25 -27. ") Vi„c 17,3 Z 17-30. 22 Landeschronik. 386. geschach nach gottes geburt da man schreib 386 jar 1 ). So wichen seine söhne. Und einer, genant Pharamundus a ), kam in das land, das itzt genant ist Franckreich; und die Frantzosen erschlugen und vertrieben der Römer amptleute und vvehleten diesen Pharamundum b ) zu einem könige, und brachten unter sich den gantzen Reinstrom, Welschland und ander 0 ) viel land und leute. Und die andern söhne kamen gen Cöln und baueten die Stadt köstlichen, und Hessen das land bauen als ackerleute und wohneten darselbsten d ) 2 ). Und zu der zeit ward die Stadt geheissen und genant Cöln, und war 6 ) von 1 ) erst gebauet durch einen, der hiefs Marcus Agrippa"). Diese vorgeschriebene geschichte beschreibet einsteils meister Jordan in seiner cronicken*). Auch einsteils in Fasciculo 4 ) und in andern gelesen 5 ). Zu dieser zeit ward«) das volck in Burgundien Christen. Auch in Fasciculo 8 ). Als nun die Düringer erfuhren und vernamen, dafs das land von Franckreich und andere h ) lande 1 ) den Römern nicht mehr zinfs geben woltcn und eigene könige erkoren hatten und auch von k ) den Römern sich enthalten konten, da koren sie auch einen') eigenm) könig 7 ), des königes bruder 8 ) von [u. 390]. Franckreich, der hiefs Marcomirus 11 ); und ward vorters geheissen könig Merwig zu Doringen 9 ). Der bauete nahe darbey, da itzund Erffurt liegt, eine bürg und nante die nach seinem namen Merwigsburg. Und bauete auch einen saal uff dem berge, da itzund sanet Peters mönster lieget in der Stadt zu Erffurt. Da war zu der zeit noch keine Stadt sondern neden») an dem wasser, genant die Gera, da war ein dorff, das hiefs SchilderadeP). Auch bauete dieser könig Merwig von erst die Stadt Northaufsen. Also lieset man in der Doringer cronicken 10 ). (Hier sol stehen, wie die Doringer einen eigen könig kysen, und wie derselbe bauet ein schlofs, genant Merwigsburg, und auch Northaufsen.) *o bi. 10. | *Zu den geezyten herhub sich, das dusfs lant wart geheifsen Hessenlant. Wante was itzunt Doringerlant unde Hessenlant heifsen, das was vormalfs alle eyn lant unde hatten eynen namen unde hyfs Doringen. Darnach wart dufs lant geheifsen Westdoringen, glicherwifse alfs Westphalen hyfs zu der czyt Westsassenlant"), unde was itzunt Doringen heifset, das hyfs zu der tzyt Ostdoringen. Unde der Hessenname quam uff darumbe, das vil vester berge unde slosfse in dusfsem lande gebuwet worden, unde die ritterschaff vil handeis dreben mit krigen unde pheden, so das sie menlich, ernst, stritbar, endelich unde geweefs wurden, hirumbe wurden sie geheifsen die geweesfsen, darnehist Hessen. Auch quam der name alsus uff: nachdem alfs in dusfsem lande vil berge, weide unde struche sint, dar sich das wiltpreeth inne enthalden mag, unde darumbe auch gute wiltpane unde wilthattze ist; hirumbe wan der kunnig Merwig adder sine dinere uff die jacht in dufs lant tzigen wulden, so sprochen sie, wir wullen in das gute hettzelant, darnach wart efs auch geheifsen unde genant Hessenlant 12 ). (Hirnach'i) sal stehin, das vile vester slosfse unde festenunge in dem lande zu Hessen gebuwet werden.) a) A Pharamiddus. b) 4 Pharamiddum. c) LU andere. <') A da- f Ktt ■ C) fehU LU - 0 fehlt A. (?) LU war. h) L andern. ■) ALU landen. k) A vor. 1) L ein. m) AU eigenen. n) £ Mar- comitus, U Marcomitis; Bgttf. immer Marcomitus. o) ALU neben. P) A Schilderada, U Schilderode. q) Nämlich El. 10'. a *. l ) Berechnet nach Vinc. 17,4 Z. 4 f. ') Bol. 49 Z. 5-8. ") 8. oben TA 7 ,/, ' ^-^^rAnrnn. . " ] Na ™entlich Vinc, s. d. vor. Anmn. •) Bol t %.■■ ' ,? ?/- S Amicht etwa 130 Jahre vor 520, s. unten S. 31 ) lhur. mog ) Vinc nennt 17,4 als erste Könige v. Frankreich Priamus, Marcomirus, Pharamundus. G hält M. und Ph. für Söhne des Pr. unddcnU.ßr identisch mit dem Merwig der Thür. 1°) Thür. (Stolle 60, Urs. 1242 fh u ) Vgl. ölen S. 11 m. Anm. 1, 8. 8 m. Anm. 10. 12 ) Alles eigene Erfindung. Landeschronik. 23 IC. *(Hir sal stehin, wie iftle vester slosfse unde vile guter festenunge *bi. in dem lande zu Hessen gebuwet werden.)") . *(Hir sal stehin, wie kunnig Merwig uff der jacht unde wilfbane ver- m. u. narret \^\ '*Bie dusfsen geezyten sante der stul zu Roma eynen christenbisschoff na. itt geyn Mentze, der hyfs Crescens, unde wart genant Crescencius, uff das der gloube me wasfsen sulte (crescere in latino heifset wasfsen zu tutsene); unde so was dusfser Crescencius der irste bisschoff zu Mentze. Alfs man das lefsit in der croniken von Mentze 1 ). . , Nach dem dode kunnig Merw.gs reg.rte eyn kunmg ,n Donnger,, unde in Hessen, genant Baldericus der irste. Darnach reg.rte kunmg Berecharms der irste. Dusfser Berecharms hatte eyne tochter, genant Rad ennda J, die gab er zu der ee dem kunnige von Longobarden, genant Wukho ).Aus man das lefsit in der croniken Longobardorum m dem irsten buche an dem Ä"stehin . kunnige zu Doringen unde zu Hessen mit erem wopen, kunnig Baldericus der I. unde kunnig Berecharms der 1 | *Als man zehlete nach der geburt unsers herm Christi 1bey 430 l *• «■ Jaren, da war ein könig in Britannienland, genant Vort.gonus- Der kreig u. 430. Phede, so dafs er schreib in manch land nach hulffe und soldenern. So waren in Sachsenland mehr leute, dan das land wol e ™ eh ;en ™ chte - hierumb so santen die Sachsen zwen herren, einer hiefs Horst üei anaer hiefs Hengst, nach dem Schilde, dan sie füreten einen weissen hengst oder Phalen deinem rothen felde in iren wapen. Solche zwen herren sandten die Sachsen mit viel tausend Vapenern ,n Britannien Und d.e zvvene Et«, herren die waren hertzogen und nicht könige, sondern obmam^Om alten schrifften findet«) |eschrieben von dem reich der Sachser d*O sed man verstehen von dem reiche der Macedomer, dan ^edomen und Sachsen waren«) vor alten jaren ein d.ng und ein ^i "J^JjStan geteileten, da hiefsen die Sachsen ire herren duces, * ducendo exeraton, das deutet hertzogen und fürer des volcks; dan die Sachsen fiuen von lande zu lande als streitbare leute, und gaben") sich_nicht zu ) nieder fU gemach, als die könige plegen. Als min die Sachsen n Bntam»en kamen, da halffen sie dem könige das land beschirmen, und theten so grofse dinge, dafs der könig sie gerne hette*) bei Arne >n dem lande * halten; und sie weren auch gerne da geblieben Da sprach^dasland: m ■rem könige: 'die Sachsen sollen nicht hier bleiben; sie sind _so Wime, sie möchten uns das land angewinnen.' Da sprachen') die hertzogen von Sachsen, was man ihnen doch gerne geben wolte in irem lande, nachdem sie das land enthalten hetten von den feinden. Die Bntten entwerten ). so viel, als sie mit einem gürtel umziehen könten. Des funden die Sachsen solche behendigkeit, dafs sie aus einer grofsen ochsenhaut einen l gürtel machten und bezogen darmit ein gut schlofs, mit einem anger darbey. „ ~Vmcht ausgeführt. ") A Vortigernus; &£. Vonigrmus Bol 5£ VortiBonu,. 0) A,de, L find. * ALU to M war. )W s ) A vom. h) LU geben. ') A zur. *) Ah hatte. ) V m ) A antworten, L antwortten, IT andtwortteten. ax ') Mainzer Nachrichten, s. Successio episcoporum Mog 355 Z. ^ «. «• a ) Paulm Ranicundam, aber mehrere Hss. Radicundam. ) f^lus Hht. «her mehrere Hss. Walcho; dies wohl von G verlesen ) «J**^ Langobardorum 1,21 (S. 68 Z. 15 f) sagt nur Habuit .. Waccho ..... "^nen filiam regis Turingorum; alles andere ist Erfindung G.'s, für dle er *".** Baldericus und Berecharms von den Brüdern Kg ^»«f^^Suund Z 34 f entlehnt; diese selbst nennt er dann unten {G Bl. 8) BaUtmen Berechar IL 24 Landeschronik. Und griffen urab sich von jaren zu jaren, so'dafs sie das gantze reich zu sich kriegten. Und von dem anger ward das Land geheissen Angerland, darnechst Engelland. Damach kregen") sie Schottenland 1 »). Diese geschiente beschreibet meister Dieterich Engelhaufsen ')• Die andern 0 ) hertzogen und gebrüdere, die in Sachsenlande noch waren, die teilten das land, so dafs einer kam in Westsachsen, und nach deme wissen phalen in dem Schilde ward das land geheissen Westphalen; darvon kreig der herr forters den namen: ein hertzog von Westphalen. Der ander behielt Ostsachsen, und behielt seinen alten namen: ein hertzog von Sachsen; und des füren noch die hertzogen von Brunschweig ein weissen phalen uff irem helme*). Bey dem vorgenanten könige Vortigono' 1 ) war einer, genant Merlinus, der dan gezielt ward, als seine mutter sprach, von") gespickenisse f ) des »Bi. 45'. teuffels. Derselbige Merlin sagte viel zukünfftige dinge. *Zu denselben gezeiten da kam der teuffei in der gestalt Moysis zu den Juden und sprach, er wolte sie füren mit trockenen füfsen durch das meer in das gelobte land. Und er ging vor ihnen hin, und sie folgeten ihm«) nach, so dafs ir h ) gar viel vertruncken. Und etzliche, die darvon kamen, die namen an sich den heiligen Christenglauben. Als man das auch lieset in Fasciculo 8 ). Zu den ') gezeiten was ein könig von Franckreich, genant Hilderich. Der war fast unkeusch und anhenglich, so dafs er manche Jungfrauen und andere frauen beschlieff und unehrete, und treib das so viel, dafs ihm das volck gantz gram ward. Und darumb ward er aus dem lande verjagt und vertrieben von seinem eigen k ) volck, und koren einen andern könig, genant Wallewon 1 ) 4 ]. Als nun könig Hilderich so verjagt ward, da zog er zudem könig von Doringen und Hessen 6 ), genant Basinus, dan er 6 ) sein oheme war, und enthielt sich bey ihme. Über 7 jare starb könig Wallewon" 1 ), da schickten die Frantzosen nach irem verjagten könig, ihn wider uffzu- nemen. Indes beschlieff er könig Basino seine haufsfrauen, genant Wasina") 7 .), so dafs sie schwanger ward. Da flöhe er aus Doringen wider in sein land zu Franckreich. Des folgete ihm Wasina nach, und verliefs iren eigen herren, könig Basinum. Und als die zeit der geburt kam, da gebar sie einen söhn, der war") genant Clodoveusi'), und ward hirnechst Christen'i) und von sanet Remigio getaufft, als man wol hören sol. Also schreibet meister Jordan in seiner cronicken 8 ). (Hier sol stehen könig Basinus zu Doringen und zu r ) Hessen mit seinem wapen, und") auch die königinne') Wasina").) Hennenberg die graweschafft erhub sich, als Gänse ricus, der Wendeln könig, Rom gewonnen hatte und das land um Rom verderbete. Da zog einer ans Rom, der war einer von der Stile 9 }, des grofsen geschlechts der Römer, und nm des Unfriedens willen kam er in Teutschland. Und darnach, als man 453- zehletc nach Christi geburt 453 jare, da kam er in den wald, da itzunder Hennenberg lieget, mit seinen dienern; also behagete ihm der berg zu bauen. Und als er a) AU kriegten, L kriegen. b) AU Schottland. ') L ander. fl) A Vortigerno. e) A vom. f) L geschickenisse. t) fehlt A- h) AU ihrer. ') A diesen, U diesem. k.) LTT eigenen. >) A Wallebon, U Wollewon; Jordan auch Walbanus u. Walewamis; vgl. Anm. 4. "») A Wallebon, U Wollebon. n ) Rgttf Basina; vgl. Anm. 7. <>) AU ward. P) L Clodoneus, r/Clodenns; Rgttf. immer Clodoneus. ) ?«*• meretrix. 0» u ' 1 Galenum etc eigener Zusatz. ') Paulus invemet . . . etiam r- 7 -c. } "ÄT^.. Y a t ,s U5 %&?$?£& ' ) Bot. 52' Z. tff. ") den etc. agener Zusatz. "j Hol 52 A 1—a u. 0. 2 6 Landeschronik. das doch gedichtet und gelogen sey durch die lodderbuben") 1 ). Aber das ist die lauter warheit, dafs Dieterich von Bern war ein könig der Gothen 2 ) oder [von] b ) Lomparden'). Und er war ein ketzer 3 ). Hierumb so liefs er den klugen und kunstreichen meister genant A. Boetius c ) herwürgen, und auch liefs er töden den heiligen babist genant Johannes der erste, mit einem andern heiligen man, genant Symmachus patricius 4 ). Darumb so starb der könig eines unversehenen, schnellen, bösen d ) todes, und ward durch die zwene heilige menner in der 6 ) hellen f ) grund gesencket, nacket und barfufs geworffen. Als das beschreibet sanct Gregorius in libro Dialogorum 5 ), das deutet in dem buch der Zweyredde. Hieraus») mag ein iglich fürste und fürstinne exempla nemen, zu bedencken") bey diesen zwenen u ) grofsherschenden kunigen, dafs diese zeitliche herschafft, wie grofs sie ist, ein ende nimt. Hierumb sollen sie gottes nicht vergessen, sondern in des herren furchte leben. Das ist die gröste weifsheit; nach dem sprach des weisen propheten und kuniges Davidis in seinem iio.') psalm, da er also spricht: initium sapientiae timor domini'); das ist: die forcht gottes mit bescheidenheit ist ein anfang aller weifsheit. u. 490. Nach der geburt unsers hern Christi bey 490 jaren da ward der könig von Franckreich, genant Clodoveus k ) der IL"), durch seine eheliche gemahlin, genant Clotildis, zu dem Christenglauben bracht und durch sanct Remigius, bischoff zu Remen, bekehret und getaufft 9 ), und mit ihme 3 tausend man, die alle mit dem könige den rechten Christenglauben und die heilige tauffe empfingen. Und liefs vile kirchen in gottes ehre bauen. Als man das auch lieset in dem Spiegel der historien an dem 22. buche in dem 5. und 6. capiteln 10 ). Und darnach das gantze volck des gantzen *bi. 47. königreichs Franckreich den heiligen glauben empfing 11 ); dan *sie waren bisher nicht alle Christen gewesen. Dieser könig Clodoveus 1 ) bauete auch das schöne munster unser lieben frauen zu Strafsburg; als man das leset in der cronicken von Strafsburg 12 ). Und die Stadt hiefs zu der zeit Silberthal, nach dem latino Argentina. Zu diesen zeiten da ward die ehrliche Stadt Erffurt angefangen zu bauen. Und ward geheissen Erffurt darum, dafs ein man, der war *G Bl. 8. ein müller, safs in | *dem Bride, der hyfs Erff, unde bie der moln ginck eyn fnrt uwer die Gera; hirumbe hyfs man die staid Erffurt. AlsUS lefsit man W der Doringschin croniken '*). (Hir sal stehin, wie die stad Erffurt gebuwet wirt.) m ) »Bl 8'. * Darnach alfs man schreib nach gots geburt d unde v jare (das d 505. betudet fünfhundert), du starp der kunnig Clodoveus unde life 4 sone; die hifse» Diderich, Lodomyr, Lotharius unde Hildebert. Darvon geschriben stehlt a ) Die Stelle war in G wohl nachträglich geändert, s. Anm. 1. b ) AL ohne Lücke. cj j, Abotetius, U Abstetius. * cedominus, das dudet eyn amptman defs bisschthumps. Derselbe Theophilus verlouckende goddes unde all siner heilgin; unde gab sich dem tufel zu fygen, unde gab des dem tufel syne eigin hantschrift. Dusfse geschichte brachte eyn judde zuwege. Aber Maria, die muter goddes, die dan ist e yne muter der barmhertzikeyt, die sach ane sine grosfseruwe unde leyde u "de sine grosfsen klage unde erwarp eme gnade b»e godde^unfserm hern Jhesu Cristo, unde betzwanck den tufel, das er muste den bneffeme widdergeben. Unde wie dusfse geschieht vorters ergangen ist, das findet £an b dem Spigel der historien an dem 22. buche, des 69. capitefc ). Huufs mag man exempla nemen, wie grofsen troist die muter goddes Maria dem sonder erlangin mag. Hirumbe sal nymant vertzwifeln an der gnade goddes, wie groifs die sonde weren, sundern alle tzyt unde stunde d» konnigynnen der barmhertzikeyt mitsampt andern goddesheiligen groilslichen er m unde ynnicklichin bidden, wante sie mögen eyme wole gnade erlangen, das er kompt zu worer ruwe, zu luter bichte unde zu der gnade des barm- hertzigin goddes. Bie den getzyten lebete seilt Benedictus. Darvon quam Uff der ordo Benedicti 8 ). Zu dusfsen selben getzyten herhub sich unde quam uf f die graveschaff Stailberg 9 ). . , b > „, u *(Hir sal stehin der grave von Stalberg mit syme wapen.)») ™ ; •Konnig Diderich an dem Ryne thet bothschaff zu syme swoger, konrng Bl. Hermiöd«, i„ Doringen unde Hessen, umbe eynen fridde zu bestedigen eyner * e »> andern mit truwen unde gelobde behulfiich zu syn. Der konn.g Hermitnd ^Wwerte wole darezu, sundern er wulde das brengin an syne man unde wulde eme alf *dan eyne gude antwerte widder geben. D.fs vernam d,e konmgynne H *) Ausgeführt; im Bild: Malaberga; Hermifrid; Chrotildis; Baldericus der II.; "«echarius der II. b) Ausgeführt. ') Vinc 22 U Z 1-7 2 ) Thür. Swaben. s ) Thür. (Stolle 641, $•• VW stark alZeichend. <) Paulus ^ Amalaberga, aber mehrere Sss Malaberga. •) Paulus, H. B. 15,20 (S. 186 Z. 24-30). ) Vmc- 2-3 % 34 f; -der II.' eigene Zusätze, vgl. oben S .23 Anm 4. Ufö*f. 1, f 8-7, 50-53, 23-25; 22,70 Z 41-42 51-54. )Bol- Z. 19 v . M . e} Thür ( Sto u e 69, Urs. 1248; Germania 17, 158). 28 Landeschrouik. Chrotildis, unde santc nach eyme ritter, genant Yringk, der eyn heymelich raith was ires hern, unde bath en, das er mit erme hern rette, das er keyn verbontenisfsc mit erme bruder dede, wante er were nicht ercr muter soen, sundern er werc eyn banckhart, irefs vaterfs biesocn, darumbe were er nicht wert, das sie verbotl- thenisfse mit eine dedin adder heften. Difs geschach Widder den raith aller graven unde hern der lande Doringen Unde Hessen. Sundern das wyp unde der ritter Yrinck brachten fs dar zu, das der konnig dem boden syns swogers eyne antworte lifs geben alsus luden, wie das konnig Diderich were nicht gut gnung darzu, das sin swoger adder sin swester vorbontenisfse mit eme mechten, wante er were unelich unde knecht geborn, unde das laut an dem Ryne were bilcher sins swogers Ilermifrides unde siner swester, war) syn. Dusfse botschaff quam alfso vor konnig Diderich. Der wart darumbe gar unmudig, unde sprach: 'so musfsen wir gedencken, das wir unfserm swoger unde unfser swester gedynen alfs er knecht, sintdemmale das wir vor ine nicht fry gesyn mögen'. Unde sammete eyn mechtigk *bi. 15. *hcre unde czoch mit syme soene, genant Theudebert»), unde mit syme bruder, konnig Lotarien, mit grofsfser gewalt in Hessen unde in Doringen. Alfs nu das herfur konnig Uermifrid unde sin bruder, genant Baldericus der ander, mit den Doringin unde Hessen, du versammetin sie sich auch, so sie bestefs mochten. Unde machten grofse gruben an den enden, da sie wifsten die fiende herquamen, unde beledin die gruben mit grafse unde wessemen; da filen die fiende in zu pherde unde zu fusfse mit grosfsen häuften, unde blebin vi] toid unde laem, unde namen des zumal grosfsin schaden. Hirumbe so wurden sie gantz grymme, gichtig unde bofse Unde czougen strack zu, unde quamen zu stride bie dem Wisfsensehe, unde da was so groifs mord unde blutvergissens uff beyde siden, das das wasfser gantz mit blude geferbet was. Unde konnig Uermifrid vcrloifs den strit unde (loch zu Schidingen yn'). Nu hatte Hermifrid eynen bruder, der hifs konnig Berecharius der ander*), demselbin gewonnen die fiende eyn stetchin an unde eyn kleyn slofschin darzu, daruffe funden sie gar eyne schone jungfrauwen, genant Radegundis, die was des konniges Berecharius tochter. Unde sie was so schone, das man in al dei werlt eringlichen nicht enfant; hirumbe so nam sie der konnig Lothanvts mit sich zu eyner elichin gemaheln. Alfs man das lel'sit in dem Spigel der historien an dem 22 buche, des 34. capitels"). Dusfse konnigynne ging | n eyn cloister; unde ist faeylig worden. Alfs das auch in Fasciculo geschrebin »bl is 1 . stehit'); unde auch in dem *Spigel unde buche vorgeschrebin in dem 79' unde 80. capitele, item darselbes in dem 85. unde vorters in allen capitele n bifs uff das 91. capitel 5 ). Alfs man hirnach wol hören sal. (Hir sal stehin, wie konnig Hermifrid den stryd verlufset, unde Wie er fluhet in die stad Schidingen.) '•) 1 Bl. 48. | 'Darnach hiesch«) könig Dieterich seine fürsten und rethe zusammen i' nd bath sie um rath, was sie nun tliun solten. Da riethen ihm etzliche, er solte se»' c »Bl. 48'. toden begraben lassen und die "verwunten heilen und solte dan wider uff seine" schwager ziehen. Da sprach einer seiner rethe. 'In allen guten, nutzlichen sache» ist die Stetigkeit das'l) schöneste und das") beste; wan ein man glück und g c ' fallenf) hat, so sol er nicht nachlassen, dan es wandelt sich über die nacht. Nü° ist das land zu Doringen itzunds) in unser gewalt; solten wir nun hiedannen ziehe»' so sterekenh) wir unsere feinde und machen die ledig, die wir reid überwund 8 * haben. König Hermefried und sein volck die drucken sich itzundi), als die mc"^ in einer fallen, und thoren vork) forcht kaum den himincl ansehen. Ist es, dafs *' nun hiedannen ziehen, so bestellet erl) nun seine lande»') und seinen) schlösse» 1 ' «■) Hs. Theobert. b) Ausgeführt. >'•) L hiefs. d ) ALU ** e) L die. f) Thür. gut gefclle. g) ALU itzunder. «) L sterekte»- l) £ itzunder. k) IAJ von l) ALU ihr. m) AU land. n ) M W J ' M Thür (Slolk 66 f, Urs. 1244 f); damischen eigene Erfindung^ % ) Vgl. oben S. 27- '■') Vinc. 22,34 Z. 35-38 (rediens Redegundem, Bercc W- regis filiam,.....secum adduxit et eam sibi.....copulavit); dazwischen eig° Erfindungen. *) Hol 55' Z. 11. ') Vinc. 22, 34. 78—80. 85—-91. Landeschronik. 29 bemannet und speiset sie wol; wari wir dan wider kommen, [so schicket ers also, dafs wir ihn nicht belegen mögen]«). Gewinnen wir dan anderweit sogethan volck un d glück, dafs wir sie dan allrcins bestreiten mögen, wer wil uns des sichern? Oder mögen wir dan alle seine schlösse besondem belegen; oder mögen wir emeb) hülffe von andern herren erweren? Des ist ebenteur; diese koste, arbeit und mühe verlieren wir alle, ist es dafs wir abziehen'. Da sprach ein ander: 'dieser rath were etwas gut; wir sind aber also schwach mit unserm«) herred), von todes wegen und auch von verwtinter leute wegen, das es thorlich genug ist, uns also lang hie zu verharren, bis dafs wir an den Rein nach volck gesanden und uns gestereken'. Da antwortete der alte weise rath wider daruff und sprach: 'mm sind die Sachsen nahe Siegen, die mit den Doringen nie eins waren e); nach denen sende man und gebe ■hnen und lehne ihnen, dafs sie uns helffen'. Dieser rath behagete dem kömg und al Beinen reihen wol. Und thet botschafft zu den Sachsen, dafs sie kernen und Riffen ihme uff seinen Schwager; und were es sach, dafs sie Sch.dingen gewinnen, so solte es ewiglieh ir eigen seyn, und wolle ihn darüber geben, dals sie lh ™ dancken sollen. Die Sachsen waren der botschafft froh, und kamen mit acht Panieren und haubtleuten Und belagen die Stadt nahe bey der Unstrut gegen dem »•ttage. Und des') morgens«) frühe da schickten sie einen hauffen gegen dem*) Wgang der sonnen, und stormeten die Stadt an zweyen enden. Und che in der 8t adt waren, die wehreten sich ernstlich, und litten von den Sachsen grofse n . üth - Das werete bis an deni) mittag*); und die Sachsen schickten sich als .P= wan ein panier abtrat, so trat ein ander *zu. Und da kömg Hermefried Bl. 49. ■J 111 den seinen in der Stadt sähe, dafs sie es die lenge nicht beherten konten «a bestalten sie ire spitzen und irl) panier und warffen die thor ull und kamen mit ! re ™ geschütze stormiglichen über die Sachsen, und stritten mit ihnen und schlugen l >! y-n tod. Die Doringe stritten vor ir land, weib und kinder; die Sachsen s,r '«en durch eitel ehre, und dafs sie die Stadt gewonnen. Als sich nun das geschrey i„ dem streit erhub, da brach könig Dieterichs beer uil und kamen den ^ehsen 2U hülffe, und drangen könig Hermefried mit seinem volck wider in ^ ,e ^dt; da ward») viel volcks uff beyden seilen erschlagen. Also lieset man in ae '' Doringischen cronicken'). . „ ,. , • Aar cto j t , . (Hier sol stehen, wie die Sachsen den kön.g Hermefned m dex Stadt Riegen haben, und wie der kömg heraus kommet und mit den Sachsen streitet) m .. , So nun könig Hermefried erkante, dafs es die lenge mit ihme nicht gewehren g*fte. da sandte er des nachts seinen ritter hing zu seinem Schwager kömg " ench, „ mb gnade und friedc . Und sprach der ritter: 'gnediger herr, seine gäbe l det euch könig Hermefried, euer Schwager und knecht und bitte euch olMf , C ; ,ch nicht erbarmen wollet über ihn, dafs ir doch euer Schwester und irer kleinen ; ,nd er schonen wollet, die itzund in das letzte ires Verderbens gesetzet sind Da Ward könig Dieterich so viel von seinen rethen und gewaltigen unterweiset dals er Sei "en Schwager und das land zu Doringen nicht gebe in die hende der Sachsen der " hindennach „immer möchte ledig werden. Der könig folgete seinen rethen J"d g ab fried ]n den sachen zu hande ]n uff sühne. Der ritter thet bol- ff»* in die stadt, wie der friede were ulfgenommen; und er blieb über nach » dem beere. Des abends«) reit ein Döring aus der Stadt mit einem habicht ^yssende bey der Unstrut; der was könig Hermefrieds diener. Da entflog^.hrn « cr habicht über das wasser, und der Sachsen kam einer und fing den habicht ulL g* b « ihn der Döring, dafs er ihm den habicht widergebe. Das versagete ihm der f" Chse - Vn sprach der Döring: 'lafs mir den vogel wider kommen ich w,l dir etwa a e f c ". das dir nützlicher ist, dan hundert habicht'; und versicherte ihm das nut eniem ey d. Da liefs der Sachse den habicht fliegen. Da sprach der Döring, die Kon '?e haben *sich unter einander gesünet; und ist es in dieser nacht nicht, dals ir b , , a ) ALU ohne Lücke; die Stelle war vielleicht schon in G ™wff™; ^-4 ein, IJT eine. .) AL unsern. «) AU herrn L herren. •'» worden. n A.L ,\ en e) A morgen. h) ALU den. 9 -y_=S£ k ) L mittage } U fehlt LU ») LU war. ») ^ff morgens; G vielleicht schon ebenso. ') Thür. (Stolle 07, Urs. 1245 f, beide mit Lücken, mm Teil an gleicher Stelle). •jq Landeschronik. reumet, so geschieht euch») nichtsb) gutes darzu'. Da sprach der Sachse: 'schimpfestu oder ist es war'? Der Döring sprach: 'der zukonfftige morgen sol das wol beweisen, dafs ich dir war sage'. Der Sachse reit in sein heer und sagete das seinen haubt- leuten. Des gingen sie zu rathe; und redten, dafs sie in der nacht heimlich hinweg wolten ziehen. Da war ein alter ritter unter ihnen, der hiefs herr Haick; der erwischte ein panier, da er zu gehörete, und ihme befohlen war»), und sprach. 'O ir allerliebsten Sachsen, wie stellet ir euch so verzaglichen. Ich habe gelebet manche zeit und bin kommen zu diesem alter; ich bin in manchen grofsen geschefften gewesen, da ich nie gesach meine freunde, die Sachsen, (liehen; und kan ich ohne flucht nicht lenger Jeben, so ist mir süsser, dafs ich hier sterbe, dan dafs ich fliehe. Nun sollet d ) ir des nemen eine vermahnung von den toden leichnameu unserer freunde, die hier erschlagen sind und umb uns her liegen, die lieber sterben wolten, dan dafs sie flohen. Und was sol ich lang darvon reden. Wir gehen nun sicher, zu dodende unser feinde ane e ) streit. Dan dieweil ihnen der friede in der Stadt gelobet ist, so sind sie sicher gemacht und versehen sich keines ubels; und sind auch sehr müde von dem streit und arbeit, und verwunt worden; und bleiben heint f ) ohnbesorget und ohne wache. Darumb wollen wir kernte) über sie fallen in dem ersten schlaff und allen willen mit ihnen haben. Ich gelobe euch' 1 ) meinen köpf zu geben, komt es nicht, als ich euch sage. Nun esset ein wenig und bereitet euch. Uns sol gelingen mit allen dingen; wan ich euch ein zeichen gebe, dafs ir bereit seyd'. Also kamen sie zu der Stadt in dem ersten schlaffe, und stiegen darini) gar heimlichen und stillenk). So sie darin kamen, da ließen etzliche von den Doringen') uff die gassen [uff die Sassen|m) un d meinten, es weren ire freunde; die wurden ermordet. Etzliche fielen über die mauren und verdorben; etzliche worden gefangen. Und könig Hermefried kam mit seiner frauen und kindern und mit ein wenig volcks zu einer porten aus. Die Sachsen namf 0 torn und porten in; und funden viel gutes in der Stadt. Also lieset man Iß der Doringischen cronicken'). (Hier sol stehen, wie die Sachsen die Stadt Schidingen herstigen und gewinnen, und wie könig Hermefried mit seiner frauen daraus komt.) *B1. 50. *Als das könig Dieterich vernam, da forchte er sich vor") infall von») seinem Schwager, dieweil er entkommen war. Und gleide mit ritter Iring anP), dafs erfl ihme brechte und auch erschlüge, des wolte er ihn zu einem grofsen herren machen. Ritter Iring reit nach seinem herrn und brachte ihme geleidesbrieffe von seinen! Schwager, dafs er sicher were. Des zog er mit ihme zu könig Dieterich, und fiel ihme zu fufse 2 ) und bat um gnade. So nam sich könig Dieterich freund' schafft an, das er doch nicht in seinem hertzen trug. Und als Gregorins Thuronensisi) schreibet in der Franckreichschen historien, so gingen cU e zwene könige spatziren uff der Stadt mauren, die könig Diterich gewonnen und innen hatte 3 ). Und ritter Iring ging mit en r ). Des kamen sie z u reden ), dafs könig Hermefried sich entschuldigte und sprach zu seinem sehwag e ' was er gethan hette, das were geschehen mit rath seiner Schwester und ritter I r ' n ^ fl Da sprach der ritter, es were gelogen; und zog sein schwerd aus und erstach sein herrn 5 ). Und stiefs ihn von der mauer"). Da sprach könig Dieterich: 'die«"?' du deinen eigen«) herren ermordet hast, so bistu mir billich und allen from" 16 leuten ungenehme; darumb so hebe dich bald von meinen äugen'. Darnach u e könig Dieterich seine Schwester Chrotildis mit iren kindern töden, umb des wiU en ' a) LU auch. b) X n i c ht. o) A wardt, LU ward. *) A sollet- o) AU ohne, L am. f) \J heut. g) ALU heut. ■■) ALT! ^ c ". >) A da ein. k) A stille. l) v. d. D. fehlt AU. ™) AH' °' m Lücke; die Worte waren vielleicht schon in G ausgefallen. n ) U * o) ALU vor. P) AU Iringen. q) A Turonensis, L Thuconensis; vgl. AnW- r) A ihn, L ihm, U ihnen. ») £ eignen, U eigenen. l ) Thür. (Urs. 1346 f; Stolle 67f gekürzt). 2 ) Thür. {Stolle $j Urs. 1247). 3 ) Vinc. 22,34 Z. 42—44 'nach Gregorius Thuronensis in histo> Francorum; aber mit tulpiacum (Zülpich), was G. nicht verstanden hat. 4 ) vL, Z. 44 f. B ) Thür. (a. a. 0.). «j Vinc. Z. 45 f; G. vereinigt die #*' sprechenden Angaben seiner beiden Quellen. Landeschronik. 3" dafs sie des war eine ursach gewesen»), und auch dafs er das land zu sich brechte. Als man das auch lieset in dem Spiegel der historien an dem 22. buch •n dem 34. capiteP). Und könig Dieterich kam forters und nam mehr landes in. Da das die Doringe und das land vernam») und sahen, da kamen sie, uff dafs sie nicht vertilget würden, und gaben sich an könig Dieterich 3 ). Also kamen diese lande, Doringen und Hessen, an die krön und kömge von Franckreich 4 ). Und das geschach nach Christi geburt als man schreib 520 jar E ). Und das königreich hatte also gestanden vonb) könige Mervvigen 52°- bis uff diese zeit bey 130 jaren 6 ). Also lieset man in der Donngischen cronicken 7 ). (Hier sol stehen, wie könig Hermefried von Doringen und Hessen von seinem diener wird von der mauer gestossen und erstochen, und wie könig Dieterich von Franckreich lesset seiner eigen«) Schwester ir haubt abschlagen mit iren kindern.) , . . „ , .. ~„ „ .„ I *Unde vorterfs so bestalten die Sassen Schidingen unde [wu]«) änderst «G. BL 16. der Unstrut lag. Darnach buwetin sie die Sassenburge; die hattin inne die gesiechte des altin ritters Haicken; vor dem Hartze gelegin. Alfso bleib der erbar lüde v.l in D °ringen, die da Sassen worin. Alsus lefsit man in der Donnger cromken ). (Hir sal stehin, das man die Sassenburge buwet.)°)_ *(Hir sal stehin kunnig Diderich von Franckrich mit syme wopen.)") *Bi.i6. * Konnig Diderich von Franckrich unde sin gesiechte hant duslse *bi. n. lande vaste jar hirnach inne gehabt unde gebuwet vile slosfse, stedde, flecken unde vesten nach irme stamme genant, alfs dan smt Francksteyn an der Bergstrafse, Franckfort, Franckendail, Franckenecke, Franckenbacn, «anckenberg, Franckenborg, Franckenkirchen, Franckenauwe Franckenteils, «anckenheym, Franckenhagin, Franckenhufsen, Franckenphar unde der- gl'chin nach vil mehir, das zu der tzyt alle slosfse unde vesten gewest s 'nt. Unde des zu vorter worheit so heifsit das noch Franckenlant da "funt das bisschthump von Wirtzeburg lyt 9 ). Alsus lefsit man m der Uormger croniken 10 ) unde in andern gelefsen"). „^„„„t (Hir sal stehin, das Franckenberg unde Franckenhufsin gebuwet werden.)«) u *Hir ist zu wisfsen, das nymants wunder nemen sal, das man dem *bi. 17. cathalogo unde lyngen der Franckrichschin kunmge' 2 ) nicht eben iulget. Wante etzliche kunnige sint collaterales unde in dusfsin landen hern gewest. Hirumbe sal man vortmers sagen von den Franckrischschm kunnigen, den Donngen unde Hessen zugestanden unde eygen gewest smt Alls nu kunmg Diderich gestarp, du lifs er czwene junge soene, eyner nils ineo- debert, der ander hys Diderich, von wilchen man hirnach hören sal ). n .. (Hir sullen stehin tzwene junge kunnige, Theodebert der I. unde diderich der n., von Franckrich mit eren wapen.) 0 ) ,, „ ») L vernähme, U vernahmen. ") A vom. ») LU eigenen. 1 Hs. ohne Lücke. °) Nicht ausgeführt. l ) Thür. (a. a. 0.); Vinc. Z 46f infantes iussit interfici *>>) Nicht ausgeführt. ') Vinc. 22,37 ganz; ziemlich wörtlich übersetzt. 2 ) Vinc. 22,36 Z. 39—43. a ) Vinc. 22,38 Z. 22-26. ') Hol. 55' Z. 10—9 v. «- ") Oben S. 28. Landeschronik. 33 ehir sie das entphinck. Unde thet den cloistern vile gutes; unde wo sie nicht hynne kummen mochte, da sante sie ire gobe dar. Defs nachts, wan sie bie dem kunnige lag, so bath sie en, das he ir gunnen wulte uffzustehin, umbe noittdorfft uff das heymeliche gemach zu geen; darselbis thet sie eyn groib kleid, ufs höre gemacht, ane unde gab sich in er ynniges gebeeth. Unde geschach gar vile, das sie durchkalt wart, unde lag alfs °b sie halp doit were. Sulcher castygunge mit wachen, mit beden, mit fasten, mit kirchgange, mit wallen, mit almusfsengeben plag sie so fliislichen, das etzliche bofse lute sprachin zum kunnige, he hette mee eyne geistlichen nonnen wan eyne kunnigynnen des nachts bie sich liggen. Defs wart der kunnig der heyligen Radegund gram, wante he was den frummen Juten gehafs unde hatte die bofsen schelke lyp. Aber die andechtige kunnigynne bleib geyn god in stedickeyd unde leyd vile ungemachs in grosfser gedult. Zuletzst verlifs unde vertreib sie der kunnig von sich unde mochte er nicht gelyden. Da quam sie zu eyme heyligen vater, genant Medardus, unde bath en, das he sie wulde geistlich kleden zu eyner nonnen. fJas geschach auch, alfs man schreib nach gots geburt 558 jare. Du das SS*- der kunnig sach, do halfif he er darzu unde bestalte, das man er eyn cloister buwete. Darselbis versammelte sie vile geistlicher jungfrauwen unde dynthe godde mit flisfse. Ydoch so vergafs sie der armen lute nicht. Want allen donnerstag unde sonnabint lifs sie das bath bereyten den f; r men; da wusch sie en ire houbte; sie krauwete die grynthen unde k emmete sie; die wunden unde sweren reyngete sie unde czoch etzwan die worme ufs den fulen wunden herufs. Darnach spifste sie dieselben *unde *B1. 20. gab en 3 essegcrichte. Den krancken unde den blinden gab sie selber esfsen unde reychte en die spifse mit eyme leffel. Die ussettzigen koste s 'e vor erin munt unde wussch sie unde salbete en ire wunden. Unde «et armen luden so grosfse woltaid, das god der almechtige syne usser- welten dynerinnen begobete mit wunderwercken unde wunderczeichm am leben llnde allch a m dode'). Von dusfser heyligin kunnigynnen sent fadegund saget man buche in dusfsem buche, nachdemmal sie ufs dusfsin landen geborn unde getzogen ist. Unde man lefsit von ir vile in dem h Pigel der historien in dem 22. buche an dem 34.") 78. 79- 80. 85. 86. Und e 87., 88. 89. 90. unde 91. capitelen 2 ). . (Hir sal stehin die heylige kunnigynne Radegund alfs eyne cloister- nonne bie vile armer lüde.) 1 ') . _ *Zu den getzyten quamen die hern von Franckensteyn uff in Donngen, *Bl. dle furtin eynen wisfsen widdersichtigen lewen in eyme rotin felde in erme wapen unde eyn swarcz balcke ortscheib durch den lewen. Unde buwetm " a b'e Saltzungen eyn slos, unde nanten efs Franckensteyn zu eren den KUnnigen von Franckrich"); unde die hern wurden vorters na dem sloslse geheifsin. Auch was eyner von irme gesiechte, der buwete eyn slos, na darbie cla itzunt Ysenach lyt, unde nante efs der Mittelsteyn, wante efs tzusschin funll "amen der lautschafft gelegin was, alfs Doringen, Francken, Buchen, Hessen unde «Sfeld. Das slos nennen wir itzunt Heltsteyn 1 ). AlsUS lefsit man m dei Uoringer croniken 6 ). , (Hir sal stehin der herre von Franckensteyn mit syme wapen unde b uwet 2 slosfse.)") a ) 34. am Bande nachgetragen. i>) Nicht ausgeführt. 9o ') Vinc. 32,79 Z. 20-25, 25-30, 30-33; 22,86 Z. 14-20. *)J*f- S2,S4. 78-80. 85-01. Vgl. oben S. 28. *) Vgl oben S. 31 Anm 10. 4 J Thür. (Schlorffs Hs.) Metlstein. ') Thür. [Urs. 1241, ohne die leide Bemerkung). ?a Landeschronik. *bi. 21. * Darnach alfs man schreib nach gots geburt 568 jare, du czogen die 568. Longobardi ufs Pannonienlande mit eren frauwen, kynderen unde mit al erme gude in Ytalienlant, unde goben Pannonien erin frunden den Hünen'), die dan hirnehist auch genant wurden Avares 2 ). Dufs lefsit man in der croniken Longobardorum in dem 2. buche an dem 8. capitele"). Bie den getzyten starp kunnig Lotharius der I. Unde lifs 4 sone, die hifsen Aripertus, Guntramnus") 4 ), Hilpericus unde Sigibertus. Die fir gebrudere deyltin auch das rieh under sich. Unde kunnig Sigibert nam das laut an dem Ryne yn 6 ) alfs eyn Vormünder von wegin siner vettern, Theodeberts unde Diderichs, die nach junge hern woren"). In derselben tzyt czogen die Hünen adder Avares mit ganezer macht in Doringen 7 ) unde in Hessen, unde verhertin die lande, unde gewunnen etzliche gute slosfse unde befestigetin dieselben, unde slugen auch nuwe vesten uff das gebirge in den landen unde dodin darabe grosfsin verderplichen schaden. Unde des zu eyner worheyd so findet man noch etzliche muren unde graben uff den bergen, genant die Hunenburge. Du das vernam kunnig Sigibert, vorgenant, der dan wonte in dem lande da iczunt Mettz lyt, du besammete er sich auch unde quam sinen vettern, den jungen kunnigen Theodeberto unde Dideriche, zu hülfe; unde verjageten die Hünen ufs den landen 8 ). Unde fulgeten en noch bifs an das wasfser genant die Elbe; da streden sy mit en, unde gewunnen den stryd, unde die Hünen verloren gar vile fulckes"). Alls man das lefsit in der croniken Longobardorum in dem 2. buche an dem 10. capitele 10 ). *bi. 21 1 . *(Hir sal stehin, wie die Hünen adder Avares vile vesten uffslaen, unde wie kunnig Sigibert geyn sie strydet unde uwerwynnet sie unde tribet sie ufs den landen.) b ) *bi. 22. *Bie dusfsin getzyten alfs man schreib nach gots geburt 570 jare, 570. du czoch kunnig Sigibert unde sin bruder, kunnick Hilperich, uwer die Sassen mit herecrafft; unde furtin manchen grosfsen stryd geyn die Westsassen unde auch geyn die Ostsassen. Alfs man darvon auch findet U3 dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 118. capitele"). Efs geschach darnach, das kunnig Hilperich sattzste nuwe beswerunge unde herstegunge in syme lande, so groifs, das vile lute verlifsin all ir gut unde czogen in ander lande, unde sprachen: 'ifs ist besser, das wir in das elende geen, wan das wir so harte uwemummen unde beswert werden'. Unde geschach dem fuleke so groifs verdrackunge, das sie stedicklichin ryfferi unde schreyen zu godde. Unde worden raiths, das sie schickten zti kunnig Sigiberto unde namen en uff zu eyme hern widder iren kunnig- Da besammete sich sin bruder, kunnig Hilperich, unde czoch uff Sigibertum unde verbrante unde verherete em sin lant bifs an den Ryn. Defsglichin besammete sich auch kunnig Sigibert mit den Doringen, Hessen unde mit dem fuleke, das uff difssyt Rynfs ist 12 ). Unde quamen zu stride. Da bleib kunnig Hilperichs soen toit, genant Thcodebert, unde verlor den stryd- Da floch kunnig Hilperich mit syner frauwen unde mit sinen kyndern- Defs fulgete em kunnig Sigibert alfs nach bifs geensyd Parifs unde gewan a) Hs. Guntränus. b) Nicht ausgeführt. ') Paulus, H. L. 2,7 (S. 89 Z. 21 f, 15 f, 12 f). ■) Vgl. Paulus l,f [S. 80 Z. 4f) u. 2,10 (S. 92 Z. 17). 8 ) Vielmehr 2,7; s. Anm. 1. ") Pauli* Gunthramnus, aber mehrere IIss. Gtintramnus (Guntrannus). 6 ) Pauli* apud urbem regnabat Metensem. 6 ) Eigener irriger Zusatz, s. oben S- ** Anm. 13. 7 ) Paulus super Sigisbertum . . . inruunt; quibus ille in Turmgia oecurrens etc. 8 J Zumeist eigene Erfindung. Vgl. d. vor. Anmn. °) P aU ^r eos iuxta Albem lluvium . . . superavit. ,0 ) Paulus 2,10 (8. 92 Z. 1—8 u. Wh S. 93 Z. lf). ") Vinc. 22,118 Z. 19—21 (cum . . . Hilpericus . . . pergeret cu» Sigiberto . . . contra Saxoncs; ohne Jahr). ,a ) VinO. nur gentibus . . . ultra Rhenu Landeschronik. 3 C eme vile stedde an. Nu hatte kunnig Hilperich eyne zuheklersschin, genant Fredegund, die machte czwene manne druncken, unde sprach zu en: 'geet hyn in das here unde slaet kunnig Sigibertum toit; unde so ir lebenig von dannen kummen moget, so wil ich uch unde uwer gesiechte riche unde selick machen; so ir aber begriffen wurdet unde getoit, so wil ich vile almusfsin durch uwern willin geben, das uch zu troiste kummen sal'. Die czwene gingen in das here, unde namen sich ane ander gewerbe, bifs sie bie den kunnig quamen; do czogen sie von scheyden *unde herstochen *di. 22'. kunnig Sigibertum, das he vonstunt toit bleib. Da wurden die czwene begriffen unde auch getoidet. Alfs man das lefsit in dem Spigel der Historien an dem 22. buche in dem 127. 128. 129. unde 130. capitelen 1 ). (Hir sal stehin, wie kunnig Sigibert unde kunnig Hilperich stryden, unde bliben 2 kunnige toit.) a ) *Disfser kunnig Sigibert von Franckrich hatte zu der ee defs Ininniges *m. 28. tochter von Hispanien, die hifs Brunichildis'). Unde alfs disfser Sigibert u ) gestarp, du quamen die Hünen adder Avares mit erme kunnige, genant Cacanus, widder in Doringen unde in Hessen, unde hattin vile stride mit en. Wilche Doringe unde Hessen zu der czyt auch Francken genant waren, nachdem die lande Franckrichs woren 4 ). Alfso gab die kunnigynne Brunichildis von der jungen hern wegen, Theudeberts unde Diderichs, die dan ire neven waren 5 ), so gab sie den Hünen eyne summe gelts, das sie widder ufs dem lande czogen. Alfs man das lefsit in der croniken Longo- bardorum in dem 4. buche an dem n. capitele e J. (Hir sal stehin, wie die kunnigynne den Hünen gelt gibbet, uff das sie widder ufs dem lande czihen.) a ) 'Sigibert, kunnig von Franckrich, lifs nach syme tode eynen son, *m. 28'. genant Hildebert der IL; der wart, durch hertzog Gondobalts furderange, eyn kunnig in Tutschlant'). Indes starben die jungen kunnige zu Doringen unde zu Hessen, genant Theudebert und Diderich, unde die lande fylen uff disfsen Hildebert, kunnig Sigiberts soen 8 ). Alfs man das auch ermafse 9 ) findet in dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 129. capitel 10 ). (Hir sal stehin kunnig Hildebert von Franckrich mit syme wapen.)") Tredegundis, die vorgenante zuheldersche, geberte eynen soen von *bi. 24. kunnig Hilperiche, genant Lotharius"). Alfs der junge herre 4 monde alt was' 2 ), du geschach eis zu eyner tzyt, das kunnig Hilperich wulde uff die wiltjacht tzihen. Nu hatte he eynen bie sich in syme hoffe, genant Landricus; mit demselben plag Fredegundis auch ire unkusscheyd heym- melichin zu triben. Alfs nu der kunnig uff die jacht was, so begab efs sich, das he etzwas vergesfsen hatte unde balde widder umbekarte unde uff syne camern ginck. Da fant he Fredegunden in der camern, unde wussch ire angesichte mit wasfser. So quam der kunnig hynden zu unde sluck sie mit eyner fust uff er hofte 1 "). Du meynte sie, efs were Landricus, unde sprach: 'Landrich, worumbe thustu alfso'. Unde mit demselbin sach ;l ) Nicht ausgeführt. 4 ) Paulus nur. Hunni ..... in Turingiam ingressi bella gravissima cum Francis gesserunt. 6 ) Paulus vielmehr: Brunichildis tunc regina cum nepotibus [ihren Enkeln!] adhuc puerulis, Theudeperto et Theuderico, regebat Gallias; — Br. . . . cum nepotibus adhuc par- vulis, filiis Childeperti. Vgl. oben S. 31 Anm. 13. 6 ) Paulus 4,11 (S. 150 Z. 7—14); dazu 4,12 (Z. 17) Cacanus, rex Hunnorum. ') Vinc. 22,129 Z. 27—33. s ) Eigener irriger Zusatz, s. d. vor. Anmn. u. oben S. 31 Anm. 13. 6 ) S. Anm. 8. '") S. Anm. 7. ") Vinc. 22,130 Z. 53 f. 12 ) Nicht bei Vinc. ") Vinc. derber in nates suas. 3* 36 Landeschronik. sie sich umbe unde vernam, das efs der kunnig gethan hatte, unde her- schrack sere. Der kunnig sweyg unde czoch betrübet widder uff die jacht. Fredegund unde Ländlich worin vast betrübet, das efs der kunnig ge- mircket hatte, unde hattin sich des lebenfs getroist. Da bestalte Fredegund etzliche schelke, die machte sie druncken unde gelobete cn so vile, das sie den kunnig doden sulten. Defs obendes spede in der nacht, alfs der kunnig quam von der jacht unde von syme hengeste abestunt, da woren die schelke bie der haut unde herstochen den kunnig, das er ryff mit luder stymme unde gab synen geist uff. Da ryffen die schelke unde sprachen: 'sulchs hat kunnig Hildebert von dem Tutschen lande thun lasfsin'. Da ranthen syne dynere hyn unde her unde funden doch nymants. Alsus lefsit man in dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 131. capitele'J. So regirte Fredegund mit erme Landriche dy lande von wegen irfs soens Lotharii 2 ). Hir sal eyn ickelicher exempla nemen, sich vor den zuheldersschen zu hüten, wante efs nympt alfs eyn bofse ende. Sundern eyn ickelicher sal bie syme eelichin gegathe bliben; nach dem geböte gots, Exodi 20, non mechaberis 3 ); das (ludet, du salt nicht eebrecherye triben. *di. w. * Alfs nu dusfse geschichte kunnig Hildebert in Tutschlant herfur, du versamete he eyn mechtig here ufs Oistench, ufs Doringen, ufs Hessen, tifs Burgundien unde ufs andern synen landen 4 *, unde czoch geyn Fredegunden unde wulte suche*) ubbeltaid rechen. Defs besammete sich Fredegund auch, so sie bestes mochte, unde czoch geyn sie zu fehle. Unde alfs sie sach, das kunnig Hildebert so vile fulckes hatte, das sie eme nicht widder- stehin künde, da gab sie irme folcke eynen raith unde sprach: 'wir wullen dusfse nacht uffstehin unde unfsern pherden schellen anhencken, unde ickelicher sal eyne bürden struche vor sich in siner hant füren, uff das unfser fiende unfs nicht gesehin mögen; unde wullin alfso na bie sie kummen, unde mit dem tage uwer sie fallen unde villichte sie uwerwynnen'. Dusfser raith behagete dem fulcke, unde daden em alfso. Alfs nu die nachtwechter kunnig Hildebertus hortin die schellen unde sahin die struche geyn den hymmel, alfs ob efs berge werin, du sprach eyner zu dem andern: 'höre, geselle, was geenfs nicht gestern feit; wie kumpt efs, das wir nu die struche der weide sehin'? Da antwerte der ander unde belachete en unde sprach: 'verwor, du bist foll unde druncken; horcstu nicht die schellen unfser pherde, die da gehin vor dem walde in der weyde'? Zuhant darnach quam Fredegund mit erme fulcke, unde fylen mit eyme grosfsen geschrey uwer kunnig Hildeberts here, alfs sie noch sliffen, unde slugen ire vile toit; die andern flohen widder hinder sich unde quamen nauw darvonne. Alsus lefsit man in dem Spigel der historien an deme 23. buche in dem 2.") unde 3. capitelen 6 ). *bi. S5. *(Hir sal stehin, wie Fredegund mit erme folcke zukumpt, unde fallen uwer kunnig Hildeberts here unde herslaen er vile toit; die andern flyen darvon.) b ) •bi. 25'. *Bic disfsen getzyten bath eyn arm mentsche die almufsen umbe eynen schiffman. Der antwerte dem armen unde sprach: 'wir enhaben in dem schiffe anders nichts wan steyne'. Da wart snelhcklichin in steyne verwandelt alles, das im schiffe von spifse was; unde ickeliches behilt doch syne forme, gestalt unde färbe. Alsus schribet meister Diderich Engelhufsen 7 ). *) so. b) Nicht ausgeführt. ') Vinc. 22,131 ganz; ziemlich wörtlich übersetzt. 2 ) Vinc. 23,2 (««• nächsten Absatz citiert) Z. 18—21. '-'j Ex. 20.14. 4 ) Vinc. Burgundiones et Austrasii et superiores Franci. ) Eng. 1050 Z. 48 f. •) Wand. Kap. 28 Z. 8, Z. 2-1 v. «. 4 ) Vgl- Wand. 8p. 671 ff. ") Vgl. Wand. 8p. 658 ff. •) 8. d. vor. Anmn- 7 ) Vinc. 23, 13-16 {nicht benutzt). ») Vinc. 23,3 Z. 46-55. 9 ) Eigener Zusatz. '") Vinc. ab Arriana heresi ... ad catholicam . . . fidem. ") V inC ' 22,135 Z. 4 u. 7—11. ") 8. Anm. 8. Landeschronili 39 von kunnig Theodeberto, nachdemmale du wole weist, das he nicht dyn bruder enist; wante he ist eyner huren son, die eyne zuhelderssche wafs dynfs vaterfs'. Kunnig Diderich wart tzornick, unde versammete eyn groifs here geyn sinen bruder. Derglichin kunnig Theodebert versammete sich auch, so he bests mochte. Unde quamen zusammen uff dem Ryne unde begingen eynen grosfsen stryd. Alfs nu kunnig Theodebert sach, das he den stryd verlor, du noch he in die stad Collen mit synen kyndern. Da fulgcte kunnig Diderich nach unde verdilgete unde verbrante das lant umbe Collen. Da quam das fulck zusammen, unde sprachen: 'o kunnig Diderich, gnediger herre, schonet unfscr, want wir wullin uch underthenig syn; hirumbe so thut uns keynen schaden mee'. Da antwerte der kunnig unde sprach: 'wullet ir haben, das ich uwer schone, so brenget mir kunnig Theodebertum lebenig ufs der stad adder brenget mir syn houbet'. Das fulck ginck in die stad zu dem kunnige, unde sprochen: 'o kunnig, uwer bruder gebildet, das ir den schattz uwers vaterfs em andeloget'; unde in den redden wart he alfsbalde herstochen. Unde namen syn houbt unde drugen efs umbe die muren der stad zu Collen. Alfs kunnig Diderich das sach, du czoch he vorters unde gewan die stad, unde nam vile guts darinne. Da fant he auch kunnig Theudeberts dochter unde 2 junge sone defs kunniges. Die nam he midde, unde czoch widder hinder sich geyn Mettz; da lifs he die 2 jungen hern doden. Unde alfs er sach, das die tochter so schone was, du wurde he sie zu der ee behalten. Da strafte en syne eltermuter *Brunichildis unde sprach: 'wie magestu dynfs bruder tochter *bi. 29. genemen'. Da wart der kunnig czornick unde sprach: 'worumbe hastu mir gesaget, he ensy nicht myn bruder; du bofse herfinderssche der argen wereke unde eyne orsache des todes, worumbe hastu mich darzu gereyfset, das ich so grosfse sonde begangen han unde mynen bruder mit synen kyndern getoid han'. Unde czoch syn swert ufs unde wulde sie herstechen. Da wart sie eme genommen von den umbestendern. Des wart Brunichild eme so gehafs, das sie eyne vergifft bereyte, unde bestalte durch bofse schelke, das he die dranck unde starp. Dartzu lifs sie etzliche syne kyndere doden 1 ). Da das vernam kunnig Lotharius, Fredegunden soen vorgenant, du schickte he zu Rrunichilden unde lifs werben umbe eynen eelich. Hirumbe versach sie sich allefs guten zu em, in hoffen, Lotharius sulte sie zu der ee nemen 2 ). Alfso quam Lotharius unde finck Brunichilden, unde lifs kunnig Diderichs kyndere follen doden, uff das he ir lant zu sich brachte 3 ). So nu dusfse vile kunnige alt unde jung so jemerlichen getodet wurden, du quamen die Frantzosen, die Burgundyer, die Rynlender, die Oisterricher, die Doringe, die Hessen unde ander lande 4 ) zusammen unde machten eynen frid.de, unde namen eyntrechtlichin kunnig Hilperichs uneelichin soen, von Fredegunde geborn, alfs vorgeschrebin stehit, zu eyme kunnige uff, so das dry teyle defs Frencksschin richs widder zusammen quamen 5 ). Hirumbe so was dusfser kunnig Lotharius der IL eyn herre uwer alle die Tutschin lande usgescheydcn Sassen, Beyern, Swoben unde Frifslant 6 ). Da nam kunnig Lotharius synfs vettern husfrauwin Brunichild, vorgenant, unde lifs sie uff eyn cameel schemelich settzen unde smelichen durch das fulck füren; darnach lifs er sie bynden an wilder pherde fusfse unde gantz zusleyffen; uff das letzste lifs er sie verhornen 7 ). Von dusfsen geschichtin lefsit man in dem Spigel der historien an dem 23. buche in dem 8. 105. 106. capitelen 8 ). M Vinc 23105 Z. 3-29 u. 36—52; ziemlich wörtlich übersetzt. 2 ) Vinc. 23,106 Z 2—5 ' ") Vinc. 23.8 Z. 9—11. ") Vinc. Burg, et Austr. cum Francis. 6 ) Vinc. 23,105 Z. 54-57: 23,8 Z. 15 f. ') Eigener Zusatz. ■) Vinc. 23,106 Z. 11-15; 23,8 Z. 11-14. ») S. d. vor. Anmn. aq Landeschronik. *bi. 29'. *(Hir sal stehin, wie kunnig Theodebert unde kunnig Diderich stryden, unde 7 junge hern getoit werden.) a ) *bi. so. * Darnach alfs Lotharius so zu riche kummen was, du regirte he vile jare. Unde lifs eynen soen, genant Dagobertus 1 ). Der was eyn troist der wytwen unde weyfsen unde eyn guddiger kunnig der Francken, gerecht in den gerichten, milte den kyrchen unde gotshufsern unde eyn barmhertzick ufsgeber der almusfsen. Sin gute gerochte schall in die werlt unde in die guten frummen mentschen unde syne fochte b ) schal in die bofsen. Alfs man das lefsit in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 35. capitele 2 ). Dusfser christlicher kunnig Dagobert buwete sent Peters monstcr zu Erffurt, unde machte eyn cloister ufs dem slosfsc, das vortzytin kunnig Merwig gebuwet hatte. Auch so buwete lic eyn stedchin bic Erffurt, unde nantc das nach syme namen Dagobertstet. Unde zubrach die Merwigsburg, unde buwete dar cyne kirchen in sent Dyonisius ere 3 ). Auch buwete he in Hessen eyne kirchcn in unfser lieben frauwen Marien cre, unde sluck eyne kemmenode darbie uff, unde nante die auch nach syme namen Dagobertfshufsen 4 ). Auch buwete he in dem bisschthume der Wangionum uff dem Ryne, das wir itzunt Worms heifsin"), eyne nuwe kirchin in sent Ciriacus ere, unde hifs die Nuwhufsen '). Dufs lefsit man eynteil in der croniken Martini'); eyn- teylfs in der Doringer croniken"); eynteilfs Engelhufsin 1 ') 8 ) unde in andern gelefsen"). Auch sal nymanden befrcmmeden, so dusfser kunnig unde syne vorfarn christenlude gevvest synt, das sie etzliche cloistere unde kyrchen gebuwet hant in dufsfsen landen, wiewole dusfse lande noch an heyden- sschem glouben woren. »Bi. an 1 . *(Hir sullen stehin 2 kunnigc von Franckrich mit eren wapen.) a ) *bi. st. *Alfs man schreib nach Cristus geburt bie 600 unde 20 jaren, du u. 620. stunt uff der bedriger der werlt, genant Machomet; eyn falsch propheta, eyn bode des tufelfs, eyn vorlouffer Anthicrists. Derselbe Machomet was irst eyn schalkhaftig kremer, darnehist eyn tzouberer unde zuletzst eyn houbtman der morder. Auch so was eyn verlouffen monch, der verczwifelt was unde von dem heiligin glouben abegetreden, genant Sergius, unde eyn ander bofsewicht; dusfse czwene nam der Machomet zu sich unde machte eyn eigin gesettze unde eynen bofsen falschin glouben, eyn groifs buch fol, genant der Alcharanus. Zuletzst bekante der Machomet, das tzwelff- tuscnt falscher worte weren in dem Alcharano 10 ). Von dusfsem falschin propheten Machomet unde von sime gesettze findet man vil geschrebcn in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 39. capitel unde vor- terfs in allen capitelen bifs uff das 68. capitel"). Bie disfsen getzyten du lebete der heilige sent Oswalt, eyn konnig zu Nortmannen, zu Britanien, zu Engelant unde zu Schotten. Der was so barmhertzig, das he gab durch god, was eme zu der hant quam. Zu eyner tzyt bath en eyn arm mentsche umbe gnade; unde so he nichtefs anders bie sich enhatte, du zubrach er eyne silbern schalen, da er mit sime bisschoffe ufs drang, unde gab dem armen eyn stucke. Du sprach *bi. 31'. der bisschoff: 'god gebe, das die milde hant nummermehc *verfule'. Unde das ist alfso: man wifset nach hude bie tage die hant so freisch unde suberhch, alfs sie lebendig sie, unde die hant hat man bie eyner stad, ge- i) Nicht ausgeführt. i>) so _ 0 ) c , e. am Bande nachgetragen- c „ 'lJ 9l Ji nC ~ r/ ' 4 - 2 » Vinc - 24 ,35 Z. 2-3 u. 7- 12. n ) Thür. (Stolle 70). Vgl. Eng. (unten citiert) 1052 Z 8—10 u. 24. *) Eigene Erfindung. 5 ) Vgl. Successio ep. Mog. 356 Z. 11—9 v. u. ") Wohl eigene Erfindung. ') Chronicon Martinianum Fuldense Bl. 72' u. 74 (nicht benutzt). -) S. Anm. 3. ') Das soll das Erfundene decken. Vgl. den folg. £«**•■ ") Mol. 58 Z. 11-8 v. «., 58' Z. 16-13 v. u, 69 Z. 3-2 v. u. ") ? wC - 24,39—68. Landeschronik. 41 nant Bembanburg'). Alfs man dafs lefsit in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 79. capitel 2 ). Hirufs mag man exempla mircken, wie groifs loen geyn god ist, der gerne armen noitdorftigen mentschin die almufse gibbet. Wante er gibbet efs godde; nach den worten unfsers hern Cristi, Mathei an dem 25. capitele: amen dico vobis, quod uni ex mini- mis meis fecistis, miclii fecistis; esurivi cl dedistis michi manducare; sitivi, et cetera 3 ); das dudet: wer da gibbet almufse durch god von rechtem gude, das er eme beschert hod, der gibbet efs itzunt godde gar eben, hirnehist vor das ewige leben. Darnach czogen die heyden, die von Machomets glouben woren, zu dem heiligen lande, unde gewiinnen die stad Jhemsalem mit dem heiligen grabe unde fürten das heilige crutze enweck"). Alsus a ) schribet meister Diderich Engelhufsen") 5 ). Du man tzalte nach godd.es geburl 600 unde 33 jarc, du tzoch konnig 633. Dagobert von Franckrich ubber die Sassen mit grosfser macht unde betzwanck si e, unde so wurden eme alle Tutsche lande underthenig u ).b) Dllsfser konnig hatte czwene soene. Eyner hifs Sigibert; alfs der getouft wart von dem heiligin hisschoffe *von Utrich, genant Amandus, du antwerte das junge kynt, das *bi. 32 noch nicht 40 tage alt was, unde sprach mit eyner claren stymine: 'amen'. Alfs man das auch 7 ) lefsit in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 68. capitele 8 ). Disfser selbe kunnig Sigibert was gar eyn god- fochtiger frommer herre; unde er buwete 12 monster, unde wart eyn monch 0 ). Der ander soen hifs Clodoveus der III. 10 ). Unde starp kunnig Dagobert nach gots geburt du man tzalte 645 jare. Darnach regirte sin 645- son Clodoveus, ieztgenant, 17 jare 11 ). Derselbe lifs nach sime dode 3 sone, genant Lotharius, Diderich unde Hilderich. Defs regirte der eldeste, genant Lotharius, der III. nach dem rechtin cathalogo 10 ). Unde regirte 4 jare") unde starp. Unde lifs eynen jungen soen, auch genant Lotharius; der starp in der jogent' 2 ). Alsus wart Diderich, der IV. uff die collaterales zu rechin 10 ), uffgenummen zum kunnige. Darnach wart he abegesattzt von dem lande, unde beschorn cn zu eyme monche in eym c ) cloister 13 ) zu Parifs. Unde namen synen bmder uff vor eynen kunnig, genant Hilderich der 11.'"); der regirte 12 jare 11 ). Dusfser kunnig Hilderich lifs eynen Frantzofsen, genant Lodilo, bynden an eyne sule unde zur stuppe slaen. Efs geschach zu eyner czyt darnach, alfs der kunnig uff der wiltjacht was unde hatte syne husfrauwen midde, genant Blitildis, die dan uff die tzyt swanger was, so quam der vorgenante Lodilo unde herstach den kunnig uut der kunnigynnen uff dem walde. Defs quam kunnig Diderich, vorgenant, widder zum riche l4 ), unde regirte 14 jare 11 ). Unde lifs nach syme dode eynen soen, genant Clodoveus der IV. '°); der regirte 4 jare u ) unde starp. Dufs vorgeschrebin geschichte lefsit man in dem Spigel der historien an dem 17. buche in dem 4. capit-*tele, item in demselbin Spigel an deme *bi. 32'. 24. buche in dem 123. unde 124. capittelen' 5 ). a ) Alsus—Engelhufsen nachträglich zugefügt. •>) Am unteren Bande als Anfang eines beabsichtigten Nachtrags: Er. «) jj s , e y, ') Vinc. Bembamburch. ') Vinc. 24,79 Z. 14—16 u. 21—24. A ) Mal. 25,4.0 u. 25,35. 4 ) Hol. 59' Z. 13—15. B j Eng. 1053 Z. 14 f (nicht benutzt). 6 ) Thür. (Stolle 70). ') Neben Hol. 58 Z. 17-16 v. u., Eng. 1052 Z. 20 f. ") Vinc. 24,68 Z. 14-17. 9 ) Bol. 5ff Z. 3-2 v.u. XI] monasteria construxit, et fit magnus fruetus ... per viros sanetos; 67 verlas vielleicht daraus: et sie monachus factus etc. ,0 ) Die Bezifferungen sind von G. zugefügt. ") Vinc. 17,4. ") Vinc. 24,124 Z. 10fu.l8. 18 ) Vinc !7,4 in cenobio s. Dionisii. M ) Vinc. 24,123 Z. 34-37. 15 ) S. d. vor. Anmn. 42 Landeschronik. (Hir sullen stehin 5 kunnige von Franckrich mit eren wapen.) a ) *bi. 33. *Nach dem dode kunnig Clodovei des IV. quam zum riche kunnig Hildebert der III., der regirte 18 jare. Nach dem regirte kunnig Clodoveus der V. Alfs man das lefsit in dem Spigel der historien an dem 17. buche in dem 4. capitele'). (Hir sullen stehin 2 kunnige von Franckrich mit eren wapcn.) a ) *ni. 33'. Zu disfsen getzyten was eyn kunnig von Longobarden, der hyfs Aripertus, eyn frummer barmhertziger gerechter forste. Der plag heymelichin zu wandern in mencherley gestalt in syme lande' 2 ); etzwan ging er alfs eyn kremer, dan alfs eyn pylgryn, dan alfs eyn reyfseknecht, dan alfs eyn monch, dan alfs [eyn] h ) kouffman, dan alfs eyn bur unde derglichen 1 '). Unde fragete unde lernte, wie syne dyner unde syne amptlude regirten'), unde wie efs in syme lande zufur; darnach wüste he sich zu richten, so das allman recht unde glich geschach 5 ). Alfs man das auch") lefsit in dem Fasciculo'). Von dusfsem gerechtin kunnige sal eyn ickelicher forste cxempla nemen 8 ), so das er mit allem flisfse herfarin sail, wie efs in syme lande zufare, efs sie in cloistern, in stifftin, in andern kirchen, in den slosfsen, in stedden, in dorffin, in gerichten, in arnpten unde in allin enden synfs furstenthumps; unde sal sin lant unde lüde versorgin, so das allman recht unde glich geschee. Das ist er vor godde schullig, unde mufs auch darvonne selbers godde rechentschaff geben; nach den wortin unfsers hern Jhesu Christi, Luce an dem 16. capitele: redde rationem villicationis tue 0 ); das dudet, gib rechentschaff von dyner vorschaffenunge. Hirumbe sal der forste altzyt sorgen unde midde zusehen, das das recht nicht verworn werde durch syne _ rethe, syne richtere unde sine ammetknechte, sundern das gotliche recht vorgee; nach der vermanunge des heyligin gerechtin kunniges Davidis in syme 57. psalm; dar sprichet er alsus: recte iudicate filii hominum"); *bi. 84. "das dudet, ir soene der mentschin, richtet recht. Wante god wil die gerechten belonen, an liebe, an sele unde an gude; alfs das bewert der heilige propheta David, vorgenant, in sime 33. psalm: oculi domini super iustos et aures eius in preces eorum"); item an dem 36. psalm: iusti autem hereditabunt terram cl inhabitabunt in seculum seculi super eam 12 ); das dudet alsUS. den gerechten dry nottze gescheen, der herre wil sie gnedicklichin ansehen, unde mit synen godlichen oren wil he er gebeth balde herhören, unde sullen besittzen das ertrich hie unde dort ewicklich. Zu des vorgeschrebin konniges Clodoveus getzytin du lebete sent Bonifacius, von deme vil geschrebin stchit in der croniken Martini 13 ) unde hiryn bracht ist. Sent Bonifacius was ufs Engelant vo» eyme eddeln gcslechte geborn, unde hyfs vormalfs Winfridus- Unde in siner kyntheit ginck er in eyn cloistcr, busfsen den willen syns vaters, unde wart eyn monch sent Bcnedictus ordens. Unde alfs er alt wart ubber 30 jar, du wart er priester. Darnach begunde er zu denken alfs eyn guter arbeyder goddes wyngartin, wie er mochte geplantzen unde gemeren den heiligen cristenglouben. Unde ») Nicht ausgeführt. b) Hs. ohne Lücke. ') Vinc. 17,4; Bezifferungen von G. 2 ) Hol. 61 Z. 6-4 V. »■'< in mench. gest. eigener Zusatz. 3 ) Eigener Zusatz. *) Bol. Z. 4r-<>- 5) Eigener Zusatz. ") S. Anm. 2, 3, 5. 7 ) S. Anm. 2 u. 4. *) 2 ' 0 '' Z 3 Bonum exemplum. ') Luc. 16,2. 10 ) Psal. 57,2. ") Psal. 33,1°- ,2 ) Psal. 36,29. 18 j Ghron. Martinianum Fuld. Sp. 1641-1647. Landeschronik. 43 czoch durch crloubunge syns apts mit guten bricffen geyn Roma zu dem babiste, genant Gregorius der ander. Alfs der bobist die brieffe sach, unde horte, worumbe er dar kommen was, du wart er yastc erfrauwet. Unde sattzste den heiligin Winfrid zu eyme legaten in Tutschlant, unde sante en dar zu predigin unde zu leren 1 ). Winfridus tzoch ufs Roma unde *quam in dusfse lande, alfs man*]«:»', schreib nach goddes geburt 716 jare 2 ). Unde predigete vir jar 716. lang 3 ); unde bekarte vil fulekes in Hessen, in den Buchen, in Francken unde in Frifslant, von den apgodden abezulaisfsen unde a n unfsern hern Jhesum Cristum zu glouben 4 ); unde doufte das folek. Sulchs schreib er dem bobiste. Der bobist schreib eme widder, er sulde geyn Roma kommen 5 ). Dufs findet man a ) in cronica Martini 5 ) unde in andern gelefsen 7 ). (Hir sal stchin sent Bonifacius alfs ein monch, unde prediget den cristenglouben, unde toufft das folck in Hessen.) 1 ') * Alfs Winfridus geyn Roma quam, du wyhede en der bobist *bi. 35. zu bisschoffe, unde gab eme eynen andern namen, genant Bonifacius. Unde gab eme nuwe bullen an die cristenfursten in Tutschen landen unde auch, da er vormalfs geprediget hatte 8 ). Wiewole nu der konnig von Franckrich °) 9 ) eristen was, ydoch krot er sich der dinge unde auch ander sache gar wenig. Sundern er hatte eynen herezogen in sime hoffe, genant Karolus Marcellus 10 ), der dan geboren wart zu Yngelnheym in deme keyscrslosfse uff deme Ryne bic Mencze in Francken u ). Dyt gesiechte was von sent Arnulfus stamme 12 ), wilcher stam in dem konnigriche genant was der groiste. Der hertzog hifs maior domus regie 13 ), das dudet der obbirste in des konniges hoffe. Derselbe hertzog Karolus mitsampt den andern rethen regirte das lant, in aller maisfse sin vater, herezog Pippinus, genant grossus, das dudet der grobe, gethan hatte 14 ). Durch, vol- bort nu dufs herezogin so predigete sent Bonifacius vorterfs den heiligin glouben 15 ). Unde dywile er widder zu Roma was, so worin vil lüde widder von dem glouben abegetreden durch anereysfsunge etzlicher treflicher ritterlude, die dan uff den vesten bergen unde slosfsen wonetin, alfs uff Cristenburg, uff dem Burgwalde gelegin; wilch berck zu den getzyten genant was Kesterburg, darumbe das eyn apgod daruffe was, genant Castor. Vor dasselbe slofs tzoch herezog Karolus unde lag lange darvor; zuletzst gewan ers unde der apgod wart verstoret 16 ). Dufs lefsit man eynteylfs in der croniken Martini"), Dusfser' 1 ) hertzog Karolus Marcellus hat eme underthenig ») Hs. rot ausgestrichen: eynteylfs. b) Ausgeführt. 0) v. F. auf Rasur. d) Dusfecr— capitele kleinere Schrift. ') Chron. Mari. 1642 Z. 24—1643 Z. 9. 2 ) Vgl Chron. Marl. 1641 Z. 1. ') Chron. Wart. 1643 Z. 0—11. 4 ) Vgl. Chron. Matt. 1643 Z. 12—14; lr >-il Z. 22-25; 1647 Z. 34 f; 1648 Z. 48 f; unten Bl. 49' (Bol). 6 ) Chron. Man. 1043 Z. 14—18. ') S. d. vor. Arnim. 7 ) Vgl. Passio s. Bonifatii 472; Otloh, Vita s. Bonifatii 488. 8 ) Chron. Mart. 1643 Z. 18 f, 23-26, 3 1~35. ») Stchr. Bl 5' genant Hilperich der II., vgl. unten Bl. 37. 10 J So Chron. Mart. Bl. 87, statt Martcllus. u ) Eng. 1057 Z. 24 f. n ) Vgl- Eng. 1054 Z. 50. ") Chron. Mart. Bl. 87. vgl. Sp. 1649 Z. 43. ") Vgl Eng. 1055 Z. 47—49; Chron. Mart. Bl. 87'. ") Chron. Mart. Sp. 1643 Z. 35—38. le ) Eigene Erfindungen. ir ) S. d. vor. Anmn. ja Landeschronik. gemacht die widderspenigen Tutschin, Swoben, Beyer unde Sassen. Alfs man darvon auch l ) lefsit in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 149. capitcle a ) 2 ). »bi. 85'. *(Hir sal stehin sent Bonifacius alfs eyn bisschoff, unde prediget den heyligin cristenglonbcn, unde bekcrct das folck.) '•) *bi. 86. *(Hir sal stehin, wie herezog Karolus mit herecraft ligget vor dem vesten slosfse genant Kestcrburg, unde gevvynnet efs, unde verstoret den apgod mit dem slosfse. Darnach wart efs gehcyfsin Cristcnburg.) °) "bi. 36 1 . *Vorters so was auch zumal eyn grofs boym an der stedde, da itzunt Geifsmar lyget uff der Edern' 1 ) in Hessen, da eretin die lüde den apgod genant Jupiter. Sulchen boym lifs sent Bonifacius hauwen 3 ). Des wart eyn groifs ufflouf under dem foleke unde wulden en toit slagen, darumbe das he er apgoddc verstörte. Alls nn an den boym enwenig gehauwen was, ydoch durch die craft goddes unde wunderwereke so fyl der groifse boym unde zubrach an vier stucke. Du das die lüde sahen, du stalten ir vele den un- glouben abe unde bekarten sich zu godde 4 ) Defs lifs der heilige bisschof an die stedde buwen eyne kirchen in sent Peters ere 5 ). Alsus lefsit man in cronica Martini 6 ). Defs") zu eyme gedechtenisfsc so kommen die von Geifsmar alle jar geyn Fritzlar unde hauwin eynen boym uff dem Fritzhoffe 6 ) 7 ). (Hir sal stehin, wie sent Bonifacius Jupiters boym lefsit abe- hauwen, unde buwet eyne kyrehin dar.) f ) *bl 37. *Alfs kunnig Clodovcus der V., vorgenant, regiret hatte 4 jare unde gestorbin was, du quam zum riche Lotharius der IV., unde regirte 2 jare. Darnach quam kunnig Hilpcricus der II., unde regirte 5 jare. Darnach quam kunnig Diderich der V. zum riche; unde 725- nam das lant yn nach gots geburt du man schreib 725 jare, unde regirte 15 jare. Dufs lefsit man auch in dem Spigel der historien an dem 17. buche in deme 4. capitelc 8 ). Auch sal man wisfsen- das die kunnige von Franckrich, itzunt unde vormalfs genant, sint nicht alle ufs dem cathalogo 9 ), sundern eynteylfs sint collater a l eS unde in rhisfsen landen hern gewest' 0 ). (Hir sullen stehin 3 kunnige von Franckrich mit eren wopen- Unde K ) der grave von Czigcnheyn» 5 ).) 1 ') »bi.87«. 'Vorters") tzoch sent Bonifacius nach dem Eysfeldc. D a (733l- quamen dy grufslichen Sassen, dy nach heyden woren, und wulden dy Christen alle toit slagen. Also legerte sich sent Bonifacius, (ier a) Dusfser—capitele kleinere Schrift. b) Ausgeführt. c ) ^ fs geführt; im Bild: Cristenburg. d) „. <1. E. am Rande nachgetragen. e \ uc —Fntzhofle am Rande nachgetragen. f) Ausgeführt; im Bild: Geyfsi* 13 • e) Unde—Czigenheyn nachträglich zugefügt. b) Nicht ausgeführt. ') Vgl. Chron. Mart. BI. 87. <•) Vinc. 24, 149 Z. 14—17. 3 ) ' f! .%' (Stolle 114; Jovis). ') Wohl eigene Erfindungen. h ) Thür. (Stolle w*'; 6 ) Bas Chron. Mart. sagt nur, 8p. 1644 Z. Bf: construxit (ecclesiam) ' nl ' r \' ie laria . . . in honorem s. Petri. Vgl. unten BI. 45'. ') Jetzt Friedhof- iJ Sache wird nur von Gerst. berichtet. fl ) Vinc. 17,4 nur Clod. annis 4> L ° . a. 2, Chilp. a. S, Theodr. a. 15. »j vinc. 17, 4. '") Vgl. oben S- ö ' ") Vgl. die Zeitangabe im nächsten Absatz. Landeschronik. 45 vormalfs Winfrid hyfs, an cyner steddc; da wart hirnach eync vcstcn gebuwct, dy hcifsit nach hudc by tage Winfride 1 ). Des anders tages tzoch sent Bonifacius strack entzu uff eyncn berck; und bath hülfe von god almechtige, unde strcyd mit den Sassen, unde gewan den stryd. Da buwete sent Bonifacius eyne kirchen, unde nante dy sent Hülfen berck 2 ), sintdemmale god eme gehulfcn hatte, das er dy ungloubigen uvverwan 3 ). Alsus findet man in etz- lichin sinen legenden 4 ). (Hir sal stehin, wy sent Bonifacius buwet sent Hulffen berck, unde gewynnet den stryd geyn dy grufslichen Sassen.) a ) *In demc andern jare darnach 4 ), alfs man schreib nach goddes *bi. ss. geburt 734 jare, du quam sent Bonifacius in Doringen. Unde nam sine 734- wonunge in dem Doringschen vvalde zu deme Aldenberge. Da buwete er eyn kleyn kirchelyn. Da deden eine die kraen alfs vil Ungemachs, das er god bath, das er en das verbodde 5 ). Auch quam er an eyne lustige stedde 6 ) unde bie eynen born, genant Ora 7 ); da slug er syn getzelt uff unde bleib die nacht alda. Alfso quam eyn godlich sehyn von dem hymmel unde herluchtede die wonunge 8 ); unde sent Michael der herscheynte sich unde retthe mit eme. Hirumbc buwete er hirnehist darselbis eyne kirchin in sent Michaelis ere; unde nante sie nach dem borne Ordorff 9 ). Defs morgens alfs er goddes dinst vollenbracht hatte, du hifs er den tisch bereyden. Du sprach sin diener, er enhette keyne spifse. Du antwerte der heilige bisschoff unde sprach: 'god, der das folck von Israhel 40 jare gespiset hat mit dem hymmelbrode in der wustenunge, der kan auch mir, syme diener, eynen tag die spisc gegebin.' Indes quam eyn fogel geflogen unde brochte eynen groisfsen fisch, eyne forhel, den lyfs er vor den tisch nidderfallen 10 ). Du danckede sent Bonifacius godde, unde bryd den fisch; unde hattin sin alle said 11 ). Unde was ubberig was, das brante er zu esschen unde warff sie in das wasser 12 ). Dusfse b ) geschichte lefsit man in den Schriften czweyer monche, genant Salumarus unde Thcothoncs 13 ). Auch in cronica Martini b ) u ). *(Hir sal stehin, wie sent Michael reddet mit sent Bonifacio, *bi. 38'. unde wie eyn fogel eme brenget eynen fisch zu syme tissche.) c ) *AIs nu sent Bonifacius in meynunge was, das lant zu Doringen *bi. 39. ZU bekerin an den cristenglouben, so fragete er nach des landes gelegin- heit. Eyn alt ritter sprach: 'herre, das lant ist wol czwelff myle groifs, langk unde breyt, unde ist beslossen mit czween wasfsern unde mit czween weiden; queme efs zum glouben unde wurde gebuwet nach syme rechte, a ) Nicht ausgeführt. b ) Dusfse— Martini nachträglich zugefügt. c ) Ausgeführt. ') Wanfried. ! ) Hülfensberg. 3 ) Wohl eigene Erfindungen. *) unwahr. '■•) Thür. (Casseler Ms. zu 734, sonst richtig' zu 724; unvollst. Stolle 113f). ") Passio 475 f. ') Otloh 489 Z. 18 '(Humen . . . Oraha). 8 ) Passio 476 Z. 2f; Otloh 489 Z. 18—20. 9 ) Vgl. Otloh 489 Z. 20—22 u - 11—13- Passio 476 Z. 3—6; hier ohne die Namen. I0 ) Passio 476 Z. 6—15; Otloh 489 Z. 11 — 2 v. u. ; hier ohne die nähere Bezeichnung trutta. u ) Passio ?lß Z. 15 f; Otloh 489 Z. 2 v. u. bis 490 Z. 1. 12 ) Otloh 490 Z. 1 f, aber nur in Humen proiei praeeepit. 18 ) Lcgendae de s. Bonifatio, entsprechend Passio und Otloh, s. d. vor. Anmn. Erörterung des rätselhaften Citats in der Einleitung. '*) Bas Chron. Mart. sagt nur, Sp. 1643 Z. 39—41: monasterium ... in Order- dorfensi in honorem s. Michaelis . . . fundavit. 46 Landeschronik. efs were das beste lant zu der narunge, das man finden mochte, nach siner grosfse, in al der werlde'. Der bisschofif Bonifacius predigete, larte unde planczte den cristenglouben, aber die Doringe karten sich wenig- daran. Alfs er das sach, du deth er botschaff zu dem herezogin Karolo unde zu den cristenlandcn, die er bekart hatte, umbe hulffe. So sante eme der herezog vaste lüde. Unde so besammete er sich mit vil fulckes unde mit grosfser herecraft in dem lande zu Doringin, unde liisch die Doringe vor sich. Des schickeden sie die klugesten dar, die sie hatten. So sprach der bisschoff: 'ir lieben Doringe, ir sullet uch lafsfsen douffen unde den cristenglouben an uch nemen; das kompt uch zu nottze unde sal uch umtner helffen an liebe, an gude unde an der sele' l ). Die Doringe sprachin: 'lieber herre, vvilcherley nottz adder frumme magk unfs darvon gescheen, adder was mogin wir des genisfeen'. Der bischoff sprach: 'god ist kommen uff dyt ertrich unde ist mentsche wurden durch des mentschin willen, unde hat mit eme bracht gerichte unde fridde, das ist glich gewegen durch 2 ) den armen alfs den riehen; darumbe sullet ir, die an en glouben, gefryet unde gefredet sin, vor unrechter gewalt an liebe unde an gude hy uff ertrich, *B1. 39'. unde hir-*nach an der sele vor der helle unde vor dubelscher gewalt'. Die Doringe sprachen: 'lieber herre, sintdemmale das der geborn god das vermag zu thunde, so schaffet, das er auch vermöge, das wir defs tzehenden unde der tzinfse ledig werden von den Hünen in Pannonien'; wilch lant itzt genant ist Ungarn 3 ); 'den musfsen wir tzehenden geben von liebe unde von gude, unfse tzehenden kindere unde allefs das wir haben; werden wir suches a ) tzehenden unde tzinfse loifs, unde wirt unfs des eyn oerkonde, so wullen wir getruwelichin glouben unde wullen fulgeu; geschit aber des nicht, so enwullen wir nummer glouben, das efs der geboren god vermöge, unde wullen bie unfserm glouben bliben toid unde lebenig'. Hir sal man mireken, das die Hünen adder Avares i» Pannonien sulche tzinfse me wan hundert jare uffgehabin hatten sidder der tzyt, alfs die konnigynnc Brunichildis en von erst eyne summe gelts gab, alfs hirvor geschreben ist 4 ). Auch so hatten die Hünen vor langer tzyt den cristenglouben entphangen, aber sie worin bofse cristen, wante sie betten glichewole die apgodde ane, unde sunderlichen cyne cren slangcn. Der bisschof antwerte vorters den Doringen unde sprach: 'god ist selbers mentsche worden unde lSt des mentschin bilde, darumbe wil god nicht, das eyn mentsche von su» e liebe dem andern mentschin tzehenden ader tzinfse gebe; hirumbe s° sage ich uch des tzehenden loifs in goddes namen, unde gebe uch d els sine truwe zu pande, das uch die von Pannonien den tzehenden nummer sullen angewynnen; unde das sal uwer orkunde syn, das «£ selbers bie uch bliben wyl, bissolange das uch von godde orkunde kummet'. Alsus lefsit man in der Doringschen croniken 5 ). •bi.40. "(Hir sal stehin sent Bonifacius, unde hat bie sich eynen grofsin reysigen getzug, unde reddet mit den Doringen.)") ») «0. t>) Ausgeführt. ') In der Thür. fügt Bonifatim hier noch eine Drohung an. Durch l! f! Fortlassen und durch seine Einschaltungen sucht G. den Eindruck der G cl ° a L samkcit abzuschwächen, den der Bericht der Thür. erweckt. *) Hier W " der Thür. ausgefallen syn bind, vgl. Stolle 116 Z. 24. 3 ) :rhür, ,?rf dem konige zu Ungern. ') Oben 8. 35. B ) Thür. (Stolle 114 f «■ m h Legenda Bonifacii vernacula 852 f u. 854 f); dazwischen eigene Zutaten. Landeschronik. 47 *ln den getzyten du hatten die Hünen adder Avares von *bi. 40 1 . Pannonien verstanden, wie das der bisschoff Bonifacius hette die Doringe der tzehinden unde tzinfse quit gesaget. Hirumbe so versammetin sie sich unde quamen alfs starck in Doringerlant, das des bisschofs here dargeyn gar kleyn unde ungeachtet was. Unde der bisschoff lag zu der tzyt an eyner brache 1 ) an der Unstrut, da nu Neyl- stedde ligget. Die von Pannonien worn alfso girick zu here durch ere grosfsen macht, das sie strack zuczogen unde fylen geyn eme in das «brach zu pherde unde zu fusfse, so das die fordersten wurden gedrungen in das wasfser. Der bisschoff ryff god ane umbe hulffe, unde erslug er so vil, das efs untzelichin was, so das das wasfser forne enweg flofs mit blude. Du das die andern sahen, die nach uff drockeme lande woren, die nahen enweg. Die walstedde heifsit nach: uff der fare des bisschofs. Alfs mi die Doringe sahen, das goddes orkunde alfso groifs kommen was, du gloubeten sie an den geborn god unde lifsin sich doufen 2 ). Unde der irste Döring, den sent Bonifacius doufte, der was eyn grave, unde er hifs grave Huck von Keffernberg der aide 3 ). Derselbe grave gab zum •rsten gutere zu der kirchin zu Ordorff 4 ). Alsus lefset man in der Doring-schen croniken 5 ). *(Hir sal stehin, wie sent Bonifacius stridet geyn die Hünen *bi. 41. unde er uwerwynnet sie.) a ) *(Hir sal stehin, wie sent Bonifacius den graven von Koffern- *bi. «•. borg touft und darmidde das ander folck zu Doringcn.) a ) | *So das volck getaufft war, da baten sie den bischoff, dafs *l bi. 6i'. er verschaffen wolte, dafs ihnen von irem könige und herrn ein from, tugendlich ritter gesant würde vor einen haubtman, der sie beschützete und beschirmete 6 ). Das thet der bischoff, und entbot dem hertzogen Carolo Marcello b j 7 ), wie es ihme ergangen were. Welches dan der hertzog sehr erfreuet war, dafs gott den Christenglauben also gestereket hatte 8 ), und brachte das an seinen herren, könig Dieterichen !l ). Der könig saute ihnen einen Frenckischen herren, der war ein graf 10 ), des geschlechtes von Stauffen"). Und sein wapen war der bonte lewe, mit vier rothen, mit vier silberweissen gleich überzwerch geteilet, mit gülden claen, in einem blauen felde; der heim war mit einer gülden cronen, daruff zwen blauer flügel, und darzwischen der bonte lewe 12 ). Der herr kam ins Doringerland; und satzte sich an dem wald überseit Friedericherade 0 ) JS ), und bauete eine schöne gute festung, die nante er Schouenburg d ) u ). Die Doringer nanten den a ) Ausgeführt. '') AL Martello. c) L Friederichsrade, U Friede- richeroda. ^ tabant), Otloh 495 Z. 17 f (devastabant). Unde Hessen eigener Zusatz. J Lin sollte Diderich erwarten, wie S. 44,47,51. Vgl. 51 Anm. c. '") yfa^i Vorgänger 8. 43. u ) Passio Karolus, Otloh Karlomannus. ") V 'JL iLn m. Anm. 5; Passio Gcwelip u. Gewelib, Otloh Gewiliob. ,3 ) ■ en de ") Passio cum hcrodiis et canibus . . . iocabatur; herodius ist nicht der jag Falke (Jaffe), sondern der gejagte Heiher. Bei Otloh nichts hiervon. Landeschronik. 5 1 wie der geheifsen hette, der sinen vater toit geslagen hatte. Unde alfs er das herfur, du sprach er den heiczog Karloman ane, unde czogen widder uff die Sassen. Unde alfs sie quamen bie das wasfser genant die Wefsera, du czogen en die Sassen entgeyn gensyd des wasfsers. So lifs der bisschoff siner diener eynen ruffen unde den toitsleger synfs vaters bie syme namen heyschen, unde fragen, ob er da were 1 ). Du wart eme geantwert: ja. Du baith disfser, das er wulde zu eme riden mitten in das wasser, er hette mit eme etzwas zu redden. Efs geschach, der Sasse reyd in unde der bisschoff auch, unde alfs sie zusammen quamen, du stach der bisschoff durch den a ) Sassen; unde sprach dufs metrum: 'accipe nunc ferrum, quo patrem vindico carum 2 ); das dudet, nym dufs isen na dir, darmidde reche ich mynen vadir. Also fyl der Sasse von dem pherde unde verdranck. Da herhub") *sich eyn stryd; da *bi. 44. bleib manch man doit. Ydoch so gewunnen der herczog unde der bisschoff mit den Doringen unde Hessen den stryd; unde tzougen widder hinder sich. Sulch mord, den der bisschoff gethan hatte, der wart eme vor keyne sonde adder ubbeltaid zugemesfsen, sundern er bleib geruwelichin eyn bisschoff alfs vor, wante der herczog unde ander herren sprachin, er hette sinen vater buche gerochin 3 ). Duslse geschichte findet |man] b ) in den Schriften czweyer canoniken, genant Eburhartus unde Waltbertus 4 ). Auch c ) in der croniken Hermanni 0 ) 5 ). (Hir sal stehin, wie der bisschoff von Mentz den Sassen her- stichet in dem wasfser, unde wie der herczog Karloman mit den Doringen unde Hessen den stryd gewynnen geyn die Sassen.) d ) *Bie den getzyten du hatte der konnig von Franckrich, *bi. 44'. Diderich e ), eynen mog in syme hoffe, genant Ludewig, der was gar eyn dogentlicher, frummer, wifser herre. Demselbin gab er das lant zu Doringen unde zu Hessen unde beleente den hern damidde unde machte en zu eyme herczogin, mit solchem bescheide, das er sulde das lantgerichte mit dem lantgraven 6 ) in foller macht ge- truwelichin hanthaben, in aller maifse hirvor geschreben steint 7 ). Unde des herczogen wapen was [eyn gülden lilie] f ) in eyme blaen felde 8 ). Alfso wart das lant eyn herczogthum, das vormalfs bie 200 unde 10 jaren gewest was der konnige von Franckrich 9 ). Wie- il ) den—herhub auf Tehtur (4 Zeilen). b ) Hs. ohne Lücke. c ) Auch bis Hermanni nachträglich zugefügt. d ) Ausgeführt. e) Diderich auf Rasur. f) e. g. 1. in der Hs. getilgt, allem Anschein nach von G. selbst. *) Passio praecepit . . . nomen illius . . . inquiri; Otloh praecepit ... puerum suum inter hostcs pergere illicque nomen eius . . . diligenter inquirere. *) So Flores temporum, vgl. Anm. a, c u. 5; Otloh accipe iam—carum (u. ein 2. Vers); Passio en accipe, quo patrem vindico, ferrum. 3 ) Vgl. Passio Bonifatii 471 Z. 9 v. u. — 472 Z. 14 v. u. ; Otloh 495 Z. 14 v. u. — 496 Z. 14. 4 ) Legendae de s. Bonifatio, entsprechend Passio u. Otloh, s. d. vor. Anmn. Erörterung des rätselhaften Citats in der Einleitung. B ) Flores temporum, Ausg. v. Holder- Egger 242 Z. 24 — 26. 6 ) Dem 'Herrn mit dem Barte', den G. später ebenfalls Ludwig nennt. 7 ) Oben S. 48 f. G. denkt sich also den Landgrafen als königlichen Beamten neben dem Herzog. 8 ) Also das Wappen von Frankreich. 9 ) Vgl. oben S. 3 f. Nach S. 31 ist der Anfangstermin für die etwa 210 Jahre 'S20\ so kämen wir hier auf'etwa 730 u , vgl. aber die Jahresangabe '734' S. 45. 52 Landeschronik. wole nu der herczog von Doringen unde Hessen das lant ynne hatte, ydoch so namen sich die Franckrichschin hern auch vil regements ane, alfs kirchin unde stifte zu buwen unde derglichin; da endorfte der herczog nicht insagen adder nicht, darintragen, wante er was under der krönen von Franckrich gesessen 1 ). Hirumbe sal nymanden befremmeden, ob man irgen beschreben funde, das die konnige von Franckrich zu der tzyt adder darnach etzwas in dusfsem lande gehandelt hetten. *bi. 46. *(Hir sal stehin herczog Ludewig zu Doringen unde zu Hessen mit syme vvapen.) a ) *bi. 45'. *Alfs man schreib nach goddes geburt 700 unde 37 jare, 737- du buwete sent Lullus das monster unde cloister zu Hcrsfelt 2 ) under der regel saneti Benedicti. Aber die staid buwete hirnehist herczog Pippin, alfs er konnig worden was 3 ). Damach alfs man schreib 700 738. unde 38 jare 1 ), du buwete sent Bonifacius das cloister unde monster zu Fritzlar in sent Peters ere 5 ) under der regel saneti Benedicti. Auch buwete er eyne kirchin zu Amcneburg in sent Michclfs erc fi ) unde machte darselbis eyn cloister, auch under der regel saneti Benedicti, das hirnach 7 ) dumhern worden sint, alfs die zu Fritzlar auch gethau han 8 ). Dufs findet man eynteilfs in cronica Martini 9 ). Auch eyn- teylfs in der Doringschen croniken 10 ). (Hir sal stehin, wie man buwet den stifft zu Herfsfeld.) b ) *bi. 46. *(Hir sal stehin, das man buwet Fritzlar unde Amcneburg.) b ) *bi. 46'. *Zu den getzyten was sent Wigbertus in Engelant, von cyme eddeln gesiechte defs folekes genant Anglisaxones, der verlifs die werlt unde fürte eyn godlich dogentlich lebin. Alfs das sent Bonifacius herfur, du schickte er zu eme unde bath en, das er wulde herufs kommen in Tutschlant unde wulde eme helffen arbeyden in deme wyngarten goddes. Sent Wigbert quam unde predigete unde larte das folck den weg der selickeyd. Darnach satzste en sent Bonifacius geyn Fritzlar zu eyme meister unde regirer den monchin, da er dan gar eyn strenge geistlich leben fürte menche czyt. Darnach sante en sent Bonifacius in Doringen geyn Ordorfl, darselbis auch eyn geistlich leben zu plantzen under der regel saneti Benedicti. Dar wonte er auch lange tzyt. Zuletzst quam er widder geyn Friczlar. Unde zu eyner tzyt stunt er ubber altar ») Ausgeführt; im Bild: herczog Ludewig der I. >') Ausgeführt. ') Der ganze Absatz scheint eigene Erfindung, dafür spricht auch die folgende Verwahrung. lieber das Verhältnis zur Thüringerchr. s. unten Bl- 5* u. 55 Anmn. 2 ) Lampert, Annales 12 Z. 10 inicium Herveldensis monaster«. 2. Eintrag zu 736, von G. oder seiner Vorlage irrig zum ausfallenden Jahr 7oi gezogen, ebenso wie in den Ann. Weissenburg., Lampertausg. 13 Z. *0T> s ) So findet sich G. mit der Angabe der 'Thüringerchr. {Stolle 114) ab, 73b J r \ > habe König Pippin das Stift zu Hersfeld gebaut. «) '738' Casseler linder Thür., '728' Schlorffs Es., Germania 17,160, u. Stolle 114. 6 > Die TM*. läfst an dieser Stelle B. vielmehr die Stadt F. bauen; von Erbauung ae ' Kirche St. Peters hat G. bereits oben S. 44 nach der Thür. und dem Chron^ Mart. berichtet. 8 ) Chron. Mari. 1644 Z. 4—9 duas ecclesias construxit, un a in Frislaria (s. oben S. 44 Anm. 6), alteram in Amaneburg, ... in honorem • Michaelis. 7 ) 1360, s. unten Bl. 308'. 8 ) Aus eigener Kenntnis- *) S. Anm. 6. ,0 ) S. Anm. 3-5. Landeschronik. t; i unde lafs messe; unde alfs er den kelch bereyden wulde, du enwas keyn vvyn dar. So ging- er von dem altar herufs vor die kirchen, da er dan wustc wynstucke mit drubeln, unde brach eyne drubeln abc unde ging widder ubber altar unde preste tzusschin synen banden den vvyn in den kelch. Zulctzst fant er eyn gantz körn nach in deme kelche, unde alfsbalde ging er widder herufs vor die kirchin unde plantzte das wynkorn in die erden. Unde follenbrachte darnach das ampt der mesfse follin ufs. Du das geschach, du fragete en cyn monch, syner bruder eyner, was er darmidde meynte. Du sprach er: 'ist efs Sache, das godde myne wereke behagen, das würdet man ubber 9 jarc darufs herfaren'. Du die 9 jarc urabe waren, du wusfs eyne schone wynstock an der stedde, c ta er das wynkorn geplantzet hatte. Durch das wunder gab god zu verstehin, das sent Wigbert *was eyn getruer arbeyder in syme *bi. 47. wingarten. Unde darnach alfs man schreib nach goddes gepurt 700 unde 47 jare 1 ), du starp er eynfs seligen todes, unde wart 747' vor der kirchin zu Fritzlar begraben, dar dan vil wundertzeichen geschaen durch synen heiligen verdinst. Alsus lefset man in siner legenden») zu Hersfelt. (Hir sal stehin sent Wigbert unde sal eyne wyndruben in synen handen halten.)») *In der tzyt, alfs sent Wigbert nach an dem leben was, du *bi. 47'. quam sent Bonifacius geyn Mencz, unde alfs er sach den bisschoff Gewilio mit den hunden uff das weydewerg ryden, du quam er zu dem herezogen Karoloman unde zu syme bruder Pippin unde sprach, wie das ungeborlich were, das der bisschoff selbers eynen toit ge- slagen hettc unde auch so mit hunden ridde alfs eyn werntlich man, mit vast mec reddin. Nu woren die herezogen gute cristen, hir- umbe so santen sie nach dem bisschoffe, das er zu en queme. Alfs er nu quam, du rette sent Bonifacius so vil, das bisschoff Gewilio mit gudem willin das bisschthum ubbergab 3 ), unde behilt vor sinen abescheyd die kirchen genant Spanheym 4 ). So santin die hertzogen geyn Roma unde erlangetin an dem bobiste Zacharia 5 ), das sent Bonifacius wart bisschoff zu Mentz 6 ). Unde uff das sie eme desto grosfser ere bewifsen mochten 7 ) (so das bischthum von Mentz keyn erezbischthum was, sundern efs gehorte geyn Wormefs), so erlangetin S1 e 8 ), das der hobest nam die wirdickeyd von Wormefs unde satzste sie geyn Mentz unde machte sent Bonifacium zu eyme ertzbisschoffe. Nu woren 16 bisschoffe zu Mcncz vor eme gewest 9 ). Der irste hifs Cre- scens, unde in etzlichin Schriften 10 ) findet man Crescencius. Der ander hifs Marinus. Der dritte Suffronius. Der virde Podirdus 11 ). a ) Ausgeführt. ') Lampert, Annales 14 Z. 5. '') Lupus, Vita Wigberti Kap. 1; 2; 3 < s '- 30 Z.l8f; 4; 5; 6; 7 S. 40Z. 11—14; 0; 10; 12 S. 41 Z. 18—20. 3 ) Vgl Passio Bonifatii 472 Z. 8 v. u. — 473 Z. 4; Otloh 406 Z. 14—24; abwechselnd näher stehend ') Passio 473 Z. 7 f; nicht bei Otloh. 5 ) Passio Gregorius. ") Vgl Passio 4.73 Z. 13—17; Otloh 406 Z. 11-0 v. u. 7 ) Otloh 406 Z. 0—8 v - W. ut eius dignitas eminentior foret. s ) Otloh 406 Z. 5 V. u. impetravere. ") Thürinaerehr. (Urs. 1248). 10 » Succcssio ep. Mog. 355 Z. 3 v. u. (s. oben s - 23 m. Anw, 1); Ena. 1058 Z. 55. ") Auct, igtk. Podardus, ca Landeschrouik. Der 5. Rutharius. Der 6. sent Aureus. Der 7. Maximus. Der 8. Sidonius. Der 9. Sigemundus. Der 10. Leodegarius. Der II. Becelinus. Der 12. Lanualdus. Der 13. Laboaldus. Der 14. Ri- gebertus") 1 ), unde in etzlichin Schriften 2 ) findet man, er habe ge- heifsin Raubardus 3 ). Der 15. Geroltus 4 ). Unde der 16. hifs Gewilio. Darnach quam der irste erczbisschoff zu Mencz sent Boni- *bi. i8. facius 5 ). Der satzste sent Burckardum zu eyme bisschoffe *geyn Wirczeburg unde Willibaldum geyn Eistad; alfso herhuben sich die tzwey bisschthumme 6 ). Alfs nu herczog Karoloman vernam, das sin vater Karolus Marcellus verthumet was 7 ), du herschrak er so sere, das er die herschaff ubbergab unde ging in eyn cloister unde wart eyn monch. Defsglichin tet konnig Rachis von Longobarden, der ging zur seibin tzyt auch in eyn cloister unde wart eyn monch 8 ). 742. Alfs man schreib nach goddes gepurt 742 jare 9 ), du erwarp der erczbisschoff sent Bonifacius von dem herczoge Pippino unde von hcrczoge Ludewige ufs Doringen t0 ) eyne stedde in den Buchen, da buwete er eyn monster, da die stad Fulda lyt, under der regel sancti Benedicti, unde satzste dar eynen abt, genant sanctus Sturmus 11 ). Hirvon 1 ') findet man auch in dem Spigel der historien an dem 24. buche, defs 151. capitelfs 12 ). Auch in cronica Hermanni ,3 ). Auch eynteylfs in cronica Martini 1 ') H ). (Hir sal stehin, das man buwet Fulda.) 6 ) *bi. 48'. *Umbe dusfse getzyte, alfs die Rotnere unde die cristenhcyd vele anefechtunge hattin von den Goten unde von andern unglou- bigen durch das verthummete gesettze des vertzwifelten Macho- mets 15 ), unde der keyfser Constantinus der cristenheit nicht enhalff, wante er selbers eyn kettzer was 16 ), so bath der bobist Zacharias den konnig von Franckrich, genant Hilderich, umbe hulffc. Der enhalff eme auch nicht, wante er was unendelich unde wüste keyne regirunge «). Aber hertzog Pippin, genant tzwerch, der dan maior domus regie was, den lifs er regiren, alfs etzlichc konnige' vor eme auch sich keynefs regements krotten, sundern sie hatten alleyne den namen' 8 ). Unde wilche tzyt etwas treflichs zu schicken was, so fürte man den konnig uff eyme sieden adder wagen mit ossen in das gerichtehufs, unde da safs er alfs eyn konnig, unde sprach a ) R von fremder Hand übermalt S. b ) Hirvon—Martini nachträglich zugefügt. c) Ausgeführt. ') Äuct. Ekk. Rigibertus. 2 ) Vgl. Pernio 471 Z. 16 f. 8 ) P»*»^ Raobardus. *) Äuct. Ekk. Geroldus. s ) Auctarium Lamperti, s. S. P e J*y Erphesfurt. Auct. Ekkehardi 27 Z. 7—13. 6 ) Vgl. Passio 475 Z. 17 -~ 3 n ' Otloh 497 Z. 1—4; Successio ep. Mog. 357 Z. 6—10. 7 ) S. oben S- oO- Pol. hat dies Motiv nicht für Karlmann {63 Z. 4), sondern für Hilderich, ° ö Z. 11—9 v. u. 8 ) Pol. 63 Z. 4—6. ») Chron. Mari. 1645 Z. 16 wf° tempore; das Jahr 742 vorher 1644 Z. 52 genannt. (Lampert 14 Z. 2 richtig 74*>- 10 ) Im Chron. Mart. vielmehr von Karlmann u. Pippin (ad quos solos idem locus pertinebat). ") Chron. Mart. 1645 Z. 16—37 (Form Sturmis; Lampert 1° Z. 27 Sturm). ") Vinc. 24,151 Z 29 f (B. gründet Fulda). ") F^rcs temp. 242 Z. 27 f (B. baut Hersfeld u. Fulda). ,4 ) S. Anm. 9—11. '"I \9*- Ena. 1058 Z. 2 f u. 7 f. >«) R 0 l. 63 Z. 7-9 (bei Eng. heifst der Kaiser Leo). ") Vgl Eng. 1058 Z. 4, 9f, 16-18. ,8 ) Vgl. Vinc. 24,U0 Z. 33-35; Eng. 1058 Z. J.9f. LandeschroniU. 55 undc geboit, was en sine rethe hisfsin; wan das gescheen was, so fürte man den konnig- widder in sin pallatz 1 ). Defs bat der bobist den vorgenanten hertzog Pippin; der quam mit den Tutschin eme zu hulffe unde verdreib die Goten, unde deth groisfse ding bie der cristenheit 2 ). Darnach so schickten die Tutschen Francken zu dem babiste: wilcher buche konnig sin sulde, der alleyne den namen hette unde nicht die wereke, adder der die wereke dede an den namen. Der bobist Zacharias nam rait unde sprach: 'der sal buche konnig sin, der das lant beschirmet 3 ) unde wole regiren kan'. Unde so absolvirtc der babist das folck von den eyden, die sie konnig Hilderichc gethan hatten. Unde beschorin den konnig in eym a ) monchecloister, unde Pippin wart konnig 4 ), der vormalfs ge- west was des konniges diener. Alfso wart das konnigrich den rechten erben genummen unde wart gegebin dem gesiechte Pippini; alfs man das lefsit in dem Geistlichen rechte XV. q. V. Alius 5 ). Auch h ) lefsit man hirvon in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 115. unde 154. capitclen 1 ') 6 ). *Hirufs mag man ex- *m. 49. cmpla nemen, das eyn ickclichcr furstc adder herre sal selbers regiren unde strencklichen gerichte unde recht hanthaben unde die undogent straffen, uff das er undc sine rechten erben nicht abege- satzst werden durch goddes verhenckenisfse, alfs dusfsem unende- lichen unde versumer gescheen ist. Defs wir auch in dem alten gesettze vil exempla haben, alfs an dem konnige Saul, den god usfserwelte zu eyme konnige, unde darnach durch syns bofsen regements willen von godde widder abegesatzt wart. Wante er ver- lifs god unde follenbrachte nicht goddes worfe. Hirumbe sprach god zu Samuel: 'stant uff und salbe mir David zu eyme konnige'. Das dan alfso gescheen ist. Alfs man das lefset in dem irsten buche der Konnige an deme 15. unde 16. capitclen 7 ). Darnach wart Saul besessen mit dem bofsen geiste unde starp auch eynfs jemerlichen dodes. Auch hatte god dem alten prister Hely zu- gesaget, er wulde eme undc sinen erben die pristerlichin wirdickeit ewicklichin lasfsen. Aber umbe synfs bofsen regements willen, das er sine kyndere nicht hart strafte, darumbe nam god die wirdickeyd • eme unde sinen erben widder unde usfserwelte Samuelem. Alfs man das auch lefset in dem irsten buche der Konnige an dem andern capitel; wante darselbis geschrebin stehit alsus: quicumque honorifieaverit me, glorificabo eum; qui autem contemnunt me, erunt ignobües 8 ); das dudet alsus: god sprichet: wer mich wirdet eren, des ere wil ich alletzyt vermeren, unde die mich lesterlich versmehen, die sullen uneddel an ere vergehen. a ) Hs. ey. '>) Auch—capitclen nachträglich zugefügt. ') Vinc 24,115 Z. 39 f. 2 ) Eng. 1058 Z. 6 u. 10 f. "j Vinc. 24,154 Z. 30-35. *) Vinc. 24,104 Z. 36—38. 6 ) Rol. 63 Z. 15—12 v - u. mit Citat ut habetur XV. q. V. Alius = Becretum Gratiani II 15 qu. 6 [nicht 5!] cap. 3. 6 ) S. d. vor. Arnim. ') I. JReg. (I. Sam.) 15,1 Im 16,3. ») I. Reg. (I. Sam.) 2,30. 56 Landeschronik. »bi. 49'. *Nach goddes geburt alfs man schreib 753 jare, du was 753. eyne groifse ertbebunge, so das etzlichc stedde unde slosfsc allerdinge nidderfilen unde zubrochin. Etzliche stedde unde slosfse uft den bergen die sint herabegelouffen mit den luden unde sint gantz bieben; etzliche stedde unde slosfse sint auch mee wan 6 milc gelouffen an ander ende unde sint dach unverlettziget bieben 1 ). Item von dem hymmel fyl essche herabe. Item die stern fylen vom hymmel. Item efs was so kalt, das uff dem mere was yfs gefroren hundert mile lang, unde das yfs was 30 elen dicke. Item du fyl so eyn grofs sny, das er 20 elen tiff was. Unde geschach so groifs wunder, das die lüde sprochen, die werlt wulde vergeen 2 ). Dusfse vorgeschrebin geschichte lefset man in dem Spigel der historien an dem 24. buche in deme 156. capitel 3 ). Auch stehit efs geschrebin in Fasciculo 4 ). Sent Bonifacius hat geprediget, gelart unde bekart die Hessen, die Doringe, die Buchener, die Francken, die Beyer, die Slavonien, die Frifslender mit andern lantscheften 5 ) unde gravescheftin czusschen dem Ryne unde der Danauw. Aber uff das letzste czoch er widder in Frifslant. Unde so er dar vil tusent mentschen bekart hatte, unde 40 jare geezogen hatte 6 ) zu predigen ufs eyme lande in das ander, du wart er mit sent Eobano unde sent Adelario 7 ) mitsampt 53 andern goddesdienern unde cristen erslagen unde ge- martelt von den ungloubigen. Unde er wart erslagin, alfs er alt was uwer die 70 jare unde eyn bisschoff gewest was 36 jare unde *bi. 50. 6 monde 8 ). Alfs man nu *sinen heiligin lichenam zu Fulda infurte (alfs er an sime leben sine graft dar bestalt hatte), du gingen alle glocken ane, sunder menfschlich zuthun 9 ). Unde das geschach 7SS- nach goddes geburt alfs man schreib 755 jare 10 ). Nach dem se- ligin dode saneti Bonifacii quam zum bisschthum von Mentz sent Lullus, der dan auch eyn heilig leben gefurt hat 11 ). In dem jare 756. darnach du quam uff, das man von irst orgeln machte in Tutschen landen, wante dem konnige Pippino wart ufs Grekenlande die irste in dusfsen landen gesant'2). Dufs a ) schribet eynteylfs Martinus in siner croniken*) 13). 768. Darnach alfs man schreib nach goddes geburt 768 jare, du starp konnig Pippin von Franckrich; unde lifs eynen soen, genant Karolus magnus, das dudet der grosfse konnig Karlo, der dan zu der tzyt 25 jar alt was 14 ). Der nam das regement an sich; unde czoch ubber die Sassen, alfs sine vorfarn, Karolus Marcellus, sin eltervater, unde Karolomannus, sin vetter, unde Pippinus, sin vater, a) Dufs—croniken nachträglich zugefügt. l ) Vine. 24,156 Z. 42-46; Bol. 63 Z. 12-14. ') Bol. 63 Z. 15-18- ") 8. Anm. 1. *) 8. Anm. 1 u. 2. *) Bol. 62' Z. lf. ') Jf: Otloh 505 Z 11 v. u. ; Chron. Mart. 1647 Z. 54. 7 ) Adelarius nicht bei Ouoii u. im Chron. Mart.; Willibald, Vüa s. Bonifatii, SS. rer. Germ. Jaffc 3.4631 Aethclheri. 9 ) Vgl. Otloh 505 Z. 13-12 v. u.; Chron. Mart. 1647 Z. 54-56- ') Bol. 62' Z. 6 f. '») Vgl. Otloh 505 Z. 11-10 v. «.; Chron. Mart. 16f Z. 53; Lampert, Annales 14 Z. 17. «) Vgl. Lampert 18 Z. 7. ") Lampert Z« Z. 18 f. in ) Heber das Ende des Boni'fatius handelt Chron. Mart. 1646 /• » bis 1647 Z. 59. u ) Lampert 16 Z. 7—9 u. 14 Z. 1. Landeschronik. 57 auch gethan hatten ')• Unde er verstörte das schone slofs der Sassen genant Herefsburg- unde dartzu der Sassen abgod genant Hermensul; alfs man das auch 2 ) lefsit in dem Spig-el der historien an dem 24. buche in dem 168. capitel 3 ). Dusfse seibin vor- geschrebin Fürsten unde hern, konnig Karolus gcslechte, sint alle von Tutscher czongen geborn unde hant gewonet uff dem Ryne 4 ). Unde das Rynsche lant hifs zu der tzyt allefs Franckrich, aber die lande sint sidder an die bischthumme kommen, alfs an Mencz, Trier, Collen unde ander bischthumme uff dem Ryne. Hirvon findet man in Fasciculo 5 ); auch in cronica Hermanni 6 ). *Älfs man schreib nach goddes geburt 775 jare 7 ), du czogen *m. bo 1 . die Sassen, die nach heyden woren, in Hessen unde wulden auch 775- vor Fritzlar. Du floch das folck ufs Fritzlar uff den Buriberg; da was zu der tzyt gar eyn feste stedchin. Unde uff das sie von godde desto meher beschurunge hettin, so wurden sie raiths, das sie sent Wigberts gebeyntze mit sich brochten uff den Buriberg. Auch fochtin sie, das die grufslicheyt der Sassen en das grap zubreechin unde das heyligthum verstrauweten. Hirumbe so furtin sie en mit grosfsen eren mit phanen, mit kerezen unde mit lobesengen. Alfs sie nu quamen uwer das wasfser genant die Edere, du wart das heyligthum so swere, das sie efs nicht bewegin konden. Du herschrocken sie; ydoch so sprochin sie, sie wulden ehir toit bliben, dan das sie erin patronen verlifsen wulden, unde gabin sich 'n er ynnick gebeeth zu godde. Vonstunt wart er so lichte, das sie en fürten nach all erme willen. Indes entfyl eyner frauwin er kereze in die Edern uff den grünt, unde das licht verlasch nicht, sundern efs brante under deme wasfser so klar, alfs hirusfse. So sie nu mit dem heyligthum uff den berg quamen, du folgeten die Sassen nach unde wulden sie bestriden. Defs brochin die bürgere uff unde quamen herufs, unde god halff en durch die vorbede sent Wigberts, das sie den stryd gewonnen unde slugen der Sassen vil toid. Du sterekeden sich die Sassen unde wulden den andern tag Widder an sie. In der nacht quam eyn godlich klar sehyn uwer die kirchen unde dar sahen sie eynfs mentschin bilde uff der kirchen in wifsfsen kledern her unde der wanderen. *Des her- *bi. si. schrocken sie so sere, das sie alle in der nacht enweg flohen unde 'yfsen alfs das hinder en, das sie hatten. Defs morgens alfs die bürgere vernamen, das sie enweg worin, du gingen sie herufs unde funden vil gudes, das die Sassen dar gelofsen hatten. Alsus a ) lefsit ^an in sent Wigberts legenden") 8 ). (Hir sal stehin, wie die Hessen ufs Fritzlar geyn die Sassen stryden unde den stryd gewynnen, unde wie eyn bilde uff der kyrehen wanderte.) b ) a ) Alsus—legenden nachträglich zugefügt. b) Ausgeführt. ') Vgl oben S. 43 fu. 50; Lampert 14 Z. 20. 2 ) Vgl. Lampert 16 Z. Uf; f»9. 1061 Z. 26. s ) Virus. 24,168 Z. 9—11. *) Vgl. Eng. 1060 Z. 43. ) Hol. 65 Z. 13 cum . . . regnassel in Francia. e ) Flores temp. 232 Z. 44 u. 5 P rex Francie. 7 ) Lampert 16 Z 19 eodem anno = 774; vgl. oben S. 52 *nm. 2. 9) Lupus Kap. 13; 15 8. 41 Z. 39 f; 14 S. 41 Z. 33—38; 15 S. 41 &. 40—43; 16; 17; 18. 5» Landeschronik. *bi. 51'. *Nicht lange darnach du quamen die Sassen widder vor Fritzlar unde wulden die kirchen bornen. Unde der die kirchen von irst anestifs mit füre, der wart alfsbalde von godde gcplaget, das er liddesuchtig wart. So was eyn ander do, der brach eyn glafsfenster ufs unde steyg in die kirchen (wante sie was bcslosfsen) unde nam darufs eyn silbern crutze fol heiligthumps; der wart von- stunt auch geplaget, das er nirgen kummen konde, bifs er das widdergap. Ydoch so verbrantin sie Fritzlar, ufsgescheiden die kirchen, die sent Bonifacius gebuwet hatte, die mochte nicht bornen, na der wisfsagunge des heiligen Bonifacii, wante er gesprochen hatte, das dieselbe kirche nummer verbornen suldc 1 ). Alfs man das lefset a ) in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 170. capitel 2 ). Alfs die kirche nicht bornen wulde, du machten sie krippen darin unde stalten ere pherde darin. Darnach alfs die Sassen widder enweck ezogen, du gingen die bürgere von dem Buriberge widder geyn Fritzlar unde wulden die kirchen widder reyne machin. Du funden sie keynerley unreynfs darinne. Alsus bewifste god sine wunderwereke darsclbis. Nu was dar eyn gerechter frummer vater, genant Albuinus, der was eyn wyebisschorT defs stifts zu Mencz 3 ). Derselbe Albuinus wart von goddes wegin vermanet in syme sloffe, wie das man sent Wigberts gebeyneze sulde füren geyn Hersfelt. Sulchs sagete er dem erezbisschoffe zu Mencz, sent Lullo, der brachtefs vortcr an konnig Karolum, *bi. .',2. unde herlangete sinen willen darzu 4 ) *unde auch den willen her- czogen Ludewigs zu Doringen unde zu Hessen- 5 ). Also quam sent Wigberts heiligthum by nacht heymelichin geyn Hersfelt, wante die bürgere hetten efs sust nicht zugelosfsen bie keynen dingen 6 )- Alsus h ) lefset man in sent Wigberts legenden 11 ) 7 ). Konnig Karolus tzoch uwer meer unde gewan Jherusalem unde das heilige grap mitsampt dem ganezin heiligen lande 8 )- u. 780. Unde darnach alfs man schreib nach goddes geburt umbe 78ojare, du tzoch he widder uff die Sassen, unde do goben sich die Ostsassen zum glouben 9 ). Darnach czoch er in Westphalen unde gewan die staid genant der Berg unde verstörte den apgod genant Jupiter 10 ). Du gelobeten die Westsassen bie der Lippe, auch cristen zu werden 11 ). Da was der grosfse herezog Widdekynd von Westsassen adder Westphalen, der czoch zu felde geyn konnig Karolum, unde stredden vaste gegin ander. Zu eyner tzyt ging der herezog in eynfs armen beddelers gestalt in des konniges here, zu herfaren die wereke unde die geschiehte der cristen. Unde das was uff den guten fritag, unde bleib alfso heymelichen in dem here a) Stadtchr. Bl. 6' das auch lefsit. b) Alsus—legenden nachträglich zugefügt. *) Lupus Kap. 19; 20 S. 42 Z. 20—24; 21. '') Vinc. 24,170 Z. 5-f\ 8 ) Lupus praesul ciusdem oppidi (Buraburg); episcopus. 4 ) Lupus Kap. *<*l 24 S. 42 Z. 45-48. s ) Eigene Erfindung. ") Vgl. Lupus Kap. J* S. 43 Z. 1—4. 7 ) S. d. vor. Anmn. ' «) Bot. 64' Z. 7. ") /#'■ Eng. 1061 Z. 46f u. 39f. '«) Eigene Erfindung; gemeint ist Marsberg (Stadtberge). Vgl. Eng. 1062 Z. 29 f u. 39 f über Iburg. ") Vgl- &»9 4 1061 Z. 41. Landeschronik. 59 bifs uff den ostertag. Uff das letzste wart der herczog von des konniges diener eyme') herkant unde begreffen unde wart vor den konnig bracht. Alfso sprach Karolus: 'was hastu zu schaffen in myme here'? Der herczog- antwerte unde sprach: 'ich wulde in disfser heiligen tzyt herfaren die geschichte der cristen' 2 ). Der konnig sprach: 'was hastu dan gesehen'? Er antwerte: 'ich habe wunderwercke gesehin, das er dusfse vergangin tage so betrubick- lichin gelebet hat unde hude hat ir zumale eyn schone kynd gessen; ich sach *efs in menchin gar liplichen gaen unde auch in menchin *bi. 62«. gar streflichen unde tzornlichin gaen'. Unde bath den konnig, das er en uffneme zu dem heiligen cristenglouben 3 ). Des wart der konnig Karolus herfrauwet, unde larte den hertzog den rechten glouben, unde lifs en douffen unde wart sin petter. Alfs das nu das folck herkante, du lifsen sie sich alle douffen unde worden cristen. Defs lifs der konnig mench tusent Sassen füren in Francken unde so vil Francken widder in Sassen, uff das sie ewicklichin eyn 'olck weren unde cyntrechtig blebcn 4 ). Aber die Sassen in Engelant unde in Britanien die woren lange tzyt hirvor, bie namen me wan vor 150 jaren, cristen worden, alfs das der erwirdige Beda schribet ] n siner croniken, da er sprichet: Anglisaxones (das dudet die Sassen in Engelant) sint cristen wurden, alfs man schreib nach goddes geburth 596 jare 5 ). Auch sal nymanden befremmeden, 596. ob man lefset, wie das vormalfs die tzwene heiligen pristere ufs Engelant, eyner wifs unde der ander swarcz, genant die tzwene Ewaldi, haben in Westphalen den cristenglouben geprediget unde bekart 6 ): aber das lant was nicht alle bekart, unde derselben woren auch vele von dem glouben widder abegevallen; glicherwifse alfs Engelant auch me wan eynfs bekart ist wurden, unde auch Frifs- lant von sent Willibrordo, bisschoff zu Uttrich, vor sent Bonifacio bekart was 7 ), unde doch widder abegetredden. Derglichen findet m an nach mehe. Aber von dufs konniges getzyten ist Westphalen- 'ant bie dem rechten glouben bliben. Dusfser geschichte a ) schribet vile meister Diderich Engelhufsen a ) 8 ). Auch b ) eynteilfs in der Sassen croniken, die meister Hinrich Rofsla gemacht hat h ) 9 ). *Unde alfs *bi. bb. yorge Alten 10 ) von Nurenberg schribet in syner croniken, so woren dannoch etzliche in Westphalen, die den christenglouben dicke ver- 'ouckent hatten, ungeachtet er eydefsplicht. UfT das nu kunnig Karolus £ re vvidderspennickeid mit forchte der straffe stillen mochte, so satzste er ne yrneliche lichtere, den gab er gewalt, alfsbalde sie ymant, der gesvvorn Jinde widder syne plicht gethan adder sust eyniche missetad begangen nette"), denselben alfsbalde zu stroffen, an eyniche furheyfschung adder _, a ) geschichte—Engelhufsen auf einem von unten in das Blatt eingefügten ürsatzstück (1 Zeile). b ) Auch—hat auf dem Ersatzstück nachträglich «*- 9mgt (l Zeile). ') Eng. a quodam fistulatorc. 2 ) Eng. exercitnm videre et explorare y, eni - ») Unde bath etc. eigener Zusatz. 4 ) Eng. 1061 Z. 52, 1062 f- W—27, 1063 Z. 23 f. 5 ) Lampert 8 Z. 19—22 u. 38 f (Hucusque Beda). J Rol. 61' Z. lf. 7 ) Bol. 61' Z. 20-22. ») S. d. vor. Änmn. ) Gemeint sind die aus der Saxonia des Dietrich hange stammenden 7 Verse *™9- 1062 Z. 10—16 mit irrigem Citat Z. 9 Henrici Roslae versus. 10 ) Irrig statt AM. "j j£i cr ist bei Alt ausgefallen etwa: überkämen. (5o Landeschronik. beschirmung. Unde dartzu herwelet er dapper manne unde liebhebere des rechten, bie den man sich nicht vermutet, das sie die unschulligen ver- fulgen wurden. Unde alfs aber darnach erbare unde mittelmesigc manne dicke in den weiden an den stricken hangende gefunden wurden, da brachte sulchs den Westphelingen grosfsen schrecken, unde behilt sie alfso in dem rechten glouben. Dufs sint Gorgen Alten vvorte in siner croniken 1 ). Disscr kunnig Karolus hatte eync eliche gcmahcln, genant Hilgart. Darmidde hatte er dry sone, genant Ludewig, Pippin unde Karolus, dartzu dry tochtere, genant Rotrudis, Berga unde Gilla 2 ). Unde starp die kunnigynne Hilgart, alfs man schreib nach gots 783. geburt 783 jare 3 ). Darnach nam er eync ander frauwen, genant Fastradana adder Fastrada 3 ), die gebar eme czwo dochtcre 4 ). Dar- 786. nach alfs man schreib nach gots geburt 786, du starp der ertz- bisschoff sent Lullus 5 ), unde ist zu Hcrsfeld begraben 6 ). Du wart eyn ander bisschoff gekorn, der hyfs Richolffus 7 ). Darnach alfs 794- man schreib nach gots geburt 794, du starp die kunnigynne Fastradana 8 ), unde ist zu sent Alban bie Mentz begraben, unde das datum stehit metricc geschreben uff dem sareke: Fastradana pia, Karoli coniunx vocitata, Christo dileeta, iacet hoc sub marmore teeta *bi. 58'. *anno septingentesimo nonagesimo quarto, quem numerum metro claudere musa negat"). Unde alfs dusfser Karolus gar christlichen regirt hatte in Franck- rich 34 jar, du wart he Romsch keysere unde regirtc darnach 14 jare a ) in ). Nu hatte Constantinus der grosfse den keyserlichen stul vormalfs von Roma geyn Bisancie bracht, wilche stad er lifs widder buwen unde a ) nach syme namen heifsen Constantinopolis u ). Sulches hatte Constantinus gethan, darumbe das der babist mit synen geistlichen personen durch den keyserlichen hoff unde un- ruwe nicht gehindert wurden, sundern desto bafs unde geruvvelichcn goddes dinst in fridde follinbrengen mochten. Unde lifs dem bobistc Roma unde alle die lande darumbe gelegen ,2 ). Des brachte dusfser Karolus den keyserlichen stul widder geyn Roma ,3 ), unde herwarp von dem bobiste Leo dem III., wilcher dan eyn Tutscher was, bynamen des graven von Calwe bruder, von deme bobiste herwarp he mit folbord der Romere eme unde sinen erben das keyserthum ,4 ) ewielichen. Unde werfs sache, das sin gesiechte ufsstorbc, so sulten alle Tutsche fursten semptlichen eynen keyser unde kunnig kysen 15 ). Alfso quam das keyserthum von den Greken an die "lutschen 16 ). Want Karolus was eyn Tutscher; unde was geborn a) jare—unde auf Tektur (3 Zeilen). ') Buch der Chroniken {im Druck vollendet 1493 Bez. 23!) Bl. 284'—285; nach Enea dei Piccolomini, De Statu Europae. 2 ) Vinc. 25.25 Z. 9—tL'i die Söhne von G. umgestellt. *) Lampert 18 Z. 6. 4 ) Vinc. 25,25 Z. 11 f- ^ Lampert 18 Z. 7. H ) Aus eigener Kenntnis. 7 ) Lampert 18 Z. 7f (Hss. B). s ) Lampert 18 Z. 24 f. 9 ) Mainzer Nachrichten, s. Bibl. rer. Germ. Jaffa 3,715 Anm. ">) Bol 65 Z. 13 f. ") Florcs temp- 234 Z. 11; Eng. 1034 Z. 39. '*) Wohl eigener Zusatz. ,3 ) Flores temp. 234 Z. 12 f. u ) Bol. 64' Mitte u. Z. 13 v. u., 65 Z. lf. 16 ) Vff 1 Flores temp. 234 Z. 13. lß ) Bol. 65 Z. 1 (ad Francos), Landeschronik. 61 uff dem slosise zu Ingelnheym uff dem Ryne l ). Dusfse g-eschichte beschribct auch Hermannus in siner croniken 2 ). Der irste Tutsche keyser das was dusfser Karolus, ydoch so worin auch Grecksche keysere hirnach bifs uff keyser Otten ge- tzyten 3 ). Dusfser heilige Karolus, Romsch keyser unde kunnig zu Franckrich, buwete vile bischtliumc und monstere, alfs Ache 4 ), Osen- brucke, Monster, Padeborn, Halverstad, Verden, Mynden'), *Homb'org bie * B1 - Salcza, Kouffhungen, Esschewie 4 ), Karlfskirchen bie Gudenfsberg 6 ) unde sent Albanus berg bie Mentze, da machte er eyn cloister ") sent Benedictes orden. Auch buwete er so vil monstere, alfs buch- stebe sint in dem abc, unde gab ickelichem monster eynen namen nach eyme buchstabe. Des zu wortzeichin gab er ickelichem eynen gülden buchstab, der kostede hundert punt tornfse 8 ). Auch gab ^ r namen den landen unde hyfs dusfse Tutschin lande herwert Kynfs Orientalis Francia, das dudet Oistfranken, unde das lant gensyt Kynfs, das itzt Franckrich hcifsit, das hyfs er Occidentalis Francia, das dudet Westfrancken 9 ). Dufs schribet vile meister Diderich j^ngelhufsen >o). Dusfser Karolus hatte die sitte, das er zu tissche "s leisen die historien unde die geschichte der alten 1 '); darvon nam exempla, den gutin zu fulgen unde die bofsen zu versmehen l2 ). Alfs ma « das auch 1B ) lefsit in dem Spigel der historien an dem 25. buche in dem 1. capiteH 4 ). (Hir sal stehin, das Kouffhungen, Esschewe, Homburg unde K-arlfskirche gebuwet werden.)") Umbe dusfse geczyte starp herczog Ludewig der irste zu *bi. oringen unde zu Hessen 15 ), unde lifs eynen soen, genant Ludewig er ander, der regirte die lande nach sinfs Vaters dode. Alsus ietsit man in der Doringer croniken 16 ). . (Hir sal stehin herczog Ludewig der II. zu Doringen unde zu dessen mit syme wapen.)") Ludewig der II., herczog zu Doringen unde zu Hessen, lifs nach * BI - ' j^. me dode czwene sone, genant Ludewig der III. unde Curt der I. e czwene geprudere hatten das lant gemutschart, so das herczog cewig regirte in Doringen unde herczog Curt regirte in dem an de zu Hessen. In der Doringer croniken 17 ). ") Nicht ausgeführt. t\ T] . ') Eng. 1060 Z. 43. s ) S. d. vor. Arnim. 3 ) Eng. 1063 Z. 13. s ' a / m r- (Stolle 71, Urs. 1248). ") Eng. 1063 Z. 18 f. °) Eigener Zu- loitvj e Eurhkirche am Ftifs des Odenbergs, zwischen Gudensbcrg lind Besse, '^urkundlich zuerst 1290 erwähnt, s. ZHG. 2,281 ff. 7 ) Vgl. Successio £ Wog. 357 Z. 10 V. u. »j Eng. 1063 Z. 19—22. 9 ) Francia Occ. u. '■')' w U ' 1071 Z - 21f - ' 0) S - d - mr - Anmn - ") Vinc - - 25 " S Z 2 3 — ä5 - ) Wie oben S. 2 (131. 33). u ') 'auch' wohl wegen des eigenen Zusatzes auf 0 ') et °' U ) Viclmehr im 2 -' s - Änm - n - "") s - obe n S. 51 f. I0 ) Bis beid zweiten Ludewig eigene Erfindung, s. Anm. 17. 1T J Bis auf die l;l LlK ' e wig u. den Namen Curt eigene Erfindung. Die Thüringerchr. (Stolle 73, w *' 1249) sagt, unter Ks. Karl III sei ein Hz. in Thüringen u. Hessen ge- aefh namens Ludwig; ihm sei sein Sohn Ludwig, diesem sein Sohn Burkart (?>o7 r mit dem die herzöge ein Ende nahmen. Mit Curt I ist Graf Konrad ' Ij Lampert 32 Z. 4), der Vater Kg. Konrads, gemeint; G. kommt auf ihn. ™0M durch Königshofen {Kap. 2) 417 Z. 3—6 (Conrad, herzöge zuo Sahssen etc.), ' Z. 35f (herzöge Conrat von Hessen, des Conratz sun). Vgl. unten S. 64. 62 Landeschronik. (Hir sullen stehin 2 herczogen zu Doringen unde zu Hessen, herczog Ludewig der 111. unde herczog Curt der I., mit eren wapen.) a ) ös'. *Von keyser Karolus geschichten schribet Turpinus, Remensis archiepiscopus •), alsus, das keyser Karolus zu eyner lj ) tzyt tzoch mit grosfser macht, mit kunnigen, bisschoffcn, furstin, graveu unde hern in Hispanienlant widder die heyden 2 ). So worin etzliche, die hattin frauwen mit sieh gefurt. Darumbe wurden unfser 3 ) zu eyner tzyt 20 tusent herslagen 4 ). Man ensal keyne frauwen in den stryd brengen, want der kunnigk Darius unde Anthonius, die mit wibern zu stridde czogen, die wurden mit al erme folcke ermordet; Darius starp von Alexandro, Anthonius von Augusto. Dyt sint Turpinus worte in siner croniken 5 ). Hirufs sal man exempla nemcn. Man lefsit auch, alfs der keyser quam in Hispanien, da fant er kunnig Aygoland von Affriken mit grofscm folcke unde grofser macht der heyden*'). Die hattin erin pherden grofse hornere unde lange berte gemacht 7 ), darvon wurden der Christen pherde sere herschrocken, das sie nicht zu stride wulden, sunder erer eigen hern vile von sich worffen unde toit dretten 8 ). Da fant keyser Karolus die list, das sie c ) den pherden die oren stoppeten unde die augen wole verbunden. Unde quam selbers bie der heyden obberste banyr unde slug das nidder. Alfs das die heyden sahen, du flohen sie von dem felde, unde der keyser gewan den stryt 9 ) unde das lant darmidde 10 ). Hir bleib toit der eddel stareke Roland, der dem keyser glich was in stereke, unde was auch dufs keysers swesterson 11 ). Auch schribet der vorgenante ertzbisschoff Turpinus von keyser Karolus sterekede alsus, das er 12 ) mit syme grosfsen swerte eynen wol gewopeden man uff eyme pherde sittzenden hib er von syme houbete durch das harnesch unde durch das pherd 58. herabe mit eyme slage *an tzwey deyle. Auch nam er vier guter hubysen in sine hande zusammen unde streckede sie zu eyme male semptlichin adder zubrach sy. Eynen gewapeden ritter lifs er uff sine hant tredden unde hub en von der erden myt eymeufsgestrecketen arme gar lichtfertig uff in die hoe 13 ). Er lifs auch all sine kyndere, beyde, soene unde tochtere, lernen die sibben fryen konste, darnach musten die soene sich üben in dem harnesche unde die tochtere musten spynnen unde nehen unde stricken lernen, nach deme exempd defs keysers Octaviani 14 ), uff das sie durch den mussigkganck in der jogent nicht sonde plegeden unde gewoneten 16 ). Alfs man das lefset i» dem Spigel der historien an dem 25. buche in dem irsten capitel lfi )- ») Nicht ausgeführt. b) Ha. e yne. *) lh. er. ') T. R. a. citiert Vinc 25, 1 Z. 18. 2 ) Vinc. 25,6 Z. 36 f nach T. a.; zu 'mit kunnigen—hern' vgl. 25, 13 Z. 19 ff u. Hol. 65 Z. 6 f. :1 ) Eng. in exercitu nostro. «J Eng. 1064 Z. 50 f nach T. a. Ravenn. s ) Eng. 1064 Z. 52-o* mit Citat Haec ille. ") Vinc. 25.8 Z. 4-6; anders Eng. 1064 Z. 3 ff- 7 ) Eng. 1063 Z. 47 f- dagegen Vinc. 25,17 Z. 8—10 richtig nach Turpinus Kap- 1° venerunt ante singulos equos . . . pedites habentes larvas barbatas et cornutas. ») Vgl. Eng. 1063 Z. 48 f. «) Ena. Z. 40-52. '») Vgl. Eng. Z. &■ ») Vgl. Eng. Z. 46 f 32, 30 f. <») Hol. 65 Z. 20 f Refert T. arch., q"° d Carolus etc. 1I! J Vinc. 25,1 Z. 34-41 nach T. R. a.; Mol. 65 Z. 18—U v ' u. nach T. a., s. Anm. 12. •*) ß, ooen s. 14. ,6 ) Wortanleihe oben S. !*■ 10 ) Vinc. 25,1 Z. 44- 52; n. d. exempel etc. eigener Zusatz. Landeschronik. 63 Er begiftigete auch funff bisschthummc mit lant unde luden gar groifslichen undc herlichen, alfs das bisschthum zu Mentz, zu Trier, zu Collen, zu Salczburg unde zu Sedunen 1 ). Uff das letzste deylte er das rieh unde gab sime eldcsten soene, genant Ludewig, das keyserthum. Dem andern soenc, Pippin, gab er Tutschland unde dem dritten sone gab er Hispanienlant 2 ). Unde die tzwey teyle •ylen nach erfs vater dode widder uff keyfser Ludewigen, wante sine tzwene brudere krigeten widder en, so das er sie obberwan, unde eynfs bofsen dodes storben 3 ). Alfs man schreib nach goddes geburt 813 jare, du starp bisschoff Richolffus zu Mentz, unde 813. wart eyn ander gekoren, genant Haistolffus 4 ). Unde alfs keyser 1 ar °lus alt wart 72 jare, du starp er eynfs heiligen dodes, unde Uas geschach alfs man schreib nach goddes geburt umbe 815 jare, u. 815. un de ist zu Achc begraben 5 ). . Nach dem dode des heiligin keysers quam zum Romschin *m. s&\ iche sin ekleste soen, genant Ludewig der irste. Der stiftede das Rm lm zn Hamburg an der see, darnach das bischthum zu • llde nfsheym 6 ), alfs man schreib nach goddes geburt umbe 816 u.816. J re - Undc in demselben jare buwete er auch Corveya 7 ). Zu 816. n getzytin für ufs der erden in Doringin eyn grofs frafsem, lenger an 50 fusfse lang, 14 breyd unde 6 8 ) fusfse dicke, sunder mentsch- ne hulffe ubber 25 fusfse lang an eyne ander stedde; alfs man as le 'set in dem Spigel der historien an dem 25. buche in dem /. capitelö) Darnach alfs man schreib nach gots geburt 825 jare, 825. ü starp bisschoff Haistolffus zu Mentz, unde wart eyn ander ge- °ren, genant Oggarius 10 ). Der brachte die heiligen lichenam sent e veri, bisschofs zu Ravenna, unde siner husfrauwin, sent Vin- I encic > unde erer tochter, sent Innocencie, dusfse dry heyligen achte d er erezbisschoff Oggarius geyn Mentz uff sent Albans ^ er ? ). Darnach alfs man schreib nach gots geburt 836 jare, du 836. ente der vorgenante Oggarius den heiligen sent Severe vorters jjeyn Erffurt«). Darnach alfs man schreib nach gots geburt 828 828. e > du wart sent yj t g- e y n Corveya bracht unde sent Liborius Bit1! ^eborn 13 ). Darnach fyl ufs den wuleken hagel adder eyn a ^ e y's, das was 16 fusfse lang, 6 breyt unde 2 fusfse dicke. Bt Y re -^ ente e ^ s körn von der luft des hymmelfs, unde quam j ° s Pestilentzige w ). Alfs man schreib nach gots geburt 847 jare, 847. starp bisschoff Oggarius von Mentz, unde quam eyn ander an n ^ ne st aid, genant Rabanus, der was ein apt *zu Folda 15 ). Alfs *ni. 57. n schreib nach gots geburt umbe 850 jare, du was so groifs u. 850. A ^, Cr ' n "^utschlant, das der vater sinen eigen soen essen wulde. _^^u^zu der czyt hatte die stad Mencze groisfse anefechtunge von b\ R l ) Mol 65 Z. 8—7 v. u. 2 ) Hol 65 Z. 2—1 v. u. (ohne 'Pippin'). 0 l ; T 65 ' Z- 13 f. J ) Lampert 20 Z. 16 f (Hss. B). 6 ) Hol. 65 Z. 19 f La' l*f »Pert 20 Z. 19 richtig 814). ") Eng. 1065 Z. 43 f, 1066 Z. 10 f; „, ">Pert 20 Z. 20 f. 7 ) Eng. 1066 Z. 14 ff u. Lampert 22 Z. 11 richtig 822. low Eng. 1066 Z. 7; l'L (sesquipedale) Vinc. 9 ) Vinc. 25,27 Z. 3-7. a ' Aftopert 22 Z. 14—16 (Oggarius Hs. B 1 b). ») Mainzer Nachrichten, EZif sio e P- Mog. 357 Z. 5—3 v. u. ") Auctarium Lamperü, s. S. Petri y P' l <*f. Auct. Ekkehardi 28 Z. 42- U. ,s ) Eng. 1066 Z. 45 u. 1067 ' °- J - ,4 ) Hol. 66 Z. 6f, 3f, 7 f. '") Lampert 26 Z. 10 f. 6 4 LandeschroniU. dem bofsen geiste, want er ginck uffenberlicbin unde sichtiglichen in der staid, unde entzondite die hufse mit füre, unde warff die paffen mit steynen, unde deth en dry jar lang so vil verdriesfscs, das mench mentsche enweg floch. Alfs man dusfse vorgeschrebin geschichte lefsit in dem Fasciculo 1 ). Auch was zu den getzytcn eyn babist zu Roma, der nante sich Johannes ufs Engelaut, unde was doch ufs der staid Mencze an dem Ryne geborn, unde er was eyn wyp unde hatte manfs- kledere ane, unde was so wole geleret in der heiligin schritt, das man zu der tzyt kume sinenglichcn erfant. Hirumbe so wart er zu eyme bobiste gekorn, unde regirtc bie drittehalp jar 2 ). Aber so die wirdickeyt eyner frauwin nicht eigent adder geport, hirumbe wart er von godde gcploget, wante alfs er zu eyner tzyt ging in der procession, du geberte er eyn kynt vor allem foleke, unde er starp in der geburt 3 ). Du riff der tufcl in der luft 4 ) dufs metrum: papa, pater patrum, peperit papissa puellam 5 ); das dudet, der bobist, der da ist eyne bobistynne unde eyn vater aller vetere, der hat geberet eyne tochter. Dusser verfs hat eyn ickelich wort vorn an 856. den buchstap p. Alfs man schreib nach gots geburt 856 jare, du starp bisschof Rabanus von Mentz, unde quam eyner an syne stad, 863. genant Karolus. Unde alfs man schreib darnach 863 jare, du starp *bi. 57'. bisschof Karolus *von Mentze, unde quam eyner an sine staid, genant bisschoff Luthbernus 6 ). Bie dusfsen getzyten regirte in dusfsen landen herezog Luippolt unde herezog Burekart zu Dornigen unde zu Hessen, unde darnach herezog Curt der ander 7 ). (Hir sullen stehin 3 herezogen zu Doringen unde zu Hessen mit iren wapen, hertzog Luippold, hertzog Burckard unde hertzog Curt der II.)») *bi. 58. *Umbe die getzyte alfs man schreib nach goddes geburt u. 870. 870 jare, du stifte keifser Ludewig der ander das erezbischthum z u Bremen, unde gab darunder das bischthum zu Hamburg, das du v verdiiget was durch die Denen, unde vormalfs under Collen gewest was 8 ). Darnach alfs keyfser Karolus der ander, genant calvus, das dudet der kale, das Romsche rieh inne hatte 9 ), du hatten sich zusammen geworffen die Normanne, Denen, Wende, auch etzliche Gothen unde Frifseni°) unde ander buberye, die nymandes schonetin, sundern sie verdilgetin vil lande unde menche stolcze stad, mit ») Ausgeführt; im Bild: Luippold; Burckard; Curt der II. ') Hol. 66' Z. 4—7; das mench mentsche enweg floch irrig für qui (sacC' dotes) . . . daemones fugabant. 2 j unde-jar nicht bei liol., dagegen hei KönUß- hofen (Kap. 3) 542 Z. 15 (27. jor u. 5 wuchen). Eng. 1065 Z. 32 annos 5- >) Eol. 66 Z. 12-ü u. 4-3 v. u. «) Eng. 1065 Z 32. ") Eng. 10 bö Z. 33 f (u. Flores ternp. 243 Z. 48) anders: papa, pater patrum, papisse P*™*", partum. 6 ) Lampert 26 Z. 23 f; 28 Z. 11 f (Hss. B 1 Luttbertus, P = B 1 ,, Luitpernus). 7 j Burekart in der Thürinqerchr. (Stolle 73, Urs. 124% aw , letzter Herzog, s. oben S. 61 Anm. 17. Auf Luippolt kommt G. durch Lamper 32 Z. 9 Liutboldus (Luitboldus) dux, vgl. unten Bl. 5ff ; auf Curt II durch Köntg^ 417 Z. 35 herzöge Conrat von Hessen, vgl. oben Bl. 55, unten Bl. 62'. Jene Luitpold war aber Hz. v. Bayern. 8 ) Eng. 1067 Z. 40-51 {ohne Ja'"' Bremen vormals unter Köln). 9 ) Hol. 67 Z. 9—11. '") Eng. Saxone s> Landeschronik. ßt namen Ludeke, Mastrick, Uttrich, Collen, Bonna, Mentze, Trire 1 ) unde Ache, da machtin sie eynen pherdestal ufs unfser liebin frau- win monster. Sie verbrantin auch sent Mertinfs monster zu Turone, sie verdilgeten Gint unde Parifs unde alle die lande darumbe. Widder die streyd dusfser keyser, unde machte zuletzt mit en eynen firidde, so das er sine tochter, genant Gilla, die gab er erme konnige, genant Rollo, zu der ee. So wart der Normanne konnig Rollo getouft unde Pepartus 2 ) genant 3 ). Alfs man schreib nach gots geburten S75 4 ), du buvvete dusfser keyser Karolus 11 ) eyne stad in Francken, 875. genant Karlstad nach syme namen. Derselbe keyser hatte eynen bruder 6 ), " er hifs Ludewig, dem wart nach synfs vaterfs dode zu teyle das lant tzusschin dem Ryne unde der Eiben 7 ). Unde alfs man lefsit in dem S Pigel der historien an deme 25. buche in dem 40. 41. unde 42. capitelen, so wart er geheifsen rex Germanie 8 ), das dudet eyn konnig Von Tutschlant. Wante alle herezogen unde herren in demselbin Jande die worin under dem konnige gesessen. Derselbe konnig buwete auch etzliche slosfse unde *vesten in den landen, uff dafs er *bi. s». er herren in syme riche desto mechtiger were'J. Defs buwete er j^ch in Doringen eyn slos, genant Jecheburg, uff das er in Doringer- ände auch eyne wonunge hette. Unde das muste der herezog von oringen gescheen lafsfsen, wante er under eme gesessen was. «nde buwete uff das slos eyne kyrehin in unfser liebin frauwen ere 10 ). darnach quam an das Romsche rieh keyser Karolus der dritte, genant grossus«), das dudet der grobe. Bie dufs keysers getzyten 4uam uff unde herhub sich das unreyne folck genant Ungarn, die quamen von fernen landen, mit namen ufs dem lande genant Si- cilia, geensyt Norwegen 12 ), in das lant Pannonia, durch hulffe konnig Arnulp} lus von Franckrich. Dieselbin Ungarn asfsen ro mentschin- neischi3) ) unde druncken mentschinblut, glicherwifse alfs vor altin jaren die Macedones, Phalangi, Petrioli adder Sassen gethan hatten, u n das sie all die werlde herschreckeden"). Dyt bofse folck vergib die Huncn adder Avares ufs Pannonienlande, unde sie satzstin s,c h darin mit gewalt. In") cronico Hermanni a ) 1B ). Darnach alfs ma n schreib nach godes geburt 890 jare, du starp bisschoff Luth- 890. e rnus von Mentz, unde quam eyn ander an sine stad, der hifs mderoldus. Der wart in dem jare hirnehist erslagen von den un- a ) In c° Hermanni am Bande nachgetragen. , p ') Eng. Thungrim. Leodium, Traiectum, Coloniam, Treberim, Methim. tJ Sn 9- Gotfridus. 8 ) Eng. 1068 Z. 3—10; doch vgl. d. vor. Anmn. *) Casseler £«• der Thür. >878\ Schlorffs Hs. u. Urs. '891\ Stolle 0. J. 5 ) Thür.: f-«n III. 6) Thür.: Karl d. Gr. hatte einen Sohn; Hol. 67 Z. 11 f: Karl II *«M« einen Bruder. ') Thür. (Stolle 73 u. 72, Urs. 1249 u. 1248). ') Vinc. >\a, Z - 7l > 41 Z. 24 42 Z. 20 rex Germanorum; Bol. 67 Z. 12 f rex Germaniae. J 00 legt sieh G. die Angabe der Thür. (Stolle 73, Urs. 1249) zurecht, Ks. Karl III (!) ^ a Me Könige in Deutschen Landen abgesetzt und Herzöge aus ihnen gemacht, ttl ,, a/ * er Meine ein König wäre. Vgl. oben S. 61 Anm. 17. >0 ) Thür. Wolle 72, Urs. 1248 f) ") Bol. 67' Z. 9 f u. 13. 15 ) Bol. a Sicilia.. " «ncematis propulsa 13 ) Vorlagen: rohes Fleuch. ") S. oben 8. 5 ™- Anm. u M , 12, S. 8 m. Anm. 5. ") Bol. 6T Z. 1-3; Eng. 1069 "• ™fu. 19 f; Flores temp. 235 Z. 33 f. 66 Landeschronik. gloubigen in eyme stryde bie Mentze. Darnach quam zum bisch- thum eyner, genant Hayto 1 ). 891. Alfs man schreib nach goddes geburden 891, du wart "der vorgeschreben Arnulphus ein Romsch keyser. Dem halff god, das he die vorgenanten Normanne, Denen, Wende unde ander un- gloubigen allerdingc uwerwan, die dan vil jare die lande verwüstet »bi. 59. hatten, unde erslug er hundertmal tusent *toid. Des herhub er sich unde danckede nicht godde der ere, alfs er solde. Auch ensach er nicht wole zu den kyrchin unde stifften, die sine aldern gebuwet hatten, unde hanthabete nicht goddes dinst darinne, sundern efs ging bublichen zu, so das die kyrchin verdorben. Darzu was er der irste, der die Ungarn in das lant brochte unde in sinen stryden middehatte, von wuchern bofseme folcke hirnehist un- gemach unde bedrupnisfse quam uwer al die werlde. Hirumbe frasfsen en die lufse; unde alle ertze, doctores, meistere unde syn gantze rieh mochten defs nicht geweren, sondern die lufse verezeerten en, das er starp 2 ). Wante er hatte sich versündiget geyn god, unde alfs er sich duchte, nymants suldc ubber en herrsschin, hirumbe wart er gegebin der allerunendelichsten, ver- smeden unde kleynen creatur, den lufsen, die ubber en hersschten, unde worin mechtiger, dan er was. Hirufs magk man mireken, das eyn ickelicher furste sal mit zusehen, das der goddesdinst in synen landen uffrichtig, godlich unde czemelich gehalten werde. Auch werfs sache, das eyn furste eynen stryd gewunne adder andere grosfse dinck vollenbrachte, defs ensulde er sich nicht herhebin, sundern er sulde des godde dancken unde sich oetmudigen. Wante unlser herre Cristus sprichet in dem evangelio Luce an deme 18. capitel alsus: omnis qui se exaltat, humiliabitur, et qui se humiliat, ex- altabitur*); das ist zu tutsche gesprochin alsus: wer der hoffart plegen wyl, der wirt hernyddert ane tzyl, unde wer sich oetmudiget durch god, der wirt herhaben hie unde dord. *bi. 59'. *Alfs man schreib nach goddes geburt 902, du was eyn 902. herezog zu Sassen, der hyfs Ludolff, der lifs na sime dode drye sone; eyner hifs Bruno, der buwete die stad Brunswig unde hifs sie nach sime namen 4 ); der ander son hifs Tanquard; der dritte hifs Otto. Alfso wart herezog Bruno unde sin gesiechte vorters gf- heyfsen herezogen zu Brunswig, unde die andern beilüden erin alden namen herezogen zu Sassen. Alsus") schribet meister Diderich Engelhufsen") 5 ). Darnach alfs die Ungarn vernamen, das Doringerlant unde Hessen mit andern landen den Hünen vor jaren etzliche tzinfse a) Alsus—Engelhufsen nachträglich zugefügt. ») Lampert 30 Z. 10 f u. 12 f; Thür. (Urs. 1249). 2 ) Eng. 10f Z. 12—18; Eol. 68 Z. 11-13. ») Luc. 18,14. *) So Thür. (Urs. 12W>< Eng. a quo civitas Br. nomen habet. <■) Eng. 1070 Z. 1-4 (o. J".)> alfs0 etc. eigener Zutat». Landeschionik. 67 unde jargulde hetten gegebin 1 ), so furderten sie uff eyn nuwes sulche tzinfse an der Hünen stedde. Aber die fursten unde die lande sattzstin sich darwidder. Defs besammetin sich die Ungarn mi t grosfser gewalt, unde alfs man schreib nach goddes geburden 908 jare, du tzogen sie in Doringen mit grosfser herecraft, unde 908. verherten das lant unde doden unsprechlichen groisfsen verderp- uchen schaden. Des besammete sich herczog Luippolt zu Doringen mit synen frunden, so er bestes mochte, uncle tzoch geyn sie unde streyd mit en, unde gewan den stryd, aber herczog Luippolt wart toit geslagen, ydoch so dreben die cristen sie mit gewalt widder u 's dem lande. Von") dusfser geschieht findet man in cronica Lam- perti Leodicensis 2 ). Auch in der croniken Hermanni") 3 ). *(Hir sal stehin, wie herczog Luippold von Doringen unde *bi. eo. v °n Hessen stridet mit den ungloubigen unde Ungarn; unde wie er ° en stryd gewynnet, aber er wird toit geslagen.) b ) *Zu den getzyten wafs eyn erezbisschoff zu Mentz, genant *bi. 60 1 . iayto«), eyn gruntbofser schalk 5 ), der verrith eynen graven, ge- ant Adelbert von Oisterrich 6 ), der dan was von dem eddeln s ^mme der herezogen zu Sassen unde zu Brunswig 7 ). Unde ver- 1 n en in sulcher wifse. Der Romsche keifser Ludewig der dritte, er dan was defs vorgeschrebin keifsers Arnulphus soen, unde a s auch der letzste keifser von dem stamme defs groifsen keifsers ^ ro " 8 ), dusfser keyser Ludewig was vigent des vorgenanten graven ^delberts, unde enkunde eme nichtfs gethun. So sprach bisschoff Hayto zu dem keyser: 'ich wil en uch brengen; seet, das ir en aldet '- Unde reyd zu dem graven in sin slos zu Babinborg unde s Prach: 'efs tzemet sich den geistlichen, das sie krige unde phede su ncn sullen unde alletzyt nach fridde werben unde dencken; hir- " mbe so kumme ich itzunt von dem keyser unde han dir eyne juntschaff unde sune gemacht; sundern ryd mit mir zu eme, das j e ^ fr \dde vollingee unde bestediget werde; ich swere unde ge- obe dir, das ich dich gesont unde phelig wil hir widder in dyn °'s brengin mit allen dinen dienern'. Daruff reyte sich der grave, !t eme zu rydende. Des morgens alfs sie ryden wulden, du ^Prach grave Adelbert: 'herrc zu Mentz, ich rade, das wir etzwas ssen'. D er bisschoff sprach, ir wulde fasten. Alfs sie nu von ^ ei burck enweck quemen, du sprach der bisschoff: 'o was der ■cke bidden mufs, der nicht zun tzyten nymmet, was eme geboden lr 2). Dartzu gewan sie eyne |°chter, genant auch Gisila, die junge; disfse Gisila hatte zur ee Keyser Curt von Franckenland i:i ). Von disfser Gisila ist geschreben asus: de Carolo magno processit Gisila prudens 1 »)"). (Hir sal stehin, wie herezog Burckard von Doringen unde VOn Hessen stridet mit den Ungarn unde gewynnet den strid, Sl mdern er wirt toit geslagen mit dem hern von Oisterrich.) 6 ) "Alfs nu herezog Luippolt unde herezog Burekart an libes- «m. 62'. erben verfaren woren, indes starp auch keyser Ludewig 15 ) der dritte, fei«]. ° nu keyn erbe von konnig Karolus stamme mee was, du quamen _J^"tsche fursten zusammen, unde koren herezog Curt zu Doringen am v ^ Das 0 anze Stück In-sal nachträglich zugefügt; vgl Anm. d. b ) v. O. Pn 1 nde nachgetragen. <•) Hs. Stauffan. ") Das ganze Stück Die — ae ns a u veränderter Text auf Tektur; vgl. Anm. a. e ) Ausgeführt. ]1V ') Thür. (Stolle 73f. Urs. 1249). 2 ) Eng. 1070 Z. 28f w. 33 f; * nres temp. 236 Z. 6 f. 3 ) Eng. 1070 Z. 30-32. *) 8. Anm. 1. 417 V "'■ 2 "• 3 - ") s - Anm - 2 - 7) Lam P ert 32 z - 16 ( rex ) ; Konl 0 sh - 8v n r- 3 1 f (keyser, wie unten); '912' beide. 8 ) Königsh. one libeserben ; ma /f 8 - 67 der letzstc keifser ' ,0 ) Dieselben Angaben 'lifs keyne — magni «c« q späte) . in der ■ R egenlcntafcl Bl. 13 statt von Ludwig dem Kind von läfan 9 IV ' Köni U zu Frankreich und Fürst zu AquÜanierf. ") In der Bgttf. sinn j diese wunderlichen genealogischen BeJiauptungen wieder fallen und sagt '," "essen, Ludwig v. Frankreich (s. oben Anm. 10) «. Bianca v. England hatten [w« Töchter gcfiabt, Gisila, Gemahlin Kg. Konrads II, und deren Schwester. ' Arnulfo, d uc i Suevorum, nupta fuit et ex eo geminos peperit, Ernestum seil. " "ermannum sagt Gotfrid v. Viterbo, Pantheon, MG. SS. 22, 241 Z. 44 f von nsila de genere Carolorum, der neptis Ks. Heinrichs IL in ) Gotfrid o.a. O. n,$ J u lelmehr > d ™s die obige Gisila in zweiter Elie mit Kg. Konrad Uj>fZ '«'*« war. N ur diese Ehe gibt G. an für die eine Gisila, die er in der Bgttf. d V lnt , 8. Anm. U. <«) In der Bgttf. citiert hier G. aus Gotfridus de Viterbia e beiden Verse quando post deeimam numeratur Iinea quarta, de Karolo etc., '' Gotfrid a. a . 0. Z. 42 f. lt ) Vgl. Anm. 7. jO Landeschronik. unde Hessen zu eyme Romschen konnige : ). Wiewole nu das gantze Tutsche lant zu den getzytin hifs in das gemeyne allefs Franck- rich, ufsgescheyden Swoben, Beyern, Sassen unde Frifsen, alfs man das in velen croniken lefset 2 ), ydoch so hatten die lande ickelichs darbie sinen eigen besundern namen, alfs Elsasfs, Rynstroym 8 ), Hessen, Buchen, Doringen, Misfsen unde derglichen. Hirumbe sal nymant sich erren, ob man irgen beschrebin fonde, das dusfser irste konnig Curt sie ein hcrczog gewest in Franckrich adder in Francken in das gemeyne 4 ): aber insundcrheyd was er eyn herczog zu Doringin unde Hessen; alfs man das auch lefset in der croniken von Straifsburg an dem andern capitel 5 ). Dusfser konnig Curt hatte vormalfs regiret alleyne in Hessen 5 ), nach der mutschare bie herczog Burekarts leben 6 ), unde alfs er konnig gekoren wart, du hatte er groifse phede mit herczog Hinriche von Sassen umbe den toit graven Adelberts vorgenant, unde die Sassen begingen in dusfser phede alfso groifsen mord, das man schreib unde sprach, wo die groisfse helle were, dar so vil lüde künden in kommen. Alsus schribet Honorius 7 ). Unde alfs dusfser konnig Curt fulte, das er sterben wurde, du verbotte er vor sich die fursten unde ryd en zu selickeyd des keyserthumps, das sie nach syme dode koren synen vigent, herezogen Hinrichin zu Sassen, wante eme enkunde in Tutscheme lande nymants widderstehin. Auch so wurde alfsdan die phede *bi. 68. gesunet 8 ). Unde alfs konnig Curt * 7 jare regiret hatte das Romschc rieh 9 ), unde keyne libefserben lifs 10 ), du gab er die lande beyde, Doringen unde Hessen, an das Romsche rieh 11 ). Unde er starp, alfs 919. man schreib nach goddes geburt 919 jare 12 ), unde ligget zu Fulda begraben 13 ). Unde alsus hat das herezogthum zu Doringen unde Hessen gestanden vilna 200 jare 14 ). Dufs a ) schribet eynteilfs Dide- rich Engelhufsen 1B ), unde auch Hermannus in siner croniken") 1fi ). (Hir sal stehin herczog Curt zu Doringen unde zu Hessen alfs eyn Romscher konnig.) h ) *bi. 63'. *Nach dem wifsen rade defs vorgeschrebin konnigis so wart gekoren herczog Hinrich zu Sassen, der sich nennet von Brunswick. Dusser konnig finck gerne fogele, darumbe wart er geheifsen Hinrich fogeler 17 ). Unde er hatte zu der ee die heiligen frauwen Mechtild, herezogen Diderichs tochter von Westphalen, unde hatte mit er dry sone. Der irste hifs Otto, der wart nach eme Romsch keifser in alle der cristenheyt. Der ander soen hifs Hinrich, der wart eyn herczog in Beyern c ). Der dritte hifs Bruno, der wart ein a)Dufs— croniken nacMräglich zugefügt. ^Ausgeführt. r ) Hs. Beyer. ') Königsh. 417 f Z. 31 ff. 2 ) Vgl. Königsh. (Kap. 4) 623 f Z. 25 ff alle Dütschen sint eigentliche Franken genant one Swobe, Peygcr, Sahssen, Thüringer und Friesen. '') Vgl Königsh. 624 Z. 18 f. 4 ) Vgl z. B. Eng. 1071 Z. 11 dux Francorum. 5 ) Nur 'von Hessen' Königsh. [Kap. 2) 417 Z. 35, 418 Z. 8. 8 ) Eigene Erfindung. ') Eng. 1071 Z. 18-20 [nach Honorius = Ann. Palidenses]. «) Königsh. 418 Z. 5 u. 21—24; Eng. 1071 Z. 30-34 u. 38-40. ") Eng. 1071 Z. 30. '") Flores temp. 236 Z. 9f ") Vgl. oben S. 3 f. ") Lampert 32 Z. 24. ") Flores temp. 236 Z-10 f u ) Vgl. oben S. 3 f. Als Anfangstermin für die annähernd 200 Jahre ergibt sich aber frühestens 'etwa 730', s. oben S. 51 Anm. 9. IS ) S. Anm. 7—9. '") .S'. Anm. 10 u. 13. ") Eng. 1071 Z. 53 f faueeps). Landeschronik. 7» bisschoff zu Collen 1 ). Derselbe bisschoff gab darnach das lant zu Westphalen (das uff en unde sine brudere erstorben was) das gab er an das bisschthum zu Collen 2 ). Zuletzst wart dusfser Bruno eyn babist zu Roma, unde wart genant Greg-orius der fünfte, alfs man hirnehist findet 3 ). Unde er wart heylig 4 ). Alfs man schreib nach gods geburt 924 jare, du starp bisschoff Herigerus von Mentze, 9^4- unde quam eyn ander an syne staid, genant Hildebertus, der") was e yn apt zu Fulda*) 5 ). Nach gots geburt alfs man schreib 933 jare, fordertin die Ungarn 933- aber die tzinfse ufs Doringerlande"), die sie dan vormalfs dicke gefordert hattin unde auch von vil Tutschen landen lange tzyt "ffgenummen hatten. Du sammede dusfser konnig Hinrich alle Tutschen fursten unde fragede eren raid. So ryden etzliche, man sulde den Ungarn den tzinfs mit fridde senden. Du sprach der konnig: 'efs ist gar unbilche, das cristenlude suln der hunde knechte s yn; ich rade, das wir unfsern hern god zu hulffe nemen unde vv 'erin unfs des unrechten'. Dyt gefyl den hern wole, unde gelobetin eme, sie wulden alle bie eme bliben in den toit. Du lifs er eyme kortzen fetten hunde die oren unde den tzagel abesnyden, unde ur te en zu der Ungarn boden, die dar woren, den tzinfs zu holen, unde "sprach: 'brenget den tzinfs unde schattz uwerme konnige, *bi. 64. unde saget eme, das er von unfs cristen anders keynen tzinfs vorterfs mee haben sulle'. Alfs die Ungarn dusfse mere vernamen, du wurden sie grymmick ubber alle die cristenheyt, unde sammeden Slc h, unde tzogen usfs an czween herren mit gantzer macht, der quam eynfs durch Bohemen, durch Misfsen 7 ) in Doringerlant, das ander quam durch Prusfsen zu der marck in Sassenlant, unde ickelich here hatte bie funffezig tusent wopener, busfsen ander olek. Konnig Hinrich sammede sich auch mit den fursten, so er bestis mochte, aber dieselbin blebin wenig bie eme. Du sprach er konnig: 'gedencket, liebin frunde, das defs strides gewyn adder Verlust hanget nit an grofseme fuleke, sunder an godlicher gnade; g°d mag S y n fcieyne f 0 i c k wo i beschirmen vor dem grofsen Un gloubigeme here; hirumbe so stehit menlichen durch goddes ere unde uwer eygen unde uwer kynderc selikeyt, unde gedencket, as g 0( j dusfses evn Sache ist. he wil auch des ein loen syn'. Alsu s wurden sie alle kune zu stryde. In der nacht alfs sie des m °rgenfs zutzougen, du fyl eyn godlich duster nebel, darinne zogen die cristen uff die heyden, alfs sie nach in erer ruwe lagen, nde herferten sie mil deine geschrey, unde fylen zu en in unde nerslugen ir vil toit; wer da geflihen künde, der flo 8 ). Alfsus wurden sie fluchtig uff eynen berck bie Sunderfshufsin^). Du dufs a ) der—Fulda nachträglich zugefügt. , *) Mol. 69 Z. 18—21; Eng. 1072 Z. lf, 1073 Z. 51—53, 1074 Z. 36. 1 ml. 63 Z 1 v. u. ») Unten Bl. 73'. lieber die Entstehung dieses Irr- iT^ *• das - ") Hol 69 Z. 21, 69' Z. 3 0. u. ") Lampert 32 Z. 26—28 »fbas Fuldensis Hss. B 1). 9 ) Thür. (Stolle 75, Urs. 1250). T ) E*9- P er , r "l s Bavariae et Franconiae. 8 ) Eng. 1072 Z. 21—38. 8 ) Nach Eng. • <*& Thür. hatten sie vor der Schlacht Jechaburg (bei Sondershausen, Eng. ' Jr °Pe Northusen) belagert, 72 Landeschronik. das ander here vernam, du floen sie auch. Do fiügede konnig Hin- rich mit den cristen, unde jageden sie bifs geyn Bemeborck, da herslugen sie erer vil mee, so das er bie hundertmal tusent toit blebin 1 )- Dusfser historien beschribet vile meister Diderich Engel- hufsen 2 ). *bi. 6t'. *(Hir sal stehin, wie konnig- Hinrich der I. sendet den Ungarn eynen verschantin hont, dem die oren unde czagel abgesnedin sint; unde wie er mit en stridet unde gewynnet den stryd, unde verjaget sie widder ufs dem lande.)*) *bi. es. 'Darnach czoch dusfser keyser in Dennemarck unde betzwanck den konnig darselbis, den sie hisfsen durch siner grymmickeyt willen Worm. He beezwanck auch die Wende unde die Bohemen, das sie eme gelobetin, cristen zu werden 3 ). Unde des bekarte sich der herezog zu Bohemen, genant Siptineus, unde darmidde das gantzc lant zu Bohemen. Dusfser herezog Siptineus hatte tzwene soenc, eyner hifs Boleslaus, der was eyn bofser tyranne, want er herslug synen eigen bruder, genant sent Wentzeslaus 4 ). Auch was zu den getzyten eyn bobist zu Roma, genant Stephanus der achteste, der was auch ufs Tutschem lande von Tutscher tzongin geborn, unde er wart von den Romern erwürget 5 ). Dusfser konnig Hinrich buwete die stedde Quiddelingenborck, Wenghufsen unde Gofslar"), unde anders vil stedde in der cristenheyt, die die Ung-arn verstoret hatten, unde sunderlichin die keyserlichen staid Basel, die er auch grofslichen begiftigete Auch buwete er in Tutschin landen bober 20 monster der werntlichen dumfrauwen, des sulde Quiddelingenborck das hogeste syn 7 ). Unde sine eliche gemahel, die konnigynne frauw Mechtild, stifte die aptye zu Polde, unde darzu die jungfrauwin zu Northufsen zum heiligen crutze, das nu die cappellane ire jung- frauwen ufsgetrebin haben, unde sint dar canonici sanete crucis 8 )- Unde alfs dusfser konnig 40 jar alt wart, unde strengeklichin das Romsche rieh beschirmet hatte unde gutin fridde gemacht hatte, du tzoch er durch ynnickeyt geyn Roma, unde starp underwegin 9 )- 935. Unde das geschach nach goddes geburt alfs man schreib 935 jare 10 )- Defs wart sin lichenam widder gefurt zu Quiddelingenburgk in sent *bi. es'. Peters monster, das er gestiftet hatte "), unde ligget *dar begraben 936. Alfs man schreib nach goddes geburt 936 jare, du verbrante sent Bonifacius monster zu Fulda 12 ). Darnach alfs man schreib nach 938. goddes geburt 938 jare, du starp bisschoff Hildebert von Mentze, unde quam eyner an syne staid, genant Friderich'»). Dufs") beschribet meistenteyl Diderich Engelhufsen b ) u ). (Hir sal stehin konnig Hinrich der I., herezog zu Sassen.)*) ») Ausgeführt. bj Dufs—Engclhufsen nachträglich zugefügt. <) Thür. (Stolle 75, Urs. 1350). J ) S. d. vor. Aman. *) Eng. 10l 3 Z. 14-17. *) Hol. 69 Z. 11-10 v. u. ») Eng. 1074 Z. 28 f, aber mutilans (ebenso Hol. 69' Z. 20 v. u.). ») Thür. (Stolle 76, Urs. 1250). 7 ) # M #: 1073 Z. 12—14, 1072 Z 13-15 n. 20 f. ») Thür. {Stolle 76, Urs. 1250) mit Alheit; Eng. 1072 Z. 2—4 (iam mutatum est in canonicos seculares). ") Eng- 1073 Z 47-50; aber in Remele (Memeleve) "1 Lampert 34 Z. Wt- ") Eng. 1073 Z. 50. "j Lampert 34 Z. 16 f. '") Lampert 34 Z. 20-23. ") S. d. vor. Anmn. Landeschronik. 73 *Otto, hertzog zu Sassen, underczoch sich des richs nach dem *bi. 66. dode sinfs vaterfs, keyser Hinrichs vorgenant. Unde er nam eyn w yP> genant Edich l ), die was konnig Etmunds tochter ufs Engelant, m 't der hatte he eynen soen, genant Ludolff 2 ), der wart nach eme e yn hertzog zu Sassen 3 ). Dusfse frauwe Edich die was zurnale barmhertzig, unde gab gerne durch god armen luden die almufse. Das verboth er der herre. Zu eyner tzyt, alfs die furstynne uff eyn groifs fest ere besten kledere anhatte unde zu der kirchen ging, du machte sich der herre in bofsin kledern heymelichin in den weck alfs eyn beddeler unde bath die almufse. Sie sprach, efs hotte er er herre verbotin. He sprach: 'ich byn eyn elende verdorben mentsche, unde ist das irstemal, das ich uch bidde, darumbe enfuget sich nicht, das ir an dusfsem grofsin festa mich lafset un- getroistet'. Sie sprach: 'ich enhabe hy anderfs nicht wen myne «ledere'. He hilt sie bie dem ermein harte unde sprach: 'o wie Wole hulffe dusfser eynem armen mentschin'. Du lifs sie eme den "mein abesnyden, unde ging vorterfs zu der kirchen, unde behüte . en stump under erme mantel, bifs sie widder heym quam, do deth f' e ar >der kledere ane. So sprach der herre vor sinen dienern: rauwe, efs ist hude groifs fest, ir sullet uwern besten rock an- aben'. Sie wegerte unde czoch vor, dywile sie konde. Zuletzstin u e s io syn muste, du befail sie sich godde unde siner werden muter Marien unde czoch den rock mit den abgesnydden ermein ane > unde ging mit grofsen angesten unde sorgen vor den hern. J-^de alfs sie dar quam, du was der rock gantz, alfs he vor gewest 7' as - Du das der herre sach, du wifste he er unde al dem folcke Q en ermcln, den sie eme alfs eyme beddeler gegebin hatte. Unde £ a b er du "orlop zu gebende unde zu dunde, was sie wulde. Alsus m. es'. scnnbet meister Diderich Engelhufsin 4 ). [Hir sal stehin keyfser Otto der I. mit syme wopen.) a ) » _ Bie dusfsen getzyten was eyn mechtig Romer, genant »bi. 6t. l bericus, der satzste synen soen, genant Octavian, durch syne Ig walt zu eyme bobiste; derselbe bobist nante sich Johannes der XII. „ er g' ln g mit hunden umbe unde was eyn jeger, darzu was er si h t yn unkuscrier mentsche, so das er uffenberliche frauwen bie anH e - Hirumbe satzste en keyser Otto abe, unde satzste eynen ern hobest, genant Leo der VIII. Dargeyn satzstin die Romere ]Z nen and ern bobist, genant Benedictus der V. Das rechte der g yser unde finck den Benedictum, und fürte en mit sich in ^ssenlant geyn Hamborg, dar starp er in dem elende. Du geboit o. , lst Leo, vorgenant, unde satzste, das vortmer keyn bobist du u e " Sulde werd en busfsen des keysers willen. Das geschach an*? der Romere bofsheit willen, die'dan io ere frunde brachtin sti b °bisthum. Darnach wart Johannes der XIII. bobist, den ^isen die Romere abe unde satzstin eynen andern bobist, genant -BZ 2/i Unausgeführt, wie alle folgenden Bildvorschriften des bis ■ ^W reichenden 1. Teiles der Chronik. 419 7\ En 9- Edith. ») Eng. 1074 Z. 49. a ) Vgl. Königsh. (Kap. 2) * s - ") Eng. 1076 Z. 7—18. 74 Landeechronik. Benedictus der VI. Das rechte der keyser so swerlichin, das er der Romere vile lifs doden, unde brachte Johannem widder an das bobisthum. Alsus a ) schribet meister Diderich Engelhufsen')• Auch steet efs in Fasciculo a ) 2 ). Zu dusfsen getzyten was eyne konnigynne in Engelant, die hyfs Reynsvvig, die hatte eren hern, den konnig, ufsermafse lip, wante er sie zu eyner konnigynnen usfserwelet hatte durch ere dogende willen, wie- wole sie von eyme geringen gesiechte was, bynamen eynfs herten tochter, alfs das auch der Fasciculus beruret 3 ). Unde alfs der konnig gestarp, du wulde sie der truwe nicht vergessen tag unde nacht, unde gab so grosfse almufse, unde lifs so grosfsen goddesdinst thun, unde bath selbers so flifslichin god vor sine sele, das man sprach, in •bi. 67'. wilcher pyne er were, so wurde er herloist, ufsgescheyden *das ver- thumnisfse. Unde zu eyner tzyt wart er zu wifsfsen, wie das der konnig sine pyne unde fegefur lidde in dem lande zu Doringen in eyme berge, genant der Horselberg. Den namen hattin eme die lüde gegebin, die darumbe wonthen, wante sie gar dicke darinne hortin grofs jemerlich geschrey, unde man sprach, etzliche sele lidden ere pyne darinne, hirumbe wan sich sulch geschrey herhub, so sprochen die lüde 'höre der sele berg'; das sprach man darnach zusammen 'Horselberg'- Die konniginne czoch ufs mit etzlichen andechtigen jungfrauwin unde andern wybefsnamen, unde nam mit sich goldes unde gudes vil, unde quam in Doringen in eyn dorff na bie dem berge gelegin, da buwete sie eyne kirchen, unde wonethe do etzliche tzyt. Unde mit eren gutin wereken, gebede unde almufsen erloistin sie des konniges sele. Da herscheynte sich der tufel Sathanas. Hirumbe nante die konniginne das dorff Sathanasstedde. Alfso nennen efs die lüde nach Stetelstedde 4 ). Unde die konnigynne dynthe vorterfs godde darsei bis bifs in erin toid. Unde alfs sie gestarp, du lifs sie eyne suberliche habe von gelde unde gude, da tzogen die andern frauwesnamen midde, da itzunt Ysennach lyt uff sent Peterfs berck, unde namen da das kleyd unde den orden an sich, unde wonthin da vilna 200 jare 5 ), alfs man hirnach beschrebin findet. Dusfse b ) geschichte lefsit man in der Doringschin croniken b ) 6 ). *bi. es. *(Hir sal stehin, wie der tufel bie dem Horselberge sich her- scheynet der kunnigynnen von Engelant, unde wie des kunniges sele darufs herloist wirdet.) *bi. 68'. *Umbe disfse getzyte regirte eyner das Romsche rieh in Welschem lande, der hyfe Berengarius der IV., der was eyn bofser tyranne. Nu was eyn keifser vor eme in Welschem lande gewest, der hyfs Lotarius der ander, herezog von Burgundien, der lifs nach sim e tode eyne wytfrauwin, genant Dalvida, dicselbin frauwen lifs dusfsef Berengarius fangen unde hilt sie in gefenckenisfse, unde deth auch vil bofsheyt den Romern. Hirumbe so hisch der bobist dusfsen vorgenanten Otten, das er en zu hulffe queme widder den Beren- ») Alsus—Fasciculo nachträglich zugefügt. b) Dusfse—croniken nachträglich zugefügt. ') Eng. 1077 Z. 30-35, 37—41, 43. ') Rol. 69' u. 70, an versa Stellen. — Vgl. auch Königsh. (Kap. 2) 420 Z.lff, (Kap. 3) 548 ff; im ^f%% besonders ähnlich 551 Z. 15 ff (Gregor V). ») Hol. 69' Z. 5 f. 4 ) ['\ '' Setelstete. 5 ) Thür. mc dan ioo jar. ") Thür., bei 1154 eingcschoon (Germania 17,138; Stolle 127f, Urs. 1264 f). Landeschronik. 75 garium. Du besammete sich keyser Otto unde czoch mit grosfser macht in Welschlant, unde finck den Berengarium unde herloiste JJalvidam ufs deme gefenckenisfse >). Unde so wart Otto eyn gewaldig keyfser in Welscheme lande alfs in Tutscheme lande unde "wer das gantze Romsche rieh 2 ). Alfs er nu in Welschem lande w as, dywile buwete die keyfserinne Edich das monster zu Magde- bur 8'- Unde alfs er widder zu lande quam, du begiftigete er das, unde buwete die stad kostlichen, unde machte eyn ertzbisschthum dar- selbis. Unde so starp die frauwe Edich, unde ligget in deme- selbin monster begraben 3 ). Darnach nam der keyser die vorgenante Dalvidam zu eyner elichin gemaheln 4 ). Unde etzliche schrifte s Prechin, sie habe Alheyd geheifsin 5 ). Wie dem allin, so hatte he mit er tzwene sone. Eyner hyfs Otto, der wart nach eme Romsch keyser. Der ander soen hifs Wilhelm 6 ). Darzu hatte er eyne tochter, genant Ricka, die wart herezoge Rudulffo von Beyern. Von dusfser K 'cka q Uam j as g ros f se gesiechte genant die Welffe 7 ). Alsus schribet meister Didcrich Engelhufsen«). Dusfser keyser Otto hatte s yme anbegynne grosfsen widderstand unde phede von sinen ^ istin Kunden, wante Giselbert, herezog von Lothringen, der ses „O tter > Hpliche swester hatte, unde grave Ebirhart, phalcz- | r ave, *und e herezog Hinrich von Beyern, dusfses Otten Hpliche *bi. es. d r uder, unde her Arnolflf von Oisterrich 9 ), des tochter">) hatte ^usfser Hinrich von Beyern, unde herezog Ludolfif von Sassen 11 ), b Us fs Otten lipliche soen, die wordin alle syne fiende. Wante sin r uder, herezog Hinrich von Beyern, sprach das keyserthum ane, arumbe das Otto was geborn, ehir sin vater keyfser wart, unde lni \ Cn wart geborn, alfs syn vater keyser wurden was; hirumbe so w Vede d as keyserthum bilcher uff Hinrichen, wan uff Otten. Sulchen lieh tant verhen g"ede god uwer en, darumbe das he sine") lip- du h muter ' die heiligin frauwin Mechtild, beroubede erir lipezucht widri anere y ssun g' e etzlicher siner rethe, des he doch darnach der zu ruwe quani) du he m i rc kt e , das god en so swerlichin Und get tf- mit sinen ei £ en frunden. Unde gab er er liptzucht widder das 6, S ' C vortrne hir g ar herlichen. Darumbe schickete god, wor S1 f alle s yne guten frunde wurden, die vorhynne syne fiende dem" Dar nach lag dusfser keyser Otto in Elsafsen zu felde vor gra" 6 r SUtin slosfse ^risack, dar woren, etzliche uffe, bienamen grof ° rhart » phalczgrave, mit vil andern reyfsenern, die dem lande hülsen schaden dadin. Defs wart eyne verredderige in defs keifsers dem ^ emacnt > so das die fursten unde hern czogin sich eyner na kl an dern von dem keifser unde lifsen en in der fiende hant mit ^£ n ^ m foleke. Ydoch mit goddes hulffe gewan er das slofs, a ) -Hs. siner. Z e \) Mol. 69' Z. 14—17; 70 Z. 12-17. ') Vgl Königsh. (Kap. 2) 416 «) £~] 19 j 4 *9 Z. 25 f. ») Eng. 1074 Z. 49-51; Thür. {Stolle 76, Urs. 12501 Z o, • 70 Z. 16 f. t) So Eng. 1074 Z. 51 u. 55; sant Adelhcit Kömgsh. 41J Rönfji 29 - ') Eng. 1075 Z. 21 f; Thür. (Stolle 77, Urs. 1250). Anders °)ET n \ 419 Z 30ff. n Eng. 1076 Z. 4-6. 8 ) 8. ä. vor. Anmn. Vl A ? ld ». dux Noricorum. ,0 ) Eng. sororem. '') Eng. Sueviac. *• oben 8. 73 m. Anm. 3. ") Eng. 1074 Z 34-38, 45-47, 42-44, 39 f. 76 Landeschronik. undc finck siner fiendc vilc, undc der strasfsenroubere darufife. Unde czoch darnach geyn Mentze undc finck bisschoff Friderichin von Mentze, der dusfse verredderyc gemacht hatte, undc satzste sinen soen Wilhelm zu cyme erezbisschofife zu Mentze'). Alfs man das auch lefset in dem Spigel der historien an dem 25. buche in dem 71. capitele 2 ). Auch a ) czoch er vor Strafsburg 1 '). Undc zubrach die mure unde machte vil strasfse dardurch, darumbe hifs he die stad Strafsburg, die vormalfs Silbcrtail geheifsen hatte 4 ). Alsus schribet Hermannus in siner croniken*) 5 ). *bi. B9 1 . *Dissem bisschoff Wilhelm bestedigete sin vater, der keyser, alle die hantfesten unde fryheide, die der stift zu Menc.ze von den Romschen keysern unde andern fursten erworben hatten. Unde gab darzu dem bischthum zu Mentze vast stedde unde slosfse, dorffe unde vil gerechtickeit in dem lande zu Doringen unde zu Hessen. Unde so czoch der bisschoff an dieselben ende unde nam huldunge mit vil manschafft, unde satzste vil erbar lüde in ErfTurt, das ufT die czyt un- bemuret was unde unbefestet. Auch satzste er vil erbar lüde in Daberstet unde beleente die, uff das er sine lantschafft unde gerechtickeit desto bafs behalten mochte. Zu den geezyten lifs auch der apt zu Herfsfelt eyn cloister in Doringen buwen, genant Wassen- burg, darnach Gota, wante sie hatten vile gittere darumbe liggen. Unde darnach leich der stift zu Hersfelt sie beydesampt eyme graven zu Swarczburg; unde so wart ufs dem cloister Wassenburg eyn slos gebuwet, des man nach wortzeichin findet uff dem slosfse an syme buwe. Älsus b ) lefset man in der Doringschen croniken b ) 6 ). (Hir sal stehin, das man Wasenborg unde Gota buwet.) «Bi. 70. *Alfs man schreib nach gots geburt 968, du starp der erez- 9 68 - bisschoff zu Mentz, Wilhelm, defs keysers soen. Unde quam eyner zu dem bisschthum, genant Hatto, der was eyn abt zu Fulda 7 )- Etzliche schriben auch, er habe geheyfsen Hayto der II. 8 ). Wie dem, so was dusfser Hatto gyrick unde armen luden hart unde unbarmhertzig. Efs geschach zu den getzyten, das efs zu Mentz unde in der lantschafft darumbe wart efs faste besnarre unde dure, so das die armen lüde groisfse noit lidden, unde etzliche auch hungers storben, defs griffen die armen uff die broitladen unde namen das broit. Alfs das bisschoff Hatto vernam, du lifs er eyne spende ufsruffen, die wulde er gebin vor der stad zu Mencz. Da quamen die armen lüde alle dar; defs lifs er sie driben in eyne schüren, unde verbräme die armen lüde allesampt. Darumbe wart er von godde geplaget, so das en die mufse frafsen. Alfs er nu das sach, du lifs er buwen in den Ryn eynen guten torn, unde meynte sich daruffe zu enthalten vor den mufsen. Da swummen die mufse uwer das wasfser, unde alle sine dynere unde syn gantze lant mochten des nicht ge- werin, bifs die mufse en gantz unde gar verezert hatten 9 ). Auch bo syn name stunt an brieffen, an stulduchern, an banckduchern *) Auch-croniken nachträglich zugefügt. h ) Alsus—croniken nachträglich zugefügt. ') Eng. 1075 Z. 46-53. >) Vinc. 25,71 Z 37 f nur Frid. ctiam arch- Maguntine a civibus exeluditur. ») Eng. 1075 Z. 53 f similiter . . . cp. Argen- tinensem . . . deposuit. ■>) Vgl oben S. 26. 6 ) Unrichtige Behauptung- •) Thür. (Urs. 1251; teilweise Stolle 77 f). 7 ) Lampert 40 Z. 18 f. 8 ) Thür. Hatto der ander. ") Thür. (Stolle 109). Landeschronik. y« unde an den wenden geschreben, den nageten unde frasfsen die mufse alle abe ')• Hir ist zu mircken, das meister Diderich Engel- hufsen unde etzliche mee, die sint in meynunge, wie dusfse plage sie dem irsten Hayto, dem verredder, gescheen 2 ). Aber Hermannus schribet in siner croniken, efs sie dusfser Hatte- gewest 3 ). Auch stehit efs in der croniken von Mentze 4 ). Dusfser bisschoff Hatto starp, ri u nian sc h r eib nach gots geburt 969, unde quam eyner an 969. s yne staid, genant Rupertus 5 ), unde in etzlichin schrifften findet man, er habe geheifsin Ruthbertus 6 ), in etzlichin Ruthgerus. Wie dem alle, so ist efs allfs eyner gewest, unde nicht czwene. * Alfs man schreib nach gots geburt 973, du starp der vor- *bi. 70 1 . genante keifser Otto der irste, unde nach eme quam zum riche 973- Slr > soen Otto der ander 7 ). Dusfser keifser czoch in Grekenlant u nde gewan das 8 ), unde darzu Calabrien- unde Apulienlande, unde verdilgete der heyden unde der Sarracenen so vil, das das meer, aas doch unsprechlich ist, roit von blude wart. Do he alfso in c em lande was, du nam er zu der ee des Greckschin keifsers ° c hter, unde hatte mit er eynen son, genant Otto, der wart nach eme keyser. Alsus") schribet meister Diderich Engelhufsin 9 ). Auch lln det manfs in Fasciculo 11 ) 1 »). (Hir sal stehin keyfser Otto der II. mit syme wopin.) .. Du man tzalte nach gots geburt 981, du tzogen die Ungarn unde *bi. 71. le andern heydin zum b ) drittenmale in Doringen, unde legerten sich vor 981. J-erfseburg, unde verstörten das unde alle das lant darumbe; du spifsete ei grave von Mansfelt die heyden, uff das sie en unde die synen mit "dde liesfsen. Du besammete sich dusfser Otto der IL, unde quam nut en zu stride, unde slug er unmefslichen vil toid, unde treib sie ufs er n lande. Du deth der bobist sinen ban uwer den von Mansfelt, unde er keyser syne acht, unde wulden en siner herschafft berauben, unde Urne genoifs er Syrier frunde, das er zu erin b ) gnaden quam. Du satzste me der keyser zu busfse, das er in syme Schilde füren muste eynen gehangen nackeden dyp 11 ). Unde darnach begundin sich die Ungarn Um cristenglouben zu bekerin 12 ). Unde starp dusfser keifser Otto er ander, du man schreib nach gots geburt 983, unde ist zu 983. °ma in sent p ete rs monster begraben 13 ). Dusfse c ) vorgeschrebin storien lefsit man in der Doringschin croniken 0 ) 14 ). T . (Hir sal stehin, wie keyser Otto der II. stridet widder die garn unde andere ungloubigen und gewynnet den stryd.) Otto der dritte quam an das rieh nach dem dode syns *bi. w ^^s, alfs er 18 jar alt was 15 ). Unde d ) wie jung er der jare was, stück /»•■ Alsus — Fascicul ° nachträglich zugefügt. <>) zum—erin auf Eraatz- a ) U r"*°Äae#e); vgl. Arm. d. c ) Dusfse—croniken nachträglich zugefügt. nde—Otto [veränderter Text] auf Ersatzstück (Vorderseite); vgl. Anm. b. 3\ -p. ) Flores temp. nomen ... de litteris abroserunt. 2 ) Eng. 1070 Z. 46 f. U " )res temp. 245 Z. 4 — 6. 4 ) Mainzer Nachrichten, s. Successio ep. Rutf' 358 Zl S ~ 7 v - u - ") Lampert 40 Z. 21 f. ") Lamport Hs. B lb Rui tUS * P ~ B 1 d Ruitber 1113 ; nachher 988 (s. unten) B 1 Rupertus. Successio Pertus. 7) Lampgft 4% Z. 9. 8 ) Eng. acquisivit . . . regnum Trinacriae. fili a ?• 1077 Z 5 5- 55 u. 52 f, vgl. 1079 Z. 15. '») Bol. 70 Z. 16 f habuit i8x m T "nperatoris etc.. ") Thür. (Stolle 110, Urs. 1251). ") Bol. 70' Z. 1. J ^ampert 46 Z. 4—6- in—monster wie Bol. 70' Z. 19. u ) 8, Anm. 11. 1 *tog. 1079 z 15 7« Landeschrouik. so was er doch alt in der vernunfft, unde er fulgete gantz nach syme eltervater, Otten dem irsten, auch syme vater, Otten dem II. Den czween Otten fulgete difsfser dritte Otto in allen dogenden unde in allen cristlichen Sachen geyn god, dartzu in aller vernunfft, in aller manheyd, in aller erwirdickeyd, in aller herlicheyd, in aller stotlicheyd geyn die werlt Unde ist von dusfsen dryen Otten dufs metrum gemacht: Otto, post Otto, regnavit tercius Otto d )')- Dusfser dritte Otto hatte des konniges von Arrogonc tochtcr zu eyner elichin gemaheln 2 ). Die kreig unordekliche liebe zu eyme graven in des keifsers hoffe, der dan was kusch unde frumme unde wulde er nicht fulgen unde nicht syme hern so ungetruvve sin, sundern er wulde sine ee halten. Darumbe wart eme die keyfserinne gehafs, unde beklagetc en unde sprach zu dem kej'ser, wie der grave sie noittzogen wulde unde erer ere berouben. Des gloubete der keyfser snel unde lifs deme graven (risch in syme geen czorne) sin houbet abeslaen. Alfs man das thun wulde, du sprach der grave zu siner elichin gemaheln: 'ich bin des unschullig, unde bidde dich, das du nach myme dode myne unschult bewisest; unde wes das gerichte dir wyfset, das wullest thun unverferet; unde getruwe godde, der eyn recht richter ist'. Die frauwe gelobede eme das, unde deth eis auch. Zu eyner czyt darnach, alfs der keyfser an gerichte safs mit andern fursten unde herren, du quam dusfse wytfrauwe vor gerichte unde sprach: 'keyfser, was hat der man verdynet, der mynen man mit unrechte gedodet hat'. Der keyfser sprach: 'er hait den doid verdynet'. Da sprach die frauwe: 'keyfser, das bistu; du lifsest den graven, der myn man was, unschuldicklichin doden, *bi. 72. *das ich bewifsen wil, womidde ich sal'. Der keyscr sprach: 'der grave wart mit rechte gedodet, alfs er verdynet hatte'. Die frauwe sprach: 'ich ruffe das recht ane, unde begere, womidde ich die unschult bewifsen sulle'. Das recht satzste er, das heifs ysen z u tragin (wante das was zu den getzyten vast gewonlichin). Du bath die frauwe god unde al das folck, das dar was, umbe recht; defs trug sie das ysen unverletziget. Der keyfser herschrack unde das gantze gerichte. Du sprach der keyfser zu der frauwin: 'god gibbet dir recht, ich gebe mich in dyne gnade'. Da sprach die frauwe: 'wilW eyn recht keyser leben unde sterben, unde wilt recht geben unde nemen, so mustu sterben'. Unde bath das gerichte, das man enie syn houbt abesluge. Du fylen die hern dartzusschen, unde boden dem keyfser frist 10 thage, das sich die frauwe mit eren frundefl bafs bedechte. Nach den 10 tagen quamen sie widder zu gerichte, die frauwe bleib bie eren irsten Worten. Das gerichte bath aber 8 tage frist; die frauwe bleib gliche harte unde cnwulde anders nicht wan keyser Otten houbet. Die hern boden zum drittenmal e frist 7 tage. Du sprach die frauwe: 'nu ir io wullet den keyfser leben behalten, so sal die hure, die keyserin, sterben, darmidd e mag sich der keyfser lofsen'. Indes befant der keyfser vorters worheyd, das dem graven unrecht gescheen was, unde das die keyser- inne auch mit eyme andern unkuscheit geplegin hatte. Hirumbe gab da ') U. a. Eng. 1077 Z. 19. *) Eng. 1079 Z. 23. Landeschronik. jq gerichte das orteyl ubber die keyfserinnen; unde verbrantin sie zu asschen. So beschribet Godfridus Pantheon'). Hir sal man exempla " emen , das eyn ickelich furste sal nicht zu risch in syme tzorne nalfsgerichte geen laisfsin, sundern mit mufsin die worheit bafs nerfaren. ^(Hir sal stehin keyfser Otto der III. mit syme wopen.) *bi. 72'. 'Alfs man schreib nach gots geburt 988 jare, du starp bisschoff *bi. 78. ^upertus von Mentz, unde wart eyner gekorn, der hyfs Wiligisus 2 ), 988. e )'n frummer gelarter man 3 ). Der buwete den grofsen thum zu Mentz 4 ), unde tzugete darin vil suberlichcr kostlicher tzirait 5 ), nach dem proche defs heyligen fursten Davidis in syme 25. psalm: dornine, ilexi decorem domus tue 6 ), das dudet, herre ich han lip in mynem u t die tzirait dinefs hufses schone unde gut. Dusfser bisschoff as eynfs weynerfs soen, defs begunden en etzliche eddele lüde unde w j stiftsman zu versmehin, unde strichen mit kryden an die Hi _wisfse reddere. Unde alfs er den spot sach, den leyd er ,.„1 , u 'dicklichin, sunder er lifs in alle syne gemache molen wisfse VVflVv ' n evm lolt feit, unde lifs darbie schriben disfsin rym: Willigis, I • 'S lls > gedencke, wodan du kommen siest. Alfso quam efs uff, das alle ■schoffe zu Mentz nach eme füren das wisfse raid 7 )- Alsus lefsit n in der croniken der Swoben 8 ). Auch a ) in der croniken von *entze9). Auch in cronica Hermanni *)«>). y ^u den getzyten was eyn ertzbisschoff zu Magdeburg, genant di °', quam umbe syner frummeckeit willin zu deme bischthumme, °n furderunge sent Marien, der muter goddes. Unde so er zu } gewalt quam, du versehe er sich zu eyner nonnen unde dreib sr! Cr Un ' cuscr ieyt. Zu eyner tzyt, alfs er bie der nonnen lag, du ch e yne stymme zu eme dufs metrum: cessa de ludo, quia lusisti du'\ Url ° ; das dudet i bisschoff Udo, hör uff von dem spelc, wante naist gnung gcspelet. Aber er was verbündet in der sonde en C te sic h nicht darane, du quamen die tufele unde namen Unf naClcCt U ^ s ^eme bette, unde furtin en in das monster, dar safs Ma ^ • re Jhesus Cristus eyn gerichte, unde der hertzog sent s j n U " Clus > der dan darselbis *eyn patrone ist, hyb eme fleischlychin *bi. n>. w 0 u bt a be vor deme altar, alfs man defs die worheit mit Ve ^ zei chin darselbis findet, unde der lichenam wart zu esschin 1-j- rant unde wart in das wasfser genant die Elbe geworffen. kev SO fi° üen die iissche enweg, so das man in 10 jaren E n „. fr C ^ dar gefangen mochte. Alsus schribet meister Diderich eelhufsin i n siner croniken 11 ). a ) Auch—Hermanni nachträglich zugefügt. XOso y Verse aus dem Pantheon Gotfrids v. Viterbo bei Eng. 1079 Z. 26 bis hcnui 1 27 ' dazu Frosa - 1080 Z. 18-24, Citate 1079 Z. 25 u. 1080 Z. 26. Mit- Köninl zuweil en wörtlich, Gmünder Chronik Bl. K. 4' Z. 5—35. Vgl. auch Wiiijf- >'^«P- 2 ) 422 f- ! ) Lambert 46 Z. 17—19 (Hss. B 1 Rupertus, s - m!'! US ^' ") Tflür . (Urs. 1252). *) Successio cepit edificare monasterium (Ür* -iol in Mo S- b ) S. unten Bl. 131. 6 ) Psal. 25,8. 7 ) Thür. nicht h S) - 8 ) Gmünder Chronik Bl. L 1 Z. 18—11 v. «., für den Text ten m I1f z i- ") Mainzer Nachrichten, s. Successio ep. Mog. 358 f. 10 ) Firnes *' ^7 Z. 9~i3. ") Eng. 1081 Z. 5f nur arch. Magd. Udo decollatur in 80 Landeschronik. u. 998. Alfs man schreib nach Cristus geburt umbe 998 jare, du nam dusfser keifser, der dritte Otto, den ertzbisschoff zu Collen, genant Bruno, der dan was synfs eltervaders bruder, unde er was eyn Sasse, denselbin alten bisschoff 1 ) satzste er zu eyme bobiste zu Roma, unde er wart geheifsin Gregorius der V.' 2 ). Dusfser babist unde dusfser keyfser Otto die satzsten unde ordenten die kurfursten in Tutschlant n ). Unde er sint dryc geistlichen, alfs die crczbisschoffe zu Mentz, Trier unde Collen, unde drye sint er werntlichen, alfs der phalczgrave bie Ryne, der marggrave zu Brandenburg, der herczog zu Sassen. Unde der von Bohemen ist eyn mitteler, so ob die 6 kurfurstin so uneynfs wurden, das drye geyn drye weren, so sulde der herczog von Bohemen der sibbende sin, unde mit weme der zufyle, der sulde bliben. Alsus schöbet der bobist Innocencius der 111. in deme capitel Venerabilem 4 ). Widder dusfsen bobist Gregorium wart eyn ander bobist gesatzst von deme mechtigem Romer Crescendo, durch gelts willen, unde wart genant Johannes der XVII. 5 ). Alfs das der keyfser herfur, du czoch er geyn Rome, unde lifs den bobist griffen unde lifs eme die ougen ufsbrechin unde syne fingere abesnyden. Unde lifs dem a ) eddeln Romer Crescencius sin houbt abeslaen, der des eyne orsache gewest was 6 ). Darnach sante Crescencius frauwe deme keyfser eyn kley- node, in mofsin, alfs ob efs eme eyn ander schone wyp, der he *bi. 74. guts *gonde, gesant hette, unde lifs en bidden, das he das durch ire libe dragen wulde. Dyt was eyn par hentschen unde eyn gülden fingerlyn. Alfs nu das der keyfser aneezoch, du wart er snellick- lichin von der vergift, die darane was, so kranck, das er starp 7 )- Sufs schribet meister Diderich von Nym in siner kroniken 8 ). Alfso starp dusfser keyfser sunder libeserben, alfs man schreib nach 1002. goddes geburt 1002 jare 9 ). Hirufs sal man exempla nemen, das eyn furste unde furstynne sullen sich wole vorsehen, das sie nicht mit kledern, mit brieffen adder mit andern dingen, die sie anegriffen, vergiftiget werden, sundern sie sullin efs irst en credentzin laifsen. Zu den getzyten starp sent Günther, eyn eynsiddel, ufs Doringerlande geborn, zu Brunne, unde ligget begraben vor Präge 10 )- Bie den getzyten was eyn bisschoff zu Straifsburg, genant Wilderolft den frafsen die mufse; du Hoch er in eyn schiff unde rugete uff das a ) Ha. den. eccl., divino iudicio damnatus. cui b. virgo saepius cum praemonendo dixerat: cessa etc. Vgl. Rol. 70 Z. 5— 1 v. u. (per b. virginem promotus; propter malam vitam horri- biliter damnatus; unde: cessa etc.). ') Ea handelt sich vielmehr um den jungen Franken Bruno; bei Endrichtig filius Ottonis, ducis Karinthiae, aber irrig Saxo; bei Rol. venerabilis u. Othon> s tertii consanguineus. ») Mol. 70' Z. 21-17 V. u.; Eng. 1080 Z. U\ «$' Anm. 1. Königsh. macht Bruno-Gregor zum Sohn Otto'a d. Gr.: 419 Z. 30tt\ 551 Z. 13 ff. ») Rol. 7ff Z . 4 v.u. *) Rol. 71 Z. 3-5; Eng. 10% Z. 30—39 mit Citat Innocent. de elect. cap Venerabilem = Dccretales Gregorii J> lib. 1 tu. 6 cap. 34. ») So (statt XVI) Rol. u. Eng. «) Bot W. Z. 15—12 u. 10—6 v. u. »j Eng. 1080 Z. 32-34. 8 ) Eng. 1080 Z. 391 iuxta s. Karolum sepelitur, ex cum« linea mater cius originem duxit, ut scribit mag>s te Tidericus de Nyem in chronica sua. 9 ) Lampert 48 Z. 30; sunder libeserben nach Eng. 1081 Z. 30. ">) Eng. 1081 Z. 2f, wo es aber heifst obnt » domino et ante Pragam sepultus est in Brunonia (Braunau). Landeschronik. 8 j wafsfser, da swummen sie uwer das wasfser, unde nymant mochte en gewerin, bifs sie den bisschoff allerdinge verczerten. Alfs man das lefsit in der croniken von Straifsburg an dem 4. capitele 1 ). Nach dem dode defs dritten Otten du quamen die kurfursten zusammen unde koren herczog Hinrichin von Beyern 2 ), defs irsten Otten brudersoen 3 ). Der hatte eyne eliche frauwen, genant Kunnegond; die gelobeden bcydesampt, reyne kuscheyd durch goddes willen alle ere tage zu halden, unde hilden das getruwelichen. Alfs das geschrebin stehit in der historien genant Lombardica 4 ). Dafs verdroifs den tufel, der eyn fygent ist aller kuschheyd, unde machte eyn gespuckenisfse, das etzliche lüde beduchte, wie eyn erbar man st yge zu der keyfserinnen. Darvon wart er eyn *bofse gerochte, *bi. das sie wart gerichtet zu dem dode, adder sie mochte sich ent- s chulligen mit dem furo. Da worden er bereyd 15 gluende plugysen adder plugschare, unde er wart da vorgesprochin, das sie sulde so sprechin: 'alfs ich unschullig bin aller manne, an Hinrichs, so sie ich auch ungelettzt von dusfsem füre'. Du sprach sie: 'von allen mannen unde Hinrichs'. Unde drad frolichin in das füre, ^ n dc entschulligetc sich vor al der werlde. Alsus schribet meister Ul derich EngclhufsinS). (Hir sal stehin der heylige keyfser Hinrich der II. mit syme wapen.) Dysfscr heilige keyser Hinrich der ander (den der Fasciculus *bi. kennet der irste Hinrich) hatte eyne swester, genant Gilla, gar eyne r| stliche Jungfrauw, die gab er dem heyligen konnig Stephan zu n garn, unde du wart das lant zu Ungarn foln bestediget in dem cristengloubin 6 ). Alfs n ) man das auch lefsit in dem Spigel der Historien an dem 26. buche in dem 9. capitel a ) 7 ). Auch buwete dUsfser keyfser das bischthum zu Babenberg. Unde buwete widder Merfse- •Xxg, Hildenfsheym, Magdeburg, Koufthungen, Mifssen, Esschewc, Straifs- Ur g unde Nuwenburg, die alles vormalfs von den Ungarn unde hevden verstört wo reu 8 ]. j. Zu den getzyten du gewunnen die heyden genant Sarraceni JJerusalem unde das heilige grab. Unde quam grosfse durde unde arnach groifs sterben an der pestilentz, alfs wyd alfs die werlt, das die lebendigin kume mochten die doden begraben. Alfs an das lefsit in Fasciculo 9 ). Alfs man schreib nach gots geburt 11 jare, du starp bisschoff Wiligisus, unde quam eyner an sine 1011 at, genant Erkinboldus, der was eyn apt zu Folda 10 ). Unde dar- a ch alfs man schreib nach gots geburt 1020 jar, du starp bisschoff 102c rkinboldus, unde quam eyner an sine stad, genant Aribo 11 ). Den b ) ne nnet Speculum bist. Albo, vide libro XXVI. capitulo XIV.") 12 ). w , *) Alfs—capite! am Bande nachgetragen. t>) den—14 am Bande i) Jr .. ') Königsh. (Kap. 4) 645 Z. 2 u. 18—SO; zum Wortlaut vgl. oben S. 76. l.f*°»*93h. (Kap. 2) 426 Z. 12—14. 3 ) Bei Eng. 1081 Z. 51 f richtig 10*1 rl u fratris - 4 ) Königsh. 426 Z. 21—23 aus Lampartica historia. 6 ) Eng. Z 00 56 ~ 59 - ") Bol. 71 Z. 14 f, 11 (primus), 12 f. ') Vinc. 26,9 Z\,fi~~ 2S ") Thür. (Stolle 110, Urs. 1251). Kouffhungen u. Esschewe eigene 50 p thr e Gründung oben S. 61. °) Bot. 71 Z. 3 f, 6, 7-9. ,0 ) Lampert "\ v : 19 f u - 34 (Fuldensis abbas Hss. B 1). ll ) Lampert 52 Z. 3-5. I Vinc. 26,14 Z. 9. g2 Landeschronik. 1020. Ia demselbin jare starp der heilige priester sanctus Heymeradus zu Hasungen, dar buwete der bisschofF Aribo eyne kirchen unde das monster zu Hasungen in die ere sancti Heymeradi'). Bie dusfsen getzyten was in Westsassen in eyme dorfife eyn dantz, der werte eyn gantz jar. Das quam alfso zu. Uff den Dez. 24. heyligen cristobint du machtin die gebure eynen dantz uff dem kirchhobe, alfs der pherner mesfse laifs; unde der dentzer was alle zusammen 19 mentschin, das worin dry wybefsbilde under en. Du sante der pherner herufs unde bath sie, das sie uff horten. Defs *bi. 75'. endaden sie nicht unde karten *sich nicht darane. Du sprach der prister: 'god gebe unde sent Magnus, das ir so eyn gantz jar umbe dantzet'. God gab den wortin craft, so das sie keyn regin, keyne hittze, keyne kelde, keyn hunger, keyn dorst verhindern mochte, sundern sie dantzten alumbe. Du liff eyner zu unde wulde sine swester von dem dantze czihin, du folgedin eme ere arme. Alsus dantztin sie in die erden bifs an ere gurtele. Du das jar umbe was, du quam er bisschofF von Collin, Heribertus genant, unde ab- solvirte sie von deme banne; so hortin sie uff, unde starben zuhant. Alfs man das lefsit in Fasciculo 2 ). Desglichcn geschach auch in Sassen bie Halle, defs nach zu eyme czeichin steyne dar stehin, so vil alfs der dentzer was 3 ). Auch a ) lefset manfs in dem Spigel der historien an dem 26. buche in dem 10. capitele") 4 ). Unde hat dusfser keyser Hinrich mit syner elichin gemaheln kuschlich gelebit bifs in den toid r 'J. Unde sint beydesampt heylig 1024. worden. Unde alfs man schreib nach gots geburt 1024 jare, du starp er eynfs heiligin todes 6 ). Du wart die keyfserinne eyne closter- frauwe zu Kouffhungen. Unde sint beydesampt zu Babinberg begraben 7 ). Nach syme dode wurden die kurfursten stossig under eynander, so das das rieh stunt 2 jare an konnig. Zuletzst erweltin sie eynen, genant herezog Curt von Francken, der hatte auch lant an dem Ryne 8 ), da itzunt Spira lyt 9 ). Er buwete die staid gar kostlichin, die hyfs vormalfs Nemetum, die wir itzunt Spira nennen, unde brach das aide monster abc, unde bestunt das kostliche monster darselbis zu buwin, das follinbrachtin sine nakomen 10 ). Er nam eyne frauwin, genant Gisila 11 ), darvon hirnach geschrebin stehit. *bi. 76. *(Hir sal stehin keyser Curt der II. mit syme wapen.) »bi. 76'. * Curt der ander, Romsch keifser 12 ), deth eyn geboit in allen landen, wer den fridde breche, dem sult man sin houbt abeslan; das geboit brach grave Lupolt von Kalb. Unde du der keyfser zu lande quam, du entweich der grave an den Swartzin walt in eyne aide molen, unde meynt, sich dar zu enthaltin mit siner b ) elichin gemaheln, b»s «) Auch—capitele nachträglich zugefügt. b) JJ S . s \ ne , ') [Auctarium Lamperti], s. Ann. Pathcrbr. 93 Z. 11—15 (Tod 1019, B<% 1020). ') Eng. 1082 Z. 52 bis 1083 Z. 1; Hol. 71 Z. 13—20. ") W%2 bei Eng., Bol, Vinc. *) Vinc. 26,10 Z. 3—29. 6 ) Thür. (Stolle H* Urs. 1251). Vgl. oben S. 81 m. Anm. 4. e ) Vgl. Königsh. 426 Z. 16; «*? Z. 8—10 u. 20; Lampert 52 Z. 18 f. ') Thür. (Stolle 111, Urs. 1251 f): z - *T eigener Zusatz. 8 ) Königsh. 428 Z. 14 f 20, 18 (v. Fr., das ist v. d. JW- 9 ) Eng. 1083 Z. 55 Spirensis. »«) Königsh. 429 Z. lf (ving an die stad SR- u. das bistuom zuo buwende). »<) S. oben S. 69. n ) Königsh. 428 J - 18; 429 Z. 1. Landeschronik. 83 das eme clefs keyfsers hulde erworben wurde. Unde eynfsmalfs reyd der keyfser ungeverlich vor der molen hynne, unde do en grave Lupolt v ernam, du furchte er, der keyfser suchte en, unde flo in den walt, unde Hfs do sine husfrauwin in der molen. Die frauwe mochte vor herschrecken nirgen kummen, wante es auch umbe die tzyt was, das sie SUlt geberin eyn kynt. Als nu der keyfser neben die molen quam, unde die frauwin in erin notin horte schryen, do hyfs er besehen, was der frauwin gebreche, unde he reyd vorbafs. In dem horte er eyne stymme, die sprach zu eme alsus: 'uff dusfser stunde ist eyn kynt hir geborin, das wirdet diner tochter man'. Der keyfser herschrack, unde wüste anders "icht, dan das die frauwe eyne geburen were; hirumbe gedochte er, wie he vorqueme, das sine' tochter nicht eyme geburen wurde. Unde schickte czwene syner dynere widder umbe in die molen, das sie das kynt dodin sulten; unde des zu eyner sicherheyd so hifs er eme des kindes hercze brengin, unde sprach, he mustefs haben zu eyner busfse. , le dynere kartin umbe, unde tzogen nach der molen, unde natten die furchte goddes, unde wulten das kynt nicht doden, wante efs gar eyn hübsch knebelin was, unde legetin efs uff eynen boym, ob ummer clefs kyndes raith wurde, unde brachtin dem keyser eynfs hafsen hercze. J J as warf! er den hunden dar; unde meynte, er hette darmit forkommen der stymme wissagunge. In den getzyten jagete hertzog Hinrich von *bi. 78. * woben uff dem walde, unde fant das kynt all eyne, unde sach, das efs 'p' n "Uwe geborin kynt was, unde brachte efs heymmelichin heym syner Ir auwen, die was unfruchtbar, unde bath sie, das sie sich defs kyndes anneme unde sich in eyn kyntbette legete [unde das kynt vor lr eygen natürlich kynt hette]"), wante efs en von godde geschickt were worden. Die nerc Z0gynne thet efs e; unde alfso wart das k ynt getouft unde wart «mrich geheifsin, unde das kynt dorfte nymants anders halten dan vor ev nen herczog zu Swoben wiewole etzliche heymeliche redde geiget wurden. Unde do das kynt alfso erwufs, do wart efs keyfser Uirde gesant zu hoffe, unde wart wifse, klug unde hoffehch. Hir- . rnl) e so hyfs der keyser den knaben gewonlicher vor eme steen, dan j- Ue andern jungen hern, die er in syme hoffe hatte. Nu quam dem «eyser vor, wie das der junge herre nicht eyn rechter hertzog von Swobin , eie > s und er er were eyn fondeling. Da rechte der keyfser syme U| er na, unde quam in eyne furchte, das er der were, von deme die ^ymme bie der molen gereth hette. Unde wulde das aber vorkommen, as er syner tochter nicht zu eynem man wurde, unde lifs eynen bneff "achen an die keyfserynne, das sie sulte den jungen hern, tzouger j ls bneffes, lafsen doden, unde befal er das uff er lip unde leben. Der nff herre czocn mit dem brieffe zu der keyfserynne, unde verstunt ' c ht anders in den sachen dan gut, unde bleib underwegin eyne nacht le eyme pherncr 1 ). Der paffe hette gerne nuwe mere gewist, , nde quam uwer syne tasschen, alfs er slyff, unde brach heymme- crien des keyfsers brieff uff; unde alfs er befant, das man den jungen •«. rn doden sulte, do schreib he, das die keyfserynne dem jungen hern, «ouger defs brieffes, sulte ere tochter geben unde bielegen, so hep *bi. w. 1 ll P unde leben were, unde slos den brieff gar hobschlichen zu. Alls ,j der j Un g e herre der keyserinnen den brieff tzougete, do gab sie eme e tochter, unde legede sie eme bie. Die mere quamen vor den keyser. a ) Versehentlich ausgelassen. byt ') Gmünder Chr. in ains gelerten wirtzhaufs; Eng. apud quendam pres- ' erum • . ., qui .. . curiosius nova diligens literam regis aperuit. 8 4 Landeschronik. Du befant er mit dem herczog zu Swoben unde andern rittern unde knechten, wie der junge herre von graven Lupolts wyp in der molen ge- borin was, von dem die stymme gewissaget hatte. Du sprach der keyfser: 'nu mircke ich wole, das goddes ordenunge nymant verstoren mag'. Unde gab sinen willen gutlichin darzu'), unde furderte sinen eyden*■) zu deme riche. Unde lifs en krönen zu Romsch konnige, alfs man 1028. schreib nach goddes geburt 1028 jare, unde behilt eme selbers das keyserthum 2 ). Alfso quam dusfser Hinrich zum riche. So bu- wete er eyn cloister an die stat der molen, da er geboren was, das heyset Ursania' 1 ). Dusfse geschieht beschribet meister Diderich 4 ). Auch findet manfs in der croniken von Swoben 6 ). Auch in Fa- sciculo 6 ). Auch a ) in der croniken Hermanni") 7 ). Bie den getzyten verstifsen die Romere den bobist, genant Benedictus der IX., umbe sinfs bofsen lebens willen, unde satzstin eynen andern, genant Silvester der III. Den verstifsen sie auch unde namen Benedictum widder uff. Darnach verstifsen sie Bene- dictum aber und satzsten eynen andern, genant Grcgorius der VI. Der was eyn frumme eynfeldig man unde was nicht wolc gclart. Hirumbe nam er eynen andern bie sich, der das ampt follinbrachte. Dufs behagete den Romern auch nicht, unde satzstin den dritten vor dusfse czvvene, unde was grosfse tzweydracht under den bo- bisten. Du quam konnig Hinrich geyn Rome unde satzste die 5 bobiste alle abe, unde satzste den 6., genant Clemens der ander, *bi. 79. der was eyn bisschoff zu Babinbcrg. Unde der konnig *tzwanck die Romere darzu, das sie musten sweren, sie enwulden nummer- mehe keynen bobest setzin an defs keifsers willin. Alfs") man das auch lefsit in Fasciculo") 8 ). 1031. Alfs man schreib nach gots geburt 1031 jare, du starp der bisschoff zu Mencz, Aribo, unde wart eyner gekorn, genant Bardo, der was irst eyn apt zu Hcrsfelt 9 ), darnach 10 ) eyn apt zu Wirtenen ll )> zuletzst eyn erezbisschoff zu Mentz 12 ). Unde er was eyn heylig geistlich man, unde er predigete vast unde vil so gute lere unde so susfse redde, das ergeheifsin wart von den schriftwifsencrisostomus, das dudet Bardo mit dem gülden munde. Alfs man das lefsit in der legenden saneti Godhardi |3 ). Bie den getzyten hatte die keyfserinne Gisila tzwene möge in Franckrich, eyner hifs grave Huck, der ander, sin bruder, hifs grave Ludewig 14 ). Die worin des Stammes unde lyngen des irstin vitzthumpfe in Doringen zu sent Bonifacius getzyten, genant grave Ludewig mit *) Auch—Hermanni scheint nachträglich zugefügt. '") Alfs—Fasciculo scheint nachträglich zugefügt. ') Eng. matrimonium ergo approbans generum suum successorem imperii decla* ravit. *) Lampert 52: 1028 Heinricus, imperatoris filius, rex factus est. •'•) Hirsau; Ursania Bol. 4 ) Eng. 1083 Z. 57 bis 1084 Z. 20, an einzelnen Stellen benutzt, s. d. vor. Anmn. 5 ) Gmünder Chronik Bl. L 1 Z. 4 »■ «; bis Bl. L 2 Z. 4 v. «.; wörtlich abgeschriebene Hauptquclle ") Bol. 7P Z. 10—14; vgl. Änm. 3. 7 ) Flores temp. 237 Z. 27—42 (Quelle der Gmündei Chr.). Auch Königsh. 429 f. ») Bol. 72 Mitte u. Z. 22—8 v. u. \9 l - Königsh. (Kap. 3) 554 f. ») Lampert 54 Z. 3-5. '") Wolfhcre: vorfiel- ") Werden; Wolflierc Wirdinensis abbatiae. ") Vgl. Wolfhcre, Vita Godeharm posterior, MG. SS. 11, 104 Z. 10—12. '») Vgl. Wolfhere 209 Z. 30-31- ") Thür. (Urs. 1252). Landeschronik. 85 dem barte mit dem bonten lewen 1 ). Dusfse tzvvene gebrudere hattin nicht vele eygentschafft, want sie worin verarmet. Hirumbe so quamen sie in Tutschlant a ) zu der nifteln, frauwin Giselen, unde bodin sie, ob sie irgen er bestes gethun unde sie bafs bestadin mochte, durch der sipschafft willen. Dufs brachte sie vor erin hern, den keyser, unde bath flifslichin vor sie. Des nam der keyser den eynen, genant Ludewig, m sinen hoff unde machte en geweidig 2 ) durch siner frummickeit willen. Dusfser grave wart in defs keyfsers hoffe geheifsin grave Ludewig m it dem barte, darumbe das er eynen langen bart drug, alfs vor alten jaren synfs geslechtefs der irste Ludewig gethan hatte 3 ). Den andern bruder, Hugk, den sante der keyfser zum bisschoffe von *BL in'. Mentz, unde schreib eme, das ir durch sinen willin den graven Hugk lr gen mit leenschafft bestaden wulde. Alfs nu der bisschoff en zu der tz yt nicht belenen mochte, du nam er en auch in sinen hoff, unde du er alfso reddelich, wifse, gestrenge, ufsrichtig unde vorsichtig was, du machte er en gewaldig, unde er wart defs bisschoffs obirste rait, unde er kreig vil leenschafft von dem stifte zu Mentz. Darnach nam er e ynfs ritte rfs tochter an dem Ryne, da eme vil gudes midde wart. Unde ubber etzliche jare, alfs er gestarp, du lifs er eynen son, der hifs grave w igman, der was von halben synnen, unde unendelichin in allin dingen, u "de darumbe so leech der bisschoff die leene, die Hugk besessen hatte, s yme hoffmeister, eyme reddelichen manne. Alfs das Wigman vernam, du wart er gar sere beweget uwer den hoffmeister, der synfs vaters leene ent Phangin hatte an synen willin, unde en defs alfso beraubet hatte. Unde 'luam zu Mentz unde sach en stehin under den hern in des bisschoffs ra de, da Iiff er zu unde erstach en in des bisschoffs geynwirtickeit, unde meynte, er wulde entlouffen syn. Da wart er alfsbakle begreffen, unde darumbe sin houbt abegeslagen mit gerichte. Alfso nam grave Wigman Sln ende. Unde der bisschoff nam das gut zu sich, das Hugk unde Wigman gelofsen hatten. Das verdroifs graven Ludewig, unde w art mit dem bisschoffe uneynfs. So wart eyne sune gemacht, das « er bisschoff lifs eme das gut fulgen, unde versunetin sich gar eyn- ^echtlichin; darzu gelobete eme der bisschoff, er wulde eme besser gutere unde leene in dem lande zu Doringen unde Hessen liehen, dan S11 us bruders Hugks gewest weren. Unde umbe defs keysers bede willen, unde umbe den getruwen dinst, den eme sin bruder Hugk *gethan hatte, *bi. 80. &0 'leech eme der bisschoff vast leene, die dem stifte zu Mentz verediget woren, so das grave Ludewig gute narunge kreig. Darzu Sat tzste en der keyser, sin swoger, widder zu eyme vittzthumme 4 ), m alle r masfse sine vorfarn sulch ampt vormalfs zu sent Bonifacius ? e tzyten inne gehabt hatten 5 ). Alsus lefsit man in der Doringschin Toniken 6). Ludewig mit dem barte hilf sich in syme ampte gar dogentlich, unde was eme von dem keyser 7 ) bevolen was, das richte er gar wiis- a ) i. T. am Bande nachgetragen. r>h. $ Eigene Erfindung. Der Name Ludewig erst hier, s. über seine Person °°en■ S. 47 f, über die Abstammung von ihm S. 69. In der Bgttf. Bl. 13 gibt «•, *«« Genealogie auf und macht unsere Brüder zu Söhnen einer jüngeren 'if wester Gisilas aus unbekannter Ehe. ■) Thür. ( Urs. 1252). ") ^ g£*: vgl oben S. 47 f. 4 ) Thür. (Urs. 1262 f), wo aber "^..%™V vielmehr vom Mainzer Bischof zu dessen, und zwar -erstem , FM*J"»*» fingen gemacht wird; vgl. oben S. 48 m. Anm. 4. 6 ) &gaur Zutatz, "»«. Anm. 4. e) s. d. vor. Arnim. ') Thür.: Bischof. 8(3 I.andeschronik. liehen ufs. Unde hilt sich besondern an den walt, da die Bloifsloube lyt, unde lifs da ufsraden den walt, unde lifs daruff buwin, da iczunt Reyn- hartfsborne lyt, Aldenborg, Katerfeit unde Bruerterade. Unde er wart umbe siner dinstlichin gutlicheit willen von den graven unde eddcln luten gar liep gehabt, unde besondern von graven Boos zu Glichen unde von graven Günther zu Keffernberg. [Unde von denselben]») unde von den andern graven unde hern koufte er vil erbes unde gutes. Unde begunde vaste gute slosfse zu buwen 1 ). Unde kreig von dem graven zu Swartzburg Wassenburg unde Gota 2 ), Unde hilt das lant in grosfsem fridde, unde sunte tzweydracht gerne; unde darumbe so hisschen en die graven zu erin gescheiten, unde muste in al eren reden syn. Unde zu eyner tzyt, alfs der keyser, sin swoger, in Doringen quam unde vernam syne reddelicheit unde grosfse wifsheit unde gonst, die die erbarn lüde zu eme hatten 3 ), du gap er eme vaste stccklc, slosfse unde dorffe in Doringen unde in Hessen, unde wart geheifsin nach dem alten namen der lantgrave. Alfso wart dusfser grave genant der irste Ludewig, nachdem eme vil landes zu eigen worden was, auch hifs er der ander Ludewig mit dem barte 4 ). Disfsc vorgeschreben »bi. so 1 , historien hat man in der Doringschin croniken s ). * Alfso sint dusfse lande beyde, Doringen unde Hessen, dels heyligen Romschin richs i. 1037]. gewest bic 118 jaren 6 ), unde ist nu vortmers czweyhcrrig wurden, alfs defs richs unde des graven mit dem barthe; der schreib sich vortmers unde syne erben graven zu Doringen unde zu Hessen 7 ). (Hir sal stehin grave Ludewig der I., genant mit dem barthe, unde sal bie sich haben synen heim unde schild des bonten lewen.) •bl 81. *Alfs man schreib nach goddes geburt 1038 jare, du ver- 1038. brante das monster zu Hcrsfelt mit allem gebuwe gantz unde gar 8 )- i°39- Unde in dem jare darnach du starp keyfser Gurt, unde ist zu Spira begraben, unde so wart sin eydem Romsch keyser 9 ). Nachdem nu dusfse lande tzweyer herschafft sint, alfs des Romschin richs unde des lantgraven, hirumbe so tzemet efs sich, von beyden herren vorters zu sagen. Unde so vom keyfser itzt gereth ist, so sal man widder von dem lantgraven sagen. Grave Ludewig, genant der lantgrave, mit dem barte, nam zu der ee eyne witfrauwen, genant Cecilia, von Beyern geborn. Die hatte vormalfs gehabt eynen herezog zu Sassin, und hatte bie eme nicht eyn gudes gerochte, darumbe das der herezog er gram was, unde hilt mit eyner andern zu. Unde thet er unrecht, alfs die meyste mennige sprach. Dusfse Cecilia brachte zu eme Sangenhufsen |0 ) unde 700 morgen ackers arthaftig gudefs landes, in den felden der dorffere ») Versehentlich ausgelassen. ') Thür. (StoUc 118, Urs. 1253 f). *) Mißverständnis der früheren Bemerkung der Thür. (Urs. 1251, s. oben 8. 76 m. Anm. 6), dafs W- «■ "' später an die Lgrn. v. Thüringen gekommen seien. Vql. Stolle 204f, V rs - 1320f. *) Thür. (Urs. 1254; teilw. Stolle 119). 4 ) Eigene Zutaten- ») S. d. vor. Anmn. •) Vgl. oben S. 4. Ausgangspunkt der 'etwa 11° Jahre ist das Jahr 919, s. oben S. 70; also kommt man hier auf 'etwa lOSi ■ 7 ) Eigene Constructionen. ») [Lampert, Libellus de institatione Herveldcnsis ecclesie], s. Lamperii Opera 350 Z. 14 f m. Anm.**. ") Königsh. ( Ka P-Jl 430 Z. 13 fu. 29 f. Vgl. Lampert, Annales 56 Z. 1; Eng. 1.084 Z. 33; 10°° Z. 5. '") So immer; Thür. Sangerhufscn. Latideschronik. «7 under Sangenhufsen gelegen, unde vil kornfs, geltis unde gudes. Von derselbin frauwin gewan er 6") i) soenc. Der irste hifs Ludewig, unde wart nach eme evn grave defs landes. Der ander hifs Beringer, dem wart Sangenhufsen nach dem tode sins vaters. Der dritte hifs Hinnch, den nante man Raspe, darumbe das er Raspenberg buwete'). Der firde ) hifs Wilhelm 1 »), der 5 b ). hifs Sizzo 5 ), dy tzwene") waren marg- graven 0 ) zu Doringen 6 ). Der 6 a ). son hifs Otto 7 ), der besafs die ma rg in Hessen 8 ). Dieselbe frauwe Cecilia gebar eme auch dry tochtere. Die irste hifs Hilgart, die wart graven Pippin") von Hennenberg. °ie ander hifs Uda, die wart deme graven 10 ) von Lynderbeche. Die dritte tochter hifs Alheyd, die bleyb alleyne, ane man"). Dufs lefsit man m der Doring-schin croniken 12 ). . *Nach goddes geburt alfs manschreib umbe 104S jare«), du *b>. si'. w as eyn heylig bobest zu Rome, genant Leo der IX. Zu eyner u. 1045. tz yt legede er eynen ussettzigen mentschin an sin bette unde slos l ln gemach zu. Du he widderquam, du für der krancke zu hymmel, unde efs was unfser herre Jhesus Cristus"). Dusfser bobist hilt eyn concilium zu Mentz unde eynen seenth, in geyn- wirtickeyd defs vorgenanten keyfser Hinrichs unde in bywefsen 42 hisschoffe 15). Alfs man das auch lefsit in der croniken von Hers- felt16 ). Unde alfs man sprächet, so wart die banfaste' 7 ) durch das concilium gesalzt* 8 ) in das bisschthum zu Mencz. In demselben concilio '9), an deme pingesttage under der mesfse, wart eyne grosse tzweydracht under des bisschoffs zu Mentz unde des aptszutulda dv nern, so das sie quamen zu siegen in dem dume, unde hiben u nde stochin sich in der kirchen^). Alfs man den sequent.a Sanct, ^Piritus assitetc. gesongen hatte, du sanck der tufel in der luit rm- le nde zu dem keyser alsus: 'hunc diem bellicosum fecisti'; das duüet: dusfsen strythaftigen tag hastu gemacht'. Da strafte der keyser den tufel21) unde sprach: 'du bofser geist, du hast efs gemacht; g°d hait dusfsen erwirdigin tag gemacht, den wullin wir armen lüde a "ch vorters erlichen begeen'. Unde wihedin alfsbalde das monster Wld der, unde hüben des heyligen geists mesfse Widder uff eyn nuwes ane, unde gaben alles, das dar gekochet was, armen luden ). Alf s man das lefsit in dem Spigel der historien an dem 26. buche, c a ) VI verändert aus V. ») V — tzwene nachträglich am Bande zugesetzt. ' w - m. verändert aus wart eyn marggrave. ., n . ') Thür. 3: vgl. Anm. 3. ») Thür. (Urs 1255); *%**»%* >.. ?% 3 folgenden, den Annalen Lamberts entnommenen Personen halt «■»•£»£ J* Söhne Ludwigs des Bärtigen. ") Lamp. 78 Z 5 f u. 79 Z. S_W«um« ""*. marchio Thuringorum 6 ) Lamp. 238 (!) Z. 29 f Sizzo (comes) Vgl. Oben An ™- « bis c. « Vgl. Anm. i (u. 7). In der Bgttf. Bl. 13 sagt G Väter: Sizzo wart darnach eyn marggrave zu Doringen, als Lampertus schriöt. Lamp. 79 Z . 13 u. 104 Z. 17 Otto, frater (Willihelm.), marchio ™unngorum > ^gene Erfindung; vgl. Anm. 7. ») Thür, .Poppen. ">) «.f^f P'derich. '•) Thür (Urs 1255). ") 8. d. vor. Anmn. »)Vgl.Ung- 2*7 Z. 55f. ) ^EnfloSz. 42-44. «) Eng^ 1087 Z 52f; Lamp^, #•»• 02 Z 5-8 '">) Lampert, Libell. de inst. Herv. eccl, ^-^fo ?Pera 352 Anm* ''1 Ena. ieinnium banni. '") Eng. 1087 *** ' > Vgl Ena 1087 Z 53 ff J0 ) Eng. 1086 Z. 30-32 u. 34fnaehnnc- $> 10 ZTJeTläf. ■-") Hol. 72' Z. 17f. Abweichend Eng ^f^ F »«c. Z. 16-w. ") Eng. Z. 37f, 35, 38-40 frei nach Vinc. Z. 20 au. 88 Landeschronik. capitulo XIX 1 ). Dusfser keyser lifs ufs sime hoffe vertriben alle gockeler, spillude, ludderbubcn, hcrolden, machedorin, huren unde derglichen, unde geboit, was man den gebin wulde, das sulde man durch goddes willen armen luden geben. Alfs man das lefset in der croniken genantFasciculus 2 ). Auch") in der croniken Hermanni») 3 ). »bi. 82. *(Hir sal stehin keyser Hinrich der III. mit syme wapen.) *bi. 82'. *Alfs man schreib nach gods geburt 1051 jare, du starp 1051. bisschoff Bardo zu Mencz, unde quam eyn ander an sine stait, genant Luippoldus 4 ). Der buwete sent Jacobs monster uff den berg bie Mencz 5 ). Dusfser bisschoff Luippoldus hisch tzehinden von den gutern in Doringcn, die da worin der czweyer stifte zu Fulda unde zu Hersfelt. Defsglichen thet bisschoff Burckard zu Halver- stad auch den czweyn stifften itztgenant grofsin vcrdryfs umbe den tzehinden in syme bischthum gelegin. Darkegin arbeite Sigefridus, apt zu Fulda, unde Mcynhcrus, apt zu Hersfelt, unde sprochin, wie das lant zu Doringen tzchintfry were, unde auch bifsher nymants keynen tzehindin von crin gutern in Doringcn gegebin hetten. Unde was vil errethumps tzusschin den czween bisschoffen uff eyn unde den czween stiften Fulda unde Hcrsfeld uff die ander parthie; die czweydracht werte bie achte jaren 6 ). Alfs man schreib nach 1054. goddes geburt 1054 jare, du hatte der vorgenante keyfser Hinrich eynen jungen soen, genant auch Hinrich, den lifs er krönen zu Iü 55- eyme Romschin konnige 7 ). Unde in dem jare darnach du hisch der keyfser die Tutschin furstin geyn Mentze. Da quam grave Ludewig zU Doringen auch in dieselbin sammenunge, unde starp aldo, unde wart begraben uff sent Albans berg in die kirchen 9 ). Du nam sin eldeste soen Ludewig das regement an sich. Dufs a ) schribet eynteyl Lampertus 9 ). Auch eynteylfs in der Doringer croniken 11 ) 10 ). Ludewig der ander, grave zu Doringen unde zu Hessen, quam nach sins vater dode an die hersschaff. Dusfser wart geheyfse 11 der sprenger"), alfs hirnach geschrebin stehit. *bi. 88. *(Hir sal stehin grave Ludewig der II., genant der sprenger, mit syme wopen.) •111. 88'. *Do dusfser vorgeschrebin keifser nach eyn kynt was, du bath he eynen schuler, das hc eme gebe eyne silbern piffen 12 ), da- midde he spilte; wurde her eyn keifser, so wulde he eme eyn bischthum geben. Der schuler gab eme die piffen, unde darnach, alfs er keifser wart, du vermante er en der gelobede; unde eme wart das bischthump. Darnach wart der keifser so kranck, das he 3 tage ungesprochin lag. Die bisschoffe unde paffen, die der keifser bie sich hatte, die vastedin unde boden mit andern luden vor des a) Auch—Hermanni scheint nachträglich zugefügt. h ) Dufs—croniken scheint nachträglich zugefügt. ') 8. d. vor. Arnim. Eng. citiert Z. 41 Vinc. '25\ 19. 2 ) Bol. 72' Z Iff- :1 ) Flores temp. 237 Z. 43f. 4 ) Lampert, Ann. 62 Z. 15; 63 Z 4 u 6f (W; B ib Luitpoldus). ») Vgl. Successio ep. Mog. 359 Z. 10—8 v. u. (Luiboldus). Lampert 77 8. 6-9 (B 1 Lupoldus). 8 ) fLampert. Bihell, de inst. H e,v : cccl.J, s. Lamperti Opera 352 Z. 5ff m. Anw,.**, 353 Z. lff. ') Lamp?*' Ann. 64 Z. 25; 66 Z. 7f. ») Thür. (Stolle 122 — mit '1050' —, Urs. 12f> 0 '- ») S. Anm. 4, 5, 7. 10 ) S. Anm. 8. ") Thür. (Urs. 1255). ") VinC ' fistulam, qua aquam iaculantur. Landeschronik. 89 keifsers leben. God gab, das he widder sprechen wart; du sante er snellicklichin zu dem bisschoffe, des die piffe gewest was, unde sprach: 'ich byn durch der pifTen willin in solcher grosfser pyne gewest, das al der werlde für eyn schimp ist vor den flammen, waiite die tufele blifsen mit gluenden piffen 1 ) furige flammen uwer mic h, das muste ich lyden vor die silbern piffen, die du mir gebest vor das bischthump, des du nicht lenger besittzen salt'. Unde sattzste en abe. Alfs man das lefset in dem Spigel der historien an dem 26. buche in dem 19. capitele 2 ). Hir sal man exempla jiemen, das eyn ickclicher collator unde lehinherre sal die geistlichen lehene luterlichin durch goddes willen geben, unde keynerley geschencke, gift adder gobe darumbe nemen. Auch sal eyn furste da r zusehen, das syne rethe adder syne dienere, die vor ymants be de thun, auch nichts darvon entphangin, wante efs ist alles Sl monia unde geistlich wucher. Du man schreib nach Cristus geburt 1056 jare, du starp der 1051 v°rgenante kcifser Hinrich 3 ). Unde hir ist zu mircken, das der ^asciculus schribet dusfsem dritten keifser Hinriche (wilchin er nennet der ander Hinrich) vaste jare zu*), da Mach vil andere hi- *bi. t st onen darwidder sagen. Wie deme allin, so wart dusfser keyfser U Spira begraben, unde sin soen, der dan uff die tzyt jung was, narn c las regement an sich 5 ), unde durch anewifsunge siner lieben TOUter bestunt er wole regiren 6 ). Nu hatte er etzliche bofse rethe m syme hoffe, bynamen den crczbisschoff zu Bremen, genant Adel- Ber tus, unde grave Wcrnher mit erme anhange 7 ), dieselben ryden £ me unde sprochin, er ensoldc siner muter nicht fulgen, unde Dr achtin cn auch darvonne. wante sie enkonden vor der keyfserinnen ^ re secke nicht gefollen. Unde hilden den jungen konnig zu unkenden, alfs zum speie, zu mussiggangc, zu unkuscheyt unde zu er Jacht. Hirumbc kreig der hcrre grosfse liebe darzu, unde be- z °chte nicht der werlde frede unde noit»). Sundern was das rieh V U Scll icken hatte, das regirten syne rethe. Unde wer lehenschafft °m konnige haben sulde, efs werin bischthumme, abtye, pastorye, P Menden, pharre, altaria, darzu werntliche lehene adder wilcherley as were, der muste sulchs irst umbe die vorgenanten rethe mit feOlseme geschencke, mit grofseme gelde unde gute kouffen 9 ). ^ sus wurden en ere secke foll. Unde stunt ubbel in der werlt, «mh 6 WGr Vil ^ cltis g e g ebin kunde - der künde auch bliben. Hirsch 11 wurden vile strafsenroubere, vile mordere und vile grofsfser de u'' nach dem s P rocrie Ecclesiastes (das dudet, in dem buche r Wifsheit zu dem foleke gemeynlichin) an dem 10. capitele; dar 108>i P im - P er ßstulam iaculantes. 2 ) Vinc. 26, 19 Z. 32—44. Auch Eng. 69 y 49 ~ 56 < m ü Citat haec omnia in Speculo. 3 ) Lampcrt, Ann. 68 Z.l_, IV v l V '-> 1 - Könige (Kap. 2) 432 Z. 13. 4 ) Bol. zählt Heinrich LU, Hl ' 79' Uts Kaiser Henricus II, III, IV ; er setzt sie in die Bubrik Imperatores ein Züalf' 74 ' 75 > soda/s der mittlere äußerlich zu kurz kommt. Doch hat G-.die ZamJ 6 J Mnis '7,48,15 nicht beachtet. 6 ) Lampert 69 Z. 22-27. ) W- 1088 V 69 Z 28-32; Lamperti Opera 353 Z. llf- Königsh. 432 Z Uf\ Eng. v wie grave Ludewig uff der jacht ist, unde *bi. se'. -^ __ r d yner eyncr herstichet den alten phalczgraffen zu Sassen.) a ) Bs. durstach. 4 ) T„ ^ Lam P- Joas. ') Lamp. 78 Z. 22-27. 3 ) Vgl. oben S. 87. Gom? P 79 Z - 8 ~ 20 - 6 ) S - d - mr - Anmn - 6 ) Goscck Schlorffs Hs. *• 7 ) Thür. (vgl Urs. 1255 unten, Stolle 122 unten). g2 Landeschronik. *bi. 87. * Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1065 jare, du nam 1065. grave Ludewig die vorgenante frauwin Alheyd zu der ee. Unde gewan von ir 3 *) sone unde 3 tochtere. Der irste son hyfs Ludewig, der wart nach eme eyn grave zu Doringen unde zu Hessen'). Die andern tzwene sone starben in der jogent"). Unde die irste tochter, Kunne- gunt, die buwete das monster zu Kaldenburg 1 ) bie Sangcnhufsin, unde sie wart eyme graven 5 ) zu Sassen zu der ee. Die ander tochter 6 ) wart eyme graven 7 ) zu Wymar, unde die dritte 8 ) wart eyme graven") von 1065. Waldensehe 10 ) ll ). In dem vorgenanten jare du buwete marggrave Otto in der marg zu Hessen eyn slos an der Loyne unde nante das 1067. Margburg 12 ). Darnach alfs man schreib 1067 jare, du starp dusfser Otto (der dan auch kortzlichin eyn marggrave zu Doringen wurden was 13 )) an liebes erben. Defs frauwetin sich die Doringe, darumbe das er der irste was, der sich gab in die tzehinden. Alsus schribet Lampertus Leodicensis u ). (Hir sal stehin, das marggrave Otto buwet Margburg.) *bi. 87'. *Frauwe Uda, die gegebin wart dem graven von Lynderbeche, von der hirvor geschrebin ist 15 ), die dan graven Ludewigs des Sprengers swester was, dieselbe gewan eynen soen, der hyfs Beringer, der wart hirnehist zu Reynhartfsborne begraben. Grave Beringer, der dan defs Sprengers bruder was 16 ), der 17 ) lifs 3 sone. Eyner hyfs Ludewig, der buwete das slofs Lar unde wart eyn grave da. Der ander hyfs Diderich, der wart eyn grave zu Bercka. Der dritte hyfs Curt' 8 ), unde was der irste grave zu Hoensteyn unde buwete das 10 ). Derselbe gewan vorterfs eynen soen, der hyfs grave Elger, der buwete die Elgerfsburg, nach sym e namen, unde das monster zu Ylefelt. Dusfse geschichte findet maß in der Doringschen croniken 20 ). (Hir sal stehin der grave von Hoensteyn unde buwet dasselbe slos. Auch sal hir stehin, wie 2 slosfse, Lar unde Elgerfsburg, S e ' buwet werden.) »bi. 88. *ln dem vorgenanten jare, alfs du man tzalte nach gotte s 1067. geburt 1067 jare, du buwete grave Ludewig das slos Warppurg bie Ysei 1 ' ache. Unde alfs man saget, so quam efs alfso. Zu eyner tzyt reyt er jagen in dem Eselberge 21 ), unde fulgete dem wilde bifs an die Horsel be- neddir Ysenach, unde quam uff den berg, da itzt Warpurg lyt, zu warten» bo das wilt ufslieffe. Da behagete eme der berg alfs wole an der gelegi°' heyt, das er zu eyme slosfse wole zu wege lege, gerume unde wyt gnungi ■) Thür. 4 -) In der Thür. folgt Otto, bischofi' zu der Neuenburg {^f v. Naumburg-Zeitz). ») In der Bgttf. Bl. 14 hat G. nachher: 3 sone; l£ d **. der dritte; Herman starp in dem gefencknifs; Otto wart bisschofi'zu Cicz. 4 ) * fl * d bom; Schlorffs Hs. Kaldenborn. <■) Rgttf. Wigman. 8 ) Bgttf. Al he ' ' ') Bgttf. Ulrich. ») Bgttf. Cecilia. ») Bgttf. Herman; statt Gerlff"; '") Wildensee; Schlorffs Hs. Wildensehc; Bgttf. Wildensee. ") Thür. {"!, 1255f). ") Eigene Erfindung; vgl. oben S. 87 m. Anm. 8. *J A* oben 8. 91. ") Lamp. 104 Z. 17-22. 16 ) Oben 8. 87. '") S- Pf* S. 87. ") Die Thür. hat statt Grave—der nur er, meint also nicht J» älteren, sondern den hier genannten jüngeren Beringer. Vgl. Anm. 19. . ' ■$ der Thür. ist Konrad der ander, Dietrich der dritte. ">) Ludwig und Vte «' iBWren Söhne des jüngeren. Konrad aber Sohn des älteren Beringer, s. Cr. Bet ' MG. SS. 30 I 520 Z. 18 f w, 521 Z. 25. Bie Thür. irrt also hier bezüglich *% rads, während sie diesen später richtig Brudersohn Ludwigs des Springers «« ^ s. Gerst. unten S. 110. Gerst. dagegen irrt mit seiner Aenderung unserer o ^ wieder darin, dafs er nun auch die Brüder Ludwig und Dietrich zu Söhnen älteren Beringer macht. >») Thür. (Urs. 1256). ") Inselsberg; *■ Emselbcrg (Enselberg). Landeschronik. g-i unde were stickel unde veste, unde mit der fart wole daruff zu kommen, as er tag unde nacht daruff sänne, wie er en zu eme brachte unde ge- uwete. Nu horte er die von«j Mittelsteyn ane unde die hern von Franck- e yn, das bie Salczungen lag, das eyn gesiechte was, unde Salczungen >t den dorfferin obber den walt bifs geyn Ysenach worin er. Du c uckte er defs nachts, das man erden von dem syme in korben uff den er g trüge. Unde quam darnach unde hatte em lasfsen zu Schonenberg 1 ) gute berckfridde machin, unde slug sie da mit gewalt uff. Du wart er on den hern zu Francksteyn beclaget vor deme Romschin onnige, unde so wart er bededinget von dem riche, warumbe er sich s eren mit gewalt unde frevelich underwonde. Da sprach er, das slos V? e ' u ^S es lagin uff das syne, wante efs horte zu sin er herschaff, unde . e das biebrengen mit rechte. Du sprach man usfs, künde er das beh , rec k te salptzwelfte mit erbarn luden envifsen unde mit erin eyden r> a 'ten, die frumme unde unversprochin weren, defs mochte er genyfsen. dra'V - C 6r tzwe,nr r ' tter u ^ s > die eme dazu behulffin gewest worin, unde ürc j lc m '. t den uff den berg Warpurgk, unde steckten die swerte in die sv en ' c "e er daruff hatte laisfsin tragin, unde swuren, das er da uff dem jj Q • gebuwet hette, unde von alter der bodden zu siner herschaff in p Ui . 111gen ge-*hort hette. Alfso buwete er du das keyserliche slofs War- *bi. 88'. Du 1 densclbin getzyten was efs dure unde vil hungers in dem lande. stev aUe grave Ludewig vil kornfs unde gab efs zu lone, unde lifs Und" 6 V° n C ^ em Seheberge bie Gota dar füren, unde buwete das mufshufs deck an dern kemmenadin unde torne daruff. Unde lifs es mit blye czi 1°' arn ach so brante efs mit der dachunge abe unde du wart efs mit gels ^eynen gedecket. Alsus lefsit man in derDoringschen croniken 2 ). *7TT ' Duwet man das slos Warpurg.) die '^ m ^ c dusfsc getzyte was eyn herezog von Polen, den frofsen *bi. 89. rj f mufse ;> unde in alle syncr gewalt mochte er sich nicht erweren. g ew S ,* e kit man in Fasciculo 3 ). Auch geschacli efs eyme andern W j rt a dl S' m unde mechtigen 4 ), der safs uwer tische in eyner grosfsen den ' du quamen die mufse, der was an tzael, unde fylen an aber &r r ° ifsmecnti 8'en. Da slug unde warf alleman uff die mufse, ev c ' s e nhalff nichts. Defs wart er von sinen dienern mee wan Sw urn arm ^f ustscn °f s uff das wasfser in eyme schiffe gefurt. Du a Uch r Cn dlC mufse an das schiff unde fylen an en. Etzliche bisfsen s 'ch f 0 °u er m das scn 'ff> da liff das wasser yn, so das die diener Und ten ' sie mustin alle herdrincken, unde füren zu lande. dinp- n ^ mant mochte den mufsen erweren, bifs sie denselbin aller- a nde ^ antz un de gar vertzeret hatten. Unde die mufse dadin Spi„ r ? "ynandc keyn lcyd. Dusfse geschieht lefsit man in dem Or n ' stor ' en an dem 26. buche in deme 117. capitele 5 ). d er j^" Cn erwifse nu, alfs der vorgenante junge konnig Hinrich ^___ • 8"eplegin hatte vil unkuscheyd, unde das in eyne gewonheit a ) Hb. den; unten Bl. .94' (wie Thür.) die von. ^ Thür jhauenburg (Sclmumburg) bei Fricdrichroda, vgl. oben S. 47 am. Ende. 8 ) Hol %r s - 125 ßf' zum letzten Stück vgl. Germania 17, 137 u. Stolle 122). Val 'ante s ■ 9—11 Mures infinitae conveniunt, quendam potentem circum- Cu 'dam i C)uodam convivio, et non poterant abigi, donec devorassent eum. Idem "Operator « pi p °loniae contigit. *) So Rol, s. Anm. 3; Tino, adversario oben » »"""id. ») Frei nach Vinc. 26, 117 Z. 8—23. Zum Wortlaut vgl. a - ™ u . 80f. qj Landeschronik. bracht hatte, so plag er solcher bofsheyd auch bie siner elichin frummen frauwen, unde brach syne ec. Dartzu ward er der konnigynnen gram, unde hette gerne eyne orsache an sie funden. Hirumbe 1 ) so drug er ane mit eyme fryhern, das er versuchen sulte, ob er sie zu falle brengen mochte, unde gelobete eine darumbe vil gutes. Dufs thet der keyfser darumbe, das er syne frauwen alfsdan vertriben adder dodin mochte. Der fryhcrre leyde ir zu vil bede unde flee, vil fruntschafft, vil gelobede, unde deth *bi. 89 1 . ir vil verdriesfses ane, *unde enmochte doch nicht synen willin mit er follinbrengin. Zum letzstin, du hc nicht abelyfs, du besehyd sie eme stunde unde stedde, alfsbalde er herrc nicht ynheymfs were. Das sagete der fryherre dem keyfser, unde sprach nach dusfsem exametro: gutta cavat lapidem non vi, sed sepe cadendo 2 ); das dudet: der droppe, der flifslichin feilet in eyn, herweichet dicke den harten steyn. Dusfser mere wart der keyfser fro unde sagete siner frauwen gute nacht, he muste in ferne lande. Alfsus tzoch der ferne, der da hart na bie bleib. Diewile sammede die keyscrinnc stareke knechte mit grosfsen knoppeln in frauwcnklcdern in die stedde unde uff die tzyt, alfs dar bescheidin was Der keyfser quam dar gar heymelichin geslichen. Die frauwe ryff eren meyden, das sie sehin, was so spade in erc kammern queme. Sie funden unde slugen den dyp wol sere. He ryff: 'ich bin efs, der keyser'. Da wart dy - frauwe herschrocken, unde strafte cn gar hertlichin unde sprach: 'bo eyner recht hynne hait, das ensal hc nicht stelen'. Du meynte der keyfser, he were uff beyde siten verraden unde betrogen, unde lifs den fryhern darumbe dodin unde wart der keyfserinnen VI» grammer, dan er vor was, unde thet er vil ungemaches. Auch hatte der keyfser eynfs banirhern von Schartfelde frummen frauwiO untzochticklich genoittzouget, die klagede das vor den hern 3 ). Unde er beging vil bofsheit mit unkuscheyd, das eme die lüde grani worden. Dusfse geschiente beschribet meister Didcrich Engelhufsio in syner croniken 4 ). *bi. 90. *(Hir sal stehin keyfser Hinrich der IV. mit syme wapen.) *bi. 90'. * Darnach alfs man schreib nach gods geburt 1069, du hisch 1069. dusfser keyfser Hinrich die fursten, gc'yn Wormfs zu kommen n* Juni, den pingestheilgen tagen, unde hatte darselbis eynen grofsen raiö unde gespreeche mit den hern 5 ), das er gerne von syner c ^ c ^ t gemaheln were gescheyden wurden (die er dan 3 jare gehab hatte 6 )), wante er was er gram unde hette gerne eyn ander wyp gehabt 7 ). Nu hatte er vorhynne mit bisschoff Sigcfrido zu Men^ synen besundem raid gehabt 8 ) unde mit eme angetragen, mochte er eme gehelffin, das he von er gescheyden wurde, so wuldc e eme widder helffen, das Doringerlant eme sulte tzehindin gebe" 1 ) unde ob sie das nicht mit willen thun wulden, so wulde er sie fl» gewapender hant darzu czwingen. Der bisschoff was der mere » ') Diese Einleitung nicht bei Eng. 2 ) Bei Eng. in Prosa. %„„w- signiferi sui uxorem violavit in Castro Seh. 4 ) Eng. 1090 Z. 23-39. 6 ) ^ L 105 Z. 21 «. 23f. «) Vgl. Lamp. 103 f. ') Eigene Zusätze. 8 ) *Ä rem secreto agit. 'Sonderbesprechung' übersetzt Eigenbrodt, Lampert u. die w auslegung 16 ff. Landeschronik. 95 unde gelobete dem keifser das, unde der keyfser gelobete widder- umbe, dem bisschoffe zu den tzehindin zu helffin. So sprach der keyfser zu den fursten unde hern, wie das er mit syner frauwin keyne gemeynschaff fleischlicher bände gehaben mochte, unde Kunde nicht mit er elicher verbindunge zu schaffen gehaben, unde enwuste nicht, wovon das zuqueme adder was die schult were anders, dan das villichte god nicht haben wulde; unde swur des pynen eyd, das sie nach syner halbin eyne jungfrauwe were. Hirumbe so bath er die fursten durch gots willen, das sie nicht vor uwel uffnemen, sundern des gestatten, das er von syner frauwin mochte gescheyden werden; ob efs god versehin hette, das er lochte mit eyner andern verbonden werden, defsglichin sync rauwe eyme andern gegebin wurde, uff das sie beydesampt eynen ^ el 'gern euch besittzen mochten. Dusfse redde missehagete allin rstin, die dar geginwirtig woren, ufsgescheyden dem bis-*schoffe *bi. di. Mentz, der dan defs kcyfsers meynunge beschurte unde zum estm verantwerte, bo er kundc. Ydoch so woren die andern r stin darwidder. Defs wart eyn ander tag bestymmet geyn Mentze, das die fursten alle suitin dar kommen in der nehistin wuchen Okt. v sent Michaelfs tage 1 ). In derselbin tzyt nam der marggrave oassen, genant Dedi, die wytfrauwin marggraven Otten von oringi n) vorgenant 2 ). So enwulde en der bisschoff von Mentz 3 ) Cht belenen mit den gutern, die marggrave Otto vor gehabt hatte, gelobete eme dan die tzehinden zu gebin, inmasfsen sin vor- rn thun muste 4 ). Defs enwulde marggrave Dedi nicht thun, rj'.rn er wart uneynfs mit dem bisschoffe 6 ); unde sprach die ? °5?£ e a n umbe hulffe; er wulde en biestehin unde hoefte zu soade, sie wulden sich des unrechten weren 6 ). Die Doringe woren de s fro unde staltin sich uff harnesch unde uff gewere Alfs das s r bisschoff herfur, du wart er grymmick unde tzornick, unde jP a pn den keyser ane umbe hulffe, unde klagete eme, wie das die Scli ri "& e sich gestalt hetten uff er harnesch, dem stifft zu Mentz rj Q a en z u thun. Nu was der bisschoff heymmelichin fro, das die hett' 118 ' 0 Sich uff er were % eyn en stalten > uff das er evne o^ 0 ! 16 D e ' s ynen hasfs mit krige unde phede an den Doringen zu rechin. n iachtT fser sa 8" ede dem bisschoffe zu, er wulde eme mit gantzer •'ch k clffen - Du d as die Doringe herfuren, do santin sie treff- nichi bo 'tschaff zum keyfser unde sprachen, wie das sie er harnesch Sllnd Unf den bisschoff nach durch mutwillen zugerustet hetten, d er L^ n das sie sich defs unrechten mochten herweren. Unde so wuld Cn °ff sie lyfse bie rechte unde bie erin alten fryheydcn, so S 0 n sie eme *biestaen unde syn lant unde lüde beschudden 7 ). *bi. bi'. r echT k S * e w ^ d der recht dringen wulde (wiewole sie eme keyn er '. beyde, geistlichin nach werntlichin, gewegert habin), so sulle .^J^sen, das sie sich bie dem heyligin sacramento verbonden lamt) 2 L T p - 105 z M 6 *'* 106 z 2t *) V 9 l - oben S - 9Z - " ] ?£ 4nm'i lt M sicfl um diversi domini. Doch vgl. Holder-Egger zu Lamp. Vti ") Val T *) V 9l- oben S. 91. 6 ) Lamp.: regi . . . bellum parabat. ls —IS -, amp 106 Z 2* bis 107 Z 7 - 7) Frei nach Lam P- 107 Z - ' ' 13-15, 23-25, 28-30, 25-27. 96 Landeschronik. habin mit erin eyden, das sie wullin eher in den toid gehin, dan das sie nuwe beswerunge gestaden wulden, auch keyne roubere adder ander verdruckunge widder recht lyden wulden 1 ). Du der keyfser das horte, du gab er en gar eyne gutliche antworte, so das sich die Doringe zum keyfser keynfs argen willen versahen 2 ). Dcfs tzoch der keyfser heymelichin unde sncllicklichin in Doringen, unde gewan tzwey slosfse, Bichelingen unde Schidingen 3 ), unde gebot den Doringen, sie sulten dem bisschoffe die tzchinden gebin 4 ). Aber sie kartin nicht sich darane unde widderstunden herticklichin. Darumbc buwete der keyfser eyn slos, genant Hartefsburg, in meynunge, das er das lant betzwingen mochte 5 ). Indes neichte sich die tzyt des tages zu Mentz, alfs der keyfser sich wulde scheyden laisfsin von syner frauwen 6 ). Hirumbe tzoch er widder ufs Doringen, unde lifs etzliche rittere zu Nortbufsen liggen"), unde er czoch mit dem bisschoffe geyn Mentze 8 ). Nu was sulch handel der scheydunge geyn Roma vor den bobist geschollen, darumbe sante er eynen legaten geyn Mentz uff den tag. Der legate hyfs Petrus Damianus, unde brochte bullen von Roma, unde drauwete dem bisschoffe zu Mentz ewigen bannen, darumbe das er zu solcher sontlicher scheydunge bchulffen was 9 ). Unde des bobists bulle hilt, wie das der keyfser uncristliche dinge vor sich neme; unde ob er nicht herschrecken wuldc vor demc godlichin adder vor deme mentschlicheme gesettze, so sulde er doch sich dar abekeren umbe defs bofsen gerochtes willen. Durch wilch bofse exempel das cristliche folck vergiftiget unde beflecket wurde, demselbin bofsem *m. 92. ingange nachzufulgen. Unde der keyfser der * cristenheyd, der buche sin sulte eyn verstorer der sunde, der wurde eyn vermerer unde eyn banirtrager der bofsheyd 10 ). Alfs die bulle gelefsin wart, du sprochin die fursten, der bobist hette recht. Unde vorterfs so boden sie den keyfser, das er durch god sulch laster syner wir- dickeyd nicht zulegede, dardurch die kcyfserliche majestete beflecket wurde u ). Alsus wart eme so vil ingetragen durch gebode unde durch bede, das er sulchs abestalte, aber er bleib der keyfserinnen gehasfs 12 ) unde wart tzweydrechtig mit dem bobiste, unde darvoti quamen vil bofser dinge. Dusfse vorgeschrebin geschichte be- schribet Lampertus Lcodiccnsis in syner croniken 13 ). Von dusfse 1 " czwcydracht quam grosse errunge, groifs unglucke unde grofs jamer in die cristenheyd. Unde alfs man lefset in der croniken v ° n Hirsfelt an dem andern buche, so herhubin sich vier grosfse plag e - Die irste, das der keyfser darnach stunt tag unde nacht, wie & Doringerlant beezwingen mochte 14 ). Die ander plage, das de ') Lamp. 107 Z. 30 bis 108 Z. 2. ") Frei nach Lamp. 108 4*U «) Lamp. 108 Z. 4-8. ') Lamp. 108 Z. 20f. *) Bei Lamp. ffifgß die Harzburg 131 Z. 27 zum 1. mal; als neuerbaut wird die Burg erst lo9 <»> ^ mit aufgezählt. '•) Lamp. 109 Z. 7f. Vgl. oben S. 95. ^ T N „ 109 Lamp., der die curtis regia Northusun nur 234 Z. 26 erwähnt. 8 ) ^ aT ^' soft Z 8 ohne Erwähnung des Bischofs. ") Frei nach Lamp. 109 Z. 9 ~~ n Ajß. 11—13. l0 ) Lamp. 109 Z. 22 bis 110 Z. 3. u ) Lamp. HO Z. •> ") Frei nach Lamp. HO Z. 17—33. ") Lamp. 105—110, s. d. vor. *' ") Vgl. Lamp. 107 Z. 13ff. Landeschronik. 97 bisschoff zu Mcntze Doringerlant uff czehindingcbin tzwingen wulde'). Die dritte, wie der keyfser vcrfulgcte Otten von Sassen, herezog zu Beyern, mitsampt dem lande zu Sassen 2 ). Die vierde, das der bobist mit dem keyfser czweydrcchtig wart unde mit der paffheyd 3 ) 4 ). Darufs dan vorters quam so grosfse errunge unde czweydracht tzus- schin den paffen unde den leygen, alfs hyrvor ymehe gewest ist 5 ). Alfs man das wol hirnach horin sal. Alfs man schreib nach gots geburt 1070 jare, du was eyn 1070. eddel forste, genant herezog Otto, von Sassen geborn, unde er was eyn herezog zu Beyern, unde was gar groifs unde wol gehaltin in defs keysers hoffe 6 ) durch siner dogende willin. Unde alletzyt sagede er dem konnige die worheyd unde ryd eine zu der gerech- tickeyd?). *Defs verdroifs etzliche im hoffe, unde gedochtin, wie *bi. 92'. S1 c eme mochten cynen ungnedigin hern machen. Hirumbe ge- ^betin sie eyme gelt zu gebin, der hyfs Egenen, das er sprechin sulte, wie das herezog Otto den keyfser wulde toid slagen 8 ). Dufs geruchte quam ufs unde quam vor den keyfser. Der keyfser klagede efs sinen rethen; die blifsen alle darzu, wante sie hattin. Su lchs angetragen 9 ). Defs wart der keyfser tzornick 10 ) unde czog mi t grofser macht dem herezogin vor sin slos genant Hanensteyn, unde hifs das zu gründe abbrechin, unde tzoch vorters vor das slos Tesenberg, das zu der tzyt auch defs herezogen was, unde wie- w °le das slos unuwerwynlichin was, unde auch geschosfs, essen- s Pifse unde alles rades gnung darinne was, so das sie efs nicht m ochtin gewunnen haben, ydoch so gabin sie sich, die darinne waren 11). Alsus schribet Lampertus Leodicensis in siner croniken 12 ). (Hir sal stehin, wie der keyfser verstoret das slos Hanensteyn unde gewynnct das slos Tcfsenberg.) *Hertzog Otto besammete sich auch, so ir bestes mochte, *bi. 93. " n de czoch in Doringen, unde nam des richs stedden unde dorffen, °° er künde, unde brachte gar eyne grosfse name enweg. Alfs da s geschrey quam, du versammetin sich die Doringe, die dan v °rmal(s zusammengesworin hatten, das sie keyne roubere adder verdruckunge liden wulden 13 ), unde czogen en nach, unde quamen an die fiende na bie Esschewe, unde stridden mit eynander, unde dle Doringe verlorin den stryd, so das er 300 toit blebin; unde u ff defs herezogin sitin blibin 4 14 ) toit unde 2 wurden verwunt. Dufs geschach des nehistin tages nach sent Egidius tag, alfs man schreib die vorgenanten jare unfsers hern Cristi, 1070 jare. Alsus schribet 1070 Sept. 2 Lampertus Leodicensis 15 ). (Hir sal stehin, wie die Doringe den stryd verlifsen geyn die Sassen.) ') S. LammerU Opera 354 Z. 8. Vgl. Lamp. 107 Z. 16ff. 2 ) S. Lani- Perti Opera 354 Z. 7. Vgl. Lamp. 113ff. °) Vgl. Lamp. 111 Z. 6ff u. 23ff; J*fl Z. 4 ff. ■») Lampert, Lihell. de inst. Herv. ecel. II, s. d. vor. Anmn. ) Königsh. {Kap. 2) 433 Z. 34—36 (die gröste zwegunge u. krieg). ") Lampert, Ann. us Z If. 7 ) Wohl eigener Zusatz. 9 ) Lamp. 113 Z. 3 — 11. ) Lamp. us z. 'l5—18. 10 ) Vgl. Lamp. 114 Z. 11 f u. 23f. n ) Lamp. 2 P Z. lßf u . 21—28 ") Lamp. 113—115, s. d. vor. Anmn. l:l ) v 0 l - °»en S. 95f. >>) Lamp. unus; wohl von G. verlesen. 16 ) Lamp. 116 £ '3—7 u. 16—25; 117 Z. 1—3. 98 Landeschronik. *bi. 99'. *Alfs nu der keyser hcrfur, das herczog Otto sinen steddin in Doringen so grosfsen schaden gcthan hatte, du besammcte er eyn grofs mechtig here und czoch in Sassen 1 ). Unde gewan dem herczog abe die kostlichen staid Luncburgk, unde bemante die mit vilen usserweltin rittern; dar was grave Ebirhard von Ellenburg eyn houbtman uwer 2 ). Unde der keyfser stunt tag unde nacht darnach 8 ), das er gerne das ganeze lant zu Sassen hette an sich bracht 4 ). Alsus schribet Lampertus Leodiccnsis in siner croniken 6 ). Bie dusfsen getzytin quam uff der ordo der thumhern, wilchcr irst von den aposteln, darnach von sent Augustino geschicket, ge- ordent unde gesettzt wart. Auch quam uff der ordo Grandimonten- sium, genant der eynsiddel ordo, durch eynen heiligen geistlichin vater, genant Stephanus 6 ). 1071. Alfs man schreib nach gots geburt 1071 jarc, du was die keyfserinne zu Mentz, unde geberte darsclbis eynen soen; unde nicht lange darnach starp das kynt, du lifs efs der keyser füren 1071. geyn Hartefsburg unde darsclbis begraben 7 ). In demselbin jare sante der keyser den ertzbisschoff zu Collen, genant sent Anno, in Doringen unde in ander lande, etzlichc botschaff zu werben 8 )- So geschach efs, das der genante bisschoff Anno herbergete zu Salefelt unde sach der thumhern ungeordente leben; hirumbe so vertreib er sie, durch hulffe des keysers, unde satzstc monche darin 9 ). Defsglichen stifte er eyn cloistcr zu Sigebert 10 ) unde eyn in West- phalen, genant Graschaff, die er dan alle drye gar erlichen begiftigete *m.94. unde kostlichen wole buwete 11 ). *Zu dusfsen getzyten buwete der keyfser vil nuwer slosfse in Sassen unde auch in Doringen 12 ), alfs Mofseburg, Wigandesteyn 13 ), Sassenstcyn, Spatenburg, Hcunoburg l4 )> Asenburg, unde Vockenrad, das vormalfs her Friderichs, phalczgraven zu Sassen, gewest was 15 ), unde sattzste uff die slosfse amptlude unde foyde, in meynunge, das er die czwey lande beyde, die Sassen unde die Doringe, nach sinem willin beezwingen mochte 16 ). Dufs schribet Lampertus Leodiccnsis 17 ). (Hir sal stehin, wie der keyfser lefsit buwen 7 guter slosfse uff die Doringe unde uff die Sassen.) *bi. 94'. * Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1073 jare, du wart 1073. die stad Ysenach von nuwenfs gebuwet, da sie itzunt Iyt. Nu w aS vormalfs eyne alte staid gelegin uff sent Peterfs berge tzwischen der Horsel unde der Nesfse, die hyfs auch Ysenach, darumbe das man das ysen dar machte; die wart verstoret unde die lüde czoge" herabe in die nuwenstad Ysenach. Dar worin auch dorffere, die ') Nicht so bei Lamp., doch vgl 117 Z. 17ff; 119 Z. 23 ff u. *■ w ' ') Lamp. 160 Z. 1-5 (oecupaverat, imposuerat, ohne Jahr), vgl. die Erwähnung Eberhards 119 Z. 28 ff. Bas richtige Jahr wohl 1072 s. Holder-Ec/ger zu Lamp- 160 Anm. 1. ») Stehende Formel. 4 ) Nicht so bei Lamp, doch W- 160 Z. 5ff. 5 ) S. d. vor. Anmn. «) Mol. 73' Z. 16-15 u. 17-16 v. «• *) Lamp. 131 Z. 25-28. ») Nicht bei Lamp.; vgl Anm. 9. *) &»%. 132 Z 8f; Thur., wo jedoch für Anno EB. Sigwin v. Köln steht, 'ein Amtmaw Kg. Heinrichs-' (vgl oben: botschaff zu werben). ">) Lamp. Sieeberg. ") ^^ 244 (.') Z. 11-19 ») Vgl. Lamp. 140 Z. 25f. >") Lamp. HartesbuiR («» G. oben S. 96 vorweggenommen), Wigantestcin, Moseburg. ") Lamp. Hv™ cl „ bürg; über Varianten s. das. 159 Anm. 0; 161 Anm. d. 15 ) Lamp. 1° 9 "' 26—31. ,8 ) Frei nach Lamp. 141 Z lff. ") S. d. vor. Anmn. Landeschronik. 0,9 hortin die von Mittelsteyn anc, alfs Oberstedefelde, der teil hinder s ent Katherinen, unde Ammera, das in der Ammerunge felde lyt, die wurden alle wüste, wante die lüde tzogen eynteylfs in die nuwinstad Ysenach unde arbeyten den acker darufs; alsus namen die dorffere sere abe unde wurden wüste. Alfs a ) man das lefsit in der Doringer croniken l ). (Hir sal stehin, das man buwet die stad Ysenach").) *Die amptlude unde defs keysers foyde, die dan uff den vor- *bi. 95. genanten slossen worcn, die dadin den luden in den landen grosfsin verderplichin schaden unde vil obberlast; defs qtiamen vile klage v or den keyfser, aber er cnwulde defs nicht horin, sundern er wart en y lenger y gehasfscr 2 ). Hirumbe so drug er ane mit bisschoff Sigefrido zu Mencze, das er die tzchinden heisschen sulde, alfs er vor- m alfs gethan hatte, wante er wulde eme darzu helffen mit gantzer macht, soferne das emc der czehindin eynteylfs wurden. Der bisschoff wart des fro, unde machte mit deme keyfser synen verdrag heyme- hchen, das er wüste, was eme darvon werden sulde. Unde in demselbin vorgenanten jare du man schreib nach gots geburt 1073, 1073. du geboit der bisschoff eynen seent, uff den 10. tag defs mertzefs März 10. z u Erffurt zu haltin, der czchinden halbin. Uff den benantin tag quam der Romsche keyfser mit dem bisschoffe zu Mencze 3 ). Dar quam auch Hermannus, bisschoff zu Babinberg-, Hezel, bisschoff zu Hildenfsheym, Eppo, bisschoff zu Citze, Benno, bisschoff zu Osen- brucke 4 ). Dartzu vile doctores, schriftwifsen unde Sophisten, die mit erin listen unde behendickeyd sulten die geistlichin rechte uff des bisschoffs zu Mentze gevallen ufslegen unde duden 5 ). Dartzu hattin sie eyne grosfse schare wapener bie sich, ob ymants dar in- truge, das sie den in gefenckenisfse mochtin brengin, unde so mit klugheyd sampt gewalt an die tzchindin kommen mochten. Die Doringe sattzstin crin hoffen allermeyst zu den czween stifften Fulda unde Hersfelt, die dan vil grosfser doctores unde gelarter lute auch dar hatten, nachdem sie vile kirchen unde untzelichen vil gutere in Doringen hatten; in meynunge, so die czwene stiffte sich geben in die czehindin, so mustin sie auch die czehinden geben. Defs ginck der apt von Fulda unde der apt von Hersfelt mit den Doringen *bi. 95'. v or die hern, unde bodin den bisschoff, das er sie lifse bie erin alten 1 ') fryheytin unde privilegien, die sie von dem heiligin stule zu Kome hotten, unde gedochte darane, das alle bisschoffe zu Mentz, s me vorfarn, der dan vile heyliger manne gewest werin, noch ny keynen indrag adder keyne beswerunge bisfs uff bisschoff Luippol- dum gethan hotten. Der bisschoff antworte unde sprach, wie das die alten bisschoffe hetten deme nuwin bekartin cristenfolcke vil uwersehin, darumbe das sie das folck desto lichtlicher zum rechten glouben bracht hetten. Aber sie sulten nu leben nach dem geistlichen gesettze, unde alfs ander cristenlute den tzchinden geben, a) Alfs—Ysenach auf Tektur (3 Zeilen). b) Hs. alten altin. ') Thür. (Germania 17, 137; Urs. 1257f); Umstellunaen. 5 ) Frei nach Lamp, ui Z 1—10 3 ) Lamp. 141 Z. 10—19. *) Lamp. 141 Z. 25 Ins US Z. 3. ») Lamp. 141 Z. 19—25. IOO Landeschronik. adder sulten von der eynickeyd der heiligin ertstlichen kirchen ab- gesneden sin l ). Da herhub sich eyne grosfse disputacio von beydeii siten, ob sie die czehinden buche") geben sulten adder ob sie buche fry bliben sulten. Da drauwete der konnig undc keyfser mit deme swerte, da drauwete der bisschoff mit deme banne 2 ). Du bodin die tzwene epte durch god, wulde man cn der bobistc Privilegien nicht haltin, unde wulde man cn defs heiligen keyfsers Karoli des grofsen fryheyd nicht halten, unde wulde man der alten bisschoffe zu Mcntz gnade sie nicht genisfsen laisfsen, das man dan von cn neme, wefs andern stifften undc geistlichin gewonlichin were, das was dry teyle den stiften unde das firde teyl dem bisschoffe. Der bisschoff sprach, er hette me wan czehin jarc darmidde umbe- gegangin unde grosfsen kosten unde schaden darufif getragin, sulche grosfse arbeyd wulde er nicht vergevenfs gethan haben, unde sie sulten eme die tzehinden vor fol geben, nachdeme sie auch mench jar sulche tzehinden versessen hetten. Die epte mit den Doringen wurden raits unde wulden appelliren geyn Roma. Du swur der keyfser bie syme eyde unde sprach, wer das dede, der sulte »ni. 96. sterben, *unde wulde eme auch al syn gut nemen. Defs herschrack der apt zu Hersfelt unde ging in eyne verdracht, so das er an 10 kirchin tzwey teyle defs tzchindenfs behilt unde deme bisschoffe wart das dritte teyl 3 ). Der apt von Fulda wulte des nicht thun. Hirumbe wart er verjaget ufs deme lande 4 ), und sulde er widder zu gnaden, so muste er von alle synen kirchen unde gutern die helfte geben. Alfs das die Doringe sahen, du gaben sie sich auch darin unde gabin die tzehinden 5 ). Nu geschach grofs schade von den nuwen slosfsen des keyfsers, wante die amptlude unde foyde dodin den Sassen unde den Doringen vile obberlast mit allerley verdruckunge, undc nomen den luden in den dorffen unde uff dem felde, wo sie künden, unde hisschen ungepurlichc tzinfse undc tzolle, unde wer sich darwidder sattzste, deme namen sie alle sin phe, unde betzwungin etzliche fryherin unde cddellute, das sie en dynen musten, alfs ob efs geburin werin. Sie namen auch etzlicheme erbar manne syne frauwen unde etzlichen cre tochtere mit gewart unde fürten sie uff die slosfse unde beswechtin sie an iren eren, unde etzliche foyde die noitezogetin die jungfrauwin unde ander frumme frauwen unde lifsen ire aldern, frunde unde menner zu- sehin 6 ), unde begingen so grosfse schände unde ubbcltaid mit den luten, das efs nicht zu sagin ist. Defs quam deygelichen klage vor den keyfser, aber er enwuldc der litte nicht hören, sundern er wifste sie ungnedicklichen von eme undc sprach, sie hetten efs geyn god versondiget, darumbe das sie die tzehinden so vil jare verhalten hettin. Unde wer so klagete, den warffman in gefenckenisfse unde nam a) Its. biche. ') Lamp 142 Z. 10 bis 143 Z 7. 2 ) Eigene Zusätze; vgl. Lamp-J^ Z. 23 in hac concertatione. :! , Lamp. 143 Z. 7 bis 144 Z. 7. 4 ) -"% Verständnis der Worte nee ad sua redeundi licentiam impetrare posset; er «"; nicht von der Synode fortgelassen. B ) Lamp. 144 Z. 17 — 25 u. U— J '' ") Lamp. pene aspicientibus maritis. Vgl unten S. 103 m. Anm. 1. LandeschrbniU. IOI eine sync narunge'). Nu gedochte der keyfser tag unde nacht darnach, wie er mochte die tzwey lande beyde, Sassen unde Doringen, under sich brengen 2 ). Hirumbe "so hatte er sinen heymelichin *bi. 96'. raid mit dem konnige von Denmarckcn unde mit andern fursten, die da gelcgin worin bie Sassen unde bie Doringen, unde gelobete e n, das sie eme hulffen, er wulde ickelicheme eyn teyl von den landen geben 3 ). Darzu finck er herezog Otten synen soen abc, genant herezog Magnus, unde fürte en geyn Hartefsburg, unde wulde en nicht loifs gebin, bifs sin vatcr gestorbe, so sulte er eme sin ganeze lant gebin unde daruff verezigen 4 ). Alfs das die Sassen herfuren, du santin sie ire botschaff in Doringen urabe eynen ver- bont. Defs woren die Doringe fro; unde quamen zusamen an eyner stedde, genant Tnteburg 5 ). Dar 6 ) was der erezbisschoff zu Magdeburg, genant Wezel a ), Bucco, bisschoffzu Halvcrstad, Hezel, bisschofif zu Hildenfsheym, Wernher, bisschoff zu Merfseburg, Cilbertus 7 ), bisschoff zu JMynden, Immet, bisschoff zu Padcborn, Friderich, bisschoff zu|'') Mymmegardeford, Benno, bisschoff zu Misfsen, herezog Otto, von Sassen geborn, herezog zu Beyern, marggrave Udo von Sassen 8 ), marggrave Dedi von Sassen 9 ), her Friderich, phalczgrave zu Sassen 10 ), defs vorgeschrebin hern Friderichs vetter 11 ), den der lantgrave herstach 12 ), grave Diderich, grave Adelbert, grave Otto, grave Curt, grave Hinrich, alle graven zu Doringen 13 ). Darzu die rittere, die eddellute in den landen, unde ander gemeyn folck, so das er woren me wan 60 tusent 14 ). Die verbunden sich bie dem heyligen sacramento uff erc eyde unde swuren zusammen, sie wulden ehir in den toid geen, dan das sie sulche verdruckunge lenger liden wulden 15 ). Difs geschach in deme obgeschrebin jare alfs man schreib nach goddes geburt 1073 jare 16 ). Dusfse historien 1073. beschribet Lampertus Leodiccnsis in siner croniken 17 ). Nu was der ertzbisschoff von Bremen, genant Tiemarus 18 ), unde Eppo, bisschoff zu Citzc, unde Benno, bisschoff zu Osenbrucke, die enwulden nicht in den verbont. Hirumbe so wurden sie verjaget von erin bissch- thumen. Defs quamen sie zu *dem keyfser unde blebin bie eme 19 ). *bi. 97. Unde alfs bisschoff Tiemarus von Bremen in defs keyfsers hoff quam, du klagete er ubber graven Ludewigin zu Doringen, genant der a ) Hs. Wehel; an anderen Stellen richtig Wczel. b) Wohl erst von "■ versehentlich ausgelassen. ') Lamp. 146 Z. 4—16, 22—27, 16—22. 2 ) Stehende Formel. Vol. Lamp. 146 Z. 29 bis 147 Z. 5. ») Lamp. 147 Z. 8—14. ') Vgl. Lamp. 149 Z. 4 — 9 u. 150 Z. 18—24, ivo es aber vielmehr heißt, Magnus sei noch immer in Haft gehalten worden nach dem Tode Otto's (1072). 5 ) Lamp. 158 (!) Z 28—34. 6 ) G. versetzt die Teilnehmer der sächsischen Verschwörung bei Lamp. 149 f auf die thüringische Versammlung bei Lamp. 158f. ') So die Lamp.-Hss. B la u. B lc; richtig Eilbertus. 8 ) Lamp. nur marchio. ) Lamp. nur marchio. Dazu noch uxor eins Adela und Egbertus, marchio Turin- gorum, pucr. I0 ) Lamp. nur palatinus comes. ") Vielmehr Vater. ') defs—herstach eigener Zusatz. '*) alle — Doringen irriger eigener Zusatz. l ) Lamp. 149 Z. 36 bis 150 Z. 11. 16 ) Lamp. 158 Z. 34 'bis 159 Z. 2 (Versammlung der Thüringer); vgl. 149 Z. 34-36 (Verschwörung der Sacfisen). ) Lamp. 140 Z 3 ")S.d.vor.Anmn. ie ) Lamp. Liemarus. ™)Lamp. 150 Z. 24—29. j02 Landeschronik. lantgrave, was ubbelfs er an symc bruder, deme phalczgraven zu Sassen, begangin hette, unde wie er en herstochin hette umbe synfs wibes willen 1 ). Du sprach der keyser: mochte er eme zu teyle werden, so sulte er sterben; unde hyfs den bisschoff, sie sulten en phaen, bo sie künden. Alfs man das lefsit in der Doringschen croniken 2 ). Dusfsc mcre quam vor graven Ludewige. Hirumbe so föchte er sich, unde was nicht uffenberlich sunder heymelichin in dem bonde 3 ). (Hir sullin stehin die bisschoffe, forsten, graven, hern, rittcre unde knechte ufs Sassen unde ufs Doringen, unde verbinden sich zusammen bie eren eyden.) *bi. 07'. "Die Sassen unde die Doringe 4 ) wordin zu rade, unde besanten den keyfser, wante er zu der tzyt zu Gofslar was, unde boden en durch god, das er sie wulde erer rechten bede getzwigen, mit namen, das er herezogen Magnus loifs gebe, den er widder recht gefangen habe 5 ), das er die nuwin slosfse, die er gebuwet hatte zu verstorunge Sassin- unde Doringerlandc, wulde widder abebrechin, unde das er wulde syne elichin gemaheln, die keifserinnen, widder zu eme nemen, unde die bofsen zuhelderschen, der er dan vile hatte, ubbergebin unde verlasfsen wulde 6 ). So er das dede, so wulden sie eme alfs eyme cristlichin Romschen a ) keyfser williglichin bereyte syn. Dedc er aber des nicht, so sulde er wisfsen, das sie sulcher schände unde Schadens von den nuwin slosfsen nicht lenger geliden mochten 7 ). Hirumbe so wulden sie sich des unrechten werin unde vor die cristliche gerechtickeyd goddes stryden unde fechten. Der keyfser wifstc die boden versmelichen von sich. Defs czogen die Sassen unde die Doringe vor Gofslar. Du das der keyfser sach, du quam er heymelichin mit wenigen synen dienern ufs Gofslar in der nacht, unde quam uff das slos Hartefs- burg 8 ). Die Sassen unde Doringe fulgeden eme nach unde belagert das slos 9 ). Der keyfser sante zu en herezogen Bertolden von Carinthien unde tzwene bisschoffe, unde bath sie durch god, das sie abetzögen if >) unde schonetin der keyfserlichen majestetin 11 )- Du antwurtin sie unde sprochin. 'Grosfse noit tzwinget unfs darzu. Wante wir werden verdrungen von den nuwen slosfsen des kcyfsers, so das wir unfscr cygen wasfser kouffen musfsen, unfser cygen holez bcczalen musfsen 12 ), unfser eygin strafse verczollen musfsen unde unfser frye gutere widder recht verezehinden musfsen 13 ), unfser a ) Hs. romscher. ') S. oben 8. 91. Bie Thür. meint mit dem B. v. Bremen nicht Licmar, sondern dessen Vorgänger Adelbert (f 1072), der zwar nicht Bruder, aber Vaterbruder des ermordeten Pfalzgrafen war. Der Mord geschah jedoch nicht 1060- wie die Thür. meint, sondern erst 1085. ») Thür.'(Urs. 1258); eigene Zusatte- s ) Wohl eigene Erfindung. <) un de die Doringe hier und 'weiterhin reg»- mäfsig eigener Zusatz. B ) Biese erste Forderung eigene Erfindung- Jv\ Lamp. 160 Z. Uff. ») Lamp. 151 Z. 2f, 12-14, 23—26; 152 Z. 1; eigen* Zusätze. 7 ) Frei nach Lamp. 152 Z. 6—13 u. 20-24 ") Lamp- l ö4 Z. 27f; 153 Z.lf u. 8—10. «) Sinngemässe eigene Ergänzung. Vgl Holder- Egger zu Lamp. 153 Arm. 1. ">) Lamp. 153 Z. 17 u. 27 f; 154 Z. 1-*- ") Frei nach L,amp. 154 Z. 11—13. •') Lamp. 154 Z. 17—19 u. 26—** (Thren. 5, 4). '*) Eigener Zusatz; vgl. oben 8. 100. Landeschronik. 103 frummcn frauwin unde jungfrauwen zu sehenden unde zu noittzogin sehin musfsen 1 ). Darzu so werden wir in den gefenckenisfsen geschätzt unde gesehynt. Unde *so wir das dem keyfser klagen, *bi. 9s. so wil er unfs nicht horin unde versmehit unfs 2 ). Ist efs nu sache, das sulche unfser verdruckunge dem keyfser leyd ist, so verschaffe er unfs des cynen wandel, unde thu die nuwen slosfse abe, unde gebe unfs widder unfser narunge, die syne amptlude unfs widder god unde widder recht abegenummen han, unde lasfse unfs bie unfser alten fryheyd. Wil er das thun, so wullin wir heym czihin'. Du der keyfser die botschafft horte, du sante er sie widder in das here, uff sune zu redden; unde brachtin die antwerte widder vor den keifser. Dusfse botschaff thet er dcy- gelichs, unde bath stedicklichin umbe fridde; unde das thet er uff eynen uffsatzst, uff das die Sassen unde Doringe sich keynes argefs versehin, unde auch er wachen des nachtefs unde ere hude desto mefslicher unde unbesorget blibbe. Wante sie belogin das slos so harte unde bewachten efs so wole, das nymantfs mochte daruff adder darabe kummen 3 ). Unde das slos lag gar uff eyme hoechin berge, unde was auch nicht mee wan eyn weck dartzu. Nu wafs eyn grofs walt, der lag an deme slosfse, unde sulch gewelde das tzoch sich bifs in Doringen unde vorters an ander grosfse weide, unde in sulcheme dedingin du bleib das here unbewachet. Defs quam der keyfser uff sent Laurencius obint 4 ) in der nacht ufs dem slosfse Aug. 9. heymelichin, mit dem bisschoffe von Citze, genant Eppo, unde dem bisschoffe von Osenbrucke, genant Benno, unde mit dem herezogin von Carenthien, vorgenant, unde befal dengenen, die in dem slosfse bieben, das sie sich sulten annemen, wie das der keyfser nach geyn wirtig darinne werc, uff das sie eme nicht nachfulgeten 5 ). Alsus schribet Lampertus Lcodiccnsis in siner kroniken 6 ). *(Hir sal stehin, wie die Sassen unde Doringe den keyfser *bi. 98'. belegen han uff dem slosfse Hartefsburg, und wie der keyfser heym- hch darufs kummet durch den walt, mit czweyen bisschoffen unde mit eyme herezogen.) *Alfs nu der keyfser so heymelichin ufs deme slosfse quam, *bi. 99. du czoch er mit den tzween bisschoffen unde dem herezogin, vorgenant, in grossem gewelde bifs an den firden tag ungessen unde ungedruncken in manchfeldickeyd sorge unde angest, wante bo der w ynt eynen ast von eyme boume fellede, adder wiltpreth adder ander getirde sich wegede, so herschrocken sie unde meyntin, die Sassen unde Doringe werin hinder en. An deme firden tage umbe Aug. 12. 12 ure 7 ) quamen sie geyn Esschewe, da namen sie enwenig spise, unde gobin sich in ruwe unde slieffen bie tzween stunden, unde tzogin vorters die nacht durch die weide, bo sie künden. An deme fünften tage du quamen sie geyn Hersfelt 8 ). Du die Sassen unde Aug. 13. Doringe vernamen, das der keyfser enweg was, du wurden sie be- ') Lamp. 154 Z. 29 f. 2 ) Eigener Zusatz; vgl. oben S. lOOf. 3 ) Frei nach Lamp. 155 Z. 5—12,19-21, 41; 156 Z lf; 155 Z. 29fu. 21—24. *) Vgl Solder-Egger zu Lamp. 156 Anm. 1. h ) Lamp. 155 Z. 35—39; 156 Z. 3—13. \ S. d. vor. Anmn. ') Latnp. quarto die inedia, vigiliis . . . confecti; G. hat 'Vielleicht verlesen: media (medio). *) Frei nach Lamp. 156 Z. 13 — 25. io4 Landeschronik. drubet l ). Ydoch so blebin die Sassen vor dem slosfse Hartefsburg liggen, unde stormetin unde schosfsen, unde wulden nicht abeczihen, sie enhetten dan erin hcrren unde herczock, Magnus von Sassen, darufs 2 ). Die Doringe czogen dar abe 3 ), unde czogen vor das slos Heunoburg, unde stormetin unde schosfsen so sere, das sie das slos gewunnen in dryen tagen, unde verstörten das unde verbrantin efs zu gründe allerdinge, und czogen vorters vor das slos Asen- burg 4 ). Alfs das der keyfser vernam, du deth er botschaff geyn Hartefsburg zu synen amptludin, das sie suitin herezog Magnus loifs geben 5 ). Unde santc bisschoff Sigefridum zu Mentz unde den bisschoff zu Collen zu den Sassen unde Doringen, das sie die phede uffnemen suitin, unde zu gutlichen tagen die gebrechin verhorin unde gutlichin sunen sulten. Unde das geschach, die bisschoffer namen die phede uff, unde bestymmeten eynen tag geyn Corveya 6 ). Alsus schribet Lampertus Leodicensis 7 ). *bi. 99>. *(Hir sal stehin, wie dy Doringe verstorin unde auch verhornen das slos Heunoburg unde vorters beliggen das slos Asenburg.) *bi. 100. *Die tzwene bysschoffer von Mentz unde von Collen quamen geyn Corveya mit anders defs keyfsers rethen uff den bestymmetin tag; dar quamen auch die furstin unde hern von Sassen unde von Doringen; alfso künden sie uff den tag nicht geenden, sundern sie bestymmetin eynen andern tag geyn Gerstungen 8 ). Uff denselben [out. 2oJ. tag quamen die Sassen unde die Doringe mit 14 tusent wapenern. Dargeyn quamen von des keyfsers wegin dusfse nachgeschrebin: der bisschoff zu Mentz, der bisschoff zu Collin, der bisschoff zu Mettz, der bisschoff zu Babinberg, der herezog von Lothringen, genant Gozelo, herezog Rudolff von Swaben, herezog Bertold von Carenthien. Unde der keyfser bleib zu Wirczcburg. Alsie nu zusammenquamen, du draden die fursten der Sassen unde der Doringe von erin pherden abe, unde fylen defs keyfsers fursten z u fusfse unde baden sie durch god, das sie rechte lichtere wulten syn unde worhaftige herkenncre, zu bedrachtin, wilche noit, wilch bedrupnisfse unde wilch jamer sie uwergee, unde hüben an unde vertzalten ere grofse verdruckunge, wie sie von den nuwen slosfsefl verdrungen wurden widder alle bilcheyd, unde verczalten die gebrechin, inmasfsen hirvor geschrebin steet. Alfs defs keyfsers fursten sulche manchfeldige schände unde smocheyd horten, che den Sassen unde Doringen an cre wvbere unde tochtere gelert wurden, mit ander bofsheyd, du verwundertin sie sich sulcher grosfsen ubbeltaid von des keysers wegen, unde vil meher verwundertin sie sich, das die Sassen unde Doringe sulche schände so lange verduldet hatten, unde gingen dry tage lang zu rade, wie sie mochten ') Lamp. 158 Z. 20—22. *) Nach Lamp. befand sich Magnus vielmehr in Lüneburg, und von dessen Belagerung ist an der hier entsprechenden Stelle 160 Z. llff die Rede. Die Weiterbelagerung der Harzburg berichtet LaiW 170 Z. 27ff. •) Bei Lamp. 158 werden die Thüringer erst jetzt von ) Lamp. 175 Z. 25 f. ") Frei nach Lamp. 175 /••*". '-) Frei nach Lamp. 176 Z. 14-16; Gerstungen richtig ergänzt, s. Holder-^gj zu Lamp 180 Anm. 2. >») Anders Lamp. 176 Z. 27-30. ") ha " 176 Z. 13—16. 1B ) Ausgerechnet nach Lamp. 175 Z. 29; 176 Z. 13- Landeschronik. I07 Kriges'), unde wie sie grosfse noit darzu gedrungen habe, das sie sich weren musfsen; sie wulten ungernc jemandes schaden thun, sundern sie musfsen ere alten fryheyde unde herkummen beschuren unde beschirmen; sie wullin den fridde gerne entphaen unde irc swerte vorters in die scheyden sticken. Dusfse antwerte behagede a he den wole, die bie deme keyfser woren. Des schickte er vier bisschoffer zu en, uff eynen scheyd unde fridde zu redden, unde von defs keyfsers wegin en zu sagen, wefs sie czemelichs bidden, defs sullen sie gewert werden. Du sprochin die Sassen unde Doringe, das er die andern nuwen slosfse vonstunt lafse abethun unde zubrechin, unde das er vorters *ere alten fryheyde unde her- *bi. mm 1 . kummen unverbrochlichen halte, unde das er herezog Otten von Sassen widdergebe das herezogthum zu Beyern, das er eme ge- nummen hatte, unde das er en defs bürgen settze, bynamen die turstin des richs, so wullen sie gutlichen gescheyden syn. So der keyser des nicht thun wullc, so sulle er wifsfsen, das sie sich uff e re eyde bie deme heiligen sacramento verbunden haben, zu fechtin unde zu striden, aldiewyle sie eyne ödem gereygen mögen, vor er e fryheyd, vor er alte herkummen, vor er lant unde lüde. Dusfser fridde beduchte den keyser gar swerlichen syn, das er die nuwin slosfse sulte abebrechin, unde bestunt vaste hyn unde her z u wancken 2 ). Du sprochin syne fursten unde rethe. 'Aller- gnedigester herre, hir enist anders keyn dedingen, dan das ir musfset thun, wes sie bitten unde begern, adder musfset lant, lüde unde das leben verlifsen 3 ). Wante gar balde kummen sie mit eyner untzelichin grosfsen schare. Wie kunnet ir mit en gestriden, so ir keyn folck hir hat 4 )'? Indefs quamen sie mit eyner grosfsen mechtigen schar gedrungen in eynen houff, du sante der keyser syne fursten en entgegen unde lyfs en zusagen, alles des sie ge- bedin unde begert hetten, das wulde der keyser thun. Defs czogen sie glichewole vorters unde wulten den keyfser selbers sehin. Alfso czogen die bisschofferc unde die furstin vor, die graven, fryhern, nttere darnach, unde das ander reysige geezuck darnehist. Du e ntphinck sie der keyfser wol erlichin, unde sprach selbers den indde ufs, wie sie vor gebetin unde begert hattin; unde vereynigetin Sl ch allerdinge 5 ). Dufs geschach nach unfser liebin frauwin tag Febr. [2] uchtmesfse 6 ). Des tzoch der keyser mit en bifs in Gofslar 7 ), unde schickte all umbe unde umbe, unde hyfs die nuwin slosfse follen a bbrechin. Sunder das slos Hartefsborg, da wurden alleyne die mure zubrochen, unde das ander gebuwe bleib alle stehin, darumbe das uff dem slosfse eyne kyrehe gebuwet was unde mit thumhern besattzst 8 ). *Desselbin glichen bo die Sassen unde Doringe hatten *bi. u ffgcslagen berekfridde unde bolwercke widder den keyfser in der Paede, die lifsen sie auch alle abbrechin 9 ). Unde darnach, alfs a Hedinck gerichtet was, du czoch der keyfser widder geyn Wor- l ) Frei nach Lamp. 177 Z. 13—15. 5 ) Lamp. 177 Z. 18 bis 178 Z. 30. > Lamp. 179 z. 14—20. *) Frei nach Lamp. 179 Z. 20ß\ ") Frei WOCÄ Lamp. 180 Z. 11—31. ") Lamp. 180 Z. 26f ipso die purificationis. ) Lamp. 180 Z. 35. ') Lamp. 183 Z. 18—25. ») Frei nach Lamp. 183 Z. I2~u. 104. jgg Landeschionik. mils. Du herhub sich cyn grofs murmur undcr dem folcke, wie das der keyfser die kirchin zu Hartefsburg zu wortc neme, uff das er das slosfs behalten mochte, wilch slos dan eyn oersprunck unde eyn anhab werc aller verdruckunge unde alles bofsen uff die czwey lande Sassen unde Doringen, unde villichte uwer kurcz adder uwer lang so mochte den landen sulch verdryfs widder von demc slosfsc entstehin. Hirumbe hatte das folck keynen gnugin, aldie- wile Hartefsburg nicht gantz verstoret were, unde was vilc ungedult, rucken unde ruffin under demc folcke. An dem dritten tage darnach alfs der keyfser enweg quam, du wart eyne grosfse ver- sammenunge unde cyn ufflouft des gemeynen folekes, unde tzogen an wisfsen unde willen ercr fursten zu deme slosfsc Hartefsburg", unde verbrantin 1 ), was dar von gebuwe was, unde zubrochin' 2 ) die kir'chen 8 ). Unde verstortin das slos 4 ) unde den thum allerdinge zu gründe. Nu hatte der keyser synen soen unde synen bruder dar- selbis begraben laisfsen; sulch gebeyntzc gruben sie uff 5 ), unde namen die knochen ufs den graben unde verstrauwetin sie 6 ), uff das die stedde dem keyfser leyden sulte; wante die Sassen besorget» 1 sich, diewyle syn soen unde sin bruder dar begraben legen, so hette der keyfser desto mehir liebe zu der stedde, sulch slos widder zu buvvcn 7 ). Nicht ferne darvon was eyn cloister, unde alfs die monche vernamen, das die kirchc zu Hartefsburg verstoret was» du quam der apt unde laifs uff das heyligthum, das in den altarieö gevvest was, unde fürte das mitsampt den todengebeyntze mit sie in sin cloister 8 ). Dufsfsc geschiente beschribet allefs Lampertu Leodicensis in syner croniken 9 ). *(Hir sal stehin, wie die Sassen verstoren unde verbornen da slos Hartefsburg mit dem thumc unde kirchin, und grabin die tode uff unde verstrauwen das gebeyntze.) *In demsclbin vorgenanten jare alfs man schreib nach de 1074. geburt goddes 1074 jare, du was eyn geistlich man, genant HÜd e ' brandus, der quam zum bobisthum widder des kevfsers willen, das z den tzyten ungewonlich was, unde er wart: genant Gregorius der ^J] Der sattzste, das die paffen sulten keyne frauwin haben vortmers ]> inmasfsen sin vorfarn, bobist Alexander der II., auch gebotin hatte- alfs man das lefsit in dem Geistlichin gesettze an der 32. deyluö? Preter hoc 12 ). Wante zu den getzyten was efs vast gewonlich, da^ die paffen frauwin hatten"). Alfsus schreib dusfscr bobist Gregor^ allin bisschoffen, das sie suitin gebytin in crin bischthumen, da die paffen cre frauwin ubbergebin sulten, unde vortmerfs ^ey^^ paffen sulten wyhen, er gelobcte dan kuschlich zu leben 14 ). v bisschoff Sigefridus zu Mentz thet das geboit 15 ). Darkegcn strebe ') Lamp. deidunt. 2 ) Lamp. ineendunt. ■ 1 ) Lamp. 183 Z-Jefu. 184 Z. 20. 4 ) [Auctarium annalium Lamperti], s. Mon Erphesf. 153 &■ °! j Ann. Patherbr. 95 Z. 10 f. * } Lamp. 184 Z. 22-24. °) [Auct. ann.h^i 8. Man. Erph. 153 Z 6f. ') Vgl. Lamp. 184 Z. 21 f u. 24- 26. 3 ) h Z^. 184 Z. 26-30. ") S. d. vor. Arnim. ,0 ) [Auct. arm. Lamp.], f'/^ff, Erph. 153 Z. Of. Königsh. {Kap. 2\ 433 Z. 21 f u. 36f. Anders Lamp- Ij&f' && ") Lamp. 198 Z 30ff. >») R 0 l. 73' Z. 21-20 v. u. mit Citat XXXU- «^ Praeter hoc = Decretum Gratiani 1, 32, 6 l3 ) Eigener Zusatz. nach Jjamp. 199 Z. 4--7. 16 ) Eigener Zusatz. *ni. in:, Landeschronik. IO9 die paffen, undc sprochin, sulch geboit were nicht cristlichen, sundern kettzcrlichin, nachdeme unfser herre Cristus sulchs in dem evang-elio nicht verboden hette, unde so man sie von den frauwen drunge, so queme vile andere bofse unkuscheyt unde unfledickcyt under die paffen. Der bobist karte sich nicht darane, sundern er sante stedicklichin bullen unde geboit den bisschoffen, sie suitin solches halten, bie beroubunge erer bisschthummc. Der bisschoff z u Mcntz vernam wole, das er sulchs mit den paffen gar sweerlichin ubberbrengen mochte. Hirumbe gab er en eyn halp jar, sich zu beraden, unde zu bedencken, was sie doch thun musten, das sie williglich das dedin, wante efs enkunde nicht anders gesyn *). Der bobist dranck den bisschoff so harte, das er eynen seenth geyn Erffurt leyde, im herbeste, unde gebot den paffen, dar zu kummen. Herbst Unde so bath er sie, das sie wulten dem bobiste gehorsam syn unde wulten ere frauwin uwergeben. Das widdersprochin die paffen unde wulten des nicht thun. Du geboit der bisschoff, antwer sie sulten ere husfrauwin ubbergebin, adder sulten des priesterlichen *bi. ios 1 . ampts beroubet werden. Da gingen die paffen zunicke in eynen f aith, unde wurden so ungeduldig, so czornig undc so ungemech- uchin, das der bisschoff sich synfs lebenfs föchte, wante etzliche r yften mit luder stymme unde sprochin, efs were besser, das sie den bisschoff toit slugcn, so wurde sich eyn ander bisschoff darvor fochten unde lifse sie bie erme alten herkummen. Alfs der bisschoff das horte, du bath er sie, das sie sich geduldigeten unde zufridde werin; er wulte dem bobiste schriben, unde versuchen, ob er solchs mochte abgetragen 2 ). Der bisschoff schreib deme bobiste; der bobist schreib eme widder 3 ). Unde alfs man schreib nach gots geburt 1075 jare, du sante der bobist eynen bisschoff von Rome 4 ) geyn 1075. Mentze. Der bisschoff zu Mentze geboit al synen bisschoffen unde Paffen, geyn Mentze zu kummen. Dar hilt er eynen seenth. Du [Okt.]. geboit der bisschoff von Rome deme bisschoffe zu Mentze, er sulte den paffen ere husfrauwen verbiten, adder sulten defs pristerlichin ampts beroubet syn. Alfs der bisschoff von Mencze uffstunt unde w ulte das gebiten, du dradin die paffen zusammen unde versprochin den bisschoff mit schemelichen worten, unde staltin sich geyn en, alfs ob sie unsynnick weren, das er sich aber synfs lebens erwegen hatte; ydoch sprach er zu den paffen, das sie erin tzorn fallin lisfsen, so wulte er auch die sache mit den frauwin fallen lasfsen, unde wulte efs dem bobiste heymgeben, das der sulche sache durch sich selbers follinbrftchte, adder abestelte, wie er wulde 5 ). Dusfse historien beschribet Lampertus Leodiccnsis 6 ). Alsus wurden die bisschoffere unde die paffen dem bobiste gram, unde so er auch bobist wurden was busfsen des keysers willen 7 ). Hirumbe beryff der keyfser eyn concilium, unde hisch die fursten g'eyn Mentze, darnach geyn Wormefs, unde trug ane mit 24 bisschoffen ln Tutschen landen unde mit vilen andern fursten, das *man en nicht na. nie S~Lamp. 100 Z. 8-16, 20-26, 20—31. 2 ) Lamp. 200 Z. 1-26. > Eigener Zusatz 4 ) Lamp. Curicnsis episcopus, von G. mifsverstanden [curia fatt Chur). '") Lamp. 226 Z. 35 bis 227 Z. 15. e ) ) Aus Rol 74' Z. 19 eingesetzt für den kunig ^ / h . bei Königsh. 434 Z. 6. •) Köniqsh. 434 Z. 6-12 u. 33. ') K f% tf. Z. 15-24, 35 f, 25-27. ») Vinc. 26, 45 Z. 26-36. •) Königsh. /• ^. 27—29. ,0 ) Vgl. d. vor. Anmn. ") Thür. (Urs. 1258). , , (de<* den muhete (bekümmerte) sin (Friedrichs) tod; O. meint dagegen wohl der ^g versehentlich beibehalten) mutete (begehrte) synen (Ludwigs) toid; vgl. oben f>- Landeschronik. III stunt tag unde nacht darnach, wie er den graven gefangen mochte l ). ^fs geschach zu eyner tzyt, das er en finck unversichtlichin, unde n ach defs keysers geheifse wart er gefurt uff das slofs Gebichensteyn an der Säle, bie Magdeburg. Dar ging er in eyner fessern czwey jare gantz gefangen, unde hatte bie sich stedigklichin 6 man, die syner nuten. So ryff er sent Ulrichin flifslichin ane, unde gelobete, in syne ere Z U buwin eyne kirchin in die stad Sangenhufsen, die er nuwelichin ge- kouft hatte. Er bedrubete sich sere, das er wenig asfs, wante er hatte wole vernummen, das er mit deme libe nicht darvon klimmen mochte, sundern das er sterben mfiste. Hirumbe ryff er flifslichin god ane unde sent Ulrichen. Alsus lcfset man in der Doringschen cro- niken2). So nu lantgrave Ludewig, der eyn houbt was der Doringe, gefangen was, du 3 ) hisch der keyfser die fursten vor sich, unde klagedc uwer die Sassen unde Doringe 4 ), wie sie den fridde ge- trochin hetten, unde die kirchen zu Hartefsburg verbrant unde den ^nichin gotsdinst darselbis verstoret hetten, unde wie sie das ge- beyntze synfs sonfs unde synfs bruders ufsgegraben hetten, unde e me zu schänden in dem felde verstrauwet hetten 5 ). Hirumbe so °ath er die furstin, das sie eme helffin wulten. Unde des gab er e n grosfse gäbe, unde gelobete en, werfs sache, das er die czwey lande durch ere hulffe gewynnen mochte, so wulte er nach erem willen die lande under sie deylen. Unde gerette den fursten grosfse dinge; dadurch herweychte er sie, unde laifs eynen nach dem andern an sich 6 ). Defs thet er eyn geboit unde lifs eyne reyfse verkundigen, das sich yderman rüsten sulte, uff die Sassen unde Dorin-*ge zu tzihen; unde wart benant tzyt unde stunde 7 ). Du be- *bi. io? 1 . reyte sich der keyser mit den fursten, darzu alle bisschoffe, alle [Juni 8]. hertzogen, alle graven, unde das gantze rieh mit foller macht. Unde quamen mit eyner unsprechlichen schare zusammen in deme stifte z u Hersfelt, in eyner stedde, genant Bredingen 8 ). Er worin so vile, unde worin so wole gerüstet, das man defsglichen nymehe her- ' a ren hatte, in Tutschin landen eynig keyser y so vil gutes reysigen getzuges gehabt hatte. Darzu quam der hertzog von Bohemen dem keyser zu hulffe, unde brochte so eynen grofsen getzugk, das er sich berumete, er wulte die Sassen unde Doringe 9 ) mit syme ■olcke alleyne besteen. Die Sassen mit den Doringen besammetin Slc h auch, so sie bests mochten, unde tzogen zu felde. Der keyser santc etzliche ufs, die beschauwen sulten der Sassen unde Doringer '°lck. So die widder umbequamen, du sprochin sie zum keyfser, Wl e das die Sassen unde die Doringe weren raths wurden, das sie ir st umbe fridde bidden wullen; so aber en des nicht gescheen mochte, so wulten sie unherschrecket syner beyden 10 ). Du das der l ) Eigener Zusatz. In der Tkür. folgt erst hier die Klage des Bischofs Adelbert beim König, s. oben S. 102 m. Anm. 1. 8 ) Thür. (Urs. 1258); Acnderunyen u. Zusätze. *) Diese Anknüpfung ist eigene Zutat. l ) V<ß- ■Lump. 201 Z. 38 ff. 5 ) Vgl Lamp. 185 Z. 17—19. ") Lamp. 202 Z 1—3. ) Lamp. VI. idus iunii. 8 ) Lamp. 210 Z. 19—25; 215 Z. 4—6. *) Lampert regelmäfsig nur Saxones. 10 ) Lamp. 215 Z. 6—10 u. 26-28; 216 Z. 13-17, *»/; 19 f j j 2 Landeschronik. [Juni 9. 10]. keyser horte, du tzoch er vorters in tzween tagin l ) bifs geyn Beringe, das worin wole dry gute tagereyfse, unde legcrte sich heyme- lichin nicht ferne von den Sassen unde Doringen. Nu hüten sich die Sassen mit den Doringen nicht darvor, wante sie meynten, der kcyfser muste dry tage czihcn, bifs er bie sie quemc. Hirumbe so gingen sie an harnesch in dem herc; etzliche druncken unde czechten, etzliche spilten, etzliche Sprüngen, etzliche worffen den steyn, unde dreben korczcwylc. Indcfs lifs der kcyfser zu stryde blafsen unde czoch en zu. Alfs das die Sassen unde Doringc horten, unde sahen den kcyfser mit eyner unezelichen schare, als gryfs unde grafs defs ertrichs, kummen, du wurden sie herschreckt, *m. los. unde ryfifen unde schryen in den hymmel. Yderman bestunt *syne kledcrc unde syn harnesch anzuzihen, aber sie enhatten der tzyt nicht, sie enkunden sich nicht alle angetzihen, sie enkunden Hilden bussen, armbrusten unde mit deme geschuttze nicht reyd e werden, sie enkunden ere spittzin unde er feit nicht bestellen, Sie enkunden das folck nicht georden adder keynerley gethun, das zu dem stryde gehöret, sunder der kcyfser fyl zu en yn. Da her- hub sich der stryd zu mittagc ane unde werte bifs obint zu 9 uren, da vcrlaren die Sassen unde Doringc den stryd 2 ), unde der keyser behilt das feit, unde wurden uff beyde siden vile tusent herslagen )■ Uff defs keysers siten bleib toit marggrave Ernst von Beyern, grave Ebirhart 4 ) unde grave Hinrich 4 ), beydesampt von Ellenburg, gi" aVC Engelbert, darzu so vile cddcllutc ufs Swoben unde ufs Beyern j> das vile guter stemme vergingen unde habenfs noch bifs uff disfs c ° tag nicht verwunden. Unde uff der Sassen unde Döringe site n wart grave Gebehart toit gcslagen 6 ). Dusfser stryd geschach D ^ der Unstrut 7 ), in dem vorgenanten jarc du man schreib nach g° 1075 Juni 11. geburt 1075, in dem brachmonde uff sent Barnabas tag 8 ). Dusfs e geschichtc beschribet Lampertus Leodicensis in siner croniken /■ •bi. ins'. *(Hir sal stehin, wie der keyfser mit den Sassen unde Döring^ 0 strydet, unde der keyfser gewynnet.) a ) •BL109. *So nu die Sassen mit den Doringen mit der ysern rüde" des keysers geslagen woren, du suchte bisschoff Sigefridus ^° Mencze synen alten hafs hervor, unde slug das folck mit df geysseln fol knaden, widder recht, wante er thet das folck alle > den ban, unde hatte doch keynen ladebrieff noch keynen manebrie a) Eingeklemmter Zettel: Hir strydet der keyser mit den Sassin unde D 0 "' 1 ^, unde der keyser gewynnet. Hir blibet toit eyn herre von Beyern unde vil g ra darzu vil cddellutc. ') Lamp. meint Juni 8 u. 9- G. muß Juni 9 u. 10 meinen, da er «* ^ auf Juni 11 kommt. '') Lamp. 217 Z. 8—11; 218 Z. 14-20; 217 Z. ^-^ u 29 f; 218 Z. 20-31; 219 Z. 5—9; 220 Z. 9fu. 19 f; dazwischen ausmalende '^ Sätze. ") Ihm: (Germania 17, 142); 'der erste Streit'. Vgl. Lamp. 2*« /J '^ lt . (nnlia). 4 ) Der Name nicht hei J M mp. 5 ) Lamp. 219 Z. 23—29. V, { hart u. Hinrich: [Auct. Lamp.], s. Ann. Patherbr. 96 Z. 4ff. ' '.~L, 221 Z. 12; Ann. Path Z. 4f. Vgl. Thilr. (Genn. 17, 142). ") WoÄ W. Juni 8 an (s. oben 8. 111 Anm. 7) irrig berechnet. Ann. Path. Z. 0 «*• (a. a. 0.) richtig Juni 9. ») S. d. voi: Anmn. Landeschronik. 1 I 3 vorhynne ubber sie gethan. Sündern er sprach, er dedefs darumbe, das sie eme die tzehinden nicht gegebin hatten. Aber er thet efs vilmeher deme keyfser zu wolgevallen, uff das defs keyfsers folck desto menlicher, getroister unde ernstlicher vorterfs ubber sie fyien. Unde das geschach auch, sie czogen von der walstedde defs strydes unde verbranten Doringerlant, unde czogen vorters in Sassen unde verstortin das lant bifs an Halverstad, unde slugen vile folckcs toit, beyde, in Sasfsen unde in Doringen, in meynunge, s ie endeden keyne sunde, sundern eyn mentsche was en alfs eyn hunt, nachdemmale sie in den") ban woren. Unde begingen vile uweltad in Sassen. Defs wechin die fursten unde die eddeln lüde unde wer da mochte, unde flohin in das lant zu Magdeburg, da enthilden sie sich 1 ). Du tzoch der keyser ufs Sassenlande unde tzoch widder durch Doringen, unde thet vil mehe schadenfs bifs geyn Esschewie; dar verlifs er den reysigen getzuck, unde er reyd Widder geyn Wormifs 2 ). Darnach were er gerne widder ubber die Sassen unde Doringe geezogen, unde gedochte, wie er sie mochte heyrnelichin ubbertzihen 3 ). Hirumbe nam er sich ane, er wulte in Ungarn zu kunnig Salomon, siner swester soen, tzihen. Nu hatte er uff dasmoil keynen fursten noch keynen graven mit sich, ufs- gescheyden graven Herman von Glifsberg. Aber der hertzog zu Bohemen quam eme abermolfs zu hulffe, unde so tzoch der keyser bifs geyn Missen, dar finck er den bisschoff von Missen unde nam alfs, das defs bisschoffs was, unde tzoch * vorters unde ver- *bi. 109'. brante vil guter dorffe 4 ). Du das die Sassen vernamen, du be- sammetin sie sich, das sie hatten 15 tusent man, unde wulden mit eme striden. Du floch der keyfser in Bohemenlant; unde deygelichen stunt er darnach, wie er die tzwey lande unde alle das folck mochte verterben unde alle getoden. Defs fochten sich die Sassen unde die Doringe, wie er sie uff das lettzste alle verdiigen wurde 5 ). Unde worden zu rade, unde santin zu eme marggraven Udo von Sassen 6 ), unde boden umbe gnade, das er s yne ungnade unde tzorn durch god zunicke sluge unde sie nicht allerdinge verdilgete; unde so er noch erefs bludefs nicht said were, so bedin sie en, das er eynen tag bestymmen wulde unde tzyt unde stedde beromen, dar sie sicher abe unde zu kummen mochtin, so wulden sie eme gnung thun, nach herkentenisfse der fursten defs richs, wes sie an eme syner keyfserlichen majestetin verbrochin hetten, soferne das sie er leben unde ere alten fryheyde behalten mochten 7 ). Der keyser sprach, so sie eme vor die laster, die er zu cn zu sprechin hette, gnung thun wulden, so wulte er die fursten des richs heisschin. Efs geschach, der keyfser hissch die fursten geyn Gerstungen, uff sent Severus tag dar zu syn, unde sprach Okt. 22. J) so. ') Frei nach Larmp. 222 Z. 22—30; 223 Z. 1—4 u. 8—10; 225 Z. 5f; 223 Z. 4—7; 224 Z. 25-27. s ) Lnmp. 225 Z. 14—16 u. 29. 8 ) Vgl. Lamm. 230 Z. 29-34. ") Lamp. 230 Z. 34—36; 231Z. 2—4, 7 -9,13—16, 24. ") Frei nach Lamp. 231 Z. 25—31; 232 Z. 4—6; 233 Z. 3f. °) Lamp. ep. fremensem et Udonein march. ') Lamp. 229 Z. 18—31. "4 Landeschronik. widder marggraven Udo 1 ), so den Sassen unde Doringen nu worlichen leyd were sine a ) verlettzunge der keyserlichin majestetin, so mochtin sie auch geyn Gerstungen uff den genanten tag kummen unde ere busfse entphangin; wefs die furstin des richs herkentin, das sie deme so theden. Der marggrave brochte en dusfse ant- werte widder. Defs herschrocken sie sere 2 ). Alfs nu der tag sin sulde, du quam der keyser mit den furstin dcfs richs geyn Gerstungen. Unde die Sassen unde Doringe besammetin sich, so sie allermeyst mochten, nicht ferne von Northufsen, unde santin den bisschoff von Hildenfsheym 3 ) unde marggraven Udo widder zu deme keyser, *bi. 110. unde boden mit flisfee, das er etzlichc syner *fursten, wilche er wulde, zu en senden wulte, von denselbin raith zu nemen; unde wes dieselben recht beduncke, das sie thun sullin, dar wullen sie erin willen gutlichen zu geben. Des sante der keyfser zu en die erezbisschoffe von Mentze unde Salczburg, die bisschoffe von Augus- burg unde Wirczeburg unde herezog Gozelon von Lothringen. Alfs die quamen, du fylen die furstin unde hern der Sassen unde Doringe en zu fusfse unde boden sie durch god, das sie sich ubber ere grosfse elende, jamer unde bedrupnisfse wullen herwarmen, unde das sie wullin bedencken die grosfsen verlust, den grosfsen schaden, den en der keyfser gethan habe, unde er sie noch nicht erefs bludefs said; das sie sulchs wullin bedrachten, unde das sie en wullen durch gots willen in die sache raden. Du sprachen des keysers fursten, wie das defs keysers unde alle syner fursten eyntrechtige gantze meynunge sie, das sie nummermehe eme gnung gethun mögen, efs ensie dan sache, das sie an allin underscheyd sich an en geben unde eme huldunge thun 4 ). Du das das folck horte, du wart eyne grosfse ungedult under en. Unde sprochin- 'Der keyfser hait unfs grosfse verdruckunge, grosfse obberlast, grosfsen schaden unde schände gethan unde hat unfs vil tusent toit geslagen, unde kan unfsers blutes nicht said werden unde hat unfs ny keynen glouben gehalten. So wir deme huldunge dedin, s° wurde er unfs follen verdiigen. Hirumbe ist unfs nuttzer, das wir geyn eme in deme stryde sterben, dan das wir in den stocken unde tornen alfs phe gemartelt werden unde verterben' 5 ). Dargey" troistin sie defs keyfsers fursten, etzwan mit bede, etzwan mit drauwen. Zuletzst sprochin defs keyfsers fursten zu den Sassen unde Doringen. das sie deme keyfser huldunge dedin; sie wulden cn dar gut vor »bi. 110'. syn, das efs en keynen schaden thun *sulle an erin wirdickeyden, nicht an erme gute, nicht an erin fryheyden, nicht an crnie altin herkummen, nicht an eren lehenen, nicht an erme hufsrade noch an keynerley; sundern sobalde sie des keysers angesichte be- schauwet hetten, unde der keyserlichin majestetin gnung gethan hettin mit der huldunge, alfsbalde in eyme augenblicke stifte 9< e ») so. ') Frei nach Lamp. 229 Z. 31 bis 230 Z 3. '') Lamp. 230 Z - 3 "J{. s )Lamp. archiep. Premensem, ep. Hiltinith. ") Lamp. 234 Z. 6—8 U. ^"loh 236 Z. 13-16 u. 26—31; 236 Z. 19-22 u. 25- 29 ■) Frei nach Lamp-1" Z. 32 bis 237 Z. 6. Landeschronik. 11 5 der keyfser der gelobede, eyde unde huldunge widder loifs scheiden, unde sulte en an erin landen, an erin fryheyden unde an deme allerkleynsten keynen schaden thun l ). Sulcher zusage unde gered- dunge swuren die vorgenanten fursten del's keysers den Sassen unde Doringen uff er eyde 2 ). Wiewole nu den Sassen unde Doringen grosfse zusage unde eyde gesworen wurden, ydoch so fochten sie Slc h arges, unde beryden sich lange unde vile, unde schreyen, weynten unde suffczetin. Uff das letzste du gloubetin unde ge- truwetin sie den furstin unde gaben sich darin, unde quamen zusammen in eyner stedde, genant Spiraa. Dar satzste sich der keyser mitten in das feit, alfs die Sassen unde Doringe hulden sulden; dar hisch der keyser alle syn folck, das sie sulten zusehen 3 ); unde sprach der keyfser zu den Sassen unde Doringen, das sie getroist werin; wes syne furstin von siner wegin en zugesaget hetten, das wult er en halten 4 ). Du wurden die fursten unde hern der Sassen unde Doringe eyner nach deme andern vor den keyfser gefurt, darnach das ander folck. Von irst der erczbisschoff Wezel von Magdeburg, Bucco, bisschoff zu Halverstad, Otto von Sassen, herczog zu Beyern, Magnus, herczog zu Sassen, unde s, n vetter 5 ), grave Herman von Sassen, her Friderich, phalcz- grave zu Sassen, grave Diderich von Cadelenburg-, grave Diemo, des marggraven zu Sassen bruder 6 ), grave Adelbert 7 ), grave Rodiger von Doringen 8 ), marggrave Sizzo von Doringen 8 ), grave Beringer von Doringen 8 ), grave 'Bernhard 9 ), darnach alle rittere »m. 111. unde eddellute, darnach alle ander gemeyne folck Die huldeten alle dem keyfser. Der keyfser befael ickelichem syner fursten etzliche fursten unde graven der Sassen unde der Doringe zu bewaren. Unde vonstunt brach er alle syne gelobede, syne eyde unde syne zusage. Unde verschickte die fursten unde graven der Sassen unde Doringe durch alle lande, in Welschlant, in Swoben, in Beyern, in Italien, in Burgundien unde in ander lande; dar hilt man sie in deme elende. Unde nam en all er gut, all er leenschaff unde alle ere herlicheyd, unde gab das synen dienern. Unde lifs das slos Asenburg widder buwen, das vormalfs die Doringe verstört hattin. Unde lifs die furstin des richs ickelichin widder heym tzihen, unde er reyd widder geyn Wormisfs 10 ). Dusfse vorgeschrebin beschichte beschribet alle Lampertus Leodicensis in syner croniken 11 ). Sulche groisfse untruwe unde bofsheyd des keysers schall durch alle lande unde quam geyn Rome vor den babist Gregorium, vorgenant. Der citirte en 12 ), unde thet en auch widder in den ban; darzu bisschoff Sigefridum zu Mentz, den bisschoff zu Uttrich, den bisschoff zu Babenberg unde alle, die dein keyser zu syner bofs- ne yt gehulffen unde geraden hatten, thet er alle in den ban 13 ). Du ') Lamp. 237 Z. 36—36. ») Eigener Zusatz. ') Lamp. Ü37 f- 36; 238 Z 1—10 u. 18—21. *) Eigene}- Zusatz. 5 ) patruus. ) Dieser Diemo nicht bei Lamp. [Quelle Auct. Lamp.]. *) Lamp. de Turingia. ") v on Doringen nicht bei Lamp. ; vgl. Anm. 7. 9 ) Lamp. Bern. l0 ) Lamp. *38 Z. 23 bis 239 Z. 15. ") S. d. vor. Anmn. "} Vgl Lamp. 251 Z. 33 ff\ Eng. 1088 Z 51 f. ,3 J Vgl. Lamp. 255 Z. 3-6 u. 11—16 (1076). 8* I l6 Landeschronik. czoch der keyiser aber 1 ) geyn Rome mit grosfser gewalt 2 ), unde finck den bobist unde sattzste en gefencklich mit den cardinalen in die Engelburg 3 ). Unde sattzste aber 4 ) eynen andern bobist 5 ), bynamen den bisschoff von Babinberg 6 ). Du quam aber 7 ) der kunnig von Apulien unde vertreib den keyfser 8 ) mit syme bobiste 9 ), unde halff dem Gregorio ufs dem gefenckenisfsc 10 ). Alfs man das auch 11 ) lefsit in Fasciculo 12 ). Da schreib der bobist allen fursten defs richs, das sie sulten eynen andern konnig kysen 13 ). Unde *bi. in', sagede die fursten, hern, "stedde unde alle erbar lüde erer eyde unde gelobede, die sie dem keyfser gethan hatten, ledig unde loifs. Darumbe herhub sich aber grofse phede, gewerre unde orloyge under de nie foleke"). Unde der bobist schickte den kurfurstin eyne gülden cronen myt dusfsem exametro: petra dedit Petro, Petrus dyadema Rudolffo. Das dudet: glicherwifse alfs Cristus, der ortsteyn schone, befael sent Petern die bobistlichen crone, alfso sendet er herezoge Rudolffo bequema das wirdige konnigliche dyadema. Alsus schribet meister Diderich Engelhufsen 15 ). Die furstin quamen zusammen unde koren herezog Rudolf! von Sassen'"). Hir ist z" mireken, das Vincentius schribet in dem Spigel der historien an dem 26. buche in deme 51. capitele, wie das dusfser herezog Rudolff sie gewest eyn herezog zu Burgundien 17 ). Aber der Fasci- culus 18 ) unde meysteyl ander croniken ,9 ) sagen, er sie gewest eyn herezog zu Sassen. Unde das ist auch allerglouplichs, wante sie habin vil gestredin geynander in den landen bie Sassen gelegen 2 )• Alfs nu der keyfser herfur, das herezog Rudolff von Sassen geyn en zu konnige gekorin was 21 ), du wart er gantz grymmick unde czornick, unde czoch in Doringen unde in Sassen, unde lifs die verstortin unde zubrochin slosfse allesampt widder buwen, darz u lifs er vil mee nuwer slosfse uffslagen 22 ), in meynunge, dywile die fursten unde hern von Sassen unde Doringen meystenteyl versant werin in fremmede lande unde gefencklich verwaret wurden, so l ) Vgl. oben S. HO m. Anm. 2. ') Rol. 74' Z. 18 f(!) tunc Romam veniens cum antipapa suo. ») Rol. Z. 3—2 v. u. 4 ) Vgl. oben S. HO m. Anm. 4. s ) M °} Z.16 (I) de novo quendam antipapam . . . erexit. Aber de novo bezieht sich &' primo . . . absolutionem meruit Z. 15. e ) Königsh. 434 Z. 32 (wohl Verwechsle/ von Clemens III mit Clemens II; Clemens steht richtig 561 Z. 4 in Kap. 3). ' 9' q oben S. 110 Anm. 4. ') Vgl. oben 8. HO m. 'Anm. 5. s ) Bol. f- J» Robertus, rex Apuliae^ eum fugavit. ») Vgl. Anm. 2. '") Bol. Z. 19t , papam . . . liberavit; Z. 1 v. u. (Gregorius) per regentem Apuliae liberatur. ") '?,^ Anm. 6. ™) 8. d. vor. Anmn. — Wegen des mißverstandenen de » ov ° Rol. und der irrigen Nennung des B. v. Bamberg bei Königsh. neben dem D- • Ravenna bei Eng. (vgl. oben S. HO m. Anm. 4) verkennt G., daß Eng-, K ''TJLn) u. Bol. ein und denselben Gegenpapst meinen: Wigbert = Clemens III (*7Vtf ■ 8 ) Eigene)- Zusatz. ,4 ) Thür. (Germ. 17, 142); aber vor dem 'ersten SM* (oben S. 113). '») Eng. 1088 Z. 56 f. '») Thür. (a. a. 0.). "1 V T, : 26, hl Z, 18f. '*) Bol. 74' Z. 16. '») Thür. (a. a. 0.)-,Gmünder^ C^j '•) Thür. (a.a. 0.). ") r 'T ) Thür. (a. a. 0.) ; Gmünder W■ ■ Bl. L 2' Z. 7. 50 ) Daß man Rudolf v. Schwaben 'erwählen wollte- " G. selbst oben S. 105 nach Lamp. 168 berichtet. Aber er findet diesen bei £ a rl s noch 257ff als Herzog: wie er meint, nach der Königswahl; 8. unten b. ") Eigener Zusatz. ") Lamp. 256 Z. 14-16 u. 23-25 (1076). Landeschronik. 11 7 wulde er nu die czwey lande gantz tzwingen nach alle syme willen'). Hirumbe treib er en zu vil ungemach.es, unde wurden widder ver- drungen unde obberlestiget, mee wan y vor gescheen was 2 ). Alsus schribet Lampertus Leodicensis 3 ). Umbe dusfse getzyte, bynamen alfs man schreib nach gots geburt 1077 jare, du quam von dem keyser botschaff geyn Ge- 1077. bichenstcyn, wie das er wulde dar kummen, so er irsts mochte. Du das vernam grave Ludewig von Doringen, der *darselbis ge- *bi. 112. fangen lag 4 ), du bath er, das man en lifse sin selegerede unde testament settzen, ee der keyser dar queme unde en todin lifse. Das wart em gegunt. Du lifs [er] a ) eynen synen heymelichin dyener das beschriben, unde mit deme legede er ane 6 ), ob er von dannen kummen mochte. Unde künde nicht vile mit eme geredden vor den hudern. So sattzste er sich bie das für, unde schreib mit eyme steckkelchin in die asschin eyn wort adder sesfse in biewefsins sines dieners, unde streich das usfs unde schreib aber unde aber mehe, so vil, das der dyner syne meynunge verstunt. Die huder mirekedin defs nicht unde hattin dar keynen gedancken uff. Alsus gab grave Ludewig s yme dyner zu verstehin 6 ), wan er das selegerede von dannen gefurte, s ° sulte er uff eynen nemelichin tag kummen in deme mittage, unde eynen ledigin hengest bie sich füren, unde kummen under das slos, unde sulte uff en wartin. Unde das geschach 6 ). Nu hatte er gebetin umbe gro tuch, unde sprach, das er in eyme oetmudigen klede syn leben enden mochte. Alls eme das tuch wart, da lifs er eynen langen wyden rock machen, unde trug en stedefs ane. Uff den benanten tag 6 ) thet er vi) kledere an, unde sprach, en fröre. Da safsen 6 erbar man, die mit eme uff der kemmenoden beslofsfsen woren unde sin hüten, die spilten in dem brede, so gingk er gemechlichin in deme sale uff unde abe, bifs er synes dyners gewar wart, du liff er zu dem fenster unde spranck den hoen steyn abe in das wasfser, unde der wynt fürte en mit den kledern, das er nicht harte in das wasfser fyl; da swemmete syn dyner mit dem ledigen hengeste zu eme, da quam er uff, unde warff der nassen Weder eynteylfs von eme, unde ranthe uff syme wisfsen hengeste 'von dan, unde quam zu Sangenhufsen in'). Da danckede er godde unde sente Ulriche, der eme ufs dem gefenckenisfse gehulffen hatte. Unde buwete *eme eyn schone monster, alfs man das *bi. 112'. noch vvole syet, unde lifs darane hauwen dufs hexametrum: suseipe, sanete, domum, tibi quam vinetus pede 8 ) vovi; das dudet: o heyliger sent Ulrich, entpha dufs monster lieplich, das ich dir gelobete nacht unde tag, du ich in fessern gefangen lag 9 ). Dusi'se geschichte lefsit man in der Doringschin croniken 10 ). (Hir sal stehin, wie grave Ludewig springet von dem slosfse den hoen felsch herabe in das wasser, unde wie syn dyner zu eme swempt unde brenget eme eynen hengest.) a ) Hs. ohne Lücke. ') Eigener Zusatz. *) Lamp. 267 Z. 1—3 (1076). •) 8, d. vor. Anmn. *) Eigene Zusätze. Vgl. oben S. 111. s ) Thür. (s. unten). *) Eigene Zusätze. 7 ) Die Thür. hat hier die Jahrangabe '107S (!) 8 ) Thür. domum, quam vinetus compede. °) Thür. in Prosa. ") Thür. (Urs. 1258 f); Umstellungen. I jg Landeechronik. •bi. li». *Zu den getzytin du hatte grave Gereon') in Sassen czwcnc sone gelafsen, die woren vor dem keyfscr, alfs die Sassen huldunge dadin, geflohen uwer die Eiben. Nu worin diesclbin czwene jungen graven vast arme hern. Hirumbe wart nach en in der huldunge nicht gefraget 2 ). So nu dusfse tzwene graven vernamen, das lantgrave Ludewig von dem slosfse Gcbichensteyn gesprongen unde darvon kummen was widder in Doringen, du quamen sie auch widder heym in Sassen 3 ). Unde namen zu sich alle diegene, die dem keyfser nicht gehuldet hatten, unde bestunden des keyfsers amptluden uff den nuwin slosfsen inzutragen unde zu widderstehin, unde werten sich etzwan defs unrechten, ob sie künden 4 ). Nu geschach en so vil ungemachs unde so grosfse ubberlast von defs keysers nuwin slosfsen, das das unsegelichin ist, wante sie mustin er eygin wasser kouffen, er eigin holez beczalen, er fry eigin strasfse verczollen, er eygin fryhen gutere verezinfsin, er ackere unde phe verezehinden, ere frauwin unde tochtere wurden en geschant; unde solcher bofsheyd geschach en vil mehir, dan en vor y gescheen was. Du die fursten des richs das herfurin 5 ), du quamen sie zusammen, bynamen herezog Rudolfif von Swoben 6 ), herezog Welff von Beyern, herezog Bertold von Carenthien, bisschoff Albero von Wirczeburg, bisschoff Herman von Mettz, darzu vil ander fursten unde hern 7 ). Unde sprochin, wie das der keysei- in syncr alten bofsheyd unde grymmickeyd geyn das unschulligc fulck Sassen unde Doringen verhärtet were, unde verdruchte sie widder recht, unde hette en vil zugesaget, alfs sie eme huldunge dedin, unde hilde cn keynfs; unde wie das folck den furstin gegloubet hette unde weren felschlichin betrogen in gutem glouben. Sulches bewegete die fursten, das sie einen bont machten, unde wurden defs eynfs, das sie die gefangen furstin, »bi. in', graven unde hern ufs Sassen *unde tifs Doringen, die der keyser ickelicheme in sin lant gesant unde bevolen hatte zu verwarin, alle quid, ledig unde loifs lifsen tzihin widder heym in ere lande 8 )- Alfs die hern widder heym quamen, du wart grosfse froude under deme foleke, unde wurden getroist, unde tzogen ufs vor die nuwen slosfse, unde zubrochin etzliche unde verbranten a ) sie zu gründe; etzliche gewunnen sie 9 ) unde besattzstin sie mit erbar luden; unde hilden herezog Rudolffen vor cynen Romschin kunnig 10 ). Du be- sammete sich der keyfscr mit den richstedden unde anders, bo er mochte 11 ). Unde wulde in Doringen uwer graven Ludewigen tzihen, darumbe das er syme swoger, herezog Rudolffo, halff. Defs dadin sich die Doringe mit den Sassen umbe, unde kregin vast hulffe, wante die Osterlender, die Misfsencr, die Fovdlender, die West- phelinge unde die Hessen hilden efs mit herezog Rudolpho. Hirumbe besammetin sie sich starck, unde czogen dem keyfser entgeyn- *) Hs. verbrantein. 'J Gero; bei Lamp. keifst es Geronis filii. ») Lamp. 260 Z. 1- 6 (l° 7bi c s ) Eigener Zusatz. *) Lamp. 260 Z. 21 f 18f, 25/}' (1076). 6 ) *V*S Zusätze; zum Teil wie oben S. 102f u. 117 Z. lf. ") Vgl. oben 8. 116 Anw- W 7 ) Lamp. 257 Z 23-26 (1076). «) Frei nach Lamp. 257 Z. 27-31\*°° Z. 4-7,10f 15- 18 (1076). ») Lamp 261 Z. 1- 3u'6-8 (1076). '") ^ mlC Zunätie. ") Vgl Eng. 1089 Z. 6f feivitates Rheni). Lindeschronik. 119 Unde quamen zu dem andernmole zu stryde, bie Melerstad m Francken 1 ). Da bleib von defs keyfsers weyn toit grave Cuno unde grave Dieppold; von der Sassen wegin bleib toit der ercz- bissehoff von Magdeburg, genant Wezel 2 ). Dar bleib auch toit grave Poppo von Hennenberg, unde wart uff beyde siten manch man herslagen, ydoch so behilt herczog Rudolff das feit mit grosfsen eren. Dufs ist der ander stryd, unde geschach, du man schreyb nach gots geburt 1078 jare, uff sent Cyriacus tag s ). Der keyser floch unde ent- 1078 Aug. hilt sich zu Fritzlar. Du das herczog Rudolff vernam, du czoch c vor Fritzlar unde verbrante die stad mit sent Bonifacius monster a 'lerdinge, unde geschach auch grofs schade dem lande zu Hessen 4 ), an fruchten, fuderunge unde an anderme gute. Da floch der keyser vorters an den Ryn, du folgete herczog Rudolff nach unde ver- dilgete Oppenheym unde ander keyserslosfse 6 ). Alsus schribet T-ampertus«). Auch eynteylfs Didericus Engelhufsen 7 ). *(Hir sal stehin, wie der keyfser zum 2. male stridet widder die *bi. in. Sassen, Doringe unde Hessen, unde der keyfser verlufset den stryd. "ir bleib toit der erczbisschoff von Magdeburg unde der grave von Hennenberg.) " (Hir sal stehin, wie herczog Rudolff von Sassen unde die *bi .114' Doringe verstoren unde verhornen die stad Fritzlar mit sent Bonifacius monster allerdinge.) *Bie dusfsen getzyten quam uff der Carthufser ordo, durch *bi. üb. e ynen meister der heyligen schritt, genant Bruno, der was ufs Collen geborn. Unde balde darnach quam uff der ordo genant von Cistercien (alfs zu Heyne unde Arnspurg synt 8 )), unde herhub sich von irst in Burgundienlande 9 ) von eyme geistlichin vater unde abte, genant Robertus, unde dusser ordo hat sinen orsprung ufs deme orden sancti Benedicti. Du was auch eyn bobist zu Rome, genant Victor der 111., eyn godfochtiger frummer man, dem wart vergeben in dem ampte der heyligin mesfse, wante eme wart ver- gift gethan in den kelch, so das er starp. Alfs a ) stehit in Fas- ciculo a ) 1( >). Alfs man schreib nach gots geburt 1080 jar, du czoch der 1080. keyser mit grosfser macht in Doringen. Defs besammetin sie sich mit den Sassen unde mit anders erin frunden. Unde quamen zum drittenmale zu stryde. Da bleib von defs keyfsers weyn toit grave Folmar 11 ), unde uff der Doringe siten bleib toit grave Meginfrid 13 ) ft ) AlTs—Fasciculo nachträglich zugefügt. ') Thür. (Germ. 17,142). Continuatio annalium Lamperti; s. Ann. S. Petri Erphesfurt. maiorcs, Mon. Erph. 49 Z. 3. 2 ) [Cont. Lamp.J. 8 ) Thür. (a. a . 0.). — Ann. S. Petri Z. 3f Aug. 6. Richtig Aug. 7. 4 ) Cont. Lamp-, zu 1079; s. Ann. Hamngcnses ('Ottenburani'), MG. SS. 5, 7 Z. 35—38; Ann. Pathvrbr. 97 Z. 16—19 m. Anm. d. Vgl. Eng. 1089 Z. 16 f. 6 ) Scheint Verwechslung mit Vorgängen von 1076 Okt.; s. Ann. Lamp. 278 Z. 24ff mit Anm. 3; Ann. Path. 96 Z. 17ff m. Anm. 7. Vgl. Eng. 1096 (!) Z. lf. ") Ann. Lamp. w. Cont. Lamp., s. d. vor. Anmn. ') S. d. vor. Annin. s ) Eigener Zusatz, f) i. b.: Eng. 1092 Z. 57. ,0 ) Bol. 74 Z. 7—6v. «.; 74' Z. 8-7 v -^.;74'links,insbes.Z.ll—10v.u. n ) Ann. Path. Folcmarus. ") Ann. Path. Meinfrith. 1 2o Landeschronik. von Sassen, darzu bleib uff beyde siten manch stolcz man toit•). Ydoch so beilüden die Doringe mit den Sassen das feit. Unde der keyser noch in Erfifurt. Dufs ist der dritte stryd, unde geschacli in Jan. 26. Doringen bie Fladicheym, defs nehistin tages nach sent Pauwelfs bc- kerunge 2 ). In der nacht verbrante sent Peterfs monster zu Erffurt, unde sent Severus monster, dartzu der paffen höbe an sent Peterfs berge unde in dem Brule. Dusfsen brant doden defs keyfsers dynere, dar- umbe das sie die paffen unde die monche beensch hilden von des bobists vveyn. In dusfsem brande geschach unmafslichin grofs schade an kirchin, glocken, gebuwe, an hufsern unde an anderme gute 8 ). Alsus schribet Lampertus Leodicensis in siner croniken 4 ). Unde auch findet manfs eynteylfs in der Doringschin croniken 4 ). »bi. 11.V. *(Hir sal stehin, wie der keyfser zum 3. male stridet geyn die Doringe unde Sassen, unde der keyfser verlufsel den stryd unde fluet von dem felde.) »bi. 11t. "Von der bekerunge graven Ludewigs zu Doringen unde siner gemaheln, frauwin Alheid, sal man vorters sagen. God, der barm- hertzige herre, wyl nymants verterbin lasfsin, der gerne von eme höret predigen unde sagen 5 ). Want das wort goddes brenget den mentschen zu bekerunge von den sunden unde ist eyn gewisfs worlich czeychin der ewigin selickeyd. Want unfser lieber herre Jhesus Cristus hait gesprochin Johannis VIII. : qui ex deo est, verba dei audit"); item Johannis XIV.: si quis diligit me, sermonem meum servabit, et pater meus diliget eum, et ad eum veniemus et mansionem apud eum faciemus; qui non diligit me, sermones mcos non servat 7 ); irem Johannis VIII.: propteria non auditis, quia ex deo non estis 8 ); — beati autem, qui audiunt verbum dei et custodiunt illud: Luce Xl.")- Das dudet: wer ufs godde ist, der höret gerne die worte goddes; item: ist ymants, der mich lip hat, der beneidet myne redde, unde myn vater hat en lip, unde wir werden zu eme kummen unde machin eyne wonunge bie eme; wer mich nicht lip enhat, der heldet nicht myne redde; item: darumbe höret ir nicht myne worte, want ir syt nicht ufs godde; aber selig sint die, die da hören das wort goddes unde bewaren das. Dusfse heyligin worte unde der- glichin sattzste grave Ludewig unde syne gcmahel, frauwe Alheyd, in eren mut unde syn, unde gingen flifslichen zu der predige* darvon kregen sie ynnickeyd unde andacht, und ryfen god stedick- lichin ane umbe gnade. Des neechedc sich god zu en; nach dem sproche des heyligen propheten Davidis in deme 144. psalm, da er sprichet alsus: prope est dominus omnibus invocantibus eum. Omnibus invocantibus eum in veritate 10 ). Das dudet: der herre ist na bie al den, die en anruffen in worheyd. Alsus sach sie god ane mit den äugen syner grundelofsen barmhertzickeyd»), das sie beydesampt ') Ann. Has. cum magno utrorumque casu. '-') GW. Lamp.; s. Ann- S. Petri 49 Z. 10 f (Jan. 26); Ann. Has. 7 Z. 41-44 (Jan. 27); Ann. Path. 97 Z. 26—29 {Jan. 27). Thür. {Germ. 17, 143). — Datum in der Thür. 1079 (•') Jan. 28; richtig 1080 Jan. 28. ») Thür. Vgl. Ann. S. Petri Z. 11-13 (ÖW* Lamp.). ') Gont. Lamp., s. d. vor. Anmn. ») Thür. (Stolle 123, Urs. 125Jh hier: der Hoffnung zu ihm hat. ») J 0 . 8 47. 7 ) Jo. 14, 93—**- •) Jo. 8, 47. *) Lue. 11, 28. '") Psal. 144. 18. ") Thür.: <*ner der dynere gegangin; den hyls er die spifse hynne thun. Unde sprach zu ir: 'ich wil godde geloben unde auch uch, das ich, so ich irst rna gk> geyn Rome tzihin wil zu deme bobiste unde w i I busfse umbe unfse sonde entphaen'. Unde stunden alfso uff, unde bieben den tag bedrubet Unde ungessen. Darnach bestatte er syne kyndere, unde * schickte alle *m. iit. s yn^ sache zu der reyfse 2 ). In deme seibin vorgenanten jare du man schreib 1084 jare, du staqj bisschoff Sigefridus von Mentz in Doringen, 10S4. unde wart begraben zu Hasungen, unde quam eyn ander bisschoff an s ync stad, genant Wctzelinus 3 ). Der hilt den kej^ser beenscb von defs bobists wegin 4 ). Hirumbe schuff er, das die tzwey monster zu Mencz unde zu Babinburg verbrant wurden 5 ). Dusfse vorgeschrebin Historien lefsit man in der Doringschen croniken 6 ). In demselbin vorgenantin jare du man schreib nach der heiligen geburt unfsers hern Jhesu Cristi 1084. du besammete sich der keyser 10S4. m 't gantzer macht, und czoch widder uwer die Doringe unde uwer die fassen mit grosfser herecraft. Du quam herezog Rudolff von Sassen Kit syme foleke, unde besammete sich mit den Doringen unde mit anders erin frunden, so sie bests mochten. Unde quamen zu dem 'rdenmole zu stryde, in dem Oisterlande bie der Elster. Da bleib von defs keysers weyn toit grave Hinrich unde grave Rathodo a ) 7 ), darzu wart eme untzelichen vil folekes hcrslagen. Ydoch behilt der ke yser das feit. Unde herezog Rudolff von Sassen wart auch mit v 'l fulekes toit geslagen. Dusser vierde stryd geschach in dem herbeste, a ) so. 3 l ) Tkü/r. torstickeit. -) Thür. (Stolle 123f, Urs. 1259f). Eigene Zusätze. ) -Ihür. (Urs. ]260f). [Cord. Lamp.h s. Ann. S. Pclri 49 Z. 17f; Ann. Bas. 8 f-*fl Ann. Path. 99 Z. 15 f. ') Vgl oben S. 120, unten S. 124. 6 ) Thür. \uerm. 17, U3), u i, er m x)81 (zwischen 4. u. 5. Streit). ") S. d. vor. Anmn. 1 f r ng statt: von Kg. Heinrichs wegen Gr. Eatbodo; Ann, Path. ex parte j^gis Heinrici (Ann. Yburgenses, Osnabr. Geschichtsquellen 1,182 nur 'H.') Rat- od o aliique comites. j22 Landeschronik. Okt. 12. virczehen tage nach sent Michaelfs tage. Dusfs historien beschribet alles Lampertus Leodicensis in syner croniken l ). »bl U7«. *(Hir sal stehin, wie der keyfser zum 4. male stridet geyn die Sassen unde Doringe, unde der keyfser behelt das feit, unde herezog Rudolff von Sassen wirt doit geslagen.) •bi. 11s. 'Darnach alfs man schreyb nach der geburt gots 1086 jare, 1086. du besammete sich aber der keyser, unde wulde in Doringen tzihen. Du tzogen die Doringe mit den Sassen eme entgeyn mit grosfser macht. Unde quamen zum funftcnmale mit eme zu stridc. Da bleib grave Curt von Sassen toit 2 ), mit vil fulekes. Ydoch behilden sie das feit unde dreben den keyfser von dannen. Dusfser fünfte stryd [geschach]») na bie Wirczeburg, in dem meye nach oistern uff sent Apr. 14. Tiburcius tag"). Alsus schribet Lampertus Leodicensis in syner croniken 4 ). (Hir sal stehin, wie der keyfser zum 5. male stridet geyn die Sassen unde Doringe, unde der keyfser verlufset den stryd.) »Bl. 118". "Alfs man schreib nach gots geburt 1088 jarc, du czoch grave 1088. Ludewig von Doringen geyn Roma, unde nam mit sich den bisschofl von Halverstad. Unde da bichtede er syne sunde. Du sattzste eme der babist zu busfse, das er eyn cloister godde unde unfser liebin frauwif 1 unde sent Johanfse dem evangelisten, der under dem crutze stunt, buwen sulde, unde vor syme ende eyn monch darinne werden; unde sulde vor synfs wybes sunde auch eyn cloister buwen, dar sulde sie sich inbegeben- Alsus lefsit man in der Doringschin croniken"'). In demselbin vof 1088. genanten jare du starp der bisschoff zu Mentz, Wetzelinus, und c quam eyn ander an sine stad, genant Ruthardus 6 ). Darnach > 1088. demselbin jarc, alfs grave Ludewig zu Roma was, du zcoch ^'f grave Citzlo') mit den frunden unde mögen defs phaltzgraven Frideri'"-_ von Sassen, den grave Ludewig herstochin hatte, die tzogin in Doringe ' unde verheretin das lant. Das vernamen defs keysers dyner unde ? dener, die zu Northufsin lagen, das die Sassen, den sie insonderhe} gram woren, mit werin, unde czogen en entgeyn. Du floch mat'gg ra . Citzlo widder hinder sich, unde des keysers folck tzoch vorters, tin verterbeten vil dorffere unde dodin grofsen schaden in Döring 1 ' Alsus spricht die Doringschc cronike 8 ). Alfs das der keyser herft> > du wart er vast getrost, unde besammete vil fulekes, unde q" a mit grosfser herecraft, unde tzoch vor Glichen unde belag °* ' Du besammetin sich die Doringe mit crin gutin frunden, u° u wulden den keyfser abtriben. Da quamen sie zum sestenmole stride, unde der keyser verloifs unezelichin vil fulekes. Dar ble» auch von defs keysers weyn tod bisschoff Burckard^ von L ° saI j e r bisschoff Segewin von Collen, bisschoff Otto von Regenfsburg. Unde marggrave von Landefsborg, genant Eckebrecht, vertreib den keyi a ) Hs. ohne Lücke. ') Cont. Lamm.; a. Ann. S. l'etri 49 Z. 17—19 (1084 Okt. 12); A>f: lO s0 98 Z. 1-4 (1080 Okl. 15). Thür. (Germ. 17, 143). — Datum in der TM*.* u Okt. 14; richtig 1080 Okt. 15. ») [Cont. Lamp.J. s ) Thür. r ^f a1ll f, Valerianus. Richtig Aug. 11 ~ Tiburtii [et Susannac). 4 ) Cont- J-> ^. 8. Ann. S. l'etri 51 Z. If, wo aber Juni 6. Thür. (Germ. 17,143). > j^fi. (Stolle 124, Urs. 1260). •) [Cont. Lamp.J; s. Ann. 8. Petri 51 i- df ' l2 6l) Hau. 8 Z. 22-24. 7 ) Thür. Zytzko (Tytzko). •) Thür. (Urs- - 1 * Landeschronik. 12^ smelichen von *dem felde unde ufs dem lande. Dusfser seste stryd * Bi. Uö. geschach bie Glichen, uff den heyligen cristobint. Alsus schribet Lam- Dez. 24. pertus Leodicensis in syner croniken ')• (Hir sal stehin, wie der keyfser zum 6. male stridet mit den Doringen, unde der keyfser verlufsit das feit. Hir blibet der bissen off v on Collen toit unde anders 2 bisschoffe, mit vile fulekes.) *Alfs nu dyt orloyge defs keyfsers mit den Sassen unde *«i. u»'- Doringen lange tzyt gewert hatte, unde manche herefart gescheen was, bienamen, alfs Lampertus Leodicensis schribet, 14 male dusfser keyfser czoch uwer die Sassen unde Doringe, unde etzwan wart dartzusschin getedinget, etzwan ander thage gelacht, etzwan wart die herefart wendig, etzwan quamen sie (bienamen 6 mole, alfs vor- geschrebin stehit) zu stryden '% unde so dusfse czweydracht y lenger y grosfser wart, unde der keyfser alfs arger wart, du wurden die ■ 'urstin des richs eynfs, wie sie nicht lichter mochten den keyfser a begcsettzin, dan mit syme eigin sone, unde reyfsten den soen geyn sinen vater. Unde quamen geyn Ingelnheym mit grosfser macht zu dem keyfser, unde namen eme die krönen von syme houbete l, nde brachtin sie dem soene. Du schickte der keyfser evnen graven ^nellichen geyn Collen, da sammetin sich die Rynschen stedde mit «em keyser 3 ). Unde stredin widder den soen. Da streyd der soen Widder den vater. Unde bleib in erin stryden manch mentsche toit. Alsus schribet meistcr Diderich Engelhufsen 4 ). Alfs man schreib nach gots geburt 1089 jare, du grave Ludewig 1089. v on Doringin widder von Rome klimmen was, du suchte er allen e nden eyne bequeme stedde zu eyme cloister. Unde alfs er da von syme s losfse Schonenberg 6 ) zu Warporg ryden wulde, da was eyn doppener (etzliche sprechin, efs were eyn czolner) gesessen bie eynem grosfsen borne, der hyfs der Reynhartfsborn; von deme doppener vernam er, unde auch von andern geburen von Fridericherade, das sie alle nachte tzwey «chte da bornen sehin, eynfs an der staid, da nu das munster lyt, unde das ander, da qu sent Johannes capelle lyt. Du gefyl eme yn, das god na eyn cloister, alfs er gelobet hatte zu buwin, habin wulde, unde da lifs er zuhant die hobestaid des 11 ) cloisters rumen unde die boyme abehauvvin, 'Jnde sante nach dem bisschoffe zu Hal-*verstaid unde nam sinen raid *m. 120. uaruwer. Darnach stifte er auch eyn cloister zu Schippelitze, usfs der burck, (ll , e des phalczgraven Friderichs gewest was, den er herstach; da an der Kirchin dusfse hexametra gehouwin sint: hie exspiravit palatinus Fridericus, hasta prostravit comes illum dum Ludewicus. Das dudet: hir leyt phalczgrave Friderich syne noit, da en grave Ludewig mit dem spere stach toit 6 ). u nde frauwe Alheyd buwete das monster zu Adelfslebin. Dusfse ge- Sc hichte lefsit man in der Doringschin croniken 7 ). a ) Hs. der. 2 , ') Cont. Lamp.; s. Ann. S. Pctri 51 Z. 3—5. Thür. (Germ. 17, 143). ) ^oni. Lamp. ; s. Ann. Has. 8 Z. 25—29. ") Eng. rex . . . venit ad quendam obilem, qui nomine suo exercitum congregavil. ') Eng. 1090 Z. 39—41. 57, j f' 55-59. ") Schauenbwg; Thür. Schonberg (Schonburgk). 8 ) Thür. ™ Prosa. ■>) Thür. {Urs. 1260; gekürzt Stolle 124). 1 24 Landeschronik. (Hir sal stehin, das man 3 cloistere buwet, Reynhartlsborn, Schippelitz und Adelfslebcn.) *bi. 120". *Nach der geburt unfsers hern Cristi alfs man schreib 1093 jare, 1093. alfs der keyfser nach gram was graven Ludewige von Doringen umbe den toit defs phalczgraven unde umbe herczog Rudolffs willin, syns swogers, dem er dan gehulffen hatte, unde so nu grave Ludewig umbe den toitslag zu Roma busfse entphangin hatte, hirumbe gab er sich willigk- lichin dem keyfser an gnade, in dem dorfe Trutmunden. Unde der keyfser hilt en eyne wyle gefangen, bifssolange das er dem keyfser syn slos Warporg, das bie Ysenach lyt, ingeantwert; do das geschach, du lifs 1094. er en ledig. In dem andern jare darnach du hatte der kunnick Hinrich eynen houff z,u Mentze, dar quamen vi] fursten unde graven ungebedin, also quam auch grave Ludewig von Doringen dahynne, unde meynte, er were deme keyser angeneme, unde wulde auch versuchen, ob he ymandes genyfsen mochte, das eme syn slofs Warporg widder wurde, alfs eme das eyn guter waen von defs keyfsers gewaldigin gescheen was. AI» 6 nu der keyser syner gewar wafs wurden, da lifs er en fahen. Unde dar safs er gefangin tzwey jar unde 9 monde, unde muste dem keyfse r achte gifsel adder bürgen settzen, das er ufs deme gefenckenisfse quam- 1096. Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1096 jare, du quam keyfser Hinrich aber geyn Mentze, unde finck da den bisschoff Ruthardum> umbe defs willen, das en der bisschoff nach des bobists geböte vor beensch gehaltin hatte. Da lieffen die burger zu Mentz zu, unde drangetin den keyser mit hulffe defs bisschofifs man also sere, das er vonstunt den bisschoff muste loifs geben, unde darzu die gifseln unde bürgen graven Ludewiges von Doringen quit, ledig unde loifs sagen. Alfso halff eniC god aber unde zum drittenmale ufs deme gefenckenisfse. Du follinbracht er das cloister zu Reynhartfsborne'). Unde gab en die burck Schonburg *bi. i2i. mit erer zugehorunge 2 ). Unde begobete sie mit erbe, dorfferen, * weiden» gutem unde czinfsen gar richlichin. Unde wart da mit dem bisschon^ von Halverstad eyn monch darinne, unde namen an sich sent Benedict- regel. Unde der bisschoff wart der irste apt in dem cloister, unde #*f genant Gilbertus. So begab sich frauwe Alheyd auch in eyn cloiste,' Unde dynten beyde dem almechtigen godde 3 ). Dusfse geschiente le» s man in der Doringschen croniken 4 ). In demselben vorgenanten jare, alfs du man schreib «^ so die 1096. gots geburt 1096 jare, du herhub sich eyne grosfse meerfar die was genant 6 ) die fart uniser lieben frauwin. Unde w groifs zutzihen unde zulouffen in allem foleke, in allem stal alten, die jungen, die armen, die riehen, ufs geistlichen, ufs lichin, von eygem willen 1 ) unde von grosfser liebe zu gode, eyn ickelicher frummer cristenmentsche defs sonder trene sy äugen nicht gelefsin 8 ) noch gehorin mack 9 ) in den croniken. ® aS en , fart houbtman hyfs Godfridus von Bulion, hertzog zu Lot ^ in .° uS , Mit eme warin syne tzwene brudere Eustachius unde B a j~ ul flC ]c- Boemundus, hertzog zu Apulis ,0 ), Huck, defs kunniges von Fra ') Thür. (Urs. 1261). ') TM,:, an späterer Stelle, mit Jahrangabe ^ ■') Thür., oben anschliefscnd (Stolle 124, Urs. 1261f). *) S. d. vor- j0 g <■) [Cont. Lamp.J; s. Ann. S. Petri 51 Z. 9; Ann. Hos. 8 Z. 41 f; Ann. r a "^t. Z. 12f. 6 ) Bol nwr fuit. ') Bol. nemine pellente. 8 ) *$ f a rc»f< ») Bol. 74' Z. 5fu. 3—5. Vgl. Eng. 1093 Z. 34 f; Königsh. 432f. > * Bol. u. Vinc. dux Apuliac, Eng. rex Siciliae. I.andeschronik. 125 nch bruder, Robertus, herre 4 ) zu Normannen, Tankredus, herezog zu Brabant 2 ), Balduinus, grave von dem Berge, Robertus, grave zu Isländern, Stephan, grave zu Biesen 3 ), Ra3^mundus, grave zu Sent kg'dien, Haymarus, bisschoffzu Podien 4 ), der kunnig von Sicilien 5 ) unde vil ander fursten, graven unde hern«). Unde alfs Guillerinus schribet, so wurden sie geachtet an sechczigmal hundert tusent, die uwer meer schifften 7 ). Alfs man das lefsit in dem Spigel der Historien an dem 26. buche in dem 92. capitele bifs uff das 105. ca Pitel8), Unde sie gewunnen Jherusalem mit dem heyligin grabe, undc Anthiochien, mit vilen stedden, die vor-*malfs die heyden *bi. n genant Sarraceni under hatten 9 ). Alfso korin die cristen herezog Godfrid von Bulion zu eyme konnige zu Jherusalem; der enwulde J^ e yn kunnig heysen; so wart sin bruder Balduinus der irste Tutsche kunnig zu Jherusalem. Unde so behilden die cristen das lant bie 9o jaren geruwelichin inne >°). . Bie dussen getzytin wart marggrave Eckebrecht von Landefs- ^ Ul "g, der den Ebirfsberg zum irsten buwete, herslagin in eyner molen. u meynten die lüde, efs nette laisfsin thun keyser Hinrich, umbe Wels willen, das er en in dem stride, der under Glichen geschach, von dem te 'cle lesterlich treyb ")• Alsus lefsit man in der Doringschin croniken 12 ). Alfs nu der keyfser sach, das er grosfsen widderstant unde Un glucke von syme eygin sone unde von andern furstin unde 'anden hatte, unde auch von dem bobiste versmeet unde in den") Dan was, du gab er sich in fridde, unde sagete die Sassen undc die Doringe alle ere a ) eyde unde gelobede, die sie eme gethan hatten, quit, ledig unde loifs. Indes quamen die furstin des richs zusammen unde der bobist sante czwene legatin dar, eyner hyfs Sigehardus, der ander hyfs Altmannus 13 ). Undc da sattzstin sie den keyfser abe unde namen synen soen uff, genant Hinrich der V. Uufs g-eschach du man schreib nach gots geburt 1099 14 ). Alsus 1099. schribet Lampertus Leodicensis in siner croniken 15 ). Du czoch der a 'te keyser zu dem bisschoffe von Spira; unde sprach: 'mir enist nicht bessers, wan das ich godde dyne; gib mir eyne prebenden zu Spira, ich kan noch wole zu chore gedynen'. Da versagede ern e das der bischoff. Darnach wart er so arm, das he syne erfsen W) vor broit versattzste, unde sante sin swert dem sone unde entboit eme also: 'entpha myn gut; hettestu mir mehe gelofsen, lc h hette dir mehe uffervet'. *0 wie wunderlichin sint gots gerichte, «m 121 Ie an difssem mechtigen Romschin keyfser gescheen sint! Alsus s chribet meister Diderich Engelhufsen lT ). Zuletzst lifs en syn soen ■) so. a , ') Vorlagen comes. 2 ) Apulicn; Eng. (lux Brabantiac et dux Apuliae, ' Blois; Vorlagen Blesensis. l ) Pivg; Eng. Podiensis. ») Irrig zugefügt 'Wf den Angaben bei Eng., vgl. d. vor. Anmn. e ) Hol. 74' Z. 7ff (imvollst.) ; Hnc. 26, 92 Z. 29ff; Eng. 1093 Z. 48ff. ') Vinc. Z. 41-43 nach Guillerinus inn af)) - 8 J Vinc. 26, 92—93 u. 96—105. 9 ) Mol. 74 Z. lf. ,0 ) Eng. ''f 4 Z. 18—20, 34, 47. Thür. {Urs. 1262). ") S. oben S. 122 f. ") Thür. )' 1 ' s - 1262, mit Jahrangabe 1103). ") Verwechslung mit Vorgängen von y™ Okt.- s. Ann. Lamp. 276 Z. 31 ff. ") Cont. Lamp.; s. Ann. Path.106 *• a u. 10. i6) Ann Lamp. u. Cont. Lamp., s. Anm. 13 u. 14. ") Eng. °creas. n } Eng wgo Z 59 his 10 9} Z. 8. j2Ö Landesclironik. griffen, unde lifs en in dem gefenckenisfse sterben'). Alfs man das auch lefsit in Fasciculo 2 ). Unde er starp, du man schreib nach 1105. goddes geburt 1105 jare s ). Du czoch sin socn, keyfser Hinrich der V., mit grosfser herschaft" geyn Roma. Defs wart der bobist Paschalis der II. sere erfrauwet unde czoch eine herlichin entgeyn. Unde alfs er en cronen wulde, du hisch er von eme das gelobede unde truwe. Du sprach der keyfser: 'ich sal nymande swerin adder geloben'. Hirumbe wart groifs getzencke under en, unde quamen zu siegen unde zu morden, so groifs, das von alter nymeher gehört was: das blut flofs ufs sent Peterfs monster bifs in die Tyber Da wart der bobist mit den cardinalen mit gebunden henden nackct unde bloifs getzogen bie den helfsen unde in die gefenckenisfse gefurt. Darnach machtin sie fridde, so das der bobist den keyfser krönte. Alsus schribet meister Diderich Engelhufsen 4 ). *bi. 182'. *(Hir sal stehin keyfser Hinrich der V. mit syme wapen.) •bi. 1-23. * Zu den getzyten du starp herczog Magnus von Sassen an manfsliebeserben. Sunder er lifs eyne tochter, genant Ricka, die 'gab er eyme frummen, gestrengen, eddeln hern, genant Lotharius; (lerne wart das lant mit der tochter 5 ). Dusser Lotharius hatte eyne swester, die hatte eynen hern zu der ee, genant herczog Hinrich; unde alfs nu herczog Lotharius mit svner elichin gemaheln Ricka keyne kyndere gewan, du gab er syme swoger unde swester das lant zu Sassen unde das lant zu Beyern 6 ). Darnehist gewan Lotharius eyne tochter, genant Heddewig, die gab er graven Ludewige zu Doringen, defs Sprengers sone'). Alfs man schreib nach goddes geburt nog. 1109 jare, du starp bisschoff Ruthardus zu Mencz, unde quam eyner an syne staid, genant Adelbertus der aide 8 ). Alfs man schreib nach m.v gots geburt II 15 jare, du czoch dusfser keyfser Hinrich der V. i' 1 Sassen unde wulde das lant betzwingin, unde gewan Halverstaio unde belegede Brunswig unde Orlamunden. Du besammete sich herczog Lotharius von Sassen mit den Doringen unde mit andern erin frunden 9 ). Unde schriben dem keyfser alsus: 'wir enkumuien nicht, das wir widder unfsern hern kyven adder stryden wulH n > sundern wir musfsen unde wullen unfser lant beschirmen'. Da eo- karte sich der keyser nicht ane unde versmede sie 10 ). Du tzoge" sie zu und fylen uwer defs keyfsers here, unde fingen unde her- slugin ere so vile, das eyme Sassen bobin 20 mentschin geburten- >) Königsh. (Kap. 2) 455 Z. 10f. 2) Hol. 74 Z. 20f. '■') Königsh- Z. 11 u. 28. Ebemo die Cont. Lamp., s. Ann. S. Petri 51 Z. 17. 4 ) Enfh 1095 Z. 27f u. 31 - 42. ») Vielleicht Mißverständnis von Eng. 1095 *>■ 46—48 (rex) Henricus ducatum Saxoniae Magno mortuo tribnit Ludero . . • ^ ,r ° strenuo et probissimo, co quod Magnus filium non habcret, sed tantuni Alias. Pf 1 Namen der von ihm irrig für eine Tochter des Magnus gehaltenen Gemahl'^ Lothars konnte Geist, vielleicht der Cont. Lamp. entnehmen, s. Ann. S. Petri ■*» Z. 15 Richeza regina. G j Vielleicht Mifsverständnis von Eng. 1099 Z- W (Lotharius) dans ducatum Saxoniae Hinrico, genero suo, duci Bavariae; sei ^ e ''' Schwiegersohn Heinrich dem Stolzen. ' ') Thür. [Stolle 125, Urs. 12o<>h s ) Cont. Lamp.; s. Ann. S. Petri 51 Z. 18—21 (die Nachfolge '1112'); 53 *>■ 23 (senior). Vgl. Ann. Has. 9 Z 13—15; Ann. Path. 120 Z. 10: 126 Z-*• •') Eng. 1095 Z. 50-52. Cont. Lamp.; s. Ann. S. Petri 51 Z. 28; Ann. P«'"' 129 Z. 9ff. ,0 ) Wohl eigene Zusätze. Vgl. Eng. Z. 57 pro defensione . • • patriae . . . pugnare. 128 Landeschronik. *bi. 125. Doringe unde die Hessen t zog in "sich zusammen zu Cruczeburg 1 ), das zu der tzyt eyn monchecloister was sent Benedictus orden, unde die staid was eyn dorff. Da tzogen allen enden die lüde zu, unde wurden des eynfs, das sie den bisschoff zu Mencz in Erffurt, das noch unbemuret was, uwer- fallin wulden. Defs wart er von etzlichin synen frunden gewarnet, das er das abetedingete. Unde sante die synen geyn Cruczeburg, das sie das gutlichin sunetin; efs were anders grosfser schade unde mort gescheen, wante efs worin reyde zu Crutzeburg gesammet me wan 20 tusent ma«' die gewapent woren. Alsus lefset man in der Doringschen croniken 2 )- Auch eynteylfs beschribet Lampertus Leodicensis 3 ). 1125. Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1125 jarc, d u starp der vorgenante keyser Hinrich der V. 4 ) an libeserben, darumbe das er sich versündiget hatte an syme vater, den er in dem gefenckc nisl'se sterben lyfs 5 ). Unde dufs geschyt gemeynlichin 6 ) durd 1 das rechte gerichte goddes: al dengenen, die erin aldern ubbel thufl» den geet efs auch ubbel 7 ). Ali'so starp das herczogthum von Franckenlande an erben loifs, unde quam eynteylfs mit hulffe des bobistej an das bisschthum zu Wirczeburg. Unde wart der keyser mit schu" unde helme zu Spira bie syne althern") begraben. Alsus lefsit mal in der Swobischen croniken 9 ). Du wart gekorn der vorgenantc herezog Lotharins von Sassen zu eyme Romschin kunnige, unde er wart genant Lotharius der III. Disfser kunnig Lotharius belag die stad Spira unde gewan sie. Unde er was gar eyn ernste 1 "' gestrenger kunnig, unde thet grosfse dinge bie der heiligin criste" heyd, alfs meister Diderich Engelhufsen unde andere croniken v ° eme beschriben ,0 ). \ »hl im'. *(Hir sal stehin keyfser Lotharius der III. mit syme wape"'' *m. 128. *Alfs dusfser keyser Lotharius der III. sach, das syn eyden, gy* Ludewig zu Doringin, eyn gestrenger, wisfser unde vernunftiger '' was, unde auch mechtig in Doringen unde in Hessen was, du ga ö eme follen das lant zu Doringen unde zu Hessen, unde machte noch rade der fursten zu eyme landesfursten, mit banyrn, nach so geth 3 - 11 .^ herlichkeyt, alfs gewonlich ist"). Unde behilt synen alten narne" dem tutschin, genant der lantgrave. Sundern in dem latino wä g er verwandelt, wante er hyfs vormalfs comes provincialis vel con V^ provinciarum, scilicet Thuringie et Hassie, alfs man das auch 12 ) find rS in der croniken Lamperti Leodicensis"), unde er sal nu v ° rte ell heyfsen unde genant werden lantgravius. Er behilt auch syn altin schilt unde wapen mit dem bonten lewen. Sundern alfs ^ keyser, syn sweherherre, keynen soen hatte, du gab er e das kleynnode uff syme helme zu füren in silber, alfs efs der R° mS ^ keyfser gülden fürte, das sint tzwcv silbern horncre, unC !f, er „ ickelichemc sint 7 silbern tzwige, unde ickelich tzwig hat 3 s' ,D ') So Thür.. irrig stall, Triteburg; vgl. Mm>. Erph. 164 Z. 32 Free 41J ') Thür. (Urs. 1263). :l ) (Jonl. Lump., .1. Ann. S. Petri 51 Z 5C// , '#)«• tHs. 2 '1123). ') [Cont. Lamp.l, s. Ann. S. Petri 53 Z 3. ' ntS . Chr. Vgl. oben S. 125f. Hol.: dehonestavit. 6 ) Hol. 7 ) Eigener■'# # -) b. s. a. nach Hol. ») Gmünder Chronik Bl. L 2' Z. 17—10 v. «• f p etr i Z. 15—18. ,0 ) Eng. 1098 Z. 31 ff, 48 f, 52. fCont. iMtnp.J, s. Ann- ^ «,,, 53 Z. 3 ff. ") Thür. (Stolle 125, Urs. 1262). ") I). h. ohne die W f - Zutaten: den Plural in provinciarum und das et Hassic. 1S ) Conl '-o s. Ann. S. Petri 55 Z. 1; 58 Z. 5: 59 Z 2; 60 Z. 9: aber bei 1140—U" Landeschronik. 129 bledder, unde die helmdecke auch gancz silbern; darzu behilt der heim syne gülden cronen, die er vormalfs gehabt hatte 1 ). Alfso warden dy czwey lande furstenthume, zu Doringen unde zu Hessen, [u. 1125]. dye vormalfs 90 jare gewest waren czwo graveschaffte 2 ). Alsus wart er geforstet, mit 12 graven zu hoffegesynde, in der vvifse, alfs der keyser ufsgesattzst ist mit fursten zu synem hoffegesynde; unde gab erae 'eenschaff uwer dieselbin graven, unde sattzste den graven ander fryhern unde rittere 8 ) zu underamptluden erbarlichen 4 ), unde die wurden alle da schone belenet. Der graven sint nu sidder eynteyl erbeloifs gestorben unde uff die lantgraven gefallen, alfs Orlamunden, Wymar, *Keffernberg, *bi. ue". Brandenburg; so ist an den bisschthum zu Mentz klimmen Molberg; das alle graveschefte zu den getzyten gewest sint 6 ). Dusfse historien findet m an in der Doringschin croniken 6 ). (Hir sal der keyfser sittzen mit den churfursten, unde machet graven Ludewigen zum lantsfursten, mit so gethancr herlicheyd, alfs gewonlich ist.) a ) * Ludewig der dritte, unde der irste furste, hatte mit syner elichin *m. 127. geniaheln, frauwin Hcddewige, 5 11 ) sone und 3 tochtere. Der irste • so ün hifs Ludewig, der wart nach syme vater eyn furste zu Doringen unde zu Hessen. Der ander soen hifs auch Ludewig, der wart eyn gi'ave zu Thumerfsbrucken 7 ), unde buwetc das von irst 8 ). Der c ) dritte Jon hifs Lampertus, der starp anno domini 1149; der nr ^ e hifs 1149. krnst, der starp anno domini 1152; der funffte son hifs Sizzo, der H52. starp anno domini 1160; alfs das Lampertus beschribet c ) M J. Die 1160. "ste tochter hyfs Cecilia, die gab er eyme hertzogen zu Bohemen 1 "). Die ai Hler tochter hifs Alheyd, die begab die weilt unde quam in das closter Uff sent Peterfs berg 11 ) zu Ysenach, unde wart da eyne eptissche 12 ). Die dritte tochter hifs Jutta, die wart auch eyme herczogin 11 ) zu Bohemen; die gebar hirnehist den irstin kunnig zu Bohemen, genant Odacker 11 ), darvon hirnach geschrebin steit 15 ). Alsus lefsit man in der Doringschen croniken 16 ). Bie dussen getzyten quam uff der °i'do des spitalfs zu Jherusalcm, genant sent Johannes ordo defs touffers 17 ), (alfs zu Wesentfelt synt 18 )). Unde herhub sich von eyme a ) Eingeklemmter Zettel: Hir sal stehin der keyser mit den sibben kurfurstin, unde machet graven Ludewige zu eyme fursten, unde settzet eme syn heim ull mit (le « bleddern. b ) V verändert aus 11. c ) Der—beschribet «1» Bande nachgetragen. ') Thür (Urs. 1263) u. eigene Constructionen. '•) Vgl oben S. 4 (bey 9o jaren). Ausgangspunkt der '(etwa) 90' Jahre um 1037, s. oben S. 101 Anm. 1; Endpunkt um 112h, denn nachher rechnet G. '(etwa) IST Jahre bis 124G, s. unten ■81. 263. 3) Thür.: freie Dienstleute. 4 ) Thür. vielmehr: erblich. *) 'Thür. (Urs. 1262f- teilw. Stolle 125). ") 8. d. vor. Antrat. 7 ) Thams- bräck; Thür. Thummesbrucken. 8 ) Thür. (Stolle 126f, Urs. 1264). ') Cont. Lamp.; s. Ann. S. Pelri 55 Z 25; 57 Z 4; 58 Z. 9. Aber G. hält die dort vorkommenden 3 'Grafen v. Thüringen irrig für Söhne Lgr. Ludwigs. In der ügttf. Bl. 14 läfst er sie wieder fort. ,0 ) Bgttf. Ulrich. ") Thür. hier s - Nicolaus; nachher: vor uff s. Peters berge. Vgl. unten S. 134. 12 ) Thür., f>en anschliefsend (Stolle 127, Urs. 1264). ia ) Thür.: dem Könige [Wladis- '«m> II, vermählt 1153, wurde 1158 König]; G. glaubt verbessern zu müssen, weil er weiß da/s später Ottokar neu zum König erhoben wurde; s. unten Bl. 151. ") Thür., später (Germ. 17, 160 f; Urs. 1265). ») Vgl. Anm. 13. - & der tyttf. kennt G. auch die 4. Tochter, Mechtild. 16 ) S. d. vor. Anmn. ) •*"»• n ur ordo s. Joh. bapt. Hierosolymitani. 18 j Eigener Zusatz. I i Q Landeschronik. erwirdigen gelertin manne, genant Raymundus*). Alfs man schreib 1126. nach gots geburt 1126 jare, du wart eyn grosfser stryd tzusschin den herezogin zu Bohemen, genant Ladifslaus, unde herezoge Ulrich zu Bohemen; da worin die Doringschin hern, graven unde ritte re midde. Do gewan herezog Ulrich den stryd, unde herezog Ladislaus folck wart sere geslagen; marggrave Albrecht von Landefsborg ufs Doringin unde herezog Otto von Merern unde grave Ludewig von Lare unde gar vilc Doringscher herren unde erbar lüde wurden gefangin. Dufs geschach vor fasnacht, Febr. 14. an dem 3. tage vor sent Julianen tag 2 ). Alfs man das lefsit in der 1126. Doringschen") croniken 3 ). In demselben jare du fyl eyn für ufs den wuleken bie Aldefsloubin, alfs groifs alfs eynfs mentschin houbet"). 1« 1126. demselbin jare wurdin die czwey cloistere Walkenryde unde Volke- 1131. rade gebuwet 5 ). Unde ubber 5 jare darnach das cloister genant zeit der Porten 6 ). »Bi. 127'. *(Hir sal stehin, das man buwet 3 cloistere, alfs Walkenryde, Volkerade unde zu der Porten.) *bi. im. *Nach gots geburt du man schreib 1134 jare, du starp der aide ]I 34- grave Hinrich zu Doringen 7 ), genant Raspe; unde liget zu Reynhartfs- 1137. borne begraben 8 ). Nach gots geburt alfs man schreib 1137 jare, du starp bisschoff Adelbert der aide von Mentz, unde wart eyner na eme bisschoff, der hyfs Adclbertus der junge. Difsfser Adelbertus was eyn probest uff sent Peters berge zu Erffurt 9 ). Bie den getzyti" wart so groifs wynt, das vile scheffe uff den wassern vergingen» unde warff so vile boyme nidder, das man sprach, der czehinde boym were nicht stehin blebcn. Auch wart efs so dure, das vile lüde hongers storben; darzu quam pestilentz; so das man meynte. das das dritte teyl der lüde verginge. Alsus schribet meiste r Diderich Engelhufsen 10 ). Nach der geburt Cristi alfs man schrei 1140. 1140 jare, du buwetin die graven von Keffernberg das cloister genau Gorgentail"). (Hir sal stehin, das man buwet Gorgentail, das cloister.) •bi. 128'. *In dem vorgenanten jare. alfs du man schreib nach gots geb" 1 ^ 1140. 1140 jare, du starp eyner, genant Johannes de temporibus, das dude Johan von den tzyten, der was defs grofsen keyfsers Karolus dyner / gewest, unde hat gelebet bifs uff dusfse tzyt, unde er was a 1140 Jan. 13. 361 jare. Alfs man das lefsit in Fasciculo 13 ). In demselbin jare v° r ' genant du starp lantgrave Ludewig u ), der irste furste, uff den acheze* hinden tag Cristi; unde ist zu Reynhartfsborne begraben" 1 ). Nach g° »} Hs. Doringscher. ') Rol. 76 Units Z. 7-3. v. u. ») Casseler Hs. der Thür. ebenso-, Schlorffs Hs. u. Urs.: 3. t. nach Julianen t. (Febr. 18); Stolle: 3. t. vor Peter- (Febr. 20). : ') Thür. (Stolle 125f, Urs. 1263). 4 ) Thür. (Motte i*< Urs. 1263f). 6 ) Walkenried 1127, Volkenrode 1138. Thür. zu U26: 'f^Uß Hs. Volkerade, Schlorffs Hs. Volkolrode, Urs. 1263 Volkolderode, Stolle ^ Walkenryde. Eng. ohne Jahr 1099 Z. 58 f Walckenrcde . . . fundatur, 1100 #■ ^ Volkelderode . . . construitur. «) Thür.; zu 1131 Urs. 1265, ZU U 3 * f- 5,? 128. Ohne Jahr Eng. 1110 Z. 3f. 'j fCont. Lamp.], s. Ann. S. Tet' , Z. 18f. ') Thür. (Stolle 126, Urs. 1264); ner croniken 1). Nach gots geburt du man schreib 1147 jare 2 ), du predigete «47- sent Bernhart das crutze geyn die ungloubigen adder Sarracenos. Du "am keyfser Curt der III. das crutze an sich, dartzu kunnig Ludewig unde kunnig Lotharius, alle beyde von Franckrich s ), der herezog v °n Bohemen, der grave von Flandern, mit vilen andern hern 4 ). Unde tzogen uwer meer unde wulden den heyligen glouben wyter planttzen. Du dodin die Greken kalck under das meel unde lifsen woit darufs backen, uff das sie den cristen vergeben mochten. Unde das geschach auch s ). Ehir nu das folck geyn Constantinopel *bi. 1M - quam, do worin ere vile gereyde gestorben, etzliche storben von hunger, von dorste, von der bofsen luft unde von andern kranckey- Jen 6 ). Do sie quamen zu Constantinopel, du entphing sie der kiinnig lieblichin unde herlichen. Unde du he vernam, worumbe s 'e kummen warin, du lede man en vor die köre dryerley wege; du kor das here den weg der wiltenisfse. Da gab en der kunnig geleydeslude midde, die sie füren sulten. Alfs sie quamen 3 tage- reyfse in das wilttenisfse, do funden sie hutten unde stelle mit phee, mit kuwen, schaffen unde eseln. Da wart das folck her- frauwet, unde meyntin, efs were eyn czeichin erifs glucks-, unde tzogen vortan 14 tage in der grufslichin wiltenisfse, da enfundin sie keyn wasfser, keyne fruchte, keyne lute, keyn gedireze. Da starp aber 7 ) des fulekes mench tusent von deme kalckbrode, von hittze, von dorste, von hunger unde von mencherley gebrechin 8 ). Man spricht, der Greken kunnig hette sie verraden 9 ). Wie dem a Uin, so verdarp defs folekes so vil, das sie nicht geenden künden, sundern die lebendigen kartin widder umbe. Da fulgetin en die •^arraceni, unde herslugen er vile tusent toid. Da ließ" der keyser gewapent 14 tage an underlaifs nacht unde tag, unde wart gar sere "J s yn houbt geschosfsen 10 ). Da fingen sie kunnig Ludewigen von ^•"anckrich mit syner hufsfrauwen; dieselbe kunnigynne wart eme ge- "Ummen unde wart eme von den heyden entfurt 11 ). Darnach be- sanimete sich keyfser Curt aber, unde czoch *mit grosfser macht •»■ 1M '- ') Cont. Lamp., s. Ann. 8. Petri 55 Z. 3f, 10—12, 8-10. •) 8. Ann. s - Petri Z. 18; Königsh. 439 Z. 28f. 3 J So erklärt sich Q. die Namen Ludovicus et Lotharius bei Bol; dieser meint aber mit Lotharius den Kaiser Lothar III obgleich er weiter unten die Kreuznahme richtig von Kg. Konrad III erzählt. «) Mol 76' Z 2-4; Eng. 1102 Z 1—5. 5 ) Hol. Z. 4f. ') Eng. an spätere Stelle, Z. 27-29. ') 'Abermals' eigener Zusatz, ent- Wechend dem obigen Einschub. ") Eng. Z. 7-9 u. 11-20. ') Kot. Z - *f\ Eng Z 26f. 10 ) Eng. Z. 20-23. >') Bol. Z. 17f; Eng. Z. 30f. j-^2 Landeschronik. widder atie; unde quam zu Jherusalem; unde belag die stad Da- mascus, die zu der czyt der heyden manheyd was*). Do sie aber in dem here keyne spifse mee kragen mochten, du czogin sie von dannen 2 ). Alsus was defs keyfsers unde der cristen arbeyd alle vergebenfs gescheen 3 ). So schribct mcister Diderich Engelhnfsin 4 ). Auch in Fasciculo 4 ). ii 50. Ludevvig der IV., lantgraven Ludewigs soen, des irstin fursten, der wart genant hirnehist der ysern lantgravc, der was du nach eyn kynt, da eme herczog Friderich von Swaben syne swester Jutten gab; unde 1150. das geschach du man schreib 1150 jare. In demselbin jare wart gebuwet das closter von Ychterfshufsin von dem graven von Gumbach 6 ). Alsus 1150. leisit man in der Doringcr croniken fi ). In demselbin jare du gab grave Boppo 7 ) von Richenbach mit folbort siner gcmaheln, frauwen Berten, dem cloister zum Aldencampe 8 ), ordenfs von Cistercicn, die stedde Aulifsburgk mit alle siner zugehorunge. Defs sante der apt von Aldencampe 9 ) dry convente dar, eynen nach dem andern. Der irste wonte etzliche tzyt na bie Aulifsburg 10 ) an eyner stedde, genant Louelbach; der ginck vorters geyn Riffensteyn. Darnach wonetin eynfs andern ordenfs geistlicher lüde monchc unde nonnen zu Louelbach 11 )- Darnach santin die vom Aldencampe den andern convent geyn Aulifsburg; der ginck auch vortanc geyn Michclsteyn, an dem Harczc gelegin 12 ). Zum drittenmalc santin die von dem [1188]. Aldencampe aber eynen convent geyn Aulifsburg; der ginck widder *bi. lso. heym 13 ). Alsus wart das cloister Aulifsburg hirnehist verlafsin, *ahs die geistlichen 38 jare allezusammen dar gewonet hatten 14 ). Unde fu88j. darnach quamen widder monchc geyn Aulifsburg, alfs man hirnacH beschreben findet 15 ). Dusfser vorgenante grave Boppo von Richenbach der was eyner von Czigenhcyn geborn, unde furtc dasselbe wapen, sundern das der namc verwandelt was. Dufs findet m^ 11 zu Heyne unde zu Aulifsburg 16 ). (Hir sal stehin, das man 4 cloistere buwet, alfs Ichterfshuf sin ' Aulifsburg, Riffensteyn unde Michelsteyn.) *bi. iso». *ln dem jare nach gots geburt du man schreib 1151, du wart gi'° llb 1151. hunger unde durde in allin dusfsen landen "). Zu den geezyten d 1 lebete der kluge konstrichc meistcr genant Petrus de Riga, der v' le geschreben hat den schulern zu nottze, unde auch die biblien metrice n 53 . gesatzst hat 1 »). Alfs man schreib nach gots geburt 1153 jare, du wart der vorgenante hertzog Friderich zu cyrae Romschin kunnig gekorn 19 ), unde wart genant Friderich der irste 20 ). Bisschoff Hinricus zu Mcntz wart im seibin vorgenantin ja fe i) Eng. Z. 31—33. 2 ) Eigener Zusatz. :1 ) Eng. Z. 34 f. \^ ry vor. Anmn. s ) Thür. Grumbeche. ") Thür. (Stolle 12Sf, Urs. 1* ÜJ >.' üasscler Hs. 7152, Stolle 1161. 7 ) Urk. Boffo. 8 ) Urk. ecclesiae CamP e "*' ») Urk. eadem ecclesia. ">) n . b. A. nicht in der Urk. ") Urk. )bK ' e u ") Urk. ad Lapidem s. Michaelis; Eng. 1103 Z. 15 Michelstein prope Halbers ^ sive Lap. s. Mich. l3 ) tertius de Hegene rediit in Campum. — BenC>m Urk. 1244 Juni 4 'Aulesburq' (Haina): Analecta Mass. 4, 356 Z. «-T «, I4 ) [Hainaer Nachricht]. ") 8, unten Bl. 165'-166. '") Ihdnaer ^"^ richten, haupts. Urk. 1244, s. d. vor. Anmn. Einiges eigene Zutat. ) ice , (Stolle 128). ,s ) Eng. 1107 (!) Z. 25f P. de R. dietavit bibliam niei '•) Thür. (Stolle 129, Urs. 1265). ™) Vgl. Königs//. 439 Z. 19 U. 31. Landeschronik. 1 33 "u man schreib 1153, du wart er abegesatzst von dem bobiste 1153. Eugenio dem III. Nu hatte derselbe Hinricus") eynen cantzler, der "yfs Arnoldus 1 ). Deme thet der bisschoff vil gutes; unde sante etl geyn Roma zum bobiste, uff das er bisschoff blebe. Da gab Arnoldus sulch gut dem bobiste von siner selbers wegin, unde her- warp c[ as bisschthum uwer synenhern. Unde quam geyn Mentz unde wulde "isschoff sin. Da b ) wart eyn scisma, das stunt 38 jar b ) 2 ). Nu hilden e fs die paffen mit Arnoldo, unde sprochin, sie entorfftin nicht thun widder den bobist. Dargeyn satzste sich bisschoff Hinricus 3 ) mit synen fnmden, want er was gebom von der ritterschaff in der stad Mentz. "irumbe verdreib er die paffen, unde geschaen vile stride, das man groisfsen jamer unde leyd sach. Da was eyne jnngfrauwe uff sent Ruprechts berge bie Pingen, genant Hilgart, die entboit Arnoldo mit dem a Pte zu Erbache, er were in das bisschthum kummen alfs eyn fofs unde queme darufs alfs eyn hunt. Sulch gescha auch. Bisschoff Arnoldus jjyt sinen frunden unde mit den paffen hattin den thum ynne, wante die andern hatten cme sine hufshunge unde wonunge angewunnen. Alfso machte er ufs dem thume stallunge unde vile krippen, unde n atte auch darinne vile vehifs von kuwen *unde hemeln, das sie *m. wi. asfsen. Da was auch in dem thume vile heyligthumfs unde kostliche c zirath, das sie alle verczertin unde verbrochten in dem krige. By- narnen worin da czwene gülden kelche, die worin so swere, wan der Prisler in der messe eynen uff heben sulde, so musten uff yeder siten czwene bie eme stehin unde eme helften heben. Die hatte bisschoff Wiligisus dar geczuget. Auch eyne bla casel, die was von gülden stern s o swere, wan der prister sulde uffstehin, so musten auch czwene dar- s tehin unde eme die casulen uffhebin. Item dar was auch eyn cracifix, alfs groifs alfs unfser herre Jhesus gewest ist; das hatte czwey äugen, die worin carbunckel, die luchtent in der nacht; unde das crutz was pur silbern. Auch worin dar czwene silbern kreenche, die satzste man bie den altar, zu yeder sitin eynen, dan so lachte man wyrauch in erin rucke und brante, so ginck der rauch 4 ) uff den altar zu erin helsfsen herufs. Auch worin dar czwene smaragden, die worin so grofs alfs czwene fusfse 6 ), die thet man uff die hochen festa fol wasfsers, unde thet auch c ) fissche darin. Da was auch vile kostlichs gewandes von siden, unde vil guter monstrancien unde laden von gulde unde silber geweht, das nicht zu follin achten stehit 4 ). Das verczeerte bisschoff Arnoldus mit sinen helffern unde mit den paffen alsampt 6 ). Unde Stunt ubbel zu Mentze 7 ). Zuletzst' 1 ) starp bisschoff Hinrich, in fassen; unde ist zu Embeckc in sent Alexanders monster begraben 8 ). Da füren bisschoff Hinrichs frunde unde syne parthie zu unde koren a ) H. über der Zeile nachgetragen. t>) Da—jar am Bande nachgetragen. ) Ha. auchc. 'i) Zuletzst—Mcntzc (S. 134) auf unten angefügtem Ersatzstück. *) [Cont. Lamp.J, s. Ann. S. Petri 57 Z. 10—13. Hier: et Arnoldus can- ccllarius [Reicliskanzler!] electus est. Geschichten d. St. Mainz: nuw hatte bischoff ^unradt eynen schryber, der hiefs Arnolt. 2 ) Da—jar eigener Zusatz; die ,° Jahre (1153 — 1191, vgl. unten Bl. 148) irrig berechnet aus Arnolds Todesjahr i?vl', s, unten S. 137, und den Angaben Conradus annis 12, Cristianus annis 18, *e die Mainzer Nachrichten boten, s. Successio ep. Mog. 360 Z. 10—5 v. u. Hier War <*ber 1153—1165 und 1165—1183 gemeint. 8 ) Vorlage Conradt. 4 ) Vorl. geroch. 5) Vor i pc(lumen . «) Alte Geschichten d. St. Maine, Darm- stadier Hs. 820 Bl. 75—76". Einiges umgestellt. ') Eigener Zusatz. 9 ) Eng- UOl Z. 43f I ji Landeschronik. defs phaltzgraven bruder, genant bisschoff Curt'). Da bleib der krig lenger stan, so das die phede unde tzweydracht werte by 8 jaren 3 ). Dusfse geschichte lefsit man auch 3 ) in der croniken von Mentze d ) 4 ). *bi. ist'. *In demselben vorgenanten jarc du man schreib nach gots ge- 1153. burt 1153, du starp der heilige apt undc susfsc lerer sent Bernhard, alfs er alt wurden was 63 jare 5 ). Unde ei hat gebuwet 160 cloisterc R ). u. 1156. Darnach alfs man schreib nach gots geburt umbe 1156 jare. du worden gesehin 3 sonne an dem hymmel, unde baldc darna verloiis die sonne gantz erin sehyn 7 ). Auch worden gesehen tres lunc, das dudet 3 monde, unde dartzusschen stunt das tzeichen des heiligen crutzes 8 ). Alfs man das lefsit in vilen croniken 3 ). Auch in Fasci- culo 1 "). Umbe dusfse getzyte du buwete frauwe Alheid, aptisfse, dufs vorgeschrebin lantgraven swester, das cloister in die stad Vsennach zu sent Niclafs an die stedde, da efs itzunt ligget; da worin steynen kemmenodin, die koufte sie den erbam luden abe unde machte darufs das cloister. Dufs cloister hatte gelegin uff sent Peters berge in der aldenstad Ysenach "). Alsus lefsit man in der Doringer croniken ,2 )- (Hir sal stehin, das man buwet das cloister zu sent Niclafs in der stad Ysenach.) •bi. 132. *Bie dusfsen getzyten quam eyne ploge von den wulffen; die frafsen die lüde, unde lieffen in die stedde undc dorffe, unde namen den frauvven die kyndere ufs erin armen 13 ). Zu den getzyten bekarte sich das lant genant Norwegin zum cristenglouben. Auch zu dusfsen getzyten quam uff der ordo sent Wilhelmfs 14 ) (alfs zu Wittzcnhufscn sint 15 )). Unde herhub sich von eyme heyligen fursten, genant herezog Wilhelm von Aquitanienlandc ,fi ). Alsus lefsit man in Fasciculo )■ Disfser vorgeschrebin lantgrave Ludewig der IV. gewan n" syner elichin gemaheln dry sone; de 1 irste hyfs Ludewig, der ander Herman, der dritte Friderich ,s ). Unde dusfeer lantgrave, der IV. Ludew'g» was in syner jogent vast gutlich, frolich, lichtsynnig unde wilde, undc sorgete nicht, weder vor gut, noch vor lant undc lüde, sundern e r lyfs syne gewaldigen, sync amptlude unde sync rethe regiren'')■ Diesclbin schickten sich alfso, das sie ere frunde, erc dynere unde er knechte brochtin bie den hern, bo sie künden, die dan alletzy de horten, sahen unde verspeyden, ob ymants von erme regcmcnte er unbests bie demc hern sagede. Undc wer das that unde de" 1 hern die worheyd sagetc von erme regemente, wuchs dan geiney n " lich in erin eygen nottz was, da dadin sie zusammen, undc eyn cr ') Wohl eigene irrige Vermutung, vgl unten 8. 137. ') 1153 ,nfl .' , n Eigener Zusatz. 8 ) Heber NebenqueÜen und eigene Zutaten 8. d vor. ■ }**'" ' «) Mainzer Nachrichten, haupts. Geschichten d. St. Mainz, 8. d. vor. <}>"' ' «) Königsh. (Kap. 3) 565 Z. 39, aber mit '1154'. ") Bol. 75' Z- *■: ') Bol. 77 Z. 4, ohne Jahr; 77 Bubrik '1154'. ") Bol. vorher, Z •*'• ») Vgl. Königsh. (Kap. 3) 567 Z. 35 f; Gmünder Chr. Bl. L3 Z. U *■£ ">) S. Anm. 7 u. 8. ») Vgl. oben 8. 120 m. Arm. IL ") Thür. (M° 127, Urs. 1264), zu 1154. ») Eng 1110 (!) Z. 9 f. u ) Bol. Wilhclmitaru> ■ •») Eigener Zusatz. l «) Eol. hier Aq.iileiensi; 77 Z. 16 v. u. Aquj»» , '■) Bol. 77' Z. 11; 78 Z. 8-7 v. u. ") Thür. (Urs. 1270). > 'L Thür. (Stolle 130, Urs. 1266): der was zumole milde, gütlich und demutig g ; synen graten, erbar luten und synen borgern in syme lande. Landeschronik. 135 halff dem andern ligen unde drygen, unde verfugetin das, wie sie künden, das sie denselbin getruwen dyner von dem hern brochten. Auch hattin die gewaldigen den hern daran gefurt, das er wenig syner rechenungc acht nam, mit andern Sachen, unde auch syne armen lüde nodc a ) horte. Sundern sie sprochin, eyn furste sulte nicht mit dem lantfulcke gemeyne werden; unde wan er selbers sie horin unde entscheydin wulde, was eme dan *rethe unde ampt- *bi. iaa'. knechte noit were. Er sulte jagen unde von eyme slosfse zum andern ryten, unde ensulde nicht sin houbt zubrechin. Demnach besehyd der' herre die armen lüde vor die gewaldigen; darumbe wurdin die lüde geschint, ubbernummen unde verdrucht. Defs kartin sich vile lüde von dem hern unde tzogin under die Junckern unde ander hern. Hirumbe bo die junckhern hfiffe adder wustenunge hattin, da wurden grosfse dorffere, unde dargeyn vervvusteden defs lant- h "n dorffere'). Wer auch zu schicken hatte, unde den hern ersuchte, das eme schrifte wurden, dieselben schrifte worden nicht v üe geachtet, cfs enwere dan mit der gewaldigin wist unde willen gescheen. Dardurch wart der furste auch verachtet unde versmeet; so das man sprach: 'der herre jaget gro wulffe in die garn, so jagen die amptlude die roden fosse in die budelc; der herre fehit gude hirtze unde swyne, so fahen die gewaldigen gude slosfse unde gebyde'. Dartzu was seiden eyn amptman adder amptknecht, er were von der gewaldigen anbrengunge dar gesettzt adder hette sich an das ampt gekouft. Wucher auch dem hern gerne getruwe ge- west were, defs hern gerechtickeyt zu enthaldcn, unde den gewaldigin unde amptluden mit erin frundin nicht gebriglich was in ermc vornemen, derselbe muste orloip habin. Des wurden sie gefochtet, unde kregin sulchin gebrig, das sie ufssermasfse riche wurden. Wante efs geschach etzwan, das der herre verschribunge von sich gab uff liptzucht adder uff widderlofsunge, so wurden die brieffe gemacht erplichen; etzliche brieffe wurden gemacht uff vil grofsfser summe gelts, dan der herre entphangen hatte; etzliche amptlude griffen umbe sich unde *tzougen an sich ackere, wisfsen, holez unde »bi. iss. feit, das defs herren was; sulchs brochtin sie in ere eigin gutere. Unde derglichin geschach dem hern grofs schade an siner gerech- tickeyd, mit anwanden, mit geholcze, mit gewelde, mit fischerye, mit tzehinden, mit czollen unde mit ander oberkeit. Alsus quam dusfser furste in syner kyntheyd umbe vil gudes, das syne althern mit vil o-eldes unde grosfser arbeyd zu sich bracht hattin. In sulcher masfse brochten die gewaldigen, rethe unde eddellude an sich vaste stedde unde slosfse, dorffe, gerichte, vil eygentschaff in dem lande, vil leenschaff unde vil eygener lüde. Unde insunderheyt wart das lant zu Hessen undergebrochin, unde wart so kleyne, das efs hirnehist eyne herschaff genant wart. Durch dufs vorgeschrebin regementes willen wart dem hern das folck zuwidder, unde man sprach, der herre were eyn jeger, unde er enhilde sich nicht vor a ) so. ') Wie unten El. 262 mit Citat alsus schribet Johannes Rydefsel. Die dortige Erzählung dürfte wühl eher für die unsrige benutzt, als aus ihr interpoliert sein. 136 Landeschronik. eynen fursten 1 )- Dufs lefsit man enteyl in der Doringschen cro- niken 2 ) unde auch etzliche stocke in andern geschienten, hystorien unde gelefsen 3 ). *bi. 133'. *(Hir sal stehin lantgravc Ludewig der IV. alfs eyn jeger bie synen hunden 4 ).) •bi. 184. *Bie den getzytin alfs man schreib 1158 jar 5 ), alfs keyfser 1158. Friderich der irste geyn Roma quam unde syne kronunge von dem babiste Adriano dem IV. entphangin hatte, under dem essen furin die Romere mit macht ubber den keyser. Da wart so groifs mort, das vormalfs nymehe in eyme stryde der Romere so vil erslagin sint wurden 6 ). Wiewole vor alten jaren kunnig Hanibal der Romere an tzael herslug 7 ), alfs man in dusfsim buche vormalfs gelefsin hat 8 ), auch grofs mort zu Roma geschach bie keysers Hinrichs des V. getzyten 9 ). Aber dusfser ist der groiste. Unde der keyser mit den Tutschin behilt obernhant 10 ). Unde herezog Hinrich zu Sassen, genant lewe, was auch midde unde bewifste syne manheyt bobin alle hern 11 ). Unde der toden Romere wart vil begrabin zu sent Stephan unde zu sent Laurencius; unde ist dufs metrum dar bic- geschrebin: mille decem decies et sex decies quoque seni"); das dudet: hir sint begrabin tzehinmal czchin tusent unde sechtzchinmal czehin tusent unde tzehinmal ses tusent, Das brenget dryhundertmal tusent unde czwentzig tusent, die an die stedde begrabin wordin, busfsen was anders an vil enden begrabin wart 13 ). Alsus schribet meister Diderich Engelhufsin 14 ). Auch findet manfs in Fasciculo 14 ). 1160. Darnach alfs man schreib nach goddes geburt 1160 jare, du hisch keyser Friderich etzliche fursten geyn Erffurt. Da quamen die dry erezbisschoffe bynamen bisschoff Wigmannus von Magdeburg, der bisschoff von Trire, bisschoff Reynoldus von Collen; darzu bisschoff Ebirhardus von Babinburg, bisschoff Johannes 15 ) von Merfseburg, bisschoff Bertold 16 ) von Citz, der bisschoff 17 ) von Misfsen, herezog Hinrich von Sassen, genant lewe 18 ), lantgravc Ludewig von Doringen, des keysers swoger 19 ), her Curt, phalczgravc ') Vgl. Thär., oben anschließend (a. u. ().): Und darumbe so wom cllichc Gummen und homutigen, dy sine togent nicht bedochten, und versmeten cn und achten siner nicht und karten sich nicht an sine gebot. Und sprachen, er entochtc nicht zu eyme fursten, er hilde sich nicht herlich. Und beswerten sine arme lute allen enden, und beraubeten und beschatzten dy, und thaten cn mancherley verdriefs. 2 ) S. d. vor. Anmn. 3 ) Biese Behauptung soll die Tatsache verschleiern, da/'s G. die kurze Erzählung der Thür. freihändig breit ausgesponnen hat, und zwar offenbar zu einem Spiegelbild für seinen eigenen jungen Herrn, Lgr. Wilhelm III v. Hessen. Vgl. die späteren offenen Klagen über dessen Mifsregimcnt in der Frankenb. Stadtchr. Bl. 32' — 33', die zuweilen wörtlich an diese versteckten Klagen anklingen. *) Bas besondere Hervorheben des Jagens (vgl oben 'er snlte jagen', 'der herre were eyn jeger') spricht deutlich für die Nutzanwendung auf Lgr. Wilhelm. 5 ) Bas Jahr scheint eigene Vermutung. °) Eni>. 1103 Z. 41—44; Bol. 78 Z. 2f. ') Bol. Z. 3. 8 ) S. oben S. 9. Vgl. Rol. Z. 3—5. ') S. oben S. 126. Vgl. Bol. Z. 5 'etc.'. 10 ) Eigene Zusätze. '<) Eng Z. 46. ") Bol. Z. 5—7; Eng. Z. 44f. 1S ) Eüjenc Zusätze. '*) S. d. vor. Anmn. ") Ann. S. Betri 58 Z. 3 nur ep., aber 60 Z. 6 Johannes. '") Ann. 58 Z. 3 nur ep., aber Z. 12 Bcrchtoldus. ") Ann. 60 Z. 4 Gerunch. 1B ) g. 1. eigener Zusatz. — Ann. 58 folgt: Fridericus, dux Suevorum (d. S. fehlt Hs. 1). 19 ) Ann. nur L., provincie comes. Landeschronik. 137 zu Sas-*sen'), marggrave Adelbert unde marggrave Otto unde ander *bi. 134'. herren; die quamen geyn Erffurt defs nehistin tages nach sent Juli 26. Jacobs tag, unde gelobetin dem keyser zu heißen geyn die von Meylan. Alls das beschribet Lampertus Leodicensis 2 ). Darzu sammedc der keyser groifs folck, unde czoch vor die stad Meylan, unde lag 4 jare darvor. Zuletzst gewan er sie mit eseln, die wifstin nach erme dorste, wo das wasser under der erden in die stad flofs; unde du nam er der stad das wasfser; da gobin sie sich. In der stad worin der 3 heyligin kunnige lichenam, die bath der bisschoff von Collin, genant Reynoldus, von dem keyser unde fürte sie geyn Collen 3 ). Dusfser keyser Friderich machte die herschaff 4 ) von Oisterriche zu eyme herezogthum 5 ). Alfs man schreib nach gots geburt 1161 jare, du wart eyne 1161. czweydracht czusschen bisschoff Arnoldo zu Mencz unde den bürgern darsclbis, unde quamen zu siegin 6 ). Du noch der bisschoff uff sent Jacobs berg. Dar fulgeten die bürgere nach'). Unde verkanten das monster, unde slugen den bisschoff toit. Dufs geschach u ff sent Johannes tag des touffers 8 ). Da wart eyntrechtlichin a ) uff- Juni 24. genommen 1 ') 9 ) bisschoff Curt, der was hern Otten bruder, des phaltz- graven 10 ). Alsus schribet Lampertus Leodicensis 1 '). Dusfser bisschoff Curt lifs Erffurt umbemuren mit eyner guten muren unde thornen, unde machte eyne stad darufs. Nu thet der bobist Rolandus, genant Alexander uer III,, den keyser in den ban, unde bisschof Curt von Mencz ge- s tUnt dem bobiste bie. Hirumbe wart der keyfser defs bisschofs f 'gent, unde verstörte eme Rusteburg, Horburg, Ameneburg, Pingen, Tonfsbnrg 12 ), unde verjagede den bisschoff ufs dem lande. Alsus s chribet Lampertus"). 'Disscr vorgeschrebin furstc, lantgrave Ludewig, jagede eynfs *bl ins. 1! \ eyme walde, unde vererrete sich, das er quam von synen dienern, Unde benachtede in dem gewelde. Unde reyd so lange, das er eynfs fures gewar wart; da czoch er zu, unde quam vor eyne ysensmytten"), ' n der Rula gelegin, in groen kledern mit syme jagehorne. Der smyd la gede en, alfs er die herberge bat, wer er were. Der furste antäte unde sprach, er were defs lantgraven jeger. Der smyd gab eme eise unde broit, unde eynfs kalden bornfs zu drincken. Der furste ac hte sich uff das graifs zu ruwen. Der smyd arbeyte die nacht, unde an er mit dem grosfsen hamer slugk unde das ysen zusammentreib, so ■ehalt er synen hern, den lantgraven, unde 4yl" s en hart werden. Unde ^•tzalte die gantzin nacht, was dy synen untogent mit armen luden be- h a ngm hetten, unde wan sie das clageten, so were nymant, der en rechtefs a) eyntr. am Bande zugesetzt. b) uffg. auf Basur. y l ) Ann. nur C, palatinus comes. ') Cont. Lamp., s. Ann. S. l'clri 57 ,,■ «» u . 36; 58 Z. 1—9. s ) Em). 1104 Z. 1-5. Vgl. Hol. 78 Z. 15-18. p p f n 9- marchionatum. 6 ) Eng. 1105 Z. 27. 6 ) Cont. Lamp., s. Ann. S. etrt 57 z. 32—35; aber bei 1160, vor dein obigen Stück. Vrjl. auch Eng. 1104 l 16 ?- 7 ) Alte Geschichten d. St. Mainz, Bannst. Hs. 820 Bl. 77. ") Cont. eS?' ! °" (k °- Z - 35 f ( 116 °)- °) ^- a - °- nwr constitutus est; die Aendcrung ivyjjOpvht der früheren irrigen Einführung Konrads, s. oben S. 133 f m. Anm. 1. Qah •' Lam P-, a - a - 0. 58 Z. 10-12, bei 1161; hier stimmt also G.'s Jahran- t p nit dcr Quelle überein. ") S. d. vor. Anmn. ") Thür. Tenfsburg.- ^neberg. «) Thür {StoUe 1S9j Urs. 1265). Cont. Lamp., a. a. 0. 58 Z. vis 59 z. 2. Bingen in beiden Quellen. u ) Thür. zu eyme ysensmede. j^g Landeschronik. hulffe; sundern wer vil geschenckes gegebin künde, der behilde recht. Unde wie die gerichte in den stedden unde dorffen abege- schrebin wurden vor die gewaldigen; wie der herre bie syne rechen- schaf nicht queme; wie er syne armen lüde node a ) horte; wie defs hern lüde verdrucht wurden; wie die amptlude unde gewaldigen meystenteyl zusammen gefrundet werin unde alfs eyn paternoster aneynander hingen. Wie des hern schritte verachtet wurden; unde weme die rethe hulffen, dem were gehulffen. Unde wie sie erin knechtin unde dienern mit des hern gude, mit leenschaff, mit ampten lonten, unde des hern frummen dynern nicht werden mochte. Wie man defs hern hinder rucke spotte, unde wie man en mettze hifse, unde wie er den hunden kochte, unde wie er dardurch vor andern »bi. las'. *forsten ungeachtet unde ungehalten were. Unde hifs en hart werden, mit manchem bofsen worte, mit fluchen unde mit scheiden, unde treib das die gantzen nacht ane. Du der lantgrave dusfse mere horte, du wart er in syme müde hart unde veste, alfs er y vor weich gewest was. Darnach begunde er etzlichin synen gewaldigen, den fetten fogclen, der feddern eynteylfs ufszurouffen, die vormalfs syne arme lüde geschint unde verdrucht hattin; unde begunde sie czwingen unde czwedick machin, die vormalfs nach irme willen gelebet hattin. Die wulden defs nicht liden, unde verbünden sich zusammen unde verretten 1 ) sich geyn erme hern. Efs geschach zu eyner tzyt, das der lantgrave eynen, der widder en gethan hatte, ubberezoch, da sammeden sich die andern unde wulden eme das werin. Des quam er mit en zu stride, unde god gab das glucke, das er gewan, unde finck sie. Dufs geschach bie der Nuwen- burg an der Säle. Da fürte er sie zu der Nuwenburg, unde rette syne no|t- dorfft mit en, unde strafte sie darumbe, das sie eme gelobet unde gesworin hattin unde das bofslichin hilden. Unde under ander reddin sprach er: 'nu mochte ich uch ubber untruwe wole belonen; wulde ichs thun, so spreeche man villichte, ich doite myne eigen man; sulde ich uch dan ubber gut alle nemen, so mochtet ir unde ubber kyndere mir nicht gedienen; sulde ich uch dan ledig unde loifs geben, so achtet ir myner nicht; hirumbe so wil ich mit uch deylen unde doch ubber kyndere bie brode lasfsen'. Unde musten eme unezelich grofs gut widder- gebin, an slosfsen, dorffern, czchinden, an gelde unde an anderm gude. Unde fürte sie darnach zu felde uff eynen acker, unde spyn er 5 adder 6 ! ) an eynen pluck in erin hemmeden, unde erte mit en eyne forch. Unde »bi. im. treib sie selber mit eyner geissein, unde hib sie, dafs sie sich *bogen unde dicke uff die erden filen, unde zuhib sie, das man jamer unde ley cl an erme übe sach 3 ). Unde wan die forch gearn was, so spyn er andere in; unde erte so eynen gantzen acker, alfs mit pherden. Unde lifs du den acker mit grosfsen steynen betzeichen; unde fryhete en alfso, das eyn ickehcher, wie ubbel der dede adde") ubbeldedig were, fridde daruffe habe« sulde; unde wer den fridde breche, der sulde den halfs verlifsen. Unde nante den acker den eddelacker. Unde fürte sie widder mit eme zu dei Nuwenburg, da musten sie swerin unde anderweyd hulden. Da wart der lantgrave von allen luden in dem lande zu Doringen unde zu Hessen g e ' forcht; unde wan dieselben, die in dem pluge geezogen hattin, synen narnen hortin nennen, so entsuffezendin sie vor schemede. Unde dusfse geschiente a) SO. l ) Thür. werten. *) Thür. ye viere. 8 ) Vgl. oben S. 133 Z. # f' unten BI 303 (Limb. Chr. S. 34 Z. 15 f). Landeschronik. 139 schall an allen enden in "Putschen landen; unde etzliche schulden den hern darambe, unde woren eme gram; etzliche schulden die eddellude, darumbe das sie ungetruwelich widder erin hern in syner kyntheyd gethan hattin; etzliche schulden sie, das sie sich nicht lieber hetten lofsen doden, dan das sie sich lifsin in dem pluge alfs pherde triben. Alfso worin etzliche, die sich oetmudigeten geyn den hern, den deth er alle gut unde hatte sie lieb; etzliche wulden des geyn eme nicht vergesfsen unde stunden eme heymlichin unde uffenbar nach syme leben; unde bo er die mit worheyd betraid, die lifs er hencken, enthoubeten, erdrencken unde in den stocken sterben, unde kundigete sie truvveloifs unde meyneydig. Unde umbedes willen, das er vil heymelicher fiende "hatte unde gewan, von en, «bi. ise'. erin kyndern unde frunden, darumbe ginck er stedicklichen gewapent mit s ynen dienern, wo er under die lüde sulde, wulde adder muste. Unde darumbe hifs man en den ysern lantgraven; nachdeme er auch in der ysensmitlen gehertel wart. Dusfse geschiente Iefsit man in der Do- r 'ngschen croniken '). *(Hir sal stehin, wie die edellute bloifs in eren hemmeden den *bi. ist. Pluck tzihin, unde der lantgrave dribet sie selbers mit der geyseln, unde die andern sittzen uff dem acker gebunden, bifs dusfse müde S| nt. so spennet er sie auch ane.) a ) *Zu dussen getzyten schreib der keyser syme swoger, lant- *bi. 1.17'. Braven Ludewige, das er den von Erffurt schaden thun sulde durch defs bisschoffs willen. Defs czoch dusser lantgrave vor Erffurt, mit den JJoringen unde Hessen unde anders mit grosfser herecraft, unde belag die stad, unde gewan sie, unde zubrach die nuwin muren unde thorne zu gründe nidder 2 ). Auch b ) so wart der bisschoff abegesatzst v °n dem keyser, unde wart verjaget 3 ). Alfs nu der bisschoff sach, aas en b ) der bobist nicht mochte vor dem keyser enthalden, du fyl er von dem bobiste unde hilt zum keyfser. Aber das enmochtc "'cht gehelffen, wante er hatte den keyfser zumale verezornet 4 ). "'nimbe satzstc der keyfser eynen andern bisschoff geyn Mentze, [1173J. genant Cristianus 5 ). Der c ) lebete darnach 18 jar c ) 6 ). Ydoch so w oren etzliche stedde unde slosfse, die hilden efs mit bisschoff urdc 7 ). Alsus schribet Lampertus Leodicensis 8 ). Auch in der U °ringer croniken 9). , . (Hir sal stehin, wie der lantgrave Erffurt gewynnet, unde zugehet die mure und torne zu gründe nidder.) Alfs man tzalte nach gots geburt 1170 jare, du czoch keyser Fride- *bi. ms. Cü mit eyme here in Polen uwer den herezog von Polen, unde sin 1170. , °ger, lantgrave Ludewig der ysern, czoch mit eme. Unde du gab sich r herezog von Polen deme keyfser an gnade. Unde da sie widder heym a ) Eingeklemmter Zettel: Hir sal stehin, wie die eddellutc blofs in erin hem- t i ' m den pluck tzihin, unde der lantgrave dribet sie mit der geissein, unde die antlern °) Auch S'ttzen uff dem acker gebonden, bifs disfse müde sint, so spennet er sie auch an. -en auf Tektur (2 Zeilen). c ) Der—jar am Hände nachgetragen. ■seh - 'i* ■""'''■ (Urs. 1266f; nicht ganz vollständig Stolle 130 f). Eigene Aus- tSt'Ü^ungen, zumeist entsprechend der Schilderung oben S. 134f. '-') Thür. Vor 129, Urs - 1265 f)- °) Cont - Lam P-< *• Ann - S- Fei™ 58 Z. 26f (zum 5g l ß cn 59 Z. 1). <) Eigener irriger Zusatz. 5 ) Cont. Lamp., a. a. 0. q . J - 3 - ") Mainzer Nachrichten, s. Succcssio cp. Mog. 360 Z. 5 v. u — 8 -./Ahnung mufs ihn hier auf '1173' führen, s oben S. 133 Amn. 2, unten »)' i i6 Anm. 13. ') Eigener Zusatz; vgl. unten S. 144 Z. 23 u. S. 146 f. ' °- Anm. 3. u. 5. ») S. Anm. 2. *B1. i:i9. *B1. 189'. ISO. 1 40 Landeschronik. czogen, du fürte lantgrave lAidewig den keyser mit eme geyn Nuwenburg zu syner swester, die da was unde syner diewile beyte. Da wart er frunt- lich entphangen unde wole mit synen dyenern etzliche tage geplegen. Alfso ging der keyser des morgens spattziren uff dem slosfse, unde besach das gebuw unde gelegenheyd des slosfses, unde ging uff den bergk, der vor dem slosfse etzwas breyd was. Unde sprach zu syme swoger: 'dusfser bergk behaget uns ufsfsermofse wole, sundern das er hie nicht muren hat; wante er sulte eyne gute veste mure haben von der kemmenoden bifs hir'. Da antwerte eme der lantgrave unde sprach: 'vor die mure ensorge ich nicht; die wil ich gar snell lafsen machen, wan ich er be- darff'. Da sprach der keyser: 'wie snell kan eyne gute mure umbe dufs gute slosfs gemacht werden'? Da antwerte der lantgrave: 'ehir dan in dryen tagen'. Da lachede der keyser unde sprach: 'das were io eyn wunder, unde abe alle steynmettzin, die in Tutschiri landen syn, geyn- wirtig weren'. Nu was efs an der tzyt, das man zu tissche uffblyefs. Hirumbe ging der keyfser mit den synen zu tissche. Du bestalte der lantgrave mit synen schribern unde heymelichin dienern, das man boden zu pherde ufssante, die zu allen graven, hern unde edelluten ridden, die syne manne woren, das sie in der nacht *i.iit wenig luden unde mit erme besten harnesch gesmucket des morgenfs fru, wan der tag an- breeche, zur Nuwenborg werin. Efs geschach. Da richtede lantgrave Ludewig das folck alfso ane, das eyn ickelicher an den graben umbe die borck traid gewapent, etzliche in golde, etzliche in silber, etzliche in syden wol gesmucket, unde usfsermasfsen wol gerüstet, glich alfs ob sie in eynen houbtstryd sulten. Eyn ickelicher hatte eynen knecht vor eme mit syme Schilde gewapent, unde eynen knecht hinder eme mit syme helme, das er bie syme wapen unde helme erkant wurde. Da stunt uff dem graben alumbe eyner an dem andern, unde hattin in erin henden blancke swerte unde strydexe; unde wo die torne an eyner stad muren stehin sulden, da stunt eyn grave adder eyn fryherre mit eyme banyr- Alfso nu dyt wole bestalt was von dem lantgraven, du ging er zu dem keyser; unde sprach: 'gnediger herre, were efs nu uwer wille, das ir mync muren, da ich uch gestern von rumete, beschauwen wuldet, ehir ir zu der mesfse ginget, da dedet ir mir besundern liebe ane'. Da sprach der keyser: 'ir tusschet unfs villichte'. Der lantgrave sprach: 'in worheyd findet ir eyne gute muren'. Da seynte sich der keyfser, unde meynte, he bette die mit der swartzen konst zuhouffe unde zuwege bracht, unde traid vorterfs. Alfs er usfsewennig an den graben traid unde sach so vile cddeler wol gesmuckter herren, ritter unde knechte, stareke gewapente lüde mit erin banyren, die alle dem lantgraven mit lehinrechte unde mit der hulde * verbünden warin, du verwunderte er sich, unde frauwete sich; unde sprach: 'nu gesachen wir köstlicher, eddeler, turer, besser, vester unde schöner mure noch ny; das wil ich godde unde uch, lieber swoger, bekennen; unde habet ummer danck, das irunfs sulche mure gemacht unde gewifset hat'. Darnach sante der lantgrave umbe sich nach den eddeln unde schonen frauwin, unde hilt das folck dem keyfser zu liebe da bifs an den dritten tag, unde machte eynen kostlichin hoff, da die hern stochen unde ranten, tantztin unde frolicheyd dreben. Alsus lefsit man in der Doringschen croniken ! ). *(Hir sal stehin, wie die graven, fryhern, rittere unde knechte "stehin dryfcldick umbe das slos Nuwenburg in follem *harnesch; unde bo eyn grave adder fryherre stehit, der sal eyn *banyr in •)^Thür. (Urs. 1268f). Landeschronik. jai syner hant halten; die andern han swerte adder *strydexe; die vordersten knechte han Schilde unde die *hyndersten knechte han die helme; in geynwirtickeyd *des keyfsers unde des lantgraven.) 'Darnach in dem andern jare du czoch der keyser in Welschlant, *bi. uo 1 . unde näm synen swoger, lantgraven Ludevvigen, mit sich. Dywyle begonde 1171. frauwe Jutta, die lantgraffynne, zu buwen bie Wissensehe den berck mit eyner mure, alfs eynen boymgarten, unde eyn l)oymhufs darinne; unde sprach, sie vvuldc eyne herberge dar machen; wan sie zu Warporg tzihcn sulde von der Nuwenburg, das sie zu mittel vvege eyne herberge funde. Da sprach der grave von Bichelingen in. Aber die lantgraffynne karte sich nicht darane unde buvvete faste hynne. Das klagede der grave dem keyi'ser, unde sprach, wie das syne swester, die lantgraffynne, uff das syn frevclich buwete eyn slosfs. Da hisch der keyfser synen swoger, den 'antgraven, vor sich, unde verboth eine, das er uff des graven von Bichelingen erplehin nicht buwen sulte an synen willen. Du stalte sich der lantgrave tzornlichen, alfs ob efs eme leyd were, unde lifs brieffe machen Unde schriben zu syner frauwen, das sie bie synen hulden uff den graven wicht buwen sulte, unde gab den brieff des von Bichelingen boden. Darnach sante er heymelichin synen eigen boden zu syner frauwin unde bath sie flifslichen, das sie sich weder an irs bruders, des keyfsers, nach an syne brieffe nicht kerte, sundern alfs sie begonnen hette, so vort buwete. Alfso wart das slofs zu Wifssensehe gebuwet. Da der lantgrave heym quam, da thet er, alfs ob er tzornigk were uwer die lantgraffynne, unde sante 'lach dem von Bichelingen unde sprach, syne frauwe hette efs an synen Willen gebuwet; were nu der buw gerynge, so wulte er en abethun; nu hette sie en so kostlich gemacht, das er en so mit solchem schaden nicht *bi. 111. abegethun mochte; he wulde eme die hobestad gelten. Alfso gab er eme gerynge gobe. Unde buwete darnach die staid Wissensehe darane, unde sattzste burglude uff die burck; alfso bleib eme der sehe, hufs, staid unde das gerichte. Alsus lefset man in der Doringschen croniken 1 ). (Hir sal stchin, das man buwet eyn slos unde stad Wissensehe.) 'Darnach quam dusfser lantgrave Ludewig in grosfse kranckeyd, *bi. mi 1 . Uß de hisch vor sich vil syner eddeln man, alfs er lagk uff der burck zur ^uvvenburck, die eme widderstendick gewest waren, unde sprach zu en alfso: sehet ir wole, das ich sterben mufs unde mag difsfser kranckeyd nicht geuefsen; darumbe so lieyfs ich uch, alfs lieb uch uwer leben ist, das ir Ql |eh, alfs ich gestorben byn, mit aller erbarkeyd begrabet, unde draget ^'ch uff uwera helfsen hydannen bifs geyn Reynhartfsborne'. Da musten Sle eme geloben bie erin eyden unde truwen, wante sie furchten en mehe, aa " den tufel 2 ). Unde er starp alfs man schreib nach goddes geburt 1: 73 jare :i ). Alfs er nu gestorben was, da leisten sie ere gelobede, unde 1173. '.ugen en uff erin asseln mehe wan 10 mile weges; wante sie furchtin lcn , ob sie ere gelobede nicht enhilden, das dan syne soene sulchs an ^. 'echten. Alfso wart er da herlich bestadet, unde von dem ertzbisschoffe "'gtnanno von Magdeburg gar erlich begangen; da gar vile bisschoffe nde epte unde ander prelaten geynwirtig woren. Darzu woren auch ar v ii c f urs ten, graven, fryhern, unde ander rittere unde nian- ehaffi. (Jnde er liget mitten in der kirchen zu der lyngten hant, vor .'ynem schonen altar, genant defs heiligin cnitzes 4 ). Alsus lefsit man der Doringschen croniken fj ). ü, „, ') Thür. (Urs. 1269 f; vgl Stolle 131 f). ») Thür. [Stolle 132). ' "ür., an späterer Stelle (Urs. 1270). 4 ) Thür. (Stolle 132). '-) S. d. " or - Anmn. S j »2 Landeschronik. «B1.H2. *(Hir sal stehin, wie die eddellute den yfsern lantgraven, alis er gestorben was, musten tragen zu der grafift geyn Reynhartfsbornen.) *bi. H2 1 . "Alfs dusfser lantgrave, der yfsern, gestorben was, du hette sin soen Lodewig der milde gerne herfarn von synfs vaters sele, wie efs darumbe gelegin gewest were. Das vernam eyn ritter in desselbin fursten hoffe, der was arm, unde hatte eynen bruder, der was eyn paffe, der künde mit der swarttzin kunst. Der ritter sprach zu syme bruder: 'lieber bruder, ich bitten uch, das ir erfarin wullet von dem tufel, wie efs umbe des yfsern lantgraven sele sie'. Da sprach der paffe: 'ich wil efs gerne thun, uff das uch der nuwe herre desto gutlicher handel'. Der paffe luth den bofsen geist; unde sprach zu dem tufel: 'ich wil wisfsen, wo die sele mynfs hern, des yfsern lantgraven, sie hynne lmmraen'. Da antwerte der tufel: 'wiltu mit mir dar faren, ich wifse sie dich'. Da sprach der paffe: 'ich sehe en alzugerne, so ich das an schaden gethun mochte'; unde beswur den bofsen geist vorters. Da antwerte der tufel: 'ich swere dir das bie dem höchsten godde unde bie syme bebenden') orteyle, das ich dich wil gesunt dar breiigen unde auch herwidder'. Da er dyt gesprach, du safs der paffe uff defs tufelfs halfs, den fürte er in kurezer tzyt an die stedde der pyne. Da sach der paffe gar men- cherley pyne unde in mencher wyfse, unde darvon erbebete ir sere. Da ryff eyn ander tufel unde sprach: 'wer ist der, den du haist uff dyine halsfse sittzen; brenge en auch her'. Da antwerte er unde sprach: 'efs ist unfser frunt; dem habe ich gesvvoren, das ich en nicht lettze, sundern das ich en defs lantgraven sele wyfse'. Zuhant da wante der *ni. 143. tufel eynen yfsern gluenden *deckel abe von eyner gruben, da er uffe sasis, unde hatte eyn eren posunen, die stickete er in die gruben, unde blifs darin alfso sere, das den paffen duchte, das die gantze werlt erschulle unde erbebete. Unde nach eyner langen stunde, alfs vile flammen unde funcken mit eyme swebelechtem fulen gestancke darufs uffgingen, da quam der lantgrave auch darin gefaren, mit vilen funcken oben ufs. Unde gab sich da dem paffen zu schauwen; unde sprach: 'sich, ich byn hie geynwirtig, ich armer lantgrave, etzwan dyn herre; unde wulde god, das ichs nach ny gewest were, alfs swere pyne ich stedicklichin liden mufs. Da sprach der paffe: 'herre, ich byn zu uch gesant von uwerem soene, das ich eine sagen sulte, wie efs umbe uch gethan were, ab he uch mit ichte gehelffe' 1 mochte'. Da antwerte er: 'wie efs mir geet, das hastu wole geseen; ydoch saltu wisfsen, werfs das myne kyndere den gotshufsern unde den cloistern unde andern luden er gut widder geben, das ich en widder recht mit gewalt abgenummen habe, das were myner sele eyne grosfse hulffe'. Da sprach der paffe: 'sie engloubin mir dusfser redde nicht'. Da sagede er eme eyn worezeichin, das nymant wüste wan sie. Unde du wart der lantgrave widder in die gruben gesencket, unde der tufel fürte den paffen widder von dannen. Unde wywole das er syn leben da nicht verloifs, so bleib he doch gele unde bleich, dafs man en kume herkante. Du offenborte er die worte unde das wortzeichin, fne eme er vater gesaget hatte, aber efs wart syner sele wenig nuttze, «Bi. 148'. wante sie enwulden das gut nicht widderkeren. Darnach üb bergab *def paffe alle syne lehene unde wart eyn monch. Dusfse geschichte lefsit man in der Doringschen croniken 2 ). (Hir sal stehin, wie der tufel den paffen uff syme halfse dreget vor dy pyne, da blefsit eyn ander tufel mit eyner posunen in eyne gruben, da feret des lantgraven sele mit den funcken oben ufs.) ') Thür. lebenden a j Thür (Stolle 132—134). Landeschronik. '43 "Ludewig der fünfte, den man nante den milden, der schreib sich *bi. m. v ortmers lantgrave zu Donogen unde herre zu Hessen nach syns vaters dode. Unde er hatte czwene bindere. Eyner hifs Herman, der wart e yn phalczgrave zu Sassen. Der ander hifs Friderich, der wart eyn grave Z U Czigenheyn; unde der buwete die staid Treyfsa. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 1 ). (Mir sal stehin, das man buwet die stad Trcysa.) Disser lantgrave Ludewig was der eldeste under sinen brudern, *bi. iw. unde darumbe behilt er das lantgravethum, wante der eldeste plag eyne 2 ) forste zu syn. Er was eyn erluchter man, unde heftig zu stryde, w ifse zu rade, vol senftmudickeit, gutlichen unde milde geyn arme lüde; den gab er die spifse unde klete sie; wo er ginck, da fulgeten eme die armen lüde unde hisschin die almusfsen von eme, alfs ob er sie en von re chte schullig were. Er was auch eyn rechter frummer cristenman; unde w as lieber under den geistlichin luden, rlan under den wapenem; wan er aber des wapenfs plegin sulde, so was er eyn guter wapener unde eyn er nster gestrenger ritter. Er was auch geyn alle lüde so eyn guter furste, ^as en das gemeyne fulck nante den milden lantgraven. Alsus lelsit ,T ian in der Doringer croniken 3 ). (Hir sal stehin lantgrave Ludewig der V. mit syrae wapen, Ur >d sal sent Gorgen banir in siner hant halten, unde eyn roit crueze Vor syner brüst, wante er was midde geezogen zu Hierusalem, zu st rydcn geyn die ungloubigen 4 ).) *Bie a ) dusfsen getzyten wart gebuwet das cloistcr zu Ymmichen- *bi. 145. hayn^s), Alfs man schreib nach gots gehurt n75 jare, du hub sich eyne czwey- 1175. •"'rächt czusschin demselbin milden lantgraven unde den von Erffurt. Die tzo gin zu en die graven in dem lande zu Doringin, unde goben en ^ a 'iimbe groifs gelt, das sie en helffin sulden widder erin eygen hern. Unde der krig werte koreze tzyt, wante der keyfser Friderich, defs swester k ynde die lantgraven warin, der wulde defs nicht staden, unde sunete sie under eynander. In demselbin sommer was efs gar drocken unde e yft, unde quamen vile grosfser wether, unde uff sent Ulrichs obint Juli 3. tjUarn eyn grofs wether in Erffurt, unde von dem blicke verbrante die ^-'ernerbrucke unde czwo kirchin darane, bifs an das raidhufs unde bifs a 'i der Schottin kirchen. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 6 ). . Nach gods geburt du man schreib 1180 jare, du wart herezog Hin- nSo. lc " von Brunswig keyser Friderichs vigent, unde thet des richs stedden srosfsen schaden. Unde darumbe so sante der keyfser lantgraven Lude- , "S'n, syner swester soen, in Sassen mit eyme grosfsen here. Unde .. S e ''te sich vor Hattisleben 7 ), unde gewan das. Unde darnach uwer etz- c he tag e besampte sich der herezog widder, unde czoch mit grosfser a cht in Doringen, unde schofs für in Northufsen [unde in Molhufsen] b ) nde verbrante die czwo stedde, unde gewan sie unde verterbete sie, unde er\vuste vile dorffere in Doringen dem lantgraven unde siner manschaff. jCs versammete sich der lantgrave widderumbe mit den Doringen unde ess en, so er meist künde, und fulgete herezoge Hinriche, alfs er abeezoch. ■tp. a j Bie—hayn am oberen Bande nachgetragen. 1») Hs. ohne Liieke; die , orte waren vielleicht schon in G.'s Vorlage ausgefallen, denn sie fehlen auch n Urs. 1. , ') Thür. [Urs. Iä70); vgl. oben S. 134 vi. Arm. 18. 2 ) Allein. f„ '?''»•• (Urs. 1270; vgl. Stolle 134). *) S. unten S. 145. s ) Wohl nn nchenhainer Nachricht. ") Thür. (Urs. 1270f). ') Thür. Hartisleben. jaa Landeschronik. Unde quamen zu stryde. Da worden vile lüde herslagen uff beyde siten, unde lantgrave Ludewig wart mit syme bruder Hermanne, dem phaltzgraven, mitsampt vilen andern graven unde ritterschaff gefangen. Also lefsit man in der Doringer croniken 1 ). »bi. HS 1 . *(Hir sal stehin, wie der hcrtzog von Brunswig mit dem lantgraven stridet, unde der lantgrave verlufset den stryd, unde wirdet mit syme bruder gefangen.) •bi. ue. *Du der keyfser vemam, das siner swester sonc syner halbin gefangin unde enweg gefurt worin, do quam er geyn Erffurt unde lifs verkundigen eyne gemeyne herefart, unde verbotte alle fursten des riches uwer herczog Hinrich von Brunswig. Da das der herczog vernam, das er alfso verdrucket sulde werden unde zumale ane hulffe verderbet, du lifs er lantgraven Ludewigen unde synen bruder Herman ledig unde loifs, unde sante sie zum keyser, das sie eme eynen fridde unde sune ge- mechtin. Da sante der keyfser nach herezoge Hinriche; unde nach den orteyln der fursten so sante er en zum andernmale in das elende. Unde 11X3. darnach alfs man schreib nach gots geburt 1183 jare, du gab der keyfser eyn teyl des hertzogthumps von Brunswig graven Bernharte von Anhalt, riarumbe das er eme besundern gedynet hatte. Unde nicht lange darna du tzoch grave Bernhard, vorgenant, in Doringen uff den lantgraven, unde verterbete eme das slos Meldingen, unde zubrach efs, unde tzoch widder hinder sich. Da sammede sich lantgrave Ludewig mit grosfser macht. Da mengete sich bisschoff Curd von Mencz yn. Den krig treib grave Hinrich von Swarczburg zusammen unde der grave von Kirperg. Unde die czwene fursten verterbetin ir lande under eynander, in Doringen unde in Hessen. Da buwete der bisschoff von Mentz den Heyligenberg, na bie Felfsberg, uff den lantgraven; so buwete der lantgrave das slos Brarfl- burg 2 ) widder uff den bisschoff von Mentz. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 3 ). •bi. hu'. *(Hir sal stehin, wie der bisschoff von Mentz buwet das slos Heyligenberg, unde stickt syn banir darufs; so buwet der lantgrave das slos Bramburg, dar stickt er syn banir auch ufs.) »bi. 117. *ln denselbin geezytin geschach efs, das herczog Hinrich von Swoben, defs keyfscrs soen, wulde czihin in Polen, unde quam gey 11 Erffurt, unde hisch den bisschoff von Mentz zu ime unde den lantgraven, unde machte eynen tag tzusschin en, unde wulde sie under eynandc'' lichten. Unde ickelicher brachte da sine frunde uff den tag. Unde alfs sie sulden tzusschen en dedingen uff unfser frauwen berck zu Erffurt, da sidder das sloffhufs stunt, unde alfs sie zusammendraden, da brach der estrich under en, unde filen in eyn grofs gemach, da die geistlichin gemeynlich plagen in zu gehin. Da wart etzlicheme mit grosfser arbey» darufs gehulffen, etzlichen warin die arme unde beyne entzwey geslagen* etzliche starben darinne; mit namen verdarp darinnc grave Friderich von Anhald 4 ), [grave Friderich von Kirperg]"), grave Godefrid von Czigenhay"- grave Hinrich von Swarczburg, der dusfser czweydracht zuforderst eyn e ") Jls. ohne Lücke; die Worte ivaren vielleicht schon in 6r.'s Vorlage aus- gefallen, da ein Gr. Friedrich, allerdings der andere, in mehreren Texten aßt Thür. fehlt; vgl. Anm. 4. ') Thür. (Urs. 1371). ») Vgl. Mon. Erph. 755 Z. 25 f u. 43f; gemeint ist Grünberg. ') Thür. (Urs. 1271 f). A ) ScMorffs Es. der Thür. AkU '"j berg; gemeint ist Abenberg. 'Anhalt' im vorigen Absatz neben Swarczburg « w Kirperg. In der Casscler Ha., bei Stolle und bei Urs fehlt dieser Graf- Landeschronik. \At orsache was, unde vil andere hem. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 1 ). Alfs man schreib nach gots geburt 1185 jare 2 ), du quamen 1185. die heyden genant Sarraceni mit erme kunnige, genant Salabinus 3 ), unde gewunnen das heylige grab den cristen ane 4 ). Wantc der tufel santc undcr die cristen syne tocbter, genant czweydracht, mit erin swestern, genant folfrafs unde unkusschcyd 5 ). Da wurffin die heyden die glocken von den turnen, unde machtin die kirchen zu stallunge 6 ). Da sprach der kunnig Salabinus 7 ) zu den cristen: 'dyt lant enhait myne craft nicht gewunnen, sundern uwer god hait efs mir gegebin durch uwer sunde willin' 8 ). Alsus schribet meister Diderich Engclbufsen n ). Man lefsit 10 ) von dusfsem Salabino (den etzliche nennen Saladimis n )), du er sterben *sulde, da bestalte er, *bi. uv. das man vor syme lichenam zu dem grabe eyn lynentuch an cyner lantzen vortragen, unde ruffen sulte, alfs hirnach stehit: ich, Salabinus, kunnig viler lant, brenge von hyn nichts dan dufs lyngewant; wywolc das ich was so mechtig, rieh, das in der werlt was kume mynerglich. Alfs nu so das heylige lant gewunnen was, du sammete sich keyser Friderich mit vil furstin unde hern unde wulde das lant widder gewynnen. So czoch dusfser lantgrave Ludewig midde. Unde da wart eme von godde ufs himmelrich, umbe siner almufse unde ander guter wereke willen, sent Gorgen banyr bevolen, darunder he den vorstryd vor dem keyfser thet widder die ungloubigen 12 ). Alisie nu das lant nieystenteyl widdergewunnen hatten, unde der keyfser zu eyner czyt sich baden unde wesschin wulde, alfs er von dem harnessche unde arbeyd müde unde unreyn was, so ginck er in eynen kalden bach unde wulde sich wesschin, da sluck eme die kclde snellichen a n syn hertze, das er niddcrfyl unde verdranck. Dufs geschach "i dem augustmonde. Nach dusfsem schaden quam eyn grosfscr, [119°] Au § Wante die andern hern worden czweydrechtig, so das der kunnig von Franckrich czoch widder heym, so czoch der kunnig von Engclant eynen andern weg auch widder heym. Alsus wart die worheyd uffenbar, die der abt Joachim gesaget hatte den furstin; w ant er sprach alsus: sie ensulden nicht czihin, wante die czyt e nwere noch nicht kummen. Alsus schribet meister Diderich Engel- hufsin 13 ). Auch eynteylfs in Fasciculo u ). Alfs nu lantgrave Ludewig w 'dder heym quam, du brachte er mit sich sent Gorgin banyr geyn Warperg, darunder *er gestredin hatte. Unde darumbe lifs er buwin *bl 148. eyne kirchen zu Ysenach in sent Gorgen ere, den er besundern lip hatte. Unde das geschach alfs man schreib nach gots geburt 1190 jare. 119°. ') Thür. (Urs. 1272, mit '1184'; vgl Stolle 80f). 2 ) Das Jahr scheint ttgene Vermutung vgl. oben S. 125 'bie 90 jaren' (nach 1096). B ) mit—Sal. ei !)ener Zusatz. 4 ) Eng. 1110 Z. 42f; Hol. 78' Z. 9f. 6 ) Eol. Z. 10 Pjopter peccata cliristianorum, et praeeipue luxuriae et crapulae. 6 ) Anders Eng. ~- 45^47. ') Eng. Saladinus. 9 ) Eng. Z. 43-45. ') S. d. vor. fnmn i»| ich weifs nicht, wo. J1 ) Vgl. Anm. 3 u. 7. IS ) Thür. Werm. 17, 139; Urs. 1272; vgl. Stolle 134). Vgl. auch Eng. 1104 Z. 20-28. ' ) Eng. U04 Z. 39, 45-47, 49, B3f; 1105 Z. 4f u. 8; 1104 Z. 59f. u ) B ol. '« Z. 14—17, Z 7—5 v. u. Ia6 Landeschronik. • Unde lifs die pharre dahynne legin, die vor lag an der stad, da iczunt die barfusfsin ere kirchen hau; da lag vor eyne kleyne kirche, gevvihet in sent Michaelfs ere. Darumbe so hat die phar zu sent Gorgen nach erin kirchoub da behaltin'). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 2 ). In demselbin vorgenanten jare du man nach gots geburt schreib 1190. 1190 jare 3 ), quam uff der ordo der Tutschin hern, under dem bo- biste Celestino dem III. Unde herab sich von irst in Prussenlande. Unde hat sinen orsprung ufs dem orden sent Johannis defs toufers 4 ). Auch quam uff der ordo genant der heyligin dryfaldickeyd 5 ). 1191 März 26. Nach gots gebort du man schreib 1191 jare, du wart in eyme dorffe, genant Bechstedde, unfsers hern lichenam funden mit eyme leffel in eynem becher. Unde der wart bracht geyn Erffurt in unfser liebin frauwen kirchen. Dufs geschach an dem andern tage nach unfser Üben frauwen tag in der fasten, genant annuntiationis 6 ), das dudet, des engels a ) 1191- boithschaff). In demselben jare geschach auch, das eyn perner von Fladicheym sulde eynen sichen mentschen mit dem heyligen sacramente berichten. Da begeente eme eyne gemeyne frauwe von Erffurt ufs der Metergasfsen, unde wulde in eyne andern staid wandern, unde quam tzusschen den pherner unde das hufs alfso na, das sie nicht gewichen künde. Da herschrack sie, unde fyl nidder uff er angesichte. Unde *bi. 148'. sprach: 'o herre god, hymmelisscher vater, herbarme a ) *dich uwer mich arme sunderrynnen, unde lafs mich nicht entgelten, das ich dir hir so nahe byn; ich gloube, das du mich unde alle die werft herloist hast; bistu der, so bidde ich dich, das du mir myne unezelichin grosfse sunde vergeben wullest'. Da hortin die lüde eyne stymme ufs der busfsen: 'dir synt dyne sunde vergeben; ganck, unde sundige nicht mee'. Du begunde ' die sonderyn so bitterlichin zu weynen, das das folck alle mit er beweget wurden. Da ginck sie in eyne klusen, unde nam eyn selig ende 6 ). "9i- In demselbin jare starp frauwe Jutte, die lantgravynne, keyser Friderichs swester unde dufs lantgraven Eudewiges muter. Unde liget begraben zu 1191 Juni 23. Reynhartfsborne zu eris hufswirts fusfsen. In deine seibin jare verloifs die sonne erin sehyn, an sent Johans obint defs douffers. Dusfser lant- grave Ludewig der milde hatte zu der ee frauwin Margarethen, des her- czogen von Oisterrich tochter, unde gewan keyne erben von er. Unde darumbe, du er gestarp, da fyl das lant zu üoringen unde auch zu Hessen an synen bruder, lantgraven Herman, den phalczgraven zu Sassen. 1191. Dufs geschach nach gots geburt alfs man schreib 1191 jare 9 ). Unde lyt begrabin zu Reynhartfsborne 10 ). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 11 ). Herman, lantgraven b ) Ludewigs des milden bruder 0 ), quam zum fur- stenthum, alfs sin bruder an liebes erben verfaren was 12 ). Unde in demselben vorgenanten jare du man schreib nach gots geburt 1191. 1191 13 ), du starp bisschoff Cristianus zu Mentze. Da quam bisschoff a) engeis—herbarme auf Ersatzstück {innen). *>) Es. lantgrave. e) bruder—besammete (S. 147) auf Ersatzstück {aufsen). *) Thür. (Germ. 17, 139; Urs. 1272f); zum Teil umgestellt. 2 ) S. ä. vor. Anmn. 3 ) Wohl Marburger Nachricht, s. Ann. breves domus ord. Theut- Marburg., MG. SS. 30 I, 4 Z. 38—41. ") Hol. s. Joh. Hierosol. Vgl. oben S. 129 m. Anm. 17. «) Hol. 79 Z. 12—10 v. u. 6 ) Thür. fr. t., den man nennet becliben (Stolle anders). ') Thür. (Stolle 134f, Urs. 1273). 9 ) Thur. (Stolle 135, Urs. 1273). », Thür. '1192'. ") Thür. (Urs. 1273t)- u ) S. d. vor. Anmn. ") Thür. (Urs. 1274). ") Irrig berechnet aus 'Zi6i'+i^+i8, s. oben S. 133 m. Anm. 2 u. 139 m. Anm. 6. Landeschronik. I AJ Curt follinkummen widder zu dem bisschthum, wante etzliche stedde die bilden zu em'), auch so was keyser Friderich gestorben 2 ), der en vormalfs verjaget hatte 3 ); so a ) das er vorters das bisschthum geruwelichin ynne hatte 17 jar bifs in synen toit a ) 4 ). Alfs er nu so widder bisschoff worden was, du wart er lantgraven Hermans vigent, unde czoch uff en. Da besammete b ) *sich der lantgrave auch, *bi. h». so er bestis mochte, unde czoch eme entgeyn. Unde quamen zu striden. Da wart der bisschoff fluchtig, unde der lantgrave finck eme vile fulckes abe, ydoch so bieben nicht vüe lüde toit. Dufs geschach nach gots geburt du man schreib 1193 jare 5 ). Alsus lefsit man in 1193- der Doringer croniken 6 ). (Hir sal stehin, wie der lantgrave strydet geyn den bisschoff von Mentz, unde der lantgrave behelt das feit, unde der bisschoff fluet darvon.) *(Hir sal stehin lantgrave Herman mit syme wapen, des bonten *bi. \w. lewenfs unde der c ) phalcz.) * Disser lantgrave Herman nam in syner jogent defs phalczgraven *bi. iso. tochter zu Sassen, eyn eyniges kynt, genant Sophia, unde darmidde wart eme das phalczgravethum zu Sassen'). Hirumbe so schreib er sich lantgrave zu Doringen, herre zu Hessen unde phalczgrave zu Sassen 8 ) Er gewan von disfser frauwen Sophien czwo dochtere. Die irstin, genant Heddewig d ), gab er graven Albrechte e ) zu Elsafsen. Die andern, genant Jutta f ) 9 ), gab er graven Albrechts soen von Misfsen, genant grave Diderich, alfs die kyndere noch in der wigen logen; von den sidder grosfse czweydracht tzusschen den lantgraven unde den von Missen wart. Unde die frygerie geschach, alfs der grave zu Misfsen den v orgenanten sinen bruder, graven Albrechten, wulde von dem lande werffen. Du suchte er hulffe an lantgraven Herman zu Doringen, unde bath den umbe hulffe und raith, das er sin veterlich erbe vor syme hruder behalten mochte, unde gelobete synen soen lantgraven Hermanfs tochter, die nach kyndere warin, unde verborgete das alfso zu halten. Indes lagerte sich graven Albrechts bruder vor Wisfsenfelfs, unde wulde en re das angewynnen. Da sante lantgrave Herman zu eme unde lifs ei1 bidden, das er gutlichin unde williglichen abeezoge; er wultc fruntlichen Cz usschin eme unde syme bruder dedingen unde sie gutlichin eynfs m achin; dede er aber des nicht, so muste er graven Albrechte helffen, Unde versuchin, abe sie en abegetriben mochten. Alfso czoch er abe, Unde sprach, er wulde gutlicher tage von lantgraven Herman darumbe Wartin. Unde der tag wart eme zu dryen malen bestemmet, des er ny jluam, Hirumbe besammete sich lantgrave Herman, unde czoch mit Uerre ubber en in das Osterlant, unde hatte in syme here 1800 helme guter lüde. Defs herschrocken alle Missener unde Oisterlender. Alfso czoch er vor Lipczigk. Du quam der von Missen, unde sunete sich *bi. ibo 1 . j a ) so—toit am unteren Bande (auf dem Ersatzstück) nachgetragen. h ) s. S. *6 Anm. b. e) Hs die. ) Thür. (Germ. 17, 130; Urs. 1275). :! ) TW- in zwene. ") Thür. (Germ. 17, 139; Urs. 1275; zu 1195 Stolle 81). 6 ) »; °- vor. Anmn. •) Darzu—das ivohl eigene Erfindung; vgl. Schenk zu Schwein^' berg AEG. 15, 702 ') Thür. (Urs. 1275f). 8 ) Thür. (Urs. 1276; vgl- Stolle 135). ") Leben Ludwigs S. 6 Z. 3-11. w ) Dies bei Eng. zuerst. ") Eng. 1112 Z. 16-18, 13f, 17, 15 (Ausg. Horlan, Ranitz). Landeschronik. \AQ machte cn zu kunnige. Darnach verrith er denselbin sinen hern Philipsen, der en zu kunnige gemacht hatte, so das kunnig Otto en finck. Unde eme wart sin houbt abegehauwen zu Babinberg, das thet phalczgrave Otto. Darvon quam dyt sprechwort: non est fides in Bohemo 1 ); das dudet: eis enist keyn gloube in dem Bohemen. Mir ist zu mircken, das der Fasciculus settzet, wie das der kunnig Philipps sie von dem lantgraven tot geslagen 2 ). Aber meistcr Diderich Engelhufsin spricht, efs habe gethan der phalczgrave Otto 3 ). Des gestehit die Swobische cronike, dar gcschrebin stehit, er sie tot geslagen von dem phalczgraven ,l ) von Wilspach 4 ). Das bcstediget auch Hermannus in syner croniken 5 ). Wie dem allen, so czoch kun- a )*nick Otto uvver lantgraven Herman. Unde *bi. 102. gewan eme ane die stad Salcz mit andern slosfsen. Unde czoch vorters unde gewan auch die stad unde slos Dreffurt 6 ). Alsus schribet •neister Diderich Engelhufsen in siner croniken 7 ). Darnach czogen die Bohemen uis mit grosfser macht, unde verstortin Missen- unde Doringerlande biis geyn Salvelden, unde czogin widder hinder sich 8 ). (Hir sal stehin, wie herezog Otto von Sassen, Romscher kunnig, gewynnet die stedde Salcz unde Dreffurt.) *Bie dussen getzyten quamen uff die nachgeschreben orden. *bi. uv. yer Augustiner ordo, genant heremiten 9 ), quam uff von eyme ge- lartin manne, genant Wilhelm von Parifs. Der ordo genant Car- m eliten, das dudet Merginbrudere ln ), (alis zu Cassel sint 11 )), quam uff von eyme patriarchen zu Jherusalem, genant Albertus. Der ordo der prediger 12 ) herhub sich von sent Dominicus. Der ordo der oarfusisen 13 ) herhub sich von sent Franciscus w ). Wucher dan dry or den gestiftet hat: von irst die barfusfsen; zum andernmale den °i'den von sent Ciaren; zum drittenmale den orden genant peniten- Clu rn, das dudet sent Marien Magdaleuen orden 15 ). Disfser vorgeschrebin lantgrave Herman gewan mit syner e ttzsten frauwen vier sone. Der irste hifs Ludewig, der wart gehorn j 1 '« man schreib nach gots geburt 1200 jare, uff sent Symon unde Juden 1200 Okt. 28 J>-g. Der ander soen hifs Herman; der dritte Hinrich; der virde Conraid 16 ). jH gewan auch czwo tochtere. Die eyne hifs Margaretha''), die wart J rnach graven Hinriche b )' 8 ) von Anhalt. Die ander tochter hifs • gnes, die wart geezogin mit sent I^lizabeth, alfs man hirnach horin sal' 9 ), n< ie wart darnach dem herezogen von Oisterrich zu der ee 20 ). Alfs nu , a ) -ven bis kun- auf Tektur (2 Zeilen). b ) H. am Bande nachgetragen; ^^entsprechend ein vor graven stehendes dem ausgestrichen. , ') Eng. Z 18-21. 2 ) Bol. 79 Z. 16 (a lantgravio). 3 ) Eng. Z. 19; v 9 l - Anm. 1. ") Gmünder Chr. Bl. L 3' Z. 13 v. u. 8 ) Flores temp. 240 fi\ S7 f (Willispach). 6 ) Eng. Z. 21 Otto igitur castra lantgravü vastavit; Zalsa, 'riborch (Anm. al. Dryborg") et caetera expugnavit. Gemeint ist: cum tribracho ^riboch) [Wurfma,schinc!JSnha expugnavit; s. Mon. Erph. 210 Z. 36-38. Ja. d. vor. Anmn. °) Eng. 1113 Z. lf. °) Bol. mendicantes. 10 ) Bol. per nur Carmelitarum ; 81 Z. 11 v. u. fratres ordinis deiferae Mariae. ") Eigener ^■faiz. inj ß 0 i Jacobitarum sive praed. 13 j Bol. minorum. 14 ) R oi - ' y Z. 25—22 u. 7—4 v. u. ,& ) Eng. 1116 Z. 16—18 Gregorius nonus . • • • • a PProbavit ordines s Clarac et poenitentium, scilieet Mariae Magdalenae, et terüam ^"lam s. Francisci'. '•) Thür. {Stolle 135f, Urs. 1276Y ") SMorffs **• u. Urs. Ermegart. 18 ) Der nachgetragene Name: Leben Ludwigs S. 7 Z. 30. > a. unten S. 155. 2 ") Thür. (Urs. 1276). ISO Landeschronik. lantgraven Hermanfs soen Ludewig geborin wart, da worin etzliche czyt darnach in syme hoffe 6 rittere, der worin 5 eddeler geburt 1 ). Dieselben 6 rittere worin von synnen wifse unde vernunftig uwer ander lüde, so das [man]") von en wyd in den landen sagete. Die songen zu vvidderstryd unde machten nuwe lyder widder eynander. Der eyne hifs Hinrich Schriber, der was eyn hobischer guter ritter. Der ander hifs Walter von der Fogelweyde; der dritte Reynhard Tzwisten 2 ); der firde *bi. is». Wolfferam von Esschenbach 0 ); der fünfte Johan Bitterrolff. Die "worin alle zu dem schilde geborin unde rittermesige gestrenge manne. Der seste hifs Hinrich von Afterdingen, eyn burger von Ysenach, eynfs vornemigen frummen geslechts, unde er was vernunftig unde hobisch. Der sanck widder die vorgenanten alle, unde kreig mit syme gesange widder sie unde widder ere gesenge. Dieselbin lyder unde getichte heyfset man noch den krick von Warperg. Die gesenge werthin alfso lange, das sie sich eynfs verplichten, wer under en verlöre, den sukle man hencken nach siner willekore. Indefs wusfs auch czusschen en der hafs damidde, alfso das sie uff eynen obint sungen unde spilten mit worffein, unde die 5 plichten zu houffe widder Hinrichin von Afterdingen, unde gewunnen eme mit unglicheme spile ane, unde wulden en nach der willekore umbe den lip brengin, ob sie mochten. Da das Hinrich von Afterdingen vernam, du floch er zu frauwen Sophien, der lantgravynnen, uff gnade, under erin mantel zu beschirmen, unde die boit recht vor en. In den geczyten was eyn groifser naturlicher meister 1 ) in Ungarn, in deme lande genant Sibenburge 5 ). Der meister hifs Clyngsor' 1 ), unde was zum Schilde geborn eyn eddelman 6 ). Unde was riche, das er alle jar fallende hatte drytusent marck') gelts zu tzinfse 8 ). Derselbe Clyngsor was in den konsten des hymmelloufts unde in den andern fryen konsten so behende, so clug, so louftig unde so konstriche, das man synenglichen nicht enfant. Defsglichen was er wole herfarn in der swartzen konst, so das man in allen landen von eme sagete. Zu demselbin meister Clyngsor beriff sich Hinrich von Afterdingen synfs rechten, unde das wart alfso uffgenummen, das er den ufssproch bynnen eyme jare thun sulde, unde weme dan der obgenante meister *bi. 168'. unrecht gebe, der sulde dan bufsen, alfs sie sich verwillekord * betten- Hinrich von Afterdingin herhub sich darnach alzuhant zu dem herczogin von Oisterrich, deme er alleczyt schönes loib gab in syme gesenge, unde sagete deme syne sache, und bath en, das er eme brieffe gebin wulde an meister Clyngsor, das er eme behulffin were durch synen willen"). Der herczog was willig, unde lifs eme gute brieffe machin. Hinrich von Afterdingen czoch mit den brieffen zu meister Clyngsor 9 ). Da er die brieffe gelafs, du troiste er en wole, unde gelobete eme, ir wulde mit errie czihin in Doringen. Unde alfs der meister das alczular.g wulde machin, unde vertzihin wulde uff die czyt na an das ende des jars, unde sich Hinrich erwegen hatte, das er nummer zu lande torste kummen, unde in grosfsem leyde unde sorge was, da efs an dem andern tage syn sulde, alfs a) Hs. ohne Lücke. ') Thür. sechs edel manne von gebort. 'Bitter'' (milites): Dietrich v. Apolda' Vita s Elisabethac 1. 1 (Ausg. v. Canwius-Basnage S. 118) Z. 10. 2 > Casseler Hs. Zwechsten, Schlorffs Hs. von Czwechtin.- Beinmar v. Zweier. B ) Stolle ISot bricht hier ab mit 'der dritte W. v. Esch. etc.' und gibt aus dem Folgenden nur einen kurzen Auszug. <) Thür. 6 ) Dietrich a a. 0. Z. 13 (Septem Castra). 6 | Dietr. Z IS fnobilis). ') Thür gülden; Dictr. Z. 14 marcarum. 8 ) Dieser Satz in der Thür. an späterer Stelle. °) Leben Ijudwigs S. 10 Z 8—U u - 16-18. Landeschronik. 151 eis uffgenummen was von der lantgravynnen, da schickte eis der meister Clyngsor, das sie der bofse geist in der nacht fürte von den Sibenburgen Ufs dem lande zu Ungarn geyn Ysenach in eynfs burgers hoff, der hifs Hellegreffe. Da safs der meister Clyngsor eynfs obendes vor der doer [1207]. siner herberge 1 } zu Ysenach, unde sach das gesterne an deme hymmel mit flisfse an. Da fragetin en die eddelen, die da geynwirtig bie eme warin Unde zu eme uff hobisscheyd kummen warin, ab ir ichtes fremdes an dem gestirne sehe, das er en das uffenbarin wulde. Da sprach er: 'ir sullet wisfsen, das in disfser nacht deme kunnige zu Ungarn eyne tochter geborn wirdet*), unde wirt geheyfsen Elyzabeth 3 ), eynfs heyligin lebenfs, unde wirt gegebin dusfses landes fursten sone zu eyme elichin wibe'. An dem andern tage sagete Clyngsor das lantgraven Hermanne zu Warperg mit grosfsin freuden. Alsus lefsit man in der Doringer cronikcn 4 ). Auch schribet cfs her Diderich von Doringen, predigerordens, der dan sent Elyzabeth legenden beschreben hait 5 ). Unde schribet darbie alsus: sich, alfs god syne heyligin geburt durch Balaam vorhynne *bi. 154. verkundigete, wilcher Balaam dan was eyn ariolus (das dudet eyn wickeler), — alfs man das lefsit Numeri (das dudet in deme buche der Tzale) an dem 24. capitele 6 ), — alfso hat auch god durch dusfsen Clyngsor, der dan was nigromanticus (das dudet swartz- kunster) syner usfserwelten dynerynnen Elyzabeth vorhynne verkündiget erin namen unde geburt 7 ). (Hir sal stehin, wie meister Clingsor sittzet unde ansihet das gcstyrne, unde sihet das bilde sent Elyzabeth in eyme stern) *Zu dissen getzyten was eyn kunnig zu Ungarn, genant An- *bi. ist', dreas, der was gar mechtig unde riche. Der hatte eyne eliche gemaheln, genant Gertrud, die was des herczogen von Carinthien, das a ) dudet Kernthen"), tochter. Dieselbe kunnigynne gebar eyne tochter, unde wart Elyzabeth genant, nach dem sproche des meisters Qyngsors. Unde das geschach alfs man schreib nach gots geburt I2 c>7 jare. Unde nicht lange darnach du wart d ; e usfserwelte Elyza- 1207. De th, alfs sie noch die brüste sug, besprochin durch die schickunge goddes, eyne eliche gemahel zu werden defs vorgenanten furstin, lantgraven Hermanfs, eldestin sone, genant Ludewig. Alsus schribet ^er Diderich von Doringen in sent Elyzabeth gelefse in dem irstin buche 8), Alfs 1111 meister Clyngsor mit synen dienern kummen was uff das slos Warperg, zu entscheyden die sengere widder Hinrichin von After- uingin, so ginck er uff dem ritterhufse tzusschin en, sie zu ver- e ynigen, wante he darumbe dar kummen was. Da was her Wulfferam v°n Esschenbach widder en mit synen lydern, die er gesungen hatte. Unde du meister Clyngsor den mit synen reddin nicht obberwynnen mochte, ~ u nam er sich ane, das er eme eynen andern senden wulde, mit des oehendickeyd er wole uwerwunnen sulde werden. Da beswur meister ^--tyngsor den tufel, das er quam in eynfs meisters gestalt unde straffte a ) das—Kernt[hen| am Bande nachgetragen. T ') Thür. in deme garten sines wertis; Bieir. Z. 19 in area hospitii sui; vgl. -£ e °en Ludwigs S. 11 Z. 1. '') Thür. 3 ) Dietr. Z. 21; Leben Ludwigs *■ 11 Z. 6. -) Thür. (Germ. 17, 132f). <>) Dietr. 1,1 (S. 118) Z. 10-23; V9l■ d. vor. Anmn. e ) Num. 24, 15 (dixit Balaam) — 17 (orietur Stella ex Jacob). > Dietr. Z. 24f. ») Dietr. Z. 26-31. [ C2 Landeschronik. her VVulfferam, unde rette mit eine in geynwirtikeit lantgraven Hermans, syner graven unde syner rethe. Unde hub ane von anbegynne der werlt bifs uff die geburt unfsers hern Cristi von allen gesettzen unde geschienten des almechtigin goddes, mit gar behenden redden. Da hub her Wulfferam ane von der verborgen heylikeit des ewigen Wortes, wie das zu rleysch wurden were, unde gab sich mit disfsen redden in die mesfse unde uff das sacrament des lichenamfs Cristi, wie sich der in das broit •bi. 155. verwandelte, unde *bewisfste das mit vilen schonen reddin. Unde do er begunde zu reddin von den wortin Cristi, mit den des ewigin vaters wifs- heyd sich wandelte in das broit unde den wyn, unde wie er sich eynfs syme hymmelisschen vater durch die sunde der werlt an dem altar des heyligin crutzes hait geoppert, eyn unbeflecket opper, unde sich nu alfso herlichin unde degelichen von allen priestern in der heyligin cristenheyd allen a ) enden oppert zu eyme pande unde hantfesten syner unsprechlichin grosfsin libe, das torfte adeler enmochte der tufel nicht verantwertin, wante syne bofsheid eme das nicht enstatte, das er sich in alfso grosfse, tiffe, verborgen redde gebe. Unde darumbe so wart der tufel stum, unde von h e r VVulfferam uwerwunnen. Unde alfso wart meister Clyngsors behendickeyt beschemet mit dem tufel. Da wilde meister Clyngsor wisfsen, ob her Wulfferam gelart were unde die schritt künde, des er dach alletzyt loukente. Hirumbe brachte er den tufel dartzu, das er eme das herfarin sulte. So quam er eynfs nachtefs zu eme in syne herberge, in eynes hufs geyn dem broithufse zu Ysenach, der hifs Godschalk, da er lag in eyme steynen gemache, unde fragete hern Wulfferam von der nature der hymmelisscher speren, unde von den Sternen die da erre louffen, unde von der planeten bewegunge, gar behendicklichen. Unde do her Wulfferam dartzu nicht ge- antwerten künde, nach des gestirnfs adder planetin nicht recht genennen, da lachte der tufel gar hoenlichin; unde sprach: 'du bist eyn leyge, eyn snyppensnap, unde kanst nicht dan kyben, das wil ich in disfse muren schriben'. Unde schreib das in eynen steyn in der muren mit synen fingern. Unde sidder lifs der wirt den steyn, da der tufel in geschrebin hatte, ufs der mure brechin, unde lifs en in die Horsel füren, unde wuldefs in syme hufse nicht lenger lyden. Alfs nu difs gescheen was, du sunete »Bi. 155'. meister Clyngsor die sengere vor *lantgraven Herman. Unde der begobete den meister mit kleynoden gar herlichen. Alfso czoch meyster Clyngsor mit synen knechten widder in Ungarn') unde in das lant heym zun Sibenburgen-'). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 3 ). 1208. Alfs 1 ') man schreib nach gots geburt 1208 jare 4 ), du starp bisschoff Curt zu Mentz, unde quam eyner an sine stad, genant Sifridus b ) 5 ). (Hir sal stehin, wie meister Clingsor unde der tufel studiren geyn hern Wolfferam von Essclienbach, in geynwirtickeyd lantgraven Hermans unde sincr ritterschafft.) *B1. 156. * Dam ach alfs man schreib nach gots geburt 1211 jare, du sante 1211. der grofsverlumete furste in Tutschem lande ufs gar herliche boden von man unde wyben zu dem kunnige von Ungarn, umbe syne tochter Elizabeth eme zu senden in Doringen. Unde die boden warn: zuforderst grave Meynhard von Molburg, her Walter von Farila, der schenck, czwene a) Hs. sich allen. b) Alfs—Sifridus nachträglich zugefügt. ') Thür. 2 ) Leben Ludwigs S. 13 Z. 8f. •) Thür. {Germ. 17, 133 f). 4 ) Irrig berechnet aus '1191'+17, s. oben S. 146 f m. Anm. 13 u. 4- 5 ) Mainzer Nachrichten, s. Saccessio ep. Mog. 360 Z. 3 u. 1 v. u: C. . . . sedit annis 17; Sifridus sedit annis 30. Hier waren aber die richtigen Jahre 1183-1300 und 1200- 1230 gemeint; vgl. oben 8. 133 Anm. 2. I.andeschronik. '53 herliche unde wifse manne, mit andern iren rittem unde dynern; unde zu wagene frauwen Bechten'), nachgelofsen wytfrauwe hern Egenolffes 2 ) von Bendeleben, mit iren jungfrauwin, wole geczirt unde gesmuckt 3 ). Unde czogen mit eyme suberlichin, ufserlefsen getzuge wol gerust, alfs sich dan czempte sulchen hern unde eddelluten. Unde ufF dem w ege wurden sie gar erlichin cntphangin von den fursten unde hern, durch wilcher lantscheffte sie czogen 4 ). Unde quamen in Ungarn uff das veste slos genant Prefsburg 8 ). Da wordin sie von dem kunnige unde der kunnigynne gar frolichen unde liplichen entphangen. Nu was der kunnig Andreas eyn gut, siddig man. Hirumbe so nam Sl ch die kunnigynne des regemcnts fast ane. Unde bereytc ire tochtcr Elyzabeth gar kostlich mit gulde unde silber zu der reyfse 4 ). Unde sante sie in Doringin mit eyner silbern wigen, mit eyme silbern bade- fasfse 3 ), mit gülden furspannen, mit gülden ryngen, mit mencherley gülden unde silbern esse- unde drinckgeschirre, mit purpuren unde s yden cultern unde bettegewande unde mit andern unczelicheme eddclm hulsrade 4 ) unde kostliches gesmockes unde kleynodes 3 ). Uarzu wol tusent marg gelts; bifs er tochter groifs wurde, so wulden S1 e dieselbin dan recht begiftigen 4 ). Vorters begobete sie die boden auch gar herlichin 3 ). Unde sprach", 'saget dem lantgraven, uwerm hern, das er getroist unde zu gutem fridde sie; want leet mich god le bcn, so wil ich en riche unde selick machen'. Des czogen sie Widder in Doringen, unde brachtin mit sich die usserwcltin Elyzabeth 4 ), a 'f s sie 4 jar alt was, unde brochtin sie mit erer ammen "uff das slos *bi. 166'. Warperg»), dar sie dan gar hochlichen entphangen wart von lant- gfaven Hermanne unde den synen 4 .) Du was lantgrave Ludewig, er frydel, n 1 ) jar alt 8 ). Unde alsulch suberlich, kostlich unde vil eddelfs Weynodg ist nymehir gesehin wurden in Doringen, alfs die kunnigynne mit erer tochter dar schickte. Alfso wart Elyzabeth mit srrne frydel uffgeezogin mit allem flisfse, alfs sich das eygente. In em dritten jare darna du wart Elyzabeth muter erworget von graven 1213. etern unde von den andern rethen unde obbersten in des kunniges °ne. Hirumbe wurden sie des andern tages enthoubetet 4 ). Alsus c hribet her Didcrich, predigerordens 6 ). Auch in der Doringer Toniken?), (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth, von 4 jaren jung, in Doringen seiurt wurdet uff das slos Warperg, mit eyncr silbern wygen unde ba defasf se .) Die usfserwelte Elyzabeth, in erin irstin kynthtagen hat sie *bi. m. sCWirckt die czeichin der zukunftigen heylikeyd. Want wan sie in J~ kirchen quam, so knybete sie nidder mit gefalden handen, mit "gerecktin aug-en; in den hymmel stunt er gedancke, unde kuste Qer vor die altaria. Auch wan sie mit eren jungfreuwehin unde e yderchin spylte, so spranck sie mit sprungen bifs zu der capellcn; . e^ wan sie nicht daryn mochte kummen, so erthe unde kuste le die wende unde die dore darane. Wan sie auch etzwas in dem x „ . ') Thür. u. Dietr. Bertlia (Berchta). 2 ) Tkür. Kgebolf. Dielr. Egelolf. m '-,0 4 ) Dietr. 6 ) Thür.: 13; G. ändert wegen der Jahrangaben '1300' 2 iflV oben S. 149 u. 152. e ) Dietr. 1, 1 (8. 118) Z. 32 bis 1, 2 (S. 119) ' ^- ') Thür. (Stolle 137 f, Urs. 1276 f). 154 Landeschronik. kynderspile gewan, darvon gab sie den czehinden den armen mey- derchin, uff das sie dieselbin mochte dardurch anreysfsen, zu lernen das pater noster unde ave Maria. Alfso schribet her Diderich von Doringen, predigerordens 1 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth, vast jung, so ynnicklichen vor den altarien mit gefalden henden knyet.) *m. J57 1 . *Nach gots geburt du man schreib 1214 jar, du finck lantgrave 1214. Herman den graven zu Orlamunden, vvante er hatte uff en gebrant unde vil schadenfs gethan 2 ). Zu disfsen geczyten herbub sich zu Schippelitz das jungfrauwencloister zu sent Mertin 1 ). Darnach alfs man 1215- schreib nach gots geburt 1215 jare, du began lantgrave Herman das cloister zu Ysenach zu sent Katherinen zu buwen, gro Ordens, in die ere der muter gots unde sent Katherinen. Unde die kirche wart gewihet in geynwirtickeyd Elizabeth, alfs sie 8 jar alt was 4 ;. Alsus lei'sit man in der Doringer croniken 5 ). (Hir sal stehin, das man 2 cloistere buwet.) *bi. 15«. 'Darnach alfs man schreib nach goddes geburt 1216 jare 6 ). 1216. alfs Elizabeth ginck in das nunde jar 7 ), du czoch") der irluchtige furste lantgrave Herman in b ) Hessen geyn Margburg. Unde alfs er vernam, das das lant an der Loyne vile anefechtunge hatte von den Nassauwschin, Solmsschin c ) unde andern anstosfsern, du slug er uff eyn slos, na by der stad Wetflar, unde nante efs nach sime namen Hermanstcyn. Darnach czoch er widder heym. Unde starp b ) 8 ) zu Gota. Unde da der apt von Reynhartfsborne, genant ap l Eckard d ) 9 ), synen lichenam wulde lasfsen holen unde begraben bie syne eitern, da enwulde efs frauwe Sophia nicht staden, sundern sie lifs en füren geyn Ysenach in das monster zu sent Katherinen, das derselbe furste g e ' stifftet hatte, unde nach siner begerunge dar auch wulde begraben werden- Darnach 10 ) starp sin soen Herman. Der koifs sine grafft bie synen 8 ) vater- Alsus lefsit man in der Doringer croniken 11 ). Ludewig der VI., lantgraven Hermans soen, dem hirnehist die usfserwelte Elyzabeth elich vermahelt wart, der nam sich ane der lande zu Doringen, zu Hessen, unde des phalczgravethumfs z u [1216]. Sassen nach sins vaters dode, alfs er in syme 16. jare was. Dusfsen nantin die lüde den frommen unde dogentsamen Ludewig, wante er hatte alle frumme, dogentsame lüde lieb, unde legete den zu, wo er mochte- Wie jung adder frolich er was, so uwertraid er doch nicht die dogen l > weder mit den wortin, gebertin adder wercken. Er was von eynef schonen personen, eyn klar angesichte, frolich, gutlich unde lieblich» wifse, vernunftick, getrawe, wol reddende, sanftmudig, geduldick, ersann worhaftig, schemel unde czuchtig, unde gantz kusch. Er bewifste syne a) czoch über durchslrichenem starp; nachträgliche Aenderung. h ) in ^T starp am Bande nachgetragen. 0) JJs Nassauwsschin, Solmschin. d) g- a - *" am Hände nachgetragen. e) jj s S yne. ') Dietr. 1, 3: S. 120 Z. 3—13. 2 ) Thür. (Urs. 1277) :1 ) ZM£' vorher (Stolle 138, Urs. 1277), zu 1213. *) Thür. (Stolle 138f, Urs. lx7Jl 5 ) S.d. vor. Arnim. ^ c ) Thür. (Tod Hermanns u. s. w.) in d. selbigen j. = l 210, 7 ) Dietr. 1, 3: S. 120 Z 17f nonum aetatis annum attigit, in quo . . . Hermannus . •• defunclus est 8 J Das nachträglich Eingeschobene (vgl. Anm. a u. b) Vü° n alles eigene Erfindung (trotz Urk. Hermanns 'für Ilaina 121ß] Mai 29 Marburg* Dobenecker, Heg. Thur. 2 S. 290). Der ursprüngliche Text (du starp—Hermaw wie Thür. ') Der nachgetragene Name: Leben Ludwigs S. 15 Z. •*% '•) Thür. in d. andern j. dam. = 1216. l ') Thür. (Stolle 139, Urs. 1277; »■ *■' Germ.. 17, 161). Vgl. d. vor. Anmn. Landeschronik. '55 dogent allermenlicheme, unde was barmherczick armen luten. Alsus leisit man in der Üoringer croniken 1 ). Auch schribetfs her Dide- n ch, predigerordens, in syme 3. buche in sent Elyzabeth legenden 2 ). *(Hir sal stehin lantgrave Ludewig der VI. mit syme wapen.) *bi. iss 1 . *Alfs nu die usserwelte Elyzabeth 9 jar alt was 3 ), unde zunam *bi. 159. an dem liebe, so nam sie auch zu an der gnade goddes unde an [1216]. dogenden, wante alle die czyroth eris liebes unde ydelkeyd der werft druck sie czemelichin unde zu guter masfse, unde alle ere gedancken worin zu godde, unde hatte en stedicklichin vor äugen, u nde ryff en ynnicklichin ane in erme gebede, unde wan sie des ta ges ere gebeeth nicht follinkommen sprach, ob sie verhindert w art, so herfulte sie das in erme bette, wan sie sloffen muste geen. So sie auch sach, das andere frumme kyndere ickelich eynen apostal kufs, du begerte sie auch eynen zu kyfsen, unde sunderlichin ge- dochte sie, ob er god von hymmel bescherin wulte den heyligen apostal unde evangelisten Johannem, der eyn huter unde verwerer lst der kuschcyd, unde bath god mit andacht. Defs ging sie mit andern kyndern, die dan auch apostale wulten kysen, unde alfs Elizabeth kofs, so fyl das loifs durch gots schickunge uff sent J°hanfsen. Dufs geschach zum irstin, zum andern unde zum dritten Jttale. Denselbin apostal entphinck sie mit grofser andacht, unde hdt en in so grosfser ere, das sie alle mogeliche bede, die in sent Johannes ere zu er gebedin wurden, die geczwigete sie alle nach erme vermögen. Sie herkante auch, das god nicht in klarheyd der «ledere, sundern in eyme oetmudigin herczen geeret wurde, "humbe czoch sie uff den sontag unde uff andere heyligin firtage ^tzwas abe von der czyroth erer kledere, so das sie vor mittage * e yne hentschin adder ermein druck. Auch wan sie mit den anderin jungfreuwchin unde kyndern spylte, wan das spyl an dem bestin w as, so sprach sie: 'ich wil nu durch gots willin uffhorin'. Wan le auch an den tantz getzogen wart, so ginck sie eynmal umbeher; n de sprach: 'eyn umbcganck des ist gnung vor die werlt, *hirumbe *bi. uv. ^° w il ich die andern umbe gots willen verlasfsen'. Nu hatte er ydel, lantgrave Ludewig, eyne swester, genant Agnes, die wart . rt der usfserwelten Elyzabeth uffgeezogin 4 ). So nu die czwey J „ n ? e n suberlichin jungfreuwehin mit der lantgravynnen, frauwin °Phien, zu der kirchin gingin, unde wol gesmuckt mit krönen von suide unde cddelm gesteyne darin quamen, so nam Elyzabeth er ronen von dem houbete unde stalte sie bie sich nidder, bisfsolange lc godlichen ampte ufs worin. Defs verwunderte sich ere sweger- auwe, unde fragete sie zu eyner tzyt, worumbe das sie die krönen es ettzste. Du sprach Elyzabeth: 'nachdemmale ich sehin, das Vi kunnig unde herre Jhcsus Cristus ist mit scharpen dornern in s r osfser pyne gekronet, wie mochte ich arme unde snode creatura hörnude mit kostlichin krönen vor eme hersehynen'. Alsus Cfl nbet her Diderich von Doringen in dem 1. buche 5 ). 7 ') Thür. (Stolle 139f, Urs. 1277f); Haivptquelh. 2 ) Bietr. 3,1 (S. 127) £«rf ; 3 ' 3 ( s - 138 ) z l— 6 - ") Eigener Zusatz. *) Vgl. oben S. 149 am ae - ") Dietr. 1, 4 (S. 120); 1, 5 (S. 120) Z. 1-8. , 5 6 Landeschronik. (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth vor dem cruczifix settzet ire krönen abe von erme houbte) «in. i6o. * Zu den geczyten worin etzliche mechtige unde trefliche dynere in defs fursten hoffe, die der werlt fol warin unde nicht vile nach godde fragetin 1 ). Die verdroifs, das Elyzabeth sich zu godde gab. Hirumbe so wurden sie er gehafs, unde bedrubetin sie gar dicke mit hartin unde czornlichin wurten. So was frauwe Sophia unde er tochter Agnes auch werntlichcn. Tzusschin den allin was die unschullige Elyzabeth alfs eyne blühen lylie tzusschen den dornern, die sie deygelichin mit scharpen wurtin stochen. Das leyd sie geduldicklich durch god, unde hatte nicht vile geselschaff mit den grosfsen, sundern mit den armen dinstjungfreuwehin was er wandelunge, czochtig mit den sidden, gutlich mit den wortin, ynnick mit erme gebede, usfsermasfsen barmherezig armen luden, fridesam under dem hoffegesinde, oetmudig geyn allermench unde fol dogende unde god- licher liebe. Alsus schribet her Diderich von Doringen, prediger- ordens, in dem I. buche von sent Elyzabeth legenden 2 ) So von der usfserwelten Elyzabeth kynttagin gesaget ist, so wil sich geporin, auch von irfs frydelfs, lantgraven Ludewigs, jungen' tagin etzwas zu sagin 3 ). Der frumme furste was so gancz kusch, das etzliche in syme hoffe sprochen under sich selbers, wie das er nicht dogentlich were zum clichin lebin, wantc er krotte sich keyner frauwen. Nu was eyn eddcl ritter in syme hoffe, dem blyfe der tufel yn, der dan eyn figent ist der kusscheyd, wie ir sulte gewar werden, ob der furste unmechtig zum elichin lebin were 4 )' Der junge furste was zur seibin czyt mit syner mutcr, frauwen Sophien, uff dem slosfse Ebirfsberg. Dar was eyn doiff na bie, genant Urbeche, da fant der vorberurte cddelman gar eyne schone *bi. lfio 1 . jungfrauwen. Mit derselben drug er ane unde mit erin eitern, *den er dan grofse gift unde gobe gelobete, das sie iren willen darin goben, mit dem jungen fursten zu sundigen. Alfs nu die jungfrauvve so uff das slos gefurt wart, unde die usfserwelte Elyzabeth das sach, alfs sie dan zur sclbin czyt mit den andern jungfreuwehin unde kyndern in deme hoffe spilte, du begunde sie bitterlichin zu weynen. Die andern fragetin sie, worumbe sie weynte. Du sprach sie: 'darumbe, das sie wullen die eddeln scle mynfs lieben bruders verthumen'. Der snode ritter czoch vorters mit der jungfrauwin vor defs fursten slaffkammern unde kloppetc a ) an. Nu was efs » n dem mittage, so das sich der herre sloffin geleet hatte. Der furste erwachte unde für uff, unde thet die dor uff, du was der ritter, des tufclfs dyncr, da mit syme garn, die sele des furstin zu fangin, unde ginck mit der jungfrauwen in die kamern. Da sprach der kussche lantgrave: 'jungfrauw, worumbe bistu kummen'. Sie antworte: 'herre, ich enweyfs efs nicht'. Du sprach der bofse ritter: herre, ich habe sie uch bracht, das ir bie er sloffen sullet, uff das ») Hs. koppetc. •j Dietr. nur potentes quidam secretarii. ') Dictr. 1, 5 (S. 120f) &■ 12-20. Thür. (Stolle IAO, Urs. 1278). 3 ) Vfß. Dietr. 3, 1 (S. 127) Z. 1-* *) Dietr. ut . . . adolescentis pudicitiam titillaret. Landeschronik. 157 ir uch moget erer geselschaff frauwen'. Du riff der wyfse, milde furste eyme syner kammerknechte; unde sprach; 'reyche mir dry marck silbers wol gewegin'. Der kammerknecht was rysch unde brachte sie dem hcrn. Du sprach der dogentsam furste: 'schone jungfrauw, nym von myner hant dusfse dry marck silbers vor eyne gebe, und kouffe dir darumbe eynen gutin slegcr 1 ) unde wes dir n oid ist, so das du mit frouden heym kummest'. Unde geboit vorterfs deme ritter bie vcrlisfsunge synfs lebens, das er die jung- frauwin unverlettzigct unde unbeswechet widder heym erin eitern zu hufse brochte- unde werfs Sache, das ir ctzwas widderwirrickeyd geschec, so wulte er en sunder "czwifel hencken laisfsen. Dusfses *bi. iei unseligin ritters name wirdet umbe der schände willen hir verswegin. Alsus sehyd der ritter schcmclichcn von dem furstm unde fürte die jungfrauwen widder heym. Du das sach Elyzabeth, das die jungfrauw so balde unde rysch widder von dannen gefurt wart, deis frauwete sie sich hochlichen zu god dem hern. Alsus schribet her Diderich, predigerordenfs"), in dem 3. buche 2 ). Zu eyner tzyt geschach efs, das der furste in eyme fenster la g\ unde sach von syme slofsfse herabe, da eyn dantz was. So Cz ogetc eyner syner heymelichen dyner uff eyne schone dirne an de m dantzc; unde sprach zu eme: 'herre, wullit ir die frauwin haben, ich wil sie uch holen'. Du wart der herre czornick: unde s Prach: 'der redde swick, unde laifs mich die nummermehe von dir gehorin, wiltu anders mvne gnade unde fruntschaff behalten'. Alsus w art dusfser auch beschemet von dem schemeln, frummen fursten. D ufs beschribet her Diderich, predigerordens, an dem 3. buche-). Au ch stehit efs in der Doringer croniken 4 ). Dusfser furste was auch gar stede von synnen, menheh, strenge ünd e ernst in ritterlichin geschefTtin 5 ). Unde wart ritter geslagen 6 ), alf s man czalte nach gots geburt 1217 jare'). Du machte er eynen 1217. grosfsen hoff zu Ysenach, unde da worin alle syne graven, in Donngen, ln dem Oisterlande, Misfsen unde Hessen, vil furstm unde hern. Unde thet en da grosfse erbarkeyd mit kosten unde kleynodin, unde wart da '.'"er in der kirchen sente * Gorgen vor dem altar. Das geschach uff *bi. ia üe n achtin tag sent Peter unde Pauwelfs, der heiligin apostel, tag. Unde Juli 6 * ul ) Dietr. 2, 1 (S. 122f) Z. 2—11 u. 17—37. ») S. d. vor. Anw*- Landeschronik. jgj den vorgenanten bruder Curde, drug, do czoch sin vater mit dem graveni) von Czigenhayn an den Ryn. Unde alfs sie uwerschiffen wulden unde uff" das wasfser quamen, du zubrach das schiff, unde verdruncken alsampt'-). Da wart der grave unde der ritter, her Curd von Hirlefslieym, funden, unde wurden zu Erbach begraben. So nu frauwc Hedewig defs kyndes genafs, du lifs sie eis heyfsen [u. 1200]. nach syme vater, unde wart genant Curd. Die muter czoch en uff ln allin dogenden geyn god unde geyn die werlt. Er was auch eyn eyniges kynt, unde hatte groifs gut. Unde alfs er 18 jar alt [u. 1218] w art, du wart he ritter geslagen umbe siner grosfsen wifsheyd, ver- nunfft unde frummikeyd willen. In demselben jare wart he ge- dencken, wie he alleyne mochte godde ritterschafft plcgen, unde ging in eyn geistlich leben, unde wart eyn monch zu Aldenheyne. Dar was he bie 3 jar lang 3 ). Unde in dem vorgenanten jare du nian schreib nach gots geburt 1221 jare, du ging der convent von 1221. Aldenheyne mit bruder Curde von Hirlefslieym an eyne ander stedde, unde buwetin da eyn erlich monstcr unde cloister, genant Heyne 4 ). Alfs nu vormalfs das cloister zum Aldencampe na abescheyde der dryer convente, wie vorgeschreben stehit 5 ), die stedde Aulifsburg verlils 6 ), du gab grave Hinrich 7 ) von Czigenheyn 8 ) sulche stedde dem [1188]. closter zum Aldcnberge, bie Collen gelegen 9 ). Des * sante der apt »bi. 166. v °mAldenberge, genant Cofswyn 10 ), eynen convent geyn Aulifsburg 11 ). [1188]. Pie wonten darselbis unde darnach zu Aldenheyne zusammen wol 33 J ar e, ehir sie geyn Heyne quemen unde das buweten 12 ). Dusfser grave Hinrich wart eyn monch zu Aulifsburg, mit vilen eddeln syner ritterschafft 13 ). Unde er was einneve 14 )defs vorgeschreben gravenBoppo lä ) v °n Richenbach 16 ). Alsus findet man zu Heyne beschreben 17 ). Von dusfses vorgeschreben bruder Guides heyligheyd unde von syme [eben sal itzt hir ruwen. Sundern wan der usfserwelten Elyzabeth ft istoria eyn ende nympt, so sal man syner widder gedencken 1S ). (Hir sal stehin bruder Curt von Hirlefslieym alfs eyn monch, u nde hat bie sich syn wapen.) *(Hir sal stehin, das man buwet das erliche monster unde »bi. i66>. cloister zu Heyne.) *ln demselbin vorgenanten jare alfs man schreib nach gots *B1. 167. 8 e hurt i22r, du starp marggrave Didericli zu Misfsen, frauwin Jutten 1221. 1 cne, die eyne swester eynthalp was dusfs lantgraven Ludewiges. Nu ft atte der marggrave dusfsen selbi 11 sinen swoger zu eyme vormunder § e sattzst syme sone Hinriche, der dan uff die czyt 3 jar alt was. Da ') Wohl Gottfried II; s. unten BI. 288'. ") Wohl erst 1207 Juni 5 ; s. u nten BI. 288. '■') /Leben Konrads]. ') [Hainaer Nachricht]; [Leben ^.°nrads?]. Vgl. Bommel, Gesch. v. Hessen 1, Anmn. S. 257. Einweihung der Kirche 1224 Apr. 1; s. Böhmer-Witt, Eeg. archiep. May. 2, 188. 6 ) S. oben ■ 132. ») Urk. cum ecd, Camp, ab eodem loco cessasset. ? ) III. 8 ) Zieyen- fuin-Beichenbach. 9 ) b. C. g. nicht in der Urk. 10 ) Urk. Gozwinus. J Ürh. illuc. — Urk. 1344, s. oben S. 132 Anm. 13; a. a. 0. 356 Z. 25—27; 357 - 0 - 8—14 Vgl. Böhmer-Will 2, 160 f. ™) [Hainaer Nachricht]. 1S ) Urk. wn quibusdara nobilioribus suae provinciae militibus. ") Urk. nepos, was aber «er Enkel hei/st. >b ) I. ") Ziegenhain-Beichenbach. Vgl. oben S. 132. ,,?"*• Praedictorum nobilium. - Urk. 1244; a. a. 0. 357 Z. 1—3; 356 Z. 28. J Hainaer Nachrichten, haupts. Leben Konrads u. Urk. 1244, s. d. vor. Anmn. ■aniges eigene Zutat. '") S. unten: 'Tugenden des Bruders Kurt' (G Bl.259—260'). IÖ2 Landeschronik. lantgraven Ludewige die boitschaff quam, das syn swoger toit were, du czoch er gewaldicklichen unde tzauwlichin zu siner swester, unde nam das lant zu Misfsen in vormuntschafft in. Unde troiste syne swester, unde bleib da eyne wile, bifs das er das lant wole bestalte alfs eyn getruwer vormunder, unde czoch du widder in Doringen. In derselbin czyt czoch er vorters in Hesfsen. Unde finck da her Diderich Groppin') soene 2 ), unde eynen, der was genant Nassekanne, unde ander geselschaff, die alletzyt czweydracht machten unde gemacht hattin tzusschin dem stiffte zu Mentze unde eme, unde der strasfsenrouberyge plagedin 8 ). Unde lifs ge- richte uwer sie sittzen unde verorteyln zum tode, und lifs er 12 die houbete abeslagen. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 4 ). 1221. Die cloisterfrauwin zu Northufsen wurden in demselbin jare vertreben, umbe erer bofsen sidde unde lichtfertickeyd willen, unde wurden thumhern 1222. an er stad gesattzt. Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1222 jare, du czoch lantgrave Ludewig mit syner elichin gemaheln, unde mit eme grave Günther von Swartzburg unde grave Hinrich a ) 5 ) von Stalberg unde her Walter von Farila, mit grosfser herschafft unde gesmucke unde vile weydelicher ritterschaff unde eddeler frauwin, zu syme swegerhern, dem *bi. 167 1 . kunnige von *Ungarn, das er syne tochter unde sinen eyden gesee, der er lange czyt begert hatte. Dodannen brachten sie so vil gudes an golde, an eddelm gesteyne, an kledern unde kleynodin, das efs nicht zu sagen stehit. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 6 ). Vorters so hat god der herre den dogentsam furstin unde syne gemaheln Elyzabeth beydesampt geeret mit der fruchtbarkeit, unde han erben geczilt. Bienamen alfs man schreib nach gots geburt i223März28. 1223 jare, du gebar Elyzabeth erin irstin soen, an dem 28. tage des merczes, zu Crutzeburg uff dem slosfse; unde defs narae wart genant Her- man 1 ). Alfs nu die cristliche furstynne Elyzabeth ere 6 wochen nach dem gesettze ynne gelegin hatte, du bereyte sie sich gar oetmudick- lichen, unde ginck woln unde barfufs heymelichen zu der kirchin, unde druck er kynt selbers uff erin armen, nach dem exempel Marien, bifs uff den altar. Darnach ginck sie widder uff das slosfs, unde gab erin rock unde mantel eyner armen frauwin. Alsus plag sie efs auch zu halten mit den andern kyndern 8 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen in dem 2. buche von sent Elyzabeth legenden 9 )- *bi. 168. *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth wullin unde barfufs ir kinder in eyme oitmudigen klcde selbers zur kirchen uff eren armen treid.) *bi. 168 1 . *Zu einer tzyt geschach efs, das uff eyn grofs fest die usfser- welte Elyzabeth mit kostlichen kledern, mit duren vorspannen unde mit eddelen gesteynen wol gesmucket unde mit eyner gülden krönen geezyret von dem slosfse Warperg zu der kirchen mit erer swegerfrauwen reyfseten, mitsampt vile hoffegesindes. Alfs sie n« in die kirchen quamen, du hub die usfserwelte Elyzabeth ere ougen ") H. am Bande nachgetragen; dementsprechend ein vor grave stehendes J er ausgestrichen. ') Vgl. über ihn Landau, Hess. Bitterburgen 4, 237 ff; Böhmer-Witt, 2,1& 5 Nr. 443. 2 ) B. h. Sohn. ») 1213 hatte sich EB. Siegfried v. Main'» mit Streitigkeiten der Familien Schartenberg, Gudenberg, Gasterfeld (Helfenberg), Groppe und Brädenbach befafst; s. Böhmer-Will 2, 157 f. ") Thür. (W* 1280). *) Der nachgetragene Name: Leben Ludwigs S. 31 Z. 3 f. ") TJ%- {Stolle 142 f, Urs. 1280 f). ') Bietr. 2, 5 (S. 124) Z. 18-21. Thür. {StoM 143, Urs. 1281). 8 ) Bietr. 2, 5: S. 125 Z. 1- 6. *) S. d. vor. Anmn. Landeschronik. 163 uff, alfs sie dan alletzyt plag-, wan sie in die kirchen draid, unde sach die figur der martel unfsers kern Jhesu an dem^crutze, nacket und bloifs, mit dornen gekronet unde mit neylen durchslagen. Alfs sie nu die figur so ansach, du sach sie god widder ane mit syner gnade. Unde herluchtete sie, das sie gedencken wart: 'sich, dyn god hencket nacket unde bloifs, unde du unnuttzer mentsche bist bedecket mit vilen eddelen kledern; goddes houbt ist mit dornern verwundet, unde dyn houbt ist mit gulde gekronet'. Unde wart so sere bedrubet, das sie zu der erden fyl in amacht. Du wart sie Widder uffgerucket, unde drugen sie zu der kirchen dor umbe her- quickunge willen; da wart sie niddergeleyd unde mit wywasfser under er a ) angesichte besprenget. Von dusfser goddes vermanunge so sattzste sie vor sich, das sie vorters alle uwerfludige czyrath zurucke slug. Wes nicht von noden was, adder wes sie von kunnig- licher unde fürstlicher wirdickeyd entberin mochte, das drug sie Dicht, sundern gar bequemlichin unde czemelichin nach cristlicher s hte drug sie vortmerfs ere kledere, dar dan andere eddele frauwin gar gute exempla von namen unde deme hoemüde abetzogen. Auch under erin gülden unde siden stucken drug sie gemeynlichin Wollen unde hären woid, durch der liebe willen unfsers hern Jhesu, des figur sie an dem * crutze ynnirlichen gesehin hatte. Alsus *bi. ib». schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, in dem 2. buche von sent Elyzabeth legenden 4 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth wole gesmuckt mit erer swegerfrauwen zur kyrehen geen; unde alfs sie die figur des crutzifix anesihet, so feilet sie nidder in amacht, das man sie laben mufs.) *ln dem vorgenanten jare du man schreib 1223, du czoch *bi. 10a 1 . lantgrave Ludewig mit here uff den graven von Orlamunden, unde verterbete 1223. eme sine gerichte, unde buwete uff en Schouwenforst, das gelegin was aussehen Orlamunden unde Reydelstaid"). In demselbin jare was grave 1223. poppo von Hennenberck, der sprach, er wulde czihen zu dem herezogen Jn Sassen. Unde czoch geyn Liptzig zu der marggravynnen, frauwin Jutten, ■antgiaven Ludewiges swester, der wytvven. Unde nam sie zu der ee unde %ff darbie, das der lantgrave, er bruder, nicht enwuste. Unde alfs er da 3 ) Widder czoch von Misfsen, da fant er den lantgraven zu der Nuwenburg, [Jan. 9]. ua er tage geleistet hatte, unde verczalte eme das, wie er syn swoger wurden were, unde bath en zu syner wirtschaflt, Dufs geschach uff dem sfosfse vorgenant. Da der lantgrave das horte, du sprach er, «s mochte villichte wol gescheen; unde thet, alfs ob efs en nicht en- urnte. An dem andern tage quam eyn bode unde sagete eme, das er [Jan. 10]. durch Wisfsenfelsch nicht klimmen mochte, alfs er vor gethan hette. Den ändern tag darnach quam eyn ander bode unde sagete, das er queme; die [Jan. u]. von Wissenfelsch wulden in inlasfsen. Da quam er dar, unde wulde nicht vorters geyn Dabelin zu syner swester. Indes quamen die von Liptzig £ u ,eme, unde klagetin, wie das eyn eddelman, genant her Diderich von ^toylbach 4 ), von alder eyn slos an ir stad muren legen hette, das slos hette s y»e swester mit erer manschafft besattzet; unde dywile sie sich mit dem graven von Hennenberg verändert hette, so forchten sie sich, das en unde a ) Hs. en. 2 , _ ') Dietr. 3, 3 (S. 123 f) Z. 2-14; 2, 4 (S. 124) Z. 2-4 u. 8-14. 1 lhür. (Stolle 143, Urs. 1281). 3 ) Thiir. mont. n. d. zwelfften. 4 ) Thür. atrelbach. IÖ4 Landeschronik. irmc jungen hern, siner swester son, schade darvon gescheen mochte. *w. no. Da czoch lantgrave Ludewig geyn Lipczig, unde *gab den bürgern die loube, das sie das slos stormetin unde gevvunnen. Du die erbar lüde das sahen, das sie efs vor en nicht behaltin mochtin adder enkunden, da gobin sie lantgraven Ludewige den thorn in. Du lifs er en zu gründe nidderbrechin. Alfs das frauwe Jutta, sine swester, herfur, da klagete sie, unde schreib das allen hern umbe sich, unde wart sin figent, unde lifs eme grosfsen schaden thun, unde thet grosfse klage nwcr eren bruder. Defs entschuldigete sich lantgrave Ludewig, unde schreib widder, das er sulchs siner swester sone unde der staid zu Lipczig zum besten gethan hette. Unde da lifs er sine swester nicht an gnugen, sunder sie bestalte, das etzliche erme bruder vile Schadens dadin. Da sammete er sich, unde czoch uff die, unde vertierte unde verbrante sie [vor März 7]. zumale allerdinge, unde gewan ere vesten; unde czoch a )') widder heym in Doringen. Darnach gescliach -eme aber mee schadenfs. Du") [Apr. um 16]. sammete er eyn grofs here, unde czoch widder in Misfsen, unde gewan das achtbar slos den Tarand, darzu den NuwenhofT unde Grotzig unde Rortzlitz 3 ) unde bleib in deme lande bifs in die eine unde suchte syne figende. Da wart efs von den furstin uffgenommen, das sie zu eme ryden musten zu der Nuwenburg; dar wurden sie du gutlich gerichtet. Alsus 1223 [Jan. 3|. lefsit man in der Doringer croniken 4 ). In deme seibin jare quamen die barfusfsenmonche zum irstin geyn Erfrort, zuhant nach wynachten 5 ). Unde wonetin [vor] 1 ') vor der stad in dem Bruel n jare in eyme armen klosterlyne. Dufs lefsit man aucli in der Doringer croniken 0 ). *bi. no 1 . *(Hir sal stehin, wie lantgrave Ludewig gewynnet 4 slosfsc.) *bi. ni. *Alfs nu so der dogentsame unde frumme furste usfsewennig lancles was, sobalde verwandelte Elyzabeth ere kledcre. Wante sie thet die gutin kledere ufs, unde czoch swache kledcre an, darinne sie mochte godde desto bafs mit oetmudickeyd gedynen, mit wachin, mit gebede, mit knybogen, mit rudenslegen alle nacht sich zu kastigen. Unde wan sie herkante, das der furste kummen wulte, so czoch sie die gutin czemelichen kledere widder ane. Unde sprach: 'disfse guten kledere drage ich nicht durch hoemut adder durch wollost, sundern das ich myme lieben hufswirte cze- melichin durch rechte elichc liebe wolgevalle; uff das ich eme nicht misschage, dardurch er eyne orsache habe, syne ee zu ver- lettzigen. Alsus schribet her Diderich von Doringen in dem 2. buche von sent Elyzabeth legenden 7 ). Der dogentsame furste was des auch so reyne unde kusch, das er anders keynes wybes begerte. Efs geschach zu eyner czyt, das er czihcn muste in ferne lande zu eyme fursten, der eme mit sipschafft verwant was. Da wart er mit grosfser fruntschafft unde gutlichin entphangen. Unde alfs sie den tag in grosfser wollost unde frouden begangin hatten, unde des obendes bie syn bette quam, du was eme eyn freuwehin daran bracht. Unde alfs er des gewar wart, du sprach er zu hern Waltern von Varila, deme a) czoch über der Zeile nachgetragen. '») 11s. ohne Lücke; die Angabe war vielleicht schon in G.'s Vorlage ausgefallen, denn sie fehlt auch, in Schlorgs 11s. der Thür.; Casseler Hs. -zuvor, Urs. vorhyn (Stolle vor). ') Thür. vor fasnacht. >) Thür. do es kam zu palmen. :1 ) Thür. Rochlitz. 4 ) Thür. (Urs. 1281 f). *) Thür. achten t. s. Job. ") Thür. (Stolle 144, Urs. 1882). ') IHetr. 2, 5 [S. 124) Z. 5—13. Landesclironik. 165 schencken, das er die frauwin hcymelichcn ufs syme bette brachte; unde hifs er gebin eyn marg silbers. Unde sprach vorterfs zu dem ritter: 'vorwor sage ich uch, werfs sache, das ich die sonde mynfs ecbruchs nichts achtete, so wulte ich doch myne lieben gemaheln unde swester *Elyzabeth dormidde nicht bedruben'. Efs geschach *bi. m> auch zu eyncr andern czyt, das eyn ritter was in Doringen, der hatte grofs gut unde eyn schone suberlich wyp. Die brachte eme keyne kynderc, unde der gebreche was nicht an der frauwen, sundern er quam von des ritterfs unfruchtbarkeyd. Der ritter be- drubete sich dicke unde vile, das syn gut sulte in fremmede hende kummen; unde gedochte, wie er mochte eynen erben ufs der frauwen von eebruche krigen. Unde rette mit der frauwin so vile, unde brochte sie mit flelicher bede daran, ob der furste mit er eynen erben eme czuijcte. Unde uff das lettzste gab die frauwe erin willen dartzu. Defs wart der ritter fro, unde fugete sich bie den fursten. Unde sprach mit fochten: 'gnediger herre, ich bidde uch, das ir myne redde gnedicklichin höret'. Der furste sprach zu eme: reddit ane'. Der ritter klagete dem hern synen gebrechin, unde bath en mit flisfse, das er wulte zu eme heym kummen, wantc er hette sulchs mit syner frauwen bestalt. Der reyne kussche furste v crsmedc in syme synne des ritters meynunge, unde sach doch s yne grosfsen begerunge. Hirumbc wult er en nicht undroisten adder betrüben, wante der ritter duchte sich selick, ob er von sul- chem eddeln blude unde hochgepornen fursten eynen erbin mochte krigen. Demnach sprach der furste, er wulde kummen. Unde sattzstin des eynen nemelichin tag, unde so sehyd der ritter von dannen. Du hisch der lantgrave sine doctores unde erttze vor sich, unde hifs bereydin eyne arttzedye vor den gebrechin, alfs ob sie eme selbers sulte. Die doctores gedochten, der furste werc in den s achen selbers kranck, unde machtin gar eyne gute stareke arttzedye dem hern. Uff den benanten tag czoch der furste uff die jacht, Unde nam die guten arttzedye in syner busfsen mit sich. *Nu lag * B1 - t72 - des ritters slosfs vor dem walde, hirumbe quam der herre heyme- uchin von den jegern unde reyd zu dem ritter. Dar wart er gut- •ich unde frolich von eme unde von siner schonen frauwen ent- Phangen. Unde hattin sich daruff gestalt, das sie eme gar eddele koste und gutin dranck goben unde gar gutlich doden. Alfs nu der furste so bie dem ritter unde der frauwen safs, du suchte er die arttzedye hervor unde gab sie dem ritter zu csfsen. Zuhant mite er macht in eme, unde stunt uff unde hisch den furstin alleync. Unde sprach: 'gnediger lieber herre, ich fule macht in mir, der lcn nymehe gehabt han; hirumbe bitte ich uch, das uwer gnade w ull e hydannen czihen, alfs er herkummen syd'. Du sprach der kusche dogentsam furste: 'gedencket nicht, das ich kummen sie, J^ync ee zu brechin, sundern das ich uch dusfse arttzedye heyme- ' c hin zuschicke, dardurch ich den eebruch uwer frauwen widder- b yten möge, unde uch den gebrechin bufsen i), so das ir von uwerm n ') Dielr. 3, 4 (S. 128) Z. 1 -9; 3, 5 (S. 128 f) Z. 1-14, 20-22, li -20; l66 Landeschronik. eygen libe wore erben herkrigen moget'. Do danckte eme der ritter gar oetmudicklich. Alsus schyd er von dannen'). So schribet her Diderich, prcdigerordens, in syme 3. buche 2 ). Auch steet efs in der Doringcr croniken 3 ). Alsus bluede dusfscr furstc in der frummikeyd, das er liep gehabt wart gemeynlichin von alleman. Wantc er was gar worhaftig, ja undc ja, neyn undc neyn; unde was er rette, defs gloubete man, glich alfs ob er eynen eyd ge- sworen hettc, wante er gesprach ny keyne lougen. Er was bie den frauwen czochtig, bie den rittern frolichin, bie den graven ersam, bie den fursten gesellich, synen landen unde luden gnedig, den armen mentschen milde durch gols willen. Geyn god was er fochtsam; allen tag lifs er ynniglich unde erlichin vor eme mesfse »bi. i72>. thun unde horte die mit andacht. Die kirchen unde cloistere *be- schurte unde beschermete er mit flisfse unde lifs en nicht ere fryheid brechen. Er hilt auch syn hoffegesynde in guter czocht, so das keyner muste schendige worte adder wereke triben 4 ). Der cristliche frummc furste mochte nicht gelyden, das syne dynere swuren unde unnuttze den heyligin namen goddes adder andere sondige worte nemen in erin munt. Defs zu verhüten, hatte er lasfsen machen eyn holez, alfs der schuler palmatorium; so wer unnuttze swur bie godde adder sinen heyligin, mit andern untzuch- tigen worten, der muste das holtz, den esel genant 5 ), tragen; bifs he eynen andern betraid, der untzuchtige worte sprach, der muste en dan vorters entphaen 6 ). Alsus wurden die jungen hern, die eddel kyndere unde syne dynere gar czochtig, vernunftig undc reddelich, unde stunt wolc unde erlichen in syme hoffe. Darzu lifs er rechte gcrichte halten, so das alleman, dem armen alfs dem riehen, glich unde recht geschach 7 ). So schribet her Diderich von Doringen, prcdigerordens, in syme 3. buche von sent Elyzabeth legenden 8 ). Efs geschach zu eyner czyt, das lantgrave Ludewig eynen aderlafsetag hilt, dar dan vile rittere unde eddellutc by woren, undc dieselbin czyt in frolicheyd unde in frouden volnbrachten, alfs er die ädern slaen lifs. Alfs nu der furste zur kirchin ginck unde mesfse horte, du was syne gemahel Elyzabeth auch dar. Unde alfs sie den fursten anesach, du wart sie entezondet in naturlicher liebe zu eme, so das sie enwenick goddes dinsts vorgafs. Defs wulde der milde Cristus nicht gestaden, sundern er karte sie gnediglichen widder umbe durch syne barmhertzickeyd. Wante eis geschach, alfs der priester das heylige sacrament, unfsern hern Jhesum, uffhub, du sach Elyzabeth, das darvon bludige droppen flosfsen. Sulcher •bi. 173. geschieht *herschrack sie, unde herkantc cre schult, unde fyl unfserm hern Jhesu zu fusfse mit Marien Magdalenen, mit bitterkeyd erer trenen, unde bleib so liggen in ermc gebede, bifs efs essentzyt was. Da endorfte nymant sie ansprechen adder uffheisschin. Du ging der milde furstc selbers nach er unde hisch sie. Unde alis er sach, das sie so betrubetlichin sich hilt, du fragete er sie liep- ■*) Eigene Zusätze. 2 ) S. d. vor. Anmn. s ) Thür. {Stolle 149 f)- ') Dietr. 3, 3 (S. 128) Z. 1-10. ») d. e. g.: Leben Ludwigs S. 20 Z. 16 (der muste den esil an sime halse tragen). 6 ) Dietr. 3, 3: Suppl. v. Mencke 1992 Z. 34—25 n. u. ') Dietr. 3, 3 (Ausg. S. 128) Z. 12—14. 8 ) S. d. vor. Anmn. Landeschronik. 167 Hchin, was er were. Unde do he die sache vernam, du fyl er mit e r uff die erden unde bath god umbe gnade, mit vergisfsunge syner trene. Darnach stunt er uff, unde wischte unde drugete sich, unde ginck zu tissche, alfs ob er frolich were. Aber Elyzabeth mochte vor grosfser pyne unde bitterkeyd erifs hertzin mit eme nicht zu tissche kummen, sundern sie bleib in erme gebede mit grosfser andacht. Alsus schribet her Diderich von Doringen in s yme 3. buche 1 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth in der mcsfse iren hufswirt anesach; darumbe so gab das heylige sacrament in defs pristers handen blutdroppin von sich.) *Alfs man schreib nach gots geburt 1224 jare, da gebar die usfser- *bi. nv. weite Elyzabeth eyne tochter, zu Warperg uff dem slosfse, die wart genant 1224. Sophia; unde wart hirnach herezoge Hinriche in Brabant zu der ee s ). Nu was die usfserwelte Elyzabeth den armen luden gar fruntlichen Mit almufsen unde andern wereken der barmhertzickeyd 3 ); nach den wortin unfsers hern Jhesu, da er sprichet in dem evangelio Mathei an deme 25. capitel alsus: quod uni ex fratribns meis minimis fecistis, michi fecistis 4 ); das dudet alsus: was ir eyme guter wereke tud ufs den kleynsten myner brudere gud, das tud ir mir selbers sunder waen, darumbe sullet ir ewigen loen entphaen. Dusfse heiligin worte die sattzste sie in er herttze 5 ). Unde zu e yner czyt sach sie eynen elenden armen mentschin, der hatte an s yme houbete grosfsen smerttzen. Den nam sie heymelichin zu s 'ch, unde legede syn houbt in erin schofs, unde beschar en, unde darzu wusch sie eme syn houbet. Du quamen ere dinstjung- freuwehin zu masfse, unde straften sie. Des was sie gutwillig, unde verdrug en sulch scheiden frolichin 6 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, an syme 2. buche von sent Elyzabeth legenden'). *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth hat eynen armen krancken *bi. 174. Mentschin in erme schofse Hgen, unde schirt eme sin har, unde ^esschet eme sin houbt; dar kummen irc dinstjungfreuwehin zu masfse.) *Efs geschach auch zu eyner andern tzyt 8 ), das lantgrave *bi. 174'. ^udewig mit syner muter, frauwen Sophien, unde mit syner elichin [1224]. £ e maheln Elyzabeth was uff dem slosfse zu der Nuwenburg. So ^uarn die usfserwelte Elyzabeth an eynen krancken ussettzigen me ntschin, der hyfs Elias 9 ). Den nam sie zu er, unde machte eme ^ n gut bath, unde leyde en an defs furstin bette heymelichin. e s wart frauwe Sophia gewar, unde sagete efs erme sone, dem ( a ntgraven, unde fürte en bie der hant zu dem bette. Unde sprach: m 't sulchen stucken pleget Elyzabeth uwer bette zu vergiftigen unde Zu beflecken'. Alfs er bie das bette quam, du uffente eme god yne ynnirlichin äugen, das er sach an syme bette die martel ,, _, l ) Dietr. 3, 5: Suppl. v. Mencke 1992 Z. 9 v. u. bis 1993 Z. 27. , UMr. (Stolle 144, Urs. 1282f). 8 ) Dictr. 2, 6 (Ausg. S. 125) Z 5 ) Math. 35, 40. 6 ) Eigene Zusätze. 6 ) Dietr. Z. 8-12. ) S. d. w - Anmn. ») Tlmr.: 1224. 9 ) d. h. E.: Thür. j(58 Landeschronik. unfsers hern Jhesu an dem crutze. Durch wilch gesichte der frumme furste in god gesterc.ket wart, unde herkante, das Elyzabeth heylig was. Unde bath sie, das sie sulche lute flifslichin legen wulte in sin bette, wante er mirckcte du, das unfser herre Jhesus Cristus in den armen, noiddorftigen, gebrechlichen mentschin ge- spifset, gedrencket unde geeret wurde'). Unde vorters alfs der furste sach, das alle ere gedaucken stunden zu godde unde zu guden wereken, du gab he er follc macht unde Iryen willen, zu gebin armen luden unde zu follenbrcngin die wereke der barm- hertzickeyd 2 ). Alsus schribet her Diderich von üoringen, prediger- ordens, in syme 2. buche von sent Elyzabeth legenden 3 ). *bl n.i. *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth eynen ussettzigen badet unde an des hern bette leget; unde wie er swegerfrauwe erin soen, den lantgraven, mit der hant dar füret; unde sihet an dem bette die martel unfsers hern an dem crutze.) •m. 175'. *Sancta Elyzabeth safs mit erin dinstjungfreuwehin unde span wollen, unde lifs darufs duch machen, das gab sie durch gots willen den barfusfsenbrudern. Darzu nam sie der armen lute kledere unde lapte unde besserte sie durch gots willen. Wo auch arme swanger frauwin in noden der geburt worin, wie ferne unde wie bofse der weg was, so ging sie flifslichin zu cn in die bofsen hufserc unde hutten, unde froistc sie, unde gab en durch gots willin, unde hub en die kyndere ufs der toufe, uf das sie eyne orsache hette, erin gevatern unde den kyndern gut zu thun durch gots willen. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 2. buche von sent Elyzabeth legenden 4 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth mit iren dinstjungfreuwehin spynnet wollen, unde wie sie den armen luten ere kledere läppet.) *bi. n6. *Wicwole nu sent Elyzabeth usfsewennig umbephangen was mit grosfsem czytlichin gute unde mit grosfser ere, so was sie doch ynnewennig eynfs armen geistes, unde begerte allctzyt des geduldigen armuts durch god, unde hatte deygclichin mit erin dinstjungfreuwehin er gespreeche von dem armude. Unde nachdemmale die begerlicheyd defs herttzen magk nicht gesyn busfsen be- wyfsungc ermofse der wereke, hirumbe plagk sie dicke ere gute» kledere ufszutzihen vor erin dinstjungfreuwehin, unde czoch bofse kledere ane, unde sattzste eyn versmeet duch uff er houbt. Unde sprach: 'hirnehist werde ich alfso gehin, glich eyner armen frauwen, wan ich durch gots willen armud lyden werde'. Dusfse redde hat sie vorhynne gewisfsaget unde prophetisiret, alfs es dan hirnach auch so gescheen ist. Alsus schribet her Diderich von Doringe" in syme 2. buche 5 ). Zu den getzyten wurden etzliche lüde beroubet, die den lantgraven angehortin, unde das lifs thun der herezog von Polen. Du lifs der frumme furste heymelichin schriben vor die synen, ob en er koufmanschattz unde er pherde widder mocht werden. Defs ') Dietr. 2, 6: Suppl. v. Mencke 1990 Z. 29—11 v. u.; Hauptquelle. Thür. (Stolle 144 f). '') Dietr. S, 6 (Ausg. S. 125) Z 1—4. ") S. ä. vor. Anmn. 4 ) Dietr. Z. 13—17, 18—21, 17 f. ") Dietr. 2, 7 (S. 125) Z. 4—13- Landeschronik. 169 doch nicht geschach. Hirumbe 1 ) so besammete lantgrave Ludewig e yn grofs here ufs Hessen, Rüchen, Westphalen, Francken, Doriagen, Oisterlant unde Misfsen, unde schickte die lichtlichin unde helingen en- v vegk, so das die an dryen houffin gefurt wurden uwer die Säle, unde nymant wüste, wor man sulde. Unde difs geschach in dem vorgenanten jare du man schreib nach goddes geburt 1224 2 ), uff den 1224 Juli 1; ta g, alfs die czwelff apostele sich deyltin. Unde er bestalte, das das folck mit spifse wole versorget wart. Unde darnach quamen die dry here zusammen *an der Elbe, bie eyme dorfl'e genant Studewe 3 ); da logen sie *m. nc. Wyd unde breid zu felde. Da sagete er synen hern unde frunden allerirst, wes er willen hatte zu tzyhen in Polen unde wulde beliggen das eddel slos Lubantzig. Unde du sie das vernamen, do verwunderthe sich das gantze here sulchs czoges von dem hern. Etzliche weren gerne bieben, u ,nde endorften du vor schemede nicht widderkeren. Sündern sie gaben Slc h alle darin, das sie efs god walden lisfsen, unde wulden mit eme sterben adder genefsen. Unde vile spifse unde grosfse hertte vehis treib man vor en hynne. Da lafs er ufs deme here drytusent unde vierhundert guter ritter unde knechte, unde lifs die vor eme hynne czihen. Die be- 'antm das slos dry tage vor, er her darnach quam. Die fylen in die staid, die under dem slosfse lagk, unde verbrantin die. Darnach legertin sie sich vor das slosfs geyn dem undergange der sonnen, unde beyten da cle s lantgraven. Der quam mit syme grosfsin here darvor an dem drittin Juli 30. tage vor sent Peterfs tage, der in dem habererne gefeilet, unde sgerte sich umbe das slos in dem felde. Des herschrocken alle Polen, ^o das vernam der herezog von Polen, du verwunderte er sich des gar swynde, das der lantgrave von Doringen alfso von ferem lande en mit ne re daheyme suchte. Unde sante syne botschafft zu eme umbe fridde; p r wulde den synen keren, was er en genummen hette, efs were an koufmanschattz adder an pherden. Der lantgrave karte sich nicht darane; Unde entboid eme widder, worumbe er des nicht endede, da er eme ru ntlich darumbe schribbe; er wulle sich umbesost darhynne nicht ge- "Miwet haben; unde er sulle wisfsen, das er von dem slosfse nicht scheyden vulle, er enhettefs dan gewunnen adder wurde mit *gewalt darvon ge- *bi. 177. ??trebin. Darnach sante der herezog von Polen ufs sinen rethen eynen 'sschoff, das er syne manne sulte troisten unde stereken uff dem slosfse, n de sulte auch deme lantgraven sagen, das er abetzoge. Werefs, das des nicht entdede, so sulte er wisfsen, das er uff nehistin zukünftigen ° nt a.g mit eme stryden wulde, unde en mit macht ufs syme lande triben ude. Di c w orte entphinck der lantgrave frolich von deme bisschoffe, , c 'e sprach, er wulde nach achtage nach deme genanten montagc yden. Unde bereyte sich alfsobalde mit wereken, die darzu gehorten. ncle stormetin an undcrlafs alle stunde mit geruwetin luten, der dar | Un g was, bifs sie zu dem thore 4 ) quamen an allen danck dergene, die ^aruff e wor j n tj u ^ as jj e burprlude unde des herezogen manne sahen, bnrl S ' e C '' e ^ en S e das nicht gelyden künden, da gingen sie zu rade; unde w Qcn geleyde in das here, umbe fridde zu thedingen. Das geleyde Und 1 ° n S e geben. Da gingen er funffe der houbetlude von dem slosfse, s , e gelobetin eynen fridde mit dem lantgraven; mit solcheme under- j e yde: vverfs Sache, das er herrc, der herezog von Polen, sie lofste in ah" a( T^ lta S en i das sie sulchs gelobedes ledig sin sulten; lofsete er sie r nicht, so wulten sie eme an deme nunden tage das slos an alle 4, ') Eigene Zusätze, aus dem Folgenden abgeleitet. Vul. unten S. 171 m. (leh K *) Thür. u. Leben Ludwigs (S. 36 f): 1225. ") TMr. Studowe Jt e n Ludwigs Studöw)". ~ *) Thür. thorne. I jo Landeschronik. widdersprechin linde an alle argelist in syne hande antwertin. Das ge- lobete nam der dogentsam lantgrave uff, unde fulgete deme, unde lifs auch die 5 in deme here mit hude wol verwaren. Unde da der montag quam unde der herczog dahynden bleib, da gobin die funffe erae das slos in syne hande. Das besattzte er, unde czoch mit den synen widder heym. Alsus lefsit man in der Doringer croniken'). *bi. 177'. *(Hir sal stehin, wie der lantgrave belegin hat unde stormet das slos Lubantzig, unde verhornet die stad darundcr gelegen.) *ni. 178. * Alfs man schreib nach gots gcburt 1225 jare, da was eyn erbar 1225- man, wol geslosfset, in dem lande zu Francken, der nam dem cloister zu Reynhartfsborne eyn fuder wynfs unde 6 pherde. Da clagetin sie dem lantgraven. Da schreib er vor sie. Alfs das nicht enhalff, du be- sammete er sich, unde czoch uwer en, nnde betzwanck den eddelman dartzu, das er muste vor en in syme hemmedc klimmen, unde eyn bar swert an syne kelen settzin, unde sich an gnade geben, unde zustunt den wyn unde die pherde geyn Reynhartfsborne senden. Sulcher arbeyd, muw, kost unde ebenthure bestunt der dogentsam furste gar dicke umbe syner cloister unde armer lüde willen. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 2 ). (Hir sal stehin, wie eyn eddelman kumpt in syme hemmete vor den lantgraven, unde mufs eyn swert an synen eigin halfs settzen.) *bi. 178'. *Efs geschach in demselbin jare, das eyn armer kremer geyn 1225. Ysenach quam, der hatte eynen ermelichin kram, flouten, leffel, nolden, krappen, fingerhude, blyen spangeln unde derglichen. Da fragete en der dogentsame furste, alfs er zu dem jarmarthe die grosfsen riehen kreme be- schauwet hatte, wie er sich von dem armen krame ernerin mochte. Du antwerte dusfser: 'o milder gnediger herre, ich enkan keyn hantwerck, und byn verarmet, unde scheme mich, nach brode zu gehin; dan mochte ich von eyme lande mit fridde in das ander unde von eyner staid in die andern gewandern, so were mir myn kram gud gnunck, unde wulde mich auch wole erneren, unde myn kram sulde dannoch besser syn obber eyn jar, dan itzunt'. Da wart der dogentsam lantgrave mit barmhertzickeyd beweget obber den armen kremer, alfs er en so in zurissen bofsen kledern ermelichin vor eme stehin sach, der sich gerne mit godde unde mit erin generet hette. Unde sprach: 'frunt, wie gut achtestu dynen kram'. Da antwerte eme der kremer: 'herre, ich gebe en umbe czehin Schillinge heller'. Da sprach der furste zu syner dyner eyme: 'gib eme die czehin Schillinge von myner wegen'. Unde sprach: 'du salt in myme geleyde wandern, wor du wilt, unde man sal dir des mynen uffen brieff gebin, unde ich wil dich schadeloifs halten; darumbe so saltu mir geselschan loben, unde halbe wynnunge des kromefs geben'. Der arme krernC wart gar fro, unde gelobete eme truwe zu syn, unde nam von dem kammer- meister das gelt unde des herren brieff. Unde quam zu allin jarmarthm unde kirmesfsen geyn Ysennach, unde brachte auch allewege syme hern «bi. 179. unde gesellen kleynode, die da fremmede *unde selczen waren, unde wifste en auch synen kram. Aber der frumme furste vergalt eme syn kleynode mit kledern unde gelde vollinkummelich. Der kram wufs m korezen czyten zumale sere, so das der kremer des numme getragen mochte, unde koufte eynen esel, unde treib mit syme esel den kram von eyner stad zu der andern. Unde czugete gar dure eddele stucke ') Thilr. {Urs. 1283f; vgl. Stolle 145f). 5 ) Thür. (bei 1225; StoW U6 u. Urs. 1285 mit '1326'). Landeschionik. 171 von golde, perlyn, elfenbeyne, vorspanne von eddelm gesteyne, disch- mesfsere gar kostlich gemacht, sydenvverck, budele unde eddele dringk- geschirre, unde auch gar usfserwelte wortze, die hatte er zu Venedige ge- holet. Unde treib synen esel durch das lant zu Francken, unde vvulde geyn Ysenach zu syme hern, unde legete ufs in allen steddin, da er durch cz.och. Alfso thet er auch zu Wirczeburck, da hatte syn kram menchen schauwer. Unde den besohen etzliche erbar lüde ufs Francken, Unde feylsschtin vile unde kouften vvenick; unde worden des rades, das sie uff den kremer hilden. Unde namen eme den esel mit dem krame, Unde treben en uff eyn slosfs bie Wirczeburg. Der kremer wifste synen brieff; den zurysfsen sie, unde kartin sich nicht darane. Sundern alfs sie vernamen, das der kram syn nicht enwas, alfs syn brieff ufswifste, du hfsin sie den kremer gaen. Der quam geyn Ysenach unde clagete das syme hern, wie er den kostlichen kram verlorin hette. Da lachte der dogentsam furste unde sprach: 'lieber geselle, habe keynen unmud umbe tafser koufmanschattz; du salt auch nyrgen geen, sundern blyb in unfserm hoffe, bisfsolange das wir widder eynen kram ufsgerichten'. Unde lifs an den bisschoff zu Wirczeburg- schriben, aber efs enhalff" nicht 1 ), t'u machte er vonstunt eyne herefart, die was grofs, unde czoch *in *bi. 179'. rrancken, unde brante unde herete bifs vor Wirczeburg. Da lifs en der Disschoff von Wirczeburg fragen, worumbe er eme alfso grosfsin schaden öe de, des er umbe en nicht verdynet hette. Da sprach der furste: 'ich su che mynen esel'. Du quam der bisschoff selbers zu eme unde fragete Urnbe den esel. Da sprach er: 'uwer manne unde roubere die habin mir m ynen dyener geschint unde eme eynen esel mit dem krame genommen'. vü wart eine zustunt der esel bracht mit dem koufmanschattze. So czoch ^ r dogentsam furste mit syme krame heym. Alsus lefsit man in der ü oringer croniken 2 ). (Hir sal stellin vor dem lantgraven eyn arm kremer mit syme k rame, und hat bie sich eynen esel.) *ln dcmselbin vorgenanten jare du man schreib nach gots *bi. 180. geburt 1225, an scnt Egidius obint 8 ), du finck lantgrave Ludewig den 1225AUÜ.31. S r aven von Orlamunden, Albrccht genant' 1 ). In demselbin jare wart lant- 1225. 8 r aven Ludewige das slos Richenbach f '). In demselbin jare 6 ) was 1225. y n wolgelerter frummer priester, genant meister Curt von ar gburg. Der enwulde keyne lehene, keyn czytlich gut nach e yne eygentschafft haben, sundern er lifs eme gnugen mit eyme ctrnudigen klede. Derselbe predigete von bobistlicheme bevelc r ^ ^utschlant, so das eme eyne unmefsliche schar fulekes acnt ulgete, von dem Rync durch Hessen bifs in Doringen 7 ), alfs yrne gerechtin heyligen manne. Dusfser priester fürte alfs eyn r ren £ e geistlich leben, unde thet so gute predigate, das der Umrne furste en vast lieb unde wert hatte. Unde nam en 1 P s ' c h, unde gab eme das bevele, das er alle geistliche hene, die der furste zu gebin hatte, die presentirte dusfser ei ^ ter Curt luterlich durch gots willen. Sancta Elyzabeth begerte Cn von erme hern, das er gunnen wulde, under 8 ) defssclbin a ) D. h. das sie under 1 Lqr ' lifs ~ nicht eigener Zusatz; vgl. oben S. 168 / m. Änm. 1- G. will den (& ,. aMc ' t hier korrekt handeln lassen, verdirbt aber damit die Pointe. '') Thür. (Stnif U6 ~ 148 )- ") Thür. Kgidü tag. «) Thür.(Urs. 1384f). ") Thür. e 146, Urs. 1385). "J Eigener Zusatz. ') v. d. R. — Dojingen eigener Zusatz. 172 Landeschronik. frummen priesters gehorsam mochte leben. Der crislliche furste gab volbort dartzu, ufsgescheyden die verbyndunge des heyligen elichen lebens. Alsus thet sent Elyzabeth dem priester das ge- lobcde des gehorsams 1 ) mitsampt dryen dinstjungfreuwehin; die hifsen Yscntrud undc Gutta, die worin geswester, die dritte hifs Ermengard-). Difs geschacli zu Ysennach in dem jungfrauwen- cloister zu sent Katherinen 3 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, in syme 3. buche von sent Elyzabeth legenden 4 ). *bi. 180*. *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth mit 3 dinstjungfreuwehin gehorsam thut meister Curde von Margburg, unde fallen eme zu fusfse.) *bi. i8i. *Der andechtige priester meister Curt von Margburg gab von irst sent Elyzabeth sulch geboit, das sie nicht essen sulte von un- rechteme gude. Hirumbe wan sie bie deme fursten uwer tissche safs, so föchte sie sich, das die kost villichtc von unrechteme gute getzuget were. Defs afs sie gar wenig, sundern sie brach unde sneyd das broid, unde leyde das eyne her, das andere der, alfs ob sie vile efse, unde leyd daruwer grosfsen hunger. Unde wan sie von dem tissche quam, so afs sie dicke drocken brot ader honnig- kuchen, die sie bestalte von dem gelde, das er gefyl von erer brutgobe 5 ). Efs geschach auch zu eyner czyt, das meister Curt bisch sent Elyzabeth zu der prediget. Des wart sie verhyndert durch frauwen Jutten, die marggravynnen von Misfscn, eris hern eynhalp swestcr, die dan zur seibin tzyt kummen was, so das sent Elyzabeth usfse bleyb. Darumbe wart der frumme priester unwillig' undc wulde sich er nicht mee krodden. Defs andern tages quam sent Eliyzabeth unde bath umbe gnade. Des wegerte er der strenge priester. Du fyl des kunniges tochter, die furstynnc sent Elyzabeth, deme armen priester oetmudiglichin unde gehorsarn- lichcn zu fusfse; unde kume herwarp sie gnade. Aber die dry dinstjungfreuwehin castigete er mit hartin siegen. In sulcherfl strengen gehorsam ist sent Elyzabeth 2 jare bie eris hern lebetagen bieben, unde nach syme dode vil strengelicher bifs in erin toid 6 )- Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 3. buche 7 )- Sancta Elyzabeth lebete alsus undcrthcnicklichin in dem g e ' horsam. Unde alfs sie die armen plag zu kleden, so wart sie von godde widder geklcdet. Wante efs geschach zu eyner czyt, das *bi. ist', er vater, der kon-*nig von Ungarn, etzliche eddele unde achtbar hern sante in Doringen zu lantgrave Ludewige unde zu syn er tochter. Nu enhatte sent Elyzabeth uff die czyt keyn kostlich kleyd> das eyner sulchen furstynnen wole gepurt hettc, anzuthunde. Hh" umbe sprach lantgrave Ludewig zu sent Elyzabeth: 'myn hebe swester, nu byn ich bedrubet, das ir keyn hocherlich kleyd enhabt anzuezihin vor den fremmeden eddeln hern uwers vaters; unde ich enhabe auch der czyt nicht, das ichs uch geezugen möge'. D a ') Dietr. 3, 9 (S. 130f) Z. 3-7 u. 10—16. ') Nicht bei Dietr. a. a.0- ») Dietr. 3,9: S. 131 Z. 7 f. *) S. d. vor. Anmn. *) Dietr 2, 2 (S- 1**} Z. 3-5 u. 10—15. 6 ) Dietr. 3, 9: S. 131 Z. 10-16. 7 ) J»'. 2- u. s- s. d. vor. Anmn. Landeschronik. 173 antwerte sie unde sprach: 'myn allerliebester bruder, das enlasfset uch nicht bekümmern; wante ich enhabe ny vor mich gesattzst, das ich in guter kledunge vil cre wulle triben'. Darnach alfs die hemmedin hern vor den fursten quamen, du sante man noch sent Elyzabeth. Du geschach cyn groifs czeichen unde wunderwerck, s o das sie von godde gekledet unde geczireth wart uff das aller- erlichste, mit kledern von hiacinctinen färbe, die worin besatzst mit den allerbesten perlyn. Defs verwunderte sich der furste, unde hatte des mit er darnach lipliche redde. Du sprach sie gutlichin z u eme: 'god der herre kan sulche wercke gethun, wan er wil\ Alsus schribet her Diderich, predigerordens, in syme 2. buche 1 ). ~u») denselbin getzyden 2 ) lifs lantgrave Ludewig ufsschryen eynen nuwen Jarrnarckt zu Wittzinhufsin, der vor nicht gewest was. Alfs man das lefsit in der legenden defs vorgenanten fursten, an dem dritten buche an dem ende") 3 ). "(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth von gots gude gekledet ist *«]- 182 gar kostlichin, mit perlyn besattzt, vor den eddeln hern irefs vaters.) *Zu eyncr czyt 4 ) geschach efs, das uff eyn grofs fest vile *bi. 1b - ^udcle rittere unde erbar manne mit erin frauwin quamen geyn Warpcrg zu dem fursten. Unde alfs man zu tissche sittzen sulde, du was sent Elyzabeth nicht da, wante sie wart enwenig verhindert. Unde das geschach alfso. Du sie zu dem sale ginck, da was eyn armer mentsche vor er unde bath die almufse. Du sprach sie: 'ich e nhabc iczunt der czyt nicht; unde enhabe auch nicht bie mir, das lc h dir gegebe'. Du bath der arme man vil mee; unde riff zu er, das sie sich wulte uwer en herwarmen. Defs gab sie eme erin eddeln kostlichin mantel, den sie an erme halfse trug. Der arme man n am den mantel unde machte sich von dannen 5 ). Difs sahen nu V] le dyenere, das sie eme den mantel gab, unde auch das der arme man denselbin enweg drug. Alfs nu der furste mit den rittern jurde den andern erbarn mannen unde frauwen alle uff Elyzabeth e yten, unde sie nicht enquam 6 ), du sprach der kochenmeister 7 ) ' u dem fursten, in geynwirtickeyd alle der ritterschaft, alsus: 'nu er kenne myn gnediger herre, ob efs geborlich sie, das unfse siedige frauwe Elyzabeth uff dusfse czyt so lange usseblibet unde er czuth uch uwer ymmifs unde die frolicheyd dusfser vilen eddelin r auwen-, iczunt hat sie aber eynen armen gekledet unde gab eme ere *i kostlichen mantel'. Du ging der dogentsame furste selbers ac h er, unde fant sie in erer kammern. Unde sprach zu er: 'liebe wester, wullet ir nicht mit unfs zu tissche'. Da antwerte sie: 'allerbester bruder, ich byn bereyde, was ir wullet'. Da sprach der irste: 'bo ist uwer mantel'. Sie sprach: 'er ist uff dem ricke 8 )'. a Uff jgj. dinstjungfreuwehin eynfs dar, unde fant den mantel uff em ricke. Dufs hatte god der almechtige alfso gewireket. Du a ) Zu—ende nachträglich zugefügt. r , J ) Dietr. 2. 8 (S. 125f). 2 ) L. L.: in der ostirwochin. ") Lehen ^ym !JS 3, 9: S. 40 Z. 15-18. l ) Stolle 83 f (nicht aus der Thür.): 1222, 2« c « der Rückkehr von Ungarn (vgl. oben S. 102). 5 ) Dietr. 2, 0 (S. 126) "—14. «) Eigene Zusütsc. ') Dietr. dapifer. ") pertica. 174 Land eschronik. *bi. las. thet sie den *mantel ane, unde ging mit dem fursten zu tissche 1 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen in syrae 2. buche von sent Elyzabeth 2 ]. (Hir sal stehin, wie der lantgrave mit vilen eddelluten unde erbar frauwen vor dem tissche beyden uff s. Elyzabeth, unde wie sie eyme armen mentschin gibbet iren mantel.) *bi. lss 1 . *So nu der almechtige god syne dynerynnen sent Elyzabeth gecziret hat mit kledern, so hat er sie auch gecziret an dem übe 3 ). Wante efs geschach zu eyner czyt, alfs sie mesfse horte mit grosfser andacht, mit ynnickeyd, mit gefalden henden unde mit hittzender liebe zu godde, so was dar geynwirtig eyn frumme heylig priester. Dem deth god syne äugen uff, das er sach eyn godlich gesichte. Wante dar quam eyne klarheit unde eyn schyn unde umbefinck die heyligin Elyzabeth, in der czyt alfs man das wore sacrament, Jhesum unfsern hern, gebenedigete, so das das angesichte sent Elyzabeth verkleret was alfs die sonne, unde dar gingin stromein unde grosfse klarheyt 4 ) von. Defs verwunderte sich dusfser hey- liger priester, unde lobete god den hern durch syne gude, unde sagete darnach, was er gesehin hatte von der heiligin Elyzabeth. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme andern buche 5 )- (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth mesfse höret; da sihet eyn ander priester, wie sie verkleret wirdet alfs die sonne, mit strameln umbe sie hei.) *bi. 184. *Elyzabeth, die heylige frauwe, hilt gar erlichin unde andecht- lichin die heyligin festa unde hochezyte der cristlichen kirchen, dartzu die heyligen 40 tage in der fasten mit grosfser castigunge, unde uff den grünen donnerstag nach cssenfs czoch sie arme gemeyne kledere ane unde hilt eyn godlich mandatum den armen luden- Wante sie plag 12 armen mentschin ere fusfse zu wesschen, unde gab eyme ickelichin 12 phennige unde tuch zu der kledunge unde eyn symmeln brot. Alsus plag sie alle jar eyn mandat zu halte 1 mit grosfser andacht, in das gedechtenisfse, alfs unfser herre Jhesus synen jungern ere fusfse wusch. Zu eyner czyt hatte sie uff denselben tag vile usfsettziger gesammelt, unde wusch en auch ere fusfse unde hende; unde bo sie wunden hatten, do koste sie an die stedde; unde leyde sich oetmudicklichin nidder vor ere fusfse. Unde darnach bo sie die usfsettzigen uwerquam, da sattzste sie sich b» e » unde hatte mit cn vil gespreeche, unde troiste sie mit der gedult, unde schuwete sie vorters nicht mehir, unde gab en gar mildick- lichin die heyligen almufsen. Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, in syme 2. buche von sent Elyzabeth gelefse 6 ). Unde sprichet darbie: wer hat dufs ymehe gehört von eynfs kunniges tochter 7 ) unde sulcher grosfsen furstynnen? »bi. 184'. *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth den armen ussettzigen mentschin ere fusfse unde hande wesscht.) *bi. ins. 'Darnach uff den gutin karfritag wulde sie nicht gestaden, das die dinstjungfreuwehin er eyniche ere herboten; sundern sie i) Bietr. Z. 14—24. ») 8. d. vor. Arnim. :l ) Eigener Zusatt- *) Dietr. radios lucifiuos. 6 ) Bietr. 2, 10 (S. 126) Z. 14—19 «■ * 3 '' ") Bietr. 2, 11 (S. 127) Z. 1-3, 7—9, 10-17. 7 ) Bietr. Z. 10. Landeschronik. 175 sprach : 'hude ist der tag der oetmudickeyd'. Unde darumbe gab sie sich selbers in grosfse oetmud. Wante sie schickte sich alfso, das sie, nach der gewonheyd der armen frauwen, nam sie in erin schofs vile kleyner rysten') flafs unde eyne busfsen mit wyrouch unde vile kleyner wafslichte unde vil kleynefs geltis. Unde mengete sich under das folck, unde ginck zu allen kirchen barfufs, unde knyete vor alle altaria mit andacht, unde opperte uff ickelichen altar der flafsrysten eyne unde wyrouch mit eyme kleynen lichte, alfs das zu der czyt der armen frauwin sitte was 2 ), unde gab die phennige den armen mentschin, die vor den kirchin unde in den strasfsen sasfsen. Nu wart sie hinderklaffet darumbe, das sie so kleyne gobe opperte alfs andere arme frauwin, nachdem eyne furstynne sulte grosfser opper geben. Aber sie deth efs zu der czyt durch grosfse oetmudickeyd, uff das sie sich in allin sachen mit den armen glichin mochte. Wan efs auch quam in die cruttzewochin 3 ), so ginck sie wullen unde barfufs unde fulgete der procession mit grosfser andacht. AIsus schribet her Diderich von Doringen in syme 2. buche 4 ). *(Hir sal stchin, wie s. Elyzabeth wollen unde barfusfs ire wal- *bi. im'. forte unde crutzeferte leistet.) In demselbin vorgenanten jare, bynamen alfs man nach gots *bi. ins. geburt schreib 1225 jare, du czoch lantgrave Ludewig in Welsch- 1225. Jant zum Romschin keyfser Frideriche der IL, der dan sin oheme Was. Du bestunt efs dure zu werden in allin Tutschen landen, unde Werte vilna 2 jare, so das vile lüde hungers storben. Alfs das ver- n am die heylige barmherczige furstynne Elyzabeth, du lifs sie alle er fruchte sammeln zu eyner almufsen, unde gab flifslichin den armen durch gots willen. Da quam das arme folck mit grosfsen houffen, so das sie alle tage 900 armer mentschen lifs vor irme Angesichte durch er dyenere vor dem slosfse Warperg spifsen. ^'sus schribet her Diderich von Doringen in syme 3. buche 5 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth in erer geynwirtikeyd lefsit s pifsen allen tag 9 hundert armen mentschen.) , Frauwe Elyzabeth lifs darzu under dem slosfse eynen spital *bi. itsa'. "Wen, umbe der krancken willin, die nicht uff den berck vor das °s mochtin gestigen. Der dan alletzyt woren 28; unde wan eyner ar P, so nam sie eynen andern uff in dasselbe bette. So auch erselbe, der gestorbin was, etzwas ymants schullig was, das behalte sie gar. Auch ging sie allen tag den hohin berck herabe in ^ n spital zu den krancken, unde wilche die allerhefslichstin unde erunfledisch worin, denselbin warte sie allermeyst. Etzlichin achte sie ere bette, etzlichin gab sie esfsen, etzlichin drincken, zliche drug sie uff erin schulderin, etzlichin wusch sie den spy "de andern unflaid under erin angesichten abe, an erme munde, n erin nafsen unde an erin houbtin. Unde vil ander unfledickeyd ade gestände, den die dinstjungfreuwehin flahin, den greiff sie mit ln henden ane, unde reynigete sie durch gots willen. Alfsus J^nbet her Diderich in syme 3. buche 6 ). 4 ) rc ' ^ lscicil 'os. *) alfs—was eigener Zusatz. 3 ) Dieir. in diebus rogationum. S Än r -J' n z - 18-29 u. 31—33. ») Dietr. 3, 6 (8. 129) Z. 1-7; 3, 7: ' * 30 Z. 12 f. oj jj ietr . 3, 6 Z. 8—10; 3, 7: 8. 130 Z. 9—11; 3, 6 Z. 10—17. 1 70 Landeschronik. (Hir sal stchin, wie sent Elyzabeth eynen spital buwet, und wie sie mit iren dinstjungfreuwchin den krancken reychet csfsen und drincken.) »bi. ist. *In dem vorgenanten spitale hatte sie auch vile armer krancker kyndere, die sie spifste umbe gots willin. Den plag sie etzwan mencherley lichte kynderwerck zu brcngin, uff das sie dieselbin herfrauwete Zu eyner tzyt hatte sie dersclbin lichtin kirmesfse, bynamen gebacken unde glefsern werck unde derglichin, vile in erme mantel, unde wulde ufs der stad uff das slos. Unde alfs sie uff eyme pherde gefurt wart, du ging er der mantel uff, unde ent- philen er den hohin felsch herabe. Unde durch gots craft blebin sie alle gantz. Du lifs sie die widder ufflefsin, unde brachte sie darnach den kyndern in dem spitale. Unde sie was so gutlich; wan sie in den spital ginck, wilche kyndere dan geloufen kondio, die lieffin alle umbe sie her; unde riffen: 'muter, muter'. Alsus schribet her Diderich von Doringin in syme 3. buche *). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth in den spital geet, unde die kyndere louffen al umbe sie her; so gibbet sie en mencherley kynderwerck.j bi. ist. *Dartzu nam sie etzliche arme unde krancke mcntschin mit sich uff das slos unde gab en essen unde drincken, wes er uwer tisschc uwerbleib: unde czoch es dicke erme eigin munde abe, unde auch erin dinstjungfreuwchin, unde gab efs den armen. Efs ge- schach zu eyner tzyt, das enwenick drinckenfs uwerblebin was, das gab sie den armen umbeher. Du vermerte god den tranck, so das man uff das letzste nicht herkennen mochte, ob des trancks icht weniger were dan zum irsten. Alsus was alle ere sorge vor die armen, hungerigin, krancken mentschin. Unde nicht alleyne in dem vorgenanten spitale, sundern durch alle lande defs lantgraven, durch das furstenthum zu Doringen, durch das lant zu Hessen unde durch das phaltzgravethum zu Sassen 2 ), da lifs sie alle gulde, czinfse unde fruchte sammeln, unde gab sie alle in den duren jaren luterlichen durch gots willen. Unde wan efs defs sommer an die ernen qua« 1 ! wilche dan gearbeyden künden, den gab sie schu, hemmede unde sicheln unde etzwas geltis zu tzerin; unde sprach: 'geet nu hyn ,lC unde arbeydet umbe das broid'. Unde wilche nicht gearbeyden künden, den warte sie vortane unde bewifste an en die wereke der barmhertzickeyd. Unde wan sie gestorben, so machte sie en mir eren eigen handen die todenklede. unde handelte sie selbers. W»" auch yrgen eyn riche mentsche gestarp, dem eyn gud nuwe kley" gemacht wart, das widderryth sie; unde sprach, man sulde den doden bofse klede anezihin, unde sultc die gutin den armen luteß durch goddes willin gebin. Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, in syme 3. buche von sent Elyzabeth 3 ). »bi. 188. *( Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth den armen in dem erne gib be schu, hemmede unde ickelichem eyne sicheln, unde heifsit sie arbeyten.) •) Bietr. 3, 6 Z. 17 f; 3, 7 (S. 139) Z. 3-6; 3, 6 Z. 18—30. ( 'L^ffj de quatuor prineipatibus eins, ohne die Namen. 3 ) Dietr. 3, 7: S. 130 Z. v. u., S. 130 Z. 14- 17 u. 34—38. Landeschronik. T77 *Bie denselbin getzyten, alfs lantgrave Ludewig nach bie dem *»'■ iss 1 . keyfser [was]"), du machte der herre von Saltza eynen berckfridde, unde slug den uff an dem Aldenberge, uff des cloisters eygenthum zu Reynhartfsborne. Da en doch der apt selbers unde die brudere gemeynlichin durch god boden, das er efs nicht endede. Unde da enkarte er sich nicht ane, sundern er machte do b ) veste steynen buwe an die staid, unde Ijesatzste die wole. Alfs nu lantgrave Ludevvig zu lande quam, da was [1227]. der abt zuhant bie eme unde clagete das bedrenckenisfse von dem hern v on Saltza. Unde efs geschach darnach, das lantgrave Ludewig mit syme hoffegesinde reyd geyn Reynhartfsborne uff eynen sonnabint, unde lifs brieffe schriben allen synen foyden, das sie zustunt geyn Reynhartfsborne in der nacht quamen'). Defs morgens fru vor tage lifs er en eyne mefsfse lefsen, unde sprach zu dem apte, er ensulde das crutze nicht lalsin tragen, nach die hoemesfse singen lafsin, bifs das er widderqueme. Alfso czoch er da vor Aldenberg, unde stormetc, unde finck den hern von Salcza daruffe, unde lifs en bynden uff eyn phert, unde fürte en geyn Reynhartfsborne. Du hifs der furste, man sulde das wywasfser tragen unde die procession tlnm. Unde der herre von Saltza wart alda gebunden v oi" dem crutze gefurt, unde muste verswerin unde verbürgen, das nummer- wee zu rechen. Unde dasselbe slos wart uff den morgen gantz zubrechen. Nach essen du sprach der furste zu syme hoffemeister, er sulde dem apte die koste betzalen. Do er die betzalen wulde, da sprach der a pt, er entorffte das nicht tlnm, wante efs durch des cloisters nottz ge- scheen were. Alfso bleib die kost unbetzalt. Darnach du das der lantgrave herfur, du mus-*te der hoffemeister die koste allegar von syme *B1. 189. eigen gelde betzalen. Alfso wenig wulde der furste die goddeshufsere be- sweren. Alfs man das lefsit in der üoring-er croniken 2 ). (Hir sal stehin, wie der lantgrave lefsit den hern von Salcza gebunden füren vor dem crutze, alfs die monche das wywasfser tragen.) *Älsus machte dusfser furste etzliche widderspennige gehorsam *bi. iw. unde geezwedick, die nach erme eygen willen leben wulten 3 ). Unde er kreig auch vaste widder zum lande, das vormalfs bie syme elter- yater, dem ysern lantgraven, bofslichin darvon kummen was 4 ), unde ln sonderhcyd herkreig er vile in Hessen 4 ), so das er sich widder 4 ) schreib eyn furste zu Hessen 5 ). Alfs das auch beruret her Dide- ric h, predigerordens, in sent Elyzabeth legenden an dem 4. buche, °-a er synen tytel settzet alsus: Ludewicus, lantgravius Thuringie, prin- r -eps Hassie, Saxonieque dux, comes palatinus 0 ), das dudet: Ludewig, 'antgrave zu Doringen, furste zu Hessen, herezog unde phalczgrave zu Sassen. Alfs nu so der lantgrave widder zu lande kummen was 7 ), [1227]. " u frauwete sich das gantze lant, das sie sulchen frumen furstin w idderhattin; vil meer frauwetin sich syne muter unde syne ge- br udere; allermeyst frauwete sich sent Elyzabeth 8 ). Defs machte der a ) Hs. ohne Lücke. *>) Hs. de. *) Thür. quemen. 2 ) Thür. (Urs. 1285 f; vgl. Stolle 86 f; das Lettte Uu ch Germ. 17, 135). s ) Vgl. oben S. 138 (dort: czwedick machin, die vormalfs ! ' ac h irme willen gelebet hattin). ' 4 ) Vgl. oben S. 135 am Ende. 5 ) Eigene ~ 0l >ibinaMonen. ") Dietr. 4, 4 (S. 133) Z. lf; aber: et Saxoniae comes pala- S ,s - 7 ) Dietr.: cum ... ab imperatore . . . rediisset. Auf '1327' führen die Worte 'von den iaren' im Anfang des nächsten Absatzes. ") Dietr. 3, 8 w. 130) Z. 3—0. 1*8 Lande jchronik. furste eynen grosfsen hoff zu Merfseburg, unde lifs vilen hern schriben. Die quamen auch dar, ufs Sassen, ufs Misfsen, ufs der Margk, ufs dem Oisterlande, ufs dem Foydlande, ufs Francken, ufs Hessen linde ufs Doringen. Alfs nu der hoff sin sulte, du 1 ) was eyn erbar ritter, gesessen vor dem dorffe Stetelstedde") 2 ), uff dem rucke, da nach der wall syner kemmenode ist, der hyfs her Waltman von Stetelstedde. Unde er was lantgraven Ludewiges hoffegesynde; er was auch eyn guter wapener unde eyn strenger menlicher ritter. Der was sulchs müdes unde vermafs sich, das er wulde tzihen zu dem hoffe synfs hern geyn Mai 2. Merfseburg, unde wulde ufsczihen an dem andern tage nach sent Walpurgs tag, unde mit eme füren eyne wolgcsmuckte suberliche jungfrauwen, *bi. im. die *sulde füren synen sperber unde eynen vertigen synen stouber, unde er wulde y uwer dry myle halten eyne schust mit eyme, wer do wulde. Unde steche er en abe, so sulte er alle synen harnesch unde stechegeczug gewynnen unde dye jungfrauwen, den sperber unde den stouber; aber die jungfrauwen wulte er widder lofsen mit eyme gülden fingerlyne. Steche er en aber nicht nidder, so sulte der der jungfrauwen geben auch eyn b ) gülden fingerlyn zu geschencke. Unde da worin vil hern, die daruff wartin, unde ritterschaff sich ubetin underwegin. Ydoch so brachte er die jungfrauwen mit dem sperber unde mit dem stouber uff den hoff geyn Merfseburg unde widder heym, ane vertust; unde sie brachte alfso manch fingerlyn, alfs manchin finger sie hatte an beyden henden. Unde deylte da die fingerlyne under die frauwen unde jungfrauwen sent Elizabeth, unde hattin darvon grosfse frolicheyd, unde danckten dem ritter syner grosfsen ere unde syner herlichin mildickeyd"). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 4 ). (Hir sal stehin, wie czwene Stecher zusammenrennen; unde darbie eyne schone jungfrauwe b ), die füret eynen sperber unde eynen stouber.) *bi. 191. *Efs geschach darnach, das des lantgraven amptlude unde t 122 7l- foyde rechin sulten von den jaren, alfs der furste by dem keyfse r gewest was. Da klagetin sie alle umbe die almufse unde gut, das er frauwe Elyzabeth vergeben unde zubrocht hette. Da antvverte der frumm e cristliche furste unde sprach: 'nu syget zufridde, unde lafset sie durch god almufsen geben unde den armen wole thun; unde was sie vvu vergebin durch god, da sprechet er nicht yn; so das ich Warperg unde Nuwenborg 6 ) behalte, so gnuget mir wole. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 6 ). Auch schribet cfs her Diderich, prediger- ordens, in syme 3. buche von sent Elyzabeth7). Bie denselbin geczytin geschach eyn groifs wunder in Bur- gundienlande. Want da deylte sich eyn usfsermasfsen grosfser berck, unde spylt sich von eynander. Unde lyff vorters vile myle weges, unde verdruchte in dem louffe bie funff tuscnt mentschin, unde thet grosfsen schaden. Zuletzt lyff er an andere grosfse berge, da bleib er liggen. Alfs man das auch8) lefsit in dem Fasciculo»). a) Verändert in Sted., aber gleich hiernach wieder {wie auch oben S. W Stet. b ) Hs. eynen. c) JJ S -frauwen. ') Der Eingang der Erzählung von G. umgestellt und erweitert. Q ) Thtr- Setelstede. Vgl. oben S. 74 m. Anm. 4. a ) Thür. menlichkeit. *) Ihw- (Urs. 1286f; vgl. Stolle 88). ») Thür.: Wartburg, Eisenach und Naumburg- Dielr. wie G. 6 ) Thür. (vgl. Stolle 149). 'I Dietr. 3, 8 X. 6-9; »'«, benutzt. s ) !>■ h.: von den eigenen Zusätzen abgesehen. u ) #<"■ Z. 11—13. Landeschronik. j yg Zu derselbin czyt gab lantgrave Ludewig syne swester Agneten, die mit sent Elyzabeth uffgeczogen was, mit loube des bobists deme her- czogen von Oisterrich. In demselbin jare da czoch lantgrave Ludewig [1227]. ui das Oisterlant, uff das er fridde gemechte. Unde zubrach da czwey slosfse zu gründe nidder; das eyne hifs Saltza, das ander hifs Kalcken- nicke. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 1 ). Nach") gots geburt du man schreib 1227 jare, do wart Margburg alfs eyne 1227. filia abgeschciden unde separirt von der pastorye unde muterkirchen zu Oberwymar a ) 2 ). *(Hir sal stehin, wie lantgrave Ludewig 2 slosfse zubrichet.) »bi. 191 1 . *Nach gots geburt alfs man schreib 1227 jare, du herhub sich eyne *bi. 192. gemeyne meerfart, von schriftc wegen des bobists, zu dem heyligen 1227. lande widdcr die ungloubigen. Unde keyfser Friderich der IL "am das crutze an sich, unde czoch mit vilen ertzbisschoffen, andern bisschoffen unde prelatin, fursten, graven, hern, rittern unde knechtin. ßefs czogefs halber hatte der dogentsame cristliche furste lantgrave Ludewig vorhynne synen raith heymelichin mit bisschoffe Curde v °n Hildenfsheym. Derselbe bisschoff czeychete den fursten mit c 'em crutze. Das druck er nicht uffenberlichin, uff das er syne •leben gemaheln sent Elyzabeth nicht herschreckte, wante sie was * u der czyt swanger. Darnach herfant sie das crutze bie eme; des Jierschrack sie. Du troiste he sie gar gutlichen unde lieblichin. Unde verkoisten sich gar fruntlichen mit eynander, unde gelobetin beydesampt god dem hern die frucht, die sent Elyzabeth druck, m eyn geistlich cloister zu geben; mit deme bescheyde: wurdes e yn kncbelyn, so sulte efs geyn Camerfsdorff 3 ), aber wurde efs eyn m eytchin, geyn Aldenburg, alle beyde ordenfs sent Augustini, genant Premonstratensis. Darnach schreib er alle synen hern, rittern u nde edelluten, die er hatte in synen landen, das sie alle zusammenkamen in eyner stedde, genant Crctcburg 4 ). Da bestalte er syne 'ande unde lute, uff das allerbeste das er mochte. Darnehist suchte er die kloistere der monchc unde der nonnen, unde befal sich in ^ re gebete. Darnach czoch er geyn Smalkalden, da er dan die e scheydin hynnc hatte, die mit eme czogen. Dar quamen auch Gliche syne nehistin unde getruwestin frunde 5 ). Da sprach er zu ^ytne bruder, lantgraven Hinriche: 'ich bitte uch, fruntlicher bruder, Uas i r vvullet das slos Ethtirfsburg zu gründe abebrechin, wilch slos dem *bi. 192'. Oister zu Reynhartfsborne zu schaden gebuwet ist, unde myn vater ;? e "ger mir das bevolen hait, unde nach nicht gescheen ist 6 ). Auch eval er eme mitsampt den andern brudern syne lieben gemaheln, _ e nt Elyzabeth, mit den kyndern. Da was syne liebe muter, frauwe °phia, die was sere bedrubet in dem abescheyde; so das der urste groifs bedrupnifsfse sach von syner allerliebestin gemaheln, a ) Nach—Oberwymar nachträglich zugefügt. A ') Thür. (Urs. 1286). 2 ) Wohl Marburger Nachricht, s. Urk. 1227 f*J. 16, HÜB. I 1, 16 (Böhmer-Will 2, 196 /). :! ) Dietr. vielmehr Rumars- 2 4 ) Dietr. vielmehr Treteburc. ") Thür. (Stolle 151). Dietr. 4, 1: T u sy- (S. 131) Z. 1~U u. Swppl. v. Mcncke 1994 Z. 38—31, 15-12, 9 v. u.; Z ,\ Aus D- (S. 131) Z. 1—4. a ) Thür. Dietr. 4, 2: Suppl. v. Mencke 1995 • 6 u. 2-1 v . u .; i 996 Z. 1—4. 1 8o Landeschronik. von syner muter, von synen brudern unde von den andern synen frunden; dardurch er beweget wart so sere, das er von jamer nicht gesprechin mochte 1 ). Da hilt die muter den soen, die ge- mahcl den hufswirt, da czogen en die brudcre, da hilt cn eynfs bie der hant, das ander bie dem arme, das dritte fyl eine frunt- lichin umbe synen halfs, der fierde hilt en bie synen kledern. Unde was groifs weynen, jamer unde bedrupnisfse. Da schrey der alte mit den jungen, der herre mit dem knechte, der furste mit dem dyener, die frauwe mit dem manne bitterlichen, unde er eynfs geJuni 24. seenthc das ander. Dufs geschach uff sent Johannes tag des touffers zu mittcme sominer. Zuletzst dranck er sich ufs eren haaden, unde safs uff synen hengest, unde geseenthe sie allesampt, unde fugete sich zu syner geselschaff, die dan da worin unde mit eine czogen 2 ). Bynamen czoch mit eme grave Burckard von Brandenburg, grave Meyn- hard von Moelburg, grave a ) Ludewig von Warpberg») 3 ), grave Hinrich von Stalberg, her Herman von Heiderungen, her Rudolff von Varila, her Hinrich von Eberschburg, her Herman von Sloitheym, her Friderich von Dreifurt, her Walter 4 ) von Fari la B ). Darnach her Ludolff von Berlestede, ritter, her Gerhard von Eide °), ritter, her Rudolff von Bolczingeschleben, »Bi. 198. ritter, her Sifrid Roid, ritter, *her Diderich von Sebech, ritter, her Ludewig von Hufsen, ritter, her Härtung von Er ff a, ritter'), her Hinrich von Magdeburg, ritter, her Hinrich 8 ) Varch, ritter, her Berld von Myla, ritter, her Beiid von Heylingen, ritter, her Gerhard von Cappel, ritter. Alfso waren do mit eme fir b ) 9 ) graven, sefs hern unde czwelff rittere 10 ), funff priestere, unde ander erbar lüde eyn groifs teyl, die alle geschreben worin in synem hoffe 1 '). Unde ridden eren weck in godes namen 12 ). So nu alleman schyd, du fulgete sent Elyzabeth mit erin dinstjungfreuwchin unde etzlichin erin dynern cyne tagercyfse eme nach, von grosfser liebe, von grosfseme jamer unde von grosfser fruntschaft. Defs andern tages, alfs sie widder umbekerin wulte, so vermochte sie defs an erme herczin nicht verdulden. Hirumbc so fulgete sie nach eyn e tagereyfse. Defs sprach her Rudolff von Farila, der schencke, er eynen troist unde hcrczc yn, das sie sich gab in gedolt 13 ). Uff das letzste, alfs yo eyn scheydenfs sin muste, da gab der frumme furste syner liebin gemaheln sent Elyzabeth eyn fyngerlyn 14 ). Unde sprach: a) grave—Warpberg am Bande nachgetragen. >>) fir scheint aus dry verändert. ') Dietr. 4, 2: Ausg. Z. 4—6. Thür. (teilw. Stolle 151). ') &&• 4, 2: S. 131 Vers öf; S. 132 Vers 1—6 u. 11-14, Prosa Z. 5—7 u. I— 3 - 3 ) gr. L. v. W.: Leben Ludwigs S. 58 Z. 23 (an erster Stelle). 4 ) Thur- Heinrich. 5 ) Thür. Vanir. «j Thür. (u. Leben Ludwigs) Elnde. 7 ) Thür- h. Ludwig u. h. Rudolf v. Husen, gebrudere, ritter. 8 ) Thür. Reinhart. 9 ) Thür.: 3; vgl. oben Arm. 3. '») G. glaubt an den Zahlen 6 und 1.2 ßfj' halten zu müssen, findet aber Walther v. Vargula und Härtung v. Erff a später so mit Rudolf v. Vargula und Ludolf v. Berlestedt zusammen genannt (Dietr. 5, 7; s. unten S. 187), daß er auch sie mit hierher setzen zu müsse» 1 glaubt. Er verwirft deshalb aus der Liste der Thür. (da/'s das Leben Ludmgs mit ihr übereinstimmt, sah er wohl erst später) den Rudolf v. Hausen (für den er den Härtung v. Erffa einsetzt) und macht aus dem Herrn Heinrich v. Fahne» (für den er den Walther v. Vargula einsetzt) und dem Ritter Reinhard Vareii zusammen einen Ritter Heinrich Varch. ") Thür. (Stolle 151 f). Vgl- <*• vor. Anmn. ") Dietr. 4, 2: S. 132 Prosa Z. 3. ,3 ) Dietr. 4, 3 (8- *w Z. 3—6 u. 8f. ") Dietr. Landeschronik. j g j 'myn liebe swester, dyt fyngerlyn hat die figuren goddes lam 1 ), ver- Wircket 8 ) in eyme eddel Saphir") 2 ), das sa] uch eyn worczeichin syn'); by b ) weme ich uch das sende, dem solt ir gentzlichin glouben, was he wirbct von myner wegen b )*), efs sie mynfs lebenfs adder todes; nu geseyne Uch god, myne allerliebeste swester, unde god geseyne uch die frucht in uwerm liebe, die ir traget 0 ) 1 ), dar wullet efs midde halten, alfs wir vormalfs eynfs wurden synt' 4 ) Alsus schit er von dannen 5 ). Dufs beschribet her Diderich, predigerordenfs, in syme 4. buche von sent Elyzabcth 6 ). Auch steint efs cynteylfs in der Doringer cro- niken 6 ). Auch a ) in der legenden dcfs seligen fursten lantgraven Ludewigs, an dem firden buche' 1 ) 7 ). *(Hir sal stehin, wie lantgrave Ludewig mit den synen scheidet *bi. 198'. von s. Elyzabeth, von syner muter unde von synen czwcen brudern.) 'Lantgrave Ludewig, der cristliche furstc, czoch mit den *bi. m. synen durch gots willin in fremmedc lande, uff das er mochte das hymmelsche lant vcrdynen. Unde czoch durch Francken, durch Swoben, durch Beyern, durch Wclschlant, durch Lombardien, bifs 'n Sicilienlant. Dar fant er den keyfser, synen ohemen, in eyner staid genant Troya. Der entphing en mit grosfsen frouden. Unde czogen vorterfs bifs an das meer. Unde ehir sie zu schiffe gingen, da besprach sich der keyfser mit dem lantgraven in der inseln genant zu sent Andrees. Darselbis bcstunt leyder der lantgrave swach zu werden, so das en das feber rurtc. Ydoch gingen sie zu schiffe, unde füren uwer''), unde quamen in die staid genant Ortrand. Dar runden sie die keyfserynnen. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 4. buche 8 ). (Hir sal stehin, wie der keyser unde der lantgrave uwer meer schiffen.) *In der staid Ortrand da wart der furste serc kranck, das er *bi. 194'. hisch den patriarchen von Jherusalem. Der nam cynen bisschoff m it sich, unde gobin eine die heyligen sacramenta, bynamen den Worin lichenam unfsers hern Jhcsu unde auch das heylige oley. Alfs er nu an sync letzstin stunde quam, du sach er in der kammern, da er lag, umbe sich her sittzen vile wisfser duben. Du sprach er Zu synen dynern: 'sehit ir wole die wisfsen duben, die hir umbe mich her sittzen'? Du meynten die dynere, er fantasirte unde koeste dorliche dinge. Zuhant sprach er: 'ich mufs mit den wisfsen duben enweck flihegen'. Unde alfs er das gesprach, du, versehyd er - Nu was eyner syner capellane, eyn frummer man, darbie, der sach die wifsfsen duben fügen nach uffgange der sonne; unde er sach en so lange nach, bifs er sie in der lufft verlor. Alsus starp n ) verwireket—saphir am Rande nachgetragen. b) by—wegen am Rande y a ?hgctragen. ") Hs. treget; Thür. du tregest. d) Auch—buche nach- wäglick zugefügt. ") Büdvorschr. uwer mecr. Vgl. unten S. 186 m. Arm. a. x ) Thür. 2 ) Leben Ludwigs S. 57 Z. 26 f. 3 ) Leben Ludwigs t\ 27 f- *) Dictr. 6 ) Dietrich 4,3: Suppl. v. Mencke 1996 Z. 19—32. J-hnr. {Stolle 151). ") S. d. vor. Annan. 7 ) Leben Ludwigs 4, 5 bis 5, 1 [f- 5s ~59); nachträglich zu einzelnen Zusätzen benutzt, s. d. vor. Anmn. > Di ctr. 4, 4 (S. 132 f) Z. 1, 3—8, 10—15. I§2 Landeschronik. der dogentsam frummc furste in dem jare nach gots geburt alfs 1227 Sept. ii. man schreib 1227, uff den 11. tag des herbistmonts, genant September. Da was grofs bedrupnisfse, jamer unde klage von den synen. Unde begruben en gar erlichin alfs eynen fursten, unde begingen en mit vigilien unde selemesfsen, mit vergisfsunge erer trene. Alsus schribet her Diderich von Doringcn, predigerordens, in syme 4. buche von sent Elyzabcth legenden 1 ). Hir a ) mireket grofs wunder unde selikeyd. Der heylige geist, der in eyner duben glichenisfse uwer unfsern hern Jhesum erscheyn, alfs he getoufft wart in dem Jordan, der hat gesant die engelsschin geistc in wisfser duben ge- stalt, das sie fürten die eddeln sele des unschuldigin hem in dubeneyn- faldickeyd geyn Orienten zu der sonnen [der] 1 ') gerechtikeyd unde zu des ewigin lichtis klarheid. Alsus schribet her Bernhard 2 ), sin capcllan, in defs eddeln fursten legenden, an dem 5. buche") 3 ). *bi. i9s. *(Hir sal stehin, wie lantgrave Ludewig versehyd; unde sittzen umbe en her vile wisfser duben.) *bi. 195'. *Darnach schickten defs lantgraven dyenere eync klcgeliche botschafft widder umbe in Doringen, wie das er herre gestorbin were 4 ). Unde der keyfser unde die andern fursten unde hern czogen vorters geyn die ungloubigen. Unde alfs meister Diderich Engelhufsen schribet, so czoch mit dem keyser auch der kunnig von Ungarn, sent Elyzabcth vater unde des lantgraven swegerherre, dartzu der kunnig von Cipren unde der herezog von Beyern. Unde gewunnen Jherusalem unde vil landes den cristin widder 5 ). Alfs nu die bedrupliche boitschaff in Doringcn quam, du wart bestalt, wie das frauwe Sophia, defs lantgraven muter, sulte sulche botscha» mit guten fugen sent Elyzabeth sagin, uff das sie nymand zu vile herschreckte mit strengin worten. Defs uam frauwe Sophia etzliche erbar frauwin mit sich unde ginck by sent Elyzabeth; unde sprach gutlichin zu er: 'myn liebe dochter, ir ensullet nicht herschrecken, sundern eynfs stareken müdes syn zu den sachin, die god geschickt hat mit uwerm hern unde myme sone'. Da verstunt sent Elyzabeth nicht, das er toid werc, sundern sie verstunt, er were gefangen. Hirumbe antwertc sie unde sprach: 'ist myn bruder gefangen, so hoffe ich, er möge mit gots hulffe sampt unfser frunde wole lo» s werden'. Da sprach er swegerfrauwe: 'er ist toid'. Da falte sie er hende zusammen, unde sanck nidder uff die erden; unde sprach: 'nu ist mir die werlt gestorben unde alles, das sich liebet, darinne. Unde weynte bitterlichin. Du herhub sich groifs jamer mit schrye" unde weynen aller dergene, die dar warin, uwer den toid defs frummen fursten, unde auch zu eyme middelyden der betrubeten Elyzabeth 6 ). Alsus schribet her Diderich in syme 4. buche 7 ). «Bi. 196. *Hinrich, lantgrave zu Doringen, der nam die lande in nach dem tode synfs bruders. Wiewole der eynen erben lyfs 8 ), so was er doch eyn .1) Hir—buche nachträglich zugefügt. b) Es. ohne Lüche. ') Bietr. 4, 4: S. 133 Z. 8 f; 4, 5: Ausg. (S. 133) Z. 1—i; SuppJ-J- Mencke 1996 Z. 23-10 v. it.; Ausg. Z. 5-10 u. 14 f. Thür. (Stolle IM a ) L. L Berit: Berthold. ») Leben Ludwigs 5, 2: S. 60 Z. ^"f ü *) Bietr. 4, 6 (S. 133) Z. 1 f. *) Eng. 1115 Z. 49-53. 6 ) Biet): Z. 2->- a - 7 ) S. d. vor. Anmn. s ) Hermann; s. oben 8. 162. Landeschronik. 183 kynt von 5 1 /, J ) jare 8 ). Umbe das er nu der eldeste was unter den lantgraven, wante sin bruder Herman was auch gestorbin 3 ), darumbe nam er das regement an sich. Unde vorters 4 ), alfs sin bruder en gebedin hatte, das er sulte das slos Etterfsburg abebrechin, das thet er, unde czoch vor das slos, unde zubrach efs zu gründe allerdinge. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 5 ). (Hir sal stehin lantgrave Hinrich mit sime wapen.) *Alfs nu sent Elyzabeth swanger was 6 ), so geberte sie eyne *bi. iw. tochter, genant Gertrud*) 7 ), uff dem slosfse zu Warperg 8 ). Unde die gab sie hirnehist in das cloister genant Aldenburg»), bie der stad Wettzflar gelegin 10 ), nach der gelobede, alfs sie unde er hufs- w irt, lantgrave Ludewig, semptlichin vorhynne gereth hattin 11 ). Auch herhub sich widder die verfulgunge sent Elyzabeth von den 'ethen unde eddeln, erin dynern. Wanteglicherwifse, alfs sie vormalfs darmidde umbegegangin hatten, das sie die heyligin Elyzabeth ver- tr iben mochten, unde widder in Ungarn gesant wurde 12 ), ehir lantgrave Ludewig sie eelich bylegede, defsglichen, so der herre toid w as, du vergafsin sie erer truwe unde eyde, die sie dem frummen •urstin gethan hatten, unde ryden lantgraven Hinriche, das er die lande behaltin sulde unde synfs bruder wyp unde kyndere darufs vertriben. Der furste was jung und lifs sich dartzu sprechin. Efs geschach auch> 3 ). Dieselbin eddeln verstisfsen sent Elyzabeth, des kunniges tochter, gar smelichen ufs dem slofsfse Warperg unde von a Ue erme gude. Alfso ginck sie weynende unde betrübet mit lr en dinstjungfreuwehin den hohin berck herabe in die stad Ysenach. Da enwas nymant, der sie dorste herbergen u ). Du muste die furstynne genin in eynfs gemeynen wirts hufs 15 ). Unde alfs etzliche gelefse sagen, so was in der herberge eyn wüste gemach, da der w 'rt plag aide fasfse hynne zu legen, unde auch syne swyne dar- selbis lagen 16 ). Dar bleib die heylige Elyzabeth die nacht in STosfser gedult. Zu der mitternacht, alfs die barfusfsenbrudere fetten luten, du stunt sie uff unde ginck in diesclbin kirchen unde °ath die brudere, das sie songen den lobelichen sanck Te deum 'audamus. Unde *danckte godde von hymmel in erer grosfsen ver- *bi. 197. Jylgunge. Defs morgens santen sie er die kyndere von der burck n erabe; du wüste sie nicht, wo sie mit den kyndern bliben sulte. a ) G. scheint nachträglich eingesetzt. ., ') Thür. sechs. a ) Zu erwarten wäre 'viereinhalb'; s. oben S. 162. 46c » - ö 1 /, ist richtig. 3 ) S. oben S. 154. *) Thür.: in deme ersten jare •«<* sincs bruder tode. 6 ) Thür. {Stolle 154, Urs. 1287f). 6 ) Vgl. oben ; 179 ; 7 ) Dietr. 2, 5 (S. 124) Z. 22f nur: (peperit) iteraque aliam filiam; ohne Zeitangabe und Namen. In der Thür. (Stolle 145, Urs. 1283) stattdessen: «*25 (!) i m Wartburg' Geburt einer zweiten Sophia, nachher Aebtissin zu Kitzingen. 1 v 9l Anm. 7 (Thür.). 9 ) Vgl. Dietr. 2, 5 Z. 23f. J0 ) Nicht bei Dietr. J. »• oben S. 179. ") Vgl. oben S. 158 (Wortlaut!). la ) Nur teilweise Vietr. 4, 7 ( Si 133 fl z 1 _ 3 Ui Thür. (Stolle 152). ») Dietr. 4, 7 Z. 4—6; fhür. (Stolle 152 f). 16 j Dietr. 4, 7 Z. 6 (in . . . cauponis hospitio). . ) Jacobus de Voraginc, Legenda aurea 758 Z. 2 v. u.: in domo . . . tabemarii p '°co, ubi porci iaeucrant. Ebenso (mit iacebant) in verschiedenen gedrucktm j^digtsammlungen (Sermoncs de sanetis), s. z. B. Hess. Denkwürdigkeiten hg. v. 184 Landeschronik. 1228 Dufs geschach nach gots geburt alfs man schreib I228jare'). Nu J.m./Febr. was efs in dem wynter, unde was sere kalt. Du ginck sie in die kirchen mit erin dryen kynderin unde mit erin dinstjungfreuwchin; da safs sie lange czyt. Uff das letzste, alfs sie nymant herbcrgen dorste, du ging sie in eynfs pricsters hufs, unde versattzste ere phande vor essenspifse. So was der gcwaldigin eyner, der er auch gehessig was, unde doch des keyn wort haben wulte, der hatte eyne schone grosfse wonunge in der stad, da vile guter kammern unde gemache innc woren, der hifs sie von schemede wegin in synen hoff geen. Du sie dar quam, da wart sie mit erme gesynde in eynen kleynen noitwinckel gesticket; unde der wirt unde die wirtynne dadin er keyn gut, sundern vile uwcrlast; so das sie widder herufs czoch. Unde muste widder in den vorgenanten stincken suwstall, wantc sie enkunde anderfs keyne herberge in der staid ubberkummen 2 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 4. buche 3 ). Unde sprichet darbie: o wylch eyne wunderliche unde arme vcrwandelunge unde ydel unselickeyd dusfser werlt; defs kunniges tochter, die da plag zu wonen in der fursten pallatz, die mufs nu die herberge beddeln unde enmag er nicht herkrigen; die da plag die krancken mentschin an ere eddelc bette zu legen, die mufs nu in demc suwstallc liggen; die da plag den fremmeden armen kynderen die almufse zu geben, die mufs ere eygen kyndere lafsin gebrechin lyden 4 ). •Bi. 197'. *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth ufs dem slosfse zu Warperg verstosfsin wirt, unde mit iren 3 kyndern und dinstjungfreuwchin in eyme suwstallc herbcrgen mufs bie altin fasfsen, unde wie sie zu den barfusfsen geet unde lefsit singen Te deum.) *bi. i9s. *Zu den geezyten was zu Ysenach eyn alt, arm unde kranck wyp, der sent Elyzabeth vile gutes mit almufsen vorm alfs gethan hatte. Dasselbe aide, bofse wyp begente zu eyner czyt sent Elyza - beth in eyner engen gasfsen. Da woren schreedsteyne gesatzst, wante efs was darselbis gar tyff unde unfledig. So wulte das aide wyp nicht wichen, unde styfs sent Elyzabeth mit nyde von den steynen in den dyfen unflaid, so das alle ere kledere verunreynet wurden. Das ungemach leyd die heylige Elyzabeth geduldicklich durch god, unde wusch mit frolicheyd ere kledere widder schone in dem wasfser. Alsus schribet her Diderich von Doringen in sym e 4. buche von sent Elyzabeth 5 ). (Hir sal stehin, wie eyn alt, bofse wyp stofset s. Elyzabeth von den schrydsteynen in den unflaet.) *bi. 198'. 'Darnach in der fasten geschach efs, alfs sent Elyzabeth zu [1228] eyner czyt mesfse horte, du wart sie entprant in godlicher Hebe; Febr./März. unde wart entzündet in sulcher andacht, das sie mit eren äuge» starte lange czyt zu dem altar. Das sach er dynerynne, genant Ysentrud; und bath sie darna, das sie wulte er uffenbaren, vvas . s ^. gesehin hette. Du sprach sent Elyzabeth: 'efs czemet sich nich i) Die Jahr angäbe nicht bei Dietr. 2 ) Dietr. 4, 7 Z. 6—22- JJf' Stellungen. s ) S. d. vor. Anmn. 4 ) Dietr. 4, 7 Z. 23-28. ") •* H " r " 4, 8 (S. 134) Z. 1-8. Landeschronik. i$c den luden zu wisfsen, was mir god der herre uffenbort hat; sundern eynfs wil ich dir nicht verhelen, das rayne sele wart mit susfser iroude begosfsen, unde han wunderwerckc unde heymelicheyd goddes ynnirlichin gesehin'. Darnach alfs sie in ere herberge quam, du afs sie gar wcnick; darumbc wart sie amcchtig, unde leyde sich ln Ysentrude schofs, unde hifs ere andere gesinde von er geen, alfs ob sie ruwen wulde. Da wart sie vvidder entzündet in der an- dacht, unde starte mit erin äugen zu godde, unde wart in grosfser holicheyd umbephangen. Darnach wart sie bedrubet, unde slos ere äugen zu, mit vergisfsunge viler trcne. Bälde darnach quam sie Widder in die frolicheyd, mit uffen äugen; unde das werte bifs zur completcnczyt. Uff das lctzste deth god iren munt uff, das sie s pracli: 'herre, ja, wiltu mit mir syn, so wil ich mit dir syn unde w ü nicht von dir gescheyden werden'. Alfs das die eddel Ysentrud n °rte, du verwunderte sie sich; unde bath sie darnach mit flisfse, was die reddc betudet hetten. Das wegctte sent Elyzabeth er zu °ffenbaren; ydoch so lyfs Ysentrud nicht abe, unde uwerwan sie JJUt grosfser bete. Du sprach sent Elyzabeth: 'ich sach in den nymrnel, unde mynen hcrn Jhesum sich zu mir bogen, unde er tr oiste mich in all myme bedrupnifse unde widderstant; alfs ich den s ach, du herfrau-*wete sich myne sele; unde du he von mir scheyden *'"■ )"• w uldc, du weyntc ich bitterlich; defs herbarmete he sich uwer mich, Unde karte sich widder zu mir unde sprach: wiltu mit mir syn, so w |l ich mit dir syn; da antwertc ich eme unde sprach: herre, ja, wiltu mit mir syn, so wil ich mit dir syn, unde wil nicht von dir 8'escheiden werden'. Alsus schribet her Diderich, predigerordens, 111 syme 4 . buche i). (Mir sal stehin, wie s. Elyzabeth ruwet in dem schofse irer dynerrynnen, unde da herscheynt sich unfser herre Jhesus unde re ddet mit er.) * Sent Elyzabeth muter, die kunnigynnc zu Ungarn, frauwe *bi. ^ßrtrud, gcborn von Carinthien, hatte eynen bruder, der was eyn ■sschoff zu Babenberg, unde hatte eyne swester, die was eync tisschc zu Kittzingen. Nu hatte die abtissche herfaren, wie er Sw estertochter, sent Elyzabeth, so betrubetlichin verstofsin were nde i n grosfseme armud lebete. Das ging er zu hertzin; unde lifs ' e erlichijj mit erin kyndern unde dinstjungfreuwehin holen geyn !ttzingen in Francken, unde brachte sie vorterfs zu deme bisschoffe s e yn Babenberg. Der hilt sie auch gar erlichen; unde gedochte, le er mochte syner swestertochter, sent Elyzabeth, widder eynen Ur sten vermaheln eelich. Alfs er damit umbeginck, du bekummertin lc h des die 3 dinstjungfreuwehin, die mit sent Elyzabeth ere . Ussc heyd godde gelobet hattin, unde klagetin er das. Du troiste e sent Elyzabeth; unde sprach: 'ich getruwe god dem almechtigin, j* s he unfs bie unfser gelobetin kusscheyd behaltin wirdef, unde . e ynich furste myner gert, dem wil ich widdersagen; unde so anders keynen weck finden mochte, so wulde ich ehir rayne y§ e n nafsen abesnyden, das ich missegestalt were unde sicher ') Biclr. 4, 9 (S. 134 f) Z. 1—17, 10, 21—32. \K\\ 1 86 Landeschronik. bliben mochte'. Nu lifs der bisschoff sent Elyzabeth mit erme ge- synde gar herlichin füren unde brengin uff syn slos genant Boden- steyn; dar sulte sie bliben, bifs er die frygerye unde Sache zum ende brengin mochte. Alsus schribet her Diderich in syme 5- buche 1 ). Indes, alfs sie uff dem slosfse was, balde darnach quam dem bisschoffe botschafft, wie das die hern, die mit lantgraven Ludewige uwer [meer] gewest a ) waren, widderquemen unde brachten syn gebeyntze mit sich. Du lifs er sent Elyzabeth widder holen geyn *bi. 200. Babinbcrg 2 ). Alfs nu die *hern von Jherusalem widder geyn Ortrand quamen, du gruben sie den lantgraven uff, unde lifsen syn gebeyntze mit flisfse abeschynden 3 ), unde slosfsen das in laden, unde leyden die uff eyn mul, unde lifsin sie herheym tragen. Unde uff dem wege, bo sie uwer nacht bieben, in allen steddin adder ca- stellen, da sattzstin sie das gebeyntze des nachts in die kyrehen; unde bestalten mit frummen luden, die darbie blebin unde er ge- beeth sprochin, mit erlicheme geluchte. Defs morgens lyfsin sie mit andacht mesfse halten unde gingen zu opper unde begingen en erbarklichin. Bo sie auch in eyne stad quamen, das b ) eyn bisschthum adder andere erliche convente woren, darselbis lifsin sie das purpurn adder syden tuch, das sie uff das gebeyntze dachten, vor defs fursten sele, unde kouftin eyn anders. Alsus begingen en syne lieben hern unde dynere uff der umbekor in allin enden, biß sie heym quamen. Alfs sie nu vor Babinberg quamen, du bestalte der bisschoff eyne erliche proecssion, unde ginck mit sent Elyz a ' beth, mitsampt allen monchen, allen paffen unde schulern, toA phanen unde kerezen, unde fürten das gebeyntze mit andacht 10 die kyrehen. Da sloifs man die laden uff unde wifste sent Elyz a " beth das gebeyntze, die schone wifs unde glantz woren. Was liebe unde lydenfs da ere hereze drug, das herkennet god. Darnacn hisch sent Elyzabeth die hern unde rittere vor sich, unde entphw» sie gutlichen, unde verczalte en, wie sie mit eren kyndern smelich« 1 verstosfsen unde verheben were. Du hettin sie die hern gerne mit en widder in Doringcn gehabt, unde der bisschoff hilt synen raitn mit en darumbe. Unde uff das sie unde ere kyndere mochtin widder zum lande inkommen, alfs das die hern dem bisschoffe g e ' *ui. 2oo>. lobetin, so lifs er cfs gescheen, das sie *mit en czoch. Die boit- schaff quam in Doringcn, wie die hern von dem heyligin lande widderquemen, unde wie sie das gebeyntze defs lantgraven gey n Reynhartfsborne brengin wulten. Da czogen syne brudere, la" 1 ' grave Hinrich und lantgrave Curd, dar, mit erer muter, frauwen Sophien; darzu die graven, die rittere, eddel unde uneddel, uls steddin, ufs dornen, eyne untzeliche grofs folck b ). Unde entphingen die hern mit dem gebeyntze, mit vergissunge erer trenc, unde begingen en da mit grosfser andacht, unde begruben das gebeyntze *) Es. uwer | gewest. Vgl. oben 8. 181 m. Anw. e. b ) so. ') Dietr. 5, 1 (S. 135) Z. 1-10, 12—14, 16—22. Vgl. Thür. (Stolle1& Stolle 91 stammt nicht aus der Thür.). *) Zusammengesetzt aus MW _ (Stolle 153) u. Dietr. (Z. 5 f) ecec subito venit nuntius episcopi [!] cam ipsam cantis in Bamberg. ") Dietr. decoctione. revo- Landeschronik. 187 wlichin, in geynwirtickeyd sent Elyzabeth. Dufs geschach na gots geburt 1228 jare. Alsus schribet her Diderich von Doringen in 1228. s yme 5. buche 1). (Mir sal stehin, wie die hern vom heiligin lande widderkummen, Unde das gebeyntze defs lantgraven begraben in geynwirt s. Efyzabeth.) Alfs lantgraven Ludewigs gebeyntze mit vilen trenen be- *bi. 201. graben was, du gingen die hern unde rittere, die das gebeyntze bracht hatten, zusammen. Bynamen was da her Rudolff von Farila, der schenck, her Walter von Farila, der schenck 2 ), her Ludolff von Berlstete, her Härtung 3 ) von Erffa 3 ). Unde gingen vor die lantgraven. Du sprach her Rudolff schenck, ieztgenant, zu lantgraven Hinriche alsus. 'Gncdiger herre, wir haben vernummen etzliche geschichte, die unfs sere befremmen; unde wir Schemen unfs, das |r sulchc unmyldickeyd unde unezucht begangen hat, das ir uwers oruders nagelofscn betrubetin wytfrauwin, die eddeln kunniges- wchter, die er buche getroistet unde geeret sultet haben, so schent- jichin unde unerlichin sunder alle schult verstosfsen hat ufs erer "erberge unde aller eygentschafft; darzu die kyndere und weyfsen uwers bruders, die ir bilchc beschuret unde beschirmet sultet haben, ,e hat ir verdrucht, vertreben unde verjaget. Bo ist nu die bruder- lc he truwe? Bo ist nu das sippeblut? Ir hat god verezornt. Ir hat Uc h selbers geuneret. Ir hat ubber gute geruchte beflecket. Ir hat uwer lande bescheymet. Unde verwor so föchte ich, das god Uch unc i e das land gar hcrschrccklichen plagen wirdet, efs ensie «an sache, das ir die heyligin frauwen biddet unde er gnung thut'. Unde fürte so scharpe redde widder den lantgraven, das die um- ^stender sich alle verwunderthen sulcher bestandenheyd hern Kudolffes. Der lantgrave wart mit den trenen syner äugen beweget, Unde weynte bitterlichen mitsampt syme bruder, lantgraven Curde 4 ). Unde sprach: 'ifs ist mir von gründe mynfs herezen leyd, das efs & e scheen * ist; unde darumbe wil ich myner liebin swester Elyza- *bi. 201 1 . et h thun allefs, des sie begert, unde was ir mich heyfset'. Da "werte her Rudolffunde sprach: 'gnediger herre, sulchs ist uch n grosfsen noden, so ir anders goddes czorn wullet vorkummen'. nde ging zu sen t Elyzabeth unde sagete er erfs swogers antwerte. a sprach sie: 'ich engere nicht slosfse noch stedde noch dorffe; n dern ich bitte, das myn swoger mir gebe, was mir von rechte ygent zu morgengobe, so das ich fry möge durch goddes willen geben'. Wante alle ere gedancken worin uff arme lüde. Alfso li i, 1 - s * e von dannen. Unde lantgrave Hinrich nam gar lieb- ^chin sent Elyzabeth zu sich, unde czoch uff Warperg, unde thet ^ r alle gut unde was er vast fruntlich. Alsus schribet her Diderich n Doringen in syme 5. buche von sent Elyzabeth 5 ). 5 d ,c!' Dietr - 5 < ~ (S- 136) Z. 5f, 9-12, 14—21; 5, 3 (S. 136) Z. 1, 6 f, 9f; 5 ' * (f. 136) Z. 1—3 u. 5f; 5, 5 (S. 137) Z. 1—9 u. 12; 5, 6 (S. 137) Z. 4f; ") s ö 10 f u - 13 f; 5 - 6 z - 1 ~ 4 u - °- 2 ) d - sch - hier ei g ener Zttsatz - d',° 8 «ßpl. v. Mencke 1999 Z. 25 v. u. *) mitsampt—Curde nicht bei Dietr. 8 L? Uch Ko nrad Elisabeth ubbel gehandelt hatte, sagt die Thür.; s. unten Seht 1 ") Diet r- 5, 7 (S. 137f); 5,8 (S. 138) Z. 1-5, 7f, 10-12. Zum c/ ^se vgl. Thür. (Stolle 153). 1 88 Landeschronik. So nu sent Elvzabeth in crfs swogers hoffe was, du dynthe sie godde flifslichen, unde was den armen mentschin behulffen 1 ). Defs wart sie von etzlichen eddeln uff eyn nuwes verhasfset unde verachtet. Unde sprachen, sie cnhilde sich nicht fürstlich, sundern sie were eyne doren unde nicht bie guter Vernunft. Unde lcyd vil smocheyd unde uwerlast. Nu was er heyligcfs leben geyn Rome geschullen vor den bobist, genant Gregorius der IX. Derselbe schreib er, unde troiste sie in erme lyden unde verfulgunge, unde bestedigete er den vorgenanten geistlichin priester, meister Curde von Margburg, zu eyme verwarer unde besorger der sele 2 )- Hirumbe wart sie gedencken, wie das sie nicht follinkummen bie erme swoger godde gedynen mochte 3 ); unde begerte erer morgen- gobe, sie wulde dannen czihcn 4 ). Unde sattzte in iren synnen unde *bi. 202. mut, wie das sie wulte geen in eyn willig *armud, unde wulde die almufsen bidden von hufsen zu hufsen; unde bath erin bichtvater meister Curde, dem sie bevolen was, mit grosfser flee unde mit weynigen äugen, das he er wulde des gunnen Du wulde der frumme priester defs nicht gestaden. Alfs sie das sach, du sprach sie zu emc: nu wil ich eyn anders besteen, da moget ir mich nicht von brengen; wante ich weyfs, das ir nicht widder goddes worte thut'. Es geschach darnach uff den gutin karfritag, alfs man 1229 Apr. 13. schreib nach goddes geburt 1229 jare 5 ), das sie quam in eyne capellen der barfusfsenbrudere, da die figur unfsers hern Cristi nacket hinck, unde die altaria bloifs worin. Da ginck sie von eyge° willen 6 ) vor den altar, in geynwirtickeyd defs priesters meister Curdes unde auch der barfusfsenbrudere, unde lcyde ere hende un den altar, unde uwergab ere aldern, ere kyndere, cre frunde unde alle werntlicbcyd 7 ), uff das sie nacket unde bloifs mochte unfserm hern Jhesu nachfulgen. Unde alfs sie auch wulde das tzytliche gut uwergeben, du czoch sie der priester darvon, uff das sie den armen mentschin vorters gegebin künde, unde erer almufse dardurch nicht beroubet wurden 8 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, in syme 5. unde 6. buche von sent Ety" zabeth»). Bie den getzyten woren etzlichc andechtige mentschin, die bestunden lantgraven Ludewigen heylsamer bede zu bitten als eynen heyligen man, unde ryfen en ane in erin noden, unde dodin wal- fferte bie syn grab. Da bewifste god syne wonderwereke, so das er vile lute herhorte, die en anryfen unde tastetin an syn grab. D a bi. 202'. wurdin die blynden sehin, die douben hören, die stommen * sprechen, die lamen geen, unde vile todin wurden ufferwecket, so das vile wallenfs dar was. Sulchc ynnickeyd des folekes verdroifs die monche, ') Vgl. Dielr. 6, 4 (S. 140) Z. 0 f. *) Dietr. 5, 9 (S. 138) Z. }"° u. 16-21. 3 ) Vgl. Dietr. 6, 1 (S. 139) Z. lf; 6, 2 (S. 130) Z. }■ 4 ) Nicht bei Dietr. B ) Die Jahrangabe nicht bei Dielr. Richtig 1228 (MW* 23). ") von eygen willen irrig aus voluntati propriae, parentibus u. s. »•' nunciavit. 7 ) Dietr. fährt fort: et omnino se exuit et nudavit (!); G. läßt aß aus Feingefühl aus. "j Dietr. 6, 1 Z. 4—7, 2 f 8—14, 16—25; das Let" 1 hier: (ut) et mariti solverentur debita [!] et egenis eleemosyna largiretur. ) d. vor. Anmn. Landeschronik. 189 vülichte darumbe, das sie vile uwerfalfs hattin; unde versumetin, das sie nicht die wundervvercke uffschreben, unde verachtetin sie. Hirumbe quam goddes czorn uwer sie, so das das cloister hirnehist") allerdinge abbrante; unde alle cziroth darinnc, an heyligthume unde an buchern, das verbrante alles mitteynander. Alsus schribet her Diderich, predigerordens, in symc 5. buche 1 ). Umbe dusfse ge- czyte herhub sich unde quam uff der ordo genant der Mergen- knechte 2 ), (als zu Vache synt 3 )). So nu lantgrave Hinrich sach unde vernam, das sent Elyzabeth sich gantz godde hergab, unde y nicht bie eme blibcn wulde, da gab he er erc morgengobe unde eyn schone mirckliche summe geltis 4 ). So czoch sie ufs Doringen, unde fulgete meister Curde geyn Margburg in Hessen 5 ). Dufs geschach in deine vorgenanten ]are alfs man schreib nach gots geburt 1229 6 ). Alfs sie nu geyn 1229. Margburg quam, do enkunde sie keyne bequeme wonunge ubber- kummen, durch verfulgunge unde abegonst etzlicher eddeln ge- waldigen darselbis. Hirumbe czoch sie uff eyn dorff 7 ) na bie der stad, genant Werde 8 ). Da quam sie in eynen wüsten hoff 9 ). Das uufs was bofse, das dach unde die wende woren zubrechen 8 ). Da rnuste sie ere legerstedde nemen under eyner treppen; da leyd sie Vu e Ungemachs von dem rouche, von der hittze, von dem reyne ünde von dem wyndc, so das sie sich mit struchen unde wellen beschuren muste 10 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen, Predigerordens, in syme 6. buche von sent Elyzabeth 11 ). *(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth wonet in eyme alden, buw- *bi 20s 'öligem, zubrochin hülse, unde mufs sich darinne mit struchen unde We llen beschuren vor dem reygcn.) *Dywile nu sent Elyzabeth zu Werde wonte 12 ), bynnen der *bi. 20 tz yt wart er zu Margburg eyn kleyne wonunge unde hufschin gedacht von leymen unde holcze; dar czoch sie mit erme gesynde 0, mit grosfser gedult unde oetmudikeit 13 ). Nu was darselbis eyne ^ le yne kirche unde convent, dar worin dry adder vire barfufsfsen- r udere ynne 14 ). Biedern cloisterchen buwete sie eynen spytal 15 ). nde alfs her Diderich beschribet in syme 6. buche, so sammelte le daryn die krancken armen lüde 16 ); unde entphing von erme •chtvader meister Curde eyn oetmudig gro kleyd; darezu gab sich r dinstjungfreuwehin eyne, genant Jutta, auch darin, unde entphing Uas gro kleyd durch god 17 ). a ) hirn. am Bande zugesetzt, y ') Dietr. 5, 6a: Suppl. V. Mencke 1998 Z. 40—IG v. u.; 1999 Z. 1—3. 0, j,. vor. Anmn. 2 ) Eng. 1116 Z. 56 ordo servorum s. Mariae coepit. >-eigener Zusatz. *) Dietr. 7, 1 (S. 142) Z. 5 f: a domino H . . . . quan- ' m aeeepit dei femula pensionem; jacobus, Lcgenda aurca 763 Z. 4: cum pro dote ■2* cl "o miiiia marcarum reeepisset. B ) Dietr. 6, 2 Z. 2 f. 6 ) Nicht bei 1,*' liiehtig 1228. ') Dietr. 6, 2 Z. 3 f (ad quandam rurensem villam). d^JW bei Dietr. 9 j Dietr. 6, 2 Z. 5. »») Dietr. 6, 2 Z. 5, 7f, 6f. bL j? 7 - u - 6 -> 8- d. vor. Anmn. l2 ) Nicht bei Dietr. 13 ) Dietr. 6,2 Z. n ~j. M ) Vielleicht Marburger Nachricht. Vgl. K. Heldmann ZRG. 30, 14 6 d v"' ^' wo a ^ er G's Angabe irrig auf Dietr. zurückgeführt wird. 1B ) Dietr. ]', * lf Vgl. Thiir. (Stulle 153): buwete do einen speta! und warte do armer • 1B ) Dietr. 6, 4 Z. 2 u. 10—12. I7 ) Dietr 6, 4 Z. 5 f u. 8. igo Landeschronik. (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth mit eyner dinstjungfrauwen entphangen von meister Curde das gro kleyd, in geynwirtickeyd der barfusfsinbrudere.) »m. 2U4. *ln deme vorgenanten spitale dynthe sie den armen krancken luden mit flisfse. Etzliche die batthe sie, etzlichin machte sie die bette, etzliche drug sie an die bette unde deckte sie, etzliche drug sie an heyineliche stedde eris liebes noiddorft. Dar leyd sie grosfsen gestanck uwer. Unde derglichen ist nymee herfarn von anders keyme heyligen, der sulche un- fledickeyd mit krancken, stinckenden, verwonthin, ussettzigen, grynthen unde unreynen armen mentschin so flifslichen gehandelt habe, unde die wercke der barmhertzickeyd so unverdrosfsen durch goddes willen follen- bracht habe, alfs die furstynne, defs konniges tochter, sent Elyzabeth. Eis geschach eynfs, alfs sie die krancken spifste unde wusch, du sprach sie zu erin dinstmayden: 'o wie wole ist unfs nu, das wir so unfsern hern Jhesum wesschen, baden, spifsen unde drencken'. Du antwerte eyne unde sprach: 'frauwe, uch ist wole; aber ob den andern wole sie, des enweifs ich nicht'. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 7. buche')- Sent Elyzabeth was auch besorget, das die krancken io bereyd unde bestalt wurden mit den heyligen sacramenten. Eis geschach eynfs, das eyne arme frauwe swach ward unde doch drege was zu der bichte. Du vermanete sie sent Elyzabeth, das sie bichten unde sich bereytin sulte zu godde. Da lag die arme frauwe slofferig unde gemachsam. Du nam sent Elyzabeth scharpe rüden unde weckete sie von dem slaffe des versume- nisfses, unde machte sie ylende unde rysch zu der bichte unde zu den andern sacramenten. Alsus schribet her Diderich in syme 7. buche 2 ). *isi. au* 1 . * (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth den krancken wartet, mit essen, mit drincken, mit baden, mit betten, unde dreyd sie uff erin fufs unde heymlich gemach.) *m. 206. * (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth mit eyner rüden heubet eyne arme frauwen an dem bette, das sie bichten sulle.) *bi. 2u.v. * Efs geschach auch zu eyner czyt, das eyne arme frauwe quam unde brochte er kynt, das was doup unde stum, unde suchte die droisterynne« der armen in dem spitale, unde wulde sie bidden mnbe die almufsen- So enwas uff die czyt sent Elyzabeth nicht darinne. Du sattzste die fraUW e das kynt nidder unde ging herufs, etzwas zu thunde. Indes quam die heylige frauwe unde sach das arme kynt da alleyne sittzen. Du bogede sie sich zu eme unde sprach: 'liebe kynt, wer hat dich her bracht'. Das kynt antwerte er nichts. Du bath unde flede sie dem kynde, das efs er antwertin wulde; wante sie enwiste nicht des kyndes gebrechin. Unde sprach: 'gude kynt, nu antwerte mir, in dem namen unfsers hern Jhesu Cristi'. Du thet god des kyndes munt uff; unde sprach: 'myn muter hat mich her bracht'. Do wart die muter geheysschet, unde sent Elyzabeth ging herufs. Alfs die muter quam unde horte er kynt redden, du verwunderte sie sich usfsermafse; unde sprach: 'wer hat dir die sproche g?" gebin'. Do antwerte das kynt: 'eyne gutliche frauwe quam gegangin, unde fragete, wer mich dar bracht hette, unde bath mich in dem namen Jhesu, das ich er antwerte gebe'. Du nam die frauwe er kynt unde ging heyi", unde lobete god den hern durch den verdinst sent Elyzabeth. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 7. buche 3 ). *B1. 206. * (Hir sal stehin, wie eyn kynt sittzet vor s. Elyzabeth, und sie machet efs kofsen, das vor stum was; indes klimmet des kyndes muten ilenät ') Dietr. 7, 5 (S. 144) Z. 12 f, 16—19, 13—15. Dazwischen ausmalende eigene Zusätze. ') Dietr. 7, 5 (S. 144) Z, 23-27. s ) Dietr. 7, 6»' Suppl. v. Mencke 2002 Z. 14-40. Landeschronik. jgj * Die heylige Elyzabeth wart gedencken an die worte unfsers hern *bi. 206'. Jhesu, dar sent Lucas von beschribet an dem 19. capittele, unde auch sent Matheus an dem 25. capitele 1 ), unde wulde nicht das gelt des hern under die erden begraben, noch in eyn tuch bynden, sundern sie wulde eis godde gebin. Hirumbe lifs sie verkundigin bynnen 12 mylen umbe Margburg hei', wer durch gots willin die heyligen almufse entphangen wulde, der mochte geyn Margburg klimmen, uff eynen nemelichen tag da Z U syn. Da quamen die lamen, die blinden, die gebrechlichin unde die armen von allen enden, eyne unmefsliche grosfse schar folekes, uff den benanten tag. Da worin bestalt vile stareker manne, die dem foleke vor ungefüge sturten, unde ordenten, das yckelicheme syne almufse wurde. So geschach eyn geboid, wilcher von syner stedde uffstunde, adder eyner den andern hynderte, adder die almufse czweymole, durch girheit, nemen Wulde, deine sulte man sin hoer, zun schänden, abescherin. Alfs das nu Wole geordent was, du stunt die heylige Elyzabeth mitten under en alfs eyne muter der armen mentschin, unde lifs en allin geben; so das sie uff den eynigen tag 5 hundert marg gab durch god. Da wart eyne mayd, genant Radegund") 2 ), vor sent Elyzabeth bracht, alfs sie das geboit ubber- t'eden hette. Du hifs die heylige frauwe, das man sulte er das hoer, das üan g ar sc hone was, abesnyden. Unde das geschach auch. Du schrey Qle mayd uwerlud Nu enwas sie nicht dar klimmen, das sie die almufse ieme; sundern sie hatte eyne krancke swester da, dieselben wulde sie an- s prechin. Hirumbe sprochin etzliche, man hette *sie unschuldicklichin »Bi. 207. ^eschemet. Da antworte sent Elyzabeth gar oetmudicklichin unde sprach: lr 'st gar wole gescheen, das sie vortmers mit dem schonen höre nicht Zl1 deine dantzc geet'. Unde hisch sie vor sich unde fragete sie, ob sie ^ch vormalfs y keynen guten vorsattz gehabt hette, ir leben zu besfsern. ~ a sprach die mayd: 'ja, ich hette vor langer czyt mich in eyn geistlich 'eben gegeben unde godde gedynth, hette ich des schonen horefs nicht Sehabt, da ich alleczyt eyne wollust unde behegelicheyd inne hatte'. Da sprach sent Elyzabeth: 'nu habe ich grosfser froude in dem abesnyden "tynfs horefs, dan ob myn eigin soen eyn Romsch kunnig worden were'. f^sus bekarte sie die mayd, die sich vormers zu godde gab. Unde sent ^yzabeth nam sie bie sich, unde sie dynthe den armen luden in dem •Pitale mit flisfse bifs in erin toid. Alfs nu die almufsen ufsgegebin warin, 11 bieben vile lamer unde krancker mentschin dar liggen, vor den czunen nae bo sie mochten. Du das sent Elyzabeth vernam, alfs der obint Dam, do versammelte sie dieselben, unde lifs en eyn lanck, groifs für ma- m j unde gab en broit. Da wurden sie alle herfrauwet unde lobetin god 011 hymmel. Das uwerige gelt, das sie vor ere morgengobe von irme swoger, em lantgraven, entphangin hatte, da bestalte sie die krancken midde in em spitale, unde gab auch vorterfs flifslichin darvon allen armen luden. sus schribet her Diderich von Doringen in syme 7. buche 8 ). , . (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth ist in dem mittel der armen, unde *Bi. 207 1 . S1 * en geben die almufse, bienamen 500 marck uff eynen tag, unde Cn > wie sie bekert die mayd in dem abesnyden irefs harifs.) * Sent Elyzabeth was me bedocht uff fremmede arme kyndere, durch *bi. 208. kv H W ' llen > ^an uff er eygin liplichin kyndere; wante sie deth ere eygen ^yndere von sich unde spifste fremmede arme kyndere. Zu eyner czyt ") g. R. am Rande nachgetragen. oei* ') Luc - 19 , 20; Math. 25, 18 u. 25. Eigener Zusatz. 2 ) Der nach- Uo? 9 Z ne Wame: Jacobus, Leqenda atirca 763 Z. 7 v. u. s ) Bietr. 7, 1 (S. 7 l i 8 ~16; 7, 2 (S. 143) Z. 1-10 u. 15 f; 7, 3 (S. US) Z. 2-10 u. 12-16; ' * & 17-21- 7, 4 {S. 143) Z. lf. 192 Landeschronik. geschach efs, das eyne arme swanger frauwe zu er quam. Die nam sent Elyzabeth durch gots vvillin uff unde herbergete sie. Unde alfs das kynt geborn wart, du lifs sie das touffin unde nach erme namen Elyzabeth nennen, unde spifste die frauvven. Du der frauwen wochin umbe waren, unde sie scheyden sulte, da gab er sent Elyzabeth eynen mantel unde eyn par schu, die sie ufs erin eigin fusfsen czoch, eyn houbettuch, speck unde meel, darzu 12 colscher phennige. In der nacht ging die frauvve heymelichin enweg unde lifs das kynt dar liggen. Del's morgens gar fru sprach sent Elyzabeth zu erer dinstmayd: 'brenge der frauwin dusfse wurttze unde gekrude, da sie sich möge von kreftigen uff dem wege'. Du was die frauwe enweg, unde das kynt lag alleyne dar. Du das sent Elyzabeth horte, do nam sie das kynt zu er, unde bestalte eme eyne ammen. Unde verschafte mit dem richter der stad zu Margburg, das man die frauwin uff den strasfsen suchte; wante sent Elyzabeth forchte den czorn meister Guides. Unde so man er nicht finden mochte, du sprach die dinstmaid zu sent Elyzabeth: 'frauwe, biddet god, das er uch des kyndes muter wifsin wulle • Do antwerte sie unde sprach: 'ich enkan anders nicht gebydden, das was goddes wille sie, das geschee'. Bälde darnach quam des kyndes vater unde muter unde baden gnade. Unde bekantin ulfenberlichin, das sie nicht vorterfs kummen mochten, sundern sie musten widder umbekeren unde . er kynt widdernemen. * Da wart der imdanckwer frauwin der mantel unde schu genommen unde andern luden umbe gots willen gegeben. Das her- barmete doch sent Elyzabeth, unde gab er eyn ander par schu. Da nam die frauwe er kynt unde ging enweck. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 7. buche von sent Elyzabeth 1 ). (Hir sal stehin, wie eyn kynt in den wickeln ligget vor s. Elyzabeth) unde wie defs kyndes vater unde muter widderkummen unde fallin 11 ß e,e kny unde bitten gnade.) * Elyzabeth, die heylige frauwe, afs nicht ubberfludig, sundern g ar arme koste, alfs erbeyfs, bonen, kappufskrut' 2 ), die worin zu vilen geczyten in slechtem wasfser gekochet. Unde wan sie etzvvas guter spifse hatte, 0^ czoch sie erme eigen munde abe unde gab sie armen luden. Sie kochte auch etzwan selbers. Sie afs mit eren dinstmayden ufs eyner schussele' 1 ' Unde was gar gutlichin unde oetmudig mit erme gesynde von eren kyfl'" thagin bifs in er ende. Unde darnach alfs sie das gro klcyd an sich naS°» du wulde sie nicht gestaden, das die dinsti.ieyde sie domina adder frauw e hisfsen, sundern eynfeldicklich siecht Elyzabeth numeten. Defs spra cl1 eyne er meyde, genant Ysentrud'), zu er: 'ir sammelt under unfs g e >' n god uwern verdynst, unde wir unfser Verlust; wante wir mochten unfs d e , s herheben, das ir unfs so gemeyne syd, unde unfs dardurch versündige 11 ■ Du sprach sent Elyzabeth: 'nu mustu in mynen schofs sittzen'. Unde von grosfser oetmudickeyd nam sie dieselbin Ysentrud in erin schofs. AlSJ» was sie erin mayden gar gutlichin. Wan sie auch eyn czornick adder yö e wort von en horte, so sprach sie: 'bo ist nu der herre; wir wullen von godde redden, so plcget unfser herre geynwirtig zu syn'. Darzu WUSCÖ sie die toppen, schusseln, teller unde andern hufsraith. Unde uff das sie sulchs mit flisfse gethun mochte, so sante sie dicke die dinstmayde n » dem hufse 4 ). Sulcher oetmudickeyd plag sie, unde was under erin meydei alfs eyne dinstmayd 5 ). Er kledere worin auch vast snode unde lylicheii. Wante sie hatte eynen groen mantel, der was eczwas zu kurtz, hirum" ») Dietr. 7. 6 (S. 144 f) Z. 23 f, 1—18, 20 f. ') Dietr, leguminibus *« communibus oleribus. 3 ; Dietr. vielmehr: lrmenqardis. ") Dielt- 0, ,, (8. 140) Z. 1—8; G, 7 {S. 141) Z. G f, 1—6, 7-13. 15-IS; G, 8: S. M *' 17 — 20. 6 ) Nicht bei JJictr. Landeschronik. 193 Was he herlenget mit ander färbe groefs tuchs. Die ermein an erme rocke worin zurysfsen, * hirumbe worin sie gelappet mit ander färbe thuchs. Die *m. 209 1 . locher unde rysfse an eren alten kledern die besserte sie unde lapte sie selbers mit läppen mencherley groe färbe. Sie plag auch keynfs musig- ganges, sundern sie arbeyte unde span umbe loen; wante sie gab armen luden, was sie herkrigen mochte. Nu enkunde sie keynen flafs gespynnen, sundern sie span wullen den cloisterjungfrauwen geyn Aldenburg; unde nam darvon weniger dan ander lüde; unde suchte ere libefsnarunge daran 1 ). Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordenfs, in syme 6. buche 2 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth die toppen, teller, schusseln, pan unde leffel unde andern hufsraid wesschet.) * Andreas, der mechtige kunnig zu Ungarn, sent Elyzabeth vater, der *bi. 210. herfur, wie syne tochter so in grosfseme armude lebete unde verachtet were. Hirumbe so sante er eynen graven ufs mit eyme schonen reyfsigen geczuge, syne tochter zu holen unde widder in Ungarn zu brengen. Der grave was genant Pauias 3 ). Unde quam geyn Margburg wol herczuget. u a fant er syns hern tochter, sent Elyzabeth, sittzen unde span woln. Du verwunderte sich der grave so sere, das er sich mit dem czeichin des C1 utzes seenthe. Unde sprach: 'nu enist nymee herfaren, das des kunniges Jochter wollenspynnenfs sich neren mufs'. Unde warp sine botschafft, unde nette sie gerne mit sich in Ungarn gefurt. Aber die heylige frauwe en- wulde keyne czytliche ere, gut, noch wollust haben, sundern sie wulde unfserm hern Jhesu dynen in eyme oetmudigen unde armen leben. Unde bleib bie den krancken armen mentschin, denselben in dem spitale zu w artin. Du czoch der grave mit den synen widder heym. Sie was auch s ? flisfsig mit dem spynnen, das sie etzwas so kranck daruwer wart, das S1 e nicht lenger gesittzin künde; unde legede sich uff er bette unde span , ° l'ggende. Unde wan er der dinstmayde eyne den rocken nam, uff ^ as sie ruwen sulte, so czockte unde czeyfste sie die wollen, die sie vor- ters spynnen wulde. Alfsus was sie flisfsig mit arbeyd, uff das sie durch "en musigganck nicht uwels dede. Efs geschach auch etzwan, das er bicht- v ater meister Curt, alfs er in den landen umbeczoch, zu predigen unde 5 U leren, er botschaff thet, eme geyn Ysenach adder anderfswo *nachzu- *w. 210'. u'gen. So schickte sie den cloisterfrauwen geyn Aldenburg das spynnegelt, as sie underfswylen vorhynne uffgenummcn hatte, widder heym, uff das ' e v nichts behilde, das noch unverdynth were. Alsus schribet her Dide- c " von Doringen, predigerordens, in syme 6. buche 4 ). ,. (Hir sal stehin, wie der grave ufs Ungarn kummet zu s. Elyzabeth, s sie mit erer mayd sittzet unde wollen spynnet.) ' Die barmhertzige muter der armen, sent Elyzabeth, plag auch mit < n 'i dinstmaydin zu den armen luden in ere hufse zu geen, unde brachte ^ n c ''e almufse, broid, fleisch, meel, unde anders wefs sie hatte. Efs gescha y n, s, das eyn arm kranck mentsche gelüste, fissche zu essen. Du ryff n t Elyzabeth god den hern ane, unde ginck uwer eynen born, da aller- sfe^k k evne fissche plagen ynne zu syn, unde schepte wasfser; unde alfs c j e heym quam, du fant sie eynen gnuglichin fisch in dem eymer. Du anckt e sie godde, unde spifste darmidde den krancken. Alsus schribet er Diderich in syme 6. buche von sent Elyzabeth 6 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth eynen fisch in dem eymer findet, SteV ^'k' 1 darmidde den krancken, unde auch, wie er mayde bie er n unde dragen die almufse, alfs broit, fleisch unde meel.) m. 211. ') Dietr. 6, 5 Z 12—17 v 8—11. ') S. d. vor. Anmn. 3 ) Welt. «) Dietr. 6, 6 (S. 141). 6 ) Dietr. 6, 8 (S. 141) Z. Ifu. 5—8 j Q4 Landeschronik. *bi. au'. *Da wart auch eyn kynth bracht, dem was der vater unde muter gestorben. Das kynt was lyddesuchtig unde hatte auch den durchgang mit blude. Sulch arme kranck kynt nam sent Elyzabeth zu er in er hufs, unde warte eme mit flisfse. Unde stunt dicke des nachtes uff unde druck das kynth uff eren heyligen armen, unde wischte unde reynigete von eme den unflaid. Darnach du das kynth gestarb, du nam sie eyne arme krancke mayd heymelich in er hufs, die wafs usfsettzig. Der warte sie mit flisfse; sie wusch er, sie bette er, sie gab er esfsen, sie gab er drincken, sie czoch er die kledere unde schu ufs unde ane. Da das meister Curt vernam, du brochte er die krancken usfsettzigen mayd von er. Darnach nam sie in er hufs eyn arm, elendig, grynthe kynt, das enhatte keyn hör uff syme hobete. Dem warte sie auch, unde salbete ein syn houbt getruwelichin ')• Defsglichen bo sie die allerkrencksten mentschin hersach, da wart sie beweget mit der barmherezickeyt, unde nam sie in ere wonunge, unde asfs unde tranck mit en uwer erme tissche. Alfs nU das meister Curt sach, du druck he darin; unde föchte, das sie ycht dar- durch zu vile geswechet wurde 2 ). Alsus schribet her Diderich in syme 6. buche"). Auch alfs er sach, das sent Elyzabeth von goddes craft so follen- kummen was, du gedochte er, nachdem sie die werlt, er frunde unde ere eygen kyndere ubbergeben hatte, so sulte sie auch ere dinstmayde, die von kynt uff bie er gewest waren, verlasfsen, uff das sie mit denselben keynerley gespreeche, redde adder gutmudickeyd, dardurch sie erer ynnickeyd zu godde vergefse, haben sulte. Efs geschach auch: sie mtiste *bi. 212. Ysentruden durch gehorsam meyster Curdes verlasfsen; dartzu "Jutten, die das gro kleyd mit er entphangen hatte, mufste sie auch verlafsin; dar sie sich dan mit schryen unde weynen vonne sehyd 4 ). Unde enmochte der nicht wole vergesfsen; hirumbe gab sie sich in er gebeeth zu godde, das er eyne gedult werden mochte aller erdischin dinge. God gab er die gedult. Du sprach sie zu erin mayden: 'alle tzytlich gut, werntliche ere, richthum, unde alles das in der werlt behagin mag, das han ich nu alle verachtet durch der liebe willen mynfs hern Jhesu; ich habe der liebe myner eygen liplichen kyndere vergesfsen, unde sie synt mir alfs ande' kyndere; ich habe sie godde bevolen, der wulle efs mit en verschaffen nach syme godlichin willin; keyne creatura liebet mir mee, wante ich hau alleyne lieb god, den schepper aller dinge' 6 ). Sent Elyzabeth gab den armen luden so vile almufsen, das meister Curt sich forchte, er wurde lypnarunge gebrechin, unde verboit er, so vil zu gebin. Defs zu vervvaren, so fugete he etzliche strenge frauwin zu er, die alletzyt daruff acht namen- Dieselbin frauwin bewifstin sich auch geyn sie gar grymmick unde daden er vile bedrangs an. Nu was sent Elyzabeth so gantz bedocht uff clie armen lüde, das sie grosfse pyne an erme herezen drug, so sie nicht mochte nach erme willen en geben; ydoch künde sie des nicht verdulden, sie engebe dan den armen. Unde wan sie etzwas durch god gab, so wart sie des beseyd von den argen frauwen. Hirumbe leyd sie manchen harten geyselslag von meister Curde, so das he sie zu vilen getzyten dartzu an erin halfs slug. Das leyd sie gantz geduldicklichen, in gedechtenisfse d e ' halfsslege unde lydenfs unfsers hern Jhesu. Was aber treffliche sache *bi. 212'. woren, dar *uwertrad sie nicht den gehorsam, sundern sie hilt en gestreng' lichen. Alfs etzwan darnach, wan ere allerliebesten Ysentrud unde Jutta* geswestere, die ere dinstmayde gewest warin, zu er quamen, so endorflte >) Dietr. 6, 8: S. 142 Z. 6—16. 2 ) Dietr. 6. 4 Z. 13 f; D. 7, ö $• 144) Z. 1-3. 3 ) Im 6. u. 7.; s. d. vor. Anmn. 4 j Dietr. 6, 4 Z. 17—**\ 6 ) Dietr. 6, 3 (8. 139 f) Z. 3—12. Ein Citat hier wohl versehentlich ausgelassen, vgl. oben Anw. 3, unten Anm. 2. Landeschronik. 195 die heylige Elyzabeth denselben nicht esfsen geben, noch sunder loube mit en nichts kofsen 1 ). Dartzu verboit er meister Curt, das sie ydem armen mentschin nicht mee wan eynen phennigk geben muste. Da gab sie doch so vilen unde menchem armen mentschin, das he er das gelt verboid; unde herloubete er, broit zu gebin. Da gab sie vil gantzer brode durch god, das he er das auch verboit; unde herloubete er, stucke broits zu geben. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 7. buche von sent Elyzabeth')- (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth gibbet den armen vile phennige, darnach 1 phennig, darnach gancze brode unde zulettzst stucke brodes.) * Alfs nu etzliche bol'se, arigdencken lüde sahin, das sent Elyzabeth *bi. 21s. so gar gehorsam was meyster Curde, unde mit eme gemeynschaff hatte, c 'u bestunden sie sontliche dinge von den czween heyligin mentschin zu r eddin unde sie zu berochtigen. Du das vernam her Rudolff, sehende, von Varila, du quam he zu er; unde sprach: 'gnedige frauwe, czemetfs sich mi '", etzwas mit uch zu reddin'? Sie antwerte oetmudicklich: 'ja'. Du sprach her Rudolff: 'myn gnedige frauwe sal sorge haben unde acht nemen eynls guden namen; wante umbe der vilen gemeynschaff, die ir mit meister ^-ui'de habet, so czihet uch das dorechte folck etzwas bofses, unde reddet v °n iich schemeliche sache'. Da sach sie zu godde uff in den hymmel; "öde sprach: 'gebenediget sie god, myn herre, Jhesus Cristus; ich hau verlafsen den adel mynfs geslechts unde alle czytlich gut unde wollust, unde han myne jogent missestalt, unde han mich selbers arm gemacht, Umbe goddes liebe willen; sundern ich was in hoffen, zu behaltin alleyne P>e cziroth der freuwelichin czocht unde ere; aber alfs ich höre, so dancke 1C J\ godde von hymmel, das er dusfse gobe defs unrechtin, das uff mich gedocht ist in myner gedult, alfs eynen sonderlichen verdinst von mir ent- Phangin hat, dardurch ich getruwin godde, das er mich in aller verfulgunge e , me behegelichin machen wulle'. Unde czoch er kledere von iren schulderen, unde wifste den erbarn frummen hern erin lichenam, mit blude ^rönnen, fol wonden mit geyseln unde niden geslagen; unde sprach: Ä her schencke, uff das ir keynefs argen auch dencken, dyt ist die le "e, die der heylige prister zu mir dreget, unde auch die liebe, die ich u godde trage'. Alsus schribet her Diderich in syme 6. buche 8 ). , (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth ire bludige unde verwonten schul- *bi. 213. oern wifset hern Rudolffen, schencken.) ,. Frauwe Gertrud, kunnigynne zu Ungarn, sent Elyzabeth muter, alfs *bi. au. e vormalfs von den Ungarn getot unde herworget was 4 ), so quam sie in yner nacht unde herscheynte sich in dem sloffe erer tochter, mit gebogetin n yen; unde sprach: 'myne allerliebeste tochter, bidde god vor mich umbe ' pyne willen, die ich nach lyde durch versumenisfse willen der weilt, pi an dem leben was; wante du kanst gebiddin'. Da herwachte sent J .yzabeth, unde stunt uff unde gab sich in er ynniges gebeeth zu godde, ut vergisfsunge erer treue. Darnach entslyff sie widder. Da herscheynte n che muter andermolfs, unde danckte er; unde sprach, sie were nu er 'oist. Alsus schribet her Diderich in syme 6. buche 6 ). . (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth muter, toit, sich herscheynet der achter in dem slaffe.) * Das gebeet sent Elyzabeth, alfs das herhört wart vor die toden, so *bi. 214. ait e ^s auch herhört vor die lebendigen"). Efs geschach etzwan, das A ') Dietr. salutare. ») Dietr. 7, 4 (S. 143 f) Z. 3—22. Vgl. oben <, „■ 5 - 3 ) Dietr. 6 4: Suppl. v. Memke 2000 Z. 29 v. u. bis 2001 Z. 4. Z Msul oben S. 153 (1213). ' '-) Dietr. 6, S (S. Ulf) Z. 10—15. °) Eigener 13* 196 Landeschronik. eyne dogentliche frauwe, genant Gertrud von Leymbach, zu sent Elyzabeth plag zu kummen, unde besprochen sich mit eynander von godlichen Sachen '). Nu hatte die erbar frauwe eynen dyner 2 ), genant Bertold, der quam zu eyner czyt mit er zu sent Elyzabeth. Derselbe jungeling hilt sich mit syner kledunge hoemudig, nach der werlde louft. Du sprach sent Elyzabeth zu eme: 'du heldest dich zumale untzemelichin ; warumbe endynstu nicht godde, dyme schepper'? Do sprach der jungeling: 'o frauwe, ich bidde uch, das ir god vor mich bidden wullet, das he mir die gnade verlyhen wulle, das ich eme möge gedynen'. Da antwerte sent Elyzabeth unde sprach: 'ich wil gerne vor dich bidden, aber du must dich zu der gnade bequeme machin unde salt auch bidden'. Do fyl der jungeling uff syne kny unde gab sich in syn gebeeth, defsglichen sent Elyzabeth. Alfs sie nu so etz- was lange in erme gebede worin, du bestirnt der jungeling zu raffen unde sprach: 'o frauwe, höret uff von uwerm gebede, wante ich werde amechtig von grosfser hittze'. Nu was eme so heyfs worden, das er damp unde swittzte so vil, das syne kledere nafs wurden, unde slug syne hande her unde der, alfs ob er unsynnig were. Du lyff die erbar frauwe Gertrud unde sent Elyzabeth mayd dar unde hilden en. Da ryff er dicke: 'o frauwe Elyzabeth, höret uff'. Zuletzst sprach er: 'ich bidde uch in dem namen des hern, das ir uffhoret des bedenfs, wante das für der hittze verbornt mich'. Nu was er so heyfs wurden, das diegenen, die en hilden, kume . das gelyden mochten. *Alfso horte sie uff. Dufs wunder geschach in dem jare vor sent Elyzabeth dode, in der kirchen zu Werde"), alfs sie dar ge- walt was. Alsus verbrante sent Elyzabeth in dem jungelinge alle begerde der werntlicheyd, unde entphengete en in der hittze der godlichin liebe, so das er in eynen geistlichin orden ginck. Derglichin geschach vil meer, vor wen sie er gebeeth ted. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 7. buche von sent Elyzabeth 4 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth uff erin knyen god biddet vor eynen jungeling; der jungeling mit hoemudiger [kledunge]") auch uff synen knyen; den haltin czwo frauwen.) * Grosfse hittzige liebe hatte sent Elyzabeth zu godde unde zu synen heyligin. O wie mit grosfser andacht firte sie die festa unde hochgetzyte goddes! O wie mit grosfser ynnickeyd erthe sie der lieben heyligin tage- O wie mit grosfser cziroth unde geluchte wirdigete sie das gebeynttze unde heyligthum der usfserweltin! Wante sie was in follinkummender liebe, in worem glouben, in untzwifeler hoffenunge, in lieblicher wandelunge, in oet- mudiger werckunge, in versmelicher kledunge, in heyliger gottisbegerlicheyd, in schonen gedancken, in reyneme herttzin, in guter consciencien, in luterm verstände, in eynfeldiger klarheyd, in unbeflecktem leben, in flyfslicher andacht. Hirumbe was er leben godde angeneme; unde geschach gar dicke, das sie in solcher grosfser andacht unde contemplacion was, das er ge- dancke uffgenummen wart, das sich die engelisschin gesichte er her- scheyntin tag unde nacht, dartzu unfsern hern Jhesum Cristum sach von angesichte zu angesichte mit eyner grosfsen schar der heyligen engele, der sie dan troiste, sterckete unde mit er koste. Dardurch wart er angesichte verkleret, so das von er strameln gingen, klar alfs dy sonne, die die frummen mentschin sahen von er glanttzen. Alsus schribet her Didericn von Doringen, predigerordens, in syme 7. buche von sent Elyzabeth 6 )- a) Hs. ohne Lücke. l ) Dietr. nur venit . . . aliquando . . . visitandi gratia. J ) Dietr. . ado J5 s ^f" S quidam. a ) Dieir. in loco competenti monasterii in Werde; gemeint ist wette ■ *) Dietr. 7, 7 (S. 145) Z. 10—30. Einiges umbestellt. 6 ) Dietr. 7, 8 (P- 145 f) Z 14; 7, 9 (S. 146) Z 6—23. I.andeschronik. 197 * (Hir sal stehin, wie sich vinfser herre Jhesus mit eyner grosfsen *bi. 216. schar cngeln herscheynt sent Elyzabeth, darvon sie verkleret wirt mit strameln, von er geen alfs die sonne.) *Alfs nu die czyt quam, das god syne dynerinnen belonen *bi. 218 1 . wulde, du herscheynte sich aber unfser herre Jhesus; unde sprach z u er alsus: 'kom, du usfserwelte myne frundynne, in die ewigin selickeyd, dir bereyd'. Nu was zur seibin czyt er bichtvater, meister Curt von Margburg, vast kranck; so ginck sent Elyzabeth zu eme, unde troiste en mit godlichen wortin in syner kranckheyd. Du fragete sie der andechtige priestcr unde sprach: 'myn liebe frauwe unde tochter, wie wullet ir uwern stot unde leben orden nach myme dode'? Da antworte sie nichts von dem dode des priesters, sundern sie verkundigete eine worlichin erin e3'gin toid, alfs er god uffcnbort hatte. Unde das geschach auch, wante an dem firden tage darnach wart die heylige Elyzabeth kranck, unde der prister fachte sich widder uff). Also schribet her Diderich in syme 8. buche von sent Elyzabeth 2 ). (Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth zu dem krancken priester geet, unde troistet en mit godlichin Worten.) So nu die heylige Elyzabeth me wan 12 tage in kranckeyd *bi. an. was, zu eyner czyt geschach efs, alfs er mayd, genant Equivoca 3 ), bl e deme bette safs, du horte sie gar eyne susfse stymme gesanges ^°n sent Elyzabeth. Nu hatte sie sich geyn die want geleyd. Zu- hant darnach sprach sie zu der mayd: 'bo bistu'. Sie antwerte: frauwe, ich byn alhir, unde ir hat gar susfse gesungen'. Du sprach s ent Elyzabeth: 'hastu das gehört'. Sie antwerte: 'ja'. Du sprach v orterfs sent Elyzabeth: 'verwore sage ich dir, das czusschin mir unde der wand eyn fogelyn safs, das sanck so wole unde so susfse, unde reyfste mich darzu, das ich muste mit eme syngen'. Darnach defs dritten tages vor erme abescheyde du lyfs sie von er[i 231N0V.17] uistriben alle werntliche pcrsonen. Wantc da worin vile erbar r urnmcr frauwen, die zu er kummcn woren unde sie troistin wulten. nde sprach; 'ich wil mich bedenken uff das lettzste strenge ge- cnte, unde wil mich mid godde myme hern bekümmern'. Dar- jlfn uff d en jg ta g. jgg mon (; S novembris, der gefyl zu der czyt Nov. 18. eynen sontag 4 ), nach der metten, thet sie ere lutern reynen i^ C me ^ s t er Curde von Margburg. Du fragete der priester, was thun sulde mit erme hufsrade, unde anders wefs sie hette. Da Prach sie: 'alles das ich bifsher gehat habe, das was armer lüde; ' r umbe bitte ich uch, das ir dasselbe follin under dy armen deylet'; s gescheyden eynen bofsen rock, dar wulde sie ynne begraben . er °en. Anders entsattzste sie keyn testament, auch bestalte sie ents von kostlichem begenckenisfse, wiewole sie eynfs kunniges °chter unde *eyne furstynne dufs landes was 5 ). Darnach ümbe *bi- ««'• y Q e ure 6 ) du brochte der priester die heyligen sacramenta. Da verst- j unde —«ff nicht bei Dietr. 2 ) Dietr. 8, 1 (S. 146f). 8 ) Mi f s ~ Ha ncbiis; sie hiefs ihrer Herrin'gleichnamig'Elisabeth. *) Dietr. dominica Tod^t Martini = Nov. 16; 'Nov. 18' fügt G. irrig zu, weil er Nov. 19 für den uestag hält. 5j wiewole—was nicht bei Dietr. " "j Dietr. circa horam primam. io,8 Landeschronik. entphing sie unfsern hern Jhcsum Cristum mit grosfscr andacht, mit grofsfser begerde unde mit grosfser ynnickeyd. Darnach bestunt sie zu redden von den allerbestin godlichen sprachen, die sie y in der heyligen predigad gehört hatte. Unde sunderlichin rette sie von den czween geswestern Marien Magdalenen unde Marthan, wie sie der herrc Jhesus getroist hatte, alfs sie weyntin urabe erin bruder Lazarus, unde wie der herrc mit cn geweynet hatte in syner uffweckunge; unde rette so lieblichin darvon, das etzliche geistliche personen, die bie er worin, auch weynten unde worden betrübet. Du sprach sent Elyzabeth zu en, alfs unfser herrc Cristus auch gesprochen hatte, du er abescheyden wulde: 'ir tochtere von Jheru- salem, weynet nicht uwer mich, sundern uwer uch'. Unde sweyg daruff. Du wurden gehört in erme halfse gar susfse lobesenge, unde sie hilt doch den munt stille zu. Da fragetin die geistlichin frauwen, die umbe sie her safsin, was das betutte. Da sprach sie: 'hat ir nicht ymants horin mit mir syngen'r Alsus brachte sie den gantzin tag in godlicher andacht zu, bifs an die mitternacht. Da sprach sie 1 ) zu den frauwen: 'was wulten wir thun, ob sich der bofse geist unfs herscheynen wurde'? Unde sprach zuhant darnach mit luder stymme: 'fly, fly'; alfs sie den fygent von er enweg treyb. Indes horte sie die hanen kreen zu mitternacht 2 ). Du sprach sie: 'die stunde entstehit unfs, alfs die heylige jungfrauwe *bi. 2i8. Maria geberet *hait den hern Jhesum, unfsern selickmecher, unde cn geleet hat in cyne krippen'. Unde rette so mit frouden von der allerheyligestin geburt Jhesu, alfs ob sie nicht kranck were. Unde sprach: 'wiewole das ich swach byn, so cnfule ich doch keynen smerttzen'. Unde befal diegene, die bie er sasfsen, godde von hymmel, unde senckte er houbt, alfs ob sie sufslichen slyffe, unde gab erin heiligen geist uff 3 ). Der ist mit den heyligin cngelen uffgestigen zu hymmel. Das geschach nach gots geburt du man i23i[Nov.ig|. czalte 1231 jare. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 8. buche 4 ). Hir ist zu mireken, das etzliche buchdruckere settzin unde schriben, wie das sent Elyzabeth sulde gestorbyn syn, du man schreib 1226 5 ). Damidde irren sie, wantc in der rechtin worheyd starp sie, du man schreib 1231 jare, alfs vorgeschrebin stehit 6 ). Unde das datum ludet metrice alsus: post annos mille duo c tribus x simul i que Elyzabeth mundo reverenda triumphat ab isto 7 ). ') Dietr- usque in horam vespertinam devotissima permansit. — Deinde a cte- pnsculo iaeuit quasi exultans . . . usque ad galli cantum. Immincnte autem ga" 1 " cinio . . . dixit. 2 ) Dietr. hier: audito autem primo galli cantu; nachher: instat media nox. *) Dietr. meint: Nov. 16 (vgl. oben S. 197 Änm. 4) kurz vor Mitternacht. Denn er bezeichnet nachher den Begräbnistag [Nov. 19] als den ■4.' vom Tode an. G. meint dagegen: Nov. 19 kurz nach Mitternacht. Denn er bezeichnet oben den in die Todesnacht einmündenden Tag (vgl. Dietr. per tot i"° diem illam et noctem . . . inflammata . . . expiravit) als 'Nov. 18'; Nov. 19 ) wart [Nov. 22 Sl e erlichen begangen mit mesfsen * unde anderm gotsdinste. Du die *bi. 219. m esfse alle ufs warin, da wart der eddel schatte darselbis in die erden begraben. Da wurden die frummen mentschin mit andacht entprant. ~ a wurden die sundere mit worcr ruwe entezundet. Da wart alle , ck beweget, mit vergisfsunge erer trene, unde lobetin god den ne *n. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 8. buche 2 ) 3 ). Nach gots geburt alfs man schreib 1232 jare, du hisch bisschoff *bi. 220. und*) von Mentze [von] dem 1 ') apte von Reynhartfsborne eyne summa geltis ' 2 3 2 - °r subsidia, alfs er von syner paffheyd in syme bisschthum thet. Das nenbarte der apt dem lantgraven, unde der verboit eme, das er deine ■sschoffe nicht gebin sulte, bie synen hulden; wante syne eitern hetten e er n bisschoffe da keyne tzynfse gestifftet. Alfso verhilt efs der apt; das n der bisschoff zu banne thet unde en brachte zu der hoesten bufse. Da zoch der apt, alfs eme geraden wart von synen frunden, heymelich geyn urd zu dem bisschoffe, unde sunete sich mit eme, unde gab sich an gnade. Alfso sulte er vor den bifsschoff nacket kummen in geynwirtickeyd er Paffheyd, unde sulde da bufse entphaen. Indes machte efs sich, das a ) Hs. ohne Lücke. b ) Hs. Mentze | dem. n i ) Dietr. meint richtig Nov. 19; G.'s Bechnunq aber führt zu Nov. 22; s. uoen 8.198. Anm. 3. 2 ) Dietr. 8, 4 Z. 12-15; 8, 6 Z. 6-8; 8, 5 (S. US) Z. 7 f, inn V' 10 ~ia, 14 f, 9 f; 8, 10 (S. 150) Z. 1—3; 8, 6 Z. 1—6. ") Das t\ £ l 2 19~219' Folgende s. unten in den 'Wundern der h. Elisabeth'. > bugfried III. G. meint aber hier und bis 1237 Siegfried II, 0. unten S. 206. 2oo Landeschronik. lantgrave Curt, lantgraven Hinrichs bruder, von der Nuwenburg geyn Warperg ryden wulde unde herbergete uwer nacht zu Erffurt, unde enwuste von dusfsem geschicke nichts. Unde des morgens alfs der tag anebrach, du hifs der lantgrave die pherde saddeln, unde ging mit synen dynern zu unfser lieben frauwen in das monster unde wulde da frumesfse hören. Da safs der bisschoff mit den paffen uff dem capittelhufse, unde der apt was in dem cruezegange unde thet sich ufs bifs uff syn hemmet,unde nam czwene besfseme,an ickelichin arm eynen, unde ging alfso vor den bisschoff. Unde des worden lantgraven Curts dynere gewar, unde kanten den apt wole, unde lyffen zu erme hern unde sprachen: 'der bisschoff von Mentz heuwet iczunt unfsern apt von Reynhartfs- borne uff dem capittelhufse zumale jemerlichen mit rüden'. Du ging der *bi. 220'. "lantgrave mit den synen uff das capittclhufs, unde sach, das syn apt knybete nacket vor dem bisschoffe mit den besfsem. Da wart er gar sere [bejvveget mit czorne, unde ruchte syn messer ufs, unde lyff zu dem bisschoffe, unde begreyff en by den hörn, unde wulde eme das mesfser durch synen kop han geslagen. Da fylen eme syne eigen manne in syne arme unde verhindertin en darane. Alfso furin die paffen uff, unde das capittel verginck. Da lyff der lantgrave zu syner herberge, unde safs uff synen hengest, unde ranthe zu der staid ufs, unde quam zu syme bruder geyn Warperg unde clagete uwer den bisschoff, unde bath en, er muste das an eme rechen- Alczuhant wart gemacht eyne herefart uwer den bisschoff. Du er das vernam, du bemante er syne slosfse. Alzo czoch lantgrave Conraid vor Fritzlar, unde brante die vorstaid abe, unde zuslugen die molen, unde zu- brochin die steynen brücken uwer die Edern 1 ). Unde da en duchte, das er schaden gnung gethan hette unde sich wole an dem bisschoffe gerochen, da stifs er die buden ane unde czoch abe mit syme here. Da lyfen die gemeynen wybere, die mit den Rinckgeuwern darin worin kummen, uff die mure in der staid unde hingen ere nackeden arfse uwer die czynnen, unde ryfen en zu, das sie darin flohen. Unde alfs der lantgrave den schemel ichin spot sach, du hifs er syn folck widder umbekeren, unde legerten sich anderweyd, unde schoifs für dar in die staid, unde stormete sie herlichin, unde verbrante die staid mit den kirchin. Unde verbranten auch vile lüde, frauwen unde kyndere') unde alles gut, das dar inne was. Zuletzst a ) quam bisschoff Hinrich 3 ) von Wormfs, der »Bi. 221. dan was von geburt cyn grave von Sarabrucken*) 4 ), *der b ) quam mit tzween hundert erbar mannen zu eyme fenster der kemmenode ufs, die an der stad lag, myt seylen; die gobin sich lantgraven Curde gefangen- Unde er lifs die muren unde torne zugrunde abebrechin. Darzu brante er das monster unde cloister, da itzunt der stifft lyt, das lag vor der stad 5 ), alfs man das noch wole sihet an den graben busfsen der stad 6 )- *) Zuletzst—Sarabrucken auf Teklur (2 Zeilen). >>) der—syner (S. 201) auf Ersatzstück (innen). J ) Thür. nur: diebrucken. Dazu Biedesell Pons lapideus urkundlich f' wähnt 1227, s. Falckenheiner , Hess. Städte u. Stifter 2, 85 Änm.; die Zerstörung 1232 wird hier ohne triftigen Grund bezweifelt. 2 ) Thür. nur: stad mit wiben, kindern, kirchen. Dazu'Biedesel? Vgl Cr. Beinh. Z. 25 Quam plunnii eciam ibidem habitantes ferro et igni perierunt; Cr. S. Petri 230 Z. 4f (Cr. Beinh- Z. 28) quot igni consumpti, novit deus; unten Bl. 281 (Biedesel) die bürgere fbchtin sich ....., (dafs sie) aber verbrant . . . mochtin werden. 3 ) II (f 1234)- *) Thür. nur: der b. v. W. Dazu vielleicht Wormser Nachricht. 6 ) Thür. — Das Stift mit seinem Münster (eccl. s. Petri) lag immer an der heutigen Stelle; vor der Stadt lag und liegt das Frauenmünster (ecel. s. Mariac), s. Falckenheiner 2, 55 ff- ") Wohl Riedesel ■ vgl. unten Änm. 1. Diese Gräben gehörten vielleicht zur Befestigung des Frauenmünsters, s. Falckenheiner a. a. 0. Vgl. auc'i die topographischen Angaben (graben u. s. w.) unten Bl. 281 am Ende (Biedesel). LandeschroniU. 201 Wante alfs Johan Rytesel schribet in syner b ) croniken, so was die stad vorhynne grosfser, dan sie itzunt ist'). Dufs geschach in dem herbeste, nach des heiligen crutzes tage 2 ). Dusfse geschichte lefsit man Sept. nach 14. in der Doringer croniken 3 ). (Hir sal sternn, wie lantgrave Curt verhornet unde verstoret die stad Fritzlar allerdinge.) 4 ) *ln dem jare do man schreib nach gots geburt 1233 5 ), du woren *bi. 284'. vile rouberc in dem lande zu Doringen, die enthilt 6 ) der grave von 1233. Wissensee 7 ). Hirumbe 6 ) czoch lantgrave Hinrich uwer en, unde gewan eme das slos Wissensee s ) an, unde begreiff daruffe 23 roubere; den lifs er die koppe abcslaen. Alsus lefsit man in der Doringer croniken 9 ). (Hir sal stellin, wie der lantgrave gewynnet das slos Wissensee, unde wie er den roubern lefsit die koppe abeslaen.) *ln der czyt du man tzalte nach unfsers hern gepurt 1233 jare, *B1. m. da begunden lantgraven Conrad syne sunde, die er so frevelichin zu 1233. Fritzlar begangen hatte, zu ruwen. Unde czoch geyn Roma zu dem habiste Gregorio dem IX. Der loiste en selbers von synen sunden. Unde *; r gab da vil almufsen. Unde sattzste em zu busfse, das er sich mit dem bisschoffe sunen sulte, unde mit den luden unde eren frunden vertragen, die er verbrant hette, unde sulde sich in eynen orden geben; unde das er die monstere verstoret unde verbrant hette, darumbe sulte er e .yn nuwe monster buwen unde mit syme gude die verbrantin gotshufsere "chlichin begaben. Darnach deth er das alle. Unde sunete sich mit dem bisschoffe, unde vertrug sich mit den luden, unde gab syne «•ehinden ufs synen dorfferin unde gerichten an die kirchen unde stifte * u Fritzlar, 'die sie nach haben. Er buwete auch eyn nuwe cloister zu "senach, der prediger in die ere sent Johannes, des monster er zu Fritzlar Ve rbrant hatte, unde in die ere sent Elyzabeth, synfs bruder wyp, die er nach syme döde ubbel gehandelt hatte. Unde gab sich 10 ) in den orden ^ er Tutschin hern. Unde wart") hoher meister in a ) Prusfsen, unde er was ^ cr 5- meister von anbegynne a ) 12 ) des ordenfs. Unde gab den h°ff zu Griffstedde zu dem spitale der armen, den sent Elyzabeth zu Ma >gburg gebuwet hatte. Alsus lefsit man in der Doringer croniken »), Tj ncle ba i de darnach so kreig er den barfusfsenbrudern die Ca Pellen unde sent Elyzabeth wonunge abe, unde lifs en eyn besfscr Unde grosfser kyrehin zu Margburg buwen, da sie nach wonen 14 ). ^de du brachte meister Conraid der lantgrave die Tutschin hern a ) in— anbegynnc am Bande nachgetragen. ') Itiedesel. Er begründete seine irrige Behauptung wohl eben mit der Tat- «™ r - Nn, 158 ' Urs - 1290). Vgl Anm. 6. 10 ) 1234. ") 1239. ") ^ as jj^hgetragene vielleicht Marburger Nachricht. Vgl. Nekrolog der BaUei Hessen, 12RQS, 3 ' 346 Z 21 magistcr ordinis . . . quintus. »») Thür. (Stolle 157, Urs ^° y t). uj Vielleicht Marburger Nachricht; vgl. oben S. 189 m. Anm. 14. 2o2 Landeschronik. von irst geyn Margburg, unde das geschach nach gots geburt 1233- 1233 jare'). *bi. 236'. *(Hir sal stehin lantgrave Curt alfs eyn Tutschherre, unde hat bie sich stehin syn wapcn.) *bi 236. *(Hir a ) sal stehin, das man buwet das barfusfsencloister z u Margburg a ).) 2 ) *bi. 237. * Sulche grosfse wunderczeichin unde wunderwercke s ) wurden ) *bi. 237'. dem bobiste * kunt gethan durch meister Curden von Margburg 4 )- Hirumbe schreib der bobist unde geboit dem erczbisschoffe z u Mencz, genant Sifridus 5 ), das er personlichin sulte geyn Margburg, unde die worheyd herfaren, unde eme die, schrifftlichen versigelt mit woren geezugen unde testibus, mit gloubwirdiger botschafft geyn Roma senden 6 ). Alfs nu god der almechtige degelichen so grosfse wunderezeichen bewifste durch sent Elyzabeth, hirumbe wart grosfse wallefart geyn Margburg. Defs buwete der heylige priester meister Curt czwene altar[ia'| in c ) die capellen, da sent Elyzabeth begrabin was- Dar quam der erezbisschoff Sifridus von Mentz unde wyhede die- i233].\ug.io. selben altaria, uff sent Laurencius tag 7 ). Dar quam untzelichen vil e fulcks geyn Margburg. Du predigete meister Curt, vorgenant; unde befal dem fuleke, wilcher gnade unde gesuntheyd durch sent Elyz a ' beth herlanget hette, wilcherley das were, der sulte den andern morgen vor dem ertzbisschoffc sich herscheynen unde mit gloup' hafftigen frummen luden die worheid betzugen. Efs geschach; den Aug. ii. andern morgen quam eyne grosfse schar fulekes vor den bisscho 1 unde ickelicher sagete, von was gebrechen er herloist were, r" 1 worhafftiger kuntschaff frummer lüde zu beezuge 8 ). Want c " blynden wurden schin, die douben wurden horin, die stumrn e wurden sprechen, die liddesuchtigen wurden gesunt, die mit o fallen suchte wurden herloist, die unsynnigen wurden vemunfw»' die usfsettzigen wurden gereyniget, die gefangen wurden herlip loifs, die besesfsen wurden entlediget, die doden wurden lcbenni» 288. unde geschach groifs wunder 'von allerley gebrechin 9 ). Da lifs der erezbisschoff die groisten unde mireklichsten uffschriben, und versigelte die mitsampt andern prclatin ingesigeln, dieselbin zu dein 00 biste zu fertigen 10 ). Alsus schribet her Diderich in syme 8. buche' l ) /' a) Hir—Margburg auf Ersatzstück (innen). b) Hs. wurdem. c ) altar | in. ') Wohl Marburger Nachricht; s. Ann. brev. Marb. 5 Z. 11: 1233 cepC Jo/'. habitare in M. fratres domus Theutonice. Vgl. K. Heldmann ZHG. 30, l ^ »j Bas in G Bl. 236-237 Folgende 8. unten in den 'Wundem de* g Elisabeth'. ») Elisabeths. 4 ) Dietr., Prologus (S. 116) *• K u . ») S. oben S. 199 Anm. 4 ") S. Brief Siegfrieds, Abt Baimunds V. ®? B f^; Konrads an F. Gregor IX [1232 nach Nov. 16] vor den Miracula 0. El j W $\ Anal Hass, 9. 107; vgl Cod. dipl. Sax. reg. I 3, 334. Hier heifst es: nia " < Jg lite r (aeeepimus), quatenus . . . per testes idoneos inquisita ... in scriptis rclata ii ^ reservaremus, vobis ea . . . sub sigillis nostris per fidelcs cl solemues nuncios g missuri. Zu G.'s erstem Säte vgl. die Worte: ego Conradus . . . vobis pro- ^ destinavi. ') G. meint 1233. Richtig 1232. 8 ) Dietr. 8, 7 (| f y l u . If; 8, 6 Z. 6 v. «.; S, 7 Z. 2f 4f, 3f, 5-9. 9 ) Dietr. 8, 6 Z. »~ pic 11-10 v.u l0 > Dietr. 8,7 Z. 9-11. ") S. d. vor. Anmn. ' hier folgende Bandbemerkung s. unten in den 'Wundern d. h. Elisabeth. Landeschronik. 203 In denselbin getzyten unde darvor was vil kettzerye unde ungloubens in den landen uffgestanden 1 ), so das meister Curt von Margburg-, priester, — mit hulffe der lantgraven, unde insonderheyd lantgraven Conrads, der dan eyn godfochtiger christlicher furste was 2 ), _ sulche kettzerigc unde unglouben verstörte von bobist- Üchem bevele 3 ). Sonderlichin so bekarte he den wolgepornen Hin- ric h, graven zu Seyn, der durch die kettzere unde wynckelprediger verleyd unde in den irthum kummen was 4 ). Derselbe grave ent- Phing syne busfsc, unde eme wart sin hör beschorn alfs eyme be- ka rtin kettzer 5 ) Vorters so wurden etzliche rittere, priestere unde ander treffliche lüde begriffen. Ettzliche bekartin sich, etzliche wurden verbrant«) hinder dem slosfse zu Margburg; darumbe heifset ef s noch in der Kettzerbach'). Darzu wurden die eddeln Schencken 7 -u Sweynfsburg gedrungen, das sie eyn alt wyp, die was ire zu- g-ehoryger, musten sie dem vorgenanten meister Curde andelogen. Die w as so gar in den unglouben bedrogen unde verleyd wurden, das sie "ymants mochte darvon brengen, unde wulde auch ire busfse nicht en tphahen. Des wart sie verbrant. Hirumbe so wart *der frumme »bl 288'. Pnester, der heilige man, toit geslagen«). Dufs geschach du man schreib nach gots geburt 1233 jare 3 ). Auch alle die kettzerschulen 1233. m d en landen die lifs der Tutsche meister lantgrave Conrad verloren unde zubrechin Unde insonderheyd das slos, gelegin in dev paveschaff von Nassauw, genant Willandefsdorff 1 "), dar dan die « c ttzerschulen uffe woren, das slos lifs er allerdinge zu gründe abe- br echin. Alsus schribet Johan Rytesel in siner croniken'i). , (Hir sal stehin, wie der Tutsche meister lantgrave Curt mit he recrafft czuhet vor das slos Willandefsdorfif, unde zubnehet es ? r untlichin abe.) „, , J Der dogentlichc furste lantgrave Conrad, meister Tutsches m. m ordens 12), „am die brieffe von den wundertzeichin seilt Elyzabeth Und e czoch mit eyme schonen reysigen getzuge zu dem bobiste, genant Gregorius der IX. Da versammelte der bobist syne patn- [i235J- ar chen, cardinale, erezbisschoffe unde ander bisschoffe, unde nam Von en synen raith. Du die brieffe von sent Elyzabeth leben unde Wu nderwercken gelefsin unde wole besehin wurden, da wart der Dobl st unde die andern geistlichen veter alsampt entprant mit and acht, unde folbortin eyntrechtlichen in erer canonisatien unde P n ') Vgl. Cr. S. Pctri 229 Z. 15 f (Cr. Bcinh. 613 Z. 47). ') Vgl. Schreiben ,,•" Vregwa an Lgr. Konrad 1233 Okt. 20: Cod. dipl. Sax. reg. I\* iv - » Vgl er. 8. P Z. 17-20 (Cr. E. Z. 48 f). ') Vgl. Cr. S. F. 230 Z Ü\Ji <ür - -R. 614 Z. 37 f) wo es aber heifst, dafs der Gr. [Heinrich] v. bayn demn Ur Rechtfertigung erhielt. Vgl Ann. 5 ») Wohl Verwechslung,mt 3 ™ ß /- [Heinrich] v. Sohns; vgl. Man. Erph. 86 f; Böhmer-WM, ^g.JIag_ fn 33 / Nr. 123; 233 No. 131. «) Vgl. Cr. S. P. 231 Z. i-6 (Cr. B IM ixchv 30f ">- 7 ) 'Kerirbach' urkundlich *. B. 1349, HUB. I 2 565 f: eigent- 0,. ^enbach; s. Bäckinn, Bilder aus Marburgs Vergangenheit 54 ft. ) *«■ (Cr % P - ä3 ° Z 13-17 (Cr. B. 614 Z. 39-41). ') Vgl. Cr 8. **7. &' ?■»-?• 36) ! Änn - br - Marb - 5 Z - 9 - ' 0) Wihudorfisüdöstl. v. Siege . iK. ^hephake, Gesch. v. Nassau 1, 434. ") Biedesel. Vcrgl - Bibliotheca Caesarea Vindobonensis 2, 882 f; vgl. HUB. I 1, 53 Z. nun- «) Dietr. 8, 9: Ausg. Z. 14—16, mit sexto kalcnd'as iunii. G. hat offenbar W , setzen wollen 'Mai 2T und nur versehentlich (im Blick auf 'iunii') ' bra ä m 90 ?, geschrieben, '') S. d. vor. Anmn. a ) Dietr. 8, 9: Suppl. Z. 47- 51, 51—f)4. ") Nicht bei Dietr. Landtschronik. 205 enichen mit den sibben geczyten unde andern godlichen ampten 1 ). Alsus^schribet her Diderich von Doringen in syme 8. buche 2 ). In demselbin vorgenanten jare du man schreib nach gots *bi. 240 1 . geburt 1235, alfs meister Conraid der lantgrave widder heym geyn 1235. Margburg quam, du bestunt he in demselbin jare zu buwen unde ar >czuheben das monster des Tutschcn hufses zu Margburg 3 ). (Hir sal stehin, das man buvvet das Tutsche hufs zu Margburg.) Lantgrave Conraid, meister Tutschordens, stalte sich vorterfs *bl 241. aaruff, das er sent Elyzabeth mochte erlichin herheben, unde sattzste [1235.] e ynen nemelichin tag dartzu in das zukünftige jar 4 ). Zu der erichin herhebunge ist kummen geyn Margburg der allerunuwer- [1236.J w ynlichstcr furste unde herre, keyfser Friderich der IL, mit vilen s yner furstin unde hern, lantgrave Hinrich unde sin bruder Curt, feister Tutschefs ordenfs, unde er muter, frauwe Sophia, von eyern geborn, lantgrave Herman, sent Elyzabeth soen, darezu v . graven, hern, rittere unde knechte. Auch worn zu Margburg ) e hochwirdigen dry ertzbisschoffe, bisschoff Sifrid zu Mentz, der jsschoff von Collen, der bisschoff zu Bremen 5 ), mit vilen andern ls schoffen, eptin, prelatin unde andern geistlichen patres unde aern untzelicheme fulekes, ufs menchem lande, ufs steddin unde s dorffern, so vile das des nicht zu achtin stehit. Da gingin le an dechtigen unde geistlichin personen dar, die dartzu geschicket oren, unde gruben in die erden, unde uffentin das grab; da ging s alfs eyn wolruchener susfser geroch, das sich alle folck frau- Vete ; darvon vil krancker mentschin gesunt wurden. Du namen le mit grosfser andacht den eddcln schattz, das gebeyntze unde e yhgthum, herufs. Da opperte der keyfser under andern eddelin S°bin eyne gülden krönen, darmit krönte he das heylige houbt e nt Ely za beth 6 ). Dartzu die andern furstin unde hern unde das c k oppertin so unezelichin groiis gut von gulde, von eddelme j5 steyne unde von anderm gelte, das des nicht wole zu achten ya legede *man das heyligthum in eyne blyen laden, die wart *bi. 211 1 236 Mai 2. J^geslosfsen unde mit der bisschoffe ingesigelen wole zugesigelt 7 ). ufs geschach nach gots geburt du man schreib 1236 jare, uff den 1 o' ta g des mevmonts 8 ). Alsus schribet her Diderich in syme 8 - buche 9). , *(Hir sal stehin, wie sent Elyzabeth herhabin wirt, in bywefsin *bi. 242. es keyfsers, furstin, erezbisschoffe, graven, hern unde vile eddeler r 'ttere^ etc.) ,. Des andern tages nach der erlichin herhebunge, alfs man *bi. 242'. le laden, die wol zugesigelt was, uffthet, du ging alfs eyn eddel Mai 3- ^ ) Dietr. 8, ,9: Ausg. Z. 16—21. ' 2 ) S. ä. vor. Anmn. 8 ) Wohl ]\ n " ger Nachricht; s. Ann. br. Marb. 5Z.12f: 1235 positum est fundamentum A'o US eCc1 '' in vig '- assumpe. Marie. Der Zeitangabe Aug. 14 könnte bei G. 'nach furirT?* 1 Heimkehr' entsprechen. Vgl. auch Kolbe 42: Inschr. mag. Conr. lgr. % " ator huius monasterii 4 ) Nicht bei Dietr. 6 ) So Suppl. v. Mencke 200b 1 f ö s "J darmit—Elyzabeth nicht bei Dietr. 7 ) Dietr. 8, 12 (S. 151)/>■ 8,jn4 e -»J 8, 10 (8.150) Z. 9-11, 14 f, 11-14, 15 f; 8, 12 Z.2f, 5 f, 12 U {übe ]ß f' 9 J Wohl Marburger Nachricht. Jahr Ann. br. Marb. 5 4. JA tinp' n, uch Thür.); Jahr u. Monat in den Grabmal-Versen bei Kolbe 42. mehr yei lag Mai 1. •) S. d. vor. Anmn. Vgl. Thür. {Stolle 153 f). 2o6 Landeschronik. geroch darufs, als ob alle wolruchene gekrudere da zustosfsen werin. Da fant man in der laden vile oleyfs, das ufs den heyligen beynen geflosfsen hatte, das was so klar alis der hymmelfsdauw, an droppen umbe das gebeyntze; unde wan man die abestreich, so entsprungen andere darufs gar subtyl. Dardurch god der almechtige auch vile wunderczeichen wirekede, durch den verdinst sent Elyzabeth. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 8. buche 1 ) 2 ). *bi. 260'. *Nach gots geburt du man schreib 1237 jare 3 ), du starp 1237- bisschoff Sifridus zu Mencze, unde quam eyner an das bisschthump> genant Sigefridus 4 ). *bi. sei. *Alfs man schreib nach gots geburt 1238 jare, du starp frauvve 1238. Sophia, der dryer lantgraven muter, alfs lantgraven Ludewigs, Hinrichs unde Conraids; unde wart zu sent Katherinen begraben zu Ysenach 6 )- 1238. In demselbin vorgenanten jare du ist gar eyne godliche, erliche unde kostliche disputatio zu Parifs gescheen, antreffende geistliche beneficia unde lehene. Unde durch die heyligin doctores unde lerer ist beslofsen, das nymants mag czwey lehene adder mehe haben, die so vil gulde unde renthe haben, das er sich uff eynerfl godlichin unde czemelichin enthalden mag, bie der pene verthumniß toitlicher sunde. Unde da warin etzliche, die vile beneficia unde lehene hattin, dieselbin widdersprochin das. Des reckte god ufs syne geysseln der godlichen gerechtickeyd unde strafte sie S IÜ ^ liehen unde verthumlichen. Alsus lefsit man in dem Fascicul° )• Hir sal eyn ickelich furste, collator unde lehenherre exempla uls nemen'), unde eben zusehin, das er syne lehene gebe den armen» luterlichin umbe gots willen, unde nicht den riehen, die gerey de gute lehene haben, dar sie sich uffe enthalden mögen. Wante w" e zu dem unrechten unde zu den sonden hilffet unde folbort, ** ist schullig unde hanttedig derselbin sonde; nach deme sprod 1 sent Pauwelfs, defs heyligin apostelfs, zu den Romern an dem irste° capitele. Dar sprichet er alsus von den sonden: quoniam, qui ta _ agunt, digni sunt morte; non solum qui ea faciunt, sed eciam, qui consen ciunt facientibus"). Das dudet: die synt schullig des todes verwor, die geyn god sondigen uffenbor; unde nicht alleyn die die sonde thun, sundern auch die cn helffen darzu. , *bi. sei'. *Der hohe meister Tutschs ordens, lantgrave Conraid, m r cyn andechtig, godlich, kuschlich unde heylig leben; unde wart s ') Dietr. 8,14 (S. 161 f) Z. 4-6, 9f. 14—16, 29. ») Das * nG R n 242—260' Folgende s. unten in den 'Wundern der h. Elisabeth, ,, 'Wundern des s. Ludwig' und den 'Tugenden des Bruders o- ^ 3 j Irrig berechnet aus '1208'+30, s. oben S. 152 m. Anw. 4 u. 5; Abzug « fl Jahres vielleicht in Erwägung der Fehlerquelle, die das fortgesetzte Addieren j '1161' an enthielt. *) Mainzer Nachrichten, 8. Successio ep. Mog. 3*>0 -^ v. u., 361 Z. 4 Sifridus . . . annis 30; Sigefridus . . . annis 19. Eier «*2tv ge . die richtigen Jahre 1200—1230 (Siegfried II) u. 1230—1249 (Siegfried \XJUl v gJ meint. c ) TM'»'- O^rs. 1290). Sinngemäße eigene Zusätze. ) n locis . Z, 6—2 11 »., mit Jahr. 7 ) Vgl. Bol. Z. 1 v. u. exempla in diversis 8 ) Born. 1, 32. Landeschronik. 207 lollinkummen in dem geistlichin leben, alis er y vormalfs vverntlichin gelebet hatte. Nu geschach efs, das er kranck wart 1 ). Du en- niochte er nymants bie eme gelyden, der mit groben toidsunden beladen was. Wante durch synfs gestrengen lebenfs willin herkante er das, durch ingebunge goddes gnade. Hirumbe muste syn ge- s ynde alle dogentlichin leben. Des was auch bie eme der apt von Heyne, eyn geistlicher man ordenfs von Cistercien 2 ). In des apts geynwertickeyd wart er zu eyner czyt enczockt. Darnach fragete f n der apt, was er gesehin hette. Da antwerte der krancke furste: ich was gefurt vor das strenge orteyl goddes; dawart ich gerichtet durch den gerechtin ewigen richter, fünft" jare in dem fegefure zu s yn; du ginck myne liebe swester sent Elyzabeth dar unde bath mir vergebunge der 5 jar in der pyne'. Er nante sie swester, alfs sin brudere, lantgrave Ludewig, ere gemahel, unde lantgrave Hinrich, Sle auch swester hifsen 3 ). Unde sprach vorters zu dem apte: 'ir sullet auch wisfsen, das ich an dusfser kranckeyd sterben werde'. Alsus schribet her Diderich von Doringen, predigerordens, in syme °- buche von sent Elyzabeth legenden 4 ). Unde das geschach auch; wante er starp eynfs seligin dodes im jare du man schreib nach goddes gemm 1240 jare. Unde ist zu Margburg begraben 6 ). Bie dusfsen gelten du worden zu Fulda 32 judden herslagen, darumbe das Sle hatten zu den wynachten 5 cristenkyndere ermordet. Alsus schribet meister Diderich Engelhufsin 6). *In denselbin jaren du bestunt lantgrave Herman, sent Ely- *bi zabeth soen, auch zu regiren?). Unde zu eyner tzyt, alfs er ufs Y° r mgen reyd in Hesfsen?), unde sach, das sich der Junckern unde ^ eddellute dorffere gebessert hatten, — alfs bo die eddellute * le yne hoffe unde arme dorflerchin hattin, da wurden gute grosfse ü °rffere ufs, unde darentgeyn so worn der lantgraven dorffere Ver \vustet, etzlichc worn verbrant unde etzliche worn verarmet unde ^ergangin; wante die lüde worden etzliche verreyfset, etzlichin wart 11 uwelfs zugeschobin, auch etzliche wurden durch der lantgraven m Ptlude unde amptknechte so hart besneden, das die lüde ge- ev nlichin czogen under die junghern 8 ) —, so das vernam unde ac h dufsfser junge furste, lantgrave Herman, du wart he czornig ^nde gantz beweget. Unde lyfs der junghern dorffere auch ver- s °. rnen unde verstoren; unde sprach, das der junghern dorffere tj ^ en keyne fryheyd haben bober des furstenthumps dorfferin. für* ^ arurnDe so wart dem frummen jungen hern von den eddel- ten vergeben»); unde man sprichet, efs sie zu Wetter gescheen ^ SUs schribet Johannes Rydefsel in siner croniken 10 ). Aber die j^ ^gsche cronike sprichet, eme sie vergebin wurden von frauwen ..... ltllen von Sebech"). Wie dem allen, so starp er zu Crutzeburg 1 '') est ') Bietr.: Romae infixmatus est. '-) Bietr.: per quem et istud vulgatum v ' M *) Bietr. vielmehr: quod uxor fuerat fratris sui. ") Dietr. 8, 6: Suppl. iaZ\ neke 2003 z 15-1 v. «., 2004 Z. 1-9, 11-13, 9 f. <■) Thür. (Urs ') Vi Das Jahr auch Ann. br. Marb. 5 Z. 15. 6 ) Eng. 1117 Z. 4—6. *) Vi Cr - S - Petri 237 Z. 20 f {Cr. Bcinh. 617 Z. 38) lantgravius Hassie. 4ef $T S - 135 m. Anm. 1. 9 ) Vgl. Anm. 11 {Cr. B.). . ' °) ** it, o- v 9l. d. vor. u. die folg. Arnim. ") So auch Cr. R. Z. 39 {mit ut dicitur). 00 auch Cr. S. P. Z. 20 f (Cr. li. Z. 38 f). 240. 262. e 2o8 Landeschronik. von der vergift, alfs er 18 jar alt was. Unde wart zu Reynhartfsborne 1241. begraben. Das geschach nach gots geburt alfs man schreib 1241 jare. So nu dusfser furste gestarp, du nam lantgrave Hinrich zu Doringen *bi. 262'. des herczogin tochter von *Beyern') zu der heyligin ee, genant Ger- 1241. trud. Unde das geschach in demselbin vorgenanten jare 2 ). Unde gab synfs bruders unde sent Elyzabeth tochter Sophien herezoge Hinriche in Brabant 3 ). (Hir sal stehin lantgrave Herman, sent Elyzabeth soen, ein junger furste, mit syme wapen.) *bi. 263. *Nach gots geburt du man schreib die vorgenantin czale 124 1 1241. jare 4 ), du hisch keyfser Friderich der II. die Tutschin fursten alle geyn Francfort, umbe synfs sones willen, den er gerne zu eyme Romschrn kunnige gemacht hette. Unde do eme die kurfursten nicht gehorchen wulden, do misfseboid er god unde aller cristenheyd. Unde sprach: 'dry e sint, die alle werk betrogen haben, Moyses die judden, Cristus die cristen unde Machmet die heydin; unde darumbe, wullet ir fursten mir etzwas uachfulgen, ich wulde czwar eyne besfser wyfse finden, zu glouben unde zu leben, dan keyn folck gehaben künde adder hette uff ertriche • Dusfse misfsebidunge hortin die hern unde fursten unde herschracken sere. Unde schrebin das bobist Gregorio dem IX. Unde so nu lantgrave Hinrich, eyn phalczgrave zu Sassen, der eldeste was in den jaren, so wart er under den werntlichin kurfurstin zuforderst in den brieff geschrebW' Der bobist thet den keyfser in den ban, aber er achtete das gar kleyne- (1242]. Unde darnach uwer eyn jar B ) da wart eyn ander bobist, der hys Innocen- cius der IV. Der bekreftigete den ban von synfs vorfarn wegen, und satzste keyfser Friderichen abe. Unde schreib den kurfurstin in Tutscti lande, das sie kyfsen sulten zu eyme Romschin kunnige lantgraven Hinrich zu a ) Doringen, den frummen Christen fursten unde den gestrengen rnen lichin ritter, widder den keyser Friderichen. Das wegerte diS s lantgrave Hinrich umbe dryer sache willen, unde schreib das dem bobi s • Die irste sache was, wy das der keyfser syn moig unde angeboru e *bi. 263'. gesipter neve, frunt unde oheme were; want keyfser") *Friden cß eltervater unde lantgraven Hinrichs eltermuter worin rechte S e ' swistere 6 ). Die ander sache, er were ungefrundet under den f urstel ' darumbe hette er der fulge nicht. Die dritte sache, er hette auch e> kleyn lant, darumbe hette er des gudes nicht, das er cynen sU *?? e r mechtigen keyfser ufsgetriben mochte. Da schreib eme der bobist widd » das er das rieh bie gehorsamme der heyligin cristenheyd zu eme aet0 ~ t Nu hatte der bobist grosfsen schattz bie eme. Hirumbe so sante 3 aX . deme lantgraven funffezig 7 ) tusent marck silbers, das er soldener d midde gewunne. Du sprach der lantgrave: 'den gehorsam wil ich hat > [1242]. unde sulde ich eyn eynick jar leben'. Da wart er 8 ) erweit zu Franc zu eyme Romschin kunnige"). Nu hatte keyfser Friderich eynen so > (Tf>nant herczoir Cart von Swnhpn rW strpvH widder ktini Schrift' genant herezog Gurt von Swoben, der streyd widder a) zu—keyfser auf Ersatzstück (innen) umgeschrieben; abweichende wie unten auf der Mückseite; s. 8. 209 Anm. b. ') Thür. richtig; Oesterreich. 2 ) Thür. (Stolle 158 f, Urs .-J?od\ *) Vgl. oben S. 167. *) Thür.: 1248. Vgl. Anm. 5. 6 ) G. m ^ nt .^ ic hs denn er rechnet von der Königswahl Heinrichs bis zum Tode Ks. f r ^„ j« (1250) 8 Jahre, s. unten Bl. 280. Vgl. Anm. 8. e ) Vgl. oben h. .f*~' sta tt- der Thür. erklärt sich Heinrich vielmehr (erstens) für zu alt; G. schiebt ihm g dessen ein edleres Motiv unter. ') Schlorffs Hs. u. Stolle: 26. , iW/d meint '1242', s. Anm. 5; Thür.: 1246 (Stolle 160f: 1247). 9 J Thur. l^ 159 f, Urs. 1290 f). Landeschronik. 200, Hmrichin. Unde quamen vor Francfort zu stride an sent Ofswalts tage 1 ). Aug. 5. Unde kunnig Hinrich gewan den stryd, unde herczog Curt wart flüchtig von dem felde 2 ). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 8 ). Unde auch in der croniken von Strafsburg, an dem 4. capitele 4 ). Kunnig Hinrich (rex Hinricus VII. a ) 6 )) fulgete deme herezoge nach ' u Swoben, unde verterbete das lant 6 ). Unde czoch vor Ulm, aber he muste ungeendet dannen tzihen 7 ). Darumbe') czoch er widder ne ym in Doringen 8 ). Darnach du man schreib nach Christi geburt I2 44jare, do wart das cloister der Augustiner zu Alsfeld gebuwet») 9 ). 1244. *(Hir sal stehin lantgrave Hinrich alfs eyn Romscher kunnig, *bi. 26*. m it syme wapen.) , . *(Hir sal stehin, das man buwet das cloister der") Augustiner *bi. 264. ln der stad Alsfeld 1 ").) * Konnig Hinrich, lantgrave zu Doringen, furste zu Hesfsen unde *bi. 265. Paalczgrave zu Sassen, czoch ufs Hesfsen in Doringen uff das slos Warperg. Da wart er sich unde kranck. Unde starp sunder liebes erben. Das geschach nach gots geburt du man schreib 1246 jarei"). 1246. Unde wart begraben zu sent Katherinen zu Ysenach an sent Julianen Febr. 16. ta ge- Unde umbe synen gehorsam, den er alfso geyn den heyligen stuel zu Rome gehaltin hatte, unde das Romsche rieh an sich genommen hatte, hirumbe gab der bobist applafs, wer d ) uff seilte Julianen £? zu sent Katherinen ginge und bete vor des lantgraven kunnig Winrichs sele unde alle gloubige sele, der sulte czwey jar applafs habin. Unde sulch applafs stehit die gantzen achtage 11 ) ufs. Alsus lefsit man in üer Doringer croniken 12 ). , Eyne recapittulatio unde eyn zuslosfs des lrsten teylfs dufs J?"ches fulget hirna alsus. Dusfse czwey lande beyde, Doringen unde hesfsen, synt von irst kunnig Alexanders des grosfsen gewest. Darnach u nde zum andernmole worin sie der eddelin Romere. Zum dnttenmale *. a « efs eyn kunnigrich, das sUmt bie r30 jaren. Zum firdenmale wurden ^ lsl se lande Franckrichsch, das stunt bie 210 jaren. Zum funftenmale ^' ar t efs eyn herezogthum, das stunt vilna 200 jare. Zum sestinmale quamen dusfse lande an das Romsche rieh, das stunt bie ir8 jaren. Zum 7 lD ßendenmale wurden sie czwo gravescheffte, das stunt bie 90 jaren. ^ Ur n achtenmale wurden sie czwey furstenthumme, das hat * gestanden *bi. 265'. *** Jar ,s ). Unde darmit endet sich das irste teyl dusls buches 14 ). In "'Icheme eyn ickelicher furste unde herre dusfser lande exempla nci e bilde ufs nemen mag, alfso: bo die alten hern bofslichen, bv a ) r. H. VII. am Rande nachgetragen, ohne Zeichen zum Einfügen. Al ~ f unibp —gebuwet auf Ersatzstück (außen); ahoeichende Schrift. c ) der— a-, 3i d auf R asur . grobe Schrift, ähnlich der entsprechenden Textstelle. I Hs. Were y 0 , a ) Königsh. (Kap. 2) 446 Z. 18—21, aber mit '1246'. Vgl Thür. (a. a. vor a 2} ™ r - ( Stolle 161 > Urs - 129 V- V &- Königsh. Z. 21 f. s ) -Ä d. Kn' n . y £ n - *) Benutzt ist vielmehr Kap. 2, s. d. vor. Anmn. Doch vgl. (Stn 8 - G51 Z.15fu 27 f. *) Eng. 1117 Z. 49 H. septimus. 6 ) Thür. \010lle ißt, Urs. 1291 f) ') Gmünder Chr. Bl. L 4 Z. 3 v. u. (belag Ulm; gehindert dannen). ' *) Thür. (Stolle 161, Urs. 1292). ") Wohl Als- laTv Nac hricht. «») Thür. wie Cr. Reinh.: 1248; Cr. S. Petri ncUig: sät 1 Fch r. 16-23. ") Thür. (Stolle 161, Urs. 1292). Eigene Zu- Un*L t-, ") Wie oben S. 3f. Die letzten Worte dort: stund bey 121 )^ ea - r Endpunkt ist '1246'. w ) Vgl. oben S. 4. M 2IO Landoschronik. versumelichin unde dorlichen regiret haben, das sich die rfach- kuramen fursten dai-vor hüten; bo auch die alten hcrn frumliehen, wifslichin unde gerecht regiret haben, das die jungen hcrn unde ere nachkommende denselbin fulgen'). Wante dar stehit geschriben in dem buche der Wifsheyd, Proverbiorum 15: qui sequitur iustitiam, diligitur a deo; item Proverbiorum 16: inicium vie bone est facere iusticiam; item Sapiencie 6: si ergo delectamini sedibus et seeptris, 0 reges populi, diligite sapienciam, ut in perpetuum regnetis 2 ). Das dudet alsus: wer nachfolget der gerechtickeyd, den hat god lieb in der ewickeyd; der anephang eyner guten strasfse ist recht thun in czemlicher masfse; hirumbe ir kunnige unde ir hern, nu ir des regements syt begern, so habet lieb die gerechtickeyd, dan werdet ir hirschen in der selykeyd; defs helff uns god allen zusamen; wer des begert, der spreche amen. ') Vgl. oben S. 1. *) Prov. 15, 9; Prov. 16, 5; Sap. 6, 22. Zweiter Teil. * Das ander teyl dusfses geynwirtigin buchs saget, wie *bi. 206. Doringen von dem lande zu Hessen abekummen ist 1 ). Unde vorterfs Sa get eis alleyne von dem lande zu Hessen, nachdem efs den re chtin erben genüget hat, alfs den hern, die von dem heyligen liebe sent Elyzabeth undc von erme kunniglichin eddelin blude geborin S'nt. Das sint bynamen die irluchten hochgepornen rarstin unde hern d, e eddeln herezogen von Brabant, die sich dan hirnehist schriben 'antgraven zu Hessen 5 ). Nachdemmale nu das die gravescheffte von Czigenhayn, von N'dde, von Kattzinelnbogen unde von Dietz hirnach an das lant Zu Hessen kummen unde angevallen sint, so geburt sich derselbin braven auch midde zu gedencken. Unde hebit sich das ander teyl d ufs buchs in gotis namen ane, alfs hirnach geschrebin stehit 8 ). Nach a ) der heyligin geburt unfsers hern Jhesu Cristi alfs man schreib 1246 jare, alfs der Romsche kunnig Hinrich, der dan eyn 1246. lantgrave zu Doringen, furste zu Hessen unde phalczgrave zu Sassen v ! a s, gestarp an liebes erben, unde das Romsche rieh auch ledig was"), au e nwas keyner under den fursten, der sich des richs wulde adder JfUrfte annemen widder keyfser Friderichen unde synen soen r '), wante , Sl . e worin vaste mechtig 6 ). Hirumbe entstunt vil ubbelfs unde *bi. 266'. id I [ sheyd llff m dem lande zu Dorin g en unde zu Hessen ; wante e >' n ' ce "cher vvulle des andern herre syn 7 ). Da worin czwene rittere, her diT S - VOn Hurselgauw unde her Johan Occze, mit andern eren helffern, alf ' ll an lln de ranthin vor Ysenach an ezween enden, unde treben ^ e er fehe, das sie betroden, enweg unde den grünt uff bifs geyn Zcene- jj |S )• Da fingen sie den foyd von Zceneberg, der en das gerne gewert 1 e te )• Damach die andern eddeln mechtigen die erweiten berge unde Uwetiii slosfse, bo sie wulden. Die erbar lute an der Werre worffen sich 1 nouffe unde buwetin Brandenfelfs 10 ). Die von Esschewe buwitin die ^'achenburg 1 ') unde den 12 ) Heldersteyn 13 ). Die von Stockhufsen buwetin a ) Mit grofser und schönversierter Initiale. r% 7, !) V( ß- oben S. 4. ■) Vgl. oben 8.1. 3 ) Vgl. oben S. 4. ") Thür. wolle 161 f, Urs. 1292) s ) Königsh. (Kap. 2) 447 Z. 5 f. •) Rol. 81 -' u f quia potens nimis erat. 7 ) Thür. (Stolle 162, Urs. 1292). 8 ) Thür. eneberg: Tenneberg. 8 ) Thür. (unvollst. Urs. a. a. ().). 10 ) Haupt- ahr?' wur den zunächst die V. Boyneburg und die v. Treffurt; weiter erscheinen ws Burgmannen B. Joh. v. Bundeishausen, Wilh. v. Buchenau, Otto v. Slottern- TrH"' *'c v. Wangenheim, die Treusche v. Buttlar, die v. Kolmatsch u. s. w- JJ- Landau, Hess. Bitterburgen 1, 310 f u. 320 f; Stendcll, Beiträge z. G. d. adl. ^schlechter bei Eschwege 12 f. ") Thür. Kragborgk: Kraburg. Vgl. Landau /Schreibung des Kurf. Hessen 317. ") Thür. vielmehr: under dem. Vgl. d&h 13, ") Die Kraburg lag nordnordösil. v. Netra (über Weifsenborn), r °ürglose Heldrastein liegt ostnordöstl. v. Netra {über Rambach). 14* 2i2 Landeschronik. die Malitenburg') bie Fischpach. Die von Wangenheym buweten den Kalnberg. Die von Kolstede'-) buwetin Stenfurt 8 ). Her Herman Swartz 4 ), ritter, buwete Strofsynauwe''). Die von Lupnittze buwetin Luchtenwalt. Die von Kobesten") buwetin Scharffenberg. Die von Franckensteyn Waidenborg. Her Walter von Farila wart figent der graven von Svvarczburg unde von Keffernberg, unde verbrante en ere gerichte, unde verterbete en ire armen lute. Unde die graven wulden eme das werin, unde quamen mit eme zu stride bie Homberg 1 ). Unde efs gluckete eme, das er dry 8 ) graven mit vilen erbar luden finck unde mit eme heym furte")i alfs das auch beschribet meister Diderich Engclhufsin in siner * bi. 267. kroniken 10 ). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 11 ). *In dem- [1246]. seibin jare 12 ) belag der marggrave von Misfsen Erffurt unde gewan Wissensee l3 ). Unde derglichin was vil uwelfs in dem lande 14 ). Zu dusfser czyt buwete der stifft zu Mentz das slos Einhoch, das nennen wir Melnau lf >). Auch zu derselbin czyt buwete der edclel grave Diether 16 ) von Katzinelnbogen a ) das slofs Rynfelfs 17 ). (Hir sal stehin, das man 12 slosfse buwet.) b ) •Bi. 268. * Zu denselbin getzyten wart grave Wilhelm von Hollant erweit zu eyme Romschin kunnige 18 ). Dargeyn strcyd aber keyfscr Fride- rich unde herczog Curt, sin soen, von Swoben, in aller masfse ali s sie vormalfs auch gestredin hattin geyn kunnig Hinrichin, lantgraven zu Doringen, vorgenant 19 ). Unde furtin auch den krig ufs widder den bobist unde widder dusfsen kunnig Wilhelm 20 ). Nu worin etzliche erbar lute ufs dem lande zu Doringen 21 ), die wulden haben vor eyn eD hem des marggraven soen zu Misfsen, genant marggrave Hinrich, de lantgraven Ludewiges unde kunnig Hinrichs eynthalp swester, genau Jutta, soen was. Etzliche ufs beyden landen, alfs ufs Doringen tili' de ufs Hessen 22 ), die wulden efs halten mit dem jungen herezogen « ls Brobant, der lantgraven Ludewiges unde sent Elyzabeth tochter soen was )• a) Hs. Katzinenbogen. b) Ausgeführt in 2 Bildern, BI. 267 und !;•*** 267'; im ersten Bild: Brandenfelfs; Krachenburg; Heldersteyn; Malitenburg; K a berg; Steynfurt; im zweiten Bild: Strofsinauwe; Luchtenwalt; Scharfhnberg; Wa' de bürg; Melnauw; Rinfelfs. ') 2%#r.Malittenborgk; Stolle Littenborgk: Littenburg. 2 ) Stolle ToW* 1 '; Döllstädt. ") Thür. Steinforst (Cr. Beinh. Steinfirst). 4 ) Thür. Straru • Strom v. Böllstädt. 6 ) Thür. Strafsinouwe, Urs. Strafsnowe (Cr. Beinh. S» *'. nowe). 6 ) Thür. Kobestete: Cobstädt. 7 ) b. H. irriger Zusatz; der %- m .L fand bei Mittelhausen statt (1248 Febr. 11). 8 ) So Eng.; Thür. zwene (i £ sächlich vier). ") Thür. (Urs. a. a. 0.; Stolle 162 nur bis 'Steynforst; d V ^ Franck. buweten Waidenberg etc.). 10 ) Eng. 1117 Z. 51—53 (P' nce . rD !L { g. Varila u. s. w.). u ) S. d. vor. Änmn. 12 ) Die Thür. meint richtig 1 . JS ) Thür. (Stolle 162, Urs. 1293). ") Wohl eigener Zusatz. „■ desd- unten S. 215: sie sach, das d. st. v. M. hatte d. sl. E. gebuwet; Citat: EK nr0 — Die Burg bestand 1263; vgl. Landau, Bitterburgen 4, 171 ff; Böhmer- w,> Beg. Mag. 2, 361 Nr. 99; A. Heldmann ZUG. 34, 81. 16 ) III. 17 ) /~Si0 felser Nachrichten], s. Ann. breves Bheinfelsenses bei Winkelmann, Beschrc ^ V. Hessen 118: comes D. in K. . . . ineepit construere . . . Rinfels, 1245 um £ 0 l' oS f. >») Königsh. (Kap. 2) 447 Z. 8 f. ' 19 ) Eigener Zusatz; vgl, ohen ^TM^-'- 20 ) Königsh. Z. 27 f (künig Conrot hertete den krieg us u. s. ib.). >. $1 und zu Hessen. Vgl. Anm. 22. 22 ) Thür. : ufs den beiden landen. Vgl- ^Ljgen Die Thür. unterscheidet nur einfach zwei Parteien in den bisher zusammengen^ t Landen- G. verschiebt ihre Angaben zu Gunsten des Hauses 28 ) Thür. (Stolle 163, Urs. 1293). Landeschronik. 2 1 3 Unde was grosfse tzweydrachti). Alfs man das lefsit in der Do- ringer croniken 2 ). Du beschreib sich das lant zu Hessen zusammen, eynen gemeynen lanttag zu halten. Dar quamen die graven, die öftere, die eddellute, die amptlude, die obberstin ufs den steddin unde ufs den gerichtin; unde wurden semptlichin unde eyntrechtigk eynfs, werfs sache, das lantgraven Ludewiges unde sent Elyzabetn achter, frauwc Sophia, herczogynne zu Brobant, eynen soen hette, der were eyn rechter worer erbe unde eyn natürlich herre defs landest IJnde verbunden sich des zusammen, das sie daruffe bliben wulten. Defs lifsin sie brieffc machen an herczog■ Htanch W Brobant unde an frauwen Sophien, syne ehche genu&dflunde b oden sie mit flisfse, werfs sache, das sie eynen soen heften am- ^ denselben * en zu eyme hern senden wultin. Sulcher_bo schafft unde gluckes wart der herczog mit frauwen Sophien vast erfrauwet, unde gab en synen andern geborn soen, genant herczog Hinnen, unde bereyte en zu der reyfse*). Defs quam die hertzogynne von Trabant, frauwe Sophia 6 ), unde brachte erin soen mit er, der dan zu der czyt 3 jar alt was 4 So wurden sie vor aliin slosfsin unde st eddin in Hessen gar erlichin mit kertzin unde phanen entphangin. Unde so nam frauwe Sophia das lant yn von erfs soenfs wegen. Unde du wart dusfser junge herczog von Brabant auch genant das k ynt zu Hessen'). Alsus schribet Johan Rytesel in syner cromken»). , (Hir sal stehin frauwe Sophia mit erme sone, unde nympt nuldunge von dem lande.) a ) , . „ .. .. a1oiia .. n , aM - 'Frauwe Sophia, die sich dan in erin brieffen schreib. atous. Sophia, von gots gnaden geborne tochter sent Elyzabetfl,herezo- gynne zu Brobant^ lantgravyrme zu Donngen unde furstynne zu H ^sen9) ; die nam das regement defs lants zu Hesfsen an ach, unde regirte von irfs sonfs wegen gar erheben unde wo Je, wante s 'e was eyn strenge, wolgeherczet wyp, unde was von kluger ver- "unfft unde wifsheyd. Unde bereyte sich vorterfs, in Donngen zu cz jnen mit eyme grosfsen reysigen geezuge. Sie sattzste sich utt e "n wagen unde nam erin soen in erin schofs, unde czoch mit achte hundert wopenern mit gutin helmen in Donngen. Unüe ^metzlicheslosfseundesteddeyn 1 ») 11 )- So nam marggrave Hmncn v °n Misfsen, der frauwen Jutten soen was, auch etzliche slosfse yn, Do er mochte"). Des czoch sich der herczog") von Brunswig aucn a ) Ausgeführt. ,, ., ') Nicht in der Thiir. Biedesel? Vgl. Cr. Beinh. 620 Z. 33 magna discordia ) '5- d. vor. Anmn ") Vgl. Cr. Beinh. 619 Z. 27-29 Soph.a, ducissa Bra 4 ba n«e, filia Lodewic'i lantgravii et sanete Elizabeth, mater Heinrici, lantgrayn Hassie. I uiedesel. Seine Erzählung ist durchaus zeitwidrig und ungesehichtlteh, s.ate Besprechung seiner Chronik oben in der Einleitung. ") 1247 kam Bz. Metn- nch IL v . Brabant selbst; 1248, als Wittwe, Sophia. Vgl. ngen-VogelZH(r %°' a 56ff u. 265 ff. «) Geboren 1244. ') Thür. (o. a. 0.) u. Bzedesel. V S - d. vor. Anmn. ») Vgl. z. B. Urk. 1254 Juli 14 m ZHG. Äö,»?; *°PWa, dei gratia filia beate Elyzabet, lantgravia Thuringie, domina Hassie «* <£ f.»» ducissa Brabantie. >•) Vgl Cr. Beinh. 619 Z. 29 (1248) castrum Wartperg J* tOfam terram Thuringie in potestatem suam aeeepit. ") Wohl Biedesel. > Mür. [Urs. 1293; vgl. Stolle 163). '") Albrecht J. 21A T.andeschronik, darzu i), sipschafft halber '), unde nam die graveschafft an der Werre yn 2 ) 3 ). Alfs nu frauwe Sophia das sach, unde auch das die graven unde eddellute in Doringen eygen krige unde phede hattin, unde eygen slosfse buweten, bo sie wulden, unde sich an keynen hern keren wulden, unde auch in dem Romschin riche vil krigefs unde phede was, da forchte sie, das sich die stedde, slosfse unde manschafft in erme krige an fremmede hern wurffen. Hirumbe befal sie das lant zu Doringen dem genanten marggraven Hinriche zu Misfsen zu getruwer hant 4 ), alfso: wurde efs von deme zukunftigem Romschcn kunnige mitsampt den kur- fursten herkant, das irme sone das lant geburte mit rechte, so sukle er en lasfsin zukummen; were efs aber nicht, unde wulde sie 6 ) mit irme soene abelofsen, so sulte sie") Hessenlant alleyne behalten 7 ). Unde *bi. 269 1 . des swur *der marggrave er eynen eyd, das he sulchs so haltin wulde, unde erin soen zulasfsen, ob efs erkant wurde mit rechte. Defs czoch die herczogynne Sophia mit erme sone widder in Hessen 8 ). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 9 ). Auch schribet efs irmafse Johan Rytesel in syncr croniken 9 ). Alfs man 1247 Aug. 23. schreib nach gots geburt 1247 J are > du starp her Burckard, crcz- bisschoff zu Salczburg, uff sent Bartholomees obint, der dan was des graven 10 ) soen zu Zcigenheyn n ). Alfs nu frauwe Sophia sach, das in dem lande zu Hessen etzlichc nuwe slosfse unde veste berge gebuwet woren, dem lande zu schaden, du czoch sie mit eyme here vor etzliche. Unde sun- derlichin vor den Wifssensteyn unde Hoelynden, wilche czwey slosfse sie zu gründe lifs abebrechin 12 ). Das slofs Hoelynden hat gelegin czusschin Wetter unde Bydenkap uff dem hoen gewelde 13 ). Auch beezwanck sie das slos Richenbach unde brochtefs widder 14 ) zu dem lande 15 ). Dartzu beezwang sie die hern von Blancksteyn 16 )i unde understunt eyn nuwe slofs uff eynen bergk geyn Blancksteyn zu buwen, unde heifsit nach hudebitage uff der Nuwenburg 17 ). Un- *) Vgl. Cr. S. Petri 252 Z. 37—29 dux de Brunswic . . . sororio suo . ■ • assistebat. ' 2) Cr. S. P. Z. 30 {Cr. B. 622 Z. 6) nur: terram oppressit Thu- ringie. Eine 'Grafschaft an der Wcrra) hat es nie gegeben, aber das betreffende {früher der Gerichtsbarkeit der Grafen v. Büstein unterstehende) thüringische Gebiet hatte nachher, unter hessischer Herrschaft, den festen Namen 'Land (Landschaft) an der Wcrrd ; s. Wenck, HLG. 3, 473 ff, insbes. 475 Ann., 483 Anm., 485 f. 3 ) Wohl Biedesel. ") So auch Cr. B. 619 Z. 20 /■ ") Thür. vielmehr: so wolde sie. B ) Thür. vielmehr: und sie wolde. 7 ) ThW- (Urs. 1393). 8 ) Wohl Biedesel. 8 ) S. d. vor. Anmn. ,0 ) Ludwigs l- u ) [Zicgenhainer Nachrichten]. Uebcreinstimmend Calendaria Fritzlar., #-H&- Suppl. 3, 72. 12 ) Dafs der Wei/senstcin bei Marburg wirklich eine Burg getragen hat, und dafs diese durch Feuer zerstört worden ist, haben Ausgrabung^ 1884/85 erwiesen; s. L. Müller, Das Schlofs W. bei M. (Marl). 1887) S- 1«: 18 ; Die Burg Hollenden, nordwestl. v. Warzenbach, war seit 1170 wahrscheinm" 1 mainzisch, wird aber seitdem nicht mehr genannt ; vgl. Landau, Wüste Ortschaften in Hessen 313 u. 209; Schenk zu Schweinsberg ÄUG. 13, 437ff; A. Heldmann ZHG. 34, 79ff. ") Vgl. oben S. 171 ('1225'). 1B ) Vgl. Landau, BiUerburgen 1, 203 f; Siegel ZHG. 32, 381. ") 1261 März 22 trugen Ernst v. Boäm™ und seine Verwandten ihr Schlofs Blankenstein (bei Gladenbach), das ihnen wren Walther v. Nordeck und Genossen weggenommen, durch Sophia aber potcncic su viribus ihnen wieder verschafft worden war, dieser und ihrem Sohn Heinrich * Lehen auf: J. N. Hert, Opuscula I (Frkf. 1716) 2, 572. Vgl. Wagner, Wüstungen in Oberhessen 383 f; Ilgen-Vogel ZHG. 20, 343. ") Befestigung 'Naumburg', südl. v. Blankenstein; s. Landau, Wüste Ortschaften 196, Landeschronik. 215 de vorterfs so sie sach, das der stifft von Mentz hatte das slofs Einhoch gebuwet'), hirumbe so lifs sie das slofs genant Frauwen- berg von gründe uff buwen 2 ). Unde wart so geheifsen, darumbe das efs eyn frauwe lifs buwen 3 ). Alsus schribet Johan Rytesel in syner croniken 4 ). *(Hir sal stehin, wie frauwe Sophia mit herecrafft czuhet vor *bi. 270. die 2 slosfse Holinden unde Wissensteyn, unde zubrichet sie.) a ) *In den getzyten stunden sibben gute fruchtbar jare an. *bi. 270'. Unde wart so wolfeyle, das die lüde wenig gesindes obberkummen mochten: unde etzliche cddellute, priestere unde ander nche lute die musten erin ackerganck unde vorraith uffschudden, gebrechinfs halber gesyndes: auch etzliche dorffere keynen hirten zu erem phee ubberkummen mochten. Man sach auch gar seiden ymants nach brode gaen Alsus schribet Johan Rytesel in siner croniken ). Do") m * an tzaltc nach Christi geburt 1249 jar, du wart das cloister .249. Gorginbero- g-ebuwet, gelegin by der stad Franckmberg ) ). Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1250 jare'), du .250. wart keyfser Friderich kranck»). Nu hatte er vil geltes unde eynen ?rosf S en schattz gesammelt, den befal er eyme syner soene, genant ManfredusS), zu bewaten. Derselbe sin soen gedochte, wie er das gut alleyne behalten mochte. Hirumbe nam er eyn kusfsen unde fechte efs syme krancken vater uff den munt unde verdempet en, das er starpio) Sulchs hatte er geyn god verwircket"), wante er ha ttc vormalfs syner eigin soene eynen, genant herezog Hinnen, verdempet, hirumbe wart er widder von eyme andern sone, Manfred«, verdempet«). Alfs man das auch») lefsit in Fasaculo*). darnach czoch herezog Curt in Bullerlant' ) unde streyd da urnbdas ku nnigrich. Da finck en der kunnig Mauricius unde lifs eme sin houbt abeslaen. Alfso starp das herezogthum zu Swoben mit schilt _ unde heim *e- Alsus lefsit man in der Swobischen croniken"). Bie densel- ° ln getzyten wart kunnig Wilhelm von den Frifsen herslagen. Du iur £ er bisschoff von Collen in Engelant unde brochte mit eme den graven ) bi. 271. Richarden, des kunniges von Engelant bruder. Den erweite er unde "KSehoff Sigefridus") von Mentz; darumbe gab er en groifs gelt. Ule andern fursten koren eynen, genant Alfonsus, kunnig zu Ca- stelleis). der was gar eyn grosfser, konstricher, gelerter man in den F a ) Ausgeführt; im Bild: Frauwenberg; Hoelynden; Wissensteyn. b ) Do— ra nckmberg; am Bande nachgetragen. s>n, J) Y 9 l - oben 8. 212 m. Anm. 15. ') Vgl. Landau, BUterburgenJ, f3i Landau, Wüste Ortschaften 290- Ilgen-Vogel ZHG, 20, 311 f; An. Ems. %. 3 ?4 (Erwähnung 1296). 8 ) Eine Frowenburg erbaute Sophia auch oci ^senach: Cr. lleinh 622 Z 9. ') Biedesel 6 ) Miedesel. Vgl. K. Eeld- nann ZHG. 30, 182 6 ) Wohl Georgenbcrger Nachricht; vgl. Urkk. Sophieiis ¥*& J m . 12 u. Febr. 11: ZHG. 20, 361 u. 362. ') Vgl. Konigsh 447 f- 16 - 8 ) Vgl. Anm. 12. 9 ) Vgl. Eng. 1118 Z. if. > ) BolZ. 17f •'Proprio fiüo suffocatur. ") Vgl. Hol. Z. 18-20. ") Mol. Z. 20fh^e 'am filium suum Henricum suffoeavit; quapropter ab alio Mio suo, cum ae£rotaret, «Wocatus fuit ") s $ vor _ Anmn. Einiges vielleicht eigene Ausschmückung. >JmUen. 1»; Gmünder Chr. El. L 4' Z. 17-13 v. «• ,„ '*£ ^mitem. . 7) S i Re fridus irriger eigener Zusatz; richtig: Gerhard, b. unten ■ ">19f m. Anm. 15, 19, 20, 3, 4. 1B ) Mol. Castcllae. 2i6 Landeschronik. kunsten des hymmelfsloufts *). Alsus bleib die czweydracht lenger steende in dem Romschin riche 2 ). Unde stunt uwel in den landen phede halber 8 ). Alsus lefsit man zusammen in vilen croniken 4 ). Alfs nu frauwe Sophia sach, das keyn Romscher kunnig wart, der eyn richter uwer die lant were, da sprochin etzliche fursten, der tochter soen were nehir zu dem lande, dan der swester soen; darmidde wart frauwe Sophia getroist. So sprachen etzliche, die lande werin ufs kunnig Hinrichs munde gestorben, der eyn lantgrave gewest were; der erbete die lant mogelicher uff siner swester soen, wan uff synfs bruder tochter son; darmidde wart marggrave Hinrich getroist. Alfso quam die frauwe Sophia, die herczogynne von Brabant, in Doringen, unde brachte iren soen mit er, unde hisch das lant zu Doringen marggraven Hinriche ane 6 ). Du sprach er, he were nehir erbe, dan der junge herczog von Brabant, er soen; wante sine muter, frauwe Jutta, were eyne swester lantgraven Ludewiges unde kunnig Hinrichs 6 ). So sprach Sophia, die herczogynne, nachdemmal defs marggraven muter, frauw Jutta, cynthalb swester gewest were 7 ), unde die erpschaff der lande uff eren vater, lantgraven Ludewig, unde syne rechten brudere unde geswistere ge- vallen were, so sulde die erpschafft nicht widder zunicke addcr zur *bi. 271'. syten abe an die eynhalp * geswistere, sundern uff der rechtin lyngen unde uff erme soenc bliben 8 ). Unde des hatte frauw Sophia den meisten zufall 9 ). Aber der marggrave karte sich nicht daran- Unde dywyle er vormunder was, so hatte he sich gefrundet unde etzliche mechtigc in den stedden unde slosfsen an sich gelefsin; so das die stedde unde slosfse die wurden vor der herczogynne unde erme sone zugeslosfsen 10 ). Auch wüste der marggrave wole, das herczog Hinrich der alte von Brobant gestorben was 11 ). So wüste er auch wole, das frauwe Sophia unde er soen nicht vile frunde hattin von mechtigen hern unde fursten in dusfsen landen- Hirumbe so karte er sich an keyne redde 12 ). Sundern er sprach, hewulde 13 ) das lant zu Doringen behaltin, alfso lange bifs das [es]*) eme mit rechte, vor deme Romschin riche, angewunnen wurde, adaer mit dem swerte 11 ). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 15 )- Darnach czoch frauwe Sophia mit irmc soene vor Ysenach unde hisch yn, alfs die staid vor er zugeslossen wart. Unde alfs sie nicht yngelofsen wart, du ginck sie vor das thor unde stifs unde drai" ft ) Hs. ohne Lücke. ') Rol. vir prudens et maximus astronomus; zu G.'s Wortlaut vgl. oben 8- 150 Z. 23 ff. E ) Königsh. 447 Z. 18 f, 31, 21—24; Rol. 81' Z. 9—12,16,J#" ») Vgl. unten S. 219 Änm. 3. 4 ) S. d. vor. Anmn. ) Thür. (Urs. 1293 f; vgl. Stolle 163; das Letzte auch Germ. 17, 139 f). 6 ) Vgl. Königs"- (Kap. 2) 476 Z 22 f, 36, 24—26 do meinte Edewart, der künig von Engenlant, ■ • j er were noher erbe, denne dirre Philippas von Volasien, wan sine muoter were des hyndersten küniges von Frangrich swester. 7 ) Vgl. oben S. 212, wo G. eyntnWP in den Text der Thür. einschiebt. 8 ) Bei Königsh. 477 Z. 1—3 u. 29 meint Philipp v. Valois, es rürte doch sine sippeschaft von sine vatter, so rürte dl Edewardes sippeschaft von der muoter. 9 ) Behauptung zu Gunsten »*» ') Bei Königsh. = Philipp v. Valois, es rürte doch sine sippeschaft von sine vatter, so rürte c Edewardes sippeschaft von der muoter. 9 ) Behauptung zu Gunsten . Hauses Brabant, vgl. oben S. 212 m. Änm. 21 u. 22. j0 ) Vgl. den Anfang ««* nächsten Absatzes (Thür.). ") 1248. Nur hier erwähnt; vgl. oben S- ** m. Anm. 4. ") Wohl zum Teil eigene Zutat, zum Teil Riedesel. iS ) Thu ^' oben (S. Anm. 5) ansehliefsend: Do rieten ime syne hern und frunde, er sola • 14 ) Thür. (Germ. 17, 140; vgl. Stolle 163, Urs. 1294). ') S. d. vor. Anmn- Landeschronik. 2 1 7 darwidder. Unde nam eyne ax unde hib in sent Gorgen thor, das man die czeychin unde heybbe uwer czweyhundert jare sach in dem eychin bolcze 1 ). Unde stalte so grosfsen jamer, das die bürgere wurden beweget in der gerechtickeyd; so sie wole wüsten, das er son der rechten lyngen unde der nehiste erbe was; unde lyfsen sie yn, unde doden er huldunge 2 ). Dufs lefset man in der Doringer croniken 3 ). Auch beschribet efs Johan RyteseP). *(Hir sal stehin, wie frauwe Sophia mit erme sone kumpt vor *bi. 272. Ysenach unde heyschet yn.) a ) *Du hette frauwe Sophia vorters getzogen vor andere stedde, *bi. 272.. so enhatte sie des fulckes nicht; wante sie bemante die staid Yfsen- ac M> hirumbe wart der houff Heyne. Defs czoch sie Widder in Hessen, unde nam eynen bisschoff von Mentz») zu hulffe, unde v ersatzstc eme die stad Wildungen vor 700 marg swerer phennige«); Wl 'che stad zu vil getzyten ist geheisschin wurden widder zum lande zu Hessen zu stellin, das dan nach nicht gescheen ist 7 ). Alsus schribet Johan Rytcsel in syner croniken8). Zu dusfsen getzyten llf s frauw Sophia erin eldestin soen») ufs Brobant holen unde auch pyn Margburg brengen' 0 ), unde was auch etzliche jare da bie syme bruderu). Hirumbe wart der Jungeste genant das kynt zu Hessen jjnde der eldeste das kynt zu Brabant 12 ). Vorters so rüste sich die herczogynne Sophia mit hulffe des bisschofs, unde czoch Widder in Uoringen. Dywile hatte sich marggrave Hinrich auch besammet 13 ), s° er bests mochte, so das frauwe Sophia nicht vile geenden mochte. Yd och wart darczusschin gereth, das sie efs stellin suitin an die e'destin der ritterschafft in Doringen 1 *); unde quam so ferne: künde «er marggrave 20 eddele frumme hern unde nttere finden in ^ng-en, die unversprochin werin, die mit eme uff ere eyde zu a ) Ausgeführt; im Bild: Warperg; Ysenach. z„„, J ] Th ™. (Germ. 17,140; Urs. 1294). Zusätze aus BiedeseP. 2 ) Wohl SK l ei 9 ene Zutat > zum Teil Riedesel. Vgl. Cr. Beinh. 621 Z.6f (nach der Wacher Verhandlung) adiens civcs Ysenacenses conquesta est iniunarn suam; 1II1 * V / • ■ P r °miserunt se ei . . . auxilium prebituros. 8 ) S. d. vor Anmn. bia ia\ etwa Cr - E - 622 z - 7—9. 6 ) G - versteht darunter Siegfried III, den er du« re 9ieren läfst, s. unten S. 219. 6 ) Sicher ist, dafs die Burg Wil- j? n 9en zwischen 1247 und 1263 in mainzischen Besitz kam; vgl. Böhmer-WM, VfS-Mag, 2, 293 Nr. 594 u. 361 Nr. 98; Ilgen-Vogel ZRG. 20, 254 m. Anm. en//; m ' Anm - 3 ' 34 * •»■ A ^m. 2. ') 1263 erhoffte Sophia den Wieder- aJjS!*. der Burg- 1294 forderte Lgr. Heinrich die in waldeckischem Besitz be- %!•« ;r ? w 9 von Mainz zurück; 1347 und 1368 wurden die hessischen Ansprüche .[yeonch erneuert; s. Ilgen-Vogcl 344 Anm. 2; Bommel, Gesch. v. Hessen 2, wmn s. 67. ») Biedesel. °) Bei Biedesel oben S. 213 ergibt sich nur, vs bophiens Gemahl einen älteren Sohn hatte; in der Kl. Hessenchr. (s. Anm. tS steht nur, dafs ihr Sohn einen Bruder hatte. Es war Sophicns Stiefsohn irn C c IU v - Brabant. Dagegen sagt Gcrsi. nachher in der Bgtif. Bl. 16 ganz Lud ' .°P hi a und ihr Gemahl hatten 2 sone und 1 dochter; der 1. Sohn hieß 10 ) n ' g, . der bleit > e y" herezog zu Brabant; die Tochter wart abbatissa zo Ysenach. J n -rf% ir rigen Vorstellung, dafs auch dieser noch unerwachsen gewesen sei, lieg* an v Bezeich nung 'Kind v. Brabant' (s. unten) zu Grunde. ") Man konnte ■wör* r J Vechslun 9 mü seinem Vater denken, der in Marburg gewesen war; damit S 9,, " w m ■vergleichen, dafs dessen 'Beise' nach Hessen bei Biedesel oben Znn nicht erwähnt ivird. 12 ) fHessenchronik], s. Kleine Hcsscnchronm, 62tff ß 7 ' 37 Z «/■ ]3 ) V 9 l et ™ a Cr - K 632 Z 9 f- 14) Vg 1 Z, 4g f cons jiij s ut j com itum et nobilium terre (Thuringic). 218 Landeschronik. godde unde den heyligen swuren, das er bilcher das lant erbete, wan der junge herezog von Brobant, so sulte sich derselbe er soen alleyne zu dem lande zu Hessen halten, unde sulte sich schriben unde auch bliben eyn lantgrave zu Hessen 1 ). Unde dyt sulte der under- scheyd syn 2 ) czusschen den czween lantgraven zu Doringen unde zu *bi. 273. Hessen, * das der bonte lewe in dem Schilde des lantgraven zu Hessen sulte eyne") gülden krönen tragen, darumbe das sine eltcrmuter sent Elyzabeth was von der krönen unde dem kunnige zu Ungarn ge- born 3 ). Defs wart eyn nemelich tag dartzu geleget geyn Ysenach, ob der marggrave die 20 hern fynden mochte, die mit eme swerin wulten. Nu hatte frauwe Sophia stareken getruen, wie das er sulcher 20 hern nicht finden mochte, die mit eme so feischlichen unde so unrecht ere eyde thun wurden. Hirumbe lifs sie dusfse geschichte so dar geen; unde alfso sehyden sie von dannen, unde frauwe Sophia czoch widder geyn Margburg- in Hessen. Darnach alfs der tag syn sulte, du czoch die herezogynne, frauwe Sophia, mit erm e sone widder in Doringen geyn Ysenach, unde brachte mit er eyn rippe von ircr muter sent Elyzabeth, dar dan der marggrave von Misfsen uff swerin sulte, unde quamen zusammen in sent Katherinen kyrehen 4 ). So was dar bestalt eyn priester, der sulch heyligthurfl unde rippe uff den altar drug. Du fragete der marggrave, von was heyligen das heyligthum were, da er uff swerin sulte. Da wart eme gcantwert von dem priester, efs were eyn rippe von sent Elyz a ' beth. Du sprach der marggrave lachende zu synen hern alsus- 'die herezogynne, myne nyftele, gloubet nicht, dywile sie eyn ripP e hat von erer muter, das ich sie ufs Doringen getriben möge'. Unde ginck alfsbalde zu, unde legede syne fyngerc uff das rippe, das dan in eyn wyfs reyne tuch gebunden was, unde swur zu g°"r c *m 273 1 . unde den heyligen, das he bilcher das lant zu Doringen erbete, wan "ß junge herezog ufs Brobant 6 ). Darnach gingen die andern 20 hern unde rittere auch darzu unde swuren auch alfso 6 ). Du das frauwe Sophia sach, do slug sie ere hende zusammen; unde von grosfseff" 3 jamer zureyfs sie ere czwene hentschin, die sie an iren handen truck, an fir stucke; unde klagede, all ere lebetage, sie unde er soen, godde unde alle der werlde uwer sulch groifs unrecht, u°" truwe unde falscheyd des marggraven zu Misfsen 7 ). Unde widder- i) Hs. eyne. ') Vgl. Kl. Hessenchr. 39 Z. 3—6 derselbe sult syn und blieben eyn " crr ^ Hessenlants, und der ander sult sich zu Grebensteyn.....haldcn; Z. 11—13 Dav sich nuwe derselbe .....hait geschrieben . . . herre Hessenlanlz. 2 ) Vgl- A. Hessenchr. Z. 2 mit dem underscheide. 3 ) Bas Letzte wohl nicht aus ^ de f20 vgl. unten das 'meystenteyl' des Gitats. Eigene Zusätze? ') Vgl. Cr. B- b r Z. 35—37 cum domina Sophia..... repeteret . . . terram Thuringie ab Heinn 1 margravio Missenensi,dies placiti in ecclesiaPredicatorum in Ysenach statuta est. U venientes. Es handelt sich aber in der Cr. B. 620 f nicht um Erbrecht und ° c, y r \ sondern um Treuhand und ferneren Besitz. ») Wortlaut wie oben in der r abredung. c ) In der Cr. B. will der Markgraf anfangs Thüringen hc ''^ geben, verweigert es aber dann acquiescens nephandis consiliis genannter J* 7 ) Vgl. Cr. B. 621 Z. 1—5: Quod illa audiens pre nimio dolore et ira in f.'L en lacrimata apprehendensque cyrothecas (vgl. 620 Z. 40) disrupit eas; Gott soll rW über so teuflisches Unrecht. — Zur Bechtsbedcutung der Handschuhe vgl A Hess. Volkssitten, 2. Aufl., 118. Landeschronik. 2IO, 255- [1256]. 274'. sprach die falschin eyde, unde wulde nicht daran gnugen haben % sundern sie behilt Ysenach ynne 2 ). Des thet der marggrave vil schadenfs in Hessen; so geschach widderumbe vil Schadens ufs Hessen in Doringen; unde stunt uwel in den landen phede halber 3 ). Alsus schribet meystenteyl Johan Rytesel in syner croniken*). (Hir sal stehin, wie der marggrave zu Misfsen mit 20 hern sweren zu godde unde den heyligen in geynwirt frauwen Sophien.)") 'Alfs 1 ») man schreib nach gots geburt 1255 jare 5), du machten *bi. 274. die Rinschen stedde mit iren hern unde andern iren frunden, bie ™$S- en gesesfsen, eynen gutin lantfriddc. Unde czogen ufs unde zubrechen die roupslosfse 6), der dan gar vile in der tzweydracht des >) Romschin richs eebuwet unde uffkummen woren 7 ) Darzu ver- dil gretin sie die unrechtin Holle») uff dem Ryne*»). Unde der stedde worin mee wan 60 >°), die sich zusammen verbunden nattin. A1 sus schribet meister Diderich Engelhufsen »). In demselbm jare ) > ^ogen sie auch vor des graven«) von Kattzinelnbogen slofs genant Kynfelfs, unde lagen eyn gantz jar unde 14 wochen darvor, unde fochten efs doch nicht verdiigen adder nicht gewynnen 1 *). (Hir sal stehin, wie die Rynsschin stedde mit herecrafft liggen Vor Rinfelfs unde gewynnenfs nicht.) 0 ) 'Darnach' 1 ) du man tzalte 1256«), du starp bisschoff Sigefndus *bi » n de quam eyn ander, genant Christianus«). In dem jare darnach 1256. Sta >-P grave Bertold") von Czigenhe V n, des letzsten tages des 1257 Ma. 3.. me yfsl8) Alfe m ^ gchreib I3S - 819)) du starp bisschoff ,258. Christianus, darnach wart bisschoff Gerhardus*") von Ebersteyn"). ~ er quam mit herezoce^ Albrechte von Brunswig zu stryde, unde der herezog \ ag eme ob | nj ; unde f inc k den graven") von Eybersteyn, defe n.f-, a ) Ausgeführt. b) Alfs—des auf Ersatzstück (aufsen). c ) Ausfuhrt; im Bild: Rynfelfe. a ) Darnach—herezoge auf Ersatzstück (innen). 7 r * l) V <> 1 Cr. B. Z. 5 et sie infecto negotio discesserunt. 2 ) Vgl Cr. B. 7' b *' ol >en S. 217 Anw. 2. ") Vgl. Cr. B. 620 Z. 33-35 discordia..... /-"am Thuringie et Hassie.....devastavit; 622 Z. 2f multa dampna in terris eorum i rpetrata sunt et mala. Bie Worte 'unde—halber' wie oben S. 216 Z. 2 f. > ■medesü. Zu 'meystenteyl' vgl. oben S. 217 Arm. 9-12; 218 Arm. 1—3. e{ n les Jah r (statt 1254) entnimmt G. wohl den Bheinfelser Nachrichten, s. unten. s *%• 1118 Z. 19 f u 21—24 7 ) Eigener Zusatz; vgl. oben S. 211 f. l7cht A T n - I2 > Bichligl256. 18 ) Biether III. ») Einzige Nach- IrL'J ■ Bauer und Äusqang der Belagerung; vgl. Busson, Zur Gesch. a. gr. ■2 mcl friedensbundcs 83. — fBheinfclser Nachrichten], s. Ann. br. Bhcinf.: 125o <7-S um fiät castnim istud a civitatibus Alemanie. ») Irrig berechnet aus /?/ + 19, s. oben S. 206 m. Anm. 3 u. 4. 16 ) Mainzer Nachrichten, s. ■*»»». 20. i7) z 18) fZieqcnhaincr Nachrichten]. Vgl. HUB. I 1, 107 aul & ben 1J356 ); Stammtafel AUG. 14 ('f vor 1258'). ") Irrig berechnet «w 1256' -f 2, s. Anm 20. 20 > Mainzer Nachrichten, s. Successio ep. Mog. iri 4 ' 8 ' n Siffefridus . . . annis 19; Christiamis . . . annis 2; Gerhardus . . . annis; 9- (oZ, ?- aren ah «r die richtigen Jahre 1230-1249 (Siegfried III), 1249-Uöi gZ °, n II )' 1251-1259 (Gerhard I) gemeint. 21 ) Irriger eigener Zusatz-, GW? , war cin Wildqraf. Gerst. entnimmt seine Angabe dem FolgenOen, ww s' l . ar ds vetter fpatruus) v Everstcin war ein Stiefbruder von Gerhards Vater, ■ Stammtafel bei Böhmer- Will, lieg. Mag. 2, XC. 22 ) Konrad. 220 Landeschronik. herweltin bisschoffs vetter, unde lifs en hencken. Darzu finck er anders vil eddellute 1 ). Die loiste konnig Richard mit achte tusent marcken 2 ), darumbe das en der bisschoff von Mentz 3 ) hatte zu kunnige gekoren 4 ). Alsus schribet meister Diderich Engelhufsen 5 )- Auch in der Doringer cronikcn 6 ). 1258. Alfs man schreib nach gots geburt 1258 jare, alfs die tzweydracht nach werte czusschin marggraven Hinriche zu Misfsen unde der her- czogynnen von Brobant, unde vil ubbelfs geschach ufs Hessen in Doringen unde ufs Doringen in Hessen, unde frauwe Sophia auch herkante, das sie den Doringern unde den Misfsenern zu swach was, darumbe quam sie an den vorgenanten herczog Albrechten von Brunswig, gar eynen men- lichin fursten'). Deme gab sie erin soen, das kynt zu Hessen, syner tochter"), unde darmidde, was rechtes [sie] a ) mit syner hulffe in Doringen erkobern mochte. Alfso nam der herczog von Brunswig Hessenlant zu vormuntschafft yn, unde thet ufs Hessen unde ufs Sassen dem lande zu Doringen grofsfsen schaden. Darnach alfs man czalte nach gots geburt 1259. 1259 jare, du czoch der herczog von Brunswig mit frauwin Sophien vor Crutzeburg, unde gewan das slos, unde verterbete das stedchin. Also lefsit man in der Doringer croniken 9 ). «Bi. 275. *(Hir sal stehin, wie der herczog von Brunswig unde frauwe Sophia gewynnen das slos Crutzeberg unde vertcrben die stad darunder.) b ) *bi. 275'. *Bie denselbin geczyten wart aber cync grolsfse meerfart, unde eyne versammenunge der cristen, zu tzihen zu dem heyligin lande geyn die ungloubigen. Unde der heylige kunnig Ludewig von Franckrich nam das crutze an sich unde czoch darhyn. Unde en- kunde nichts geenden, sundern er wart gefangin. Alls man da s auch 10 ) lefsit in Fasciculo 11 ). 1261. Alfs man schreib nach gots geburt 1261 jare, du wart Marg' 1319- bürg die stad verbrant. Darnach 0 ) uwer 58 jare brante aber die stad gantz allerdinge abe ,2 ). Unde das datum ludet metrice alsus- 1261 Aug. 18. post m, post bis c sex x simul i quoque misce, cum dedit augustus Agap 13 ), locus est hie adustus; i3igMärz27. item: hys annis si dem 1 et v, tres i, fuit idem, quando dabis cartis lucem post iudica martis 14 ); sie Margburg grata steterat bis tota cremata c ) 15 ). 1261. In demselbin jare du hatte marggrave Hin rieh das slofs Warperg yn« e ' unde herczog Albrecht von Brunswig hatte die stad Ysenach ynne von rt a) Hs. ohne Lücke. b) Ausgeführt; im Bild: Cruczeburg. 6 ) nach—cremata am Bande nachgetragen. ') Thür. (Urs. 1294);,Eng. 1119 Z. 1-3 u. 4 f. Beide Quellen lassen\d> .lehtig auch den EB. gefangen werden. — Bas Jahr in der Thür. ^%L giee- 1256. a ) Eng. Z. 3. «j Gerst. mufs damit wohl den früheren EB- = ^ fridus meinen, s. oben S. 215 m. Anm. 17. 4 ) Eng. Z. 4 vielmehr: ut a ^ \Gerhard] eligeretur in regem, sicut factum est. 5 ) 8. d. vor. Anmn. ■Jgigt Anm. 1. 7 ) In der Thür. folgt hier die Erwähnung der obigen &ney Albrechts. 8 ) Vielmehr Schwester. 9 ) Thür. (Stolle 163, Urs. £> ' i°) D. h. teilweise. ") Rol. 81' Z. 7f Passagium grande factum est, 1 ^ sanetus Ludovicus, rex Franciae, fuit; parum profecit. Vgl. Königsh. (Kap. > deQ Z. 35 (Ueberschrift) Der künig von Francrich und die cristen wurdent * iitlS . heiden gefangen. ,2 ) Quelle die folgenden Denkverse. ') A 9 * u ) Dienstag nach Judica. 16 ) Wohl Marburger Nachricht. Landeschronik. 221 des kyndes wegen zu Hessen, linde eyner thet dem andern grosfsen schaden 1 ). Defs gewan der marggrave die stad in sent Pauwelfs nacht Jan. 24. alfs er bekart wart, unde steyck daryn hinder den Barfufsfsen, unde totte darynne etzlichc, die syn recht verworffen hattin unde eme das lant abe- gesaget unde die herczogynnen von Brobant mit irme sone yngelasfsen. Unter den was eyn mechtig burger, genant von Wolfsbech 2 ), der sprach, dannoch were das lant zu Doringen mogelicher defs kyndes von Hessen w an syn- unde den lifs er legen uff eyne blyden unde en drystunt werffen; Unde die czweymoil bleyb he lebendig unde zu dem dnttmmale starp er. Alsus lefsit man in der Doringcr croniken»). *(Hir sal stehin, wie der marggrave die stad Ysenachherstige * B1 . 27 c. in eyner nacht, unde lefsit eynen man werff.n uff eyner bilden.) ) •Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1263. jare, a s nu bk 76. herczog Albrecht grosfsen schaden in dem lande zu Dornigen mit den .263. Sassen unde Hessen gethet, unde vil slosfse gewan, unde des keynen red- dehchin widderstant enhatte, da wart er so mudick, das er mit here czoch ln . das Osterlant unde Misfsen. Unde alfs er underwegen die czwene Stiffte Nuwenburg unde Merfseburg sere beschedigete, darumbe das sie dem marggraven zugehortin, in des lande sie lagen, das vernam hei Rudolfif von Farila, der schencke, eyn strytbar man. Unde sammele zu e me in Doringen hundert gute rittere unde knechte mit helmen, unde wulde marggraven Hinriche zu hulffe klimmen. Alfs er nu so verborgen des nachtifs in die stad Lipczig quam, da enfant er nymants daheyme; warne marggrave Hinrich was in Bohemen nach hulffe. Da ginck der schencke zu den jungen hern Albrechte unde Didenche unde strafite s 'e, warumbe sie nicht herczoge Albrechte weithin. Da sprachir,, sie, ir vater were nach fulcke usfse, defs beytin sie. Da sprach her R«dolffjder ^henck: 'ich habe uch brächt hundert ufserlefsen man mit gutin hetaen heymelichin in dusfser nacht; nu weifs herczog Albrecht wole das uwer * at « ^fse ist, unde vers.het sich unfser nicht; hirumbe sammelt Uwe m anschaff, das die in dusfser nacht zu uch kummen; wir wullen unfse glucke mit en versuchen'. Defs andern tages fru quamen sie an herczog abrechten von Brunswig bie eyme dorffe, genant V.clyn, bie de gstern. Unde streden mit en, ehe die sonne uffgmck bifs an de >ittag. Unde der hertzog wart sere gewont unde gefangen, unde mit Bi. 277 eme der grave') von Anlmld, der grave von Wymar 6 ), der grave von f-bersteyn unde andere eddele hern, wol 12. Darzu worden uls üei Ubt se ,- Welten vitterschafft gefangin funffhundert unde 56 man; die nameri grosfsen schaden an guden pherden unde an harnessche. Alsus lelsit ""an in der Doringer croniken' 7 ). (Hir sal stehin, wie her Rudolff, schenck, mit den Missenern gewynnet den strid geyn hertzog Albrecht von Brunswig unde geyn d 'e Hessen.) 0 ) 1, 7 a ) ausgeführt- im Bild: Warperg; Ysenach b) Eier beginnt eme Cl ™as kleinere, blassere Schrift, fortgehend bis zum Ersatzstück m Bl. 285 (an- »vfefslich), dann wiedereinsetzend mit Bl. 288. Daraus ist wohl zu schhe/sen, ~ a '* G. die Blätter 2771284 nachträglich umgeschrieben hat. Damit hangt es *»»»» wohl zusammen, dafs hier wie 288ff die Bilder fehlen, im Gegensatz zu °oj276 und 285)287. °) Nicht ausgeführt. . . , ') Stolle 163 bricht hier ab: grossen vordriss, das ich hir nicht alles ge- "(ül en habe ' ") Schlorffs Hs. Wclfsbeche (Cr. Beinh. Velspech). JJ5Z' K2 ,™ 95 > "»*• Stolle 163). *) Wettin a. d. Saale. *£?%"*' > Atolle Czwim: Günzel v Schwerin. ') Thür. (Stolle 161, Urs. 1295 t). 222 Landeschronik. *bi. 27T. *Alfs nu der hertzog von Brunswig gefangin was, so dedingetc man umbe die lofsunge unde umbe eyne gutliche richtunge tzusschin marg- graven Hinriche unde sinen kyndern, unde frauwen Sophien, der hertzo- gynne von Brabant, unde irme soene; also das hertzog Albrecht von Brunswig sulde zu schattzunge geben achte stedde unde slosfse, Esschewe, Aldendorff, Wittzinhufsen'), Forstensteyn 3 ) unde ander vier 5 ), die alle in die graveschaff an der Werre gehorten 4 ), darzu achte tusent margk silbers. Unde fratiwe Sophia von Brabant unde er soen, den man nante das kynthzu Hessen, sulten versachen unde vertzicht thun alle des rechten, das sie hatten adder gehaben mochten an dem lande zu Doringen, sie unde all ire erben, ewiglich. Unde die 8 slosfse, vorgenant, sulte der junge hertzog von Brabant, genant lantgrave Hinrich zu Hessen, ynnemen unde behaltin. Alfso wart der krig gerichtet. Dufs lefsit man in der Doringer Chroniken 6 ). Zu dissen getzyten satzste bobist Urbanus der IV. das erhebe fest des heyligen sacraments unde worlichenamps unfsers hern Hiesu Christi. Bie disfsen selben getzyten worden die Switzer mit unrechte ubbernummen, uwersatzst unde verdrucht, so das sie ryffen unde schreygeden zu godde in den hymmel. Dcfs erhörte sie god, unde halft" cn mireklichen. Unde verbonden sich die Switzer zusammen unde slugin sich von iren erphern, das woren die hertzogin unde hern zu Oisterrich, die en vile verfulgunge unde uwerlast lifsen thun. ilirumbe wurden der cddcln hern vile von den Switzern herslagen. Alsus lefsit man in Fasciculo 6 ). *bi. 278. *Hinrich a ), der irste lantgrave zu Hessen, der dan was hertzog" 1 Hinrichs in Brabant unde frauwen Sophien, sent Elisabeth 7 ) tochter, soen, den man nante das kynth zu Hessen, der was gar eyn oitmudig unde barmhertzig furste geyn sin folk unde geyn die frommen, sundern geyn sync figende was he gar ernst unde strenge. Un de so hc alt wart bie die 20 jare 8 ), ist eme zu der cc wurden frauwe Alheid von Brunswig. Unde hatte mit er tzwene soene, genant Hinn c unde Otto. Sunder Hinrich starp 9 ) in der jogent 10 ). In den getzyte« du b ) tzogen die Westphelinge unde der bisschoff") von Padeborn UWC' lantgraven Hinriche, unde dadin eme grosfsen schaden in Hessen. v& rustede sich der furste, unde tzoch en entgeyn, unde streyd mit en, unde gewan den stryd, unde slug er mee wan 150 toid, unde fi»c» er r2o' 2 ). Alsus lefsit man in der Doringer Chroniken 13 ). «) Mit großer Initiale. b) Hs. die. ') Vgl. Ilgen-Vogel ZHG. 20,195 f. ! ) Der Fürstenstein bei AU >»»^ kommt urkundlich erst 1327 vor: Siendell, Beiträge z. G. d. adl. Geschlechter Eschwege 15. 3 ) Vgl. Joh. Kuhn in Selecta Senckenberg 3, 333; l {on "Za Gesch. v. Hessen 2, Anmn. S. 22; Landau, Bitterburgen 2, 9; Landau, B&™ r fUtn. d. Kurf. Hessen 286. 4 ) die—gehorten eigener Zusatz; vgl. oben S. *£*, ^ Anw. 2. ß ) Thür. (unvollst. Stolle 164 f u. Urs. 1296). " 8 ) R°p iforl) [. 18 f u. 1- 4. Eigene Zusätze. T ) Hier zuerst diese jüngere n °yi „gg. 8 ) Geboren 1244 Juni 24, vermählt vor 1263 Sept. 10. Heinrichs I s. unten S. 226 f. "j Simon I. ") Nach Mon. Ürp n - , fl ß (u. 261) vielmehr 155 und 130. Hie Aehnlichkcit der Zahlen beweist aoet, Q es sich um das unten aus anderer Quelle nochmals berichtete Ereignis ^ n ^j vi(r . handelt; die Ausführungen von Weidemann ZHG. 30, 410 sind irrig. ) (Urs. 1299). 224 Landeschronik. Unde quamen zu stride bie Karlefskirchen*). Unde die Hessen beilüden das feit mit grosfsen eren, so das der Westphelinge bie 400 toid bieben 2 ). Alsus lefsit man zu Heyne 3 ). *bi. 279>. *(Hir sal stehin, wie lantgrave Hinrich gewynnet eynen Stria geyn die Westphelinge.) 11 ) *bi. 280. *In demselben vorgenanten jare do man schreib nach gots 1270. geburt 1270 jare, du starp der selige ritter bruder Curt von Hirlefs- 1270 Mai 25. heym, unde ist zu Heyne begraben 4 ). Im selben jare starp grave Godfrid 5 ) von Czigenheyn, uff sent Urbanfs tag 6 ). Darnach du man 1271. jehreib 1271, du wart der abt zu Fulda, genant Bertoldus, von synen eigin mannen herslagin in eyner capellen, under der messe. Unde an der stedde, da sie das verbuntenisfse uff synen toit machten, bie eyme borne zu Steynauwe, da enwuchfs sidder keyn grafs mce. Auch wurden den toitslegern ire slosfse zubrochen, unde starben alle jemerlichen darumbe. Alsus lefsit man in der Doringer chroniken 7 ). So nu die tzweydracht in dem Romschin riche fi ) 31 jare g e ' wert hatte, bynamen 8 jare bie keyser Friderichs lebetagin 9 ) unde nach sime dode 23 jare 10 ), bynnen der tzyt stunt efs gar ubbel ^ Romschin riche, unde wurden vile roubere unde mordere in den landen' Unde quam grosfse klage an den babist. Du schreib der babist den kurfursten, sie suitin vonstunt eynen konnig kyfsen adder er wulte [1273]. eynen settzen. Da quamen die fursten geyn Franckenford unde koren graven Rudolff von Habfsburg, lantgraven zu Elsas. Alsus lefsit man in der chroniken von Strafsburg, an dem 4. 11 ) capitele 12 ). Under disfsem konnige starp das hertzogthump von Oisterrich an erben l° l ' Da leente konnig Rudolff das lant syme soene Alberto. So wurden U den graven von Habsburg hertzogin zu Oisterrich" 1 ). 1276 Jan. 13. Alfs man schreib nach gots geburt 1276 jare, du starp S xa *. Diether 14 ) von Kattzinelnbogcn, uff den achtzehin tag 16 ). Nu hat dusfser Diether eynen bruder, genant grave Wilhelm 16 ). Die tzwen gebrudere lifsen die graveschafft unde das wopen deylen 17 ). " a efs hatte von alderfswegin eynen roten widdersichtigin lewen eyme gülden felde, unde uff dem helme eynen flogel; hiru 111 nanten sie dasselbe Altin-Kattzinelnbogen. Unde konnig R u ,~ *bi. 280 1 . gab gra-*ven Wilhelme l8 ) uff synen heim tzwene flogele, unde kr 011 ^ eme sinen lewen mit eyner blaen krönen; unde hifs das Nuvven a ) Nicht ausgeführt. ■) Vgl. oben S. 61 Anm. 6. Sachlich übereinstimmend Cr. S. P etn J ; L e r 12 f: apud villam Holzhusen. ') Vgl. oben S. 222 m. Anm. 12. ") Ä ?Si Nachricht. Vgl. Weidemann ZHG. 30, 413 Anm. 4. — Für einen der om Berichte O-.'s über dies Ereignis könnte auch Biedesel mit in Betracht kom ^ vgl. Cr. S. Petri 261. ■>) [Leben Konrads v. Herlesheim]. ' i5); «) [Ziegenhainer Nachrichten]. Vgl. HUB. I 1, 192 (am Leben 1270 Jan j 29 gy vgl. Cr. S. Petri 261 ') [Ziegenhainer Nachrk Stammtafel AHG. 14 ('bezeugt bis 127V). V Thür. (vgl. Vra.***""^ •) Vgl. oben S. 216 Z. lf. °) 1242-1250; vgl. oben S. 208 /""W. ») 1250—1273. >') Irrig statt 2. 12 ) Königsh. (Kap. 2) 448 Z. «, ° £ 11, 19-29 (mit •1273'); 449 Z. 9. 18 ) Gmünder Chr. Bl. L 4' /• 1 "' in bis Ml Z.6. ") HI. '*) S. Ann. br. Bheinf: 1276 obiit com«^ K. in oetava epiphanie domini. 16 j Vielmehr Eberhard, s. Anm. 17. Läterei' Text vermengt die Teilung zwischen Biether III und Eberhard I mit der sp '—jjj[ Teilung zwischen Biethers Söhnen Wilhelm I und Biether IV. Vgl- WencK, 1, 270 Anm. u. 326 Anm. 19 ) Eberhard. Landeschronik. 225 Kattzinelnbogen i). Dusser grave Wilhelm 2) buwete das slofs genant Richenberg 3 ) 4 ). (Hir sal stehin, das man buwet das slofs Richenberg. Auch sullin hir stehin die tzwey wopen, alt unde nuwe, von Katzineln- bogen.) a ) *Du man schreib nach gots geburt 1277 jar»), do starp *bi. 281. bisschoff Gerhard von Mentz, unde quam eyner an sine stat, der 1277. hifs Wernherus 6 ). Dusfscr 7 ) Wernher, ertzbisschoff zu Mentz, hatte den forsten lantgraven Hinrich im vorgenanten jare«) zu banne b racht unde eyn interdict in das gancze lant zu Hessen gelacht»), u nde was vil dedingenfs unde arbeid umbe, so das der furste 7 jar la ng") in dem banne was. So nu der bisschoff sach, das he en mit banne unde interdict nicht betzwingen mochte nach syme Wll len, do versammete he eyn groifs here, unde tzoch uwer en j, unde legerte sich in den Buchsecker dail. So wart dem lantgraven geraten, das he sich in eynen fride unde sune gebe mit-dem bl sschorTe. Dcfs sante der lantgrave syne treffliche botschafft dar, u nde lifs eme byden dry tusent marck colscher phennige, das er unde syn lant ufs dem banne kommen mochten. Sulchs enwulde de r bisschoff nicht thun, sundern he tzoch vorterfs in syne stad geyn Fritzlar, unde thet darufs grosfsen schaden dem lantgraven; want grave Godfrid^) V on Czigcnheyn unde grave Widdekynd von ^attinburg, der dan von geburt was eyner von Witgensteyn «), die *°ren des bisschoffs helffere, mit andern hern"). Dels sammete ^r lantgrave auch eyn groifs here; unde geboit in syme lande, **■ alle manfslude, die eynen stecken adder swert getragin mochten das die quemen vor Fritzlar. Du lyfs der lantgrave eynen stnd dem bisschoffe anbyten. Den nam he uff unde tzoch ufs der stad a ) Nicht ausgeführt. *» . ') Die Namen Alt- und Neu-Katzenclnbogen für die von Biether III und ^ be »iard I stammenden 2 Hauptlinien sind nicht urkundlich: Wenck 269. Mi *» -Zählung von der Wappenänderimg vgl. Wenck 608. 2 ) Hier handelt es yi wirklich um Wilhelm I. 3 ) S. Ann. br. Bheinf.: W. comes in K. .... mcep.l 79 n ß n truere cas f>™ Richenberg (für das Jahr eine Lücke). Das Schlafs bestand -£«9: Wenck 268 u 354 f. 4 ) [Bheinfeiser Nachrichten], s. d. vor. Anmn. ^'jenc Zusätze} 6 ) Irrig berechnet ans 1284-'7', s. Arm. 6. .>„ m l nachfolge wohl aus den Mainzer Nachrichten, s. Successio ep. Mog. 361 Z. u ^erhardus; Z. 15 Wernherus. Die dortigen Zusätze annis 9 und anms 25 ent- W-efen den richtigen Jahren 1251-1259 (Gerhard I) und 1259-1284 (Werner), «wraen aber Gerst. bei Fortsetzung seiner bisherigen Berechnung auf '1258—yos 11 l 367 ~1292- geführt haben, s. oben S. 219 m. Arm. 15,16,19, 20. Daß ift fjl c Zusätze gar nicht oder anders gelesen hat, ist unwahrscheinlich &r «W™ J y a ° ch , dafs Werner 1284 gestorben ist, und er wufste, dafs durch ihn der bgi. [J^hre im Bann war s. unten. Daraus macht er nun Werner eine Begierungs- ff« von nur 7 Jahren bis 1284 zurecht (1277-1284) und belehnt Gerhard mit '^ ganzen vorausbleibenden Best (1258-1277). ') Von hier an Biedesel. » T ? 0I S- Jare wohl eigener Zusatz, s. Anw. 6; richtig 1273, s. Awm.»• )S. Urk. Werners 1273 Mai 21: Böhmer-Will, Reg. Mag. 2, 382 f. Vgl. Wcide- nann ZUG. 30, 418 f. ">) 1273-1280. '') 1280 Frühjahr. ') *£ J n d "-Wit g ei>steyn vielleicht eigener Zusatz. ") Vgl. Böhmer- Will f° 3 f- b° (< f- "• Ziegenhain u. s. Mutier 1278), 349 f Nr. 4 (W. v. Wittgensleif at f* 0 j*9 1259), 409 Nr 496 u 410 Nr. 506 (Hermann v. Treffurt-Spangenbeig 1280 IS 226 Landeschronik. zu felde. Unde alfs der bisschoff sach sulch groiis folck, do flo a ) he widder zu der staid. Unde die bürgere fochtin sich: queme der bisschoff mit syme folcke widder in die stad, dafs efs gar dure darinne wurde, unde wurden auch ussewcnnig von dem lantgraven belegert; unde villichte aber verbrant unde verstört mochtin werden, alfs en vormalfs von lantgraven Curde zu Doringcn unde Hessen gescheen was 1 ). Unde hirumbe so slugen sie die dore zu, unde lifsen den bisschoff mit 20 pherden yn unde lifsen die andern darusfse. Die musten sich behelffin in den graben 2 ), tzunen unde *bi. 281 1 . in den hufserchin, die in den gartin stunden. Unde *alfsbalde gesan der bisschoff eyner fruntschafft, anders weren die busfsen der stad villichte von den Hessen alle toit geslagen wurden. Also wart dem lantgraven eyn fridde unde sune 3 ), wy he selberfs wulde, nach all syme willen. Unde der bisschoff, der vor in dem Buchsecker dale nicht nemen wulde dry tusent marck, dem enwart nU keyn phennig. Unde muste dem lantgraven unde syme lande eyne absolution bestellen uff syne eigin koste, unde dem lantgraven all synen schaden gentzlichin keren, auch alle anspreche bie unde abe stellen. Darzu behilt der lantgrave sulch priviley unde fryheid, das eyn bisschoff von Mentz adder die commissarien unde officiale vortmerfs keynen senth nummermee halten sullen in den steddin synfs lants unde furstenthumps zu Hessen 4 ), durch wilche seenthe syne arme lüde vormalfs geschynt unde geschrappin wordent. AlsuS schribet Johan Rytesel in syner chroniken 5 ). (Für sal stehin, wie lantgrave Hinrich jaget den bisschoff von Mentz zu Fritzlar yn.) b ) »bi.282. * Alfs nu die lantgraffynnc, frauw Alheid, gestarp fi ), do wart sie zu Margburg begraben 7 ); unde liget benebin lantgraven Curde, meister Tutschorden 8 ). Unde man spricht, sie sy selig 9 ). D el j nam lantgrave Hinrich eyne ander frauwen, bynamen frauw Mechtild von Cleve 10 ). Unde hatte mit er ,0 ) 2 sone, genant Ludewig unde Johan ")' ») Stadtchr. noch. t>) Nicht ausgeführt. ') 1232. Vgl. oben S. 200 m. Änm. 2. 2 ) Vgl oben S. 200 f m. Anm. » u. 1. 3 ) 1280, wohl vor Juni. Vgl. Böhmer-Will 409 Nr. 497; Weiderna» 433 Anm. 4 ) Im Privileg der Lgfn. Heinrich II u. Otto für Marburg lj>j>' Dez. 7 heifst es: ouch ensal nyman obir unse bnrgire sehind sitzin, als unse el .L und wir daz herbrochit han ; vgl. Weidemann 434 Anm. 1, wo aber das angeblM" Privileg für Frankenberg 1294 (Gerst., Stadtchr. PI. Iß—17) als Fälschung v. auszuscheiden ist. Lauzc (s. Anm. 5) setzt ganz andere Angaben über den w« an die Stelle der obigen; vgl. Weidemann 431 m. Anm. B ) Biedescl. v 9_ seinen Bericht [über 1271—1280] unten S. 231 u. Wigand Lauze bei C. Ph. K°Pfe' Verfassung der Gerichte in Hessen-Cassel 1, Beil. S. 56—59, u. bei Pistor ZM . 27, 76-79. Dazu s. Pistor 75—82, Weidemann 429-434 u. die Besprechung <^ Chronik Biedcsels oben in der Einleitung. 6 ) 1274. 7 ) Vgl. Cr. S. i & 271 Z. 1- 4 venerabilis Hassie lantgravia . . . obiit . . . ac in Marcburg lumulal ^ 7c /j prope sepulchrum sanete Elizabet. 8 ) Vgl. Anm. 7 (prope sepulchrum); Jr u ZHG. 36, 164 u. 166 m. Anm. 3. 9 ) Vgl. Anm. 7 (venerabilis); Appendix* Dietrichs Vita s. Elisabethae bei Lambecius, Bibl. Caes. Vindob. 2,884 ( mI! 7 66 f dinoscitur claruisse); K. Heldmann ZHG. 30, 43 f tn. Anm. 1; Küch 165 u. J- mit Anm. 1. 10 ) Die Kl. Hessenchr. kennt nur die erste Frau, vgl- S. 222 m. Anm. 10. ") Beide aus zweiter Ehe. Landeschronik. 227 282 1 . darzu 7 tochtere 1 ). Der wart eyne») dem graven 8 ) zu Czigenheyn, die ander 4 ) dem graven 5 ) zu Waldecken, die dritte, genant Agnes 6 ), die wart burggraven") Johan 7 ) zu Nurenberg, die virde 8 ) dem 9 ) von Hennenberg, die 5. 10 ) dem graven") zu Ossensteyn, die 6. 12 ) dem graven 18 ) ™ Gortze, die sibbende 14 ) wart dem graven 16 ) zu Seyne 16 ). Alsus lefsit m an in der Hessen chroniken 17 ). (Hir sal stchin lantgrave Hinrich mit synen tzween frauwin unde synen kyndern.) 1 ') *Nach gots geburt du man schreib 1284 jare, do starp *bi bisschoff Wernher zu Mentz. Do wurden tzwene gekorn in eyner 1284. tzweydracht'8); eyner c ) hifs Petrus, [eyn probist zu Basel, der ander G erhardus von Epsteyn] c ) 19 ). Die krigetin zu Roma umbe das bi sschthum, unde vertzertin unmefslich groifs gut uff beyde siten; so das die tzweydracht werte 2 jare unde 3 monde. Du fyl keyfser Judolff eyner parthie zu 20), alfs Petro' 1 ) 21 ), unde sante bisschoff ™nrichin czu Basel, der dan'eyn barfussenmonch was, geyn Roma Vor cynen procuratorem. Derselbe bisschoff zu Basel warp eme selber umbe das bisschthum zu Mentz, unde hcrlangete es auch22) j^n Honorio quarto 0 ) 2 »), unde wart eyn ertzbisschoff zu Mentz 24 ). [1286 Unde vor den er ufsgesant was, der wart gefurdert dargeyn eyn bl schoff zu Basel 25) 26). Do man schreib nach gots geburt 1286 jare«), du quam eyn ,286. Jt kompan unde betriger an den Ryn in die stad Nusfse28). Ob der eyn mentsche adder eyn geist werc, defs enweifs man die worheid nach nicht29) Unde sprach, he were keyser Fndench der IL, der doch 36 jar toit gewest wa S 3<>). Unde des gloubetin „,, a ) m. burgraven. b) Nicht ausgeführt. <=) eyner-Epsteyn am "Wen Munde nachgetragen, in einer Zeile, die dann beim Einbinden mitten durch- WmiUen lvorden *,* % 0 ^ fs von den meisten Buchstaben nur noch das untere tack, von einigen gar nichts mehr vorhanden ist; völlig sicher sind nur die drei .0 n Worte noch zu lesen. «) a. P. am Bande nachgetragen. e ) v. tt. am Rande nachgetragen. », ') Vielmehr 4 aus erster, 5 aus zweiter Ehe. 2 ) Mechthild; aus erster >) e : 8 ) Gottfried VI. 4 ) Sophia; aus erster Ehe. 5 ) Otto 1. L£ us . zweiter Ehe. Der Name vielleicht Marburger Nachricht, vgl. unten Bt. »\ aK 1335 )- ') I Der Name vielleicht Marburger Nachricht, vgl. Anm. 6. 'Adelheid; aus erster Ehe. 9 ) Gr. Berthold VII. 10 ) Vielmehr die dal • . J <>hanns, Elisabeth; vgl. Dicmar ZHG. 37,19. ») Herrn OttoV; «* irrige graven entsprechend Kl. Hcsscnchr. 38 Z. 4. 12 ) Elisabeth III; ", Leiter Ehe l -<) Albert III ") Elisabeth I; aus erster Ehe. 'Johann I. >c } ] i 8 z - 4. Im Anfang des Absatzes scheint aber Bicdescl mitzusprechen. B .?.• Gr. S. P. 288 Z. 17 f u. 19 f. 19 ) Succ. ep. Mog. 361 Z. 18 f Petrus, „«"»Was . . . prepositus . . ., et Gerhardus de Eppensteyn. »•) S. Cr. 288 Z. Ssi' l Sf ' S 2> Mf- ") Succ. Z. 23 Petrum. *) S. Cr. 288 Z. 22-24; */•• 2~4. ") Succ Z. 20 Ilonorius . . . quartus. •*) Heinrich U, "...... - " ~ " "* *" [Biedesel], s. Cr. S. Vetn ,0 ) S. Cr. S. P. Z. 15—17. 228 Landeschronik. vile lüde, durch wortzeichin an eme 1 ). So wart er von dem bisschoff 2 ) zu Collen verjaget. Defs quam er geyn Wettzflar 3 ), mit eyme schonen hoffegesinde unde dynern, unde hilt kostlichin stod 4 ). Unde er hatte gelts unde gudes gnung; bo eme das her quam, defs enweifs man auch nicht 5 ). Dar 6 ) quamen vil hern, rittere unde knechte zu eme 7 ), die vormalfs keifser Friderichin gckant hatten, unde wulden en beschauwen unde die worheid an eme herfarn 8 )- Dieselben unde wer zu eme quam, die herkante he alle unde hisch sie by iren rechten namen 6 ), unde sagete en so vil wortzeichin, das man eme gloubete 8 ). Dufs quam vor keifser Rudolffen; der czoch mit grosfser macht vor die stad Wettzflar, unde betzwang sie darzu, dafs sie denselben alten betriger eme musten usfs der stad andelogen; do lifs er en verhornen 10 ). Darvon wart eyn ge- rochte, unde ist nach in Doringen, wie das er nach leben sulle uff syme slosfse Kouffhuscn 11 ). Dufs beschribet Diderich von") Engel- *bi. m hufsin 12 ). Auch Johan Rytesel in siner chroniken 13 ). In dem-*selbefl 1286 Juni 16. vorgenanten jare du herslug der hagel unde das ungewitter die graffynnen zu Czigenheyn, genant Helewid 14 ), uff den 1 ') nehistin tag nach sent Vitus tag 15 ). Disfser lantgrave Hinrich brachte widder zum lande 16 ) disfse nachgeschrebin stedde unde slosfse, die vormalfs dem lande ang e ' wonnen woren 17 ): nemelich Grebinsteyn 18 ), Ymmenhufsen 19 ), Ciren- berg 26 ) unde Bilsteyn 21 ). Unde buwete das slols Cassel 22 ). Als" 9 schribet Johan Rytesel in sincr chroniken 23 ). (Hir sal stehin, das man buwet das slos zu Cassel.) 0 ) „. «bi. 283'. * Auch lifs dysser furste zu Margburg den grosfsen sail ö» dem slosfse buwen, unde die capellen 24 ); die dan gewihet wart, al ») so. >>) Hs. defs. «) Nicht ausgeführt. ') Nicht in Cr. S. P. Cr. B. Z. 32 ita ut multi . . . crederent. *) &%' frieä. s ) 8. Cr. 8. P. Z. 23—25. *) Cr. B. Z. 36 {Wetzlar) Et pl u ' e nobiles, clerici ac laici, de familia sua effecti sunt; vgl Cr. S. P. Z. 19—22 (Ä«?! B ) Vgl. Cr. B. Z. 39—41. «) Nach Cr. S. P. vielmehr gen Neufs. \fj Cr. 8. P. Z. 17 f. s ) Nicht in Cr. S. P. 9 ) 8. Cr. 8. P- %• löh '») Sichtig 1285. Cr. S. P. Z. 25fub\ (in Wetzlar) tandem a. . . rege Rudolfo . • ; crematus est. ") Kyffhauscn. Eng. 1115 Z. 40 Ex hoc fama venit, ^ reAe " C g e n adhuc vivere in Castro Confusionis. ") Eng. 1115 Z. 37—40, nur ß r 'JjU letzten 8atz benutzt; s. Anm. 11. »•) Biedesel, Hauptquelle; s. Cr. S. " ., 289 Z. 14-26 (1286); vgl. Cr. Bcinh. 632 Z. 29-41 (1285 u. 1286). ) *7. 1,7 wig v. Tecklenburg, Gem. Bertholds I v. Z. ») [Ziegenhaincr Nachrtcnter. Vgl. Stammtafel AHG. 14 ('/• 1286'). '") br. w. z. 1. wie oben S. 2U <*■ ^ (Biedesel). ") Irrig, s. d. folg. Anmn. 18 j Burg G., 1273/79 von" Ludolf v. Dassel erbaut, kam 1297 von Gr. Otto v. Evcrstein an Lgr. V- a * r &% Stadt G. wurde erst nach 1297 (wohl vor 1311) angelegt; s. Landau, Bitter"''' J . 4, 367 f; Weidemann ZHG. 30, 460. ,9 ) Burg und Stadt I. ^fden^ nach 1297 (vor 1303) auf dem mit Grebenstein erworbenen Gebiet von Lgr^p ie rieh erbaut; s. Landau, Kurf Hessen 184 ; vgl. Weid. 460 Anm. 4. [ fr- Stadt Z. wurde 1293 von Lgr. Heinrich neu'angelegt; s. L., Kurf. S. 81 j'r„r. schrift ZHG. 7, 320 Anm.; Weid. 449f. 21 ) An der Burg B. erwaru^. Heinrich von dem letzten Grafen v. B., Otto (f 1301 oder bald danach), ^SrJßtft einen Anteil, der aber dann an die schon vorher mitbesitzenden Herren v. 1 ' ^ y_ verpfändet ward; vgl. L., Bitterb. 1, I8f; L., Kurf. H. 309; L. 7 ^- y ' mW . ") Vgl. L., Kurf. H. 145 f. ") Biedesel. »*) Anders die Kl. Hessen 37 Z. 27—30; vgl. unten Bl. 291'. Landcächronik. 229 man schreib nach gots geburt 1288 jare 1 ). Auch buwete he den 1288. grosfsen, schonen fisschetich vor der stad Franckenberg, defs he dan seiberfs so ufsgeticht hat unde machin lasfsin 2 ). Alfs dan auch 3 ) JohanRytcsel beschribet 4 ). Alfs man schreib nach gots geburt 1289 1289. J a re 5 ), do starp bisschoff Hinrich zu Mcntz, unde quam eyner an s yn stad, genant Gerhard; der was eyn herre zu Epsteyn 6 ). Nach gots geburt do man schreib 1291 jare, du brachte ^91. dusfser furste die predigerbrudere geyn Marpurg; unde gab en die stedde, da itzt das closter 1yd; unde buwetin dar. Darnach uwer 9 jare bestunden sie den chor zu buwen'). 'S 00 ' (Hir sal stehin,das manbuwetdas predigerdoister zu Marburg.) ■) *»)... [in demselbin jare du starp heyscr Budolffß') ..... '[fehlend. Bl]. [Nach gots geburt du man schreib 1292, du quamen [ia 9 i. .292] dl e fursten des heiligen Romschin richs geyn Franckenfurd zu- s ammen c )]?9)..... [Unde koren graven Ädolff von Nassauwjf ) } • • • • [Do quam auch. 0 ) lantgravc Hinrich 11 ) darhynne 0 )]? • • • • • LUade der Romsche konnig Adolphus machte en zu eyme 6 ) forsten des ricfo«)]?"»).....[Alfso das disfser irste lantgrave zu Hessen unde svne erben vor fursten des richs gehaltin, getzirt, geeret unde gefrvet sin sullen mit aller Privilegien unde hirlicheid eynfs fursten«)]?^..... |* so £ aben eme , die cur ' #B1 " m tosten unde die andern fursten, vorgenant»), ickelicher auch e ynen besundern brieff aller vorgeschreben dinge «). Dufs geschach ,. a ) Nicht ausciefiihrt ») Hier ist in G ein Blatt, am inneren Textrandc & ^geschnittZ°Aufden stehengebliebenen Streifen hat schon in früher^ Zeit £» »• Jahrhunderts ein Benutzer geschrieben: Difi plat hat «rem from g* ausgescWttenn. Für Andeutung einiger Stücke des ^»JJ St J! nc Hülfe zu finden in dem von Gerst. «**»*^J^^22?H^ Maätrechts, F Bl. 44'. •) So Stadtr. a ) Stadtr. hcrtzog H. von «bant. 0 ) stadtr. lantgraven zu Hessen. vi .„ .') Vgl. Bücking, Bilder aus Marburgs Vergang. 130 2 ) *"*•"£* 2ti hi ? ht «tf den Ausbau von 1297, s. unten Bl. 288 (Gcorgenberger Nachr.), £*«*. Stadtchr. Bl. 16b u. 17b. s ) Das auch bezieht sich hier vielleicht «V das voriqe Citat. «) Biedcsel. 5 ) Wohl berechnet aus 1284 + 2 (s. Z m S. 227) + 3 (s Anm 6) e ) Mainzer Nachrichten, s. Succcssiocp. XI SOI Z. 27 Henncus ..'.. .'annis 3 >. 31 Gerhardus de Eppensteyn Hein- Vnl ? starb '288, Gerhard II folgte 1289. ') Wohl Marburger Nachricht er P e ty-Rotf'eher u. Lotz, Baudenkmäler im Bbz. Cassel 135. 8 ) Vgl. etwa 7'£j' etri S04 Z. 4 ff (Cr. Rcinh. 636 Z. 11 ff)- ") Vgl. etwa Cr S. P. Z> -**/T (Cr. B. Z 18 ff)- Wahl Adolfs, ad cuius electionem convenerant multi pnn- öPes, ^ Frankfurt. ") S. die Urk. Kg. Adolfs 1292 Mai '11': Mitt. d Ober- icss GescMchtsver. NF. 4, 53. Adolf belehnt den erlauchten Heinrich, Landgrafen ^.Messen, mit der dem Reich gehörigen Burg Boyneburg und der vom Lgr. äem A.9. aufgetragenen Stadt Eschwege nebst Zubehör; um dieser Besitzungen willen nZ l dcr Lgr. und seine Erben als Fürsten gelten und im Glanz des ßursten- m„f dessen Stimmrechte, Ehren und Vorrechte geniefsen. ") Demnach 1%™ wohl vorher Namen genannt; vgl. Anm. 12. 12 ) S. die Wülcbriefc von ff- Gerhard v. Mainz (quarta), Mkgr. Otto [IV] v. Brandenburg-Landsberg l*exta), juj r- OUo [F] v Branden burg [-Coburg-] (septima), Hz. Albrecht [U\ ßfacJisen, Gr. v. Brena, Bgar. v. Magdeburg (oetava), Pfgr. Ludwig [U\ «» f^m, Hz. v. Bayern (nona): Mitt. a. a. 0. 50 ff. Da die Königsurkunde selbst 1 1/ rcia ^zeichnet ist qab es mindestens noch einen weiteren Willcbnef (f un ™>< ^rscheinlich aber gab es deren noch mehrere; in Betracht kommen dafw^g- y$">el II „. Böhmen, EB. Siegfried v. Köln und EB. Bohemund I v. irier. »'• Hohlbaum Mitt. a. a. 0, 49. 2^o Landeschronik. 1292 Mai 10. zu Franckenford in dem vorgenanten jare 1 ), uff den 10. tag des meymonts 2 ) 3 ). 1293 Herbst. Do man schreib nach gots geburt 1293 jar, du quam grave Godfrid 4 ) von Czigcnheyn mit den Westphelingin zu stride. Unde der von Czigenhcyn gewan den strid, unde finck der Westphelinge bie 200, unde blebin wenig lüde toid. Dufs ge- schach im herbeste, bie Geifsmar in Hessen 5 ). Alsus lefset man zu Heyne 6 ). Bie disfsen getzyten woren in dem lande zu Hessen vilc roup- slosfse unde mortkulcn, die dan ire lehene nicht umbe den fursten entphaen wulden, sundern sie woren des lants fygent; etzliche uffenberliche, etzliche heymelichin. Die bestreid derlantgrave 7 ), unde gewan sie-, etzliche brach er zu gründe nidder, etzliche besatzste er mit den synen. Unde in sunderheid 8 ) dusfse nachgeschrebin 1° slosfsc 9 ): Blancksteyn 10 ), die tzwey Hoenfclsche 11 ), die tzwey Guden- berge 12 ), den Kesebcrg uff der Edern 13 ), Aldcnburg 14 ), Rulkirchen ,5 )> Rudelfsen i fi ), Swartzenberg«), Helffinbcrg«), Wulffefshufsen 19 )» Ruckershufsen 20 ), Landefsburg 21 ), Czigenberg 22 ), Pederfsheyn 23 )» ') 1292 also vorher genannt. l ) Bie erhaltenen Willebriefe dalie ren sämtlich VI. idus maii; sie bezeichnen die Königsurkunde als heute bereits OM*. gestellt, diese selbst tränt jedoch das Datum V. idus maii. Die Ortsangabc law e in sämtlichen Urkk. 'bei Frankfurt'. n ) Biedesel? ") VI. 6 ) Bor geismarl Gottfried war vielleicht Helfer von Mainz und Hessen gegen "B*££a schweig. Vgl. Falckenheiner, Hess. Städte u. Stifter 2, 275; Weidemann ' J *~' 30, 450. ") Hainaer Nachricht. ') S. Weidemann 404 f u. 44^—**^ Landfriedensbündnisse Heinrichs 1265 und 1200. ") Zu ergänzen: 9 e f c ir a i er (auf eine oder andere Art). Vgl. auch unten die Bildvorschrift. °) IfK Mainzische Notiz von ungefähr 1430, mitg. v. Frh. Schenk zu Schweinsberg 4 „' NF. 3, 471: castra . . . ecclesie Magunt., . . . destrueta per . . . ircioricu ' quondam lantgravium. 10 ) Blankcnstcin bei Gladcnbach, erobert von HcW 11 Mutter 1261: s. oben S. 214 m. Anm. 16. ") Doppelburg Hohenfels, 0«0*JT über Buchcnau a. d. Lahn, zerstört wahrsch. 1277; s. Landau, Wüste ,,r . Schäften 199; A. Heldmann ZHG. 25, 3 u. 30, 344. ,2 ) Mainz. Notiz-' W Gudcnberg. Doppclburg Gudenburg auf dem Grofsen und Kleinen Gudenberg ' Zierenbcrg, zerstört nach 1272; s. Landau, Ritterburgen 4, 235 w. 279. '*) B°W, bürg Kesebcrg, gegenüber Ederbringhausen, zerstört wahrsch. 1277; s. BeM\ ZUG. 25, 3 u. 22 f. ") Altcnburq bei Alsfeld, verkauft an Heinrich W"" 1 vgl. Bommel, Gesch. v. Hessen 2, Anmn. S. 50; L., Bitterb. 4, 93; ^ el f s ZHG. 30, 464 u. 465 f. ") Buhlkirchen, nordwestl. v. Alsfeld, zerstört, Bommel 51; Landau, Kurf. Hessen 429. I0 ) Mainz. Notiz: (7.) Rnd " 9ß f; Bodersen, nördl. v. Wolfhagen, östl. v. d. Erpe, zerstört; s. Landau ZHG. 2. *°> L., Bitterb. 4, 286. ") Schwarzenberg bei Meldungen, östl. v. d. Fulda,/' stört vor 1295; s. L., Wüste Orisch. 87 f. 18 ) Mainz. Notiz: (6.) 1Ie » c ',,^, Helfenbcrg bei Wolfhagen, zerstört; s. L., Bitterb. 3,19. 19 ) Wolfersliau* östl. v. Gudensberg, a. d. Eder, zerstört durch die Bürger v. Fritzlar 1 Sommer; s. Falckenheiner 1, 243 ff; 2, 179 f; L., Wüste Ortsch. 161; vgl Wen ZHG. 30, 417 u. 418 Anm. 1. »») • Bückershausen könnte vielleicht «• Gegend von Alsfeld gelegen haben; s. Bommel 4, Anmn. S. 474. VßW>4 Notiz: (8.) Landisperg. Stadt Landsberg, nördl. v. Wolfhagen, roestl.v.ä. £ Jß zerstört wohl durch Igß. thüringische Truppen 1232 (!); s. L. ZHG- *> ^ u. 342 ff. n ) Ziegenberg, gegenüber Hedemünden a. d. Werra, verkam ^ 1 Drittel an Lgr. Otto 1302, zu 2 Dritteln an Heinrich oder Lgr. Joh f n l ha ^ 1311; s. L., Bitterb. 4, 305 u. 309; Weidcm. ZHG. 30, 464. ") '* e %M e rb- lag wohl an der Stelle des Petershainer Hofes bei Ulrichstein; s. L-, * 4, 113; vgl Boeschen, Vogelsberg u. Wetterau 56. Landeschronik. 2.3 1 ie Ulrichsteyn 1 ) unde EysenbachS). Unde in sulcher masfse hat he gar eyne reyne strasfse gemacht unde gehalten. Unde hat gar er- hchin unde kostlichin furstenstad degelichin gehalten, zu ghchin wolc e ynfs konniges hoffe; unde das was wole buche, want syne elter- muter, sent Elisabeth, was eynfs konniges tochter. Alsus schnbet Johan Rytesel in siner Chroniken 3). ..„,-„, *(Hir sal stehin, wie lantgrave Hinnch gewynnet 18 slosfse, bi. 284. etzliche verbornet er, etzliche brichet er zu gründe mdder unde etzliche beheldet er unzubrochen.)*) A ; B r aar «,, 9SB 'Darnach")«) wart bisschcff Gerhard») von Mentze ^de disfser *bi. 285. ^ntgrave Hinrich mit tzweydracht verworn«), so das der b sschoff het dem lande zu Hessen grosfsen schaden Dcfs hat sich der [antgrave gerust, so he bests mochte, unde hat den sfafft Widder bescheddilet, unde ist mit eyme grosfsin here* ufsgeczogin unde hat dem bisschoffe angewunnen den Heyligenberg'), den Weddel- b «g 8 ), die Wcnigenborg, vor Amencburg gelegm»), die Nuwen- stadio) unde dic NuwenburgH)- Du ist eyn scheyd unde snne gemacht«), das die Wcnigenburg unde die Nuwenstad«) synt dem bisschoffe in fruntschafft") widder wurden«). Alsus schnbet Johan %tesel in syner croniken 16 ). ,, . (Hir sal stehin, wie der lantgrave gewynnet 5 stedde unde slosfse 17 ).) (1 ) Schrift Nkht "•*»* b) 2—*-"" töSXS^LSZ Schrift wie hishcr, s. oben 8. 331 Anw. b. c ) Von ulsgeczogm « ?"*«■ 4) Ausgeführt; im Bild: der Heiligenberg; der Weddelberg, die Wenigen ur g; die Nuwenburg; die Nuwenstad. „. „ . n Ulrichstein, zuerst genannt 1379, wurde wohl verkauft an HeM Vielleicht 1287 IQß- ««7 T -Ritterb 4 113 f u. 121; Boeschen 57. ) ^tn *■* teuSXeZs^dLh'BeHholä II i Fulda™ 1370 gebaut fohl 1288; s. Bommel 2, Anmn. S. 61; L , Bitterb 3 368 u 374. J E ~S' l£*9 eingereiht, s. d. folg. Anmn. ») Nicht Gerhard II (v. opfern) sondern Werner (v.Eppstein) >) 1371; s. Weidemann ZHG. 30,413f. )Burg Keihgenberg, erobert vor 1273 Mai 31, zerstört. S. Bannurk 1373 Mai 31 (Xohmer-Will 2, 383); Mainz. Notiz a. a. 0.: (1.) Heilgenberg; Landau ZH^S, 8 M Weidem. 417 f. 8 ) Die Weidelburg, erobert vor 1373 Mai 21 zerstört "■Bannurk.; Mainz. Notiz: (3.) Weidelberg; Landau, Bitterburgen 1, »^Wmam. jf/• •) Die Wenigenburg auf d. sildl. Vorsprung v Amoneburg ^mnfurg) Robert wohl erst nach 1273 Mai 21; s. Weidem. 417 f. Auf Vorkehrungen zur Vm teidigung von Amoneburg durch ziegenhainische Truppen lafst wohl die %*■■%*. ffr. bei Weidem. 416 f schliefsen. ">) Stadt Naumburg erobert vor 1273 Mai **?.«■ Bannurk. u. Weidem. 417f. ") Burg Naumburg, erobert'.vor-Ulö S» * i s. Bannurk. u. Weidem. 417 f. ") Gemeint ist wohl der Fnedev°n ff Ol s. Weidem. 418 Arm. Vgl. Biedesel obcnS. 326: Also wart^dem■>»gg"» X «dde unde sune. >*) Burg und Stadt Naumburg. Vgl Biedesel °^ n S. 226: {1280] gesan der bisschoff eyner fhintschaffi. 16 ) Jf-J^^ Wüste Ortschaften 286 iWY L Bitterb. 2, 217 (N.). 16 Biedesel. Vgl. s ^en BerlcnT^Lm^ikoXoben S. 335 f. Dazu s. die Besprechung semer Wronik oben in der Einleitung. ") Aufgefafst als Ergänzung der obigen '» slosfse-. — nie Mainz. Notiz läfst durch Heinrich noch zerstört \werden w cas rum Fritclariense extra muros Fritzl.; (5.) David; (9.) Haldessen. Aber die Nacn %™tjber Fritzlar bezieht sich vielleicht auf 1232 (vgl. Landsberg); Burg w™ °ei Zierenberg wird noch 1303 erwähnt (Schenk a. a. 0.; ^.L ftterü. i, ij, * u rg Baldessen wurde (nach Eroberung durch Lgr. Heinrich U) erst *> leorochen (L., Kurf. Hessen 184; vgl. unten Bl. 304). 232 Landeschronik. *bi. 285'. *Disfses a ) fursten soen, lantgrave Otto, der hatte eyne frauwen, Alheid von Ravenfsberg 1 ), gcnummen bufsscn synfs vaters willen, so das der vater eme ungünstig- wart. Aber lantgrave Johan vermahelte sich mit rathe synfs vaterfs, unde nam frauwin Alheide von Brunswig 2 ) zu der ee. Unde darnach uwer ctzliche jare, alfs lantgrave Hinrich zu syme alder quam, do wart he gcdencken syner lctzsten kyndere 3 ), unde uff das he sie auch a ) versorgcn b ) mochte, so machte he selbers eyne mutschar synfs lants, uff das die czweyerlcy kyndere nicht uneynfs wurden nach syme dode 4 ). Unde gab syme irstcn soene, lantgraven Otten 5 ), die kure, wilch tcyl he wulde, so das das ander teyl den letzstin kyndern blybcn sulte 6 ). Sulche mutschar missehagcte syme sone Otten, unde enwulde er nicht an- nemen 7 ). Sundern er sprach zu syme vater, das he zufridde were unde lebete in goddes namen in gemache; werfs sache, das he efs herlebete, so wulde he wole mit synen brudern in frunt- schafft des zu gutem fridde unde eyntrechtlichen obberkummen. So der vater dusfse redde horte, du föchte he sich nach mee vor tzweydracht; unde wart syme soene vorters ungnedig unde mochte syner nicht gelyden. Defs muste lantgrave Otto wichen; unde hilt sich zu Amencburg unde in der graveschafft zu Czigenheyn 8 ), unde lebete vor eynen fursten in groslsem armut. Alsus schribet Johan Rytesel*»). Efs geschach darnach, das lantgrave Hinrich kranck wart zu Margburg an eyner swerin suchte, so das allman sprach, he muste des legers sterben; unde wart so sere kranck, das etzliche meyntmi he were toid. Des wart sin soen, lantgrave Otto, gewar, unde reyo in das niddcrlant geyn Cassel; unde sprach zu dem lande, syfl vater were toid, unde hirumbe so gerte er hulde. Unde g ra ^ *bi. 286. * Godfrid von Czigenhayn 8 ) bestedigete eme sync redde unde hal ») Disfses—auch auf dem Ersatzstück (aufsen). Blasse Schrift, vgl. S- <& Anm. b. b) Von versorgen an schwärzere Tinte, vgl. 8. 231 Anm. c. l ) S. Kl. Hesscnchr. 38 Z. 6 f. 2 ) Unten Bl. 291 (Citat: - richtig als Tochter Albrechts [II] bezeichnet. 8 ) Zum Folgenden vgl L a 'l,jr. ZHG. 1, 33 f; Schliephake, Gesch. v. Nassau 3, 159 ff; Weidemann ZHG. 30, ioOJT< Dictcrich Quartalba. f. d. Gr. Hessen NF. 3, lff. ' <) Nicht Mutschar all®"' sondern [Tot-]'Teilung und Mutschar'' machte Heinrich 'mit seinen Kindern \• Urlc. Kg. Adolfs 1296 Juli 4 Frankfurt: Beurk. Nachricht v. Schiffenberg 2, »®. S. 67; vgl. Böhmer, lieg. imp. 1246—1313 S. 184. Es handelte sich um T° m .,Ji (Eigentumsteilung) zwischen den 'ziocierlci Kindern, um Mutschar (BesitzteiiwJ von Gesamteigentum) je zwischen den Vollgcschwistern. Vgl. Weidemann 458 A» • 3; Bieterich 1 f. E ) Vielmehr Heinrich; s. Anm. 6. c ) Biese fW™* bestätigt die Urk. 1296 Juli 4, aber für Ottos älteren Bruder Heinrich. Vgl °" S. 222 m. Anm. 9. Auch im Folgenden krankt die Erzählung Riedesels aaru < dafs sie von Heinrich d. J. nichts weifs und seine Bolle mit auf Otto üh f? M Af c jc 7 ) Bas gilt für beide Brüder. 1296 Juni 6 gestattete Gr. Otto I v. Wa^. Wiederablösung der Einkünfte, die seine Schwäger Heinrich u. Otto, nati et ^ heredes Lgr. Heinrichs, ihm verpfändet hatten für sein Hülfeversprechen ihrem noch jetzt währenden Zwist mit dem Vater weqen Landes und Erbse S. Westfäl. ÜB. IV 3 S. 1084. ») Gr. Gottfried VIv. Ziegenhain war ^^%f der beiden Brüder. lieber seine Verbindung mit Heinrich d. J. s. Lan daU tcn , (Urk. 1297); als Beschützer Ottos zeigt er sich 1296 zu Staufcnberg, s. «» ") BAedesel. Vgl. d. vor. Anmn. Landeschronik. 233 eme. Unde sagetin hyn unde her so vil, das das lant eme huldungethet,ufsgescheydenRichenbach,Rodenberg,Melsungenunde Schardenbergi). Indes wart efs mit dem vater besser; unde so er horte, das syn soen das lant ingenummen hatte, du wart he vol kedrupnisfses. Unde schickete klagebr[i]efife dem Romschin kunnige Adolffo unde andern fursten, hern unde graven, synen guten frunden, Und e bath umbe hulffe unde troist, eme bystendig zu syn geyn s ynen soen, der en erbin wulde, ehir he gestorbe 2 ). Defs quam d _er Romsche kunnig personlich 3 ) unde czoch mit lantgraven Hingehe, der dan nauw von der kranckeyd uffgestanden was unde n°ch ermofse swach was 4 ). Unde czogin uwer den graven von Jägenhayn, unde legertin sich vor Stouffenberg, wilch slofs dan ^n graven von Tzigenhayn was 5 ). Unde betzwungen den graven da rtzu, das he geredden muste, he wulde lantgraven Otten vermögen, d * s das lant dem vater widderwerden sulde 6). Alfso czogen sie abe, unde der kunnig czoch widder an den Ryn?). Alsus schnbet Johan Rytesel in syner cronikenS). In disfser kranckeyd da wart jantgrave Hinrich gedencken an das selge leben bruder Curdes von Wurlefsheym, unde er bath god, das durch den verdinst bruder Lu rdes eme mochte sine gesuntheid widderwerden; unde gelobete sich gey n Heyne. Vonstunt wart efs besfser. Unde darnach, alfs üe r furste gantz gesunt wart, da leiste er sine walfart; unde ver- «undigete») allin luden, wie das durch bruder Curts vorbede em sine gesuntheid widderworden were. Alsus lefsit man zu Heyne Q brud er Curts legenden»). , , ,. (Hir sal stehin, wie der Romsche kunnig unde der lantgrave -bl 286-. l Sgen mit herecrafft vor Stouffenberg.)") Zu disfsen getzyten wurden die judden in Hessen l "), in Donogen •». *". ^f in andern landen gebrant 11 ), darumbe das sie eyn kynt her- a ) Hs. verkundige. b ) Ausgeführt; im Bild: Stouffinberg. 4 *) Soweit diese Dinge geschichtlich sind, mufs entweder Heinrich d.J. (f 1298 de« r) dabei mitgespielt haben, oder es handelt sich um irrig eingereihte Ereignisse ')looi s 130s - Vc ß- Landau 42; Weidemann 456 u. 463f; Bietcnch 2 f. A/i j selt Juni vor 27 war Heinrich in Frankfurt mit Kg. Adolf und anderen rZWstagsteilnehmern zusammen; s. Vrk. EB. Gerhards Juni 27: Sitzgsbcrr. d. fc^Tf Akad., ph.-h. Cl. 14,182. In der Urk. Juli 4 (s. oben S. 232 Anm. 4) be- Ct, dann Adolf, wie Heinrich u. sein Sohn Heinrich Juli 3 vor ihm lag zichT, mit Urteil we gen der Teilung und Mutschar. Da hat Heinrich d. J. verroh* i mf Ni «derhessen und gekoren das Teil zu Marburg u. s. w. Wenn der f. Z', lsche J Anteil Ottosauf eine oder andere Weise ledig wird, soll er als zu i^utschiertem] Samtgut gehörig auf Heinrich d. J. fallen. Entsprechend soll es 45s a Kinde m zweiter Ehe mit Niederhessen geschehen; u. s. w. — Weidemann a )ioa m - 3 vermutet als damals Otto zugedacht: Frankenberg und Alsfeld. IRa o Juli 26 war Adolf in Speyer, Aug. 10 in Wetzlar: Böhmer, Beg. imp. . os ; Schliephake 163. 4 ) Vgl. Anm. 1 u. 2. *) 1296 Aug. 18 war Adolf aeh%!? ph a P ud castrum Staufenberg: Böhmer 184 f. 6 ) In diesen Zeitpunkt riel t Was 1334 Nov - n von genannten Zeugen bekundet ward: dafs Lgr. Hein- !<;!/■ sein Land geteilt habe vor dem Haus zu Staufenberg vor Kg. Adolf, den AUv en Erhard v. Mainz, Siegfried v. Köln u. Budolf v. d. Pfalz sowie l a „\Heinrich v. Fulda; es hätten Lgr. Johann u. seine Geschwister das NiMcr- 2 tt-d 9r - 0tt0 (•') «■ seine Geschwister das Oberland erhalten. S. Wenck, MJg*- äcsei ? r 94 - 7 ) 1296 Sept. 11 war Adolf in Limburg: Böhmer 185. , )■«»«- eint X« 1 - d. vor. Amnn. a ) Leben Konrads v. Herlesheim. 10 ) '" Hessen yene Erfindung. ») Eng. 1123 Z. 35 f Judaei in multis locis occiduntur. 234 Landeschronik. mordet unde gemartelt hatten in Doringerlande 1 ), in den wyngarten heymelich 1 ). Auch woren zu der tzyt in Franckrich so vil judden, das der kunnig s ) zu eynemmale hatte me wan 30 tusend judden in syme here, busfsen cristen 4 ). Die lifs der kunnig zu dusfsen ge- tzyten auch verhornen unde vertriben unde natn cn alle ere gut 8 ), darumbe das sie hatten das heylige sacrament gestochin unde gemartelt 0 ). Alsus schribet mcister Diderich Engelhufsen 7 ). Auch in der Doringer croniken 8 ). Auch in Fasciculo 9 ). So nu lantgrave Otto dem vatcr das lant widderlafsin sulte 10 )> du hatte he eyne wegerunge darinne, unde hette efs gerne uffge- tzogen. So das lant das sach, unde auch, das sie dorlichen gcthan hattin, du schickten sie zu lantgraven Otten, unde boden en, das he sich mit syme vater gutlichin vertrüge; wante en queme anderfs phede unde Unglücke darufs. So antwcrte he en, das sie zufriddc weren; hc wulde sie wole verthedingen. Du antworten sie widder unde sprochen, wie das sie eme gehuldet hetten uff syne wortd alfs er gesprochen hette, syn vater were toid; unde so sich das nicht herfunde, unde auch*) mit syme vater sich nicht vertrage 0 wulde, so wulden sie den vater widder ynlaisfsen. So he das horte, du ginck he in eyne gutliche verdracht, unde muste dem vater das lant widdergeben 11 ). Unde swur eme des eynen eyd, das h e die mutschar mit synen brudern annemen wulde 12 ). Unde wurden gutlichin unde eyntrechtlichin gesunet 13 ). Alfso gab der vater erne j Homborg an der Arne unde Bydenkap. Unde hilt sich, dywy le »Bi. 287'. der Vater lebete, in den czween stedden l5 ). Also schribet Joha» Rytesel in syner croniken 16 ). Unde alfso buwete lantgrave Otto o a slos Biedenkap forne uff den berg, das vormalfs darhinder geleg etl hatte 17 ). (Hir sal stehin, das man buwet das slos Bydenkap.) 1 ') •bi. 238. * c ) Alfs man schreib nach gots geburt 1297 jar, do brach de 1297. grosfse tich ufs zum Franckenberge, unde fürte vile hufsunge unde gebuwe zu dem Gorgenberge enweck, unde thet dem cloisje mircklichin grosfsen schaden; darzu fürte he die Obirmolen vor der stad enweck. Also lifs der furste den tich widdermachen mit eym e a ) so. b) Ausgeführt; im Bild: Bydenkap. c) Von hier « dauernd eine veränderte, etwas leichtere, kleinere, blassere, Schrift; vgl. oben o. * Anm. b. ») 1303 zu Weifsensee. ») Thür. (vgl. Stolle 174). 8 ) Philipp & *) Eng. 1132 (!) Z. 36-38. ») Hol. 83' Z. 8 Judaei cxpclluntur de reg Franciae, omnibus eorum bonis confiscatis. 6 ) Eng. 1123 (!) Z. 37 (oben schliefsend, nicht von Frankreich) quia corpus dominicum dicebantur itcrum cruciB» ' ') S. d. vor. Anmn. ») S. Anm. 2. 9 ) S. Anm. 5. 10 ) M'-o Z 8. 233 Z. 15. ") Vgl oben S. 233 Anm. 1. ") Vgl. oben S. 2M" Uff. Unten S. 237 bringt G. ah Nachricht liiedesels über Otto noch bei: so he durch s. Elisabeth willen das lant an der Loyne. 18 ) Endgültig .?«* CÄa 7 7 ,v, ert wohl im Winter 1302j03 (vor März); s. Weidemann 465 f. ") I» alsb Jf-Ln Besitz, [wohl 1302/03]; nicht, wie Weidemann 458 Anm. 3 meint, zu »«T Erbteil, 1206. 15 ) Vgl. Weidemann 466 Anm. 1 (der Amtmann w Biea köpf in Ottos Gefolge). '«) Eiedesel. Vgl. d. vor. Anmn. J m i98, 'Altestadt' hinter der Burg; s. Landau, Bitterburgen 3, 5; L., Wüste Ortschaften Landeschronik. 235 starckern dämme, wan vormalfs gewest was. Alsus lefsit man zum Gorginberge*). Do man tzalte nach gots geburt 1298 jare 2 ), do wart bisschott 1298. Gerhard zu Mentz mit konnig Adolffo uneynfs. Unde wart eme gar gehessig 3 ); unde stunt darna, das der konnig toit geslagen wart*). Nu hatte kcyfser Rudolff, vorgenant, eynen soen gelafsen, genant hertzog Albert von Osterrich 5 ). Den brachte der bisschoff von Mentz daran, das er sich defs richs undertzoch widder konnig Adolffenß)') Unde sprach zu den kurfursten 8 ), sie sulten en bilcher er- w elt haben wan den von Nassauw; wante er meynte, das rieh sulte a her an dem gesiechte bliben, alfs vormalfs gescheen was an den her- tz ogin von Sweben unde anderen. Daruff meynten die kurfursten, man s ulte auch eynen ufs eyme andern gesiechte nemen unde erwelen, uff Oas m an efs nicht in i ange r gewere vor eyn erpanit hette. Da das hertzog Albert horte, do czoch he mit herecrafft 9 ) Widder den konnig ). Unde zu eyner tzyt quamen sie zu striden, unde konnig Adoltt Ul !°n dem pherde, unde verlor den stryt, unde wart toit geslagen"). Dufs geschach bie eyme dorfe, genant Gelnheym, bie der stad Altzen«), uff den 2. tag defs hauwmonts»). Unde alfs meister Juli 2. J^iderich Engelhufsin schribet, so blebin in disfsem stride 1300 1 *) he ngestc toit unde dach nicht vil lüde* 6 )- Da undertzoch sich fwtzog Albert defs Romschin richs mit gewalt. Darnach wart disfsem konnige Alberto vergeben mit vergift. Do hingen en die ertze uff by d en beynen, unde stochin eme eyn äuge ufs, unde brachten m.t artzedige W». das die vergift ginck zu dem äugen herufs, so das er genafs. Hirumbe hatte er eyn äuge. Alsus lefsit man in der chromken von Strafsburg an dem 2. caniteletß') , *Do ma P n schr 5 b nac h gots geburt 1301 jare, do verbrante -m. *»■. d as monster unde cloister Cappel in Hessen von eigem füre mit i 3 oiAug.i 4 . all er czh-oth, glockcn unde gebuwe, uff unlser lieben frauwen obint ass umptionis, das dudet hymmelfart adder wortzewye. Dasselbe c !°ister hant tzwene rittere, die woren gebrudere, gebuwet"), genant oie von Derreberg. Der eyne hifs her Engelbold. Der ander hils her Engelbert: der wart eyn monch darselbis. Alsus lefsit man zu Pappel 18). , Bie disfsen getzyten du wart Rodifs den Turcken angewonnen o-urch die hern sent Johans orden. Hirumbe so wart der ordo vast ,, „ ') Georgeriberger Nachricht. Vgl. oben S. 229 (Riedesel) m.Anm 2 » » ') V *■ B. P- 316 Z 11. 3 ) Cr. S. P. 317 Z. Bf (Mogonünus j^dolfi) coadiutor ac fautor fuerat, nunc inimicus eins per omnia. ) ^ S' „- J17 Z. 7f collecta maxima multitudine in auxilium (Alberti) propcravit. ) Y>- y f ■ 3 ™ Z. U f Albertus, dux Austrie, regis Rudolfi filius. 6 ) Cr. S. P. 317 f',- 11 c "m igitur venisset ad ducem,.....ad regni gubernacula elegit in con- usionem rcgis Adolfl 7) Riedescl? Vgl. (auch zum Folgenden) Cr. b.■ l an tf ?. U Ms 318 Z. 1 (Cr.Reinh. 641 Z. 30-46). 8 ) Cr. S. P. 317 Z 9 ?«na Pes spectantcs ad e lectioncm. ") Cr. S. P. 316 Z. li cum maximo ««atu. li£™näer Chr. Bl. M1 Z. 13-1 v. U. ") Eng. 1122 Z. 43 f n ) ™£ [fchtWormser Nachricht. ls ) Vgl. Cr. S. P. 317 Z. 24. "I ^ .^ «1 j&W. Z. 44 f. i.) Königsh. (Kap. 2) 457 Z. 1 u. 26; 458 Z. tt» W- ™m 16—18, 14 vt\ Das Spiefskappeler Mönchskloster bestand seitdem nkt hmäert '' s - Landau < Kurf - IIessen U8 - 18) Bpie/Mc®?«» •""»- 23 6 Landeschrbnik. gelobet unde geprifset. Darentkegin worden die Templirerhern unde er ordo verdiiget unde gantz verstoret. Wante sie verspigeten die bilde unfsers hern Hiesu an dem crutze. Hirumbe so wurden sie vermaledyget von dem bobiste, genant Clemens der V. Unde der ordo hatte gestanden 184 jare. Alsus lefsit man in Fasciculo *)■ Dusfser babist satzste opperstocke in die kirchen. Unde erloubete, wilch mentsche gebe 4 phennige in die stocke zu der meerfart zu sture, der mochte eyger essen uff den fritag. Also quam efs uff in Tutschen landen, das vormalfs ungewonlich gewest was. Alsus lefsit man in der chroniken von Strafspurg in dem 3. capitele 2 ). 1304 Nov. 30. Alfs man schreib nach gots geburt 1304 jar, du starp grave Godfrid 3 ) zu Czigenheyn, uff scnt Andres tag 4 ). Darnach alfs man i3°5- schreib 1305 jare 5 ), du starp bisschoff Gerhard zu Mcntz, unde quam eyner an syne stad, genant Petrus von Trire 6 ). Darnach 7 ) 1307 Juni 5. du man schreib 1307 7 ) jare, du starp aber 7 ) eyn grave zu Czigen- heyn, auch genant Godfrid 8 ), uff sent Bonifacius tag. Unde er starp in eymc schiffe, alfs er uff dem Rine für 9 ). Alsus lefsit man zu Czigenheyn 10 ). 1308. Alfs man schreib nach gots geburt 1308 jare, dowart keyser Albert *bi. 289. herslagen von synfs bru-*ders soene, genant hertzog Johan. Das geschach boben der stad Basel, in wilcher stedde nu eyn schone monster unde cloister gebuwet ist sent Ciaren, genant Kunnigesfelt 11 ). Alsu s wart er von godde geplaget; want glicherwifse, alfs he kunnig Adolffen herslug, sinen vorfarn, uff das he en geerbete, so wart he widder von synen eigin frunden herslagen, uff das sie en widde geerbetin. Alfs man das in vilen chroniken lefsit 12 ). Unde war eyn ander kunnig an sine stad gekorn, genant grave Hinrich von Luttzelnburg 13 ). . . Der irste lantgrave zu Hessen, genant lantgrave Hinrich"), der Sic ^ dan schreib in der umbeschrifft synfs grosfsen ingesigelfs alsus- sigillum Hinrici, dei gracia lantgravii, domini terre Hassie; unde in de kleynen ingesigel ginck dy Schrift vorters, alsus: et filii nate sanete Elisabeth 16 ); der furste wart kräng, do he 65 1(i ) jar alt was unde g at fürstlich unde wole regirt hatte. Du starp er uff sent Thoffia s 1308 Dez. 20. obint 1 "'), alfs man schreib nach gots geburt 1308 jare. Unde ist z ') Rol. 83' Z. 1, 7—5 v. u. (links), 4, 6 f, 9-8 V. u. O^fK'L 2 ) Königsh. [Kap. 3) 581 Z. 10 u. 13—16. 3 ) VI. 4 ) [Ziegenhaw Nachrichten]. Vgl. unten das Gitat. 6 ) Vgl. oben S. 229 '1289'; ^" C< LJ Anm. 6) Z. 29 Sedes vaeavit annum 1; Z. 34 (Gcrh.) annis 15. ") ^ Iat de Nachrichten, s. Successio ep. Mog. 361 Z. 32 Gerhardus; Z. 35 Petrus, natuS Treveri. Gerhard II starb 1305, Peter folgte 1306. 7 ) Wohl irrig, s. Anw■■ 8 ) Wohl Gottfried II, s. Anm. 9. °) Ziegenhainer Nachrichten. Es , han n l„e sich wohl um das oben S. 161 aus anderer Quelle — ausführlich, aber 0 Baten und Vornamen — schon einmal berichtete Ereignis. Der beim ^ e ^F a l2 o5 im Rhein ertrunkene Ziegenhainer war also wohl Gottfried II, bezeugt bis 1* < tot 1207 im Hochsommer, als sein Haus dem Beutschorden die Kirche vonjiw * A tot izuv im noc/isommer, als sein Haus dem Beutschorden die Jtircne vvn J^/i ßO, bach schenkte; vgl. Stammtafel AHG. 14; HUB. 11,1; K. Heldmann ZM w^ 6 f. Unser Todesdatum hat also wohl zu lauten: 1207 Juni 5. > " 7 -hJ. 4 u. 9. ") Königsh. (Kap. 2) 459 Z. 9f; 458 Z. 21, 24, 23; «0 ■ &■ % l2 l Vol. Gmünder Chr. Bl. U 1 (Z. 11 do plaget yn got). J * , " un d 460 Z. 13. u ) 8. Kl. Hessenehr. 37 Z. 17. 16 ) Richtig; s. ^fL^gl Bücksiegel der ürk. 1272 März 6 HÜB 1 1, 206. ") 61%. > * Nekr.: Bez. 21; s. Biemar ZHG. 37, 13. Landeschronik. 237 Margburg begraben l ). Darnach uwer eyn jar, do man schreib 1309 1309Dez. 20. jare, do starp frauw Mechtild, die lantgraffynne, unde starp auch Uff sent Thomas obint. Otto") der irste, lantgrave zu Hessen, der schreib sich: pro- ne pos sancte Elisabeth 2 ). Alfs er nu die kur [hatte] b ) nach der mutschar 3 ), so kor he durch sent Elisabeth willen das lant an der L °yne; alfs Johan Ritesel beschribet 1 ). Unde czoch geyn Margburg. Unde hatte mit siner elichen gemaheln 4 soene, genant Hinrich, Otto, Ludewig unde Herman 6 ). ....., * Ludewig* der irste, lantgrave zu Hessen, der schreib sich »bl «k auc h: pronepos sancte Elisabeth. Der wart eyn bisschoff zu Monster 0 ). Johan") der irste, lantgrave zu Hessen, der schreib sich auch: Pronepos sancte Elisabeth. Der tzoch mit den letzstin kynderen ') v on frauwen Mechtilde geyn Cassel. Unde lebetin die geprudere na ch der mutschar irfs vaterfs gar eyntrechtlich. Sunder disfser lurste mit frauw Alheide von Brunswig lifsin keyne liebeserben,) )• (Hir sal stehin lantgrave Otto der irste mit siner gemalieln un de kyndern.)*) A . *(Hir sal stehin lantgrave Ludewig der irste, eyn bisschoff zu na. 290. Monster. Auch sal hir stehin lantgrave Johan der irste mit siner elichin gemaheln.) * Lantgrave Otto tzoch «) personlich mit siner gemaheln, frauwen *m. 290-. alheide, geyn Roma"); unde nam mit sich den graven 12 ) zu Czigen- fte yn unde den graven«) zu Waltecken«), mit andern eddeln hern "nde ritternis); unde herwarp an dem babiste, genant Johannes S£ XXII., das ertzbisschthump zu Magdeburg«) syme sone, hern üttonlT), AlfsQ wart er eyn bisschoff darselbis. Undebuwete darnach al . *) Mit großer Initiale. b\ Hs. ohne Lücke. °) Unausgeführt, wie He noch folgenden Bildvorschriften der Chronik. 10 nrrl V, J l - Biem ™ «• a. 0. Anm. 6. 2 ) Vgl Rücksiegel der Urk.1316 Juni 8 f UB ■ J > ■*> 221: Secretum Ottonis, pronepotis bcate Elyzabeth. ) b. oben Kl ■£ m - Anm - 5. 4 ) Bieäesel Vgl. oben S. 234 m. Anm 12. ) ö. f*- Hesscnchr. 38 Z 10—14 ") S. Kl. Hessmehr. 37 Z. 28; vgl. unten S. 240. > Ausdruck wie oben S. 232 (Riedescl). *) Wie unten S. 239 (Citat : Riedesel). ,i«« den Quellen der 4 letzten Absätze gehört jedenfalls die Hessenchronik. u{ **»ß/Ä7 (1326 vor Kov 20?). Vgl Bommel 2, Anmn. S. 85 f; unten Anm. 17. J Avignon! ") Wohl Johann I. 13 ) Wohl Heinrich IL ») Veber le damaligen Beziehungen Ottos zu Johann u. Heinrich, seinen Neffen, s. Kommet ]VJ U u. Anmn. S. 84; Mon. Hass. 2, 458 Anm. ") Vgl. Anm. 17 über Jfimrad v. Eiben; Vatikan. Akten z. G. Ludivigs d. B. 276 über Provisionen "°'i*nns XXII 1326 März 16 u. 18, u. a. für Söhne von: Gr. Joh. v. Ziegenhain *ned r . „ Hertingshamcn, R. Joh. Riedescl u. Joh. Riedescl. ») KB. Burchard di f i 825 ! EB - Hcidenrich erwählt u. gefangen gesetzt 1326, f 1327. 7 ) Btedr- S jT.- vgl- Cr. S. Petri 357 Z. 3—6: Tod Heidenrichs; Quod audiens Otto . . . con- „ 10 suorum venit ad papam loh. ibique obtinuit archiepiscopatum Magd, filic1 . . . r^m. Dazu Gesta archiep. Magd., MG. SS. 14, 433 Z. 1-5: Wahl eines Nach- 1 "jers; Sed interim lantgr Hassie, cum uxore sua existens in curia Romana [Konr. ,.,?«, SS. rer. Brunsv. 3, 377 to Avyon], impetravit a papa Joh. arch. Magd, pro sl su ° °«<>ne. - 1325 März 5 providierte Joh. Otto den Jung., 1326' März 6 *•»• Brüder Ludwig u. Heinrich mit Kanonikaten: GQPrS. 21, ™ 2 \J,f™; ■bieten 270 (GQ 172) 1326 Mai 4 antwortete Joh. auf einen vom Miiaesn. jtesaurar Johann fRiedcselJ und dem Edlen Heimrad [«. Eiben] ihm überbrachten * n ef Ottos I, der Tod des EB. v. Magd, sei ihm noch nicht gewiß, er wolle 2 3 8 Landeschronik. eyn slofs in sin bisschthump, genant Ottensteyn 1 ) in sin gedechte- nisfse 2 ). Alsus sehribet Johan Ritesel in siner chroniken 8 ). 1309. Alfs man schreib nach gots geburt 1309 jar 4 ), du stunden unfruchtbar, dure unde bofse jare ane. Das werte 7 jar 5 ). Der woren die irsten 6 vast dure, so das mench mentsche unde vile hufssessener lüde lifsin ligen unde stehin, was sie hatten, unde gingen in fremmede lande. Unde das sibbende jar, alfs man schreib 1315- 1315 6 ), das was allerbosest unde gantz vergifftig. Unde wart dure in allen landen, in Hessen, in Doringcn, in Westphalen, in Sassen, in Missen, in Francken, an dem Ryne, in Brabant, in Hollant, in Flandern unde durch alle lande, nicht alleyne in Tutschlant, sundern auch in Franckrich a ) unde in andern vilcn konnigrichen; so das vile richer lüde haben golt unde silber in ihren handen, budein unde gernen getragin unde enmochten nichts zu kouffe krigen, so das sie hungers gestorben sint. Unde wart so dure, das die muter irme eigin kynde das broit verbarck, unde eyn hunt den andern unde eyn mentsche das ander essen mochte. Defs quam die pcstilentz 1315. im seibin jare dartzu, wantc das fleisch unde ander koste waren gar vergiftig. Unde starp so vil fulekes an hunger 7 ) unde an der pesti- lentz 8 ), das man grosfser graber unde kulen machte 9 ), das man die toden mit kamen darin fürte. Auch die grosfsen stedde, da vile fulekes was, die enkunden die toden nicht alle in den stedden begraben, sunder sie mufsten die toden busfsen die stedde furen 10 ) uff andere wüste kirchobe in dem b ) feldc; unde wordin dicke me wan 11 adder 12 hundert in eyner kulen begraben. Alfs man das *bi. 291. zu Erffurd *in der worheid auch befindet bussen der stad in eyner wustenunge 11 ), genant Smeetstete 12 ), dar dan begrabin wurden ufs Erffurd hundert schock, dry unde drisfsig schock unde 5 mentschin r3 )> das brenget vilna achte tusent. Unde defsglichens durde unde Sterbens mit eynander unde in allen landen ist in den chroniken vor- malfs nicht mee herfaren adder gelefsen; auch vile dorffere lange tzyt wüste verpleben 14 ). Dufs geschichte findet man in vilen a) Hs. Francr. b) Hs. den. aber die gewünschte Beförderung Ottos d. J. im Auge behalten: GQ. 176. 1326 Nov. 20 gewährte Joh. mehrere Gnaden für Otto I u. Adelheid, nam. einen Beichtvater, qui eis . . . in mortis periculo plenam remissionem omnium peccatorum con- cedere valeat: Akten 308; GQ. 189. 1327 März 10 providierte Joh. Otto den Jw>9- mit dem Magd. Erzbistum: GQ. 191. ') Irrig; s. Dicmar zu Kl. Hessenchr. 38 Anm. 1. ") [Hessenchronik] 1 s. Kl. Hessenchr. 38 Z. 11—13 wart eyn b. zu M., u. hat daselbest gebuwet ein slois, heisset noch synem namen O. Biedcsel spricht hier schwerlich mit. s ) b- d. vor. Anmn. *) Wohl berechnet aus '1315'—6; vgl. Anm. 6. 5 ) #nliefs' Lgr. Otto seinem Bruder Ludwig, B. v. Münster, 'zu seinem Leibe 0 und Stadt Marburg, den Zehnten zu Ebsdorf und den hessischen -Antei Wetter: Schmincke, Otto Schütz, Anhang S. 1. 4 ) Vielmehr «cAp» *' Provisionsbulle 1310 März 18: GQPrS. 22, 441. 6 ) Vgl. oben b. <&' , Anm. 6. e ) S. Kl. Hessenchr. 37 Z. 28 f. Anders Biedesel, s. oben b - 4 ^ el { e , ') follen—woren ausgleichender Zusatz, nicht Biedesel. ") Biedesel, HaupH *., Daneben spricht die Hessenchronik jedenfalls mit. °) Biedesel. > ■?. den Wortlaut hier oben Z. 17 f u. 21 f. ll ) Vgl. Kl. Hessenchr. 3b 0. *2>, 39 Z. 3f\ 38 Z. 15-17. ») Vgl. den Wortlaut hier oben Z. 20 f. ) Ifa den Wortlaut oben S. 143 Z. 8—10. ») Vgl. Kl. H. 39 Z. 11—13. I ■> Kl II 40 (!) Z. 17 f. le ) Vgl. Kl. H. 39 Z. 14 f. Landeschronik. 241 Hirumbe worden sie geheisfsen : gnediger juncher J ). Dusfse ordinantzie ist vorters auch also gehaltin worden 2 ) by 150 jaren, bifs das der letzste grave zu Czigenheyn starp 3 ). Alfs man hirnach wole hören sal 4 ). Alfs man schreib nach gots geburt 1313 jare, du wart keifser Hin- i3i3Aug. 15. riche von Luttzelnburg vergeben 6 ). Unde das geschach alfso. Der keiser was zu Florentze; unde uff unfser lieben frauwin tag assump- tionis, wan man die wortze wyhet, du ginck er in das Prediger- cloister unde wulte das heilige sacrament entphangin. Do wart eme e yne ungesente hostia gegebin, da was vergifft ynne 6 ). So starp er darnach 7 ) uff sent Bartholomeus tag 8 ) zu Pisa 9 ). Das gerochte der Aug. 24. v er[ge]bunge ginck uwer eynen monch defs vorgenanten ordens, genant Bernhardinus 10 ). In dem jare darnach worden tzwene konnige 1314. erweit 11 ) in eyner tzweytrachU 2 ), die woren geswisterekyndere 13 ). Eyner was hertzog Ludewig von Beyern, der ander hertzog Friderich v on Oisterrich. Dy krigeten 9 jar umbe das rieh 1 ' 1 ). Zuletzt quamen sie[i322]Sept.28. <*n eynen strid uff sent Michelfs obint, unde hertzog Ludewig gewan den strid, unde finck hertzog Friderichen 15 ). Derselbe hatte eynen bruder, genant hertzog Luppold von Oisterrich; der thet hertzoge Lude- *'ge so wee mit *pheden, das er eme sinen bruder muste loifs geben. *bi. 292'. *doch so muste er versweren unde bürgen settzen, das er en an dem nche nicht hindern wulde 10 ). Alsus lefsit man in vilen Chroniken 17 ). Auch in der chroniken von Strafsburg in dem 2. capitele l7 ). Zu dusfsin getzyten quamen uff die tzwene orden der Paulyner unde der ritterschaff Christi«). Bisschoff Peter zu Mentz quam mit dusfsem fursten, lantgraven Otton, zu phedin unde zu krige 19 ). Unde verterbetin ire lande under e ynander. So wart gededinget, das lantgrave Otto trug dem bisschoff uff Franckenberg unde Grunenberg zu lehin 20 ) unde ent- pning sie widder. Alsus wart der krig gerichtet. Darnach sprach ') Vgl. Kl. H. 40 (.') Z. 28 f. 2 ) lieber die Titulaturen vgl. Diemar *■* Kl. H. 40 Anm. 9. 3 ) 1450. Vgl. die entsprechenden Angaben unten **•• 331'. <) Den zweiten Teil des Absatzes denke ich mir etwa so entstanden. *?• fand in der Hessenchronik denselben sagenhaften Bericht über die Auseinander- Setzung der Söhne Ottos I, der uns in der Kl. Hesscnchr. 38 f vorliegt. Schon °e« s. 218 klang er an. Seinem Hauptinhalt zu folgen, verbot G. die Vertrags- urkunde von 1336, s. unten S. 248 f. Aber Einzelnes entnahm G. dem Berichte och und knüpfte es samt allerhand lieminiscenzen gleich hier an die Wünsche und Absichten Ottos, als dessen 'Ordinantzie'. h ) Königsh. (Kap. 2) 464 Z. P ö «• 6; 460 Z. 13. ») [Eiedesel] ; s Cr. S. Petri 344 Z. 27 bis 345 Z. 4: Perator . . . obsidebat civitatem Florensem. Cives ..... ipsum ..... susci- piunt [vgl Königsh. 464 Z. 3f m. Anm. 1], et in ecclesia Predicatorum in die sumpeionis b. virginis divinis misteriis ..... communicantem intoxicant. ') Königsh. «W Z. 37. 8) [Eiedesel]; s. Cr. S. P. 345 Z. 4 f. ") Eng. 1125 Z. <*• Bei Königsh. Z. 24 u. 37 dagegen Pisa richtig als Ort der Vergiftung und ff* Begräbnisses. 10 ) Pol. 84 Z. 18 f. ") Königsh. 465 Z. 11 u. 5. J Xß L Cr. S. P. 346 Z. 5 per dissensionem; Eng. 1126 Z. 39 in discordia. J Richtig. ») Königsh. 465 Z. 6 u. 8 f; 467 Z. 23 f. Vgl Cr. S. P. 346 *■ 8 f. is) Q münder Chr. Bl. M 2' Z 15—12 v. u. ,6 ) Königsh. 465 fp 15 f; 468 Z. 12-14. ") S. d. vor. Anmn. 18 ) Eng. 1125 Z. 45 f \T, au Jinorum^; Bot. 84' Z. 13 v. u. (novorum militum Jesu Christi). 19 ) I« der »mdtchr. Bl 18 (Hs. S Bl. 25) sagt G. nachher: 1315 . . . was b. Peter . . . ™*gr. Otton fygent. s °} Irrig. Gr. u. Fr. wurden schon im Langsäarfer ertrag von 1263 als mainzische Lehen anerkannt, s. Böhmer-Will 2, 360 f. 16 OA2 Landeschronik. *m. -293 *ßl. 29:] 1 *B1. 294 der bisschoff widder disfsen fursten ane umbe die leenschafft, die lantgrave Johan vom stifft zu Mentz gehabt hatte. Unde sprach, nachdemmale syri bruder sunder libescrben verstorben were, unde das lant verteilt were, so weren die lehene dem stiffte lediglichin verfallen. So antworte der lantgrave, wy das das lant unde die lehenschafft nach nye verdeylt gewest were, sunder syn vatcr selig hette tzusschen en cyne mutschar gemacht 1 ); auch ob efs schone verdeilt gewest were, des doch nicht was, so hoefte he, das in rechtin nicht herkant sulde werden, das eyner an libefserben storbe, der eynen naturlichen lebenigen bruder nach eine lifsc; ydoch so wulte he synfs rechtin by dem Romschin riche bliben. Dcfs karte sich der bisschoff nicht darane, sundern he thet dem lant- graven grosfsen schaden. Hirumbc so wart he widder reyde, unde verdarffte unde verbrante alles, das busfsen steddin unde slossen in dem lande gelegin was unde defs stiffts was. Unde betzwang den bisschoff dartzu, das er eyns gutlichen tages gesan, in den Sachen zu handeln. Alfso verpleib das lenger zu slaffen'-'). Alsus schribet Johan Ritcsel in siner croniken 3 ). "(Hir sal stellin, wie lantgrave Otto verhornet unde verstoret alle dorffere unde hofe in disfsem lande, die des stifts zu Mentz sint.) *Gravc Hinrich von Nassauw 4 ) was difs fursten fygent, dar- umbe das he das slofs Dernbach lifs buwen cm zuwidcler 5 ). Nu hatte der grave die von Dernbach verjaget unde er slofs bie Herborn niddergebrochin 6 ). Alsus lifs der von Nassauw widder eyn slofs uffslacn unde buwen, genant Dringensteyn 7 ). Disfser furste. lantgrave Otto, lifs auch buwen das slofs Huen mit eyner kostlichin brücken darbie 8 ). Alsus schribet Johan Rytesel in siner Chroniken 9 )- (Hir sal stehin, das man tzwey slosfse buwet, Dernbach unde Huen.) *Der hertzog von Brunswig 10 ) hatte Gudcnsberg ynne, slois unde stad 11 ). So wart disfser lantgrave sin fygent, unde tzoch uwer en mit grosser macht 12 ), unde thet unmefslichin schaden bifs zu ') Vgl. oben S. 232 m. Anm. 4. 5 ) Bis zu Peters Tod, 1320. Vgl unten S. 245 Z. 8. ») Bicdescl. Vgl. Bommel 2,107 ff u. Anmn. S. 78 ff, WO W* Ottos mainzische Lehen Grünberg und Frankenberg irrig zu den Johannsleu gesetzt werden; Brunner MV HG. 1897, 103. 4 ) Heinrich 1 v. N.-bieg^ ■ ») 1309 Nov. 9 kaufte Lgr. Otto von den Ganerben v. Dernbach deren />»'.£ Bernbach bei Herborn und gab sie den bisherigen Herren zu Erbburglehen. JJ war von Erweiterung der Burg die Bede (vgl. oben: lifs buwen), und «» -^ a , _ sollte sie nie veräufseri werden dürfen (vgl. oben: em zuwidder). S. ÄM ^ r „ becker, Erbhofämter v. Hessen, Beil. S. 16. Vgl. Ärnoldi, Gesch. d. W.-JX«?°- Länder 3 II, 163. «) Nach Schadenregister Lgr. Hermanns 1377/™ , Landau, Bittergesellschaften in Hessen 177 Z. 9 ff zerstörten Gr. Heinrich>. " sein Sohn Otto die Burg den Lgfn. Otto I und Heinrich II (Mitregent seitloW*'- Vgl Anm. 7. Anders Amoldi 1, 124; Landau 177 Anm. 1 ('1310'); Y off ,vnnel Schreibung d. Hzt. Nassau 722 {'1312'); Euch ZHG. 29, 5. ') f ac ' 1 rvy 6 724 wurde Tringenstein 1323/25 von Gr. Heinrich erbaut. Vgl. Ann. 8 ) Etwa auf Burghaun zu beziehen? Vql. Bommel 2, 110 ff; Landau, ™tttrw J { 89 ff. n J liiedescl. Vgl. d. vor. Anmn. ">) Älbrechl II v. ^-foUrn^ ") Wohl seit 1306. S. Weidemann ZHG. 30, 468 f m. Anm. t Vgl. fjTjn 101 ff ") S. d. Hülfeversprechen Gr. Heinrichs IL v. Waldcek 13U ■>» 24 im Lager vor Gudcnsberg: Mon. Hass. 2, 454 Anm, Vgl. Brunner iw- Landeschronik. 343 Gottingen in das feit, so das he Gudenfsberg widder zum lande brachte 1 ). Auch brachte he dy helffte an Boreken widder zum lande 2 ). Alsus schribet Johan Ritesel in siner kroniken 3 ). Do man tzalte nach gots geburt 1319 jare, du verbrante die stad Margburg i3i9März[27]. allerdinge; das geschach in der fasten nach judica 4 ). Darnach do man schreib 1320 jare 5 ), do starp bisschoff Peter zu Mentz, 1320. unde quam eyner an syn stad, genant Mathias von Bucheck, der was eyn swartz monch ordenfs sent Benedicti 6 ). Unde her- warp das bischthum zu Roma 7 ). Darnach du hat dusfser furste, lantgrave Otto, sinen eitern soen, lantgraven Hinrich, eelich ver- mahelt mit frauwen Elisabeth, die dan was lantgraven Friderichs 8 ) zu Doringen unde marggraven zu Missen dochter 9 ); unde ist eme eelich bygelacht, do man tzalte nach gots geburt 1321 jare 10 ). 1321. Alfs man das auch 11 ) lefsit in der Doringer Chroniken 12 ). Unde hat lantgrave Otto gelebit by 56 jaren 13 ); unde starp uff sent Anthonius tag 14 ), alfs man tzalte nach gots geburt 1323 jare 15 ); unde 1323 Jan- '7- ist zu Margburg begraben 16 ). Hinrich a ) der IL,lantgrave, herre Hessenlants 17 ), der dan genant wart der ysern lantgrave 18 ), der schreib sich: abnepos sanete Elisabeth 19 ). Disfser furste 17 ) hatte mit siner elichin gemaheln eynen soen, genant Otto, unde 3 20 ) tochtere. Eyne hifs Alheid; die wart 21 ) eyne kunnigynne zu Ciakau in Polen, umbe ire schone willen, alfs sie des von den heralden dem konnige 22 ) berochtiget wart unde in Polen so gesant wart. Die ander tochter hifs Elisabeth; die wart* 3 ) hertzoge Albrechte 24 ) von Brunswig 26 ). Die dritte hifs Jutta; die ist an liebes- erben gestorben 20 ), unde ist zu Cassel zu Anaberge begraben 27 ). *Otto a ' der IL, lantgrave zu Hessen 17 ), dufs vorgeschrebin *bi. sw. Ersten 17 ) bruder, der schreib sich auch: abnepos sanete Elisabeth, ^er wart 98 ) eyn ertzbisschoff zu Meydeburg"). 11 ) Mit grofser Initiale. , J) Vor 1314 Mai 6. S. Urk. An. Hass. 9, 185. Vgl. Brunner 103. ) 1317. S. Landau, Kurf. Hessen 257. s ) Riedesel. Vgl. d. vor. Anmn. 1 S. oben S. 220 (Marburger Denkverse). 6 ) Vgl. oben S. 236 '1305'; niicc. (,s. Anm. 6) Z. 35 f (Petrus) annis 14, mensitms 5. ") Mainzer Nachrichten, s. Successio cp. Mog. 361 Z. 35 Petrus; 362 Z. 5/Mathias de Buchsecke, 4Bi fuit monachus professus ordinis s. Benedicti. Peter starb 1320, Matthias folgte 1321. i) X). h. vom Papst (zu Avignon). RiedcscP. Vgl. Cr. S. Petri 354 y 6 —0 (papa Mathiam.....substituit). 8 ) I. 9 ) Cr. 8. Petri 348 r 1 ' 8—10: (1319 Fridericus marchio) dedit filiam suam Elizabet Heinrico, filio Ottonis, wntgravii Hassie. Thür. [Urs. 1309): (1316) gab lgr. Frid. ... zu Duringen sine ,° cnter Elis......lgr. Heinr. zu Hessen zu der che. Vgl. auch Kl. Hessenchr. 38 f. ) Vgl. IJiemar ZHG. 37, 18 m. Anm. 5. u ) Aber recht abweichend. > S. Anm. 9. n ) Vgl. Diemar 14 m. Anm. 16; zum Folgenden 15 m. Anm. *.*■ & '■>) Richtig. " ») Vielmehr 1328! Vgl. Cr. S. Petri 357 Z. 8f W» l l$25% Dafs Ricdesel entsprechend Cr. S. P. ('1326') die Nachfolge Hein- w« II zu früh eintreten läfst, ergibt sich, unten. '") Zum Teil wohl Ried- ese }\ vgl. d. vor. Anmn. a7 ) G. unterscheidet die Titulaturen Heinrichs und seiner Brüder gemäfs den Angaben oben S. 240. t8 ) Limburger Chronik S. * 5 Z. 10 (der isern Henrich). 13 ) Vgl. Siegel der Urk. 1344 Okt. 20 HUB. 1 2, 533: *•■ Heynrici, abnepotis beate Elyzabeth. 20 ) Kl. Hessenchr. u. Limb. Chr. 25 Z. t"'- zwo. si) i34i 2 2) Kasimir III. »») 1341. 2t ) Vielmehr *;»•««< (zu Göttingen). 26 ) [Hessenchronik], s. Kl. H. 40 Z. 4, 7-12, 13 f. ?'i&- Joh. Nuhn bei Diemar ZHG. 37, 52. •») Hesscncfironikl Vgl. Diemar *11G. 37, 21 Nr. 27 u. 28. 2S ) 1327. 29 ) S. Kl. H. 38 Z. 11 u. oben 8. 237 f. 16* 244 Landeschronik. *Ludewig a ) der IL, lantgrave zu Hessen, difslser vorgeschrebin bruder, der schreib sich auch: abnepos sancte Elisabeth. Der hat defs graven 1 ) von Sponheym tochter, genant Margaretha 2 ), zu der ee genummen 3 ), unde mit derselben 2 soene 4 ) gehabt, genant Otto 6 ) unde Herman. Defs starp lantgrave Otto 6 ) in der jogent 7 ). Unde nachdem nu disfser lantgrave Ludewig 8 ) abegeteylt [was] 1 ') 9 ) unde nicht vile eygenthumps enhatte 10 ), hirumbe so 10 ) schickte he 11 ) synen soen Herman ad studia unde zu schule, geyn Parifs 12 ) unde auch geyn Praga, in meynunge, en geistlich zu machen. Unde bisschoff Otto zu Meydeburg nam en zu sich unde machte en by eme zu eyme canoniken, in meynunge, en bie den stifft nach eme zu brengin. Alfso ist lantgrave Herman zu Meydeburg eyn thumher gewest unde hat sich darselbis by syme vettern etzliche tzyt enthalden. Alsus lefsit man in der Hessen chroniken 13 ). Herman a ' der irste, lantgrave zu Hessen, dusfser vorgeschrebin bruder, der schreib sich [auch] b) : abnepos sancte Elisabeth. Dusfser lantgrave Herman bleib alleyne unde enhat sich nicht eelich verändert, sundern he hilt sich zu Grebensteyn unde zu Nordecken an der Loyne 11 ). unde ist uff das letzte 15 ) sunder liebeserben gestorben 16 ). *bi. 295. *(Hir sal stehin lantgrave Hinrich der II. mit siner gemaheln unde kyndern. Auch sal hir stehin lantgrave Otto der IL, ertz- bisschoff zu Meydeburg.) •bi. 29c. * (Hir sal stehin lantgrave Ludewig der IL mit siner elichin gemaheln unde kyndern. Auch sal hir stehin lantgrave Herman der irste.) *bi. 296. *Der vorgenante furste, lantgrave Hinrich, besserte gar wole sin lant J7 ); want bo er gute wustenunge hatte, da lifs er ufsrumen undedorffere | buwen 18 ). Er c ) [koufte auch die graveschaff 19 ) von Ziegen-] berg uff [der Werre mit alle ire zugehorange 20 ). Auch] | koufte [he die rerschaff von Rumerade 21 ); unde gab er 14] | tusent gülden 22 ). Er lifs auch die nuwenstad zum Franc-] | kenberge [uffslaen unde bu- a) Mit grofser Initiale. k) Hs. ohne Lücke. <•■) Er—Franckenberg (S. 245 Z 2) ausgestrichen, mit dunklerer Tinte, flüchtig und roh, offenbar von fremder Hand; später stellenweise radiert. Lesung zum Teil unsicher. ') Simon II. 2 ) Vielmehr Elisabeth. Auch Nuhn a. a. 0. Margrethe (vgl. das. Anm. 3). ") 1340. ") Kl. H. eynen son; Limb. Chr. 26 Z. 12 zwene sone. 5 ) Der Name nicht in der Limb. Chr. ") 1357. ') Vg]- Nuhn a. a. 0. (m. Anm. 4). Nicht benutzt, wohl teilweise für Verwechslung nm Hermann gehalten, Limb. Chr. Z. 14—16. Vgl. Biemar ZHG. 37, 21 Nr. 29. 8 ) Kl. H. sich des lants in vurgeschriebener maesse entirbet hatte. G. mufste diese Angabe [der Hessenchronik] verwerfen; s. oben S. 241 Anm. 4. 9 ) S. unten S. 248f (Verlragsurk). '«) Vgl. oben S. 85 Z. 2. ") Er selbst starb schon 1345! ") Kl. H. in Franckrich. ") Hessenchronik, s. Kl. H. 39 Z. 15—29. Einzelnes geändert. ") D. h. in dem Lande an der Lahn. "■) Nämlich erst 1368J70. Vgl. Biemar 19 Nr. 21. Anders Kl. H. 38 Z. 141'■ 10 ) Biescr Satz wohl combiniert aus der Vertragsurk. von 1336 und der Hessenchronik; s. Kl. H. 39 Z. 5f u. 38 Z. 20 f. ") Limb. Chr. 26 Z- ?. 18 j Wohl Hessenchronik. ">) Herrschaft! so ) Limb. Chr. Z. 7—9. Img, vgl. oben S. 230 m. Anm. 22 u. Landau, Kitterburgen 4, 312 ff. ") Limb. Chr. Z. 9 (bi Alsfelt). Vgl. Landau, Kitlerburgen 1, 183 u. 186; Landau, Bitter- gesellschaften 43 Anm. 2 u. 63 Anm. 1. ") Wohl Hessenchronik. Landeschronik. 245 wen] 1). Er [kaufte] auch | eyn teil defs gerichts zuGeifsmar bie Franc- kenberg") 2 ). | Er machte auch tzvvene stiffte in dem furstenthum zu Hessen, nemelich zu Cassel 8 ) unde zu Rodinberg 4 ) s ). Dufs lefsit man in derHessen chroniken 6 ). Auch eynteil in der chroniken von Lympurg 6 ). (Hir sal stehin, das man buwet tzwene stiffte, alfs zu Cassel unde zu Rodenberg.) *Bisschoff Mathias von Mentz, alfs Johan Rytesel schribet in *bi. 296'. siner chroniken, herweckede widder uff 7 ) die sache mit den lehin- gutern, die lantgrave Johan gehabt hatte 8 ); alfs vorgeschrebin stehit 9 ). Unde gedochte alletzyt darnach, wie he die lantgraven 10 ) gantz verdiigen mochte, unde das lant zu Hessen in sine gewalt brengin mochte X1 ). Unde hat eynen grosfsen krig mit dem lantgraven 12 ) angefangin 13 ), unde thet eme vil verdrisfses ane 14 ). Zu eyner tzyt ranthin die sinen vor Marpurg 15 ), unde fingin die lüde in den b) porten unde furtin sie dor°) den Loynberg, unde namen auch midde, was sie von phee betraden. Da tzogin die von Margburg nach bifs vor Ameneburg. Da wantin sie 0 ' sich, dy figende, unde hattin eynen hinderhalt, unde slugin unde hiben sich c \ so das die von Margburg nidderlagin, unde worden jemerlich hermordet, herslagin unde gefangin 16 ). Dufs geschach alfs man schreib nach gots geburt "327 jare, uff sontag vor pinxsten, genant exaudi. Unde er bleib so 1327 Mai 24. vil toit, das man nach alle jar derselbin begenckenisfse heldet mit vigilien unde selemessen zu den predigerhern zu Margburg 17 ) 18 ). (Hir sal stehin, wie die von Margburg nidderliggen vor Ameneburg.) 'Sulches grosfsen nidderworffs wart der bisschoff so mudig, * B i. 297. das he eyn herfart beriff, unde besammete sich. Unde balde *) 8. S. 244 Anm. c. b ) Hs. der; unten Bl. 315 u. 325' den. e) so. ') Wohl Frankenberger Nachricht. Vgl. Stadtchr. Bl. 19b. Privileg Hein- >'Khs für die Neustadt zu Fr. 1335 Dez. 26, Fr. Stadtarchiv. ') Wohl Frankenberger Nachricht. Ebenso Stadtchr. Bl. 19 a. Vgl. A. Heldmann ZHG. *ö, 31 u. 51 ff. Eine Zeitangäbe { um 1330' (Heldm, 52 Anm) ergibt sich aber aus der Stadtchr. nicht. 3 ) Collegiatstift zu St. Martin, begründet 1366; s. Urkk. -4«. Hass. 5, 23 u. 32; vgl, GQPrS. 22,204 (Calse). ' *) Collegiatstift zu 8t, Elisabeth u. Maria; nach Landau, Kurf. Hessen 282 in der Altstadt begründet 1352, in die Neustadt verlegt 1356. 6 ) Hessenchronik, s. Kl. Hessenehr. 40 Z. 2 f. 6 ) 8. d. vor. Anmn. ') Vgl. oben verpleib ... zu slaffen. ) Riedesel. Vgl. Bommel 2, 113 ff u. Anmn. S. 83 ff; Brunner MVHG. 1897, ■W3ff. «) Q 0en g_ 241 f (Riedesel). ") Im Folgenden ist nur von'dem' ■Mir. die Rede. ll ) Etwa eigener Zusatz? Vgl. die formelhaften Wendungen °°en S. 90 Z. 17—20; 96 Z. 2—1 v. u.; 101 Z. 1—3; 111 Z. 1; 113 Z. 17-15 v - «• (Z. 13 v. u. verdiigen). 12 l Gemeint ist Heinrich IL Vgl. oben S. 243 Anm. 25. is) y g i <>. g : p etr i 357 Z. 12-15 {1326'). Auch hier ist Heinrich der Gegner. Die Ursache des Lehnstreits ist hier mifsverstanden. ,\ v 9l- Cr. S. Petri Z. 15f. ") Vgl. Oberrheinische Chronik hg. v. Gries- naber 29. ">) Vgl. Urk. 1353 Apr. 25 HUB. I 2, 593: allir der sele, dy i° r Amneburg in dem stryde irslen wordin; unter ihnen R. Konrad v. Elkerhausen. fh^dl- Urk. 1353: ewiklichin uffe ir jargezide sollen die Prediger und die Bar- tu/ser vigilige singin in erin conventin, unde sal yklicb. ordin ses priester habin, dy üe s morgins messe helfin haldin in der parre zu Marpurg. 18 ) Neben dem *J l . Anfang des Absatzes citierten Riedesel spricht wohl die Hessenchronik mit; Welleicht auch in der letzten Marburger Nachricht. 2A.6 Landeschronik. 1327 Juni 11. darnach, uft unfsers hern lichenams tag im seibin jare, tzoch bis- schoff Mathias mit grosfser gewalt in das lant zu Hessen 1 ). Unde verkundigete uffinberlich, das sie 2 ) nichts schonen suitin, efs wer stedde, dorffere, kirchin, klufsen, cloistere, spitale, glocken adder keyner gewihedin stedde, nach priesteren, monchen, junffern adder nonnen 3 ). Unde gab applafs unde gnade dartzu: wilcher vil Schadens unde vil mordens unde ubbel gethun mochte, dem suitin ver- gebin sin alle syne sonde; hirumbe ensulten sie nymants schonen, er were geistlich adder werntlich. Aber lantgrave Hinrich satzste sinen getruwen in god den hern unde in die beschurunge sent Elisabeth; unde sprach syne frunde an, dartzu sin lant unde lüde; unde enthilt sich vor den Mentzschin 4 ). Alsus schribet Johan Ritesel in siner chroniken 5 ). 1328. In dem jare darnach, do man schreib nach gots geburt 1328 jare, du tzoch bisschoff Mathias von Mentz unde grave Johan 6 ) von Nassauw, des Dilnburg ist 7 ), mit gantzer macht ufs, zu be- schedigin das lant zu Hessen 8 ). Da tzoch en lantgrave Hinrich engegin; unde quamen bie Wettzflar zusammen unde striddin mit eynander 9 ). Da bleib der von Nassauw toit unde mench stultz ritter uff beyde siden"). Unde wurden auch untzelich vil eddellude gefangen. Ydoch so was defs lantgraven schade allergroistes, wante er geachtet wart mee wan tzweyhundertwerbe tzweyhundert tusent 10 ) gülden ")• Aug. 10. Dufs gescha uff sent Laurencius tag. Hirvon lefsit man auch 12 ) zu Heyne 13 ). *bi. 897', *(Hir sal stehin, wie lantgrave Hinrich der II. stridet geyn den bisschoff von Mentz unde geyn den von Nassauw.) *bi. 298. *Darnach im seibin vorgenanten jare do manschreib i328 1A ), 1328. du starp bisschoff Mathias zu Mentz, unde quam eyner an sine stad, genant Hinricus 15 ) von Firnberg 16 ). Darnach du man tzalte a ) Hs. siden toit; Stadtchr. siden. *) Auffallend ist, dafs im Folgenden die Eroberung von Giefsen durch Matthias nicht erwähnt wird. Bie Cr. S. Petri meldet sie, 357 Z. 16 f. Man könnte denken, daß die Nachricht infolge Entstellung des Namens ausgefallen wäre; vgl. Cr. S. P. Anm. m; Cr. Beinh. 653 Z. 12. Aus anderer Quelle findet sich eine nachträgliche Erwähnung des Ereignisses bei Gerst. unten Bl. 313' am Ende. ') Vgl. Cr. S. P. Z. 18 fautores suos. :l ) Vgl. Cr. S. P. Z. 18-20 multa crudelitate bachantes in cedibus hominum et rapinis et violacionibus virginum et puellarum. *) Vgl. etwa Cr. S. P. Z. 21—23. 5 ) Bicdesel (hier zum letztenmal citiert). ') I (Bruder Heinrichs I zu Siegen); unten Bl. 313' Johan mit der hüben. ') So immer für 'Nassau-Dillenburg'; 'des' bezieht sich auf 'Nassauw'; vgl. unten Bl. 314' am Ende, wo 'ist' für 'was' der Limb. Chr. eingesetzt ist. 8 ) Vgl. unten Bl 313'\314 [Hessenchronik]. *) unten Bl. 3U heifst es, dafs Maine und Nassau die lantgraffschin nidderworffen. 10 ) tzweyhundert irrig wiederholt; richtig: 200000 ") Das Letzte wie unten M 314 \Hessenchronik]. An beiden Stellen der gleiche grobe Fehler in der Zahl ") [Hauptquellc Hessenchronik]. Vgl. Frank. Stadtchr. (IIs. S Bl. 26): in der Hessen chroniken. «) Hainaer Nachricht. In der Stadtchr. fehlt dies Citat- — Zur Sache vgl. Bommel 2, Anmn. S. 87; Landau in Wetzlar. Beiträge hg- «• Wigand 1,193 f. ") Bichtig. Vgl. G. oben S. 243 '1320'; Succ. {s. Anm. 16) Z. 6 (Mathias) annis 7. Auf '1328' statt '132T sah sich G. dann durch den vorigen Absatz geführt. 15 ) III. iR ) Mainzer Nachrichten, s. Successio ep- Mog, 362 Z. 5 Mathias, Z. 8 Henricus de Viernburgk. Landeschronik. 247 1329 jare, du starp frauw Alheid, von Waldecken geborn, grali'ynne 1329 Sept. 1. zu Kattzinelnbogin 1 ), uff sent Egidius tag; unde ist zu sent Goar begraben 2 ). Im selben jare unde uff den 5. tag 3 ) nach Egidii 1329 Sept. 5. starp grave Engelbert von Nidde 4 ) 5 ). Im seibin jare 6 ) du worin her Friderich') und her Herman 6 ) von 1329. Dreffurt 9 ) fygent des lants zu Doringen, unde dadin auch schaden dem Stifft zu Mentz uff dem Eisfelde, unde von Spangenberg geschach schade dem lande zu Hessen 10 ). Nu gehorte Spangenberg auch den von Dreffurt zu, so das die hirschafft von Dreffurt geachtet wart besser wan drymal hundert tusent gülden. Als man das auch 11 ) lefsit in der Chroniken von Lyrnpurg 12 ). Defs dadin die dry fursten zusammen, mit namen bisschoff Hinrich zu Mentz, lantgrave Hinrich unde • marggrave Friderich 13 ) zu Missen, unde tzogin vor Dreffurt; unde ge- wonnenfs 14 ), unde beilüden die hirschafft semptlichin 15 ). Also lefsit man •u der Doringer chroniken 16 ). (Hir sal stehin, wy der bisschoff von Mentz unde der lantgrave zu Hessen unde der marggrave zu Missen [be]liggen a ' Dreffurt, unde gewynncnfs auch.) *So man tzalte nach gots geburt 1331 jar, do starp grave *bi. 298'. Wilhelm 17 ) von Katzinelnbogin, uff sent Elisabeth obint 18 ). Darnach '33* Nov.18. do man schreib 1333 jare, du starp frauw Luckard 19 ), graffynne zu i333 0kt "• Czigenheyn- 0 ), defs dritten tagefs nach sent Dyonisius tag 21 ). Bie dissen getzyten herhub sich in Franckrich eyne grosfse boifs- heid von den ussettzigen luden. Want er was mench hundert, unde swuren zusammen heymelich, das sie wulten alle borne unde wasfser vergiftig in, unde dartzu brengin: wer des wassers druncke adder ge- hruchte, der sulte auch ussettzig werden adder sulte sterben. Hir- ßüdde meynten sie, das er also vile wurde, das sie den konnig verebben unde das lant ynnehettin"), adder alle lüde auch ussettzig wurden 23 ), uff das sie nicht mee versmehit weren. üufs quam ufs; hirumbe so brante man sie in iren eigin hufsem. Wilche aber un- schullig woren, die beslofs man, das sie vorters nicht mochtin herufs- kommen"). Sundern man bestaltc en lüde, die en die almussen uisschin unde brachtin; unde musten auch vorters nicht mee u nder das folk wandern 23 ). Alsus lefsit man in der Chroniken von Strafspurg 24 ). a ) Hs. liggen. ') Gemahlin Wilhelms I. z ) [Eheinfelser Nachrichten]. 3 ) Nicht —- icnu; vgl unten El. 338: 1403 Aug. 19 = 5. t. n. assumpe. 4 ) E. Iv. Ziegenhain gen. v. N. 5 ) [Ziegenhainer Nachrichten}. *) Thür. richtig: 1327. G. nimmt das Jahr voraus, das die Thür. nachher für die Eroberung von Treffurt angibt. i) IX. 8 ) VIII. °) Thür. richtig: die von Dr. G. beschränkt das auf die mei, die die Thür. später namhaft macht. 10 ) Thür. (atolle 191 f; Urs. 1311). Umstellungen. ") Auch die Thür. sagt, dafs frefjurt und Spangenberg eyne herschafft was. 12 ) Limb. Chr. 26 Z. 4—6. ) II. u ) Thür. l i329\ Bichtig 1336. "■) Thür. (Stolle 192, Urs. 1311). dazwischen eigene Ergänzung. 16 ) S. d. vor. Anmn. — Zur Sache vgl. Landau 7 ft 9. 203 ff, 211 ff] 219 f. ") I. 18 ) [Bhcinfelser Nachrichten], s. &nn. br. Mheinf.: 1331 obiit W., coraes in IC, in vig. h. El. Gralschrift dagegen Nov. IT; s . Wende, HLG. 1, ÜB. 273. ™) Von Ziegenhain-Nidda geboren. „J 1- Gem. Johanns I. '-') {Ziegenhainer Nachrichten]. ") Königsh. J Zusatz. ") Köniqsh. {Kap. 3) 583 Z. 33-35: 584 Z. 20-25. Eigene Zu--' 248 Landeschronik. 1335. Darnach do man tzalte nach gots geburt 1335 1 ) jare, du spifste lantgrave Hinrich das slos Ebirsteyn in Sassen. Unde hatte mit sich siner frunde, rittere unde knechte so vil, das he hatte me wan i6 a ) hundert gekroneter helme. Unde dreip von dem felde alle hertzogen von Sassen 2 ), die das slos belegin hatten, mit gantzer gewalt; unde behilt da sinen willen. Unde stormete vor Embecke, unde 8 ) thet en vil Schadens. Alsus lefsit man in der chroniken von Lympurg*). Im b ) selben 1335- vorgenanten jare do man schreib 133S, da starp frauw Agnes, des lantgraven 5 ) tochter, burggraffyn zu Nurenberg 1 ') 6 ). •bi. 299. * (Hir sal stehin, wie lantgrave Hinrich der II. spifset das slos Ebirsteyn, unde dribet die Sasschin hern abe.) *bi. 299 1 . *Im jare darnach do hat disfser furste sich mit sinen brudern i33 6 - vertragin mit rade irer frunde; unde hat en defs eyne verschribunge ge- gebin 7 ), alsus luden von worten zu worten, alfs hirnach geschrebin stehit. 'Wir Hinrich, von gots gnaden lantgrave unde herre Hessenlandis, bekennen uffmberlichin an disfsem geynwirtigin brieffe, das wir uns gutlich geeynit unde gesazit han mit Ludewige unde Hermanne, unfsen brudern, nach rade unfser Üben herrin unde frunde, unfsis herrin unde bruders bisschoff Otten von Meydeburg, unfsis herren unde vettern 8 ) bisschoff Ludewiges von Monster, unde unfsis oemen 9 ) graven 0 ) Bernhardis von Rabinfsberg, gentzliche unde garwe, dywile das wir leben. Also das wir en gelafsin haben Grebinsteyn, hufs unde stad, mit dreen hundert marcken geldis lotigis silbers, die wir en an dorfferen, so wir meiste mogen a l, bewifsin sullen, unde das ander teyl an den steddin 10 ). Auch so e ) suilen wir en lasfsin der vesten f ) eyne, Nordecke adder Hoimburg, wilche wir wullen, mit dreen hundert marcken geldis lotigis silbers, die wir en auche) be- wifsen sullen an dorfferen, so wir meiste mögen d ), unde das ander teil an den stedden 10 ). Unde werfs, das die stedde h ), uff den wir in die gulde bewifstenM, von brandes weyne adder von andirme Unglücke, wilcher- hande das were, in den kummer quemen, das sie nicht die gulde gegebin mochtin, so sullen wir yn die gulde an andern unfsin stedden bewifsen, da sie der sicher syn. Auch han wir unfsin vorgenanten brudern vor Nordecke adder Hoimburgk Velsberg, hufs unde stad, zu underphande gesatzst 11 ), also lange bifs der vorgenanten vesten k ) eyne, Nordecke adder Hoimburg, ledig wirt, adder das wir yn der eyne, wilche wir wullen, geledigin mogin"). Unde sullin hymidde von denselben unfsin brudern entslagen unde entbrochin sin, dywile wir leben. Wer ifs aber, das wir ufs schult quemen, unde unfse ding sich besserten, alfso das wir yn bafs mochten gethun: was uns dan hiefsin die vorgenanten unfse herren von *bi. 300. Meydeburg unde von Monster unde unfse oeme von * Rabinfsberg, das ») XVI durch Verbesserung (am Bande). h ) Im—Nurenberg nachträglich zugefügt (dunkle Tinte). c) graven fehlt Schm. 4) Schm. irrig nutzen, e) so fehlt Schm. f) Schm. vestenung. g) auch fehlt Schm. t>) stedde fehlt Schm. ') Schm. bewisen. k) Schm. vestenungen. ') Limb. Chr. '1336', doch vgl. das. (25) Änm. d u. 1. '') Braunschweig'■ 8 ) Limb. Chr. lagen 9 dage in dem lande. *) Limb. Chr. 25 Z lf «■ 5—9. Eigene Zusätze. 5 ) Heinrichs 1! ") Vielleicht Marburger Nachricht- Vgl. oben S. 227 m. Anm. 6 u. 7. Agnes war seit 1300 Wittwe und wohnte 0» Marburg. Vgl. K. Heldmann ZUG. 30, 64. 1334 OH. 28 war sie noch am Leben: HUB. I 2, 441. 7 ) Wohl combiniert aus der Urk. und der Hessenchronik; s. Kl. H. 38 Z. 15-17. 8 ) Vaterbruders. ") Mutterbruders. ,0 ) Heber städtische Zahlungen an Ludwig u. Hermann s. Urkk. d. St. Grünberg 1341 Juli 13 u. 1364 Juni 24: Hess. Urkk. hg. v. Baur 1, 547 m. Anm. 1 ") Grünberg zahlte 1341 (an L. u. H.) nach Felsberg, 1364 (an H.) nach Nordeck. Landeschronik. 24g sulle wir yn dartzu thun. Unde sullen disse seibin a ) unfse brudere mit eynander, adder er eyn alleyne, ob der ander von todis weyne abeginge, disfse vorgenanten slofs unde gulde ruwelichin ynnehaben unde besittzen, dywile das sie lebin. Gingen wir aber abe von todis weyne ee, dan unfse vorgenanten brudere, so sullin alle ding sin unde stehin zu alme rechte Unverczigentliche glicher wifse, alfs sie gewefsin unde gestandin haben vor dirre czyt, ee disfse briefe gegebin sin. Wer auch, das unfse vorgenanten brudere vor uns von todis weyne abegingen, so sullen die vorgenanten slofs unde gulde widder zu uns unde deme lande vallen. Auch so gunne wir unfsin bruderen, das sie mögen lofsen, was da phandis usfse stehit, efs sie an slosfsen adder an andirme gude, ob sie wollen, unde sullen [unde] 1 )) mogin das ynnehaben in alle der c ) wifse unde zu alme deme re chte, also dieyene, die das ynnehatten, von den sie das gelost haben. Zu eyme orkunde aller dirre vorgeschrebin redde unde stucke gebin wir den vorgenanten unfsin bruderen Ludewige unde Hermanne difsin brieff mit unfsim unde der vorgenanten unfser herren von Meydeburg unde von Monster unde unfsis oemen von Rabinfsberg ingesigeln vestliche besigelt. Unde wir Otto, von gots gnaden ertzbisschoff zu d ) Meydeburg, unde wir Ludewig, von derselbin gnade bisschoff zu Monster, unde wir Bernhard, grave zu 4 ) Rabinfsberg, bekennen, das wir alle difse vorgeschrebin redde unde stucke geredit unde gehandelt han, des 0 ) durch bede des vorgenanten jursten, lantgraven Hinrichs von Hessen, unfsis bruders unde neben, unfse ■ngesigele zu dem syme an disfsen geynwirtigin brieff gehangin. Der gegebin ist, alfs man tzelet nach godis geburt dritzehinhundert jar, darnach 1336 Okt. 9. 'mme sesundedrisigestin jare, uff sent Dionisius tag, des heiligin mertelers, u nde siner geselschaff'. Alsus findet man zum Franckenberge eynen versigeltin brieff 1 ). *Otto f ) der III., lantgraven Hinrichs, des lanthern, soen, der * B i. soo 1 . schreib sich: atnepos sancte Elisabeth 2 ). Der hatte zu der ee frauwin Elisabeth von Cleve 3 ). Dy was beliptzuchtet mit Francken- be rg 4 ). Unde alfs man schreib nach gots geburt 1339 jare, do 1339. nam sie stad unde slofs yn, unde die bürgere dadin ir huldunge 6 ). Aber diewile lantgrave Otto lebete, so wonetin sie meysteil, bie 27 jaren 6 ), zu Spangenberg 7 ). Unde lifsen keyne libefSerben 8 ). Sunder alfs der furste gestarp, da hilt sich frauw Elisabeth [1366]- gerneynlich uffme slofs zum Franckenberge. Alsus findet man zum ^ranckenberge die worheid 9 ). (Hir sal stehin lantgrave Otto der III. mit syner gemaheln.) a ) disse seibin fehlt Schm. b ) Äs. ohne Lücke. c) Schm. aller. ) Schm. von. ") Schm. dass. 0 Mit grofser Initiale. , ') [Urk. der Lgrn. Ludwig u. Hermann: Transsumpt der] Urk. Heinrichs; Ausfertigung für Frankenberg. Gleiche Transsumpt-Aasfertigung für Melsungen bei "chmincke, Otto Schütz, Anhang S. 7. ■) Vgl. Siegel der Urk. 1354 Jan. S UUB. I 2, 599: S. Ottonis, proabnepotis beate Elyzabeth. :i ) S. Kl. Hessen- W. 40 Z. 4—6. 4 ) Stadtchr. Bl. 19' b: efs was ire morgengobe. Vgl. Bechts- s Pnich b e i Xandow, Bittergcseüschaften 26: Fr. u. Niedenstein, daz u. h. v. Hessen v _ori'Ptzochtiget hait u. vormorgingabit sines sones vrowen, u. fr. v. Kleben. 6 ) Vgl. Madtchr. Bl. 19'—20. Privilegienbestätigung Elisabeths für Fr. 1339 Nov. 24, f r - Stadtarchiv. °) Berechnet aus 1339 und 1366, s. unten S. 259. > Spangenberg kauften Heinrich II u. Otto erst 1350 Mai 22 von Hermann IX v - Treffuii; s. Landau ZHG. 9, 223 ff. 8 ) S. Kl. Hessenchr. 40 Z. 6 u. 15 f. ,< [Hessenehronik]; Frankenberger urkundliche Nachrichten: eigene, zum Teil lr nge, Vermutungen. 2$0 Landcsclironik. »Bi. 301. *Nach gots geburt do man schreib 1340 jare'), do*) wart die aide 1340. furstynne, Elisabeth, von Doringin unde Missen geborn, berochtiget von eyme dyner geyn iren hern, lantgraven Hinrich, so das he siner frummen frauwen ungunstig wart. Unde das geschach durch zu- schubbunge unde hasfses weyn lantgraven Ludewigs, irs swogerfs"). Alfs nu das vernam lantgrave Friderich zu Doringin, ir vater 4 ), das man syne tochter 5 ) in sulchin bofsen lumunt brachte, unde so verschuppet wart, du liis er sie mit iren jungfrauwen von Cassel heymlich holen unde geyn Isenach brengin. Da was sie ire lebetage. Alsus lefsit man in der Doringer chroniken 6 ). Dargeyn quam ir tochter Alheid, die konnigynne, widder geyn Cassel, wante sie wart un- eynfs mit dem konnige, darumbe das he andere wibere lieber hatte, wan sie. Also quam sie widder zu irme vater heym 7 ). Unde starp zu Cassel 8 ); unde ist darselbis zu Anaberg in dem cloister begraben 9 ). Alfs man das auch 10 ) lefsit in der chroniken vo[n] Lympurg 11 ). 1342 Mai 4. Alfs man schreib nach gots geburt 1342 jare, du starp eyn grave zu Czigenheyn, auch 12 ) genant grave Engelbert 13 ),uff den 4. tag des meyfs 1 *). Bie den getzyten 15 )was eyn babist zu Roma 18 ), genant Clemens der VI., eyn hoemudig monch ordens sent Benedicti, der was der irste, der sinen schild unde wapen thet machin an die ingesigel der Romschin bullen. Dusfser babist geboit den kurfursten, das sie sulten eynen andern kunnig herwelen widder keyfser Ludewigin, want er were eyn kettzer. Da was bisschoff Hinrich von Mentz hart widder"), ydoch so herweletin etzliche 18 ) kurfursten Karolum, den kunnig zu Bohemen 19 ). Aber er besafs das rieh ny, diwile keyser Ludewig lebete. Alfus lefsit man in der chroniken von Lympurg 20 ). i346Sept.2S. Do man tzalte nach gots geburt 1346 jar, do starp frauw Alheid, graffynne zu Czigenheyn 21 ), des 5. tages 22 ) nach sent Matheus tag in dem herbeste. Dusfse frauw Alheid was des graven 23 ) tochter zu Arnsburg 24 ). •bl soi 1 . *Darnach all's man tzalte nach gots geburt 1347 jare, du reyd "347- keyfser Ludewig zu eyner tzyt uff der jacht, unde sturtzete von deme pherde, unde fyl in eynen strump, das er starp' 6 ). Da wart aber tzvveyträcht. Etzliche kurfursten wulden haben den vorgenanten konnig Karolum von Bohemen, die andern kurfursten wulden haben ') Vgl. Diemar ZHG. 37, 18. ») Thür.: kebischte lgr. H. . . . frauwen li ......1 darumb das sie ime..... besaget was. s ) Thür.: sines bruders. *) Thür.: bruder, Friedrich IL Ihr Vater, Friedrich I, war längst tot. B ) Thür.: swester. «) Thür. (Urs. 1313). Aenderungcn und Zusätze. 7 )1356. ") Limb. Chr. 25 Z. 15 bis 26 Z. 2. Hier heifst es aber: heim ... zu Cassele; da vurleip si etlich jar, bit daz si gestarp. ") [HessencJironik], s. Kl. IL &Ü Z. 12 f, wo es aber nur heifst: Und ders. konygyime wapen banget noch zu Cassel zom Anenbergc. Die bestimmtere Angabc G.'s ist vielleicht ebenso wie die vor- herige über den Todesort eigene Ausdeutung. 10 ) D. h. zum Teil. ll ) S- Anm. 8. ls ) D. h. wie der von Nidde oben S. 247. u ) E. II u )[ZiegenhainerNachricJiten]. «) Seill342. 10 ) Avignon! ") Königsh- 472 Z. 9f disem gebolte worent die kurf. gehorsam one derb. v. Menzc. Successio ep. Mog. 362 Z. 8—10 Henricus.....Ludowico . . . adhesit. 1S ) Königsh- 472 Z. 12 die. 19 ) 1346. ">) I,™ statt Strafspurg. Königsh. (Kap. 2 u, 3) 471 Z. 24f; 585 Z. 25f (vgl. 35); 586 Z. Bf (vgl. 28); 472 Z. 7f, 5f,9t (vgl. oben Anm. 17), 14 f, 16 f. Dazu Mainzer Nachrichten, s. Anm. 17. *') #• Gem. Johanns I -'') Vgl. oben S. 247 Anm. 3. - s ) Wilhelm- M ) [Ziegenhainer Nachrichten]. " ") Königsh. 473 Z. 28, 8, 12, 27 f. I.andeschronik. 25' graven Günthern von Swartzburgi). Unde eis geschach das graven Guntern vergebin wart zu Franckford von eyme kostlichin artze, unde doctor, der hifs Fridanck, das er starp'), unde dem artze sulde darumbe werden das bischthump zu Spira syme soene. Alfso muste der artz denselben dranck auch drincken, da die vergift ynne was, das er auch starp 3 ). Alsus lefsit man in der chroniken vom Lympurg*). Da föchte sich konnig Karolus aber vor tzweytracht under den kur- fursten. Hirumbe so lafs er sie fuglichin an sich, den eynen vor, den andern nach, unde gab en greife gelt unde gut vile lehui- schafft unde vil privilegia*). Unde alfe etzliche schnben, so gab er insunderheid den vier kurfursten by Rine f^J^J^ sie unde er nachkummen mögen gülden lasfein monben unde slaen, wante vormalfs enmuste nymant keyne gülden slaen er en- were dan konnig, alfe der Romsche konnig, der konmg von Franck- rich, der konni| von Engelaut, der konnig von Ungarn unde dei- glichen. Dieselbin altin konnigesgulden woren kleyne, sunder sie woren dicke unde swor. Von sulchen kleynen gülden findet man nach in etzlichin altin brieffin, unde ist vor recht herkant, das man derselbin kleynen gülden y dry mit vier ™™ c ™g a gutin rinschin gülden betzalen «1«). Unde alsus beh.lt Karolus das rieh*) Dywile nu der bisschoff von Mentz dem bobiste ungehorsam'gewest was, alfe man vormalfs keyser Ludewigin sulte dem von Nasfauw"). Ydoch so besafs der von Nassauw das bisset thum ny , dywile der ander lebete 1 ')- Alfs man das auch«) lefsit in der chroniken von Straifepurgi b ). , P ,.,, ra ,,tp man >3«. Alfe man schreib nach gots geburt i 3 49 J«2'* r !^ÄHn die judden") gemeynlich in allen Tutschin landen 18 ), ulsgescheidm m Beyern"} Unde das geschach darumbe, das man sprach, sie heran die borne vergiftiget in den landen"). Man fant ^ch wortzeich,n unde seckelyn in den bornen"). Ir vile bekantenfe auch»), du man sie finck 2 *) Hirumbe wurden vile borne zugeworffin unde zu- geslosfeen«). Durch dieselbin vergißt quam so groife sterben unde •) Wahl 1349 Jan. ') 1349 Juni. ») im Apr (g Aa9f, Ohr üq '/ oo hi« HO Z 7 Kleine Zusätze. 6 ) Vgl. Ihur. (btoue *»d TtL io*£' %■- ■ i aoo 7 SRf e ) Nicht in den genannten Quellen. ?k; 3 r Ö); , Ä 7 nf- Ma 1127 f. 8 ) S. oben S. 250 m. Ann. 17 m&ahT % nie ^Könlgsh. 472 Z.lOf; Mainzer Nachrichten, ,. Nachrichten, s. sLcessio 362 Z. 10 f. ") Limb : Ch 38f.4f, 38 Z6f, L. Chr. 35 Z. 2-4 (ra alleine der hz v Ostemch). ') Thuu (SUW * J *■ 12). ") Gmünder Chr. Bl. JJ 4 Z. if. ) Bot. Z. iu !4 I Vgl. Kon. 760 Z. 19 f. 25 ) *¥• ^on. 760 Z 25. 252 Landeschronik. pestilentz, das die lüde nidderfylen, alfs ob sie der hagel sluge 1 ). Dit sterben ginck in alle lande der christenheid, durch 2 ) eyn vor unde 'H9- >i5°- das ander nach 3 ). In etzlichin landen starp efs in dem vorgenanten jare unde in etzlichin in dem jare hirnach unde lenger 4 ). Mench lant unde stad starben gar ufs, das nymant mee da was. Man fant auch schiffe uff dem mere mit kouffmanschattze, da die lüde alle ynne gestorben woren 6 ). Alfs nu das folck den grosfsen jamer horte unde sach, du fylen die lüde in eyne ruwe, unde suchten penitencien unde busfse mit eigem willen unde nicht mit rade der heiligen kirchen 6 )- Hirumbe so nam efs auch eyn bofse ende 7 ). Unde gingen dieselben mit geyseln an grosfsen houffen, ioo, 200 adder 300, weniger adder mee. Unde er leben was also, das eyn ickelicher 8 ) der in difsfse bruderschafft wulde unde an die bufse treden, der muste") 30 tage 10 ), adder alfs etzlichc Chroniken sprechin 44tage"), darinne syn unde bliben, unde muste so vil haben, das 12 ) er die tzyt getzeren künde: wante er keyner muste die almusen bidden 18 ). Unde gingen von "hl 302'. eyner stad zu der andern, unde hatten crutze, phanen unde kertzen") *vor en hynne geen 15 ), unde bo sie hyn quamen vor eyne stad 16 ), da stormete a ) unde lutte man mit allin glocken enentgeyn"). Da gingin si ein eyner procession, tzwene unde tzwene by eynander, bifs in die kirchen 1S ). Unde hatten alle mentel ane unde hude uff erin houbeten"), daran stunden rode crutze. Unde eyn ickelicher drug syne geisein vor eme hangen" 1 ), die woren fol knaden mit yngeflochten spittzen 21 ). Unde songen ire leyfsen 52 ) alsus 23 ): ist dusse bedefart so here 24 ) durch defs milden Christus ere; er fürte zu Hierusalem eyn crutze in syner hant 26 ), nu helft" uns des heylant 26 ). Item: nu ist disfse strafse alfso breid, die uns zu unfser lieben frauwen treid; in unfser liben frauwen lant nu helft uns der heylant. Item: nu ist die bedefart alfso gut, hilft uns durch dyn heiligifs blut, das du an dem crutze vergosfsen haist, unde uns in dem elende gelasfsen hast. Item: wir sullen die bufse alle an uns nemen, das wir godde desto bafs getzemen aldort in synfs vater rieh, das bitten wir sundere alle glich; — so bitten wir den vil heiligin Christ, der aller werlde gnedig ist 27 ). ») Hs. stormetin. l ) Eigene Zusätze. ') Kön. 480 Z. 29 f; 759 Z. 19—21. ') Vgl. Kön. 760 Z. 2 f. *) Eigene Zusätze. B ) Kön. 759 Z. 21—23. 6 ) L- Chr. 31 Z. 13- 16; vgl. 34 Z. 21. ') Eigener Zusatz; vgl. unten S. 254f m. Anm. 21 u. 6. 8 ) L. Chr. 31 Z. 18 f. •) Kön. 766 Z. 5. 10 ) L- Chr. Z. 19. ") Kön. 766 Z 33:'34'. 12 ) Eon. 766 Z. 6 u. 36. i") Vgl. Kön. 766 Z. 6-8. 14 ) L. Chr. Z. 19-21. "j Kön. 765 Z.3f. '») L Chr. Z. 21. ") Kön. 765 Z. 4. 18 ) L. Chr. Z. 21 f. in ) Kön. 765 Z. 6. 20 ) L. Chr. Z. 24 f. *') Bol. 85 Z. 5. = 2 ) L. Chr. Z 24. ») Kön. 765 Z. 38. **) L. Chr. Z 25 {Kön. 765 Z. 9: Nu ist die b. so her). 2B ) X. Chr. Z. 26 f Crist für selber zu Iher. | und f. c. er. in siner h.; Kön. Z- 10 1 Crist reit selber gein Jer.; | er f. c. er. an sinre h. 2e ) L Chr. Z. 28; Kön. Z. 12- ") Kön. Z. 13-26 u. 39—41. Landeschronik. 253 Unde sie hatten ire vorsengere, tzwene adder dry, so sungen die andern nach. Unde wan sie in die kirchen quamen 1 ), so lafs eyner Under en eynen brieff, den sprechen sie der engel hette en von dem hymmel herabe brecht; dar stunt ynne, wie god hertzornet were uwer die werlt unde wulde sie lasfsin undergeen, unde wurde gebedin von siner muter Marien unde den engein umbe barmhertzikeid, unde vile andere dinge; unde wan die paffen sprechen, wer den brieff besigelt hette, so antwerten sie, wer en die evangelia besigelt hette. Unde Wan sie sich geyseltin, so was das groifste zulouffen unde groifs weynen von andacht under dem folcke. Zu Straifspurg was eyn kynt gestorben, das namen sie in ire processio unde meynten, efs sulte lebenig werden, aber efs geschach nicht 2 ). Darna so dadin* a ) sie die mentel *bi. 803. ufs, unde hattin von erin lenden bifs uff erin enckel schyrlittze 8 ) ane, yon lyntuche gemacht, unde gingen alfso barfufs umbe den kirchob m der processien unde sungen, unde eyn ickelicher slug sich mit syner geyseln, das en das blut flofs uwer erin enckel. Unde er gesanck in dem umbegange was alsus: tredet herzu, wer busfsen wulle b ), so flihin wir die heysen helle; Lucifer ist bofse geselle, wen he hat, mit beche he en labet; etc. Item: Jhesus wart gelabet mit gallen, defs sullin wir an eyn crutze fallen. So fylen sie alle nidder unde slugin alle crutzewyfs mit uffgerachtin armen unde henden uff die erden unde lagen alda. Unde wer da under en was, der syne ee gebrochen hatte, der lachte sich uff sine siten, das man sulde sehin, das [he]c) nicht recht lige, sundern syne ee gebrochen hette; unde wer eynen mort gethan hatte, der wante sich umbe unde lachte sich uff synen rucke; unde wer meyneydig was, der karte czwen finger byneben dem dumen uff in die hoe, das man sehe, das er eyn meyneydig schalle were; unde der czeichin was vaste vile, unde machtin sich selbers zu uffenboren schellten 4 ). Unde wan sie gevallin waren, so lagen sie uff der erden alfs lange, das man wole 5 paternoster mochte gesprochin haben; so quamen dan tzwene, die sie zu meistern gekorin hattin, unde gaben ickelichem eynen streich mit der geyseln» u nde sprochin also: 'stant uff, das dir god alle dyne sunde vergebe'. So stunden sie uff ire kny. Dan so sungin ere vorsenger en vor alsus: nu recket uff uwer hende, das god sulch sterben wende; nu recket uff uwer arme, das sich god uwer unfs herwarme. So reckten sie alle ire arme uff cruezewifs, unde slugin sich vor ire brüste 3 siege adder 4. Unde hüben dan aber ane *zu singen alsus: »bi. sos 1 . nu slaet uch sere durch Cristus ere; durch god so laet die hoffart faren, so wil sich god uwer unfs herwarmen, ^an stunden sie uff unde gingen vorters umbe, unde slugin sich mit den geisein, das man jamer an erme libe sach. So das gescheen was, a ) Bl. 303 u. 304 etwas dunklere Tinte. b) so; L. Chr. welle bzw. Will. 0 ) Hs. ohne Lücke. L, l ) L. Chr. 32 Z. 2 f. 5 ) Kon. 767 Z. 5-10, 14-17, 32 f, 26-28; '68 Z. 1. 3) x,. Chr. kleidet {Kim, 766 Z. 21 kittelin). ') L. Chr. 32 £ - 3—25 u. 28. 254 Landeschronik. dan gingin die erbar lüde unde die riehen dar unde luden die geiseler heym, etzlicher lurh 2 adder 3, etzlicher 6 adder 10, weniger adder raee 1 ), unde dodin en gutlichin uwer nacht 2 ). Wante er keyner muste die herberge bitten noch in keyn hufs geen, man lüde en dan darin. Sie musten auch mit keyner frauwin reddin. Wer das brach, der knybete vor synen meister unde bichte em das, so satzste er em bufse darvor, unde hib en mit der geyseln, unde sprach: stant uff durch der reynen martel ere unde huth dich vor den sunden mere. Da warin auch under en 3 ) etzliche rittere, erbar lüde unde 1 ) prie- stere, aber keyn priester muste er meyster syn 6 ). Defs morgenfs so gingen sie aber in eyner procession mit eren crutzen 6 ), phanen unde kerezen 7 ) unde geyseltin sich 8 ). Alfso geyseltin sie sich defs tagefs tzweymoil 9 ). Unde wan sie ufs den steddin gingen 10 ), so lutte man aber mit allen glocken 11 ). So sungen sie alsus: 0 herre, vater Jhesu Crist, wante du alleyne eyn herre bist, der unfs die sunde mag vergebin, nu gefriste unfs, herre, uff besser leben, das wir beweynen dynen toid; wir klagen dir, herre, alle unfser noit; etc. Item sungin sie: es ginck sich unfser frauwe, kyrieleyfs, defs morgens in dem dauwe, alleluia, gelobet sie Maria; da begente ir eyn junge, kyrieleyfs, syn bart was eme entsprangen, alleluia, gelobet sie Maria. Difsfscr leyfsen was vile, unde wurden getichtet in der geyselfart, unde was der leyfsen vormals keyne mee gehört 12 ). Dusfser schar unde *bi. 304. 'seckten was so vile 13 ), das alle wochin eyne nuw schar adder dicke czwo schare quamen gegangen 14 ). Sie sprochin auch, die geyselfart sulte 33 10 ) jar weren, alfs lange, alfs unfser herre Cristus in dusfser werlt was 16 ). Aber sie werte nicht lenger dan eyn halp jar")- Dar gingen auch etzliche schar frauwen unde geyseltin sich, auch etzliche schar kyndere 18 ); wante das folck meynte, efs were eync gute Sache 19 ). Nu hattin vor 100 jaren auch geyseler gegangin unde auch vor 50 jaren 20 ); das nam allefs balde eyn ende 21 ). Aber dusfse geyselfart was die graste 22 ). Unde quam vil bofses dinges ufs 2 )■ ') L. Chr.: '4 oder 5; 6 oder 7' (Kon. 766 Z. 2: '20 oder 10'). 2 ) £• Chr. 33 Z. 26 bis 34 Z. 18. 8 ) Kön. 766 Z. 8-15. *) L. Chr. 82 Z. 25 f (ritter, knechte, burger u, geburc). 6 ) Kön. 766 Z. 15 f. ") !•■ Chr. 34 Z. 18 f. 7 ) i. Chr. 33 Z. 5. ") Vcß. Thür. (Stolle Z. 18). '•') % on - 766 Z. 17 f. ">) L. Chr. 33 Z. 4. '") Kön. 766 Z. 18. 12 ) L. Chr. 33 Z 5—21. ") Eigener Zusatz. ") Kön. 768 Z. lf(ctw\c manige schar). ") Kön. '33 1 /,'. 1C ) Kön. 768 Z. 11 f u. 28. ") Kön. Z. 1 u. 25; vgl- Z 11 f. * 8 ) Kön - z 2fu. 25 f. 19 ) Eigener Zusatz. 20 ) Kön. Z. 14 u. 28 f; vgl. Z. 16 ff {'1261')-, Z. 22 ff u. 31 f (-1296'). ") Kön. Z. UU vgl. Z. 20. ") Vg l - Kön. Z. 14. n ) Hol. 85 Z. 5 nisi papa prohibuisset, multa mala attentassent. Landeschronik. 2 t c Hirumbe so wurden sie von dem bobiste verbannet 1 ), unde verboid das geyseln 2 ); sundern wer sich geyseln wulde, der mochte sich heyme- Hchin in syme eygen hufse so vile unde hart geyseln, alfs er wulde"). Er wart auch eynteylfs uff das letzste gehangin unde getot 1 ), unde eynteilfs wurden ereloifs unde verwifset von deme rathe unde scheffenstulen, dar sie vor inne gesessen hatten 6 ). Alfso nam efs eyn bofse ende 6 ). Alsus lefsit man in den croniken von Limpurg 7 ), von Straifsburg, in a ) deme 5. capitele a ) 7 ), unde in andern croniken 8 ). In demselbin jare der geyselfart, alfs man schreib nach gots geburt 1350 jare, alfs bisschoff Hinrich von Mencz fygent was lant- 135°. graven Hinrichs"), unde der krig langeczyt, tag unde jare, gewert hatte, u nde mench gerenne 10 ), gerouffe unde schalmufser gehaltin hattin, du czoch dusfser lantgrave Hinrich mit giosfser macht vor eyn slos, das lifs Halderfsen u ) unde lag bie Geifsmar 12 ). Unde hatte mit sich den Jierczog von Brunswig") unde den lantgraven von Doringen 1 *), unde lag lange darvor; ydoch so gewan he efs, unde lifs efs zu gründe abbrechen 16 ). Alsus lefsit man in der croniken von Limpurg 10 ). *(Hir sal stehin, wie der lantgrave beligget mit herccrafft das *bi. sm 1 . s 'os Halderfsen, unde brichet efs zu gründe nidder.) * b ) Darnach 17 ), alfs der lantgrave synen helfferen unde frunden * nl - 8üii - oi'loib gegebin hatte, heym zu ryten 18 ), du quam der bisschoff von U35°}- Mentz mit grosfser gewalt in Fritzlar, unde czoch usfs, den lantgraven zu bescheddigen. Da quam eme der lantgrave entgeyn bie Gudenfsberg, Unde streden eynen grofsin strid. Unde bieben vil doden uff beyde siten; ydoch behilt der lantgrave das feit mit grosfsen eren, unde finck den hern 19 ) von Firnberg, den hern 20 ) von Dune unde anders vil rittere unde er bar lüde von dem Ryne. Alsus lefsit man in der Chroniken von Lympurgsi). (Hir sal stehin, wie lantgrave Hinrich der II. eynen strid ge- w ynnet gcyn den bisschoff zu Mentz.) *Darnach, im seibin jare do man schreib nach gots geburt *»'• so&\ '350 jare 22 ), du starp bisschoff Hinrich von Firnberg, unde quam an si- i35°- "e stad der vorgenante her Gerlach von Nassatiw 53 ). Do wart aber tzus- schin dem bisschoffe unde dem lantgraven geworren 24 ). Alfso wart 25 ) a ) in—capitele unier der Zeile nachgetragen. *>) Bl. 305 etwas hellere Tinte. n . ') Thür. (Stolle 202 Z. 2—4; vgl. 201 Z. 18 f). — Verdammungsbulle 134!) ") Äs. ohne Lücke. c ) du—getzyten (S. 257 Z. 1) am Bande nachgetragen; Masse Tinte. x ) Vielleicht Hessenchronik. S. Vertragsurk. Gerlachs 1354 Mai 10: Beurk. Nachricht v. Schiffenberg 2, Beil. S. 46. Hier heißt es S. 47 a. E.: mer ist gereth, üaz . . . die lantgreven ... uns den Kirchain . . . uffgebin sullent u. sullent in von uns . . . zu lehin habin. Vgl. K. Heldmann ZHG. 30, 67 f. ») L. Chr. 39 Z. 18-20. Vgl. oben S. 251. ») L. Chr. '1351'. 4 ) Südsüdöstl. V, Oberscheden, südsüdivestl. v. Meensen. 6 ) L. Chr. Schedderberg (Scheder- berg). 6 ) L. Chr. 39 Z. 21 f. Vgl. Wyss das. Anm. 6. 7 ) L. Chr. 35 Z. 9—16. Vgl. Wyss das. Anm. 5. 8 ) 1360. ") Vielleicht Hessenchronik, s. unten S. 258. Vgl. Landau, Bitterburgen 4, 133. l0 ) Verabredung 1346 Apr. 2. ■') L. Chr. 37 Z. 18f. Vgl. Wyss das. Anm. 3. yi ) f. d. vor. Anmn. ia ) Vielmehr 1356/57. L. Chr. in discr zit, um 1354. ") *>• Chr. eins herren son. Es war ein Sohn Adolfs. u j Wohl Heinrich, Sohn von Adolfs Bruder Heinemann III. ie ) IL ") L. Chr. 43 Z. 12—18- Vgl. Kopp, Herren zu Ittcr 128 ff; Wyss L. Chr. 43 Anm. 6. 1S ) L. Chr. vielmehr: als [wie] armeleder. 18 ) L. Chr. sarocken. 20 ) L. Chr. 35 Z- 17- 36 Z. 3 u. lf; 35 Z. 17. *') 2355. L Chr.: 40 Jahre vor 1396. ") L. Chr. 91 Z. 31 f; 92 Z. 4 f. Vgl. Wyss das. 92 Anm. 2. Landeschronik. 257 Tutschlant 1 ). Zu denselbin getzyten a ) was b ) eyner von Nassauw, genant grave Johan 2 ) zu Nassauw, herre zu Merenberg 3 ). Derselbe hatte Battinburg ynne von defs stifts zu Mentze wegin, etc. 4 ). Zu denselbin getzyden b ) du was eyn grave 5 ) zu Arnspurg in West- phalen, der enhatte keyne liebeserben, hirumbe so gab er B ) sin lant an den stifft zu Collen 7 ). Zu denselbin geezyten starp der letzste grave zu Lone 8 ) in Westphalen an liebeserben 9 ), unde die graveschafft fyl an den graven vom Berge 1 "). Der wart riche unde lifs sich hirne- hlst zu eyme herezogen machen"). In demselben vorgenanten 1356. jare du woren grosfse ertbebunge vaste vile, unde geschach gar dicke, hude unde morne, bie unde do, groifs schade darvon, unde werte mee wan e y n firtey] jars. Unde sunderlichin uff sent Lucas tag evan- Okt. i! gelisten du was die ertbebunge so groifs, das die hirliche unde stulcze staid genant Basel, uff dem Ryne, byna zumale nidderfyl. Unde wurden vil lute von den hufsern herdrucht unde herslagen. Auch so fylen vile bürge, slosfse unde torne umbe in demselben lande 12 ). Unde quam aber groisfse pestilentz in Tutsche lande 13 ). Dusfse vorgeschrebin geschiente lefsit man in der croniken von Limpurg 14 ), von c ) Strafsburg- an dem 5. capitele c ) 15 ). Bie dusfsen getzytin woren czwene graven von Katzinelnbogen 16 ), genant Wilhelm 17 ) unde Eberhard 18 ), gebrudere 19 ). Nu was graven Wilhelms eliche gemahel genant Elyzabeth von Erpach 20 ) So hifs graven Eberharts hufsfrauwe Agnes von Dietz 31 ). Defs buwete der*i) g rav e Wilhelm 22 ) das slos Swalbach 23 ), uff der Aide 91 ) gelegin"). * B i. so?. a ) S. S. 256 Anm. c. b ) was—getzyden am Rande nachgetragen; dunkle Tinte. c) von— capitele nachträglich zugefügt; Schrift wie im 2. Band- Nachtrag, s. Anm. b. a ) Von hier an wieder eine blassere Schrift. ') Geht auf die Goldene Bulle von 1356. NicJit in G.'s gewöhnlichen Quellen. ') I m Weilburg {Bruder HB. Gcrlachs). 3 ) So L. Chr. 42 Z. j°f u. 20 f bei 1354; 44,1 bei 1355; 55, 7 bei 1366. Benutzung jedoch fraglich. ) Wohl urkundliche Nachricht. Dafs sie spezielleren Inhalt hatte, scheint das et C anzudeuten. 6 ) Gottfried IV. °) 1368. ') Frei nach L. Chr. ** Z. 22f; 45 Z.2f. ' 8 ) Irrig; s. Anm. 9 u. 10. s ) Frei nach L. Chr. ** Z. 22 — 24. Vgl. Wyss das. Anm. 7. Die L. Chr. sagt: di groste graschafte 1,1 • • • Westfalen, di . . . vurstorben sin ane rechte libes erben, waren: die zu ~ 0n e, die von Rabensperg, die von Arnsperg. Ich möchte unter Lone verstellen Iserlohn in der Grafschaft Mark, über die sich der Chronist auch 84 Z. 24 inanyelhaft unterrichtet zeigt, die wie Bavcnsberg und Arnsberg gro/'s und west- lalisch war, und die wie diese mit einem niederrheinischen Territorium vereinigt ward: Adolf III v. d. Mark besafs seit 1368 die Grafschaft Cleve. 10 ) L. Mir. 44 z 24. Was der Chronist hier von Lone sagt, ist aber vielmehr auf Kavensperg in der nächsten Zeile (45, 1) zu beziehen: Bernhard v. Bavensbcry «orö 1346; seine Grafschaft kam an Gerhard v. Jülich, der 1348 die Grafschaft fwg erhielt. ") Frei nach L. Chr. 44 Z. 24 u. 45 Z. 1. Aber erst Gerhards Sohn Wilhelm wurde Herzog v. Berg, 1380. ") L. Chr. 45 Z. 10-16. ) L- Chr. 46 Z. 9 f. u ) S. d. vor. Anmn. u ) Köniqsh. (Kap. 5) ° b *A; nicht benutzt. ") So L. Chr. 86 Z. 25. ") IL ">) V. , ) Die L. Chr. spricht 86 Z. 26 ff von Eberhard, aber nicht von Wilhelm. J Vielmehr v. Hanau; s. Wenck, HLG. 1, 472. Dagegen war Eberhard v. ■'rbcich vermählt mit Elisabeth v. Katzenelnbogen. 2 ') nichtig. ") Vielmehr Eberhard; s. Anm. 25. 23 ) BurgschivalbacJi. u ) Aar. ") Xr. hr. 86 Z. 27 f, wo aber richtig von Eberhard die Bede ist. G.'s Zusatz das s ' os wohl richtig. S. Wende 486 f. Erlaubnis, Dorf Schwalbach zur Stadt u. ■'-estxing zu machen, 1368 Jan. 30; s, Wyss L. Chr. 86 Anm. 7. '7 258 Landeschronik. So buvvetc grave Eberhard J ) das slos Dornberg-, by Gerauw 2 ). Alsus lefsit man in der chronikcn von Lympurg 3 ). (Hir sal stehin, das man 2 slosfse buwet, Swalbach undc Dornberg-.) *bi. 307'. *Alfs man schreib nach gots geburt 1360 jare 4 ), dutzochder 1360. junger lantgrave Otto uwer den abt 6 ) von Fulda mit 12 hundert gleven, unde lag 14 tage in dem lande mit rechter gevvalt 6 ). Unde gewan emc Hunefelt ane'j, mit hulffe synfs eltervaters 8 ), lantgraven Friderichs von Doringen"). Alfso lefsit man in der Doringer, der Flessen und der von Lympurg Chroniken 10 ). (Hir sal stehin, wie lantgrave Otto der III. ligget vor dem slosfse Hunefeld unde gewynnet efs.) *bi. 30s. *Im seibin vorgenanten jarc do woren die von Hoitzfeld deis 1360. lants zu Hessen fygent 11 ). Unde daden mireklichin grosfsen schaden, want der grave 12 ) von Nassauw, des Dilnburg ist, der halff den von Hoitzfeld 13 ). Alfso wart lantgrave Flinrich widder reyde unde tzoch uwer den von Nassauw, unde quamen zusammen vor Hoensolms, unde der lantgrave behilt das feit unde gewan 70 gesaddelter pherde dem von Nassauw ane 14 ). Unde der lantgrave tzoch vor- terfs unde thet vil Schadens bifs geyn Sigen 15 ). Alsus findet man in der Hessen chroniken 16 ). (Hir sal stehin, wie lantgrave Hinrich der II. gewynt eynen strid geyn den von Nassauw.) *ni. 308 1 . *Bie disfsen getzytin'") du starp der letzste grave 18 ) zu Widichinsteyn, unde das lant fyl an dy graven von Seyn 19 )- 1361. Alfs man schreib na gots geburt 1361 jare 20 ), du verlifsin 21 ) die geistlichin zu Ameneburg ire cloister 21 ), ordens sent Benedicti, undc wurden thumhern 22 ). Dufs machte unde satzste bisschorf Gerlach zu Mentz 23 ). Alfs nu der lantsfurste, lantgrave Hinrich, sach, das syn soen, ') Hier handelt es sieh vielmehr um Wilhelm; s. Anm. 2. ' 2 ) Schloß Dornberg bestand längst; Gr. Wilhelm, dem es gehörte, hat vielleicht einen Erweiterungsbau (vgl. oben S. 242 Anm. 5) vorgenommen; s. Wenck 487. ") Neben- quelle; s. d. vor. Anmn. Aufserdcm wohl Eheinf eiser Nachrichten. *) L. Chr. in disen ziten, um 1360. Thür. '1361'. B ) Heinrich VII. °) L. Chr. 49 Z. 13—15. ') Thür.: und [sie] gewonnen H. 8 ) Irrig; s. Anw- 9. a ) Thür. (Stolle 203 u. 202, Urs. 1319). Aber der hier, als Hauptunterneimer, genannte Igr. Friderich war nicht Oüos Grofsvatcr Fr. I. sondern dessen Enkel Fr. III. — Sühne Ottos mit AU Heinrich 1362 Apr. 30; s. Wyss L. Chr. 49 Anm. 3. I0 ) lieber Thür. u. L Chr. s. d. vor. Anmn. Wie weit die Hessenchronik in G.'s Text mitspricht, läfst sich nicht bestimmen. ") Vgl. oben S. 256 Z. 9 ff. 12 j Johann II (Sohn Ottos II). 1S ) Vgl. Landau, Bitterburgen 4, 133. ") Vgl. Landau in Wetzlar. Beiträge hg. v. Wigand 1, 199. I5 ) Vgl. Arnoldi, Gesch. d. Or.-Nass. Länder 1, 203 unten. Sühne der Hatzfeider mit Lgr. Heinrich 1364; s. Landau, Bitterburgen 4,134. IC ) Bessert- chronik. Sic kommt auch für den nächsten Absatz in Frage. J7 ) 13 ° 7 - 19 ) Siegfried IL ,n ) Vgl. Anm. 16. !0 ) Vgl. Anm. 23. n ) Irrm s. Anm. 23. ") Vgl. oben S. 52. 2S ) Zu Grunde liegt wohl urlmndl. Nachricht. 1360 (!) März 7 begründete Gerlach an der Kirche zu Amöneburg ein Collegiatsiift: Cod. dipl. Mog. hg. v. Gudenus 3, 438. Das dortige Kloster war schon im Anfang des 12. Jahrh. eingegangen; s. Wenck 2, 224 f. Landeschronik. 259 lantgrave Otto, keyne kynderc enkreig l ), do wulte he das lant zu Hessen syner tochter Elisabeth kyndem 8 ) von Brunswig 3 ) zugeschickt haben. Also wart he von denselben 2 ) vertzornet, das er sprach: 'sommer unfse frauwe sent Elisabeth, das sal en a ) das lant zu Hessen schaden'. Unde schickte du geyn Meydeburg unde lifs syns bruder soen, lantgraven Herman, holen 4 ). Unde alfs man schreib nach gots geburt 1364 1364. jai" 5 ), do nam lantgrave Herman graven Johans ß ) von Nassauw unde Sarabrucken 7 ) tochter, genant Elisabeth 8 ), zu der heiligin ee 9 ). Alsus lefsit man in der Hessen Chroniken 10 ). Darnach do man tzalte 1365 jare, do sprach bisschoff Ger- 1365. lach zu Mentz lantgraven Hinrichin unde sinen soen, lantgraven Otton, an, wie das sie uff sin unde synfs stiffts eigentthum unde gerichte, das da gehöret in die graveschaft zu Battinburg, hettin uff- geslagin unde gebuwet eyn stad vor Franckenberg, genant die Nuwenstad, unde darselbis eyn halfsgerichte, busfsin des stiffts willen unde wisfsen, etc. Daruff wart vor recht ufsgesprochin, mochte der bisschoff das bybrengin, so recht ist, mit eyner erbarn kunt- schafft, so sulden die lantgraven den buw abethun 11 ). Aber so der bisschoff des nicht künde bybrengin, da beilüden die lantgraven Ir e stad geruwelichin 12 ). In demselbin jare do was aber eyn groifs 1365. Serben an der pestilentz"). "In dem jare darnach, do man schreib nach gots geburt 1366, *bi. S09. c '° wart lantgraven Otten vergeben zu Spangenberg"), unde er starp 1366. Sünder liebeserben") uff den nehistin tag nach coneepeionis Marie 16 ). Dez. 9. Alsus lefsit man in den chroniken der Doringe 17 ) unde von Lympurg 18 ). Alsus quam lantgrave Herman widder zum lande 19 ) mit willen unde gonst synfs vettern, defs altin fursten, lantgraven Hinrichs 20 ). Nu w as derselbe furste eyn alder man 21 ). Hirumbe so nam sich lant- „ ') Kl. Hessmehr. 40 Z. 14—17: Also fugete es sich, das lgr. Otto, lgr. enrichs sone, ... an irben abginge, u. sin vatter . . . was noch am leben. Auf «i Zusammenhang mit dieser Stelle weist auch der lYteHantsfurste, s. oben S. ~*0; ihre Umgestaltung hängt mit der folgenden Jahrangäbe'1364,' zusammen. > Es handelt'sich nur um E.'s Sohn, Otto d. Quaden. a ) Vgl. oben S. 243 j) A nm. 24. *) S. Kl. Hessenehr. 40 Z. 20-25. Vgl Diemar das. Anm. 7. veber Joh. Nuhns Angaben s. Diemar ZUG. 37, 53. ' b ) Vielmehr erst 1368. I I zu Weilburg. 7 ) Es ist der oben S. 257 nachträglich genannte Johan u N., herre zu Merenbcrg. Vgl. das. Anm. 2. u. 3. Da/'s dieser eine Frau halte, *c von Saarbrücken war, eine Tochter, die der Lgr. Hermann nahm, und einen 4a 7' Ml f '^ cn di° Grafschaft Saarbrücken 'gänzlich erstarb', sagt die Limb. Chr. >; , • 5 > Bf, 9 f. Benutzung jedoch fraglich. 9 ) Vielmehr Johanna. Auch f whn Elisabeth, s. Diemar 53 m. Anm. 2. ») Kl. Hessenehr. 41 Z. 2f W". (ig r . u j jjait _ _ t eyn von Nassauw gehait. 10 ) Hessenchronik. Sie ist 'er wo hi nicht alleinige Quelle. ") Zu Grunde liegt wohl der Rechtsspruch < e * Nikolaus v. Grünberg, Propstes v. St. Victor bei Mains, 1365 Mai 28 f^hafl'enburg; s. lies Mogunt. hg. v. Joannis 1, 647; Wenck, HLG. 2, ÜB. S. i^ff, hcs. Nr. 12 u. 13. ia ) Als Quelle kommt sowohl für das Vorige wie [T Jj lesen Satz die Hessenchronik in Frage. «) Limb. Chr. 54 Z. 15 f. J Jhür. (Urs. 1313): lgr. Otto.....hielt haus zu Sp., und ime wart vergeben. 'ts G. sagt, ist wohl nur Ausdeutung dieser Stelle; vgl. oben S. 250 Anm. 9. J& f lv °hl irrig; s . Diemar ZHG. 37, 19 Anm. 13. 16 ) S. Kl. Hessenehr. 40 tLr ir ' } V '-' 1 Di&mar a - a - °- a ) s - Ä n™- U- 1S ) Bies Cim u/s wohl au f ß iCn ß c j t i u r s c i es V origcn Absatzes bezogen werden. i9 ) 8. Kl. u-essenehr. 40 Z. 26 f. a «) Vgl. Kl. H. Z. 31 f. al ) S. Kl. H. Z. 17 f. 17* 2ÖO Landeschronik. grave Herman 1 ) auch des regemcnts ane 2 ), dywile syn vetter nach am lebin was 3 ), unde halff eme regiren unde zusehin 4 ). Herman il ) der IL, lantgrave zu Hessen, auch 5 ) atnepos sancte Elisabeth, ist widder zum lande kommen"), alfs vorgeschrebin stehit. 1366. Unde im seibin genanten jare, do man schreib nach gots geburt 1366 7 ), do slug grave Johan 8 ) von Nassauw eyne bürg uff under Stouffenberg, uff der Loyne, zu Kirchberg 9 ). Das verdroifs den alten fursten, lantgraven Hinrich, unde sprach zu syme vettern 10 ), he ensulte des nicht gestatin, das nuwe slosfse adder vesten eme vor syne dor uffgeslagin adder gebuwet wurden; want ob der von Nassauw, sin swegerherre n ) , itzt sin frunt were, das mochte sich uwer nacht wandeln, nachdemc dicke unde vile herfaren ist wurden, das der soen geyn den vater unde eyn bruder geyn den andern gekriget haben. Unde alfs er sach, das sin vetter nit endelich darzu thet, villichte das he nicht gerne sinen swegerhern vertzornen-wulde 12 ), da besammete der alte frumme furstc eyn here, unde schickte die synen dar 13 ), unde lifs efs zu gründe nidderbrechin H ). Unde finck daruffe mee wan 20 werhafftiger man 15 ). Alfs man das auch 16 ) lefsit in der chroniken von Lympurg 17 ). Da wart der grave fygent, unde verbrante das dorff Lare 18 ), wuchs *bi 309'. dan die lantgraven befestiget 'hatten 19 ), unde thet dem lande zu Hessen vil Schadens. Er czoch auch mit des richs stedden vor Hoensolms unde zubrach das slos 20 ), darumbe das efs der lantgraven lehin unde uffen slofs ist 21 ) 22 ). (Hir sal stehin, wy lantgrave Hinrich, der alte furste, lefsit das slos zu Kyrchberg nidderbrechin. Auch wie der grave von Nassauw zubrichet das slos Hoensolms.) *bi. 310. *Alfs man schreib nach gots geburt 1367 jare, du was her Fri- 1367- derichvon Dem 23 ), eyn fry herre von all sinen fier anchen, derselbe herstach graven Johan von Dietz, das er vonstunt toit bleib. Das ge- Juli 31. schach uff dem slosfse Dem, uff sent Peters obint in dem habererne. Darumbe tzoch grave Gerhard 2 ') von Dietz, defs genanten graven bruder, mit macht ufs, unde finck den Fryen 2C ) uff dem slosfse Dem, unde fürte en geyn Dietz, unde lifs eme sin houbt abeslaen 26 ). Unde ») Mit großer Initiale. ') 1367. ') Vgl. Kl. II. Z. 25 f. 3 )S.Kl.H.Z.16f. *) Quelle ist jedenfalls die Hessenchronik, ihr Text aber ist wohl von G. überarbeitet. 6 ) Wie Otto; s. oben S. 249 m. Amn. 2. 6 ) 8. Kl. Hessenehr. 40 Z. 26f; 41 Z. lf. ') So meint es wohl die Limb. Chr. ") I zu Wcüburg- 9 ) Limb. Chr. 55 Z. 8 f. '<') Hermann. ") Vgl. oben S. 259 m. Amn- 5. Eheberedmg erst 1367 Nov. 17; s. Wyss L. Chr. 43 Anm. 2. ,2 ) Ihre Khebercdung enthielt als politisches Programm: dafür zu sorgen, dafs nach Lgr- Heinrichs Tode gute Beziehungen herrschen sollten auch mit KB. Gerlach v. Mainz, dem Bruders Johanns. J3 ) Auch Gr. Gottfried VII v. Ziegenhain scheint sich beteiligt zu haben ; s. Landau AHG. 2, 359 f. ") [Hessenchronik]- Limb. Chr. 55 Z. 9 f nur: Di selbe tmrg zubrach lgr. Heinrich. Die Zerstörung erfolgte vor 1370 Apr.; s. Landau a. a. 0. 359. ") Limb. Chr. 55 Z. 10 f 18 ) Vgl Anm. 14. ") S. d. vor. Anmn. lö ) Lohra. 10 ) Vgl. Landau, Kurf. Hessen 386: '■lieber dem Borfc sieht man noch die Spuren einer Burg'- s °) Vgl. Landau in Wetzl. Beiträge 1, 198 ff { i 135S). n ) Vgl. Landau a. a. 0.200 f. ") [Hessenchronik]. >8 ) L. Chr. Fr. Frige v. D. 2i ) VII- 26 ) Vgl. Anm. 23. 2C ) Aug. 20. Landeschronik. 261 wart begraben zu Lympurg zu den Barfufsen'). In demselbin jare 2 ) 1367. du was eyn herre zu Moilfsburg 3 ), der hifs herGiso; der besliff sine eigin natürliche tochter, das sie swanger wart. Unde darumbe so dranck sich her Cuno von Falckensteyn, ertzbisschofif zu Trire, mit grosfser klugheid in die hirschaff von Moilfsburg, unde gab auch etzlich gelt ufs defs vorgenanten Gifsen soene, genant juncher Gorge 4 ). Dusfse vorgeschrebin geschichte lefsit man in der chroniken von Lympurg 5 ). Im sclbin vorgenanten jare do man tzalte 1367 jare, do starp 1367. frauw Elisabeth, lantgraffynne zu Hessen, lantgraven Hinrichs gemahel, die zu Ysenach wonte 8 ). Darnach do man tzalte 1369 jare 7 ), du 1369. starp bisschoff Gerlach von Mentz, unde wart eyner nach eme, genant Johannes 8 ), der was eyn grave von Sent Pauel") ufs Welschem lande 10 ). Der safs eyn jar 11 ), unde eme wart vergebin zu Eltfel 12 ). [1370J. Darnach quam zum bisschthum her Adolff 13 ) von Nassauw 14 ). Aber er hatte grosfse phede, ehe he geruwelichin zuquam, alfs man hirnach 15 ) wole hören sal 16 ). Darnach do man tzalte 1370 jare 11 ), 137°- du verbrante 18 ) die stad Grunenberg von eigem füre 19 ). Alf so gab 20 ) lantgrave Hinrich unde sin vetter, lantgrave Herman, die stad fry 21 ) 2 ° jar, uff das sie widder gebuwen künden 2 ' 2 ). Bie dissen getzyten 23 ) du versatzste 24 ) hertzog Otto 25 ) von Brunswig Duderstad unde Gebelnhuisen 20 ) dem bisschoffe 27 ) zu Mentze 28 ) 29 ). Alfs man schreib nach gots geburt 1371 jare, do wart grave Godfrid 30 ) von Czigen-1371 März 14. "eyn ritter geslagin, des 14. tages im mertze 31 ). Im, selben jare starp *frauw Agnes, von Falckensteyn geborn, graffynne zu Czigen- *bi. sio 1 . heyn 3 2), des andern tagis nach sent Bonifacius tag 33 ). Im seibin 1371 Juli 6. jare wart frauw Agnes von Brunswig vertruwet graven Godfride 30 ) 1371. z u Czigenheyn 34 ) 35 ). l ) L. Chr. 55 Z. 28; 56 Z. 4 f; 55 Z. 29 f u. 28 f; 56 Z. 5—9. Vgl. Wyss das. 56 Anm. 3. '-') L. Chr. in disen geziden, um 1367. 3 ) L. Chr. Mrtspag: Molsberg. 4 ) L. Chr. 57 Z. 1—3, 9-11 (lateinisch), 13 (lat), 1—3. Kaufverlrüge 1365 (Giso), 1366 u. 1370 (Georg). Vgl. Wyss 57 Anm. 1 u. 2. ) 8. d. vor. Annin. G ) Thür. (Urs. 1321). ') Vielmehr erst 1371. Suc- cessio ep. Mog. 362 Z. 13 f sedit armis 17 post obitum Henrici; G. setzt aber oben ö- 555 Heinrichs Tod (richtig 1353) schon zu '1350'. 8 ) I. Successio Z. 16 Johannes. ») L. Chr. Simpaul: St. Pol. ">) Limb. Chr. 60 Z. 24—27. ) Successio Z. 16 richtig annis duobus; nämlich 1371—1373. ") Mainzer -Nachrichten, s. Successio Z. 17 f veneno intoxicatus obiit Altaville. 18 ) I. ) Successio Z. 19 Adolfus, comes de N. I5 ) S. unten Bl. 313. ie ) Vgl. ffaib. Chr. 26 Z. 13 f; 65 Z. 8f. 17 ) Limb. Chr.: 20 Jahre vor 1390. ) Mai 12 oder 13 (nocte Gangolfl); vgl. Wyss L. Chr. 82 Anm. 5. '") Limb. yir. 82 Z. 25-27. -") Mai 26. n ) Von Bede, Geschofs, Steuer und Dienst. M) Vielleicht Hessenchronik. S. Urk. Heinrichs u. Hermanns 1370 Mai 26 Cassel: AHG. 3 Nr. III S. 5 f. Hier heißt es: uff daz sie sich sulehes schaden deste baz irhalin mugin. 23 ) 1366. 2J ) Verkaufte; s. Anm. 26. ) Sohn Heinrichs II zu Grubenhagen. 20 ) Die Mark Duderstadt mit 'Jtcbohlehausen hatten bereits Heinrich IL u. s. Brüder an Mainz stückweise seit 1334 verpfändet u. seit 1342 verkauft. Otto verkaufte 1366 nur einen Antcils- T 1 c . st - - 7 ) Gerlach. 2B ) S. Wolf, Gesch. v. Duderstadt 83; vgl. 78 ff u. ttavemann, Gesch. v. Bruunschw. u. L. 1, 423 f u. 427 f. 20 ) Hessenchronik ? ) VIII. 3i) Her dadurch erworbene Titel 'herre' zuerst bezeugt 1371 März «5 s. Landau ZHG. 3, 239 f. 32 ) Gem. Gottfrieds VII. 3a ) Am Leben wl März 21; s. Landau a. a. 0. 3l ) Durch Ehevertrag von 1371 Aug. 3; s - Landau, liittergcsellschaflcn 106. 35 ) \Zicgenhainer Nachrichten]. 2Ö2 Landeschronik. Disfser vorgeschrcbin furste, lantgrave Herman, was eyn sittiger, sanftmudiger herre, undc herkreig grosfsen widderstant mit pheden unde anefechtunge, want he was in studiis in den schulen unde eyn thumherre uffme stifte zu Meydeburg gewest 1 ) unde eynfs gemechlichin fridesamps lebens gewont undc cnhatte nicht vile ruttcrige geplegen. Auch so he zum lande kommen was, do fant he in sinen slosfsen unde ampten nicht vile. Hirumbe ent- satzste he der amptlude vile 2 ) unde machte sinen hoff geringer, mit mefslicher koste, uff das he widder in sinen slosfsen unde ampten gesammelte, ob en node antreffin wurde. Dcfs wart he verhasset durch die ritterschafft, so das etzliche entzeln knechte angeschubben worden, die gnuptin unde tasten uff die strasfsc unde in dem lande, wo sie konden, unde so he nicht endelichs denselbin widderstunt, du bestundenfs auch ettzliche von der ritterschafft, darnach fursten, graven, hern, unde alman wulde sich [1372]. an eme versuchen unde worin widder en 3 ). Defs herhubsich eyne geselschaff unde eyn bont 4 ) durch hertzog Ott en 6 ) von Brunswig, defs G ) Gottingin unde das laut darumbe ist''), wante hertzog Otten meynunge was, wie das lantgrave Hinrich, der alte furste, der dan sin elter- vater was 8 ), sulte en bilcher zum lande gefurdert haben, wan synfs bruder soen, lantgraven Herman 9 ). Hirumbe herhub sich von irst der bont, unde durch zuschubbunge defs genanten hertzog Otten so wart grave Godfrid 10 ) von Czigenheyn eyn houbetman defs bonts ll ). Dar woren auch andere graven undc hern ynne, bynamen der grave 12 ) von Waldecken 13 ), grave Johan von Nassauw, des Dilnberg ist, grave Wilhelm, grave Ebirhart, grave Diether 14 ), alle dry 15 ) von *bi. 311. Katzinelnbogen, grave 16 ) Johan") *vonBudingin unde anders die graven 18 ) von Ysenburg, grave 19 ) Ulrich 20 ) von Hanauw, grave Engelbracht 21 ) von der Marck, grave Diderich von der Marck, der herre 22 ) von Lisperg, der herre von Helffinsteyn, der herre 22 ) von Epsteyn 24 ), unde dartzu meysteil die rittere unde erbar lüde durch das lant zu Hessen 26 ), l ) Vgl. oben 8. 244 (Hessenchr.). 2 ) Vgl. Friedensburg ZHG. 21, 86 f. ") Hessenchronik. "') Das unten genannte Jahr '1372' ist wohl auch hier gemeint, entsprechend der Limb. Chr. 62 Z. 14. Tatsächlich gehören die Anfänge des Bundes wohl in das Jahr 1371. Vgl. Küch ZHG. 27, 419 ; Schulz, Hessische Politik 1367 bis 1379 S. 30 f. 6 ) II (den Quaden). °) G. besieht 'des' auf Brunswig, vgl. oben S. 246 Anm. 7; in der L. Chr. besieht es sich auf Otto. ') Limb. Chr. 62 Z. 15 u. 17 f (Otto ein anheber). ") Vgl. L. Chr. Z. 19 {Otto dochterson). ») Vgl. oben S. 258 f. Im Ehevcrlrag mit Gottfried VIII v. Ziegenhain 1371 Aug. 3, s. oben S. 261 m. Anm. 34, spricht Otto von deme anevallc, der uns von deme lande tzu Hessen geborin mag. 10 ) VII Wenigstens meint G. diesen. ") Ilesscnchronik. L. Chr. Z. 19 nur der gr. v. Z. (Der das. Anm. 7 genannte ist G. VIII). Absagen der su Lgr. Hermann haltenden Bitterschaft an 'den Zicgcnhaincf seit 1372 Mai 8; s. Landau, Bittergescll- schaften 48. 1S ) Heinrich IV. in ) Wohl eigener Zusatz; vgl. unten die Walteckschin sterngenofsin. Irrig; s. Landau 37 Anm. 5. ") VII. J6 ) L. Chr. nur der grave. Die drei Namen kommen L. Chr. 63 (.') Z. 15 und daraus unten bei G. vor. "■■) L. Chr. her. ") I. 18 ) L. Chr. herren. 1S ) L. Chr. der herre (ohne Namen). ">) V. 21 ) III (Schwager Johanns v. Dillenburg). 22 ) Friedrich. '") Eberhard I. ü ) Ein Teil dieser Liste L. Chr. 62 Z. 17 u. 19—22; das Uebrigc wohl zum Teil eigene Ergänsung, zum Teil (vgl. Anm. 21) Hessenchronik. 26 ) L. Chr. Z. 22 f Landeschronik. 26^ — die geslofstin junchern unde die vvolgefrunten cddellute 1 ), — dar- zu durch Westphalen, Sassen, Buchen, Francken, an dem Ryne unde durch die Wedderauw, so das er mee wan tzwey tusent woren, die hattin by virdehalp hundert eigin slosfsen'-). Unde hattin zusammen- gesvvoren widder disfsen lantgraven Herman"), dcmselbin alle syn lant zu verstoren unde under sich zu brechin. Unde die obbirsten des bonts woren gereide eynfs wurden, was er ickelichem werden sultc. Unde stunt ubbel in dem lande; nyraant dorfte sicher wandern vor dem bonde. Unde versprochin den frummen fursten unde hifsen en den blöden Hessen. Unde hattin sich glich getzeichent, wantc sie drugen silbern stern an iren kogeln unde huden, nach dem wapin irfs houbtmanfs von Czigenheyn, unde hirumbe hifsin sie die Sterner*). Auch ettzliche, die in dufs fursten hoffe hufsgesinde woren unde sine kledunge an iren helfsen drugen unde degelichin sin futer unde broit assen, die drugen ire sterne in den budein unde heymelichin by sich, in der meynunge, ob efs zu eyme stride adder mangclunge queme, das sie ire wor- tzeichin bie sich hetten unde nicht toit geslagin worden 5 ). Unde uff unfser libin frauwin obint unde uff den tag assumptionis, das Au S- M- '5- ist wortzewie, du fylen die Sterner in das cloister Cappel, am Spisfse gclegin, unde beroubetin das innewendig unde usfsewendig, unde namen alles, das do was; unde das geschach do man tzalte nach gots geburt 1372 jare 6 ). Unde dadin dem lande zu Hessen x 37 2 - verderplichin grosfsen schaden. So understunt lantgrave Herrn an sich zu rüsten, und schreib den lantgraven zu Doringen, marggraven z u Missen- die quamen eme zu hulffe, mit namen lantgrave Balthasar unde sin bruder'). Auch quam eme zu hulffe 8 ) grave Rupracht 9 ) von Nassauw, *der eyn dichtem was konnig Adolffs von Nassauw 10 ). *bi. sn«. Also tzoch 11 )lantgraveHermanmit")disfsenhern 13 ) geyn die Sterner") v or den Hertzberg 15 ). Defs quamen die Stern er 1 ") so Starg, das die ') [Hessenchronik]. 1372 Febr. 16 verbot Lgr. Hermann seinen oberhessischen Mannen u. Burgmannen die fernere Zugehörigkeit zur Gesellschaft der Sterner; *■ Landau, 115;' vgl. Küch 419 Änm. 2. s ) L. Chr. 62 Z. 24, 23, 24—26; Francken, anstatt Doringen der L. Chr., aus der Thür. '■') Thür. l ) Haupt- 'jucllc Hessenchronik. Vgl. aber Thür. (Stolle 208 trugen sterne, 207 hissen dy Sterner) u. L. Chr. Z. 16 f. °) Hessenchronik. n ) Vgl. Küch 421 f. Das Ereignis steht offenbar in Zusammenhang mit dem unten berichteten Zug nach Niederhessen, ist also hier m früh eingefügt. Das weist ebenso wie die genauen Daten auf besondere Quelle. Dazu stimmt das Citat in andern gelefsen. WoJtl Rpiefskappelcr Nachricht. 7 ) Wohl Hessenchronik und Thür. Die Thür. sagt: Lgr. Hermann gebruderte sich mit Balthasar, Lgr. Friedrichs v. Thüringen Bruder; die zwei Fürsten (Friedrich nicht) zogen vor den Herzberg. (Zu Stolle *|08 vgl. liichard Thieles geistvolle Anm. 4). — Von Helfern Balthasars erfolgten weitere Fehdeansagen an Gottfried v. Ziegenhain 1372 Aug. 12; s. Landau SO; vgl. Küch 422f. s ) Vorausgenommen aus L. Chr. 63 Z. 11—14 (hclfer . . . ig r . Henriches). ") Zu Sonnenberg (Bruder EB. Gerlachs). °) L. Chr. Z. 11 f (enkeln). Vgl. oben S. 251 in. Anm. 11. Ueoer Ruprecht vgl. Colombel in Ann. f. Nass. AU. 8, 310 ff. ") Thür.; s. Anm. 7. 12 ) L. Chr. 63Z.1. ") Vgl. Anm, 7 u. 8. ") Thür.: auf dieselbe Gesellschaft. *) L. Chr. Z. 2 u. Thür. Vgl. Wyss L. Chr. 63 Anm. 1; Küch 421 f. le ) L. G1 »; Z. 2f; Thür.: die kamen. 2 64 Landeschronik. dry 1 ) fursten vor en wichen mustert 2 ) zu Hirsfelt yn s ). Alsus lefsit man in den chroniken von Doringen 4 ), von Flesscn 5 ), von Lymperg 6 ) unde andern gelefsen 7 ). (Hir sal stehin, wie der lantgrave zu Hessen unde dy lanl- graven a ) zu Doringen liggen vor dem Hirtzberge 8 ), unde werden durch die Sterner abegetrebin 9 ).) *d bi. 16 1 . i7. * b ) Da tzogen *die Sterner vorters mit grosfser macht ins [1372]. lant zu Hessen 10 ), unde lagin darinne me \van c ) acht tage, unde brantin' 1 ) bis geyn Fritzlar"). Unde dy\vile e ) 12 ) grave Rupracht von Nassauw f ) dem lantgraven halffs) widder die Sterner 13 ), — wante 11 ) der alte furstc, lantgrave'') Hinrich, hatte sinembruder 14 ), bis seh off Gerlache, auch ge- hulffin 1 ) widder bisschoff Buseman 16 ) —, darumbe><)i2) quamen 1 ) die dry graven von Katzinelnbogen, [grave]" 1 ) Wilhelm, [grave] 111 ) Ebirhart unde [grave] 1 ") Diether, unde herstigen eynes nachtes den dail zu Hademar unde gewunnen en dem") von Nassauw ane 16 ). Ydoch hermante 0 ) die gemeine zu Hademar zurP) were unde dreib sie herlichen widder ufs 17 ). 1372 Okt. 8. Im selbini) jarc [do man schreib] 1372, [du] starp 1 ') grave God- frid zu Czigenheyn, der Sterner houbetman, uff den achten tag") Remigii 18 ); unde sin son, auch grave Godfrid genant 19 ), fürte den Sternerkrig vorters 20 ). Umbe dusfse'j tzyt quamen die Westphelinge, die 1 ') im Sternerbunde v ) woren, unde mit hulffe der Waltcckschin stern- genofsin fylen sie w ) by x ) nacht y) in die nuwenstad by Francken- a ) d. 1. verändert aus der lantgrave. '>) G hat hier eine Lücke. Es sind wohl zwei Blatter, die fehlen. Zum Ersatz dienen die Hss. der Klasse JB; vgl. den Druck ('Excerpta chronici Bicdescliani') Anal. Hass. 3, 26 — 28. Der Textauszug, den jene Hss. an unserer Stelle bieten, entbehrt der Quelleneitatc und etwaiger Bildvorschriften, gibt aber im Ucbrigen den verlorenen Text G.'s ziemlich richtig und wohl auch ziemlich vollständig wieder. Ich lege die Hss. D, K, L, C zu Grunde, versuche aber den aus ihnen gewonnenen Text in eine G. gemäße Schreibung zurückzuübersetzen. <■•) Hss. dan. d) LC verbrämten. «) x W eii. f) v. N. fehlt C. g) h.—1. fehlt B. '') Hss. dan. i) a. g. fehlt L. k ) K da, L dar. ') C kamen auch. m) gr. fehlt in den Hss. ") KL ihm den, C ihnen den. o) C ermahnete. P) C zu. ) IIss. ganz. <") Hss. was. <') D sticssens, com sticssen es. °) C da. f) KL sie. s) C nur st. t») en fehlt KL. 1 ) Stchr. so das. k) J) alle; Stchr. vilc. ') K burgerschafl. m) Stchr. aldenstad *) KL bew. o) Stchr. ire. P) Stchr. dy mure. q) KL nur st. J KLC die 1. «) C angeschlagen. ') KG sorgen. u) K zurustung, ■" «Wüstungen, v) Q handeln. w ) KL desgl. *) L Mentzischc. *,) pKL stiessens. «) w. fehlt KL; C waren. *a) so fehlt K. w>) w. fehlte. cc) du fehlt KL ; C des. ää) KL noch vil. oo) a . fehlt T). J K hiesse, L Hesse. SS) K und, C da. hh ) B sein. tt) KL vieler. jpKLC weinenden. ") C er a. mm ) KLC und. nn) D geschlossen, J(LC geschlossene. <">) C -e -e -e. PP) K das, LG da. qq) KL w *> X>K ihnen, LC ihm. «>) C aufsetzen, tt) £ as. war. , ^') Dies Stück, im Anfang gekürzt, auch in der Stadtchr. Bl. 21' h, während ^Folgende merkwürdiger Weise dort nicht wiederholt wird. -) Vgl. Anm.l. ' Wohl irrig. Vgl. Landau, Kitterburgen 4, 173; L., Bitterges. 60 Anm. 2; fechnungsposten bei Küch 437 Nr. 78 ff, 438 Nr. 86. *) Für diesen Absatz w* die Hesscnchronik jedenfalls Hauptquelle. 6 ) Vgl oben S. 263 Z. 13 ff \j*e88enchr.). ") Vgl oben S. 262 Z. 10 f (Hcsseiwhr.). 7 ) 1372 nach dem ~% vor den Herzberg (vgl. oben S. 264 Anm. 3) kam Hermann noch im August nach Marburg; s. Küch 423 u. 422 Anm. 2. 366 Landeschronik. er getröstet 1 ). Unde a ) desglichcn wart 1 ') er auch zu Cassel getröstet von den steddio 0 ) 2 ). Unde da (1 ) wart 0 ) er sich ermafse f ) wenden 8 ) geyn diegenen, die' 1 ) in syme lande unde anders in 1 ) gesessen woren 3 ). Unde brachte es in dryen jaren 4 ) darzu, das sie sich der sterne k ) beguntcn zu Schemen 5 ) unde zu lougin. Der 1 ) schade™), den") die Sterner dem lande zu Hessen dadin 0 ), wart geachtet meeP) wani) uff r ) virtzigmal 6 ) hundert tusent gülden 7 ). Unde als sanftmudig unde gütig") der furstc vormalfs was 1 ) 8 ), so streng unde ernst wart") er dargeyn. Wan er iemants von synen fienden ergreiff v ), den w ) er x ) nichts) schuldig was 9 ), adder keyne rechte 2 ) Ursache hatten aa ), die mufstin sterben, adder lifs sie in dem ge- fencknufs 1)b ) 10 ) hungers verterbin 00 ) 11 )...... *G bi. si2. | *Do man schreib nach gots geburt 1373 jare 12 ), alfs die 1373- lantgraffynne frauw Elisabeth, von Clevc geborn, gestorben was 13 ), du verschreib der aide furste, lantgrave Hinrich, die stad Franckcn- berg eyme fryhern, genant her Herman 14 ) von Dreffurde 15 ). Alfso quam lantgrave Herman geyn Franckenberg unde hyfs die bürgere huldunge thun 16 ) dem genanten von Dreffurde unde frauwen Margarethin, siner elichin gemaheln 17 ). Darna lifs der von Dreffurde cyne gute nuwe mure machen vor dem slosfse geyn die stad 18 ). Nu hatte der herre vast mutwillige dynere; die bestunden den bürgeren vilc verdrifs anzuthun, unde y lenger, y mee. Unde wan sie das klageten, so gab en der herre wenig troistes. Efs geschach auch cttzwan, das des hern dynere slugin, die bürgere unde worffin sie in die koln in iren eigin hufseren, wan sie ire ») u. fehlt K. '») K war, L was. e) L v. d. st. g. z. C. ä) da fehlt KL. °) C want. f) DKL einermafsen, C dermafsen. s) w. fehlt C. i'J IIss. so. 1) L im, C ihm. k) KL dafs sich die Sterner. l) DL den. m) DKL schaden. «) KL so. °) KL gethan. P) V uff m. Vgl. L. Chr. 67 Änm. s. Irrig statt XL ') Friedrichs IL s ) Thür.: "= s Igr. zu Doringen bruder. °) II zu Göttingen. ia j Bündnis 1374 Äug. i 3 '/' Wyss L. Chr. 63 Änm. 5. ") L. Chr. einen. n ) Gottfried VIII. J Heinrich IV. ») Eberhard I. ,r> ) L. Chr. 67 Z. 14—23. lB ) Eigener |»»afe. Vgl. Chron. Moguntinum 36 Z. 30. ") L. Chr. 67 Z. 33 f {wß. J - 25 grofse möge) u. eigener Zusatz. 268 Landeschronik. Herman zu Hessen, unde anders sinen frunden, so er bests mochte, nndc tzoch vor Erfford, mit 6 tusent rittern unde knechtin ufserlesens folekes, an anders bürgere unde buren l ), so das er da hatte by 50 tusent man 2 ). Unde dadin den von Erfford grosfsen schaden, unde ver- hiben en die wyngarten. Unde alfs sie 14 tage gelogen, du quam der Romsche keyfser Karolus der IV., konnig zu Bohemen, unde sin soen Wentzeslaus mit grosfsem fuleke, unde lachtin sich auch vor Erfford, den lantgraven zu hulffe, unde lagin da 8 gantze wochin 3 ) mit grosfser ge- walt. Unde hetten gerne gestredin mit den hern unde mit der stad zu Erfford, unde mochte en das nicht gedyen, sundern was zu Erfford inne was von hern, rittern unde knechtin, die red in meystenteil bie nacht enweck unde lifsin den keyser mit den lantgraven alda ligen 4 ). In disfser tzweytracht was her Cuno von Falkensteyn, ertzbisschoff zu Trire, vormunder defs stiffts zu Mentz unde auch zu Collen 5 ). Unde uff das letzste do behilt bisschoff Adolff das bisschthum zu Mentz gentzlichin, mit allen slossen, landen unde luden, mit rechter gewalt, widder den babist, *Jü. 318'. den keyser unde widder die lantgraven, unde lifs die *alle ire bestis suchen"). Alsus lefsit man in der Chroniken von Lympurg 7 ) unde auch rneisteilfs in der Doringer chroniken 8 ). In dissen getzyten kreig der alte furste, lantgrave Hinrich, unde sin vetter, lantgrave Herman, Drcdorff zu sich von graven Emiche 9 ) zu Nassauw 10 ). Das verdroifs graven Johan, defs Dilnburg ist, unde machte eyn grosfsen bont zusammen, die hifsen die gesellen von der alden mynne 11 ). Unde wart fygent 12 ), unde warff die lantgravesschin rutter nidder vor Wettzflar 1 "), unde thet so grosfsen schaden mit sinen helffcrn in dem bonde, das des nicht wole zu achten stehit; sunderlichin im ampte zu Konnigefsberg, zun Gissen, zum Hermansteyn "), zu Blancksteyn, zu Bidenkap 15 ) unde umbe Margburg, in den gerichten 1B ) zu Lare, zu Dutphe, zu Caldera 17 ), im Hitten- berge unde in 18 ) andern enden 19 ). So 20 ) bestirnt der alte furste zu buwen geyn den von Nassauw, unde buwete zu Ysemerade' 1 ) J ) L. Chr. 67 Z. 20—28 u. eigene Zusätze. 2 ) Thür. :l ) Vgl Wyss L. Chr. 68 Anm. 1. 4 ) L. Chr. 67 Z. 29-33; 68 Z. 1—4. ") L - Chr. 65 (!) Z. 16—18; vgl. Wyss das. Anm. 4; Chron. Mogunt. 35 Z. SO. «) L. Chr. 68 Z. 4—7. 7 ) S. d. vor. Arnim. 8 ) Benutzt ist die Thür- (Urs. 1322 f; vgl. Stolle 208/]') wohl nur an einer Stelle, s. Anm. 2. ") I 11 zu Hadamar. 10 ) Vgl Wcnck 1, 509 Anm. u. IIB. 328 f; Arnoldi, Or.-Nass- Gesch. 1, 107 ff; Colombel in Ann. f. Nass. Alt. 8, 324 f; Schulz, Hess. PoliM 1367/79 8. 44 u. 130. ") Vgl. Landau, Bitterges. 71 ff; Küch ZHG. 29, lff- n ) Mit Gr. Johann II v. Sohns verbündete er sich gegen Hessen 1375. Vgl. "** Erwähnung der Nassauwschin und Solmsschin oben S. 154. I3 ) S. Schaden- registcr bei Landau 174 Z. 13 f. xl ) S. Sehad. 175 Z. 8 f; 174 Z. 23 f^ 171 Z. 8 ff; 175 Z. 13 f. Hermannstein wurde damals, um 1376, von Lgr. MW' mann erbaut; s. Euch 3 f. Oben S. 154, in nachträglichem Zusatz zum Jahre 1216, dichtet G. die Erbauung von H. dem Lgr. Hermann II v. Thüringen an- ">) Nicht im Schad. Vgl. dagegen Urlc. 1378 Apr. 4 bei Landau 179 f: Johann erbietet sich wegen Briedorfs vor ein Igfl. Manngericht gen Marpurg, gen den Gyscn, gen Koningsperg, gen Blanckenslein odir gen Bidencapp. 16 ) S. Schad. 172 "■ i- 3; 174 Z. 23 f. ") Nicht im Schad. 1B ) S. Schad. 174 Z. 19 f u. 2i\ vgl. 170 Z. lff. '") Im Schad. folgen 174 Z. 20 u. 24f die Worte: der graschaff von (czu) Solmefse. 2 ») Bas Folgende gehört in viel frühere Zeit, s. unten Anm. 1. '") Eisemroth, östl. v. Dillenburg. Landeschronik, 269 unde den Hessenwalt 1 ). Alsus lefsit man in der Hessen Chroniken 2). Alfs man schreib nach gots geburt 1376 jare, du starp der 1376. alte fuxste, lantgrave Hinrich der IL, so he by die 100 jare alt was 8 ); unde ist zu Margburg begraben 4 ). Darnach du man tzalte 1377 jare, 1377. do wart gededingt tzusschin der phede defs lantgraven unde des von Nassauw 5 ). So klagede der grave, wy das die lantgraven liettin eme schaden gethan mee wan hundert tusent gülden, auch So sprach er Dredorff ane. Dargeyn klagede lantgrave Plerman, wie der von Nassauw unde sine aldern hettin dem furstenthum zu Hessen 6 ) mee wan firtzigtusentmal grosfsern schaden gethan. Unde l n sonderheid so hette grave Hinrich, sin vater 7 ), dem bisschoffe Zii Mentz gehulffen, das er die lantgraffschin nidderwarff zu Sibrachtfshufsin 8 ); der schade wart geachtet mee wan uff virtzigmal hundert tusent gülden 9 ). Item wie das difs graven aldern 10 ), bynamen grave Johan 11 ) mit der hüben, hette 12 ) dem bisschoffe zu Mentz ge- niuffin, das er Gisfsen gewan 13 ). Item dufs graven aldern *hulffen") dem *bi. 814. s Wft zu Mentz, das sie die lantgraffschin nidderworffen vor Wettzflar; uer schade wart geachtet mee wan tzweyhundertvverbe tzweyhundert tusent 16 ) gülden 10 ). Item dufs graven aldern 17 ) fylen in Aldendorff an f ' er Lorabe") unde namen alles, das do was, unde furtin die lüde gefangin enweg, der storben 16 19 ) in den stocken 20 ). Defs worden Sl e vertragin umbe Dredorff, unde wart gestalt an graven Rupracht l ) S. Schad. 177 Z. 17—19 11. 22—25, wo aber Lgr. Hermann vielmehr 8 Qgt: Johanns aneche u. sine aldirn drangen uns« anechin u. unsir aldryn dazu, « a /s sie zeu Isinborgerade (Eiscmroth) bauen mufsten; syn aneche u. vadir drangen imsirn anechin u. unsirn . . . vettirn dazu, dafs sie den Hessinwalt bauen mufsten. Es handelt sich demnach um Johanns Großvater Heinrich I (f 1343), Johanns j frier Otto II (f 1351) ; Hermanns Grofsvaler Otto I (f 1328), Hermanns Vater- "rüder Heinrich II (Mitregent seit 1320/21). Vgl. oben S. 242 m. Anm. 6 über y e, 'nbach. Den Bau zu {in der Gemarkung von) Eisemroth hält Vogel, Beschreibung ws Hzt. Nassau 724 (vgl. 723), für die Burg Wallenfeis, die (dann) im Jahre A^f (•') Gr. Heinrich I von Lgr. Heinrich II zu Lehen nahm (Nov. 30: Wenck 2, B. 337). Ueber die Burg Hessenwalt ist sonst nichts bekannt. 2 ) Hessen- c ™'onik. Zu ihren Quellen gehört das Schadenregister Lgr. Hermanns für die e, 'handlungen mit Johann 1377/78. Botel im Marb. Staatsarchiv, dem aber jetzt f r Anfang fehlt. Das Erhaltene (bis auf die ersten Zeilen) gedruckt hei Landau j°8—179 (170 oben beginnt das 2. Stück). Vgl. das. 167 f. 3 ) So alt läfst '"*• die Kl, Hesscnchr. 40 Z. 17 f schon beim Tode seines Sohnes Otto sein. 6!» entspricht es, dafs G. in der Tigtif. «ta mehe wan 100 jare gibt. In Wahr- jfrt kann er nicht viel älter als 75 Jahre geworden sein. 4 ) Vgl. Dicmar ^HG. 37 ; 17 f s) Vorläufiger Vertrag 1377 Aug. 21 (Friedberg) ; s. Landau ' 4 i Küch 2. >) Vgl. Schad. 176 Z. 21. 7 ) Schad. vielmehr syn aneche ■ s > T n aldirn. R ) Schad. by Syprachthusen an dem dorfl'e. Offenbar das ausgegangene Dorf Scibertshausen südwestl. v. Gladenbaeh. Vgl. Landau, Wüste vpschaften 195. Zeit des Ereignisses unbekannt. °) S. Schad. 178 Z. 3-10. , lc Zahl (-vierzcygwerbe hundirt thusint Schill, tornofs) erscheint aber viel zu grofs; *s hundirt ist wohl zu streichen. 10 ) Schad. syn aneche u. syn aldirn. ' ") I Johanns II Grofsvaterbruder). 11! ) 1327. Vgl oben S. 246 Anm, 1. u > S. Schad. 178 Z. 11—15. Z. 17: Schaden hundirtwerbe thusint Schill, tornofs. J 1328. Vgl. oben S. 246. ") Schad. nur zweyhundirtwerbe thusint; das isi^if ^weytundert irrige Wiederholung [der Hcssenchronik}; vgl. oben S. 246. L°ohad. 178 Z. 18—20; 179 Z. lf. ") Schad. vielmehr 'her' (er, Johann inj . *)' au er 'vor czidin'. ls ) Schad. yn unsir slofs Aldindorlf. Zeit unbekannt. > Schad. vielmehr '42' (nicht xvi, sondern xlii). 2 °) S. Schad. 179 Z. 5—10. 270 Landeschronik. von Nassauw unde an hern Johan von Ysenberg 4 ). Die sprochen efs dem lantgraven zu, dywile grave Emich lebete; unde wan der toit were, duchte dan den von Nassauw, das er nehir dartzu were, wan der lantgrave, so mochte lie em dan zusprechin mit rechte 2 ). Alsus behilt lantgrave Herman Dredorff mit alle siner zugehorunge 3 )- Dusfser dinge hat man brieffe unde sigel unde alte register versigelt 4 ). 1379- Do man tzalte nach gots geburt 1379 jare, du herhub sich 6 ) eyn bont unde eyne geselschafft von rittern unde erbar luden in dem lande zu Hessen unde an der Loyne, die narrten sich die gesellen von dem home, unde er was mee wan 200 eddelman. Alfso nante man sie dy Homere. Unde dadin iren nachgepurn vil verdrifsfses. Unde werte in das dritte jar"). Alsus lefsit man in der Chroniken von Lympurg 7 ). 13S0 Jan. Nach gots geburt alfs man tzalte 1380 jare, du wart in dem hart- monde eyn kynt geborn zu Lympurg uff der Loyne, das hatte vir arme» vir beyne unde eyne platten uff syme houbete; unde staip zuhant 8 ). Biß dissen getzytin 9 ) herhub sich das Studium unde hoe schule zu Heidelberg, bie hertzog Rupert 10 ) von Beyern unde phaltzgrave by Rine 1 '). Im 1380. vorgenanten jare do man tzalte 1380 jare, du herhub sich' 2 ) auch eyn bont unde geselschafft von rittern unde erbar luden an dem Rync, die nanten sich die grymmen lewen. Unde dadin vil Schadens 1 "). Auch 1380. herhub sich") im seibin jare eyn ander bont unde geselschafft in den Westphalen unde in dem stiffte zu Padeborne, die hifsen die Felckenere. »Blau'. Die nara auch bynnen 3 *jaren eyn ende 16 ). Aber sie dadin gar gros- fsen schaden, unde in sonderheid der stad Franckenberg. Wante 13S0. im vorgenanten jare do man schreib 1380 jar 16 ), do worffin sie die bürgere nidder unde slugen ir vile toit vor dem Furstenberge 17 ). D a das lantgrave Herman vernam, do quam er geyn Franckenberg* unde hisch den graven 18 ) von Waldccken zu eme unde rette syne noit 19 ). Nu was bisschoff Adolff zur seibin tzyt zu Amcneburg'- 0 )- ') Nach 1378 Apr. 4; denn an diesem Tage (in Frankfurt) erklärte d& Nassauer, sich der künftigen Entscheidung eines Igfl. Manngerichts unterwerfen zu wollen, [für den Fall] ob man unz mit der fruntschaff nicht gescheiden könne- Vgl. oben S. 268 Anm. 15; Landau, Bittcrgescllsch. 74 f. 2 J Zu Grunde lieft [der Hessenchronik] wohl auch hier eine urkundliche Nachricht. Erwähnt finde ich unsere Stelle nur bei Bommel 2, Anmn. S. 153. 3 ) Vgl. Arnoldi, Or- Nass. Gesch. 1, 134; 3 II, 159 f u. 255; Bommel 153 f. 4 ) Für den ganzen Absatz, einschlief such des Citates, ist wohl die Hessenchronik alleinige Quelle. I n ihrer Berufung auf urkundliche Vorlagen wird mit 'alte register versigelt' offenbar auf das Schadenregister Lgr. Hermanns hingewiesen. ") L. Chr. da was- Stiftung wohl 1378; Bündnis mit Lgr. Hermann 1379 Jan. 16; s. Landau 78 f "J 1382 Sept. 24 bestand sie noch; s. Landau 80. ') Limb. Chr. 74 & 6—10. Vgl. Wyss das. Anm. 2. ») Limb. Chr. 74 Z. 13—15. °) l 380 ' 10 ) Kur f. Bupr. I. ") Limb. Chr. 74 Z. 11 f. 1S ) L. Chr. da was- Stiftung 1379 Okt. 13 zu Wiesbaden: Urk. in Sammlung alter hist. Schriften Mh v. Schannat S. 9. I0 ) Limb. Chr. 74 Z. 17—20. Vgl. Wyss das. Anm. *■ Z. 22 f: Auch waren di lewen von kelwin, d. h. von Kälbern {Wyss Anm. •> irrig). ") L. Chr. was. ") Limb. Chr. 75 Z. 4—7. Vgl. Landau 81- «) Vielmehr 1381, wie G. in der Sladtchr. Bl. 22 1 b richtig angibt. Vgl. Friedens- bürg ZHG. 21, 50 u. 51 Anm. 1. ") Nordnordöstl. v. Sachsenberg. [io°H Nov. 18; s. unten. 1S ) Heinrich IV. 19 ) Vgl. Friedensburg 50 f. Z*»' Aug. 18 hatte Hermann mit Heinrich u. dessen Sohn Adolf einen Burgfrieden 1 «' Fi'irstenberg verabredet; s. Friedensburg 33. 20 ) Er urkundet daselbst lo° Nov. 23 u. 24 (Nov. 20 noch zu Fritzlar); s. Friedensburg 51 Anw. 1. Landeschronik. 271 Hirumbc so reyd der furste mit dem graven zum Kirchhejm; da quam der bisschoff zu eme; so rette der lantgrave umbe die ge- fangin loifs zu machin, wante dcfs bisschoffs manne undc deis graven undersafsen die worin mit houbtlude. Aber efs enmochte nichts gehelffini), sundern die von Franckenberg musten grofs gut zu schattzunge gebin. Disfse nidderlage gescha im herbeste, achtage Nov. : nach Martini. In dissem Felckenersbonde worin auch die [von] Patberg a )2), unde daden der stad Franckenberg besundern mee Schadens, wan die andern; undc woren so giymmig, das sie den luden drauweten zu hcncken, zu herdrencken, brüste unde nascn abesnyden; unde hermorten vile bürgere ufs Franckenberg, undc hingen eynen armen man vor der stad, der dy swyne hüte, an eynen boym. Zu eyner tzyt darnach quamen die von Patberg in der nacht unde tzogin in eynen berck, genant die Haret, uff der kdern, uff das sie den morgin wulden antasten, Da wurden sie von den hasenlusfsern vermireket 3 ), die brachten die botschafft heym ln die stad. Also tzogin die von Franckenberg ufs unde bilden uff Slc > unde fingen hern Friderich von Patberg, ritter, mit etzlichin andern 4 ). Da wart die Felckenersphede verstoret 5 ). In dem vor- genanten jare do man tzalte 1380 jar 6 ), du wart das slos Griffensteyn 13S0. We Herborn uffgeslagen von graven Ruprachte zu Nassauw unde graven Jolian zu Solms 7 ). Unde dadin das uff graven Johan 8 ) zu Nassauw, defs Herborn ist 8 ). Auch so hatte vor 100 jaren eyn slos da gelegin, das was verstoret 10 ) 11 ). Alsus lefsit man in der Chroniken von Lym- purg 12). *lm seibin vorgenanten jare do man schreib 1380 u ), du ver- *bi. bis uunden sich die richstedde zusammen, Francford, Mentz, Wettzflar unde i 3 8o. ander stedde den Ryn uff bifs in Swoben unde den Ryn abe. Unde gewonnen vil bürge, lant unde lüde 14 ). Unde tzogin 16 ) auch vor das s los Burgsolms, unde login eynen mont darvor, unde gewonnen efs unde brochinfs zu gründe nidder 16 ). Im seibin jare schickte 11 ) lant- 1380. grave Herman 17 ) die synen vor die Denfsburg 18 ), unde gewonnen ^en dail 19) | unde namen alles, das do was. Dadannich tzogin die ant graffschin vor Martorff 20 ) unde trettin die fruchte. Dadannen tzogin a ) IIs. die P.; Stadtehr. (wie unten) die von P. i)) Hs. schicke. j. ') Vgl. Friedensburg 51 f u. 66. ') B. Friedrich v. Badberg erhielt 381 Nov. 13 von EB. Adolf ein Burglehen; s. Friedensburg 50 Anm. 2. J Vgl. Landau, Gesch. d. Jagd 92 f. ' 4 ) 1382? Weiteres Stadtchr. Bl. 23' a. I liauptquelle ist wohl die Hessenchronik. Dazu vielleicht besondere Franken- 'erger Nachrichten. °) L. Chr. in diser zit, zwischen 1380 u. 1385. ') Vgl. ■^nioldi 1, 221 f; 3 II, 212. 9 ) Den DiUenburgcr. 9 ) L. Chr. vielmehr: M . as ' . ^- ™.ifsversteht diese Angabe ('dem H. gehörte'); er meint, es handle sich W einen bisher unerwähnten Grafen einer Linie 'Nassau-IIcrborn'. Vgl. oben ?■ 346 Anm. 7. 10 ) Vgl. Schaum, Das Haus Solms 275 ff; Arnoldi 1, 82 f; * l l, 128. ii) Limb. Chr. 77 Z. 1—4. 12 ) Das trifft nur für Anfang p, w Schlufs des Absatzes zu; s. d. vor. Anmn. 13 ) Bichtig 1381. u ) Limb. Kj ' lr - 75 Z. 20—22 u. 25 f. Zusätze. Vgl. Chron. Mog. 48 ff; Wyss L. Chr. 75 ■W n - G - 10 ) 1384. '") Limb. Chr. 76 Z. 17—19. Vgl Clwon. Mog. 53; vyss L. Chr. 76 Anm. 5; Inventarc des Franlcf. Stadtarchivs 2, 199. 17 ) Bi nt i (Je ° cn Mainz, für die er sich 1380 Mai 22 zu Frankfurt mit Kurf. Bu- treclit I „. d F f alr . vcruan( i. > 8 ) Mainzisches Lehen der v. Falkenberg. ' ->->orf Dcnsbcrg. !0 ) Im mainzischen Amt Amöneburg. 272 Landeschronik. sie vor Melnauw 1 ) unde trettin die flur. Unde tzogin vorterfs vor Juni 23. Hatzfelt unde trettin auch die fruchte; das geschach uff sent Johans obint defs touffers. Wante die von Hoitzfelt hattin das slos 2 ) dem graven 3 ) von Nassauw, des Dilnburg ist, uffgethan, so das die Nassauschin grosfsin schaden dem lande zu Hessen dadin ufs Hoitzfelt 4 ). Bie disfsen getzytin du slug lantgrave Herman eyne bürg uff den Weddelberg 5 ), unde die wart bynnen 2 jaren*) widder abege- brochin'). Auch so hatte vor 100 jaren cyn slos da gelegin 8 )i das dan 9 ) sin oreltervater 10 ) gewonnen unde zubrochin hatte 11 ). Dufs lefsit man in der chroniken von Lympurg 12 ). 1381. Alfs man schreib nach gots geburt 1381, du woren dry ge- brudere ,s ) von Elkcrhufsin, genant her Eckard, ritter, Hinrich unde Curt 14 ), die daden dem lande zu Hessen auch schaden. Hirumbe so lifs lantgrave Herman 15 ) eyn hufs 10 ) uffslaen bie Elkerhufsen") uff der Loyne 1B )> 1382. unde nante das 19 ) dy Stureburg 20 ). Unde uvver 1 jar du wart die Sture- 1381. bürg verbrant unde widder verstoret 21 ) 22 ). Im seibin vorgenanteu jarc du ranten die burgmanne von Melnauw vor Margburg, unde fingen die bürgere vor der stad, unde slugin sie darnidder in den porten. Unde eyner von Lewensteyn slug tzwene bürgere toit in dem Loynberge, unde rante widder uff Melnauw. Defs schickte lantgrave Herman eyn here dar, unde belag das slos, unde her *bi. au'. Guntram von Hoitzfelt, ritter, *quam 23 ) mit etzlichin uff den torn 24 )- Defs gewonnen dy lantgraffschin das slos 25 ) unde hettin sie villichte herabe 26 ) gehungert, wante sie musten ire eigin nettz unde seyche drincken uff dem torne. Dartzu so gruben sie eyn groifs loch under den torn, das he balde umbcgevallen hette. Indefs quam en die von Hoitzfelt unde dy von Lewensteyn mit iren helfferin mit grosfser macht unde drebin die lantgraffschin abe. Dufs geschach Apr. 8. in der fasten, uff montag nach palmen. Darnach im sommer, u» Aug. 12. montag nach Laurencii, do trettin die lantgraffschin abermalfs die fruchte vor Melnauw, unde tzogin vorters vor Amcneburg, und c l ) Mainzische Pfandschaft der v. IlatzfcM. '-') Obgleich es hessisches Lehen war. 8 ) Johann IL *) [Hessenchronik]. Vgl. Landau, Ritterburgen 2, 174 (Dcmburg); 4, 173 (Mcllnau); 4, 134 f {Hatzfeld); Landau, Ritter- Gesellschaften 79 f; Friedensburg ZUG. 21, 39 ff. 6 ) Verabredung mit Setn- rieh u. Adolf v. Waldeck 1380 Aug. 18. e ) Vielleicht schon 1381;'s. Friedensburg 49. 7 ) Limb. Chr. 75 Z. 8-10. Vgl. Chron. Mog. 45; Landau, Ritterburgen 1, 331 ff; Wyss L. Chr. 75 Anm. 3; Friedensburg 31 ff U. 43 ff- 8 ) Limb. Chr. 75 Z. 11 f. »j Vor 1273 Mai 21. 10 ) Lgr. HeinrichJ- ") Eigener Zusatz. S. oben 8. 231 m, Anm. 8. ") Das trifft nur /'" Stücke in Anfang und Schlufs des Absatzes zu; s. d. vor. Arnim. '") 1>- Gll L 90 Z. 15. ") 90 Z. IG f. 1») 77 Z. 25 f (Daz det lgr. H.). ") 9 °. Z. 6. ") 77 Z. 25; vgl. 90 Z. 6 f. >") 90 Z. 5. - Verabredung »»* Ruprecht v. Nassau-Sonnenberg, Johann v. Limburg, Otto u. Johann v. Solp^> Dietrich v. Runkel 1381 Juli 22. 19 ) Vgl L Chr. 90 Z. 6u 7. 20 i ./ Z. 25; vgl. 90 Z. 7. »') 77 Z. 27; vgl. 90 Z. 7. 22 ) [IlessenchroniK, bei 1381}; Limb. Chr. 90 Z. 15—17 u. ö'f, bei 1395; 90 Z. 6 f, mit Zeitangabe vur zwelf jaren; 77 Z. 25-27, bei 1385. Vql. Wyss L. Chr. 77 Anm. 4; Friedens- bürg 81 m. Anm. 2. **) D. h. zog sich zurück. u ) Der Turm der fWg steht frei im Bering; s. Dchn-Rotf"eiser u. IMz, Baudenkmäler im Rbz. Casset 173 f. 26 J D. h. den Bering. 2I! ) Vom Turm herab. v Landeschronik. 273 . S16. daden en 1 ) grosfsen schaden an iren fruchten. Alsus lefsit man in der Hessen Chroniken 2 ). (Hir sal stehin, wie die lantgraffschin mit here liggen vor dem slos Melnauw.) * Alfs man schreib nach gots geburt 1382, du starp bisschofi Ludewig 3 ), bi von Doringin unde Missen geborn, der mit dem von Nassauw i3»a. krigete. Also besafs bisschoff Adolff den stul zu Mentz vorters geruwelichin 4 ). Im sclbin vorgenanten jare do tzoch lantgrave 1382- Herman unde sine eliche gcmahel geyn Franckenberg unde leisten eyne erliche walfart zu unfser lieben frauwen 5 ) darselbis. Dufs ge- Fe ^. 26 / schach in der fronfasten nach invoeavit in der fasten 6). _ Marz '• Darnach do man schreib nach gots geburt 1383 jare, do 1383 Jan. 1. starp die lantgraffynne, frauw Elisabeth 7 ), von Nassauw geborn, uli den jarfstagS). Unde starp uff dem slosfsc zu Margburg. Darnach «* seibin jare, zu sent Bartholomeus tage»), nam der furste, lantgrave. 383Av.gn.24. Herman, eyne ander frauwen, bynamen burggraven Fndenchs ) achter von Nurenberg, genant Margaretha ")• Disfse frygenge treib lantgrave Balthasar von Doringen zusammen 12 ). Unde lantgrave Herman gewan mit frauw Margarethen 4 sone, genant Fnderich ), Herman»), Hinrich unde Ludewig. Dartzu hatte er 4 tochtere, genant Anna, Elisabeth, Margaretha unde Agnes. Disser kyndere smt funffe in der jogent gestorbuU 5 ), ee sie zu manbarn jaren kommen smt, alfs Fnderich, Herman, Hinrich, Anna unde Elisabeth «). Alsus lefsit man in der Hessen Chroniken 17 ). *(Hir sal stehin lantgrave Herman der IL mit s.nen tzweyn *bi. sie- elichin gcmahcln unde kinderen.) ; ,»11* »„, „ 7 'Alfs man schreib nach gots geburt I3 8 5 jare do finck lant- b, n. grave Herman den hern von Libfsbcrgis), genant her Fnderich. iS»S- W ant er was defs lants fygent«). Do wart gededingt 2 »), das her Fnderich lifs syn halbeteil an Libsperg dem lantgraven yn unde verkouffte eme das erplichin 18), so das lantgrave Herman gab hern ,,. ') Den Mainzischen. '-') Hessenchronik. Vgl. Friedensburg 43,46, 49. 1J ie v. Hatzfeld sühnten sich mit dem Lgr. erst 1383. Vgl. Landau, KMerburfn *> M5 u. 174; Friedensburg 79 Anm. 11. ") Thür. {Stolle 213, Urs 1323rh ) Eigene Zusätze. S. oben 8, 267 Z. 27 IT {Z. 30 krigen); 261 Z. 15 f (Z. 16 Kcruweliclrin). ») Der Pfarrkirche. c ) Wohl Frankenberger Nachricht. Ihr Lgr. versetzte in diesem Jahre 13S2 das Amt Frankenberg an Joh.v. Hellen- b fg u. Jon. „. J'rcisbach; s. Landau, Bitterburgen 3, 17. 7 ) Wie oben b. 2 f> ; statt Johanna. 8 ) Vgl. Diemar ZUG. 37, 22 Anm. 4. 9 ) Ehcverli ag fj*9- 20, die Heirat aber erst Okt. 15; s. Diemar 22 Anm. 6- ) *■ J & Kl. Hesscnchr 41 Z. lf u. 3 f. ") Zur Kritik s. Friedensburg 94. J v gl- unten S. 281 (Geburtsdaten). ") Beide jünger als Heinrich. ) Kl. Hesscnchr. 41 Z. 5 ff nur: fünft' kinder [vgl. das. Anm. 2\; der sint eyn S £" (LoUewich) u. zwo dochter (Margaretha u. Agnes) lebendich bieben. ) r) Vielleicht eigener Zusatz. l \ J j 19. ") Limb. Chr. 77 Z. 19-21. l2 ) S. Anm. 7 u. 8. lS ) ' S T // vor. Anmn. — Friedensverträge 1385 Juli 22; s. Friedensburg 129 //. ';) V!l j Limb. Chr. 78 Z. 11 (wart irslagen) mit vil rittern u. knechten. ,5 ) Rol "1"" Sempachum. "') Bol. hat auch den Tag: Juli 9. Landeschronik. 275 quamen die eddeln widder, die lebenig blebin woren, unde hatten 1388. 6 tusent stritbar man. Da quamen 200 Switzer von Glaris *) unde verjagedin die alsampt unde slugin er 24 hundert toit. Alfs man das auch2) in Fasciculo lefsit 8 ). Im jare darnach alfs man tzalte I3 8 7 4 )> I3S7, du herhub sich das Studium unde hoe schule zu Collen 5 ). Nach gots geburt du man tzalte 1388 jare^), du besammetin 1388. sich bisschoff Adolff zu Mentz, hertzog Otto von Brunswig unde lant- grave Balthasar zu Doringen') mit anders vilen graven unde hern. Insonderheid was mit cn grave Godfrid von Cz.genhcyn, grave Johan von Nassau, defs Dilnburg ist, grave Otto von Sohns, grave Gerhard von Scyn, grave Diderich von Seyn, grave Johan von Widchcnsteyn, grave Ulrich von Hoensteyn, grave Dicther von Hocnsteyn, grave Ernst unde grave Ernst von Glichen, gefettern, grave Friderich unde grave Friderich von Bichelingen geiettern, grave Gerhard von Bichelingen, grave Günther von Mansfelt, grave Hinrich von Swartzburg. her Bruno unde her Hinnch zu Gjuerntert, Johan herrc zu Westerburg, Sifrid herre zu Ronckel, Herman herre zu Wildenberg8). Dusfse vorge seh rebin fursten, graven unde hern tzogin anderwerbe uwer lantgraven Herman zu Hessen)^ Unde lege rtin sich vor Gudenfsberg, unde gewonnenfs, unde namen alles, *bi. m das do was, unde stifsen du mit füre an unde verbrantin eis Unde tzogin vorters unde gewunnen Nidensteyn, Melsungen, Rodmberg ), Esschewe unde SontraH). Also nam lantgrave Balthasar zu sich ) Esschewe unde Sontra' 3 ). Alsus lefsit man in den chromken von Doringen") von Hessen 15 ) unde von Lymperg 16 ). (Hir sal stehin, wie Gudensberg gewonnen_ unde verbrant Wirt. Darzu, wye gewonnen werden Nidensteyn, Melsungen, Rodmberg, Esschewe unde Sontra.) .' , , *So nu bisschoff Adolff von Mentz geslag.n hatte den lant- *bi. «19. graven unde sin lant mit der strithaftigin hant, so sing he auch den f «rsten mit der ysern rüden defs bannes"). Unde das geschach >) Hol Glarona. >) Vgl. oben Mm. 14. 8 ) BÄ 86' Z 1-9, zumeist wörtlich übersetzt. *) L. Chr. in chser zit; vorher 1387. ) l*»- Chr. 79 Z. 5 G.'s Wortlaut wie oben S. 270 (Heidelberg). ) L- <-«»• darnach ober'zwei jar; zunächst vorher geht allerdings 1386, doch meint dm Chronist wohl, auf den vorigen Feldzug zurückweisend (anderwerbe), das riemige Jahr 1387. ') Thür. --Bündnis der drei Fursten 1387 März 28; s. Lriedens- b »rg HG ff. ») Hessenchronik. Die Liste gehört aber, wenn auch m 1* damalige Zeit, so doch nicht zu diesem Feldzug; s. Friedensburg 1,8 f. l^nG ^ Feldzug von 1387 Aug. / Sept. s. Friedensburg 177 ff u. 187 f;Brunner MVHG. 1*97, 108 f. '") Thür. (hier: gewunnen G., Falckensleyn, N., Immenhusen M R-); Limb. Chr. (hier: gewonnen den N.; vurbranten G u gewonnen R.u.M^;, Smenehronih (vgl. unten S. 283 Gud. mit den andern stedden); eigene VeiMbeiUing ) Vgl. d. nächst. Satz. G. unterscheidet irrig: Gewinnung der belde '\^f" e dw-ch die Verbündeten, Besitznahme durch Balthasar 'V Ä 'fV?A m) ' ,". v UTia AW' f T einen zusammen; als Jahr gibt sie >138V an. ") Thür. ^to c 2Ur, gfV*M). Vgl. d. vor. Anmn. «) Hessenchronik Vgl d.voi Anmn. " Limb. Chr. 78 Z. 1-3. Vgl. d. vor. Anmn. - Friedensvertrag foST^ Sept. 10 < «. Friedensburg 188 ff. ") Anklingend an die Stelle oben S. 1U *■ ° "• '*•; vielleicht eigener Zusatz. 27Ö Landcschronik. also 1 ). Efs was eyner, genant Gcrlach von Lymesfelt, der was eyn provisor gewest 2 ) des cloisters zu der Heide 3 ), derselbe thet sich zu dem bisschoffe widder den lantgraven, unde bescheddigete das cloister unde verdarfte das mit hulffe des bisschoffs 4 ). Da sprach bisschoff Adolff, wy das der lantgrave hette das cloister virderbit, unde suchte allifs hervor, was er mochte, so das he den fursten mit vile siner ritterschafft 5 ) in den ban brachte, unde eyn interdict in das gantze lant zu Hessen*'). Da gehilt sich der furste vaste ubbel umbe, das eme sulche boifsheid mit unrechte uffge- mcssen wart, want he was eyn getruwcr beschirmer der cloistcre unde eyn liphebcr aller geistlicheid?). Da schickte der furste 8 ) syne boitschafft geyn Roma zu dem babiste 9 ), unde klagede uwer den bisschoff unde boit sich zu rechte 10 ), unde herlangete eyne absolucion 11 ), die man zu Margburg nach hat 12 ). In dem vorgenanten jare do man schreib nach gots geburt 1388. 1388 13 ), du starp der letzste grave zu Dietz an manfserben, genant grave Gerhard. Sunder er lifs 2 tochtere "), den wart das lant geteilt 15 )- Dusfse graveschafft was genant die gülden graveschafft 16 ), umbe eref gute willen. Das wapen von Dietz was also: in dem Schilde was das feit roit, darinne woren tzwene gülden widdersichtige lewen mit blaen tzungen, bla klaen unde geteylte swentze; unde uff dem helme eyne rote helmdecke, daruffe tzwene rote flogele unde dartzusschin eyn gülden lewe n ). »bi. 3i9'. *(Hir sal stehin das wapen von Dietze mit heim unde Schilde.) •ni. 820. *Alfs man schreib nach gots geburt 1389 jar, du gebar frauw 1389- Margaretha, lantgraffynne zu Hessen, eyne tochter, auch Margaretha 138g. genant, uff dem slosfse Margburg 18 ). Im seibin jare 19 ) do hat her Friderich von Bicken, rittcr, verkoufft die helffte an dem slosfse ') Zum Folgenden s. Appellation Lgr. Hermanns an P. Urban [1387 Früh' Jahr], gedr. aus Insertion in Erlaß von 1388 Juni 7 (s. unten) ZHG. 21, 264- V()l. Friedensburg das. 154 ff; Küch ZUG. 29, 31 f. a ) gewest irrig. *) °; App. 265 Z. 5 ff. ") S. App. 266 Z. 17 ff u. 8 ff. s ) Die App. nennt 265 Z. 14 ff, wenn ich recht zähle, 45 Reisige, ritterliche und andere. *) g; App. 266 Z. 11 ff; 264 Z. 30 ff; 265 Z. 8 ff. ■) Vgl. etwa App. 266 Z. Ulf- s ) 1387 Frühjahr; s. Friedensburg 155. •) Urban VI. la \ 8. App. 26* Z. 6 ff (Anfang); 266 Z. 22 ff. ' ") 1387 Juli suspendierte P. Urban die &' communication u. wies die Hache zur Untersuchung an den Vicekanzler B. Franz *>• Palcslrina, der dann 1388 Juni 7 'die kirchl. Strafurteile des Eli. u. seiner Commissare aufhob u. zu erneuern verbot'; s. Friedensburg 155 f. 12 J D? n Erlaß von 138S J uni 7 hat man auch heule noch zu Marburg, im SamtarcW'\ s. Friedensburg 155 Anm. 2 u. 268 oben. Dieser die Appellation Hermanns nna die Verfügung Urbans inserierende Erlaß liegt unserem Absatz zu Grunde. Unmittelbare Quelle G.'s aber ist wohl, auch für die letzte Angabe, die Hessen- chronik. 13 j L. Chr. in diser zit, von G. irrig auf 1388 bezogen, vgl oben 8. 275 Anm. 6. Es folgt 'in disem jare' = 1.386, und dies Jahr ist wohl «» richtige für unser Ereignis. > 4 ) Jutta u. (wie es scheint) Sophia. ls ) ^ rr f, Abweichung von der L. Chr., die richtig angibt, daß die Grafschaft an ■"***« Gemahl, den Gr. Adolf v. Nassau-Dillcnburg, kam. G. glaubte vielleicht deshai ändern zu müssen, weil er wußte, daß die Grafschaft später zerteilt 10a ■ J, -, Limb. Chr. 78 Z. 5 ff. Vgl. Wende 1, 550 f; Wyss L. Chr. Anm. 2-* *) Die Blasonnierung wohl von G. selbst, aus dem hessischen Wappen. ' ) ■'•' fahr auch hei Joh. Nuhn Selecta Senckcnberg 5, 440. ") März 3. Landeschronik, 277 Wulckerfsdorff 1 ); darvor gab eme lantgrave Herman nundehalp [hundert]") gülden 2 ). Im seibin jare do wart eyn kynt geborn, uff 1389- dem Ryne zu Boparten, das worin tzwey mentschin bobin dem nabel undc unden eyn mentsche. Undc storbin bynnen eym jare 8 ). Darnach aus man schreib 1390 jare, du slug her Curt Spigel, ritter, vom Tesenberge i39°- den graven von Swartzberg 4 ) toid bie der Libenauwe'). Im seibin jare 1390. du verbräme abermalfs 6 ) die stad Grunenberg byna alle abe von ßigem füre 7 ) Alsus lefsit man in der chromken von Lymperg«). Bie disfsen getzytin») starp bisschoff Adolff von Nassauw, darnach wart Conradus«) von Wynsperg ufs Swoben"). Nach gots geburt do man tzalte 1391 jare, du herhub sich 1391. aber eyn b unde geselschafft von rittern unde eddelluden in dem lande zu Hessen unde Westphalen»), die nantm sich dy Bengeier adder die Klöppele, want sie fürten kluppele") adder bengele Die dadin auch vil Schadens dem lantgraven unde auch andern hern) Efs geschach zu eyner [tzyt]«), das») sie tasten uff den bisschoff) von Padeborne, der dan was eyns hertzogin") soen von dem Berge ). So tzoch he en nach") unde quam an sie 2 ") unde warff sie nidderj, unde finck der allerbesten ritte re. Mit namen finck er eynenj von Patberg unde der Spigcle eynteilfs vom Tesenberge den ) von Falckenberg, die von Hertiiigefchufecn unde die Wulffe von Schartinbeig in Hessen, unde ander rittere unde erbar lüde; so das he der Ben- geler finck bie hundert. Die gaben zu schattzunge b.e 30 tusent gülden"«). Bälde darnach im seibin jare'-) du tast.n die von Patberg ,391. Widder uff die strafse in Westfalen, nicht ferne von en «nde neb 1 5« 4o getzauw wagen unde »karne ufs Hessen' 6 ) mit al dem rade das kniffe was von festelspise, leder unde ander raith ^ ™ «*** quam in Hessen"). Defs tzoch») lantgrave Herman") mvei divon Patberg unde verdarffte en er gerichte, unde gewan das stedichin ) u nder Patberg unde brach cfs zu gründe abe")- Sundern die "*) Es. tusent; Stadlchr. hundert. b) ITs. eyner | das; Stadichr. e. tZ. d. ') Die die v. Ziehen 1328 von den v. IMfenberg erwarten hallen; vgl. oben s - 239 zu m0 ») Wohl urkundliche Nachricht. Vgl. Staätchr. Bl. 2o 1 w° ff. anschWsend das Siegel der v. Bicken beschreibt; &»*%i**™^ «. 33 f; Friedensburg 216 f (irrig 'BiedenfeW und '8500 ; A Heidmann/HU. 3 0, 279 f u. 356. 3 ) Limb. Chr. 70 Z. M-16. «) Vielleicht^ Otto II *• Ballermund. Vcß. Orote, Stammtafeln 2U. r >) Limb. Chr. S2A.J12U) 22-24. «) Wie 1370; s. oben S. 261. 7 ) Limb Chr. 82 Z. 2of Nichtig 1391 Äug 5; s. Wyss L. Chr. Anm. 5. 1391 Sept. 30 befreite Lgr %r m 9 an n die Ärf Altstadt Grünberg auf U1 Jahre von GcsAofsund Xfäe: AUG. 3 W, 7. Vgl. m 1370 u. 1391 .auch Winkelmann, BescJ^J. Messen 197. 8 ) S d. vor. Anmn. J ) 1390. ) J.J.- IgTonf Nachrichten, s. Successio ep. Mog. 362 Z.10 f Adolfe . anms 16; Z. »/ Conradus de Wynsbur?, . . . Suevus. Vgl. Limb. Chr. 02 (!) / »Connt--; v - Winsperg. ») Bundbrief 1391 Sept. 29. 3 ) Limb. Chr. 83 %Jh»h & 10. % ") Eianc Zusätze. ") Wohl 1392 Frühjahr pfupecht ") Wilhelm. '") Limb. Chr. Z. 11 u. 6. •) In die ^rschaftPa^9 l?02 Mai 20/22 (Eimclrodcr Aufzeichnung, s. unten) \^ T ene J r an' ") Bei Büren 1392 Juni IS (Gobelinus Person, s. unten). M X^ahr Z. l'ncärich den Jung, vom Altenhaus. - 3 ) Kunzmann? - ) Limb- ui- 12-17. u. Vielmehr wohl erst 1394. ") ufs Hessen tut** "£%1 n ) L. Chr. diso 3 lande ") 1394. ») Ä der L. Chr. vielmehr BuprcM »■Paderborn mit Hermann v. Hessen und Otto v. ^aimschwcig °hr. Z. 10—24. m ) Eigene Zusätze. Eimelr. Aufz.: 1394 dum 0 «. wit couibusta et circumvallata. 278 Landeschronik. tzwey slosfse') behildcn sie vor dem lantgraven 2 ). Alsus lefsit man in der Chroniken von Lympurg 3 ). (Hir sal stchin, \vy der lantgrave verstoret unde zubricht das stedichin genant Patberg.) •bl 821. * Im seibin vorgenanten jare ') S. d. vor. Arnim. ") Die Jahrangabc vielleicht nur aus L. Chr. 86 />■ 12 irrig übertragen. ") in. *4) y g i oum 5. 2 25 Anm. 1. **) "„ 2S ) Limb. Chr. 87 Z. 5 f- fRheinfeher Nachrichten]. Eheberedung schon 138S, u. zwar schon für 1384. Vgl Wende /, 491 f. ' ") Limb. Chr. 87 Z. <>■ 2 ") [Rheinfclscr Nachrichten]. Vgl. Wenck 1, 507, der aber irrig G.'s Jahrangabc 1303, der er oben folgt, auch hierher überträgt. Landeschronik. 2 79 *(Hir sal stchin, das man buwet das slos Nuwen-Katzineln- «bl m>. bogen uff dem Rvne.) , , n *Bie dusfsen getzyten dodin die von Elckerhufsen schaden l) na. im. dem graven») von Nassauw unde Sarbrucken. Hirumbe sprach er graven Diether») von Katzinelnbogen ane*), synen eyden6), dufs vor- geschrcbin eraven Johans von Katzmelnbogen vater«). Unde czogen de c/wene graven') vor Elckermrfsin unde slugm da eyne ander bur| uff die sTedde da vormalfs die Stureburg geleg.n hatte unde hiffefdasnuwe slos Grebenecke. Unde hungerten che J«g*J; hufsin uf S) unde gewunnen das slos unde den dayl, und brochm da slos Elckerhufsin nidder, unde fingen daruffe 16 man. Duft gt «chach nach gots aeburt 1395 jare, uff den usten tag des hamvmonts ). 139S Juli Alsus ESt S! in ie'r clonücen von LymjnxgJ.. J^^^, l6 . "ach, bynnen vierczehin tagen nach Oistern, du wait das stadchn £ igen 39 hayn herstigen eyns morgenfs ftu, alfs die wechtere von.dermm» gingem Unde plundertin alles, das da was, unde stiften mit fu. e ane unde verbrantin efs alfs merzumale"). In demselb.n jare du man schreib nacn gots geburt 1396 jar, du worin vile guter ntterschafft von de. Loyne 39 gedynt dem heV') von Lymburg, der in Wes fff.™*:™* »amen uff den herczog") von dem Berge. Defs fulgete der1 crczog unde quam an sie by Wypelfurde, unde; warff sie nidder Mrt namen finck er die von Hoitzfelt, die von Breydenbach, die ^khehnge, cUe von Buchseck unde anders er vile. Dufs vorgeschrebm,ldW man alle in der croniken von Lympurg"). fc') d ™*'^J*% ^i .97- bisschoff Curd, unde in dem jare darnach wart Johannes ), Nassauw")iß). . , kunniff i8) von 1396. In demsclbin vorgenanten jare«) du .st der Bjg j1 Pranckricb mitsampt dem herezoge von Burgundien rmt gro*■« macht getzogen *geyn die Turcken "). Unde so ste ^P™** hau deme wifsen & rade des allerinnygesten kunmge 1>S«umg^, hirumbe so haben die Turcken den herezog von Bui ?" ndien ^ geslagen^), darzu me wan hundertmal tusent cnstenmentschin )• Alsus lefsit man in Fasciculo»). Die Tutschin hern < n ™^ n haben zu den getzyten«) eynen strid2*) verlorn geyn den kunmg ) rr^T^Nassauw am Bande {neben schreib-Westphalen) nadg+°9* oÄne •^ci'c/jen 0mhi Einfügen. <) Wortlaut wie oben S. 272 m 1381. °) Phüipp- J) 7 ^ JIM J ) Ji f» i- CAr. n« r die &etto Namen, s. unten Anm. 7 6 ) In &^%ZZr Schwiegersohn Adolfs v. Nassau-Wiesbaden md/ohmn? v. ^^Jjffi ).Da/s JWkawi DMA«« SoÄM war, ,« so das man in der worheyd nicht gruntlichin gewisfsen mag, wil- cher under en eyn wor bobist gewest sie 16 ). Alsus lefsit man in Fasciculo 17 ). Zu den geezytin 18 ) du sattzste der bobist Urbanus, vorgenant, das erliche fest unfser libin frauwin genant visitationis l9 )- das ist alfs Maria uwer das gebirge ginck unde hersuchte ire mumen Elyzabeth. Wilch fest sidder der czyt von andern bobisten bc- stediget ist wurden 20 ). Grosfse kettzerige herhub sich in Engelant durch Johannein Wickleff unde zu Präge durch eynen, genant Jheronimus, dartzu au ') d. T. m. w. eigener Zusatz, ») Bol. vielmehr -20\ '') Df** _ ch bezieht sich hier wohl auf das vorige Citat. 4 ) Bol. 8T (!) Z. 2. Vgl- d. vor. Amnn. 6 ) Vgl. oben 1396. — Limb. Chr. 92 Z. (20 u.) 28—30- 6 ) Wohl Homberg a. d. Ohm. 7 ) Limb. Chr. 93 Z. 30 f in d, s. jare in dem meige da warf lgr. H. v. H. in dem velde rüder bi Hoenberg der Buchener nie daO hondert; Z. 32 Unde was daz in uffinbaren krige. Daneben spricht vielleicht die Hessenchronik mit, vgl. unten S. 281. *) L. Chr. Z. 31 f. °) S. Änm. "■ i0 ) S- d. vor. Arnim. Vgl. Küch ZUG. 29, 132ff. ") Bol. 86 Urbanus VI; Clemens VII. 12 ) Bol. 86' Bonifacius IX; Benedictus XIII; Clemens VIII nur im Text, Z. 15 v. u., deshalb oben '8 adder 9'. '•) Bol. 87 Innocentius VI I Gregorius XII; Alexander V; dazu Z. 17—15 v. u. ") Hol. 87 Johannes XXIH; dazu Z. 23—21 v. u. '») 1378-1417. lü ) Hol. 86 Mille; Z. 11-10 «• 8-7 v. u. ") S. d. vor. Armin. iH ) 1389. '") Bol. 86' Z. 17-lv v. u. 20 ) Vgl. Limb. Chr. 73 Z. li—16 (Bonifatius IX). Landeschronik. 2öl in Bohemen durch Johannem Hus. Unde die drye unterstunden den gantzen cristengloubcn zu verkeren, wante die grosfse errungc unde czweydracht der bobiste die halff en*), das sie solchen un- *bi. 324. glouben unde kettzerige plantzten. Darentgeyn herhub sich das geistliche leben der kogclbrudere, durch eynen heyligen konstrichen vater, genant Gcrhardus Groifs, der dan sulch leben anehub unde sammete die brudere in der stad zu Deventur an der sehe^). Alsus lefsit man auch 3 ) in Fasciculo 4 ). „„u„ rf ,,»? In dem vorgenanten jare du man schreib nach gots gebur '39/- 1397, du hatte dAomsche kunnig Wenczeslaus Je furstenverbo« geyn Franckfort, umbe eynen lantfndde zu machen'). Alfco qazm auch lantgrave Herman gar czuglichen dar«) unde hatte mee wan 5 hundert pherdc, wole herczuget')«)- Zu derselbm czyt d lifsin sich die hern von Meylan zu herczogen machin von dem kmmige ™J^ lao-). Auch lifs sich her Philips'»), eyn ryer herre nfttato an der Hoc, zu eyme graven machen von deme kunnige Wentzeslao ) Bie dusfsen getzyten du verbrante das weter unde blick das monster unde stiflft zu Fulda alle gar mit tornen, glocken unde «decke. Mi was efs alle mit blye gedecket, so das der schade geachtet wart hoher wan achtzig tusent gülden"). Dusfse vorgeschrebin geschichte lelsrt man alle in der croniken von Lympurg«). 1398") du gebar frauw 1398 Mar* 7 . Margareta, die lantgraffynne, eynen socn, genant Fndench, ult den 7- tag dcfs mertzefs a ) 14 ). cN , Lantgrave Herman gedachte sich wyter«) zu rechen an ctz- Hchen Buchenern 1«). Hirumbe czoch er mit herecrafft uwer die von Hünen ") die emc dan sunderlichen vil schadenfs gedan hatten »). Unde czoch vor das slos genant Huneckc«), unde gewan efs mit gewalt, unde behilt efs auch»). Alsus lefsit man in der Hessen croniken«). , , , *(Hir sal stehin, wie der lantgrave ligget vor dem slosfse *bl 824t Hunecke unde gewynnet efs auch.) a ) MCCCXCVIII—mcrtzcfs nachträglich zugefügt. ') Hol 86' Z. 11-8 v. u. 8 ) Bol 86' Z. 14-16 Gerh. Groct: etaet sanetitate vitac et scientia, et ineepit congregationem fratrum in Davcntna ) vas *«* besieht sich hier wohl auf das vorige, Citat. <)\ 8. d. vor Anmn. 9 Vgl DBTA. 2, 439 ff; MM. a. d. Stadtarchiv v. Köln 13, 79 ff. °j Mm, 14. ) Vgl GQPrS 24 788 f. 8 ) Limb. Chr. 93 Z. 3-7 u. 16 f. Umstellungen «• Zusätze. ' »\Limb. Chr. 91 Z. 12f, m 1396; richtig 1395. 'K-V * Buttbach. ") Limb. Chr. 94 Z. 8-10, richtig zu 1397 (Mai). ») Limb c '«'. 95 Z 17 f 19 f 18 f, 20 /', richtig zu 1398. Richtiger Tag Juni 7. vgl. W Vss L '(Vir Anm 4 ") S. d. vor. Anmn. ") Vgl. oben $.273. ") Vgl. 0 b en 8.280,, Anm. 7. '«) TJcber Buchener als Helfer von Mainz '"' Krieg von 140111405 s. Küch ZUG. 29,109 m. Anm. 8. ") Wohl erst 1*09, s unten Anm 20 Vql. Landau, Bitterburgen 1, 96 u. 126 / (irrig 1402), K *ch 121 u. 133 f '(irrig 1397). ") U01 Nov 9 wurde Hans v Hauna mt den Schlössern Raun (Burghaun) u. Hauneck (auf dem Stoppclsbcrg a..& Hanne) U04 waren Hans u. Heinrich v. Hauna Helfer von Mains; s. A»» WAIlLSZm. ») Vgl.Anm.18 ;°) 1409 Juni 22 ^fsU^hm 4jK Sans, Froivin u. Reinhard, Apcls Sohn, v Hauna dashchlo/s *«™<™ ^rfern Unterstoppel u. Oberstoppcl abtreten: Wenck 2, ÜB. 222. He um. ficht nicht von Verkauf (Landau 96 u. 127) sondern von Verzicht Jg.™™ «ornmel 2 Anmn 8 173 f «• 181. ") Hessenchromk (hier zum letztenmal, eiiien). ' 282 Landeschronik. *bi 325. "Do man schreib nach gots geburt 1400 jarc, du quamen 1400. die Fürsten geyn Francford zusammen. So machte sich hertzog Friderich von Brunswig auch uff den weg, umbe des gemeynen nottz willen. Unde alfs er geyn Fritzlar quam, do ranthin die Mcntzschin unde die Waltdcckschin ruttere uwer en, unde herridden [Juni 5]. en by eyme dorffe, genant Engelifs 1 ); da slugin sie den frummen fursten toit 2 ). Darvon sint gar vile metra gemacht 3 ); der luden eynteilfs 4 ) alsus: regula non fieta, nequam Moguncia dieta, germen 5 ) Pilati nunc dermo vivificati a ); namque ducem stravit Fridericum, qui quasi David Brunswig protexit gentemque suam bene rexit; nequiter intlexit 0 ), prope Fritzlar vulnera vexit'); nunc iacet in cripta, de quo sunt talia scripta: 1400 Juni 5. in penthecostes profesto seva per hostes ingerit hie mors se post m monos quater et 8 ) c"). Alfs nu die andern fursten geyn Francford quamen, do wart hertzog Rupert von Beyern, phaltzgrave by Ryne, herwelet zum Romschin konnige. Nu hatte he des burggraven 10 ) tochtcr von Nurenberg, genant Elisabeth, zu der ce, die was der lantgraffynnen, frauwin Margarethen, swester. Defs wart lantgrave Herman du gehorchtet umbe des konniges, synfs swogers, willen. Hirumbc kreig he cyn tzytlang bescheidelichin gutin fridde. Die genanten tzwo furstynnen hatten nach cyne ander swester, genant Beatrix, die was eclich vermahelt hertzogin Albrechte 11 ) zu Oistcrrich 12 ). 1402 Febr. 6. Nach gots geburt do man tzalte 1402 jare, do gebar frauw Margaretha, lantgraffynne zu Hessen, eynen soen, genant Ludewig, uff sent Dorotheen tag, uff dem slosfse zu Spangenberg 13 ). Im 1402. seibin jare do wart geborn grave Philips, der letzste, von Katzineln- bogen u ). Alfs nu die lantgraven zu Hessen vormalfs den Brunswig" schen hern bewant woren, so hat disfser furste sich auch zu en •bi. 825'. gefrundet, unde hat syne tzwo tochtcre "beidesampt gegebin den hertzogin zu Brunswig 16 ). Nemlich so wart Margaretha hertzogin Hin' a ) Tis. vivificatu. >) Kleincnglis. -) Vgl. DEXA. 3. 227 ff; Kiich 79 ff. 3 ) Bei Eng. 1137 Z. 18—32 stehen 15 Verse; bei Spangenberg, Mansfcldischc Chronica 35« [Sachs. Chronica 509) statt der beiden letzten 4 andere. Vgl u a. Zeitsehr. !■ dtsch. Altert. 1, 430; Nützl. Sammlung verschied Schrifften hg. v. Budcr 472 t- ■') Bei Eng. Vers 1\f, 4 f, 9, 13—15. ' ') Richtig; Eng. germine. ") Biohiß inHixit. _ 7 ) liiehtig fixit. 8 ) Eng. monos et quatuor. °) Ob Eng. hier (?.'s Quelle ist, erscheint zweifelhaft. Dagegen spricht, wie sein allgemeines Zurück' treten, so besonders die Nichtbenutzung der hier einschlägigen Prosastelle ttö> Z. 5—17. ,n ) Friedrich V. ") III (f 1395). ") Hauptquelle des ganzen Absatzes wohl die Hessenchronik. ") Dieselben Angaben bei Jph. Nuhn Sei. Sende. 5, 441. Es scheint, als ob die Hessenchronik den Tag niett* gekannt habe; s. unten S. 285 m, Anm. 11. ,4 ) Wohl (worauf auch das 'vorweggenommene der letzste hinweist) berechnet aus 1479—77, s. unten Bl. 33"- Vgl. Wende 1, 507. "■) Schon 1390 Juni 8 verabredete er mit Otto äe' n Quaden künftige Vermählung seiner Tochter Elisabeth an Ottos Sohn Otto den Einäugigen', s Friedensburg ZTIG. 21, 222f. Zum Folgenden vgl. Dieuiar ZHG.' 37, 22 f. Landeschronik. 283 riche 1 ) zu Brunswig undc Lüneburg 5 ), unde er swester Agnes 3 ) wart hertzog Orten') zu Brunswig 8 ) 9 ). Unde so 1 ?) wart Gudcnsberg mit den andern steddenS) disfsem forsten widder»), die eine vormalfs 10 ) angewonnen waren 11 )- Darnach alfs man schreib nach gots geburt 1406 jare do starp die lantgraffynne, frauw Margaretha, von Nuren- .400 Jan. ,7. berg, uff dem slofse Gudensberg 12 ). Das gescha uff sent Anthomus tag 1 «). Unde ist zu Margburg begraben»). Im seibin jare») du .406. starp der eddel juncher Johan, der lettzste herrc zu Lympurg uff der Loync«) Unde uwer etzliche jare darnach 1 ) starp sine ge- mahele, frauw Hilgard von Sarwerden«). Unde l.fs.n kcyne ibefs- erben. So quam die stad Lympurg an den st.fft zu Trire 1 -»). Alfs man schreib nach gots geburt 1410 jar, du starp grave .4-Jan. ,8. Philips von Falckensteyn»), herre zu Mintzenberg, sunder■ hbeserben, "ff den nehistin tag nach Anthonii. Unde ist zu Buttzebach begraben 20) Disfser Philips hatte sich kurtzlichin, bynnen 14 jaren, zu eyme graven machin lasfsin^ 1 ). Hirumbe was he der ,rste undc der letzste grave zu Falckcnsteyn^). Im sclbin jare«) starp der M>°- Romsche l) 8. Kl ^f'J'^ ^J iDie 'Befreundimg' mit Otto dem Quadm sprach in der Tai • «"f™J£*' * $Hedensburn 221 ■ Küch 63 ») Oben S- 27o: Gudenfsberg; Nidensteyn, Mels^lodSrg ^Abefnur diele 3, nicht Gudcnsberg Mto M M« Fneäen von 1387 abtreten müssen. Vgl übrigens oben S.242 f. „JJ*f*. und <%ieü er Rotenburg, Melsungen und Niedenstem von Mainz Braunchweg und Thüringen zurück;s. Friedensburg 221 f, 224, 226 f; Armbrust, Gesch. v. Meh sungen 19. •») 1387, s. Anw. 8. ") [Messenchronik]. Vgl Anm. b. 5 Die Angabe su Gudensperg auch bei Nuhn 5, 441 >») B*JÄ^ Y Diemar 22 Anm. 7. ") Vgl Diemar 22 Anm. 9. ") ™M«* U07 Febr./März (.406 scc. stilum Trev.); s. Limb. Nekrolog, Wende 1, ÜB 83 f- 14; Limb. Annalen, L. Chr. 112f. ") Als den edihn junghem . . .Job., he »en zu T erwähnt ihn die L. Chr. 77 Z. 30. iT ) Eist 1419; s. Limb. Nehr. sltl »)AhJohanns Gem. erwäfvni L. Chr. 77 Z. 29 f^ngi^c Hil ( ic gar t v S) 19 1 Die Ansprüche von J.'s Schwestersohn, Wildgraf Gci- )?-d v. Kyrburg, erloschen 1408, die von J.'s jüngerem Bruder ß/rharcl 1414 *» von j:l Schwiegersohn, Gr. Adolf v. Nassau-Dietz, 1420. Vgl. Limb. Ann. * 13 Z- 2. 5; Wenck 1, 405; Arnoldi, Or.-Nass. Gesch2 143ff. ")<%± tenkmal in der Pfarrkirche, mit 'Prisce vg' ; 3 Kunstdenkmaler im »•■»""*' Kr. Friedberg 29 f; vgl. Winkelmann, Beschreib, v. Messen 186. «£,'« *■» S. 281m. Anm 11. ") Butzbacher Nachhchten? ") fai 18 J Vgl. oben S "S* "■) Schon zu Anfang des Jahres zerfiel der Lgi. mn Mainz (s. unten mit gonst des bisschofis u s.w.), dessen Parteigänger die im %ol'Jcnden genannten Feinde Hessens waren Vgl. Bommel 2 251 ff U. Anmn. fWff; Landau, Bittergesellschaften 94 ") Vgl Anm 27. )*£ |K «I), dem zweiten Sohn des früher befehdeten Joh II (I), da an diese, fhda keinen Anteil genommen zu haben scheint (f 1416). S. f-noldil, 207, & «8; 3 II, 208 u 238. Zum Beinamen 'mit der hubben' vgl. fj^J"™, ?; ZW m. Anm. 11. ■•) Wohl nicht Lgr. Hermanns, sondern f.f™*'" 1 ^ *9l. Amoldi 3 II, 20S- Bommel 2, 252. G. mifsversteht wohl seine QueUe, vgl. Madtchr. Bl. 25'b. 284 Landeschronik. Reynhart, herre zu Westerburg. Alsus ranthc der von Nassauw y vor Margburg undc vor Franckenberg unde vor ander stedde, unde finck die lüde in den porten, unde nam das phee, bo he konde ')• Unde mit gonst des bisschoffs von Mentz, genant bisschoff Henchin von Nassauw 2 ), thet he dem lande zu Hessen grossen verderplichin schaden 3 ) ufs Ameneburg 4 ), ufs Melnauw 5 ), ufs Battinburg, ufs dem Rofsintal, ufs der Nuwenstad, ufs Fritzlar unde ufs andern steddin unde slosfsen des stiffts zu Mentze; auch ufs Hoitzfeld 6 ). Dar *bi. 326. mengete sich grave Adolff 7 ) von Nassauw zu 8 ) unde *grave Hinrich 9 ) von Waldccken l0 ) ii ). Bie disfsen getzyten was eyn eddelman in dem Buchsecker dale 12 ), der wart mit sinen ganerben tzweytrechtig, unde herlangete von dem lantgraven 13 ) cynen burgsefs zum Franckenberge 14 ). Do tzoch die stad dar, von gebode des fursten, unde wulden den eddelman holen unde gelciden, sampt defs fursten dynern. Da quamen die Mentzschin unde defs eddelmans widder- parthie unde vvorffin die lantgraffschin unde die von Franckenberg nidder. Alsus nam die stad aber 15 ) verderplichin grosfsen schaden. 1411. Dufs geschach du man tzalte nach gots geburt 1411 jare 16 ). 1412. Im jare darnach alfs man tzalte 1412, du fyl by nacht grave Hinrich von Waldeckcn in dy stad Kirchheyn, unde mit hulffe der von Ameneburg so nam er alles, das do was, unde stifs mit füre an, unde verbrante die stad allerdinge") ; unde enbleib nicht stchin, dan März [211.22. 2 hufsc. Dufs geschach in der fasten, in sent Benedictus nacht 18 )- unde efs was zu der tzyt dinstag vor palmcn 19 ). Undc das datum ludet metricc alsus: i4i2März2i. anno milleno quater et c cum duodeno Waldeckcn saneti Kirchheyn ussit Benedicti 20 ). ') Zum Wortlaut vgl. oben S. 245 ranthin . . . v. M. u. fingin d. 1. '• c p......u. namen . . ., was sie von phee betraden; S. 272 ranten . . . v. M. "■ fingen d. bürgere.....i. d. p. (HessencJironik). *) Das klingt wie erste Nennung und pafst für die HessencJironik, vgl. oben 8. 281 Anm. 16. Bei G. steM der EB. 'Johannes' dagegen schon oben S. 280. *) Vgl. unten Anm- **| *) Vgl d. nächst. Absatz. 6 j Pfandbesitz Wigands v. Ilatzfeld (vgl. Anm- 0) i s. Landau, Ritterburgen 4, 174. 6 ) Vgl. Landau 142 f (Wigand v. II) *■ 150 (Gottfried d. Baue v. IL, Herr zu Wildenberg, Feind Hessens 1410). VäJ; übrigens oben S. 272. 7 ) Zu Dielz, der ältere Bruder Johanns m. d. &■ s ) Arnoldi 2, 157 u. 3 II, 208 spricht stattdessen von Beteiligung Johanns, jüngeren Bruders Johanns m. d. II . 9 J V. '") Mainzischer Ämtmann z li Hessen. 1410 Jan. 10 tuar EB. Johann zu ihm in die Gesellschaft vom Luchse miteingetreten; s. Landau, Bittergesellschaften 94. u ) 1411 Juni 28 schlössen Lgr. Hermann u. Gr. Johann m. d. H. einen zweijährigen Waffenstillstand, urnD verderplichs Schadens willen zu verwaren, dar jene unser aller lande u. l^'*; lange zyt swerlich gelegen 11. gewesen sin; s. Arnoldi 1, 207; 2, 148 m. Anm. »' 3 II, 238. 12 ) D. h. in der Ganerbschaft des Busecker Tales. Es war ein v. Buseck, s. Anm. 14. '») Der mit der Ganerbschaft in Streit lag; s. Bommc 2, Anmn. 8. 170 u. 102 f. "j JJm 1404 war ein Johann v. Buseck Burgma» n zu Er.; s. Sladtchr. Bl. 27'a. 15 ) Wie 1410. '•) Quelle des Absatz 1 ' wohl die Ilessenchronik. ") Zum Wortlaut vgl. oben u. a. S. 264 f u. ">• »■ d. Walteckschin . . . fylen sie b. n. i. d. nuwenstad.....u. namen a. d. d. *■> u. zuletzst süssen sie m. f. a.; alles verbrante; S. 265 u. süssen in. f. a. u. verbran od efs . . . allerdinge; S. 275 u, namen a. d. d. w., u, stifsen du m. f. a. u. verbran1 efs (Ilessenchronik). ls ) Wohl statt: Benedicti (so unten), by nacht (so obenh Vgl. Anm. 19. 19 ) Dies Datum unabhängig vom folgenden Denkvers. K«r einigen lassen sich wohl alle 3 Daten (vgl. Anm. 18) auf die Nacht vom 21- & 22. März. '") Quelle des Absatzes wohl die Ilessenchronik. *BL 321)'. Landesclironik. 2b 5 Im seibin vorgenanten jare du woren ctzliche reifsencr in dem 1412. stifft von Collen unde in der graveschafft zu Waldecken 1 ), die ranthen vor Franckenberg undc tasten ane. Das gcschrey quam in die stad, unde die bürgere tzogin ufs unde fulgeden bds vor Medebach. Da quamen sie an die figende, unde hettin sie auch niddergeworffin, wante der figende woren wenig. Unde wywole die von Franckenberg sich keynefs argen zu den von Medcbach verüben, want sie nicht ire figende woren, ydoch so lifen die von Medebach herufs, unde dadin ire siege hinden unde forne zu unde hulffen die von Franckenberg fangin unde darmdderslaen» . B.c denselbin getzyten3) V erbrante der von Nassauw etzhehe dorfferc in dem ampte zu Blanckstcyn unde anders, bo er konde Dawart der junge herre, lantgrave Ludewig, wy-*wole er eyn kynt.was von etzlichin angeweget, das er sulte den vater anlaisen, su chs zu rechen*). Das geschach, unde lantgrave Herman bestunt sich zu ^sten, sulchin ubbermut der graven») zu straffen ). Indes wart er kranck, unde quam an eynen vertzoiek. Unde der furste starp uff den 23. tag defs meyfsmonts?), do man schreib nach gots geburt ,4.3 Ma. * 3 . Mi 3 jare. Unde ist zu Margburg begraben 8)») * Ludewig-) der III., lantgrave zu Hessen, tnnepos sanete Elyza- *bi. bethio), was 5n S S yme elften«) jare, du eme sin vater starp. Unde lW3 ]. wiwole he der jare jung was, so was he doch in der Vernunft elter Wante sin vater czoch en zu frummikeyd unde zu Agenden- Unde sobalde he 7 jar alt was, du muste he flifshchen zu der heyhgin [1409I. Predigad km, en. Auch geboid der vater, das syne dynere musten alleczyt sagin von frummelichin unde dogenthehm Sachen unde ei keyner muste keyn bofse wort sprechen adder unezuch £ ^den ^f das sin soen nicht bofses lernte. Hirurnbe so verleente eme god Vernunft unde wifsheyd. Nu was dusfser junge furste am 1 De mager, dorre unde jemmerlichen, so das der vater en der schule «nde lare uwersach, unde wulde eme sulchcr bürden nicht u Haden ^solange das he stereker unde hertter wurde. Indes ans d « v ater starp, du quam efs in eynen verezog, so das der junge furste LH'SJ- ») Mit grofscr verzierter Initiale. n ') Mit 'Mainz scMofs Lgr. Hermann 1412 Juni 29 ^nvorUußgen Friedensvertrag: lies Mog. Joannis 1, 728 VeberGr Heim -ich r.Ja Medcv . unten Anm i bis G 2 ) In der Stadlehr. {Es. S Bl. 37) zeigt das c it Reckende sLkAuslasxmgL Umstellungen u. Zusätze Hj spricht vidlaM mt dafür, da/s (i. an unserer Stelle einem fertigen Quel'entexte folgt. )Man ««cä vor Ablauf des Waffenstillstandes; s. oben S. 284 Anm. 11 ) j £ «V geheim neben seinem Vater als Müabschhelser des Vertrages mt Mamzvon U13 Febr. 18, der den HB. Johann zur Amtsentsetzung Heinrichs v WMM achtet, faäfjzz \^ FehT . > asfsr«%tÄ Ä* Jits 3S&? 'zuäußern -.Unnen 2 Monaten sollte MaM^n ^lassen, binnen 8 Jahren sollten weder Mainz noch Hessen ihn m AJnm, »\enstcn oder Hülfen' nehmen. 1 Vielmehr erst Juni 10 ) J 1 emar ZUG. 37, 21 f. 9 ) ««*. wenigstens Haupiqiwlle des #»£%£ fait *e Ilesscnchronik. '") Vgl. Bol 89 Z.ö v. u ab ktobeth ^m.ure *g 8 k m . P»>les sexta. '■) Vielmehr (seit 1413 Febr. 6) im 12.; S. oben ö. Anm. 13. 286 Landeschronik. in der schrifft nichts lernte'), noch schriben, noch lefsen. Ydoch was he in der frummikeyd unde dogenden wolc gclert. Unde was incliniret zu fridde, bo er mochte unde künde, al sync lebetage lanck, so das he hirnehist genant wart in allen landen prineeps pacis, das dudet eyn furste des friddes 2 ). Aber grave Johan von Nassauw, genant der hubbener, hatte emc synen hoffmeister, den Rytescl 3 ), abegefangen, unde thet eme so vil Schadens unde un- gemachs, das he sich rüste, denselbin widder zu bescheddigen' 1 ). *bi. 327 1 . Unde schickte die synen in die graveschafft von Nassauw; * die brantin unde namen uff der Dille, was sie a ) betraden. Nu was der von Nassauw gewarnet wurden; hirumbe hatte he syn folck unde die von Sigen bynander, so das er czweymoil mee was, dan der Hessen. Unde czoch en nach, unde quam an sie bie Herborn in eyme gründe, genant in der Stippach 5 ). Du das die lantgraffschin vernamen, unde auch mireketin, das sie nicht darvonne kummen mochten, du lifsin sie die knaben, unde was nicht wole zu der were dochte, in eynen andern grünt darbie rucken, unde wantin sich du unde czogen dem von Nassauw strack under äugen. Da czogen auch die knaben den andern grünt hertzu, unde cyner blyfs in die trumpten. Du meynte der von Nassauw, he were verrathen, unde gab die flucht zu Herborn yn 6 ). Da wurden die burn toid geslagen unde die ruttere gefangen unde gefurt geyn Konnigcsberg, geyn Blanckstein, geyn Bidenkap unde geyn Margburg, alle stocke unde torne folle. Auch was eyn reysig knecht, genant Fritz Galgen- holcz, eyn geborn Hesse, der was defs von Nassauw kuntscheffer; unde er was so kundig unde endelich unde hatte dem lande z u Hessen so vil Schadens gethan, das alleman sich frauwete, das derselbe gefangen was. Sulch nidderwurff defs jungen furstin her- schreckte den von Waldecken 7 ) unde andere, die eme widder woren 8 )- »Bi. s-28. * (Hir sal stchin, wie die lantgraffschin nidderwerffin die Nassauwschin.) •bi. 328'. *Bie dusfsen getzyten czoch lantgrave Friderich 9 ) zu Donngco, marggrave zu Misfscn, zu dem Romschin kunnige Sigismundo ,0 ) unde brachte an, wie der junge herre zu Hessen were eyn kropp^ unde eyn kranck, ungesunt, grynte kynt, so das er nicht dogelich were, zu regiren. Hirumbe so bath he den kunnig, das he cn a ) Hs. se. ') Vgl. unten S. 291 (1440). 2 )'Zu seinem Tode sagt die Hessische Chronik 1455/60 liy. v. Mone: den clageden alle lande, wynt he was allewege fredesam; Anz. f. K. d. dtsch. Vorzeit 4, 285. Auf dem Grabstein seiner^ Gern- wird er pacis eultor genant; Bommel 2, Anmn. S. 247. Vgl. auch unten S. 29*- '■') Wohl Eckhard JUcdesel, Landvogt a. d. Lahn; vgl. Bommel 2, 268; MOHGv- NF. 8, 21 f. Hofmeister mar 1414 Wolf v. Wolfershausen; Urk. März 1 Mar»- Archiv; Bommel 2, Anmn. 8. 189f. 4 ) Vgl. Bommel 2, 267f ('£«6') «; Anmn. S. 191 f u. 195. — Friedensverträge mit Mainz 1413 u. 1416. 5 ) v t Bach Htippach, an dem auch ein gleichnamiger Hof lag, fliefst bei Sinn im AM Herborn von links in die Bill; s. Vogel, Hzl. Nassau 33 u. 720. ") /# Joh. Nuhn Sei. Senck 3, 407 f u. 419 u. 5, 441. ') Vgl. oben S. 285 »• Anm. 6. ") Quelle, ivcnüjslens HaupUiuellc, des Absatzes wohl die Hessen- chronik. 9 ) Der Streitbare. I0 ) 1417 Apr. 15 kam er zu ihm nach Konstant, s. Altmann, Begesten Sigmunds 1, 151 ff. Landeschronik. 287 wulte mit dem lande zu Hessen belenen, nachdem hc der neestc darzu were, nach ufswifsunge des wapens, Schild unde helmfs, unde vor jaren auch zusammen Doringen unde Hessen eyn lant gewest were; unde so wulte hc den jungen hern versorgen. Da antwertc der gerechte frumme 1 ) kunnig unde nam vor sich den sproch Cornuti in syme 8. disticio' 1 ), Pusio reumaticus etc. 2 ), unde sprach: eyn ickelich unfledig kynt, efs sie von flegma adder grynt, unde junge lappechte pherde sullin irst nicht versmehit werden, ynde sprach vorters zu lantgraven Frideriche: 'wir wullen den jungen hern irst selbers personlich sehen'. Dufs herfur das lant z u Hessen. Hirumbe so schickten 1 ') sie den jungen hern mit 4 hundert pherden, wol herezuget, zum kunnige, das er selbers sehe, das er keyn kroppel enwere ;i ). Unde entphinck sin lant selbers 4 ). Uusiser kunnig Sigismundus gab die marck zu Brandenburg dem ourgg- raven 5) 2U Nurenberg; alfso wart derselbe eyn marggrave zu Brandenburg unde eyn kurfurste 6 ). Er gab auch lantgraven Fride- ttche zu Doringen, vorgenant, das lierczogthum zu Sassen 7 ), so der erczo g 8 ) von Sassen an manfserben gestorben was 9 ); so wart der auch eyn kurfurste 10 ). Er machte auch den graven 11 ) von Cleve zu eyme n erczogcn 12 ) 13V Hir c ) ist zu mireken, nachdem ich von dufs fursten u ) *bi. 329. t u nde andern") hern nach eme) regemente unde ge- ^chichten vortmers nicht vile beschriben finde, unde so ! c n bifsher uff keyn horensagen geschriben habe, so wil !° n a uch iezt nicht anheben, sondern ich bevele efs vor- er s dengenen, die dy geschichte gesehin han, der nach ^. e in dusfsem lande am lebin synt unde etzlichc auch le den a ) fursten gewest sint, uff das ich nicht zu kortz u uer zu lang schribe. Ydoch so wil ich etzliche daten de punete uffezeichin, die ich zusammengelefsin habe, u vortfasel deme, der vortmers schriben wil c ) 15 ). a ) so. b) jJs. schic. | ten. <••) Mir—wil in der Hs. rot. a ') Vgl Hol. 87' Z.6ff. '-') Unbekannt. 8 ) Zur Kritik der dureh- 3 "jagenhaften Erzählung s. Hörn, Gesch. Friedrichs d Strcitb. 135 ff; Bommel sLj, r mn " ^' 1!)3 - Wegen gewisser Territorial-Streitigkeiten verständigte Und j? ^ bereits Uli Apr. 20 zu Eisenaeh, Uli Juli 26 zu Mühlhausen j? ■ ~^ März 17 zu Treffurt persönlich {und wohl dogelich, zu regiren.') mit Sol l lch u - «einem Hause (Bruder Wilhelm, Vetter Friedrich). S. Hörn 797, *) Üi~ 6; Vgi ' auch das - i83 ff'< Chronik r. Milhlhauscn hg. v. Jordan 1, 105. '- il< Mai 27 zu Konstanz (wo man Mai 21 seine Ankunft erwartete, s. DBTA. ) U17 Mai 27 zu Konstanz (wo man Mal 21 seine Ankunft ™^ c ;f ^j" ,/ \ 330): Kuchenlecker, Erbhofämter v. Hessen, Beil. 8 58; vgll Bommel2 Ammu £• 102 u. Altmann 163. Privilegienbestätigung Mai 20; AlimlGi ) i nea % c \ VI (Lgr. Ludwigs Oheim). ) IM #>r. 18 zu Konstant,; Attm. IM- } Sachsen -Wittenberg. 8 ) Kurf. Albrecht II " U2S. ") «J^S Gzu Prefsburg; Altm. 3S2. - Vgl. unten S. 288 (Beziehungen zuIg.g»™%» ) Adolf IV • Val oben S 278 m. Anm. 12. n ) 1417 Apr. 28 zu K°f["' l * q T T Vgl unten S ! 28S Beziehungen zu Lgr. Ludwig) ») QueUe weniges XuWqueüe, des Absatzes wohl die Hessenchronik. ") Lgr. Ludwigs. .1 ■ ">e Besprechung der Hessenchronik oben in der Einleitung. 288 Landeschronik. a ) Man sprichet, wie dusfsem fursten sie eync b ) frauwe von Clevc gelobet 1 ), bie der pene 2 ) 10 tusent gülden 8 ). Defs habe he sich darnach bafs besonnen 4 ) unde die 10 tusent gülden 5 ) zum Franckenberge 6 ) uwerlibbert 7 ), da habe der herezog von Cleve auch sulch gelt lafsin holin 8 ). Unde habe du genommen 9 ) lant- graven Friderichs zu Doringen, marggraven zu Missen, herezogen zu Sassen, tochter, genant Anna 10 ). Dar sie emc Esschewc unde Sontra widder wurdin u ), die syme vatcr vormalfs 12 ) angewunnen woren. Hir ensal sich nymant wunder habin, das ich lantgraveri Friderichs von Doringin tytel alsus, wie vorgeschriben stehit 13 ), settze, wante derselbe unde syne angehorigen schrebin sich alfso nach den landen; wilche die grofstin unde besten woren, die stunden vorn ane; unde demnach fürten sie auch die wapen in den Schilden. Alfs man des in den alten brieffen unde in dem alten gemolcze die worheyd befindet 14 ). Dyt ist die worheyd lS ), das lantgrave Ludewig hat mit frauwe? Annen gehabt 4 sone, genant Ludewig, Hinrich, Friderich, Herman 10 ), unde eyne tochter, genant Elyzabeth"). lst c ) aber der kyndere mee ge- west, defs enweifs ich nicht c ) 18 ). Sundern lantgrave Friderich ist gestorben"), ehir he zu synen manber jaren kummen ist' 20 ). So wart lantgrave Herman, als ich verstanden habe, thumher zu Mentz unde z 11 a ) Von hier am bedeutend kleinere Schrift; meist kleine Absätze, gewöhnlw* ohne rote Initialen. b ) Hs. eynne. c ) Ist—nicht ausgestrichen, aber erst nach Botverzierung des Hs ; wohl von fremder Hand. *) Verlobung Ludivigs mit Margarete, Tochter Hz. Adolfs IV v. Cleve, 1422 Juli 16: liegest ZBergGV. 15, 104 Arm. 2 ) Wohl Mifsverständms; s. Anm. 3 u. 5. 3 J Der Vertrag von 1422 bestimmte eine Aussteuer v° 11 20000 Gl. Gert v. d. Schuren, Clevisehe Chronik, Ausg. v. Schölten 100, berichtet, 1424 habe Adolf 10000 Gl. bezahlt, u. Ludwig ihm dafür die Stad* Marburg verpfändet u. huldigen lassen. 4 ) Der Vertrag von 1422 bestirnt"*! Vollzug der Ehe, sobald die Braut 12 Jahre alt sein werde. Dies trat ein H"° Febr. 24; s. Gert v. d. Seh. 138. 6 ) Wohl die 1424 ihm gezahlten, ««** eine 'Pene'. ") In Frankenberg wurde offenbar auch der Vertrag von !&*£ Jiüi 16 geschlossen, denn dort war an diesem Tage Hz. Adolf zusammen mit E c ' c \ hard v. Böhrenfurt u. Eckhard Bicdesel, den beiden hessischen Landvögten'- Bechnungen des Frankenb. Schullheifscn 1420 ff, Marb. Archiv. 7 ) D^clt Urk. von 1431 Okt. 18 sagte er Adolf u. Margarete die Verlobung auf: 'lef ZBergGV. 15,104 8 ) Verlobung Ludwigs mit Anna, Tochter Kur'f FricdncM I v. Sachsen, 1431 Okt. 22 zu Botenburg, bei der Erbverbrüderung mit Sachse»' s. Posse, Die Weitiner 64; vgl. Müller, BTTheatr. unter Maxim. 1, 57 ! f °) Vermählung 1433; s. unten S. 290. >°) Kl. Hessenchr. 41 Z. U-* 1 " name .....Annen, hirczaugynnen v. Saessen, v. Missen u. v. Thoringen. **J unten Anm. 13. ") Die völlige Bückgabe wurde 1431 \bei der Verlobung] « Aufsicht gestellt, 1433 [bei der Vermählung] vollzogen; s. Friedensburg ZEG- f ' 227. 12 ) 1385; s. oben S. 275 m. Anm. 13. ' ia ) In anderer Beihenfom als die Kl. Hessenchr.; s. oben Anm. 10. u ) Quelle, wenigstensHauptq^^ des Absatzes wohl die Hessenchronik. ,5 ) Vgl. Diemar ZHG. 37, 8*v\ >«) In der Kl. Hessenchr. richtig vor Friedrich. So später auch Gerst. Vf 1 er gibt das Alter Ludwigs, Heinrichs u. Hermanns bei ihrem Tode 1471, U83 1508 (irrig) auf 37, 48 u 72 Jahre an, läfst sie also 1434, 1435 u. U36, <*>■'. in den drei ersten Jahren nach dem Vermählungsjahr ihrer Eltern, geboren S* (statt 1438, 1441 u. wohl 1449/50). ") S. Kl. H. 41 Z. 14 f u. 16 7 %i 1S ) Es gab noch ein nachgeborenes Söhnchen, s. Diemar 26 Nr. 45; vgl- * Anm. 6. ,0 ) 8. Kl. H. 41 Z. 18 f (Sunder 42 Z. 2). n ) U63. Landeschronik. 209 Collen 1 ), darnach sulte er zu Hildenfsheym eyn bisschoff syn 2 ), zuletzst wart er eyn ertzbisschoff zu Collen 3 ). So wart die tochter, Elyzabeth, graven Philips 4 ) von Nassauw unde Sarabrucken*) 6 ). *(Hir a ) sal stehin lantgrave Ludewig der 111. unde frauw Anna »bi. 329'. von Sassen mit 4 sonen unde 1 tochter; unde der sone eyner wart eyn bisschoff zu Collen.) •1417 du wart Elisabeth von Waldccken vertruwet graven m »so. Johann zu CzigenheynS), u ff der heiligin dry konnige obint»). «417 J«. S. 1419 10) du wart grave Otto von Czigenheyn hcrwelet zum 1419. ertzbisschoffe zu Trire 11 ). , NT . ,„„ Im seibin jare du starp bisschoff Johannes von Nassauw, ertz- 141* bisschoff zu Mentz, unde quam eyner an sine stad, genant Lon- radus'2) der was eyn Ryngrave. Im seibin jare du tzogin die monche sent Benedicts orden .4.9. ^ sent Alban by Mentz ire kappin ufs unde wurden thumhern ). Nu hattin sie vormalfs eynen convent zu Roddenauw, bie trancken- be rg gelegin, der verginck auch zur seibin tzyt 14 ). 1421") du czoch der Romsche konnig Sigismundus mit den 14«. forsten uwer die Bohemen, umbe irs unglouben willen, unde ver- darffte das lant'«). Dar was auch midde grave Philips von Katzineln- bogen, der tzoch ufs uff sent Laurencius tag 17 ). _ S '2°' 1422 du nam grave Philips von Katzinelnbogin frauw.n Annen , 4 2*Febr.2 3 . v on Wirtenberg zu der ee, unde hattin eynen schonen hott zu üarmstad, uff sent Mathias obint 18 ). onN 1425 du starp grave Godfrid i») von Czigenheyn"), des dritten ,4*5 März 9 . fr 'tags in der fasten 21 ). , , enn .„„„ 1427 du gebar frauw Anna von Katzinelnbogen eynen son i 4 »7- genant Philips der junger'"). Disfser junge Philips nam Whist«) e yn wip, genant Otilia von Nassauw, unde hatte eyne tochter mit er > auch Otilia genant 24 ). r , . , ,, „ T .. „ , Im seibin jare du warff lantgrave Ludewig defs bisschoffs von 1427 J«H n- Mentz ruter nidder 25 ) by Engelifs 26 ), unde gewan em ane 400 reysiger a ) Die Bauvorschriften noch weiter in der alten Gröfsc {rot). l ) S Kl H 42 Z fif 2 ) 1471. ") 1480. 4 ) Kl. H. richtig fe5ä a: **• IU «• ww»«J (t 148 ^ Sohn Philipps r F t^ 92) - J gl Ts %?G-37, 48 Anm. 7; 54 m. Arm. 1 {auch Joh. Nuhn: 'Hutywfl' ■ ] b : f?- ff. 45 X. 9_u o\ () MC 2Z C , wenigstens Ilauptqucllc, des Absatzes wohl fe.Hesscnchronik. ') IL d 8 ) F# «o»«*tf>l 4M?. U. , 9 ) 1^" W Nachrichten!. ») PUB* •<*«• «»• T^f^Ä Ä» ? FyJ. Lfcä. Ann** i. Cur. Ü3 f. 30TT- ) HE „JJr* »««, docÄ ohne Jahr, auch Eng. IUI Z. 48 f. ») FA ^£*gS «« Rol. 88 Z. lf (0 JY. Boemia vastatur atrociter per S. et prineipes Almaniae, £*£ haeresim Hussitarum. ") llheinfelser Nachrichten? VglLmb. Asiaten ft <%. M4 Z. 6 /f. _ Lgr. Ludwig war 1421 Aug. 7 zu Spangenberg m W- *°fPrag< m J m; S ept. u. 11 war er im Felde vor■Bihn Sept. 22 im Lager 5?«««: Rechnung des Frankenb. 8ohv^aml4SOff,M<^.^cUv;Th^^ ?Q- 5 II 575 f- T)TiTA 8 102 18 ) llheinfelser Nachrichten? Vgl. wencK l 524 f. X ' 575 L ^i TA - 8 ' ifil. Stammtafel AUG. 14. ») \Ziegcnhainer ^richten] *t BheinfelscrNachrichten? ™) Wohl 1449 ) v f- We «a 1, M* * 593 f. %Bies wiederholt unten S. 296. ») Grofsencnglis. IQ 290 Landeschronik. gesaddelter pherde. Dufs geschach des nehistcn tages nach sent Marien Magdalenen tag 1 ). 1429. '429 du tzoch disfser furste geyn Hierusalem unde leiste sine walfart 2 ). 1430 Mai 14. 1430, uff den 14. tag des meyfs, du herfror das körn unde der wyn durch Hessen, Francken, an dem Ryne, Swoben, Elsafsen unde in vilen andern landen; unde was uff sontag cantate 3 ). Unde das datum findet man in disfsin metris in den buchstabin: 1430. illa dies 4 ) solis, vulgo cantate vocata, frigore premagno vastabat vina beata; 1430. item: dulcia 4 ) nunc vina stravit maledicta 4 ) pruina a ). 1431. 1431 du was der allerkeldeste wynter, der by mentschin ge- dechtnifs y gewcst was, so das gar vile lüde unde gedirtze herfror 5 ). 1431 Juli 9. Im seibin jare da was grave Johan 6 ) von Czigenheyn, der finck hern Ludewigin von Erfifertfshufsin, ritter, hern Gerlach von Breidenbach, ritter, den ruwen 7 ) von Hoitzfelt mit andern eddel- luden, so das er 33 cddelman finck busfsen ander reysener. Dufs geschach den nehistin tag nach Kyliani, in eyner wustenunge by Schonstad, genant Wydrighufsen 8 ). *bi. 330'. * 1433 du lifs lantgrave Ludewig em eclich bylegin frauw 1433. Annen von Sassen 9 ), unde hilt 10 ) eynen hirlich torney zu Cassel 11 )- 1434. 1434 du starp bisschoff Curt zu Mentz, unde wart her Dide- rich, schenck von Erpach, herwelet zum bisschoff. Dufs 12 ) geschaeß Juli u. 8. umbe sent Kylians tag 13 ). 1434 Okt 7. Im seibin jare quam so eyn groifs wynt, das er vil hochd spittzen uff den tornen unde andern gebuwen unde vile hufsci" e nidderwarff unde in den weiden grosfse strameln der boyme umb c ' warff, want bo dy strameln hyn gingen, das muste all umbefall" 1 ' antwer mit macht ufs der erden gerisfsin adder entzwey gebrO" chin. Dit geschach im herbeste, uff den 7. tag nach Remigü' )■ ») Die Hs. hebt, hier wie weiterhin, die Zählbuehstaben nicht hervor. ') Vgl. Joh. Nuhn Sei. Senck. 3, 405 ff (400: gewonnen dem b. v. M- :l " 400 gesattelter pferd; 407: hat es beschrieben gefunden) u. 5, 441 f; Herrn- Korrw- Chronica novella, Ausg. v. Schwalm 480; Bommel 2, Anmn. S. 198 f. 8 ) \L. Stadtchr. Bl. 35 b (bei 1499); Nuhn 3, 421 f; Casseler Chronik ZHG. 7, fh v. Lcrsner, Chronica d. St. Frankfurt 2 I, 281; Bommel 2, Aman. S- 2 °j'\ Böhricht, Dtsch. Pilgerreisen 84 u. 121. 3 ) Vgl. Landau ZUG. 3,178. J, ist nicht mitgezählt. Vgl. oben S. 26 am Ende. 6 ) Winter 1431/32- JJJ Joh. Kerkhörde, Dortm. Chron., 1). Städtcchrr. 20, 38 Z. 9; Limb. Ann., L-y 1 ', 114 Z. 47 bis 115 Z. 4; Landau ZHG. 3, 178 f. ") IL 7 ). Vi Johann den Bauen (Herrn zu Wildenberg). 8 ) Weidrichhausen, nöral- j^ Schönstadt; 1396 noch in Bestand. Vgl. Landau, Wüste Ortschaften %v*'i8l Wohl Ziegenhainer oder Hainaer Nachricht. Vgl. Landau, Bitterburgen 4, *. ' ■>) Sept. 8. — Vgl. Diemar ZUG. 37, 24 m. Anm. 2. ">) Dabei. ") pi L wiederholt unten S. 296. — Vgl. Herrn. Korner a. a. 0. 523: in cuius »[»% plures fuerunt prineipes et nobiles, hastiludia et torneamenta exercentes. > «.1 Wahl. 13 ) Nämlich Juli 6. > 4 ) Vgl. Stadtchr. Bl. 26b (Zusätze); -» ; 88 Z. 2f (m. J.); D. Städtechrr. 13 (Köln), 69, 122f u. 169; 20 (Dortm), ° (Joh. Kerkhörde) u. 309; 24 (Soest), 39 f. Landeschronik. 2Q i ,». MßS 1 ) du was eyn gantz finsternisfs der sonnen umbe senti43Sj»niu.rs. Viti tag 2). 1438 du wart herwelet Albertus zum Romschin konnige 3 ). 1438. *439 do was so eyn warm unde heyfs wynter, alfs efs y bie 1439. nientschin gedechtcnisfsc gewest was 4 ), unde quam grosfse pestilentz dl irch alle lande 5 ). Im seibin jare 6 ) worden 3 sonne am hymmel gesehin, dar 1439. ulgete balde nach dryerley regement in der christenheid 7 ); wante das concilium zu Basel entsatzste den babist Eugenium den IV. 8 ), a ar wart grosfse tzweydracht; etzliche hildenfs mit dem bobeste, gliche hildenfs mit dem concilio, etzliche hildenfs mit er keyme 9 ). A1 sus lefsit man im Fasciculo >°). 1440 u ) du brachte der vorgenante babist Eugenius die Greken, 1440. le Armenier, die Moren, die Jacobiten unde andere folck widder . n die Romschin kirchen 12 ), wilche dan 700 jare abegetredin worin n vilen stucken des christengloubenfs. Ydoch behilden sie bie cn 3 punete, dar sie nymant mochte abbrengin. Das irste was, as ir e paffin wulden die berte bchalden unde nicht abescheren. as tzweite, dy paffen wulden bie erin elichin frauwen bliben. , as dritte, das folck wulde in tzweyer gestalt das sacrament ent- 1 "angin, alfs in der gestalt des broits unde des wynfs. Alsus lefsit an in der Chroniken genant Cursus mundi 13 ). , . Im seibin jare du starp der keyscr Albertus 14 ). So wart 16 ) der 1440. fo V 5 ^! 0 * 16 furste lantgrave Ludewig zu Hessen zum keyserthum ge- ' c ' ertl6 )i achtet") sich zu uffhaldunge sulcher bürden unwirdig 18 ), unde v u ber eyme kleynen furstenthum, eme von sinen aldern gelafsin, rwefsin, dan eyn grosfses annemen zu verstrauwen 19 ); unde sprach, das s e / e . em e eyn verhindernisfse zu handelunge christlicher sache, das he der , r 'nt nicht wissende were 20 ). Doch was he eyn heger unde be schurer vat ,^ esettze unde der rechte, die he eme zu tutsche nach synfs vv e ' s S Pröche ufslegin hifs, alfs dicke eyn sache vor eme gehandelt i Unde enist ny von eme gehört wurden, das he eynich unrecht orteil kesprochin habe 21 ). Alfs nu disfser furste das keyserthum nicht ne men wulde 22 ), du wart gekorn hertzog Friderich von Oisterrich 23 ). A. nm l J Ini 9 statt 1433. 2 ) 1433 Juni 17. 8. Kerkhörde 41 Z. 5 ff m. s ) Val tf 1 m ' 3 * r "'l ^7 statt 1406); v. Oppolzcr, Canon der Finsternisse 252. U3RIQO 88 ' Z -Sffu. 89 Z. 16 ff (mit Jahr u. näheren Angaben). *) Winter Vgl \rr V(jl Kcrkhördc 62 Z. 14 f; Landau ZHG. 3, 179. <■) 1439 (1438/40). rer r crkh6nle 62 Z. 5; 63 Z. 1 m. Anm. 1; ferner z. B. Matthias Döring SS. ') Rn7 Cr " 1 ' Mcnchc 3, 10; Chronicon Coldicense das. 2, 718. 6 ) S. Anm. 8. Jahr 88 ' Z ' * [ - olmc /a7 "')- *) lio1 Z - 15 ~ u v - "• w. Mitte; hier das COn .". 8 ) Hol. Mitte (vgl auch Z. 12 v. u.) u. Z. lf (regimen . . . Eugenii, 12 ) ö" C - n< : utralitalis )- l0 ) S. d. vor. Anmn. ") Vielmehr schon 1439. auf ? ncint ist die Union der griechischen mit der römischen Kirche 1439 Juli 5 Val »\ Konzil zu Florenz. ") Unbekannt. 14 ) Vielmehr schon 1439. Juris J 89 Z - 17 - 16 ) ui0 - "'> v S l Bommel 2, Anmn. S. 211 f; v °lcks r rank furts Beichscorrespondens 2 I, 13. 17 ) Vorl.: Der fürst diss 18 ) Vn y Cm laiul S ra "; zu° unfsern zeitten zum kaiserthumb gefordert, achtet. 285 f un semafs. 1!> ) Vorl. annemende zerstroewen. M ) Vgl oben S. Picea) ■ ■ 21) Buch dcr Chroniken (übers, v. Georg All) Bl 285; nach Eneadei #i nr i°f m ' De Statu Europae. — Gewährsmann des Enca könnte vielleicht Joh. «eroach gewesen sein. M ) Eigener Zusatz. 23 ) Bol. 89 Z. 8. 5 292 Landcsclironik. Alsus schribct dufs Fridericlis cantzler 1 ), genant Eneas 2 ), in syme buche, das er gemacht hat von den geschichten, die bie sineu") g e " tzyten gescheen unde verhandelt sin 4 ). Dusfser Eneas wart hir- nach 5 ) cyn babist zu Roma, genant Pius der II. 6 ). 1443 Mai 1.2. 1443 du was efs zu sent Walpurgs tag ufsbundig kalt, so das defs nymant mee herfarn hatte, unde in der nacht unde tag darnach du fyl eyn grofs sny an allin enden 7 ). 1443 Sept. 5. Im seibin jare du gebar frauw Anna von Katzinelnbogin eyne tochter, auch genant Anna, uff den 5. tag defs herbistmonts, September genant 8 ). Die wart hirna vertruwet dufs vorgeschrebin fursteu sone, lantgraven Hinrichc 9 ). "Bi. 881. *M44, in dem erne, du tzoch konnig Ludewig von Franckrich 1444 Aug. unde sin soen 10 ), genant der dalphin 11 ), mitsampt den Armenjacken 12 j geyn die Switzer. Unde quamen zu stride bie Basel 13 ), unde der dalphin gewan den strid, unde blebin der Switzer drittehalp tuseiu toit u ); ydoch worden der Armenjacken auch 3 tusent toit geslagen 15 )- Darnach 16 ) tzoch der konnig unde der dalphin in Elsafscn "); da be- stredin sie 23 stedde 18 ), unde verdarfftin das lant von Basel bÜs geyn Strasburg 19 ). Alsus lefsit man in Fasciculo 20 ). '444- Im seibin jare du dadin sich die von Sust von dem stiffte z u Collen 21 ). Unde das datum findet man in disfsem verfs: ad") * e M44- clamaverunt et salvi facti sunt, in te speraverunt et non sunt oonfUSli Ps[almorum] 21 23 ). ■445- 1445 du nam lantgrave Ludewig Czigenheyn yn bie des graven 24 ) lebetagin 25 ). , M4 6 - 1446 du tzoch bisschoff Didcrich von Collen vor die stao Sust 2 ^). '44 6 - Im seibin jare du starp des lantgraven swester Margarctha, die hertzogynne von Brunswig unde Lüneburg 27 ), alfs sie 57 ja r a was 28 ). Unde starp zu Rodinberg 29 ). ') Vgl. Bol. 89' Z. 21—1!) v. u. 2 j 8. Arm. 1 u. 4. ») Friedrich*- *) Buch d. Chron. 268: historien Enee Silvii, babsts Pii des andern, von Europa **' den geschihten, sich bey Zeiten kaiser Fridericlis des dritten darinn begeben, geffla**.' 5 ) U58. °) S. unten S. 299. Vgl. hier oben Anm. 4; Joh. Nuhn Sei Send- 3, 432. ') Vgl. Landau ZUG. 3, 179. ») Bheinfelser Nachrichten- Vgl. Wende 1, 619 Anm. 3. 9 ) Verlobung 1446; s. unten S. 294 m. Anrn.J* 10 ) Irrig statt: Ludwig, Sohn des Kgs. (Karl VII) v. Fr. ; s. Anm. 11. u ) *"?• Lud., primogenitus regia Fr. et dalphinus Viennensis. 12 ) Nicht bei V* '' 13 ) Aug. 26 bei St. Jakob a. d. Birs. ") Bol, aber mit duo millia vel ctfe* 16 ) Nicht bei Bol. >«) Bei Bol. vorher. ") Bol, aber nur vom Vauif^. ,s ) Nicht bei Bol. '») Bol., aber nur vom Dauphin. 20 ) Bol. 88' Z. •>- v. u.; 89 Z. 2-1 v. u.; mit Jahr u. näheren Angaben. Aendcrungcn w. ^ sa . n aus anderer Quelle. »«) Vgl. Joh. Kerkhördc D. Städlcchrr. 20, 67 f; Iia fL das. Anmn.; Hamen, Westfalen u. Bheinland im 15. Jahrh. 1, 60* (über £*g Ludwig vgl. 38* m. Anm. 3). ") d ist nicht mitgezählt. •») Tm. * *• " 21 ) Johann II. 2B ) Vgl. Stadlchr. Bl. 26b: Bommel 2, Anmn S. 2° 7 Jy a i auftrag der Grsch. Ziegenhain u. Nidda 1437 ; ,s. Bommel 2, 294 ff. ') 1 daß noch die Hessenchronik hier mitspricht. Landeschronik. 293 1448') du tzoch lantgrave Friderich 2 ) von Doringen s ) mit 1448- gewalt uwer die Westphelinge 4 ). Hir sagin etzliche, wie das lantgrave Friderich habe sinen eltervater von Brunswig, der bie Enge- üfs toit bleib 5 ), gerechint an den Waldeckschin 6 ), unde habe den graven?) V on Waldecken betzwungin, das er sin lant habe dem lantgraven zu Hessen uffgetragin unde widder zu lehen entphangin 8 ). Waiite der furste zu Hessen hatte defs von Doringen tochter 9 ) zu der eeio). Derglichin sprechin etzliche, he habe den n) von der Iji PPe, den«) V om Ripperge, den 13 ) von Buren betzwungin darzu, d as sie sich mustin an den lantgraven zu Hessen geben 1*)«). 1449 du quam her Bernhard von der Lippe geyn Grebinsteyn ■ 449Okt. 2.. u nde trug hern Ludewige, lantgraven zu Hessen, den Blumenberg ), stad u nde slofs, uff zu lehene unde entphing das widder. Dufs geschach lf der n tusent jungfrauwin tag"). Alsus schribet her Tilman Hollouch, cantzler 18 ), in syme register 19 ). 1450 du was das gülden jar zu Roma. Da tzoch lantgrave 145°. Ludewig dar in grosfser andacht. Nu was er so eyn dogentlich, christlicher, frummer furste, mit allin stucken, die eyme rechtm Ersten zustehin unde geboren, das man zu der tzyt under allin 'ursten des Romschin richs unde durch alle lande synenghchin nic ht enfant 2 »). Dufs gute gerochte was vormalfs vor den babist Nicolaum den V. 2 ') geschollin. Hirumbe so lifs der babist durch alle herberge zu Roma herfaren unde forsschin, ob auch der lantgrave zu Hessen dar were. Unde alfs er das befant, du gab er ettl e die rofsen vor allin konnigen, hertzogin unde fursten, die dar . , ') Vielmehr 1447. Zu '1448' vgl. unten Ann. 15. J) Vielmehr Wilhelm; %Anm. 3. Vgl. Änm. 4. :l ) Der hier gemeinte Hz, Wilhelm IIIV. Sachsen, fruäer Kurf. Friedrichs II, war Inhaber von Thüringen. ) Äa*Jr ff- "Wnchs v. Köln gegen Lippstadt und Soest. Vgl. Casselcr Uhr. ZHG.7339 , ferkhörde 91 f; Hansen das. Anmn.; Hansen, Wcstf. u. Bheinl. 1, 103*ff' u. V d ff (über Igr. Ludwig vgl. 105* unten). Die im Jahr zuvor, 1446, von Wilhelms X ■'' F ncdrich beabsichtigte Hülfe war nicht zustande gekommen. _ ) JXlOM rf. *• J- 1400 bei Enc/lis gefallene Hz. Friedrich v. Br„ sondern sein Prüfer anrieh d. Milde (f 1416) war Grofsoater Wilhelms (u. Fricdnclis). ) Vgl. 0ÜC> 1 S- 282. 'j Heinrich V 8 ) Bas war vielmehr schon 1438 geschehen; L J *ommel 2, 298f. 9 ) Vielmehr Wilhelms (u. Friedrichs) Schivcster. all ■ Verwandtschaftsverhältnisse waren allerdings verwickelt: Lgr. Ludwigs ^hwiegenater Kurf. Friedrich I v. Saclisen (f 1428) war Schwiegersohn des jiJ na ! lls von Ludwigs Schwester Margarete; vgl. oben Anm. 27 u. 5 ) £• Bernhard. m J Gr Konrad ,3 ) H Bernhard. ") Lehnauftrage 5* *«0, U56, 1456- 's. unten 'zu diesen Jahren. ») Für die Entstehung ""»«• haltlosen Erzählungen kommt u. a. mit in Betracht, dafs WM. V. Sachsen uTrP Stens den 0 d Lippe 1447 wirklich bekämpft hatte, u. dafs hierbei die dann ine* an Hessen aufgetragene Stadt Blomberg erstürmt worden war, s. Hansen vfn '/ er ner, dafs Willi. 1448 (vgl G.'s Jahrangabe) bei Lgr. Ludwig in Marburg ~r> *» Verhandlungen mit Köln wegen der Kosten seines Zuges, s. Hansen wo **. u. 359 (Äug 15), vgl. auch 369 f. - Bommel 2, Anmn S. 214 stfetnui Uto% örsert ■■Verwirrung. >°) Blomberg. ") 8. Urh. &•-*?&£ win, ° U - 21 Grebenstein. Ledderhose, Kl. Schriften 1,180 16 ) %fäj*± lln r> I9 > Urkundenverzeichnis Tilm. Hollouchs. - Vgl. Preufs «. f™™»* SÄP- Megesten 3, 282 f. 20 ) Vgl. oben S. 286 u. 291. ") Bol 89 Mitte c °laus quintus. 294 Landeschronik. worin 1 ). Unde sprach, er were princeps pacis. Hirumbe bekleib eme der name, das man en hifs durch alle lande den fursten des frides "■). i45oFcbr. 14. Im seibin jare starp grave Johan 3 ), der letzste grave von Czigenheyn undc zu Nidde, uff sent Valentinfs tag. Unde ist zu Heyne bie sine althern begrabin 4 ). Das wopin zu Czigenheyn was also. Der schilt was entzwey geteilt glich mitten uwertzwerch; das underste teil was eyn gülden feit unde das obberste teil was eyn swartz feit, darinne stunt eyn silbern stern mit 6 spittzen. Der heim hatte eyne gülden decken, daruffe czwene flogele, die worn auch uwertzwerch geteilt; das underste teil was gülden unde das obberste swartz; tzusschin den flogein stunt eyn swartz tzigenkop mit sinen forderfussen, die worn silbern, unde die hornere uff dem koppe die worin auch silbern. Unde das wopin von Nidde was also. Der schild was auch entzwey geteilt glich mitten uwertzwerch; das underste teil was eyn gülden feit unde das obbirste feit was swartz, darinne stunden tzwene silbern stern, ickelicher mit 8 spittzen. Der heim hatte eyne gülden decken, daruffe tzwene flogele, die worn auch uwertzwerch geteilt; das underste was gülden unde das obberste swartz, unde an ickelichem flogel stunden tzwene silbern stern mit 8 spittzen 5 ). «Bi. sBi". * (Hir sullen stehin die tzwey wapen Czigenheyn unde Nidde mit helmen undc Schilden.) Alfs nu der letzste grave von Czigenheyn gestorbin was, unde disfser furste, lantgrave Ludewig, die tzwo graveschefftc beyde> Czigenheyn unde Nidde, follinkommen ynnehatte, unde alfs er so riche wurden was, do 6 ) gedochte er, das he nicht alleyne sinen cldestin soen, lantgraven Ludewige, by dem furstenthum lasfsin wulde, alfs das von dem irsten Otten bifs uff disfse tzyt gehaltm was 7 ), sunder er vermahelte 8 ) auch sinen soen lantgraven Hinrich 9 ) mit des graven 10 ) tochter 11 ) zu Katzinclnbogcn 12 ), nachdcmmale sie beydesampt sich wole vor fursten gchaltin mochtin 13 ). Dusser ot- J ) Wohl freie Bearbeitung von Hol. 89 Z. 8—6 v. u. (0. J): Jubileus cum magna devotione per totam christianitatem celebratur, et ingens multitudo ad limina sanetorum confluit. Dominus etiam papa rosam in dominica laetare [1450 Mär%15\ consecratam inelyto prineipi lantgravio Hassiae transmisit, multis virtutit> llS redimito. Zur Sache vgl. Marl). Stadtrechnimg ZHG. 15, 269 :1452 Apr. 16 v) ar der prior von den Carthusern vom Abtenberge (Eppenbcrg) in Marburg, der o' e bullen der Romschen gnade des golden jars mit im bracht hait, nachdem die >'• gn. 1. her erworben hatte. ! ) Wohl willkürliche Ucbertragung des oben S- 2°° Erzählten. 8 ) II. *) Hainaer Nachrichten >. Grabdenkmal mit TodesdaW» in Ilaina; vgl. Bommel 2, Anmn. S. 217 f (Valeriani); 7, 74.9 (Valentini). ") ]) ' c Blasonnierung wohl von G. selbst, aus dem hessischen Wappen. 6 ) Vielmew schon 1446; s. Anm. 12. 7 ) Vgl. die entsprechenden Behauptungen oben i>- 240 f. 8 ) I). h. verlobte; s. Anm. 12. 9 ) Heber die hier durchklingcna« irrige Auffassung s. Anm. 13. ,0 ) Philipp I. ") Anna. 1S ) 'JPl oben S. 292. Verlobung 1446 Juli 4; s. d. Urk.-Auszüge bei Wcnck 1, ÜB- * iJ (nach dessen Wortlaut Igr. L. z. H. seinen söhn lgr. H.' an gr. Ph.'s z. K. tochte A. ehelich vermählt) u. bei Bommel 2, Anmn. S. 247f. ,a ) Der V#' lobungsvertrag bestimmte: es solen auch unser, lgr. Lodwigs, sone, obgenannt, nac unserm tode glich teylen (Bommel 248). Hier liegt jedoch der Ton wohl «W dem 'glich', nicht auf dem 'teylen'. Bie Auffassung in G.'s Text erinnert dageg e Landeschronik. 295 Sache halben wurden die czwene fursten unde gebrudere nach irfs vaterfs dode uneynfs, unde quamen ') zu pheden unde verterbetin ire lant under sich selbers 2 ). *Vor dusfsem dato '1452' du ist der eelich gereyde gemacht bl »si gewest czusschin lantgraven Hinriche unde Annen von Katzineln- v. MS2- bogen 3) Wante ich habe eynen brieff gelefsin, dar stunt dyt vor- gCBchriben datum inne; dar schribet he eme: 'unfserm swegerhern ; unde stunt auch, das der bruttschattz was 36 tusent gülden*)*). 14516) du lifs lantgrave Ludewig i) eme bylegin frauwen Mech- MS'- tüden von Wirtenberg. Unde wontin zu Marpurg. Unde gebar e yne tochter, genant Anna»), im jare darnach, 1452 9 ). '45*. 1451 du hat Ernst unde Hans von Uslar verkoufft das slos Glichen ,45.. das nuwe hufs mit alle syner zugehorange erphehen dem lantgraven^ Dartzu er teyl an dem alden hufsc unde slosfse Glichen ,. aisus schribet her Tilman Hollouch, canczler«). 1452 du was dieRyffenbergschephededer von Rodensteyn unde MS a. der von Kronenberg"). Unde wart gesunet in dem jare darnacri ). 1453. 1453 du starp der junge grave Philips«) von Katzinelnbogen, . 4 S3Febr.2 7 v or fasnacht^), des 4. tages nach Mathiei 7 )' 8 ). Im selben jare du herwarp lantgrave Ludewig emeundsinenerbin i 4S 3- e wiglichin eyne uffenunge von den von Hoitzfeld») an dem slosfse Wildenberg20). Alsus schribet her Tilman Hollouch, cantzler"). • das, was die Kl. Hcssenchr. 38 Z. 18-32 irrig von den 8M*mj4£j^I °W; eyner von ien sulde eyn frauwe nemen u. regiern, u. der ander sult ,eynen ab Sc heit nemen u sult keine frauwe nicht nemen. Oben S. 240ff hatte f/r G. diese 'ihm, 'wie S glaube, bekannten Angaben tatsächlich abgelehnt, s. «*« Arm. 4; vgl. auch 244 Z. 1 ff gegen Kl. H. 39 4. ■">/• „ . , . ') 1469. J *) Vgl. Stadtchr. Bl. 27'a zu 1469. Vgl ~*J*£™™ ** Sench. 3, 427 f (u. verderbten «ich unter einander) «. 443 (u^gerbten ihr «F» land u. leuthe). In unserer Chr. beschränkt sich &«"*•» JJ» "f ^Andeutung: du wart Bureken u. Swarczenborn verbrant ») 8. oben Anm.U. ;> Verlobungsvertrag: 36000 rhein. Goldgulden. s ) Q»f* ^f>"\?Zl für- -Heinrichs an Gr. Philipp 1452. - 1451 Okt. 16 u. 1452 Apr. 15 «J^Jgg "» Marburg: Stadtrechnung ZHG. 15, 268 f. /) Vielm ?"Z ,\T 12 zu Ift. Frankfurt); s. Diemar ZHG. 37, 25 Verlobung erst 1453 fan.12 zu fudingen); s . Kopp, Bruchstücke z. Erläut. d. ätsch. Gesch. 2, 20 Anm. 1. Ipl ", Vgl. unten S. 298. ") Wohl 1455; s. Dicmai"26. )b. Vrk der Brüder Ernst u. Hans v. Uslar vom Neuenhaus m pichen im Okt. »; Ifdderhose, Kl. Schriften 3, 203. ») 8. g* ^*^Ä£Ä wende 3, 097 Anm. ") Urkundenverscichms HoUouchs. — Vgl h0 . mm "^ *■* 8. 216; Frhr. v. Uslar-Gleichen, Beiträge z c. Ffniliengesch^l88n '■473 f. -1.J FeMe Lgr , Ludwigs mit Engelhard u. Harn v. toänxtw «««« « Jakob v. Cronberg, Emmerich v. Beiffenberg u. anderen, wegen de ^rschaft Lifsberg. Noch'1453 hausten Ludmgs Söldner ^derGeg^dvm ffenberg. S. Iiommel 2, Anmn. S. 234; Landau, Bitterburgen 2,84 ff, Amalen f-Nass. Altcrlumsk. 4 1 37f; Dieterich Quartalbll f. d Gr. **«*»?'£ 243 f, , n o Tn „ dau 05 Verzicht der beiden Boäenstetncr auf Ufsberg erst 3«! * Landau Mun1etriJ,244. »J 21 ^«£* s r e r h on Febr 13 ") Febr 27 meint wohl auch die Grabschrift WencKi, f*. 277: ilLkal. febr Ä HL kal. im Febr Vgl. mten S, 304*« *g ££«** S78). ••) Bheinfclscr Nachrichten? Vgl. Wenck 1, ^JjKjgJ Druckfehler). ») Johann dem Bauen u s Brüdern, Herren m Wilde nm* J Entspr. Urk. sonst nicht bekannt. 2l ) pkAw^B« F U>1- Bommel 2, Anmn S 229; Landau, Bitterburgen 4, 151 f; Diemar MVB» JSJ '- S, isif (Wildenburg Hessen mit Ocffnung verwandt). 296 Landeschronik. 1456 März 3. 14S6 du hat her Bernt, herre zu Buren, dem lantgraven unde sinen erben uffgetragin das slos Ringelsteyn 1 ) mit den dorfferin unde siner zugehorungc, unde sal das zu erbelehin tragin. Dufs geschach in der fasten, defs mittewochens nach oculi 2 ). Darnach Mai 19. uff mittewochen nach pinxsten du hat grave Conraid vom Rytberge dem lantgraven uffgelafsin, uffgetragin unde uffgegeben syne staid, slos unde hirschaff vom Rytberge, unde haid sulchs vvidder entphangin, unde sal das zu erbelehin tragin :! ). Alsus schribet her Tilman Hollouch, canczler, in syme register 4 ). 1456 Aug. 6. Im seibin jare du han die cristin eynen grosfsin strid ge- wunnen geyn die Turcken 5 ); durch gots crafft, wante die Turcken duchte, wie das eyne unezeliche grosfse schar wapenere quemen den cristen zu hulffe; hirumbe so kartin sie die rucke, unde vor grosfser forchte endorfftin sie sich kume umbeschin, unde flohen enweg unde lifsin vil gudes hinder en. Dufs geschach in Ungarn gensyd der Danauw 6 ), uff sent Sixtus tag 7 ). Alsus lefsit man in Fasciculo 8 ). [1448]. Dusfser furste czoch vor den Grubenhagin anno . . . . 9 ). [1427]. [Er") vvarff die Mentzschin nidder anno a ) . . . .")]. [1433]. [Er a ) hilt eynen torney zu Cassel anno") . . . .")]. Er buwete dry slosfse unde vestenunge unde nante sie alle nach syme namen: den Ludcwigsteyn 12 ), die Ludewigsauwe' 3 ) unde [1415 ff], die Ludewigsecke 14 ); anno . . . , 15 ). *bi. 332'. *Von dusfsem fursten finde ich czwey hexametra geschrebin, die luden alsus: Hassia letatur, quia prineeps iam dominatur, qui pius ac humilis in campis estque virilis. Der herezog 16 ) in Brabant starp 17 ) sunder liebeserben 18 ). Du a ) Er—anno ausgestrichen, und zwar schon vor Botverzierung der IIs., wohl von G. selbst. ') Südl. v. Büren. 2 ) Entspr. Urk. sonst nicht bekannt. ■ 3 ) S. Urk. Lgr. Ludwigs 1456 Mai 19: Teutsches Beichsarchiv hg. v. Lünig (22—) 23, 955. "J Urkundenverzeichnis Hollouchs. — Vgl. Bommel 2, Änmn. 8- 217 u. 216. s ) Bot. Turcum magnum (Sultan Mohammed II). 6 ) Bei Belgrad. 7 ) Vielmehr Juli 22 (Joh. Hunyady f Aug. 11). ") Bol. 89' Z. 3, 1, 3, 5—7, 1, 3. ") 1448, in Fehde mit Hz. Heinrich v. Braunschivcig- Grubenhagen. Vgl. Cassclcr Chr. ZUG. 7, 339 ; ÜB. /'. Niedere. 7, 207 ff; Bommel 2, 311 ff u. Änmn. S. 217; Havcmann Arch. d. hist. V. f. Niedcrs. 1846, 60 ff; Hav , Gesch. v. Braunschw. u. Lim. 1, 719 ff. ,0 ) 1427. S. oben S. 289 f. ") 1433. S. oben 8. 290. «) Bei Witzenhausen. Erbauung 1415/16; 8. Landau, Bitterburgen 4, 202 ff u. 207. 13 j Bei Hcrsfcld, an der Stelle der heutigen LugwigsaumMle. Erbauungsjahr unbekannt; s. Landau, Kur f. Hessen 519. 14 ) Bei Botenburg. Erbauung 1418/19 auf Veranlassung Ludwigs durch Eckh. u. Friedr. v. Bohren fürt u. Ileinr. u. Herrn, v. Holshcim; s. L.,' Bitterb. 4, 105; L., Kurf. II. 285. ") 1415 ff; s. d. vor. Änmn. Vgl. Joh. Nuhn Sei Senck. 3, 415 (bauete den Ludwigstein u. Ludwigsaue, vergonnete u. halft auch (Beise Ludwigs 1431) u. 78 Anm. (Heise Meysenbugs 1.436); Emondus de Dyntcr, Chronica dueum Brabantiac, Ausg. v. de Bam3,bes. 518 ff (Beise Ludwigs 1437); DBTA. 12, bes. 154 (Urk. Siegmunds 1437). Landeschronik. 297 drang- sich herczog Philips 1 ) von Burgundien mit gewalt in das ia nt. Da czoch 2 ) lantgrave Ludewig geyn Ache 3 ) unde furdertc das lant alfs eyn rechter erbe unde worer herczog- ufs Brabant 4 ). L>a befant der von Burgundien in der worheyd, wie das lantgrave «errnanfs oreltervater eyn geborner herczog- zu Brabant was unde ln Hessen kommen was unde der irste lantgrave zu Hessen wurden was 6 ). E r befant auch, wie das man den lantgraven zu Hessen allewege geschrebin hatte: 'den irluchten, hochgepornen fursten und hern'; wilch tytel eyme herezogen zustehit. Aber er sprach: ^ntdcmmale die lantgraven zu Hessen bifs anher den tytel von Trabant mit dem wapen verlasfsin hettin 6 ), das were eyn worezeichin, ^ as der irste lantgrave, der ufs Brabant in Hessen kommen was'), £ r hefte uff das lant zu Brabant ewiglichin verezicht gethan. Dar- u n sprach lantgrave Ludewig unde schreib emc widder: sulchs were v °r altin jaren nicht gewonlichin gewest, wante eyn ickelicher schreib sich nicht wyter, dan er lants innehatte, unde enfurte auch ni cht mee wapen 8 ). Alfs herczog Pipin von Lothringen 9 ), der eyn tunnig zu Franckrich wart 10 ); Karolus der grofse defsselbin glichen 11 ); erezog Hinrich von Sassen, keyfser Otten bruder, der eyn herczog u -° e yern wart 12 ); her Lotharius von Oisterrich 13 ), der eyn herczog fassen wart 14 ); lantgrave Friderich zu Doringen, der eyn grave Lzigenhejm wart 15 ); unde derglichen alle hern vor alten jaren .' •n nicht mee wapen adder schrebin sich keynen tytel wyter, dan j le lant s ^innehatten 10 ). In dusfsem handel begab sich eyn uffloufft in cr staid zu Ache, etc. 17 ). Wie das zuging, das bevele ich aen genen, die middegewest sint 1 »). mit 7 P' ^ ^37 Aug. a ) Juli 27 zu Egcr hatte ihn Ks. Sigmund setzte t™' 111 ^ ( * cs ^' bevollmächtigt, die von Phil. v. Burg, eigenmächtig 6c- Zitnh n ^ c Trabant, Holland, Seeland, Hcnncgau, Antwerpen, Fricsland u. S > jjj^ r ^ f ür das Reich einzuziehen (UTA.). Aug. 3 war cr in Mdda (Wenck g'laubi'i^' ^ u ^' um ^ ^fst *' m Dgnter in Aachen ankommen. Sept. 6 bell j Jjnenfhier] Gr. Joh. v. Ziegenhain, Gr. Gerh. v. Spiegclbcrg u. Marschall stüdte ¥ C} J senbw 0 die Abschrift der 1c. Vollmacht, die Ludwig den 4 Haupt- Scpt H -"rabants mit Begehr, in Aachen zu verhandeln, übersandte (Dgnter). anerh V ° V ^ antworteten die Städte, sie hätten Phil, als ihren rechtmässigen Herrn l ) Iry mi W ' dünnten ohne dessen Befehl den Lgr. nicht beschicken (Dyntcr). ■Nuhn s ?*' ^ nm - &• V$fi- aber, auch zu der folgenden seltsamen Erzählung, Joh. bemu S e nck. 3, 4.17 f u. 5, 443, der den Lgr. sogar von den Ständen Bra- (AnfiJV 1 sein lä l' st - 5 ) v 0 l - obm s - ' 222 '> Kl - Sessenchr. 37 Z. 17 f a ussnJi mnacn fürten sie auch die wapen. a ) Den Titel 'Hz. v. Lothringen' ") y\ obe n nicht; vgl. S. 43 Z 21 ff u. 57 Z. 4 ff. >") Vgl. oben S. 54 f. irUaJL n en S - 50 am Vndc. ''-') Vgl. oben S. 70 am Ende. 1S ) Den Z 7r\ tel ' B - »■ Oesicrrcich' hat G. oben nicht. ") Vgl. oben S. 126 ") Sc t ' 5) Vgl ohcn 8 - U3 Z ' lfi ' lß} Wiederholung im Wortlaut. Joh , „^ machten zwei Feinde Hz. Philipps, der Herr v. Bcifferschcid [Gr. Wurden , m J M - der Herr [Gerh.] v. Bhcydt, einen Einfall in das Limburgisclic, FurcJt überwältigt und bis in die Stadt Aachen hinein verfolgt, die aus dem T V ° r Philipp dem Treiben der Limburger nicht zu wehren wagte, worauf (Dum 91 \ (icr B °den so heifs wurde, dafs cr Sept. um 20 abzog nach Hause J cr >- ,8 ) Vgl. die Geschichtchen Nuhns 3, 418 ff u. 5, 443 f. 298 Landeschronik. Er buwete die Carthusen!), unde verdreib die jungfrauwin 2 ) [1440]. darufs, die worin ordens Premonstratensis 3 ), anno . . . . 4 ). In der nuwen croniken, die man zu Nurenberg drucket, dar stehit inne 5 ), wie dusfser furste in eyn cloister ging, in willen, dasselbe zu reformiren, unde habe darinne mit den cloisterluden die spifse genommen. Da meynt man, he habe vergift gessen, want he unde der apt, die der reformatione begerte 6 ), storben beydesampt balde darnach 7 )- Aber etzliche sprechin, nachdem er plag der alchamye 8 ), so habe he darvonne die vergift entphangin, das er so stürbe. Wie dem alle, so wart duslser furste Ludewig, lantgrave zu Hessen, grave zu Czigenheyn unde zu Nidde, kranck unde starp von der vergifft 9 ), alfs er 56 jar alt was 10 ). Unde das geschach do man schreib nach 1458 Jan 17. gots geburt 1458, uff sent Anthonius tag 11 ). Unde ist zu Margburg begraben 12 ). *bi. 33s. *Ludewig a ) der IV., lantgrave zu Hessen, grave zu Czigenheyn unde zu Nidde, ist zu Cassel bieben, unde mit dem lande in Hessen regirt. Unde hatte mit siner elichin gemaheln, frauw Mechtilde'"), 2 sone,genant Wilhelm unde Wilhelm ,4 ), unde 1 tochter, genant Anna b ) 15 )- lst c ) der kyndere me gewest, defs enweifs ich nicht 0 ) 16 ). Hinrich») der III., lantgrave zu Hessen, grave zu Czigenheyn unde zu Nidde, ist zu Margburg blebin, unde mit dem lande an der 1458 Aug.30. Loyne regirt 17 ). Unde im seibin jare alfs sin vater gestarp, du lif s he eme Annen, von Katzinelnbogin unde Dietz 18 ) geborn, eelich by* legin, unde hattin eynen schonen hoff zu Margburg, Felicis e t Adaucti ,9 ). Unde hatte mit derselbin frauw Annen 4 20 ) soene, genant Ludewig 21 ), Friderich 22 ),Hinrich unde Wilhelm"). Defs ist Friderich unde Hinrich gar jung 5,1 ) gestorben. Er hatte auch 2 tochtere, g e " nant Elisabeth unde Mechtild 26 ) 29 ). Herman a ) der III., lantgrave zu Hessen, grave zu Czigenheyn unde zu Nidde, ist eyn ertzbisschoff zu Collen wurden 27 ). a ) Mit grofser Initiale. b) Anna auf Basur. °) Ist—nicht atlS' gestrichen, aber erst nach Botverzierung der Hs.; wohl von fremder-Hand. ') Das Kartäuser - Mönchskloster St. Johannisberg, gen. die Karlhaiis e > am Heiligenberg. s ) Des bisherigen Auqustincr'-Nonncnkloslers Epp en ' berg. 8 ) Irrig; s. Anm. 2. 4 ) 1440. S. Bommel 2, 336; Landau, Kurt- Hessen 275. 6 ) Anschliefsend an die oben S. 291 mit Gitat Eneas u. 8. *>• wiedergegebene Stelle. e ) Die Vorl. sagt dies nur vom Abt. 7 ) Buch <*# Chroniken (Nürnberg 1493) Bl. 285; nach Enea dei Ficcolomini. Vql. Botn« 1 * 2, Anmn. S. 245 f. ») Vgl Härtung Cammcrmcister , (Erfurter) ChronM GQPrS. 35, 134 (zu 1452). 9 ) Auch die Hessische Chronik 1455/60 hg- v - Mone, a. a. 0.285, sagt: (obiit) a veneno. lieber ein Vergiftungsqerücht von H d0 s. Codex dipl. Gudenus 4, 222 ff; Bommel 2, 292. 10 ) Oben 'S. 282: geboren 1402 Febr. 6. ") Vgl. Dicmar ZHG. 37, 23 Anm. 22 ") Vql l^'fl 24 Anm. 1. ") Vgl. oben S. 295. ") S. Kl. Hesscnchr. 41 Z. 21h 20 f, 22-24. 16 ) S. oben S. 295. '«) Wie oben S. 288 a. E. — ^ waren nicht mehr; vgl. Diemar 26 Anm. 12. ") S. Kl. Hesscnchr. 42 f' 13 f. 1S ) 1453 war ein Viertel der Grsch. Dietz von Eppstcin an Katzcncin- logen gekommen, s. Wenck 1,561 f. Vgl. oben S. 576 m. Anm. 15. ie ) v \ Dicmar 25 Anm 10. 5 °) Kl. H. drie. »') Vgl. unten S. 299: ge' ,0, S, 1460. **) Wohl älter als Ludwig. •») Aelicr ak Heinrich. "") *~* II. Sint zwene sone. ") S. Kl. Hesscnchr. 42 Z. 14-21. Vgl. Dicmar 28 1h '*) In diesen beiden Absätzen scheint noch die Hessenchronik mitsuspreene ■ ") Vgl. oben S. 288 f. Landeschronik. 299 Im seibin vorgenanten jare alfs dusfser fursten vater gestorbin 1458. w as, bynamen du man schreib 1458 jare, du starp auch derbabist Paulus der IL 1 ), unde wart herwelet der vorgenante Eneas 2 ), der vom lantgraven geschrebin hat, wy er zu dem Romschin riche gefordert were, wy vorgeschriben stehit 3 ). Dusfser Eneas wart genant Pius der IL 4 )' 1459 du starp der bisschoff zu Mentz, schenck Diderich, unde MS9- wart herweit Dictherus von Isenberg des 18. tagis junii 5 ). Der Juni 18. sas 2 jar, da gab der bobist das bisschthum Adolffo«) von 1461. Nassauw. Im seibin jare^) du lifen die kindere zu sent Michel8)»). H59- Bie dissen getzyten wart funden die eddelste konst, die buchdruckerige, in der stad zu Mentz uff dem Ryne 10 ). *(Hir sullen stehin lantgrave Ludewig der IV. unde lantgrave »blsss'. Hinrich der III mit iren elichen gemaheln unde kyndern.) * (Hir sal stehin lantgrave Herman der III., ertzbisschoff zu *bi. 334. Collen unde vormunder defs furstenthumps zu Hessen 11 ).) * 1460 du gebor frauw Anna, lantgraven Hinrichs gemahel, *bi. 334'. e ynen soen, genant Ludewig 12 ). I46 °' Im seibin jare du tzoch lantgrave Ludewig an den Ryn unde 1460. Jalff hern Frideriche, vormunder der Phalcz 13 ), geyn bisschoff Diethern zu Mentz Unde gewonnen eynen strid 14 ), unde der lantgrave jagede den bisschoff in eyne stad l5 ). Dufs geschach uff sent Erichs tag«) JuU 4 - 1461 du herhub sich phede tzusschin den bisschoffin zu Mentz, , 4 6i. fern Diethern von Isenburg unde hern Adulffo von Nassauw"). Unde im j are darnach wart die konnigliche stad Mentz gewonnen, I4 6 2 0kt. 2 8. bl monis et Jude 1 ») Unde das datum findet man in den Worten: ec ce lignum crucis 1 "). , . , I4 f ■ . n D , Im seibin jare 1462 da finck her Friderich, vormunder der .462 Jon. 30. ^haltz, den bisschoff 20 ) von Mettze, den marggraven 21 ) von Baden Un de den 22 ) von Wirtenberg 23 ). Das geschach tzusschin dem Ryne , ., .') Vielmehr Calixtus III: Hol. 89 Z. 17-16 v. U. (m. J). Paul II 89' "« richtigen Baten. ') Hol. 89' Z. 23-23 v. «. [m. J.). *) »-. fen t- T \ 91 - 4 ) Hol. 89' Mitte. Wortlaut wie oben S. 292. 5 ) Bichtig. '■ U - 7 ) Hol. nennt d. J. 1457, und das ist auch sowohl das hauptsächliche, me da S für IIcssen siclwr hezeugte Jahr . s . A nm. 9. 8 ) Nach Xart-Btrlb** (Z ■r r Meeresbucht an der Südwestgrenze der Normandic. 9 ) Bot. bJ t.nr [mt 1457). Vgl. Hessische Chronik 1455160 hg. v. Mone, a. a. 0. 284: 1457 s-yngen vcllc jungen an grofsen scharen enweg u. sprochen, se wolden tzu s. M ' cna ' • ele gan in daz mer; daz waren knechtikene von 10, II, 12, 13, 14, 15, lb i l J" lö , en V u - gyngen under vanen, io S °° adder 600 adder 1000, ane erer ekleren dang £ »afs daz bedudde, daz weifs god alleyne. Vgl. auch Limb. Ann., h. Chr. 110 % {0 ff [U56) m. Anm. 1: .loh. Kerkhördc, Bortm. Chr., B. Städtcchrr. 20, 13b %*%f (1458) m. Anm. 3; Hist.-polit. Bll. 96, 194 (Hauptjahr 1457). ' ) Ä«. »? Z. 12 ff m .9 un t cn g 304 (1483). ") Vgl. Biemar ZH(r. 37, f &M »)XÄX S - d %BeiPfeddershei m g «) *£}***; J Uß. >Toh. Nuhn Sei. Senck. 3, 429 f u. 5, 491; Cassckr Chr. ZS&.7^- Q V pl- Nuhn 3, 432 f J ») Vgl Nuhn 3, 437 f; ferner e. B. Winkelmann ^ifreib. v. Hessen 98 am Ende; Biemar Mitt. a. d. Stadtarch. v. Köln Bd. Ä '") Vgl. Biemar a.a.O. ">) Georg. ») Karl. ) W. u 'nch. ») fgl, Nuhn 3, 431 ff. 3°° Landeschronik. unde dem Necker 1 ), an eyner stedde, genant Neckerdail 2 ), uff den nehistin tag- nach Petri et Pauli 3 ). i462Sept. 17. Im seibin jare du starp frauw Anna, von Doringcn, Missen unde Sassen 4 ) geborn, lantgraffynne zu Hessen, uff sent Lamperts tag 5 ). Unde ist zu Spangenberg zu den Carmeliten 6 ) begraben 7 ). 1463 März 7. 1463* uff montag nach reminiscere in der fasten, du lagin die von Franckenberg gemeynlichin nidder by dem Halmberge 8 ), an eyme berge, genant die Heyde 9 ). Unde da a ) geschach 1 ') grofs schade der stad an gefangin, an pherden unde an harnesch 10 ). i463März3i. Im seibin jare do wart her Rupert von Beyern 11 ) herweit zum bisschoffe zu Collen, uff den letzstin tag des mertzs 12 ). 1464 Mai 6. 1464 do was bisschoff Adolff von Mentz, der verschreib lant- graven Hinriche Battinburg, Rosental unde Melnauw 13 ), uff sontag vocem ioeunditatis nach ostern, vor c ) 30 tusent gülden. Darzu loiste der lant- grave dy genanten flecken vor 12 tusent gülden unde 200 gülden 14 ), davor dy flecken versatzst worin 16 ). Summa 42 tusent gülden unde 200 gülden 0 ). Also nam lantgrave Hinrich diesclbin flecken yn. Da quamen aber die Westphelingc 16 ), unde filen uff die Auwe zu Battinburg unde namen unde branten 17 ). 1465. 1465 du tzoch hertzog Karolus von Burgundien 18 ) geyn den konnig 19 ) von Franckrich. Unde quamen zu striden 20 ), unde der 1467. hertzog gewan mit grosfsin eren. Darnach uwer 2 jar du gewan er die tzwo allermechtigcsten stedde genant Dynant unde Ludich, unde zubrach sie alle gar. Alsus lesit man in dem Fasciculo 21 )- Zu derselbin tzyt lifs er 200 swanger frauwen von Ludich in schiffe settzin; die schiffe hatte he lasfsin verlochern; alsus verdrenckte he die frauwen mit den fruchten 22 ). Darnach tzoch er in das lant zu Gelren unde gewan efs; darnach gewan er das hertzogthum von Lothringen 23 ). Unde gewan menchin grosfsin strid 24 ). Unde dreib wonder. a) Verändert aus das. t>) Danach ein paar getilgte Buchslaben- c) vor—gülden am Hände nachträglich zugesetzt. ') Bei Beckenheim am linken Neckarufer; in der 'Spitze' zwischen Neckar u. Rhein. *) Vgl. Denkverse bei Kremer, Gesch. d. Kurf. Friedr. I v. »• Pfalz 304 Änm. 4 (am Neckerthal). — Nuhn 435 bey dem dorffe Schwetzingen. s ) Vgl. Denkverse a. a. 0. 4 ) Vgl. oben S. 288 m. Anm. 10 u. 13. ") Vgl- Diemar ZHG. 37, 24 Anm. 4. ") In der Stadtkirche. 7 J Vgl. Diemar 24 Anm. 5. 8 ) Stadt Hallcnbcrg. °) Jetzt Heidekopf; wcstl. v. Hallen- berq. 10 ) Vorgeschichte u. nähere Ausführung Stadtchr. Bl. 26'. u ) K ur ~ pfalz. 12 ) Vielmehr März 30. Vgl. Diemar Wcsld. Zschr. 15, 64. ") Urk- B., Kellerberg, R., M. u. Wetter halb; Stadtchr. Bl. 27'a B., R., M. u. sine gc- rechtikeyd zu W. Jl ) In der Urk. ist die erst zu bewirkende Lösung angesetzt zu 10000 Gl. l5 ) S. Urk. EB. Adolfs 1464 Mai 6 Mainz: Gund- lach, Hessen u. d. Mainzer Stiftsfehde 108. Weitere Verabredung wegen der Lösungssumme Mai 7. Wie hoch diese sich dann wirklich gestellt habe, sagt uns nur Gerat. S. Gundlach 58 f. 16 j Seit 1464 Juni lag Lgr. Ludwig in Krieg mit Paderborn; s. Landau ZUG. 5, 268 ff; Bücking ZHG. 16, 43 (!) am Ende. Vgl. unten zu 1469. ") 1464 Herbst; s. den etwas erweiterten Berieht Stadtchr. Bl 27'a; vgl. Bücking 42 (') am Ende. ,8 ) Gr. v. Charolais, seit 1467 Hz. v. Burgund. 10 ) Ludwig XI. 20 ) Juli 16 bei Montlhery; K° l - in . . . Amondleri. 2 ') Hol. 90 Z. 9—13 (m. J.). ") Nicht bei Bot. ■■■■') Hol. Z. 13 f, mit '2473''. sl ) Bol. Z. 15. Landeschronik. 301 1468 du wart gestifft das fest unfser liben frauwen genant m 68 - presentacionis'), das ist alfs Maria von 3 jaren in den tempel ge- oppert wart. 1469 du wart gededingt tzusschin der phede lantgraven 1469 Jan. 20. Ludewigs unde des bisschoffs 2 ) zu Padeborne 3 ), uff sent Seba- stianus tag 4 ). *Im seibin jarc du wart 5 ) Bureken unde Swarczenborn ver- *bi 335 bf ant6). I4 6 9 . Die von Buchenauw verbrantin 7 ) das slos Hunecke 8 ). 1471 du gebar frauwe Anna, lantgravynne, eynen soen, ge- 1471Sept.11. 8. nant Wilhelm, uff dem slosfse zu Blancksteyn 9 ). Dufs geschach lr n herbeste, zu unfser liebin frauwin tag genant nativitatis, das ist a hs Maria geborn wart 9 ). Im seibin jare, darnach zu sent Mertinfs1471N0v.11.11. tage, du wart lantgrave Ludewig der IV., der zu Cassel regirte, kräng unde starp 10 ), zu Richenbach 11 ), alfs a ) er 37 jar alt was") 1 *). Unde ist zu Margburg begraben 13 ). Da was lantgrave Hinrich vormunder unde regirte, etc. 14 ). Eodem b ) anno 15 ) starp dufs fursten 1471. v aterswester, frauw Agnes, herezogyn zu Brunswig 16 ), alfs sie 80 jar alt Wasl7 J. Unde ist zu Cassel in dem thum"*) zum heiligin cruce be- grabinb) 19 ). H7 320 ) du bestunt lantgrave Hinrich Fridewalde zu buwin. Unde 1472. brach das alte gehufse alle abe 21 ) unde buwete das slos ufs dem ? r undc allcrdinge gantz nuwe 22 ). 1473 du was so eyn heifs, drocken sommer, das defsglichen 1473. ke yn mentsche mee gedochte 23 ). "•) alfs—was am Bande nachgetragen. b ) Eodem—begrabin am Bande ae ' l 9etragcn; darin wieder alfs—was nachtrüglieh zugefügt. p l ) Hol. 89' Z. 22—19 v. u. spricht vielmehr von erneuter Bestätigung durch ■ Paulus II alsbald nach dessen Wahl von 1464. *) Simon III. s ) S. ) Vgl. Bücking Sj*W. 16, 50. 10 ) Nov. 8; s. Dicmar ZUG. 37, 24 Anm. 8. ' ") S. U?o' ar 34: Anm. 9. 12 ) Irrige Vermutung; s. oben S. 288 Anm. 16. Geburt wf v ^ cpt 7 > s - Dkmar 24 Anm. 7. >») S. Dicmar 24 Anm. 10 u. 11. J vgl. Nuhn 3, 476 f. "■) Jan. 16. ">) Wittwe Ottos d. Einäugigen. v>fjP en s - 282 f. ") Oben S. 278: geboren 1391. ,8 ) St. Martin. ) Ebenso die Kl. Hessenchr. 41 Z. 10 f [letzte Uebcreinstimmung; s. Dicmar das. >• Andere Nachrichten ohne den Ausdruck 'zum h. Kreuze'; s. Dicmar 23 ^Tv- 11 ^ s sclie i n t danach, dafs noch die Hessenchronik hier mitspricht. 'Vielmehr erst 1477; s. d. nächst. Anmn.; vgl. unten S. 303: Wolkersdorf '1477' mt U80. =i) i n Alleinbesitz der Burg kam Lgr. Heinrich erst 1476 durch wcauf der Burgsitze der v. Altenburg u. v. Bückcrshauscn; s. Landau, Bitter- "urgen 1, 283; Bommel 3, Anmn. S. 39. Vgl. Nuhn 3, 503 f. ") 1^7 bis **°l nach Landau, Kurf. Hessen 522. Vgl. Nuhn 3, 505 ff. ss ) Dasselbe «ffew die Limb. Annalen, L. Chr. 115 Z. 36 f, mit sehr ähnlichen Worten: eine warmber somer, dafs keinem menschen zu der zit nit gedaecht des gelichin. 302 Landeschronik. 1473. Im a ) sclbin jare do gebar frauw Anna, lantgraffynne, eyn tochtcr, genant Mechtild, uffme slofs Blancstcyn") l ). 1473N0V.U.25. Im seibin jare, zu sent Kathrinen tage, du sante lantgrave Hinrich 2 ) ufs Johan Schencken zu Sweynfsburg 3 ) unde Petern von Bidenfeld mit etzlichin andern syner dynere, unde thet en syne schuttzin midde; darzu mustin die von Franckenberg auch zu fusfse unde zu pherde midde. Unde czogen in Westphalen 4 ), unde namen die kuwe vor dem Schartenberge 5 ). Defs wurdin die von Brilen reyde, unde das lant darumbe, unde jagetin nach, unde slugin sie darnidder 6 ), unde fingen Johan Schencken, Petern von Bydenfeld 7 ) unde die von Franckenberg. Alfso wart die stad aber verhauwin, unde namen grosfsen schaden an gefangin, an harnessche unde an 1474. pherden 8 ). In dem jare darnach du machte lantgrave Hinrich eyn mechtig here, unde versammetc sich 9 ) bie Franckenberg, an eyner stedde, genant Schrouffe 10 ), unde wulde czihin vor Brilen, etc. 11 ). [1474]. Er lifs auch das slos Schartenberg 5 ) nidderbrechin anno . . . . 12 ). Er czoch 13 ) vor Lynfse' 4 ). [1477]. Er czoch vor Folckemers anno . . . , 15 ). •bi. 886'. *I474 du czoch der vorgenante herezog Karolus von Bur- 1474. gundien vor Nusfsc 16 ), durch anreysunge bisschoff Ruperts von Collen 17 ). Hir ist zu mireken der sproch Davidis in syme 108. psalm: 1478. fiant dies' 8 ) eius pauci, et episcopatum eius aeeipiat alter' 9 ); dar findet man das datum ynne uff bisschoff Rupert etc. 20 ). 1474 Aug. 22. Im 1 ') selben jare do wart eyn ertbebunge in der nehistin nacht vor sent Bartholomefs c ) obint, umbe n ure, so das die doppen, kannen unde ander hufsraid an den wenden zusammenslug b ). 1476 Mai 9. 1476 du verbrante Franckenberg in 6 stunden, die aldenstad unde die nuwenstad alle gar mit dryen kirchen 21 ) unde mit allin glücken, die dar worin. Sundern der Gorgenberg bleib stehin; ydoch ver- a) Im—Blancsteyn nachträglich eingefügt. i>) Im—slug nachträglich eingefügt. ») Äs. Barthomefs. ') Vgl. Diemar 29 Nr. 53. 2 ) Während er selbst am Bhein (zeitweise schon vor Lins) weilte, als Helfer seines Bruders Hermann, Stiflsverwesers v. Köln, gegen FB. Buprecht; s. Diemar Westd. Zschr. 15, 96ffu. MOHGV. NF. 8, 53 f- '■>) Amtmann zu Frankenberg (Stadtchr.). ") In das kölnische Herzogtum- b ) Scharfenberg (/) nördl. v. Brilon. ") Da/s Joh. Sehende d. Äclt. mit anderen vor Brilon niedergelegen sei, erwähnt eine Quittung Lgr. Wilhelms Hl von 1490 Sept. 30; Marb. Samtarchiv. ') Auch Lorentz Wyntcr u. andere eddellute [Stadtchr.). *) Enveitcrter Bericht Stadtchr. Bl. 27'—28. Vgl- Brunner Hessenl. 3, 159; Diemar Westd. Zschr. 94 u. 98 f. °) Juni nach 27- '") D. h. beim Dorfe Schreufa, nördl. v. Frankenberg. ") Sehr ausführlicher Bericht Stadtchr. Bl. 28'. Vgl. Diemar Westd. Zschr. 295 ff. ") 1474 (nach Juni), wie man nach Stadtchr. Bl. 28'b annehmen mufs. 13 ) 1474 Jult Anfg., von Frankenberg aus (über Siegen; s. Achenbach, Gesch. v. S. 1 III, 59)- ,l ) Vgl. Stadtchr. Bl. 29a; Nuhn 3, 484 f. Ankunft Juli vor 10. Vgl. Diemar Westd. Zschr. 300ff u. MOHGV. 59 ff. ,6 ) 1477, nachdem er schon seit 1474 die Stadt hatte bekämpfen lassen. Vgl Cassclcr Chr. ZHG. 7, 344 u. 346; Landau ZHG. 1, 329 ff; Landau, Kurf. Hessen 217. ">) Ankunft Juli 29- Vgl. Diemar Westd. Zschr. 310 ff. l1 ) Vgl. Stadtchr. Bl.28'—29; Nuhn 3, 493 ff; Cass. Chr. 345. '») d ist nicht mitgezählt. 19 ) Psal. 108, 8. Vgl. Limb. Chr. 57 Z. 11 ff. 20 ) Nämlich auf seine Gefangennahme; s. unten ZU 1478. 21 ) Stadtchr.: die pharkirche; die capelle s. Johannis; der spital. Landeschronik. ■ go - ? brante en ere mole 1 ) gantz in dem wasfscr abe. Dusfser brant geschach defs 9. tages in dem meye, unde die stad wart angestickt mit füre 2). Im") seibin jare starp herczog Friderich von Beyern, der 1476 Dez. 12. e yn vormunder was der Phalcz am Ryne 3 ), unde starp uff sent Lucien obint a )*). Darnach im seibin jare quam eyn wynter, der hyfs dergrosfse 1476. sny. Wante achte tage nach Martini du fyl eyn grofs sny unde Nov. 18. bleib liggen bifs zu sent Ambrosius tage im Aprile, das was bie i477Apr.u.4. 20 Wochen 5 ), unde fyl alleczyt vil sny es uff den alten, so das bie m entschin lebetagin ny mee snyes herfaren was 6 ). 1477 du wart herczog Karolus von Burgundien 7 ) toit ge- 1477 Jan. 5. S1 agen von den Switzern. Das geschach des 5. tagis in dem hart- rnondeS). Im seibin jare 9 ) du bestunt lantgrave Hinrich das slos Wulckerfs- M77- dorff zu buwin'"). Unde brach das alte gehufse alle abe"), ufsgescheyden Eol. 90 z. 19—31. Vgl. Nuhn 3, 498 f. s ) Vielmehr erst 1480; s. d. r°nst. Anmn.; vgl. oben S. 301: Friedewald '1472' statt 1477. 10 ) Bie seit n 9em verpfändete Burg kam 1479 an Joh. v. Eosdorf, von dem Lgr. Heinrich fi einlöste; g. Landau, Bitterburgen 3, 36. ") 1480 nach Landau, Kurf. i esscn ±02. ™) 'In den folgenden Jahren" nach Landau a. a. 0. 13 ) Wort- " Mt ^»e oben S. 301 (Friedewald). u ) In das von Mag. Heinrich im Hofe J n - Kode ihnen gestiftete Fratcrhaus zum Löwenbach. 15 ) Aus dem Frater- «w* zum Sprmgborn. IC J Genehmigung der Stiftung Eodes 1476 März 15-. ltw\ N achr. v. Schiffenberg 3, Beil. S. 17. — Bestätigung durch P. Sixtus IV ,V • Mai !■ Anal. Hass. 7, 33 {Quellen u. Darst. z. G. 'Niedersachsens 9, 176 'Q' l 9 Apr. 25). >') Eröffnung des Convcnts 1477 Okt. 21: An. Hass. 7, 31. «m der Kugelkirche bis 1485, Ausbau des Fratcrhauses bis 1491. — Vgl. -öwcfctnj;, Bilder aus Marburgs Vergang. 75 ff. ") März 6 {vgl. unten) im ld zwischen Eisoff {bei Bcnnerod) u. Briedorf. ">) März 8. "") Vgl. 499 f; Cass. Chr. 346; Landau ZHG. 6, 63; Diemar MOGV. 97 m. a "1 ^"" 1, vass. vnr. 0*0; jj»»«"» *>üu. u, vj; j-nvmur auu ' ■ »..... ZHG 1 '»- 2,) Juli *■ " ] ° hm S ' ä "'' 9ehoren U6 °- 20) Vgl Viemar ^oa Landeschronik. *bi. 337. * 1479 du starp der letzste grave zu Katzinelnbogin, genant 1479 Juli 28. der alte grave Philips, uff sent Panthalconfs tag, alfs er 77 jar alt was 1 ). Undc ist zu Erbach bie sine althern begraben 2 ). 1479 Aug. 3. Im selben jare du quam eyn groifs weder unde donner gey 11 Aldindorff an der Lombe, unde verbrante die stad in 3 stunden alfs mer alle gar, uff sent Stephans tag in dem erne, genant inventionis 3 )- 1479. Im seibin jare du lagin die von Embecke nidder 4 ). 1480 Juli 26. 1480 du wart bisschoff Rupert von Collen zu Blancksteyn kräng undc starp, uff sent Annen tag in dem erne 5 ). 14S2 Mai 6. 1482 du starp bisschoff Diether von Mentz 6 ) uff den 6. tag im meye" 1 ), undc do wart Albertus von Sassen uffgeworffin vor eynen vormunder defs stiffts 8 ). 1482Nov. 16. Im seibin jare du wart hern Philips, phalczgraven by Rine, eyne tochtcr geborn zu Heydelberg, uff sent Otmars tag, genant Elisabeth. Die wart hirnehist elich vermahelt hern Wilhelmen dem jungern, lantgraven Hinrichs sone 9 ). 1482. Im seibin jare du bestunt lantgrave Hinrich widder zu buweo das slos Huneckc, das vormalfs verbrant unde vergangin was t0 ). 1483 Jan. 13. 1483 du wart lantgrave Hinrich kranck uff dem slosse Wulckerfs- dorff, unde lifs sich geyn Margburg füren, da starp er uff de» achtzehin tag 11 ), alfs er 48 jar alt was 12 ). Unde ist darselbis zu sent Elisabeth begraben 13 ). Da was bisschoff Herman zu Collen 14 ) vormunder unde regirte das lant 15 ). 1484 Mai 1. 1484 du starp her Albert von Sassen, administrator defs stiff ts zu Mentz, uff sent Walpurgen tag, unde quam nach eme zum bisschthum her Bertold von Hennenberg. Wilhelm a ) der elter, lantgrave zu Hessen, grave zu Czige»' heyn unde zu Nidde, lantgraven Ludewigs des IV. soen, hatte ey 11 elich gemaln, genant Anna b ) von Brunswig 16 ). Unde c ) hatte 5 ») Mit grofser Initiale. b) Anna in leer gelassene Stelle nachträglü" eingesetzt. <=) Unde—jung (S. 305 Z. 2) nachträglich zugefügt. ') Vgl. Ann. br. liheinf. (comes in K. et in Dietz; feria quarta p. Jacot»! anno suae aetatis 77.); Nuhn 3, 502 f (mittw. n. Jacobi). Juli 28 meint wohl öj*Je S. 288 Anm. 16. Geburt 1441 Okt. 15; s. Biemar 25 Anm. 6. la ) Vgl. Die»™? 25 Anm. 9. u ) EB. seit 1480 Aug. 11. "■) Vgl. Stadtchr. El. 3- 1G ) Vermählung 1488, unten nicht erwähnt. Landeschronik. 305 tochtere, genant Mechtild, Mechtild, Anna, Katharina, Elisabeth. Sunder die eyne Mechtild starp jung")'). Wilhelm b ) der mitteler, lantgrave zu Hessen etc., dufs vor- geschrebin fursten bruder, hatte tzwo eliche gemaheln. Irst frauw Jolanda, konnigyn zu Hierusalem undc Cecilien, hertzogynne zu Lotthringen 2 ). Unde 0 ) hatte 1 s[oen], genant Wilhelm, d[er] starp jung«)3). Darnach, alfs die gestarp*), nam der furste frauw Annen' 1 ), hertzogynne zu Meckelnburg 4 ). Unde e ) hatte 3 kindere, genant Elisabeth 5 ), Philips 0 ) undeMagdalena 7 ). Disfse letzste starp jung 6 )»). Wilhclm b ) der junger, lantgrave zu Hessen, grave zu Katzineln- b °gen, zu Dietz, zu Czigenheyn unde zu Nidde, lantgraven Hinrichs d es III. SO en, dusfser furste hatte zu der ee hern Philips, phaltz- graven by Rine, defs curfursten, tochter, genant Elisabeth»). Unde st arp der furste hirnehist sunder liebeserben 10 ). Unde fyl das lant an synen vettern, lantgraven Wilhelm den mittelern. * (Hir sullin stehin lantgrave Wilhelm der elter unde lantgrave *bi. 337.. Wilhelm der mitteler mit iren elichin gemaheln unde kyndern.) *(Hir sal stehin lantgrave Wilhelm der junger unde frauw »bi. sse. klyzabeth, herezogynne zu Beyern 11 ).) * i486 du wart das hufs Russelfsheym follinbracht 12 ). *bi. 336'. Im seibin jare du wart herezog Maximilian von Oisterrich ge- i486. koren zum Romschin kunnige 13 ). 1487 du quamen die suster ufs Westphalin geyn Francken- 1487. ° cr g- unde 1 *) bestundin dar zu wonen 15 ) 16 ). Auch lifs lantgrave Wilhelm der junger den Gorgenberg zuslisfsen ") 18 ). 1489 du starp frauwe Elyzabeth, von Hessen geborn, gravynne 1489 Apr. 22. Zl1 Nassauw undc Sarabrucken 19 ), uff sent Gorgen obint. Unde ist zu Wylborg begraben 2 »). a ) S. S. 304 Anm. c. h ) Mit großer Initiale. °) Unde— J " n g am Bande nachgetragen; beschädigt. <*) Der Name hier nicht, wie unten °- «5, erst nachträglich eingesetzt. °) Unde—jung nachträglich zugefügt. ') Vgl. Dicmar 27 u. 30 f. — In der Bgttf. BI. 18 schreibt G. : Mecht. 4Uam czo Wislsensteyn; Mecht. starp jung; Anna quam czom Anaberg; Kather.; Eliz. Wüh. d. e. regirt czo Spangenberg. — U. bevale syme bruder, hern Willi, d. m., a ' 11 . lüde, wyp u. kyndere. U. er hilt sich vorterfs czo Sp. 2 ) Vermählung if 9 L s- unten. •■>) Geburt u. Tod 1500, s. Dicmar 31. 4 ) 1500, s. unten. ) Geb. 1502, s. unten. ") Geb. 1504, s. unten. ') Geb. 1503, s. unten. iV°?4 s. unten. °) Vermähhmg 1498, s. unten. 10 ) 1500, s. unten. > Vgl. Dicmar 29 Anm. 17. ") Vgl. Wcnck 1, 617 f. ">) Vgl. Hol. &• 1 —5. >■<) Stadtchr. machtin eynen convent darselbis under der regulen ij. Augustini 1B ) In dem von Priester Johann Eidotter ihnen gestifteten Mause. __ Freiheitsbrief Dar Wilhelms III 1490 Juni 24. Bau einer Kirche <Ä« , S 1 ntalMrchc>) erst um 1513. '") Vgl. Stadtchr. BI. 33'b u. 34'b; A. MfMmann ZUG. 33 429 ff. Die Urk. Wilhelms im Marb. Archiv, Kopialbuch gUhehns 3 BI. 53. ' 17 ) Stadtchr.: 1487 • • • beslofs lgr. W. das closter G. ^OhUefsen (Zuschlicfscn) ist Wiederherstellen der ordnungsmäfsigen Klausur. — rc tiieilsbricf Lgr. Wilhelms III 1490 Juni 23, nachdem die Nonnen itzt von ninvem dar komen sint (also sich der Klausur gefügt haben), ein 'reformiertes geist- ^i'cs Leben' führend 18 ) Vgl. Stadtchr. BI. 33'b; Heldmann 428 ff u. 436. "te TIrk. Wilhelms bei Estor, Kl. Schriften 3, 52 (auch Nachricht v. d. Land- ymmendc Marburg, Beil S. 10). ,9 ) Witwe Johanns III; vgl oben S. "W m. Anm. 4. *») Vgl. Dicmar ZUG. 37, 25 Nr. 42. ■30Ö Landeschronik. 1489. Im seibin jarc du lifs lantgrave Wilhelm der junger von irst steyne hauwen zu dem nuwen salc zu Margburg 1 ). 1489 Nov. 3. Im seibin jare wart dem herezog 2 ) zu Cleve eelich vermahclt frauwe Mechtild, von Hessen geborn 3 ), defs 3. tages nach aller heyligin tage 4 ). 1490. !49° du was der kalde wynter 5 ). 1491 Juli 25. !49 ia ) du was eyn groifs wynt uff sent Jacobs tag 6 ), der warff die weide umbe, unde fürte Langendorff 7 ) enweg, die kyrehin, hufse unde schüren, alle buwe, ufsgescheydin eyn bofse hufs, d[ar] worin die kyndere in geflohen*) 8 ). 1491Sept.v-.29. 1491 du geschach der hirezsprung uff dem Burgkwalde, in der brunst vor Michaelis; unde der hircz sprang 68 fusfse lang. Lantgrave Wilhelm der junger schickte eyn hcre vor Louch- [1491]. sted 9 ) anno . . . . ,0 ). 1492 Aug. 23. H9 2 du nam lantgrave Wilhelm der junger die hirschafift von Epsteyn 11 ) yn, uff sent Bartholomefs obint 12 ). 1492 Nov. 7. Im selben jare du fyl eyn hagclsteyn in dem Sungauw, bie Ensifsheym, der was dreyeckecht unde 3 b ) centener swer. Das geschach defs 7. tagis nach aller heyligin tag 13 ). 1492u.N0v.3o. Im seibin jare, darnach, zu sent Andrces tage 14 ), du wart der eelich begriffin 15 ) czusschen lantgraven Wilhelm dem junger unde Elyzabeth, hern Philips tochter, phalczgraven bie Ryne 16 ), etc. l7 )- *bi. 388. *M93 du starp keyfser Friderich der III., des 5. tages 18 ) nach 1493 Aug. 19. assumpeionis. a) MCCCCXCI — gefloh(en) nachträglich eingefügt. *>) unde III ß r ausgestrichenes bie eyme eingesetzt. ') Dem Ostbau des Schlosses. Vgl. über Hin Dehn-Bot fclscr u. Lotz, Baudenkmäler im Rbz. Cassel 168; Bückinq, Bilder aus Marburgs Vert/ang. l^l (Inschrift von 1493). 2 J Johann II; Bgttf Bl. IT Johan. ' ")'Die oben S. 298 u. 302 genannte jüngere Tochter Heinrichs III. 4 ) Zu Soest. Vgl- Dicmar 29 f Nr. 53; D. Städtechrr. 24, 77 ff u. 196. — Die Vermählung Elisabeths, der oben S. 298 genannten älteren Tochter Heinrichs III, mit Gr. Johann V v. Nassau-Dillcnburg (1482 Febr. 11 Marburg-, vgl. Dicmar 29 Nr. 51) erwähnt G. nur in der Bgttf, Bl. 17': Elizabeth wart graven Johan zu Nassau, des Dil»" borg ist. 5 ) Winter 1490/91. Vgl. Stolle 443 f. e ) Bei Stolle Juli 21 < Nachts zwischen 11 u. 12 Uhr. 7 ) Am Bunjwald, südiuestl. v. Gemünden «• d. Wohra. •) Vgl. Cass. Chr. ZUG. 7,352; Stolle 446. TTcbcr LangcndorJ kommt vielleicht Landau, Wüste Ortschaften 239 in Betracht. 9 ) Lauchstä» im Stift Merseburg? ">) U91; denn 1491 Apr. 18 stellte die Stadt Marburg dem Lgr. vierzig Söldner zum zug vor Laustett; Stadtrechnungsposten bei Bücl»n9 ZUG. 16, 61; vgl. das. 60 Anm. ") Vielmehr die Hälfte der Herrschaft- ia ) Gekauft hatte er die halbe Herrschaft Aug. 6, von IL Gottfried X V. EW. stein. S. Schminckc Man. Hass. 2, 555 Anm.; Bommel 3, 126 u. Anmn. S- 681; 13 ) Vgl. Seb. Brant, 'Von dem Donnerstein, gefallen im 92. Jahr vor Ensisheiny Gedicht, als Flugblatt gedruckt, mit Bild; s. Gocdeke, Grundrifs z. G. d. atscn- Dichtung f, 383 f; Text bei Frh. v. Lilicncron, Hist. Volkslieder 2, 308 (Vers J° auf s. Florenzen tag, Vers 41 drei Zentner schwer, Vers 43 drei eck hat et)- ") Nämlich Nov. 25. ><■) Also die Verlobung geschlossen. ie ) 2W»*g Vertrag Wilhelms mit Philipp Nov. 25 zu Lorsch. S. Bommel 3, Anmn. S- ' \ ('1493' Druckfehler). ") Gleichseitig 'engere Einung' Wilhelms mit BhilW' Beurk. Nachricht v. Schiffenberg 2, Beil. 8. 56. ls ) Vgl. oben S. **' Anm. 3. März 16. Landeschronik. 3 < - ) 7 Im sclbin jare du fyl lantgrave Wilhelm der junger synen 1493 Okt. 15, rechtin arm ufs bie dem dorffc genant Kolbe 1 ). Das geschach den nehistin tag vor Galli. Unde uff scnt Lucas tag quam er eme gnyfs- Okt. 18. liebln unde wolc widder yn 2 ). 1494 du starp frauw Anna, von Katzinelnbogen unde Dietz i494 Febrl6 gcborn, lantgravynnc zu Hessen 3 ), uff sent Julianen tag, das was n ff den sontag invocavit in der fasten 4 ). Unde sie was alt wurden 5o unde eynlialp jar 5 ). Unde ist zu Margburg begraben 4 ). Lantgrave Wilhelm der junger kouffte 6 ) das slos Clyngenberg 7 ), u ff dem Moyne gelegin, anno . . . . 8 ). f'4931- Im seibin vorgenanten jare du man schreib 1494, du lifs lant- 1494- grave Wilhelm der junger den grosfsin tich vor Franckenberg ufs- lafsin»), der von anbegynne nymee ufsgelafsin was von der czyt, d as en der irste lantgrave zu Hessen, der ufs Brabant quam» 0 ), hatte m achin lasfsini 1 ). Im sclbin jare quamen die bruder geyn Meyter- 1494. d °rff, bie Franckenberg gelegin 12 ), unde' 3 ) bestunden zu buwen 14 ). I495 a ) d ° brante der Rofsintal allerdinge gancz abe, ufsge- 1495 scheiden das slos«). Dit geschach uff den 16. tag des mertzs a ). b )Alfs 16 ) man schreib nach gots geburt 1495 J are > du hat 17 ) der 1495. a| lerdurchluchtigst, groifsmechtigst, christlichst fürst unde herre, her Maximilian, Romscher kunnig, die fursten des richs geyn Wormfs ge- ßeisschin 18), darsclbis mit czytiiehem rathe vorzukummen krige unde Paede, unde zu uffrichtunge fridde unde eynickeyd unde umbe merunge c 'l s christlichen«) gloubens unde gemeyn nottzes willin raithzuslagen. Alfso ist der kunnig zu Worms yngeritten uff den 18. tag des mertzes"). März 18. Des ist auch syne gemahel, die Romsche kunnigynne, genant Blan- c amaria,dar kummen 2 »). Darzu sint dusfsc nachgeschrebin fursten unde ,, . a ) MCCCCXCV—mertzs nachträglich eingefügt. b ) Von hier an ganz '"«»c und zierliche Schrift. °) Hs. des christlichens; Vorl. nur ehnsthehs. „ . ] ) (Jölbc bei Marburg. 2 ) Vgl. unten zu Stadtchr. Bl. 35 b. 8 ) Witwe {"wichs III; V gl 0 b m S. 298. *) Vgl Biemar ZUG. 37, 25 Nr. 41 IVoen S. 292: (/eboren 1443 Sept. 5. °) Aber in Gemeinschaft mit Kur]. Philipp v . d P f ak 7 ) vielmehr die Hälfte der Burg, Stadt u. Herr- yj«aft. s) U93j wn &. Philipp 11 v. Hanau-Lichtenberg. S. Wcnckl, Xg-336. o) Arbeiten am Teich, unter Leitung mehrerer Meister, erwähnt JL e Rechnung des Franken/). Rentmeisters Ilcinr. Hofs 1494 zu März bis Novr, färb. Archiv. ">) Zum Ausdruck vgl. oben S. 297. ») Vgl. oben S. **» u. 234 f. 12) Am linken Edcrufcr, oberhalb der Stadt. ls ) Stadtchr- TT ' 3 5a: machten darsclbis eynen convent von der tercienregcln s. Francisci. m{*- ". 1515: convent ordens der dritten regeln s. Franc, czo MeytterdoriT by Franck. > Auf da- Stätte des ausgegangenen Dorfes McUcrdorf. Bas Kloster bestand bis fnr T S - Landau, Wüste Ortschaften 220. "■) Vgl. Landau, Kurf. Hessen 0 i, -"ehn-Motfelser u Lots, Baudenkmäler im Ebz. Cassel 230. ) Als ^ c «c tritt hier ein das [1495] gedruckte •Büchlein von der Einrcitung u. s. w in rorms> t 8 , ohm in dcr yi n i e ii, m( j. Vgl. Hcrtsog, Chronicon Alsatiac 2, Uöff; vfnekenberg, Sammlung von raren Schriften 1, 94 ff. — In der Stadtchr. Bl. a J?« erzählt Gerat., du/s ihn der Lgr. Wilhelm III bic sich hatte, als er 149ozu Z°?T s y«e regalia entphing. ") Stadtchr. richtig hatte. ")««*■ » {Antwerpen) hatte er den in Worms zu haltenden Reichstag auf 1495 **°r.x geschrieben: Müller, IlTTh, unter Max. 1,199; vgl. Ulmann, Ks Max. 1, 339. J Büchlein 3. Dazwischen eigene Zusätze. 2 °) Eichtiger Zusatz. Vgl. Ul »iann 337. io8 Landeschronik. graven dar klimmen 1 ). Bynamen her Bertold, erczbisschoff zu Mencz 2 ), her Herman, erczbisschoff zu Collen 8 ), her Johan 4 ), erczbisschoff zu Trir 6 ), der erczbisschoff 6 ) zu Salczburg'), der bisschoff zu Schotten 8 ), der bisschoff 0 ) von Frisingen 10 ), der bisschoff 11 ) von Eistad, der bisschoff 12 ) von Worms, der bisschoff' 3 ) von Spir, der bisschoff 14 ) von Chur 16 ), der bisschoff 10 ) von Strafspurg") der bisschoff 18 ) von Kem- sche 19 ), der bisschoff 20 ) von Toll 21 ), der apt 22 ) von Fulda 23 ), der hoe meister 24 ) Tutschordens 28 ). Darczu vile epte unde prelatin von geistlichin personen. Nu zu kummen an die werntlichin furstin undc graven, so ist zu Worms gewest kunnig Reynhart 26 ) von Cecilien, herczog zu Lothringen 27 ), her Philips 28 ), phalczgrave by Rine 29 ), mit 7 soen[en], genant Ludewig, Philips, Ruprecht, Friderich, Gorge, Hans, Hinrich 80 ), darzu herczog Otto 31 ) von Beyern 82 ), herczog Hans 31 ') von Beyern 84 ), herczog Friderich 35 ) von Sassen 80 ), herczog Albrecht von Sassen 37 ) mit 3 sonen" 8 ), genant Hinrich 80 ), Gorge 40 ), Friderich'")' marggrave Friderich 42 ) von Brandenburg 48 ), herczog Hinrich' 14 ) von Brunswig 45 ), herczog Erich 46 ) von Brunswig 4 '), herczog Magnus 48 ) von Meckelnborg") 49 ) unde sin soen 50 ), herczog Hinrich' 1 ), herczog Wü" heim") von Julche 63 ), lantgrave Wilhelm zu Hessen der mitler 64 ), lant- grave Wilhelm zu Hessen der junger"), lantgrave Johan 60 ) von Lichtenberg"), grave Ebirhart 58 ) von Wirtenberg 69 ), grave Rudolff 00 ) von *bi. 338 1 . Anhalt 61 ), grave Philips 02 ) von "Anhalt 63 ), grave Itelfritz von Czorn" 4 )» grave Hinrich von Hennenberg 05 ), grave Otto 60 ) von Hennenberg 67 ), grave Wilhelm 68 ) von Hennenberg 69 ), grave Gorge von Hennenberg 70 ), grave a) Hs. Melkeinborg. ') Hehl. 3. — Die folgenden Listen G.'s beruhen auf Bchl 3—19, sin) Bchl.?- Urkunder Aug. 7. 6 ) Siegmund IL r ) Bchl. 16. 8 ) Bchl. 19. GcmcW ist: ein B. aus Schottland. °) Sixtus. 10 ) Bchl. 18. ") Wilhclf- ") Johann III. ,3 ) Ludwig. 14 ) Heinrich. "■) Bchl. 17. Alle vi* Urkunder Aug. 7. 10 ) Albrecht. 17 ) Richtig eingereiht. Urkunder Auff-"' Bchl. 18 nur: Bisschoffs v. Str. redt. 18 ) Ludwig II. 19 ) Chicmsec. "T Bchl. 16. 2 ») Ulrich. ") Toul. — Bchl. 9. ") Johann !*• 2S ) Bchl. 4. Urkunder Aug. 7. n ) hoe irriger Zusatz: nicht der Hoe' 1 ' meister, sondern der Deutschmeister, Andreas v. Grumbach. 26 ) Bchl 1°- Urkunder Aug. 7. 26 ) Renatus II. *») Bchl. 9. 28 ) Kurfürst- 29 ) Bchl. 6. Urkunder Aug. 7. 80 ) Bchl. 6 f. 31 ) zu Pfalz-Mosbacli- 32 ) Bchl. 10. Urkunder Aug. 7. •») Joh. I zu Pfalz-Simmern. M ) % e f- 11. Urkunder Aug. 7. 85 ) Kurfürst Fr. III. 86 ) Bchl. 8. UrlatniUi Aug. 7. 37 ) Bchl. 10. Urkunder Auf). 7. 88 ) Richtig. Die Vorl. bczcicn- net nur den nächsten als 'seiner gnaden son'. Vgl Anm. 39 — 41. S ' J ) Bchl 1" 40 ) Bchl. 13 (selbständig). "') Bchl. 14 (selbständig). 42 ) zu Ansbf 1 ': 4!1 ) Bchl 12. Urkunder Aug. 7. ") d. Aclt. m Wolfcnbültcl. 4S ) {f,, 10. Vgl. unten Belehnung Juli 21. 46 ) d. Aclt. zu Galenherg. ") f>J'' '.. 3 (Weh). «) II 4 9j BcM n Urkunder Aug. 7. 60 ) BichtVJ® Zusatz. 61 ) Bchl. 12. ™) LV. 63 ) Bchl. 11. Urkunder Aug- ' r 54 ) Bchl 13. Urkunder Aug. 7. *'■) Bchl. 14. Urkunder Aug. 7. 5C ) V t «) Leuchtenberg. — Bchl. 10. 58 ) d. Aclt. (Herzog E. I). 59 ) - Bc/ 'V / ,/ (hertzog). Urkunder Aug. 7. «») zu Köthen. 61 ) Bchl 3 (fürst). Vg- unten Bclchnung Juli 16. «) zu Zerbst. ° 3 ) Bchl. 8 ( fürst). 64 ) I'°" C L zollern. — Bchl. 3. «) Bchl. 4. Domherr zu Strafsburg, s. Scnckenbcrg^ 80 ) zu Bömhild. 67 ) Bchl. 4. Vgl unten Bclchnung Juli 21. ° 9 ) K " 18 Schleusungen. ° 9 ) Bchl. 8. Vgl unten Bclchnung Juli 16. 70 ) BeM- * (fürst). Komtur ZU Mergentheim (kompter zu Mergentem). Landeschronik. 3°9 Günther von Swarczberg 1 ), grave AdolfT) von Nassauw 3 ), grave Johan) von Nassauw 8 ), grave Hinrich 6 ) von Nassauw 7 ), grave Ludewig ) von Nassauw"), grave Hans von Montfort, grave Ulrich von Montfort, grave Huck von Montfort, grave Christoffel von Werdenberg, grave Hans von Werdenberg ,0 ), grave Huck von Werdenberg, grave Ulrich von Werden- be rg"), grave Emich von Linyngen 12 ), grave Harn an von Lymngen, grave Johan von Lyningen, grave Sigemunt") von Linyngen, grave Hinrich von Uirsteyn, grave Hans von Sarwerden "), grave Crafft von Hoenloch 16 ), grave Johan von Hoenloch 10 ), grave Philips von Fimbeig"), grave Bernhart von Ebirsteyn 18 ), grave Sigemunt 19 ) von Czweynbrttck 2 »), grave Johan Ryn- grave der elter 21 ), grave Johan Ryngrave der junger 22 ), grave Otto von Solms, grave Bernhart von Solms 23 ), grave Philips von Sohns ), grave Hans von Solms 26 ), grave Jacob von Solms 26 ), grave Reynhart von Hanauw 2 «),grave Philips 29 ) von Hanauw 30 ), grave Philips 31 )yon Waldecken ), grave Otto von Ridperg 33 ), grave Johan von Wytsteyn"), grave Wilhelm von Wide 36 ), grave Johan von Wide 36 ), grave Ludewig von Glichin ), grave [Bier") von Hoensteyn 38 ), grave Hinrich von Hoensteyn'), grave Günther von Mansfcld 40 ), grave Hinrich von Stolberg 41 ), grave Ulrich von Regensteyn 42 ), grave Wulff von Furstenbcrg 48 ), grave Hinrich von Furstenberg 44 ), grave Hans von Ortenberg 46 ), grave Andres von Sonnenberg 46 ), grave Wilhelm von Nuwenar, grave Gumprecht von Nuwenar ), grave Michel von Wertem 48 ), grave Uiderich von Mandelscheid ), grave Johan von Mandelscheyd 60 ), grave Otto von Wallenburg 61 ), grave 62 ) Hinrich z « Warpurg 68 ), grave Miligis von Ober 64 ), der grave von Ber ), grave a ) Ha. beschädigt. r ') Sehwarzburg. - Bchl. 13 u. 14 (G. d. jung, gr. t. f**"*"*^ B A Lgr. Wilhelm II 2 ) III m Wiesbaden. Vgl. die Zusammcristellung bei WMcphahc-Memcl, Gesch. v. Nassau 6, 183. _ 3 ) Bchl. 3. ) V w Nienburg. *) Bchl 7 6 ) IV m Bcilstcm. ') Bchl. 5. ) ± * Weilbig. . 'Schill Bei Lgr. Wilhelm III. ") Bchl. 3. ') Bchl 15 Schi. \ ) -») Vielmehr Siegbot, s. Send 108 ») Bd&£ ) Bchl. 7 t*\ Bchl 12 ") Bchl. 6. 18 ) Bchl. 17. ) VWIr **• Simon (Wecker), s. Anm. 20. ") Bchl. 15 Sigmcmd Wecker gr. v. ?>»*; Bchl. 36 richtig Symon W., gr. zu Zweinbruckcn u. h. zu B. } T jt'j J Schi. 9. »») Belli 7. 24 ) Bchl. 14. Bei Lgr. Wilhelm III Vgl «»fe» hm. Belehnung Juli 16. 26 ) Vielmehr Salm, s. Sende. 108. >J^ff" "*»■ Salm, 8 . Send 108. - Bchl. 9 (beide mit Sulms). 27 ) IV zu Münzen^ SSft 28 ) Bchl. 3. 29 ) II zu Lichtenberg. ») Bchl. 7 IL J Bchl. 11. 83, Bchl 5 al ) Sayn-Wittqcnstcin. — Bchl. 5 (Wüstem). »omherr zu Kölns. Scnek. 101. 36 ) Bchl. 11. ™)Bchl. 14. Bei Lgr Wilhelm IU. Vgl. unten hess. Belehnung Juli 16. ") Bchl. 8. ' ) Bchl l H V r gr. zu Honstein; Belli. 32 richtig gr. Ber v. II. 39 ) Belli. 13u_U- f« Lgr. Wilhelm IL *°) Belli. 13. 41 ) Bchl. 15 (Stolburg). ")??*•• f.° mit Remektnin. Hehl. 34 richtin mit Reeenstein. ts ) Bchl. 15. ")£ c J?Jl' ) mit Werden ') Wertheim. nburg, s. £ «.JT' — JiCIU. lö, mit Wallenburg Wim wiiycuv *v««o.*.w ""t";" "" '"^T"^r'i,~ n Senck. io] z .. > 6V . richnchr Herr, s. Sende. 120. 6J ) Warberg u ) m Remelstein; Bchl. 34 richtig mit Regenstein. 4 s ) Bchl. 15. ) Ä '■ . d. „• Bchl. 3 (Z. 6 v. u.) mit Werdenberg; Bchl. 32 richtig mit Ortenberg. ^/ „ ') Schi. 5. J) Wertheim - Bchl. 7. 49 ) Bchl. 6. 60 ) Sehl. 11 ^Vielmehr Neuenbürg, s. Sende. 121; vgl. F. F. Stalin, Gesch. Württembergs g Wt - Bchl. 15, mit Wallenburg und irrigem Zusatz lanther zu Altehusen; vgl. Senck. m Z . 3 v u -"-) Vielmehr Herr, s. Sende. 120. \ r W ' l ' h Z°, J" Sraunschweig). - Bchl 10 (Warburg). 64 ) Vielmehr Her, l^cchioi l »"■un-Obcrsicin. - Bchl. »Graft Miüg(cn) v. Ober: irrige WiedelioUng, V °™er steht richtig Melchior u. Philips, herren zum Oberstein Vgl He ™& 0 f'l Senck. log Z . t .., Gcmcint ist der schon öcnannteGr.Berv.Holin *■&.**■ ~ Bchl. 3 Graft v. Ber: irrige, wohl aus einer Korrektur entstandene Wflerholung; unmittelbar vorher steht das identische Herr [=Ber] gr. zu Houston. S"- oben Z. 17 m. Anm. 38. 3io Landeschronik. Huck von Lifsneck 1 ), grave Eustachius von Lifsneck 2 ), grave Rudolff von Sulcz 8 ), grave Philips zum Harn 4 ), grave Johan von Ysenberg 6 ), grave Philips von Ysenberg"). Darzu noch vil mee graven, die hie nicht geschrebin stchin 7 ). Auch worin dar gar vile fryhern 8 ), alfs her Reynhart von Westerburg"), her Thonner 10 ) von Westerberg"), her Christoffcl von Lymperg 12 ), her Philips von Wynsperg 13 ), her Eberhard von Epsteyn"). Unde derglichen eyne grosfse schar von fursten, graven, fryhern. Darzu hattin vile fursten unde bisschoffe ire boitschafft geyn Worms gesant, derglichin vile lande unde des richs stedde 15 ). Bynamen der crezbisschoff ,e ) von Magdeburg"), der bisschoff' 8 ) von Wirczpurg, der bisschoff") von Lutich, der bisschoff 20 ) von Regenfspurg, der bisschoff 21 ) von Auspurg 22 ), der bisschoff 23 ) von Bassauw 24 ), der hoe m eiste r 25 ) sent Johans orden 28 ), der kunnig ") von Schotten 28 ), marggrave Hans 29 ) von Brandenburg 30 ), herezog Gorge 31 ) von Beyern, herezog Alexander 32 ) von Beyern, herezog Johan 33 ) von Cleve 31 ), die boitschafft von Welschem lande 85 ), von Hispanien, von Neapolis, von Meyland, von Sopheyen, von Ferrer, von Montiferer, von Venedie""j, darzu bie 36 richstedden, die dan alle ire treffliche botschaffte g"eyn Worms uff den kunniglichen tag gesant hattin 37 ). Darselbis 38 ) alle uffen phede unde verwarunge durch das ganeze Rom sehe rieh uff- gehaben unde abegethon 39 ). Sunder wer mit dem andern zu sprechen vermeynd, der sal sulchs suchen am kammergerichte 40 ), noch ufs- wifsunge der artickele, alfs die fursten des obberkummen sint 41 ). Auch zu widderstant der Turcken, unchristen 42 ) unde anfechter defs *) Lcisnuj-l'cniq. — Bchl. 13 mit Lisnitz; Hehl. 27 richtig mit Lifsneck. 2 ) Bchl. 14 (Lis'nick h. zu Penik). ") Bchl. 17. 4 ) Gemeint ist der schon genannte Gr. Phil. v. Hanau-lAchtcnbcrg. — Bchl. 35 (!) Ph. gr. zum Harn u. h. zu Lichtenberg. Vgl. oben S. 309 Z. 14 m. Ann. 29. 6 ) Iscnburg-Büdinqcn- — Bchl. 4. 6 ) Bchl. 35 (!) Ph. gr. zu Isenberg u. h. zu Büdingen. ') Nur erwähnt werden Bchl. 19 die graffen u. herren, die für sich selber zu Worms sint gewesen, uff 67 person. Vgl. Scnck. 129 f. 8 ) In grofscr Zahl genannt Bchl. 3 ff. D ) Graf v. Lciningcn-Wcslcrburg. — Bchl. 6 Reinh. graff v. Westerberg; Bchl. 27 (ohne Vornamen) gr. zu Linigen, herr zu W. • 10 ) Vielmehr Kuno, s. Sende. 112. ") Graf v. Lciningen-Wcstcrburg. — Bchl. 11 Graff Thonner v. Westerburg. '*) Rcichscrbsehcnk. — Bchl. 3. ">) Reichs- erbhämmercr. — Bchl. 4, irrig mit Graff. 14 J Eppstcin-Königslein. — Bchl. 14 Eberhart und Jörg, beid herren zu Konigstein. Beide bei Lgr. Wilhelm III- l6 ) Vgl. Bchl. 3. '«) Ernst. ") Bchl. 17. ") Lorenz. '") Johann IX- 20 ) Ruprecht II. ■") Friedrich III. 22 ) Bchl. 18. 23 ) Christoph- **) Bchl. 19. 25 ) lioe irriger Zusatz: nicht der Grofsmcistcr, sondern der Meister in (Grofsprior von) Deutschland, Gr. Rudolf v. Werdenberg. 2B ) Bchl. 18 (m. gn. h. s. Joh. o. in Teutschen landen). ") Jakob IV. 28 ) BcU- 19. Vgl. Ulmann 361. '») Kurfürst Johann. <">) Bchl. 9. Vgl. Ulmann 337. Der Kurf. war aber Urkunder Äug. 7. 3I ) d, Reiche zu Landshut. 32 ) zu Pfalz-Ziücibrückcn. a8 ) II. '*) Bchl 16. 35 ) Frankreich. Vgl. Ulmann 359 f. M , Bchl. 19. "J Bchl. 19 werden 23 genannt-, darunter Ulm mit Zusatz 'haben macht von 12 stetten', Colmar mit der vielleicht von G. mifsvcrslandcncn Angabc 'von Billach der lantvogt'. 3S ) Hier tritt als Quelle ein das [1.495] gedruckte 'Büchlein von dem Landfrieden u. s. w. s» Worms', s. oben in der Einleitung. Vgl. Zcumcr a. a. 0. 225 ff. 39 ) Zcumcr 226 § 2. '") Vielmehr au den . . . gerichten, da die Sachen ..... ordenlich hin gehörn, gemäfs der Ordnung des camergerichts. — Zcumcr 226 § *• ") 'Gemeiner Friede' (sog. Ewiger Landfriede) Kg. Maximilians Aug. 7 Worms, enthalten im Büchlein vom Landfrieden; bei Zcumcr 225 ff. 12 ) So w» Büchlein. Landeschronik. 311 Romschin richs unde defs heiligen christengloubens 1 ) so han die lursten beslosfsen 2 ), das die nehistkummen 4 jar lang, unde nit lenger, a |Je unde ickelich mentschin, sie sint geistlich adder werntlich, frauwen adder man, von was wirden, Ordens, staits adder wefsens sie sint, nymant uisgescheiden, durch das heilige rieh gantz ufs, jerlichen geben: nemlich wer an wert, efs sie beweglichin adder unbeweglichin gutern adder renthin, "at funffhundert rynscher gülden, der sal gebin eynen halbin rynschin gülden; wilcher alfso tusent gülden hat, der sal gebin eynen ganezen gülden; wilcher aber uwer tusent gülden hait, der sal uwer den ganezen gülden gebin, so vil sin andacht ist; [wilcher) a ) aber *under funffhundert *bi. 839. gülden unde 15 jar alters herlanget hait, der stillen y 24 mentschin eynen gülden geben"). Item sullen 25 gülden jerlicher lediger renthe adder uuttzunge vor funffhundert gülden wert geachtet sin b ) unde funffezig gülden jerlicher lediger renthe adder nuttzunge vor tusent gülden wert gerechint werden'). Efs sullen auch die 4 jar 8 ) alle judden, man unde frauwen, junge unde alt, ickelich er eynen gülden geben 6 )'). Darnach 8 ) uff den n ehisten tag 9 ) nach Margarete ist her Maximilian in kunniglicher Juli 14. ma Jestat zu Worms gesessen, mit aller cyrath, so eynem Romschin kunnige zugeburt, in bywefsin 10 ) aller vorgeschoben fursten, geistlich unde werntlich"), die dan ere lehene alfso entphangen haben, ^underlichin uff den vorgenanten tag hait her Bertold, erezbisschoff Juli 14. z u Mencz, sine regalia entphangen, unde ist kummen ryten mit 2 banyrn unde 200 pherden 12 ). Darnach her Herman, erezbisschoff zu Collen, ist '.\Jirnmen mit 5 banyrn unde 400 pherden unde sine lehene entphangen 13 ). darnach her Philips, phalczgrave by Rine, ist kummen mit 3 banyrn u , n .^ e 300 pherdin unde sine lehene entphangen 14 ). Darnehist her i'nderich, herezog zu Sassen, ist kummen mit 13 banyrn unde 200 pherden Unde so syne regalia entphangen 15 ). Item uff der czwelff herren Juli 15. r ta g, genant divisionis apostolorum 113 ), ist her Johan, erezbisschoff zu idre, kummen mit 2 banyrn 17 ). Darnach hei Albert, herezog zu Sassen, lst kummen mit 12 banyrn unde 200 pherden 18 ). Darnach her Friderich, ma >'ggrave zu Brandenburg, ist kummen mit 9 banyrn unde 400 pherden Unde sine regalia entphangen 10 ). Item uff den nehisten tag nach divi- j uU xb. Sl °nis apostolorum 20 ) ist her Magnus,herezog zu Meckelnburg, kummen ^ 6 banyrn 21 ). Darnach uff denselben tag 22 ) sint die czwene fursten, j u i; ,6. her Wilhelm der mitteler, lantgrave zu Hessen, unde her Wilhelm der junger, lantgrave zu Hessen, semptlichen kummen. Zum irsten ist Johan Schenck zu Sweynfsburg, marschalk, kummen mit dem rennen- enlyn; dasselbe banyr was wyfs, darinne stunt das wapen zu Hessen al leyne; unde darmidde berant den kunniglichen stul, mit eyme a ) Äs. ohne Lücke. h ) Ils. sint. l ) Vorl. des h. reichs u. Teutsclier nacion. Vgl. Zcumcr 240 § 14 merung cnstanlichs glaubens u. des h. richs. ») Zcumcr 238 vor § 1. ") Zcumcr 7 * [ganz). «) Zcumcr § 2 {ganz). 6 ) u. zwar j'ärlich. G ) Zcumcr § 3. > Ordnung des gemeinen Pfennigs Aug. 7 Worms, enthalten im Büchlein vom Umdfrieden; bei Zcumcr 238 ff. ' 8 ) Hier tritt wieder das Büchlein von der ^inrcitung u. s. w. ein. — Das verknüpfende 'darnach' unrichtig, s. Anm. 7. 1 y orl. schierst. ,0 ) Bchl. 20. ") Bchl. 21. n ) Bchl. 22 f. > Hehl. 23. u ) Bchl. 24. 15 ) Bchl. 25. 10 ) Vorl. mitwoch nehst ": s Margreten lag. ") Bchl. 26 f. Senek. 1U: u. 150 pferden. ") Bchl. 27. 3« f JCn GV- Johann v. Buppin anstatt Kurf. Johanns v. Brandenburg. — Bchl. ~°f- 2 ») Vorl. donerstag darnoch {Scnck. 147 dagegen obschribenden tag). ' Kehl. 29 f. Scnck. 147: mit 200 pferden. ™) Vorl. vorgeschr. donerstag Kücnck. U8 domstag nehst volgend). 312 Landeschronik. schonen reysigen geczuge, alfs sich das eygent. Vonstunt sint kummen die beyde fursten mit 7 *) graven, hern unde mit er er ritterschafft, mee wan uff 300 pherde, unde haben 2 banyr bracht. Das irste 2 ) trug grave Philips von Solms; das was ein groifs roit banyr, darinne stunt das wapen von Hessen in der mittel unde ussen darumbe 5 wapen; das irste was Kattzinelnbogeti, das ander 3 ) Czigenhayn, das dritte 4 ) Waldeck, das firde 6 ) Dietz, das funffte*) Nidde 7 ). Das ander 8 ) banyr was das blutfenlyn, betudet die regalia, unde was gancz roit; das trug grave Johan von Widde. Alsus wurden die beyde fursten belenth 8 ). So nu das grosfse banyr so vile wapen an eme hatte, darumbe was efs firmal grosfser, wan keynfs hern banyr gewest was, unde darumbe bleib efs gantz unde tinzurisfsen. Wante wan die fursten ire lehene entphangen hatten, so warff man die banyr von dem kunnigstule 10 ). Nu hatte der kunnig mee wan 100 krigs- knechtc mit helmbarthen, die alletzyt vor dem kunnige, beneben unde hinder eme gingen, efs were in der kirchen, in der stad adder uff dem felde. Dieselben stunden umbe den kunnigstul, unde auch vile andere gesellen von heralten, machedorn, ebenthurer unde mencherley gesynde, unde raptin sich umbe die banyre; wilcher eyn groifs stucke krigen kundc, der bchild es; alsus worden die banyr zurisfsen 11 ). Alfs nu dufs grofsc herliche banyr quam, du wart eyn groifs zulouff unde gedrenge umbe den kunnigstul, wante ickelicher hette gerne eyn groifs stucke darabe gehabt. Defs ver- sprochin sich zusammen bie 60 krigsknechten, unde wulden das banir gancz behaltin 12 ) unde glich under sich teylen adder sempt- liehen verkouffen. So efs nu vom stule gewurffen wart, da bekregin sie efs vonstunt unde rockten efs uff in die hoe. Da fylen andere gescllin daranc unde wulden efs nidderrisfsen. Unde geschach dry adder fir male, das sie efs vilna nidderbracht hatten, so wart efs allcfs widder uffgeruckt. Nu hatte das banyr auch gar eyne hoe stangen nach sincr grosfse, hirumbe enkunden sie efs mit den helmbarthen nicht herreichen 12 ). Unde was vil gerochts unde grofs gedrenge umbe das banyr, wante alle frenimet folck,-die darzü quamen, wulten wisfsen, wuchs fursten solch schone banyr gewest J ) Die Zahl bezieht sich auf 'graven [unde] hern'. Vgl. oben 8. 309 m. Anw- 1, 9, 24 36, 39; 310 m. Anm. 14. a ) Vorl. ander. ")' Vorl. drit. 4 ) Vorl. funfft. 6 )^ Vorl. ander. «) Vorl. vierd. 7 ) Aug. 2 bezeugte der Kg- dem Abt v. Fulda: da/'s bei der Beichsbelehnung der Lgfn. ein Banner gebraucht worden sei, in das mit anderen Wappen auch die von Ziegenhain u. Nidda gemalt waren, das solle, auch nach der Absicht der Lgfn-, dem Hüft Fulda an seiner Lehmhoheit keinen Eintrag tun. 8. Sohannat, Clientcia Fuldcnsis 2U- Wegen der Wappen von Kattsenelmbogen u. Dietz spielte das lianner später eine Rolle im Erbestreit Hessens mit Nassau-Dülcnburg. Vgl. Arnoldi, Gesch. «• Or.-Nass. Länder 3 I, 102 f Anm., wo auch ein Aktenstück mit 'Abbildung' der 'Fahnen' erwähnt wird. ») Vorl. erst. ») Bchl. 30 f. Ihwtcllunqcn «■ Zusätze. — Der Lehnbrief bei Müller, TITTh. unter Max. 1, 539. Noch Juli 1° selbst bedurfte es zwischen den beiden Lgfn. erst einer Vermittehmg durch Herrn- v. Köln u. Eberh. v. Württemberg: Müller 611. ,0 ) Vgl. Hcnck. 156 Item noch gewonheit so sint alle baner nber ab vom konigstul geschossen. ") Vgl. Scnck. 156 Darüber sich dan erhub ein grosse not mit zerren u. rissen. ") Vgl. Hcnck. 157 (amchlicfsend) Sonder das gros houp baner lantgraff Wilhelm v. Hessen das wart beschurt u. gantz behalten durch die drabanten mit den helmbarten, Landeschronik. 3' 3 w ere. Zuletzst machtin die krigsknechte ire spittzen unde * fürten *bi. bs»'. das banyr in die hoe, unde drangen mit gewalt durch das folck. Unde wurden raits, dywile efs so schone was, das sie efs opperten unfser liben frauwen zu Worms 1 ). Unde namen eren buckensleger unde gingen y ezwene unde czwene by eynander. Da fulgete e yne grosfse schar fulekes nach, wante etzliche meynten, der kunnig queme, etzliche wulden sehen, bo sie mit dem banyr hynne quemen. Alfso brachtin sie efs 2 ) mit grosfsin erin in [den] a ) thum zu unfscr lieben frauwen 3 ). Da stecket efs in dem monster 4 ). Uff denselben Juli 16. Vor genanten tag ist her Rudolff von Anhald kummen mit 3 banyrn 6 ) ^ d e sin lehin entphangen"). Darnach uff denselben tag ist her Juli 16. Wilhelm von Hennenberg kummen mit 3 banirn') unde sin lehin entphangen 8 ). Darnach uff sent Marien Magdalenen obint») ist her Juli 2.. ™nnch, herezog zu Brunswig, kummen mit 8 banyrn unde sin lehin entphangen 10 ). Uff denselben tag ist her Eberhard zu Wirtenberg Juli 21. mummen "), unde die kunniglich majestat hat denselben gemacht zu eyme nerezogen, mit aller ordenunge unde worten, wie sich das gepurt, en ufs aer czal der graven genummen unde gesetzt an die schare der fursten ), unde en begobet mit eyme mantel, hude, swerte, wapen unde tytel eynfs nerezogen. Darnach ist derselbe her Eberhard, herezog zu Wirtenberg «nde zu der Decl k ummen mit 5 banyrn unde 200 pherden unde s me regalia entphangen 18 ). Darnach uff denselbin tag ist her Otto Juli 21. Y°n Hennenberg kummen mit 3 banyrn ,4 ) unde ,6 ) sin lehin entphangen ). Ua rnach uff den obint saneti Ciriaci haben die fursten des vor- Aug. 7. Tanten kunniglichen tages zuslos gethan 17 ), unde alfso von eynander gescheyden unde ickelicher in syn lant heim geezougen. ,,. Im selben iare wart eyn monstrum geborn, nicht ferne von M9S . Worms in ey me dorflfe, genant Birstct"). Wantc da geberte eyne lra uwe czwey kyndere, meyderchin, die sint mit den houbten an üer stirn zusammengewassen, und ist eyne hirnschale unde eyn a ) Ha. ohne Lücke. Rn* l ) Nach Zeugenaussagen von 1526/31 hat vielmehr der oberhess. Hofmeister il S v - Dörnberg (genannt Bohl. 14) das 'von den k. Trabanten aufgefangene feiner 'eingelöst' (vgl. oben 'verkouffen') u. in der Licbfraucnkirchc 'aufhangen, assen. s. Arnoldi a. a. 0. ; ) Nach Scnck. 157 erst Juli 17, s. Anm. 4. 'Monasterium s. Mariae extra muros. 4 ) Vgl. Scnck. 157 Und wart den n 0r w t3g mit b °ikcn herlich geopfert u. getragen zu u. 1. frowen, da es auM an S c l- Desglichen wart ein baner des fursten v. Anhalt beschurt . . ., das ist Wnr , m " des lanlgrafen banner ... zu u. 1. frowen kirchen getragen u. geopfert «° 0 rden - 6 ) Scnck. 150: mit 200 pferden. •) Bchl. 31 f. 7 ) Scnck. S M;•' m,t 'So pferden. 8 ) Bchl. 33. ") Vorl. dinstag n. d. 12 aposteln eiie.dung. 10) BeM 33f H) Vorl. (35) u. haben yn gefurt die beide M? • • • zu «essen . .' . . (nach Scnck. 154 nur Wilhelm II) uff der rechten I» » , U V Rudolf f f«rst zu Anhalt uff der lincken Seiten. ") Vorl. hertzogen 1 Mehl. 35 f, 33, 36. ») Scnck. 156: mit 160 pferden. 16 ) Für sich ho* Hermann, VIII-, s d. Lehnbrief bei v. Schultcs, Gesch. d. Hauses Hennc- „'V' 643 - 16 ) Bchl 36 f (Ende). ") Durch Verabschieden der Bcichs- 38a1 > die *« Büchlein vom Landfrieden enthält. Vgl. Ulmann 375 u. Mü . '") Bürstadt wo. Worms u. Lorsch - Vgl. Auszug a. e. Worms. (Jiromlc mt d. V. f Gesch. v. Frankf. 5, 612 f (in villa Birstet); Peter Hcrp, Collcctanca &Zn, zur Xnmkf. Gesch. 1, 65; Scb. Brant, 'Von der wunderbaren G^tdes aht, hci Worms > ^S Jahrs 1495 auf den 10. Tag Septcmbris geschehen, Gedicht ^J, f lait gedruckt, mit Bild; s. Gocdckc a. a. 0. 387. Text m /amekes 0- d. Narrenschiffs 162 f. 3*4 Landeschronik. knoche, unde doch das hirn underscheiden l ). Wante es geschid dicke, das eynfs sleffet, das ander wachet 2 ), eyn lachet, das ander schryet, unde derglichen 3 ). Sulche kyndcre worden geborn im vor- i49SSept.io. genanten jare alfs man schreib 1495 jare, uff den 10. tag des monts septembris, das dudet herbstmont" 1 ). i49.6Febr.n.2. Alfs man schreib 1496 jare, nach unfser lieben frauwen tag lichtmessc, ist lantgrave Wilhelm der junger mit etzlichen siner graven, bern, rittern unde knechten mit eyme schonen reysigen getzuge geyn Hcydelberg geryten. Darselbes eme frauwe a ) Elyza- beth, des phalczgraven tochter 5 ), gegebin unde durch bisschoff Johan von Worms eme hant unde hant vertruwet zu eyner elichin gemaheln 6 ), in bywefsin herezogen Gorgen von Beyern. Das Febr. 12. geschach uff den 12. tag februarii. Unde bleib die fafsnacht gantz Febr. 17. ufs zu Heydelbcrg, bifs uff den asschtag. Dar czoch der phalcz- grave, her Philips, mit syner husfrauwen"), mit der tochter unde mit erin 8 ) soenen 9 ), herezog Gorge von Beyern unde lantgrave Wilhelm semptlichin geyn Worms zu der Romschin kunnigynnen 10 )i unde hilden auch mit er fasnacht 5 tage lang 11 ). Unde tzogen ickc- licher in sin lant widder heym. i496Febr.24. Im seibin jare, uff sent Mathias tag, du starp her Eberhard, der irste herezog zu Wirtenberg 12 ). 1497. b ) 1497 du reformirte lantgrave Wilhelm der junger die bar- fusfsin zu Margburg unde zu Grunberg, unde satzste observanteo 1497. in die czwey cloistere. Im seibin jare du beslos 13 ) lantgrave Wilhelm der junger das cloister 14 ) zum Hcynchin 15 ). Unde balde darna beslos 13 ) er auch das cloister u ) Wirberg bie Grunen- berg 16 ). 1497. c ) lm seibin jare do lifs lantgrave Wilhelm der mitteler eme elich bylcgin frauvv Joland, konnigynnc von Hierusalem unde CeciHen, a) IIs. frauwen. b) WccJtsclin der Schrift ; graue Tinte. °) Wechsel in der Schrift; hellbraune Tinte. ') Brant irrte demnach gerade mit seiner politischen Pointe, Vers 123- Ich gedenck, es hab allain ein hirn. J ) Wie die von Brant in Gegensatz gestellte Geburt unter Ks. Otlo III, Vers 82 f: wenn ir eins afs oder wacht, Sohlte» das ander. s ) Worms. Chr.: ad quas videndas populus turmatim concurrit- *) Brant Vers 114 f: im herbstmonat . . . auff den zehenden tag; im Titel: septembris. — Nach Hcrp wurden die Kinder Katharina u. Barbara getauft u. ivarefl noch zu sehen in Frankfurt bei der Hochzeit Igr. Wilhelms III (1498 Sept. 30). 6 ) Des Landgrafen Braut seit 1492 Nov. 25.' Vgl. oben S. 306. 6 ) D<$ war der 'Handstreich', der nach dem Vertrag von 1492 geschehen sollte, wenn ) Vgl. oben S. 307 m. Arm. 20; Ulmann 397 Arm- ?> Künzcl-Soldan, Grhst. Hessen 117. Philipp war 1495 zu Worms ihr KavaW gewesen; vgl. K.-S. 119 unten. ") Febr. vor 12? n ) Kr starb Ke> r - 24, ivas der Text trotz des Schaltjahres auch jedenfalls meint. VJ ) Vgl 0 !>. c ' S. 305 Anm. 17. u ) Der Aw/uslincrinncn. 15 ) Immichenhain. l> ) 'S ' Bommel 3, 130 ff w. Anmn. S. 71 f; 4, Anmn. S. 478. Landeschronik. 315 hertzogynne zu Lottringen'), unde hatte eynen schonen hoff zu Hassel 2). Darnach do man schreib nach gots geburt 1498, do lifs *bi. sw. Jantgrave Wilhelm der junger emc elich bylegin frauw Elisabeth, i49 8Se P t -3o. hertzogynne zu Beyern, defs curfursten, hern Philips, tochter, phaltzgraven a ) °y Ryne"), unde hatten 03m schonen hoff zu Francford, uff sent Wieronimus tag 4 ). Anno domini millesimo quingentesimo do starp lantgrave 1500Febr. 17. Wilhelm der junger zu Russchenberg 5 ), alfs er uff der wiltjaget Was6 ), unde starp sunder libeserbin 7 ), uff den 17. tag februarii 8 ), alfs b ) Sr 2 ^ X lt jar alt was b ) 9 ). Unde fil das lant uff sinen vettern, lant- graven Wilhelmen den mitteler'). Alsus quam das furstenthump zu Hessen widder zusammen, das vormalfs ire vetere verdeilet hattin 10 ). . Im seibin jare starp frauw Jolanda, lantgrafynne, von Lott- 1500 Mai 21. '■ingiri geborn, uff den 21. tag defs meymondefs n ). Unde ist zu Marpurg begraben 11 ). Darnach im seibin jare hat sich der furste widder verändert 1500 Okt. 20. nde eme elich biegelegct frauw Anna c ), hertzogynne von Meckeln- Ur §", unde hatte cynen schonen hoff zu Cassel, uff den 20. tag defs w ynmondefs, genant octobris 1 ?). r ) Anno domini millesimo quingentesimo seeundo du gebar 1502 März 4. rauw Anna, die lantgraffynne, cyne tochter, genant Elisabeth 13 ), uff eir > slosfse zu Marpurg. Dufs geschach in die Adriani adder uff . en 4- tag im mertze, unde efs was zu der tzyt uff fritag vor letarc ln der fasten, eyn wenig vor 2 uren nach mittage, et B erat litcra d °minicalis. e ) Anno domini 1500 tercio f ) du gebar frauw Anna, die lant- 1503 Juli 18. £ r affynne, eyne tochter, genant Magdalena 14 ), uff dem slosfse zu c , . a ) IIs. phaltzgrave. t>) alfs—was am Rande nachträglich zugesetzt. (i, vJJ. na in leer gelassene Stelle nachträglich eingesetzt. Vgl. oben S. 305 Anm. d. du n j C ]f lsci in (ler Schrift; schwärze Tinte. 6 ) Wechsel in der Schrift; wbraunc Tinte. f) Vor tercio ausgestrichen: quarto. ,3 ? S7 '\ T i tcl wie oben S. 305. 2 ) Vermählung Nov. 12. S. Dicmar ZUG. habt •* ^' — Aug. 6 (Cassel) schrieb der Lgr. dem Kapitel su Fritzlar, er SHr Slc ^ 1 hiebeoor mit 'Yolandc', Schwester Kg. Reinhards zu Jerusalem u. An,>h cJlclich vcrmäJilcn lassen [Verlobung 1496 Okt. 28; s. Diemar 27 Su 'j? W. wolle nun sein eheliches Beilager Okt. 15 zu Cassel vollziehen, u svv Kofu. Fröhlichkeit er hiermit einlade. S. Falckenheiner, Hess. Städte S 'Arn' *> 27 °- — Nov - 2 I 3 war Jolantha bei Lgr. Wilhelm III in Marburg. Senl 0 37 ' ll f- *) Titcl wic ohcn S - 305 m - Bilävorschr. 4 ) Vermählung « st S ' JJicmar 2 9 Nr - 52 - ") Stadtehr. uff dem slosfse. ") Sladtchr. Veit Urttzetc »ff dem walde u. fyl von dem perde; Febr. 14 (Frankf. Aufz. auf s. ,I (l j,t u s)- ') Wortlaut wic oben S. 305. s ) Vgl. Stadtohr. JH. 35 b; Ana i n Sel Hcnck 5 > 4S? f ; Cass - Chr - ZIIG - 7 > 353 f'' Fran,{ f- Aufzeichnung Stnii / flss - 6 , 472; Bückmg, Bilder aus Marburgs Vergang. 145; Bromm, Die Senf iauscUcnbc rg 42 f; Dicmar 29 Nr. 52. °) Oben S. 301: geboren 1471 in A W ' *' **) Stadtchr. das vormalfs vorrautschar d was. Vgl. oben S. 232 K-ic } '- iu - S. 242. — Rgttf. Bl. 18: W. d. m. hat das fürst, gancz czos., darezo Hiru V " Czig '' Nidde u - Eppensteyn (vgl. oben S. 306 m. Anw. 11 u. 12). in l y w 'irt er genant der ryche lgr. (wie vorher sein Vetter; s. Nuhn 483). (N1 diemar 27 Nr. 48. ") Vermählung Okt. 20. Vgl. Dicmar 28 ■ 48 )- 13 ) Diemar 31 Nr. 61. w ) Dicmar 32 Nr. 62. 316 Landeschronik. Rynfelfs. Dufs geschach uff den 18. tag julii, des hauwmonts, adder uff sent Arnolfus tag, unde was dinstag vor Marie Magdalene, et 1504. A erat litcra dominicalis. Unde uwer eyn jar darnach ungeverlich starp das freuwlyn zu Marpurg. 1504 Mai 27. Anno 1 ) domini 1504, uff den 27. tag maii, das was zu der tzyt montag nach pinxsten, do hat lantgrave Wilhelm ufs Marpurg mit") herecrafft "an den Ryn getzogin 2 ) uwer den phaltzgraven, hern Mai 31. Philips, unde uff fritag darnach 3 ) durch F[ranckfort) b ) getzogin nach Omstad. Unde sint alle dorffere underwegin, dem von Isenburg*) unde Hanauw zu Bobinhufsin 5 ) unde auch der Pfaltz zustendig, geplündert unde zu gründe abegebrant. Juni 4. Uff dinstag nach trinitatis ist der lantgrave vor Omstad im Odinwalde getzogin, unde hat die stad gewonnen 6 ), unde keynen schaden genommen, dan alleyn Reynhard von Bomelborg 7 ) ist her- schossen. Darnach hat er eyn slos gewunnen, genant Hautzheym 8 )- ist graven Ludewigs von Lewenstcyn gewest, unde alle dorffere dal"' umbe unde den flecken 9 ) under Otzbcrg alle abbrennen lasfsin. Juni 9. Uff sontag nach corporis Christi, das was der 9. tag junii, ^ a hat der lantgrave getzogin naEickenbach, unde underwegin alle dorffef abegebrant, unde hat das slos Bickenbach zu sinen handen bracht' 0 )) unde hat Schonberg das slos 11 ), das Eberharts von Erpach 12 ) gewest ist, ufsgebrant. Juni 13. Uff donnerstag nach corporis Christi ist der lantgrave bie Becnfs- heyminfs feltgetzogen 13 ). Da c ) ist Philips Fronhober 14 ) herschosfsen")- Unde hat das cloister Lars 15 ) herobert, unde die dorffer darumbe abegeprant, auch die dorffere umbe die slosse Lindenfclsch 16 ) unde andere abegeprant. a ) Vor mit ausgestrichen: getzogin unde. >') Hs. ff [=F|. c ) D a "" herschosfsen über der Zeile nachgetragen. ') Der hier einsetzende Feldzugsbericht beruht wohl auf Nachrichten, ** der Igfl. Feldkanslei entstammten. Vielleicht waren es nach Hause geschickt Einzclberichtc. Vgl. unten Anm. 10. — Zur Sache vgl. u. a.: Verhandlung® 1 d. hist. V. f. Nicdcrbaycrn 1 II, 32 ff {Fehdebrief des Lgr. Mai 22 Casscl) «• 61; Quellen zur Frankf. Gesch. 1, 63; 1, 104 ff; 2, 10; v. Icrsncr, Chronica J St. Frankf. 2 I, 410 ff; Schneider, Frbachische Stammtafel, Tlrkk. 504 ff; J 0 ' 1 ' Trithcmius in SS. rer. Germ. Frchcr-Struvc 3, 122 ff; Joh. Nuhn 405 ff; C&% Chr. 354 f; Wcnck 1, 621 ff; Bommel 3, 152 ff u. Anmn. S. 00 ff. z ), ^ 27 bis in die Gegend von Eschcrshcim, nördl. v. Frankfurt; s. Qu. z. Fr. iT j 1, 105. Mai 28 war der Lgr. in Bonamcs, nördl v. Eschcrshcim; s. Bo»"*f Anmn. S. 105. 8 ) llcbcrcinslimmcnd Qu. 1,105. ") Gr. Ludwig v. ls cn ' burg-Büdingcn. ») Gr. Philipp v. Hanau-Lichtenberg. G ) 'Juni & IS . der Tag der Eroberung. Vgl Qu. 1, 105. ') Vcjl. Büchl. v. d. Einrcit Worms 13 (R. v. Beinberg). *) Habitzhcim bei Grofs-Umsladt. 9 ) ncr f } ' j0 ) Vgl. Brief des Lgr. an EB. Bcrthold v. Mainz Juni 0 im Feld bei V l f!f„. lach, Cod. dipl. Gudcnus 4, 553: weil Juni 8 Gr. Georg V. Werihcim u. IL L" 07 hard Schenk v. Erbach abgesagt haben, haben wir nach B. geeilet u. uns heut ••• dabey gefügt,.....dasselbig ... zu unsern handen . . . bracht. ") Schön- 1 "° ■{ bei Bensheim. u ) Vgl. Anm. 10. ") Vgl. den Brief von Juni 0 a. ''•'•' Qu. 1, 106 m. Anm. 2 (Bcrennumj Juni 11); Frankf. Aufzeichnung Anal. j' a ' 6.473. ") Vgl. Büchl. a. a. 0. (Ph. Fronhoffer). ") Lorsch. l ") \ vm Lindenfels(ische). Landeschronik. 3 * 7 Uff donnerstag nach Viti hat der lantgrave das Nuwslos») in Jura 20. der Lorfser hart, der Phaltz lusthufs 1 ), abegebrant, darzu alle dorffer den Ryn unde Necker hynuff bifs uff eyn mile an Heidelberg-, Auch hat der furste in der Lorser hart gejaget mit gewalt, unde 1 hirtze b ), 2 stuck wilts unde 1 suw gefangin, unde darnach das slos genant 0 ) der Stein 2 ) herobert unde besatzst. Uff sent Johans obint3) ist der lantgrave uff den Ryn geyn Juni 23. Wissenauw 4 ) kommen unde uwergefaren, unde uff das Gauw ge- tzogin unde die dorffere abegebrant. Uff sontag nach Petri et Pauli *) hat der lantgrave die stad Jan, 30. Odernheym mit dem storm geweldicklichin herobert unde gewunnen. Uff sontag nach Udahici ist der furste getzogin infs feit geyn Juli 7. Crutzenach, uff der Nae gelegen, unde uff den montag das veste Juli 8. d °rff Monster'0 in grünt verhornen lasfsin, unde sust vil dorrlere pbrantschatfzt], unde Sal-Ingelnheym?) abegebrant 8) unde übern- In gelnheym unde Winthernhcym») gebrantschatzt. Uff mittewochin nach divisionis apostolorum ist der lantgrave Juli 17. Widder her uwer Ryn gcfarn 10 ) an alle hindernisfs «), alfs er geynsit Rinfs gelcgin hat 25 tage 12 ). r , , * d ) Anno«) domini millesimo quingentesimo quarto [du gebar *bi. mc fr auw Anna, die lantgraffynne] eyncn soen"), genant Phihppus, uff 1504N0V dem slosfse zu Marpurg, uff sent Brictius tag 13 ), den morgen iru tzusschin 5 unde 6 uren"), et F erat litera dominicahs. Im seibin jare, darnach, ist her Bertold, ertzbisschoff zu Mentz, 1504. gestorbinis), unde uff den christobint begrabin, unde quam eyn Dez. 24. a nder ari ^ yne stad i6) ) der was eyn siecht eddelman ufs Swoben, genant her Jacob von Libensteyn. Anno clomini 1508 du starp her Jacob, ertzbisschoff zu Mentz"), .508. un de wart uff sent Mattheus tag begrabin, unde quam eyn ander Sept. 2. an syne stad 1 »), der was auch eyn siecht eddelman, ufs der fnaltz, genant her Uricl von Gymmingin 19 ). ,u r ") Ba. nuw slos. b) Vor hinsein Wort getilgt. «)d. &*£*" £* Zeile nachgetragen. ») Wechsel in der Schrift; brame Tinte ,**«"• f/'Mst gelbbraun) •) hie Zeile Anno -soen durch Beschneiden des obeien Landes beschädigt. , ') Fricdrichsbura bei Lorsch 2 ) Am rechten Bhcinufer, unterhalb forma. s. N(wh (),. ] ]06 schon Juni 22. Vgl. unten: 25 Tage bis 5** ' S£ BhZfer, oberhalb Mainz yiebereinsUm^ V»-*, 106. ») Münster am Stein. ') Niedcr-Ingclhcim. ) ue 'orhgc < Sal . dü p ' fh Karls (l & WU rdc Juli 13 vergeblich berannt; s. CM. V 07 - ") Grofs-Winiernhcim. >°) Bei Mainz; s Qu. 1,107 -J*? t-T cr ' im Feld m Kelsterbach' am linken Mamufer, ^^f^fT^Ji ^nkelmann, Beschreib, v. Hessen, Forts, v. Bernhard 466. '») f^jJ^Z 3* mitten im Feldmg ab. Seine bisherige Quelle flofs wohl nicht we- J- f«J- «. Sept. lag der Lar. vor Caub. Der Feldzug dauerte hu m den OM tf ; ffidtchr.Bl.36ä: Frankenberg mufste in dem hexe an demRyne haltin nrma *« 36 bis Okt. 16. ") Tgl. Diemar ZHG. 37, 32 Nr. 63. 1*™» ?»fz. bei Posse, Die Wcltincr 89 (in Nr. 18): 5 Uhr 15 Minuten. ) »<*• ' > Dez. 30. ") Sept 15 ,B ) Sept. 27. ,9 ) Gemmingen. ^iS Landeschronik. 1508 Herbst. Im seibin jarc unde umbe dicselbin tzyt im herbeste 1 ) du starp her Herman, lantgrave zu Hessen geborn, ertzbisschoff zu Collen 2 ), alfs er 72 jar alt was 3 ). 1509 Juli 11. Anno domini 1509 du starp her Wilhelm der mitteler, lantgrave zu Hessen, unde starp zu Cassel uff den 11. tag julii 4 ). Unde ist zu Marpurg begraben 4 ). T S l 3- Anno domini 1513 5 ) du starp her Uriel, ertzbisschoff zu Mentz 6 ), unde wart gekorn eyner von Brandenburg, genant Albertus 7 )- 1515 Febr. 8. aj Anno domini 1515 du starp her Wilhelm der eltcr, lantgrave zu Hessen, unde starp zu Cassel uff den 8. tag februarii 8 )- Unde ist zu Marpurg begraben b ) 8 ). a ) Leister Eintrag von G.'s Hand; gelbbraune Tinte. b) J n der H s - folgen hier von einer Hand des 16. Jh. zwei Einträge zu 1524 Juni 30 u. 1&" Apr. 15 (gedr. Mon. Hass. 2, 574). ') Okt. wohl 19. 2 ) Vgl. Diemar 26 m. Anw. G; D. Städtechrr. 2&> 219 m. Anm. 2. ") Irrige Vermutung; s. oben H. 288 Anm. 16. Geburt na^ 1 1448 Nov. 5, wohl 1449 1 50; s. Diemar 26 m. Anm. 1 u. 2. 4 ) Vgl. Diema'' 27 Nr. 48. D ) Vielmehr erst 1514! ') Febr. 9. ') Märe 9. 8 ) Vgl. Diemar 27 Nr. 47. Wunder der heiligen Elisabeth. Aus der Landeschronik. „ *') 1. Des andern tages nach der pafft*) du was eyn monch des Ordens von IM Cistercien, der hatte eyne selczen bofse kranckeyd me wan 40 ja« gehabt, der gmck ,a 3 i[Nova 3 ]. m it grofsfser andacht unde gudem hoffen zu dem grabe, unde herwarp gesuntheyd durch die vorbede der heyligen frauwen Elyzabeth. Alsus schnbet her D.dench von Doringen in syme 8. buche 8 ). , . n ■ ■ a 3. Zu derselben tzyt was eyn converfs unde leygenbruder in Donngen in dem cl °ister zu Reynhartfsborne, genant bruder Folckmar, gar eyn frummer andechtiger man, der drug eyn pantzer an syme liebe durch gots willen. Demselben hatte sich ™rmalfs sent Elyzabeth, alfs sie nach am leben was, bevolen in sin gebeeth. Nu wa * dem bruder bevolen das molenampt, unde zu eyner tzyt wulde er etzwas bessern «nde machen an der molen. Da wart eme sin rechte arm begriffen unde gar elendick- llch krochen unde zustosfsen, das er gar grosfsen smertzen leyd Unde in derselben ■^ht alfs sent Elyzabeth zu Margburg in Hessen verschyd*), da herscheynte sie sich [Nov. 19]. fem converfse in grosfser klarheyd, in kunniglicher klcdunge, alfs derselbe zu der $* schone wachete unde god anryff umbe gnade in syner grosfsen pyne Unde sent %«beth »sprach: 'bruder Folckmar, wie geet efs dir'? Da herschrack er vo de ». 219. Biowfcen klarheyd aber er kante sie doch; unde sprach: 'o frauwe, wie hat ir nu s ° kostliche Idedere ane, so ir doch pleget bofse versmeeliche kledunge zu trage Da antwerte sie: 'ich habe mynen stod verwandelt'. Unde nam die krancken hant !»de machte sie eme gesunt. Alsus schribet her Diderich von Donngen in syme 8. ha ^% Auch schribet efs bisschoff Jacob zu Janue»), genant von Vorag.ne ), in er historien genant Lombardica 8 ). , . , . cn .„ 3- Eyn man, genant Hinrich»), von Margburg Menczer bisschthumps, so der ^ er 40 jar alt was, du wurden eme feile uff sinen äugen, das he gar wenig ge- Se «in mochte, so das he dicke unde vile ufs den rechten wegin erre gmck Riefet * a « er allerdinge blint, das werte 4 wochen. Du gelobete he sent Elyzabeth, alle i* 2 Phennige in den spital der armen lüde zu geben sin lebetage lang; unde spracn. ''fbe frauwe sent Elyzabeth- mache myne äugen gesunt, so wil ich dir alletzyt dynen ^Ifsbalde wart he cklar sehin, ehir he von dem grabe ging. Dufs gescha des i S - l uez - 3J" Jfg« nach dem tode sent Elyzabeth 10 ). Darnach wart derselbe man kranck an deme Wutaosfse, unde leyd so grosfse noid 4 tage lang, das he sich des lebens getroist ' la, te. Ydoch lifs er eme helffen, das er mit grosfser arbeyd quam zu sent Elyzabeth g , ra be. Da nam he der erden von dem grabe unde zureyb die in wasfser unde dranck 'rymal; „ff derselben stunde wart e r gantz gesunt. Alsus lefsit man in dem buche £ er Wunderwercke sent Elvzabeth"). Auch stehit efs in der historien genant Lom- oardica"). __ ') Vql oben S 199 m Anm 3. 2 ) Bietr. meint richtig Nov. 20 ; vgl. oben 8. 199 'Anm 1' ») Bietr. v. Apolda, Vita s. FAisabethae 8, 6 (Ausg. IJ'anisius-Basnagc)': S. 149 Z. 3-6. ") Bietr. meint richtig Nov 17 (W; 191 oben 8. 198 Anm. 3. *) Bietr. 8, 7a: Suppl. v. Mcmke 2004 Z. 38-36, 1^27, 34—33 19—13 11—1 v. u.; 2005 Z. 1—3 u. 5. ") Genua 9 W se . 's, Jacob ' us de Voragine, Legenda aurca 769 Nr. 11 ( Vo '™ s >- , [Rom. Mancho. '") Nach dem richtigen Todesdatum: JVOO. du. jMü-acula b. Elizabeth, Gasseier Hs. Hass. 4° 2 Bl. 70' Nr 16 Anal. Mass. 9, 137 jy r- ai. Vgl HUB II, 28 Nr. 50. ") Joe. 770 Nr. 16. 0 22 Wunder Elisabeths. •Bl. 221.. * l )4. Eyne 11 ) mayd, genant Hildegund, von Gruncnberg Menczer bisschthumps, so die bie 16 jaren alt was, du wurdin er feile uff erin äugen, unde wart blint 3 jar lang. So nu das gerochte von sent Elyzabeth wunderezeichin in die lande schall, da gelobete sie sich geyn Margburg mit erer muter; unde sprachen: 'o heylige frauwe, ist efs Sache, das dusfse äugen widder sehin werden durch dinen verdinst, so wulleii») wir dir alleczyt auch dinen'; unde die mayd gelobete, alle jar 2 phennige in den spital der armen lüde ir lebetage lang zu geben, Alfs sie nu dufs gelobede so gethan hatten, du machtin sie sich uff die fart zu sent Elyzabeth; vonstunt risfsen [11. 1231 die feile entzwey, unde wart gantz klar sehin. Dufs geschach nach gots geburt du Dez. 25]. man schreib 1232 jare 2 ). Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth") 1232. 5. Eyn man, genant Hinrich, von Grunenbcrg, hatte eynen soen, auch Hinrich genant. Alfs das kynt nu geborin unde nach in den 6 wochen was, du wuchfs eme eyn geswere uff sime lingtin äugen. Da das geswere verginck, du bleib eyne hut uft dem äugen, so das das kynt nichts mit alle künde gesehin. Unde das werte wol 9 jar lang. Zu eyner czyt gelobete der vater das kynt zu sent Elyzabeth grabe, unde brachte efs dar mit syme opper; unde bath sent Elyzabeth unde sprach: 'heylige frauwe, ich bit dich, mache myme sone syn äuge gesunt, uff das he dir alletzyt gedynen möge'. Alfso lag das kynt uff dem grabe; do reifs die hut entezwey unde verginck [Juni u. 15]. bynnen 8 tagen, unde wart gar klar sehinde 4 ). Du lobete der man god von hymmel, unde danckte sent Elyzabeth, die sime sone gesuntheyd herworben hatte. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderezeichen sent Elyzabeth 5 ). »Bl. 222. * 6. Eyne frauwe, genant Jutta, von Bidenkap, hatte eyne nyfteln, genant Hedewig, die was 9 jar alt, die hatte gar eyne wunderliche unfledige suchte: an vilen enden irfs libes wart das fleisch ful unde vile locher darin, da floifs stedicklichin unflat ufs, so das die hunde er nachlieffen unde lecketin den unflat an den kledern. Dusfse kranckeyd hatte 4 jar gewert, da wart sie gedencken an das heylige leben sent Elyzabeth, unde gelobete sich zu erme grabe mit irme opper. Unde alfs sie [u. Juli 25]. widderumbe heym ginck, da wart efs uff dem wege mit er besser 6 ), unde wart gantz gesunt durch die vorbede sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth 7 ). 7. Eyn man, genant Herman, von Breydenbach 8 ), unde Oisterling, sine hus- frauwe, hattin eyne tochter, die was uwer 5 jar alt. Dasselbe kynt hatte die suchte des blutgangs 45 wochen gehat, unde mochte keyne artzedige sie gehelffen. Alfso suchte die muter sent Elyzabeth, unde bath umbe hulffe unde gesuntheyd irer tochter. [Apr. ti. 11], Do sie widder heym quam, da fant sie ire tochter wol gesunt 9 ). Du walte sie mit der tochter widder geyn Margburg, unde danckten godde unde sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth 10 ). 8. Eyne frauwe, genant Jutta, von Dentzenrode 11 ) Trirer bisschthumps, die hatte eyne kranckeyd an der nafsen, genant in latino polipus. Sulch gebrechen hatte gewert 12 jare, unde dardurch wart die frauwe so hefslichen verstalt unde stanck ufs der nafsen, das er eigen soen, genant Dytwyn, unde andere lüde mochten nicht bie *B1. 222'. er in dem hufse * gewonen. So nu keyne artzedye helffin mochte, du gelobete sie sich zu sent Elyzabeth; unde bath sie mit flisfse unde sprach: 'o heylige frauwe, herlofse mich von dusfser kranckeyd myner nafsen, so wil ich alle jar myne lebetage dyn grap suchen mit myme opper'. Nach dem gebede wart die frauwe in eyme auginblicke gesunt, das man keynen gebrechint») an er herkennen mochte. Du danckte sie godde unde sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth 12 ). 9. Eyn eddele frauwe, genant Sophia von Veltpach 18 ), Trirer bisschthumps, hatte eynen soen, genant Curt, der was 13 jar alt, unde was lam geborn, so das er an ») Eyne—wullen auf ErsaUstüch (aufsen). t>) Hs. gebreechin. ') Vgl. oben S. 201 m. Anm. 4. s ) circa nativit. domini. 3 ) M}f- 71 Nr. 17; Anal. 141 Nr. 26. 4 ) c. fest. Viti proximo preteritum. 6 ) M*T- 70 Nr. 15; Anal. 127 Nr. 8. 6 ) c. fest. b. Jacobi. ') Mir. 61 Nr. 1; Anal- 127 Nr. 9. 8 ) Breidenbach bei Biedenkopf? *) statim p. pascha prox. pret- ,0 ) Mir. 61' Nr. 2; Anal. 129 Nr. 11. ") Wohl Beyizcrod bei Montabaur- Vgl. Vogel JM. Nassau 676. ■*) Mir. 62 Nr. 3; Anal 132 Nr. 14. IS ) WoM Feldbach bei Dillenburg. Vgl. Vogel 709. Wunder Elisabeths. 323 beyden beynen lam was. Syne waden unde lenden woren verwenden, Q«W unde hende tatterten eme so, das he nicht wole selbers gesfsen adder«) ,Jetrmcken künde; he enmochte auch sunder krucken nicht gewandem adder nicht mdder- gesittzen; unde v enger, y krencker er wart. Alfs nu die frauwe Sophia horte sagen von den\vunderczeichin sent Elyzabeth, du bath sie zu er andere rrtterft-_unde eddele frauwen unde gingen wullen unde barfufs geyn Margburg unde furtin den Urnen soen mit en unde sattzstin en uff sent Elyzabeth grap; da boden sie allesampt mit fiisfseX heySta frauwen Elyzabeth umbe gesuntheyd. Vonstunt wart efs besfser'), [Jun. ,6]. «nde von tagfzu tage so das er alle crafft herkreig unde gantz gesunt wart, wilcher dan .am unde ungfschaffen geboren was. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth 2 ). nin r sh evde 4 ) Menczer bisschthumps, hatte . 10 Eyne frauwe W^\™£SrSan. Zuletzst leyd sie so" grosfse *B1. ml »2 jar »den steyn, unde hatte vil kranckeyü aar wurden. Du bath noid 6 wochen langk, das alle ire nachgepurn darduren beweget wuroen. fe sent Elyzabeth unde sprach: 'o heilige frauwe 5™"*^^ £ möge lofse mich ufs dusfsem jemerlichin betrupmsfse, uff das ich dich ^ewege e g unde alleczyt dir gedynen kunne'. In derselben nacht quam der steyn von er so [u. jun 24J. groifs alfs eyn dubeney'), unde die frauwe bleib vortmers gesunt du ch e hulüe sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der Wimderwercke sent Elyzabeth^ 11. Eyne frauwe, genant Eva'), von Grunenberg Menczer £"<*fPVgg aadernalp ja/refsebette, unde was so kranck, das sie bynnen der ■*£:mäA ^mochte von dem bette uffstehin sundern werb) ma n sie drug unde hub, da^rnuste sie bbben Zu eyner tzyt riff sie sent Elyzabeth ane unde sprach: '0 heilige frauw ich m\ zu dyme grabe kummen unde dir oppern, uff das ich durch ^T****™??™ bede möge gesuntheyd herlangen'. Unde lifs sich tragen ufl eyne, ka™ unde geyn Margburi" füren«). Alfs sie nu underwegen was du zubrach der karn da fulte e [Mai 23/ 9j etzliche macht unde crafft, unde nam czwene stecken unde gmck \ orters zu dem pbe LXÄ «Ede dachte er opper dar unde ginck mit den *£«^ heym, unde wart gantz gesunt. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke :" Vornan, genant Ordiebus, ^ Grur^rg Menczer bis seh thumps, Hb ** eyne ander kranckeyd zu, unde das beyn wart eme ^phenntg so da diel Lde unde he splhpr« cirh des lebens missetroiste. Da tuen sine lruuuc wu «dentuu w unde riffentnt Elyzabeth ane unde gel .Mb1 unde sprechen der knncke man sulte alle jar zu sent Elyzabeth wallen unde syn opP«™bf "er- [Mai 30/31] d * er mochte durch ere vorbede widder gesunt werden Vonstunt w^efsbe^r; , /3 »«»de der man nam czwo krucken unde machte sich uff den weg ^X^dlwas s «lche gnade, alfs er widder umbeging, das er die krucken von s£ w rff unde wa aUerdinge gantz gesunt. Alsus lefsit man in deme buche der Wunderwercke sent lyzabeth")^ Bydenkap Menczer bisschthumps, hatte eyn achter y^Äswärt kranef an dem blutfUe, alfs das kynt .8 Wochen aU was; «nde haue suche kranckeyd 9 j*r. Darzu wart dem kynde eyn geswe e u(t syrne herloist, unde wart widder sehen; unde das geschach allefs [bynnen]e) 8 tagen. 'efsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth ). h Ue 14. Eyne frauwe, genant Mechtild, von Bydenkap Menczer bisschthumps, a) Hs. ad(cr). b ) SO. c ) #«■ o/m!C £**«• iv i 1 • , p„,ii «1 Mir 62' Nr. 4; Anal. 133 Nr. 15. Vgl HUB. T ) lohanms et Pauli. ) 1,J - U ■ v ~ "'' .' , . tj- „„„?? v„i JJUB. \1, 25 Nr. l. s ) Vorl. Aba. 4 ) lMÄ«den 6« Hmgen?? Vgl mujs 1 3, 310 ") c nativit. b. Johannis bapt. prox. pret. «■) Mm'. ßfJW. 0, Ami. 134 Nr 17 X Vorl. Aba. 8 ) in hebd. a. pentecosten pro«_jet. ) JOri »»fi; W «6 2fr. » (ErtHeben). . ») h. d.ebu. pe tecos . ') Mir. 64 Nr. 7; Anal. 140 Nr. 25. ") Sophia ) in nativit. S'nis anni presentis. ,4 ) Mir. 64'; Nr. 8 Anal. 144 Nr. 30. 324 Wunder Elisabeths. eync tochtcr, auch Mechtild genant. Alfs die tochtcr 13 jar alt wart, du wuchfs in *B1. 223 II. ere lynchen») hant eyn geswere so groifs, das sie keynerley mit *derhant gearbeyden mochte; das werte 3 jar. Darnach wart der gantzc arm geswollen bifs an den ellen- bogen, unde kreig die fistulen darane, so das der arm an 7 enden uff brach, unde darufs floifs bofse unflaid, 2 jar lang. Zu eyner czyt wart die muter gedencken der wunderwereke sent Elyzabeth; unde riff sie ane unde sprach: 'o heilige frauwe Elyza- beth, ich gelobe dir mync tochter, alle jar mit eyme phennige dyn grap zu suchen, uff das du er gesuntheyd herwerbest'. Vonstunt wart efs besfser, unde wart allerdinge gantz gesunt. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderezeichen sent Elyzabeth )• 15. Eyne frauwe, genant Ysentrud, von Udorff' 2 ) Mcnczer bisschthumps, kreig eyne swere kranckheyd an erin handen, so das sie die hande nicht mochte zu erm c monde brengen, adder keynerley arbeyd bynnen 4 jaren gethun mochte, unde nach den irsten 2 jaren wart sie auch kranck an erin beynen, unde gewan grofsfse gesWOlsW an irin knyen, unde die beyde beyne verswonden gar an den waden, unde die odern verharttetin. Mirumbe so wurden die beyne gantz hart unde krom, so das die frauwe nichtefs gegeen mochte; sundern wer man sie drug, da was sie. Sulche kranckeyd der beyne werte 2 jar, unde an den henden das werte 4 jar. Defs g e ' lobete sie sich zu sent Elyzabeth grabe, unde lifs sich uff eyme wagen dar füren unde tragen vor das grap. Da sprach sie er gebeth in andacht, mit vergisfsunge erer treiie- [Juli 15J, Vonstunt wart sie gesunt an henden unde an den beynen, ehir sie von dem grabe ging a ), unde traid uff ere fusfse, unde ging frolichin ufs der kirchen, wer sie wuld» Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwereke sent Elyzabeth 4 ). *Bl. 223 II 1 . *16. Eyne jungfrauwe, genant Luchardis, von Urbach 5 ) Menczer bisschthump B > die entsliff zu eyner czyt in dem mittage, unde do sie herwachte, du was er ire an- gesichte verkart, bynamen eyn äuge das enkunde sie nicht zugethun unde hatte eyne' 1 scheyben munt. Das werte wol S wochin. Da wart sie gedencken an sent Elyz a " beth, unde riff sie ane unde gclobete sich, alle jar zu erme grabe zu kummen mit 4 phennigen er lebetage lang. Unde walte geyn Margburg, unde lachte er houbt i' 1 das grap, unde bath sent Elyzabeth mit flisfsc. Vonstunt wart efs besser, so das bynnen 7 tagen herkreig die jungfrauwe alle ere schonde unde gestalt Widder. Als 11 lefsit man in deme buche der Wunderwereke sent Elyzabeth 6 ). 17. Eyn knecht, genant Wicherusb), von Cluftelbach') Trirer bisschthumps, alfs der 18 jar alt was, zu eyner czyt ging er gesunt unde starck an sin bette; de morgens, du er wulde uffstehin, da was er gantz kranck, unde von syme gortele b> zu sinen fusfsen usfs was er lam, so das er nichts gethun mochte. Das werte bie 4 wochen. Da hatte er czwene brudere, die fürten en uff eyme karne vor sent Ely za ' beth capellen; da nam en der brudere eyner uff synen halfs unde drug en zu den' grabe; unde brachte sin opper dar unde riff sent Elyzabeth mit andacht ane. Unde [Aug. 9]. alfs sie widderumbe heym czogen, da wart efs uff dem wege besser 8 ), so das ei bynnen 8 tagen gantz widder gesunt wart. Da walte er vortmers alle jar zu sel1 Elyzabeth mit 2 phennigen sin lebetage lang. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwereke sent Elyzabeth 9 ). 18. Eyne thumfrauwe adder nonne ,0 ) von Budeke ") Padeborner bisschthunip s ; *BI. -22t. genant Adelheyd, die wart wassersuchtig, unde kreig * grosfse geswolst an irme an- gesichte unde uwer al erin lip. Unde wart so kranck, das sie eyn jar lang weniger 4 wochin zu bette lag; unde was dicke so kranck, das man meynte, sie herlebete nicht eynen tag. Zu eyner czyt, alfs sie horte von den grosfsen wunderezeichin sen Elyzabeth, du riff sie auch sent Elyzabeth ane umbe hulffe. Alfsbalde bestunt ö i. Juni 5J. besser zu werden, so das das wasfser zu erin oren ufsfloifs unde durch wunderlich sweisfse von ir ging 1 *). Du lifs sie sich füren uff eyme karne zu sent Ely»bet grabe; da wart sie gantz gesunt. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeicni sent Elyzabeth'"). a) Hs. linthen. b) // s . Witherus. ') Mir. 65' Nr. 9; Anal. 145 Nr. 31. 2 ) Wohl Eudorf bei Al4j d . «) 3. die p. fest. b. Margarete pres. anni. 4 ) Mir. 66 Nr. 10. Vgl. HUB. j- ' 26 Nr. 16 und 27 Nr. 43. 6 ) Wohl Ilrhach bei NeuUrchen. Vgl. Lan ^' Wüste Ortschaften 136. ») Mir. 67 Nr. 11. *) Unbekannt. > vig. b. Laurencii. 9 ) Mir. 67' Nr. 12. ia ) Augustinerin. Vorl. canoi»c- ") Kloster Bödcckcii bei Büren. l! ) c. fest. b. BonifacH. 13 ) Mir. Nr. 13. Vgl. HUB. I 1, 26 Nr. 21. Wunder Elisabeths. 19. Eyne frauwe, genant Ysentnid, von Slissenradc l ) Menczer bisschthumps, hatte eynen soen, genant Didcrich, der was S jar alt, unde was bhnt geborn. Uwie chatte keyne stedde der äugen, auch enhatte he keyne auginbran, sundern da die äugen stehin sulden, da was die hut gantz alfs an andern enden des libes. Die muter "am das blinde kynt unde ging geyn Margburg zu sent Elyzabeth, unde ryl in er gebeth in andacht, mit grosfsemc betrupnisfse unde vergisfsunge irer trene, unde nam der erden von sent Elyzabeth grabe unde bestreych die stedde der äugen an dem k y»de. Dufs geschach in cena domini 2 ), das dudet uff den grünen donnerfstag, Apr. 8, ""der der heyligen predigad, alfs meister Curt von Margburg das wort goddes dem foleke verkundigete. Alfsbalde reifs die hut uff, alfs ob sie mit eyme messer gesnidden w «e. Da sach man gar kleyne äugen, in der groisfse alfs die kernchen sint von der frossche geregel in dem wasfser, unde woren bludick, wassenck unde drube augelm Unde wuchsen aHs grosfser, so das das kynt gar gute klare äugen herkre.g durch ^ 'mildickeyd der heyligen frauwen sent Elyzabeth. Alsus lefs,t man m dem buche »Bl. »«■. d « Wunderwetcke sent Elyzabeth»). Auch findet man das in der histonen genant Lombardica*1 . 20. Eyne frauwe, genant Irmentrud, von Nidderrosphe >) Menczer bi«chthumps h »«e eyn kynt, genant Hinrieh, das was eynfs jarfs alt. Zu eyner czyUvadas kyn a " sinen äugen kranck, unde z'uswollen eme, so das das kynt mochte der augn n cht «%thun; sundern dar fioifs blut ufs. Das werte .5 tage. Da nff die mute sent %*abcth ane, unde gelobete, wie das kynt sulde alle jar 2 phenmge unde eyn In n ?PP«n in dem spital sin lebetage lanck. Darnach nam die muter das kyn unde fachte efs zu dem grabe. Vonstunt verging die geswolst'), unde das kynt wart aller- [Aug. Ibj. dl "ge gantz gesunt bie dem grabe. Alsus lefsit man in dem buche der Wunder- w ercke sent Elyzabeth 7 ) .. 21. Eyne frauwe, genant Gertrud, von Nidderrosphe Menczer bisschthumps alfs ^e 4 o jar alt wart unde bifsher gar eyn gut gesichte unde klare äugen gehabt b «te, darnach wart sie starblint, so das sie nicht das für, mcht das l.chtdderdie 5 n on »e gesehin mochte; sundern wor-) sie gehin sulde, da muste man s«>»«g- P as werte eyn jar lang. Da riff sie sent Elyzabeth an unde »pracb: o allexhebestc ***** sent Elyzabeth, ich bit dich durch der gnade -Im che tejP***^*£ ""de umbe der ere willen, die du haist in dem hymmel, hilff m. J« «W a ^™ " %** redde sprach sie vast unde vile, unde opperte eyger, wyrauch «*£ ™gg alfs e yn arm wvn Zuletzst wart sie widder sehin so dar alfs vor ). Alsu» leisu L v vi "-" in dem buX der Wund^eichin sent Elyzabeth»,. Auch findet man das m J l'^lyr^^enÄedewig, von AlharteMufsen») bie Fran£enber f * » jf^"). Menczer bisschthumps, hatte eyne doehter, genant Ber a, d.e was I jaralt. ^"»be dochter wart starblint, sc- das sie [die]b) klarheyd des tages nicht herkennen ™°^ e - Das werte drittehalp 'jar. Alfs sie nu hortin sagen von der heybckeyd unde ; v ""derezeichen sent Elyzabeth, du gelobete die muter, sie wulde die dochter geyn 5 »1?W B i„ S eut Elyzabeth capellen brengen; unde machte nc; czinfshafitig alle jar |Juh v. t 5 |. SV' Phennigen adder eym punt wachfs ere lebetage lang 1 »). Bynnen 8 tagen " aci der gdobete bestunt die dochter zu sehin, unde herkreig ,re kiare g sichte gant * Widder. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwerke sent Elyzabe h ). 0, 23. Eyn jungeling von i S jaren, genant Hinrich, von Covelentz Tnrer bissch J«"W, der "wart missestalt an syme angesichte, so das er hatte «^7«*«*° "'""*, unde eyn äuge stunt zu hoe unde das ander äuge zu nidder. Das £^.f^„^„/okt ll. 8 Wochen«»). Dartzu hatte he eyne grosfse wunden uff syme rucke. Derselbejunge [Matjo/U J h "g gelobete sich zu sent Elyzabeth, unde alfs er uff dem wege was, da wart a ) so. b) Hs. ohne Lücke. iv ,.. ') Schlofsrode bei Friclendorm Vgl Landau 99. ») P"*- »»• > Mir. 68' Nr u ■ Anal 115 Nr. 1. Vgl HUB. I 1, 26 Nr. U. ) J c ac ; l 6! > Nr. 12 piscret'usf ») UnterrospU hei Wetter. ') in 4 : «?*£•*£ ass "mpcionis b. v Ma ie ') Mir. 71' Nr. 18. »j C. fest. s. Michaelis prox ^ ret - 9 ) Mir 72'Nr 13 ,0 ) Jac. 770 Nr. 15 (Scintrudis). ] ^Zi. ITT m - MMw^FrankenJ»?? Vgl Ann, 12. "j ib. F, **£* t? at *- ls ) a. fest. s. Jacobi prox. pret. '*) Mir. 73 Nr. 20. ) ™» Ul a penthecoste prox. pret. usque in fest. s. Remigu. 326 Wunder Elisabeths. gancz gesunt unde wolgestalt durch die vorbede seilt Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth"). 24. Eyne frauwe, genant Sophia, von Büdingen Menczer bisschthumps, hatte eyne tochter, genant Beatrix, die was 9 jar alt. Zu eyner tzyt quam eyne selczen kranckeyd an die tochter, die czoch sich durch alle erc gliddcr. Etzwan was sie *Bl. 220'. kranck an der brüst, etzwan an den beynen, etzwan an den lenden, unde *derglicheil. Alfs sie nu so 2 jar kräng gewest was, da wuchfs er uff erme rucke eyn grofs swarn unde uff erer brüst eyn ungestalt krop. Darvon wart die tochter krom, so das sie sich nicht künde uffgerecken, sundern ere arme woren gesatzst uff die kny. Das werte drittehalp jar. Da gelobete sich die muter mit der dochter zu sent Elyzabeth; unde der frauwen hufswirt, genant Emerich, der dan der dochter stiffvater was, der nam die krancken dochter in eynen korp unde drug sie geyn Margburg; unde hieben bie dem grabe flifslichen bittende. Alfs nu das 10 tage geweret hatte unde sie keynen troist vernamen, du wart die muter czornig unde sprach zu sent Elyzabeth : 'ich wil alle lüde umbekeren von dyner walfart, wante du haist mich nicht herhöret. Alsus czogin sie widder umbe. So sie nu wole anderhalbe mile gegingen, da satzstm sie sich nidder bie eynem born vor eyme dorffc, genant Rosseberg 2 ). Da schrey die tochter in dem korbe von grosfser wetage, unde zuhant entsliff sie. Da sie nu widder herwachte, da sprach sie, wie das sie hette gesehin in dem sloffe gar eyne suberliche frauwen zu er kummen unde salbete sie uff erme rucke unde an der brüst, unde wie [Juni 24I. das sie spreeche: 'stant uff unde ganck'. Unde alfsbalde stunt die tochter uff, unde der swam, der krop unde die kranckeit was alle verswonden, unde was allerdinge gantz gesunt 3 ). Da kartin sie widder umbe, die muter, der stiffvater unde die tochter, unde gingen widder zu sent Elyzabeth grabe, unde lobetin god von hymmel unde danckten sent Elyzabeth. Unde czogin frolichin widder heym. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 4 ). Auch in der historien genant Lombardica 5 ). *BI. 228. *25. Eyn man, genant Ortwyn, von Wcttzflar Trirer bisschthumps, hatte eyne junge tochter, genant Mechtild, die was in erme virden jare, unde was alletzyt kranck mit eyner wunderlichen suchte. So wan man ire glidder anegreiff, so gnackten sie, alfs ob man dorr holez zusammensluge. Auch wuchfs er eyii hober uff erme rucke unde eyn krop an irer brüst. Unde was so swach, das sie nicht mochte ufl hen fusfsen gesten. Defs kindes muter gelobete efs zu sent Elyzabeth unde sprach: ° heilige Elyzabeth, wullest myner tochter gesuntheit herwerben, so wil ich sie mit opP er zu dyme grabe breiigen lasfsen'. Unde die frauwe sante er opper geyn Margburg > du bestunt efs auch mit der tochter besser zu werden. Darnach brachte sie die fit. Sept. 29]. muter personlich zu sent Elyzabeth grabe; da wart sie gantz gesunt bie dem grabe )• Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth 7 ). 26. Eyn jungeling von 22 jaren, genant Curt von Puche 8 ), was lam byniddeT sime gortele, so das er nicht gewandern mochte. Dartzu wuchfs eme' eyn hober ufl sime rucke. Alfso wart er gefurt zu sent Elyzabeth grabe; da bleib he 3 wochen, unde wart alleyne von dem hober herloist. So man en widder von dannen furefl wulde, du sprach he: 'o heilige Elyzabeth, ich enwil vortmers nicht mee zu di r kummen, efs ensy dan, das ich durch dyne barmherezikeyd selbers gewandern inog e l unde so mir die fryheyd geschecn mochte, so wulde ich dich widder suchen'. Darnach quam eme vor in syme sloffe, wie das eme gesuntheyd werden sulde; unde [u. Nov. ij. das geschach auch 9 ). Du danckte er sent Elyzabeth erer grosfsen hulffe unde heylickeyd. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth J )• *B1. 326'. * -W- Eyn man, genant Hinrich, von Elbenhufsin") Menczer bisschthumps, hatte eynen soen von 6 jaren, genant Heydenrich. Du das kynt 2 jar alt was, do * art efs kranck, unde y lenger y krencker, unde wart durch die kranckeyd zusammen-, geezogen, das efs nicht gegeen künde; sundern efs wart so krom, das sine hande u» sinen knyen stunden unde sie houbt auch byna daruffe stunt. Das werte 4 i at - Darzu hatte efs uff sime rucke eynen hober, alfs grofs alfs eynfs jungen kyndes houW- ') Mir. 73' Nr. 21. ») Bo/sbcrtj bei Dreihausen. ") in die b. Johannis bapt. anni pres. *) Mir. 74 Nr. 22; Anal. 119 Nr. 3. Vgl HUo- I 1, 27 Nr. 39. 6 ) Joe. 769 f Nr. 13. ") c. fest. b. Michaelis. 7 ) »*• 75 Nr. 23; Anal. 138 Nr. 22. «) Vorl. Buche. Frankfurier? Vtß.Anm-l^ ") c. fest. omn. sanetorum prox. pret. 10 ) Mir. 75' Nr. 24; Anal.'142 Nr..Wi — Aussage Gerhards, Bürgers v. Frankfurt. ") llbeshausen bei Hcrbstcin ■ - Wunder Elisabeths». 3 2 7 Der vater bath drye widdefrauwin, das sie widden sin kynth zu sent Elyzabeth grabe geloben, unde auch bynnen eyme jare dar zu bringen mit sime opnerunde vortmcris alle jar. Die widdefrauwen gelobtin das. Vonstunt wart das kynt Widder strack unde [Sept. 29J. gesunt 1 ), unde der hober wart auch y lenger y kleyner, unde verging allerdinge. Alfsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth ). 28. Byne frauwe, genant Alheid, von ürfa») Menczer bisschthumps so die 20 jar alt was, da wart sie unsvnnig unde rafsen, so das sie tag unde nacht Uff durch "ie dorffc,' durch die weide unde durch das feit, unde zureyfs ire eygen kledere «nde sche'mcte sich nichts, ob sie nacket 1 ff. Das werte 2 jar lang Nul hattesc eyne muter, die gelobete sie miteampt Iren Hunden ZU sent Elyzabeth; unde b ach n * auch dar, unde boden mit flisfsc, gnade zu herlangen aber si^ enworde« uff de «yt nicht herhört; sundern sie bleib unsynnig unde rafste v>l nee wan vor Dufs geschach umbe sent Johans tag zu mittem Sommer. Darnach im "«beste nacJunta *. jun, 24 "ebin frauwen tag nativitatis') du brochten die frunde sie widler zi>sc »* »P™* %» ,,"• grabe mit irme opper. Da wart die unsynnige frauwe an irmel.be gant^ rf,™ entshff, u „de wart da herloist, unde stunt frolichin^nd«= etliche» „ff Da fanckten ^e godde von hymmel durch den verdinst sent Elyzabeth. Alsus lefsit man >n dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 6 ). „nsvnnie- 29. Byne ander frauwe, genant Mechtild, was auch eyn jar lang ™WWfc «»de rafste so sere, das sie ire kledere zureifs, unde mit den hunden hff «***£ >n che bände, darmidde sie etzwan gebunden was; unde stalte £1C \f J™f c = < das vile lüde czwifelten, ob sie mit dem bofsen geiste besessen were ad de r nie x L Efa geschach, das sie zum drittenmale zu sent Elyzabeth grabe gefurt wart^ durchire fr mde, unde du wart sie herloist. Alsus lefsit man in dem buche der W uiulcr «eichen sent Elyzabeth 6 :. ., , . . .. __. hM . 30. Eyn man'), genant Sifrid, von Larbach") Menüer 1«^.^ eyne junge tochter von 6 jaren, genant Kunnegund, die wart k ™S* a ™J££% beynen unde honbete, SO das sie der glidder keyne "»»cht «hatte . In de«eben kranckeyd verlor sie Ire synne, so das sie in ere eygen hende adder in and« lüde h ende beyfs unde kram. Das werte wole 6 wochin. Da gelobete d™« $£ W sent Elyzabeth grabe mit syme opper, unde vorters alle jar d r_w k„mmen Von «<«l wart efs besfser, unde wart bynnen 8 tagen gantz gesunt unde herlo.svon a ler Wkeyd. Alsus lefsit man in dem buche ^^S^S^SSSA .. 31. Eyne frauwe, genant Gertrud, von Buttglor ) ™™™ l J c pricstcr » B l. 227'. die walte »durch ynnigheyd geyn Margburg ufl das sie mochte den W« P «eistet Curde, sent Elyzabeth bichtvater»), horin predigen. .^^"^ A pr. 7. karwochin. So predige e meister Curt vor dem spitale ? ff .^J™lg^Sdbe Al ^ die predigad ufs wafs, da sach die vorgenante frauwe, wie to^»*««» J» sent Elyzabeth grabe'gesunt wart. Nu hatte die frauwe «^/J'£ c d °ehter von i S jaren, genant Bertrad, die was in iren beynen in na hoffte m '"»« rucke unde in eyme arme so kräng, das sie derselben ghddere keyn macht Chatte unde enkunde sich der nicht gepruchin. Dusfse krancheyd hatte pwtb« c yme halbin jare. Hirumbe wart die vorgenante frauwe gedencken an '« d °="« ""de besinnt bittcrlichin zu weynen, unde bath eyne ander andechtig.n frauwen. genant 7 u 'ta, das sie wulde ir heißen sent Elyzabeth bidden umbe gesuntheyd irer docMer. U «dc gelobete sie zu ermc grabe, unde opperte eyn wessen bilde mit c> me sii: dc Phennige. In derselben stunde wart efs besfser mit der dochter, unde wart aller dl "ge gesunt. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent y»beih K . 32. Eyn man»), genant Walter, von Grunenberg Mcnczer bisschtomps unde s '«e eliche gemahel, genant Irmcntrud, die hattin eynen soen von J 2 ^""* la tin siten "'Wich, der wart k'ranck. Unde in der krancheyd wuchfs eme »«»"^"e e >'" grofs fleisch alfs eyn swam, unde wart gar hefshchen. Dartzu verstand a ) Hs. bichvatcr. , , ') in festo s. Michaelis pro*, pret ') Uhr. 76 Nr. 25 ;Mal.U7 Nr. 34 X Wohl Niederurf bei Jesbcry. *) prox- pret. ) Mir. 70 ■ Anal. 134 Nr. 16. •) Mir. 76' Nr. 27; Anal. 135 Nr. 18. -/«g^ »W*ofc Mainzer BLstuL. ') Vorl paitor. 8 ) Lehrb** bei ÄjrtW J Mir. 77 Nr. 28; Anal. 142 Nr^ 27 10 ) ^™ to " 6c 'iÄs. faber. 77 Nr. 29; Anal. 122 Nr. 4. Vgl. HUB. 11,26 hi. 1J. ) 228 Wunder Elisabeths. hoffte an derselbin siten, unde dargeyn wart eme das rechte beyn unde das kny gar dicke unde verswollen, das das beyn krum wart unde gantz verharttet unde verlamet. So wan das kynt geen sulde, so künde efs nauw mit der fordersten czehin uff die *B1. 228. erden geruren. Das werte 2 jar. Darnach wart dem kynde sine *lingte haut auch lam unde verharttet. Da gelobete die muter das kynt zu sent Elyzabeth. So nam der vater unde die muter das kynt unde czogen ire strafse. Uff dem wege wart cfs besser, das das kynt sin beyn bestunt zu strecken, unde bestunt daruff zu treden, unde ging. Da sprochin die eidern: 'soen, sittzc nidder unde ruwe'. Da sprach das kynt: 'ich enwil nicht ruwen, bifs ich Margburg sehe'; unde wulde sich nicht mee tragen adder füren lasfsen. Alfs sie nu quamen bie sent Elyzabeth grab, du blebin sie dar bifs an den andern tag mit grosfser bede, ynuickeyd unde andacht. Darnach satzstin sie das kynt uff das grap. Da sprach die muter; 'o soen, sticke die Jamen hant under den sarck'. Nu was eyn loch under dem sareke, wante das folck hatte von andacht die erden darufs enweck getragen. Das kynt was der muter gehorsam [Juni 2]. unde stickte syne hant under den sarck; alfsbalde wart eme die hant gesunt 1 ). Da dancktin sie godde durch die wunderwereke sent Elyzabeth, unde czogin widder heym. Uff dem wege verlor sich auch das fleisch adder der swam in der siten, unde wart gantz gesunt. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth')- 33. Eyn man, genant Gederich, ufs dem bisschthum von Trichte 3 ), der hatte eyne lame hant, unde horte sagin von den wunderwereken sent Elyzabeth. Hirumbe walte er geyn Margburg, unde herwarp keynen troist zum irstenmale, nach zum andernmale. Zum drittenmale machte er sich mit siner frauwen widder uff den weck zu sent Elyzabeth, da begente cm eyn erlicher persone in der gestalt eynfs altin manfs. Denselben grufste disfser Gederich, unde fragete cn, wodannen er quemc. *BI. 228'. Da sprach der alte, he queme von Margburg, da der *heylige lichenam sent Elyzabeth rastet, dar dan god vile wunderwereke dede. Da klagete Gederich sinen gebrechin- Da hub der alte eyne hant uff unde gebenedigete en, unde sprach: 'ganck sicher dar unde sticke dyne hant under den sarck in das loch, das du da findest, so wirdestu vonstunt gesunt. Unde so du dyffer dy hant daryn stickest, y du risscher gesuntheyd herlangest. Aber du salt auch sent Niclafsen in dyme gedancken haben, want derselbe ist eyn geselle unde helffer in den wunderwereken sent Elyzabeth. Vorterfs sprach der alte, wie das dorlichen were, das dy lute rissch von sent Elyzabeth absehyden, nachdem den heyligin behegelich ist, das man ire vorbede mit stedickeyd, ernste unde flisfse von en bidden sal. Alfsbalde verswant der alte von iren äugen. Defs verwunderten sie sich vaste, unde waltin vorterfs geyn Margburg; unde nach dem rathe defs alten so stifs er sine hant under den steyn. Vonstunt wart er gesunt daran. Alsus lefsit man in der historien genant Lombardica 1 ). 34. Eyn kynt von 8 jaren, genant Gertrud, von Bleichenbach 5 ) Menczer bisschthumps, wart mit eyner sweren kranckeyd beladen, so das efs 4 jare darnach zu bette lag. Unde wart lam uff eyner siten unde auch an den beynen; unde wart krom, wante die beyne worin eme gewasfsen unde geezogen vor sinen hindersten- Dar slug eyne ander kranckeyd zu, genant in latino bubo. Sulch ungeferte quam eme under sinen arm, unde swal eme gar herschrecklichen groifs. Zu eyner czyt quam eme vor in dem sloffe, wie efs sulte wallen zu sent Nicolaus. Das kynt sagete das, unde wart auch dar bracht, bynamen zu eyner kirchen in eyme dorffc, genant Gifsnich 6 ), die was gewihet in sent Nicolaus ere. Da herwarp efs gesuntheyd an eyme beyne- *B1. 229. Darnach wart efs bracht zu sent * Elyzabeth, dar was efs 8 tage an troistunge. Zu- [Okt. 1]. letzst satzstin sie efs uff sent Elyzabeth grab, da wart efs gesunt an dem andern beyne 7 ), unde von den andern gebrechin gentzlich herloist. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwereke sent Elyzabeth 8 ). Auch stehit efs in der historien genant Lombardica 8 ). 35. Eyn man bie 50 jaren, genant Arnold, von Morfsbach 10 ), der wart kranck, lam unde krum, so das er nicht gesittzen mochte; sunder er hatte knicken, darmidde sturte he sich; unde wan he der krucken nicht enhatte, so enkunde he nirge 11 ') in hebd. pentecostes, in 4. feria. ») Mir. 78 Nr. 30; Anal. 123 N*- 5. Vgl. HUB. I 1, 28 Nr. 46. ") Utrecht. ') Jac. 767 Nr. 4- ») Wohl Blächcnbach bei Ortenberg. ") in villam, quae Gisinch dicitur: Giefsen? ') quadam 6, feria, utputa proxima p. fest. Michaelis nunc. pf et - ") Mir. 79 Nr. 31; Anal. 129 Nr. 12. •) Jac. 770 Nr. 14. 1Q ) Won 1 Morsbach bei Waldbröl. Wunder Elisabeths. 329 mummen, ufsgescheyden das he krouff in syme hufse. Das werte eyn jar lang. Da g bete er s ' cn z " s ent Elyzabeth, unde riff sie anc, unde wart bie dem grabe gantz [Sept. 29]. psunt ), so das he die krucken niddcrwarff unde ging gesunt von dannen. Alsus Slt m an in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 2 ). 36. Eyne frauwe, genant Irmengard, von Aldinkirchen 3 ) Trirer bisschthumps, atte eyn kynt von 5 jaren, genant Adelheyd, das was stom unde lam. Da nam die rauwe ircn pherner zu rade, hern Hinrichen, unde gelobete das kynt zu sent Elyza- ?'-"; unde sprach: '0 heilige frauwe Elyzabeth, ich bevele dyner gnade myne tochter, lr ewicklichin zu dynen, und ich wil sie brengin zu dymc grabe, uff das durch die 1 ife dynefs verdinsts myn kynt herlange gesuntheyd, zu wandern unde zu redden'. ar nach brachte sie das kynt zu dem grabe mit irme opper unde ynnigen gebedc, unde czoch widder heym. Uwer 3 wochen darnach wart das kynt redden unde gantz gesunt. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 4 ). * 37. Eyn man, genant Arnold, von Eppenrade 6 ) Trirer bisschthumps, hatte *B1. 229'. c yn kynt von 5 jaren, genant Mechtild, das wart blynt, doub, stum unde lam. Das ver te 16 wochin. Da riff der man unde sine frauwe god ane unde sent Elyzabeth; »ntle gelobetin, werfs Sache, das ire tochter gesunt wurde, so wulden sie dieselbin r ^ngin mit erme oppcr zu sent Elyzabeth grabe. Denselbin tag, alfs sie das gc- [u, Aug. }.\\. etin, du wart efs besfscr"), bifs das kynt allerdinge widder sehin, horin, sprechen nclc gantz gesunt wart. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent ^yzabeth'). 38. Byne frauwe, genant Hildegund, von Wetzflar Trirer bisschthumps, hatte > c " soen von 4 jaren. Das kynt bestunt gar wole zu redden unde die sproche zu e r s j?" ^ u e yner czyt wart efs beladen mit der fallende«) suchte. Dardurch verlor belli 1C s ß rocne > das werte 12 wochen. Die muter gelobete das kynt zu sent Elyza- iar ' l,nc ' c s P r ach: 'o selige Elyzabeth, mache mynen soen gesunt, so sullin dir alle j * phennige in dynen spital geoppert werden, dywile he lebet'. Alfsbaldc wart da- 1 '' rec ' Cierl Hilde auch herloist von der fallende") suchte. Du nam die frauwe i»f S 't nt Uncle ^y^te i re gelobede unde brachte efs zu sent Elyzabeth grabe. Alsus man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 8 ). fa]1 30. Eyn man, genant Curt, von Batberg 8 ) Colscher bisschthumps, hatte die dasT ? uc ' lte S 31 sweerlichen. Zu eyner czyt wart he vermanet durch sine frunde, wuli Sicfl sulte geloben zu sent Elyzabeth. Du bath he dry widdefrauwen, das sie iar d '^ tage fastcn un de das gelobede thun, das he syn lebetage lang sulte alle Wa f' n r op P e ' 2U *sent Elyzabeth brengin. Alfsbaldc die frauwen das gelobetin, du *B1. 230. herf ■ besfser mit dem manne. Da ginck er geyn Margburg, unde wart allerdinge [Nov. 16/19]. Elv°h l ' Wde gant * g esunt, °). Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent cvn l- n man ' g enant Eckard, von Everfshufsen 12 ) Menczer bisschthumps, halte Sllcl , ynt > das was firdehalp jar alt, genant Gcrlach. Das kynt hatte die fallende El», v' daS wertc c >' n ■'a'P jar- Da gelobete defs kyndes eltermuter efs zu sent [Mai 13]. b u . )< alle jar mit 2 phennigen sin lebetage lang; unde brachten efs geyn Marg- maif mit erm ° op P cr - AW'sbalde wart das kynt gesunt bie dem grabe 14 ). Alsus lefsit [Mai 18]. m dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth "). So **■ Byn man, genant Sifrid, von Buchseck ") Menczer bisschthumps, hatte eyneu Behabt ^ J aren > genant Herman. Dasselbe kynt hatte die fallende suchte 4 jar kvnt S ° ^ aS e ^ s ^ ar v '' e un( * e dicke zu der erden fyl. Zu eyner czyt, alfs das miii 3n eyme ta S e drymale die kranckeyd hatte, da gelobeten der vater und die ^_ __ das kynt zu sent Elyzabeth, mit 2 phennigen, alle jar sin lebetage lang in a ) so. Ritter Kr 1 - fcsto s- M ' cnaclis P rox - P ret - ") Mi r - W Nr. s2 - — Aussage des söhn.» * Ieinr ich v. Dadene, Trierer Bistums. ") Altenkirchen bei Hohen- I iL, hc i Braunfels? 4 ) Mir. 80 Nr. 33; Anal. 136 Nr. 20. Vgl. HUB. ') Mi S6- ^ Wohl Eppcnrod bei Dictz. 6 ) c. fest. Bartholomei. i) iil*' SO' Nr. 35. — Auch in der historien genant Lombardica, Jac. 770 Nr. 17. {j £«»*. 80 Nr. 34; Anal. 139 Nr. 24. °) Wohl Badberg bei Brilon. r anniversario domne (lantgravie). ") Mir. 81 Nr. 36; Anal. 139 Nr. 23. 'urtshausen bei Schweinsberg? Vgl. HUB. I 1,149 u. 253. ") 8 diebus ! ) Er fw s l' Ar" 5 ' tlom ' ni ' ") 3- f er ' a 1 ue precessit tempus rogationum. 15 ) Mir. **. 37. 1«) -^r^i Altenbuseck bei Gießen. 33° Wunder Elisabeths. [u. März 21], den spital der armen lüde zu oppern. Vonstunt unde uff denselben tag verlifs die kranckeyd das kynt') unde krotte efs nummermehe. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderezeichen sent Elyzabeth' J ). 42. Eyn man, genant Hinrich, von Margburg Mcnczer bisschthumps, hatte eyne tochter von 10 jaren, genant Hildegund. Die was beladen mit der fallende suchte, •Bl. 230'. *3 jar lang. Da riff der vater sent Elyzabeth an unde sprach: 'o heylige frauwe Elyzabeth, ich bit dich, mache myne tochter gesunt, uff das sie dir allctzyt gedync" [Juni u. 15]. möge'. Unde brachte sie bie das grap unde gelobete, alle jar 2 phennige zu opper" er lebetage lang 3 ). Unde von der czyt gerurtc die kranckeyd nummermee die tochter, sundem sie wart gantz herloist. Alsus lefsit man in dem buche der Wunder* czeichin sent Elyzabeth 1 ). 43. Eynem manne 6 ) hatten die worme sin angesichte jemmcrlichcn verezeret; der was in grosfsem lyden. Der quam auch zu sent Elyzabeth grabe, unde nam der erden davon unde streich sich darmidde an sime antlitze. Da wart er gesunt unde lobete god durch den verdinst der heyligen Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderezeichen sent Elyzabeth 6 ). 44. Eyne frauwe, genant Eva 1 ), von Bydenkap Menczer bisschthumps, so die uwer 30 jar alt was, du wart sie kranck unde liddesuchtig, das man zu latino nennet paralisis. Unde was so swach, das sie sich zu tzyten mit grosfser arbeyd kume mochte in dem bette uffgerichten; unde wan sie gehin sulde, so muste sie y uwer 10 schridd' eynfs adder czweye ruwen. Das werte bie 3 jaren. Uff das letzste wart sie s0 omechtig, das sie bynnen eyme halben jare keyn broit essen mochte. Zu eyncr czy' riff sie sent Elyzabeth ane, unde lifs sich zu ermc grabe brengen; unde sprach: ° heylige frauwe, bidde vor myne sele unde vor mynen lyp'. Unde bleib uwer nach 1 in dem spitale. Da quam er vor unde sie duchte in dem sloffe, wie das sie irc ha"' stickte in sent Elyzabeth grab unde griffe den heyligen lichenam ane; der duchte «Bl. 231. sie, alfs ob he fuchte unde nafs *were; unde wie sie darane ire hant nafs mecM c unde bestriche ire krancken kny unde die andern glidder, unde wie sie darnac [Juni 1]. gesunt were. Alfs sie nu herwachte, da was sie gantz an allen enden gesunt 9 ). ^ a danckte sie godde unde lobete sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche de Wunderwercke sent Elyzabeth 9 ). ., 45. Eyn man, genant Jordan, von Vache 10 ) Menczer bisschthumps, was kra» c ' an der liddesucht, so das he Syrier beyne, hende, fusfse unde ander glidder key» macht enhatte. Das werte eyn jar unde 16 wochen. Unde so eme nymant das £ bufsen mochte, do ging er mit grosfser arbeyd alfs lange, bifs he zu sent Elyzabe grabe quam. Da ging er zu dem grabe bie 9 molen unde sprach sin gebeth "' [Aug. 10]. andacht. Snell unde balde wart er gesunt 11 ) unde spranck frolichen, der voIW 3 kume gegehin mochte. Alsus lefsit man in dem buche der Wundcrczeichin se Elyzabeth 12 ). 46. Eyne frauwe, genant Luchard, von Fronhufsin 13 ) Menczer bisschthun'l'"' halle eynen soen von 3 jaren, genant Hinrich, der wart kranck unde lag 6 tage. •" dem sibbenden tage des obinds, alfs sich tag unde nacht sehyd, du starp das ky"' unde hatte auch an sich alle czeichen defs todes, wante efs wafs strebe, hart, bl« e unde kalt. Da schrey die muter. So was dar geynwirtig defs kyndes elterm"' 0 j genant Bertheyd; die riff sent Elyzabeth ane unde sprach: 'o heylige frauwe Ely ja beth, herlange dem kynde sin leben widder, so wullen wir efs zu dyme grabe # unfserm opper brengen, unde sal alle jar 2 phennige in dinen spital oppern sin 18» »Bl. 231'. tage lang. *Aber das kynt bleib doit bifs an den morgen. Die lüde lisfsen tfC abe, sundern sie ryffen y mehc unde mehe sent Elyzabeth ane. Balde bestunt d as kynt eyne hant zu wegen unde holde Syrien ödem gar tyff unde wart widder leben"'?- 1232Okt.11.16.Dufs geschach umbe sent Gallen tag, du man schreib nach gots geburt I23 2 jaf Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth u ). ') c. mediam quadragesimam anni pres. *) Mir. 82 Nr. 38. ' 1. fest. s. Viti anni pres. <) Mir. 82 Nr. 39. s ) HUB. de Crufdorf: Or» dorf bei Gkiberg. «) Fehlt in der Casseler Hs. Vgl. HUB. 11, 26 Zr.i* ') Vorl. Aba. 8 ) proxima 3. feria p. penthecostes anni pres. ") 3»"'' .,, Nr. 40. '") Vacha a. d. Werra. n ) in festo s. Laurcntii. '".) ß L 3 < 83 Nr. 41. "*) Wohl Fronhausen zw. Marburg u. Gießen. '*) M"'- Nr. 42; Anal. 118 Nr. 2. sm i 11 Wunder Elisabeths. 33 1 47. Eyne frauwe, genant Mechtild, von Langengonfse') Trirer bisschthumps, die was in freuwlichin noden der geburt. So geberete sie z kyndere; das lrste eyn meydchin, das was lebennig; das andere eyn kneblyn, das was doit. Da bath die m uter mitsampt den andern frauwen, die bic er worin, unde ryffen sent Elyzabeth an e; unde die muter gelobete, werfs sache, das dem kynde das leben wurde, so wultc s |<= wollen unde barfufs mit irmc opper hersuchen das grap sent Elyzabeth. Zuhaut '«et das kynt sinen munt uff unde wart lebennig. Da toufftin sie efs; darnach balde st aip efs. Alsus lcfsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 2 ). 48. Eyne frauwe 3 ) hatte eyn junges kynt, das leget sie zu er unde erdrucket efs zu doit. Das was er gar leyd, unde trug efs zu sent Elyzabeth grabe, unde ryif f ie v mit ernste ane; unde bath sie, das sie ir hulffe dede, dem») kynde Widder sin ebin wurde. Das gewerte sent Elyzabeth die frauwen, unde herwarp geyn god dem [Jul «ynde widder sin leben 4 ). Des danckte die frauwe mitsampt dem andern foleke, die ( *y woren, godde von hymmel unde sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche Ucr Wunderezeichen sent Elyzabeth 6 ). , . .. .„ .„_ *49. Eyne frauwe 6 ), genant Hedwig, hatte cynen soen, der was 20 jar alt. Bi. 2.32. 9 er wart kranck unde hatte eyne jemerliche sucht; unde starp in der 8 nacht, alls d « haen kreet. Da wart die muter sere betrübet, unde ryff sent Elyzabeth mit an- facht ane. Unde an der andern nacht, da der hane kreet, da wart der soen Widder lebennig unde wole gesunt von sent Elyzabeth gnaden. Alsus lefsit man in dem «che der Wunderczeichin sent Elyzabeth 7 ). . „ . 50. Eyne frauwe, genant Lutrud, von Rudne 8 ), bie Franckenberg gelegin ), , atte eynen soen, genant Wentzel, der was firdehalp jar alt. Der wart kranck, unde a S S tage, unde starp. Alfs nu die muter quam unde fant das kynth doit, du schrey s ! e mit luder stymme, das die nachgepurn dartzu lyffen. Defs machte man dem kynde Sln dodenkleyd. Da wart die muter gedencken an sent Elyzabeth, unde ryff sie mit grosfscr begerde ane, unde gelobete den soen geyn Margburg, mit eyme opper von ve yfse, wachfs, silber unde derglichen, so sweer alfs das kynt werc. Nu hatte das P* =o lange toit gelegen, das man wole mochte 4 guter mischen mile gegangin J*«. Alfso geschach eyn groifs «eichen, das das kynt widder leben wart unde |u. jul. 25]. gesunt"). Unde brachte efs zu sent Elyzabeth mit dem opper, unde lebete: godl von f^mmel. Alsus lefsit man in dem buche der Wunderwercke sent Elyzabeth ). Auch n u « historien genant Lombardica"). . ... . r fa «. Eyn man, genant Wigbert/von Metbach "), unde Gertrud anejtejbufs ' rau ^, ufs dem bisschthump von Collen, hattin »eynen soen, genant Godfhd, der was Bl. .3-. 4 J ar alt. Dasselbe kynt fyl in eyne pottzen adder wasfser unde verdranck das gc- ^ ^ ^nt Johannes tag des douffcrs umbe vesperezyt Darnach alfs die sonne Jun, * 4 - *! dd r ^ing, du quamen ezwene mau, genant Wigkart") unde Rüdiger und wt den **&« scheppen; du fonden sie das tode kynt darinne llggen. Da ^«J^ S( *«yen sie; du quam das ander folck gclauffen. Da drugen sie das tode kynt in es , v °>-genanten Wigkarts hufs; wante defs kyndes vater lag kranck, so was sine muter de m kyntbette gelegin; hirumbe so wulden die nagepuren sie nicht hersenrecken. ar , quam vile fulekes in das hufs. Du ryffen sie getruwelichin sent Elyzabeth ane, v ncle gelobctin efs geyn Margburg. Vonstunt wart sich das kynt wegen, das vormails „°. n vesperezyt bifs an den obint in dem wasfser gelegin hatte, unde wart Widder lv enni S durch den verdinst sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in dem buche der wunderczeichin sent Elyzabeth ">). Auch stehit efs in der historien genant Lombardica j. der. U de D unde a ) so. v ') Lmgaöna zw. Gießen u. Butzbach. 5 ) Mir. 87 Xr. f. Anal 131 £' & a ) BUB. de Dudenh[usen]. Dodenhausm bei Jesberg? Todenlmmen ? e * hielcndorf? T. bei Wetter? T. bei Marburg (Landau 289)? ) * u -j*l t älvi *- apostolorum. ") Fehlt in der Gasseier Es. Vgl. HUB. L 1 *' Z «*■ •) HUB. in Volprahtishusin. Volpertshausen bei Wetzlar? V. ba t^kenau (Landau 233)? 7 ) Fehlt in der CasselerHs Vgl HOB. II,™ W.47. *) Wohl Bbddcnau bei Frankenberg. Vgl. Anm. 9. L Mir Lfmer Zusatz; Vorl. Mog. dyoc. 10 ) c. fest. s. Jacobi hoc anno J^ h i 5 $. 45 ; Anal 126 Nr. 7. ") Jac 768 Nr. 7 (Hugolinus M .Vf?% ] fieser Wighard von Medcbach macht die Aussage. '") Mir.W *• > * n al 128 Nr 10 Vnl HUB. I 1, 27 Nr. 41; mit Juli 1, wohl dem lag ««' A ^a ge , lt) jM 7ß8 Nf 8L 332 Wunder Elisabeths. 52. Eyne rauwe, genant Demud '), von Tzcppenfclt") Tiircr bisschthumps, hatte czwey dochterline; das irste was 6 jar alt unde das ander, genant Ysentrud, was i jar alt. Nu geschach efs, das das cldeste uff sinen armen trug das jungestc bie dem wasfser, undc entphil eme darin unde verdranck. Da schrey das ander kynt; das herhorte die muter undc lyff zu mit eyme grosfsen jamergerouchte, so das die nach- gepurn des gewar wurden unde auch darquamen, unde suchten das dode kynt. Zu - *Bl. 233. letzst funden sie eis wole eynen gutin arm-*brustschosfs von der stedde, da efs in das wasfser gefallen was, unde was toid. Da ryff undc schrey die muter mitsamp' den andern luden sent Elyzabcth ane umbe hulffe, unde gelobete das kynt zu erme [u. Apr. 25]. grabe. Defs wart das kynt widder lebennig ;! ). Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 4 ). Auch stehit efs in der historien genant Lombardica )• 53. Eyn ritter, genant her Hinrich von Colnhufscn 6 ), Menczer bisschthumpfi der ging eynfs mit syme knechte bie das wasfser 7 ). So was auch eyn schtiler mi en, genant Burckard, von Asschaffinburg, der was bie 18 jaren alt. Derselbe schule' unde der knecht gingen in das wasfser na fischen. Efs geschach, das der schuler verdranck, undc der ritter sach das, aber er enmochte eme nicht zu hulffe kummen- Dar wart eyn gerochte; da lyffen auch ander lüde entzu, aber nymants künde eme gehelffen. Alfs er nu herdruncken was, da quam eyn molner, genant Curt, von Assenheym"), der suchte en so lange mit eyme hoieke, das he cn fant undc hcruis czoch. Da riff der ritter sent Elyzabeth ane, mit 20 andern mentschin, die da' kummen worin; unde sprach mit grosfser andacht: 'o heylige frauwe Elyzabeth, > s efs sache, das god y ichts durch dynen willen gethan hat, so hcrlange auch dusfsem [u. Juli 4]. schuler sin leben widder'. Alfsbalde wart er sich regen unde stunt von») dode widder uff durch die heiligen vorbete sent Elyzabeth °). Alsus lefsit man in dem buche der Wunderezeichen sent Elyzabeth 10 ). Auch so lefsit man dufs in der historien genant Lombardica"). *B1. 233'. *54. Byn man, genant Friderich Flasche, von Wissebade Mentzer bisschthump s ' alfs der 26 jar alt was, du verdranck he in dem warmen bade zu Wissebade. Unn das geschach alsus. Er was in dem bade mit ander luden, du quam auch eyn arn man darin, der was vor blint gewest, undc durch sent Elyzabeth vorbede was schinde wurden. Denselben armen man verspotte dusfser Friderich unde gofs c "[ versmeelichen das wasfser under sine äugen. Das verdroifs den armen man, um sprach: 'die heylige frauwe sent Elyzabeth, die mich hat schinde gemacht, die must mich rechen an dir, so das du nicht ufs dem bade lebennig kummest'. Dusfser wo' herschrack eyn ander man, der dan auch in dem bade was, undc ging hcrufs un lachte sich nidder unde entsliff. Nu künde der Friderich usfsermafse wole swymm e j darumbe verlifs er sich daruff unde gab sich frevelichen vil dyffer in das bath. "°, gab den Worten defs armen mannes macht, so das Friderich alle sine macht velW " unde fyl zu gründe alfs bly unde verdranck. Uwer etzlichc czyt darnach du * a , eyner da, genant Margkolff; der fragete undc sprach: 'bo ist Friderich hynne kummen • Das herhorte der man, der da slyff; unde sprach: 'ich enhabc cn nicht gesehin u dem bade geen, sundern ich herschrack vor eme siner worte undc ging herufs un" lachte mich slaffen'. Da ging der man Margkolff widder in das wasfser undc such en mit den fusfsen; unde zulelzst fant hc en unde czoch cn herufs, do wafs he t0 J Da wart eyn groifs geschrey, jamer unde nod von Friderichs hufsfrauwin, von sine* czween swogern unde von andern luden. Unde ryffin sent Elyzabeth ane und *B1. 234. gelobetcn cn "geyn Margburg; unde sprochin: 'o heylige frauwe sent Elyzabeth, W cl gestade, das dufsfser an solcheme jemerlichen tode vergehe; ist efs sache, das he dt" c ^ dynen heyligen verdinst widder lebennig wirdet, so wullen wir en brengen undc [u. Juni 26]. dyme grabe füren mit syme opper'. Alfso bestunt er sich widder zu wegen unde stu «) HUB. Elysabeih. ») Zcppcnfeld siidl. 0. Siegen. HUB. ZekenlTel g 3 ) ad 14 dies p. pascha prox. pret. 4 ) Mir. 87' Nr. 48. Vgl. HUB. I >-J{ Nr. 53. B ) Jae. 768 Nr. 8 II. 8 ) Kolnhausen, jetzt Kolnhauser &°l> bei Lieh. T ) Die Wetter (Wedere). HUB. apud castrum Assenheim ( v 9 l 'f\. da quam eyn molner . . . von Assenheym): Assenheim bei Friedberg, an Ni«< ** ' Wetter. ") S. Anm. 7. ») c . translat. s. Martini. ,0 ) Mir. 85 M- **> Anal. 125 Nr. 6. Vgl. HUB. I 1, 26 Nr. 22; mit Juli 15, wohl dem Tag <*« Aussage. ") Joe. 767 f Nr. 0 (Ouitardus). Wunder Elisabeths. 333 von») tode uff 1 ). Alsus lefsit man in dem buche der Wunderczeichin sent Elyzabeth 2 ). Auch in der historien genant Lombardica 3 ). 55. Zu den geezyten was eyn ordenfsman von eddelm gesiechte, eyner grosfsen Prelaturen unde wirdickeyd, der was belestiget mit anefechtunge des fleischs unde mit viler unkusscheyd. So wart er gedencken an die libhaber>'nnen der kusscheyd se _nt Elyzabeth, unde ging vor er grap mit grofsfser ruwe unde leyde siner sunde, m 't vergifssunge siner trene, unde ryfl'sie ane, das er sulcher versuchunge unde undogent mochte quit werden. Unde bleib alsus lange czyt in syme gebede vor dem grabe unde wulde nicht scheyden. Zuletzst fulte er in sich gisfsen eyne sonderliche stereke unde crafft. Du lobete er god unde sent Elyzabeth; unde darnach sagete er das feister Curde von Margburg, wie das in derselben stunde die begerlicheyd der un- kusscheyd gantz in eme ufsgedilget wurde. Derglichen quamen auch vil ander lüde, <«e mit grosfser versuchunge der sonde beknoppet woren 4 ), etzliche mit doithchem has 'se, mit czorne, mit girheyd mit karigkeyd, mit hoemude unde andern sonden, ,mu > herlangeten durch die heyligen vorbede sent Elyzabeth sulche * gnade von godde, «Bl. 28*'. las sie vorterfs von den sonden abelifsen. Alsus schribet her Diderich von Donngen, pred >gerordenfs, in syme 8. buche von sent Elyzabeth 6 ). * e )56\ Frauweb) Ermengard, gravynne, geborn von Mansfelt, eyn andechtig «Bl. 286'. ™yp fol guter wereke unde almufsen, graven Bertolts 7 ) swester von Mansfelt, die [1233]. ort e von der heylickeyd unde wunderezeichen sent Elyzabeth. Hirumbe wart sie ^ntzondet in ynnickeyd, unde czoch ufs erme slosfsc, genant Seburg 8 ), undeb) walte s e yn Margburg 'zu sent Elyzabeth. Alfs sie dar quam vor die capellin, du quam Jj~ eyn man unde dru g e y a k y nt i das was b 'y nt & eborn und hatte auch keyne • e dde der äugen, unde bath die gravynnen, das sie eme das kynth haltin wulde, bifs Widder von dem marekte queme. Nu enwuste der man nicht, das die frauwe eyne lieh ymie was ' H 'r"mbe bath er sie mit flisfse. Die dogentliche frauwe fol gotheher p, e und e oetmudickeyd nam das blynde kynt zu er, unde drug efs mit er vor sent hMK th g rab > und e gedochte, ob god dem kvnde durch den verdynst sent Elyza- Mh syne äugen unde gesichte geben wurde. Indes fyl der frauwen in enn gedancken, *Z Ch ü ^brechlichkeyd der mentscheyd, eyn missegloube in, das sie meynte, wie das i T\ El y zab eth so groifs nicht bie godde verdynth hette, wante sie hette sie vormalfs " d « wemtlicheyd unde an dem dantze geseh'in. Ydoch slug sie die argen gedancken l°* er unde gedochte, wie groifs sie darnach durch gots willen gelydden unde K«öan hatte, unde wie grofsfse czeichen gereyde durch sie gescheen weren. Hirumbe P ra .Gh sie die menge des folekes ane, beyde, man unde frauwen, die dar geynwirtig ™ on n> unde bath sie »durch gots willen, das sie alle er helflenc) w ulten bidden, . B l. 237. eeL 8 °? dem k y nde au g<= n gebin wulte durch den verdinst sent Elyzabeth. Es and u ' die lude f y' en nidder uff ere kn y mit g rosfser begerlicheyd unde boden mit aupe ' mit gudem hoffen zu sent Elyzabeth. Zuhant reifs die hut entezwey, da die beft Stehin sulten , alfs ob man eyn pirgament zurisfse, das alman horte, unde das kynt Rro^ m ' Udc zu s< Areyen. Da sach die gravynne das kynt ane, du hatte efs klare, schone, »nd e S< i gra a »gen. Da drang das folck entzu, die vormalfs das kynt blint gesehin hatten, So hiltj " god von h y mmel dur c h dic wunderwereke siner dynerynne sent Elyzabeth. eyne daS kynt s y ,le au g en stra g uffen unde verwante er nicht. Do namen die frauwen l ernt ev gesschalen unde hilden eme vor die augen, uff unde abe; dar sach efs na unde deft'i augen wenden; unde behilt eyne schone klar gesichte sin lebetage lang. Da d u f k y nd es vater von dem margte quam unde wulde warten, bo sin kynt bieben were, Vo a ir er > das efs schone sach; unde entphing efs mit grosfsen fremden, das eme sent K mh bedr "Pnisfse blint geborin was; unde danckte godde von hymmel unde u 'yzabeth irer mildickeyd. Darnach ging die gravynne Ermengard in eyn geistlich a ) so. b) Frauwe—unde auf Erzatzstück (aufsen). c ) Hs. heften. Quell \ ] in die Johannis et Pauli. 2 ) Mir. 88' Nr. 49 (letztes Wunder dieser motiK " *) Jac - 768 Nr. 9. 4 ) Dietr. quibuseunque vitiorum spintualmm >) y** oecupatis. ") Bietr. 8, 6; S. 149 Z. 7-9, 13-15, 18-21, 23-26 Qft*& ° ben S - a °2 '»■ A«m. 2. Aus dem Platz, den G. dem folgenden Wunde? *, °*% ergibt sich, daß er es in das Jahr 1233 setzt. ') Vorl. ma.ons. ' * eeh wg bei Eisleben. 334 Wunder Elisabeths. jungfrauwencloister, genant Rotharfsdorff l ), ordens von Cistercien, unde dynte goddc darinne bifs in iren toid. Alsus scbribet her Diderich in syme 8. buche"). *Bl. 238. *») 57. Eyne frauwe was in Engelaut, etc. 3 ) —. Das stehit hinderwert 4 ), aber [1233']. efs gehöret hyher 8 ). *Bl. 242'. *°}58. Eyne frauwe, genant Heylwig, Trirer bisschthumps, die was eyn gantz [r236 ff], jar lang blynt, So ryff sie sent Elyzabeth mit flisfse ane. unde walte geyn Margburg zu sent Elyzabeth grabe; du wart sie sehinde mit eyme äugen. Unde alfs sie widder heym quam, da kreig sie grosfse wetage in dem andern äugen; da ryff sie aber sent Elyzabeth ane. Du herscheynte sich sent Elyzabeth der frauwen, unde sprach: 'gang zu myme altar unde lafs dich den priester mit dem corporale anwehen'. Das thet die frauwe, unde wart gesunt von dem wynde, der von dem corporale quam. Alsus lefsit man in der historien genant Lombardica '). 59. Eyn man, genant Diderich. Menczer bisschthumps, der was in sinen bejrneö so kräng, das er nicht gewandern mochte, wante man muste en dragen, wo he bynne sulte. Defs gelobete er sich zu sent Elyzabeth. Nu was he 10 mile von Margburg *B1. 243. gesessen, hirumbe mochte man en kume in 8 tagin *dar getragen. Unde alfs er 4 ganczer Wochen da gewas, du vernam er keynen troist adder gesuntheid. So lifs er sich widder heym tragen. Zu eyner czyt lag er bie eyme andern krancken unde slyff; da sach er, wie eyner queme unde begosfse en mit wasfser gantz nafs. Indes herwacht er, unde sprach czornlichin zu syme gesellen: 'worumbe hastu mich so nafs begossen'. Da sprach der ander: 'ich enhabe dich nicht bcgosfsen; sundern ich gloube, das sulche begifsunge sie dir eyn czeichen diner gesontheid'. Das was aKsd wante der krancke stunt uff unde was allerdinge gesunt wurden durch die vorbede sent Elyzabeth. Hirumbe so ging er widder geyn Margburg zu sent Elyzabeth grabe unde lobete god von hymmel. Alsus lefsit man in der historien genant Lombardica )• 60. Eyn man, genant Hcrman, Colscher bischthumps, wart in gefenckenisfse geleyd. Du ryff er stedicklichin sent Elyzabeth unde meister Curden aue umbe hulrtp- Efs geschach zu eyner czyt in der nacht, das sie beydesampt sich herscheyntin m» grosfser klarheid dem gefangen unde troisten en. Darnach wart das orteil uwer e n gegeben, unde wart gehangen. Alfs er nu gehangen hatte so lange, alfs man mochte eyne gute tutsche mile gegangen haben, du herlangelin syne frunde an dem richte r i das sie den toden gehangin man abenomen, unde wulden en begraben. Da ryff s" 1 vater unde sin vetter 9 ) mit den andern frunden sent Elyzabeth ane, unde efs geschac», das der tode widder uffstunt. Defs dancktin sie godde unde sent Elyzabeth. Alsus lefsit man in der historien genant Lombardica 1 "). *B1. 243'. * 61. Eyn man, genant Johan, Menczer bisschthumps, wart mit eyme dibe gefangen unde unschuldicklichen zum dode georteylt. Du bath derselbe alle folcKi das sie wulten sent Elyzabeth anrufl'en, das sie eme helffen wulte nach sime verdinste. Alfs er nu gehangen wart, du horte he eyne stymme uwer sich, die sprach: 'so' 1 ! habe gutin getruwen zu sent Elyzabeth, wante du wirdest herloist'. Alfsbalde brach der sträng, unde fyl gar hoe herabe unde doch sunder alle wee; unde der andeF bleib hangen. Du sprach disfser: 'o sent Elyzabeth, du haist mich herloist unde UÖ weych gebette mich fallen lassen'. Da worin etzliche, die sprochen, man sulte e' 1 andermal hencken. Da sprach der richter: 'wilchen god herloist hat, den wil i^ 1 nicht widder hencken lasfsin'. Alsus lefsit man in der historien genant Lombardica')• 62. Eyne jungfrauwe, genant Benigna, Menczer bisschthumps, die hisch *■ eyner czyt von irer dinstmayd drincken. Die mayd wart czornick unde brachte eI ») Nachträgliche Bandbemerkung Bl. 238 rechts oben. Vgl. oben S. s °* m. Anm. 12. ') Wohl Bodcrsdorf bei Oschcrsleben. *) Dietrich 8, [14a]; N. Arch- h Bachs. Gesch. 13, 97 Z. 8 v. u. bis 98 Z. 33 (mit Rocharsdorff). 8 ) Im A* fang von Bl. 244 wird nachher auf eine Frau zurückverwiesen, die 7 wocheu W toid gewest. *) Jedenfalls auf dem aufgeschnittenen Blatt vor 244. 6 ) *j in das Jahr 1233. Vgl. oben S. 333 Anm. 6. B ) Vgl. oben S. 206 f> 1 Anm. 2- Aus dem Platz, den G. den folgenden Wundem anweist, ergibt sich dafs er sie zu denen zählt, die nach Aussage Dietrichs (oben S. 205 f) settß*»*. Mai 3 geschahen. ') Jac. 770 Nr. 18 (Helibingis). 8 ) Jac. 7701 • A '' 19. 9 ) patruus. 10 ) Jac. 767 Nr. 5. ") Jac. 768 f Nr. 10. Wunder Elisabeths. 335 ürmeken unde sprach: 'nym unde drinck den tufel'. Du wart geschin, das durch r" ' la 'f s etzwas nidderging alfs eyn stucke von eyme bornende a ) brande; unde Uff ".' erm e übe hyn unde her, so das die jungfrauw schrey unde selczen geberde an Slc h nam unde unsynliche wereke dreyb, das man meynte, sie were besessen. Das verte 2 jar lang. Darnach wart sie gefurt zu sent Elyzabeth, unde wart uff er grap gesetzt; da wart sie amechtig. Du wart er gegeben enwenig broits unde wywasfser; as asfs unde dranck sie uff dem grabe. Vonstunt wart sie gesunt unde herloist, in S"ynwirtickeyd vile fulekes; die lobeten god unde sent Elyzabeth. Alsus lefsit man 1,1 der historier) genant Lombardica 1 ). I *1)) 2 ) .....[Eync frauwe was in Engelant, etc.]c) 3 )..... '"[fehlend. Bl.]. 63 ......| * gesaget, sie were heylig; ich engloube aber an sie nicht, want *B1. 244. J- 11 byn bie erme grabe gewest; das ruwet mich gar sere'. Da sageten sie eme von ( er frauwen, die 7 wochen was toid gewest 4 ). Do ging er widder umbe unde sagete _ eis ter Curde von Margburg, wie sent Elyzabeth eme nicht helffen wulte. Do sprach , r: S^ng zu myme kynde sent Elyzabeth unde bidde sie mit ernste, unde sprich, ich abe dich dargesant'. Da ginck der blinde zu erme grabe, unde sprach: 'heilige r auwe sent Elyzabeth, hilft' mir, das ich sehen, durch dynes lieben bichtvaters willen, 'eister Curts, der mich hergesant hat'. Alfso lag er in grosfser andacht uff erme sabe; unde entslyff. Da er nu herwachte, du sach er gar wole. Do wart er fro, OQe sprach; 'frauwe sent Elyzabeth"), du heyliges wyp, ich wil bie dir bliben, dywile leben'. Unde wart eyn guter mentsch. Alsus lefsit man in dem buche genant r: >ssionaIe sanetorum»). , 64. Efs geschach auch eyn grofs wunderezeichin in dem lande zu Ungarn, in ' «oubtstad des kunnigrichs, genant Trigona 6 ). In derselbin stad worin czwey eliche j. e i gar erbar, frumme unde wol herkant, die hatten eyne junge tochter, die starp. rumbe betrubetin sie sich usfsermasfsen. Des nachtes, alfs die frauwe von grosfsem trubnisfse müde wart unde entslyff, da quam er vor, wie das sie das dode kynt in chlant fragen sulten, unde in dem lande zu Hessen zu sent Elyzabeth grabe wallen ten. jj a jjg f rauwe herwachte, du sagete sie erme hufswirte, was er vorkummen 'S. D c f s morgens, a if s man das kynt begraben sulte, *da nam der man das kynt *B1. 244'. «je machte sich mit syner husfrauwen uff den weg. Du ryffen en die lüde nach 'Ue verwundertin sich. Alfs sie nu 30 tagereyfse in grosfser mudickeyd gegingen, J* ^ ac '' g°il iren stareken glouben ane, unde durch die vorbete sent Elyzabeth gab loh " kynde das leben widder. Da wurden die eidern gar hoch herfrauwet, unde etin goddes wunderwereke, die da an erer tochter gescheen worin durch sent yzabeth ere. Unde czogen vorters unde brochten die lebennigen tochter geyn in" lU ^ zu clem S f abe sent Elyzabeth. Alsus schribet her Diderich von Doringcn beii\ me ^' buche'). Auch steint efs in dem buche der Wunderezeichin sent Elyza- „ '• Darnach czogen sie widder heym in Ungarn 9 ). Defs verwunderte sich das f r e ' <0 nnigrich, unde lobetin god, unde hersuchten vortmerfs alle jar die heiligin ^j a v ^ u sent Elyzabeth, unde quamen grosfse schare fulekes ufs Ungarn alle jar geyn 2ll J» ur S 10 ). Do dasselbe kynt grofs wart, du wart efs mit des kunniges 11 ) tochter 12 ) a nd "P^" '" ^ cs herezogen 13 ) zu Beyern hoff gesaut' 4 ). Unde was so eynfs ynnigen entigen lebenfs, das der herezog zu Beyern unde sine eliche gemahel hulffen eme s a ) so. b) Hier ist in der Hs. ein Blatt ausgeschnitten. c ) S. oben • 334 tn. Arm. 4. ") Hs. Elyzabet (Ende der Zeile). I . ') Jac. 766 f Nr. 3. 2 ) An die 5 vorigen Nummern schlofs sich viel- icht hier, als 1. Stück des verlorenen Blattes, das Jac. 766 Nr. 2 entsprechende bet l ^& an '> ^ as e i nz ig e der historia Lombardica, das jetzt bei G. fehlt. Es ) Eigener Zusatz. ") Bela IV. 12 ) Elisabeth. J Heinrich XIII(I). ") Heinrich. Elisabeths Gemahl, regierte in Nieder- "y en h zu Straubing. 336 Wunder Elisabeths. geyn Regenfsburg in eyn jungfrauwencloister des predigerordenfs. Da wart sie darnach eyne mater ynne, unde fürte eyn godlich leben bifs in erin toid*). Derglichen hat sent Elyzabeth durch iren heiligen verdinst von godde herlanget unde 16 toden ufl- gewecket 2 ). Alfs das beschribet her Diderich von Doringen, predigerordenfs, in sym e 8. buche von sent Elyzabeth 8 ). i) Dietr. a. a. 0. Z. 16—10 v. u. 2 J Dielr. 8, 6: Suppl. v. Menckt 2004 Z. 19 f (Ausg. v. Canisius-Basnayc 153, Epilogus Z. 6 f). ") S. »■ vor. Anmn. Wunder des seligen Ludwig. Aus der Landeschronik. *So») wir nu gehört haben das heilige leben unde wundertzeichin sent Elisa- *Q bi. 245. t)et h 1 ), so geburt sich auch etzwas vorter zu schriben von den 8 ) willlder- Wercken goddes, die gescheen sint durch dy vorbede des seligen tasten (antgraven Ludewigs, der sent Elisabeth hufswirt gewest ist. — Man lefsit •J 1 sent Elisabeth gelefse, an dem 5. buche 8 ), unde auch in der legenden üufs seligen tasten, an dem 6. buche*), wie das vile andechtiger mentschin en seligen fursten anriffen in iren noden, alfs eynen heiligen man, Unde wie ^•eselbin auch gar vile herhört wurden, Unde wie die monche zu Reyn- Srtfsborne sulche wunderwercke verachtedin unde versumetin uffzuschriben; Qartlurch god der herre vertzornet wart Unde sine Straffe uwer die monche Qe _th 6 ) mit roube, verdruckunge unde vile widderstants, wante die tzucht seistUchs lebens unde der goddesdinst auch ubbel gehalden wart 0 ). Hirumbe Wirt god zumal vile ertzornet, wan die 1 )) tzeichen unde die wunderwercke ver- wegi n blibent unde verdrucht werden, die god der herre der werlde unde den , .en zu troiste, zu heile unde zu selikeit tut durch des verdinsts willen der lieben e 'hgen. Wante efs ist mogelichin, das die usserweltin heiligen uff dem ertliche Seeret werden von den luden, wilcher name unde verdynunge geschrebin sint in em hymmele 7 ). Nu geschach efs zu eyner tzyt 8 ), das eyn gut siecht eyn- [1292]. rT d 'S m an was na bie Ordorff gesessen, der hatte eynen soen, der was stom gebom. a he das kynt vile unde gnung zu manchem heiligen gelobete, unde efs allefs 'cht enhalff, zuletzt wart he vermanet in eyme geschichtet) 9 ), das he sin kynt Gute zu dem grabe defs milden fursten, an dem achten tage unfser liebin frauwen Sept. 15. herbeste, genant nativitatis. Alfs he nu bie dem grabe sin gebeet mit slser ynnikeid unde mit heifsin trenen gesprochin hatte, (nu moget ir hören *vil *B1. 246 1 . sise wunder), da sprach das kynt zu sime vater: 'geen wir heym; gib mir zu essen, Wi 1H S e rt'. Der gude man wart unmefslichin fro, unde wulde mit syme kynde kel " e y m geen. Da begeynete eme eyn monch in dem monster, der was groifs- Wi j ' unc ' e was genant her Hinrich von Emeleyben; dem sagede he das grosfse ij , ertze ichen. Der keiner hatte kleynen glouben dartzu unde verboit eme bie „ , e u nde bie gude, das he swege unde des nommermehe gedechte 10 ). Des enmochte i D j lenger erliden, das die ere synfs lieben dyners alfso verdrucket wurde d un " a ncknemikeid. Hirumbe verhengede god in syme tzorne, das'^kortzlichin nac h, in der nacht des heiligin apostelfs unde evangelisten sent Mathei"), Sept. 20. m a ) Mit verzierter Initiale. b ) Hs. wan man die; Leben Ludwigs wenne " an di zeichin.....vordrucket, di got. «) So L. L. Hs. 'C. f, ) Biese Namenform hier immer. ') Der Eingang ist dem der unten '"Wenden 'Tugenden des Bruders Kurt, G Bl. 259, nachgebildet. Ursprünglich mossen sich diese unmittelbar an die 'Wunder der h. Elisabeth' an. ") Dictr. ' D «. Vgl. Anm. 5. 4 ) Leben Ludwigs (6, 1) 69 u. (6, 2) 73. Vgl nm. 5. 6) Unmittelbare Quelle ist wohl die Landeschronik oben S. 188 f (nach 7 S'j s - 189 Anm. 1). ") Leben Ludwigs, von hier an alleinige Quelle, 74 t'.Jf. i) L. L. 74 Z. 12—19. 8 ) Vorl. (76 Z. 14 f): '1292'. 8 ) Soll ^iscn: gesichte. 1°) 76 Z. 21 bis 77 Z. 1. Vgl. unten S. 342 Anm. 3. ' u Z. 21 u. 23 f. ") 77 Z. 2 f. iiO Wunder Ludwigs. eyn grofs für cntzunt wart unde verbrante 1 ) das cloister, alfs auch hirvor geschrebin stehit 2 ), darzu alle wonunge zu Reynhartfsborne unde auch das heyligthum. Das hatte der milde furste vor gewifssaget unde verkündet, da he die bencdiction unde den seyn von en nam, unde sprach, das sie vile jamers, schaden unde armuts nach syner hynnefart ubbergeen sulde 3 ). Darnach alfs der brant unde grosfse schade gescheen was, da sprach eyn trefflicher wifser monch 4 ). 'Nu sehit, aller- liebestin brudere, das uns der getruwe furste vorhyn gesaget hatte, das hat unfs nu leyder ubbergangen; unfser gut unde habe sint verstrauwet, unfser hoffe unde forwerck sint von roube verstoret, die gebuwe sint niddergefallen unde vergangen, unfser armen lüde unde undersasfsen sint verjaget, unfser narunge ist gar donne wurden, wir lyden gebrechin an kledern unde an andern dingen, die zu unfser noit- dorfft gehorin; groifs armud unde kommer hat mit uns ubbernhant genommen. Was sal ich me sprechin? Die lüde enhan keyne ynnickeyd nach gnade me zu unfs; der *B1. 246. *fursten unde hern ere unde erbarkeyd, die sie zu unfs etzwan hattin, die ist nu zumal verswonden, unde efs enoppert, bescheydet noch engibt nymant nichts mee, sundern wir werden bescheddiget von allen luden unde under die fusfse getreden. Das grymme für hat vertzert unde verbrant die altaria mit dem heiligthum, bucher, kelche, messegewande, mit aller tzirheid, die zu gotsdinste gehöret. Wir musfsin bekennen unde sprechin mit dem propheten: "herre, alle das bedrupnisfse, das uns ubbergeet, das kummet von dyme gerechtin orteile, want wir han gesundiget widder dich unde sint ungehorsam gewcst dinen heiligin geboden". Lieben brudere, dit jamer unde betrupnisfse muste ubber uns kommen, uff das die prophecie unde wissagunge des eddeln forsten war wurde. Ydoch sullen wir hoffen unde beyden troist unde barmhertzikeid uff syne worte, alfs he sprach: "darnach wan das tzyt wirt, so wirt uch god der herre umbe mynen willen widder troisten in siner gnade" 6 )- Hirumbe, ir allerliebesten brudere, suln wir godde danck unde lob sagen, unde suln eme vorbafs flifslicher dynen in gerechtickeid unde in heylikeid unfsers lebins. Wir suln ufsroden die schedelichin wortzelen der undogent, uff das an unfs widder grüne unde ufsslae unde blühe die schonde des alden geistlichen lebins unde geistlicher tzucht in eyme geordenten leben. Auch sal widder ufssprusfsen die sommerlade der altin') kusschheid, schemede unde reynikeyd. Willig armud sal uns üben, die verfluchte eygentschafft soln wir ferne von unfs triben. Wir suln gutick unde barmhertzig sin unde die armen herbergen, unde vor allen dingen suln wir under *Bl. 246'. eynander bruderliche truwe *unde libe verwaren unde tragen, so wil god der herre mit unfs in dusfsem monster wonen, unde wil unfs geben in richer gnugede unfse narunge, unde wes wir bedorffin zu libe unde zu sele 7 ). Nu sehit unde mircket, wy uns der almechtige god nach dem finsteren ungewittere grosfses jamers, schaden unde bedrupnisfses widder getroist hat in siner barmhertzickeyd mit dem lichtin glantze siner gnade, sunderlichin mit grosfsen tzeichen unde wunder- wercken, die he tut unde gethan hat, unde hat gedacht an das dogentliche leben synes getruwen dyners unde knechts, des eddeln lantgraven, sunderlichin siner elenden merfart, unde bewifset nu alle tage die heylikeyd synfs lebins. Want in sime lobe unde godde zu eren werden die blinden sehin, die lamen geen, die stornm« 1 sprechin, die todin werden leben ig, unde mit wilcherley suchte der mentsche betrübet ist, ruffet he an dusfsen liebin heyligen mit gantzem hertzin unde glouben, em wirt gehulffen zu derselbin frist' 8 ). Hir ist zu mircken, das disfse geschiente unde auch etzliche tzeichin") nicht balde nach dem dode defs seligin rarsten gescheen sint 10 ). Aber umbe der bequemelicheyd willen so ist efs buche, das die wunderezeichin des andechtigen rarsten allernehist nach- fulgen dem heiligen lebin syner elichin gemaheln etzwan, sent Elisabeth. Dieselbin tzeichen lefsit man in dem 6. buche des seligen rarsten, lantgraven Ludewigs, legenden "), alfs hirnach geschrebin stehit 1 »). ') 74 Z. 24 f. *) 77 Z. 3 f; zurückverweisend auf 74 Z. 24 ff. ?# G. ist dieser Rückverweis gegenstandslos. ") 74 Z. 25—29. *) Eigener Zusatz. In der Vorl. sagt das Folgende da- Autor selbst. n grosfser andacht, «» Rötlicher liebe, recht alfs ob en ir lieben frunde gestorbm wcren ) An unfsers hern hymmelfart tag quam eyn mayd von Swobmltufcin Unde Ma, 7. ^rach, sie were lam gewest; unde do sie sich gelobete zu dem heben heihgen, von- SlUm luhtTrnal uff den nehisten sontag, genant exaud, dagelobete^sich Mai ,0. fvn jungfrauwe von Ysenach zu dem liebin heiligen D,e was stom worden m eyner kranckeyd. Alfsobalde alfs sie das gelobetze ted da wart sie sprechin ). Uff denselbin tag wart eyn lamer gesunt, der was von Meynmgen). Nicht lange darnach wart eyn douber gesunt, der was von Gota ) *Eyn man von Walterfshufsen hatte lange den blutfiofs gehabt. Alfsbalde he Bl. s 'ch gelobete zu dem lieben heiligen, do wart he gesunt ). An dem montage in der pingestwochin wart eyn stomgeborn kynt zu sime Ma. grabe bracht von Sebergin; unde efs wart sprechene ). u^inl^rcre zu (Mail Efs geburte Bich darnach etzliche tage, das eyne frauwe vonEscmbgez [MaiJ. d « liebin heiligen grabe quam, die hatte das kalde») wol sechtehalp jar gehabt, Üfttle Wart o-pcnnt 10 1 %/e ander frauwe, von Ingirfsleiben, hatte auch das kalde;; das rurtte sie u *er den firden tag. Unde quam zu dem grabe, unde wart g^U Darnach etzliche tzyt geburte efs sich, das eyn gebur von Hopfen ) ^ Swcst was mec wan tzwey jar. Da he nu vernam su che P«^« d " w * C g ^ b ' P*de und czeichin von dem heiligen hochgeporn fursten, da *&***** ™ ^ zu ^chen. Unde wart zuhant gesunt. Da das s.ne ^^5^2^ J^e "»«wo, die frauwetin sich mit eme, unde badin en zu eyner w «*&&£££ 2£ l^sfse. Da ginck he Z u en, ehe dan he syne bedefard geleiste D«umbegin^ ^ddes räche uwer en, alfso das he ubber tissche Widder in dieJ^ackeyd gV^» mari en hevm trarin muste Da quam he von grosfsen wetagen in evne torct te, ■»* in S g?b rsschin eynfeldik'eyd begerte he abei: gesuntheivon dem hebin ^igen; unde | prach: < 0 ifeber heiliger herre sent Ludew.g, ,?^J"*""Jffi das ich vor dusfsem nehistin wittewochin gesunt wurde, so wulde chdc!, un de dyn f* alle jar suchin; * geschit des nicht, so halde ich nichts mehu^von dtf\ God bl «* ane syne eynfeldikeyd unde herfolte syne begerunge, so das he vc,r de»mitte ^ oc hin gesunt wart. Da quam he zu dem grabe; unde tet das vortcrs alle jar eynfs, Q ywile he lebete 1B 1 , , a t „ Efs was auch eyn kistcner von Varnrade, dem was syn lip halp verdorret. We quam zu dem grabe des üben lantgraven unde wart gesunt ). Von Gota quam eyn man, der sprach in siner worheyd, he were eyn halp J ar blint gewest; der wart by dem grabe sehinde 1 ). ,. Zu Erfford was eyne ,«e"), die was eyn ganz jar Mintgewest, unde * e Sicht hatte sie so sere durchsnedcn, das sie von grosfsen wetagen geb*ochm Vas - Die gelobete sich an vil stedde. Zuletzst ryden er ir runde, ^ »e stöl ge ,ob cte zu dem grabe des lieben fursten; da wart ir gesunthe.d unde ges.chte w.düer 2 ebin ^ n bUck e 2e der donner hattin eynfs kochs frauwen von Keynha^borne Äen, das sie zumale sich was. Unde sie was zu Fr.ddencherade gesessen. S,c1 ' die gelobete zu dem grabe des liben fursten da wart sie gesunt ). Eyn lamer was von Tutcleiben. Alfs sich der gelobete zu dem grabe, a w art he gesunt"). ~~^~Z~1R 1 f****" ,., nlm £ ) Z. 23—28. < 8 ) Z. 30—33. 10 ) 82 Z. 2 f. iaa Wunder Ludwigs. Zu Esschinberge wart eyn kynt geborn mit eyme jemerlichin arme, glich alfs ob he eme verbrant were. Das wart gelobet zu dem grabe und wart auch gesunt'). EJyne frauwe von Franckenhufsin was manche tzyt blint gewest. Da sie ire bedefart by dem grabe geleistet hatte, da wart sie schinde"). *B1. 2.51. * Bis was eyne frauwe von Friddericherade, die hatte sich gelobet zu dem liebin heyligen, das sie sehinde wurde. Alfs sie uff den Cloisterberg quam, da sach sie das cloister, unde wart unmefslichin fro unde leiste ire fart vorter 8 ). Juni 28. BJfs geschach uff den nehistin sontag nach sent Johans tag zu mittem sommer 4 ), alfs das aide monster unfser liebin frauwin zu Rcynhartf sborne ge- wihet wart, da quam gar eyn groisfse werlt in die capellen, von manch in landen; etzliche durch applafs willen, etzliche, das grab des milden fursten zu be- schauwen. Da det god 25 czeichen in die ere synfs üben dyners, an blinden, douben, lamen, stommen, gichtigen, ussettzigen unde andern gebrechlichen luten, dy alle gesunt wurden 6 ). Under den vorgenanten gebrechlichin luden was eyne eddel jungfrauw von Oistertunna, die was lam an den fusfsen unde auch an den fingern, alfso das ir die finger krom warin, unde groifs sweel darubber gewasfsen waren. Alfsobalde alfs sie zu dem grabe des heiligen fursten quam, da lengetin unde richten sich dy ädern; unde wo die kromme gewest was, da wart efs ro fleisch. Die jungfrauwe wart un- |Juni 28]. mefslicb fro, unde von grosfser froude fyl sie dem hern, der des tagis by dem grabe safs, umbe synen halfs recht fruntlichin, in geynwirtikeyd aller lüde, dy da woren. Alle die dyt tzeichin sahin, die lobetin god von hymmel in die ere des liebin fursten und liffen zu dem grabe in grofsfser andacht, mit vergisfsunge erer trene*). Juli ii. Uff sonnabint vor sent Margretin tage quam eyn blinder von Molhufsin, der *bi. 26t 1 . was 10 jar * blint gewest, alfs he selbers sprach. Der wart herluchtet an syme gesichte mit hulffe des fursten 7 ). Juli 11. Uff denselbin tag zu vesper quam eyne frauwe von Piauwe; unde wart von dem gebrechin der blintheid erloist 6 ). Juli 12. Darnach an sent Margretin obint wart eyn besessen frauwe von Smalkaldcn bracht, die hatte der bofse fygent vil jare betrübet unde gequelet alfso sere, das sie keyn gantz wort gerade gesprechin mochte. Da sie zu dem grabe quam, da wart sie geloist unde gentzlichin gesunt, so das sie vor allen luden, dy da woren, das pater noster, das ave maria mit dem glouben mit grosfser andacht 9 ) unde guter ynnikeyw sprach 10 ). Juli 12. An demselbin tage wart eyn blint kynt von Wissensee bracht; unde wart gesunt"). Juli 12. Des seibin tagis brochte eyne frauwe von Glichin eyn kynt zu dem grabe des milden fursten. Unde sprach, wy das sie das kynt vor toit gehandelt hette unde were an syme leben zumale vertzwifelt gewest; unde alfsbalde alfs sie das kynt z" dem libin sent Ludewige gelobete, da besserte sich das kynt mircklichin unde uffen- liche "). In dem cloister zu Cappel an dem Spisfse da was eyne nonne 18 ), die [Juli 14]. was doub unde stom geborn; die wart 14 ) geyn Reynhartfsborne bracht z u dem grabe des seligin fursten. Die wart geloist von beyden gebrechin by dem grabe 16 ). |Juli 18]. Eyne frauwe von Erfford brachte 16 ) eyn kynt zu dem grabe. Unde sprach, das sie das kynt vor tolt gehandelt hette unde were an syme leben vertzwifelt gc *Bl 252. west; alfsbalde alfs * sie efs gelobete zu dem milden fursten, da karte sich das kynt zu dem lcbin unde wart gesunt 17 ). Juli 19. Uff sontag nach sent Margretin tage 18 ) quam eyn frauwe von Arnstete und brachte ir dochter zu dem grabe. Die was gichtig gewest unde was gesunt worden durch den verdinst des milden fursten. Auch sprach sie, wy das efs gebrant hette zu Arnstete bobir ir und nidder ir, so das ir hufs mitten in dem ') Z. 5—7. ') Z. 9—11. °) Z. 13—16. ") des toufers, alsc man für macht. 6 ) Z. 18—27. e ) 82 Z. 29 bis 83 Z. 10. ') 83 J; 12—14. 9 ) Z. 16 f. ») Vgl Ha. '(?*. 10 ) Z. 20—26. u ) Z. 28 t- ") 83 Z. 31 bis 84 Z. 3. '*) ein clostirfrouwe uz Hessin uz cimc clostir, da? heizet Cappele. ") nestin dinst. ") 84 Z. 5—7. ") nestin sunnab. 17 ) Z. 9—13. ") nestin sunt. Wunder Ludwigs. ^4.S urc stunde; alfsbalde alfs sie sich gelobete mit eyme wesfsen hufse zu dem liebin "eiligen, da bleib ir hufs stehinde 1 ). Desselbin tagis quam eyne ander frauwe, auch von Arnstete, die was 17 jar Juli 19. Mint gewest. Die wart erluchtet an irme gesichte 2 ). An sent Jacobs tage, des heiligin apostelfs, do worden dry mentschin sehindc Juli 25. öy dem grabe»). «es andern tages darnach wart eyn lamer von Wangenheym gesunt *). Juli 26. Uff dieselbe tzyt wart eyne blinde frauwe von Holtzhufsen an irme gesichte er 'ucht by dem grabe 6 ). Darnach wart eyne ander blinde frauwe erluchtet, von Hoffhufsin, an irme gesichte 6 ). . Nicht lange darnach wart eyne frauwe von Molhufsin 7 ) erluchtet an irme gesichte 8 ). Efs geschach darnach, das eyne lame jungfrauwe von Scharffinberg gesunt wart'). Darnach wart eyn kynt bracht von Horsilgau, das hatte eynen grosfsin kroph; unde wart gesunt 10 ). Zu vespertzyt dessclbin tagis quamen tzwo frauwen von Erffurd, die worin °« sere zuswollen; unde wurden by dem grabe gesunt 11 ). j. *An dem nehistin sontage nach sent Jacobis tag da quam eyn lamer von *B1. 252'. agdeburg, der wart gesunt"). Juli 26. 1 e r wart gesunt"). ch an dem fr ic by dem grabe 14 ). Darnach an dem fritage quam eyne blinde frauwe von Stetyn 13 ); unde wart Juli 31. Uff den tzweytin sontag nach Jacobi 15 ) quam eyne frauwe von Walterfs- Aug. 2. n v" 1, Die hatte eyn kynt, das was alfso gar kranck, das efs eynen tag unde eyne sie ' c ' as n y mant erkennen konde, ob efs toit adder lebenig were. Da gelobete wart k^ nt zu dem lie bin sent Ludewige. Vonstunt besserte sich das kynt, unde W j, gesunt. Aber die frauwe vertzoch die bedefart ettzwas lange; da wart das kynt w . r kranck. Da das die muter sach, da brachte sie das kynt zu dem grabe; da efs allerdinge gantz gesunt 16 ). uff ^ S was eyn S e t> ur von Swallungen, dem fant sin herre eyne bofse schult, heu he en mochte plucken unde schattzin. Unde gab eme die schult, he u . e grosfsin schattz unde gelt under der erdin funden»), Darumbe finck he en [ ic , e fu rte en geyn Franckenberg unde sattzste en gefangen in eyn sunderlich heyme- Utts i VeS ' e beheltenisfse, unde leyde tzwey gute slosfse vor die tor. Disfser arme Cn cllul %e gebur hatte vernommen von den tzeichin des liebin lantgraven, unde riff eym an m 't grosfser ynnikeid; unde gelobete, he wulde sin grab alle jar suchen mit Ulu , e P un t wachs. Alfs he das gelobete tet, da Sprüngen die slosfse von der tor, die C r^ tor uff ente sich selbirs, das he ufs ginck; unde die syner huden sulten, ydo S |! uwer tissche. Da he quam an die tor, die woren auch veste beslosfsin; (l as ?° wurden sie von gots wegin geoffent, das he darvon quam. Unde suchte und ^ ^ CS milden Pursten mit grosfsin *froudcn, unde danckte godde von hymmele, *BI. 263. heili Sa ^ ec ' e uffenberlich allen luden, wy he were loifs wurden, unde wie eme der gc n°>thelffer sent Ludewig ufs gehulffen hette 17 ). capoii ^y ne dorrechte frauwe quam geyn Reynhartfsborne in unfser liebin frauwen n am n ' an dem virden tage defs augustmonts, unde alfs nymant daruff achte Aug. 4. s ac ' So herkreig die frauwe in grosfser dorheid die bussen mit dem heiligen stif s men te unde eyn corporale, darzu nam sie der altarducher eynfs 19 ). Unde tz e i c | ■ as a "es in erin ermelen unde wulde enweck geen. Da geschach eyn grofs by d ' die plagen stedickliche zu bornen. Da das der priester gewar wart, der entbor" 1 grabe Sas ' do verwon derte he sich sere unde wulde die lichte risschlichin d a h ^ P a wart be der dybynnen gewar; unde alfs sie eme entlouffin wulde, erkreig h e sie, unde nam er die busfsen, unde sluck er das ander gerede a ) Hs. funde. 6 ) 8fl 1 Z - 15 ~ 20 - ') Z Mf- S l Z - 25 f- 4 > Z S8 - ? % S °Jf «h^ Z. 2. i) irrin statt Molsleibin. 8 ) Z. 4 f. ') z - 7 f; 1» f l °f- ») Z. 13 f. ") Z. 16 f. >•) Stethin. ") Z. 19 f. ■nappcT'" 1 SUnt ' W ) Z - 2S ~ 29 - "1 85 Z ' 31 bis 86 Z 15 - '^ eme 1A.6 Wunder Ludwigs. ufs der hant, unde sattzste das werde heilige sacrament widder an syne stad, mit ynnigeme gebetc unde vergisfsunge der trene 1 ). Efs was eyne frauwe zu Erffurd, die brach die gicht so unmcfslichin sere, das sy stede muste zu bette ligen. Unde wan sie uff eyner siden müde gelegin hatte, so muste sie sich sturen an eyme seyle, das sie uff die andern syden quam. Da ge- lobcte sie sich zu dem lieben sent Ludewige; vonstunt wart sie gesunt. Unde quam zu dem grabe mit grosfser dancknemikeid unde mit ynnikeid 2 ), ZU suchin sin grab- Zu Saltza was eyn man gesessen, der was zumale betrübet mit tzweyn grosfsen *Bl. 253'. kranckeiden. Die gicht hatte eme synen lip * krom geworget; darzu stanck he von ussettzikeid so sere, das nymant by eme bliben enmochte. Da he sach, das he so versmeet was von sinen frunden, da gelobete he sich zu dem grabe defs milden [Aug. gj. fursten; unde wart gesunt von beydcn suchtin. Da leiste he du 8 ) syne bedefart, unde danckte godde unde dem heiligin sent Ludewige mit ynnikeid 4 ). Bfs was eyne gude frauwe, die hatte tzwo dochter; die eyne safs zu Jene unde was blint, die ander safs zu Raspenberg unde was lam. Dieselbe frauwe vernam die grosfsen wundertzeichin, die god wirekede durch sins lieben dyners willen, unde hisch die dochtere beyde zusammen, unde gelobete sie zu dem grabe des libm sent Ludewigs. God der herre troiste sie, das sy beide gesunt wurden. Unde Aug. 10. quamen uff sent Laurencius tag geyn Reynhartfsborne mit grosfser ynnikeid, unde sageden allen luden das wunderwerck, das god an en getan hatte unde der lib e furste 6 ). In Oistcrriche was eyne frauwe, genant Brigida, in eyner stad gesessen, die heifset Montarn 6 ); die was 14 jar besessen mit 10 bofsen geisten, in grosfsem leide unde betrupnisfse. Die frunde hatten sie zu manchem heiligin brocht uff troist. Zu eyner tzyt, da efs godde behegelichin was, das he sich uwer sie erbarmen wulde, da quamen sie geyn Ache, do man dy hymmelisschena) konnigy 11 Marien suchet. Darselbest wart sie von 8 bofsen geisten erloist, alfso das die argesten tzwene by ir bieben unde uffenberlichen riffen: 'dit vafs rumen wir in keyn wifse, efs ensy dan, das wir bracht werden in Doringerlant zu dem grabe des erbarn fursten lantgraven Ludewigs, sent Elisabethin wirtis, zu Reynhartfsborne in das monster • Aug. 14. Alfso wart die frauwe zu dem grabe brocht, an unfser liebin frauwen obinde *B1. 25t. wortzewy. *Unde von dem willen goddis unde auch der vorbete der hochgelobet 0 konnigyn sent Marien unde des libin frunt goddis sent Ludewigs so wart sie von den tzween bofsin geisten auch erloist. An disfser geschichte sal die wirdike» unde ere Marien, der muter goddis, nicht gemynnert werden, sundern efs ist el ° tzeichin der gude unde barmhertzikeid; want wen god eren wil mit wundertzeichin, den wil Maria würdigen unde prisen 7 ). Aug. 20. Darnach an dem donnerfstage 8 ) quamen tzwene blinden von Hersfcld; und worden beide erlucht 9 ). Aug. 22. An dem sonnabinde darnach quam eyn blinderb) von Salfelt; der wart aucn schinde 10 ). Aug. 22. Uff denselbin tag quam eyne blinde frauwe von Erffurt; die wart erlucht a n er in äugen 11 ). Eyn kynt wart darnach von Molhufsin zu dem grabe brocht, dem hatte" groisfse ungelencke worme syn gedirme unde sinen lip zumale durchnaget, so da s eme keyn artz des lebins gehelffin mochte, unde hatte nicht gewisfsers dan den ton- Von der gnade gots unde hulffe des milden fursten gingen die worme unden von eme; unde wart gesunt 12 ). Zu Ordorff ginck eyme kinde eyne kranckheid rischlich zu, das efs zu 0» erden fyl. Unde lag wole tzwene tage in derselbin krancheid°), das nymant vor W° wisfsin mochte, ob efs toit were adder lebenig. Da gelobetin syne aldern das kyn zu dem grabe defs milden fursten. Vonstunt richte sich efs») uff, alfs eyn mentschei das ufs eyme sweren slaffe erwachet 13 ), unde was gesunt 14 ). a) IIs. hymmelichssen. b) H s . blinde. °) SO. •) 86 Z. 18-32. 2 ) 86 Z. 34 bis 87 Z. 6. s ) an s. Lorcnzic* abinde. 4 ) 87 Z. 8-11, 14-16, 19,17 f, 19 f. B ) Z. 22-32. 6 ) ^ statt Moutarn. 7 ) 87 Z. 34 u. 88 Z. 1-6, 9—14, 16—21, 23—25,f''g 8 ) Vielmehr montage (Aug. 17). ») 88 Z. 30 f. '") Z. 33 f. > ° Z. 2 f. 12 ) Z. 5-10. >") Z. 12—17. u ) Vgl. Z. 18 f. Wunder Ludwigs. 347 An sent Bartolomeus obinde quam eyne frauwe von Erffurd, die was 12 jar Aug. 23. besessen *gewest von den bofsin geisten; unde wart entbunden bie dem grabe des *B1. 2.VI". ed eln fursten sent Ludewigs *). Desselbin tagis wart eyn kynt bracht von Sonnenborn 2 ), das was alfso gar Aug. 23. ttanck gewest, das yderman an syme leben czwifelte. Alfsbalde alfs efs gelobet wart ZU dem grabe, da wart efs gesunt 3 ). Uff sent Bartholomeus tag wart eyn dorecht unsynnig kynt bracht von Goz- Aug. 24. P'eehtcrade; das wart synnig unde gesunt by dem grabe 4 ). Efs was eyn paffe ufs dem dorffe Eichilborne, der leyd grosfse wetage an synen fusfsen, das he weder gesteen noch gegeen konde, sunder manche czyt an s >'me bette refsebette 6 ) gelegin hatte. Auch bewilen enkonde he nicht gesprechm Vona ) grosfserb) bitter wetagen, sunder he schrey mit yemerlicherc) stymme an under- «s owy unde 0 alfso das aldcm unde die mit eme yn woren, grosfsend) yani " an eme sahin _ Sq lobeün sie cn an manche stedde zu den heiligm, unde «Wen en dar, aber efs enhalff allefs nichts. Zuletzst riffm sie unde er selbis auch sent Ludewigin an, unde gelobete das grab mit syme opper zu suchen. Von- «unt wart he gesunt unde frisch, das he des andern tagis mit glichin fusfsen ufs syme Dcu e spranck mit grosfser froude. Darumbe quam he zu dem grabe, an sent Egidien Sept. 1. *S, «nde brochte 'sin opper unde auch den stab, daran he sich plag zu sturen ), «nde lobete god. . An dem nehistin sonnabinde vor unfser lieben frauwen tag nativitatis quam bept. 5. yn man von Ailfsloben*), der was lam unde gebrechlich an allen synen ghddern; wart gesunt by dem grabe 8 ), sc a Eyne J u "gfrauwe was zu Lcngefelt, dy hatte czwey jar die fallende suchte » das m den *tzween jaren ny keyn tag enwas noch keyn nacht gewas, efs ginge Bl. 255. CiL 3 "' das man grosfsen jamer an er sach. Zu eyner tzyt gelobete sie sich zu ml g«be des liebin heiligen fursten. Alfsbalde das geschach, da verlifs sie dy di» 1 ' das sie funff wochin beyte, ee sie zu dem grabe quam, unde indes rurte sie *• kranckeid ny keyn mol. Darnach leiste sie er fart, unde die suchte gerurte sie llo mmermee , ) von p Des son «abints nach unfser libin frauwen tag vorgenant quam eyne frauwe Sept. 12. ; on Rorborn, die was S jar Mint gewest; unde wart seh.nde by dem grabe des feil! a Uff den son «? darnach quam eyn man von Kranchfelt, der hatte dry jar die Sept. 13. ,uin de suchte swerlichin gehat; unde wart gesunt by dem grabe ). da, f Auch was eyne jungfrauwe in eyme dorffe, genant Nornrit»), die hatte auch b" , fallind e übel dry jar gehabt, alle tage eyns. Die wart auch darvon geloist Qe m grabe des milden fursten 18 ). , c „„. in dem Sent Mathcus «ge uff den sonnabint quam eyne elende arme frauwe zu 5>ept. 19. grabe; unde wart von dem blutllosfse gantz erloist 14 ). gewest>^ arnaCh n ' Cht lange wart eyne fraUWe gCSUnt ' d ' e WM IS jar bhnt U " Zu . ^u Reynhartfsborne was eyn arm man, der hatte eynen soen, der was dritt ran g> das he by dryen tagen keyne spise zu cm genommen hatte. An dem ien tage wart he alfso foll swern, das he weder geliggen noch gesittzin enkonde. und *° bcte en d er vater zu dem liebin sent Ludewige. Vonstunt wart he essende, narh geloist v °n siner kranckeyd, unde besundern von den swern, so das keyn m. ■ Dc an syme libe bleib 16 ). . , kvm * u Lu PPenittz was eyn man unde eyne frauwe, die hattin tzwey kleync euri ' das e y ne was 5 jar alt, das ander 3 jar alt. Nu geburte efs sich, das die der V rmen '"de durch armuts wiln in die ern gingen snyden, unde hfsm die Uyn- daheyme, unde hatten sie nymandc befolcn besundern. So gingen die kyndere v a ) so. b) L L vor grozin. Vgl. unten S. 349 Anm. a. c ) Hs. yemerliche. d) Hs. grosfser; unten Z. 26 grosfsen; L. L. beidemal groz. » *> Z. 21-23. ») Sunneborn. ») Z. 25-37. *J *'J*ftf L v ß- oben S. 323 Z. 21. Vorl. nur an resebette. «) 89 Z. 33 u. 90A1U pV' 2 ~ 5 , 6—12 19—22 ') Vql. Hss. 'Ca': Ausg. Aldisleibin. ) ™ %• Jfcff- ')90Z.29bü9lZ.2;9lZ.4f. ! '' «, 91 Z. 7-10\ "}£ *r*\ ») So Hs. 'C; Ausg. Nortrit. '») Z. 17-19. ") *• 21 ~ 23 - "• >*of. i. } 91 z 28 bis 92 Z. 3. ia8 Wunder Ludwigs. by cyncn born, unde hattin broit in erin handen unde sattzstin sich by den born unde worffin stucke broits 1 ) daryn. Alfso quam efs, das das jungeste die schanttze versach unde fyl in den born. Da schrey das ander jemerlichin unde konde ern doch nicht gehelffin. Auch e n quam den kyndern nymant zu hulffe, wante die lüde woren zu fclde an der arbeyd. Zuletzst quamen lüde, die wulden von der arbeyd heym geen, unde hortin dit geschrey unde liffen zu dem borne unde tzogin das ky n ' herufs; da was efs toit. Alfso drugen sie efs in sent Peters kirchin daselbis i° grosfser hoffenunge, unde bodin god unde den liebin sent Peter, das das kynt widdcr zu dem leben queme. Da das lange gewerte, da gedochtin sie an den eddeln hoch- geporn fursten lantgraven Ludewigen, unde riffen en ynnicklichin an, unde gelobetm das kynt zu syme grabe zu brengen, unde gingen des ufs der kirchin. Nach enwas keyn lebin an dem kynde. Alfs sie nu ufs der kirchen quamen, unde meyntin, das kcyn hoffenunge were zu dem kynde, unde wurden des under eynander zu rade, das sie das kynt wulden begraben, da gab god sine gnade, gude unde barm- hertzikeid, das das kynt lebende wart, zu eyme uffenbar tzeichin, das god herhon hatte das gebet defs libin fursten. Alfso brachtin sie das kynt geyn Reynhartfsborne zu dem grabe') des eddeln fursten, unde lobet in god von hymmele»)' 1 ). *B1. 256. * B/fs was eyne frauwe zu Friddericherade, die hatte eyn sugen kynt, das nam sie defs nachtis ufs der wigen unde leyde efs bie sich an die brüste, das eis swege. Nu geschach efs, das sie entsliff und erdruchte das kynt. Da sie nu ef " wachte unde das kynt toit by er fant, da was er jamer unde bedrupnisfse groifti unde gelobete das kynt zu dem liebin heiligin seilt Ludewige. Vonstunt regede sich das kynt. Sie brachte efs lebende zu dem grabe, unde lobete mit grosfsin frouden god von hymmel unde den heiligin liebin fursten*). Darnach nicht lange widderfur eyner andern frauwen ufs demselben dorffe dasselbe ungemach mit eyme kynde, unde efs wart auch lebinde mit hulffe des milden fursten 6 ). Eyn ritter was zu Füre gesessen, der was toitsich, alfso das en nymant troiste, das he genefsin mochte. He wart zu dem liben heiligin gelobit; vonstunt bessert he sich. Unde leiste sine fart, unde lebete darnach manchen tag *). Nicht lange darnach geburte sichs, alfs die erbern bürgere von Gota vernarrte die grofsen tzeichin unde wunderwereke, die d a gescheen warn an manchim rnen - schin by dem grabe des liebin heiligen lantgraven Ludewigs, da quamen sie in ey n grosfse ynnikeid, das sie gemeynlichin in eyner procession gingen, mit erin crutzi unde phanen, von Gota bifs geyn Reynhartfsborne zu dem liebin heiligen. "' rethe unde auch die hantwereke brachtin dahyn 16 weidelicher grofsfse kertzin, 0 sticht unde wole getziret mit blumen, rofsen unde lilien. Der raith brachte tt» kertzin, der hatte ick eli che mee wan 60 punt wachs. Auch brachte ickelich han werg syne be sundern kertzin, der hatte ickeliche mee wan 40 punt wach 5, •Bl. 266'. Alfs sie nu zu dem cloister *zu gingen, da quam der apt unde sine hern m 1 sampt dem gantzin convente en entgeyn, mit phanen unde mit heiligthumm e > unde entphingen sie gar erbarklichin mit grosfsin eren unde mit frouden. AI»', 0 oppirten sie die vorgenanten kertzin in grosfser ynnickeid, godde unde dem lict" n heiligin fursten lantgraven Ludewigen zu eren 7 ). [1294 Zu eyner tzyt 8 ) geschach efs, das dry blinden quamen 9 ) von Munre «? Apr. 18/24]. dem grabe des milden fursten; unde wurden alle irlucht an erm gesichte 10 ) duren den verdinst des heiligen fursten. „ Darnach") quam eyn krophecht man, der was von Artren; unde wart gesunt )• Byne m a i d von Konnigessee hatte lange sich gelegin; die wart auc gesunt 13 ). Von Schonauwe quam eyn kynt, das hatte den blutflofs; das wart gesun bie dem grabe u ). Apr. 25. Uff den nehistin sontag nach oistern quam eyn kroppel zu dem grabe; i» n wart gesunt 16 ). ») Hs. hymcle. ') brosmen. ') 92 Z. 5-30. •) Vgl. Z. 32 f. ') 92 Z. f bis 93 Z. 9. 8 ) 93 Z. 11—13. ») Z. 15-18. ') 93 Z. 22 bis V* Z. 6. a ) 94 Z. 8f: '1294'. ") in der ostirwochin. 10 ) 94 Z-9- il - u ) Uebersprungcn Z. 13—15. ") Z. 17 f. 18 ) Z. 20 f. u ) *• *?'■'< 16 ) Z. 26 f. Wunder Ludwigs. 349 An dem sontagc darnach, genant misericordia 1 ), quam eyne frauwe, die Mai 2. wa s manche tzyt blint gewest. Unde alfsbalde alfs sie sich gelobete zu dem libm heiligen, da wart ir das gesichte widder*). Zu Hilporg wonte eyne frauwe, die leid grosfsen gebrechin an dem blutflosfse. A "s sie sich zu dem liebin sent Ludewige gelobete, do wart sie gesunt 3 ). Eyn kynt was zu Gota in dem tiche erdruncken. Do man efs toit in Q as hufs brachte, da gelobete efs sine muter zu dem heiligin sent Ludewige. Da w art efs vonstunt lebenig 4 ). * Byn burger von Wissensee lag kranck. Unde was bericht zu dem dode, *m. 257. das allman meynte, he enkonde in keyne wifse genefsin. Der gelobete sich zu de m grabe defs eddeln fursten; unde genafs 5 ). Von Bredingin«) quam eyn arm lam mentsche zu dem grabe defs milden '"rsten mit sinen kracken; unde wart bie dem grabe gesunt 7 ). , In eyme dorffe, genant Bracken, was eyne frauwe, der stickte eyn beyn in ( de "> halse. Unde druck das also vierdenhalben tag, das alman an erme leben vergelte. Die gelobete sich zu dem libin heiligen sent Ludewige; unde wart von Qe m beyne geloist 8 ). , , „ , Uff sontag nehist nach sent Johans tag zu mittem sommer quam eyn arm Juni 27. kr "Ppel U ff tzwecn krucken zu dem grabe; unde wart gelost von al sinen gebrechen ). v An demselben tage wart eyne frauwe bracht, die was besessen. Die wart Juni 27. 0n dem bofsin geiste herloist by dem grabe 10 ). Dry gesellen sasfsin gefangen in eyme torne, gar hertlichin und wol bewart. " le nffen dusfsin liebin heiligin ynnicklichin an in grosfsem glouben. Unde quamen "underlichin mit goddes hulffe ufs, unde wurden loifs, unde brachtin die fefssern mit en - zu dem grabe, unde dancktin godde unde auch dem heiligin fursten ). grab >» An dem sontage vor sent Mar e retin tage wart e y n blinder sehinde ble J * , %n blint kynt wart auch bracht in derselbin wochin; unde wart sehinde Juli n/17. y dem grabe 18 ) des hochgeporn heiligin eddeln fursten") *Auch so wart eyner doubin frauwen er gehorde w.ddergegeb.n von der S"> d er hatte eyn kynt von dryen jaren. Uff das kynt was gefallen eyngÄj !? ,ta «. Da man das kynt herufsezoch, da handelte man efs vor toi Unde brachte els *« dem grabe defs lieben heiligen fursten; da wart efs gesunt ). ... Darnach wol achtage, an dem tage der heiligin sibben brudere Felic v tat.s Juli .0. a**m arme frauwe zu Metauffers 18 ) eyn tochterlyn, das hatte das feber adder *** kalde»). Unde vor grosfsera) wetagen nam efs die muter in den schofs unde T} w "We efs wirmen. Da efs eyne wile so gelag, da starp das kynt der muter in ^ m schofse. In dem jamere gelobete sie das kynt zu dem heben heiligen sent Qew 'ge. Vonstunt wart efs lebinig, gesunt unde frisch' 0 ). , Wac Zu Konnigessee was«) eyne widdefrauwe gesessen, die hatte eynen soen, der l i 3 ooj. r** e y n quecker jungeling. Der son hatte dry jar die gicht gehabt, unde nat je en so sere zubrochin, das he zu bette muste liggen. Da gelobete sie en ?, dem grabe defs lieben sent Ludewigs. Vonstunt lifs en die gicht gantz unde gar * Der die frauwe vergafs das gelobede in wiplicher ydelkeid, warte sie noch stoltt **. unde leiste nicht die fart mit erme sone, alfs sie doch vor gelobet hatte Nu ™ ul de der milde barmhertzige god bewifsin, das der jungeling in keyner andern wUe d" Unt ., un de starg were wurden, wan alleyne durch die heilsamen vorbede g milden frummen fursten. Darumbe geschach efs, das der jungeling Widder ; ran n e wart unde die * gicht quam widder an en. Unde wart.v.1 krancker ^l H8. »orf " v "malfs y gewest was. Da das die muter sach, da fyl M^ grosfse ruwe, unde gelobete iren soen andermalfs mit bittern trenen zu dem lieben a ) L. L. vor grozin. Vgl. oben S. 347 Anw. b. *>) L. L. u. meinte, si. e l ) andern sunt. n. ostim. ") Z. 29-32. ») 95 Z. 2-4. J)| iTi- s ) Z. 10-12. ") Breitingin. ') Z. 15 f. ') f 1B »*i \Z. S3-25 "\Z 27 f ") 95 Z. 30 bis 96 Z. »i 96 Z.3f. )96Z6f m'/'af ")ValZ.2f. 16 ) Z. 12f. l \ Z ' V; * J'f' «3 "> * 5ß-fe S Mg statt zume Toufer, ) Wsen. «<>) z '24-30. ") 97 Z. 7 f: l 130&. 35o Wunder Ludwigs. heiligen. God bewifste aber sine gnade durch die vorbete sinfs lieben dyners, so das der jungeling gesunt unde gerade wart. Do leisten sie du ire fart, unde ginck mit syner muter geyn Reynhartfsborne mit grosfsen frouden unde [1309 brachte sin opper dar, unde dancketen godde unde dem lieben heilig 1 ! 1 Febr./März]. fursten. Unde quamen') zu dem grabe, unde sageden unde verkundigetin dul» geschichte unde wunderwerck allen luden, die da geynwirtick woren'). [i3o8]Sommer. Bfs geschach darnach 8 ), uff die tzyt alfs die frauwen plegen flas zu rouffeni do was zu Ybenheyn*) eyne witfrauw gesessen, die was genant Ermengarte Hymm e1 ' gotin. Dy was an das feit gegangen mit erin nachgepurn, unde wulden flas rouffe 11, Nu hatte sie eyn kynt von dryen jaren; das lifs sie daheyme unde befal efs eyn£ alden frauwen, dy was wol halp blint. Da sleich das kynt ufs dem hufse, das el die gute aide muter ny gewar wart, unde quam an denbach desselbin dorffis; unu unglucket eme, das efs in den bach fyl unde erdranck. Da die aide mute defs kyndes bie ir nicht enfant, da suchte sie efs al umbe unde umbe, unde kond' doch nicht finden. Bissolange das des kindes muter von dem felde quam, u n " sie wirt 5 ) gewar, das das kynt in dem bache lag unde erdruncken was. Unde rege 1 weder hendc noch fusfse; efs enhatte auch keynen adem in sime übe. Da truck st das kynt heym in er hufs, mit bittern trenen, mit jamer unde mit leyde. Want s' hatte kortzlichin iren hufswirt verlorn, so was ir itzt ir liebe kynt erdruncke n > *B1. 258'. hirumbe was die gute *frauwe tzweyfeldig betrübet unde fol jame rS- Zuletzst riff sie god von hymmel an, dartzu die hülfe des eddeln milden furstei 1 ' Sie gelobete mit grosfser ynnickeit unde auch mit bittern trenen, das sie das ky 11 ' geyn Reynhartfsborne zu dem grabe wulde brengen. Da das geschach, da nam en sie das kynt unde brachin eme sinen munt uff mit eyme messer, unde schütte" 1 vile wasfsers ufs sime übe. Da begunde das kynt zu leben, vor vilen luden, die [i30o,]Febr.24.darbie stunden. Darnach 6 ) brachte die muter das kynt geyn Reynhartfsborne %*' sunt unde frisch 7 ), unde lobete god den hern in den wunderwercken syn> s lieben dyners, des milden fursten unde heiligen lantgraven Ludewigis. Vile andere tzeichen, mirakele unde wunderwercke hat der almecht'g ewige god gewircket an den mentschin unde auch an phe, zu lobe unde zu er syme getruwen dyner, deme eddelin fursten, di doch nicht hir geschrebin si umbe der kortze willen, uff das die icht vcrdrofsfsen werden, die in dusfsem buc lefsin 9 ). Sundern die tzeichin, die hirynne geschrebin sint, die findet nw alle in dem 6. buche der legenden defs seligin fursten lantgraven Ludewigs 9 ). l ) in der vastin. Bafs 1309, nicht 1308, gemeint ist, ergibt sich aus W* Länge der Zeit zwischen erster Heilung und Darbringung, sowie aus der folgt 1 ?' den Erzählung. J ) 97 Z. 8—34. 8 ) In dem seibin jare. 4 ) lwenhei" 1 - 6 ) Vgl. Hss. l Gg'; Ausg. wart. 6 ) an s. Mathias t. in der vasten. Bafs hier»? 1309 gemeint sein kann, liegt wohl auf der Band, üebrigens fiel auch MattntW 1308 nicht in die Fasten. ') 97 Z. 26 bis 98 Z. 16. 9 ) 96 Z. 31 * w 97 Z. 2. 9 ) Wiederholung der Eingangsworte G.'s oben S. 340 am $»«*■ Tugenden des Bruders t^urt. Aus der Landeschronik. * Alfs a ) wir nu gehört haben das heylige leben unde wunderczeichen *g bi. 269. se nt Elyzabeth') unde b ) irefs hufswirts, des seligin lantgraven Ludewigs b ) 2 ), s .° wullen wir auch 3 ) etzwas sagen von den dogenden 4 ) defs geistlichen "tters bruder Curdes von Hirlefsheym 6 ), — Man lefsit zu Heyne in siner e genden*), das er 7 ) gar eyn godlich, andechtig leben gefurt habe unde ynnicklichen, mit vergisfsunge der trene, syn gebeet gesprochen. Das ver- roifs den bösen geist, unde quam zu eme defs nachts in der gestalt eyn gutm engelfs, mit grosfser klarheyd, unde weckete en ufs syme sloffe, unde Prach: 'du knecht gots, stant uff unde lobe dinen schepper'. Da verstunt k[ U u ^" urt n ' cnt an derfs, dan efs were eyn gut engel, umbe der grosfsen Jarheyd willen, unde were eme von godde gesant. Hirumbe so stunt er " unde sprach sin gebeet. Dusfse versuchunge hatte he 3 jar lang alle n .acht. Unde durch das vile uffstehin defs nachts so wart er in den natur- .'chen creften so swach, müde unde fol slaffes, das he in der metten unde ln den andern geczyten, wan he zu chore ging, so stunt he unde slyff Unde wanckede hynne unde her. Dufs klagete bruder Curt syme bicht- *ter, unde entbloifste eme die sache unde sprach, wie des nachts der engel grosfser klarheyd zu em queme unde weckte en uff; hirumbe so wurde he fol ^ af fs unde enkunde sich in dem chore defs slaffes nicht herwerin 8 ). Du Prach der bichtvater: 'lieber soen, das enist nicht der gute engel, sunder , tufelfs gespenfse; hirumbe fulge myner lere unde spy eme in syn an- fc sichte, so wirdestu wole herfarin, das efs eyn betrognisfse ist'. Defs chts darnach quam aber der tufel in der gestalt unde klarheyd vor- und ant ' ' Da s P y Bruder Curt eme in syn angesichte. * Da floch der tufel *bi. 2.59'. ich s P racn: 'verfluchet sie dyn bichtvater in syner lere; ydoch frauwe ich 1 wich, das ich dich in dyner andacht gehindert habe'. Da danckte Wer Curt godde, das he durch die lere synfs bichtvaters den tufel uwer- , n - Darnach alfs bruder Curt priester wart unde sine irsten mesfse hilt, geschach eme von godde sulche gnade, das he smachte in dem heiligen cramento eyne unsprechliche sussickeyd. Das werte 30 tage, so das he eczyt sulche susfsickeyd smachte bynnen den 30 tagen. Er hatte auch gnade, das unfser herre Jhesus Christus sich eme herscheynte zu vilen Qetr "^ Mit grofser verzierter Initiale. b ) unde—Ludewigs am Bande nach- Lud • ' ^ ur Namenform vgl oben S. 339 m. Anm. 1. 2 ) Die Wunder ob e S S hat ?' crst na cMräglich eingeschoben; vgl. S. 339 m. Anm. 2. ") Wie so 1*1 ^ 4W Aussicht genommen (wan . . . Elyzabeth historia eyn ende nympt, gl sal m an syner widder gedencken). 4 ) S. 161 heyligheyd. 6 ) Vgl. oben dl ; .?f- 6 ) Leben Konrads, schon S. 160 f benutzt, für das Folgende in H 9 - C Q uelle - ') Um 1218 erst Bitter, dann Mönch geworden, seit 1221 ■aaina. ») Mit wörtlichen Wiederholungen. 23 ■2 ca Tugenden Kurts. geczyten in dem ampte der heyligen mesfse. Auch gar dicke dynten eme die heyligen engele zu der mesfse, die he auch sichtlichen sach. Efs gcschach auch, das der selige prister von der erden herhabin unde uff- geczogen wart vor dem altar durch die crafft gots, so das syne fusfse stunden in der loufft, wan he den canon in der mesfse lafs. Efs geschach auch zu eyner czyt, das bruder Curt die figuren unfsers hern Jhesu, die mitten in dem monster zu Heyne stehit an dem crutze, wulde wisschen von deme stoube. So stunt er uff eyner leytem gar hoe unde reynigete das bilde. Da missetrad er unde bestirnt zu fallen von der leytern. Alfs- 1mlde was die hant gots bie eme, so das eyn arm defs bildefs thet sich von dem crutze unde begreiff en, unde hilt en so lange, bifs das er widder zu der leytern synen fufs brachte. Alsus lefsit man in siner legenden. Bruder Curt gedochte alleczyt an synfs lieben vaters 1 ) sele. Unde nachdeme derselbe so elendicklichen eynfs snellen dodes gestorben unde verdroncken was 3 ), alfs vorgeschreben stehit, da Heyne gebuwet wirt 3 )i hirumbe bath er flifslichen mitsampt den andern monchen vor sine sele. Efs geschach zu eyner czyt, das goddes stymme sprach zu eme: 'dyn •bi. 260. * gebeet ist herhört, und dynfs vaters sele ist ufs den pynen herloist'. Darnach begerte er von godde auch zu wisfsen umbe den stod siner muter J ) sele 6 ). Do sprach eyne stymme zu eme alsus: 'Conrade, gang zu dyner muter grabe, da wirdet efs dir kunt gethan'. Da ging er snel zu dem grabe, unde gab sich in syn gebeth mit vveynigen augin. Do das gebeth ufs was, du sprach er alsus: 'myn liebe muter, wie geet efs dir'. Da ant- werte eme die stymme siner muter ufs dem grabe unde sprach: 'godde sie danck, lieber soen, efs geeth mir allefs bests; unde gebenediget sie god, durch wilches gobe mir verleent ist, sulchen soen zu geberen unde zu finden*)'. Da wart bruder Curt in syme geiste gantz in god herfrauwet, unde danckte eme mit grosfser andacht. Efs geschach auch zu eyner czyt 6 ), uff den applafstag der kyrehwihunge zu Heyne, das vil foleks dar quam, unde enmochten nicht spifse ubberkummen. Hirumbe so liff das folck vor das backhufs unde hisschin broit durch gots willen. Da wart en allin gegebin. Des wart y lenger y grosfser zulouff. Du das der backmeister') sach, da liff er zu bruder Curde unde klagete eme das. Unde sprach: 'da kummet y lenger y mehe fuleks, unde wir enhan zuhant keyn broit mee, das wir das folck gespifsen mögen'. Da sprach bruder Curt: 'ich wil god bidden, unde hoffen, he werde unfsern gebrechin herfollen'. Das geschach, wante god vermerte das broit, das die backkamern gantz fol broits wurden, so das alman gesediget unde gespiset wart. Alsus lefsit man in siner legenden. Alfs bruder Curt an sin alder quam, du geschach efs zu eyner tzyt, das er gerne mesfse gehalden hette, so was er swach unde vermochte das ampt nicht wole zu follinbrengen. Indes hilt der prior mesfse in dem *bi. 260'. spitale zu Heyne. Da ging bruder Curt hynne, unde *underwegin wart er so müde, das er syne ruwe nam unde sattzste sich nidder uff eyn holez. *) Hs. fnden. ') B. Konrads d. Ä. v. Herlesheim. 2 ) Im Rhein, [wohl 1207 Juni 5]- ») S. oben S. 160 f. ") Hedwig; s. S. 160 f. *) Die Mutter lebte noch, als ihr Sohn zu Haina Kellner war; s. ZHG. 3, 55 (In Allendorf, present.....■ Hadewige, matre cellerarii). Vgl. Anm. 6. 6 ) Das Folgende weist auf das Kellneramt, das Konrad nach urkundlichen Zeugnissen lange Zeit, bis 1250/53, für sein Kloster verwaltete. S. oben in der Einleitung. ') Vielleicht der als Amtsgenosse Konrads bezeugte Untcrkellner (subccllcrarius) Wigand v. Linsingen; s. ZHG. 3, 71. Tugenden Kurts. o r e Alfs nu der prior das heilige sacrament in dry part deylte, da nam der engel gots eyn teyl unde brachte das bruder Curde. Unde sprach: 'o lieber geselle, hy ist der wore lichenam unfsers hern Jhesu, den du von gantzem herczen begert hast; hirumbe nym en zu dir, wante ich byn von godde zu dir gesant, das dyn begere herfollet werde'. Da deth bruder Gurt synen munt uff unde entphing das heilige sacrament von dem engel. Darna sprach der engel: 'o du gots dyner, du salt alhy beyden, bifs der Prior kummet, uff das du en getroistest, nachdem syn hercze vast betrübet ls t; want he meynet, he habe das heylige sacrament durch syn versume- nisfse verloren'. Da verswant der engel von eme. Bruder Curt bleib da sittzen, bifs der prior quam. Da sprach er zu eme: 'lieber vater, ir ensullet nicht betrübet syn umbe das, uch a ) iczt widderfaren ist, wante god hat mir sinen engel gesant, der uch die particulen ufs dem kelche nam unde brachte Sl e mir alhy her; auch sprach der engel, ich sulte hir sittzen bliben, bifs das ir quemet, unde sulte uch das sagen unde uch troisten"). Da wart der prior mit bruder Curde herfollet mit grosfser froude, unde lobetin god durch sine wunderwercke. Alsus lefsit man in siner legenden. — Von dufs seligen monchs orsprunge findet man hirvor geschreben, da man Weyne buwet 2 ). Unde wilche czyt er abegescheiden ist von dusfsem jamer- ta -ü s ), sal man hirnach finden in dem andern teyle dufs buches 1 ). a ) so. ') Mit ivörtlichen Wiederholungen. ') Oben S. 160 f. 8 ) Nämlich *» Jahre 1270. 4 ) Im 3. Teil der Landeschronik. S. oben S. 22i, wo auch Qenicldet wird, dafs er zu Haina begraben sei. — Aus seiner Legende bringt O. dann noch bei, dafs Lgr. Heinrich I nachher [1296?] mit Erfolg Konrads Grab- xt'ittc besucht habe. S. oben S. 333. *3* Orden des fieuen Testaments. * Die geistlicheid unde orden des nuwen testaments han sich *p bi. sn. herhaben na dem lyden unfsers hern Jhesu 1 ). Und von allerirst nerhubin sich die tzwene orden der a ) bisschoffe unde der priesterschafft. Want den \2 apostalen fulgen die bisschoffe unde den 72 jungern fulgen die priestere. Alfs man das lefsit in dem Geistlichin rechte, 68. d. Corepiscopi 2 ). Item 21. d. In novo testamento; da lefsit man, wy die priesterschafft nach unfserm hern Christo angefangen habe von sent Peter, dem heyligin apostalo 3 ). Ordo b ) der 0 ) eynsiddele, genant Anachoretarum, — dieselbin wonetin meistenteil ickelicher alleyne in dem wiltenisfse, alfs sent Pauwel, der irste eynsiddel —, herhub sich nach unfsers hern Christi geburt do man schreib umb 250 jare*). u. 250. Der swarttze ordo, genant sent Benedicts, — alfs zu Fulda sint — ( herhub sich nach gots geburt umbe 520 jare 5 ). u . 520 , Ordo b ) werntliche a ) thumfrauwen, — alfs zu Wetter sint 6 ) —, herhub sich 744. 744. Ordo b ) Cluniacensium herhub sich do man schreib umbe 904 jare 7 ). u. 904. Ordo b ) der thumhern, genant Reguläres sant Augustins, — alfs zu Boddeke 8 ) —, unde ordo b ) der werntlichen thumhern, genant Canonicorum, herhubin sich nach gots geburt 1070 jare 9 ). 1070. Ordo b ) der eynsiddeler, genant Grandimontensium, quam uff zur seibin tzyt 10 ). Ordo b ) der Cartuser, genant Cartusiensium, quam uff do man tzalte 1084 jare 11 ). 1084. Der gra ordo, genant Cisterciensium, — alfs zu Heyne sint 12 ) —, quam uff 1098. 1098. a ) Mit 'Der' beginnt die (abgesetzte) dritte Zeile. Vgl. Anm. b u. c. ) Bas Woi~t [0]rdo (Anfangsbuchstabe abgeschnitten) ist durch eine Klammer der dritten bis vorletzten Zeile der Seite (Der bisschoffe bis Sent Gorgen) gemeinsam vorgesetzt. °) Auch die durch 'Ordo' zu ergänzenden abgesetzten teilen haben grofse Anfangsbuchstaben. d ) so. l ) Zur Sache vgl. z. B. die Indiculi ordinum religiosorum Monum. Erphes- furt. 708 ff. ») Bolevinck Bl. 36' Z. 16—12 v. u., mit Citat LXVIII dist. c Cor episc. = Decretum Oratiani 1, 68, 5. 8 ) Beer. Gratiani 1, 21, 2. 4 ) Vgl. Landeschronik 20. <■) Vgl. Lehr. 27. °) Vgl. A. Heldmann ZRG. £*, 83 ff. ') -Rol. 68 Z.lf u. Mitte. 8 ) Bödecken bei Büren. 9 ) Vgl Lehr. 98; Bol. 73' Z. 16—15 v. u. '") Lehr. 98; Bol. 73' Z. 17 v. u. ') Lehr. 119; Bol 74 Z. 7 v. u. u. Mitte. 12 ) Lehr. 119; Bol 74' Z. 8 v. u. 360 Orden des Neuen Testaments. u. 1104. Ordo a ) Cistellensium quam uffdo man schreib umbe 1104 jare 1 ). Der wisfse ordo, genant Premonstratensium, — alfs zu Cappel sint") 1120. —, 1120 jare. Ordo a ) Templariorum quam uff balde darnach 3 ). Der ordo wart gantz verstört, alfs er gestanden hatte 184 jare 4 ). Dieselbin hem hattin wisfse mentel ane mit roden crutzen 6 ). Ordo a ) sent Johans, — alfs zu Wefsintfelt sint —, quam uffdo man u. 1126. tzalte umbe 1126 6 ). Ordo a ) sent Wilhelmfs, — alfs zu Wittzenhufsin sint —, quam uff u, 1156. umbe 1156 jare 7 ). Ordo a ) der Tutschin hem, genant Teutonicorum, quam uff do 119°- man schreib 1190 jare 8 ). Ordo") der heilgin dryvaldikeid, genant sancte Trinitatis, quam uff zur seibin tzyt 9 ). Ordo a ) sent Anthonges, — alfs zu Grunenberg sint —, ordo") defs heiligin geists 10 ), — alfs zu Rufach sint —, ordo") der Augustiner, genant Heremitarum 11 ), — alfs zu Alsfelt sint —, ordo a ) unfser frauwen bruder, genant Carmelitarum, — alfs zu Cassel sint") —, ordo a ) der prediger, genant Predicatorum' 3 ), — alfs zu Treifsa sint —, ordo a ) der barfussen, genant Minorum 14 ), — alfs zu Fritzlar sint —, unde ordo a ) der b ) observanten, auch genant Minorum, — alfs zu Margburg sint 15 ) —, ordo a ) sent Clären 10 ), — alfs zu Menttze sint —, ordo") sent Marien Magdalenen, genant Penitencium"), ordo a ) der beg- harde unde beginnen, genant de Tercia regula, ordo") der cruttze- bruder, genant Cruciferorum 18 ), — alfs zu Hoenscheit 19 ) sint 20 ) —-, u. 1200. quamen uff do man tzalte umbe 1200 jare 21 ). Ordo") der Mergenknechte, genant Servi c ) Marie 22 ), — alfs zu Vach u. 1230. sint —, umbe 1230 jare 23 ). Ördo a ) Celestinorum quam uffdo man tzalte nach gots geburt u. 1284. umbe 1284 jare 24 ). Ordo") Pauliner, — alfs zu Gottingen sint —■, ordo") der ritter- u. 1315. schafft Christi, genant Novorum militum, quamen uff umbe 1315 jare 25 ). Ordo a ) sent Brigitten, genant ordo Salvatoris, quam uff umbe u, 1360. 1360 jare 26 ). Ordo a ) kogelbruder, genant Fratrum in communi vivencium, u. 1400. quam uff umbe 1400 jare 27 ). u. 1450. Ordo") sent Gorgen quam uff umbe 1450 jare. Die hern han swarttze rocke, wisfse scheppeler mit roden crutzen. a ) S. S. 359 Anm. b. b) Hs. Die. °) so. ] ) Bol. 75 Z. 9 v. u. u. Mitte. *) Lehr. 127. ") Lehr. 127; Bol. 75' Z. 9 v. u. 4 ) Lehr. 236. 6 ) Bas. 127. 6 ) Bas. 129 f. 7 ) Bas. 134- 0) Lehr. 146; Bol. 79 Z. 12 v. u. 9 ) Lehr. 146; Bol. 79 Z. 10 v. u. 10 ) Hos- pitaliter. Vgl. etwa Bol. 79' Z. 19 v. u. ") Lehr. 149. ") Lehr. 149; Bol 79' Mitte. '") Lehr. 149; Bol. 79' Z. 6 v. w. '*) Lehr. 149; Bol. 79' Z. 4 v. u. ,6 ) Erst seit 1497! S. Lehr. 314. l ") Lehr. 149. ") Bas. 149. 1B ) Ordo Cruciferorum Bol. 80 Z. 10 v. u. ,9 ) Hönscheid bei Freienhagen in Waldeck. 20 ) Seit 1468; s. LynJccr, Gesch. d. St. Wolfhagen 57. ,l ) Vgl- Lehr. 149. ") Semiten. n ) Vgl. Lehr. 189 m. Anm. 2 (Engelhus). 24 ) Bol. 82' Z. 7 v. u. u. Mitte. ™) Vgl. I^chr. 241 m. Anm. 18 (Eng. «■ Bol.). * 6 ) Vgl. Bol. 85' Z. 17—16 v. u. u. Mitte. ") Vgl. Lehr. 281- ffcegententafel Von Thüringen und Hessen. * a )Nach der geburt unsers herren Jesu Cristi do man schreib »r bi. e. dryhundert und sefsundachczig jare, do wart der eddel Priamus der junger 386. von den Romern herslagen. Do floen syne sone in ander lande. Und eyner, genant Pharamundus, quam in das lant, das iczunt Franckrich neifset. Do ward er czu eyme konnige gekoren. Der andern sone quamen geyn Collen und buwetin die stad'). Under denselbin was eyner, genant Marcomirus b ), den koren die Doringe c ) czu eynem konnige. Und wart von dem folcke genant konnig Merwig. Der buwete na by °- er stadde, da iczunt Erfford lyt, eyne bürg und nante die nach syme n amen Merwigsburgk. Und buwete auch eyn sael uff dem berge, da iczt sent Peters monster lyt in der stad zu Erfford. Auch buwete er Nort- hufsin'). Difs findt man eynteylfs in dem Spigel der historien 8 ). Auch Geister Jordanus*). Auch in der Doringer chroniken 6 ). Auch in Fasciculo"). * d ) Marcomirus b ), der irste konnig zu Doringen, der wart ge- *bi. b 1 . n ant konnig Merwig. Und er was des konniges von Franckrich bruder. °7 dusfs konniges gecziten wart dit lant Hessen genant, want es hiefs v °rmals Westdoringen 7 ). Baldericus der irste, konnig zu Doringen und Hessen, der regirte na ch Marcomiro' 8 ) 8 ). Berecharius der irste, konnig zu Doringen und Hessen, regirte darnach. Dusfser konnig hatte eyne tochter, die hifs Radicunda; die gab er dem konnige von Longobarden, genant Vulcho 9 ). Als man das f ) Wset in der chroniken Longobardoium in dem irsten buche an dem 21. capitel 10 ). *) Alle Seiten der Hs. sind in Querlage benutzt, und zwar entsprechend einer einmaligen Drehung des ganzen Heftes nach links, sodafs für die Vorderseiten der äufsere, für die Bückseiten der innere Längsrand des Heftes oben ist. häiP er Eintrag dieser ersten Seite ist in breiten Zeilen geschrieben, ein Rechteck Mdend, in das die grofsc, reichverzierte Initiale, in einem rechteckigen goldenen ^«We stehend, weit hineingreift. Um das Ganze ein breiter Rahmen luftig ge- s chlungencr bunter Pflanzen- und Schnur-Ornamente. i>) Hs. Marcomitus. ) Hs. Doringen. d) Die 3 Einträge dieser Seite (mit roten Initialen) sind ^■geschrieben in 3 über einander stehende kreisrunde Felder mit verzierten ■Muhmen. Links und rechts je 3 über einander stehende Wappenschild-Umrisse yr für jeden der 3 Einträge), sowie bunte Pflanzenranken-Ornamente. — Die sach- iche Reihenfolge der getrennten Einträge geht hier und weiterhin von unten nach ™ e «, sodafs die Einträge aller Seiten und Blätter eine fortlaufend aufsteigende ■j^ihe bilden, aus der sich nachher die Formen des Stammbaums entwickeln. > Hs. Marcomito. f ) Hs. dz. ,. ') Landeschronik 21 f. *) Das. 22. ») Das. 21 unten (auch). , £>««. 22 oben (Difs; eynteylfs). B ) Das. 22 Mitte. ') Das. 22 oben. > Voriger Absatz u. Lehr. 22. 8 ) Lehr. 23. ") Vorl. Wulcho. 10 ) Lehr. 23. 364 Regententafel. »bi. 7. * a ) Basinus, konnig zu Doringen und Hessen, hatte eyn frauwen, die hifs Basina 1 ). Die besliff eyn konnig Hilderich von Franckrich, so das sie ufs Doringen floech in Franckrich. Und sie geberte eyn soen, genant Clodoveus b ), den hirnehist sent Remigius touffte. Als das°)meister Jordan schribet in syner chroniken 5 ). Baldericus der czweyte, konnig zu Doringen und Hessen. Von disfsem lefsit man in dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 34. capitele 3 ). Berecharius d ) der czweyte 4 ), konnig zu Doringen und Hessen 5 ), der hatte eyne tochter, genant Radegundis; die wart konnig Lothario 6 ) zu Francrych, als sie noch heyden was. Aber sie wart cristen 7 ) und ist heilig 8 ). Als man das c ) lefsit in dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 34 e ). 78. 79. 80. 85. 86. 87. 88. 89. 90. und 91. capitelen 3 ). *bi. v. * f )Hermifridus, konnig zu Doringen und Hessen, hatte irsten eyn frawen, die was konnig Hunerichs tochter Wandalorum, genant Malaberga. Als man das lefsit in den geschichten der Romere an dem 15. buche an dem ende. Darnach nam er konnig Diderichs swester von Franckrich, genant Crotildis 10 ); die hat vormals eynen andern hern gehabt, chir si Hermifrid nam n). k) Konnig Diderich von Franckrich hat das lant genfsit Rynfs, da iczunt vil bisthumme synt. Do hat konnig Hermifrid, syn swoger, das c ) lant herwert Rynfs. Dusfse czwene konnige quamen mit pheden zusamen. Do tzoch konnig Diderich und syn bruder Lotharius über Ryn und quamen mit grosfser macht in Doringen und Hessen. Do wart dartzusschin gededingt, das c ) es czu tagin quam. Und gingen die czwene konnige uff der stad muren spaeziren, do wart konnig Hermifrid herstochin und von der mure herabe gestofsen. Und vorterfs lifs konnig Diderich syner swester und iren kindern die houbete abcslaen, und nam das lant yn' 2 ). Als man davon lefsit in dem Spigel der historien an dem 22. buch in dem 34. capitel. Auch schribet davon sentGregorius, erezbischoff zu Thuron' 3 ),in derFranckrichschin 1 ') historien' 4 )" 520. Dusfs geschach nach Cristus geburt do man schreib funffhundert 20 jare. Und hat das konigrich von Doringen gestanden bie 100 und 30 jaren. Alsus quamen disfse lande an die krönen von Franckrich. • Und han sie hirnach vast und vil jare ynnegehabt, und gebuwet vile slosfse, stedde und vesten nach irme stamme genant. Sonderlichen' 5 ) wo sie eynen sick und glucke hatten, dar sy ere fyende uberwonnen, da slugen sie kemme- noden uff und buweten dar' 5 ). Als dan synt Franckstein, Francford, Franckendail, Franckenecke, Franckenbach, Franckenberg, Franckenburg, Franckenkirchen, Franckenauwe, Franckenfelfs, Franckenheym, Franckenhagen, Franckenhufsen, Franckenfeld,Franckenphar, Franckenborn, Francken- rode, Franckenstad und derglichen nach vil meher, das zu der czit alle a) Anordnung der Seite wie Bl. 6'. *>) Hs. Clodoneus. <=) IIs. dz. >i) Ha. Barecharius. e) jj s XXXIII. f) Eintrag in kreisrundem Feld, entsprechend Bl. 6'. Links 1 Schildumrifs, rechts deren 2. (Links und rechts immer vom Beschauer aus). g) Eintrag in breiten Zeilen mit Zierinitiale, entsprechend Bl. 6. Ornamente, ähnlich den bisherigen, links, rechts und unten. h ) Hs. Franrichschin. ') Vorl. Wasina. *) Lehr. 24. 3 ) Bas. 27. 4 ) Das. 27. ") Bas. 32 unten. ") Bas. 28. 7 ) Bas. 32 unten. 8 ) Bas. 28. 8 ) Bas. 28 u. 33. 10 ) Vorl. Chrotildis. ") Stadtchr. Bl. 3'b; vgl Lehr. 27. 15 ) Stadtchr. Bl. 3'b; vgl. Lehr. 27 oben, 27 unten bis 31 oben. 13 ) Vorl. Turonis. ") Stadtehr. Bl. 4 b; vgl. Lehr. 30 f. 16 ) Bieser Satz in der Vorl. später. Regententafel. iß r slosfse und vesten gewest syn 1 ). Hir ist auch zu wissen, das nymants wondern sal, das man dem cathalogo und lyngen der Franckrichschin konnige nicht eben fulget. Want etzliche konnige sind collaterales und in dissen landen herwert Rynfs hern gewest. Hirumb fulgen hir die franckrichschin konnige, den Doringen und Hessen zugestanden sint 2 ). * a ) Diderich der irste, konnig zu Franckrych, nach verdilgunge *bi. s ynes swogers, syner swester sampt iren kindern so nam er Doringen u nd Hessen yn und regirte die lande. Und nach syme dode lifs er 2 sone 3 ). Theodebert der irste, der junge konnig, tzoch sampt dem konnige Hildeberto über Ryn, unde tzogen über konnig Lotharium 4 ), der dan eyn lant ynnehat, das von yme den namen kreig, genant |-otharingen 5 ). Nu wart fridde gededingt, das b ) ickelicher widder "eym czoch. Hyrvon lefsit man im Spigel der historien am 22. buche lm 37- capitele 6 ). Diderich der IL, der junge konnig, by des geczyten czogen u'e Hünen in Doringen und Hessen. Da quam konnig Sigibert syme vettern Diderich 7 ) czu hulffe und verjagede dy Hünen über die Elbe 8 ), darnach do konnig Sigibert gestaip, do quamen sie widder. Do gab CUe konnigynne Brunichildis den Hünen eyn somme gelts 9 ) alle jar 10 ), Qas'>) S y vvidder ufs dem lande tzogen"). Also lefsit man in der chro- n iken Longobardorum am 2. und 4. buchern im 10. und n. capitelen 11 ). Hildebert der 1. 12 ), konnig Sigiberts soen, der wart eyn konig in J-Utschland. Und nach absterben der vorgenantenn czweyer jungen konnige, syner vettern, so fylen Doringen und Hessen uff disfsen Hildebert "j, TJ nc ] jjfg nacn svme jode 2 sone . eyner 14 ) was eelich geborn, der J^girte in Burgundien, der ander was von eyner czuhelderschin, genant Iheodebert, der regirte inOsterrych,Doringen, Hesfsen unde herwert Rynfs 15 ). * c )Theodebert der IL * 6 ), konnig zu Franckrich, geborn von eyner * B i. i z uhelderschin unelich, der quam mit syme bruder in Burgundien 17 ) Zu pheden 18 ) und noch in die stat Collen; dar wart he herstochin in ^ er stad 18 ) mit synen kindern 20 ). Nach disfsem Theodeberto quam zum rieh eyn ander unelicher geborn, genant Lotharius 21 ). Hirvon elsit man im Spigel der historien am 22. und 23. buchern im 129. 135., 'tem i m 3 . g. 105. 106. capittelen"). Lotharius der I. 23 ), konnig zu Franckrich, unelich geborn von pyner zuhelderfsen, kreig des Frenckschin richs 3 teile zusammen, wirumb was e r eyn herre über alle Tutsche lande ufsgescheiden Sassen, , eyem, Swoben unnd Frifslant 24 ). Als man das in vilen Chroniken eisit^s). Tj n( j er |^ s e y n SQn ^ g enant Dagobertus 26 ). & ) Die 4 Einträge dieser Seite in 4 kreisrunden Feldern: 1, 2, 1. Links w <* rechts je 3 Schildumrisse über einander. Ornamente in der Mitte sowie links und rechts oben. b) Hs. dz. c ) Anordnung der Seite wie Bl. 6'. 3) ') Stadtchr. Bl. 4a (kemmenode 4b); vgl. Lehr. 31. 5 ) Lehr. 31. > rorig er Absatz u. Lehr. 31 unten. *) Lehr. 32 oben. 5 ) Vgl. das. 27 f- *f. «) jjas. 32. i) Vorl. Theodeberto unde Dideriche. 8 ) Lehr. 34. > D a?. 35. »«) Vgl. das. 46. ") Das. 34 (Paulus 2, 10) u. 35 (Paulus 4,11). > v orl. II. 1») Lehr. 35. ") Diderich. 15 ) Lehr. 38. ie ) Büd- °orschrift Lehr. 38 unten: III. ") Diderich. ,8 ) uff dem Ryne. 19 ) Voriger Zusatz u. Lehr. 38 f. 20 ) Vgl. Lehr 39 Z. 7 u. 19—21. sl ) Vgl. Lehr. £ «. den nächsten Absatz. ") Lehr. 35 (Vincentius 22, 129) u. 38 (Vinc. ink 135 u - 23 > 3 )> zwm vorigen Absatz gehörig; Lehr. 39 unten (Vinc. 23, 8. JJ*: 106). »bj Vorl. II. M ) Lehr. 39 unten. 26 ) Willkürlicher Zusatz. > Lehr. 40 oben. 366 Regententafel. Dagobertus, konnig zu Franckrich, tzoch mit grosser macht uvver die Sassen 1 ). Er buwete zu Erford in Doringen a ), darselbis auch Dagobertsteet, auch in Hessen Dagobertshufsin 2 ). Auch an der Loyn, nicht ferne da iczt Marburgk lyt, slug er uff eyn kemmenoden, genant 645. Dagobertfshufsin'). Er starp nach gots geburt 645 jare. Darnach regirte syn son Clodoveus b ) 4 ). *bi. 9. *c) Clodoveus 1 ") der I. 5 ), konnig Dagoberts son, regirte 17 jar. Und lifs nach syme dode 3 sone, genant Lotharius, Diderich und Hilderich 6 ). Lotharius der II. 7 ), konnig Clodoveus 1 ') son, regirte 4 jar. Darnach syn bruder Diderich regirte das rieh. Unde wart vom 4 ) lande abgesaezst. Unde namen synen bruder Hilderich, der regirt 12 jar. Disfser wart uff der wiltjacht mit syn er hnfsfrauwen, die dan swanger was, herstochen uff dem walde. Alsus lefsit man im Spigel der historien am 17. buche im 4. capitel 8 ). Diderich der III. 9 ), konnig Clodoveus e ) soen, quam wider czum riche, nachdem syn bruder uff dem walde herstochin ward, und regirte 14 jar. Und lifs nach syme dode eynen son, genant Clodoveus 1 ') 10 ). *bi. 9'. * f ) Clodoveus b ) der II. 11 ), konnig Diderichs son, regirte nach syme vatter 4 jar und starp 12 ). Alsus lefsit man im Spigel der historien am 17. buche im 4. capitele'*). Hildeberth der II. 14 ) quam zum riche nach Clodoveus b ) dode und regirte 18 jar 16 ). Clodoveus b ) der III. 16 ) regirte nach konnig Hildeberto"). By dufs konniges geezyten quam sent Bonifacius in Hessen, vonwilcheme vil geschrebin stehit in mencher chroniken 1B ). *bi. 10. * g) 0o man schreib nach gots geburt 716 jare, do quam sent Boni- 716. facius von erst in Hessen und bestunt zu leren den heiigen cristen- glouben 1 "). Wiewol nu der konnig von Franckrich Christen was, ydoch krott er sich der dinge und auch ander sach in dissen landen gar wenig. Sonder he hatte eynen herezog in syme hoffe, genant Karolus Marcellus, der dan geboren wart zu Ingelnheym uff dem Ryne in Francken- Dusses herezogen gesiecht und stam hatten eyn erbampt in dem Franckrichschem lande und hoffe, so das eyn ickelicher herezog dufs geschlechts hifs maior domus regie, das dudet der groiste des konniglichen hufses 20 ). Dusfser herezog Karolus regirt disfse lande von des konniges wegin, in aller masfse syn vatter, herezog Pipinus, genant grossus, gethan hatte. Und von bobistlichem bevele und dorch volbort herezog Karlfs so prediget sent Bonifacius 21 ) und touffte, und bekarte Hessen, Buchen, Francken, und czoch vorters in Frifslant")- ») Hs. Doggen. b) Bis. Clodoneus. °) Anordnung wie Bl. »' d) Hs. vam. e) Hs. Dagoberts. ') Anordnung wie Bl, 6'. e) Eintrag in breiten Zeilen mit Zierinitiale, entsprechend Bl. 6. Ornamente links, rechts und (breiter) unten. ») Lehr. 41. ') Das. 40. 8 ) Stadtchr. Bl. 4' b. 4 ) Lehr. Ü- s ) Vorl. III. 6 ) Lehr. 41. ') Vorl. III (nach dem rechtin cathalogo). 8 ) Lehr. 41. *) Vorl. IV (uff die collaterales zu rechin). 10 ) Lehr. 41 «■ voriger Absatz. u ) Vorl. IV. 12 ) Lehr. 41. ,3 ) Das. 41 unten, * Hl zweitvorigen Absatz schon einmal gebracht, u. 42 oben, zu den beiden folgenden Absätzen gehörig. 14 ) Vorl. III. ") Lehr. 42 oben. ,6 ) Vorl. V. 1T ) Lehr. 42 oben. ,8 ) Lehr. 42 unten u. nächster Absatz; 'mencher' willkürliche Verallgemeinerung. ">) Stadtchr. Bl. 5 a; vgl. Lehr. 43 oben- 20 ) Vorl obbirste in des konniges hoffe. Stadtchr. ebenso! J1 ) Lehr. 43 ' J - 19 ff. M ) Das. 43 Z. 10 u. 8 ff. Regententafel. 167 JJusfser herczog Karolus machte eme undertenig die widderspenigen owoben, Beyer und Sassen. Als man das lefsit im Spigel der historien am 24. buche im 149. capitele 1 ). Darnach czoch sent Bonifacius in Doringen"). Und uff das er das lant bekeren mochte, so macht er sie fry von den czinsen und czehinden, die sie alle jar den Hünen geben musten. Und god halff en mircklichen, das sie die Hünen (die iczt genant werden Ungarn) mit stride uberwonnen 3 ). Do gloubete das volck und lisfsen sich touffen 1 ). Darnach boden sie sent "Onifacium, das") er verschaffen wulde, das en eyn frummer cristilicher Pnster 5 ) gesant wurde, der sich cristelicher handele und ordenunge v erstonde, so das a ) yderman glich und recht gesche 6 ). Sulchs bracht ^ent Bonifacius an herczog Karl; der herczog bracht es vorther an öen konnig zu Franckrich. Der konnig was des herfiawet und sante en eynen hern ufs Franckrich, der was eyn grave des geschlechts von ktauffen'j) mit dem bunten lewen. DieDoringe c ) nanten den hern den graven mit dem barte, darumb das er eyn langen bart trug. Der herre buwete eyne gude vesten, die nante er Schonenburg 7 ). Disfser herre w art in das lant gesaczt vor eynen viczthum d ), das er sulte das lant Und lüde nach cristlicher ordenung regiren, das er dan gar witschen und rechtlichen volbrachte 8 ). Vorters so wart der herre gedacht zu eyme lantgraven. Und herczog Karolus leech ime daruwer ues konniges phanen adder banyr 8 ). Und befal ime das lant und ^zoch Widder an den Rynl°). Und darnach als der herczog gestarp, u.a lifs er 2 sone, genant Karolomannus und Pipinus tzwerch, die regsten vorters an irs vatir stad"). * e 1 Nach konnig Clodoveus f ) dode quam zum riche eyner, der *bi. io'. vv as auch Lotharius genant, der dritte 12 ). Hilperich, konnig zu Franckrich, regirte nach disfsem Lothario 5 Jare. Alfs man lefsit im Spigel der historien am 17. buche in dem 4. capittel 1 "). **) Diderich der IV. u ), konnig zu Franckrich, regirte nach Hil- *»'• ". Periche 15 jar 1B ). Dusfser konnig hatt eynen moick adder ohemen 1 ") ^ syme hoff, genant Ludewig, dem gab er das lant zu Doringen und Jessen und macht en czu eynem herczogen. Also wart das lant eyn n erczogthum, das vormals bie 200 und 20 17 )jaren gewest was der konnige E u Franckrich 18 ). Alsus lefsit man in der Doringer Chroniken 19 ). Ludewig der irste, herczog zu Doringen und Hessen 20 ), nam die lande Vn< Ydoch so namen sich die Franckrichschen hern vile regements an, a» s kirchen und stiffte zu buwen, und auch ander sache; da endorffte herczog Ludewig nicht insagen, want er was under der cronen von Franckrich gesessen"). Alsus lefsit man in der Doringer Chroniken 22 ). a ) Hs. dz. t>) Hs. Stauffan. <=) Ha. Doringen. ä) Hs. vich- • m (?). 0) Einträge in 2 kreisrunden Feldern: 1, 1. Links und rechts ■£, »3j Schildumrisse. f ) Hs. Clodoneus. e) Anordnung wie Bl. 6'. ■feld 2 und 3 durch einen kurzen Ast verbunden. 5, Tr l ) Lehr. 43 f. ') Das. 45. ») Vgl das. 45-47. «) Das. 47 Z. 14 f. I *°rl dogentlicher ritten Stadtchr. ebenso! 6 ) Lehr. 47; vgl. 49 Z. 11. „ Das. 41 f- die beiden letzten Sätze umgestellt. 8 ) Das. 48; vgl. 49 Z. 15 f. tl-Oas- 48; vgl. 49 Z. 8 v. u. 10 ) Vgl. das. 49 Z. 12. »') Das. 50. I Vorl. IV. — Lehr. 44. 13 ) Das. 44. ") Vorl.V. ") Lehr. 44, °r dem obigen Citat. 16 ) Vorl. nur mog. Ebenso Stadtchr. ") Vorl. 10. ^oenso Stadtchr. Vgl. Lehr. 51 Anm. 9. 18 ) Lehr. 51 unten. ,9 ) Erfundenes yj*at zum erfundenen Text. Ebenso im nächsten Absatz. Vgl. Lehr. 52 Anm. 1; 01 mit Anm. 16 u. 17. **) Lehr. 61. ") Das. 52 oben. ") S. Anm. 19. 368 * Regententafel. Ludewig der czweyte regirte czu keiser Karlfss des grosfsin geczyten. Und lifs nach syme dode 2 sone, die deuten das") lant 1 ). *bi. n>. * b ) Ludewig der dritte regirte in Doringen'). Curt der irste regirte in Hessen'). Luippold, herczog zu Doringen*). Bie dusfs gecziden quamen die Ungarn mit grosfser gewald und hischen die czinfse und czehenden, als vormals die Hünen gethan hatten. Und quamen zu striden 4 ). Da bleib herczog Luippolt toid. Ydoch so drebin die Christen sie mit gewalt widder ufs Doringen. Hirvon schribet Lampertus. Auch Hermannus in syner chroniken 6 ). Burckard, herczog zu Doringen 6 ). Bie disfser czyt quamen die Ungarn widder in Doringen. Da stredin die Christen geyn sie, und herczog Burckard und der von Oisterrich bieben toid, ydoch beilüden die Christen ubbernhandt. Darnach stercketen sich die Ungarn und quamen widder, und verstortin Doringen 7 ), Sasfsen, Beyern, Swoben, Franckrich, Lothringen, Eisassen. Alsus schribet Engelhufsen und bischoff Herman 8 ). *bi. 12. * c ) Curt"), herczog zu Doringen, wart gekorn zu eyme Romschen konnige 10 ). Hir ist czu mercken, das eczliche schoben, er sie gewest eyn herczog in Franckrich adder in Francken. Aber in der chroniken von Strafsburgk an dem czweyten capitel stehit, er sie gewest eyn grave 11 ) zu Hessen 12 ). Wie dem allen, so starp disser konnig Curt sunder libeserben und gab das landt an das Romsche rieh 13 ). Hinrich, herczog zu Sasfsen, wart gekorn zum Romschen konnige 11 ). Da quamen die Ungarn widder in Duringen und in Sasfsen. Da czoch der konnig an sie, und quamen zu striden, und god halff den Christen, das sie gewonnen 15 ). Und der konnig fulgede en nach und verjagede sie ufs dem lande, und herslug er bie hundertmal tusent. Alsus schribet meister Diderich Engelhufsen 18 ). Otto der irste, konnig Hinrichs soen"), der wart eyn keiser in Welschem lande, als in Tutschlande 18 ). Want vor eme worn alfs 2 konnige adder keiser gewest, eyner in Welschlant und der ander in Tutschlant. Aber disfserOtto czoch in Welschlant und finck denselben keiser, genant Berengarius der IV., umb syner undogent willen 19 ). Nach dissem quam zum riche syn son, genant Otto der czweyte-' 0 ). **>• 12 '- * (1 ) Otto der czweite, Romscher keiser, tzoch in Grekenlant, und gewan das, darzu Calabrien- und Apulienlande. Nach dufssem Otten quam der dritte, sin sone Otto"). Otto der dritte, Romscher keiser, saezst bischoff Bruno von Collen geyn Roma zu eyme bobiste, und er wart genant Gregorius der V. a) IIs. dz. b) Einträge in 4 Kreisfeldern: 2, 1, 1. Bie 2 ersten Felder durch Aestc mit der vorigen Seite verbunden. Links und rechts je 4 Schildumrisse. °) Anordnung wie Bl. 6'. d ) Anordnung wie Bl. 6', nur mit 7 statt 6 Schildumrissen: rechts vom 1. Felde 2 statt eines. l ) Lehr. 61, mit zweimaliger Berufung auf die Thüringerchronik, wie hier oben (367). Vgl. oben Anm. 19. ') Lehr. 61 (anschliefsend). ") Das. 64. *) Vgl das. 66 f. *) Las. 67 (anschliefsend). °) Las. 64. ') Doringen willkürlicher Zusatz. 8 ) Lehr. 68 f. ') Las. 64 Curt der ander. 10 ) Las. 69 f. ") Vorl. herczog. ") Lehr. 70; vgl. 64 Anm. 7. ,3 ) Las. 70. ") Las. 70. 16 ) Vgl. das. 71. ") Las. 72 oben. 17 ) Las. 13 oben. 18 ) Las. 75 oben. 19 j Vgl. das. 74 f. ™) Las. 77. ") Las. 77 (anschliefsend u. unten). Regenlentafcl. 369 Und disfser bobist was des irsten Otten bruder*). Als nu disfser dritte Otto keyn libeserben lifs, do hat he dye köre eynes Romischen konniges mit verwilligung des bobest gesaczst uff die sefs ader sibben kurfiirsten. Dussem keiser wart vergeben mit eym gülden ringe und eym par hantschu 5 ). _ . , . . Hinrich, herczog zu Beyern, wart zum Romschen kexser gekorn Er hat eyn elichcn gemahel, genant Konnegund»). Dusfse lebeten«) beydesampt kirchlichen und sint heilig worden*). Dusfeer keiser hat eyn Swester, die hifs Gilla, die gab er konnig Stephan zu Ungarn, und dar- mit bekart sich Ungarlandt zum cnstenglonben ). *b)Curt herczog in Franckenlant, wart gekorn») zum «Bt 18. Romischen keyser- Er hatte eyn gemaheln, genant G.süa, darvon vorthers geschrebin steht 6 ). . . Ludewio- der firde, konnig zu Franckrich und furste zu Aqm- tanien, was der leczste mansperson von dem gesiechte des grossen keiser Karolus*). Und syne eliche gemahel, genant Bianca, dy was konnig Ethelstanus von Engelant swester. Als man davon lefeit in dem Spigel der historien am 20. buche in dem 65., GG. und 93. capitelenS). Auch Gorge») von Nurenberg in syner Chroniken«) und in andern gelefsen"). Dusfser vorgenante konnig Ludewig Ins keyne manfslibeserben, sunder 2 tochtere"). , , „ Gisila dy irste tochter, hat zur ee keiser Curt von Franckenlant ). Difse Gisila was an der vierczehenden lineen von dem grosfsen keiser Karl. Als das auch bewert Gotfridus de Viterbia, alsus schnbende: quando post decimam numeratur linea quarta, de Karolo magno processit Gisila priidens ). Die czweite tochter und Gisilen swester hatte zur ee ....... ) undgewan 2 sone. Die^) boden<=) ire nifteln Gisilen umb f^erunge Defs „am der keiser Curt eynen, genant Ludewig in ^en hoffend machte en gewaldig. Der ander, genant Hugo"'), quam by brscnon al Hs lebenten M Einträge in 4 Kreisfeldern: 1, 12; das mittlere gröfser Feld 2mit 3 und 4 durch Ate verbunden; Feld 4 mit der folgenden UtevertZden durch 2 Äeste und 2 darübergeschriebene A ^^jfecZ rotes, die sich auf der folgenden Seite (unten) wiederholen Links und recMs auf die er Seite nur je 2 Schildumrisse; die beiden oberen großer LndieOrna- mLTZeSvZuel an mit ein: Meine aus Goldpimtchen gebildete LrueMe auf federgezeichneten Banken. 0) Ms. geborn. «) Best da Zeile lern. e ) -Hs. beden. ') Lehr SO oben ") Vgl das. 80 Z. 9v.u.;Z.Ö ff; Mitte. ») Bas. Slobcl Ll ")Bals2. ')Bas,Sl °) Bas. 82 unten. ^) Vgl das. 69, wo dies aber von Kg. Ludwig dem Kind gesagt wwä ) Vinc- •25, 64 (nicht 20, 65) handelt de Echelstano, rege Anghe; 25, 65 (nicht 30, bb) hcilh' ei% 37ff- alteram cius sororem habuit Ludowicus, Aquitanorum pnn- S df getre Igui S superstes; 25 (nicht 20), 93 Z. Wff: Otho I du.t '■"am sororem Echelstani, alteram . . Ludowicus u. s. w. °) Alt ) BUCH der cZZcn ") &" 9«™ Citat Af.-ef^^J^S' I5 ) Val Lehr. 69, wo auch dies von Kg. Ludwig dem Kind gesagt mrO. '■') VI das 69 wo dies aber von einer genealogisch ganz anders abgeleiteten '«• d^jmeren' gesagt wird, ») Golfrid v. Vitcrbo Pantheon MG. SS 99 9äi y A9f- mil Lehr 69 Anm. 12 u. 13. Der zweite V eis aueli x,enr. *\ ^auV- 'Ä«Ä «-{.Von disfser Gisila i^chreben alsu, "•) Vgl Lehr 69 u. 84 unten, wo über die Abstammung dieser Bruder ganz andere Behauptungen vorgebracht werden. 1G ) Lehr. Huck, Hugk. i yo Regententafel. Bardo in den Menczschin hoff 1 ). Als man das lefsit in der Doringer chroniken'). »bi. 18'. * a ) Ludewig der irste 8 ), genant mit dem harte 4 ), vitzthum in Doringen 6 ), hat eyn eliche gemahel, genant Cecilia, von Beyern ge- born 6 ). Und hatten 6 sone und 3 tochtere 7 ). — [1. Ludciviy der csioeyte]*)- — [2.] Beringer dem wart Sangenhusen 0 ). Der hat 3 sone. — [a.J Ludewig buwede das b ) schlofs Lar und wart eyn grave dar. — [b.J Diderich der wart eyn grave zcu Bercka. — [c] Curt der buwt Hoensteyn und wart der irste grave dar. Und lifs 1 sone. — Elger der buwete die Elgerfs- burg 10 ). — [3.] Hinrich, genant Raspe, der buwete Raspenberg. — [4] Wilhem wart ein marggrave zu Dornigen. — [5.] Otto, eyn marggrave zu Hessen 11 ), buwet das 1 ') schlofs Margburg 12 ). — [6.] Sizzo wart darnach eyn marggrave zu Doringen 18 ), als Lampertus schribt 14 ). — [7.] Hilgard dy wart grave Pipin zu Hennenberg. — [8.] Uda dy wart graven Diderich von Linderbech 16 ). Und lifs 1 sone. — Beringer von Linderbech 16 ). — [!).] Alheid dy bleib alleyne, an man 1 '). Hugo wart des stiffts zu Mencz viczthum 18 ) und herwarp vil leenschaft 10 ), dy [dem] stiffte 0 ) in Doringen und Hessen verlediget warn 20 )' Lifs 1 sone. — Wigman 21 ) lifs keyn libeserben. Hyrumb fyl das b ) gut all uff synen vettern Ludewige 2a ). *bi. 14. * a ) Ludewig der czweyte 0 ), genant der sprenget' 28 ), nam czu der a ) Einträge in 16 Kreisfeldern. Das Hauptfeld (für Ludwig) gro/s in der Mitte auf Ast über blauem A. An den Seiten des Asts 2 Schildumrisse. Vom Hauptfeld aus auf geschlungenen Zweigen erwachsend nach links 9 Meine Felder (Beringer u. s. w.), nach rechts 4 (Hildegard u. s. w.). Dazwischen läuft der Ast weiter zum nächsten Hauptfeld auf Bl. 14 (Ludwig II). Abgesondert rechts. unten 2 kleine Felder (Hugo, Wichmann) auf Nebenast über rotem A. b ) Bs- dz. 0) Hs. dy | stiffte. a ) Einträge in 13 Kreisfcldern. In der Mitte* Hauptfelder (über einander) zwischen durchlaufendem Ast, der (oben) an Bl. 1* anknüpft durch dort (unten) wiederholtes B. An den Seiten 11 Nebenfelder im. Zweigen: vom 1. Hauptfeld ausgehend links 2, rechts 3; vom 2. Hauptfeld ausgehend links 1, rechts 5. Weiter seitwärts neben den beiden Hauptfeldern je f gemalte Wappenschilde, s. d. folg. Anmn. e u. b. e) Links lind rechts von seinem Feld die Wappen Thüringen und Braunschweig. x ) Lehr. 85 oben. Bardo 84. Vgl. Stadtchr. Bl. 11' a. 2 ) Lehr. 85 unten- a ) Vgl. das. 86 Z. 16 f. ') Vgl. das. 86 Z 17 f u.Z. 7 v. u. 5 ) Vgl. das. 85 Z. 6 v. u. e ) Das. 86 Z. 7—6 v. u. 7 ) Das. 87 Z.lfu. 8. 9 ) Unsere Schrift gruppiert immer die Söhne und die Töchter je für sich; vgl. Anm- * Innerhalb der einzelnen Gruppen ist aus der Anordnung der Felder die gedachte Reihenfolge der Brüder oder Schwestern nicht immer klar zu ersehen, Um aber alle Geschwister zusammenzustellen, mufs man auch die Stammhalter je aus den folgenden Hauptfeldern mit herüberholen. So hier Ludwig II aus Bl 1*- ") Lehr. 87 Z. Bf. 10 ) Das. 92. u ) Das. 87. Vgl. unten Anm. «• 12 ) Das. 92. ") Sizzo Lehr. 87 vor Otto nachträglich eingeschoben: Wilhelm und er waren marggraven z. D. Ursprünglich nur: Wilhelm, der wart eyn marggrave z. D. (vgl. hier oben). In der Stadtchr. noch dieser ursprüngliche Text- 14 ) Lampert, Annales 238 Z. 29 f Sizzo (comes). Vgl. Lehr. 87 Anm. 3Ü- ,b ) Lehr. 87. Der Zusatz Diderich aus einer auf die Cronica Beinhardsbrunnensis zurückweisenden Quelle. Vgl. Diemar ZHG. 37, 4. 16 ) Lehr. 92. 1T ) D?f 87. 18 ) Das. 85 Z. 16 er wart defs bisschoffs obirste rait. Vitztum wurde Vielmehr sein Bruder Ludwig: so oben nach Lehr. 85 Z. 6 v. u. Bichtig ist dagegen hier die Herleitung dieses Amtes von Maine; s. Lehr. 85 Anm. 4. 19 ) -^ CÄ f; 85 Z. 16 f (kreig); herwarp Stadtchr. Bl. IV a. 20 ) Das. 85 Z. 8—7 u. V v. u., aber von Ludwig; hier, ebenso wie viczthum, willkürlich übertragt 21 ) Lehr. 85 Z. 19 f. ™) Vgl. das. 85 Z. 16—13 v. u. Dazu Stadtchr. »• «. 0.: das gut quam alle an graven L. M ) Lehr. 88, Regententafel. 371 ee frauwen Alheid 1 )..... [von Sassen] ..... *)*); hatten 3 sone und 3 lochtet 3 ). — [l. Ludewig der dritte] 1 ). — [2.] Herman starp in dem gefencknifs. — [3] Otto 5 ) wart bifsschoff czu Cicz. — [4] Konnegont wart graven Wigman zu Sassen. — [5] Alheid wart graven Ulrich zu Wymar — [6.1 Cecilia wart graven Herman 6 ) von Wildensee 7 ). _ Ludewig der dritte"), genant der irste fürst in Donngen und in Hessen») hat zur heiigen ee keiser Lothanus des dritten dochter, genant Heddewig»). Und hatten 2«) sone und 4")-dochtere"). - [1- Ludewig der firde] 13 ). - ß] Ludewig buwet von erst Tummerfsbruck und wart eyn grave dar. - [3.] Cecilia die wart herezog Ulrich") czo Bohemen. - [4.7 Alheid die wart eyn abbatissa zu Ysenach. - [5J Jutta wart auc h eym herezog zu Bohemen. Und hatten 1 sone.- Odacker der liefs sich zu eyme konnige machen. —JB.] Mecntüd ) * •) Ludewig der firde*), genant der ysern lantgrave hat zur hegen *b,. w. ee keyfsir Friderichs von Swobin des irsten tochter «), ge°antjutta . Und hatten 3 sone 18 ). - [1. Ludewig der fünfte] 1 *)- - [2-Serman] ). — [3.J Friderichs wart eyn grave zu Cziegenheyn unnd buwete ireKa 1. Ludewig der funfite'), genant der milde lantgrave ), hat eyn elicne gemaheln, genant Margareta von Osterrych. Und lislsen Keynt Uebefserben. Hirumb fyl das lant und furstenthum uff syn bruder Herman 28 ). „ , , . «_. .. •Herman«), lantgrave zu Doringen, furste zu Hessen und phalcz- Bl. 16. grave zu Sassen, hat czwo eliche gemaheln. Die irste hiefs Sophia von Sassen, mit der hat er 2 tochtere"). Die ander frauw hiefs Sophia von Beyern"), mit der hat er 4 sone und 2 tochtere r) - / l.J Heddewig dy wart lantgraven Albert zu Elsafs. — [2.] Jutta dy wart marggraven Dideriche zu Missen"). -- [8. Ladung der sechste] ). - 14. WnrichA - [5.1 Curt verstört Fridefelar»»). Darnach wart er hochmeister in Prassen Tutschordens. Und er was») der czehende^i) a) Größerer Rest der Zeile leer. b) Links und rechts von sfmFM * Wappen Thüringen und (Neu-)Sachsen, _ •) ^YlZVlSehe Weise wiederholtes B (s. oben). - Die Einträge hier und f<»^«*jftg££^ wie bisher in über und neben einander stehenden grofsen und kleinen Reisfeldern mit Aesten und Zweigen je nach der Verwandtschaft *)•£&*[ ÄS-SJ äie Wappen Thüringen und Schwaben. •) Sein Nebenfeld MMhntevom Hauptfdd. f) Unter seinem Feld die Wappen Thüringen und Oesterreieli {»Iten, vom der Balken, hinten die 5 fufsloscn Adler) f) ^'f'.™" Feld die Wappen Thüringen links, (Neu-)Sachsen und Pfote-Bayern (gemert) rechts. h ) Hs. W£. l )Lchr. 03 oben. ■) Zur Lücke vgl. Lehr 91. »er dortigen Bczcizh- tomg von Sassen entspricht hier das braunschwcigische Wappen; s. b. 370Jm^e- °) Lehr. 92 oben l ) Unten nächster Absatz. 6 ) Udo. ) V**™* Gerlach. ') Lehr 92 oben u. die auf Cr. Beinh. zurückweisende Quelle Vgl Biemar a. a. 0. 4 f. 8 ) Lehr. 129. °) Das. 126. ") Das129 ursprünglich '2', nachträglich verändert m '5 infolge irriger, hier n J c f^ e fJ Ehrender Zusätze Vgl. das. Anvi. 5. ») Lehr. '3'. 12 ) Lehr. 189. ' : 't Unten Bl U< ») II ,r> ) Lehr. 129 u. (für Ulrich w. Mechüld) * auf Cr. Bemh. zurückweisende Quelle. Vgl. Biemar 6^ p Verl nd*g bester. «) Lehr. 132 oben; vgl 132 unten. ») Bas. 134. ) Unten nächster Absatz. *°) Unten Bl. 15. ') Lehr 143 oben. ) **£ U3 oben. »») Das. 146 unten. ;') Bas 147 ) »"•„*£: l) Las. 149 unten. ») Das. 147. **)Vnten nächster Absatz ) ™ Bl 15' so, Yal Lehr 200. 31 ) Vorl. richtig '5'. In der Ms.aci von. ist aber der Zahlbuclistabe v ziemlieh undeutlich und leicht für *™f cn > was hier offenbar geschehen ist. Ebenso in der Ausgabe Mon. Uass. a, aia. 24* i j2 Regententafel. meister von anbegyn des Ordens 1 ). Ist zu Marpurgk begraben' 2 ). — [6.J Herman starp jung- zo Yscnach 3 ). Begraben zu sent Katherin 4 ). — [7.] Margareth wart graven Hin rieh von Anhakl. — [8.J Agnes wart mit sent Elizabeth ufzogen. Wart dem herezog von Osterrich r '). Ludewig der sechste")°), lantgrave zu Doringen, furste czo Hessen und phalczgrave zu Sassen 7 ), hat zur ee sent Elizabeth. Die was konnig Andreas tochter zu Ungarn 8 ). Und hatten ein sone und czwo tochter 0 ). — [1. Herman] 10 ). — [2. Sophia]"). — [3.] Gertrud wart eyn abbatissa zu Aldenburg by Wetflar 12 ). »Bl. 15'. * b ) Herman c ), sent Elizabeth sone, dem wart vergeben in dem irsten jare synes regiments, als er 18 jar alt was' 3 ). Und fyl das' 1 ) lant uff synen vettern, lantgraven Hinrich. Hinrich 0 ), der dan sent Elizabeth hufswirts bruder was 14 ), nam zur ee Gertrud von [Beyern] f) 1 *). Er wart Romischer konnig 16 ) und re- girte das' 1 ) Romische rych 4 jarc 17 ). Und starp an libeserben' 8 ). Da quam das Doringerlant an den marggraven zu Missen 18 ) und Hessenlant fulgete dem heiigen und konniglichen blude sent Elizabeth 20 ). *bi. 16. * Sophia«), sent Elizabeth tochter, die hat zur ee herezog Hinrichen zu Brabant 21 ). Und hatten 2 sone 22 ) und 1 dochter 23 ). Und nach abegange konnig Hinrichs schickte das' 1 ) lant zo Hessen gar trefflich botschaff in Brabant 24 ). Des quam fraw Sophia mit irme jungesten 25 ) sone von 3 jaren, genant herezog Hinrich, und nam das lant yn 26 ). — [1.] Ludewig 27 ) der bleib eyn herezog zu Brabant 28 ). — [2. Hinrich]'")' — [3] Wart abbatissa zo Ysenach 30 ). Hinrich 1 '), herezog czu Brabant, sent Elizabeth tochter son, der genant was das a ) kint zu Hessen, hat czwo eliche gemaheln. Die irst hiefs Alheid von Brunswig, mit der hat er 2 sone 3 '). Die ander fraw hiefs Mechtild von Cleve, mit der hat er auch 2 sone, und 7 tochter 3 ')- a ) Unter seinem Feld die Wappen Thüringen und Ungarn (gespalten; vorn Gelb mit blauer Damaszierung; hinten geteilt, oben das l'atriarchcnkrcnz, unten vierfach geteilt von Wcifs und Hot). t>) Anknüpfung an Bl. 15 [für 15'und 16) durch wiederholtes rotes C, blaues C, rotes C. °) Unter seinem Feld das Wappen Thüringen. as- 4(!). ™) Das. 211. ^) Das. 167; vgl. 208. ") Irrig. Vgl-Lehr- 217 in. Anm. 9. Der einzige Sohn ihrer Ehe war Heinrich zu Hessen. ") Aber nicht die unten angegebene, sondern Elisabeth zu Braunschweig. Vgl. Diemar 12 /■ 24 ) Vgl. Lehr. 213. 25 ) Irrig; s. Anm. 22. 2ß ) Lehr. 213. 2 ') T>'rig\ s. Anm. 28. 2S ) Vgl. Lehr. 217 m. Anm. 9. Gemeint ist Sophiens Stiefsohn Heinrich III v. Brabant. »») Unten nächster Absatz. 30 ) Irrig; >• Anm. 23. 31 ) Lehr. 222. 82 ) Das. 226 f. Regententafel. 373 Disfser fürst wirt genant der irste Hinrich 1 ). — fl.J Hinrich starp in der jogent 2 ). — [2. Otto] 3 ). — [3. Johann] 3 ). — [4.J Ludewig der irste wart eyn bischof zu Monster 4 ). — [5.] Elizabeth3) wart dem graven zo Czigenheyn. — [6.J Sophia 6 ) wart dem graven czo Waldeck. — [7.] Agnes wart dem burggraven zo Nurenberg. — [8.J Alheid 6 ) dy wart dem graven zo Henneberg. — [9.J Die 5. tochter wart dem graven czu Ossensteyn. — [10.] Die 6. tochter wart dem graven czo Gorcze. — [11-] Die 7. tochter wart dem graven czo Seyne 7 ). * a ) Otto der irste 8 ) von der Brunswigschen muter 9 ), nam zur *B1.16' ee Alheid von Ravensp'erg 10 ). Und hatten 4 sone"). Und nach der mutschar syns vaters so kure he das<=) lant an der Loyne. Und regirt czo Marpurg"). - [1. Henrich der csweytcl"). - [2.] Ludewig der czweyte liat zur heiigen ee Margarethen von Spanheym. Und hatten 2 sone ) Und 1 tochter u ). — [a. Herman der czweyte]'*). — Ib.] Otto der starp in der jogent 18 ). — [c] Agnes wart abbatissa zu Ysenach zu sent Katherinen 1 -*). — [3.] Otto der czweite wart eyn bischoff czo Magdeburg 17 ) und primas in Tutschlant. — [4.] Herman bleib alleyn und hilt sich zu Nordeck, Homburg und czu Grebensteyn 18 ). Darselbs starp er auch ■)• Johann der irste 20 ), von der Clevesschin muter 21 ), hat das") nidderlant zu Hessen und regirt zu Cassel"). Und hat zur ee Alheid von Brunswig 23 ). Und starp an lybeserben. Und ist zo Anaberg in Cassel begraben 2 '). Also quam das e ) furstenthum widder czosammen und tyle an syn bruder Otten 26 ). . Henrich der czweyte, genant der ysern lantgrave, hat zur ee üliza- b «h M ), von Doringen und Missen geborn"). Und hat eyn sone und 3 achter. Dusfser fürst 26 ) wart mehe wan hundert jar alt 20 ). — 11. Otto der dritter 0 ). — [2.] Alheid dy wart dem konnig in Polen. — LJ.J tnza- beth wart herezoge Albert zu Brunswig. - [4J Jutta dy bleib alleyne ). Und ist in Cassel zum Anberg begraben' 12 ). •«) Otto der dritte hat zur ee Elizabeth von Cleve. Und l.sfsen *B1. 1,. ke yne libeserben. Sonder 33 ) dissem Otten wart vergeben, so das er czo s Pangenberg starp 3J ). Da lebete der aide furste nach 35), und Ins sutfs bl "uder sone, genant lantgrave Herman, holen von Magdeburg 36 ), und lils lm das lant yn"). . ""**) Anknüpfmg an Bl. 16 durch wiederholtes D. — Bei den 3 Hauptfeldern ■?£ 2 Schildumrissc. b) j>/, Zeilen leer. «) Hz. dz. a ) Beim 1. ■Hauptfeld 2. beim 2. Hauptfeld 3 Schildumrisse. 0an ') Vgl. Lehr. 236 unten. 2 1 Das. 222. 3 ) Unten Dl. 16'. 4 ) Lehr. * 37 - 6 ) Vielmehr Mcchlhild. •) -Richtig. ') Lehr. 227 oben &**£ Das. 237. •) Vgl. das. 222. '<>) Hos. 232 oben. ") Das. 237 3. Unten zweitnächster Absatz. ">) Lehr. 244 oben. "j Biehtig. Vgl. Liemar 22. ») Unten Bl. 17. '") Lehr. 244 oben. ") Das. 2io unten. m BaSm 2U Homburg irriger Zusatz. Vgl. das. 248 (m. Arm. UJ. Hl Vgl das. 244anschlicfscnd). 2 °) Das. 237 «) Vgl. das. 226 unten. „) Vgl. das. 237 23 ) Das. 232 oben. ") Das. 239 unten. ™) Das. l i0 ? 6f; vgl. 239 f (furstenthump . . . by eynander . bruder . . .Otten;. '') L„s. 243 Z. 18 f u. 10 f. ") Das. 250 Z. 2 ; vgl. 243 Z. 11 f. 29 ) IX»- 243 Z. 20 f u 20 2il ) Vgl das. 269 m. Anm. 3. 30 ) Unten Bl. V- 3 V °rl. an liebeserben; Joh. Nuhn (vgl. Lehr. 243 Anm. 26) ^ndei m^ J2 1 Lehr. 243 Z. 21 ff. 83 ) Las. 249. •») Das. 259 unten (».Sfc«£ vergeben). »•) Vgl. das. 259 f (dek altin fursten; nach am leb.n was) i. Ä lerne Hessenchronik das. 259 in Anm. 1. 36 ) Lehr 259 oben Lftabjjng <* vor Ottos Tod geschehen; hier dagegen richtig wieder wie in der ^f^das' W- Lehr. 259 Anm. 1 u. I »') Vgl. Lehr. 259 f. Kl. Hesscnchi. (vgl. das. 260 Anm. 2) macht ien zu cynem lantgraven. •374 Regententafel. Herman der czweyte 1 ) hat czwo eeliche gemaheln. Die irste hifs Elizabeth von Nassaw und Sarabrucken 2 ), dy starp an libeserben. Die ander frauvv was burggraven Friderichs tochter zu Nurenberg, genant Margareta, und hatte 4 sone und 4 tochter 3 ). — [1. Ludewig der dritte]*)- — [2J Friderich starp jung. — [3.] Herman starp jung. — [4.] Hinrich starp jung. — [5.] Anna starp jung. — [6.J Elizabeth starp jung 5 )' — 17.] Margareta wart herczog Hinrich zo Brunswig und Lunenburg. — [8.] Agnes wart herczog Otten czo Brunswig 6 ). *bi. iv. * a ) Ludewig der dritte 7 ), genant eyn furste des frides 8 ), kreig zo sich czwo graveschaff, zu Czigenheyn und czo Nidde 0 ). Und nam zur heiligen ee Anna von Sassen, Doringen und Misfsen 10 ). Und hat mit derselben 4 sone und ein dochter"). — [1. Ludewig der firde]"). — [2. Henrich der dritte] 13 ). — [3.] Der dritte Herman 14 ) wart erczbischoff zu Collen' 5 ). —■ [4] Friderich der starp, ehir he mondig wart' 8 ). — [5.] Elizabeth wart graven Philips von Nassaw und Sarabruck")- Ludewig der firde regirte czo Cassel und das nidderlant czo Hessen 18 ); nam zur heiigen ee Mechtild von Wirtenberg" 1 ), und hat 2 sone und 1 dochter 18 ). — [1. Wilhelm der eitler]"'). — [2. Wilhelm der mitteler] 20 ). — [3.] Anna 18 ) die starp jung 21 ). Henrich der dritte hat zur ee Annen, von Kaczenelnbogen und Dietz geborn"), Und mit derselben worden era czwo gravenscheffte, vorgenant 23 ). Und hat 4 sone und 2 tochtere 1 »). Dusfser furste regirte czo Marpttrg und das lant an der Loyne 22 ). — [1. Wilhelm der junger] r [2.] Ludewig starp zo Ruschenberg, als er 18 jare alt was 0 ) 36 ). — [3J Friderich starp jung. — [4.] Hinrich starp jung 26 ). — [5] Elizabeth" ) wart graven Johan 28 ) zu Nassau, des Dilnborg ist 29 ). — [6.] Mechtild 2 ) wart herczog Johan 30 ) zu Cleve 81 ). *bi. 18. * a ) Wilhelm der eltter 82 ) regirt czo Spangenberg 33 ). Und hat Annen von Brunswig und Lüneburg zur ee, und gewan 5 dochtere 82 )- Und bevale syme bruder, hern Wilhelm dem mitteler, lant, lüde, wyp und kynderc. Und er hilt sich vorterfs czo Spangenberg 33 )- — [1.] Mechtild quam czo Wisfsensteyn. — [2.] Mechtild starp jung. — [3.] Anna quam czom Anaberg 84 ). — [4.] Katherina. — [5.J Elizabeth 86 ). Wilhelm der junger hat des phalczgraven tochter czo Heidelberg zur heiligen ee, genant Elizabeth. Und starp der fürst czo Ruschenberg sunder libeserben. Und fyl das landt an synen vettern, hern Wilhelm den mitlern 36 ). a) Anknüpfung an Bl. 17 durch wiederholtes E. — Bei den 3 Hauptfeldern je 2 Schildumrisse. t>) ji^ Zeilen leer. c ) Hs. wz. d) Beim 1. und 2. Hauptfeld je 2, beim 3. Hauptfeld 3 Schildumrisse. ») Lehr. 260 oben. 2 ) Das. 259 unten. '■') Das. 273. *) Unten Bl. 17'. 6 ) Lehr. 273 (alle in der jogent gestorbin). °) Das. 282 f. ') Das. 285. 8 ) Das. 286 oben. ") Vgl das. 294 unten. '") Vg l das. 288 oben (m. Anm. 13) u. Kl. Hessenehr. das. in Anm. 10. u ) Lehr- 288 unten. 12 ) Unten nächster Absatz. ,a ) Unten zweitnächster Absati- u ) Lehr. 298. 16 ) Das. 289 oben (u. 298). le ) Das. 288 unten- 17 ) Das. 289 oben. >*) Das. 298. ,9 ) Das. 295. 20 ) Unten Bl 1& 21 ) Vgl. Diemar 26. ") Lehr. 298. 2S ) Vgl. Stadtehr. Bl. 32 a- 24 ) Unten Bl. 18. ">) Lehr. 300. 26 ) Das. 298 (beide gar jung gestorben). ") Das. 298. 28 ) V. "») Vgl. Lehr. 300 Anm. 1. 30 ) II. 81 ) Lehr. 300. 82 ) Das. 300. 33 ) Nach Abfindung von 1493. ■") Vgl. Lehr. 300 m. Anm 1; Diemar 30 f. B6 j Lehr. 300. 3li ) Das. 300; m Ruschenberg 310- Regententafel. 375 Wilhelm der mitteler 1 ) hat das») furstenthum gancz czosammen 2 ), darczo Kaczinelnbogen, Diecz, Czigenheyn, Nidde und Eppensteyn*). Hirumb wart er genant der ryche lantgrave. Disfser furste hat czwo eliche gemaheln. Irst frauw Jolanda von Lottringen, mit der hat er eyn soen. Darnach nam er fraw Annen von Meckelnburg») mit der hat er [ ]»)*) — [1.] Wilhelm der starp jung 8 ). — [2. Philipps] ). ~ [3.1 Elizabeth. '- [4.J Magdalena dy starp jung 6 ). * d ) Philipps 7 )«). B1 - 18 ' ~~^m d ? '.) Es. Meckeburg. ») Absichtliches Abbrechen im Text? Vgl ' A nm 4 *) Anknüpfung an EL 18 durch wiederholtes F. e ) Ende des ursprünglichen Werls. Es folgen fremde Fortsetzungen. n TsCh» ann ^ Vnl das 310 ") Ücber Eppstein vgl. das. 300 3 Lehr. 300. } '"unten BlS*. ') Lehr 300, Seine <«*£, J« Nov. 13, ist das jüngste in unserer Schrift beseugte Ereignis. Vgl. Viemar dl f. Stadtehfonik von frankenberg. Register. TT , *Dit ist eyn register uwer die nachgeschrebin Chroniken von Franckenberg. *P Bl. 37 a. u "de wifset von irst von den geistlichin sachin; darnach von den stryden, pheden, n 'dderl a gen ; unde zum drittenmal von der stad gnade, fryheid, regemente unde von ■nencherley geschichtin. I. Von") den geistlichin Sachen»). 1- Eyne vorredde dufs buchs. — i *). *■ %n gemeyn begriff dufs buchs. — 1. d - Eyne infurunge dufs buchs unde von dem gemeynen nottze. — «- 4 Von dem irsten tempel adder kirchin zum Franckenberge unde von dem apgodde Hammon. — 3 5 - Wilche tzyt das folck zum Franckenberge unde das gantze laut zu dem christen- glouben bekart sie. — 3. ?• Von dem apgodde Castor, der zu Christenburg verstoret wart ). — 3. • Vo n j er tzweytin nuwen kirchin zum Franckenberge. — 7. °- Von den irsten czeichin unfser liebin frauwen zum Franckenberge. — 8. 10 V der dritten nuwen kirchin zum Franckenberge. — 13- 11 v" den dr y en terribilis. — 14. 13 \T° U den dr y en banyrn der fryheid. — 14- 13 v dem gesmocke der hufse unde gassen zum applafs. — M- 14 v der P r °cession zum applafs. — 14. • Von dem irstin umberyten zu dem applafs 3 ). — S. °- Von ( i er bestedigunge defs umberytenfs zum applafs 4 ). — 14. 17 v der froude unde kirlicheyd defs applafs 5 ). — 14. 7»' t, n den messen unde heiligthum zu wysen zum applafs. — 14. *»• Von dem heiligthum unde sunderlichin von dem wyssen klede unlsers nern Jhesu. — 11. 20 v den kremern "nde anderm kouffmanschattze zum applafs. — 15. 21 X°" dem alden applafs. — 16. *22 das a "P lafs verrucket unde uff eyne ander tzyt geleyt wart. — ib. 2H \t " dcr dodingrafft zu Geifsmar. — 3. 2± 11 n der verstrauwunge defs gebeyntzefs der dodin zu Geifsmar. — 9. **• Wie die kirche zum Franckenberge von der pastorie zu Geifsmar abegescheydin wart. — 12 * 6 - Eyn e bewerunge, das Franckenberg, wywolc efs eyne filia was, dannoch eider 26 v*r St Wan Ge 'f smar - — IZ - • Wilche tzyt Heyne gebuwet wart. — 10. 28 W° n Aldenhe yne «nde von der Heydekirchen. — 10, item 16 0). . Wie Aulifspurg den geistlichin wart. — 10. »■ Wüche tzyt der selige monch bruder Curt von Hirlefsheym starp. — 13. ■ Von dem Tutschin hufse zu Margburg. — II. ») Von—sachen in der Es. rot. ») Item XVI nachträglich zugefügt. &«_ X) Die nachgestellten Ziffern bezeichnen die Blätter. Bl 1-23 u. ««-55 ggf ursprünglichen (eigenhändigen) Zählung = Bl. 3-25 u. 26-36 der jetzigen f^ung. *) Vt /l. unten Nr. 112. ') Vgl, unten Nr. 229. ) Vgl. mten Nr. 230. ' ») Vgl unten Nr. 231. t§0 Stadtchronik. Register. 31. Wilche tzyt der Gorgenberg gebuwet wart. — I2 a ). 32. Wie die vom Gorginberge die kirchin in der stad zu sich kregin. — 12. 33. Das der Gorginberg beslosfsin wart. — 32. 34. Von eyner richtunge tzusschin den vom Gorginberge unde den von Wefsintfelt. — 2 " 35. Wilche tzyt der spital under deme Heyn gebuwet sie. — 14. 36. Wilche tzyt das cloister zu Rudenauw sent Bencdictus orden verginck. —' *5' 37. Wilche tzyt Wefsintfelt gebuwet sie. — 16. 38. Wie die pharre zum Franckenberge den hern zu Wefsintfelt wart. — 22. 39. Das dieselbin hern mit unfser libin frauwen capcllen, oppere, selgerede, glocke»* geluchte unde mit den buwmeistern nichts sullen zu schicken han. — 22. 40. Ob dieselbin herren applafs erwerbin mochtin. — 22. 41. Das dieselbin hern zum Franckenberge wonen sullen unde horas canonicas haW sullen. — 22. 42. Czusschin den von Wefsintfelt unde den vom Gorginberge. — 22. 43. Ob die Johanfshern mit den burgern zu schicken gewunnen'). — 23 1 ). 44. Wie sich dieselben hern mit kouffmanfsschatlze, wyn, bir adder fruchte ha' sullin. — 23. 45. Wie sich dieselbin hern, ob sie erpgut kregin, haltin sullen 2 ). — 23. 46. Wie man efs haltin sal tzusschin unfser liebin frauwen oppere unde " e phemer. — 23. *B1. 87'a. *47. Das man nune ludet unde in der fasten prime, tercie. complete unde alle' 1 ta » messe unde vesper singet. — 23. 48. Von den terminyen zum Franckenberg. — 16. 49. Von den predigatin derselben terminarien. —■ 16. 50. Wilche tzyt die sustere von irst geyn Franckenberg quamen. — 32. 51. Das 1 ') die sustere nicht beddeln sullin. — 33 '*) 3 )- 52. Wilche tzyt die brudere von irst geyn Meyterdorlf quamen. — 34. 53. Von der bruderschafft defs kalantfs. — 17. 54. Von der spende armer lüde zu sent Urbans lag. — 20. 55. Von dem groen tuche armen luden. —■ 22. 56. Von den dryen wesfsiu kertzin trinitatis unde von derselbin 57. Von sent Marx tag presencie. — 22. 58. Von den schuen armer lüde. — 22. 59. Von den ampeln vor dem heiligen sacramento. — 22. 60. Von her Wickarlsß) testamente 4 ). — 22 4 ). 61. Von der Juden 6 ) spende. — 34. 62. Das man die altin altaria in der phar alle abebrach. — 17. 63. Von dem hoe-altar 6 ). —■ 18. 64. Von sent Annen altar 6 ). — 18. 65. Wilche tzyt derselbe begiftiget wart. — 33. 66. Das man uff deinselbin altar die 7 festa unfser libin frauwen messe haltin sal. —" "' 67. Von dem altar defs heiligin crutzes in der phar. — 18. 68. Von dem altar sent Niclafs 0 ). — 18. 69. Von dem altar unfser liebin frauwin coneeptionis 8 ). — 18. 70. Von dem altar sent Symons unde sent Juden 6 ). — 18. 71. Von dem altar sent Elisabeth"). — 18. 72. Von dem altar sent Sebastians 8 ). — 18. g, 73. Von dem altar sent Philips unde sent Jacobs unde sent Barben in der phar. — '7> 74. Von dem altar sent Jacobs defs grofssen 6 ). — 18. 75. Von dem altar sent Katherinen 6 ). — 18. 76. Von dem altar sent Margaretin 7 ). — 18. 77. Von der lihunge aller altarien in der pharkirchin. — 22. a) XII nachgetragen. i>) Das— XXXIII am oberen Bande nachgetraß c) her Wickarts tuohl auf Basur. ') Vgl. unten Nr. 209. Eine bestimmte Textstelle entspricht dieser ^'% 0 ],l nicht. *) Vgl. unten Nr. 208. ") Vgl. unten S. 384 Änm. 12. '^ ,■ beZusammenfassung der 4 vorigen Posten; der Text der Chronik bezeichnet ellC ieil . treffenden Stiftungen des Herrn Ilinrich Wickard nicht ausdrücklich als testa» iarische. 5 ) Text: Gertrud Juden. °) In der Pfarrkirche. ') ^ Heidckirche. Stadtchronik. Register. 381 'S. Von der cai-jellen') im Gorginberge unde den tzween altarien. — 17, 18 5 ). „ ■ V r on defs heiligin crutzes altar im Gorgenberge. — 16, item 16"). »0. Vonb) c i em hoe-altar unfser frauwen unde sent Joaunis de.; evangelisten in der 8 ca pellen under dem Heyn. — 18. 1- Von dem altar sent Anthonius in derselben capellen. — 18. ~: y° n d em altar sent Ciriaci in derselben capellen. — 16b). «»■ Von der kyrehwihunge der capellen *under dem Heyn. — 16, 23. *B1.37'1>. * Von der kirchwihunge der capellen uff der Heide. — 16. 0. Von der kirchwihunge der capellen zu Wickerfsdorff. — 16. 00. Von sent Barben altar im Gorgenberg. — 16, item 16«). 00' ,Y on der sontagis-mesfse in der nuwenstad. — 20. 80 v der son1a R is - und ander heiligtagis-frumesfse. — 31. In \ 0 " der sonr ' a I»nts-frumesfse. — 26. Ol v dcr mittd mesfse. — 31. 92 V dcr £ r °fsen orgeln. — 20. oa' V T on dem urtzouger unde den dryen konnigen. — 18. ~!)4 v der kostlic,lil1 grosfsen glocken, die hirnehist verbrante. — 19. % v" dcr n,nven grosfsin glocken. — 33. 96 V der sonta P s -? 1 ocken. — 31. 97 11° dem gestultze im choro. — 31. 98 n mai1 den sonta S vor dem beynhufsc 'de profundis' lefsin sah — 33- 99 v d ' e roiste umbe clen kirchhoiff von irst gemacht wurden. — 32- 100 V ^ den tzwcen tafeln scnl Jacobs unde sent Elisabeth. — 34- 101 n a a,Jen < olmc dächen zum Einreihen. Kleine und zierliche Schrift, wie m ff 1 ™ Stücken der Landeschronik. °) Item XVI nachträglich zugefügt. ,.\ V V0I1 -XXXIIII nachträglich zugefügt; steilere Schrift, schwärzere Tinte. ■ 0n —jamer in der Hs. rot. ) Der nuwen cancllen 2 ) An der 2. Stelle spricht der Text (zweimal) I /7,n M „ ,. " _ . ' ^ TTT-17. .7... TTT Tr_7 .ultM ATl' 9n2. v -i (lern altar y 9<>. oben N r . nuv . ' uer n »wen cancllen. ') An aer Z. htcue spricht aer J.ex» \«<""™ i "~-> verloren. — 24. *B1. 3S'a. *151. Von der funfftin nidderloge, vor deme Halmberge an der Heyde. — 25. 152. Von der sesten nidderloge, vor Brilen. — 27. 153. Wie beyde stedde Franckenberg mit dryen kirchen verbrantin. — 28, 29 unde 3 154. Von der mechtigen grosfsen herekrafft lantgraven Hinrichs defs III., alfs er Schrouffe lag. — 27. ,, 155. Von der tzweydracht tzusschin bisschoff Hermanne von Hessen unde bissen 0 Ruperto von Beyern. — 27. 156. Das die tzwene lantgraven"), gebruder, fygent zusammen waren. — 26. 257. Das die Auwe zu Battinburg verbrant wart. — 2h. 158. Der von Franckenberg lamentacion unde elende. — 31, 32. 159. Das») lantgrave Wilhelm der junger uff der wiltjaget toit bleib. — 34. 160. Von der grofsen pestilentz, die tzwey jar nach eynander quam. — 34. 161. Von der grosfsen lantsture. — 35. 162. Von dem grofsen here an dem Ryne. — 35"). *üi. 38'b. *IH. Vonb) fryheid, gnade unde mencherley geschichtin 1 ')- 163. Wer Franckenberg von irst gebuwet habe unde zu wilchin getzyten, unde worum cfs Franckenberg genant wart. — 2. 164. Wie die stad grosfser gemacht wart mit 25 tornen unde porten. — 5. 165. Von den gassen unde bornen der stad. — 6. 166. Von den tzween gefangintornen. — 5 unde 14. 167. Von dem irstin ingesigel der stad unde von dem grosfsin ingesigcl. — 8. a) Das— XXXV nachträglich zugefügt; steilere Schrift, schwärzere ZW ' t>) Von—geschichtin in der Hs. rot. ') I. '•) Vgl. unten Nr. 266. ') Hermann. *) Lud'Big b ) Heinrich II ) Ludwig II u. Heinrich III Stadtchronik. Register. 583 168. Von dem dritten ingesigel. — 9. 169. Von dem vierden ingesigel. — 12. ?~ Semptlichin von dryen ingesigeln der stad. — 12. 1- Von der stad rote ingesigelunge. — 9. J-72. Wodanne die ungebotin dinge sich irst herhabin hau. — 4. 173. Wie Franckenberg mit dem gantzin lande in das hertzogthum zu Hessen kommen sint. — 4. 77« ^' e Franckenberg mit dem gantzin lande an das Romsche rieh kommen sint. — 9. V7r Franckenberg tzweyherrig wart unde in die graveschafft zu Hessen quam. — 9. ib. Wie Franckenberg in die marg zu Hessen quam. — 9. 17a Franckenberg in das furstenthum zu Hessen quam. — 9. 770 ^! e Fran ckenberg in die hirschafft zu Hessen quam. — 10. lRri ^' e Franc ' cen t><=rg in die lantgraveschafft zu Hessen quam. — II. w. Wie Franckenberg defs stiffts zu Mentz lehin wart. — 16. °1- Von der fryheid und gnade, dy keyser Karolus den von Franckenberg gegebin hat. — 8. mi' Von dem halfs g erichte der dr y er sule - — 8 - 70,' y° n dem nuwen halfsgerichte. — 33. 285 7° n der stad eigin swerte - — S - IfiR n° Q der mon tze zum Franckenberge. — 8. 187 tj ■ ' antnem nehistin nachfulgere worin die von Franckenberge. — 8. 18ft rr ' e das °bbi r ste lantgerichte an der Loyn zum Franckenberge was. — 8. joq' f-yne bewerunge defs obergerichtis zum Franckenberge. — 8. *lQn ■ das °birgerichte geyn Margburg quam. — II. 191 1 ■ '* c ' le tz y' Margburg von allerirst gebuwet wart unde von weme. — 9. *B1. 39a joo" , l . e kuimig Karolus die feltmarg tzehentfry gegebin hat. — 4. • Wie derselbe Karolus unde sine nachkummende vil in disfsen landen gethan han. — g, * Von der fryheid unde gnade, die konnig Curt den von Franckenberg gegebin hat. __ g. 19*i ^^ daS scriultQei f sinam P t mit e y me rittermefsigem manne besatzst was. — 9. 19ß 7° n der aItin ge recntikeicI , wer burger werden wil. — 9. "• Von der fryheid unde gnade, die konnig Hinrich den von Franckenberg gegebin 197 ur at "~ "■ 19fi \ 1E alle er Pguter umbe die stad sullen geschosfs gebin. — II, 14. 199 n° n dem w y ntza PP en - — ir i '4 1 ). o on ' as m an keynen seenth in den steddin unde slosfsen zu Hessen haltin sal. — 13, 15. 2 0 ' *-* er irste lantgrave Hinrich zu Hessen gab der stad tzwene gnadenbrieffe. — 14. ^02 v** ymanls stirbet sunder liebeserben. — 14, 18. 2Qn' _ " £ na de, hirlicheyd, fryheid unde altin herkommen. — 14. Soi v° n dem S escnos f se ! bede unde furschillinge der stad. — II, 14, 17, 18. •90<) n° n der molner furschillinge. — 13. 2q„' :r as die fremmedin knechte ire gelobede thun sullen. — 13. 2qj Y° a den erpgutern unde renthe, die an die geistlichin kommen. — 14, 18. ■30«' r> eyme Priester adder geistlichin luden gut uffsturbe, das sal man verkouffin. — 18. SOQ r> etzucn c erpguter unde schofshaftig gut an die Johanshern queme 2 ). — 23. g-ffl ^" die bürgere mit den Johanshern zu schicken gewonnen 8 ). — 23 8 ). Sil v dem kampe - — '4- 213 v" busfse unde frevele. — 14. *oiq n un tedigin luden anzugriffen, unde dy die fryheid der stad brechin. — 14. rf ' Von burgerskyndern, die in fremmede lande wandern unde darnach widder * B1 gob SU nt y , m koramen - - '4- Sl r \r burgmanne mit den burgern zu schicken han. — 14, 19. ,gjg' y° n der bufse der ungebotin dinge. — 14. Sl7 \r° n dem w y n &elde, wogingelde unde anderm ungelde. — 11*), 14. 21Q ^ on wyn adder bir zu schencken unde kouffmanschattz zu triben. — 15. 2jg y° n den luden, die in der burgmanne adder paffin hufsin sittzen. — '5- • Von dem gesettze unde entsettze defs raits zum Fianckenberge — IS- t l ) Biese zweite Stelle entspricht vielmehr der Angabe unten Nr. 216. Vgl. erst *'« !) V 9 L ohen Nr - 45 - 3) Ygl - obcn Nr - 43 m - Anm - L 4) DiCSC te Stelle entspricht vielmehr der Angabe oben Nr. 198. 384 Stadtchronik. Register. 220. Von der korc eynfs scheffmfs. — 15, 19. 221. Von dem scheffen, der sine ee bricht. — 15. 222. Von der gnade unde fryheid der scheffen. — 19. 223. Das keyn vater unde soen noch keyne gebrudere 1 ) Süllen semptlichin 7.11 cynem mal scheffin sin»). — 19. 224. Von der schonheid der hufser, der kelnerc unde gebuwc der stad. — 15. 225. Von dem kouffslagin darselbis. — 15. 226. Von dem wochinmarte. — 15, ! 9- 227. Von den fleiscb.scb.ern, — 15. 228. Von den broitbencken. — 15. 229. Von dem irstin umberytin zum applafs 8 ). — 8. 230. Von der bestedigunge defs umberytenfs 3 ). — 14. 231. Von der fron de unde hirlicheyd zum seibin mal 4 ). — 14. 232. Von sent Elisabeth, irme hufswirtc lantgraven Ludewige unde iren kyndcrn unde gebrudern. — 10. 233. Von sent Elisabeth dochter, dy eyne hertzogynne zu Brabant was. — 11. 234. Von dem jungin herlzogin ufs Brabant, der das kynt zu Hessen genant wart. — 12 6 ). 235. Von demselbin jungin hertzog Hinrich ufs Brabant, der der irste lantgrave z" Hessen wart. -— 12. 236. Von dem lantgraven zu Doringen, wie der von irst in das lant quam. — 4- 237. Wie Doringen unde Hessen von eynander kummen unde gescheidin sint, nachdem sie vormalfs eynherig gewest sint. — 11. *Bl. 39'a. *238. Das der furste 6 ) enwil adder ensal vortmerfs keyne guter mee fryen. — 17- 239. Der furste 6 ) verbudet, das nymand ufs der aldinstad tzihin sal in die nuwW" stad. — 17. 240. Der lantgrave 6 ) gab der aldinstad eynen brieff, defs birschenckenfs halber u> der nuwenstad. — 17. 241. Wie die von Franckenberge huldnnge daden frauwen Elisabeth von Cleve. — '7' 242. Das dieselbe furstynne hat bestediget alle alte brieffe unde herkommen der von Franckenberg. — 18. 243. Von lantgraven Hermanfs walfart. — 21. 244. Wie lantgrave Ludewig 7 ) gab der stad eynen gnadenbrieff, sieb) lasfsen w uUt by alder gewonheid, fryheyd unde herkommen. — 25. 245. Das derselbe furste kouffte die graveschaffte von Czigenhain unde von Niddc. — 2 5- 246. Wie lantgrave Ludewig 8 ) unde lantgrave Hinrich ") gabin der stad eynen gnadenbrieff, sie b ) lasfsin wullen by gnaden, fryheiden unde herkommen. — 2 ^',- 247. Das Battinburg, Melnauw, Rosintal dem forsten 10 ) zu Hessen verschieb« 1 worden. — 26. ,„ 248. Das die graveschaffte von Katzinelnbogin unde von Ditze an den lantgraven quamen. — 31. 249. Von bisschoff Herman zu Collen vormuntschafft unde gnadenbrieff. — 31. 250. Wie lantgrave Wilhelm") den von Franckenberg eynen brieff gegebin hat, a "' treffin die sustere 12 ). — 34 12 ). 251. Wie derselbe furste kouffte die hirschafft von Epstcyn. — 33. 252. Von defsselbin forsten walfart unde dem bilde > 3 ). — 34. 253. Das die stad mag ir banir widder füren. — 34. 254. Von dem altin unde nuwen raithufse. — 25. 255. Von den warten umbe die stad. — 10. 256. Von den missetedigin, die da burger sint. — 5 14 ), 14. 257. Von dem ampte zu Franckenberg. — 10. ») Hs. sint. b) so. ') Text: Vater und 2 Söhne oder 3 Brüder. -) Vgl. oben $ r -.' ■■•■) Vgl. oben Nr. 15. *) Vgl. oben Nr. 16. '•) Irrig statt '11'. c ) &% rieh II. ') I. ") IL 0)111. '") Heinrich III. n ) ■%% '"-) Unrichtige Angabe. Bl. '34' enthält nichts hiervon. Bl. '33' spricht von <**' fryheydcfsbrieff, den der Lgr. den Süstern selbst gab; vgl. oben Nr. 51 m. Anffl- A >*) Vgl oben Nr. 100. ") Irrig statt '8'. Der Irrtum erklärt sich «W daraus, daß die zweitgenannte SteUe '14' aufser mit '8' auch mit '5' Zusamt hang hat; vgl. oben Nr. 166. Stadtchronik. Register. 385 258. Von dem eynworte. — II. •259. Wie Franckenberg; vcrsatzsl wart dem graven von Waldecken unde widder geloist. — 17. ■"~60. Wie Franckenberg verschrebin wart dem von Dreffurde. — 20. *B1. S9'b. «■Gl. Wilch burger eyn mal adder tzwey mal bruwen sal. — 23. 262. Das die tzonffte verbotin sint, an die wollinwebere — 19. •263. Wie die nuwenstad Franckenberg gebuwet wart. — 17. 264. Von der nuwensteddern tzween ingesigeln, eigin ralhe unde halfsgerichte. — 17. ~65. Das dieselbin sullen eyne mure urabc sich machin. — 17. ~66. Das dieselbe nuwenstad gewonnen wart 1 ). — 19. *67. Von der Tichmolen. — 18, 25. 268. Wilchc tzyt der grosfse tich von irst gemacht sie. — 14. *69. Das derselbe tich ufsbrach. — 15. 270. Das derselbe tich wart abcgelafsin. — 33. J]- Von der Wogmolen unde sliffhutten. — 19. "^2. Von der walckemolen. — 18, 25. 273. Von den wyngartin an dem Goifsberge. — 6. 274. Von der steynen brücken uwer die Edern. — 6. 275. Von den steynwegin. — 6, 15. "76 Von dem Futerhoiffe. — 6. yi. Von dem Weydlande. — 15. 278. Von dem Tufelfskeller. — 3. Ja ^° n dem ciorn ' c Hammonhufsin. — 3. *°0. Von Franckenauwe. — 4. ««• Von Aldendorlf daselbis*). — 4. ~°f Von Alderfshufsin. — 4. 28A V ° M Aldendorff "ff der Auwe. — 4. 2»K V ° n der Franckenkirchin. — 7. äHR Von dem F ranckenholtze - — 7- toy Von dem dorffe Nuwenkirchin. — 7. °7. Von der goltgruben zu Auler. — 8. tan V °" Be "necrsdorff. — 9. ~°9- Von Boppondorff. - 10. ■fO Von Wulckerfsdorff. — 16, 21, 31. oqf ^ V ' lcl ": tzyt das gerichte zu Geifsmar gekoufft wart. — 17. «q, Von 'lern Kranen von Bigc. — 22. i)of' DaS tlie kurfurstin l5 y Rine von irst ff uldcn singen. — 18. n fl f' ^° n d en guten kleynen gülden. — 18. 2Qr ^°" dem Romscnin konnige Ruperto von Beyern. — 23. *8Q7 Das man clie J udden zum irstin mal brante. — 16. oqo as man d 'c judden zum tzweitin mal braute. — iS. *Bl. 40». 2Qa Von dcr Juddenschule. — 16. Hnri dci1 Geifselern unde allergroisten sterben. — 18. 301 D ° die frucnte unde ' - pten Hl. 13'b. ♦) Vgl. Lehr. 2. 5 ) So wie oben. B ) Vgl. Lehr. 3f VJ al man wissen). 7 ) Vgl. unten S. 389 f. 9 ) Vorl. 210; ebenso unten 394. »1 Vgl. Lehr. 3f; marg zu Hessen 87 u. 92; herschaff 135 am Ende, W 177. io, vgl das. 1. ") Vgl. das. 209 f. '«) Vgl. das. 13 Z. iq~ 5 v - u - '*) V(ß. das. 12. li ) Vgl. das. 12 Z. 10—9 v. u. ,h ) Das. d Z,. ^_7 tej Vgl das. 13 am Ende: der edle Ks. Octavianus nahm x empl a von Ligurgus U nd den alten Hörnern. 25" 3 88 Stadtchronik. der personen, nicht tzytlich gut adder gelt, sundern die vernunfftigen lip- heber des gemeynen nottzes die tzogin sie vor unde sattzstin sie zu ampten ')• Dardurch 2 ) ist en vil heylfs, troists, ere unde guts entstanden : '), so das sie nicht unbilche verthint haben das regement der gantzin werlt')- Aber darnach, du die gyrheid under sie quam unde ickelicher synen eigin nottz suchte, do verloren sie die lande widdcr 5 ). Derglichen bo in eyme konnigriche, in eyme furstenthutn, in eyncr graveschafft, in eyner hirschafft, in eyme cloister, in eyner stad adder in eyner ickelichin versammenunge der gcmeyne nottz undcrliget unde der eigin nottz uffstehit, das wirdet verstrauwet, vergeet unde verdirbet geyn god unde die werlt gar unde zumalc. Uff das man nu möge wissen, wy vor altin jaren dusfse selige stedde Franckenberg durch den gemeynen nottz in grosfse ere unde in hirlichin richdom gekommen, gestanden unde gewest ist 6 ), hirumbe so han ich, Wigan- dus Gerstenberg, genant Boddinbendirs, uff eyns ickelichin ver- stendigen historiographi unde herfarende chronographi verbesserunge '), willen zu schriben von den geschichten disser stad, wilche ich dal) ufs vilen altin chroniken, historien 8 ), legenden, woren schrifften 8 ), sigeln *bi. 3'h. unde *brieffin, bewertin copien unde glouphaftigen registern zusammengelesen 8 ) han unde der stad zu eren geschenckt. Also bidde ich eynen ickelichin frommen burger adder burgerfskynt, die itzuflt am leben sint adder hirnehist zukünftig geboren werden, das sie wullen getruwelichen darzu geneget syn (alfs cyn ickelicher vor godde auch des schullig ist), der stad gemeynen nottz zu hanthaben, zu bessern, zu buwen unde in eynickeid guts regemerits helffin haltin. Unde ist Franckenberg angefangin, uffgefurt unde ge- buwet wurden, alfs hirna geschrebin steit 9 ). 505. Nach gots geburt do man schreib funffhundert unde funff jare 1 )> do was eyn konnig zu Doringcn unde Hessen, genant Hermifrid, dei hatte eyne gemaheln, die hifs Malaberga unde was konnig Hunerichs tochter Wandalorum. Alfs die gestarp, do nam er eyne ander frauwen, genant Chrotildis"), dy hatte vormalfs gehabt eynen konnig Gothoruni, genant Amalaricus 12 ). Unde sie was konnig Clodoveus tochter von Franckrich, den sent Remigius touffte 13 ). Dusfse Chrotildis hatte fire brudere, genant Diderich, Lodomir, Lotharius unde Hildebert. Die deyl- tin das Frencksche rieh, so das Diderich wart konnig an dem Ryne, da itzunt vile bisschthumme sint 14 ). Defs geschach efs zu eyncr zyt, das konnig Diderich mit syme swoger, konnig Hermifride, uneynfs wart, unde quamen zu pheden. Hirumbe tzoch konnig Diderich mit gantzer macht ufs sampt syme bruder, konnig Lothario, unde tzogen uwer iren swoger in Hessen unde in Doringen '*). Unde hattin vile stridc under eynander. So quam efs zu gutlichin tagen. Defs 16 ) gingen die tzwene konnige, Diderich und Hermifrid, spattziren uff der stad muren, ') Lehr. 13 Z. 10—13. ') Vorl.: durch Ättilius. 3 ) Vgl. Lehr. 13 Z. 21 f. 4 ) Das. 13 Z. 6—5 v. u. 6 ) Vgl. das. 21. ") Vgl. fr™' burger Chronik S. 27 (bei der für Lehr. 15 benutzten Stelle) Z. 15 f Limpurg i») Vgl. das. f 10 ) Vgl. das. 26. u ) Vgl. das. 27. 12 ) Vincentius 22, 34 Z. 1-*: 18 ) Vgl. Lehr. 26 f u. 26. ,4 ) Vgl. das. 27. ">) Vgl. das. 21 V ") Vgl. das. 28-30. Stadtchronik. 389 da wart konnig Hermifrid herstochin unde von der mure gestofsin. Darnach lifs konnig Diderich syne swester Chrotildis mit iren kynderen dodin unde lifs en allen die houbte abslaen, uff das he das lant zu sich brachte'). Da nam konnig Diderich alle ire gut unde tzoch mit grosfser gewalt vorterfs unde thet unsprechlichen schaden. Da das die lüde sahin, da quamen sie, uff das sie nicht gedodet worden, unde gobin sich an konnig Diderich unde an die krönen von Franckrich. Difs geschach nach gots geburt do man * a ) schreib funffhundert unde *bl 4a. tzwentzig jare. Alfso wart das kunnigrich von Doringen unde Hessen 52°- verstoret, das dan bie 130 jaren gestanden hatte, unde quam an die krönen unde kunnige von Franckrich. Defs hat kunnig Diderich unde si " gesiechte disfse lande vaste jare hirnach ynnegehabt unde gebuwet vüe slosfse, stedde, flecken unde vesten nach irme stamme genant; alfs dan S1 "t Francksteyn an der Bergstrasfse, Francksteyn in Doringen 2 ), Franckenford, Franckendail, Franckenecke, Franckenbach, Franckenburg, Franckenberg, Franckcnauwe in der Buchin, Franckenauwe in Hessen 3 ), Franckenkirchin, Franckenfelsch, Franckenheym, Franckenhagen, Francken- hufsen, Franckenfelt, Franckenphar, Franckenborn, Franckenrade, Pranckenstad unde derglichin nach vil mee, das zu der tzyt alle slosfse unde vesten gewest sint. Unde des zu vorter worheid so heifset das noch Franckenlant, da itzunt das bisschthum von Wirtzeburg 1yd 4 ). Sunderlichin bo die kunnige von Franckrich eynen sick adder glucke hatten, da sj e ire fyende uwerwonnen, uff derselben stedde slugen sie nuwe vesten uff unde buwetin alda unde nanten die nach defs kunnig- richs namen &), alfs vorgeschrebin stehit. Von dusfsen geschichtin *'efsit man in dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 34. «bi. u>. capitele"). Auch eynteilfs beschribet sent Gregorius, ertzbisschoff zu luronis, in der Franckrichschin historien'). Eynteilfs in den geschichten fl er Romere an dem 15. buche an dem ende 8 ). Auch in der Donnger croniken 9 ). Sonderlichin geschach efs zu der tzyt, das die Altensassen daden grosfsen schaden in Hessen ufs iren slosfsen, genant nach ir me namen Sassenhufsin unde Sassenberg 10 ), das uff die tzyt schone slosfse woren. Hirumbe so slug kunnig Diderich von Franckrich eyne keirimenode uff eynen berg en entgegen unde nante die nach defs kun- nigrichs namen Franckenberg 11 ). Unde starp darnach unde lifs tzwene Junge soene, genant Theodebert unde Diderich 12 ). Alsus hat der aide kunnig Diderich von Franckrich von allerirst gebuwet Franckenberg, nachdem er daselbis sunderlichin sick unde glucke gehabt hatte geyn sine fyende 18 ). Das datum von Franckenberg ludet metrice alsus: hanc quingenteno viceno condidit anno 520. Franckenberg urbem Francorum rex Theodricus; a ) Blattzahl 2. ') Vgl. Lehr. 30 f u. Bildvorschrift 31. 8 ) Dies hiermit eingesetzt aus -Lehr. .13 unten- s das. :1 ) Vorl. nur ein Franckenauwe, offenbar dies (bei Frankenbcro) 4 ) Lehr. 31 u. Zusätze. h ) üeberleitung zur Gründung Frankenbergs. <0 Vgl. Lehr. 27 Z. 1 u. 16 f; 31 Z. 2 f. ') Vffl das. 30 Z. U-10 v. u ' ») Vgl. das. 27 Z. 13 f. 9 ) Vgl. das. 27 Z. 10; 31 f- 9f u. 29 f ,ü ) Vgl. das. 27 Z. 16 f über die Sassenburge. ) £r- nndungen. Vql. oben Z. 23 ff m. Ann. 5. ") Vgl. Lehr. 27 unten. ) Vgl- oben Z. 21 ff m. Arm. 5. 9QO Stadtchronik. 520. item: anno post Christum d, viginti superadde, condidit hanc urbem Francorum rex Theodricus, Franckenberg nomen de regni voce parando 1 ). »Bi. 4ab. *(Hir sal stehin konnig Didcrich von Franckrich unde buwet von allerirst das slofs Franckenberg.) a ) *bi. 4>a. * Darnach alfs kunnig Sigibert von Franckrich rcgirtc, du gedeichte er darna, wy he die Sassen 2 ) betzwingen mochte 3 ), darumbe das sie eme vil schaden daden. Unde hirumbe so hatte er mench ge- renne, scharmuslsel 4 ) unde vil handelfs, sunderlichin zum Franckenberg, geyn die Altinsassen 6 ). Unde alfs man tzalte nach gots geburt S7°- 57° J are , du tzoch disfser kunnig Sigibert mitsampt syme brudere, kunnig Hilperiche, mit gantzer macht uwer dieselbin Sassen. Alfs man darvon auch findet in dem Spigel der historien an dem 22. buche in dem 118. 11. 600. capitele 6 ). Darnach als man schreib nach gots geburt umbe 600 jare, do regirte eyn kunnig von Franckrich, genant Lotharius der II. Derselbe brachte vile lande an sich unde wart eyn herre uwer alle 'Putsche lande ufsgescheyden Sassen, Swoben, Beyern unde Frifslant 7 ). Unde nach sime dode lifs er eynen soen, genant Dagobert. Der was gar eyn christlicher kunnig, in den gerichtin gerecht, milde den kirchen, barmhertzig den armen unde strenge geyn sine fyendc. Sin gut gc- rochte das schall in die werlt, sine frummikeyd in die gutin mentschin, unde sine föchte schall in die bofsen. Alfs man das auch lefsit in dem Spigd der historien an dem 24. buche in dem 35. capitele 8 ). Dusfser kunnig Dagobert hilt auch vil rutterye geyn die Altinsassen, sunderlichin zum Franckenberge 9 ). Unde alfs man schreib nach gots geburt 600 633. unde 33 jare, da tzoch er mit gantzer macht uwer die Sassen unde betzwang sie 10 ). Hir ist zu mireken, so kunnig Dagobert mit dein foleke in Engelant vil gestredin hat, wilchc Engelender zu der tzyt auch Sassen genant woren; — unde alfs in dem Fasciculo ge- schrebin stehit, so uwerwan konnig Dagobert zu eyner tzyt dieselbin Sassen adder Engelender, unde alle diegene, die da lenger woren wan syn swert, die lifs er alle doden 11 ); — ob darumbe nu ymants hir frage dede alsus, ob kunnig Dagobert auch in dusfsen landen y gewest sie, das er mochte geyn die Altinsassen gestredin haben; wer sulche frage dede, der sal wisfsen, das meister Didcrich Engelhufsin schribet unde man lefsit efs auch in der Doringer croniken, *bi. 4'i>. wy *das dusser konnig Dagobert habe gebuwet sent Peters monster zu Erfford. Auch so buwete he eyn stedchin na bie Erfford, unde nante das nach sime namen Dagobertsted. Auch so zubrach er die Mer- wigsburg unde buwete dar eyne kirchin in sent Dionisius ere l2 ). Auch buwete he in Hessen eyne kirchin, nicht ferne von der Fulda 13 ); a) Ausgeführt. ') Durch diese sclbsigcschmiedcten Verse will G. wohl den Schein erwecken, als habe er eine quellenmäßige Unterlage gehabt, — Das Jahr übernimmt er hier einfach von oben. s ) Vgl. Lehr. 101 (!) Z. lfm. Anm. 2. '■') Vgl dat.. 96 (!) Z. 1 v. u.; 98 (!) Z. 10 v. u. ") Vgl. das. 255 (!) Z. 12. ") OW struetion aus dem Folgenden. ") Lehr. 34. 7 ) Vgl. das. 39 unten- ") Vgl. das. 40 oben. <•) Consiruclion aus dem Folgenden. '") Lehr. 4L ") Bolevinck Bl. 59 Z. 18 f (Anglicos, qui tunc Saxones vocabantur). In der Lern- fehlt diese, hier so pfiffigen Selbsteinwand bietende, Nachricht. r! ) ^T- Lehr. 40. '") Bei Mclsungen. Stadtchronik. 39 1 unde sing darby eyne kemmenode uff, unde nante sie Dagobertfshufsin l ). Dartzu an der Loyne, nicht ferne darvon da itzunt Margburg 1yd, da slug er eyne kemmenode uff, unde nante sie auch Dagobertfshufsin 2 ). Derglichin so hat kunnig Sigibert von Franckrich nicht alleyne geyn die Sassen in Engelant gestredin 3 ), sundern a ) er ist auch hir in dusfsen landen gewest, wante man lefsit in der croniken von Longobarden in dem 2. buche an dem 10. capitele, wy das zu eyner tzyt die Hünen adder Avares mit gantzer macht in dusfse lande czogen Unde verbrantin, verstörten lant unde lüde, unde gewonnen etzliche gute slosfse, auch etzliche von nuwem uffgeslagen 4 ) unde gebuwet, u ff das sie die lande gantz unde allerdinge betzwingen mochtin 6 ). Unde des zu eyner worheid so findet man noch etzliche mure unde graben uff den bergen, genant die Hunenburge"). Unde das geschach nach gots geburt do man schreib bie 570 jaren 7 ). Alfs nu das vernam ... 57°- kunnig Sigibert, der do wonete in dem lande, da itzunt das bisschthump v '0n Mettz lyd, do besammete er sich unde quam sinen vettern, den jungen konnigen Theodeberto unde Dideriche, zu hulffe; unde veijagede die Hünen ufs dem lande. Unde fulgete en nach bifs an das wasfser genant die El he; dar streden sie mit en unde dy Hünen verloren den strid 8 ). Man lefsit auch in der vorgenanten croniken von Longobarden an dem 4. Q uche in dem n. capitele, wie das die Hünen nach kunnig Sigiberts dode widder kommen sin unde habin vile stride mit den Francken ipfiirt, wante nachdemmale üoringen unde Hessen Franckrichs b ) woren, uirumbe werden sie auch genant Francken 9 ). Alsus findet man nach wyder die worheid, das kunnig Sigibert, Dagobert unde andere mee auch in dusfsen landen gewest sint unde geyn die Altinsassen gestredin han, unde ire reyfsener, soldener unde ire ander fulck dlc ke zum Franckenberge gelegin hat 1 »). * c )Du man tzalte nach gots geburt 716 jare, do quam ) sent Boni- *bi. s. iacius 12 ) von irst in Hessen. Alfs man das lefsit'm der croniken 7 ,6. Martini unde auch in syner legenden 13 ). Unde von bobistlichem be vele, unde auch durch folbort der kunnige von Franckrich unde lr er rethe, so prediget er den heiligin christenglouben") unde vermante das folck, von den apgodden abezulafsin unde an unfsern hern Jhesttm zu glouben 15 ). Wywole nu die kunnige von Franckrich Christen \yoren, So hatten sie doch werntlicher dinge unde andere sache so vile zu thun, das sie noch der geistlichin sache, alfs christengloubenfs halber, nicht vile frageten 16 ). Unde darumbe so woren etzliche ire la nde an heydenschem glouben blebin bifs uff disfse tzyt. Defs vv art auch das folck zum Franckenberge bekart, unde der apgod genant Hammon verstoret 17 ). Dusfser Hammon was auch eyn apgod *) Beschädigt. b ) Hs. franckrisch. °) Blattzahl 3. ') Vgl. Lehr. 40 (Erfindung). s ) Erfindung. ') Davon wei/s weder Lehr, noch Hol *) Vql. Lehr. 34 Z. 22 f u. 10-14. 6 ) Vgl. das. 98. ,') Dos. 34 Z. 15 f. 7 ) Vgl. das. Z. 1, 6,10 f, 27. 8 ) Vgl. das. Z. Iß-. 91 1 Vgl. das. 35. ">) Erfindung. ") Lehr. 43 Z. 6 f. ") #"•'•? f- 7 v. u. '■') Vql. das. 43 Z. 8 u. 12 f (u. in andern gelefsen). ) H?'- *»• Z. 27 f (rethen) u 29-31. n ) Boa. Z 9 f. '«) Vgl. das. Z. 19-21. ) Instruction aus dem Folgenden, statt der Erzählung vom Baum aes ad- Oottes genant Jupiter zu Geifsmar Lehr. 44. Das benachbarte Geismar muß hier vor Frankenberg weichen ; vgl. den nächsten Absatz u. unten Bl. 14'a. 392 Stadtchronik. uwer das lant Libia adder Affrica. Darvon findet man in dem Spigel der historien an dem 5. buche in dem 2. capitcle 1 ). Auch *bi. sb. in der *cronikcn von Strafsburg stehit von dusfsem Hammon ge- schreben, wie das he hornere an der stirn gehabt habe 2 ). Unde der bofse geist, der in dem apgotsbilde was, der für in eynen grünt bie der stad, unde geschach gar dicke vile gespuckenisfses dar- selbis. Hirumbe wart der grünt genant der Tufelfskeller. Darna wart he darufs verbannet unde ferner von der stad vertreben in eyn gewiltenisfse nach uffganck der sonnen, dar sich der tufel gar vile unde dicke herscheynte. Hirumbe wart die stedde genant Hammonhufsen 3 ). Darvon kummet das sprechwort, das man pleget zu redden, wy das eyn man were zu Hammonhufsen, genant der stareke tufel. Unde der tempel des apgots 4 ) was eyn geringe ge- buwe. Unde wart gewyhet in die ere sent Michahelis unde sent Peters 6 ), wante sent Bonifacius plag gemeynlichin die kirchin z u wyhin in der tzweyer heyligin ere e ). Unde so ist Franckenberg vor- malfs an heydenschem glouben gewest vilna 200 jare 7 ). «bi. sab. *(Hir sal stehin sent Bonifacius by dem tempel defs apgots unde prediget unde touffet das fulck zu Franckenberg.) :l ) »bi. 6'«. * Dy von Franckenberg hattin vormalfs ire dodingrafft nach heydenscher sitte busfsen der stad an eyner wüsten stedde, dar wart gesehin eyn geist in der gestalt eynfs moren. Hirumbe kreig die stedde den namen Geistmore 8 ). Darselbis enstunt keyne kirche noch keyn hufs, wante die heyden enhetten nicht groifs gut genommen, das ymant so vermesfsin gewest were unde by den dodin- grafftin gewonet hetten. Nachdemmale nu die nuwen Christen zum Franckenberge ire eidern unde frunde zu Geifsmor begrabin hatten, hirumbe so lifsin sie die stedde wyhen unde behilden dieselbi» vorterfs zu eyner grafft 9 ). Darnach wart eyne kirche dar gebuwet unde gewyhet in die ere sent Mertinfs 10 ). Alsus hilden die von Franckenberg sent Mertin auch vor eynen patronen, in- aller mafse sie dadin sent Michaele unde sent Petern. Alfs nu die Sassen vernamen, das die Hessen den christen- glouben entphangen hatten, du wurden sie gantz grymmick uwer dusfse lande 11 ) unde dodin en vil mee verdrisfses ane, dan y vormalfs gescheen was. Nu was zu der tzyt eyn kunnig von Franckricb, genant Hilperich der II.12), der 13 ) krotte sich des regements 14 ) unde a) Ausgeführt. *) Vinc. 5, 2 Z. 31 Hammoni, deo Libie. 2 ) Königshofen (Kap. 1) 300 Z. 27—30 (Hamon). :l ) Vielleicht die 1305 Hademanneshusen u. U8* Hamerzhusen genannte Wüstung. Vgl. Landau, Wüste Ortschaften 220. *) *" Frankenberg; vgl. Register Nr. 4. 6 ) Construetion aus dem Folgenden- ") Vgl. Lehr. U (Geismar!, Peter), 45 {Ohrdruff, Michael), 52 (Fritzlar, Peter, Amoneburg, Michael). i) '52& bis '716'. s ) Erfundene Namenform /»' Geismar. Vgl. oben S. 391 Anm. 17. 3 ) Vgl. unten BI. 14'a. '") Ab ' weichung von Lehr. 44 (nach der Thüringerchronik) ; s. oben Anm. 6. Vgl. unie» BI. U'b. ") Vgl. etwa Lehr. 44 unten. ,2 ) Nach Lehr. 44 seit 72<> regierend. l *J Lehr. 43 nur der konnig von Franckrich, wobei v. Fr. auf Sasu' steht. Lehr. 42 Clodoveus, nach Lehr. 44 bis 718 regierend. N j Vorl. Sehr abgekürzt aus der Erfindung Lehr. 43 Z. 31—38; verstoret wird dort der a l>?od. .. } Zusatz. Der Name a. a. 0., aber für den Berg. 12 ) Register f r - Hl zum tzweytin (male). ") Register Nr. 111 zum driten male. ") Erfindungen. Vinc 24, 148 (unten neu citiert) Z. 60 f nur: anno (Leonis) VI. £m°1us Saxones debcllat. ,6 ) Vgl. Lehr. 43 f. '") S. Anm. 14. I7 ) Vgl. Uhr. 8. ■») B cr Volksname Ostsassen das. 34 u. 58. ,9 ) Vgl. das. 24. .) Bei Vinc. 24 157 Z. 22 kommt der Ausdruck antiqua Saxonia vor, aber nicht l « Bezug auf Westfalen, sondern im Gegensatz zu Neuerungen der gens Mefdorum. ' Vgl. Lehr. 8. ' '*) Vielmehr Saxonia antiqua, id est Westvalia; Rol. 62 /j. y- ». u. Vgl. Lehr. S m. Anm. 10. — Die ganze Auseinandersetzung soll wohl den erfundenen Volksnainen Altensassen decken helfen. Vgl. oben S. 386 mit Anm. 6 . « )Vg l. Lehr. 22. 1Q4 Stadtchronik. franckcn, darumbe das alle lutsche lande herwert Rynfs geheifsin wurden Oistfranckcn. Des findet man auch die worheyd in der legenden saneti Kyliani 1 ), unde auch sent Wilhildis 2 ), unde der- glichin nach me, dar geschrebin stehit: in Orientali Francia; das dudet Oistfranckcn. Damach quam sent Bonifacius in Doringen :1 ) unde predigete, larte, »hi 6a. douffte unde bekarte das folck 4 ). Unde alfs er das lant zum * a )chri- stenglouben bracht hatte 5 ), do boden sie en, das er verschaffin wulrie, das en von irme kunnige unde kern eyn frumme, dogentlicher rittet gesant wurde vor eynen houbtman, der sie beschulte unde beschirmete. Efs geschach auch, wante kunnig Diderich von Franckrich sante en eynen dogentlichen, brummen graven, genant grave Ludewig") von Stouffen. Das folk nante den hern: der grave mit dem barthe; darumbe das er sinen bart nicht scheren lifs. Der grave wart in das lant ge- satzst vor eynen vicedom unde zu eyme lantrichter 7 ). Hirumbe wart er auch geheifsin: der landefsgrave. Unde eme wart Vorteils be- volen, das he dry lantgerichte y defs jarfs besittzen sulte umbe der dinge willen defs gemeynen nottzes 8 ). Darna wart ufs den dryen hohisten dingen das fircle lantding ufsgelacht. Alfs man das lefsit in der Doringer croniken 8 ). Plirvon quam efs uff, das man auch in Hessen y defs jarfs dry adder fire dinge haltin sal in yder stad unde in ydem gerichte umbe des gemeynen nottzes willen lü ). Sidder der tzyt han die kunnige, fursten unde hern gebotin, sulche dinge z u halten. Darumbe so spricht man: das ding unde gebotin ist; darvon heifsit efs nu undegebotin ding 11 ). Bie disfsen getzyten do hatte kunnig Diderich von Franckrich eynen mog in syme hoffe, genant Ludewig, der was gar eyn") frummer, wifse 1 herre. Demselben gab er das lant zu Doringen unde zu Hessen unde machte en zu eyme hertzoge, mit sulchem bescheide, das er sulte das lantgerichte der dryer dinge mit dem lantgraven in foller macht getruwe- lichin hanthaben. Alfso quam die stad Franckenberg in das 13 ) hertzog- thum, die vormalfs bie 210 jaren gewest was der kunnige vdn Franckrich- Wywol nu der hertzog von Doringen unde Hessen das lant ynnehatte, ydoch so namen sich die Franckrichschin hern auch vil regements ane, alfs kirchen unde stiffte zu buwen unde derglichen; da endorffte der hertzog a) Blattzahl 4. ') Vita s. Kiliani posterior, Thesaurus monumeniorum hg. v. Basnage 3 M 175 Z. 18 — 17 V. u. in provinciam Gcrmaniac devenit, quae ab incolis terrae ip sl,,s , Orientalis Francia vocitatur; ibique in oppido, quod Wirzeburg . . . dicitur; vgl- 1" Z. 22; 176 Z. 8; 177 Z. 14 v. u. 2 ) Vita sanetac Bilihildis, Collcciio scrif torum Wirciburg. hg. v. Gropp 1, 768a Z.2; Vita alia das. 788b Z. 2 v.u. •»? beiden Stellen: in Orientali Francia. n ) Lehr. 45. ') Vgl. das. 45 unten ) Vorl. So das volck getaufft war. ") Der NawC taucht in der Lehr, erst 84 Z. 1 v. u. auf. ') Vgl. Lehr. 47 f. ") Vgl das. 48 /■ 9 ) Das. 49. '") Vgl. Enterich, Frankenbcrger Stadtrecht Bl. 58. Von ungeboten dynge. — Man sal uff die tzyt ruegen allen gebrechen defs gemeynen nuttz |S - — Zu dusfsin ungebotin dingen, der dry [!] ym jar synt. Zu 'adder fire' s. unten Bl. 10'b. n ) Emerich a. a. 0. richtig: Ungebotin dingk hait darumbe 'l en namen, daz man nymants dahyn gebiten sal, alfs t/.u andern gerichten. Gcrst. uftt^ Bl. 10'b gemeyne dinge adder ungebotin dinge. '-') 'dogentlicher' der Vorl. W 1 ausgelassen, oben dem andern 'Ludwig zugeteilt. ,3 ) Vorl. wart das lant ey n# Stadtchronik. 395 nicht insagen adder nicht darintragen, want er was under der krönen von Franckrich gesessen 1 ). Nach dem dode hertzog Karoli Marcelli 0 -) do dadin die Altinsassen aber vil Schadens in Hessen 2 ). Nu * hatte hertzog Karolus *bi. et>. eynen soen gelafsin, genant hertzog Pippin gnanus, das dudet tzwerch 3 ). Unde er wart hirnehist eyn kunnig zu Franckrich 4 ). Derselbe kunnig Pippin hilt vile rutterye, insunderheid zum Franckenberge, geyn die Altinsassen 5 ). Derglichin lag auch hertzog Ludewig, der lantherre, darselbis. Alfso geschach cfs zu eyner tzyt, das die Altensassen wultin tzihin in Hessen, unde quamen die Lengein6) herane unde lagertin sich in eynen grünt. Des wurden die Christen unde das Franckrichsche folck gewar, unde tzogen in der nacht ufs geyn «ffganck der sonne'), wole eync mile von Franckenberg, unde wulden "wer sie fallen in dem slaffe*). Alfso wurden sy des gewar kortzhchin, ab er sie enhatten der tzyt nicht, das sie zu stryde mochten reyde werden»). Hirumbe wurden sie fluchtig. Da fulgeden en die Christen unde stredin mit en unde gewonnen en den stryd ane. Uff derselbe stedde slug das Franckrichsche folck eyne kemmenode uft, Un de nanten sie Franckenauwe 10 ). Unde da die Altinsassen irst ? el egin hatten, da wart hirnehist eyn dorff, genant Aldendorff 11 ), darumbe das dy Altinsassen dar geruwet unde gelegin hatten«). Perglichin zu eyner andern tzyt han die Altinsassen bober Francken- be rg sich geyn die Christen gclegert, darvon dieselben moelstedde a «ch den namen kregin han, genant Alderfshufsin 13 ) unde auch Alden- dorffU), Darnach alfs man schreib nach gots geburt 752 jar, du 752. tzoch kunnio- Pippin 15 ) unde hertzog Ludewig mit ganezer macht uw er die Sassen unde hattin vile stryde mit en '«)• Darnach uwer 4 Jar tzoch der kunnig aber 17 ) mit foller macht uwer die Sassen unde 7S 6. zu brach en mench stoltz slofs, unde slug er ane tzael doit; unde Wanck sie, das sie eme musten alle jar tribut unde sold geben« 8 ). ^ lf s man das auch lefsit in dem Spigel der historien an dem 24. b «che in dem 154. unde 158. capitelen l9 ). Auch schribet efs eyn- teilfs meister Diderich Engelhufsin 20 ). a ) Ss. hier scheinbar Martelli. .. ') Lehr. 51 f. ") Zum Wortlaut vgl. oben S. 389. — Fast der ganze Absatz Erfindunq. 8 ) Vgl. Lehr. 50. ") Vgl. das. 55. s ) Zum Wortlaut vgl oben S 390 °) Der Lengelbach /liefst oberhalb v. Ederbnng- wusen von 'rechts in die Eder. ') Vgl. Lehr. 29 Z. 18 f (Sachsen kämpf 1. J. T°)- s ) Vgl. das. 30 Z. 17 f (Sachsenkampf i, J. 530). ") Vgl das. *« Z. 13-18 (Sachsenkampf i. J. 1075). ,0 ) Vgl. oben S. 389 (Fr. in Hessen). Zum Wortlaut vgl. das. am Ende (Erankcnbcrg). >') Allendorf siidwcstl. v. Frankenau. «) Vgl. oben S. 386 Anw. 6; 393 Anm. 22. ") Aldershausen, Wüstung an der Eder qeqenüber Birkenbringhausen. Vgl. Landau, Wüste Urt- sfwften 212 f. ") Register Nr. 283 A. uff der Auwe: Allendorf bei Battenberg. ) Register Nr. IIA zum zweytin (male). I6 ) Eier liegt zu Grunde Vinc. 34, 154 (unten citiert) Z 48 f Pipinus rex contra Saxones pugnat. ") Register Ar. 114 J"m dritten male. ,8 ) Dies nach Vinc. 24, 158 (unten citiert) Z. 13-15 Pipinus jortiter Saxonum mnnitiones irrumpit et post multam stragem eos sub tribiito redigit. ) S. d. vor Anmn 2U ) Engclhus 1059 Z. 56 f Saxoniam impugnant Franci per £ r aedictos Pipinum et Karolomannum; 1060 Z. 4 f Pipinus pugnat contra Saxones in ^axonja antiqua et nova adhuc infideles, circa Rumc et Wesera flumina; 1060 A. <«<< Pipinus herum intrat Saxonia nani. •3q6 Stadtchronik. Darnach alfs kunnig rippin gestarp'), do versamptin sich di e Altinsassen mit gantzer macht. Nu enkondc hertzog Ludewig von Doringen unde Hessen den Sassen allcyne nicht widderstehin. 775. Hirumbe 2 ) tzogen sie in Hessen unde dadin grofssen schaden. Das *bi. 6a. geschach nach goddes geburt do man schreib 775 jare"). *Nicht lang e darnach quamen sie widder unde verbrantin auch Fritzlar, ufsgescheiden die kirchen, die sent Bonifacius gebuwet hatte, die mochte nicht bornen- Alfs man das auch lefsit in dem Spigel der historien an dem 24. buche in deme 170. capitele*). Auch in der legenden sancti Wigberti 6 )- Nu hatte kunnig Pippin a ) eynen soen gelafsen, genant kunnig Karolus der grosfse 6 ); derselbe schickte hcrtzoge Ludewige in Hessen vu guter soldenere 1 ). In derselbin tzyt quam konnig Karolus von Franckrich, vorgenant, mit gantzer macht dem hertzoge in Hessen unde den Christen zu hui ffc, unde tzoch mit dryen heren geyn die Sassen 8 ). Der here b ) lag eynfs zum Franckenberge. Nu woren ZU derselbin tzyt die Sassen uwer die Edern getzogen, unde sammeltin sich zu Gcifsmar, unde wulden vorters uwer die Christen tzihen. Do *bi. ci.. das vernam kunnig 'Karolus, do tzoch er mit syme fuleke heyme- lichin ufs, unde legerte sich geyn sie in eynen grünt zu der Edern wert, unde hertzog Ludewig mit den andern Christen tzoch strack entzu. Alfs die Sassen das vernamen, do versenckten sie er geh unde gut in eynen born, uff das sie efs behaltin mochtin. Darvon kreig der born den namen, genant der Sassenborn. Unde da der kunnig lag, das heifsit noch hudebytagc: defs kunnigis grabe. Alsus quamen die Christen an sie tzusschin Franckcnberg unde Francken- auw 9 ) unde stredin mit en, unde gewunnen den stryd unde slugen er vil tusent toid. Do sprach kunnig Karolus: 'dusfse feltmarg sal gefryet unde tzehintfry sin zu ewigen getzyten'. Defs hifs das fulck dieselbin stedde das c ) Altefeit 10 ), darumbe das die Altensassen dar niddergelegin hatten 11 ) unde so vile tusent toid blebcn was 12 ). »bi. ü'aij. *(Hir sal stehin, wy konnig Karolus mitsampt .den Christen eynen grosfsin stryd gewynnet geyn die Altinsassen adder West' phclinge uff dem Altinfelde.)' 1 ) *bi. 7». *°) Alsus kreig der kunnig Karolus sonderliche gonst zu der seligen stedde Franckenberg, nachdemmale er mit goddes hulffc syne fyende darselbis uwerwan; unde halff dartzu, das hertzog Ludewig die stad grosfser machte 13 ). Alfso wart der stad alte murc gruntlichin abegebrochin unde ufswert geruckt unde sonderliche gey 11 der Edern unde uff der Heyde 14 ). Defs machtin sie funff porten l5 )> wante sie hatte vormalfs 3 porten gehabt 14 ). So buwetin sie 3 torne a) Pippin am Bande nachgetragen. lj ) 11s. lieer. . fnacht unde gebuwet mit 5 porten unde dartzu mit 20 guten tornen.) 1 ') a ) Hs. das. t>) Ausgeführt. > ') Böddcnau südwestl. v. Frankenberg. 2 ) Diese Berufung wohl 10UI- 'jurheh. *) Lupus, Vita Wigberti Kap. 15 in flumcn Adranam. Vgl. Lehr. j/., 1n - Anm. 8. 4 ) Asschrouffe/ s ) Wehrgang. a ) Linnc war wohl irüh er ein Dorf. Seine Lage bezeichnet die hinner Mühle, südsüdöstl. v. Fran- iicnberg. Vgl. Landau a. ' a. 0. 209 f. 7 ) Die v. Linne; s. Landau 210. > "gl. Anm. 6. 9 j Unten Bl. 22 b (Lehr. 207). '") 20, darunter 2 nuwe 3g8 Stadtchronik. *bi. 8». * a )Nu sal man vorterfs sagen von den gassen unde bornen der stad'). Von irst von dem slosfse herabe bifs da der kirchoub wendet unde vorterfs geyn den mittag die gassen ufs bifs an der stad mure das heifsit an dem Burgberge, darumbe das die burgmanne unde die eddellude dar wonetin. Von dem kirchoube dy grosfsen gassen herabe bifs an den Grofsfsen born das heifsit un dem Marte. Derselbe Grosfse born ist 18 gloftern tiff; unde wart so geheifsin darumbe, das he der groiste ist. So wart uffert dem Marte eyn born gemacht unde genant der Martbom; der ist 10 gloftern tiff. Vorters von dem Grosfsen borne bifs an dy Lynnef- porten heifsit die Lynnergasse. Von dem Marte bifs an die Gemeyn - porten heifsit an der Strafse. Want zu der porten neechet sich die lantstrafse von dem Ryne bifs in Westphalen. Darnach wart efs genant die Tichgasse, nach der Tichporten. In derselbin gassen wart eyn born gemacht, der ist 16 gloftern tiff; genant der Under- born. Von dem borne an bifs nach uffgange der sonnen das heifsit in der Undergassen. Da safsin vile wollenwebere. Von dem Under- borne bifs an den Burgberg das heifsit an dem Hepenberge. Wante dar safsin etzliche tageloner, dy in den wyngarten die wynreben mit den hepen besnedin. Nu worin zu der tzyt vile wyngarten geynsyt der Edern; darumbe wart efs genant der Wynberg. Da r ' nach uwer vile jare vergingen dy wyngarten meystenteyl. Sunder dar was eyn trefflich stam zum Franckenberge, genant die Goze 2 )> die lifsin ire wyngarten arbeyden unde hilden sie in gutem gerache, so das uff das letzste nymants keynen wyn tzoch, wan alleyne die Goze. Darumbe kreig der berg den namen von en 8 ), genant der Gozberg*). Vor der Gemeyneporten adder Tichporten bie der mure *bi. 8b. bifs an dy Lynnerporten *da safsin ackerlude. Unde heifsit die Hinder- gasse. Von dem pharhoffe die gasse nach uffgange der sonne n bifs an den Asschenborn 5 ) heyfsit die Mittelgasse, darumbe das sie mitten in der stad 1yd. Derselbe born wart so geheyfsin darumbe, das er in der Asschergassen 1yd. Unde ist 14 gloftern tifl- Zusschin dem Marte unde der Mittelgasscn ist von dem raidhufs e cyne enge gasse bifs an die Heyde, die heyfsit dy Huntgasse, darumbe das vile hunde dy knochin von den fleischschern 6 ) darinne gnagen. Von der schule by der mure abe bifs an die Roddene- porten das heifsit an dem Hinderberge. Von dem pharhoffe die gasse herabe bifs an dy Roddeneporten das heyfsit an dem Paffen' berge. Wante darsclbis wonetin die paffen. Von dem grofsen pule in der Mittelgassen herabe nach der Edern heifsit an dem e Leckerberge. Want da safsin spennerschin, kemmerschin, ncderschin unde andere gute dirne; dar gingen dy lichtsynnigen gesellen z u > unde geschach vile leckeryge darselbis 7 ). In der Mittelgassen w ar eyn born gemacht bie den fleischschern 6 ), unde wart genant der a) Blattzahl 6. l ) 8. oben 8. 396 Arm. 15. 2 ) Gozo, Goz; vgl. z. B. HUB. I l ??? u. 3, 568 (Begister). ») Irrig. Vgl. Landau ZHG. 3, 166 f. ') v % mehr Gofsberg; 1250 Gasberch, s. Landau das. 167. B ) Unten S- iy Asscherborn. ") Flcisc/ibänken. ') Vgl. unten Bl. 31 b strata . . . lenonu« 1 - Stadtchronik. 399 Fleischborn. Unde ist 16 gloftern tiff. Bie deme borne wart gemacht eyn gefangenstock vor die missetedigen, darbie stunt eyne sule mit halisysen unde schandesteynen; want efs ist mitten in der stad. Von dem Fleischborne dy gassen herabe geyn die Edern heyfsit in der Steyngasscn, darumbe das efs was eyne steynkute, da man vilc steyne gebrochin hatte von irst zum slosfse. In derselbe gassen wart eyn born gemacht, genant der Steynborn. Der ist 12 gloftern tiff. Von der Steyngassen bifs an die Roddenc- Porten heyfsit die Roddenergasse. Von der Roddeneporten unden her bifs an die Wasserporten heyfset in der Delebrucken. Dar safsin auch ackerludc unde lauweri). Nu ist efs gemeynlichin in der gassen unfledig unde tiff, das man wole *behubete uwer dele unde ander' holtzer zu g-een; hirumbe heifsit efs buche in der Delebrucken. Von der Mittelgassen herabe bifs an die Wasserporten heifsit in der ^middegassen. Wante so die Franckrichschin hern unde die Christen wulden tzihin geyn die Altensassen, so tzogen sie dieselben passen herabe; unde wan sie widderquamen, die gassen uff. Auch so "dden die reyfsener die gassen uff unde abe in die trencke; want der tich was zu der tzyt nicht gemacht 2 ). Hirumbe safsin in der gassen vile harnesschere, sporcr, swertphegere unde hubsmidde, urnbe der reyfsener willen. Von dem Grosfsen borne herabe bifs an den Asscherborn unde vorters bifs an die Asscherporte heyfset £ fs in der Asschergassen. Wante in der gassen woneten vile asschen- bornere. Darnach wart efs geheifsin in der Geifsmargassen, nach der porten. Von dem Asscherbornc herabe geyn die Edern heifsit efs in der Stoubegassen, von dem stoube der asschin. Wante assche unde stoub sint na by eynander, alfso sint auch die Asscher- gassc unde Stoubegasse. Auch wonetin vile lynwebere unde 1<0 rssenere darselbifs: wilche tzyt die ire werekstedde reynigetin unde mit befsemen kertin, so quam der wynt unde machte eyn groiis gestoube. Von der Smiddegassen unden bifs an die Geifsmarporten heifsit efs in der Riffegassen. Want die sonne plag seiden in dem w ynter daryn zu schinen, so das der riffe unde sny sich dar plag ^|enthaltin. Darvon kreig der torn auch den namen, genant der ^nensteyn. Von der Geifsmarporten uff bifs an die Lynnerporten »eifsit efs uff der Heyde. Wante da itzunt dy Heydekirche unde der stad mure ist, dar worin vile bolwercke, bergfridde unde bloch- hufse uffgeslagen, umbe der Altinsassen willen, die dan stedicklichin das Franckrichsche") lant unde die Christen anefochten. Unde was ^°rrnalfs busfsen der stad 3 ). Unde tzusschin den bolwerckcn unde d £ r *rechtin mure da stunt vile heyde; darumbe wart eis genant *bi fi>. u « der Heyde. Von der Geifsmarporten uff bifs an dy Lynner- Portcn zu der mure wert da heyfsit efs in der Schurengassen, darumbe das ytel schüren dar stunden, da dy lüde ire stro unde hauw y nne hatten. Unde hinderwert nehist by der mure da stunden y de gaden, da dy lüde ire fruchte uffschotten; hirumbe hifs efs in *) Hs. franckrissche. ') Gerber. ') Vgl. unten Bl. 16 b (Lehr. 229). ") Vgl. oben S. 396. 400 Stadtchronik. der Gadengasscn. Wante nymants muste syne ungedrosschin fruchte, hauw adder stro nicht in syn hufs legen, umbe fures willen unde gebrochs wassers halbin. Der grosse torn by der Heydekirchin wart genant der Hoestock, darumbe das he der hoeste ist. Auch machtin sie czwo grosfse wasserkuten, eyne uff der Heyde, genant der Hcydepul, die andern under dem kirchhoffe, genant der Kirchpul. Auch buwete die stad eyne schone steynen brücken uwer die Edern. Nu was eyn gut steynweck von der Wasserporten bifs an die brücken, unde das wasser ginck zu der tzyt in eyme staden under dem Wynberge hynabe. Czusschin dem wasfser unde der stad was eyn grofs gehufse unde eyn schone hoff gebuwet, dar man futer unde broit gaff; hirumbe so wart der hoff genant der Futerhoff. Darselbis plagen sich dy Christen zu legem unde zu sammeln, wan sie wulden tzihcn uwer die Altinsassen. Want sulch groifs folck enkonde sich nicht alle in der stad enthalden. Defs zu eyner worheyd so heifsit die stedde unde gartin nach hudebytage der Futerhoff. Von der Roddencporten ginck der steynweck durch, alfs itzunt die nuwenstad lyt, unde ginck vorters bifs gensyd, alfs itzt der Gorgenberg 1yd. Von derselbin porten ginck zur rechtin hant auch eyn steynweck bifs in die Edern. Von der Geyfsmarporten ginck der steynweck in die Asschenschrouffe, bifs in den bach. Von derselbin porten ginck auch eyn steynweck den umbeweck abe. Von der Lynnerporten gingen dry steynwegc *bi. 9a. Eyner zur lyngten hant der ginck ferne in das feit. * a )Der mittelste ginck in die Oisterna, bifs in den bach. Der dritte ginck zur rechten hant uwer die gemeyne. Darselbis deylte er sich; want eyn teil ginck zu der strasfse, bifs an den berg, das ander teyl ginck die gemeyne abe, bifs da itzunt der Gorgenberg 1yd. Von der Tichportcn ginck der steynweg uwer die gemeyne, strack bifs da itzunt die leymekute ist 1 ). Derglichin woren in der stad durch alle gasfsen gute steynwcge. Unde uff dem Marte -unde in der Mittelgasfsen da enworen keyne mistenstedde, sundern die tzwo gasfsen woren gantz unde gar steynwege allen enden durchufs 2 )- Wante darselbis wonetin gastheldere, wirte, herbergirer, kremere, koufflude unde uwerswenclichin richer lüde 3 ). Dartzu so wurden vilc schöner hufse gebuwet. Unde quam die stad Franckenberg' zu grofsfsen eren 4 ), alfs man hirnach wole hören sal 5 ). So nu die Christen unde das Franckrichsche folck die Altensassen, wy vorgeschrebin stchit 6 ), bestredin hatten, du tzogen sie vorters uwer die Edern bifs uff die Nune 7 ). Da legertin sie sich, unde slugen blochhufser, boelwercke unde festen uff, darinne sie sich enthalden konden. Dar buwetin sie auch eyne kirchen, dy ») Blattzahl 7. ') Vgl. unten Bl. 16 b (zu 1288). s ) Da/s dies später anders geworde» sei, sagt G. unten Bl. 17'b am Ende. *) Vgl. etwa Limb. Chr. 27 %■ lb j. alle gafsen . . • waren vol lüde u. gudes. *) Vgl oben S. 388 m. AnW- 0 (Limb. Chr. 27). h ) In den Erzählungen über die Kaiserzeit Karls d. y 1 ' ") Oben S. 396. - Auch das Folgende Erfindung. 7 ) Die Nuhne /liefst unterhalb v. Frankenberg von links an die Eder. 9b. Stadtchronik. 40 1 wart von dem folcke geheifsin die Franckenkirche x ). Darvon kreig der wald auch den namen, genant das Franckenholtz. Unde tzogen vorterfs uwer die Nune. Dar buwetin sie auch eyne nuwe kirchen, in die ere sent Dyonisius, der dan eyn a ) patrone ist in Franckrich unde zu b ) Paryfs begraben ist 2 ). Darvon hat das dorffnoch hude- bytage den namen, genant Nuwenkirchen 3 ). Alsus stredin die Christen geyn die Altinsassen, unde gewonnen vile stride, unde zu- brochin das veste slofs genant Sassenberg. Die andern tzwey heere konnig Karoli, da vormalfs von geschrebin ist 4 ), die tzogen an andern enden uwer die Sassen, unde god gab dem kunnige groifs glucke mit striden unde gewynnen 5 ). Darnach do man schreib nach gots geburt TJ"J jare, du tzoch der kunnig widder uwer die Sassen. 777 Da floch hertzog Widdekynd von Altinsassen adder von West- Phalen«). Da zubrach en *der kunnig mench stultz slofs unde vil *bl guter kemmenoden 7 ). Auch verstörte er der Sassen uwersten unde hoestin apgod, genant Hermensul 8 ). Unde vorterfs so tzwanck er sie dartzu, das sie eme hulden musten, gereddin unde geloben, sie Luiden Christen werden 9 ). Alfs man das auch lefsit in dem Spigel d er historien an dem 24. buche in dem 170. unde 171. capitelen 10 ). Auch beschribet efs eynteyl meister Diderich Engelhufsin in siner Toniken "). Darnach alfs man schreib nach gots geburt umbe 780 jare 12 ), u. 780 d u widdersagetin die Sassen dem kunnige Karolo, unde draden abe v .°u der huldunge, die sy em getan hatten 13 ). Du versampte er s 'ch, unde tzoch mit foller macht widder uff die Sassen 12 ), unde uwer- w an sie. Da libbertin sie dem kunnige al dygene, die sulcher abe- tredunge anhebere unde eyn oersprung gewest waren. Der waren "ertusent unde fünfhundert 14 ). Unde tzwanck sie vorterfs dartzu, das sie eme musten bürgen settzin unde gewifsheid thun, Christen Zu werden unde by siner huldunge zu bliben 15 ). Alfs man das au ch lefsit in deme Spigel der historien an dem 24. buche in dem '72. capitele 16 ). Defs entphingen die Oistsassen den christenglouben. N u was eyn gut slofs 17 ) in Westphalen, genant der Berck, die enwulden ■) Hs. eyne. i>j Von fremder Hand verändert in bey. I„. ') Sie lag bei Hommershausen nordnordivestl. v. Frankenberg ; s. Landau, Wüste Ortschaften 218. 2 ) Vgl. Lehr. 40 (Dagobert) m. Antii. 3 u. 7. Im °M Gitterten Chronicon Martinianum heifst es El. 74 von Dagobert: ecclesiam ■ Dionisü Parisius edifieavit. ;) ) Neukirchen loestl. v. Sachsenberg. 4 ) Oben ö. 396 (mit dryen heren; eynfs zum Frauckenberge). 6 ) Vinc. 24, 170 Z. 10 W- oben S. 396 Anm. 8) ei victoria provenit in omnibus. 6 ) Vinc. 24, 171 *■ H f Wintichindus, dux Saxonum, in Normanniam fugit. ') Vinc. 24, 170 «• 27 ff Karolus Saxoniam velut tempestas proterit, munitiones irrumpit. *) Vgl. ■ Lc/ «'. 57 oben. ") Vinc. 24, 170 Z. 29 ff et ad hoc eos impellit, tit se et Patriam ei dedant et . . . se christianos futuros spondeant. 10 ) S. die vor. Anmn. > E ng- 1061 Z. 25 ff. J ") Lehr. 58. la ) Vinc. 24, 172 Z. 9 Saxones re bellant. «) Vinc. 24, 172 Z. 10 f et a Karolo bello victi sediciosos usque ad Vjattuor milia d ei tradunt. 16 ) Vinc. anschlicfsend et obsides ei tribuunt; 24, ~"+ (0 Z. 15 ff paciseuntur, 111 ingenuitatem suam et omnia perdant, si unquam a ndelitate Christi et regis desistant. ir ') 172 u. 171. S. d, vor. Anmn. 17 ) In *»■ Vorl. eine sta id. 16 402 Stadtchronik. nicht Christen werden. Hirumbe tzoch kunnig Karolus darvoi mit herekrafft, unde gewan efs, unde verstörte den apgod'). Da was der grosfse hertzog Widekynd von Westphalen adder Westsassen adder Altsassen 2 ), der tzoch zu felde geyn kunnig Karolum, unde stredin vaste geyn- ander. Zu eyner tzyt ginck der hertzog in der gestalt eynfs armen beddelers in defs kunnigis heere, zu herfaren die vvereke unde die geschichte der Christen. Unde das was uff den guten frytag, unde bleib alfso heyme- lichin in dem heere bifs uff den oistertag. Uff das letzste wart der hertzog von des kunnigis dyner eyme herkant unde begriffin unde wart vor den *bi. 9'a. kunnig bracht. Alfso sprach der *kunnig Karolus: 'was haistu zu schaffin in mytne heere'? Der hertzog antwerte: 'ich wulde in dusfser tzyt herfaren die geschichte der Christen'. Der konnig sprach: 'was haistu dan gesehin . Er antwerte: 'ich han wunderwereke gesehin, das ir Christen dusfse vergangen tage so betrubitlichin gelebet hat unde hude hat ir zumale eyn schone kynt gessen; ich sahe a ) efs in menchin gar lieblichin gan unde auch in menchin gar tzornlichin gan'. Unde bath den kunnig, das er en uffneme zu dem heyligen christenglouben. Der konnig wart des herfrauwet, unde larte den hertzog den rechtin glouben, unde lifs en douffen unde wart sin petter. Alfs nu das folck das horte, du lisfsin sie sich alle douffen unde wurden Christen. Defs lifs der kunnig mench tusent Sassen füren in Francken unde so vil Francken widder in Sassen, uff das sie ewig- lichin eyn folck weren unde eyntrechtlichin bieben*). Alsus schribet meistcr Diderich Engelhufsin und 1 ') meister Hinrich Rofsla in der Sassen croniken b ). Unde alfs Gorge Alten von Nurenberg schribet in syner croniken, so woren dannoch etzliche in Westphalen, die den christenglouben dicke verlouckent hetten, ungeachtet er eydefsplicht. Uff das nu konnig Karolus ire widderspenickeyd mit forchte der straffe stillen mochte, so sattzste er heymmeliche richtere, den gab er gewald, alfsbalde sie ymant, der gesworn unde widder syne plicht gethan adder sust eyniche missetad begangen hette 4 ), denselbin alfsbalde zu straffen, an eyniche furheysschung adder beschirmunge. Unde dartzu herwelet er dapper manne unde hep' hebere des rechtin, by den man sich nicht vermutet, das sie dy un ' schulligen verfulgen wurden. Unde alfs aber darnach erbare unde mittel' mesige manne dicke in den weiden an den stricken hangende gefonden wurden, da brachte sulchs den Westphelingen grosfsen schrecken unde behilt sie alfso in dem rechtin glouben. Dufs sint Gorgen Alten wurte von Nurenberg in siner croniken 5 ). Von sulcher verlouckunge unde herschrecken der Altinsassen findet man auch in dem Spigel der historien an dem 24. buche in dem 175. capitele 6 ). *bi. 9't>. *Darnach alfs Karolus was Romscher keyfser wurden 7 ), do g e ~ dochte er an die stedde, slosfse unde plege, da he gelegin hatte, die Sassen zu betzwingen, unde begifftigete dieselbin mit grosfsen Privilegien. Alfs der stad Franckenberg, die dan was eyne port e defs lants geyn die Westphelinge 8 ), der gab he vile fryheid, mit gonst hertzog Curdes zu Doringen unde zu Hessen"). Unde alfs man 810. schreib nach gots geburt 810 jare, du lils der keyfser die altio a) Hs. saha. h) und—croniken um Bande mit roter Tinte eugeßP' Vgl. Lehr. 59 Anm. b. ') Vorl. genant Jupiter. — Vgl. Lehr. 58. ") Vorl. nur Wests, adder Westpb' ;l ) Lehr. 58 f. 4 ) S. das. 59 Anm. 11. 5 ) Das. 59 f. G ) Vinc. ^. 175 Z. 21 f Saxones in fide dei et fidelitate regis vacillant; Z. 30 ff virtute Karo conterriti reddunt se Christi et regis fidcTitati. 7 ) Vgl. Lehr. 60. ') "", oben S. 386 f. 9 ) Vgl. Lehr. 61 f. Stadtchronik. 403 kirchin zum Franckenberge gruntlichin abebrechin unde eync besser a n die stedde buwin, in die ere unfser frauwen sent Marien, mit grofsem Romschen applafs unde gnade. Hirumbe heifset efs l ) das applafs unde nicht die kyrmesfse. Dieselbe nuwe kyrche die reychtc Wabe bifs vor den chor, da itzunt des heyligen cruttzes altar stehit. Unde sanctus Lullus, ertzbisschoff zu Mentz, der wyhede') d ie kirchin von defs keyfsers geheifse. Unde das datum ludet metrice alsus: octingentenos salvatoris quoque denos 810. post annos istam Karolus construxerat aulam; item: templum sacrari Karolus iussit reparari officio Lulli, tantum non presulis ulli 3 ). Porters so gab der keyfser fryheid dartzu, bynamen 9 tage lang. Hirumbe so ludet man die fryheid yn uff den sonabint, zu mittagc, v°r dem applafs 4 ), unde ludet sie ufs uff den montag nach dem lettzstin applafs 5 ), auch zu mittage. Unde vorterfs so bestedigete der keyfser die altin kyrmesfsen unde patronentage 6 ), alfs sent Michaelen 7 ), sent Peters 8 ) unde sent Martinfs 9 ); dieselbin dry ta ge sullen auch «>) f ry s i n unde bliben ummer unde allewege zu ewigen getzyteni'). * a ) (Hir sal stehin, wie keyser Karolus dy tzweytin nuwen *bi. io»b. k 'rchin zum Franckenberge lifs buwen, unde sent Lullus, ertzbisschoff zu Menttz, sie wyhede.) b ) *Vonstunt alfs god der almechtige sach die andacht des *bi. in«. kc yfsers unde des fulcks, unde die ere, dy siner werden muter sent Marien dar geschach, du begiftigete er die stedde mit gnade, ^eylsamkeyd unde seligheid ewiges unde tzytlichs guts. Want d urch die vorbede syner gebererynnen so geschaen vil czeychin *o menchem gebrechlichin krancken mentschin bifs uff disfsen tag. Hirumbe wil god der herre unde dy hymmelissche kunnigynne Maria an der seligen stedde Franckenberg hersucht, geeret unde gelobet werden. Derglichin hat god die stedde begnadiget tzyt- * ch s gutes. Want da herhub sich eyn bergwerck in eyme walde, üas druck vil goldes, so das der wald geheifsin wart Aurea, das ne nnen wir Auler. Sulch bergwerck hersuchtin die meistere von Vern landen, unde was groifs handel zum Franckenberge, unde ftunt in grosfsen eren. Auch plagen grosfse schare fulckes dar zu k ummen uff den vorgenanten 12 ) applastag, etzliche umbe troist geyn a ) Blattzahl 8. •>) Ausgeführt. x ) Nämlich der Kirchivcilietag. G. spricht im näclisten Absatz vom 'vor- t> c nanten applastag'. Aber er gibt weder hier für die 'neue' Kirche von { 810', ind UHten ( Sl 418 ) f är dic 'dritte' Kirche von l 1286' einen Weihetag an. Erst waem er dann zu 1316 dessen Neuansetzung auf Sonntag nach Juni 24 meldet, spricht er dort (S 426) nachträglich von einer Vermutung, das aide applafs sy f,f west «ff ..... vocem ioeunditatis. 2 ) Obgleich er schon 786 gestorben Z% wic Lehr. 60 richtig steht. s ) Vgl. oben S. 389 f m. Anm. 1. ') Kirch- wwesonntag. ») Octavc des Kirchweihesonnlags. °) Vgl. oben S. 392 f- °~6 v. u. ') Sent 29. 8 ) Gemeint ist Cathedra Petri, Febr. 22. Lf° ?• U- 10 ) Ebenso wie das applafs. ") Erfindungen. Vgl unten S. *** (jarmartte) in. Anm. 14. 12 ) S. oben Anm. 1. 26* 4°4 Stadtchronik. *hi. 10b. god, * etzliche umbe kouffens unde verkouffin geyn die werlt, etz- liche umbe gnade, etzliche umbe sonde, etzliche umbc beden, etz- liche umbe speien, etzliche umbc busfse dar zu thun, etzliche umbe schände zu begeen, etzliche umbe ire frunde zu suchen, etzliche umbe ire fygende zu beschauwen, so das mencherley folck ufs vil gebiden dar quam. Uff das nu keyn ungefuck dar geschee, so lifs herczog Curt etzliche syner dyenere defs obindefs in follem har- nessche durch alle gassen ryten. Da tzogen die bürgere auch iren harnessch ane unde ryten mit umbe unde verwartin die stad vor füre, vor verredderige unde vor anderm unglucki). Keyfser Karolus gab auch der stad Franckenberg dusfse nach- geschrebin fryheid, das man keynen ingesessen burger adder burgerskynt, wy uwel der getan hette, busfsin die stad in gefencke- *bi. io'«. nifs legen sal, sunder dieselbin misse-*tedigen in der stad mit g e ' fenckenisfse verwaren unde nach ere uweltaid sie an halfse unde houbete darselbis richten. Unde des zu orkunde gab der keyfser der stad das halfsgerichte, uff dry sule zu settzin. Darzu gab er der stad eyn swert, darumbe das sie uwer das blut richten sultefl, in aller mafse die von Alsfelt thun 2 ). Budet sich aber der burger adder burgerfskynt zu verantwerten unde der sache unschullig zu machin> kan he davor bürgen gesettzin bifs zum rechtin, man sal sie nemen unde [en] busfsin a ) gefenckenisfse lasfsin 3 ). Item gab der keyfser, das eyn ickelich burger adder ynwoner sal in syme hufse fry sin vor gewalt )• Ist aber der burger selbers ubbeltedig, so enist er nicht fry vor recht 5 ). Item der keyfser legede eyne montz geyn Franckenberg e> Alfso slug die stad gelt, da stunt defs keyfsers houbt an. Iteifl der keyser gab der stad eyn schone nuw ingesigel zu haben. N u hatten sie vormalfs eynen gülden buchstaff, bynamen F, mit eynef gülden cronen in eyme blaen felde an irme banir unde ingesigel gefurt 6 ), unde nachdemmale die stad Franckenberg was eyn christ' lieh slos goddes des hern unde eyne porte defs lants 7 ), hirumbe so herkante der keyfser, sie sulten vortmers eyne gülden bürg unde portin füren in eyme blaen felde an banir unde ingesigel 8 )' Alfso gebrachte sich die stad des altin ingesigelfs zu eyme secrete. Item gab der keyfser, nachdemmale die von Franckenberge defs keyfsers, des hertzogen unde der lanthern reyfsenern vor alh n steddin an der Loync plagin allernehist zu tzyhin, wan man z u here geyn die unchristin czoch, darumbe bestedigete er, sulchs vortmers so gescheen sulle. Auch das obbirste unde hoeste laßt" gerichte an der Loyne in Hessen das was zu Alsfelt bifs uff dusfs e a) Hs. unde | busfsin. ') Erfindungen. 2 ) Über das noch vorhandene sog. 'Schwert Karlsd® Grosfsen' zu Alsfeld s. Soldan, Zur Gesch. der Stadt Alsfeld, Proqr. Giefsen 1B°» S. 2 u. 10. ") Dieser Satz ist entlehnt aus dem Stadt recht', Hs. S M *JK (zwischen F 44 u. 45), Von uwertredunge. 4 ) Nach dem Stadtrecht, S Bl W' Vom hufsfridde. 6 ) Nach dem Stadtrecht, S Bl. 162', Von uwertreduiig . Anfang. ") Construction aus dem nachherigen Stempelzeichen der Sta 0, Vgl. unten S. 416. ') Vgl. oben S. 386. 8 ) Construction cm dem **?: herigen grofsen Siegel der Stadt (abgebildet bei v. Dehn-Rotfelser, Pfarrhrci zu Frankenberg 1), Stadtchronik. 405 tzyt gewest 1 ), want efs die eldeste stad an der Loyne was in Hessen 2 ). Da nam der keyfser sulche wirdickeit *von Alsfelt unde *bi. 10'b. satzste sie geyn Franckenberg-, so das alle dy an der Loyne ire obirgerichte da holen sullen. Unde darumbe sal man auch vier gemeyne dinge adder ungebotin dinge dar haltin 3 ). Unde des zu orkunde so wart dy stad an vir firteile geteylt. Auch sullen die Altinsassen adder Westphelinge bynnen dry milen ir lantrecht zum Franckenberge holen. Des zu wortzeichin so holen die vom Sassenberge nach hudebytage ir lantrecht zum Franckenberge, wywole si e nicht in Hessenlant gehortin 4 ). Sondern das heymeliche gerichte sal in Westphalen bie en bliben 5 ). Alsus gab en der keyser vil schöner privilegia 6 ). Ob nu ymant hir frage thun wulde, wy das ummer kummen mochte, das Alsfelt irst unde Franckenberg darnach die houbtstedde an der Loyne gewest sin sullen, nachdemmale zu Margburg die Ersten ire grafft habin, darselbis auch etzwan hufs haltin, unde sent Elisabeth dar gewonet unde auch begrabin ist; wer sulche frage de de, der sal gloublichin wisfsin, das 7 ) zu disfser tzyt Margburg Un gebuwet was. Want efs wart hirna mee wan obbir drittehalp- hundert jare von allerirst gebuwet; das det marggrave Otto zu Hessens). Auch sal er in der worheyt herfinden, das zu sent Elisabeth getzyten, das ist mee wan 400 unde 20 jare nach disfser tz yt, du was Margburg nach unbemuret unde keyne stad, sundern eis was eyn dorff»); derglichin auch Grunenberg 10 ) unde Bidenkap. D efs m an die worheyd findet in dem buche der Wundertzeichin s ent Elisabeth, dar die dry stedde werden dorffer genant 11 )- Auch lst Kirchheyn junglichin bemuret 12 ), unde Wetter allerjungest ™). l ) Zu den Alsfelder Fabeln von Karl d. Gr., seinem Schwert und dem 'obersten Landgericht' scheint das dortiqc Stadtsicgcl (abgebildet AHG. 3, 11) Anla/s Begeben zu haben- s Soldan a. a. 0. 2 ) S. Lehr. 20: Erbauung im Jahre , 8 - ") Vgl oben S. 394 m. Anm. 10 u. 11. Dort hei/st es: in Hessen . . dr Y adder fire. Nach dem Stadtrecht waren es in Frankenberg dry, s. a. a.U. Anm. 10. G. verlangt aber vier, weil es in dem unten zum Jahr '1292 von ihm aus gcbeuteten Privileg für Marburg vom Jahr 1357 keifst: wan man dy vier ^gebodin dyng sitzit. S. unten S. 421. 4 ) Vgl. A. Hcldmann ZHG. 25,29. l r v 9l. oben S 402 Z 28 heymmeliche richtere. ") Erfindungen. ) Zum Wortlaut vgl. oben S. 390 Z. 32 ff; 393 Z 20 ff. 8 ) S. unten S. 408 (Lehr. "£>■ 9 ) Vgl. (auch zu hufs haltin u. s. w.) unten S. 410 f. "*) Vgl. unten %• 409 am Ende- tzwene flecken. u ) Villa(e). Mir acuta b. Elizabeth; s. oben %■ 321 f Nr. 3. 4 6 m. Anmn. Vgl. z. B. Anal. Hass. 9, 138. Aber oben, f- 192 Z. 13 erwähnt G. selbst, nach Dietrich v. Apolda, den richter 4, er „ s i-% d o n Mar gburg. Marbura war tatsächlich damals bereits Stadt; vgl. Kuch /5üCr. ™> 148. Auch Grünberg erscheint schon 1222 als Stadt- s. Glaser, Gesch v Jf • 21. Biedenkopf wird 1304 als Stadt erwähnt; s. Landau, Ritterburgen 3, 5. J4fe Stadt erscheint Kirchhain 1353; s. K. Hcldmann ZHG. 30, 67 m. Anm 4. yl Lehr. 255 f. 13 ) A. Heldmann ZHG. 34, 74 nennt Wetter 'nächst fnöneburq das älteste städtische Gemeinwesen' in Oberhessen. Vgl. das. 82 f. fandau, Beschr d Kurf. Hessen 390 sagt, dafs es 'wenigstens schon 1239 staa- tls che Hechte besa/s' Als 'Wettere, unser beider dorff wird es 1294 bezeichnet; l Viplomataria Magunt. hg. v. Würdtwein 1, 56 'Oppidani de Wetthere' WgW" *«« nach 1305; s. Codex dipl. Gudenus 1, 989 f. Die Mauer der Stadt wurde l *26 'durchbrochen, jedoch bald wieder hcrgestellf; s. A. Heldmann /,H<*. ö*, ■»•" Anm. 2. 406 Stadtchronik. Der keyser buwete auch Esschewe, Kouffungen, unde bie Fritzlar eyne kirchin, genant Karoluskirche 1 ). Unde hatte vil handelfs «Bi.li«. in Hessen; da endorffte hertzog Curt nit **) insagen 2 ). Alfs auch etzliche kunnige, sine nachkummende, von Franckrich vile «• Hessen unde in dusfsen landen gethan haben 3 ). Want man lefsit in dem Spigel der historien an dem 25. buche in dem 40., 41. unde 4 2 - capitelen 4 ), das hirna keyfser Karolus der IL, genant calvus 6 ), hatte eyne" bruder, genant Ludevvig, deme wart zu teyle das lant tzusschin dem Ryne unde der Eiben. Unde er wart geheifsin rex Germanie, das dudet ey« kunnig uwer Tutschlant. Wante alle hertzogen unde hern in disfsen landen die woren under dem konnige gesessen"). Zu disfsen getzytin woren dry hertzogen zu Doringen unde zu Hessen, genant hertzog Luippold, hertzog Burckard unde hertzog Curt der II. 7 ). Defs tzougen die Ungarn (die noch an heydenschem glouben waren) mit grosfser macht in dusfse lant, unde verhertin efs unde stredin geyn die Christen. In dem stride wart hertzog Luippold tort geslagen, ydoch so drebin die Christen sie mit gewalt widder ufs dem 908. lande. Dufs geschach nach gots geburt do man schreib 908 jare 8 )- 912. Darnach uwer 4 jare quamen dy Ungarn widder in das lant unde stredin aber geyn die Christen. Da bleib hertzog Burckard toit, ydoch behilden die Christen obbernhant, so das die Ungarn kume eyn fierdenteil heym quamen. Darnach stercketin sich dy heyden unde Ungarn, unde tzogen widder ufs unde verstörten mench gut christenlant unde menche stultze stad 9 ). Unde quamen von uffgang der sonnen'") irts Niddernhessen herane unde tzogen strack") nach Franckenberg- Unde alfs sie geyn Geifsmar quamen unde sahin, das darselbis eyne grafift der Christen was 12 ), do namen sie das gebeyntze der dodin unde verstrauwetin efs ,3 ) in dem felde, unde jageden sich unde wurffin sich darmidde, zu verspottungc der Christen. Alsus wart das gebeyntze von den heyden unde Ungarn dannen getragen, unde efs verquam allerdinge") unde zumale enweck 15 ). Darnach wart hertzog Curt zum Romschin kunnige gekoren ,G ). Der hatte die stad •bi. Hb. Franckenberg so lieb, "das he eynen ritter dar sattzste vor eynen schultheifsin, der stad zu eren. Unde sulche herlicheyd behilt die stad hirnach vile jare, so das das schultheifsinampt mit eyme ritter besatzst was adder mit eyme trefflichim eddelman. Dartzu gab der kunnig, das eyn ickelich richter, von der hern wegin gesatzst 17 ), der sal das gerichte hegin mit eyme scheffln unde nicht mit deme gerichts- ») Blattzahl 9. ') Lehr. 61 Z. 8 K., E., Karlfskirchen bie Gudenfsberg. Vgl. das. Ann. 6\ Landau, Wüste Ortschaften 154 f; Brunner MVHG. 1897, 112. Nach Brunner war 'Karlskirchen' ein ganzer Ort. Bie Lage ist durch 'Gudensbenf viel richtiger bezeichnet. ") Zum Wortlaut vgl. oben S. 390 Z. 8fu. 394 f. ' '■') C° n ~ struetion aus dem Folgenden. ') Lehr. 65, wo sich das Citai aber nur auf den Ausdruck 'rex Germanie' bezieht. ") Das. 64. ") Das. 65. 7 ) D aS ' 64 mit Bildvorschrifl. ») Das. 67. ") Vgl. das. 68 f. 10 ) Vgl o^ en S. 392 Z. 9; 395 m. Anm. 7. ") Vgl. oben S. 396 (tsc-ch strack) m. Anm-% {Lehr.47 strack zuezogen; 286 czogen . . . strack). 12 ) 8. oben S. 392 Z. äOtl- '") Vgl Lehr. 108 (die Sachsen 1074). ") Vgl. das. 267, wiederholt wd en Bl 22b (die Steine der Frankenberger Burg verdien u. s. w.). 16 ) Erfindungen' 10 ) Lehr. 69 f. ") Vgl. Stadtrecht Bl. 51a. Richtirs ader schultheisfsen aml" daz ist von des herren weigen. Stadtchronik. 407 knechte'). Item gab der kunnig allen slegeschattz, steddegelt, wogengelt und alle ungelt, das zum Franckenberge feilet, das gab er alle der stad zu erme buwe an muren, tornen, porten, brücken, wegin, ste gen, unde geschuttze darumbe zu tzugen, unde sullen das uffhebin ewiglichin 2 ). Unde gab en anderfs vil schöner Privilegien, so das alleman, der das horte adder vernam, der were gerne da burger wurden; unde wart groifs zulouff deygelichin, so das man sie nicht a 'le konde uffgenemen. Hirumbe wart die gerechtikeyd der burger- schafft hoe uffgesatzst, bynamen wer burger wulde werden unde s men eyd getet, so muste he den hern eyn Frencksch fuder wynfs gebin, u ff dem Steyn gewasfsin bie Wirtzburg, dem richter adder schultheifsin e yne ome, ickelichem scheffln eynen eymer foll, mit fier reiffin gebunden, •fem schriber unde den knechtin ickelichem eynen halbin eymer fol s ). Alsus was Franckenberg gar eyne vorneme stad") unde stunt in grosfsen erens). Auch sigeltin sie irc brieffe mit rodetn wachse 6 ). Dusfser kunnig Gurt regirte das Romsche rieh 7 jare unde lifs keyne libeserben. flirumbe so gab er die lande beyde, Doringen unde Hessen, an das neilig e Romsche rieh. Unde starp nach gots geburt du man schreib 919 91g. l ar e, unde 1yd zu Fulda begraben. Alsus quam die stad Franckenberg ^n das Romsche rieh, die vormalfs byna 200 jare gewest was der »ertzogen zu Doringen unde zu Hessen'). Von disfsen geschichtin 8 ) schribet Lampertus Leodicensis 9 ). Auch DiderichEngelhufsin 10 ). Auch Herrnannus Januensis 11 ). Auch in der Doringer croniken") unde in der cr oniken von Straspurg, an dem 2. capitele 1 *). *Nach gots geburt du man schreib bie 1030 jaren, du was »bi. u'a. e yn keyfser, genant Gurt der IL, der hatte eyne frauwen, genant Gisila 14 ). u. 1030. dieselbe keyfserynne hatte tzwene möge in Doringen 15 ), eyner hifs grave WUck, der ander, sin bruder, hifs grave Ludewig. Die woren defs stammefs u 'ide lyngen des irsten vicedomps in Doringen zu sent Bonifacius getzytin, genant grave Ludewig mit dem barthe. Dusfse tzwene geb rudere en hatten l ) Nach Stadtrecht El. 51a. Dafs Lantrecht settzt . . ., dafs der richter s ul syn gerichte heygen . . . mit dem gerichtsknechte; — Efs ist aber hy gewon- J%*\J°$ eyme scheffen zu heygen. Aus dieser Vereinfachung macht G. hier **i Privileg! 2 ) Im unten zu '1294' ausgebeuteten Privileg für Marburg d5 ' hei/st es: Ouch sal unsir stad daz ungelt behaldin.....zeu . . irme buwe, • als sii ez von aldir herbrocht hau. Der Uebernahme dieser Stelle (samt , em Zusatz) unten S. 421 (am Ende) arbeitet G. hier oben vor. Hierzu oenutzt er das Stadtrecht. S. das. El. 49a Steddegelt.....heben dy buw- m -ös. hirsch- | schafft. •) so. f , ') Vgl. Lehr. 129 Anm. 2. ') Vgl. das. 128 f. 3 ) Vgl. die Wappcn- TObeln an der hier benutzten Stelle der Lehr. (128 f); dazu nachher Lehr. 218 \ Cr bonte lewe in dem Schilde . . . sulte eyne gülden krönen tragen) u. dementsprechend unten S. 416. *) Wie oben S. 404. s ) Mit dem 'F'; s. s ■ 404- °) Erfindungen. ') Vgl. Lehr. 132. Das 'auch' leerer Zusatz. 1 Vgl. Lehr. 225 (unten S. 416) gr. Widdekynd v. B., der dan von geburt was eyner v. Witgensteyn. °) Unten Bl. 29b Boppendorfl"; Stadtrecht Bl. 59a °Ppindorff. Bottendorf südl. v. Frankenberg. — Die Gründungsgeschichte erfunden; ebenso wohl auch der Gründer. Anders Wenck 3, 93. 10 ) Lehr. 134. J Vgl. das. 1.35 f mit Bildvorschrift u. 136 Anm. 4 (erfundene Hervorhebung des J agens). i«) N eue Erfindung. ") Vgl. Lehr. 134 f. u ) Vgl. das. J *o unten. "j Erfindung. I0 ) Vgl. Lehr. 148; zu Curt 146 f. 4TO Stadtchronik. nant uffme Heymbache, Nuwenwartc, Hoenberg, Aldenwarte unde Callo 1 ); wante in dusfser phcde leyd die stad vil ungemachs unde sunderlich von den Colschen mit eren helffern 2 ). Von dusfsen geschienten findet man auch in der Doringer croniken 3 ). *bi. 12b. * Do man schreib nach gots geburt 1221 jare, du ging der convent 1221. von Aldenheyne mit bruder Curde von Hirlefsheym an eyne ander stedde, unde buwetin da eyn erlich monster unde cloister, genant Heyne. Alfs nu vormalfs das closter zum Aldencampe nach abescheyde der dryer con- vente, \vy vorgeschrebin stehit, die stedde Aulifsburg verlifs, du gab grave Hinrich von Czigenheyn sulche stedde dem cloister zum Aldenberge. Defs sante der apt eynen convent geyn Aulifsburg. Die wonetin darselbis unde darnach zu Aldenheyne, zusammen vvol 33 jare, ehir sie geyn Heyne quamen. Alsus findet man zu Heyne 4 ) unde auch zu Aulifsburg 5 ). Bie dusfsen getzytin herlangetin die von Heyne eynen hoeff zum Franckenberge, unde namendie Heydekirchen an sich, unde bessertin die unde hilden sie in gutem buwe 6 ). Zu disfsen getzytin, alfs lantgrave Ludewig der VI., der seilt Elisabeth hufswirt was, regirte 7 ), der czoch ufs Doringen unde quam in Hessen 8 ). Unde herkreig zum lande vaste unde vile widder, das vormalfs by syme eltervater bofslichin darvon kommen was, so das er sich widder schreib eyn furste zu Hessen"). Dusfser lantgrave Ludewig hatte mit sent Elisabeth eynen soen, genant lantgrave Herman 10 ), unde tzwo dochtere. Eyne hyfs Sophia, die wart bim eh ist hertzoge Hin- riche in Brabant"). Die ander tochter hifs Gertrud, dy quam in das cloister zu Aldenburg by Wettzflar"). Auch hatte lantgrave Ludewig tzwene brudere, genant Hinrich unde Curt 13 ). Efs geschach nach gots 1227. geburt do man schreib 1227 jare, du herhub sich eyne gemeyne merefart widder die heyden unde ungloubigen. Do tzoch der keyser mit vilen 1 ) kunnigen, hertzogen 15 ), rarsten, graven unde hern l4 ) geyn Hierusalem> das heylige grap zu gewynnen 1 ' ; ). Alsus tzoch dusfser furste lantgrave Ludewig midde unde starfp], ehir he dahynne quam 17 ). Dar[nach] 1229. do man schreib nach gots gebfurt i]229 jare, do tzoch sent [Elisabeth] *ni. i2'a. ufs Doringen unde ful[gete ls ) dem seligen] 8 ) *priester 19 ) meister Curde 18 ), irme bichtvader 19 ). Derselbe was ufs Margburg burtig 20 )- Alsus quam sent Elisabeth in Hessen unde geyn Margburg 51 ). Wante 22 ) die lantgraven hattin vormalfs alle in Doringen gewonet und hufs gehaltin unde nicht in Hessen. Von der tzyt ane so nam Margburg vaste zu unde wart alfs besser unde besfser. Want eis was a) Hs. durch Abreifsen beschädigt. — Hier u. an weiteren beschädigten Stellen dient zur Ergänzung namentlich die Hs. S. Ich übersetze aber möglichst in «ine Gerst gemä/'se Schreibung zurück. ') Das sind aber nur 5. *) Anknüpfung und Begründung erfunden- ») S. Lehr. 136 oben u. 148. «) Das. 161. s ) Leerer Zusatz; vgl. oben S. 409 m. Anm. 7. •') Zeitansatz willkürlich. 7 ) Vgl. Lehr. 1&- s ) Erfindung; vgl. Lehr. 154 m. Anm. 8 u. oben S. 408 Z. 31 ff. 8 ) Lehr, tri' »») Vgl. das. 162. ") Vgl. das. 167. »*) Vgl. das. 183. 1S ) W' das. z. B. 186 unten. '«) Bas. 179. ,s ) Vgl. das. 182 (kg. v. Ungarn; kg. v. Cipren; hz. v. Beyern). 1«) Vgl. das. 182 (gewunnen Iher.). 17 ) Vg<» das. 181 u. 181 f. 18 ) Das. 189. 19 j Vgl. das. 188. 2 ") Neu zug e \ fügte Vermutung. ") Lehr. 189 nur: fulgete m. C. geyn M. in H. *•) D" s Folgende aus Kenntnis und Vermutungen zusammengereimt. Stadtchronik. 41 1 bifs inhcr eyn dorff gewest l ), unde enhatte auch keyne kirchen mee, wan alleyne die capellen sancti Kyliani 2 ). Wante efs was eyne filia z u der pastoiye geyn Oberwymar, unde was bynnen tzween jaren 3 ) *darvon separiret unde abegescheyden 4 ). Aber efs wart balde hirna »bi. 12'b. eyne gute stad, wante sent Elisabeth brachte den von Margburg alle selikeyd unde glucke 5 ). Defs buwete die heylige frauw sent Elisabeth darselbis eynen spital armen luden"). Den dynthe sie unde wartedc en mit grosfser arbeyd unde mit willigem flisfse 7 ) bifs in eren toid. Unde starp darnach in grosfser heylikeit, do man schreib nach gots geburt 1231 jare 8 ). Hirvon schribet her Diderich von 1231. Doringen, predigerordens, in sent Elisabeth legenden 9 ). Auch eynteilfs in der Doringer croniken'"). * (Hir sal stehin sent Elisabeth unde ir gemahel, lantgrave «bi. 12'ab Ludewig, sampt iren kyndern.)") * b ) Nach dem heyligin dode sent Elisabeth uwer 4 jar da be- »bl i8a, stunt lantgrave Curt das Tutschhttfs, das monster") zu Marcpurg, zu buwen' ). 1235- Wante derselbe furste was eyn Tutschherre unde hochmeister m Prussen worden 13 ). Unde alfs er vernam unde horte von den grossen WUndertzeychen unde heylicheyd syns bruder frauwen, sent Elisabeth, da quam er geyn Marcpurg 14 ) unde bestunt zu buwen. So was sent Elisabeth soen, lantgrave Herman, eyn junger furste 16 ). Alfs derselbe V 18 jaren alt was 16 ), du tzoch er eynfsmalfs ufs unde verbrante etzlichen eddelluden, dv widder en gethan hatten, ire dorffere unde hoffe !f>) Unde alfs er" sach, das dy von Frankenberg«) vor allen stedden a « der Loyne ime allernehist nachtzogen"), alfs sie das von alderfs w eyn so herbracht hatten «8), du gedocht er an dy heylsam stedde Marcpurg, dar sync liebe muter begraben und geheyhget lag, unde umbe der ere willen syner werden muter so hifs er dy von Marcpurg vortzihen unde vortmerfs vor eyn houbt des lants an der Loyne 2 u halten'9). Unde bestunt'auch eyn stad darufs zu machen, wante Marcpurg was zu der tzyt nach unbemurt 20 ). Alsus quam eis balde hirnach uff, das das obergerichte an der Loyne wart von Franckenberg genommen 21 ) unde geyn Marcpurg geleid 22 ). Zuhant darnach d u wart dem jungen fursten von eyner eddeln frauwen vergeben, das er starp zu Crutzeburg"). Darnach wart lantgrave Hinrich eyn Romsch konnig gekoren 24 ). Alsus lefset man in der Doringer chromken. Auch ln Johan Ryteselfs historien 23 ). Do man schreib nach Christus geburt 1241 jare, du hisch 1241. keyfser Friderich der II. die fursten des richs alle geyn Francford, umbe •- 1 ) Ausgeführt b ) Blattzahl [11] weggeschnitten. <) so. ') Vgl. oben S. 405 Z. 4 e. u. ») Der Name richtig ») Vorl. 1 uj. ) Vgl. Lehr 170 s ) 8. oben Arm. 22. 6 ) Vgl. Lehr. 189 unten. ) Vgl. *w. 190 oben ' ') Val das. 198 unten. «) 8. das. 155 oben u. S.W. (bis 198 unten) '") Vgl. aus. 181 oben. ») Vorl. das m. des Tutschm huftes. >1 Lehr. 205 oben. '») Vgl. das. 201. "Jf^fs oben. ») 'vgl das. 207. ") Vgl. das. 208 oben ") M*fi£ 404 am Ende. «*) Val. oben S. 407 Anm. 2. «•) Vgl oben S. 405 f. UJ. 20 ) Vgl. oben 8. 405 Z. 5v. u. 21 ) Vgl. oben 8. 404 am Ende ) W oben 8. 407 Anm. 4. - Erfindungen, ") Vgl. Lehr. 207 unten. ) ö. den nächsten Absatz. Af 2 Stadtchronik. sins soens willen, den er gerne zu eyme Romseben konnige gemacht hette. Unde do ime die curfursten nicht gehören wulden, do misseboit er godd *bi. lsi). unde aller christenheid. Unde sprach: 'drye *synt, dy alle werlt betrogin haben, alfs Moyses dv judden, Christus dy Christen unde Machmed dy heyden; unde darumbe, wullet ir fursten mir etzwas nafulgen, ich wulde tzwar eyne besser wyfse finden, zu glouben und zu leben, dan keyn fulck gehaben konde adder hette uff ertriche'. Disfse missebidunge horten dy hern unde fursten unde herschrocken sere. Unde schreben das bobist Gregorio dem IX. Unde so nu lantgrave Hinrich, eyn phaltzgrave zu Sassen, der eldeste was in den jaren, so wart er under den werntlichin curfursten zufurdest in den brieff geschreben. Der bobist deth den keyfser in den ban, aber er 1242. achtede das gar kleyne. Unde darnach uwer eyn jar da wart eyn ander babist, der hifs Innocencius der IV. Der bekrefftigete den ban unde satzste keyfser Friderichen abe. Unde schreib den curfursten, das sie kyfsen sulten lantgraven Hinrichen zu Doringen widder keyfser Friderichen. Das wegerde lantgrave Hinrich, unde schreyb dem bobiste'), eyn sulchs en- were ime nicht zu thun, wante keyfser Friderich unde der lantgrave woren andergeswisterkynder, auch so 2 ) enhette er des gudes nicht, das he eynen sulchen mechtigen keyfser ufsgetriben mochte. Do schreib der bobist dem lantgraven widder, das er das rieh by gehorsame der heyligen christenheid anneme 1 ). Unde sante ime darmidde funfftzig tusent marck lodiges silbers, das er soldener gewönne 2 ). Auch vil kostlichs, mireklichs heyligthum quam von Roma dem lantgraven zu eren 3 ). Da wart er erweit zu Francford zu eyme Romschen konnige 1 ). Do quam keyfser Friderichs soen, genant hertzog Curd von Svvoben, vor die stad, Aug. 5. unde streden 4 ) uff sent Oswalts tag. Unde konnig Hinrich gewan den stryd, da wart hertzog Curt flochtig von dem felde. Alsus lefset man in der Doringer Chroniken. Auch in der chroniken von Strafsburg an dem 4. capitele 5 ). Disfser konnig Hinrich hatte dusfse stad Franckenberg gar liep, alfs er horte, wy das die alten ko[nnigc], fursten unde hern sy so hochlichen in [eren] gehalten hatten, darumbe das s[ie eyne] a ) *bi. is'a. "porte des lants was, unde vil handeis dar gescheen was 6 ). Uff das nu dy stad Franckenberg in gutem buwe gehalten mocht werden, hirumbe so satzste er, das alle ackere, wefsen, garten unde gutere in dem felde umbe dy stad sullcn alle bede unde geschofs in dy stad geben 1 ), efs haben geistliche ader werntliche, eddel ader un- cddel lüde. Auch dy feltmarck, die keyser Carolus der grofse vor alten jaren tzehentfry gemacht hat 8 ). Auch gab er der stad den wyn- tzappin ewiglichen zu dem buwe und tziroth an porten, tornen, muren unde ander noittorfft 9 ). Sunderlichen gab er auch unfser lieben frauwen hir zum Franckenberge vile heyligthumps zu eyme ewigen a) Hs. durch Abreißen beschädigt. Vgl. oben S. 410 Anw. a. '■) Lehr. 208. 2 ) Vgl. das. B ) Erfindung; dazu bestimmt, die »»» nächsten Absatz erzählte Schenkung an Frankenberg einleuchtender zu machen- ') Vgl. Lehr. 208 f. *j Das. 209. ") Eintönig wiederholte Formeln. ') Vgl. Sladtrccht Bl. 48a In dafs geschosfs gehören alle hufse; El. 48b Zum andernmal so gehorn da yn alle agker; das. Wefsen gehorin oich yn dafs geschosfs, sie leygen vern ader na, ym wald ader velde; geben all glich. Zu 'garten' vgl- das. Bl. 49a. s ) Vgl. oben S. 396. ") Der 'wyntzappin' aus Stadirecht Bl. 49b, seine Verleihung und Verwcndunq nachgebildet den Angaben oben S. 407 Z. lff. S. das. Anw. 2. Stadtchronik. 4 j 1 testamento unde syner gedechtenisfs,unde insunderheyd eyn mircklich groifs stucke von dem wisfsin klede unfsers hern Jesu, da en Herodes ynne verspottet, versmehct unde widder zu Pilato gesant hatte; alfs ime sulch heyligthump von Roma gesant was 1 ). Zu dissen getzyten quamen dy von Marcpurg, Wetter, Medebach unde Halmberg in disise stad Franckenberg unde machtin mit en eyn eynwort-), so das ufs den steddin nymant den andern in rechte kommern sa l, sundern an synem gerichte, do er wonet unde gesesfsin ist, anlangen u nde mit rechte' fordern 3 ). Alfs man schreib nach Christus geburt 1246 jare*), du starp der ,246. v orgenante konnig Hinrich sunder liebeserben 5 ), alfs er 4 jar konnig gewest was. Also ist dusfse stad Franckenberg gewest in dem lurstenthump unde auch in der hirschafft zu Hessen 121 jare 0 ). Unde quam vortmers in dy lantgraveschafft zu Hessen, alfs man hirnach wole hören sal 1 ). Alfs nu disscr konnig Hinrich, der sich [dan] mit synen brudern schreib lantgrajyen zu] a ) Doringen, fursten zu Hessen * unde *bi. is'b. Phaltzgraven zu Sassen, gestarp sunder liebeserben, unde auch syne bruderc unde vetter vergangen woren, du entstunt vi! bofsheyd uff in ^ eiT i lande 8 ). Unde die stad Franckenberg leyd grofse noit von den J-olschen, Mentzschen, Padebornschen, von den graven zu Batten- burg9) ) VValteck, Nassauw, Czigenheyn unde von andern hern 10 ). j*U woren etzliche erbar lüde in Doringen, dy wulten haben vor eynen ^ e m marggraven Hinrich zu Misfsen, der dan lantgraven Ludewigs unde Konnig Hinrichs eynthalp swester soen was. Etzliche ufs beyden landen, «is ufs Doringen unde ufs Hessen, dy wulten efs halten mit dem jungen herczogen ufs Brabant, der lantgraven Ludewigs unde sent Elisabeth tochter ^° n was. Unde was grosfse tzweytracht. Alfs man das lefsit in der "oringer Chroniken. Du beschreib sich das lant zu Hessen zusammen, e ynen lanttag zu haltin. Dar quamen die graven, rittere, eddellute unde ?'e ubbersten uls den stedden; unde wurden semptlichin eynfs"), vvy der junge hertzog ufs Brabant, sent Elisabeth tochter soen, der were eyn [echter erbe des furstenthumps. Unde verbonden sich des zusammen ö y iren eyden, toit unde lebenig by eynander stehin unde halten. Unde schreben in Brabant nach dem jungen hertzogen. Sulcher boit- schaft unde glucks wart sent Elisabeth tochter, frauw Sophia, mit irem u fswirte gar vast herfrauwet, unde goben en iren tzweyten geboren •* 0n , genant hertzog Hinrich, unde bereyten en zo der reyfse 12 ). Des quam V hertzogynnc, frauw Sophia, und brachte iren soen mit er, der dan zu er tzyt 3 jar alt was. So wurden sie vor allen slossen unde stedden im an de zu Hessen gar erlichen mit kertzin unde phanen entphangen. Unde s° nam frauw Sophia das lant yn von irefs sones wegen. Unde du wart lisser junge hirtzog von Brabant auch genant das kynt zu Hessen. Alsus s chribet Johan Rytesel in syner Chroniken' 11 ). a ) Hs. durch Abreißen beschädigt. Vgl. oben S. 410 Anm. a. ') Vgl. oben S. 412 m. Anw. 3. — Erfindungen. '-') Einwart; vgl. Vilmar «• Landau ZHG. 4, 61 f w. 167f. '■') Nach dem Stadtrecht, S Bl. 163' (Zwischen F 44 u. 45): M., W., H. u. M. . . . hant eyn e. von aldcrfs mit der st - F r., das u. s. w. Zeit und Ort des Abschlusses Erfindung. ') Lehr. 209 «• 211. 5) Bas. 209. u ) Vgl. das. u. oben S. 387. ~) Wie oben »• 387. «) Vgl Lehr. 211. °) Oben S. 387 die Wittzsteynschin. Vgl. f- i09 Anm. S '") Erfindung, ") Lehr. 212 f. ") Vgl das. 213. J ) Das. 213. 414 Stadtchronik. So nu frauw Sophia mit irem soene geyn Franckenberg quam unde slofs unde stad yngenommen hatte, du vernam sie, wy das *bi. Ha. cloister * a ) Gorgenberg nuwelichen angefangen was zu buwen'). Du kreyg sie sunderliche gonst darzu, unde gab en etzliche gutere unde tzinfse. Nu was dy kirch zum Franckenberge, dy dan auch genant wart cyne capelle, nachdemmale sie geyn Geifsmar gehorte 2 ), dieselbe kyrehe adder capelle was zu der tzyt vast nuttzlich unde gut unde hatte ackere, wefsen, garten unde tzinfse, unde der raith zum Franckenberge hatten dieselben zu bestellen. Alfso begerte frauw Sophia von der staid, das sie gönnen wulten, sulche kirche dem cloister zu sture mochte kommen. So gaben sie iren willen »bi. Mb. darzu. *Des gab frauw Sophia dem cloister dj^ kirchen 3 ), so das eyn prabist b ) zum Gorginberge sulte dy kirchen regiren, uff das dy nuttzunge, renthe unde gulde von der kirchen dem cloister zu sture queme. Auch wart bereth, das die vom Gorgenberge ensulten keynen prabist b ) ufmemen, dywile sie dy kirchin hetten, bussen gonst, willen unde bywefsins der von Franckenberge, uff das dy staid y mit eyme dogelichen frummen manne versorget wurde 4 ). Alsus halff en dy hertzogynne von Brabant, sent Elisabeth tochter, gar mireklich unde wole. Dufs geschach nach Christus geburt do man 1249. schreib 1249 jare 5 ). *bi. Hab. * (Hir sal stehin, das man buwet das cloister Gorginberg, ordens von Cistercien.) 0 ) »bi. u'a. ^Darnach du man schreib nach gots geburt 1254 jar, do wart 1254. dy kirche zum Franckenberge separirt unde abgescheyden von der pastorye zu Geifsmar, wante Franckenberg was eyne filia unde eyn tochter der muterkyrehen 6 ) zu Geifsmar 7 ). Disfsc separatio wart a) Blattzahl [12] weggeschnitten. >>) so. »'-) Ausgeführt. Das Bild unten beschädigt. l ) Vgl. Lehr. 215: 1249 .. . d. cl. G. gebuwet. 2 ) S. den nächsten Absatz u. Anm. 7. ■') 1249 Jan. 12 zu Marburg bestätigte Sophia dem Kloster Georgenberg bei (apud) Frankenberg die Schenkung Kg. Heinrichs u. Hz. Heinrichs V. Brabant in ecclesia Frankenberg circa cenobium quondam Butzebacb, nunc autem montis s. Georgii in Frankenberg: ZHG. 20, 361. Vgl. das. 362; A Held- mann ZHG. 33, 411 ff. *) 1302 Febr. 24 zu Marburg gab Lgr. Heinrich I dem Kloster das Patronats- u. Präsentationsrecht über die Pfarrkirche zu Fr. zurück: doch sollen bei einer Collaiiou Burgmannen, Schöffen u. bessere Bürger (meliores) der Stadt vom Kloster zugezogen werden, auf dafs der betreffende Priester sowohl zum Propst des Klosters wie zum Rector der Kirche sich eigne; nur ein nach Ratschlag der Genannten Gewählter soll dem Lgr. präsentiert werden; Absetzung darf nur bei triftigen Gründen erfolgen: Ledderhose, Kl. Schriften 5, 227. Vgl. das. 228 (Urk. des Klosters Febr. 23); Heldmann ZHG- 33, 414; 25, 54. 6 ) Zum Jahr s. oben Anm. 3. — Der Absatz geht zum Teil auf urkundliche Nachrichten zurück, die aber von Erfindungen eingeleitet «■ umrahmt, bzw. zeitlich zurückgeschraubt sind. °) Zum Wortlaut vgl. Lehr. 179 (oben S. 411). 7 ) 1254 Juni 1 verzichtete Widekind, Vogt v. Kescberg, zu Ehren des h. Georg (!) auf sein Hecht an der Kapelle (capella - ) der Stadt (oppidum) Frankenberg, weil die Stadt, gelegen im Gebiet (in terminis, Druck terris) der Pfarre Gcismar, deren Patronatsrecht ihm zusteht, von dieser selbst so weit entfernt ist, dafs das Volk der Stadt stets nur mit grofscr Schwierigkeit sieh zum Empfang der kirchlichen Sakramente dorthin begeben kann: C. Ph. Köpft Verfassung der Gerichte in Hessen-Casscl 1, Beil. S. 135. Vgl. Böhmer-Witt, Reg. arch'icp- Mag. 2, 322; Heldmann ZHG. 25, 41 f; 33, 413. Stadtchronik. ajc herlanget von dem ertzbisschoffe zu Mentz, genant bisschaff a ) Gerhard'). Der was von geburt eyn gravc von Ebersteyn"). Hir ist zu mircken, °b ymants frage dede, nachdemmale Geifsmar sy eyne pastorye unde Franckenberg eyne fdia gewest, ob dan auch Geifsmar eider s, e dan Franckenberg; wer sulche frage dede, der sal wisfsen, das 3 ) vor alten jaren enhat man keyne doden in die stedde gegraben, sundern alle zu den porten ufs gefurt adder getragen, utnbe ver- rnidens willen grofsin gestang, ufs den grabirn der dodin in dem nebil uffzustigen, auch zu vermiden grosfsen herschrecken, den das folck nympt, wan man graber machet unde wan man sihit dy doden daryn legen. Sulches alle zu vermyden, so plagen die heyden keyne doden by sich in dy stedde zu graben 4 ); derglichen auch ) jj s durch Abreißen beschädigt. Vgl. oben S. 410 Anm. a. > An Ende der Zeile, überklebt. „ ') I. — Urkundliche Nachricht, in beachtenswertem Widerspruch mit Lehr. jl9, wo q durch irrige Berechnung Gerhard erst 1358 zur Ecgierung kommen '« c /s; s. das. Anm. 20. Die Urk. nicht erhalten; s. Böhmer-Wut a. a. 0. Zur zache vgl. oben S. 414 Anm. 7 (1254 Juni 1); Heldmann ZUG. 33, 413 (1255 u kt. 10). >) 2m'<7 wie Lehr. 219; s. das. Anm. 21. ») Zum Wortlaut m. oben S. 405 m. ' Anm. 7. 4 ) Vgl. oben S. 392. 6 ) Luc. 7, 11 f. ) Wohl Oberorkc 7 ) Bentref lag südöstl. v. Bosenthal; s. Landau, Wüste Ortschaften 235 f. 8 ) Vgl. oben 8. 392 m. Anm. 10. ") Vermutungen und Erfindungen. I0 ) Vgl. Lehr. 222 u. 211. 416 Stadtchronik. barmhertzig furste geyn dy frummen; sundern geyn syne fygende was er gar ernst und strenge 1 )- Alfs er nu vernam, wy die von Franckenberg in vortzyten so vil anfechtunge von den Altensassen adder Westphelingen unde andern heyden gehapt unde doch alletzyt sich vor den fyenden enthalden hatten, do quam er dar unde gab der stad eyn nuw secret a ), bynamen den bonten leben 2 ) mit eyner gülden krönen 3 ) unde gülden klaen in eyme blaen felde, halp ufe eyme gülden berge springende 4 ). Alsus hat dy stad dry ingesigele 5 ); das grofse 6 ) höret dem rathe unde der gemeyne semptlichin zu, das nuw secret a ) 7 ) gehöret alleyne dem rathe zu, unde das alte secret 8 ) 8 ) gehöret alleyn der gemeyne zu, difs nuttze[t dy] stad an iren moifsen, nas unde dro[cken] b ). Zu disfsen getzyten wor[in die] Westphelinge unde Padebor[n- schin] fy[ge]nt unde daden disfs[er stad] 9 ) vil schaden[s], Efs ge- schach zu eyn[er tzyt], das lant[grave Hin]rich jagede e[n nach unde quam an sie, u]nde streden [zusammen eynen grosfsen] mecb- •bl 15». tig[en stryd. Unde got gap") eme das glucke, das er] 1 ') * d ) den stryd gewan, unde slug er mee wan 150 toit, unde finck er 120 guter wopener. Als man das auch 10 ) lesit in der Doringer 6 ) chroniken 11 ). 1270. Do man schreib nach Christus gehurt 1270 jare, du starp der selige priester unde monch zu Heyne, genant bruder Curt von Hirlifshey m 18 > 1270. Im selben jare geschach efs, das die Westphelinge tzogin widder in Hessen unde daden grossen 6 ) schaden. Da quam lantgrave Hinrich abermalfs mit en zu stride. Unde behilt das feit mit grosfsen eren, so Herbst, das der Westphelinge bie 400 toit bieben 10 ). Dufs geschach im herbeste 14 ) bie Karlefskyrchin. Alsus lefsit man zu Heyne"). 1277. Darnach du man schreib nach gots geburt 1277 jar, du was bisschoff Wernher zu Menttz, der thet disfsen fursten in den ban, unde lege de eyn interdict in das gantze lant zu Hessen, unde was vil dedin- genfs umbe, so das der furste 7 jar lang in dem ban wafs '"). In disfser phede leyd die stad Franckenberg auch 17 ) vil Schadens 18 ); want grave Godfrid von Tzigenhayn unde grave Widdekynd von Battenburg, dei dan von geburt was eyner von Witgensteyn, die woren des bisschoffs helffere mit vil andern hern. Defs samede der lantgrave eyn grofs fulck; unde geboit in syme lande, dafs alle manfslude, die eynen stecken adder swert getragen mochtin, das die quemen vor Fritzlar 19 ). Want der bisschon lag zur seibin tzyt dar 20 ). Da lifs der lantgrave eynen stryd dem bisschoffe anbyten. Den nam er uff unde tzoch ufs der stad zu felde. Unde alfs der bisschoff sach sulch groifs fulck, du floch he widder zu der aj t mit Schleife. i>) Hs. durch Abreißen beschädigt. Vgl. oben 8- 410 Anm. a. c) Hss. Und gab. angereiht — A. Heldmann ZUG. 33, 414 Anm. 1 besieht selbst auf jm 1582 von Abraham Säur behaupteten Tag der Grundsteinlegung, Apr. 8 . A °er Säur kannte auch den Tag der Stadtgründung: '520 Apr. 14! »7 4i8 Stadichronik. 1286. mille ducentenis decies octo quoquc senis funditus") inccptum est opus hoc et amabile templum, destructo veteri penitus, Marie sub honore; inclitus Hinricus, dux ecce Brabanticus extans 1 ), iste nepos lantgravius est et Elisabeth alme, saxa manu propria fundo princeps locat ima 2 ). 1286. Item: gloria, rex, tibi sit mox et laUs, Christo, salutis; in disfsem lctzsten versu findet man das datum in den buchstaben a ) 3 ). Item b ) : 1286. excribo 0 ) templo, quo anno sunt saxa subacta b ) d ) 4 ). »bi. is'ab. * (Hir sal stehin, das man buwet die dritten kirchin zur» Franckenberge.) e ) »bi. i6a. * f )Dyt ist die dritte kyrche 5 ). Hirumbe pleget man auch die fryheid mit dryen banirn ufszusticken, unde singet auch alle jar drymal terribilis in derselben kyrehin 6 ), das irste uff den applafs- tag"), das ander uff den letzstin applafstag 8 ), unde das dritte ist geleget uff sent Sebastianfs tag 9 ). Uff das irste terribilis so plegen die bürgere ire hufse mit meye, mit blumen unde schonen duchern zu smucken unde alle gasfsen vorhynne gar schone zu machin, z u wesschin unde mit blumen zu bestrauwen. So treget man zu der vesper 10 ) das heyligthum mit kertzen, phanen unde procession in das cloister Gorgenberg gar erlichin ; dar pleget man zu predigen 8 ) eyne halbe stunde. Dan gehit man mit der procession under dem Heyne hin widder in die stad. Unde wan die processio gescheen ist, so hebet man vesper an. Dicwile die vesper wert, so bestellen die buwmeistere u ) eynen priester, bo sie können adder wilchin sie vvullen; der prediget uff dem kirchhoffe unde biddet vor al diegene, dy ire milden almufsen zu dem buw unde geluchte geben t2 ). Dels plag auch lantgrave Hinrich alle jar dar zu kommen adder sy» e dyncre dar zu schicken, in follem harnesch umbezuryden, ali's vor altin jaren gescheyn was 13 ), uff das keyn ungefuck dar geschee 14 ). Defs- glichin dadin auch die andern fursten nach eme; die schicktin alle jar ire dynere in follem harnesch dar mit den trummetern unde a) Funditus—buchstaben auf Ersatzstück. b) Item—subaeta auf deffl Ersatzstück nachträglich zugefügt. e) so. *) Die Ms. hebt, hier i» lC weiterhin, die Zählbuchstaben nicht hervor. «) Ausgeführt. ') Bla$~ zahl [14] weggeschnitten. e) Hs. predigan. ') Zur Bezeichnung Lgr. Heinrichs als 'Hz. v. Brabani' vgl. oben S. 229 m. Anm. b u. d; 372; 415 m. Anm.10. ") Teils mit, teils ohne Binnenreim besonders merkwürdig Vers 2. ") Vgl. z B. Lehr. 290. 4 ) Von diesen Denkversen hat wohl dasselbe zu gelten, wie von denen zu '520'; s. oben S. 390 Anm. 1. Da/'s sie auf Ersatzstück stehen, spricht wohl für nachträgliche Ueber- arbeitung : dies wieder, wie auch das abermals spätere Zusetzen noch eines weiteren Denkverses, für eigene Arbeit. s ) Vgl. oben S. 402 f. ") 'Terribilis e sl locus iste' ist der Introitus der Kirchweihefestc. ') Wann dieser gewesen seh vermag G. hier zu '1286' so wenig zu sagen, wie oben zu '810' ; s. S. 403 Anm- * Seit 1316 war er am Sonnlag nach Juni 24. H ) Sonntag danach. °) Jan- 2°- ">) Am Sonnabend vor Ablafs (Ablafsabend) ; vgl unten S. 419 Z 2. ") ™* e 2 Kirchenbaumeister (buwm. u. 1. frauwen) des Stadtrats. v ') Diese Schilderung des gegenwärtigen Brauchs geht nachher weiter; vgl. unten S- & J Anm. 4. w ) Vgl. oben S. 403 f. ") Dieser Satz (Defs plag U. s. «V Erfindung. Zum Wortlaut vgl. oben a. a. 0. Stadtchronik. 419 Bl. !6b. piffern'). Da smucktin sich die bürgere auch herufs in iren harnesch. Unde uff den sonnabint^) zu obint tzusschin 8 unde 9 uren so r yden sie vom slosfse durch dy Mittelgassen herabe unde uwer das Martt widder uff 3 ), unde hattin vile wachfskertzin, y tzwo unde tzwo yngeteylt. Dcfs woren auch die piffer unde trummeter unde andere spillute yngeteylt; den gab dy stad ire dranckgelt Alsus r yden sie *drymal umbe. Da dingetin sich die fremmeden lüde uff die hufser, alfs ob efs in der heyligthumpsfart zu Achc werc, sulchin reysig-en getzuck zu beschauwen. Da songen die jung-- frauwen, die meyde unde ander frauwen uff den hufsin. Das werte d y gantzin nacht, bifs das man mettin lutc. Unde was so grosfse fronde unde herlicheyd, das in dem gantzin lande zu Hessen an keynem ende defsglichin mee was. Des 1 ) morgens 5 ) nach der betten so singet man funff frumesfse uff den 5 altanen vor dem ch oro. Zu der hoemesse treget man aber das heyligthum mit psmochten kertzin, phanen unde procession die Mittelgassen herabe ° lf s in die Heydekirchin, unde vorterfs das Martt uff bifs vor unfse Hebe frauwen 6). Dar wifset man dan das heyligthum und verkündiget den applafs unde die tzeichin. In der procession gibbet man presencie allen priestern, geistlich unde werntlich, unde auch allen piffern, trummetern unde seytenspilluden. Alfs man schreib nach gots geburt 1288 jare?), du lifs lant- >28S grave Hinrich den grosfsen fisschetich machin ufs der stad gemeyne»). Alfs das auch Johan^Rytesel schribet in syner croniken 9 ). Uwer die- selbin gemevnc ginck eyn steynweck «>) bifs in dy leymekuten''), de s man auch die worheyd hirnach mee wan uwer 200 jar herfallt, alf s man denselbin tich ufslifs 12 ): dar sach man nach [denjaelbin ) st eynweck an tzween enden, unde fant auch dy weyngleyfsin in die steyne g-etreddetis) Auch lifs der forste evnen spital buwen urt dei Ed ern, i n die ere sent Elisabeth, siner eltermuter. Darselbis gab m an den armen krancken luden die spifse von dem slosfse' 4 ). Unde a ) Beschädigt. ,.. ') Die Haferrechnung des Frankenherger Schulthäfsen MatheusGlockcimn i?or U30 bis 1*30 hat diesen Angaben entsprechende Einträge zu 1421, UM u. l **5 (die beiden letzten auch in der gleichz. Kornrechnung). 1421 Juni -^ö, uns «s aplafsis abint, du quam der lantfoid, jungher Eckart Rietesil, zeu Pranckcnberg |eredin mit 25 perdin, und hattin uff der strafsc gehaldin czusschin Wetter unde Pranckinberg „mme unsers aplafs willin und derjene (1424 der lüde)., dy tote wanderten. U24 Juni 24 kamen und taten ebenso B. Ludwig v Erfurtshaxiscn ■*■ Genossen mit 50 Pferden; noch am Ablafstag seihst, Juni 25, ritten sie wuaei fW- 1425 Juli 1. uff unser» aplafstag, kam Lgr. Ludwig I selbst nach Franken- "£ S9 . 9 Z. iß f *) Hier setzt die Schilderung des gegenwärtigen Brauas «**r eil JSBonntag. •>!* PfarrMrche ') WUßmhch f ertragen aus Lehr. 228 f: Weihe der Marburger Sehlolskapellc. . >J£- Lc hr. 229 m i nm 2 ") Vgl. das. 229 m. Anm. 3. l ") von der lich- S3-- \% obenS.mZ.SSfr. ») 1494, , Uhr 307 (unten Bl. wb am Ende). ") Eigene Beobachtung? ") Erfindungen t A20 Stadtchronik. was genant der spital under dem Heyne. Want da itzunt die nuwen- stad 1yd, da stunt vil gutes buwholtzefs unde was eyn schone heyn bifs an das gebicke defs slosfses. «bi. is'r. * Darnach do man schreib nach gots geburt 1291 jar, du 1291. quam lantgraveHinrich geyn Franckenberg 1 ). Unde gab den burgern 2 ) eynen latinschin gnadenbrieff 3 ); alsus: werfs sache, das ymants stürbe sunder liebeserben, das alfsdan der furste sich nicht, noch nymants von der hern wegin, tzihin sal zu den nachgelafsin gutern; sundern dieselbin sullen den nehisten rechten erben unde nach- kommeden fulgen, die in dem furstenthum zu Hessen wonhafftig 1294. sint 4 ). Darnach uwer dry jar 5 ) do begnadigete dusfser furste unde irste lantgrave zu Hessen die von Franckenberge gar grofslichin unde hirlichin, unde gab en des in latino 6 ) sinen uffen brieff vor sich unde alle sine nachkommen erben, ummer, stede, unverbrochlichin unde ewiglichin zu haltin, mit difsfsen nachgeschrebin stucken'). 'Zum irsten alle gnade, fryheid, hirlicheyd unde gonst, die sie von den unuwer- wynlichstin Romschin keyfsern, kunnigen unde andern hern von alder herbracht han, geredden wir vor unfs unde unfse erben ummer zu halden 8 ). Auch sullen die bürgere schosfsen unde bede") gebin uff den eyd" 1 ), der riche mit dem armen "), unde furgelt 12 ), alle die in die pharre zum Franckenberge hören 1B ). Unde die vor der stad in den garten unde in den molen wonen"), die sullen auch bede unde furgelt mit unfsern burgern gebin' 6 ). Werfs aber, das sie zu dem schaden quemen von brande, von nidderloge, von verstornisfse adder von wilcherley" schaden das geschee, das sie uns a ) nicht folle bede gegebin mochtin, da unfs unde sie god vor behude, so sullen sie alfso lange sittzin an bede, bifs das sie zu dem staden unde möge quemen, das sie uns") widder wole ») uns (heidemal) verkleckst. ') Das ergibt sich aus der Urkunde nicht. *) Vorl. oppidanis et universis civibus nostris in Franchenbercb. 3 ) Urk. Lgr. Heinrichs 1291 Märe 11 (in dominica invoeavit); de consensu dileetae collateralis nostrae Mcchtildis. Abschrift von etwa 1620 im Buch l Stadtsachc' des Frankenberger Stadtarchivs, Bl. 153. *) Vorl. quod quieunque morte praeventus disecsserit, licet prolem non habeat, quod propter hoc de bonis et rebus defimcti nos non intromittemus nee aliqueffl nostro nomine intromittere sustinebimus, sed bona . . . defuneti devolvi debent ad suos haeredes et legitimos successores, ubieunque in nostris communionibus habitaverint. — Vgl unten S. 433 (Urk 1358 0. T.). 5 ) Bas folgende 'grofse' Privileg ist eine Fälschung G.'s. Wörtlich ausgeschriebene Vorlagen: 1) Urk d. Lgfn. Heinrich II u. Otto 1357 Bes. 7 für Marburg; 2) Johann Emerichs (f 1494 Nov. 15) Stadtrecht v. Frankenberg, 1493. Bie Urk. 1357 in Ausf. Perg. m. 2 anh- S. im Marb. Archiv (Urkk. des Staatsarch.; Eigent. d. Stadt M.). c ) G' s Vorlagen deutsch, aber das obige echte Privileg von 1291 lateinisch. ') Urk- 1357 Eingang (an dissem brifc; begnadiget . . . ummer . . . mid sotan stucken . . . . -i als hirnoch geschr. sted, dy wir u. alle unse nachk. erbin wullin . . . cwecl., stede u. unvirbr. haldin). ») Eigener, zusammengestüclder, Zusatz. Vgl. Urk. § * (Z. d. erstin) u. Eingang (vor uns u. unse erbin; gunst u. gnade, dy wir..... habin; ftyheidingin); Stadirecht Bl. 45'a (am Ende) alle aide herkommen, herlichke id. ') Vorl. furgelt; vgl. unten Anm. 12. 10 ) Urk. § 4 (sei). uf den eyd u. furg. g.), ") Urk. ,§ 5 setzin uf irn eyd dorne richin als den' armen. ") Vorl. (§ 1) bede; vgl'oben Anm. 9. "') Urk. § 1 (ph. z. M.)- 'q Vorl. zeu dem Tutschin huse gesezzin sin odir anderswo, dy in dy vorgen. pharre horin. Vgl. hierzu K. Heldmann ZHG. 30, 54 u. 67 f: zu dem, was G. daß'' einsetzt, oben S- 412 u. 417. ,s ) Urk. § 6, gedr. ZHG. 30, 54 Anm. § 2 - Stadtchronik. 421 bede gegel)in mögen'). Auch wilcherley erpgut adder tzinfse in der feltmarg umbe die stad 2 ) gelegin sint, 3 ) das sal mit unfsem bürgern auch bede gebin 4 ). Auch wilcherley erplich gilt *adder renthe man adder *bi. i6'i». jiauvve gebin adder gegebin hau adder vor ire sele bescheydin han geist- lichin luden adder werntlichen paffen, die sullen das in der jarfrist ver- kouffen den nehistin 6 ) unfsem burgern vor eynen mogelichin phennig"). Auch wilch lantman unfsem burgern schullig ist, dem mogin sie in der genanten stad zusprechin mit gerichte, alfs recht ist 1 ). Nymant ensal Unfsem burgern kamps 8 ) ansprechin, he enhabe dan jar unde tag mit en in dem slosfse gesessen, he enwilkore eis dan, der unfse burger da ist 9 ). Wilch unfser burger eynen frevel begehit, darvon he unfs bufsfellig ist'"), v °n dem sal unfse amptman bürgen nemen vor tzwey teile") unde sal eme defs dritten glouben. Werfs aber, das he nicht bürgen enhette, so mochte unfse amptman den sei bin darvor halden 12 ). Auch mögen unfse bürgere 18 ) adder scheffln untedige lüde unde 14 ) alle dygene, die en ire r yheid brechin 14 ), angriffen, wo sie dy ankommen"'), unde in unfser Sefenckenisfse darselbis adder in ircn eigin torn 16 ) settzin, dieselbin tr >issetedigen rechtfertigin 17 ) nach alder gewonheid 18 ), damidde sullin 6 nicht frevelt han 19 ). Eyni's burgers soen, der in ander lande wan- e 't unde keyne frauwen nympt adder anderfswo keyn burger enist, wy ail ge der usfse gewest ist unde widder heym in unfser stad Francken- er ? kummet, den sal man vor eynen burger halden 20 ). Auch sullen Unfser burgmanne unfsern burgern zu rechte stehin vor unfserm amptmanne Umbe schult adder geburgetze, ufsgescheyden erplich gut unde was e yme an sine ere geet, da sal man vor unfs umbe dedingen"). Wan man die vir 22 ) ungebodin dinge sittzet, was rüge dan inkommet von brode, ") b ye adder von fleische, die busfse sal halp uns gefallen unde halp unfser stad zu erme buw 24 ). Auch sal unfse stad alle gelt 26 ) von 26 ) dem wyne, von der wogen unde alle andere nuttzunge von den hantwereken 26 ) haben unde behalden zu allen gebrechin der stad, zu muren, * a ) tornen, »Bl. 17». Drucken, stegin, wegin, siegen unde zu anders erme buwe, alfs sie das v °n alder herbracht han"). Auch ensal nymant 28 ) wyn adder byr schencken a ) Blattzahl [15] weggeschnitten. . ) Urk. § 3. '-') Vorl. egen. pharre; s. auch Anm. 3. Zu dem, ivas G. sTI/***' "^ °^ en ^" ^ **' Heister Nr. 197 (Zusammenfassung jener u. unserer 4 . e ". e J- : ') Ausgelassen: da man von aldir bede von gegebin had.' Vgl Anm. 2. 1 urk. § 7, g e d r a , a . 0. § 3. '") Ausgelassen: odir. °) Urk. § 8, f**£ a. a. 0. § 4. Vgl. unten S. 433 (Urk. 1358 Sept. 5). ') Urk. § 11. "1 v" ^ am P llis - Vgl. Register Nr. 210 Von dem kampe. °) Urk. § 12. ) Vorl. dry phunt phenninge buzit. Vgl. Anm. 12. ") Vorl. pliund. Vgl. *nm. is ( , cile j i»j Urk § 13 y g i Stadtrecht, 8 Bl. 162', Von uwer- redunge; dort: 'bufshafftig (ist)' «. 'tzwey teile'. la ) Vorl. burgirmeistire. J u nde—brechin eigener Zusatz. 16 ) Urk. § 21. lu ) Demnach in den ?I?'®* W °der in den kleinen gefangentom Vgl. oben S. 397 u. Register Nr. , 66 (Zusammenfassung Jena- u. unserer Stelle). ") Vgl. oben S. 404; dort: m der stad mit gef. verw'aren 11 ..... darselbis richten. 1B ) Oben S. 404 als vo° W ,? a '^ d. Gr. verliehene fryhcid. J9 ) Eigene Zusätze. Vgl. d. vor. Anmn. J Stadtrecht Bl. 45a (so hat he die burgerschafft . . . noch). 21 ) Urk. § 15. v l)l- unten Bl. 21a (1366). ''"■) Vgl. oben S. 405 Anm. 3. 2S ) Ausgelassen: wyne. 24 ) Urk. § 14. 26 ) Vorl. daz ungelt. Vgl. Anm. 26. ) von—hantwereken eigener Zusatz. Vgl. oben S. 407 (hier ungelt) m. Anm. 2; 4*2 m. Anm. 9; Register Nr. 198 u. 216 (hier ung.) m. Anmn. ") Ausgelassen: u. daz sullin sii an der stad nutz legin. — Urk. § 19, gedr. ZHG 16, 71 Anm. 1. J8j Ausgelassen: mid unsirn burgirn z. M. 422 Stadtchronik. adder ') andern kouffmanschatz trihcn '), he ensie dan eyu middeburger unde gebe bede unde furgelt-). Ob auch unfser burgmanne ymants anders in ire husfsunge settzstin, der sal bede unde furgelt gcbin unde sal thun, alfs eyn ander burger; eis envvere dan, das he keyn phee, keyn ackerwerg, keyn gesinde adder keynen haudel enhette, sunder das he alleyne den burgmannen ire gulde unde renthe uft- hube. Derglichen sal man efs haltin mit den geistlichin hülsen*)- Auch ensal nymants uwer unfser bürgere unde 4 )underthan zum Franckenberge vortmerfs 4 ) seend sittzin»), alfs 5 ) wir sulchc fryhcyd herlanget*) han'). Auch was gesettzes unfse scheffln unde rath machen, settzin 1 ') adder entsettzin, uns unde der stad zu eren unde zu nottze uff eren eyn unde bescheydenheid, wer das frevelichin straffet adder widderstunde, der sal eyn jar ufs der stad sin, unde sal unfs busfsen 10 punt phennige, icke- lichem burgmanne, der zum Franckenberge gesesfsin ist, unde ickelichem scheffln funff Schillinge phennige, unde unfser stad gemeynliche eyn fuder wynfs 8 ). Auch alfs dicke eyn scheffinampt ledig wirdet, so stillen die andern unfse scheffln eynen andern an des stat kyfsen 9 ), der 10 ) eyn unberochtig man unde firumme von sinen aldern ist 10 ), der sie duncket uff erin eyd, das he dartzu unfs, unfserm lande unde unfser stad gut unde nottze sie"). Unde wilch scheffln sine ee blichet adder beswechet, der sal des scheffinfsstulfs unde aller ere beroubet sin r2 ). Datum 1294. 1294' 13 ). 1295. Nach gots geburt du man tzalte 1295 jare 14 ), do was bisschoff Gerhard von Menttz des lantgraven fygent 15 ). Der bisschoff was eyn er »Bl nb. von Eppensteyn"). *Unde grave Widdekynd von Battinburg der haln eme 17 ). Da geschach aber 1 ^) groifs schade den von P'ranckenberg 19 )- 1297. Darnach du man tzalte nach gots geburt 1297 jare, du brach der grosfse tich ufs, unde fürte vil gebuwes zum Gorgenberge enwech, dartzu die Obermolen 20 ), unde thet dem cloister mireklichin grosfsin schaden. Alfso ») Hs. sitz- | tzin. b) Bis. setz- | tzin. ') adder—triben eigener Zusatz. Vgl. unten Bl. 25 a (Urk. 1392 Dez. 7)- *) Vorl. her engebe geschoz u. bede mid en. — Urk. § 20. 3 ) Vgl. Stadtrecht Bl. 48a (alle hufsc), efs enweryn dan prister hufse ader borgkmatie, . . . . • s0 dy ader ir scheffener selbst da inne wonhaftig synt. Aber wer sust da ynne sittzt, der ire sach nit zu thunde hait, der gibt furschillinge u. verstehet syn gut, als cy 11 ander. 4 ) unde - vortmerfs eigener Zusatz. Vgl. Anm. 6. 6 ) Ausgelassen: unse eldirn unde. Vgl. Anm. 6. c ) Vorl. ilaz herbrochit. Zu den Aenderungen vgl. oben S. 417 (nach Lehr. 226): Lgr. Heinrich I erlangt fW künftig (vortmerfs) sulch priviley u. friheid. 7 ) Urk. § 22, gedr. ZUG- 30, 434 Anm. 1. (G.'s Fälschung das. 434 u. 455 als echt benutzt). ' ") Urk- § 23, gekürzt. ") Urk. § 17. 10 ) der—ist Zusatz nach Stadtrecht #<■ 45'a (Wie der scheffln sin sal): von unberuchtigen frommen aldern..... u. selbes fromme. ") Urk. § 17 Forts., gekürzt. Vgl. unten Bl. 21b (Urk. 1368 Okt. 0)- ") Nach Stadtrecht a. a. 0.: (der scheffln) sal . . . sine ee halten; der cebrecher nicht wert.....uwer ere.....zu wifsen, sunder man sal en ufs dem scheffu)sti» e werften. 13 ) Ohne Tagesdatum! — Vielleicht ist beachtenswert die Gleichung l-\-2-\-9-{-4 = l~\-3-\-5-\-7. ") Vorl. nur Darnach (vorher 1293, nachher 1297). 16 ) Vgl. Lehr. 231. Dort: B. u. Lgr. mit tzweydracht verworn '") Vgl. Lehr. 229. ") Erfindung, die das Folgende einleuchtender machen soll (Baltenberg nahe bei Frankenberg). Anregung oben S. 416 (1277). Vgl- auch unten S. 425 (1300). i«) Wie oben 1277 ff. n ) Willkürlich 8tW Lehr. 231: der b. thet dem lande zu Hessen grosfsen schaden. -°) Des Klosters; vgl. oben S. 302 f m. Anm. 1. Stadtchronik. 423 lifs der furste den tich widdermachin mit eyme starckern dämme, wan vormalfs gewest was 1 ). . Bie dufs vorgeschrebin forsten, lantgraven Hinrichs defs lrstin, getzytin*) do stunt Franckenberg in grosfsen ercn 3) unde was gar wole unde foll gebuwet 4 ). Die hülse woren von gesnedem holtze gemacht unde ^ebriddert vorne mit schonen vorgesperren, die woren kostlichin durchsnydden, vergrabin unde mit grossen spangen beslagin Die stobben woren hynden ufs gemacht, hirumbe so hatten die hufse grosfsen gerum unde wyde irne; dieselben irne worin mit schonen fireckedin steynen geplestert. Die hufsere hattin auch vorne alle fenstere zu beyden syten unde hattin auch meysten- teyl tzwo doer, in aller masfse alfs zu Franckenford die hufsere fenster unde doer habin5). Efs worin auch vil hufsere, die hattm tzwene keiner, so das die bürgere eynen keiner verluhm den kourf- kuden, da sie ire wyne unde ander narunge ynne hattin, unde die bürgere behilden en selbirs den andern. Derselbin keiner was vile mit grosfsen steynen geplestert; unde hattin in der mittel eynen grosfsen steynen sarck, da eyn fuder wynfs in ginck: ob eyme f asfse der boden ufsfur, das der wyn dannoch behaltin wurde. Auch stunden hirusfse vor den keinem grosfse steyne adder posten, d a man die seyle umbe slug, wan man die wyne yn lifs gaen. Der hufser worin auch vil drymal uwersatzst unde ynnewennig mit guden kamern unde louben durchbuwet, mit schönem gemeltze. Man *m. m fant auch in den rechtin gassen keyne absiden noch ander unende- üche buwc; defs enhette man nymants zugelosfsen. Unde was die stad Franckenberg so wole, so schone unde so fol gebuwet, alls keyne stad in Hessen was zu der tzyt, unde stont in hocher wirdickeydG) Unde was vil kouffslagen da. Want was getzauw vom %ne quamen na Westphalen, die leydcn zum Franckenberge nidder?), efs were an wyne, an gewande, an wurttzin adder wilcüer- ley das were«); want efs wafs in Westphalen ebintur ich 9 ). Der- glichin so endorfftin die koufflude ufs Westphalen nicht durch die Wederauw wandern; hirumbe so leyden sie auch zum Franckenberge nidder™) Stockfisch, hering, bottern, kefse, honnig"), ledder iinde andern rait"). Alsus was groifs handel in der stad; unde sonder- üchin uff die vir jarmartte, alfs zum applafs 13 ), zu sent Michelfs, zu sent Mertinfs unde zu sent Peters tagen 14 ). Auch was allen sonnabmt ') Lehr. 234 f. Dort ausführlicher. Citat: Georgenberg! ') ™Ä»;- hcher Ansatz. s , Stehende Formel. Vgl. oben S. 407 m. Änm. 5. \u « folgende Schilderung mischt Tatsächliches mit Vermutetem und Wundenem. •') Die Aussage über Frankfurt wohl aus eigener Anschauung. Ww'iei- \olungen ; s. tben Z. 3 5. ') Vgl, Lehr. 277 (wiederholt ^J\Sj,t Änm. 26: 1391 in Westfalen 4° getzauw.....ufs Hessen. ") Vgl. f^«™ &■ 48'a (koiffmanschattz): gewallt,.....wurttz,..... wyn ) Vgl.■ JAHT- "■ a. 0. •") Vgl. das. m Änm. 27: von der see . . in Hessen. ) H/*- Stadtr. a a 0 ■ heriV . . Stockfisch,.....honnig, bottern, . . kefse. ) >£/<• Lehr. a.a 0 festlpise, leder u ander raith; Stadtr. Bl. 48'b (amchliesend) le der. 18, Seit 1316 ; Sonntag nach Juni 24 ; vgl. oben S. 403 m. Änm. 1 , «ö »»• Änm 7 ><>S Cl i 29 Nov. 11, Febr. 22 (Cathedra Fein). Vgl. oben S. foT-WinkellniTBeschreib. v. Hessen 392, nennt 5 ^^^Jok^is Variete: l) Mittw. n. Feiri Stuhlfeier ,J) MiUw.nOstern, 3 ) M ^l^f^T Baptistae, 4) Mittw. n. Michaelis,bezw.Mich.selbst, 5) Mittw. vor Thomae (Vez.2i). 424 Stadtchronik. orofs woohinmartt 1 ). Want da worcn umbc die sind vil dorffere, bynamen ynnewennig eyner guten mile so worin mee wan 80 guter dorffere unde hoffe, die alle geyn Franckenberg- plagin zu martte kommen. Unde geschach gar dicke, wan die fordersten wagin uff dem martte verkoufft hatten ire fruchte, ire holtz, irc kolen unde ander wäre, so enmochtin sie nicht widderumbe durch die gassen kummen vor vilen andern wagin, kamen unde getzauwen; hirumbe so füren die ledigin wagen zu der Tichporten ufs. Auch allen tag wan man pleget fleisch zu essen, so woren die fleischschern alle mit gudeme fleische wolc bestalt. Nu wafs cfs vormalfs gar dicke gescheen, das dy junchern, priestere, riche lüde unde ander mussig- genger, der zur seibin tzyt vast unde vile zum Franckenberge worcn unde efs gewartin konden, die koufften das beste fette fleisch, so das dem gemeynen manne das snodeste wart. Hirumbe machte die stad eyne ordinancie alsus. Wan die mettzler in die scherren .'gingen nach insattze irer tzonfft, so muste der tzonfftknecht eyne glocken luden, uff das nymant zu spade queme; dnrumbe wart dieselbe glocke genant die fleischglocke. Dieselbin fleischscherren stunden tzweyfeldick bynidder dem raithufse. In dem raithhufse hattin die beckere ire broitbencke, das wart auch gar ordenckliche gehalden. Wan efs auch zum rechtin applafs was, so stunden die kreme von dem kyrehhoffe das Martt abe bifs an den Grosfsin born. Defsglichin stunden die kreme die Mittelgassen abe von dem kirchhofe bifs an den Asschinborn. In der Undergassen da was wollin tuch, gut gewant unde wolle feyle.- In der Hindergassen was der weyd feyle. Want zu der tzyt tzoch man auch zum Franckenberge weyd; defs zu eyner worheyd heifset efs n[ach|") hudebytage bie derEdern: uff dem Weydlande. An dem Hepen- berge hatte man ulnwerck feyle. In der Stcyngasfsen was lynen- tuch unde was dartzu gehöret, alfs flafs, garn unde webegetzug» feile. In der Smiddegasfsen woren kessele unde harnesch feyle. In der Stoubegasfsen was botter, kefse unde milchwerck feyle. In der Delebrucken woren schu unde ledder feyle. Uff der Heyde worin pherde unde ander phee feyle Unde was so eyn köstlich jarmartt, das zu der tzyt synfsglichin in dem lande zu Hessen nicht mee enwas. Aber sulche hirlicheit unde grosfser handel der nam hirnehist von jaren zu jaren abe unde quam geyn Margburg, nachdemmale efs eyne stad worden was unde der furste sinen fursten- stad durch siner eldermuter, sent Elisabeth, willen dar hilt, unde auch das das obergerichte dar kommen was' 2 ). Auch so wurden hirnehist diesteynwege an etzlichen enden ufsgebrochin uff dem Marte unde in der Mittelgassen, unde wurden darselbis mistenstedde gemacht 3 ). By dissen getzytin du brante man die judden in Eessenlande 4 ), *) Beschädigt. ') Vgl. unten S. 435 (Urk 1371 Juli 21). ') Vgl. oben S. 411 Z. 4 ff) 405 Z. 15 ff) 411 Z. 32 f. *) Wie es früher dort gewesen sei, sagt G. oben S. 400 Z. 31 ff. *) In der Vorl. steht Hessen neben andern landen als erfundener Zusatz. Hier bleibt dieser allein übrig u. erhält dann seine Nutzanwendung auf Frankenberg. StacitchroniU. 42 5 darumbe das sie hatten eyn kynt | * a ) hermordet unde gemarteltin Doringen. *s m. ; Auch hatten sie in Franckrich das heylige sacrament gestochin unde gemartert 1 ). Also worin auch etzliche judden zum Franckenberge. Die nirte man geyn Geifsmar unde brante sie darselbis in 1 ') einer alden schüren; darumbe wart dieselbe stedde genant der Juddenhoff. v/ilche sich aber bekartin zum christenglouben, die lifs man lebenig 2 ), piesclben judden hatten ire schule (wuchs wir eyne kirche heifsin) 'n der Steyngassen, enwenig ob dem borne 3 ). Dieselbe stedde »eifset nach hudebytage dy Juddenschule. Zu disfsen getzyten, alfs man tzalte nach gots geburt 0 ) 1300 1300. J ar e, du gap grave Widdekynd von Battinburg das dorff Wefsint- felt dem orden sent Johans defs hospitals zu Jherusalcm 4 ). Alfs man schreib nach gots geburt 6 ) r3io jare, du hat her Eckard von Helffinberg, 1310. ntter, syn helfftenteyl s ) Wulckersdorff uftgetragen hern Otton, lantgraven Zl1 Hessen, unde hat das 6 ) widder zu lehene entphangen')■ Darnach do ma n schreib nach gots geburt c ) 1312 jare, du wart gestifft der altar 1312. defs heyligen cruttzes im Gorgenberge; unde wart dotiret unde oegiftig-et durch den vorgenanten hern Eckarden von Helffinberg 8 ). Bälde darnach du wart der altar sent Barbaren' 1 ) darselbis im *ni. ss. ^orgenberg s ) dotiret. Das thet eyne burgerssche zum Francken- ber &e, genant Czisa Raben 1 "). Zu disfsen getzyten 6 ) 11 ) du herlangeten die nachgeschrebin cloistere ickeliches f ) eyn terminye unde wonunge 12 ) hir zum Francken- ber g'e, sunderlichin die Wilhelmiten zu Wittzenhufsin, die Augustiner z u Alsfelt, die Carmeliten zu Cassel, die prediger unde [die] bar- •ussen«) zu Margburg 12 ). Unde satzste ickeliches f ) cloister eynen m °nch dar; dy plagin in der fasten zu predigen 12 ) allen tag, des m °rgens wan efs 8 slug, bifs efs 9 ur was. Alfsdanne lute man vorterfs zur mesfse. Unde dufs sal nymants wunder nemen. Wante 1 ') 211 der tzyt was vil herschaff zum Franckenberge uff dem slosfse, unde 1 ) vil eddellude unde burgmanne, auch k ) vil richer bürgere r a ) In F fehlt hier das ursprüngliche Blatt '16'. Ein etwa Ende des 16. de ä da f ür ein O e ßgtcs Ersatzblalt, 18 jetziger Zählung, gibt nur den Anfang * Ausgefallenen wieder. Ich lege die Hss. S u. St m Grunde, versuche aber Uc kuberselzung in eine Gerst. gemäße Schreibung. h ) S u Ers. F brante S ,n - ») S u. Ers. F a nato Christo. d) JJ S s. s. Barbare. °) S u. rs - F hisce temporibus. ') Hss. jedes. e) Hss. pr. u. b. h ) Hss. "• ') 8 u Ers. F auch. *) S u. Ers. F item. 3 . ') Lehr. 233 f. 2 ) Erfindungen. Vgl. oben Anm. 4; unten S. 431. ■ ~ e '« Steynbom; s. oben S. 399. ') Das Jahr und der Vorname falsch ; "Reicht erfunden, vgl. oben S. 422 m. Anm. 17. Schon 1238 war Gr. Werner II ■ Battenberg Johanniter zu Wiesenfeld, das vielleicht sein Vater, Gr. Werner I, u em Orden gestiftet hatte. S. Wende 3, 98 f u. 105 Anm ; Landau, Kur f. fiessen 402. ») Vorl. syne Uemmenode. 6 ) Vorl. sie. 7 ) Lehr. 239; j^lfftenteyl' u. 'das' irrige Aenderungen. G. will wohl die Tatsache berücksichtigen, *«/« die helffte der Burg 1389 den v. Bicken gehörte; s. Lehr. 276 f (unten S. y 0 /; hier halfftinteyl). Aber die v. Helfcnberg entäufserten sich dieser Hälfte aurch Verkauf an die v. Bicken erst 1328. S. Landau, Bitterburgen 3, 27 u. 32. /, y gl. A. Heldmann ZJ1G. 33, 438 unten. 9 ) Gestiftet 1311 durch den yeorgenberger Propst Mag. Gerlach Goz; s. Heldmann 438 f. ,0 ) Näheres bei Heldmann 439 oben — Wohl urkundliche Nachrichten. ") -De»' Zelt ~ a nsatz wohl willkürlich. u ) Vgl. Huyskcns ZHG 40, 179. 426 Stadtchronik. unde mussiggenger'). Hirumbe hilt man efs so erlich, in aller mafse itzunt zu Margburg geschieht"); auch allen heyligen tag uwer jar. Sunderlichin hüten die monche dusfse ordenunge, das der Wilhelmita verhilt den montag, der Augustiner den dinstag, der Carmelita den mittevvochen, der prediger den dornstag, der barfos den frytag. Unde den sonnabint plag man nicht zu predigen, unibe defs wochinmarttes willen 2 ). Darzu uwer jar plagin sie z u predigen alle sontage unde ander heyligen tage nach essens eyne stunde lang. 1315. Nach gots geburt 1 ') do man schreib 1315 jare 3 ), du was bisschoff Peter von Mentz lantgraven Otton fygent 4 ). Von disiser phedc schribet auch eyriteylfs") Johan Rytesel in syner chroniken b ). Do leyd d ) disfse stad Franckenbcrg aber vil Schadens 0 ), nachdem der bisschoff Battinburg unde Rofsintail y anchatte 1 ). Uff das 1111 die phede gerichtet wurde, so trug lantgrave Otto dem bisschoff zu lehin uff disfse stad Franckenberg unde Grunenberg, unde entphing sie widderumbe zu lehene 8 ). 1316. Do man schreib nach gots geburt") 1316 jare, du wart das applafs zum Franckenberge geleyt 9 ) uff soiitag nach sent Johans defs touffers f ) tag im sommer 10 ). Das thet der suffraganeus, genant bi. 25'. Johannes, episcopus Lavacensis B ) n ) Dufs wart 12 ; *bestediget durch den vorgenanten bisschoff Petern h ). Derselbe 13 ) satzste auch, das die kirchwyhunge der capellen uff der Heyde u ), der capellen under dem Heyne 15 ), der capellen zu Wickersdorff 16 ), sent Barben altar irfl Gorgenberg 17 ) unde defs heyligen cruttzes altar sullen auch vortmerfs gehaltin werden uff den vorgenanten sontag nach sent Johans tag- 1320. Dufs geschach do man schreib nach gots geburt 1320 jare 18 ). Hir sprechin etzliche, wie das aide applafs 19 ) sy gewest uff den 5. sontag nach oistern, genant vocem ioeunditatis 20 ). Unde sintdemmalc eis nicht [die] kyrmesfse') heisfset, sundern das applafs, da man g ot a ) Ersatz F bricht hier ab. b) g anno a Christo. °) e. fehlt S- •1) S erlitt. «) S anno a nato Christo cl. m. sehr. ') Hss. baptisteil. g) Hss. Lanacensis. h) £ ertzbischoff zu Maintz, Petrunt genant; St e. z. M. Petrus. •) Hss. n. k. ') Vgl. oben S. 424 X. 11 f. ') Vgl. oben S. 423 f. s ) In der Lehr- kein Jahr. 4 ) Vgl. Lehr. 241 (quam..... zu phedin). 5 ) Vgl. das. 24%- ") Willkürliche Behauptung, beruhend auf der folgenden Annahme ü. auf Lehr- 241 verterbetin ire lande. ' ') Vgl. Lehr. 257 oben. Battenberg war im Alleinbesitz von Mainz seit 1291; s. Wenck 3, 112. Rosenthal aber wurde erst «»» 1340 von Mainz angelegt; s. Landau, Kurf Hessen 406. ') Lehr. 241. Vgl- das. Anm. 20 *) Register Nr. 21 verrucket u. s. w. 10 ) Sonnt. «• Juni 24. — Vgl. oben S. 403 Anm. 1; 418 Anm. 7. ") 1316 Sept. 19 «* Fritzlar geicährte Johannes, ep. Lavacensis, Generahnkar FB. Peters, einen Ablaß bei gewissen Besuchen des Klosters Georgenberg u. des dortigen Barbara-Altars- Marb. Archiv. Fs ist offenbar der bei Fubel, Hierarchia catholica 1, 309 u. *% 307 verzeichnete Johann Messerer (ein Augustiner-Eremit), bezeugt zu 1312. Nach Fubel wäre er aber schon 1316 Aug. 1 zu Erfurt gestorben. "J 1320 ■ 10 ) EB. Peter. ") Vgl. oben S. 410 (Heydekirche). ,6 ) Vgl. oben S- 4J91 (spital u. d. H.). '") Südl. v. Frankenberg. S. Landau, Wüste Ortschaften 234- ") Vgl. Anm. 11. ls ) Wohl archivalische Nachrichten. 19 ) Vgl. Anw- 9 u. 10. ''") Wohl nur G.'s eigene Idee. Begründung im Folgenden. Stadtchronik. 427 den hern unibe gnade bitten sal, hirumbe 1 ) sie efs uff dem genanten sontage gewest" umbe der gelobede willin in dem cvangelio, alfs unser herre Jhesus sprichet: petite et accipietis"). Unde defs zu eyner orkundc so helt man denselbin tag nach hudebytage a ) mit tziroth unde gelude erlicher' 1 ) unde wirdicklicher wart 0 ) die andern sontage. — Do d ) man schreib nacli gots e ) geburt 1322, du wart der altar 132a. sent Ciriaci unde Marie Magdalene under dem Heyne consecriret d ) 3 ). Im seibin vorgenanten jare 4 ) do starp bisschoff Peter zu Mentz, 1320. unde quam eyn swartz monch an syn stad, genant Mathias 5 ). Disfser bisschoff wart auch f ) lantgraven Otton unde sines sones«) fygent 6 ). Die phede werete 8 jare 7 ), bifs in defs bisschoffs toid^). Da leyd aber disfse stad Franckenberg grosfse noit»). Sunderlichin geschach ef S h ) alfs man tzalte nach gots geburt 1328 jare, du tzoch bisschofl' 1328. Mathias unde grave Johan von Nassauw, des Dilnburg ist, mit gantzer ma cht ufs, zu beschedigin das laut zu Hessen. Da tzoch lantgrave Hmrich, lantgraven Otton soen 1 ), en entgegin; unde quamen bie Wettzflar zusammen unde striddin mit eynander.' Da bleib der von Nassauw toit unde m ench stultz ritter uff beyde siden. Unde wurden auch untzelich vil eddellude gefangen. Ydoch so was defs lantgraven schade am aller- groistenk) i<>)_ i n disfsem stryt namen die von Franckenberg unmefs- üchin grosfsen schaden *an dodin, an gefangin, an harnessche unde »bi. 26. an ') pherden, wante m ) sie mit gantzer macht daworen 11 ). Dufs gemach uff sent Laurencius tag 12 ). Dit ist die irste gemeyne nidderloge d er von Franckenberg sidder dem 11 ) irsten lantgraven zu Hessen 13 ). Hirvon findet man auch geschrebin in der Hessen chroniken«). (Hir sal stehin die irste gemeyne nidderloge der von Francken- ber g-> vor Wettzflar.) TT . . , l*°)Zu disfsen getzytin 15 ) du versattzste lantgrave Hinnch, •* bi. «.. v orgenant 16), die stad Franckenberg dem graven 1*) von Waldecken ™), a ) Hss. heutzutag. b) HSS. herlicher. ») Es8. dan. d) Do— consecriret war in F wohl auf dem Bande nachgetragen, wohl ohne Zeichen zum Einfügen. Es steht nur in S, und zwar etwas weiter unten. Vgl. Anm. h- ') Hs. Christi. f) auch fehlt S. «) Hss. seiner söhne. b) Hier iWgt in S Da—cons Und Das pal st zwar zeitlich, stört aber den sachlichen Zusammenhang. Vgl. Anm. d. ■) 1. O. s. fehlt S. k ) Lehr, allergroistes. ) an fehlt'S <*) Hss «lau ») Hss. den. <>) Blattzahl |17] weggeschnitten. ') Vgl. oben S 403 mit . . appl. u. gnade; hirumbe heisfset efs das appl. «■ nicht die kyrm. 2 ) Mat. 7, 7 f; Luc. 11, 9f; aeeipietis Mab. 21, 22. J Wohl archwalische Nachricht. ') Vgl. Anm. d u. h. Vorl. '1320. > Lehr. 243 6 ) Vgl Lehr. 245 Z. 10 ff. ') D. h. durch die ganze ftgicrungsseit Peters; vgl. Lehr. 245 Z. 10 'alletzyt' u. 246 m. Anm 14 1 1328. »j Willkürliche Behauptung. ">) Lehr. 246. ") Wohl &>'findung. Zum Wortlaut vgl. Lehr. 284 (nam . . . verderplichen gr. seh.) u. 300 (*» Bef., an ph. u. an hamesch). w ) Lehr. 246. «") Zuletzt '1295', oben 8 - 422. w) Vgl. Lehr. 246 m. Anm. 12 u. 13. ») 1327 Okt. 6; s. Anm. 18. ) t mit Schleife. ') Wohl archivalischc Nachricht. Vgl. oben Anm. 18 u. Urk. Gr. Heinrichs für Wolf Ziagen bei Juncker 71 f. 2 ) : 8 jare' nach '1320'. Lehr, ausdrücklich '1328'. 3 ) Lehr. 246. ') Heinrich. Vgl. oben Anm. 16. 6 ) Wohl archivalische Nachricht. Vgl. Landau a. a. 0.: l 1330 versprach Gr. Heinrich, den Schartenberg dem Lgr. Heinrich ohne Widerrede gegen Zahlung der Pfand- summe zurück zu geben 1 . Vgl. auch Kopp, Herren zu Itler 101 f: 1332 Fehde zwischen Lgr. Heinrich u. Gr. Heinrich. ") Lehr. 245. Vgl. -das. Anm. 2. ') Wie Matthias. *) Vgl. Lehr. 251 Z. 13—11 v. u.; 255Z. 9ff'. n ) Willkürliche Behauptung. 10 j Vgl. Lehr. 255 (zu 1350; richtig 1347). n ) Scheint willkürliche Ueberiragung des letzten Bicdesel-Citats Lehr. 246. ") Lehr- 245 (mit Auch eynteil) u. 255. lB ) Vielmehr 1335. Die Zahl 1336 ist vielleicht dem Privileg von 1335 Dez. 26 entnommen, s. unten Anm. 16. ") Vgl- Lehr. 244f. "') Vgl. unten S. 434(1365). ") 1335 Dez. 26 (1336 ans. Stephans t. d. erst, martelers) traf Lgr. Heinrich folgende Bestimmungen. Unsere Bürger in uns. Neustadt zu Frankenberg, dye wir nuwens uzgegebin hain, sollen frei sein bis zum nächsten Michaelstag u. von da an 9 Jahre (also bis 1345 Sept. 29) von aller Bede u. von Schätzung, ausgenommen Strafgelder (in bestimmten Sätzen) an uns. Gericht daselbst. Neu zuziehende Bürger sollen nicht verantwortlich sein für auswärtige Vergehung u. Schuld, aufser solcher in der Altstadt Frankenberg. Weitere Bestimmungen über das Gerichtsverhältnis zwischen Alt- u. Neustadt. Jeder Neustädter Schöffe mufs dortiger Hausbesitzer sein. Kein dortiger Einwohner ist frei von der Wacht u. dy stad zu begrabene u. sy zu vestene. Binnen jener 9 Jahre sollen die Bürger zollfrei sein in der Stadt u. mögen w uns. Wäldern hauen zu ihrem Bau u. Bedürfnis. Es soll keine Innung bestehen. Nach den 9 Jahren sollen die Neustädter dieselben Bechte haben, wie die Altstädter, ausgenommen die Innung. Jeder Bürger soll jährlich geben 1 Pfund Wachs auf Michaelstag u. 1 Fastnachtshuhn von seiner Hofstadt. Wer von uns einen Acker erhält, soll davon übliche Abgabe leisten. Die Zinse von Fleischbänken, Brotbänken u. anderen Hütten sollen nach den 9 Jahren halb an uns, halb an die Bürger fallen, vorher an diese allein, ihre Stadt zu bessern. Fran- kenb. Stadtarchiv, Or. m. grofsem Siegel. Stadtchronik. 429 *(Hir sal stehin lantgrave Hinrich der II., genant der ifsern »bi in«i.. lantgrave adder der milde 1 ), unde buwet die nuwenstad zum Franckenberge.)*) *Alfs nu die nuwenstad Franckenberg angefangin wart, du *m 19'a. furtin sie fremmet byr ufs andern stedden dar zu verkoufftn; damit die in der aldenstad gehindert wurden. Hirumbe so lifs der furste das verbyden. Unde gab des den aldcnsteddern sinen uffin brieft" in latino 2 )-, alsus: das in der nuwenstad Franckenberg, 'wilche dan nuwelichin angefangin ist', sal nymant keyn fremmet byr, das in andern steddin adder dorffern gebruwet ist, dar füren zu verkoufftn noch zu verschencken; sundern das byr alleyne, das in der aldenstad adder nuwenstad darselbis gebruwet wirdet, das mag gemeyn- 'ichin alleman schencken adder vorkouffin. Datum 1336, zu sent133ou.Ju.n29. Peterfs unde Paulus tag 3). In disfsen getzvtin du worcn etzliche lüde, die tzogin ufs der aldenstad unde kartin sich in dy nuwenstad, villichte umbc der ftyheid willen. Unde diesclbin enwuldcn auch nicht geschofs unde bede gebin in die aldinstad von den gutern, da sie vormalfs vonne geschosfset hatten. Hirumbe lifs der furste das auch verbiden. Unde gab defs den aldensteddern eynen latinschin 2 ) brieff; alsus: das man von allin gutern, dy ufs Franckenberg befruchtiget unde gearbeyd werden, da man bifs inher bede, geschosfs adder ander Un gelt vonne gegebin hat, sal man vortermerfs sulche bede unde £ el t, so vil gewonlich ist, betzalen unde gebin+); efs enwere dan sac he, das ymants eider brieffe von dusfsem fursten adder von sinen vorfarn dargeyn hette, dieselbin wil er in erer macht lasfsin Unde vortan spricht der brieff, wy das der furste enwil noch ensal v ortmerfs in der stad nach darvor keyne gutere mehe frygen bufsfsin uffinbaren willen unde folbort der bürgere. Vorterfs verbudet der furste hertlichin, das keyn burger ufs der aldenstad tzihin sal noch n «fs *halden noch sich wenden sal in die nuwenstad. Datum 1337, «bi. 19-b. uf f sent Albanfs tage»). I337 Juni 2 '' Im seibin vorgenantin jare do wart die nuwe capelle im J 337- ^orgenberge gebuwet 6 ). unde dy tzwene altaria darinne 7 ). Im se lbin jare, alfs die pharkirche vilna reyde wafs 8 ), do brach man '337- a ) Ausgeführt. ') So nur hier. *) Vgl. unten Anm. 4. ") Urk. Lgr. Heinrichs. ~~ Uebcr eine andere Urk. 0. 1336 zu Frankenberg s. Lehr. 249 m. Anm. 1. > v 'ß- Urk. Lgr. Heinrichs für Grünberg 1336 Man 8, AHG. 2, 130: uniyersa ■ • ■ bona in dicto opido . . . et in terminis seu campis . . . sita, que ab anüquo ' • • tributaria fuerunt, . . . deineeps ad precarias et contributiones non minus quam JJ« bona . . . ibidem obligari debebunt et teneri. Vgl auch oben S. 421 vi. Anm. 3. I vrh. Lgr. Heinrichs. Späteres Nochvorhandensein bezeugt ein Randvermerk der Hs. '— 1333 Apr. 24 gab der I^gr. der Bäckerinnung der Altstadt ein Privileg, insbesondere (jeden Concurrens aus der Neustadt. Marb. Staatsarchiv, fbschr. «, Vgl A Heldmann ZHG. 33, 438 f. ') Einer von ihnen war f» unten S. 4SI genannte Allerheiligen-Altar; vgl. Register Nr. 78 m. Anm. 2; Heldmann 439. Statt des anderen nennt Heldmann dort zwei: St. Johanns a **>• ü. St. Jakobs d. Aelt im Chor; zur Not Gottes u. St. Annen. ) rfl«. oben S. 417 m. Anm, 9 u. Urk. v. 1339 unten BI. 25'a. Mit dem Neubau der Kirche /längen vielleicht auch folgende Urkk. zusammen. 1336 Juli 5 bestätigte 430 Stadtchronik. die altin altaria abe, eynen vor, den andern nach, unde wurden nuwe gebuwet na bequemelicheyd der kirchen. Dieselbin nuwen altaria wurden auch von nuweme dotiret unde begiftiget. Want nachdemmale die fursten zu Hessen die altin altaria zu lihin unde zu presentiren hatten, so woren sy darzu gantz willigk: wilche tzyt en der altar eyner loifs unde verlediget wart, so gonden sie, das man dy tzinfse, renthc unde gulde alle an der kirchin verbuwete, so das uff das lettzste nicht vile by den lehin bleib. Dufs was zu Roma ') durch eync dispensacion hcrlanget. Im seibin vorgenanten '337- jare do man schreib na gots geburt 1337 jare, do wart gebuwet, begiftiget unde dotiret der altar sent Philips, sent Jacobs unde sent Barbaren in der pharkyrchin. Das deth eyn burger zum Franckenberge, genant Gerlach Weyner. Unde die dotacio heldet, das der priester sal in der wochin tzwo selemesfse unde anders vire haltin. 1 337- Im sclbin vorgenanten jar herhub sich von irst die bruderschant des kalandes 2 ) zum Franckenberge 3 ). 1331;. Nach gots geburt do man schreib 1339 jare, do nam die lant- graffynne frauw Elisabeth, von Cleve geborn, slofs unde beyde stedde Franckenberg yn. Want efs was irc morgengobe 4 ) von defs irluchtin fursten lantgraven Otton des III., irfs hufswirts, weyn. Alsus dadin die bürgere der furstynnen huldunge, von geheifse defs altin fursten, lantgraven Hinrichs, irfs swegerhern 5 ). Dieselbe furstynne 6 ) die ■m. 20a. bestedigete unde bekrefftigete alle * a ) alte brieffe, fryheid unde gnade von den fursten unde alle alte herkommen 7 ). Unde gab 8 ) der stad des eynen uffin versigeltin brieff 9 ). "347]- Bie disfsen getzyten 10 ) gab Karolus der IV., Romscher konnig» den kurfuisten by Rine sulche fryheid unde gnade, das sie möge 11 gülden slaen. Want vormalfs enslug nymant gülden, er enwere dan ey 11 konnig; alfs der Romsche konnig, der konnig von Franckrich, der konnig von Engelant, der konnig von Ungarn unde derglichin. Dieselbin kunnig s ' gülden, die vormalfs geslagin woren, die sint kleyne, siinder sie sin' dicke unde swor. Von sulchin kleynen gülden sag in nach etzliche alte brieffe. Und ist vor recht herkant unde gewifset, das man derselbe kleynen gülden y drye mit vier folwichtigin gutin rynschin gülden betzalin sal' 1 ). ») Blattzahl [18] locggeschnittcn. Lgr. Heinrich die dem Kl. Georgenberg vom Rom. Kg. Heinrich (Raspe) gemacht^ Schenkung de iure patronatus, quod in ecclesiam parochialem civitatis nostre Franken berg habere dinoscebatur; Marb. Archin, Abschr. Vgl. oben S. 414 m. Anm- ö 11. 4. 1337 März 14 bestätigte das Mainzer Domkapitel die 1291 durch EB- Ger- hard vorgenommene Inkorporation der Pfarrkirche in das das Falronat besitzen 1 * Kloster; s Rörig, Gesch. d. Pfarrkirche z. Fr. 4 u. 10; Held/mann 414. lg° ürk. v. 1291 Mai 30 (Mainz) bei Würdtwein, Diocc. Mog. 3, 335. 1337 Mari 19 versprach das Kloster für die Inkorp. seiner Kirche Fr. der Mainzer Kircn 2 Pfund Wacfis jährlich; Würdtwein 337. Vgl. Heidmann 413f. ') Avigno«- ■>) Vgl. z. B. Bücking ZUG. 14, 356 f (Marburg). 8 ) Archmalische NaW richten. *) Sie was beliptzuchiet mit Fr.' — Vgl. Lehr. 249 Anw- *■ : 'l Als des lanthern, — Lehr. 249, Aenderungen u. Zusätze. ") Lysabetn ■ Cleve, v. %. gn. die junge lantgrevinne v. Hessen. 7 ) Sie erklärte, ihre Bürge v. Frankenberg bei allen Gnaden u. Bcchtcn von Lgr. Heinrich u. dessen vorfahren lassen u. ihnen deren Briefe halten zu wollen. 8 ) Nov. 24 (an • Katherinen abinde). ") Urk. Elisabeths. Or. im Frankenb. StadlarctoW' '") Zu früh eingereiht; vgl. Lehr. 250 unten. ") Lehr. 251. Stadtchronik. 43 1 Do man tzalte nach gots geburt 1340 jare, du worden gebuwet. 1340. begiftiget, gesurft unde confirmirt die fire altaria in der pharkirchin zum Franckenberge, bynamen des heiligin crutzes, unfser Hebin frauwen conceptionis, sent Niclafs unde sent Elisabeth. Darnach du man schreib 1341 jare, du wart begiftiget unde dotirt der altar 1341. sanct Katherinen'). Unde im seibin jare do wurden confirmirt 2 ) 134'- dusfse diy altaria, bynamen sent Barbaren in der pharkirchin 3 ), sent Margaretin uff der Heyde 4 ) unde aller heyligin im Gorgenberge 6 ). Sunderlichin was eyn burger zum Franckenberge, genant Hinrich von Monchufsin, der begiftigete unde dotirte den altar aller heiligin im Gorgenberge«). Darnach du man schreib na gots geburt 1343 '343- J ar e, du wart gestifft?) unde confirmirt der altar sent Simonis unde sent Juden»). Unde wart dotirt unde begifftiget durch eynen burger, genant Wernher Friling 9 ) i°). [B]ie a ) disfsen getzyden worden die tzwene altar in der capellenii) under dem Heyn dotiret unde begiftiget, bynamen der hoe-altari2) unde sent Anthonius. Das thet eyn prister zum Franckenberg, eynls burgers soen, genant her Otto Frilingsi 3 ). Hir sal man auch wisfsen, das dy genante capelle lange vor disfser tzyt gebuwet w as, unde ehir wan dy nuwenstad angephangin wart. Als man be- schrebin findet uff dem 16. blade 8 ) 14 ). ,. "Alfs man schreib nach gots geburt 1349 Jare, du brante man aber ) *bi. 20b. me judden gemeynlich in allen Tutschen landen, ufsgescheydm in Beyern. '349- u nde das geschach darumbe, das man sprach, sie hettin die borne verfuget in den landen. Man fant auch etzliche wortzeichin unde seckelyn ln den bornen. Ir vile bekantenfs auch, du man sie fynck. Hirumbe wurdin vile borne zugeworffin unde zugeslosfsin ">). Nu worin zur seibin tz yt andere 15) judden zum Franckenberge. Dyselbin wurden auch«") geyn Geifsmar gefurt uff den hoff, da vormalfs die judden gebrant worin 15). Darselbis was eyn schoppe gemacht, da brante man sie ynne. W 'lche sich aber touffin lifsin, die blebin lebenig"). Durch dieselbin Ver gifft der borne quam so groifs sterben unde pestilentz, das die lüde n a ) [B]ie (ic mit ausgespartem Platz für rotes B) — blade auf dem unteren xundc nachgetragen. . ') In der Pfarrkirche. ■) Apr. 18 zu Aschaffenburg durch EB. Hcin- | JC « v. Mains. Marb. Staatsarchiv, Transsumpt v. 1400 Nov. 2. ') Urk. °- Uiihppi et Jacobi ap. et b Barbare in eccl. par. s. Johannis. Vgl. oben S. 430 \1387). 4j In dcr Seidekirche. Urk. s. Margarete intra mnros, dominorum de llc gene. Vgl oben S 410 s ) Urk. omn. sanetornm in cappella in Georgmberg, "Ira moros. Vgl. oben s' 429 (1337) m. Anm 7. ') Vgl. Heldmann 439: ■W&8 hatten der Schöffe Heinr. v. Münchhausen u. s. Erben diesen Altar zu vci- icihcn'. t } 2j urch äm ^1^^ genannten Werner Friling den Aclt.; s H Ä nm.J. y 'ß- über ihn ZUG. 2, 304 ff (tat. Besitzverzeichnis von 1343). ) In am 1 farrkirchc. Urk 1343 (s Anm. 9) s. Symonis et Jude et trium regum. Ab- wachende Bezeichnung 1344; s. Börig a. a. 0. 13 f. °) Apr. 23 bekundeten yopst u. Convent v Ccornenberq nähere Bestimmungen über die Besetzung aes durch Werner gestifteten u. dotierten Altars. Marb. Staatsarchiv, Or. - Weitere Kotierung durch den Stifter 1344 Febr. 14; s. Börig 13 f. "') Archivalischc Nachrichten. Vgl. Anm. 2 u. 9. ") s. Johannis. "j Bcgister Nr 80 "•frauwen u. s. Joannis d ev. '•') Archivalischc Nachricht. Vgl. Borig ioj. ) Oben S. 426 (Erwähnung 1320). "•) Vgl. oben S. 424 f. ') Lch >- -ibl. .ij Erfindung wie oben S. 425, m fast gleichem Wortlaut. 432 Stadtehronik. nidderfilen, alfs ob sie der hagel sluge'). Alfs nu das folck den grosfsen jamer unde sterben sach 2 ), du fylen die lüde in eyne ruwe unde suchtin penitencien unde busfse mit eigem willen unde nicht mit rade der heiligin kirchin. Hirumbe so nam efs auch eyn bofse ende. Unde gingen dieselbin mit grosfsen houffen unde trugen geyseln 3 ). Darumbe hifsin sie die Geyfseler 4 ). Unde gingen von eyner stad zu der andern 6 ) an grosfsin scharen, 100, 200 adder 300, weniger adder mee"), unde hatten crutze unde phanen, darzu kerttzin vor en hynnegeen 7 ). Unde quam vil bofses dinges ufs den secten. Hirumbe so wurden sie von dem babiste verbant, unde verboit das geisfseln 8 ). In derselbin tzyt was der Geisfseler eyne grosfse schar geyn Franckenberg kommen. Da nam die stad en die kerttzin unde phanen, die man noch uff disfsen tag dar hat vor eyn gedechtcnisfse 9 ). Von dufssem handel lefsit man in der croniken von Lympurg, von Strafsburg unde in dem Fasciculo 10 ). "in. 20'a. Nach gots geburt du man tzalte 1350 jare, du starp der *bisschoff MS 0 - zu Menttz, her Hinrich von Firnberg, unde quam eyner an sine stafl> genant bisschoff Gerlach von Nassauw "). Du wart die phede gesunet, want der lantgrave hatte dem von Nassauw auch vormalfs gehulffirii alfs er urabe das bisschthum kreig geyn den von Firnberg")- ■35 1 - Darnach du man schreib nach goddes geburt 1351 jare, du wurden gestifft unde confirmirt die tzwene altaria sent Sebastians unde sent Jacobus 13 ) in der pharkirchin zum Franckenberge. Bynamen so dotirte unde begiftigete sent Sebastians altar eyn burger darselbis, genant Hinrich Osperts von Monchufsin 14 ). So begiftigete unde dotirte sent Jacobus altar auch eyn burger zum Franckenberge, genant Herman von Cassel der alte 15 ). Unde die tzwene altaria hant ickelicher eygin gulde fallen zu den lampen, die vor denselbm altarien hangen. Sunderlichin stehit in der dotation sent Sebastians alsus geschrebin: das der priester, der den altar hait, ensal keynen vicarium settzin adder machin, adder ensal en nicht ufswert ver- lihin, sundern he sal den altar selber belefsin mit syn selbis übe, in der wochin vier mesfse adder mee, mit namen tzwb selemesfse unde eyne von unfsers hern martcle, unde dy andern, alfs efs sich gepnrt von der tzyt. Dan: werfs, das der priester kranck wurde kuntliche, so sal he eynen andern priester gewynnen, so he best mag, der den altar belefse, alfs efs gemacht ist, alfs lange bifs das he Widder frumme werde. Dufs sint die worte der fundacion 16 )- 1354. Alfs man schreib nach Christus geburt 1354 jare"), du quam der alte furste, lantgrave Hinrich, geyn Franckenberg mit eyme grosfsen fulcke 18 ). Unde tzoch vor Yter; unde gewan efs mit hulffe bisschoff Gerlachs zu Menttz. Want eyn herre zu Yter herstach sinen vettern uff dem slosfse, darumbe das eme die hirschafft alleyne bliben mochte- Alfs man das auch 1! >) lefsit in der croniken von Lympurg' 0 ). Im seibin ') Lehr. 251 f (oben anschüc/'send). 2 ) Lehr, janier horte ti. sach; Ji»» & - Chr. 31 Z. 13 jamer von sterbende sach. ') Lehr. 252 Z. 7-11. 4 ) V9* das. 254 Z 3 v. u. •) Das. 252 Z. 16 f. ') Das. 252 Z. 11 f. ') Da *■ 252 Z. 17 f. 8 ) Das 254 f. ") Wohl Erfindung. "') Vgl. Uhr- 255 m. Anm 8; Mol. 84'-85. ") Lehr. 255 unten. '-) Vgl. das. 2oo oben u. 251 unten. '■') Register Nr. 74 defs grofssen. '<) Vgl. über ihn Heldmann ZUG. 25, 50. "■) Vgl. über ihn Landau ZUG. 6, w*' ") Archivalische Nachrichten. ") Lehr. 256 Z. 17. ") Vermutung- '") Zu auch *. Anm. 18. ") Vgl. Lehr. 256 Z. 19—22, 17 -19, 23 f. Stadtchronik 433 *B1. 80'b. vorgenanten jare du wart der hoe-altar in der * pharkirchin zum »bi. 20 Franckenberge in dem choro verrucket unde anders gebuwet, unde 1354- uff eyn nuwes gewihit. Zum seibin male wart auch gewihit der altar sent Annen in der gerkamern 1 ). Nach gots geburt do man tzalte 1358 jare, du quam lantgrave 135S. Hinrich geyn Franckenberg. Unde gab der stad eynen gnadenbrieff, in masfsin sin eltervater 2 ) auch der stad gegebin hatte; alsus: werfs sache, das ymants stürbe sunder libeserben, das alfsdan der furste sich nicht, noch nymants von der hern wegin, tzihin sal zu den nachgelafsin gutern; sunder dieselbin guter sullin den nehistm rechtin erbm unde nachkommeden fulgen 3 ); etc. 4 ). Der genante furste gab zur seibin tz yt der stad 5 ) eynen andern gnadenbrieff vor sich unde sine erben, mit etzlichin puneten, auch a ) sin eltervater der stad gegebin hatte 6 ): al sus: das der furste keyne die gut»), die itzttnt zum Franckenberge 7 ) schofshafftig sin, nommer fryen sal; sunder sie stillen ewighchin schofshaftig bliben. Auch was schofshaftiges gudes bescheiden adder gegebin wurde geistlichin luden, werntlichin priestern, an kirchen, an cloistere, an altare adder an andern gotsdinst, das sal man in derselbin jarfsfnst den burgern •larselbifs verkottffin 8 ). Werts auch, das eyme priester adder geistlichin Juden schofshaftig gut uffsturbe, das sal man auch in der jarfnst ver- kouflm. Datum 1358, feria quarta ante nativitatis Marie') 10 ). _ 1358 Sept. s- Bie dusfsin getzytin du kouffte lantgrave Herman, des altin hirsten vetter, die Tichmolen zum Franckenberge. Die was eynfs burgers darselbis, genant Herman von Battinburg 11 ). Unde uwer etzliche jare do verginck die mole, unde so wart eyne walckemole d ar gemacht. Do man schreib nach Christus geburt 1359 jare, du i 3 S9- w art der urtzouger 12 ) in") der parkirchin mit den dryen kunmgen gemacht; der kostede wol tusent punt heller 14 ). Im jare darnach, d « man tzalte* 1 ') 1360 jare, du wart eyn kostliche grosfse glocke «bi. 21». zum Franckcnbcrge gegosfsen 15 ); die was so gut, das man irenglichin 1360. a ) so. t>) Blattzahl |1!>J halb weggeschnitten. ,. ') Sakristei. (Brief G.'s 1517: in armario ccclesic parrochialis). — Arehim- lische Nachrichten. 2 ) Heinrich I im J. 1291. s ) In Einleitung u. Urk. wörtlich wie oben S. 420 (1291). Vgl. das. Anm. 1 u. 4. 4 ) Urk. Lgr. Hcin- nchs. Späteres Nachvorhandensein' bezeugen 2 Bändvermerke der Hs. — Vgl. 8 9 des oben S. 420 Anm. 5 genannten Privilegs für Marburg 1357 (oben von G. mcht benutzt wegen der echten Urk. v. 1291): Ouch wilch man odir frauwe abegynge, d y Hbiserbin lizin, den solde ir gud gefallin; gingen abir sii ane libeserbin abe, weine « dan von rechte werdin solde, deine wolden wir ez wol gunnen. 5 ) Vorl. den Bürgermeistern, scheffln u. misern bürgern gemeynlich z. Fr. ") Angeblich 1294 (fälsehwuj). S. oben S. 421 Z. lff. ') Vorl. mid cn (den burgern z. fr). J -Ausgelassen: uf daz uns u. unser stad z. Fr. unse geschoz u. bedc doranc icht abeghe. ») y or l an deine mittewochin vor u. frouwin tag, als sy geborn wart. '") Urk. Lqr Heinrichs Or im Frankenb. Stadtarchiv. Gedr. Bcurk. Nachricht «• Schiffenberg 2 Beil. S. 25 f. - Vgl § 8 des Priv. f. Marburg 1357, oben a - a- ().; weiter z. B. (lal.) Urk. Lgr. Heinrichs f. Eschwege 1341 März 22: Anal. llass. U t ,97; Emerich Frankenb.'Stadtrecht BI. 59a; Bommel 2, Anmn S. 118; Seidmann ZUG 33 '427 f; 34, 124 unten. u ) Battenberg. Vgl. über ihn Mrig u ; Landau ZUG. 6, 183; Heldmann ZHG. 25, 52; 30, 264 f u 2,6 ■&• starb zw. 1363 u. 1368. ") Die Uhr. ") Im Inneren; vgl. unten Bt. 3 0b (1470). Es handelt sich also nicht um eine Turmuhr, wie v. Dehn-Botjctscr, l'farrkirchc zu Frankenberg 2, annimmt. 14 ) Es war offenbar eine kunstreiche Gro/suhr. — Ein Bandvermerk der Hs. sagt: ist noch bey banden, aber zerbrochen. 1 ) Wohl zumeist archioalischc Nachrichten. 28 434 Stadtchronik. 1360 im furstenthum zu Hessen nicht entfant 1 ). Im seibin vorgenanten jare du woren die Junckern von Hoitzfelt defs lants zu Hesfsen fygent. Unde dodin den von Franckenberg sundcrlichin 2 ) mircklichin schaden, want der grave 3 ) von Nassauw, defs Dilnburg ist, der halff en' 1 ). 136:. Do man schreib nach gots geburt 1365 jare, du sprach bisschon Gerlach von Menttz den altin fursten, lantgraven Hinrich 6 ), anc, der eme doch vormalfs zum bisschthum ermasfsc gehulffin hatte 8 ), wie das he uff sin unde sinfs stiffts eigenthum unde gerichte, das da gehöret in die graveschafft zu Battinburg, da hette he uffgeslagin unde gebuvvet eyne nuwenstad, die da heifsit Franckenberg, unde eyn nuwe halfs- gerichte'), busfsin defs stiffts willen unde wisfsin. Daruff wart vor recht ufsgesprochin, mochte der bisschoff das bybrengin, so recht ist, mit eyner erbarn kontschafft, so sulcle der lantgrave den buw abethun. Aber so der bisschoff defs nicht mochte bybrengin, da behilt der lantgrave sine stad geruwelichin 9 ) mit dem halfsgerichtc 9 ). 1366. In dem jare nach gots geburt do man schreib 1366 jare, du gab der alte furste, lantgrave Hinrich, der stad aber eynen gnaden- brieff; alsus. Was die bürgere zum Franckenberge zu schaffin han mit den burckmannen darsclbis von schult adder geborget, da sullen die burgmanne den burgern zu rechte stehin vor dem amptman'") dar- selbis an der hern gerichte 11 ). Darnach herhubin sich dry tzwey- trachte unde irrunge. Die irste was tzusschin dem amptman rl ) unde etzlichin burckmannen uff eyn unde dem rathe uff die ander parthie. Unde geschach alfso. Der raith was by eynander unde wulden eynen scheffln kyfsin. Da quam der amptman mit siner parthie unde wulde auch macht haben, von der hern wegin, eynen •bi. 21b. z u kyfsin nach *syme gevallen 13 ). Da sprach der raith, der furste enhette eme nicht bevolcn, scheffln zu kifsen; efs enwere auch bifs inher nymee gescheen. Die tzweyte irrunge was tzusschin dem rathe unde der gemeyne. Want efs was etzlich vater unde soen, auch gebrudere an dem raithe. Da sprach die gemeyne, efs duchte sie unbilche sin, unde auch, das dy gesiechte wultin sulchs vor erbampte haben u ). Die dritte tzweydracht was in der gantzin stad under dem foleke, umbe der tzonffte willen. Wante die hantwereke uwersatzstin alle ire arbeyd; ufsgescheiden die wollinwcbcr. Da das vernam der alte wifse furste, da hisch er alle dry parthie vor sich unde verhörte sie gruntlichin. Unde schid sie, nach ufswifsunge ') Soda/'s sie den prisfs hatte in al dem lande z. H. n. vi] wyder. Sie ver- brannte 1476. S. unten Bl. 30a. 2 ) den v. Fr. sundcrl. willkürlicher ZusaU- a ) Johann. ') Lehr. 258. s ) Lehr, u, sinen soen, Igr. Otton. Dement- sprechend dann sie u. s. w. ") der—hatte Zusatz. Vgl. oben S. 432 (1350)- ') Vgl oben S. 428. H j Lehr. 259. ') Zusatz. '") Durch kleineren Druck bezeichne ich die Worte, mit denen § 15 des Triv. f. Marburg 1357 übereinstimmt. Vgl. oben S. 421 Z. 22 ff. ") Urk. Lgr. Heinrichs. Verdächlifl ist das Fehlen der Einschränkung, die das Mari. Triv. enthält, u. die G. oben a. a. 0. zu '1204' mit übernimmt. IS ) Amtmann -war 1362 März 5 Widckin» ». Hohcnfcls, 1368 Mai 7 Johann v. llclfcuberg: Frankenb. Stadtarchiv ; Jlcldmai» 1 ZUG. 30, 272 u. 276. ,:l ) Sollte etwa Verwechslung mit späterer Zeit hinein- spielen ? Seil 1382 halten Johann v. Ifclfcnberg u. Johann v. Trcisbach die Amimannschaft mit anderen Nutzungen in Pfandbesitz; s. Landau, Bitterburgen 3, ffi vgl. Heldmann 354. ") Vgl. Lehr. 225 eynen nfs eynie andern geslecht c nemen . . ., all das man efs nicht . . . vor eyn erpamt hette. Stadtchronik, 435 eyns briefifes, den he der stad daruvver gab 1 ); alsus. Alfs dicke eyn scheffinampt zum Franckenberge ledig wirt, so sullen die andern scheffln darselbis eynen andern kyfsin an des stad, der sie uff iren eyd duncket gut sin, der den hern, lant und luden unde der stad nottze unde gut sie"). Auch ensullen sie vortmer nicht eynen vader mit tzween sinen soenen adder drye gebrudere an scheffinampt kyfsen 3 ). Auch ensullen die hantwereke darselbis vorwert mee keynerley tzonfft adder bruderschafft halden under eynander; an die wullenwebere alleyne. Vorterfs sprichet der brieff, das der furste hat den scheffln zum Franckenberge alle die frvheid unde gnade gethan, die die scheffen zu Marburg von der hern weyn han 4 ). Datum 1368, uff 1368 Okt. 15 sontag vor sent Gallen tag 5 ). Darnach alfs die tzonffte mdder- Selacht woren du bodin die bürgere widder urabe das wochinmartt, das dan vormalfs mit grosfsem gelde von den tzonfftin abegekoufft Wa s (1 ). Da gab en der alte frumme furste ire wochinmartt Widder; "ach ufswifsunge evnfs brieffes 7 ), alsus luden. 'Wir Hinrich, von gots gnaden lantgrave zu Hessen, bekennen vor unfs unde vor unfser ^erbin uffintlich an disfseme keginwertigen brieffe, das wir durch sunder- liehe »bi. 21'a. gunst unde gnade unfser stad unde unfsern burgern zu Franckenberge ire wochinmeickete, y des fritagis zu mitteme tage an, unde den tag ufs, unde vort den neistin sonnabint darnach zumale, unde auch alle ire jar- merekete, vvilche tzyt die sint 8 ), ewieliche gefridet unde gefryet haben. Unde friden unde fryen auch alle, die die wochinmerekete unde jarmerekete umbe kouffens adder verkouftens willen suchen unde daruff kommen; an d |e lüde, die von rechte keyn geleyde haben sullen. Unde auch alfso, wer urt d ;e merekete kommet, das der die fryheid unde den fnde halde unde der nicht verbreche. Wer aber dy breeche, den ensullen disfse fryheit unde fr 'de nicht zu hulffe klimmen, unde ensullen er auch nicht gemsisen. Des ™ orkunde habin wir unfser ingesigel an disfsen brieff laslsen hencken. Der gegebin ist zu Marburg nach Christi geburt drytzeenhundert jare, darnacrMn d emeynundesibentzigestenjare,andemnehistinmontagevorsentJacobistage n ). 1371 Nach unfsers hern Christi geburt do man schreib 1372 jare 10 ), , 372 du herhub sich 11 ) die Sternerphede. Unde wart so genant darumbe, . ') Am der folgenden Urk. sind die obigen Ereählimgen vielleicht teilweise iret zusammem/ereimt. '-) Durch kleineren Brück bezeichne ich die Worte, »til denen § 17 des Ptiv. f. Marburg 1357 übereinstimmt. Vgl. oben S. 122 o. 16 ff- Vgl. weiter 2. B. l'riv. Heinrichs f. Allendorf a. d. Lumda 1370 Märt 5: Weleda Scnckenbcra 3 618 ff; Frankenb. Stadtrecht Bl. 15b; Soldan, Air Gesch. d - St. Alsfeld 20 f. *) Im Priv. f. Allendorf heifst es: Sic sullen auch an de m scheffenamt nie kiesen 11. haben miteynander einen vattcr u. seinen Sun u. «veene brüder. Hiermit stimmt mehr als unser Text das Register G.'s iibercin, ■"»■■ 223: keyn vater u soen noch keyne gebrudere sullen semptlichen zu eynem mal scheffln sin. *) I m Brie f. Allendorf heifst es (vorher): U. sollen auch unser s cheffcn, burger u Stadt A. . . fortme alle freyheit u. recht haben . . ., als die unsere scheffen, burger u. stadt zu Marpurg haben. 5 ) Urk. Lgr. Heinrichs. _ Spateres Nachvorhandensein bezeugt ein Bandnermerk der IIs. 6 ) Wohl irrige De- hauptung; g. Anm 7. Vgl. oben S. 123 f. 7 ) Die folg. Urk. sagt nichts von Wiedergeben. s ) 'Vgl. oben S. 123 m. Anm. 13 u. U. \r V ri Heinrichs. Späteres Nachvorhandensein bezeugt ein Bandvermerk der Hs. l ■w*. Schmincke bemerkt zu Abschrift der Chronik, Cass. Bibl, Mss. Hass .4 125, aa/a f G.'s Text mit dem Or. verglichen u. keinen wesentlichen Unterschied gefunaen habe. ~ Aehnliche Bestimmungen enthält, teilweise wörtlich übereinstimmend, aas genannte l'riv. v 1370 f Aliendur f. '") S. Lehr. 262 Anm. 4- ) L ' cnr - 262 Z. 16. Juli 21. 18* AT,6 Stadtchronik. das sie silbern stem dragin an iren kogeln'). In dem Sternerbonde worin vile graven, hern 2 ) unde eddellude 3 ), so das er mee wan tzwey tusent woren, unde hatten by firdehalp hundert eigin slosfse. Die hattin zusammengesworn widder die lantgraven, unde sunderlichin 4 ) widder lantgraven Herman 6 ). Insunderheyd was der grave 6 ) von Tzigenhayn eyn houbtman des bonts. Dar was auch inne der grave') von Waltecken, der grave 8 ) von Nassauvv, der grave") von Kattzinelnbogin, der grave 10 ) von Hanauw, der grave") von der Marg, der 1 ') von Ysenburg, der herre") von Epsteyn, der herre 14 ) von Libsperg, der herre von Helffinsteyn, dartzu meisteyl die rittere unde erbar lüde durch das lant zu Hessen, — m. 2i'ii. die geslofstin Junckern unde die wol-*gefruntin eddellude, — dartzu durch Westphalin, Sassen, Buchin, Francken, an dem Rync unde durch die Wederauw"). Disfse phede werte bifs in das dritte jar 10 ). In der tzyt leyd Franckenberg grosfsc unsprechliche noit: von den Mcnttz- schin ruttern ufs dem Rofsintail, ufs Melnauw, ufs Battinburg; von den Colschin ufs dem Halmberge, ufs Medebach; von den W alteck - schin ufs dem Sassinbcrge; von den Tzigenheynschin ufs Gemon- den; darzu von andern sterngenofsin um.be sie her 17 ). Defs quamen die Westphelinge, die Walteckschin unde ander Steiner unde her- stigen die nuwenstad 18 ), unde schinten sie gar, unde namen alles, das do was, unde ztiletzst stifsin sie mit füre ane. Defs lifsin die in der aldin- stad ire frauwen unde meyde ufs, die muffln en lesfschin, so das nicht vile verbrante. Aber die bürgere blebin in der aidenstad unde verwartin ire stad und dy mure 1!) ). Von disfser phede lefsit man auch 20 ) in der Doringer croniken 21 ), auch 20 ) in der croniken von Lympurg*')- 1° disfser phede wurden die dorfTere unde die höbe umbc Franckenberg alle verbrant, verlieret unde verstoret, alfs man noch hudebytag e vil alder kyrehen unde mure in den weiden findet. Unde das g e " schach meistinteyl von den lantgraveschin unde von den burgern u ' s Franckenberg. Bie disfsen geezytin du wart die Wogmole verstoret. Unde was so genant darumbe, das eyn groifs wog unde eyne groslse tuffin defs wasfsers da was 22 ). Darvon heifsit auch der berck der Wogberg. Auch wurden verstoret die slyffhutten. Die stunden under dem Hoenberge, unde wurden nach difsfser phede gebuwet under den Wogberg 23 ). 1373. Do man schreib nach gots geburt 1373 jare 24 ), alfs die lantgraffynne frauw Elisabeth von Cleve gestorben was'-' 6 ), da verschreb der aide lant- ') Vgl. Lehr. 263 Z. 11—13. 2 ) Vgl. das. 262 Z. 17 u. 24. *) S ; Z.lOff. 4 ) widder— sunder!. Zusatz. h ) Lehr. 263 Z. 3— 5. °) Godfrid- 7 ) Heinrich. 8 ) Johan. •) Lehr. gr. Wilhelm, gr. Ebirhart, gr. Dieter, Limb. Chr. 62 Z. 20 der grebe. 10 ) Ulrich. ") Lehr. gr. EngelbracMi gr. Diderich. ") Lehr. gr. Johan u. andere. n ) Eberhard. ' ") Friedricl'- ">) Lehr. 262 Z. 23 bis 263 Z. 3. ">) Vgl das. 260 Z. 4 f. ll ) ^ r °", nur Vermutungen. Vgl. Lehr. 265 Z. 12 ff (die Mcnttzschin Sterner von Melnau« in Wetter), auch das. 284 (ufs Melnauw, ufs Battinburg, ufs dem Rofsintal) '"" unten S. 446 (wo Bosenihal ausgelassen wird). 1B ) Vgl. Lehr. 264 n»tc' h 19 ) Das. 265 Z. 1—5. Auftauend ist, daß die Fortsetzung das. Z. 5—12 f a ( oben fehlt. *°) Zu auch s. Anm. 17U. 21. ■') Vgl. Lehr. 264 oben. f**£ füllend ist die Nichterwähnung der dort mitgenannten Hessenchronik', vgl. J jCli ',' 264 Anm. 1 u. 265 Anm. 4. '-"-') Erwähnung der 'Mühle im Woge t.&' ZUG. 25, 50 (1340). '») Die Aussagen über 'diese Fehde' wohl nur V&' mutung. Doch vgl. llcldmann ZUG. 30,' 354 m. Anm. 24. ■') nichtig i J7 * Juni 20. '") Bie starb erst 1382 Nov. 13. Stadtchronik. 437 grave Hinrich slofs unde stedde Franckenberg eyme fryhern, genant her Herman von Dreffurde, Alfso santc der furste sinen vettern lant- graven Hcrman, dar unde hifs') die von Franckenberg huldtingt * a ) thun dem genanten von Dreffurde'). Alfso hfs er eyne gute nttwe mute *bi. m. machin vor dem slosfse geyn die stad, unde lifs die altin abebrechin') Nu hatte der herre vast mutwillige dynere; die bestunden den burgern v.l verdriesfses anzuthun, unde y lenger, y mee. Unde wan sie «las klagetm s ° gab en der herre wenich freistes. Efs geschach auch etzwa. da des hem dynere slugin die bürgere in iren eigin hufsin, wan sie ire glogrunde °«en betzalin sulten, auch vil schände an ire frattw.n unde mc ge »"«5 so das der herre unde die stad eynen grosfsm Unwillen zuammen h «ten. Defs besinnt der herre hinden an dem slosfse eyn h** ™ ^y mure zu brechin, unde wulde dar eyn ufs unde yn machin. Du wri- der- bi. m. sprochin die bürgere unde enwulden das nicht gestaden. Hirumbe: so b ^enn sie tzwene tuiwe torne vor das slofs*), unde machtin eynen grosfcen graben vor die «orten von eyme torne zu dem andern. Da.zu klagetm f bürgere sulchm üwermut den lantgraven Die forsten hfem gescheen f] as etzliche bürgere stigin heymelich.n in das slofs unde !nfsin nut füre fne unde verbrantin efe 8 allerdinge. Da enhatte der von Dreffurde keyne bequeme herberge mee zum Franckenberge, unde czoch envveck. AIsus worden sy syner quit»). Nu worin die mure der kemmenoden gar ztinsfsen von dem füre, unde auch von alderfs weyn buwfellig. Hirumbe so Verden die steyne, unde worden von jaren zu jaren vertragin, unde sint utl as lettzste allerdinge verkommen 6 ). , . . . "(Hir sal stehin, wie die bürgere zum Franckenberge das slos .„,. » darselbis verbornen V') , ., i_ , -I» demseS Lgenantin jare do man schreib nach ^«, fburt I373) du herhub sich von irst die spende ™«™*™« ' 373 ' F ranckenberae Das thet eyn altarista, genant hei Jonan cassei der aide.), ^e stifti das^it gonst unde folbort Luders unde Hermans'von Cassel, siner gebrudere b). So das [man] ), allen Riestern, sie sin geistlichin") adder wernthchin P«»~5« 8* b *J d y da mit der procession defs heiligin sacraments [mid] geen utt fentUrbans tag«) geyn Wickcrfsdorff 1 »); darzu sal man allen armen •«den gebin eynen wecke adder eynen phennick durch gots willen. B »e dusfsen getzytin wart eyne sontagismesfse gesüßt») m der nuwen- T .. , a ) Blattzahl [20] weggeschnitten. }>) Ausgeführt -JJSl&S! bücke. ,i) IIs gestiichin «) Ausgestrichen, aber toohl von frenuta nana,. , ') Lehr, alfso quam !gr. Hcrman geyn Fr. a hyfe. •) 2><« «*»*» J *»» «o« ö. angegebenen Jahr 1373. Bandvermerk der Hs.: besihe den br.f h rube , h «a L bezeichent Fd. U«feM -Am». 6- s ) «nde-abebrechm Zusatz. ) W oben S. 397 am tnde h ) Val. Lehr. 267 Anm. 2 u. 3. ) f c '"- "'f. iClaZfiScter (dJvi oben Ann. 1 U. 3) umit «***££ ■»an nach brieffc [vgl. oben Anm. »], alte schritte u d.e J-he,d zum Franc ob rgc - Zum letzten Balz des Textes vgl. unten Bl 30a (1476): f den plan, da du b «g vor altin jaren gelegin hatte. ') Vgl. über ihn Landau ZEG. «. »*$ R ?ri9 a. a . 0. 17. Dein es handelt sieh wohl um dm - freilich sonst nient * Priester bezeugten - Johann, Sohn Hermanns des Aclt. (f en ^f err . Cassel, f 138 3 (Jet 9 der als Stifter der an die Pfarrkirche an S cb " ute " m n :,' WAÄLÄÄS Ä rnurs. - G^ erwähnt diese Kapsle nur 'jelegentlich, 8. 443 in Urk. v. 1392, Bl. 30a beim Brand v. 1476^ ^dwig vg i Landau zim. 6 , 182 u. 183; über Hermann den Jung, vgl.x %ann ZHG. 25, 52; Euch ZUG. 39, 219 Anm 2. 9 ) M a> 25 ) yj Beldmann ZHG. 30, 368. ") «"der dem Heyn; vgl. oben b. idi. jt§ Starltchrnnik. stedder capellen. So das man allen sontag, wan die mette in der pharkirchin ufs ist. sal man messe dar haltin, glichenvifsc aus die in der aldinstad messe han uff der Heide defs aontagis nacli der metten '). 1379. Darnach do man schreib nach gots geburt 1379 jare, du herhUD sich eyn l)ont unde eyne gesclschafft von rittern unde erbar luden in dem lande zu Hessen unde an der Loyne, die nanten sich die gesellen von dem hörne, unde er was mee wan 200 eddelman. AI (so nante man sie die Homere. Unde dadin iren nachgepurn vil verdriesfses. Unde werte in das dritte jar 8 ). In dem jare darnach, do man schreib nach Christi 13X0. geburt 1380 jar, du herhub sich eyn ander bont unde geselschafft in West- phalen unde in dem stiffte zu Padeborne, die hifsin dy Felkenere. Die werte auch in das dritte jar 3 ). Dy machtin auch vil armer lude d ) unde 1380. dadin vil schadents 0 ). Im seibin vorgenantin jare do schickte lantgrave Herman dy synen vor Mardorff"). Do quamen die von Franckenberg' wol mit 60 pherden, vvol hertzuget 7 ). Da trette man die fruchte. Unde tzogin vorters vor Melnauvv; da trettin sie auch die flur. Der- *bi. 22'b. glichin dadin *sie vor Haitzfelt. Wante die junchern hattin ir slow Haitzfelt dem graven 8 ) von Nassauw uffgethan widder die Hessen. Duft Juni 23. geschach uff sent Johanfs obint defs touffers"). 1381. Alfs man tzalte nach gots geburt 1381 jare, du wart die grosfse orgel von nuwenfs unde von allerirst gemacht 10 ). In dern- 1381. seibin jare") do geschach den von Franckenberge grofs schade") von den vorgenantin tzween bonden, den Hörnern unde den Felkenern 13 ). Wante eis geschach zu eyner tzyt 14 ), das die von Franckenberg ufstzogen mit menchim stultzen, wol hertzugetin wopener unde jagedin iren fygenden nach. Nu hattin die fygendc eynen hinderhalt unde worffin") die bürgere nidder" 1 ) vor dem Furstenberge. Da das lantgrave Herman vernam, do quam er geyn Franckenberg, unde hisen den graven 17 ) von Waltecken zu eme unde rette mit em sine noit. Nu was bisschoff Adolff von Menttz zur seibin tzyt zu Ameneburg. Hiruinbe so reyd der furste mit dem graven zum Kirchheyn; da quam der bisschon zu eme; so rette der lantgrave umbe die gefangin. Unde hatte groisfse arbeyd, in hoffin, ob sie loifs mochtin werden, want defs bisschofls manne unde des graven undersasfsin dy woren die houbtlude. Aber efs enmochte nichts gehelffin, sundern dy bürgere mustin groifs gut Z u schattzunge gebin 18 ). Dyt ist die tzweydc gemeyne nidderloge 19 ), unde Nov. 18. geschach im herbeste, achte tage nach sent Mertinfs tag 20 ). •bi. 28ab. * a ) (Hir sal stehin die tzwcyte nidderloge der von Franckenberg, vor dem Furstenberge.) b ) ») Blatteahl [21] weggeschnitten. 1») Ausgeführt. ') Archivalische Nachrichten. 2 ) Lehr. 270 Z. 8—13. ''} D"*' 270 Z. 15 u. 23-25. <) Zusatz. ") Wortlaut Lehr. 270 Z 22, Sache Z. 25 f (vgl. unten Arm. 12). ") Bas. 271 Z. 26, 31 f, 34. ') VielleicM archivalische Nachricht. «) Johann. 9 ) Lehr. 271 Z. 34 u. 272 7j. tf> 3 ff, 2 f. 10 ) Wohl archivalische Nachricht. ") Vgl. unten Anw- !*■ I2 ) Vgl. Lehr. 270 Z. 25 f (in sonderheid der stad Fr.). ">) Nach der Lehr- nur von den Falkcncrn. Vgl. unten S. 439 Anm. 9. '*) Nach der Lehr. 13&°- Richtig aber ist das hier oben stellende Jahr 1381; s. Lehr. 270 Anm. ly- "') Lehr. 270 Z. 26 f nur: Wante im vorg. jare . . . do worffin sie. Das l' ljin ' geschobene vielleicht nur willkürliche Ausschmückung. ir> ) L,chr. a. sluR e ." ir vile toit. ") Heinrich. 18 ) Lehr. 270 Z. 27 Ms 271 Z. 6. ") 1Jte erste s. oben S. 427. 2fl ) Vgl. Lehr. 271 Z. 6 f. Stadtchronik. 439 *Bie disfsen getzytin') was auch eyn ander bont von graven *bl n> unde eddelluden, die hifsin dy gesellen von der alden mynne Ua was der grave») von Nassauw midde. Unde worin dels Lant- graven fygent, unde dodin vil Schadens-') den von Franckenberg unde dem gantzin lande 4 ). In dusfsem bonde 6 ) worin auch die von Patberg«), unde dadin besundern den von Franckenberg mee schadenfs, wan die andern; unde sie worin so grymmig, das sie den luden drauweta zu hencken, zu verdrencken, brüste unde nafsin abesnyden; unde hermorttm f He Lude') unde hingen eynen armen man vor die stad, der dan dy swyne hüte an eynen boym*). Zu eyner andern tzyt») quamen die von Patberg in der nacht unde tzogin in eynen berg, genant die Haret ufi der Edern, das sie den morgen wulden anetasten Da wurden sie von den hafsinluslsern vermircket">) , dy brochtin die boitschafft leym. Dels tzogin die von Franckenberg uls unde bilden uff sie, unde fingen her Frideriche von Patberg, ritte,"), mit funff knechtin Dy andern quamen alle darvon'*) Alfso sprochin die bürgere, sie wulten den r.tter auch an den «Igen hencken. Unde fürten en uls, unde hingin die knechte Do er das sach, das sie en hencken wultin, do sprach er: 'myn liebin bürgere, ist eis sache, das ir mich hericket So hat ir eyne ewige phede von mynen frunden; sundern lastsit mich lebin ich wil uch eynen fridde machin, so das bynnen 5 milen umbe die stad nymant uch keynen schadin thun sa , dywiJe ich lebe'. Die bürgere beriden sich unde sprochin ja. Allso lurte man en widder in die stad unde lifs en in der herberge«); da hüte M ih% Merker f ertragen; in äcrLcJ, -.richtig an £gr■ «jjj JJ 'lahrangäbe 1376. 2 ) Johan. ) Lcll J-J, B \ rJhl 911 oiehüa • in ^htigei ausführlichen Angaben der Lehr. (268). B ) ^flwT^™ <;ssem Felckenersbonde. Vgl unten Anm. 0 u 9 T/£n&lH Z BG. 21, 50 Arm. 2 (Lehr 271 Arm. 2) über ^»elnehv P-ß381)-, *« wohl Fr. d. Aeltere (IV); 'Bitter' ist irrig, s. unten Ann. IL ) ^ ■ v 'lc burecre nfs Fr «i Lehr 271. Vgl. das. Anm. 3. Die Ucssencmonin W SÄ lur bis hlhermü in Bct/ucht. ^K«Ä heülicher Herkunft mit der Fortsetzung, die unsere Chronik unten neu A»«^. J ) Lehr.: zu eyner tzyt darnach, innerhalb der Falkenerfehde (1382?). In unseiei Chronik mengt G. dagegen noch andere, ältere, Fehden mt ein} 8. °g»*J* Am. 13, hier oben Anm. 5, unten S. 440 Anm. 5. Er seheint für ^ *""*"£ f» hier zusammengestellten Erzählungen über die v. Padbcrg ^f^/'/Zefeh halt gehabt zu haben; vgl. unten S. 440 Anm. 7 '") Vgl £ a "%™; <*• Jagd 92 f. •>) Lehr. 271 (anschliefsend). Vgl. oben Anm. 8. -JJ* aus dj-üekliehe, noch mehrfach -wiederholte Bezeichnung Friedrichs 9. ladbei9 als bitter weist, wenn sie richtig ist, in spätere Zeit; vgl. unten S. MO j* m jf\ Denn Bitter war nur Fr. d. Jüngere (V), u zwar erst seit lf*°f e > * «* WÄar; s. Gobeünus Person, Cosmidromius Ausg. v. Jansen 140 <£***»% effectus; doch schon 133 dominus). Dieser aber kann nicht wohl, «"«*»6J£ erzählt wird, vor u. bis 1393 ('1391') Amtmann zu Fmnkenb?9 'J™ es ™ ™ • Er dominierte um 1389 im Stift Paderborn u. wurde 1392 ''°V if V^WF gefangen genommen; s. Gobclinus 130 u 131. Neben diesem Fr. l ™ Jm ? ol ^ t 1416/30, kommen vor: sein Vater Fr. d. Aelt. (IV) +1390/97, u.l'f, Johanw Mm, > 1410/14. alle 3 vom Altenhaus, sowie Fi: (III), f ^86ßh± *JT? Fr. (VII) -/• nach 1420 vom Neuenhaus. Vgl. Landau in v. Ledeburs Arcn.j. Gesch. f. 'PiZfs S Z"esl7, 14 ff. 137 ff 220 ff; Stammtafel dgÄj»» *£ *8 ff. 142 ff. 235 ff; ÜB. Ü. Uzt. Westfalen hg. v. Scibertz 2, 599. 621. "»••"; 673. 690. «) Lehr 271 (anschliefsend) nur: mit etzhchin andern. ; Oleichbar ist, w musten . . geben. :l ) Eichtig. Eingeschoben wohl wegen den Folgend® 1 ' Wortlaut wie unten am Schiufa des Absatzes; 'auch' hier oben wohl bedeutungsl uS - ') Wohl 1393; s. unten Anm. 10. 5 ) 'Wilhelm Krane v. Bya' im Corbach& Stadtbuch; s. unten Anm. 10. Aus dem westfäl. Geschlecht "Kranit; s. Landau a. a. O. 15. Bigge liegt im Kr. Brilon. ") Die Eimelrodcr Aufzeichne nennt an der unten Anm. 10 besprochenen Stelle (418 Z. 2 ff) die 3 Brüder ( s0 Z. 13) Friedrich (V), Johann (VLII) u. Gottschalk (VIII). ') Schreit! 11 nördlich v. Fr. 8 ) Nach der Flußrichtung der Eder -wäre zu erwarte 'hinauf. So liest man denn auch in den Abschriften. '•') Spätere Angd"y über die Oertlichkeit bei Heldmann ZHG. 34, 249. 10 ) Bie Eimclr. Aw-" berichtet zu 1393 (!) Bez. 3 (!): die oben Anm. 6 Genannten suspenderu» Wilhelmum Hochverkorn; ex quo tot mala evencrimt, quod nulhis homo roor»' batur in dominio Padberch, neque in claustris neque in villis. Das Corbacher Stad*' buch (in das mich Paid Jürges einsehen lief's) schreibt mit der ganzen Eirnw- Aufs, auch diese Stelle ab (das Wort Wilhelmum fehlt), hat aber dan» am Ende (nach 1466) noch einen Zusatz zu 1394 (!) Dez. 3 (.'): domini de '• suspenderunt Wilhelmum Kranen de Bya; ex quo multa mala et damna. * c , glaube, da/'s beide Nachrichten gleichzusetzen u. die 'mala' zu beziehen sind « tl L den verwüstenden Zug gegen Badberg 1394 Juni (s. unten) u. den weiteren Katijfl der Brüder bis zu ihrer Gefangennahme durch B. Johann I v. Baderborn 1™ Dez. (!) 14: Eimclr. Aufs. (Z. 11 ff); GobelinusUO; Landau 137 f. Dann bem? sich G.'s Erzählung auf das Ereignis von 1393 Dez. 3 u. stände also, was »' Reihenfolge der hier unter '1391' vereinigten Ereignisse betrifft, am richtigen, PjW* ") Vgl. das abweichende 'suspenderunt'. la ) 'Bei den Krannebäumen 15"*' s. Heldmann a. a. 0. '■') Vgl. oben Anm. 6. '*) Seiner angeblichen Am mannschaft entsprechen in der obigen Erzählung die geleydefsbrieffe M. s. w. '9' aber oben S. 439 Anm. 11 u . 440 Anm. 6. ' ,ls ) Vielleicht großenteils »<* mündliche 11 eberlieferunq. Doch vgl. unten S. 443 Anm. 7. ,0 ) Vgl. Anm-} am Ende. ") Irrig. Wohl 1394. iS ) Lehr. 277. 'Hessen' nicht in <** dort zu Grunde liegenden Limb. Chr.; s. Lehr. 277 Anm. 26 u. 27. Stadtchronik. 443 grosfser ere, unde czoch 1 ) uwer die von Patberg unde verdarfte en ei gerichte, unde gewan das stedchin under Patberg unde zubrach efs allerdinge darnidder"). Sündern die tzwey slosfse behilden sie vor dem lantgraven«); Dufs 4 ) gcschach uff dinstag nach sent Johans tag im Juni 27. sommer 5 ). Alfs man das auch 0 ) lefsit in der croniken von Lympurg'). Nach unfsers hcrn Christi geburt do man schreib 1392 jar, 139»- du herlangetin die Johanshern ZU Wefsintfelt die pharre zum Franckenberae 8) von lantgraven Hermanne»), wantc che vom Gorginberge gabin sie dem fursten in sine hant«'), alfs sie dicsclbin pharre yngehabt hatten 143 iare "). Der lantgrave gab *) den von Wefsintfelt sinen uffen brieff, alsus luden. 'Wir Herman von gots gnaden ^ntgrave zu Hessen, bekennen vor unfs unde unfse erben uffintlichin an dusfsim briflfe, das wir godde, siner müder unde allen heüigin zu lobe l 'nde eren unde unfsen eidern, unfs, unfsern erben unde unfeern ."^ommen sel en zu troiste unde gnade so nemen wir das hufs zu Wefsintfelt unde Sl »e ynnewonere, die geistlichin herren, den comthur 18 ) mit sinen herren «ade brudern, die da sin gegebin in den orden, dy da heylsit.sentJohans °'"den defs hufsis zu Rodifs, in unfse stad Franckenberg, unde gebin en d en pharhob unde die pharre mit erer zugehorunge. Mit sulchem undei- scheyde, das sie mit unfser liebin frauwen capellen' 4 ), opphere selegerede, glocken, geluchte, gebuwe unde mit den buwmeistern ") nicht stillen zu T ') 1394. - Lehr, nur defs tzoch Igr. H. In der Beschränkung auf den Lg*- entgegen der Limb. Chr.; s. Lehr. 277 Anm. 29) scheinen dort die bc- *°nderen J Nachrichten unserer Chronik bereits anzuklingen Biese w«*m vielleicht auf archivalische Quelle; vgl. unten Anm. 7^ Kfrihr^77f v "f P. fuit Cümbllsta et circlimV allala: Eimelr. Aufz. (Z 8 ff). > ] f" ■ 2 fJ,: }pas Behüten der Schlösser (des Altenhauses u.Neue^uses),aho dm J*£ heben der Belaaeruna 8 ) In das richtige Jahr 1394 gesetzt, ei gibt dies £«* SO'! LaTstZni sehr \ul zur Nachricht, daß f^BeUgemng^aufgetoben "** negen des plötzlichen Todes B. Ruprechts v. If^rbornJu J S ' Gobehnus * 3S f (vgl. das 162 Anm 1) ") Das 'auch' hier wohl einschränkend. ) Lenr. fl (anicMie/send)Fürdie neuen Stücke unserer Chronik kommen £*««*£; heher Ueberlieferung wohl auch archivalische Nachrichten in Betracht. Mterfw ficht namentlich das selbständige Tagesdatum 'Dienst, n. foh. ■ s. Anm.5. vgl. A T- L N ) Nach Heldmann ZUG. 33, 415 'scheint das datmt'msammm- fhdngen\ da/s der damalige Pfarrer v. Frankenberg u. Propst v. GeorgeMerg, Gottfried v. Diedcnshauscn, in den Johanniterorden eintrat (f 'um 143h>ais Bruder im Hause Wiesenfeld'). - 1393 Juli 24 begegnet 'Herr Gottfried, Pfana *« Fr.', s . Heldmann ZHG. 30, 286 f; 1400 Nov. 2 begegnet 'Bruder Dietrich ?• Corbach Ordens St. Johannis', tempore isto gcrens curam et regimen par. eccieae S £ r -, der die oben S. 431 Anm. 2 erwähnte Urk. v. 1341 tramsunnet ) Bei dessen Sühne mit EB. Konrad v. Mainz 1394 Juli 14 (Frankfurt) ist die tteae von 'Gewalttaten des Lgr. gegen Aebtissin u. Convent des Kl s «™ J o 0 ?'#™"; als von der Pfarrkirche wegen zu Frankcnb.'; s. Friedensburg ZHG. ?1,.-"£■ s Mi9 mit den Urkk. in Anm. 10. ") 1393 Dietrich. Ihm wird in dm oben Anm. 8 erwähnten Urk. v. 1393 Juli 24 das Patronat der Kirche ''■' r "''"' a ? '', '" litten: Marb. Archiv, Not.-Instr. v. 1393 Aug. 18. '*) S. oben S. 437 Anm. f. ') S. oben S. 418 Anm. 11. 44d Stadtchronik. schicken haben, sundern man sal das halden, alfs efs by andern phcrneni damidde bifsher gehaldin ist. Werls auch, das sie applafs erwerbin mochtin adder leydin in unfse egenante stad Franckenberg, das cnsuln sie nicht •Bi. 24'b. legin uff *die tzyt, alfse unfser liebin frauwen applafs ist zum Franckenberge 1 ); da sal unfser liebin frauwen opper nicht midde gehindert werden. Auch sal der comthur defs hufsis Wefsintfelt vortmee wonen mit synefs selbifs libe unde brudern in dem vorgenanten höbe, unde stillin nicht mehe wonen in dem egenanten hufse Wefsintfelt, sondern sie suln das hüls Wefsintfelt bestellin mit tzween adder dreen ircr brudere, der eyner adder tzwene priester sint. Unde suln alle tagetzyde singen adder lefsin, die man heifsit in dem latine horas canonicas'-'), alfs sich das heisschet, unde sal die pharlude bewarn mit gots rechte. Auch sal derselbe mit sinen herren unde mit sinen altaristen, die in der kirchin belenet sin, zu vier getzydin in dem jare, alle qtiatuor tempora 8 ), an dem mittewochin zp obinde vigilic 1 ) singen unde an dem donrstage zu morgen messe mit solenniteten 6 ), das man nennet zu latine solenniter celebrare adder lefsin» — efs enwer dan, das man do von bannifs wegin nicht sttnge, — den vorgenantin 6 ) zu tröste. Unde suln auch in den predigaden unde in den vier gctzytin dy lüde getruwelichin unde uffentlichin manen, das sie vor dy egenanten') unfsern hern god flifslich biddcn. Auch suln die vorgenantin reichin unde gebin alle jar uff die tzyt 8 ) der eptisschin"J unde dem gantzin convente defs cloisters zu sent Georgen achte punt heller Franckenberger werunge, unde eynen priester halden in iren kostin unde deme Ionen, der eyn capellan sie des egenanten cloisters; unde suln das thun ewiglichin. Auch suln wir unde unfse erben alle altaria, die gereide sin unde noch werden mogin in der egenanten kirchin, reichin unde gebin' ) unde der eyn patrone sin, unde zu uns unde unfsin erbin horin ius patro- natus der altare vorgenant, an ire unde er uwerstin hindersal unde widder- redde. Auch suln die egenantin altaristen dem vorgenanten comthur adder »Bl. 2öa. synen nakommen gehorsam sin in tzeme- :|f,l )l ichin unde hobschlichin sachin; unde da pober ensal he sie nicht drangen. Auch sal der comthur unde die vorgenanten sine herren unde bruder, ob wir unde unfse erben adder die unfsern besweret wurden, das were von wilchcr sache das were, unde wer sich darvon berieffe, das man nennet zu latine appelläTe, unde suln tinfs dartzu anhangen 1 »), das man nennet zit latine adherere. Auch suln sie uns unde unfsen erbin underthenig sin, alfs andere geistliche lüde, die in unfserm furstenthum wonen, unde widder uns, unfse erben unde unfsern furstenthum nicht sin, an geverde. Auch so ensuln sie adder nymant von iren wegin kouffmanschafft triben, das sie an wyne, an bire, an fruchtin adder bo an das were"). Das sie zu erer noitdorfft habin sulden, das mogin sie kouffin. Auch mogin sie bier brttwen, das sie selbis gedrincken; unde des, das sie alfso bruwen, des ensuln sie nymande verkouffin adder verwessein, an geverde. Wufse en auch fruchte unde gekorntzc, das sie a) Blallzahl [23] weggeschnitten. >>) an über der Zeile spät (von &•) zugefügt; Urk. nur hangen. ') Sonnt, n. Juni 24; s. oben 8. 426. 2 ) Metten, prime, tercie, (sexte), nune, vesper, complete. ;l ) Mittwoch bis Sonnabend nach Invocavit (Febr. 8/ Märe M), nach Pfingsten (Mai 10/Juni 13), nach Kreuzerhöhung (Sept. 1&) tl - nach Luciae (Dez. 13). ') Vespera prima. 5 ) Missa solemnis. °J unfse" eidern u. s. w. 7 ) Vgl Anm. 6 u. 8. 8 ) Nämlich uf die vier zeiten, als sie u. ihr convent unsern eitern seeligen pflegen zu begehen; Urk. des Lgr. oben S. 443 Anm. 10. — Hcldmann ZUG. 33, 415 irrig 'auf Georgentag 1 . ' °) l 39 f Hechte Ospracht v. Münchhauscn aus Frankenberg; s. Hcldmann 424. '") '0 Register Nr. 77 (Urninge). ») Vgl. oben S. 421f. Stadtchronik. 445 *lil. 28b. zu erer noitdorfft nicht bedorfftin, die mogin sie verkouffen. Auch ensuln sie keyn gut nach tzinfse zu en kouffen adder wetten von unfsern burgern der egenanten stad Franckenberg, unde was in die stad gehöret, unde das gelegin ist in unfserm gerichte zu Geifsmar adder anderfswo in unfserm furstenthum. Auch, wurde en was gegebin, das da were von testamente wegen ader von wilcher gift das were, an undersettzunge, testamente ader kleyn testamente, das man nennet in latine codicülorum an den guden unde sachin, alfsö vorgeschrebin steit, das suln sie verkündigen den burger- meistern unde scheffln bynnen achtagen nehist nach der gift; linde w.lche tzyt da dan bürgere weren, die das kouffen wulden, den sulden sie eis verkouffen nach dem, alfs die * burgermeistere unde scheffln mogehchin unde settzin; unde suln efs davor gebin an widderredde. Unde werfe, das efs nymant abekouffin wulde, so mogin sie das egenante gut behalden alfso lange, bifs das eyn kouffman kommet ader me; dem ader den suln ^e efs verkouffin in alle der mafse, alfso vorgerurt ist. Unde suln die egenanten herrin dywüe davon wachin, schosfsm, bede unde sture geben unde allerley plicht'unde unplicht davon thun, alfse anderfs unfie bürgere *un von dem eren. Auch suln sie keynerley gebuw thun uff unfse unde der stad Franckenberg muren. Difs zu orkunde so han wir unfse mgesigel a " disfsen brieb lafsin hencken. Datum anno domini millesimo trecente- 1392 Dez. j. suno nonagesimo secundo, sabbatho proximo ante diem conceptioms beate Marie, virginis gloriose' ')■ , . , . «. l 1 •<. Hir ist zu mircken: so in dem vorgeschrebin bneffe steint, w y das die Johanshern stillen alle tagetzyde unde horas canomeas hälden») etc.- das dadin sie von irst, unde bilden efs gar erlich.n ' n choro, aber efs enwerte nicht langer") dan by tzween jaren Dar kommet efs von, das man allen tag nunc ludet unde m der tasten Pnme, tercie unde complete. Nu ist efs leyder alle vergangm"), u %escheiden das man allen tag messe*) unde vesper singet, m der f asten auch complete unde die heyligin tage metten singet-). Vor- Jerfs ist auch hir zu mircken: nachdemmale in dem vorgeschrebin br 'ffc stehit, wie das die Johanshern mit unfser heben frauwen ca- P e «en, opphere, selegerede, glocken, geluchte, gebuwe unde mit den buw- meistern nicht sullen zu schicken haben, sunder man sal das halclen, ans ef s bie andern phernern damidde bifsher gehaldin ist 6 ); hir mochte nu ymants eyne frage thun, wie efs dan vormalfs gehalden were ). D er sal wor-*lichin unde gloublichin wisfsen, das alles das opper, das vor unfser frauwen bilde geoppert wirt in den stock adder anders vor das bilde, sal gevallen gentzlichc an den buw. Auch, a ) Hs .lange. '>) Beschädigt. ') UrJc. Lqr. Hermanns. G.'s Text stimmt (abgesehen von der Schreibung) 9«nau überein mit dem eines Not.-Instr. v. 1393 Aug. 18 im Marl. Archiv (vgl. »ben 8. 443 Anm. 13). Verderbter Text gedr. Nachr. •». Schiffenb. 1, hat- ö- *• 77 Glcichs.ühcrcinslimmcndc Gcacnurk. der Wiesenfelder gedr. Nachr. v. Alarb., heu. »• U; Nachr. v. Schiffenb. 1, Beil. S. 5. Gleiche, besondere Bcvcrsc derselben: V wegen Leihung der Altäre u. s. w.; gedr. Nachr. v. Schiffenb. 1, Beil h. 3; ~J wegen Kaufmannschaft u. s. w.\ gedr. Nachr. v. Schiffenb. 1, Beil. S. 7; 3) wegen der 32 schonebrode u. 32 halbe wyns, die die Baumeister zu Fr. jährlich auj Sonnt, n. Juni 24 von der Kapelle u. I. Frauen dem Kl. G. geben; 4) wegen VerUgmg der Thkk. mit des 'BaJyers 1 Siegel bis 1303 Mai 25: Mafb. Archiv^ \>.ll. auch Hörig a. a. 0. 23. 5 ) Oben S. 444 Z. 10 f. *) Vgl. llcldmann Z HG. 33, 415 f. «) 2m»- tercie. ") Vgl die Vorschriften für den Schulmeister im Stadtrecht hl. 40 a. ') Oben S. 443 /'. *B1. 25'a. A.A.6 Stadtchronik. wurden die von Franckenberg' zu rade, das sie das bilde uniscr frauwen setzstin in den chor uff den altar, adder bo sie das bilde setzstin uff eynen altar bynnen dem pharkirchhobe, was dan oppers gevellet vor das bilde uff den altar unde in den stock achte tage vor dem applafse 3 ), durch das applafs 1 ) unde achte tage nach dem applafse, efs sie under mesfse, nach messe adder darvor, das sal die tzyt gentzliche gevallen an der kirchen buw. Ufsgescheiden wyfii broit, kefse, hunere unde eygere; was der durch das jar da gevellet, die sullen 1 ') dem pherner gefallen; unde auch was busfsin das applafs anders uff den altar under messe an gelde gevellet, das sal auch dem pherner Was aber durch das jar uff den altar gefeilet vor messe unde nach messe, das sal allefs gefallen an der kirchin buw. Dusfser vorgeschrebin punete hat man eynen guten versigcltin 1339- brief. Unde das datum defsselbin brieffcs heldet 1339 jar 2 ). 1394. Do man schreib nach unfsers hern Christi geburt 1394 jare' 1 ), du satzste lantgrave Herman eyn recht 4 ) geyn 5 ) Franckenberg, alfs das auch zu Margburg eyn recht ist 8 ): wer keyn hantwerck kan adder dribet, das der tzweymoil 7 ) defs jarfs bruwen mag, y zu eynem gebruwe nuen malder Franckenbergfs 9 ) mafs; wer aber eyn hantwerg kan adder dribet, der sal eynfs bruwen defs jarfs nuen malder. Unde gab des der stad sinen uffen") brieff 10 ). «Bi. 26'b. Alfs man tzalte nach gots geburt I399 r ) jare, du "wart die 1399. kirchwihunge der capellen under dem Heyne gelacht uff sent Ciriacus tag 11 ). Want vormalfs hilt man sie uff sontag nach sent Johans defs touffers tag 12 ). 1400. Nach gots geburt do man schreib 1400 jare, du wart hertzog Rupert von Beyern, phaltzgrave by Rine, erwelet zum Romschin kunnige. Nu hatte he des burggraven l3 ) tochter' 4 ) von Nurenberg zu der ee, die was der lantgraffynnen ls ) swester. Defs wart lantgrave Herman du gefortet d ) umbe des kunniges, synfs swogers, willen. Hirumbe kreig he bescheydenlichni gutin fridde" 3 ) der herren halber. Ydoch so worin vile .cntzeln junc- hern unde ander gesellen, die namen efs, bo sie konden 17 ). Dar- 1410. nach uwer 10 jar starp der kunnig, defs lantgraven swoger. Da ginck die phede widder ane. Want der grave von Nassauw, defs Dilnburg ist, genant grave Johan mit der huwen 1S ), der ranthe y vor Margburg unde vor Franckenberg unde ander stedde, unde finck die lüde in den porten, unde nam das phee, bo he konde. Unde mit gonst des bisschoffs von Mentz, genant bisschoff Henchin von Nassauw, thet er dem lande zu Hessen grosfsin verderplichin schaden ufs Ameneburg, ufs Melnauw, ufs Battinburg,'") ufs der Nuwenstad, gelegin gensyl Treisa* 0 ),") unde ufs a) Hs. ap- | lafse. b) J/ Ä . sullem. <=) Beschädigt. ") so. <) Ebenfalls achte tage. ') Urk. (Lgr. Heinrichs II ?). — Vgl. 2. S- die Bestimmungen Lgr. Hermanns wegen der beiden Opferstöcke zu Grünberg LS80 Jan. 4: AUG. 2. 101. 3 ) Nov. 6 (sexta feria prox. p. omn. sanetorum) Marbui'H- *) Vorl. vor c. r. '") in unser slofs. e ) in uns. slofse oich gchalden Wirt- 7 ) czwernt. s ) — berger. °) Vgl.: bekennen uffintliche. 10 ) Urk. Lg r - Hermanns. Or. im Frankcnb. Stadiarchiv. ") Aug. 8. '-') Sonnt- »»■ Juni 24; vgl. oben S. 126 (1320). — Archwalische Nachricht. '■■) Friedrich- l1 ) Elisabeth. fG ) Margarethen. lfl ) Lehr. 282. ") Zusatz. ") Loh*' 283 (Da kreig der furstc widder phede von dem graven XI. s. W.). '•) AUS' gelassen: uls dem Rofsintal. '-'") g. g, Tr. Zusatz; gensyl von Frankcnbcril aus. '") Ausgelassen: ufs Fritzlar. Bl. 86'. Stadtchronik. 447 andern steddin unde slosfsen defs stiffts zu Menttz; auch ufs Hoitzfelt. Dar mengete sich grave Adolff von Nassauw zu 1 ) unde her Reynhart, herre zu Westerburg*), unde grave Hinrich zu Waldecken 8 ). Unde mit hulffe der von Ameneburg so fyl 4 ) der grave von Waldecken bie nacht in den [i4' 2 l Kyrchheyn, unde nam alles, das do vvafs, unde stifs mit füre ane, unde verbrante die stad allerdinge, ufsgescheiden tzwey hufse s ). — Bie») disfsen getziden sonderlich do man schreib nach gots geburt 1405 1405. jareß), do starp'her Eckart von Terfs 7 ), bisschoff zu Worms»)»). — In disfser phede 9 ) leyd Franckenberg aber grosfsin schaden. Wantc [1411] ef s geschach zu eyner tzyt, das eyn eddelman in dem Buchsecker d ale'») wart mit sinen ganerbin tzweydrech- | #b )tig, unde herlangete von *s dem lantgraven evnen burgsefs zum Franckenberge. Do tzoch die stad dar u n de wulden den eddelman holen unde geleiden. Da quarnen die Mentzschin unde des eddelmans widderparthie unde worffin die zum F ranckenberge mit des lantgraven dynern nidder. Alsus namen die v °n Franckenberg aber verderplichin grosfsen schaden. Unde geschach d n man tzalte i 4 njare"). Unde dufs ist die dritte gemeyne nidder- 1411. 'oge der von Franckenberg 12 j. (Hir sal stehin die dritte nidderloge der von Franckenberg, ,rr > Buchsecker dale.) *In dem iare darnach, do man schreib nach gots geburt 0 ) 1412 *bi. r?. Jare»), du geschach efs, das etzliche reifsener«) ufs dem söfft von») 1412. Collen unde ufs der graveschafft zu') Waldecken tasten uff die von Franckenberg 11 ) unde naraen cn enwenig*) kue, die gingen zu Yben- hufsenh) 15). Unde das ge schrey quam in die stad. Do tzog.n sie ufs ™de fulgeden bifs vor Medebach. Da quarnen sie an die ngendc, ""de hettin sie auch niddergeworffin IB ). D a lifen die von Medebach herufs, ^nde dadin ire siege hinden unde forne zu, unde hulffen die von Francken- f er g fangin unde darnidderslaen. Unde wywole die von Franckenberg sich keynefs argen zu den von Medebach versahen, want») sie nicht ire figende v ^ or en, ydoch so") namen sie betrieglichen unde bofshchen den von ^ranckenberg ir banyr; das stachte hirnehist vil jare«) zu Medebach ln der kirchen' 9 ). Dufs ist die virdc |gemcyne] k ) nidderloge der v °n Franckenberg 1 ) 2 »). aj Bie—Worms auf dem unteren Bande (spät) nachgetragen, ohne Zeichen «M» Einfügen. i>) In F fehlt hier das Blatt 24' (ohne Ersatz). Ich ergänze wieder nach S (u. St): val oben S. 425 Anm. a. <=) S anno a Christo natu *• m. sehr. d) Hss. reisige. ») von fehlt S. ') im fehlt S. l> » n. ihn viel; St n. ein wenig. l ') S welche zu Y. gingen. ') Hss. dan. 1 S- fehlt in den meisten Hss. ') d. v. F. fehlt S. ') Lehr. 284 oben. ') Dieser hier mit eingefügt aus Lehr. 283 f (Auch wart fygent). ") Lehr 284, an den Nassauer anschliefscnd. ') Vorl.-1412. ) Uhr. 284 unten. Teilweise umgestellt. B ) Mai 14. T ) Bie». Bcrseh ■l'i/xcn bei Franhenbera 8 ) Vielleicht Wormser Nachricht. Vgl. AHlr. 8,~M, i Jf G. 34, 174; A. Heldmann das. 222 ff. ■ °) Unten 'Uli'. ,0 ) *»•* B «*ecÄ; s. Lehr. 284 Anm. 12. ") Lehr. 284. Gekürzt! ") Bie zweite s. oben S. 438. ") Lehr. 438. M ) Bas. 285 (ranlhen vor Fr. u. •asten ane). ">\ Wüstung Ibenhausen 'vor' Frankenberg; s. Landau, Wusle Ortschaften 231 — Zusatz ; vielleicht aus mündlicher UcbcrUcfcrung. Vgl. unten Anm. 19, m Lehr wante der ßgende woren wenig.' ") Lehr. 28o. ine h f>den letzten Sätze umgestellt. ,s ) Vielleicht bie 84 jaren. Wenigstens dauerte es so lange bis die Frankenbcrger es widder füren konnten, o. wwen J ' LI. 35 a i8j Zusätze. Vgl. oben Anw. 15 u. Lehr. 285 Anm. 2. " ) Unmittelbar nach der drillen. aa$ Stadtchronik. (Hir sal stehin die virde nidderloge der von Franckenberg, vor Medebach geschehen.) *j? bi. 26a. * a ) Darnach du man schreib nach gots geburt 1414 jare'), 1414. do gab lantgrave Ludewig den von Franckenberg eynen gnadenbrieff; alsus: das der furste unde alle sine erben wuln unde suln die von Franckenberg lasfsin unde behalden bie allen alden guden gevvonheyden, fryheiden unde rechtin, alfs sie von den altin fursten unde dem fursten- thum zu Hessen herkummen unde bracht han; unde wilcherley brieffc die von Franckenberg hetten von der fursten aldern 2 ), die wullen sie stede, veste unde unverbrochlichin der stad halden, sunder geverde 3 )- 1419. Alfs man schreib nach gots geburt 1419 jare, du daden dy monche sent Benedictus orden zu sent Alban by Menttze ire kappin uft unde wurden thumhern. Alfso hattin sie eynen convent zu Rudenauw uff der Edern, der verginck auch zur seibin tzyt 4 ). Im seibin vor- 1419. genanten jare du starp bisschoff Henchin von Nassauw, darnach quam zum bisschthum eyn Ryngrave, genant bisschoff Curt 6 ). Der was auch defs lantgraven fygent 6 ) unde thet den von Franckenberg auch vil Schadens 7 ). Bie disfsen getzytin, do man schreib 1421. nach gots geburt 1421 jare, do brach man das aide raithufs mit den brotbencken zu gründe abe unde buwetc eyn nuwes. Das hatte 10 guter erekener unde vier grosfser dorc, unde was tzwey- mail umbe unde umbe uwersattzst unde mit schebirsteyne wole gedacht 8 ). Umbe disfse getzyte do wart die Tichmole widder gebuwet 9 ), unde die walckemole 10 ) wart du gebuwet in die AsschroufTe 11 ). 1427. Nach unfsers hern Christi geburt do man schreib 1427 jare, du quam bisschoff Curt von Menttz unde uwertzoch lantgraven Lude\vig e mit eyme grosfsen fuleke. Da tzoch eine der lantgrave entgeyn, *bi. 28b. unde quamen zu stryde bie Engelifs. Unde der lantgrave *behilt das feit 12 ), unde gewan dem bisschoffe an mee wan 400 gesaddeltd Juli 23. pherde. Dufs geschach defs nehistin tagis nach Marie Magdalenen tag")' Du wart die phede gescheyden. Hirumbe krigin die von Franckell" a ) Blattzahl [25] weggeschnitten. ') Juni 23 (in vig. b. Johannis bapt), '-') Vorl. von unsern aklcrn u. von uns. - 1 ) Urk. Lgr. Ludwigs. Or. im Frankcnb. Stadtarchiv. — Vgl. Urkb für Gießen Juni 8: Beurk. Nachricht v. Schiffenberg 2, Beil. 8. 73; f>'f Grünberg Juni 9: Glaser, Gesch. v. Gr. 195; für Marburg Juni 11: MarO- Stadtarchiv; für Romberg a. d. Ohm Juni 21 (Erbhuldung Juni 20): Be&> Urkk. hg. v. Baur 4, 40; für Allendorf a. d. Lumda Juni 21: Selccta Scncken- berg 5, 577. Vgl. auch Bommel 2, Anmn. S. 190 f. *) Lehr. 289. 5 ) V&' 289 vorher. 6 ) Vgl. unten zu 1427. 7 ) Wohl nur Vermutung. — / A \ 1423 Dez. 8 berichtet der Frankcnb. Schultheiß Mathcus Glockeman in seiner 1 Fafcrrcchnung (vgl. oben S.419 Anm. 1): früh am 4 Uhr quamen zewene geredlfl von Cassil im Auftrag Lgr. Ludwigs, die suldin segin dem burgermeister u. stilistische Verbreiterung etwa wie unten Bl. 27'b. Stadtchronik. 449 berg auch etzlichc tzyt fridde 1 ). Darnach do man schreib nach gots geburt 1430 jar, du herfror das") körn zum Franckenberge unde 1430 Mai 14. an allen enden des lants 2 ) zu Hessen, darzu durch Francken, körn unde wyn 3 ) durch Swoben, durch Elsafsin, an dem Ryne unde m vil andern landen; unde das geschach uff den sontag cantate. Unde das datum ludet metrice alsus: illa dies solis, vulgo cantate vocata, 1430. frigore premagno vastabat vina beata;_ item aliud: dulcia nunc vina stravit maledicta pruina. '43°. In disfsen irsten tzween versen findet man das datum in den buch- stabin, derglichin in dem dritten metro 4 ). Do man schreib nach gots geburt 1434 jax, uff den 7. tag .434 Okt. 7. "ach Remigü, du was der allergroiste wynt Der warff vil hocher spittzen uff den tornen abe, unde vil guter gebuwe brach he nidder u nde in den weiden grosfse strameln der boyme umbewarff ); wante wo die strameln hynne gingin, das muste alle umbefallen, adder ) mit macht «fe der erden gerisfsen adder entzwey gebrochin'). Disfcer wynt war ff zum Franckenberge den hanen uf dem chortorne 8 ) abe; der tyi in d en Kirchpuel in der Mittelgassen. Auch warff er die steynen luchtin unabe vor dem beynhufse»). Dartzu uff dem umbegange defs chorls die steynen piler adder tzeborigen»») zubrach er unde warff sie nerabe 11 ) Darnach do man schreib nach unfsers hern Christi geburt .445. '445 jare, du kouffte lantgrave Ludewig die graveschaft zu Tzigenheyn ""de auch die graveschafft zu Nidde umbe graven Jonan von ^igenheyn unde von Nidde«), • alfs derselbe grave keyne hbefs- «.».. «bin enhatte. Darnach do man schreib nach der geburt unfsers bern Christi 14^0 jar, do starp der vorgenante letzste grave zu Tzigen- 1450. beyn. Unde ist zu Heyne bie sine aldern begrabin"). Darnach do man tz alten a ch gots geburt 1457 ,4 ) jar, do gabin") die tzwene fursten i 4 57- lantgrave Ludewig unde lantgrave Hinrich, gebrudere*«) den von Francken- ^S eynen gnadenbrieff; alsus: das sie") die stad") by gnaden, fry- heiden unde herkommen bliben lasfsin sullen unde wullen, alfs sie bie *) Hs. das | das. ,. r ') Vermutungen. *) 1. Fr. — lants willkürlicher Zusatz. ') Der w cin hierher verschoben wegen obigen Zusatzes. Vorl. einfach das körn u. der ^7" durch Hessen u. s. w. *) Lehr. 2.90. 5 ) Vorl. so cyn groifs wynt, das «..... nidderwarff unde .....umbewarff. Bie hier oben beim ^schreiben vorgenommene stilistische Aenderung ist versehentlich nicht durchgeführt. ) voro. antwer. 7> T rhr 2qß », j) em kleynen torne uffme choro; vgl. unten ?• «8 Z. 28. ») Auf dem Kirchhof. Vgl. Stadtreeht Bl ATaJam Ende). ') Ciboricn, d. h. tabernakelarlige Krönungen. Es handelt sich wohl um XiaM fw Chor-Strebepfeiler; vgl. S. 458 Z. 30: ufs dem umbegange zu den ■»■»«• tzouten [der Strebepfeiler] herufser; v. Behn-Botfelser, Pfarrkirche zu Fr. St (ohne Kenntnis unserer Stellen) ") Biese Sätze erinnern etwas an (x.s A.n, aus allgemeinen Ereignissen den besonderen Fall für Frankenberg zu construiercn; die Zeitangabe scheint mir deshalb hier nicht ganz zuverlässig. '-) Lehr. *»*• '445 du nam lgr. L. Cz. yn bie des graven lebetagin. ,8 ) Lehr. 294. I"* mehr 1458! Bas falsche Jahr schreibt G. blind seiner Vorlage nach; ?-™f™ £ i50 Anm. 2. ») Mai 2 (dinst. n. d. sont. cantate). «•) Für sich 1. ttoe Brüder Hermann u. Friedrich. 17 ) Nachdem Bürgermeister, Schonen, *«* «*• ganze Gemeinde der Stadt Fr. ihnen Erbhuldung getan haben. ) »* Burger zum Fr. in der Altenstadt u. Neuenstadt. 45o Stadtchronik. iren aklern unde vater seligin') gehabt unde herbracht han, sunder geverde 2 ). 1463. Nach unfsers hern Christi geburt do man schreib 1463 jar, du worin tzwene eddelmanne, genant Godfrid von Langin unde Johan Schobbel, fygent defs lants zu Hessen. Unde dadin vil Schadens; wante sie verbrantin Holtzhufsin 3 ) in dem gerichte zu 1464. Dutphe, unde uwer eyn jar hirnach verbrantin sie auch Langen- [u. 1463]- dorff 4 ). Unde fingen vil lüde durch das lant zu Hessen; wante sie hattin vil fufsfenten 5 ) ufs Westphalen, die alletzyt uff den struch gingen, so das nymant sicher wandern mochte 6 ); sunderlichin die von Franckenberge 7 ). Want nymants was sicher uff der Nunc, uff der Edern, in dem Heymbache 8 ), zu dem Woge unde derglichin, nachdcmmale sie den messersmidden ire sliffsteyne in den hutten 9 ) zuslugin unde zubrochin Hirumbe musten etzliche frauwen unde etzliche priestere ire grafs selberfs mehin unde das hauw auch [1463J. selbirfs machin. Efs geschach zu eyner tzyt 10 ), das die tzwene eddelmanne quamen mit den Westphelingen unde tastedin uff die strafse tzusschin Franckenberg unde Wesintfelt in dem Burckwalde; da spinen sie eynen kam ufs. Das geschrey quam in die stad"), unde darmidde auch, wy das der fygende wenig weren 12 ). Da gebodin der *bi. 26'b. herren amptknechte by libe unde by gude, * nachzufolgen unde dy name zu entschudden. Die bürgere tzogin ufs 13 ) zu fusfse unde zu pherde. Nu woren die fygende durch den Halmberg 14 ) getzogen; da jagedin die von Franckenberg nach. Unde alfs sie dar quamen, unde der allerfurdersten eynteyl in die stad quamen, da slugen die vom Halmberge ire porten tzu unde wulden sie nicht lafsfsin durch- tzihin 15 ). Da fyl das fufsfolck uvver die tzunc durch die garten; unde dy zu pherde worin, die musten dy wege suchin umbe die stad. Alfso quam das folck von eynander; want efs was auch duster unde finster genibbelt. Unde so dy fygende sahin, das das ') Ludwig I war 1458 Jan. 17 gestorben, wie Gerst. in der Lehr. 298 richtig angibt, in Widerspruch mit der Jahrangabc '1457' hier oben. 2 ) Urk- Ludwigs u. Heinrichs. Or. mit '1457' (septimo) im Frankcnb. Stadtarchiv. — Vgl. Urkk. für Marburg Febr. 17: ZHG. IG, 110; für Giefsen Mars 4: Beurk Nachricht v. Schiffenberg 2, Beil. S. 73; für Grünberg März 6: Glaser, Gesch. 0. Gr. 202; für Sontra März 15: Collmann, Gesch. v. Sontra 105. Vgl. auch Bommel 3, Anmn. S. 3 f. B ) Nordwcstl. v. Gladenbach. *) Südwcstl v. Gemünden. *) Kriegsknechte zu Fufs. Marb. Stadtrechn. 'Fufsgänger'- (i ) Vgl. Lehr. 263 Z. 8 f nymant dorfte sicher wandern. 7 ) Zur Sache vgl Bücking ZHG. 16, 42 ff (Marburger Stadtrechnungen 1458, 1459, 1464, 1466, 1470, 1471). Vgl. auch Lyncker, Gesch. d. St. Wolfhagen 85 f. ') Der Hainbach fliefst gegenüber der Nuhnc (etwas unterhalb) von rechts in die Eder. ") Den slyffhutten unter dem Wogberg; s. oben S. 436. 10 ) Vor 1463 März 7; s. unten. u ) Wortlaut wie Lehr. 285 Z. 3f (oben S. 447). 1! ) Vgl Lehr. 285 Z. 6; oben S. 447 Änm. 16. ") Wortlaut wie Lehr. 285 Z. 4 (vgl. oben S. 447). «) Die Stadt Hallenberg. 16 ) Ihr Verhalten war immerhin weniger feindlich, als das der Mcdebacher im J. 1412: Lehr. 285; oben S. 447. — 1451 Aug. 24 hatten der Schulthcifs (geschwor. Richter Jjgr. Ludwigs) Heinrich Graschaff, die Allstadt (Bürgerin, u. Bat) u. die Neustadt (Bürgernu Schöffen u. Bürgerschaft) v. Frankenberg eine Freundschaft u. Eintracht geschlossen mit dem Medebachcr Amtmann Hermann v. Dorfeid u. den Städten Medebach, Schmallenberg, Winterberg u. Hallenberg: ÜB. d. Hzt. Westfalen hg- v. Seiberte 3, 115. Stadtchronik. 451 folck entzeln quam, do wantin sie sich; undc wywole sie eynen hinderhalt hatten 1 ), so weren die von Franckenberg en doch zu starck gewest werin sie by eynander blebin. Alfso wurffin sie die bürgere entzeln darnidder unde fingin sie. Dit geschach geynsid dem Halmberge, an eyme berge, genant die Heyde"). Alsus mangeltin sie do mit den von Franckenberg unde drungin sie zurucke bifs vor die porten- da behulffin sich etzliche in den tzunen, grabin unde wegin vor der stad. In disfser nidderloge namen die vom Franckenberge aber grosfsin schadin an dodin, an verwonten, an gefangen, an Pherden unde an harnessche»). Alsus furtin sie die gefangm mit sich in Westphalen: unde musten groifs gelt unde gut zu schattzunge gebin*). Dit ist die funffte gemeyne nidderlage*), unde geschach uff montag nach reminiscere in der fasten in dem vorgenantin jare ). ,463 März 7 Darnach-) im seibin jare, nach Walpurgis, quam eyn grofs sterben an .463n.M.,.. der pestilentz durch alle lande, unde starp eyn grois folck hir zum f'ranckenberffe a ^ 7 ) * b )(Hir sal stehin die 5. nidderlage der von Franckenberg, *bi. ™. vor dem Halmbergc an der Heyde.) c ) . ..' Do man schreib nach uofsers hern Christi geburt 1464jareB), *bi. 27.. du verschreib der bisschoff von Mentz, genant Adolff von Nassauw, M*>4- Battbburg, Rofsintail, Melnamv unde sine gerechtikeyd zu Wetter 'antgraven Hinriche") Darnach in dem herbeste quamen die West- Herbst. Phelinge eynen morgen gar fru, alfs efs duster genybbelt was, unde fi len uff die Auwe zu Battinburg, unde namen, was sie betraden, unde verbrämen unde verheretin die dorffere darselbis »>). Bie dissen gelten do wart die sonnabints-frumesfse dotirt unde begift.get. Das dadin dusfse nachgeschrebin frummen lüde: von irst eyn burgman zum Franckenberge, genant Johan von Buchseck n), darna tien Juden, Hinrich Nuwtor«), Peter Loitsch, Gorge Tzifsen unde andere bürgere. Unde gobin sie den buwmeistern unfser liebin trauwen J n ire hant, so das dieselbin sullen der frumesfse mechtig sin, zu bhen adder beveheln eyme frummen dogentlichin pnester *). Alfs man tzalte nach gots geburt 1469 jare«), du quamen die M&9- fzwene rarsten zu Hessen mit phedin zusammen 16 ). Dieselben worin hphehe gebrudere 1 "). Der eldeste, genant lantgrave Ludewig, hatte das ., „ a ) Darnach—Franckenberge (ohne Schlufspunkt) nachträglich ^fugL b ) Blattern [26] weggeschnitten. «) Ausgeführt. Bildvorschnft und Bild f>n Teil (links oben u. rechts unten) auf 2 Ersatestück-Bücksciten; vgl. unten s - 452 Anm. a u. b. . . J l ) Vgl. Lehr. 245 Z. 17 f da wantin sie sich dy figende u. hattin eynen hmderhalt. Vgl auch oben S. 438 m. Amn. 15. ') Lehr. 300 Geynsid (fm b ydcr Lehr.) richtiq, da der Heidekopf w estheh v. Hallcnberg hegt. ) vgi. L chr. 300. *)Val das 271 Z. 5 f (oben S. 438) musten grofs gut zu schattzunge «*>"• 6 ) Die vierte 8.'oben S. 447. •) Lehr. 300 (mit 1463). -Z*" f*l der ausführlichen Erzählung unserer Chronik stammt wohl aus munducne Heberlieferung (von G. stilisiert). 7 ) Wohl besondere Frankcnberger JSacii- rieht. »f Lchr . Mai 6 °) Lehr. 300. Richtiger Zusatz; s. das- Anm. 13. ' "'{-Lehr 300 Zusätze. ») Vgl. ZHG. 34, 183 (1449). ") Nuwetor, Nuter, Bürgermeister 1460: Frankenb. Stadtarchiv, Gescho/sregister 8 ) Archivalische Nachricht. ") Vgl. Lchr. 301 m. Anm. 5. ) VW- « ) wart des konniges von Franckrich fygent unde [1465]. tzoch 8 ) geyn en zu fclde mit grosfser macht; derglichin tzoch der konnig mit grosfser herlicheyd. Unde quamen zu striden, unde der [ 1467]. hertzog gewan mit grosfsen eren. Darnach") gewan er die allermechtigesten stedde geheifsin Dynand unde Ludich, unde zubrach sie alle gar. Zu derselbin tzyt lifs er tzweyhundert swanger frauwen von Ludich in schiffe settzin, unde er hatte die schiffe lafsin verlochern, unde verdrenckede die frauwen mit den fruchtin. Darnach tzoch er mit vil tusent man in das lant zu Gelren unde thet unsprechlichin grossen schaden. Darnehist tzoch er mit gewalt in .das lant zu Lothringen. Unde gewan menchin grofsfsen strid, unde hat vil tusent mentschin in den doit bracht. Unde treib wonder in der werld b ) 10 ). 1473. Darnach alfs man schreib nach unfsers hern Christi geburt 1473 jare, da schickte lantgrave Hinrich etzliche eddellude unde dynere mit sinen schuttzen c ) geyn Franckenberg, unde suitin syne fygende in Westphalen 11 ) suchin unde bescheddigin. Da was der von Franckenberg amptman, [bynamen Johan ls ) Schenck von Sweyns- purg] d ) 13 ), der geboit den burgern by liebe unde gude, mitzutzihin l4 ) mit gantzer unde foller macht. Da mustin die bürgere sich rüsten, unde quamen herufs wol hertzuget zu fusfse unde zu pherde. Dar worin auch midde das folck ufs dem ampte zu Battinburg 16 ). Unde tzogin in Westphalen vor den Schartinbcrg' 6 ) unde namen das phee. ") darselbis—Bur- (links unten) auf Ersatzslück. i>) gundien—wert« (rechts oben) auf Ersatzstück. °) J[ s _ schütz- | tzen. *™™ erobere, solle den Waldeckern ein Viertel davon zufallen Der Zug ward oft« ^nächst wieder wendig. S. Vamhagcn, Grundlage d. Wald. Gesch., "*•"»>> »lemar Wcstd. Zschr. 285 oben u. 295 f. ') Am 27 brach er von faibuig au f; s. ZHG 1 331 f. ") Zum Wortlaut vgl. Lehr. 302; zur Sache Diemm Westd. Zschr. 296 u. 298; Siegel ZHG. 32, 190 Achenbach, Gesch v.Jiegen 1 III, 60. *) Ein ausführliches Register im Marb. Archiv, 'Reisige l^/Jf tappen], die vor Lins gedient haben 1474', nennt die Kontingentede, W™™ Fürsten u. Grafen, sowie die der hessischen Ritterschaft «. . ä# "*®f™" Städte (u. Bezirke). Vgl. auch das Teilregister (oberhessische Städte "„« Volk) ZHG 1 331 ff % III (Jungherr) zu Weilburg. ^ÄÄ' ,0 ) M Lieh. » Im gen. Register. Vgl. auch Diemar MOHGV. NF. 8, 84. 454 Stadtchronik. hard von Seyn 1 ), grave Johan von Witgensteyn 2 ), grave Philips von Waldecken 3 ), her Eberhart von Richenberg 4 ), her Godfrid von Eppensteyn 5 ), her Philips von Konnicksteyn 6 ), der herre 7 ) von Westerburg 8 ). Dartzu hattin eme dy nachgeschrebin fursten unde herren ire rutter gesant, bynamen marggrave Albert 9 ) von Brandenburg 10 ), hertzog Wilhelm 11 ) von Sassen 12 ), der bisschoff 13 ) von Wirtzeburg 14 ), der apt 15 ) von Fulda 16 ), der grave 17 ) von Katzinelnbogen, sin swegerherre, der grave 18 ) von Hennenberg l9 )> der grave 20 ) von Swartzburg 21 ), der grave von Glichin, der grave 22 ) von Hoensteyn 23 ), grave Otto 24 ) von Solms, grave Adolff 25 ) von Nassauw, grave Philips 26 ) von Nassauw, der grave 21 ) von Weda 28 ), der herre von Ronckel 29 ), der herre von Wonnenberg 30 ) 31 ). Dartzu hatt er 32 ) vil Bohemer 33 ) unde Switzere 34 ). Unde sammelte so eyn groifs folck, das er mit gewalt wultc tzihin durch Westphalen. Defs her- schrocken alle Westphelinge, unde sonderlichin die von Brilen. Unde santen treffliche lüde dem fursten entgeyn 36 ), unde quamen geyn Schrouffe unde fden dem lantgraven zu fusfse, unde lagin vor eme uff der erden crutzewifs eync lange tzyt, bifs der furste sie *bi. 28'b. hifs uffstehin. Da dedingetin sie umbe * gnade 36 ), so das sie alle schattzunge, pherde, harnesch unde allen schaden, der daruff ge- gangin was, geltin musten, dartzu eyne grosfse summe gülden s7 )> defs sie uff disfsen tag noch nicht vorwonden han. Unde alle sine fygende in Westphalen musten sich in defs lantgraven gnade gebin. Dartzu schickte er insonderheid eyn here in das lant unde lifs das slofs Schartinberg 38 ) zu gründe nidderbrechin 39 ). Da sprach der furste zu den von Franckenberg, alle ire schade sulte en gegulden werden, ») Sayn-Wittgenstein. Vgl. Diemar Westd. Zschr. 296 f u. MOHGV. 8i- Hier (1475) auch. Gr. Gerhard v. Sayn. '-) Sayn-Wittgenstein. *) A* gen. Register. Vgl. auch Diemar MOHGV. 84. 4 ) Reichenstein? b ) EpP' stein-Münzenbcrg. Vgl. Diemar a. a. O. °) Eppstein-Königstein. Im gen- Registei: Vgl. auch Diemar a. a. 0. 7 ) Gr. Reinhard. s ) Leiningen' Westerburg. •) Kurf. Albrecht. 10 ) Im gen. Register. Vgl. auch Diemar Westd. Zschr. 296. ") III. ,2 ) Im gen. Register. Vgl. auch Diemar a. a. 0. 13 ) Rudolf II. u ) Vgl. Diemar a. a. 0. (auch das. 300 AnM- 319) über B. Georg v. Bamberg. ,s ) Johann II. 16 ) Im gen. Register' 17 ) Philipp. 1R ) Friedrich'. '") Im gen. Register. 20 ) Heinrich- n ) Im gen. Register. 2S ) Ernst. '") Im gen. Register. 24 ) ** Braunfels. 25 ) III (Jungherr) zu Wiesbaden. 20 ) II zu Weilburg- ") Friedrich. 58 ) Wicd. 2!) ) Wohl zweiter, irrig abgetrennter, Titej Friedrichs v. Wicd. 30 ) Winnenberg? "') Die beiden Namenlisten vielleicht aus archivalischer Quelle ; vgl. Anm. 29. — Das gen. Register hat nur einen Teil dieser Namen; s. d. vor. Anmn. Es nennt dagegen noch: Hz. Wilhelm «• Braunschweig, die Grafen Otto v. Waldeck, Philipp v. Hanau, Otto u. Heinriw v. Henneberg u. den Abt (Ludwig) v. Hersfeld. a2 ) Aufser dem hessischen Landesaufgebot; s. oben S. 453 Anm. 7. 33 ) Da/'s 'ein merklich Volk 00 Böhmen, das schwarze Heer genannt', beim Lgr. im Lager [von Schreufa] 0* w " getroffen sei, bekundeten Augenzeugen später dem Blankenstcincr Rcnlmcistei Philipp Ilamer; s. Diemar Westd. Zschr. 299 Anm. 312. Vgl. auch das. 9*j Anm. 309; 300 Anm. 318; Achenbach a. a. 0. 59. M ) Nur hier bezeugt- 35 ) Vgl. Diemar 296 f m. Anm. 303. 88 ) Vgl. die Blankensteiner Bekundung bei Diemar a. a. 0.: als der Lgr. [von Marburg aus] 5 Meilen gezogen, sei & von den Brilonern [im Lager] aufgesucht u. sei Friede geteidingi worden- ") Vgl. Diemar 299 Anm. 316. 88 ) Vgl. oben S. 452 m. Anm. 16. : ") W- Lehr. 302 m. Anm. 12. Stadtchronik. 45 5 want die Westphelinge musten efs alle betzaln. Aber der forste quam in andern grosfsin handel unde phede, das defs allefs ver- gesfsin wart, so das den von Franckenberg ny nichts widderwart. Darzu hatte die stad*) unmefslichin vil schadenfs genommen von dem grufslichin mechtigin here uff der futerunge, an grafse, hauw unde b an fruchte 2 ). In derselbin tzyt*) was tzweydrach tzussch.n lantgraven Herman*), dufs forsten liepliche bruder unde hertzog Ruperte von Beyern % defs phaltzgraven «) by Rme bruderalfs die- selbin tzwene forsten geynander krigetin unde sich phedethin umbe das bisschthump zu Collen»). Alans quam«) hertzog Karolu von Burgundien bisschof. Ruperte zu hulffe unde legem ^^J^ stad Nusfse 10 ) alfs zur seibin tzyt 11 bisschoff 12 ) Herman von wessen in der Jad was unde belag er. darinne. Do das vernam lantgrave Hinrich du-) 'brach er uff zu Schronffe«) unde tzoc, dnrdi Franckenberg' Sunderlichin hatte er so vi wagin, karne unde ge- tzauweis), d £ da furt in bosfsin, polver, pile schirme, bilden unde andern getzug, auch prophande, so das die fordeisten vor die nuwen- stad quamen nach mitternacht alfs die glocke 3 sing, unde füren Sedrungin unde harte nach eynander 12 stunde lang, bifs die glocke nach mittage wider 2 sing, ehir die getzauwe unde wagin alle am- durch quamen ^). Mit sulchem grosfsin mechtigen here ^ a ) tzoch «. «Nu der fui ste '•) an den Ryn unde legerte sich vor Lynfse'»), das bisschoff Rupert y™£tte Und'e gewan'efs-), unde tzoch-) vorterfs geyn [wl Collen L die stad. Da quam keifser Fndench der IIL unde das gantze Romschc rieh dem lantgraven zu hulffe"). Unde wart ; ge dedinget, das-) der hertzog von Burgundien abeteoch all«"« wan eyn j ar26 / vor der stad^gelegin hatte unde doch nicht gewynnen mochte umbe der grosfsin were willen der Hessen, dy mit bisschoh Hermanne darin kommen waren. Ydoch blebin in Nusfse toid 8oo man. Aber der hertzog von Burgundien verlor vor der s ad mee wan sechtzehin tusent man»). Darnach") wart bisschoff Rupert ge- [-478]. fangin unde geyn Blancksteyn gefürt 88 ). Da hilt en lantgrave Humen a ) Blattzahl 28. „ ') Die auch 150 Gewappnete u. 18 Wagen zum Felämg *g» «^g Register ZHG. 1, 332 Vgl Diemar MOHGV. 64 Anm, 2. .J? ro/ f „?/» ™ohl aus persönlicher Erkundung u. Kenntnis Zu den »«*"•**»* %% f- m Anw. 31. ») Schon seit 1473. *) Stiftsverweser «. Köln seit 141 ö. 3 ÜB. v. Köln seit 1463; s. Lehr. 300. \Kurf • Friedrich I ) Vgl. Lehr. 302 Anm. 2. •) 1474. 9 ) JuK *»i •• »«Jj» WeStd J SC r„i ae Be- Iü ) Vgl. Lehr. 302. ") Seit Juli 26; s Diemar 307 f. ' ) Irrige tse Michnuno- s oben Anm 4 ">) Irrige Anknüpfung; s. Anm. 14. L-y* Mbruchmußlnfanaluli erfolgt sein: Juli 10 lag der Lgr. f^ZonTen »: Diemar 300. ") Das Begister ZHG. 1, 332 f verzeichnet all ein von den oberhessischen Städten u. Gerichten 865 Wagen »| Der MfJfJ.™ 1 Diemar MOHGV. 59-80. 8 °) Linz fiel 1475 März 7; s. Diemar a.a.O. SO Anm. 1. ") März 20 aufbrechend; s. Diemar 81 Anm. 3. | • Diemar 59-85. ») Nach Waffenstillstand von Mai 28. '"V.,; H ) Vielmehr 11 Monate-, vgl. Anm. 9. ") Das mmte im dmem AbschnU wohl vom Hörensagen. '") Aber erst 1478. 28 ) Lehr. SOd (OT. Janrj. 456 Stadtchronik. [1480]. tzwey jar gefencklich a ) bifs in stnen toit 1 ). Da quam bisschoff Herman geruwelichin zu dem bisschthum 2 ). 1476 Mai 9. Darnach alfs man schreib na unfsers hern Christi geburt 1476 jare, do wart Franckenberg mit füre angestickt, unde verbrantin die tzwo stedde gar unde zumole. Dufs geschach uff den 9. tag in dem mey s ), unde derselbe tag gcfyl uff den donnerstag vor cantate. Nu was efs zur selben tzyt gar eyn drocken jar unde eyn hey tzyt, so das in der stad keyn wafsfser enwafs. Auch was der lüde vile busfsin der stad, etzliche by ircn wefsin, bie iren ackern, in den gründen unde weiden, in iren garten unde derglichin, bo ickelichs zu schicken hatte. Da geschach efs uff den vorgenanten donnerstag, nach mittage alfs die glocke 1 slug, da herhub sich leyder eyn grufslich für in der Mittelgasfsin, in dem Geifsmar-firteil, an dem orthufse, wan man in die Smiddegasfsen geen wil Dasselbe hufs was gar hirlichin drymal uwersattzst, unde was so hoe gebuwet, das in der *bi. 29b. Smidde-*gasfsen enmochte keyne leyter an das dach gereichin. Das hufs was auch mit schebersteyncn gedeckt, dy sprungin unde blatzstin abe unde verbrantin die lüde, das nymants entbie mochte kommen. Unde wywole vor keyn wynt enwas, sunder eyn gantz stille heifs tag, ydoch herhub sich der wynt von der Edern herane unde fürte das für uff die andern hufser zu der kirchin wert, so das die stad an vilen enden aneginck. Da liff das folck getruwe- lichin entzu, priester unde leygin, unde stigen uff die hufse unde gosfsen, slugin, leschetin unde werten sich mit gantzem ernste. Da liffin die frauwen, meyde unde kyndere unde drugen wasfser tzu, ufs der Edern, ufs deme tiche unde ufs den bornen. Aber efs enhalff leyder nichts, sunder das für wart alfs groisfser. Unde wart uwerweltzig, so das man eme nicht gesturen enkonde, umbe vier orsache willen. Zum irsten: die tzyt was beifs, drocken unde hey 4 )- Zum andernmale: da enwas keyn wasfser na bie der hant 5 ). Zum drittenmale: do was wenick fulckes in der stad 6 ). Zum firdenmale: der wynt herhub sich unde fürte das für an vil ende der stad 7 ); so das manfs an vilen hufsin zu schicken hatte 8 ). Hirumbc arbeyte sich das fulck gantz müde. Da quamen die lüde von dem felde heym gelouffin. Da quamen auch die lüde von den nehistin dorfferen, von Geifsmar, von Ellerfshufsen, von Franckenauwe, von Boppendorff, von Firmyn, von Rodenauw, von der Auwe zu Battin- burg, auch etzliche ufs Battinburg, ufs Sassenberg, ufs dem Rofsin- tail unde ufs andern flecken, dorfferin unde hoeffin, unde leschetin getruwelichin, unde hulffin den luden ernstlichin, aber sie quamen zu spade unde zu langsam. So worin auch die leytern, eymer unde ander getzuck verbrant, unde wart zubrochin in solcher groisfsen *bi. 29'». noit. Ydach dadin sie vil arbcyd. *Nu hatte das für gantz obbirn- a) Hs. gefe(n)c- | lieh. ') Vgl Lehr. 304 (m. Jahr). 2 ) Er wurde erst jetzt (1480) Erzbischof. Vgl. oben 8. 455 m. Anm. 12. 3 ) Vgl. Lehr. 302 f. 4 ) Oben drocken jar; hey tzyt; heifs tag. D ) Oben in der stad keyn wafsfser. c j Oben der lüde vile busfsin der stad. 7 j Oben herhub sich der wynt ... u. fürte das ft' r uff die andern hufser. *) Oben so das die stad an vilen enden aneginck. Stadtchronik. 457 hant genummen unde braute in allen gasfsen, so das die hufse zu- sammenvilen in die strasfec, das nymants mee gewandern noch gelesschin enkonde. Da quam das für auch an das raithufs. Das was tzvveymal umbe unde umbe uwersatzst unde was gar hirhchin wolgebuwet, alfs hirvor geschrebin stehit*). fc demselbin hufse hatte die stad ire busfsen, pulver, armbruste, püe unde mencherley gereytschafft; das verbrante mit eynander. Sunderlich hatte die stad mee wan 200 hokenbusfsin, darzu andere loitbusfsin, die stunden alle obin uff dem hufse; unde unden in dem hufse stunden gute karnbusfsen unde worin zur seibin tzyt alle geladen; unde alfs das f ur darane quam, du gingen sie alle loifs, die kleynen rml.den groisfsen. Derselbin grosfsin eyne die schofs Widder das Steynen hufs bie dem Groisfsin borne^) unde schofs die mure tzusschm tzween crutzefenstern entzwey*). Die andern busfsin schosfsin alle ™ hoe, so das sie keynen schaden dadin. Dar verbrante der stad a »e ire altin brieffe, Privilegien unde fryheid, die sie hattin von keifser Karolo*), von kunnig Curde*), von kunnig Hinncheß) unde von andern fursten unde hern. Darzu verbrantin en vile chromken ), aide register unde vile guter rechtbucher«). Darzu vil alder kleynodc. U nde das in den alden kisten, laden unde schnnen was, das verkante alle gar, ufsgescheiden eyne lade, dar was das groisise mgc- si&el inne») unde auch gelt von geschosfse unde von furschill.ng "* etzlichin nuwen registern ">). In derselbin laden worin auch ete- hche brieffe, die der stad von den lantgraven zu Hessen sidder s ent Elisabeth gctzytin gegebin worin. Derselben quamen eynteil u fe"); er wart auch vile verloren unde der stad genummen unde abehe'ndig gemacht. Alsus nam die stad grosfsin verderphchin schaden \ff dem raithufse, wilch schade nicht wole uf »"*«. «tehit. *Dar quam das fur vorterfs, unde nam mei^cnteil ale in gasfsen in der aldenstad vor. Bynamen verbrante die Mittelgastse, die Stoubegasfsc, die Riffgasfsc, die Asschergasfse, die Smiddegaslse, die Steyngasfse, der Leckerberg, der Paffinberg, der Hinderberg der Roddenergasfse eynteil, der Burckberg, der Hepenberg, das B ») Oben S. 448 (1421). ') 1498 (s. Anm. 3): am Markt ^ e *™%<*. > vorhanden- s Vorzeit ha v Justi Jahrg. 1825, 373; oben S- 404 Anm. \°) GeschofJegiZ f. &-1469 noch im StadtärcJiiv. ») ™%»« *« Stadtarchiv; oben benutzt. Vgl auch Anal. Hass. 5, 231 f (Ausg. V. Faust BS) 8. noch ^c8 Stadtchronik. Martt, dy Huntgasse, die Tichgasfse, die Undergasfse, die Lynner- gasfse eynteilfs, die Hindergasfse, unde der Heyde eynteilfs na der Geifsmarporten wert 1 )- Von sulchem uwerswencklichin füre wart so grosfse hittze, das die pharkirche aneginck, unde das was umbe vier ure. Nu enkonden die lüde nicht zu der kirchin kommen; want die hufsere worin in allen gafsfsen zusammengevallen, so worin der paffin hufsere bynidder der pharre auch uff der stad mure gefallen, derglichin woren die hufsere bie der Tichportin auch uff die mure gevallen, so das nymants mochte der kirchin zu hulffe kommen. Alfs nu die vorgenantin gasfsin allsampt so brantin, do quam der wynt unde fürte das für ufs der aldenstad uwer dy mure bifs in die nuwenstad. Da warin der nuwenstedder vile in der aldenstad unde hulffin lesschin unde ufstragen; diewile verbranten sie, ehir sie efs gewar wurden. Da verbrante die capelle sancti Johannis 2 ) mit tzween glocken, kelchin, mesfsegewanden, mesfse- buchern unde ander tziroth. Auch verbrante der spital 3 ) mit eyner glocken, messegewande unde bucher. Dartzu die Peffermole unde die gantze nuwenstad brante gar unde zumale abe, ufsgescheide« 3 adder 4 buwe vor der Nidderporten. Auch fürte der wynt das für an die Obirmolen 4 ) busfsin der nuwenstad; die verbrante auch allerdinge, mit reddern unde gchultze, unde bleib nichts, dan alleyne so«, dy posten under dem wasfser 5 ). * a )Alsus brante die aldenstad unde dy nuwenstad allsampt. Sulch groisfse für tzwanck die lüde dartzu, das sie slechts musten zu den portin ufs louffin unde flihin. Dar worin auch etzliche aide frauwin unde kyndere in die phar- kirchin geflahin; die flahin vorterfs uff den plan, da die bürg vor altin jaren gelegin hatte 6). Nu herhub sich das für an der phar- kirchin an dem kleynen torne uffme choro von irst. Derselbe torn was gantz unde gar mit bly gedeckt; das smaltz alle abe, so das der bly flofs ufs dem umbegange zu den wasfsertzouten 7 ) herufser, glich alfs ob efs sere regente. Uff das lettzste do ran der bly unde bleib an den tzouten hangen, eynfs mannefs lang, ebin alf s yfskecheln. Unde herhub sich das für obin an deme mafsboyme, da die sparren angeleid woren, unde brante alfs herabe bifs uff den chor. Da quam efs vorterfs an die kirchin unde an unfser frauwen capellen 8 ); das verbrante alle gar. Vorterfs quam efs an den grosfsen torn. Da herhub sich das für auch obin an dem mafsboyme, da die sparren angeleid waren; da smaltz auch der bly abe; unde ginck ane unde brante alfs herabe. Da verbrante die kostliche gute groisfse glocke, die den prisfs hatte in al dem lande zu Hessen unde vil wyder 9 ). Dartzu verbrantin andere gute glocken, so das in der pharkirchin 7 guter glocken lü ) verbrantin. «■) Blaüzahl 29. ') Vgl. die Stadtbeschreibung oben S. 398 ff. s ) under dem Heyn- 3 ) s. Elisabethen, under dem Heyn. *) Des Kl. Georgenberg. 6 ) Lehr- 302 f der Gorgenberg bleib stehin; ydoch verbrante en ere mole gantz in dem wasfser abe. °) Vgl. oben S. 437. 7 ) Den noch vorhandenen, aus den Strebepfeilern herausragenden steinernen Wasserrinnen. Vgl. oben 8. 449 M- Anm.lO. ') Vgl. oben 8. 437 Anm. 7. a ) Vgl. oben S. 433 f. ■») alle, die dar worin: unten S. 460 Z. 14 u. Lehr. 302. Stadtchronik. 459 Auch geschach groifs schade an den glefsern-, want das tzin unde gelode smaltz unde ran abe, so das man ire vile muste anderwerbe loden. Die alden lüde unde kyndere, die uff die altin bürg 1 ) ge- flahin worin, die lidden so groisfse noit von hittze unde von roucne, das sie sich irfs lebins erwegin hattin, alfso vil kalen unde fürs fürte der wynt zu en. Den obint alfs efs umbe 6 ure quam^ do worin die t/wo stedde mit den genantin dryen kircW) unde mit *bl sob. den hufsern allerdinge abgebrant. Sondern von der Roddenerportm unden durch die Delebrucken bifs an dy Wasfserporten da blebin etzliche hufsserchin stehin, derglichin uff der Heyde eynte.lfs mit der Schurgasfsen; unde die Heidekirche mit der Gadengassen blebin auch stehin. Dartzu der stad porten blebin alle gehe.l stehin Darnach denselbin obint, alfs das phee von dem felde quam do thet man alle portin zu, want die pherde kuwe suwe, tagen, genfse unde derglichin hettin in das für gelouff.n unde vilhchte «ch v er- brant. Nu hatte das für die lüde ufe beydin steddin getrebm so das das folck lag vor allen portin glich alfs die heyden adder tzeguner3), unde enhattin keyn essen, keyn dnncken Da httin me kyndere nacket unde bloifs unde schrigedin umbe essen Da schrigedin die alden umbe den groisfsin schaden. Da bant man die pherde an die tzune unde an die boyme in den gartin; das ander phee bleib geen, unde liffin durch eynander suwe, tagen kuwe. Etzliche pherde wurden loifs unde liffin in dem felde. Unde wafs eyn groifs gerechte unde geschrey von den luden, von den andern unde von dem phee; efs mochte god in smen wuleken herbarmet habin. Darnach wol umbe die mitternacht du worin etzliche junge gelerte gesellen*), die quamen mit grosfser arbeid durch das für bifs in die pharkirchin unde wultin beschamven, wie efs dar zugefarin hette mit dem heyligthum unde mit andern Sachen Da Wen die kalen unde das für obin herabe durch die loicher andern gewelwe, unde filen uff die altaria, in die bencke, uff die orgeln. ) unde in den urtzouger«); dy bestunden zu glymmen Da namen die gesellen das wywasfser ufs den steynen unde lesschetin efs ufs Uff den fritag unde andere tage darnach do rumetin die lüde z M« o iren keinem, da sie etzwas irer na-*runge ingeflohmt hatten. Da bl woren etzliche ingevallen; so was in etzliche das für kommen unae hatte alle ding darinne verbrant. Auch hatten etzliche lüde von allerirst ufsgetragen unde uff den kirchhoff geflohint unde in die w yten gasfsen getragen: das verbrante auch alle. Sunder wer ettzwas zu den porten ufs drug, das bchilt er. Darnach tzogen ettzliche lüde al entzeln widder in dy stad. Wer eynen keller hatte, da tzoch er yn Der pherner, sin capellan unde andere pnestere, der Schulmeister?), unfser lieben frauwen meydeS) unde ander alte wybere die tzogin uff die schule unde in die schule; want die scnuie bleib mit deme beynhufse auch unverbrant. Die andern bürgere ') Oben den plan, da die bürg . . . S elegin hatte. *) pharkirche; capeUe s - Johannis; spital a ) Zigeuner! *) Darunter Gerstenberg? ) *J ■ oben S. 438 (1381) 6 ) Vgl. oben S. 433 (1359) m. Ann. 12—U. ) > 9<- Stadtreeht Bl. 46. ") Vgl Stadtrecht Bl. 47'. 460 Stadtchronik. tzogin zusammen, wy sie mochtin; man fant auch etzliche schüren adder hufs, da funff adder sechfs par folckcfs yn tzogen. Ettzliche tzogen enweg in die nehistin stedde unde uff die dorffe, bo sie sich enthaldin mochtin. Defs jungen ledigen fulekes von burgers- soenen unde tochtern quam auch altzu vil enweg, die sich anderfsbo nidderslugen. Ettzliche bürgere machtin auch schoppen unde hutten ufs struchin, da sie sich inne enthilden. Wan aber die lüde kochin sulden, das enwulde sich nicht in den kellern schicken, auch nicht in den schüren adder schoppen; hirumbe so sattzstin sie stuken, alfs die suddeler uff den kirmesfsen plegen, unde y 8, 10 adder 12 hufsgesesfse ungeverlich die machten eyn gemeyn für, dar sie bie ire spifse kochtin. Wan man auch zur mesfse luden sulte, so nam der opperman *) eyne schellen unde ginck umbe den kirchhoff unde klingelte; wante alle glocken worin verbrant. Dusfsen brant, *bi. 30'b. jamer, schaden unde betrubnisfse hatten die *von Treifsa herfaren, unde lisfsin vile broits backen unde sammeltin auch vil lynenwaid, unde schickten*) dry guter wagin foll broits unde kledere ge}'" Franckenberg, den armen luden unde nackeden kyndern zu sture unde zu troiste. Das deylte der raith under das fulck, ickelichem nach siner noitdorfft. Sulcher truwe sulden die von Franckenberg buche nummermehe geyn die von Treifsa vergesfsen. Darnach alfs lantgrave Hinrich gruntlichin herfur sulchin grosfsin verderp- lichin schaden, du sante der frummc furste der stad vile kornfs. Das deyltin die bürgere under sich. Er lifs en auch vil buwhultzes füren, unde gab en fryheid, unde halff en gar wole, unde was en eyn gnedig herre. Da wart das fulck ermofse getroist, unde bestunden zu buwen an der kirchen unde auch cnselbers in der stad 2 ). 1476. Darnach im seibin jare quam eyn hart wynter, unde was so vil snyfs, Nov. 18. das derselbe wynter genant wart der grosfse sny. Wante achtage nach sent Mertinfs tage du fyl eyn grofs sny, der bleib liggen bifs 1477Apr.11. 4. oistern zu sent Ambrosius tag 3 ), das was by 20 wochin 4 ), imde fyl alle- tzyt vil snyfs uff den alten, so das bie mentschin lebetagin ny mee snyfc in eyme wynter herfaren was 6 ). In dusfsem wynter leyd das fulck 6 ) grosfse noit, want die in den kellern konden sich vor dem rouche nicht behalden; so künden die andern in den schüren unde schoppen sich vor grosfser kclden auch nicht behalden, wedder essenspifse noch drincken noch sich selberfs. Darnach storben die kuwe unde ander phee, die dan in dem herbeste under keyn dach kommen waren. Da sprochin die lüde, das phee were alfso herfrorn, Ettzliche lüde musten auch er schoffe unde ander phee, das en lebenig *bi. 3ia. bleib, vor-*'')kouffin, uff das sie den tzimmerluden gelonten. Ettzliche dribben ire pherde mit buwholtz-furcn so gar darnidder, das sie den acker nicht gesteilen mochten; sunder das gelende bleib ungebracht adder ungerurt, so das wenich fruchte wuchs 0 ). Dasselbe stro 7 ) wart verdecket uff die hufsere; so was das phee «) Hs. schicken. 1j) Blattzahl 30. °) Hs. wusch. ') Vgl. Stadtrecht Bl. 46'. 2 ) Der ganze Bericht scheint auf eigener Augenzeugenschaft zu beruhen. s ) Ambrosius Apr. 4, Ostern Apr. »■ *) 20 Wochen bis Apr. 7. «) Lehr. 303. Zusätze. 6 ) Zu Frankenberg. ") Das Stroh dieser wenigen Frucht. Stadtchronik. 46 1 gestorben adder verkoufft; darumbe wenig mists gemacht wart unde die ackere ungedonget bieben, so das defs felts zumal vile ungeseet bleib. Hirumbe wart cfs vast besnarre. Dar quam auch eyn ander unfal, das vile lüde storben an seltzin kranckeyden. Da sprochm ettzliche die lüde hetten a ) sulchs von 1 ') dem rouche, dampe unde gestanck'e in deme brande herkregin. Ettzliche meynten, efs ge- schee durch braist, jamer unde leyd, das en uff ire herttze geslagin bette. Ettzliche meynten, sie hettin ire hertze abegearbeyd in dem brande unde auch in dem widderbuwen. Ettzliche meynten efs queme von der fulen bedompen lufft, alfs die lüde in den kellern !agin. Ettzliche meyntin, die lüde weren alfso herfrorn, adder Lettin efs an der herfrorn kost gesfsen unde gedruncken, die sie dan stedicklichin uffdauwen musten. Wy dem alle, so starp al entzeln vil fulckes c )i). Alsus quam eyn unglucke nach dem andern, ühir nu die kirche widder under'dach quam 2 ), da stunt das gewelbe bloifs, so das cfs tzwey jar daruff regente unde snygete. Unde nam defshalber altzu grosfsen schaden; wante das für hatte eme we ge- thon, so thet eme das wasfscr noch weer. Wan efs auch die nacht adder den morgen eynen groisfsen regen theet, so droutt d as wasfser durch das gewelbe an allen enden, so das man in der 'kirchen an keyner stedde mochte drocken bliben, auch keyne *bi. Mb messe gehaltin. Sundern uff dem choro wafs ufs aspenholtze unde reydeln eyn stroschoppe gemacht, unde auch uwer ettzliche andere aharia; aber der wynt zubrach efs stedicklichin. Dyt ist von dem brande uff die korttzste masfse vertzalt. Want nymant enmag den schaden, noit, jamer, elende, bedrupnisfse unde ungemach darvon gentzlichin geschnben 3 ). Unde das datum von dusfsem brande wart metrice gemacht 4 ) alsus: mille quadringentis decies septem socia sex, >47&- Franckenberg clara flammuit ecce tibi; nona dies maii tribuit speetacula mesta, post jubilate palam quinta sequens feria; campane templis periere quidem tribus 3 ) usus; urit pretorium fi ), platea dieta forum 7 ), armigerorum 8 ), presbiterorum 9 ) sieque fabrorum in ); strata canum 11 ), lapidum 12 ), pulverulcnta 1B ) perit, lenonum 14 ), cinerum 15 ), piscine' 6 ), postcriora 17 ) atque pruina satis ' 8 ), infima' 9 ) cum media 2 «); a ) Hs. hetten | hetten. ") Hs. vom. °) Hb. fuckes. , ') Auch die alden, wifsen, vernunftigen scheffm; s. G.'s Vorwort zum Sladt- r <*K Bl. 43. ') Nach den folgenden Angaben: 1478. 8 j 8. oben 8. 460 Anm. 2. ♦) Wohl von Gerat, selbst. Anregung konnten bieten die vielen u. sehr verbreiteten Verse u. Gedichte über den grofsen Erfurter Brand von ll>~ Juni 19. Vql. Stolle, Memoriale, Ausg. v. Thiele 894 ff m. Anm.; Holder-hggei N. Archiv 27, 170 ff (Verse 189 ff). 5 ) S. oben S. 459 Anm. 2. °) "raithuf.. ') Martt. '») Burckberg. ») Paffinberg. '») Smiddegasfse. ") Hunt- P 1 **. ..) steyngasfse. '») Stoubegasfse. ") Leckerberg. *\^X" gasfse. »6) Ticheasfse 1T ) Hinderberg und Hindergasfse. ) Kingasise. ") Undergasfse. *>) Mittelgasfse. - Oben S. 457f als ganz verbrannt aufscr- dem noch der Hepenberg. Mai 9. 462 Stadichronik. heu xenotrophium l ) foculantque suburbia dire, bina molendina 2 ) funditus igne ruunt. 1476. Item a ): protinUs en, ulula, luge, castella cremantUr. In disfscm versu findet man das datum in den buchsteben a ). »bi. :u'ab. * (Hir sal stehin, wy beyde stedde zum Franckenberge, dye aldinstad unde die nuwenstad, mit dryen kyrchen verbornen.) b ) •bi. S2a. * c ) In dem vorgenanten jare do man schreib nach gots geburt 1476. 1476 jare, do wart das gestultze im choro gemacht 3 ). Nu was n. Apr. 14. der eyne stul uffgeslagen, ee die stad verbrante, nach oistern, unde der ander stul bleib do eyn gantz jar liggen, ee he uffgeslagin wart 4 ). Sulches 5 ) richtet ane unde bestalte eyn altarista zum Franckenberge, genant her Johan Jude 6 ). In dem jare darnach, '477- do man schreib nach Christi geburt 1477 jare 7 ), do bestunt lantgrave Hinrich das slos Wulckerfsdorff widder zu buwen. Unde brach das alte gehufse alle abe, ufsgescheiden den torn, den brach er obin abe unde lifs en bessern, unde buwete das slofs ufs dem gründe allerdinge gantz nuwe 8 )- M77- In demselbin jare do wart die sontagsglocke gegosfsen 9 ). Darnach 1479. do man tzalte nach Christi geburt 1479 jare, do starp der letzste grave 10 ) von Katzinelnbogen") unde von Dietz, unde die gravescheffte quamen an lantgraven Hinriche. 1481. Do man tzalte nach unfsers hern Christi geburt 1481 jar, du wart gestifft, das man den sontag unde andere heilige tage frumesse heldet in der pharkirchin, dywile das man laudes 12 ) singet 13 ). Das thet eyn altarista zum Franckenberge, genant her Ludewig Conraits, mit hulffe unde folbort sinfs vaters unde siner vettern, genant die Conradere u ). Darnach, indem alfs man tzalte nach gots geburt 1482. 1482 jare, do wart gestifft die mittelmcssc. Das thet eyn altarista zum Franckenberge, genant her Curd Deynharts. Der was doctor medicine 15 ). Unde hat sulch testament bevolen dem perner unde den buwmeistern unfser liebin frauwen, so das dieselben eynen dogent- lichin frummen priester, der ufs defs doctors gesiechte l6 ) sie, uff- *bi. 32b. nemen sullen. Derselbe priester *sal alle wochin funff mesfsc halten tzusschin der frumesse unde der hoemesse, umbe 6 adder 7 urc ungeverlich 17 ). Unde hat der doctor zu sulchem testamento gemacht alle jar 17 gülden fallen. Werfs auch sachc, das man keynen bequemen priester ufs defs doctors geslechtc gehaben mochte, so mag man eynen andern dogentlichin priester uffnemen. Unde werfs Sache, das der priester, ob he were von defs doctors gesiechte adder von cyme andern geslcchte, sich nicht priesterlich enhilde a) ltcm—buchsteben nachträglich zugefügt. '') Ausgeführt. 6 ) Blatt- zahl 31 (teilweise weggeschnitten). ») spital. J ) Peffermolc und Obirmole. 3 ) Beste noch vorhanden- *) Dies also 1477. 6 ) Das Machen des Chorgestühls. 6 ) Aus persönlicher Kenntnis. ') Vielmehr erst 1480. ") Lehr. 303. Vgl. das. Anni- 0—13. °) Aus persönlicher Kenntnis. 10 ) Philips. ") Lehr. 30t- ") Zur metten. ,:! ) Vgl. oben S. 445 Z. 30. u ) Conraits, Kunracls, Conrad*. Conradus; zu Frankenberg. ") Ein Konrad Dcynhardi v. Wetter ßi&erJJ' 1432 WS. su Leipzig immatrikuliert, 1446 SS. Rektor daselbst, war seit ltff Dr. med.; s. Matrikel der Universität Leipzig hg. v. Erler 3 (Register), 12°- '«) Deynharts, Denharts, Deinhardefs, Deynen; zu Frankenberg. ") Zur pnme. Stadtchronik. 463 unde sich mit unscheineln frauwen verworre, denselben sal man verwerffin und eynen andern, frummen uffaemen 1 ). Nach gots geburt do man schreib 1483 jare, do starp lant- 1483- grave Hinrich, uff den achtzehin tag-)- Unde lifs eynen jungen soen, Jan. 13. genant lantgrave Wilhelm 3 ), der dan zur seibin tzyt 11 jar alt was 4 ). D ° was bisschoff Herman von Collen eyn vormunder defs jungen forsten, synfs vettern, unde nam das lant in zu vormuntschafft 5 ). Al fso quam er auch geyn Franckenberg unde nam huldunge. Unde pb 6 ) der staid eynen gnadenbrieff: bie allen alden guden gewon- neyden, fryheiden unde rechtin zu lasfsin unde behaltm, alfs sie von den alt in fursten unde dem furstenthum zu Hessen herkommen unde br acht han'). Angesehin nu, das der bisschoff von Collen dem ge- meynen manne zu ferne gesessen was, hirumbe so woren vier stat- heldere») gesettzst, die das lant regirten"), bifs der junge furstc muntbar wurde I0 ). Alfs nu der vorgenante frumme furste lantgrave Hinrich gestarp, do starp den von Franckenberg auch alle ir troist unde zuflocht. Want der furste herkante wole, wie das Franckenberg an dem ende eyne porte des lants was 1 '), unde dicke unde vile groisfsin widderstant, verloist unde 'schaden genummen hatte; hirumbe was *bi. 32'a. er en eyn gnedig herre. Defs hatten auch die bürgere flifslichin unde ernstlichin bestehin zu buwen; unde hette der furste noch bic 10 jaren gelebet, so mochtin die beyde stedde Franckenberg vil- uchte alle wole unde foll gebuwet sin wurden. Aber do der furste gestarp, da herhub sich der von Franckenberg lamentacion, elende, verdruckunge, jamer, noit unde klage 12). Wante der junge furste la ntgrave Wilhelm wart in siner jogent an das weydewerg gefurt, s° das er vast unde vile zu Wolckerfsdorff lag 13 ). Da woren vile "er augendyner, roderitter, spitzhude unde bosfse schelke, unde insunderheyd die jeger mit eren knechtin unde die dorffschultheifsen, d ' e dan alletzyt in die stad quamen zu dem wyne; unde wan man dl eselbin nicht allemal ufsquitete, so belogin sie die armen stad in m encherley sachin, so das der junge furste den von Franckenberg gantz ungnedig wart 14 ). Do das die amptknechte in der stad sahin, du bhfsen sie auch entzu unde hettin gerne danck geyn den jungen ■ursten verdinet. Unde eyn schalk halff dem andern ligen unde ') lr ') Archivalische Nachrichten. 2 ) Vgl. Lehr. 304. 3 ) der junger ■ v 'ß. Lehr. 305 u. 301. 5 ) Vgl. das. 304 (regirte das lant). ü ) lebr. o { ™°f- n. u. 1. fr. t. purificacionis). ') Urk. EB. Hermanns. Or. im Frankenb. Stadtarchiv. ~ Vgl. Urkk. für Marburg Jan. 31: ZHG. 16, HO; für Grünberg *'<*• 6: Glaser, Gesch. v. Gr. 216. 8 ) Hofmeister Hans V. Dörnbcrg «u «x Joha >nn Schenck zu Schweinsberg; Bheinfelscr Amtmann Volpert Schcnck T, "Mweinaberg, Kanzler Johann Stein. °) S. Urk. EB. Hermanns Jan. 25: Auszug Hess. Denkwürdigkeiten hg. v. Justi 2, 27. ,0 ) EB. Hermann ent- £ ll aus dcr Vormundschaft 1489 Mai 3; s. Bommel 3, Anmn. S. 68. Die »Wthaücr blieben aber als Bäte Wilhelms weiter im Amt. ") S. oben S. uJ-rf- 7 f- ,s ) Zur folgenden Schilderung vgl. Lehr. 134 ff; 136 Arm. 3 u.4. > j>em Jagdschlofs für den Burgwald. Vgl. Landau, Gesch. d. Jagd 199. J G erwähnt keine Privilegienbestätigung Lgr. Wilhelms für Frankenberg, ent- Wcchend denen für Marburg 1489 Okt. 7: ZHG. 16, 111; für Nidäa 1490 wy dasselbe sulte uff defs bisschoffs eygenthum stehin; unde s° ») Hs. mit deme | mit dem. ■>) Blattzahl 32. e ) Etwas über & Zeilen durch Ueberschmieren getilgt, aber erst nach Rotverzierimg der Hs.; u)on> von fremder Hand. l ) Vgl. Lehr. 134 f. '-') Wüstung Beringcrsdorf (Bcringsdorf) «J 0, Gäsmar u. Dörnholzhausen; s. oben S. 408 Änm. 16. 3 ) Wohl Dörnholl' hausen. 4 ) Wüstung Bcchtoldshain bei Willersdorf; s, Landau, Wüste Op' Schäften 207f. 6 ) Vgl. unten zu 1494 über den Frankenberger Fischtet^ 1 ") Vgl. oben S. 415 Z. 25f. ') 1365. ") Vorl.: um die Neustaa 1 Frankenberg und das Halsgericht. U J Vgl. unten S. 407 (1487). Stadtchronik. 465 er das nicht mochte bybrengin, da behüt der lantgrave sulch genchte mit rechte 1 ). Item was die stad adder der raith zu schicken hatte, da tzogin sich die hernknechte yn unde machten efs nach erem gevallen, widder der stad gemeynen nottz. Item namen sie der stad ire gemeyne undc tzunten sie yn. Item die schelke fingen die lüde in dem felde unde furtin sie, bo sie eynen boym funden; da hingen sy die lüde unde worgetin sie unde schattzstin en ire narunge abe. Item dieselbin schelke verlettzstin die bürgere in der stad unde tzogin sie in die keller unde slugen sy darynne. Item die schelke fingen die bürgere in der stad unde furtin sy geyn Margburg in den torn. Item die schelke drungen die lüde, das sie suitin ire tochtcre unde ander frauwefsnamen en zu der ee geben; u nde dardurch brochtin sie das fulck auch umbe vil narunge*). Item slugin sie die lüde uff der strafse in der stad darnidder unde stochin sie uff die kyrmesfsentage in der fryheyd. Item die schelke namen sich ane geistlicher dinge, alfs eesache unde ander, das alleyn vor die geistlicheid höret, unde verdrungen unde ver- Jagedin die lüde. Item namen sie sich ane, die priesterschafft zu straffin; unde namen *den priestern ir phee unde daden en vil un- »ffl. 88b. gemachs ane, dartzu den terminarien 3) unde den ordensluden, alfs den von Heyne, von Wefsintfelt, vom Gorgenberge unde hirnehist 4 ) den sustern; unde legedin vil gewalt unde Unrechts an die geist- Jichin lüde unde namen en ire narunge. Item die schelke unde ■legere namen den von Franckenberg zu tzween maln ir phee; unde musten efs die lüde gar dur widderlofsin. Item namen sie den bürgern ire acker, garten unde erbe mit gewalt. Item namen sie den luden ire hemel ufs den perchin. Item begingen sie vil schalk- h eyd mit den scheffern unde mit iren hunden. Item dadin die schelke den luden verderplichin grosfsen schaden an iren fruchten uff dem felde, da sie dan steidefs mit iren hunden durch tzogen, z u fusfse unde zu pherde, liffin unde ranthen; unde verterbetm die fruchte. Item gino-en die schelke den luden zu hufse unde boden schoffe, körn, kefse unde allefs, das die lüde in iren hufsen hatten; unde wer en nicht gab, den belogin sie unde brochtin en tzehin- f alt darumbe. Wan nu der stad adder anderfs ymants klage noit w as, unde der bisschoff zu Collen hersucht adder beschrebin wart 5 ), So schreib he den statheldern. Dieselbin wüsten wole, das der junge fm-ste den von Franckenberg gar ungnedig was; hirumbe Ufsin sie efs auch hynncgeen unde wulten keynen undanck verdynen, sundern sie wifsetin die lüde vor den fursten. Wan nu dy lüde vor den hern quamen, so lifs er sie tzornlichin ane, smeehchin ') Vgl. oben S. 434. ') Befreiung der Bürger vom fürstlichen Beirats- zwang gewährte damals in Niederhessen Lgr. Wilhelm 1 für Cassel Z4ö» ■Juni 9: Anal Mass 9, 237; für Immenhansen u. für Grebcnstem 14W -"f- 30; Immenh.: Lcdderhose, Kl. Schriften 5, 246; für Zierenberg ufw folfhaqen 1490 OH. 1: Ledderhosc 250 u. 248. Vgl. Bommel 3,82u. Anmn °: M, wo die Urk f. Orebenstem erwähnt, aber (mit weiteren Jjolgenmgen '»eraus) zu 1479 gesetzt wird, was offenbar irrig ist; ferner das. 941 «. Ammu f 53; Lyncker, Gesch. v. Wolf hagen 89 f. ■') S. oben S. 4^5. ) am deren Ankunft im J. 1487; s. unten S. 467. B ) Vgl. oben S. 463 Anm. 10. 3° a6C> Stadtchronik. unde gantz ungnediglichin, unde wulte er nicht hören, unde auch nicht glouben, wefs er vernam; so das die lüde an nymande *bi. 33'a. keynen troist hatten. Sundern wilchen *die bofsen schelke, genant Stulroubere, vor die hant namen, der muste sich mit en vertragen, unde gebin, was sie em hisschen a ). Alsus han die Stulroubere der stad vil mee Schadens getban, wan y keyne phede vormalls. Want sie han die vom Franckenberge verfulget, verdruckt unde elendiglich verterbet, unde die lüde gantz ufsgesogen, unde nicht alleyne geschorn, sundern auch gar geschint; nachdem sulchs zu vil lange, ufs eyme jare in das ander, mee wan 12 jar hirnach <), gewert hat. Unde enist leyder noch 2 ) nicht am ende. Hirumbe mögen die von Franckenberg wole klagen, schryen, sufftzen zu godde, unde sprechin mit dem heiligin propheten Hieremia, Trenorum V. capitulo: 'Recordare, domine, quid aeeiderit nobis; intuere, et respice obprobriurfl nostrum. Hereditas nostra versa est ad alienos, domus nostre ad extraneos. Pupilli facti sumus absque patre. Aquam nostram peeunia bibimus; ligna nostra precio comparavimus. Servi dominati sunt nostri; non fuit, qU' redimeret de manu eorum' 8 ). Das dudet: 'O herrc god, gedencke, was unfs gescheen ist; mireke, unde seech unfscr verspottunge- Unfser erbe ist gekart zu ander luden, unfscr hufsere zu den fremmeden. Wir sint weyfsen gemacht unde enhan keynen vater adder beschirmer. Unfser wasfser han wir gekoufft; unfser holtz han wir betzalt 4 ). Die knechte han uwer unfs gehirschet; unde da enist nymants gewest, der unfs herloist habe von iren banden adder von irer gewalt'. — Hir sal man auch mireken, das umbe dusfser vcrfulgunge unde verdruckunge der Stulrouber vil lüde ü" e bl 88'b. kyndere in die cloister gestickt han, unde vil junges * fuleks sich der stad geusfsert, etzliche der bestin cnweck getzogin sint, unde dar- umbe auch dy stad ungebuwet blebin ist. Wante sidder lantgraven Hinrichs dode mee wan in tzwentzig jaren 5 ) sint vil me hufsere unde buwe vergangen, niddergevallen unde wüste Wurden, wan nuwer gebuwet. Alsus herschint auch wole 6 ) der sprach PCcclesiastes 10: ve tibi terra, cuius rex est puer 7 ); das dudet: we ist dem lande ZU aller frist, wilches herre eyn kynt ist 8 ). 14S6. Nach goits geburt do man schreib i486 jarc, do wurden von irst dy roeste umbe den kirchhoff gemacht. Wantc vormalfs stunt he uffin, das allerley phee daruff ginck. Sulche roeste bestalte unde richtet ane 9 ) eyn altarista zum Franckenberge, der hyfs b ) her Wigand Gerstenberg, genant 1 ') Boddcnbendirs. Derselbe her Wigand hat auch lf) ) dusfse chroniken zusammengelefsin ufs vilen altin ») Hs. hisschem. b) hyfs—genant auf Basur. ') Also bis mindestens 1495. Vgl. unten zu 1495 u. 1499. •) Also auch nach dem Tode Wilhelms III. Vgl.untcn Z. 29fm. Anm. 5. '') Thrcn- 5, 1—3. 4. 8. *) Vgl. Lehr. 103 unten. '■) Also bis mindestens ISO»' n ) In Bezug auf Wilhelm III, bis 1500. 7 ) Eecles. 10, IG. ") ff Lehr. 89 f. ") Einer ähnlichen Tat gedenken die Limburger Anmalen, Liw"- Chron. 115 Z. 29 — 32: 1470 sint bede isern lenen, zwei genannte trappen herul"' dorch den vesten Diederich v. Bubenheime seligen wegen gemacht worden, U. 8. ' • I0 ) Umständliche Selbsteinführung, wie unten noch mehr fach. Vorgestellt hat sie» G. schon oben S. 388; nur dort mit 'ich'. Stadtchronik. 4^7 historien, legenden, woren schrifftin, sigeln unde bneffin, bewertin copien unde glouphaftigin registem, unde der stad zu eren gemacht, geschrebin unde vor eyn gedechtenisfse geschenckt unde gelafsin % syner darbie zu gedencken. , , , a Do man schreib nach gots geburt 1487 jare, do beslofs lant- .487. grave Wilhelm das closter Gorgenberg 2 ). Unde im seibin jare do .487. quamen die susteren») von irst geyn Franckenberg unde machtin eynen convent darselbis*) under der regulen saneti AngnsümJ. Darvon») '-' eyn metrum gemacht: crevit conventus prelllXlt et, eCCe, .487. Drum. In disfseme versu findet man das datum in den buchist sororurn steben aN ). TT , , , *») (Hir sal stehin, das man die stad widderbuwet. Unde dafs na. u*. susterhufs zum Franckenberge.) 6 ) *In demselbin vorgenanten jare do man schre.b nach gots *j* geburt I4 8 7 jare, [do]*) wart das halfsgenchte, der galge gesatzst .48,. an die Margburger strasfsc, da vormalfs das houbtgenchtc die reddere, gestanden hatten. Unde sunderlichin so hatte auch vor altin jaren der von der nuwenstad gerichte dar gestanden«-). Aber d er aldenstad galge hatte gestanden geynsyd der Oisterna, von dem bache by tzween steynefsworffin, uff dem hoestin by dem Weorg ' Do man tzalte nach unfsers hern Christi geburt 1488 jare, .488. du wart der altar sent Annen in der gerkamern?) von irst dofart unde begiftiget durch eynen burgerssoen zum Ftanckenbergi s, genant Hinrkus WydenheynS). Derselbe lifs sich») daruff ordiniren «nde wart priester; In disfser seibin dotacion ist geschreben unde ^t auch bededingt, das eyn ickelicher pherner capellan, fameris« adder ander priester, die im choro adder darbusfsm mesfse haltin Nullen, sich alletzyt uwer dem genanten altar ufs unde ane thun mögen; efs enwei : dan sache, das man darselbis mesfse dede. Werts auch sache, das sich zu ettzlichin getzytin ban herscheynte, s ° man nicht mit uffener toir mesfse dede, adder ob eis zun tzytin defs wynterfs zu vil kalt were, alfsdan mag sich eyn pherner adder frumesfser zu sulchin oetzytin adcler derglichm des altars auch ge- bruchin, darubber mesfse zu haltin. Auch ensal der possessor adder priester des genanten altarfs keynen eigin slusfsel zu der kamern habin, da der altar inne gelegin ist, sundern he mag zu gewonlichin geburlichin tzytin ufs unde in gan, wan der custos adder opperman uffslusfset, unde mag alfsdan syne mesfse haltin ). ") Darvon—buchsteben nachträglich zugefügt. ») Blatieahl 33. '■) Ausgeführt. 'i) Verklcckst. „ ') Zum Teil wörtlich wie oben S. 3S8 2 ) Vgl. Lehr. ^jm.^ 17 U. IS. >) ufs Wes ,phalin. 4 ) In dem von Priester Johann Eidottei fnen gestifteten, dem Schulthcifsen Johann Gebeinhausen abgekaufte^J*™°Z ;> Vgl. Lehr. 305 m. Anm. 15 u. 16; unten zu 1490. - > Verwilhgungde,Stadt fr. über das Haus u. andere Güter' der Süstcm erwähnt Heldmann AMtr. oa, *w. ") Oben S. 464 sagt G., dafs es itzunt an der Margburger strasfee^ ^^ ntri dJ£: oben S. 433 (1354) 8 ) Mit Gorst, zusammen 1473 SS. zu Erfurt v™™*™™™™) Akten d. Erf. Univ. hg. v. Wcifscnbom 1, 352 Z. 20 (Wydenhayn). ) »OM gleichzeitig. '«) Archiralische Nachricht. 468 Stadtchronik. *bi. 84'b. *Auch im seibin vorgenanten jare do wart gesurft, das man 1488. den sontag unde andere festa, wan man das wywasfser treget, so sal man vor dem beynhufse lefsin den psalm: de profundis 1 ). Das stiffte eyn altarista zum Franckenberg, genant her Johan Cassel. Unde gab dartzu eync wefscn in der Oisterna, byneder dem stege gelegin an sent Niclafs wefsin, ewiglichin by der pharre zu bliben. Unde wart darby bescheydcn: werfs sache, das eyn pherner nicht zum Franckenberge vvonete, sundern eyncn cappellan an syne stedde setzste, so sulte der pherner sich der wefsin nichts krodden adder keyne absencie darvon nemen; sunder dcrgenc, der das de profundis lefse unde den arbcyd dede, der sulte auch der wefsin mechtig sin, sclbers mehin lasfsin adder verlihin; wante her Johan Cassel enwuldc keyne absencie, sunder presencie stifften 2 ). H9 0 - Darnach do man schreib na gots geburt 1490 jar, do wart 149°- die grosfse glocke gegofsfsen. Im seibin jare do gab 3 ) der furste, lantgrave Wilhelm, den sustern 4 ) eynen fryheydefsbrieff. Unde iura sie in sinen beschirm unde beschurunge, alfs andere geistliche lüde, die in dem furstenthum zu Hessen linder eme vvonen. Auch sullen die sustere mit irer arbeyd sich neren unde ensullen nicht defs beddel- stabefs leben 6 ), uff das die stad darmidde nicht beswert werde 0 )- *bi. S4'ab. *Im a ) sclbin jare du was eyn eddel frauwe, vom gcslechte der von 149°- Treispach geborn, genant Catharina von Derfs 7 ), darumbe das sie hatte eynen hufswirt gehabt 8 ), genant Diderich von Derfs 9 ); dieselbe andechtige from frauwe stifftede, das man uff das fest unfser frauwen sent Marien in der fasten, genant annunciacionis 10 ), sal man alle tagetzyde unde horas canonicas erlich unde lobelich zu choro •bi. S4'i>. syngen") 11 ). * Darnach do man tzalte nach gots geburt 1492 jare, 1492. du koufftc 12 ) lantgrave Wilhelm die hirschafft zu Epsteyn erplichin unde nam 1;! ) das lant yn"). Darnach do man tzalte na unfsers hern Christi 1494. geburt 1494 jare, du lifs lantgrave Wilhelm den grosfsin tich ufslasfsen, *bi. 85a. der von anbegynne nymee ufsgelasfsin * b ) J6 ) W as von der tzyt, das en der ») Im—syngen auf dem unteren Ttande nachgetragen, mit Zeichen zum Einfügen an dieser Stelle. b ) Blattzahl 84. — Von hier an etwas Heinere u.steilcre Schrift u. schwärzere Tinte. Vgl. oben Begistcr S. 381 Anm. d; 382 Anm. a; 385 Anm. a. ') Psalm 129. -) Archivalische Nachricht. '■') Juni 24. *) Vgl oben S. 467 m. Anm. 3-5. 6 ) Urk. Lgr. Wilhelms III. Marb. Archiv, Kopid- buch Wilhelms 3 Bl. 53 ■ vgl. Heidmann ZHG. 33, 432. 6 ) Im Begistcr hat G. neben der nachträglichen Angabc Nr. 51 'Das die sustere nicht beddeln sullin, fBl.J 33' noch die Angabe Nr. 250 'Wie lgr. Wilhelm [III] den von Franckenberg eynen brieff gegebin hat, antreffm die sustere, [Bl.] 34'. Davon steht aber nichts im Text, weder hier noch auf dem nächsten Blatt. Vgl. über dieses unten Anm. 15. ') Vgl. über sie Ileldmann ZUG. 34, 189 u. 226 (190 irrig '1493')- ') 1484 Apr. 11 war sie bereits Witwe. ") Er war Burgmann zu Battenberg- M ) März 25. ") Archivalische Nachricht. ") Aug. 6. 1S ) Aug. 23- li ) Vgl. Lehr. 306 m. Anm. 12. 16 ) Bas hier beginnende Blatt ('34') ist zusammen mit dem folgenden letzten ('35') wohl etwas später angefügt; s. Anm. 0- Im Anfang scheint aber grofsenteils nur Abschrift eines erstmaligen Textes vorzuliegen, mit dem dann neue Stücke verbunden wurden, teilweise wohl Einschuß, hauptsächlich Forlsetzung. Denn von den zu Bl. '34' gehörigen Nummern des Registers sind 52, 253, 61, 66 ursprünglich; 99 (tafeln s. Jacobs u. s. Elisabeth, um 1497) ist nachgetragen; 252 (walfart u. bilde, 1499) ist ursprünglich, aber als 100 nachträglich wiederholt; 159 (Wilh. d, j. uff derwiltjaget toit, 1500), 302, 303, Stadtchronik. 469 allerirste lantgrave zu Hessen, der ufs Brabant quam, hatte machen lasfsen 1 ). Im selben jare quamen die brudere von irst geyn Ederdorff, M94- genant Meyterdorff, unde machten darselbis cynen convent von der tercienregeln sent Francisci 2 ). Alfs man tzalte nach unfsers hern Christi geburt 1495 J ar > do '495- hatte der Romsche konnig, her Maximilian, die fursten des richs geyn Worms geheisschet 3 ). Da quam auch lantgrave Wilhelm dar 4 ). Unde alfs er5) syne rega ij a entphing' 1 ), da hatte der furste eynen capellan bie sich, der hifs her Wigand Gerstenberg-, genant Boddenbendirs, von Franckenberg 7 ). Derselbe priester verfugete efs alfso, das der lantgrave synen willen dartzu gab, das dy stad Franckenberg ire banyr widdcr füren mögen, das sie bie 84 jaren 8 ) vor Medebach verloren hatten 9 ). Darnach do man schreib nach der geburt unfsers hern Jesu 1496, du was eyne burgersche zum Franckenberge, ge- 1496. nant Gertrud Juden 1 "), eyn fromme andechtig wyp; die machte eyn ci gen spende armen luden' 1 ), bynamen gro unde wifs tuch zu geben durch gots willen 1 2 ). Darnach do man tzalte nach der geburt Christi M97 jare, do wart gestifft, das man die siben fcsta unfser lieben M97- frauwen'3) ewiglichin sal messe haltin uff sent Annen altar in der gerkamcrn'4). Das thet eyn altarist zum Franckenberg, genant her Johan Wendel*- 5 ). Bie dissen getzyden do worden die tzwo 101 > 304, 160 sind nachgetragen. Mit 61 stimmt der entsprechende Text nicht 9an& überein; s. unten Anm. 12. Zur ursprünglichen Nr. 250 ist überhaupt kern lext vorhanden; s. oben Anm. 6. — Zu beachten ist übrigens, da/s schon Bl. <32 ">*cht vor 1503 geschrieben ist; s. oben S. 466 Anm. 5. l ) Lehr. 307. — Aufserden Arbeiten am Teich 1494 März bis Nov s. das. *"»• 9, erwähnen die -Rechnungen des Rentmeisters Heinrich Ho/s z.B. neues A-blassen 1406, Einsetzen von Fischen 1497, soivie Aufenthalt des L gr. in Schloß wolkersdorf u. a. 1494 Sept. 29 u. Nov. 1, 1496 Dez. 13. Vgl. oben S. 463 Z.9 v-u. 464 Z. 24 ff. *) Vgl. Lehr. 307 m. Anm. 12-14. - Hierher gehört fr. 52 des Registers; s. oben S. 468 Anm. 15. : ') Lehr. 307 ) Vgl. «««■ 308. "\ j u ii i 6 e> vgl. Lehr. 311 f. ') Umständliche Selbst- anführung, wie oben zu i486. *) Im J U12. 9 ) Es stachle himehist vi) ■> ar e zu M. in der kirchen S. oben S. 447. Daß Medebach das Banner heraus- oeben mußte, scheint mir zusammenzuhängen mit dem dortigen Einfluß Hessens S y e die cle 6 albus ; U Empfänger. Aehnlicli ** 9 *; 13Empfänger. 1493/94 erscheint dann das grahe duch von Jacob Juden, sowie wyfs V on Jacob Juden; 18 Empfänger. Demnach scheint der oben von Cr. gemeldeten Stiftung der Gertrud eine ebensolche ihres Gatten vorausgegangen zu fein; vgl. Anm. 10 u. 11. Barauf bezieht sich vielleicht auch G.'s Register-Angabe Von der Juden spende. S. über die hierhergehörige Nr. 61 des Registers 0benS.4b8 Anm 15. _ Weitere Listen a. a. 0. 1494/95 (17 Posten; grahe und wyfs); lf5/9b « Posten) j 1496/97 (16 Posten; summa 40 ein); 1498 (10 Posten); 1499 (71 Osten). '*) Febr. 2, März 25 Juli 2, Aug. 15, Sept. 8, Nov. 21, Dez. 8. ") Vgl oben S. 467 (1488). "■) Aus Frankenberg; 1490 SS. zu Erfurt immatrikuliert, zusammen mit Job. Schroter aus Fr.: Akten d. Erf. Univ. 1, 430 Z. 22 Im Ge- schofsregister 1498 liegt ein Briefchen, datiert 1498 - 5 ) Schon 1497 Sept. 3/7' zahlte auf Geheifs des Lgr. der Frankcnb. Rentmeistcr Johann Solde 2 Goldgulden vor wayfa in dy capella u. 1. frauwen 7.. Fr..- Reclm- im Marb. Archiv. 6 ) Bei der früheren Abneigung gegen Frankenberg woh* nicht vor 1495; vgl. oben S. 466 Anm. 1 u. S. 469 (Einfiuss 'G.'s). 7 ) BückM ZHG. 16, 62 (Bilder aus Marburgs Vergang. 144) bezieht dies auf den in der Lehr, (nicht Stadtchr.!) berichteten JagdunfaU von 1493. Bas scheint mir weder zeitlich zu passen, vgl. oben Anm.. 6, noch sachlich, vgl. Lehr. 307. Für ein Mifsverständnis aber halte ich die Annahme Bückings 69 (Bilder 149), man habe 1499 Aug. 29 den Lgr. tot geglaubt. Der Rechnungsposten, auf den sich das stützt, wird nach dem Tode des Lgr. eingetragen worden sein. 8 ) Ludwigs^- ") Wohl auf seiner Jerusalcmfahrt von M29 ; .5. Lehr. 290. Vgl. die folg. Anf- ">) Vielleicht könnte hiermit die Tatsache zusammenhängen, dafs der Lgr. U 30 März 29-31 'mit seinen Freunden' in Frankenberg war: Marb. Archiv, Rechnungen des Frankenb. Schultheifsen Matheus Glockeman 1420\30. — Hierher gehören Nr. 252 u. 100 des Registers; s. oben S. 468 Anm. 15. ") Schon 1498 8t$\ 10 kaufte er das Steinhaus; s. oben S. 457 Anm. 3. '*) Dies geht viellcie 111 nur auf die schon erzählte Wallfahrt von 1499; vil gehört vielleicht nur *» kommen. ls ) Dies geht vielleicht auf Teilnahme am Kirchweihfest, genannt 'Ablafs'; der Haupttag fiel 1499 auf Juni 30. ") 1500. Stadtchronik. 47 T 500 Apr. 20. Wert jare, uff den « 7 . tag februarii, vor faisnacht'). Nu hatte er «500 Febr., ,. des phaltegraven-) tochter von Heydclberg by anderhalp jar') zu der ee, genant frauw Elisabeth, unde enlifs doch keyne hbeserber. Hirumbc so fyl das lant uff synen vettern, der zu Cassel reg.rte, auch genant lantgrave Wilhelm'). Alsus quam das furstenthum zu Hessen Widder zusamen, das vormalfs vormutschard 5 ) was 6 ). ___ Alfs nu lantgrave Wilhelm das lant an der Loyne ynnam, do gab er der stad Franckenberg eynen nuwen gnadenbneff, luden alsus. -wir Wilhelm, von gots gnaden lantgrave zu H««e£JJ«*£ Kattzinelnbogen, zu Dietz, zu Cziginhayn unde ™NÄ,be-»fc lichin hiran *gegin allermenniglichen: alfs burgermeister scbeffin, rarth unde gantze gemeynde unfser staid Franckenberg, unfser Äf uwen uns nach toitlichem abgange des hochgeporn forsten, hern W> hImfs, etwen iantgraven zu Hessen, graven zu Kattzme nbogen ^ rl ™erbherS vettern seliger unde löblicher gedechtmfs, alfs .rem na toll=hin erbheren eyn rechte crbhuldungc gethan han, uns getruwe hold unde je lorsam zu s u yn, alfs getruwe bürgere iren rechtin herren schuldig ™tejtotov»*™ *unde, das wir nu dieselbin unfser bürgere zum ^anckenberge m der aldinstad unde nuwenstad wullen unde sullen lasfs.n unde beha t n by ^ allen ahn guden gewonheiden, fryheiden unde rechtin, alfs sie bie unfcern vor altern, altern unde vettern seligin unde dem furstenthum zu Hessen gehabt herbracht unde gebracht haben. Unde w.lcherley br.effe sie habin von unfeern aldern unde vettern seligen, die wullen wir en auch stede^este unde unverbrochlich halten, sunder alle geverde. Unde des zuJ»™} han wir obgenanter lantgrave Wilhelm unfser ^^"1^ , wissentlich thun hencken. Der gebin ist zu Marpurg am montage oisterfirtagen, anno domini millesimo quingentesimo ). J Do man schreib nach unfsers heren Christi gebmt.1502 jare ,502. ?° wart das wasser von aUerirst ufs der Edern 8) m die stad bracht *» jare darnach, do man schreib 1503, da was ^ «£«*£*«* 1503 god vater unde herre, her Raymundus»), cardinal"), in Denmarck gewesttt), unde tzoch ' durch Westphalen«) unde quam audig Franckenberai3) Wywole nu die boitschafft ylende quam«), ydoch "ff des folcL eynteil nach meye, die andern kerten die gasfsen etzliche holten schymen, grafs unde blumen, unde smocketen die stau ZTWl Lehr. 315 Z. 8-10. - Hierher geMrt Nr Ji9 des Eegisters: Nachtrag, wie die mm Folgenden gehörenden Nrn. 602, 303 IUI,•$*> ' Q oben S. m Anm. 15. * | curfursten, Lern Philips. 3 ) Seit 149**&■*£ ') den milte | er . •) Lehr, verdcilct. Zur Aenderung dieses ^^^'• d ^ f 2 - ') Vgl. Lehr. 315 Z. 3-6 u. 10-13. ') Urk. Lgr JJ^jf Spätres Nochvorhandensein bezeugt ein Bandvermerk der Hs. An.der ^«« \evtdcr Abschrift GH, ist nicht Z zweifeln. - Vgl. Urkk für Marburg *eo f (Marburg): ZHG. 16, 128; für Biedenkopf Juni 23 (0. «•>/"*£ 238 , j». •• Baur 4, 281; für Grünberg Aug. 7 (Marburg): Glaser, $*** %*ft ) Register N 'o. 303 d. w. u. d. E. irst. •) Peraudi '») 1*0» ™-" hatte ihn Lgr. Wilhelm in Cassel empfangen; s. Cass. Ohr. ZUG 7, V Nach Schneider, Wirksamkeit des Legaten B P. ^V'i ^^raunlehweig, f^sen, Leipzig, Wittenberg, Lochau, Magdeburg, Wolfenbuttel Brau^^j, Lüneburg, Lübeck, Hamburg, Stade, Bremen, von wo er nach Mainz zum,* furstentag eilte. 12 ) Juni 7 war er in Paderborn, w °"J l fJ U \Zten nach Gorbach anmeldete: Corb. Stadtbueh Bl. 240'. 1S ) ^ni 9, s. unten. ) Vgl. Anm. 11 am Ende u. 12. 47 2 Stadtchronik. *bi. 36'b. unde die hufscre mit duchern, so sie bests * mochten. Da ginck ime das folck cngeyn bifs bie die Edern. Die priestere hattin sich alle angethan mit messegewanden unde drugen das heyligthum. Dar woren auch alle schillere 1 ) mit eyner erlichen procession, auch alle kertzin unde phanen. Da lutc man mit allin glocken. Da hub man an zu syngin: advenisti, desiderabilis, quem expectabamus, etc.; mit andern lobesengen. Unde fürten en yn mit grosfser cre, wirdikeid unde herlicheyd. Da gab er die benedictione uwer die stad, unde unfser liebin frauwin vil applafs; unde bestedigete, was vormalfs gegebin was. Da schickte man eme nach geyn Marpurg 2 ) unde lifsen den brieff holen 3 ). Dusfse ynfurunge geschach uff den Juni 9. 9. tag defs brachmondes, Primi et Feliciani martirum, unde efs was zu der tzyt fritag nach pinxsten. 1503. In demselbin vorgenanten jare do man schreib 1503, do buwete man die ussersten Wasserporten [widder]"). Wantc sie was vormalfs darnidder gevallen; unde fyl am tage, alfs doch vil wanders ufs unde yn was, unde doch von godes gnaden nymande 1. Juni 25 fr. keyn schade geschach. Im seibin jare herhub sich die pestilentz 4 ), u. Dez. 25. zum applafs. Unde starp mench mentsche bifs zum christage; do i504Febr.2i/ horte efs gantz uff. Darnach in der fasten quam das sterben under Apr. 6. die swyne. Da worden die todin suwe getzogin vor die Geifsmar- porten, hinder den Hoenstock 5 ), vor dy Lynnerporten, vor die Dichportin, bie den dich, in die Flutarcken, vor die nuwenstad, unde derglichin in alle wynkele umbe die stad; dartzu worden er vile in der stad bie dy mure unde in die alden kellere getzogin; das dan grosfsen gestanck von sich gab. Da wart den von Franckenberg von etzlichin priestern 6 ) unde gelertcn gesaget unde geschreben, das sie verschaffin wulten, sulch b ) wuhel, oifs unde gestanck von suden brocht worde in n[orden|. Wante der suden- wynd brenget alle k[ranckeid]. Hirumbc han die alten vormalfs d[cn] c ) wuhel unde oifs alletzyt brengin lasfsin in norden, das ist *bi :s6a. geynsid der Ed[ern| d ), * e ) 7 ) genant der aide Froischpuel. Aber der raith was zur seibin tzyt stossig unde worin nicht gar eynfs, unde darbie unbesorget. Hirutnbe bleib der wuhel unde gestanck ligg e0. Auch woren etzliche lüde, die holtin pestilcntzkledere an andern ") Hs. ohne Lüche; Begislcr Nr. 304 widder. b) so. «) Hs- beschädigt (Loch). Ergänzungen nach Hs. S. d) Beschädigt. 0) L'toW- zahl 35. ') Zu den Schülern der Frankenbergcr Lateinschule gehörte 150Ü—1504 auch Eobanus Hessus (Eoban Koch aus Halgehausen bei Ilaina). 'Begiert' wurde sie von Jakob Jlorle v. Fr.; 1498 WS. zu Erfurt immatrikuliert: Akten d. Ert- Univ. 2, 207 Z 17 (Hurle); 1501 Baccalarius. Vgl. Wigand Lauze, Leben Philippi Magnanimi 1, 429; Krause, Helius Eobanus Hessus 1, 16 ff; Krause Hessenland 6, 3. ') Juni 13 traf man schon in Frankfurt Anstalten <* seinem Empfang; s. v. Lersner, Chronica d. St. Fr. 2 II, 5. 3 ) AchnliC' 1 hatte die Stadt Murburg 1502 Juli 13 zu Ulm von Baimund eine TIrk. crhalten> die zu gewissem Gottesdienst der Pfarrkirche l.OOtägigcn Ablafs gewährte: Vorzeit ha. v. Justi Jahrg. 1838, 356; vql. Büchintj, Mitt. aus Marbiirgs Vorzeit 71t- l ) Vgl. Begister Nr. 160. 6 ) Vgl. oben S. 400 Z. 3 f. ») Darunter Gerstenberg? ') Bie zu Bl. '.35' gehörigen Nummern des Begister» (161, 1°^' 305) sind Nachträge. Vgl oben S. 468 Anm. 15. Stadtchronik. 473 enden. Da die pinxsten quamen, do hub die pesülentz mit den u. Mai 26. luden widder an; unde starp vil mehir wan vormalfs. Unde starp bifs unfser lieben frauwen tag lichtmesfse. 1505 Febr. 2 Bie dissen getzyden hisch lantgrave Wilhelm durch all syn f urstenthum eyne gemeyne lantsture ')• Darmidde wulde he lofsin Darmstad, das dan der phaltzgrave 2 ) von siner tochter 8 ) wegin ynnehatte*). Da musten die von Franckenberg [4]oo») gülden geben. Defs worden die tzwene fursten uneynfs, unde lantgrave Wilhelm wart defs phaltzgraven fvgent. Unde tzoch 6 ) ufs mit grosfser [.504]. gewalt, unde gewan eme ane stedde unde slosfse. Unde verbrante «lench dorff den Ryn unde b ) Necker uff bifs na bie Heydelberg. Auch tz °ch der lantgrave") uwer Ryn uff das Gauw, da thet er vil mee Schadens 7). In sulcher grosfsen phede musten die von Francken- Jerg in dem here an dem Ryne") haltin 111 man von pinxsten an Mai u. 26. bifs zu sent Gallen tag-; das kostedc dy staid mee wan 15 hundert Okt. u. 16. gülden. Alis man schreib nach Christi geburt 1505 jare 9 ), da herhub 's°S- Slc b das sterben zu Erfford an der pesülentz. Do tzogin die •nagistriio) u f s> unde eyn ickelicher, bohynne he konde 11 )- Defs w oren under den Franckenbergschen soenen fier magistn. Der woren dry lipliche geprudere i 2 ), d[ie] hifsin meister Peter »), meister Joh[ an U) j meistelrDeynhardi 5 ), genant die Emrich[e<6). De]r c ) fierde hlf s meister Ludewig Stippin«). Dusfser selbe brachte»») auch tzwene andere magistri mit sich geyn Franckenberg' 9 ); der eyne» 0 ) , a ) Ss. CCC, davor aber (ziemlich sicher) eine Rasur, vermutlich von fremder Hand (Fälschung); S, St u. andere Hss. '400'. b ) Es. unde | unde. > Us. beschädigt (Loch). Ergänzungen nach Hs. S. 1. 7 ') Vgl Rwpersberg, Die hess. Landsteuer 5. ») Kurf Philipp Elisabeth, Witwe Lgr. Wilhelms III; s. oben S. 471. *) Vgl Bommel 3, *fu 166 u. Anmn S. 89 u. 113. ") 1504 Mai 27. ') Am M. > Vgl. Lehr. 316 f. 8 ) Im Aug. u. Sept. lag der Lgr. vor Caub. ) Im Sommer. ^o ) Und Studenten. ") Vgl. Eobanus Hessus I rancobergius verecessu studentum ex Erphordia tempore pestilenciae, Carmen heroicum(Jbrtun f°t>); Krause, Eobanus 1, 19 u. 28 ff. ") Vielleicht Söhne ww Johannes j^merich 'senior', dem Verfasser des Stadtrechts j s. unten S. 477. ) I etrus ^merici, 2485 WS. zu Erfurt imm.: Akten 1, 410 Z. 27. Vgl. über ihn oben ö. mfAnm. 15. ") Johannes Emerici, 1491 SS. zu Erfurt imm.: Akten 1, 437 f- 4. 1513 _d,. j ur y x üher ihn Erphurdianus Variloquus hg. v. Thiele loi f- Anm. 1; 302 m. Anm. 3; Lauze 1,139; Stölzel, Entwicklung d. gelehrt. Hichter- tnums 1, 430 Anm. 13. Hofgerichtsbeisitzer 1525 Sept. 23: Marl. Archiv, Diener- au 1516 l 33 Bl - 101. 1S ) Dcinhardus Emerici, 1500 WS. zu Erfurt imm: Aicten 2, 217 Z. 22. Um 1518 Schöffe zu Frankenberg; s. Stölzel a. a. u. ) a. d. vor. Anmn. ") Wohl Sohn von Cristian Styppin, der 1498 u. ltw Bürgermeister war: Gescho/srcgister; vgl. Hörig 36 (1513). Ludwigs Zugehörigkeitzur Familie Stippen (später Stipp) bezeugt nur Gerat.; bei Eoban u. sonst h flst er Ghristiani 1501 SS. zu Erfurt imm.: Akten 2, 219 Z. 31 (Ludewicus W ns * wnä J c Fr.; mit ihm Joannes Hüen de Fr.). 1505 Magister. Lehrer Eobans. ■"ach Aussage des Euricius Cordus später evangelischer Prediger zu Frankenberg. rgt. Lauze 1, 431; Krause, Eobanus 1, 20; 26 m. Anm. 3; 29; Krause Uessen- f»d 6, 3. ii) i n der von ihm geführten Scholaren-Gesellschaft, deren Fahrt ««• mitbeteiligte Eoban a. a. 0. schildert. «•) Die Enteriche gehörten hiernach u. nach dem Schweigen Eobans nicht zu dieser Gesellschaft. iJ^HSy riatz; 1497 WS. zu Erfurt imm.: Akten 2, 202 Z. 16. 1504 Magister. Vgl. über l,ln Krause, Eobanus 1, 26 f; Armbrust, Gesch. v. Melsungcn 290; Akten 2, o!4. 474 Stadtchronik. was von Melsungen 1 ), der ander 2 ) von Usingen 3 ). Unde hatten *bi. 36h. auch baccalarien unde vasl andere *gesel|len 4 ), eddel unde uneddel. Unde hilden| er st[udium dar 5 ) unde complirten ire lectijones [pro gradibus 6 ), unde vertzertin iren] phennig [by den von Francken- [■S°6J- berg 7 ). Unde] tzogin nach dem [sterben widder geyn| a ) Erfford b ) 8 )- a ) Hs. durch Abreißen beschädigt, von später Hand ergänzt. Ich ergänze nach Hs. S. •>) Bis hierher G. 's Hand. Es folgen von einer Hand des 16- Jh. zwei Einträge zu 1507 Aug. 24 u. 1520 Aug. 10. l ) Nach Melsungen hatten deshalb die Gesellen zunächst sich gewandt, bis die Pest sie weitertrieb, die sie vielleicht selbst dort eingeschleppt hatten, da einer von ihnen u. die Mutter des Ludwig Platz zu den ersten Opfern gehörten, «j Krause 29. '-') Lorenz Arnoldi; als Laurencius Textoris 1496 SS. zu Erfurt mm.: Akten 2, 192 Z. 36. 1504 Magister. Vgl. über ihn Krause 29; PauluSt Bartholomäus Arnoldi v. Usingen 1 Anm. 2. '') Bestätigt werden diese Angaben durch Eoban, der die 3 Magister der Gesellschaft mit Namen nennt- *) Vgl. oben S. 473 Anm. 18. 6 ) In einem Haus neben der Pfarrkirche', *• Krause 29. Wohl im Schulhaus. Vgl. oben S. 459 am Ende; 472 Anm. f 6 ) Sodafs förmlich das Studium von Erfford eynteylfs geyn Franckeiiberg quam, W* G. im Register sagt, Nr. 305. ') Heber ihre freundliche Aufnahme s. Kraust 29 u. 30. 8 ) 1506 Frühling; s. Krause 29. Anhang. Anhang;. 477 /. Aufzeichnung über Johann Enterich, Schöffen su Frankenberg, nach 1494 November 15. Eigenhändig. Vorwort zu Enterichs Stadtrecht von Frankenberg'). Handschrift F Blatt 43. (Dassel, Landesbibliothek). , r Difs«) nachgeschrebin buchelyn hat gemacht eyn vornemiger, ^fflicher, wol gclarter baccalarius»), genant Johannes Emerich der * ldea ). Derselbe was eyn herfarinder man under allin scheffln zum ^ranckenberge, wante er hatte meistenteil alle ampte der stad ^g'rt, von sinen jungen tagen bifs an syn ende3). Darzu was er fer gerichtslouffte kondig, beyde, geistlichs, werntlichs unde auch Q es heymelichin fryen gerichts*). Nu hatten die von Franckenberg y u alder brieffe mit Privilegien unde fryheid, die dan leyder meisten- te y* verbrant sint») in dem grosfsin füre«), alfs die aldinstad mit [1476 Mai o] ^l nuwenstad beydesampt alle verbranten 7 ). Unde nach deme Schadens) quam eyn andcr ung l uc k c 9), so das die alden, vvifsen, ernunftigen scheffm alle verstorbin unde vergingen"). Alfs nu ° er genante Johannes Emerich an sine lettzstin tage quam"), unde ?*«}> das ytel junge raitshern zukommen waren, da machte er dufs [i 493 ]. puchelin«) den von Franckenberg, uff das die stad die altin her- ™mmen unde lobelichen gevvonheid nicht verlustig wurde«); syner aarb^e zu gedencken '4). a ) Mit roter Initiale. ») Hs. bacc m. Abkürzungszeichen. Frrmi, l \ M 9'druckt in der Ausgabe von Schmincke Mon. Hass. 2, 669. *)Aus LeivJ^?' 0 ' U54 WS. «* Erfurt immatrikuliert fjoh. Emmma) 1457 SS. zu I& doh. Emerici): Akten d. Erf. Univ. 1, 244 Z. 25; Matrikel d. Unw. 1461 9 i 20G Nr - 40 - Vielleicht Sohn von Heynricus Emmerich, Bürgermeister Mai IT - W66: GeschO fsregister; als Henrich Emerich ufs dem rade zum Fr. 1467 beclJei Un l wntc >' dcn Sehledsrichtern in der Landesteilung am Spiels: Kuchen- dt r T bho fämter v. Hessen, Beil. S. 55; Kopp, Bruchstücke zur Erlaut. ci. iüncef v ä > 62 - 3 ) Seinen Tod, 1494 Nov. 15, meldet ein Zusatz von kal d d am 8chlu l' s des Stadtrechts, Bl. 60: Anno partus virginei 1494-, 17- coii nr , ecetnbr -' obiit Jo|hannles Emerich senior, cuius animam deus in sinum Abrahe Dar vp F k dignetur - 4 ) Vgl. Stadtchronik 405 Z. 8 ff. ") Das. 457 Z. 15 ff u s „ Tr te der stacl alle ire altin brieffe, Privilegien u. fryheid, die sie hattin 456 ff 9 t Z 19 ( vile S« ter rechtbucher) m. Anm. 8 u. Z. 23 ff. 6 ) 8. das. 147e 1 rr Stadirecht selbst wird der Brand nur beiläufig erwähnt, Bl. 48'b: stedt v dornstag vor [wofür am Bande nach steht] Walpurgia branten beyde s t a i t M - eyg ' m fure abe ' k y rche "■ a "; hcide Taqangabcn falsch: April 25 u. Mal 2 stad -fii ' ') Stchr. 458 Z. 22 f Alsus braute die aldenstad u. dy nuwen- auch ev mpt - 8 ) Vgl. das. 457 Z. 27 ff. 9 ) -Das. 461 Z. 3f Dar quam das tri a? unfal i Z - u Alsus q uam e y n Unglücke nach dem andern. '") Vgl. Schluß ■£' 4 u - 13 f- ") Vgl. Anm. 12 (1493) u. 3 (1494). ,2 ) Am (der "t '1 6 °' Steht: Finis anno domini '493' '") V( J l Stchr - 387 Z \ 2S ^ stqd zu f' de ""kommen u. lobeliche gewonheyd). '*) Vgl. das. 466 f (der eren gemacht und syner darbie zu gedencken). 478 Anhang. II. Urkunde für Wilhelm III, Landgrafen an Hessen, I 491 Jantiar 10. Eigenhändige Ausfertigung'). Papier, 1 Blatt"-). Barmstadt, Baus- W»<* Staatsarchiv. ich a ), Wigandus Doliatoris von Franckenberg 3 ), bekennen ' n dusfscr mynen b ) cygen hantschrifft: so alfs myn gncdigster lieber herrc 4 ) mich versehin unde belenet hat mit dem altar Felicis et Adaucti uffme slosfse Marpurg 5 ), defs gcreddin ich synen fürst- lichin gnaden an eydefs stad, personalem rcsidentiam daruffe z y thun unde das selbe lehin nicht zu pcrmutiren busfsin syner gnade« willen, sunder das selbe lehin in erin haltin bie siner gerechtikeyt, so vile ich mag; unde ob ich mit mynfs gnedigen liebin hern undersasfsin etzwas zu handeln gewunne, die sache an keyne n andern enden zu fordern, sundern bie synen furstlichin gnaden dels bliben. Dufs zu orkunde han ich synen gnaden dusfs mync eyg en 1497 Jan. iü. hantschrifft gegebin. Datum anno domini etc. xcvij, deeima die januarij 6 ). «) Mit großer Initiale. >>) so. ') Zuerst veröffentlicht von Frh. Schenk zu Schweinsberg Quartalbll. f- "" Gr. Hessen 1884, 35. -) Aufscn von früher Hand: Reverfs hern Wig an Doleatoris uf den altar [vgl. Anm. 5] des slofses Marpurg. *) Als WigandU? Doleatoris de Franckinberg steht Gerst. in der Erfurter Matrikel (1473 SS.): Akte* 1, 352 Z. 19. ') Lgr. Wilhelm III. Vgl. unten Anm. 6 u. Stchr. 469 (149 & 5 ) Auf Fei. et Ad. (Aug. 30) führte 1458 zu Marburg Lgr. Heinrich III Arm v. Katzenelnbogen heim; s. Landeschronik 298. lieber die Marburger Schloß- kapeile vgl. Lehr. 328 f; Bommel 2, Aman. S. 47 ; Bücking, Bilder aus Marburg Vergang. 130. Sie hatte auch Altäre der Heiligen Katharina, Maria, Gco>'(l- Dem Marienaltar wurde 1489 Juli 21 durch EB. Berthold v. Mainz der Att at , der Burg Frauenberg inkorporiert: Bcs Mogunt. Joannis 1, 803. K ) ^w eine frühere Altarverleihung Wilhelms III für Gerst. weist folgender Brief v° n 1494 April 7: Unserm lantschriber zu Darmstat und lieben getruen, Hansen von Zwingenbe* Wilhelm, von gotis gnaden lantgrave zeu Hessen, grave zu Katzenelnbogen e tc j Lieber getruer. Wir begern an dich gutlich, du wullist unserm cappellan UOO lieben andechtigen, hern Wigande, den wir mit dem altar zu Dornberg uffim slol sl j versehin haben, das ihene, so du vor andern vor ime gegeben hast, auch geben " n '_ hantreichen. Daran thustu uns wnlgefallen. Datum Marpurg am mondage nach q l,a ' simodogeniti, anno etc. 94°. , Ausfertigung. Marburg, Samtarchiv, Beleg zur Bechnung des £««*" Schreibers. — Mitteilung von Franz Gundlach. Anhang. 47Q ///. Brief an Balthasar Schrautenbach, Amtmann att GieCsen, 1511 Juni 30. 'iffenhändige Ausfertigung')- Mit eigenh. Außenadresse und Spur eines schließenden Siegels. Papier, 1 Blatt. Marburg, Staatsarchiv. Dem 8 ) ernvesten unde achtbarn hern, Baltasarn Schrutenbach, arr >ptman zun Gisfsen 2 ), mynem fruntlichen lieben hern"). Ernvester unde achtbar her amptman, rayn gebeet unde willigen dinst alletzijt zuvor. Lieber herre, alfs ich itzt kortzlich, erci a post Viti, mit uwer vestikeyd gereth habe eynfs altarfs halber 1517 Juni 16. aucte Anne, gfeleecn zum Franckenbergfc in armario 3 ) ecclesie par- ^-nialis*), der presentie b ), omnibus et singulis computatis, by ij gülden fallen hat unde nicht meer, etc.: nu biddet disfser geyn- ™ger, her Hinrich Solde, arcium magistcr 6 ), umbe genanten altar, Qe sprichet, he wulle en vast besfsern, bynamen mit xx gülden ubtgelts. Uff das nu der altar so gebessert mocht werden, so ich myner redde vergesfsen unde fallen lasfsen, unde bitte uwer QVestikeid, dem genanten hern Hinriche fruntlich unde furderlich s yn, das myne gnedige frauw zu Hessen 6 ) en wulle mit genantem ai versehen und presentirn. Wil ich umbe uwer vestikeid gerne eithinen. Herkennet god, der uch lange tzijt frolich sparen wulle 7 ). Um Franckenberg, tercia post Petri et Pauli, anno domini xv' xvij. 1517 Juni 30. Guigandus üerstenberg, genant Bodinbender 8 ), priester. a ) Dem—hern auf'sen. b ) Hs. pnte. Za v .. l > Zuerst veröffentlicht von Pistor ZHG. 27, 54. 2 ) Vgl. über ihn hau.« cn P! »Kppi 1, 164; Müller, BTTH. unter Max. 1, 577 (v. Weytols- 111'iiJ enm Schr - 15S0 Mai 3); Bommel 3, 162 u. 329 u. Anmn. S. 98. 102 f, Frh s'l ,'•<*• < l Stadtarch. v. Köln IL. 11, 35 (Kruitbach); AUG. 3 X, 13; 165/f. jf' D - letzte Testament Lgr. Wilhelms 23f; Glagau, Anna v. Hessen in der *, ' La »dtagsaklcn hg. v. Glagau 1. vielfach (Begister 580); Frh. Schenk Sakriv • tschr - Phüi PP der Grofsm., bes. 87 f (Begister 604). a ) gedamer, PrankZVi * ] Vl)l Stchr - 433 ( 1354 )' 467 (1^8), 469 (1497). ") Aus Joh 740W ( ] '' amilie Sok le, Sohlen, Soldan, Soldanus; ein Heinr. 1461 u. 1462, Ba ccalar- Bür ä erm -); 1505 WS. zu Erfurt imm.: Akten 2, 242 Z. 32. 1507 "• wurd lU ?k ^ T " c ^ tcr Pfarrer zu Frankenberg; 'nahm die Bcformation nicht an ~~ Km? ct Prie ster zu Bringhausen i. d. Birken': Heldmann ZHG. 33, 424. de V r ra ^ Se Hessenland 5, 152 ff'. 306 ff. 318 ff u. 6, 2 ff glaubt in dem Heinr. Solde su entdfh 150 ^ M ' i ^ 07 den Dichter Euricius Cordvs aus Simtshausen bei Wetter Brief u ]■ < - wjl - amh Küch /jHG - 40 > 161 Anm - 3 )- Davon kann nach unserem heims TT° ß m Angaben gar keine Bede sein. 6 j Anna, Witwe Lgr. Wil- 17 , 256 f 1 mals Xegentin. 7 ) Vgl. z. B. Areh f. Gesch. d. Preufs. Staates Erbfnia 4 . ne S ot ; iu H. gn. lange spaen gesunt (1516); Meinardus, D. Kakcnelnb. die Nr.Tf* * n > 351 Kend g° (1 . tlic u • • • bewaeren wille (1535). 9 ) Vgl, "»nenformen Stchr. 388 Z. 14; 466 Z. 2 v. u.; 469 Z. 9 f; 470 Z. 3. Druck von Max Schmersow, vorm. Zahn & Baendel, Kirchhain N.-L. &q*&^f%£f™.'£*£ ►-£; / \r+3r ( Fufskampf. Hessen und Sachsen vor Bürberg und Fritzlar. Landeschronik Bl. 51. Originalgröße. Text S. 57. II. K ^egXr^ &<*4r£Q*> Burgbau. Biedenkopf, Schlofs und Stadt. Landeschronik Bl. 287'. Originalgröfse. Text S. 234. III. C (0 O JO > S> bo « § 6 bfl o 3 0) ü CQ .2 W IV. Reiteikämpf. Frankenberger und Westfalen am Heidekopf. Stadtchronik Bl. 27. Originalgrofse. Text S. 451. V. &}*>% fycäkCfhc^^ ^^^^Ä^p* 0&X$\>%*&^ ^^ff-f^ly^f^ f&<*~J^*Mt*<& Stadtbau. Frankenberg im Wiedererstehen nach dem Brande. Stadtchronik Bl. 34. Originalgröfse. Text S. 467. Register. Aachen (Ache) 16. 63. 65. 297. 346. 419. — Stift (Münster) 61. ~- Kirche (Münster) u. 1. Frauen 65. ~~ Heiligtumsfahrt 419. *» (Arde), Flufs 257. Abenberg s. Anhalt: Friedrich. ^braham 477 Anm. 3. Adalwhuis 37. * Adelarius 56. 2 , bert(us) S. Bremen, Mainz, Oesterreich. Adelbert, Markgraf [v. Brandenburg] 137. Ac elbert, Gr. v. Thüringen 101; Graf 115. Adelheid s. Henneberg, Hessen, Polen, Rom. Reich, Sachsen, Thüringen u. a. Adelheid von Altenkirchen 329. Adelheid, Nonne zu Böddeken 324. Adelheid von Urf 327; ihre Mutter 327. Adelfslebin = Oldisleben. Adolf s . Mainz, Rom. Reich u. a. Adrana =- Eder 397. ^dnanus s. Rom. Stuhl, Rom. Reich. Ägypten 6. 11. 7^.., S- Ptolemäus v. 7. t! T t*. !■■ '4. 39*. K-onige v.: ~ Aygoland 62. Hannibal 9. 136. ^»Mdnigen = Ofterdingen. ^gelmunt s. Longobarden. • Agnes 2; ihre Passion (von S. Ambro- sius) 2. S n es s. Braunschweig, Nürnberg, Oester- . rei =h u. a. A gnppa, Marcus 14. 22. Anr? P i na = Cöln M- A lfsloben sa Oldisleben. Ala m, die 21. *•Alban(s Berg) s. Mainz. Ab encus73 A bero s. Würzburg. rtl bert(us), Albrecht s. Jerusalem, Lands- ° e rg, Mainz, Meifsen, Oesterreich, Rom. Reich, Sachsen-Meifsen u. a. A °ert von Ilmenau 341. AK 1W " 1US 37- Albo s. Mainz. Albuinus, Weihbischof des Stifts Mainz [statt B. v. Buraburg] 58. Alchimie (alchamye) 298. Alczen, Altzen = Alzey. Aldenberg = Altenberg u. Altenbergen; Aldenborg = Altenbergen ; Aldenburg = Altenberg u. Altenburg. Aldencamp = Camp. Aldendorff = Allendorf. Aldershausen 385. 395. Aldefsloubin = Oldisleben. Alexander s. Macedonien, Pfalz. Rom. Stuhl. Alexandri, Historia — 6. Alexandria, Städte 6. Alfonsus s. Rom. Reich. Alhartefshufsen [= Allertshausen bei Lon- dorf], irrig 'bie Franckenberg' [= EI- lershausen ?] 325. Alheid, Alheyd = Adelheid. Alkoran (Alcharanus), Buch 40. Allendorf auf der Aue [bei Battenberg] 385- 395- Vgl. Aue. Allendorf bei Frankenau 385. 395. Allendorf a. d. Lumda 269 304. Allendorf a. d. Werra 222. Allertshausen s. Alhartefshufsen. Alpen (Alpes), Gebirge 10. Alsfeld 20. 209. 360. 404. 405. 417, 425; die von A. 417. — Augustinerkloster 209. 360. 425. — Halsgericht 404 — Obergericht 404. 405. 417. Altefeld, das, bei Frankenberg 396. [412]. Alten [statt Alt], Georg, von Nürnberg u. seine Chronik 59. 60. 369 (G. v. N.). 402; die neue Chr., die man zu N. druckt 298. Altenberg bei Cöln, Kloster 161. 410. — Abt s, Coswyn. Altenberg (Aldenburg) bei Wetzlar, Prä- monstratenser-Nonnenkloster 179. 183. 193. 410. — Äbtissin s. Thüringen: Gertrud. Altenbergen (Aldenberg, Aldenborg) bei Reinhardsbrunn 45. 86. 177. — Kirche 45. — Schlofs 177. 3i 482 Register. Altenburg [bei Alsfeld], Schlofs 230. Altenhaina, Kloster 161. 379. 410. Alten-Katzenelnbogen s. Katzenehibogen. Altenkirchen (Aldink.) 329. Altenwarte, die, bei Frankenberg 410. Altmannus [v. Passau], Legat 125. Altsachsen(land) = Westfalen 8. 381. 393. 401 (Altensachsen). 402; die Altensachsen (= Westfa'linge) 381. 386. 389—391. 393. 39s. 396. 399—402. 405. 416. Altveter, Buch der —, s. S. Hieronymus. Alverci, die 10. Alvinus s. Titurius. Alzey 11. 235. Amalaricus s. Goten. Amandus s. Utrecht. S. Ambrosius 2. Vgl. S. Agnes. Arne = Ohm. Amelia s. Orleans. [Amelunxborn,] Cistercienserkloster 335 Anm 2. Ammera, in der Ammerunge Feld, Wüstung bei Eisenach 99. Ammon, König der Söhne — 386. Amöneburg (Ameneb.) 137. 231. 232. 245. 258. 270. 272. 284. 438. 446; die von A. 284. 447. — Kirche S. Michels 52. — Benedictinerkloster 52. 258. — Domherren[stift] 52. 258. Anaberg, Anb., Annenb. s. Cassel. Anachoretarum, Ordo der Einsiedler gen.— 20. 359- Andernach II. S. Andreas [bei Brindisi] (zu S. Andrees), Insel 181. Andreas s. Ungarn u. a. Angerland = England 24. Anglisaxones = Sachsen in England 52. Anhalt, Grafen v.: — Bernhard 144. — Friedrich [statt Gr. Fr. v. Abenberg] 144. — Heinrich [I] 149. 372. — [Heinrich II] 221. — Philipp [zu Zerbst] 308. — Rudolf [zu Köthen] 308. 313 m. Anm. 4 u. II. — Margarete [Irmcngard] v. Thüringen 149. 372. Anna s. Hessen u. a. Anno s. Cöln. Antichrist (Anthicrist) 40. Antigonus s. Assyrien. Antiochien 125. — Patriarch [Albertus] v. [203]. 204. Antiochus s. Syrien. Antiqua Saxonia =: Westphalia 393. S. Antonius 20. S. Antonius' (Anthonges), Ordo — [= An- toniter] 360. Antonius 62. Apulien 77. 368. Vgl. Bullerland. — Hz. Boemundus v. Apulis 124. — Kg. [statt Hz.] Robertus v. Apulien 110. 116. — Mauricius s. Bullerland. — Tankredus s. Brabant. Aquileja s. Sigehardus. Aquitanien 10. 37. — Hz. S. Wilhelm v. 134. — Fürst v. A. s. Frankreich: Ludwig IV. — Agnes [v. A.] s. Rom. Reich. Aragon, Kg. v. 78; seine Tochter s. Rom. Reich: Otto III. Arcturus, Arctus s. Britannien. Arde = Aar. Argentina = Strafsburg 26 Aribo s. Mainz. Aripertus s. Frankreich, Longobarden. Aristoteles 5. 15; sein Buch der Regierung der Städte, [libri] Politicorum 15. Annenjacken [= Armagnaken], die 292. Armenien 9; die Armenier 291. — Kg. Mithridates (Metrid.) v. A. u. Asien 9; seine Familie 9. Arnoldus s. Mainz. Arnold von Dippoldiswalde 341. Arnold von Eppenrod 329; seine Frau 329. Arnold von Morsbach 328. 329. [Arnoldi, Lorenz,] von Usingen, Magister 474- Arnolf s. Oesterreich. Arnsberg (Arnsburg, Arnspurg) in Westfalen, Grafschaft 257. — Grafen v.: — [Gottfried IV] 257. — [Wilhelm] 250. — Adelheid s. Ziegenhain. Arnsburg, Cistercienserkloster 119. Arnstadt 344. 345. S. Arnulfus (Arnolfus) 43. 393; sein Stamm s. Frankreich (Herzöge). Arnulf s. Schwaben; Arnulphus s. Rom. Reich. Arrogone = Aragon. Artern 348. Aschaffenburg 332. Aschenhauf= Aschraufe 397. Aschraufe (Asschenschroufe, Asschen- schrouff, Asschrouffe), Bach u. Stättebei Frankenberg 397. 400. 448. Asenburg [= Hasenburg bei Grofs-Bodun- gen], Schlofs 98. 104—106. 115. Asia, Asien 9. 14. Vgl. Armenien. Assenheim 332. Assyrien, Kg. Antigonus v. 7. Attila s. Hünen. Attilius 13. Atze (Occze), R. Johann 211. Aue, die, bei Frankenberg: Battenberger Aue (Auwe zu Battinburg) [an der Eder] 300. 382. 385 (Aldendorff uff der Auwe). 451. 456 ; Schreufaer Aue Register. 483 (bie Schrouffe; Auwe) [an der Nuhne) 442 ('herabe' richtig). 453. Augsburg, Bischöfe v.: — [Embricho] 114. — [Friedrich III] 310. Augustiner, Ordo der — gen. Heremiten (Heremitarum) 149. 360. 425. S. Augustini, —: Orden s. Prämonstraten- ser; Regel s.Sustern; Reguläres s. Domherren. S. Augustinus 1. 9. 13. 98. 387; seine Bücher von der Stadt Gottes 9. 13- 387; sein Sermon v. S. Peter in den Banden 1. Auler, Wald bei Frankenberg 385. 403. — Bergwerk (Goldgrube) 385. 403. Aulesburg (Aulifsb.), Cistercienserkloster 132. 161. 379- 4°9- 4 10 - Aurea = Auler 403. Aurelianensis s. Orleans. Aureus s. Mainz. Auwe = Aue. Avares, die 34. 35 46. 47. 65. 391. Avignon s. Rom. Aygoland s. Afrika. B. Babenberg (Babinborg), Schlofs 67. Babenberg, Babinburg =; Bamberg. Babenhausen 316. Babylonien 6. Baden, Mkgr. [Karl] v. 299. Balaam, Wahrsager ([hjariolus, wickeler) „ 'Si- Baldericus s. Thüringen (Könige). Balduinus s. Berg, Lothringen. Balthasar s. Thüringen-Meifsen. Bamberg 81. 82. 121. 149. 185- 186. — Münster 121. — Bistum 81. — Bischöfe v.: Bischof [irrig] 116 s. Ravenna. — Eberhard [II] 136 — [Egbert]v.Kärnten[stattIstrien] 185.186. — Hermann [I] 99; [H.] 104. —■ Ludwig v. Thüringen-Meifsen 267; vgl. Mainz. ~~ [Ruprecht] 115. '— [Swidger] — P. Clemens II 84. Bardo s. Mainz. Barfüfser (Barfufsen), Ordo der — gen. Minorum 149. 188. 360. 425. Basel 69 72. 236. 257. 291. 292. — Streit bei B. 292. — Bischöfe v. B.: ~ Heinrich, Barfüfser 227 ; vgl. Mainz. — Petrus, Propst zu Basel, [Erwählter] v. Mainz 227. Basina s. Frankreich ; Basinus s. Thüringen. Batberg = Padberg. Battenberg (Battinburg) 257. 2S4. 300. 382. 384. 426. 436. 441. 446. 451. 456; die von B. 415. — Amt 452. — Amtmann s. Schenck. — Aue zu B. s. Aue — Grafschaft 259. 434. — Grafen v. 413. — Boppo 409. — Widdekind v. Wittgenstein 225. 416. 422. 425. Battenberg, Hermann v., von Frankenberg 433- Battenfeld 415. Bayern, Land u. Volk 27. 39. 44. 56. 69. 70. 112. 115. 127. 181. 251. 365. 367. 368. 390. 431. — Herzöge v.: Hz. 68 ; Hz. 182 ; Hz. [statt Hz. Leopold VI v. Oesterreich] 208 ; Bayerische Herren 90. Vgl. Oesterreich. — Alexander s. Pfalz. — Arnolf [v. B] s. Oetserreich (Herren). — Friedrich s. Pfalz. — Georg [zu Landshut] 310. 314. — Hans s. Pfalz. — Heinrich [I], Ks. Ottos I Bruder 70. 71. 75. [8lj. 297. — Heinrich [IV] 81. 369; vgl. Rom. Reich: H. II. — Heinrich [X[ 126; vgl. Sachsen: H. d. Stolze. — Heinrich [XIII] 335. — Ludwig 241 ; vgl. Rom. Reich. — Otto v. Sachsen [Northeim] 97. 98. 101. 107. 115; [statt Hz. Ordulf (Otto) v. Sachsen :] 1 o 1. — [Otto v. Witteisbach] 148. — Otto 308 s. Pfalz. — Rudulf 75. — Rupert [v. d. Pfalz] s. Cöln. — Weif 118. — Cecilia s. Sachsen u. Thüringen. — [Elisabeth] v. Ungarn 335. — Elisabeth [v. d. Pfalz] s. Hessen. — [Gertrud) v. Sachsen 126; vgl. Sachsen. — Gertrud s. Thüringen. — Gilla s. Ungarn. — [Jutta] v. Oesterreich [statt Bayern] 75. — [Margarete] s. Pfalz. — Ricka, Ks. Ottos I Tochter 75. — Sophia s. Thüringen. Bayern, Markgraf v.: Ernst 112. — Vgl. Pfalzgrafen. Beatrix s. Oesterreich. Beatrix von Büdingen 326. Bebra = Bibra. Becelinus s. Mainz. Bechstedt[wagt] 146. Bechtoldshain (Bechtoldefsheyn) bei Frankenberg 464. Beda, der ehrwürdige — 2. 3. 10. 15. 59; seine Chronik 3. 10. [15]. 59; B. über das Evangelium Matthaei 2. 3i* 484 Register. Beenfsheym = Bensheim. Begharde u. Beghmen, Ordo der — gen. de Tercia regula 360. Vgl. Brüder. Behringen (Beringe) 112. Beichlingen, Schlofs 19. 96. — Grafschaft 49. — Grafen v. 19. 141. — Friedrich [d. Ä.j 275. — Friedrich fd. J.] 275. — Gerhard 275. Beles s. Ungarn. [Belgrader] Streit 296. Bembanburg 41. Bendeleben, v.: — R. Egenolf 153. — Bechte [= Berta] 153. Benedictiner: Orden S. Benedicti 27. 38. 42. 61. 119. 243. 250. 258. 289. 380. 448; Regel S. B. 52. 54; der Schwarze Ordo gen. S. Benedicts 359; Schwarzer Mönch 243. S. Benedictus 27. Benedictus s. Rom. Stuhl. Bengeier oder Klöppele, die 277, 382. 441. 442; ihr Bund u. Gesellschaft 277. 441. Abzeichen 277. 241. Bengeier- oder Kloppelfehde 382. Benigna [von Sichertshausen] 334. 335. Benno s. Meifsen, Osnabrück. Bensheim 316. Bentref (Benttreff) 415. Ber, Gr. v. [statt Gr. Ber v. Hohnstein] 309. Vgl. Hohnstein. Bercka = Berka. Berecharius s. Thüringen (Könige) Berengarius s. Rom. Reich. Berg, Gr. [Gerhard] v. 257. — Herzöge v.: — [Gerhard statt Wilhelm] 257. — [Wilhelm] 277. 279. 441. — [Ruprecht] s. Paderborn Berg [statt Hennegau; Bergen = Mons], Gr Balduinus v. 125. Berg in Westfalen [= Marsberg] 58. 401. 402. Berga s. Frankreich. Bergstrafse, die 31. 389. Beringe = Behringen. Beringer s. Linderbach, Thüringen. Beringer, Gr. v. Thüringen 115. Beringersdorf, Beringsclorf (Beringefsdorfl) bei Frankenberg 385. 408. 464. Berka, Gr. v.: Dietrich v. Thüringen 92. 37°- Berlstedt (Berlestede), R. Ludolf v. 180. 187. Bern s. Goten. Bernburg (Berneborck) 72. S. Bernhard 127. 131. 134. Bernhard s. Anhalt. Bernhard, Graf 115. Bernhard [statt Bertold], Kaplan Ludwigs VI v. Thüringen [181]. 182. Vgl. Ludwig(s Legende). Bernhardinus, Predigermönch 241. Berta von Allertshausen 325. Berta von Biedenkopf 323. Bertheid 330. Bertold(us) s. Fulda, Henneberg, Kärnten, Mainz, Zeitz. Bertold 196. — Vgl. Bernhard. Bertrad von Buttlar 327. Betrüger 'Ks. Friedrich II' 227. 228. Bibra (Bebra) 49. — Geistlicher Stuhl 49. Bichelingen = Beichlingen. Bicken, die v. 441. Wappen 441. — R. Friedrich 276. 277. 440. Bickenbach 316. — Schlofs 316. Biedenfeld, Peter v. 302. 453. Biedenkopf 214. 234. 240. 286. 322. 323. 330- 4°5- — Altes Schlofs [Altestadt| 234. — Schlofs 234. — Amt 268. Bige s. Krann. S. Bilhildis (Wilh.) 394; ihre Legende 394- Bilstein, Schlofs 228. Bilzingsleben, R. Rudolf v. 180. Bingen 133. 137. — S. Ruprechts Berg 133. Birstet = Bürstadt. Bisancie = Byzanz. Bischöfe, Orden der — 359. Biterolf (Bitterolff), Johann, Sänger 150 — 152. Bianca s. Frankreich. Biancamaria s. Rom. Reich. Blankenstein (Blancksteyn), Schlofs 214- 230. 286. 301—304. 4SS. — Besitzer (Herren von Bl.) 214 mit Anm. 16. — Amt 268. 285. Blantscheid s. Orleans. Bleichenbach 328. Biesen [= Blois], Gr. Stephan v. 125. Blitildis s. Frankreich. Bloifsloube [= Thüringerwald] 86. Blomberg (Blumenberg), Schlofs u. Stadt 2 93- Bobinhufsin = Babenhausen. Boddenbender, Heinrich, von Franken- berg 457 Anm. 1. Vgl. Gerstenberg. Bodensteyn =: Pottenstein. Böddeken (Boddeke, Budeke), Mönchskloster 359; Reguläres S. Augustins 359- — Nonnenkloster 324. Böhmen, Land u. Volk 72. 113. 149- 221. 281. 289 [Hussiten]. 454 (Bohemer); Bohemus 149. — Herzöge v. 80. Register. 485 — Boleslaus [I] 72. — Ladislaus [1] 130. — [Ladislaus II] 129. 131. 37 '• — Odacker s. Könige. — Siptineus [I] 72. — [Siptineus II] 90. — Ulrich [1] 130. — Ulrich [II] 129. 371. — Wenzeslaus [I] 72. — [Wratislaus II] III. 113- — Cecilia v. Thüringen 129. 371- — Jutta v. Thüringen 129. 371. •— Könige v.: ~ Karl 250. 268; vgl. Rom. Reich. — Odacker 129. 148. 149. 371. "~- Wenzeslaus s. Rom. Reich. Boemundus s. Apulien. Boetius, Afnicius] 26. Boilstedt 343. [Bolanden, Herrschaft] 278. Bolczingeschleben = Bilzingsleben. boleslaus s. Böhmen. Bomelborg = Boyneburg. s - Bonifacius s. Mainz; sein Vater 42; seine Legenden [43 (andere gelefse)]. 45- 39' (Legende), bonifacius s. Rom. Stuhl. B onn(a) 21. 65. Bontzig [statt Goseck], Kloster 91. B°Ppard (Bopart) II. 277. ^°Ppo s. Henneberg u. a. Borken 2 43- 3°'; 452 Anm. 4. — — ^,1 Ü43. 301; 452 Mm, 4. Bottcndorf (Boppond., Boppend.) bei Frankenberg 385. 4°9 45°- boyneburg (Boumeb., Boymeb.), Schlofs 10. 11; 229 Anm. 10. ~- (Bomelborg), Reinhard v. 316. Brabant 217. 238. 296. 297. 307. 372. 413- 469. Herzöge v. 4. 211. — Heinrich [II] d. Alte 167. 208. 213. 216. 222. 372. 410. 413; 414 Anm. 3. — Heinrich [III], das Kind zu Br. 217; 1=] 'Ludwig' 372. ~~ Heinrich, das Kind zu Hessen 212 — 214. 216—218. 220—222. 372. 384. 413—415. 418; vgl. Hessen. ~ [Elisabeth; irrig:] Aebtissin zu Eisenach 372. ~ Sophia v. Thüringen (Herzogin v. Br., Landgräfin v. Th., Fürstin v. Hessen) 167- 183. 184. 191. 194. 208. 212 — "2. 236. 372. 384. 410. 413. 4M- ~" Hz. [Philipp] in Br. 296. ~" [statt Apulien:] Hz. Tankrcdus v. 125. "ackenberg, Schlofs auf dem Scheder- berg 256. «amburg [statt Grünberg], Schlofs 144. Vgl. Grünberg. Brandenburg, Schlofs 19. ~~ Grafschaft 129. Grafen v. 19. 129. — Burckard 180. Brandenburg, Mark 287. — Markgrafen v. 80. — Adelbert [v. Br.] 137. — Albert[, Kurfürst] 454. — Albertus s. Mainz. — [Friedrich I,] Kurfürst 287; vgl. Nürnberg. — Friedrich [zu Ansbach] 308. 311. — Hans[, Kurfürst] 310. — Otto [IV] zu Landsberg 229 Anm. 12. — Otto [V zu Coburg] 229 Anm. 12. Brandenfels, Schlofs 211. 212. — Besitzer (Erbarieute an der Werra) 211 mit Anm. 10. Braunau s. Brunne. Braunschweig, Stadt 66. 126. 148. — Land 16. 66. 262. 282. — Herzogtum 144. — Herzöge v. 24. 66. 67. 282; Braunschweigische Herren 282; Hze. v. Sachsen 248; Sachs. Herren 248. — Wappen 24. — Albrecht [d. Grofsc] 219—222; [Albr.] 213. 214. — Albrecht [d. Fette zu Göttingen] 239. 242. — Albrecht [statt Ernst zu Göttingen] 243- 373- — [Ernst?] 255. — Erich [d. Ä. zu Calenberg] 308. — Friedrich [zu Wolfenbüttel] 282. 293. — Heinrich 70 s. Sachsen. — Heinrich 143. 144. 148 s. Sachsen. — Heinrich [d. Milde zu Wolfenbüttel] v. Br. u. Lüneburg 282. 283. 374. __ Heinrich zu Grubenhagen 296 Anm. 9. — Heinrich [d. Ä. zu Wolfenbüttel] 308. 313- — Otto [zu Grubenhagen] 261. — Otto [d. Quade] zu Göttingen [259]. 262. 267. 274. 275. 382. 440. — Otto [d. Einäugige zu Göttingen] 283. 374- — Adelheid [d. Ä.J 6. Hessen. — Adelheid [d. J.] s. Hessen. — Agncsv. Hessen 273.278. 283.301.374. — Agnes s. Ziegenhain. — Anna (v. Br. u. Lüneburg) s. Hessen. — Elisabeth v. Hessen 243. 259. 373; ihre Kinder 259. — Margarete v. Hessen (zu Br, u. Lüneburg) 273. 276. 282. 292. 374. Bredingen [= Breitingen bei Rotenburg (wüst)] III. Bredingen [= Breitungen ?] 349. Breidenbach, die v. 279. — R. Gerlach 290. Breisach, Schlofs 75. 76. Breisgau 274. Bremen, Erzbistum 64. — Erzbischöfe v.; 486 Register. — Adelbertus 8g. — [Gerhard II] 205. — Tiemarus [statt Liemarus| 101. 102. 110. III. Breydenbach [= Breidenbach?] 322. — v. Br. s. Breidenbach. Brigida von Mautern 346. S. Brigitten, Ordo — gen. Ordo Salva- toris 360. Brilon 302. 382. 453; die von Br. 302. 453- 454- Brisack = Breisach. Britannien 10. 23. 25.40.59; dieBriten23. — Könige v.: — Arcturus gen. Arctus [= Artus] v. Br. oder England 25. 26. — S. Oswald s. Normannen. — Vortigonus 23. 24. Brotterode bei Reinhardsbrunn 86. Brücken, Dorf 349. Brüder von der Tercienregel S. Francisci 307. 380. 469; Orden der DrittenRegel S. Fr. 307 Anm. 13. Vgl. Begharde. Bru(e)l s. Erfurt. Bruerterade = Brotterode. Brunichildis s. Frankreich. Brunne [statt BraunauJ 80. [S.j Bruno von Cöln 119. Bruno s. Braunschweig, Cöln, Sachsen. Bucco s. Halberstadt. Buchdruckerei 299. Buchegg (Bucheck) s. Mainz: Mathias. Buchen u. Buchener 33. 43. 54. 56. 68. 70. 169. 263 280. 281. 366. 389. 436. Buchenau, die v. 301. Buchseck = Buseck. Budeke = Böddeken. Büchsen, grofse 278. Büdingen 326. Vgl. Isenburg. Bürberg s. Buriberg. [Büren, Streit bei —] 277. 441. Büren, Herre Bernt v. 293. 296. Bürstadt 313. Bulion s. Lothringen. Bullerland [=Apulien], Königreich 215. Vgl. Apulien. — Kg. Mauricius v. 215. Burckard s. Halberstadt, Lausanne, Salzburg, Thüringen, Würzburg u. a. Burckard von Aschaffenburg, Schüler 332. Bureken = Borken. Burghasungen s. Hasungen. Burgscheidungen s. Scheidungen. Burgschwalbach s. Schwalbach. Burgsolms, Schlofs 271. Burgundien 22. 32. 36.38. 115 119. 178. 365; die Burgundier 14. — Herzöge v.: — [Johann] 279. — Karolus 300. 302. 303. 452. 455. — Lotharius s. Rom. Reich. — Philipp [II] 297. — Rudolf 'v. Burg.' = R. 'v. Sachsen' [statt Schwaben] 116; vgl. Schwaben. — Adelheid fDalvida) s. Rom. Reich. — Clotildis s. Frankreich. Burgwald, der 43. 306. 441. 450. Buriberg, Berg [= Bürberg] u. Städtchen [=BuraburgJ bei Fritzlar 57. 58. Vgl. Albuinus. — Kirche 57. Buseck 329. — die v. 279. — [ein v.,] Burgmann zu Frankenberg 284. 447. — Johann, Burgmann zu Frankenberg 45 1- Busecker Tal 225. 226. 284. 382. 447. — Ganerben im B. T. 284. 447. Buttelstedt 49. — Dingstuhl 49. Buttlar (Buttiglor) 327. Butzbach 283. Butzebach, Kloster 414 Anm. 2. Byzanz = Constantinopcl 60. C. Cacanus s. Hünen. Cadelenberg = Kallenburg. Calabrien 77. 368. Caldern, Gericht 268. Calixtus s. Rom. Stuhl. Callo, Warte bei Frankenberg 410. Calw, Grafen v.: Gr. 60. — Heinrich s. Schwaben. — Lupolt 82 — 84; seine Gem. 82—84. Camerfsdorff [statt Rumarsdorf= Rommcrs- dorf bei Neuwied], Prämonstratenser- kloster 179. Camp (zum Aldencampe), Cistercienser- kloster 132. 161. 409. 410. — Abt v. 132. 409. Canonicorum ordo s. Domherren. Cantabrien 10. Cappel s. Spieskappel. Cappel, R. Gerhard v. 180. Cardinäle s. Rom. Stuhl. Carcnthien, Carinthien — Kärnten. Carmcliten, Ordo gen. — oder Mergen- briider 149.425; O. u. Frauen Brüder gen. Carmelitarum 360. Carolus = Karl. Carthuse = Karthause. Cart(h)user = Kartäuser. Caspii, Berge 5. Cassel 149. 228. 232. 237. 239. 240. 243. 245. 250. 266. 274. 278. 290. 296. 298. 301. 315. 318. 360. 373. 374- 385- 4 2 5- 440. 47"; 44^ Anm. 7; die von C. 278. — Ahnabcrg (Anab., Anb., Anncnb.), [Augustinerinnen]kloster 239. 243.250. 373- 374 — Carmeliten[kIoster] 149. 360. 425. Register. 487 — Dom zum h. Kreuz [= Stiftskirche S. Martin] 301. — Schlofs 228. — Stift [S. Martin] 245. Casscl, die (v.), von Frankenberg: — Hermann d. Alte 432. — Hermann [d. ].] 437. — Johann d. Alte, Altarist 437. — Johann, Altarist 468. — Ludwig 437. Castilien (Castelle), Kg. Alfonsus v. 215; vgl. Rom. Reich. Castor, Abgott 43. 44. 379. 381. 393- Cato 11. Caub 317 Anm. 12; 473 Anm. 8. Cecilia s. Böhmen, Thüringen u. a. Cecilien = Sicilien. Celestinorum, Ordo — 360. Celesünus s. Rom. Stuhl. Chaldaei 9. Chiemsee s. Kemsche. Christenberg (-bürg) auf dem Burgwald, Berg u. Kirche 43. 44. 379. 381. 393. Vgl. Kesterburg. Christi Ritterschaft s. Ritterschaft. Christiani s. Stippen. C(h)ristianus s. Mainz. Chrotildis s. Thüringen. Chur, Bischöfe v.: — [Heinrich I] 109 Anm. 4. -7 (Heinrich VI] 308. Cilbertus s. Minden. Cilicien [6 (Sicilien)]. 10. 27. Cipern = Cypern. Cirenberg = Zierenberg. Cistellensium, Ordo — 360. Cistercienser: Orden v. Cistercien 119. '3 2 - 207. 321. 334. 414; der Graue Ordo gen. Cisterciensium 154. 359. Citz(e) = Zeitz. Citzlo [statt Citzko], Markgraf 122. S. Clären, Orden (v.) — [= Clarissinnen] M9- 236. 360. ^'audius s. Drusus. Clemens s. Metz, Rom. Stuhl. Cleve, Grafen v.: [Graf ('Hz. v. Oester- reich') 146]. — [Adolf III] 278; [irrig] Herzog 278. — [Adolf IV] 287; Herzog 287. 288. Elisabeth s. Hessen. — Margarete [v. Cl.) s. Thüringen. — Mechtild s. Hessen. " Herzöge v.: — [Adolf] s. Grafen. ~~ Johann [II] 306. 310. 374. — [Margarete] 288. ~- Mechtild v. Hessen 298. 302. 306. 374. Chtos s. Elicos. Clodoaldus; Clodoveus; Clotildis s. Frankreich. Cluftelbach [statt Kröffelbach] 324. Cluniacensium, Ordo — 359. Clyng- = Kling-. Coblenz 325. Cobstädt s. Kobesten. Cölbe 307. Cöln 14. 22. 24. 39. 65. 119. 123. 137. 148. 161. 275. 363. 365. 455. — Studium u. Hohe Schule 275. — Bistum, Erzbistum, Stift 57. 63. 64. 71. 257- 285. 292. 329. 331. 334. 44&- 455- — Erzbischöfc v. 80. — [Adolf IJ 148. 409. — S. Anno 98; [A.] 104. 105. — Bruno [I], Ks. Ottos 1 Bruder 70. 71. 80. 368. 369; [irrig] = P. Gregorius V 71. 80. 368. 369. — Dietrich [II] 292. — [Friedrich III] 440. — [Heinrich I] 205. — |S.] Heribertus 82. — Hermann [IV], Lgr. v. Hessen 289. 298. 299.304. 308. 311. 318. 374. 382. 384. 455. 456. 463. 465; vgl. Hessen. — |Konrad] 215. — Kuno, EB. v. Trier, Vormünder 268; vgl. Trier. — Reynoldus 136. 137. ■— Rupert [v. d. Pfalz], Hz. v. Bayern 300. 302—304. 382. 455. — Segewin 122. 123. — [Siegfried] 228; 233 Anm. 6 Cölnische [285]. 3§7- 4i°- 4>3' 43& [4471- — Bischofsfehde [302]. 385. 455- — Pfennige 192. 225. Coffhufsen = Kyff hausen. Colnhufsen = Kolnhausen. Colonna s. Sulc. Concilium zu Basel 291. Confusio = Kyff hausen 10. Conradus = Konrad. Conraits (Conradere), die, von Frankenberg 462. — Ludwig, Altarist 402; sein Vater u. seine Vettern 462. Constantinopel 60. 131. Constantinus s. Rom. Reich. Constanz 287 Anm. 4. Corbach 471 Anm. 12. Corinthier, die 20; s. S. Paulus. Cornutus u. seine Sprüche 287. Corvey 63. 104. 105. Coswyn, Abt v. Altenberg 161. 410. Covelentz ss Coblenz. Crakau = Krakau. Crassus, [Marcus] 10. — Publius 10. Cremelte [=Kriemhild] 25. Crescencius, Crescens s. Mainz. Crescencius 80; seine Gem. 80. Creteburg [statt Triteburg] 179- V S!- Triteburg. Crispus s. Sallustius. 488 Register. Cristenburg es Christenberg. Crofdorf 330 Anm. 5. Cronberg, die v. 295. Cruciferorum ordo s. Kreuzbrüder. Crutze- = Kreuz-. Cuno z= Kuno. Curd, Curt = Konrad. Cursus mundi, Chronik 8. 291. 393. Cypern, Kg. v. 182. Cz- = Z-. D. Dabelin = Döbeln. Daberstedt (Dagobertstet, Daberstet) bei Erfurt 40. 76. 366. 390. Dachebech 341. Daden (Dadene), R. Heinrich v. 329 Anm. 2. Dänemark 72. 471; die Dänen 64. 66. — Könige v.: — [SwenJ 101. — Worm [= Gorm] 72. Dagobert s. Frankreich. Dagobertshausen in Niederhessen (Hessen) 40. 366. 391. — Kirche u. 1. Fr. Marien 40. 390. Dagobertshausen in Oberhessen (an der Loyne) 366. 391. Dagobertstet = Daberstedt. Dalmatien 10. Dalphin s. Frankreich: Ludwig XI. Dalvida s. Rom. Reich: Adelheid. Damascus 132. Damianus, [S.] Petrus, Legat 96. Darius s. Persien. Darmstadt 289. 473; 478 Anm. 6. Dann, Herre [Richard] v. 255. — Vgl. Ober. Dautphe, Gericht 268. 450. David s. Juden. Vgl. Psalmen. David bei Zierenberg, Schlofs 231 Anm. }1- Decius s. Rom. Reich. Deck s. Württemberg. Dedi s. Sachsen (Markgrafen). Demud [Elisabeth] von Zeppenfeld 332; ihre Töchter 332. Denen ss Dänen. Densburg, Schlofs 271. — Tal [Densberg] 271. Dentzenrode [=Denzerod?] 322. Dern, Schlofs 260. — Freier v.: Herre Friedrich 260. Dernbach bei Herborn, Schlofs 242; Neubau 242. — die [Ganerben] v. 242. Derreberg, die v. 235. — R. Engelbert 235. — R. Engelbold 235. Dersch (Derfs, Terfs), v.: — Dietrich[, Bnrgmann zuBattenbcrgj468. — Eckard s. Worms. — Katharina v. Treisbach 468. Desenberg (Tesenb., Tefsinb.), Schlofs 97. Vgl. Spiegel. Deutsche 10. 20. 21. 44. 55. 57. 60. 72. 136. 280. Deutsche Franken 55; s. Franken. — Fürsten s. Rom. Reich. — Herren s. Deutscher Orden. — Kaiser 61; s. Rom. Reich. — Könige v. Jerusalem 125; s. Jerusalem. — Kurfürsten s. Rom. Reich. — Lande s. Deutschland. — Meilen 331. 334. Deutscher Orden, Deutschorden 203. 205. 206. 308. 371. 372; Ordo der Deutschen Herren 146. 201. 360; gen. Tcutonicorum 360; Deutsche Herren in Preufsen 279 ; Deutsche 280. — [Hohe] Meister 201. 372. — Konrad, Lgr. v. Thüringen; Deutsch- herre (202. 411); Hoher Meister, Hochmeister in Preufsen (201. 371. 411), Deutscher Meister (203), Meister 201—207. 226. 371. 411; vergl. Thüringen. — Hoher Meister [statt Deutschmeister, Andreas v. Grumbach] 308. Deutsches Reich 106. 110; s. Rom. Reich. Deutschland, Deutsches Land, Deutsche Lande 2. 10. 16. 24. 35. 36. 39. 41. 43. 52. 56. 61. 63. 65. 70—72. 75. 80. 85. 109. III, 139. 140. 148. 'S 2 - »7 1 - '75- 2 °8. 236- 2 38- 2 5>- 2 57- 335- 3&S- 368. 394. 406. 431. — Kaiser in D. 75. 368; s. Rom. Reich. — Könige v. (über) D. -65. 69. 406; s. Rom. Reich: Ludwig II, Ludwig III. — Primas in D. 373; s. Magdeburg: Otto. Deventer (-tur) 281. — Kogelbrüder 281. Deynharts, die, von Frankenberg 462. — Konrad, Dr. med., Altarist 462. Dialogorum über s. S. Gregorius. Diderich = Dietrich. Diedenshausen, Gottfried v., Propst v. Georgenberg u. Pfarrer v. Frankenberg 443 Anm. 8. Diemo, Graf (v. Sachsen) 115. Dieppold, Graf [= Mkgr. Dietpold vom Nordgau] 119. Diether s. Mainz u. a. Dietrich s. Cöln, Frankreich, Mainz, Meifsen, Westfalen u. a. Dietrich, Gr. v. Thüringen 101. Dietrich, Komtur v. Wiesenfeld 443 Anm. 13. Dietrich, Meister 84 = Engelhus. Dietrich von Bern s. Goten. Dietrich von Corbach, Johanniterbruder 443 Anm. 8. Dietrich von Dachebech 341. Register. 489 Dietrich [von Holzhausen] 334. Dietrich von Nym [= Nieheim] u. seine Chronik 80. Dietrich von Slissenrade 325. Dietrich [v. Apolda] von Thüringen, Predigerordens, u. seine Legende S. Elisabeths 151. 153—160. 162 — 164. 166 — 168 172—178. 181. 182. 184—199. 202. 204 — 207. 321. 333—336. 339. r 4IK LDietrich] 328 s. Gederich. Dietwin von Dentzenrode 322. Dietz 260. — Grafschaft 211. 276. 312. 375. 384. 462. — Grafen v. 276; vgl. Katzenelnbogen u. Hessen. Wappen 276. —■ Gerhard [VII] 260. 276. — Johann 260. '— Agnes s. Katzenelnbogen. — [Jutta] 276. ■— [Sophia] 276. Dill, Flufs 286. Dillenburg (Dilnberg, -bürg) 246. 258. 262. 267. 268. 272. 275. 283. 374. 427. 434. 446. Dinant 300. 452. Diocletianus s. Rom. Reich. S. Dionysius 401. Dippoldiswalde (Dipoldefsw.) 341. Dirsteyn = Tierstein. Döbeln 163. Döllstädt s. Kolstede u. Schwarz. Dörnberg, Hans v., Hofmeister 313 Anm. 1; 463 Anm. 8. Doliatoris s. Gerstenberg. Domfrauen, Ordo der Weltlichen — 72. _ 359^ Domherren, Ordo der Weltlichen — gen. Canonicorum 359; Domherren 52. 289. 448. Domherren, Ordo der — gen. Reguläres S. Augustins 98. 359. S. Dominicus 149. Domitianus s. Rom. Reich. Donau, Flufs 56. 296. Döring- = Thüring-. Dorlinge = Thüringer 16. Dornberg bei Gerau, Schlofs 258; 478 Anm. 6. Altar 478 Anm. 6. Dortmund s. Trutmunden. Dredorff = Driedorf. Dreffurde, Dreffurt = Treffurt. Dreifaltigkeit, Ordo der heiligen — gen. S. Trinitatis 146. 360. Driedorf 268—270. Dringensteyn = Tringenstein. Drusus, Claudius 14. Dudenhusen 331 Anm. 3. Duderstadt 261. Dune = Daun. Dutphe = Dautphe. Dynand, Dynant= Dinant. Dytwyn = Dietwin. E. Ebeleben 341. Ebenheim (Ybenheyn) 350. Eberbach (Erbach), Kloster 161. 304. — Äbte v. 133 (Abt); 202 Anm. 6 (Raimund). Eberhard s. Bamberg, Pfalzgraf, Württemberg u. a. Ebersberg (Ebirfsberg), Schlofs 125. 156. Ebersberg (Eberschburg), Herre Heinrich v. 180. Eberstein [in Schwaben] (Ebirsteyn), Gr. Bernhard v. 309. Ebersteyn, Ebirst., Eyberst. = Everstein. Eburhartus (Schriften der Canoniken E. u. Waltbertus) 51. Eburones, die 10. Ecclesiastes, Buch der Weisheit zu dem Volke gemeinlich 89. 466. Vgl. Proverbiorum (liber) u. Sapientiae (liber). Eckard, Abt v. Reinhardsbrunn 154; [Eck] 177. 199. 200. Eckard von Erfurtshausen 329. Eckebrecht s. Landsberg. Eder, Flufs 44. 57. 200. 230. 271. 385. 396—400. 419. 424. 439. 448. 450. 453- 4S&- 464- 47'- 47 2 ! E dera 397- Edcrdorf = Meiterdorf 469. Edich s. Rom. Reich. Egenen 97. Egesippus u. seine Bücher 17. S. Egidien [= S. Gilles], Gr. Raymundus v. 125. Egipten = Ägypten. Eichelborn, Dorf 347. Eichsfeld, das 33. 44. 127. 247. Eichstädt, Bistum 54. — Bischöfe v.: — [Wilhelm] 308. — Willibaldus 54. Eidotter, Johann, Priester zu Frankenberg 467 Anm. 4. Eilenburg, Schlofs 10. 11. Eilwip von Limburg s. Hedwig. Einbeck 133. 248; die von E. 304. — S. Alexanders Münster 133. Einsiedler, Ordo der —, s. Anachoretarum u. Grandimontensium. Eisemroth (Ysemerade) 268. — Bau zu E. [= Burg Wallenfels] 268 Eisenach 33. 68. 74. 92. 93. 98. 99 124. 129. 134. 145. 148. 151. 152 154. 157- [162. 163]. 170—172 [175]- 176. 183. 184- |>8S- 188] 193. 20I. 206. 209. 211. 2l6—22J 250. 261. 343. 372; die Bürger 217 — Altestadt E. 98. 134. — der Ammerunge Feld 99. 490 Register. — Barfüfserkloster u. Kirche 146, 183. 184. 221. — Brothaus 152. — S. Elisabeths Spital 175. 176. — S. Georgen, Kirche 145. 146. 157. — — Kirchhof 146. — — Pfarre 146. — — Tor 216. 217. — S. Katharinen (Mariae u. Kath., grau Ordens), Kloster u. Kirche 99. 154. 172. 206. 209. 218. 372. Tal hinter S. Kath. 99. — — Äbtissin v. S. Kath. s. Hessen: Agnes. — S. Michaels, alte Kirche 146. — S. Nicolaus', Kloster [129]. 134; vgl. (hier unten) S. Peter. — — Äbtissin v. S. Nie. s. Thüringen: Adelheid. — S. Peters Berg 74. 98. 129. 134. — — altes Kloster (= S. Nicolaus) 74. 129. 134. — Predigerkloster S. Johannes u. S. Elisabeth 201; 218 Anm. 4. — Äbtissin zu Eis. 372 s. Brabant. Eisenbach, Schlofs 231. Eisfeld = Eichsfeld. Eistad = Eichstädt. Elbe, Flufs 34. 65. 79. 118. 169. 365. 391. Elbenhufsin [= Elmshausen ?] 326. Elende (Eide), R. Gerhard v. 180. Elger s. Hohnstein. Elgersburg, Schlofs 92. 370. Elias, Aussätziger 167. Elicos [statt Clitos] 7. [S.] Elisabeth [, Mutter Johanns d. T.] 280. S. Elisabeth s. Thüringen; ihre Legende s. Dietrich (v. Thüringen); das Buch der Wunderzeichen (Wunderwerke) S. Elisabeths 321—333. 335. 405. S. Elisabeths Dienstjungfrauen (Maide) 172—176. 180. 183—185. 190. 192 —194. 196. 197; vgl. Equivoca, Irmen- gard, Isentrud, Jutta. Elisabeth s. Hessen, Rom. Reich u. a. Elisabeth 192; ihre Eltern 192. — Vgl. Demud u. Equivoca. Elisaeus (Helyseus), Prophet 12. Elkerhausen, Schlofs 272. 279. — Tal 279. — die v. 272. 279. — R. Eckard 272. — Heinrich 272. — R. Konrad 245 Anm. 16. — Konrad 272. Ellenburg [statt Neuenbürg], Grafen v.; vgl. Wallenburg. — Eberhard 98. 112. — Heinrich 112. Ellershausen bei Frankenberg 456. Vgl. Alhartefshufsen. F.lnhoch = Mellnau 212. 215. Elsafs 69. 70. 75. 274. 290. 292. 368. 449. — Lgr. v.: Gr. Rudolf v. Habsburg 224; vgl. Rom. Reich. — [statt Holstein], Gr. (371 Lgr.) Albrecht v. 147. 371. — — Sophia v. Thüringen 147. 371. Elster, Flufs 121. 221. Eltville (Eltfei) 261. Elxleben a. d. Gera 48. Elyzabeth = Elisabeth. Embecke — Einbeck. Emeleyben = Emieben. Emerich von Büdingen 326. Enterich (Emriche), die, von Frankenberg 473. — Deynhard, Magister 473. — Heinrich 477 Anm. 2. — Johann d. Alte, Baccalarius 477. — Johann, Magister 473. — Peter, Magister 473. Emieben, Heinrich v., Grofskellner zu Reinhardsbrunn 339. Emfsberg [statt Emselberg = Inselsberg], der 159; vgl. Eselberg. Eneas [dei Piccolomini], Kanzler Ks. Friedrichs III, u. sein Buch (von Friedrichs Gezeiten) 292. 299; = P. Pius II 292. 299. Engelbert, Graf 112. Engelhus (Engelhufsen), Dietrich, u. seine Chronik 3. 8. 14. 16. 20. 21. 24. 36. 40. 41. 59. 61. 66. 68—70. 72—75. 77. 79. 81. 84. 94. 110. 116. 119. 123. 125 — 128. 130. 132. 136. 145. 148. 149. 182. 207. 212. 219. 220. 223. 228. 234. 235. 239. 368. 390. 393- 395- 401. 402/407. Engclifs = Englis. Engclwip 327 Anm. 6. England 24. 25. 40. 42. 52. 59. 215. 280. 334. 335. 390; dieEngländer 390. — Könige v. 251. 430; Kg. 74. —. Arcturus s. Britannien. — Ethelstanus 369. — Etmund 73. — [Heinrich II] 215. — S. Oswald s. Normannen. — [Richard I] 145. — Richard, des Kgs. [Heinrich] Bruder, Graf 215; vgl. Rom. Reich. — Bianca s. Frankreich. — Edith (Edich) s. Rom. Reich. — Reynswig (Königin) 74. Englis [== Grofsenenglis] 289. 448; [= Kleinenglis] 282. 293. Ensishcim 306. S. Eobanus 56. Eppenberg s. Karthause. Eppenrod (-rade) 329. Eppo s. Zeitz. Eppstein (Eppensteyn, Epsteyn), Herrschaft 306. 375. 384. 468. Register. 491 — Herren v.: — [Eberhard I] 262. 267. 436- — Eberhard [III zu Königstein] 310. [312]. — Gerhard s. Mainz. — Georg zu Königstein 310 Anm. 14; [312]. — Gottfried [X zu Münzenberg] 454. — Philipp v. [E. zu] Königstein 454. — Werner [v. E.] s. Mainz. Epyfanes s. Syrien. Equivoca [statt Elisabeth] 197. Erbach, [Herren] v.: — Schenk Dietrich s. Mainz. — [Schenk] Eberhard 316. — Elisabeth s. Katzenelnbogen. Erbach 133. 161. 304 = Eberbach. Erdbeben 257. 302. Erff, Müller 26. Erffa ? die (Herren) v. 19. — R. Härtung 180. 187. Erffertfshufsin = Erfurtshausen. Erfurt 22. 26 40. 48. 49. 63. 76. 99. 109. r 39- 238. »37- 212. 136 200 343—347 die von E M3- Münster 120. 128. 130. 131. 143—145. 164. 199. 239. 267. 268. 278. 363. 366. 390. 473. 474; 239. 268; die Bürger 133 — Altes Barfüfserkloster 164. ~~ Barfüfserkloster 164. — Brühl 26. 120. 164. — U. 1. Frauen Berg, Kirche, '44- 146. 200. ~ — Kapitelhaus 200. ~ — Kreuzgang 200. ~ — Schlaf haus 144. ' Gärten 239. — Geistlicher Stuhl 49. Kr'ämeibrücke 143. " Metergasse 146. ~~ S. Peters Berg 48. 120. 130. — — Äbte v. 48. — Propst v. (auf) 130; s Adelbert d. J. ~~ — Saal 22. 363; Altes Schlofs Kloster 40. ~ S. Peters Münster 22. 40. 3 6 3- 39°- " Rathaus 143. Schottenkirche 143. ~~ S. Severus' Münster 120. — Studium u. Hohe Schule 278. 385. ~- Weinberge, -gärten 239. 268. Erfurtshausen (Everfshufsen) 329. — (Erffertfshufsin), R. Ludwig v. 4'9 Anm. 1. Erich s. Braunschweig. Erkinboldus s. Mainz. Ermengard = Irmengard. Ernst s. Bayern, Schwaben, Thüringen u. a. Escrienbach,Wolfram v., Sänger 150—152. Eschenbergen (Esschinberge) 343. 344- Eschwege (Esschewe, Esschewie) 97, Mainz: 120. 131 I3 1 290; 103. 113. 122. 275. 288. 440; 229 Anm. io. — Stift (Münster) 61. 81. 406. Eschwege, die v. 211. Eselberg [statt Emselberg = Inselsberg], der 92; vgl. Emfsberg. Ettersburg (Ethirfsb.), Schlofs 179. 183. Etmund s. England. Eucharius s. Trier. S. Eucherius 50. Eudorf (UdorffJ 324. Eugenius s. Rom. Stuhl. Europa 14. Eustachius s. Lothringen. Eva von Biedenkopf 330. Eva von Ginfsheyde 323. Eva von Grünberg '323. Everfshufsen = Erfurlshausen. Everstein (in Sachsen), Schlofs 248. — Grafen v.: Gr. 221. — Gerhard s. Mainz. — [Konrad] 219. 220. S. Ewaldus d. Schwarze 59. S. Ewaldus d. Weifse 59. Exodi [liber] 36. Eysenbach = Eisenbach. Eysfeld = Eichsfeld. Fahner, Herre Heinrich v. 180 Anm. 10. Falkenberg, der [= Kunzmann?] v. 277. 442. Falkener, die 270. 438. 440; ihr Bund u. Gesellschaft 270.438; der Falkenersbund 271. — Hauptleute 271. 438. Falkenersfehde 271. 382. Falkenstein in Hessen, Schlofs 256. Falkenstein an der Höhe, Herren v.: — Kuno s. Trier. — Philipp [VII] 281. 283; Herre zu Münzenberg 283; Graf 281. 283. — Agnes s. Ziegenhain. Fargela, Farila = Vargula. Farnroda 343. Fasciculus [temporum], Chronik [des Werner Rolevinck] 3. 5. 6. 15—18. 21. 22. 24. 25. 28. 42. 56. 57. 64. 74. 77. 81. 82. 84. 88. 89. 93- "6- 119. 126. 130. 132. 134. 136- 145- 149. 178. 206. 215. 220. 222. 234. 236. [255]. 275. 279—281. 291. 292. 296. 300. 363. 390. 393. 432. Fastrada(na) s. Frankreich. Felckenere = Falkener. Feldbach, v.: — Konrad 322. 323. — Sophia 322. 323. Felsberg 144. 248. 249. — Schlofs (Haus) 248. 249. Ferrara (Ferrer), Botschaft von 310. 492 Register. Fest u. 1. Frauen praesentationis 301. — — purificationis 32. — — visitationis 280. — des h. Sacraments 222. Festa Saturni s. Macrobius. Festus, Rufus, u. seine Chronik 3. 9. Finsternis der Sonne 291. Firmyn = Viermiinden. Firnberg = Virneburg. Fischbach (-pach) 212. Flandern 8. 238. — Grafen v.: — [Dietrich] 131. — Robertus 125. Flarchheim (Fladichcym) 119. 146. Flasche, Friedrich, von Wiesbaden 332; seine Frau 332; seine Schwäger 332. Flavia 38. Flavius s. Metz. Florenz 241; 291 Anm. 12. — Predigerkloster 241. Flores temporum s. Hermannus. Flutarke (-arcke), die, Stätte bei Frankenberg 464. 472. Fogelweyde = Vogelweide. Folckemers = Volkmarsen. Folkmar (Folmar), Graf 119. Folkmar, Laienbruder zu Reinhardsbrunn 321. Forstensteyn = Fürstenstein. Foydland = Vogtland. Fränkisches Fuder Wein 407. Fränkisches Reich s. Frankreich. Franci =s Franken 21. Francia = Franken 61. 394. S. Francisci, Tercienregel —, s. Brüder. S. Franciscus 149. Francksteyn = Frankenstein. Franco 21. Franken, Land [auch = Ostfranken] u. Volk 21. 27. 31. 33. 35. 40. 43. 55 (Deutsche Franken). 56. 59. 65. 69. 169 —171. 178. 181. 185. 223. 238. 263. 290. 342. 366. 368. 381. 389. 391. 402. 436. 449. — Herzogtum 128. — Herzöge in: Hz. 68; Konrad 70 s. Thüringen (Herzöge). — Hz. Konrad v. 82. 369; vgl. Rom. Reich: Konrad II. — Gisila s. Rom. Reich. Frankenau in der Buchen 389. Frankenau in Hessen (bei Frankenberg) 31. 364. 385. 389. 395. 396. 456. Frankenbach 31. 364. 389. Frankenberg 31. 215. 229. 234. 241. 244. 245. 249. 259. 264—267. 270. 271. 273. 284. 285. 288. 289. 300. 302. 303. 305. 307. 325. 331. 364. 379—400. 402—453- 4SS—474^ 477 —479; die von Fr. 271. 284. 285. 300. 302. 382—385. 392. 409. 411. 413—417. 420. 422. 427. 428. 434- 437 — 440. 446—448. 450—455. 460. 463. 465. 466. 472—474. 477; die Bürger 249. 265—267. 270. 271. 380. 382. 383. 387. 388. 404. 411. 418—421. 425. 428. 430. 434—439- 44 1 - 445- 45°—45 2 - 459- 4 6 °- 4 6 3- 465. 471. — Vgl. Altefeld, Aschraufe, Aue, Auler, Bcchtoldshain, Beringersdorf, Flutarke, Frankenholz, Frankenkirche, Froschpfuhl, Futterhof, Geismar, Georgen- berg, Gofsberg, Hart, Heimbach. Hohenberg, Ibenhausen, Königsgraben, Krannbäume, Lehmkaute, Lengel, Linne, Marburger Strafse, Nicolauswiese, Nutze, Osterna, Schleifhütten, Steddeberg, Teich, Teufelskeller, Waidland, Weinberg, Wickersdorf, Wog, Wogberg, Zidderbrücke u. a. — [Abgaben] 383. 407. 412. 417. 420—422. 428. 429. 433. 445. 457- — Ablafs (u. 1. Frauen) s. (hier unten) Kirchweihen. — Altstadt 265. 302. 382. 384. 429. 430. 436. 456—459. 462. 463. 467- 471- 477! 428 Anm. 16; die Altstädter 429. 438. — Amt 384. 409. 442. 464. — Amtknechle 450. 463. — Amtmänner 421. 434. 440. 442. 452. — Banner (banir) 384. 404. 447. 469. — Barfüfser-Terminei 425. — Baumeister u. 1. Frauen 380. 418. 443- 445- 4SI- 462. — Baumeister der Stadt 407 Anm. 2. — Beinhaus 381. 449/459. 468. — Bierschank 383—385. 421. 429. 444- 446. — Borne 382. 398. 399. 456. — — Aschenborn 398. 424; Ascherborn 399. — — Fleischborn 398. 399. — —. Grofser Born 398. 399. 424. 457- — — Marktborn 398. — — Steinborn 399. 425. — — Unterborn 398. — Brotbänkc 384. 424. 448. — Bürgermeister 445. 471; 448 Anm. 7 u. ö. — Bürgerschaftsrecht 383. 407. 421. — Burg, (Plan) auf der alten — 458- 459. 470; vgl. (hier unten) Schlofs- — Burgmannen 383. 398. 422. 425. 434- 451; 266 Anm. 14; 414 Anm. 4. — Burgsitze 284. 447. — Carmeliten-Terminei 425. — Einwart (eynwort) 385. 413. — Fleischbänke (-schern) 384. 398. 424- — Galgen s. (hier unten) Halsgericht. — Gassen 382. 398 — 400. 423. 424- 457-459- Register. 493 — Aschergasse 398. 39g. 457. 461 (strata cinerum). — Burgberg 397. 398. 4S7- 4&i (platea armigerorum). — Delebrücke 399. 424. 459. — Gadengasse 399. 400. 459. — Geismargasse = Aschergasse 399. — (auf der) Heide 396. 398—400.424. 4S8. 4S9- — Hepenberg 398. 424. 457- — Hinterberg 398. 457- 461 (posteriora). — Hintergasse 398. 424. 458. 461 (posteriora). — Hundgasse 398. 458. 461 (strata canum). — Leckerberg 398. 457. 461 (strata lenonum). — Linnergasse 398. 458. — Markt 398. 400. 419. 424. 458. 461 (platea dicta forum). — Mittelgasse 398—400. 419. 424. 449- 4S&. 457. 461 (strata media). — Pfaffenberg 398. 457. 461 (platea presbiterorum). — Reifgasse (Riffeg.) 399. 457- 461 (pruina satis). — Röddeuergasse 399. 457. Scheuergasse (Schureng., Schurg.) 399- 459- Schmiedegasse (Smiddeg.) 399. 424. 456. 457.461 (platea fabrorum). Staubegasse 399. 424. 457. 461 (strata pulverulenta). -- Steingasse 399. 424. 425. 457. 401 (strata lapidum). an der Strafse = Teichgasse 398. ■ Teichgasse 398. 458. 461 (strata Piscinae). ~~ Untergasse 398. 424. 458. 461 (strata infima). Gefangenstock 399; vgl. (hier unten) Türme. Geismarviertel 456; vgl. (hier unten) Stadtviertel. Glocken 302. 381. 424. 433. 434- 458. 460—462. 468. Graben vor dem Schlofs 267. 437. Hain, der 397. 418. 420. 428. Hainaer Hof 410. [Hainkirche :| Kapelle unter dem Hain 3^1. 426. 427. 431. 446; Kapelle der Neustädter 438; Kapelle S. Jo- hannis 458; Kirche 302. 382. 459. 46i. 462. ~" Hochaltar (u. 1. Frauen u. S. Jo- hannis d. Ev.) 381. 431. — Altar S. Antonius' 381. 431. ~ Altar S. Cyriaci (u. Mariae Magda- l^nae) 381. 427. Halsgericht 383. 404. 464. 467; drei Säulen 383. 404; alter Galgen 467; neuer Galgen 467; Hauptgericht, Rader 467; Neustädter Halsgericht 259- 385- 428. 434. 464. 465. 467. [angeblicher] Hammonstempel 379.392. Hauptgericht s. (hier oben) Halsgericht. Heidekirche 379. 399. 400. 410. 419. 459; Kapelle auf der Heide 381. 426. 431. 438. — Altar S. Margareten 380. 431. Heidepfuhl 400. Jahrmärkte 423. 435. Johannsherren 383. 443—445. Vgl. Wiesenfeld. Judenschule 385. 425. Kalandsbrüderschaft 380. 430; Ka- landsherren 441. Kaufmannschaft 383. 384. 422. 444. 445- Kirchhof s. (hier unten) Pfarrkirchhof. Kirchpfuhl 398. 400. 449. ■ Kirchweihen (Ablafs u. 1. Frauen, Kirch weihungen, Kirmessen) 379. 381. 384 403. 404. 418. 419. 423. 424. 426. 427.444. 446. 465. [470?]. 472. • Mägde u. 1. Frauen 459. S. Marien, alte Kirche (Kapelle) — ('zweite Kirche') 379. 403. 412. 414. 417. Mauern 265—267. 385. 396—399. 407. 412. 421. 428. 436. 437. 445. 458. 472. • S. Michaels u. S. Peters, |angebhche] Kirche — ('erste Kirche") 379. 392. 4°3- ■ Mühlen 420. Vgl. Obermühle, Pfefler- mühle, Teichmühle, Walkmühle, Wogmühle. Müller 383. 417. 420. Münze 383. 404. Neustadt 244. 259. 264. 265 302. 381. 382. 384. 385. 397- 4oo. 420. 428—430. 434. 436. 455. 456. 458. 459. 462—464. 471. 472. 477; die Neustädter 428. 437. 458. 467. Neustädter Halsgericht s. (hier oben) Halsgericht. — Kapelle s. (hier oben) Hainkirche. ■ — Rat s. (hier unten) Rat. Obergericht 383. 405. 411. Patrone 392. 403. 415. Pfarre 380. 420. 443. 458. 468. ■ Pfarrer 380. 444—446. 459. 4 02 - 4 6 7- 468; 414 Anm. 4. ■ Pfarrhof 398. 443. 444. Pfarrkirche u. 1. Frauen ('dritte Kirche') 273- 302. 379. 382. 403. 417 — 4'9- 429—433. 438. 440. 441. 444—446- 449. 458—462. 467—470. 472. 479. — Altäre 380. 430. 444. 446. 461. • — Hochaltar 380. 433. 44 1 - 44 6 - ■ — Altar S. Annen (in der Gerkammer) 380. 432. 467. 469. 479. 494 Register. - — Altar (S. Philipps u. S. Jacobs u.) S. Barbaren 380. 430. 431. - — Altar S. Elisabeths 3S0. 381. 431. 470. - — Altar u. 1. Frauen conceptionis 380. 431. ------Altar S. Jacobs d. Gr. 380. 381. 432- 47°- - — Altar S. Katharinen 380. 431. - — Altar des h. Kreuzes 380. 403. 431. ■ — Altar S. Nicolaus' 380. 431. -----Altar S. Sebastians 380. 432. - — Altar S. Simons u. S. Juden 380. 431- - — Chor 449. 458. 461. 462. - —. Chorgestühl 381. 462. - — Chorturm 44g. 458. - — Gerkammer 433. 467. 469. 479 (armarium). - — Grofser Turm 458. - — Kapelle u. 1. Frauen 380. 443. 445. 458; 437 Anm. 7; 470 Anm. 5. ------Orgel 381. 438. 459. - — Tafeln S. Jacobs u. S. Elisabeths 381. 470. -----Uhr (urtzouger) 381. 433. 459. ■ — [Wachs]bilder 381. 470. - Pfarrkirchhof (Kirchhof) 381. 39S. 400. 418. 424. 446. 459. 460. 466. Gitter (roiste, roeste) 381. 466. - Prediger-Terminei 415. ■ Räder s. (hier oben) Halsgericht. Rat 383. 414. 416. 422. 434. 460. 465. 471. 472; Ratsherren 477; Neustädter Rat 385. 428. • Rathaus, altes 384. 448; (neues) 384. 398. 448. 457. 461 (pretorium). - Schlofs 249. 266. 267. 382. 386. 389. 390. 397—399- 409. 4I3- 418—420- 425. 428. 430. 437. 458 (Burg). 464. 470; Kemmenate 267. 437. Schöffen 384. 407. 421. 422. 428. 434- 435- 44S- 47 1 - 477; 4M Anm. 4. Schule 398. 459; 474 Anm. 5. Schulmeister 459; 445 Anm. 5. Schultheifsen u. Richter 383. 406. 407 Schwert, eigenes 383. 404. Siegel 382. 383. 385. 404. 409. 416 428. 457. Spenden 'armer Leute' 380. 437. 44 469. Spital (S. Elisabeth) unter dem Hain 380. 419. 420. 458. 462 (xenotro phium). [Spitalkapelle :] Kirche 302. 382. [458] 459. 461. 462. Stadtviertel (firteile) 405; vgl. (hier oben) Geismarviertel. Steinbrücke 385. 400. Steinhaus 457. Steinwege 385. 400. 419. 424. Sustern, Convent der — unter der Regel S. Augustini 305. 380. 384. 465. 467. 468; Susterhaus 467. — Terminarier 380. 425. 426. 465. — Tore (Porten) 267. 382. 396. 397. 407. 412. 437. 458. 459- — — Ascherporte = Geismarporte 397- 399- — — Geismarporte 397. 399. 458. 464. 472. — — Gemeinporte = Teichporte 397- 398. — — Hainporte = Röddeneporte 397- — — Linnerporte 397—400. 472. — — Niederporte 458. — — Röddeneporte 397—400. 459. — — Teichporte 397. 398. 400. 424- 458. 472. — — Wasserporte 397. 399. 400. 459- — — äufserste Wasserporte 385. 472. — Türme 267. 382. 396. 397. 400. 407. 412. 421. 428. 437. — — Gefängnistürme (gefangintorne), grosfser u. kleiner 382. 397. 421. 428- — — Hochstock (Hoestock) 400. 472. — — Reifenstein (Riffensteyn) 399. — — neue Türme vor dem Schlofs (zwei) 267. 397. 437. — Warten 384. 409. Vgl. Altenwarte, Callo, Heimbach, Hohenberg, Neuenwarte. — Weingärten 385. 398. — Weinzapf 383. 412. 421. 444. — Wilhelmiten-Terminei 425. — Wochenmarkt 384. 424. 426. 435. —■ Zeichen (miracula) S. Marien 379. 4°3- 417. 419. — Zünfte 385. 434. 435; 428 Anm. 10. — — Bäcker 429 Anm. 5. — — Metzger 424. — — Wollenweber 385. 434. 435. Frankenberger Mafs 446. — Währung 444. Frankenberg [bei Helmers, SchlofsJ 345- Frankenborn 364. 389. Frankenburg 31. 364. 389. Frankeneck (-ecke) 31. 364. 389. Frankenfeld 364. 389. Frankenfels 31. 364. 389. Frankenhagen 31. 364. 389. Frankenhausen 31. 344. 364. 389. Frankenheim 31. 364. 389. Frankenholz, das, bei Frankenberg 385- 40t. Frankenkirche, die, bei Frankenberg 385- 400. 401. Frankenkirchen 31. 364. 389. Frankenphar 31. 364. 389. Frankenrode 364. 389. Frankenstadt 364. 389. Frankenstein a. d. Bergstrafse, Schlofs 3 1, 3&4- 389- Frankenstein bei Salzungen, Schlofs 33 389' Register. 495 — Herren v. 33. 93. 212. [345]. Wappen 33. Prankenthal 31. 364. 389. Frankfurt 31. 208. 209. 224. [229]. 230. 251. 256, 271. 281. 282. 315. 3 r 6- 364. 389- 4ii- 4' 2 - 4 2 3- * rankreich (u. Fränkisches Reich) 3. 22. 26 - 2 7- 3 2 - 35- 39- 5 2 - 55- 57- 6i- 69. 70. 84. 110. 209. 234. 238. 247. 364—368. 381. 387—389. 391. 393- 395- 401. 425; Frankreichisches Land 366. 399. Vgl. Franken u. Welschland. "— Grafen in Fr. 84 s. Thüringen (Landgrafen): Ludwig, Hugo. Hz. Konrad in Fr. 70 s. Rom. Reich: Konrad I. "— Herzöge in Fr. (maior[es] domus re- g! ae ) 43- 57- 7°- 3°D- 393- - Karlmann 50. 51. 53. S4 . 56. 367. 386. "" Karolus Marcellus [statt Martellus] 43. 44- 46—S°- 54- S°. 366. 367. 381. 386. 393. 395. ~ Pippin d. Grobe (Pippinus grossus) 43. 366 (Pipinus). 393. Pippin Zwerg (Pippinus gnanus) 50. 5 2 —55. 367 (Pipinus). 395; Pipin,Hz. v - Lothringen 297; vgl. Könige. H Königreich 43. 55. 389. 393. - Könige v. Fr. (Frankreichische Könige, Herren) 22. 31—33. 41. 44. 51. 5 2 - 54. SS- 251.365- 367- 381. 383- 386. 3 S 9- 39 1 - 394- 399- 4°6. 43°; ihr Utalogus 31. 41. 44. 365. A ripertus 34. ~ Aniulphus 65. 66; vgl. Rom. Reich. Clodoaldus 32; seine Brüder 32. - ClodoveusII |= Chlodwig I] 24. 26; C1 - 364. 388. ~ Clodoveus III 41. 42; Cl. I 366. Clodoveus IV 41. 42; Cl. II 366. - Clodoveus V 42. 44; Cl. III 366. 367; [statt Dietrich V:] 50. - Dagobert 40. 41. 365. 366. 381. 386. 39o. 391. D 'etrich [I] 26—31. 364. 365- 387 —39o- _ PJ etrich II 3i. 34- 35-365. 389. 391- Uietnch [III] 38—40. 365; seine Kinder 39. 40. ~~ D'etrich IV 41. 42; D. III 366. ~ Dietrich V 44. 47-49. S ,; D. IV _ p, b ?; D. 394. Vgl. Clodoveus V. Guntramnus 34. Hildebert [I] 26. 32. 365. 388. ~ Hüdebert II 35. 36. 38; H. 365; seine em - 38. 39; seine Zuhälterin 38.39. 365- Hüdebert III 42; II. II 366. H ""derich II] 24. 364. Hildench II 41, 42; H. 366. — Hilderich [III] 54. ss . — Hüperich [I] 34—36. 39. 386. 390; seine Familie 34. — Hilperich II [43]. 44. 392. 393; H. 367- — Hugo, des Königs [Philipp I] Bruder 124. 125. — Karl d. Grofse (Karolus magnus) 16. 56—61. 297. 381. 383. 386. 396. 40t. 402; vgl. Rom. Reich. —■ Karl, Kg. Karls d. Gr. Sohn 60. 63. — [Karl VI] 279. — Karl VII s. Ludwig. — Lodomir 26. 32. 388. — Lotharius I 26. 28. 32 — 34; L. 364. 365. 388. — Lotharius II 35. 39. 40. 390; L. 1 365. — Lotharius III 41. 42; L. II 366. — Lotharius, Kg. Lotharius' III Sohn 41. — Lotharius IV 44; L. III 367. — Lotharius [irrig| 131. — Ludwig, Kg. Karls d. Gr. Sohn 60. 63; vgl. Rom. Reich: Ludwig I. — Ludwig IV, Kg. v. Fr. u. Fürst v. Aquitanien 369. — Ludwig [VII] 131; seine Gem. [Eleonore] 131. — S. Ludwig [IX] 220. — Ludwig [statt Karl VII] 292. — [Ludwig XI:] Künigssohn, gen. der Dalphin 292; Kg. 300. 452. — Pharamundus 22. 363. — [Philipp I] 124. — [Philipp II] 145. — Philipp [III] 223. — [Philipp IV] 234. — [Philipp VI] 279. — Pippin Zwerg 52. 55. 56. 381. 386. 395. 396; vgl. Herzöge. — Pippin, Kg. Karls d. Gr. Sohn 60. 63. — Sigibert [I] 34. 35- 365. 381- 386. 39°- 39i- — Sigibert [II] 41. — Theodebert I 28. 31. 32. 34. 35- 3&5- 389- 39'- — Theodebert [II] 34. — Theodebert III 38—40; Th. II 3^5; seine Kinder 39. 40. 365. — Wallewon 24. — Berga, Karls d. Gr. Tochter 60. — Bianca v. England 369. — Blitildis (Königin) 41. 366. — Brunichildis v. [Wisigoten u.] Hispanien 35- 38. 39. 46. 365. — Chrotildis, ChlodwigsITochter,s.Goten u. Thüringen. — Clotildis [v. Burgundienj 26. 32. — Fastradana, Fastrada (Königin) 60; ihre Töchter 60. — Fredegund(is), Zuhälterin 35. 36. 39. — Gilla, Karls d. Gr. Tochter 60. — Gisila, Ludwigs IV Tochter 369; vgl. Rom. Reich. 496 Register. — Gisilas Schwester 369; ihre Söhne 369. — Hildegard (Königin) 60. — Ingundis, Sigiberts I Tochter, s. Wisi- goten. — S. Radegundis v. Thüringen 28. 32. 33- 3°4- — Rotrudis, Karls d. Gr. Tochter 60. — Wasina (Basina), ehem. Thüringerkönigin 24. 364. Frankreichische 395. 400. Frankreichische Historie des Gregorius Turonensis 3. 30. 364. 389. Franzosen 22. 24. 39. Fratrum, Ordo — in communi viventium, s, Kogelbrüder. Frauenberg [bei Marburg], Schlofs 215. [Frauenjberg bei Sondershausen 71. Vgl. Jechaburg. U. Frauen Berg s. Erfurt. U. Frauen Brüder, Ordo —, s. Carmeliten. Fredegund s. Frankreich. Freidank (Fridanck), Arzt 251. Freising, B. [Sixtus] v. 308. Freyburg (Friburg) a. d. Unstrut 110. Friedewald (Fridewalde), Schlofs 301; Neubau 301. Friedrich s. Anhalt, Brandenburg, Braunschweig, Hessen, Mainz, Meifsen, Mym- megardefort, Oesterreich, Pfalz, Rom. Reich, Sachsen, Sachsen - Meifsen, Schwaben, Thüringen, Thüringen- Meifsen u. a. Friedrichroda 47. 123. 343. 344. 348. Friedrichsburg s. Neuschlofs. Friesland 39. 43. 56. 59- 3°S' 366. 390; Friesen (= Friesland) 70; die Friesen 64. 215; Friesländer 56. Friling, die, von Frankenberg 431. — Otto (Frilings), Priester 431. — Werner 431. Frisingen = Freising. Fritzlar 44. 52. 53. 57. 58. 106. 119. 200. 201. 225. 226. 255. 264. 282. 284. 360. 371. 382. 396. 406. 416. 417; die Bürger 58. 226. — Barfüfserkloster 360. — Frauenmünster 200 Anm. 6. — Fritzhoff [Friedhof] 44. — Gärten 226. — Gräben 200. 226. — S. Johann, Münster 201. — Kemmenate 200; Schlofs 231 Anm. 17. — Kirchen u. Stifte 200. 201. — Mühlen 200. — S. Peter, Benedictinerkloster 52. 200. — — Domherren-Stift 52. 200. — — Münster, Kirche 52. 53. 58. 119. 200. 396. — Steinbrücke 200. — Vorstadt 200. Fronhausen 330. Fronhofer (Fronhober), Philipp 316. Froschpfuhl, der alte, Stätte bei Frankenberg 472. [Frost] 290. 292. 385. 449. Vgl. Kalter Winter. Fruchtbare Jahre 215. Fürstenberg [in Schwaben], Grafen v.: — Heinrich 309. — Wolf 309. Fürstenberg [in Waldeck] 270. 382. 438. Fürstenstein, Schlofs 222. Fulda, Flufs 390. Fulda 54. 56. 70. 72. 158. 207. 359. 407. — Benedictinerkloster u. Kirche (Münster) 54. 72. 281. 359- — Stift 88. 90. 99, 258. 281. — Äbte v.: — Bertoldus [II] 224. — [Egbert] 87. — Erkinboldus 81; vgl. Mainz. — [Heinrich III] 148. — Heinrich V 233 Anm. 6. — [Heinrich VII] 258. — Hildebertus 71; vgl. Mainz. — [Johann II] 308. 454. — [Konrad III] 158. — Rabanus 63 ; vgl. Mainz. — Sigefridus 88; vgl. Mainz. — S. Sturmus 54. — [Widerad] 99. 100. Furra (Füre) 348. — Ritter, zu F. gesessen 348. Futterhof, der, bei Frankenberg 385. 400. Ct. Gaius = Julius cesar 10. Galenus u. sein Buch Von der menschlichen Natur 25. Galgenholz, Fritz, Kundschafter 286. Galienus s. Rom. Reich. Gansericus s. Wendeln. Gau, das 317. 473. Gebehart, Graf [v. Supplingenburg] 112. Gebeinhausen, Johann, Schultheifs zu Frankenberg 467 Anm. 4. Gebelnhufsen = Gieboldehausen. Gebichensteyn = Giebichenstein. Gederich [statt Dietrich] 328; seine Frau [Margarete] 328. Geismar bei Frankenberg 379 392 396. 397. 406. 408. 414. 415. 425. 43'■ 456. 464; vgl. 391 Anm. 17 (tilge 'das benachbarte'). — Judenhof 425. 431. — Kirche S. Martins 392. 414. 415. — Pastorei 379. 414. 4'S- — Gericht 245. [259]- 3^5- 4 28 - i434]- 445- — Schultheifs 464. Geismar [bei Fritzlar] 44. — Kirche S. Peters 44. Geismar in Hessen [= Hofgeismar ?] 230. Register. 497 Geismar [= Hofgeismar] 255. Geisnidda s. Gifsnich. Geifseler u. Geifselfahrt 252-255. 385. 432. Geists, Ordo des heiligen — [= Hospi- taliter] 360. Geistliches Recht (Gesetz,Geistliche Rechte) 20. 55. [80]. 108. 359. Geistmore, Geifsmor = Geismar 392. Geldern (Gelren), Land 300. 452. Gelnheym = Göllheim. [Gemeiner Friede] 310. (Gemeiner Pfennig] 311. Gemmingen s. Mainz: Uriel. Gemünden 436. Gent 65. Genua s. Janue. S. Georgen Banner 143. 145. S. Georgen, Ordo — 360. Georg s. Bayern, Henneberg, Pfalz, Sach- sen-Meifsen u. a. Georg von Nürnberg s. Alten. Georgenberg bei Frankenberg, Cistercien- ser-Nonnenklostcr 215. 234. 235. 302. 305. 379. 381. 400. 414. 418. 422. 426.444.464.467; 429 Anm. 8; die vom G. 379. 443. 465- — Altäre 381. 429. — Altar Aller Heiligen [429]. 431. - Altar S. Barbaren 381. 425. 426. — Altar S. Johanns u. S. Jacobs 429 Anm. 7. — Altar des h. Kreuzes 381. 425. 426. — Altar zur Not Gottes u. S. Annen 429 Anm. 7. — Neue Kapelle 381. 429. Mühle s. Obermühle. ' Äbtissinnen 444. Pröpste 414. Georgenthal, Kloster 130. Gera, Flufs 22. 26. 48. Gerau [= Grofs-Gerau] 258. Gereon [statt Gero], Gr. v. Sachsen 11S; seine Söhne 118. Gerhard s. Mainz u. a. Gerhard von Frankfurt 326 Anm. 10. Gerlach s. Mainz. Gerlach von Erfurtshausen 329; seine Grofsmutter [Irmentrud] 329. Gerlach von Leimsfekl, Provisor v. Heidau „ 2 7&. Germania = Deutschland 65. 406; Ger- mani 21. G ero s. Gereon. Geroltus s. Mainz. Gerstenberg, Wigand — gen. Boddenbenders, von Frankenberg, Priester 388. [459?]. 466. 467. 469. 470. [472?]. 478 (Doleatoris). 479 (Bodenbender); 'ich' 287. 288. 295-298. 388. 478. 479. ^erstungen a. d. Werra 104. 106. 113. 114- Gertrud s. Leimbach,Thiiringen,Ungarn u. a. Gertrud von Bleichenbach 328. Gertrud von Buttlar 327. Gertrud von Medebach 331. Gertrud von Unterrosphe 325. S. Gewere = S. Goar, Stadt 38. Gewilio s. Mainz. Giebichenstein a. d. Saale, Schlofs m. 117. 118. Gieboldehausen (Gebelnhufsen) 261. Giefsen 269. 479; 246 Anm. 1. — Amt 268. — Amtmann s. Schrautenbach. Gilbertus, Abt v. Reinhardsbrunn 124; vgl. Halberstadt. Gilla s. Frankreich, Normannen, Ungarn. Ginfsheyde [= Inheiden?) 323. Gint = Gent. Giselbert s. Lothringen. Giseler von Gotha, Müller 341. 342; seine Frau 341. 342; sein Sohn 341. 342. Gisila s. Rom. Reich, Schwaben. Gissen = Giefsen, Gifsnich [statt Gisnith = Geisnidda] 328. — Kirche S. Nicolaus' 328. Glarus (Glaris) 275. Gleiberg s. Glifsberg. Gleichen (Glichen) bei Göttingen, Schlösser 19. 295. — Altes Haus 295. — Neues Haus 295. Gleichen (Glichin) bei Mühlberg, Schlofs 19. 122. 123. 125. — Grafschaft 49. — Grafen v. ig. Vgl. Thüringen: Ernst, Lampert. _ Boos 86. — Ernst [d. Ä.] 275. — Ernst [d. J.] 275. — [Ernst?] 454. — Erwin 127. — Heinrich [v. Gl.] s. Weifsensee. — Ludwig 309. Glifsberg [= Gleiberg], Gr. Hermann v. 113. Glockemann, Matthaeus, Schulfheifs zu Frankenberg 448 Anm. 7 u. ö. Gmünder Chronik s. Schwabenchronik. S. Goar 37, 38; seine Legende s. Wandalbertus. S. Goar, Stadt 38. 247. — Benedictinerkloster 38. Godfrid(us) = Gottfried. S. Godhardus 84; seine Legende [von Wolfhere] 84. Godschalk von Eisenach 152. Göllheim 235. Görz, Grafen v.: — [Albert III] 227. 373. — [Elisabeth] v. Hessen 227. 373. Güttingen 19. 243. 256. 262. 360. — Paulinerkloster 360. Goifsberg — Gofsberg. 32 498 Register. Goldbach 342. [Goldene Bulle] 256. Goldenes Jahr 293. Gondobalt, Herzog 35. Gorge(-) = Georg(-). Gortze = Görz. Goseck s. Bontzig. Goslar 72. 102. 107. 148. Gofsberg, der, bei Frankenberg 385. 398. [400]. Gofspiteroda 347. Goten, die 54. 55. 64. — Könige der: — Amalaricus, Kg. Gothorum [27. 364]. 388. — Dietrich von Bern, Kg. der Goten oder [von] Lomparden 25. 26. — Chrotildis v. Frankreich 27. 364. 388; vgl. Thüringen (Könige). Gotha 49. 76. 86. 93. 154. 341. 343. 348. 349; die Bürger 348. — Dingstuhl 49. — Handwerke 348. — Rat 348. Gottfried s. Lothringen u. a. Gottfried von Medebach 331. Gottfried von Viterbo: Godfridus Pantheon u. seine Chronik [statt Godfr. u. s. Chr. Pantheon] 8. II. 79; Gotfridus de Viterbia [69]. 369. Goz (Goze), die, von Frankenberg 398. — Gerlach, Propst v. Georgenberg 425 Anm. 9. Gozberg = Gofsberg 398. Gozelo s. Lothringen. Gozprechterade = Gofspiteroda. Gräveneck, Schlofs 279. Grafschaft, Kloster 98. Grandimontensium, Ordo der Einsiedler gen. — 98. 359. Granus 16. Graschaff = Grafschaft. Graschaff, Heinrich, Schultheifs zu Frankenberg 450 Anm. 15. Grauer Ordo s. Cistercienser. Grebenecke = Gräveneck. Grebenstein 228. 244. 248. 249. 293. 373- — Schlofs (Haus) 248. 249. S. Gregorius [I] s. Rom. Stuhl; sein Buch der Zweirede, über Dialogorum 26. Gregorius s. Rom. Stuhl. Gregorius v. Tours s. Tours; seine Chronik s. Frankreichische Historie. Greifenstein (Grilfensteyn) bei Herborn, Schlösser 271. Griechen (Greken), Griechenland 8. 9. 56. 77. 368; die Griechen 60. 131. 291. Griechische Kaiser 61. — [Manuel|, Kg. der Griechen 131. — [Romanus] 77. — [Theophano] s. Rom. Reich. Griechen(land), Könige v. Syrien oder — s. Syrien. Griefstedt (Griffstedde) 201. — [Deutschordens-] Hof 201. Groitzsch (Grotzig), Schlofs 164. Groot (Groifs), Gerhardus 281. Groppe, R. Dietrich 162; seine Söhne 162. Grubenhagen, Schlols 296. Grofsenenglis s Englis, Grofs-Gerau s. Gerau. Grofs-Umstadt s. Umstadt. Grofs-Winternheim s. Winternheim. Grünberg (Grunenberg) 148. 241. 261.277. 314. 322. 323. 327. 360. 382. 405. 409. 426; 'Bramburg', Schlofs 144. — Kloster Ordens S. AnthongesfAntoniter] 360. — Barfüfserkloster 314; Obscrvantcn 314. Grumbach s. Gumbech u. Deutscher Orden. Gudenburg (tzwey Gudenberge), Schlösser 230, Gudensberg 61. 242. 243. 255. 275. 283. 428. 440. * — Schlofs 242. 283. — Hedwig [v. G.] s. Thüringen. Günstedt (Gunnestete) 342. Günthersleben (Gumh.) 19. Guillerinus [statt Guillermus = Wilhelm v. Malmesbury] 125. Gumbach [statt Grumbach], Gr. v. 132. S. Günther 80. Günther s. Rom. Reich u. a. Günther 19. Guntramnus s. Frankreich. Gutta = Jutta. Gymmingin = Gemmingen. H. Habitzheim, Schlofs 316. Habsburg, Grafen v. 224. — Rudolf 224; vgl. Rom. Reich. Hachborn, Prämonstratenserkloster 127. Hadamar (Hademar) 256. 264. — Tal 264; Gemeinde 264. Hagelstein [Meteorstein] 306. Ilaick, Ritter 30. 31. Haina, Cistercienserkloster 119. 132.160. 161. 224. 230. 233. 246. 294. 353— 355- 359- 379- 4°9- 4io. 416. 449; die von H. 410. 465; Mönche 354. — Backhaus 354. — Kirche 353 (Chor). 354 (Münster). — Spital 354- — Abt 207. — Backmeister 354. — Kellner s. Herlesheim. — Prior 354. 355. — Unterkcllner s. Linsingen. Hainbach s. Heimbach. Haistolfus s. Mainz. Halberstadt (Halverstad) 113, 126. Register. 499 — Bistum 61. — Bischöfe v.: — Bucco 101. 115. — Burckard 88. 90. — Gilbertus [irrig] B. v. II. 122—124; Abt v. Reinhardsbrunn 124. Haldensleben s. Hattislebcn. Haldessen (Halderfsen) bei Hofgeismar, Schlofs 255; 231 Anm. 17. Halle 82. Hallenberg (Halmb.) 300. 382. 413. 436. 450. 451; die vom H. 413. 450.451. Haiti, Gr. Philipp zum — [statt v. Hanau] 310. Hamburg 73. — Bistum 63. 64. Hammon, Abgott 379. 391. 392. Hammonhufsen [= Hemmenhausen, jetzt Louisendorf] bei Frankenberg 3S5. 392 (Anm. 3 irrig,). Hanau [, Grafschaft] 316. — Grafen v.: — Philipp [II zu Lichtenberg] 309; [=] Ph. 'zum Harn' 310; [der v] H. zu Babenhausen 316. — Reinhard [IV zu Münzenberg] 309. — Ulrich [= Herre U. V] 262. 436. — Elisabeth [v. H.] s. Katzenelnbogen. Hanibal s. Afrika. Hans s. Brandenburg, Pfalz u. a. Hanstein (Hanensteyn), Schlofs 97. Harburg (Horburg) [, Schlofs] 137. Hart (Haret), die, Berg bei Frankenberg tt a?1, 439 ' Hartmann von Griinebecke s. Hermann. Harto s. Sachsen. Harz, der 10. 19. 31. 132. Harzburg (Hartefsburg), Schlofs 96. 98. 101—105. 107. 108. III. — Kirche (Dom) 107. 108; Domherren- [Stift] I07 . üasenburg s. Asenburg. Hassia =- Hessen 12S. 177. 236. 296. Hasungen [= Burghasungen] 82. 121. Kloster (monster) Hasungen 82. [121]. "— Kirche ('S. Heimeradi') 82. Hattisleben [statt Haitisieben = Haldens- leben, Schlofs] 143. ™ to s- Mainz. Hatzfeld, Schlofs 272. 284. 3S2. 43S. 441. 447- - die v. 256. 258. 272. 279. [284J. 295. 434- 438; zu Wildenberg 295; Junker __ 434- 438. R. Guntram 272. "~ |Johann?] der Raue 290. Hatzfeldsche Fehde 382. jjauna, die v. 281. Hauneck, Schlofs 281. 301. 304. Hausen, v. " R. Ludwig 180. ~ R. Rudolf 180 Anm. 10. Ilautzheym = Habilzheim. Haymarus s. Podien. Hayto s. Mainz. Hedwig s. Thüringen u. a. Hedwig von Allertshausen 325. Hedwig von Biedenkopf 322. Hedwig [von Volprachteshusen] 331; ihr Sohn 331. Heidau (zu der Heide), Kloster 276. — Provisor s. Gerlach. Heide[kopf| (die Heyde), Berg bei Hallenberg 300. 382. 451. Heidelberg 270. 304. 314. 374. 471. 473. — Studium u. Hohe Schule 270. Heidenrich von Elbenhusen 326. 327. Heiligenberg bei Felsberg, der 144. 231. — Schlofs 144. 231. Heiliges Land 41. 58. 145. 220. Heilingen, R. Berld v. 1S0. Hedwig [statt Eilwip, von Limburg] 334. Heimbach [= Hainbach], Bach u. Stätte bei Frankenberg 450. — Warte auf dem H. 410. Heimburg s. Heunoburg. S. Heimeradus S2. Heinrich (Hinrieb, Hinricus) s. Anhalt, Bayern, Braunschweig, Emieben, Henne- berg, Hessen, Mainz, Mecklenburg, Pfalz, Rom. Reich, Sachsen, Sachsen- Meifsen, Schwaben, Thüringen, Worms u. a. Heinrich, Gr. v. Thüringen 101, Heinrich, Graf, [irrig] 121. Heinrich, Pfarrer v. Altenkirchen 329. Heinrich von Coblenz 325. Heinrich von Elbenhusen 326. 327. Heinrich von Fronhausen 330. Heinrich von Grünberg 322; Heinrich, sein Sohn 322. Heinrich, Walters Sohn, von Grüuberg 327. 328. Heinrich [Mancho] von Marburg 321. Heinrich von Marburg 330. Heinrich [von Roermond], Cistercienser- mönch [zu Amelunxborn] 335 Anm. 2. Heinrich von Unterrosphe 325. Heifser Sommer 301. Heldburg (Hilporg) 349. Heldrastein (Heldersteyn), [irrig] Schlofs 211. 212. Heldrungen, Herre Hermann v. 180. Helfenberg (Helffinb), Schlofs 230. — R. Eckard v. 239. 425. — Johann v., Amtmann zu Frankenberg 434 Anm. 12 u. 13; 440 Anm - 6 - Helfenstein (Helffmsteyn), Herre v. 262. 43°- Heli (Hely), Priester 55. Helinandus iS. Melius s. Rom. Reich. Hellegreffe, von Eisenach 151. Heltsteyn s. Mädelstein. 32* 500 Register. Helyseus = Elisaeus. Hemmenhausen s. Hammonhufsen. Hengst s. Sachsen. Henneberg, Schlofs 24. 25. — Grafschaft 24. — Grafen v. 25. [223]. — Bertold V 223 Anm. 1. — [Bertold VII] 227. 373. — Bertold s. Mainz. — [Friedrich II zu Rümhild] 454. — Georg [, Komtur zu Mergentheim] 30S. ■— Heinrich [, Domherr zu Strafsburg] 308. — Hermann II 223 Anm. 1. — Otto [zu Römhild] 308. 313. — Poppo [I] 119; [=J Pippin 87, Pipin 37°- — Poppo (Boppo) [VII] 163. — Wilhelm [V zu Schleusingen] 308. 313. — Adelheid v. Hessen 227. 373. — Hildegard v. Thüringen 87. 370. — Jutta v. Thüringen, Witwe zu Meifsen 163. 164; vgl. Meifsen. Hennegau s. Berg. Herborn 242. 271. 286. Heremiten, Heremitarum ordo s. Augustiner. Heresburg [Marsberg], Schlofs 57. Heribertus s. Cöln. Herigerus s. Mainz. Hering s. Otzberg. Herlesheim (Hirlefsheym), die v. 160. — R. Konrad [d. Ä.] 160. 161. 354. — R. u. Bruder Konrad, Mönch zu Haina 160. 161. 224. 233. 3S3—355- 379- 410. 416; Kellner 354 Anm. 6; seine Legende [161]. 233. 353—355- — Hedwig 160. 161. 354. Hermann s. Bamberg, Cöln, Hessen, Metz, Sachsen, Schwaben, Thüringen 11. a. Hermann, Gr. v. Sachsen 115. Hermann von Breydenbach 322. Hermann von Buseck 329. 330. Hermannus Januensis u. seine Chronik [Flores lemporum] 3. 16. 25. 51. 54. 57. 61. 65. 67 — 70. 76. 77. 79. 84. 88. 149. 368.407; 'Bischof Hermann' 368. Hermann v. Nordhausen 341. Piermann [statt Hartmann, vonGrünebecke] 334; sein Vater 334; sein Vaterbruder [Dietmar] 334. Hermannstein bei Wetzlar, Schlofs 154. — Amt 268. Hermensul, Abgott 57. 401. Ilermifrid s. Thüringen (Könige). Herminigildis s. Wisigoten. Herodes s. Juden. Hersfeld 52. 53. 5S. 60. 103. 106. 264. 346. — Benedictinerklosleru. Kirche (Münster) 52. 86. — Stift 52. 88. 90. 99. in. — Äbte v.: Abt 76. — Bardo 84 ; vgl. Mainz. — [Hartwig] 99. 100. 106. — [Ludwig I] 158. — Meynherus 88. — [Siegfried] 148. Hersfelder Chronik (Chr. von Hersfeld) [== Lampert, Institutio Herveldensis ecclesiae] 3. 87. 96. Hertingshausen, die v. 277. 442. Herzberg, Schlofs 263. 264. Hesselrode 19. Hessen, Land [auch = Niederhessen] u. Volk 1. 3. 4. 11. 22. 23. 28. 31. 33—36. 38. 39. 43. 44. 50. 51. 56. 57. 61. 66. 68. 70. 76. 85. 86. 118. 119. 127—129. 135. 138. 139. 143. 144. 146. 148. 154. 157. 160. 162. 169. 171. 176—178. 189. 207. 211 —214. 217—226. 228. 230—234. 236. 238 — 240. 242—247. 249. 256. 258 — 260. 262 — 266. 270. 272—277. 280. 284. 287. 290. 295. 296. 298. 305. 311. 312. 315. 321. 335. 363 —368. 370. 372—374. 3S1. 383. 384. 386—390. 392—396. 404—410. 413. 416. 417. 419. 420. 423. 424. 427. 434. 436. 438. 439. 441. 442. 444. 446. 448—452. 455. 458. 463. 468. 47i- 473- — Vgl. Lahn (Land); Niederhessen; Thüringen-Hessen: Fürsten, Grafen, Herzogtum, Königreich, Landgrafen. — Fürstentum 4. 129. 207. 209. 226. 239. 240. 245. 269. 294. 299. 315. 373- 375- 383. 387- 4°9- 4'3- 4'7- 420. 434. 444. 448/463. 468. 471. — Fürsten v. 177 (prineeps Hassiae); [229 Fürsten des Reichs]; 240; 258 (Landesfürst); 287; 417 (Landfürst); 418. 430. 448. Vgl. (hier unten) Landgrafen. — Grafschaft 4. 129. 209. 3S3. 387. 409. — Gr. Konrad v. 368 s. Thüringen-Hessen (Herzogtum). — Plerrschaft 135. 383. 387. 409 413. — Herzogtum 383. — Landgrafschaft 383. 387. — Landgrafen v. 1. 2; 128 (comes pro- vinciae Hassiae); 211. 218; 236 (lant- gravius); 240. 245. 282. 295—297. 307. 384. 415. 418. 457. 469; Herren des Landes, Landherren 236 (dominus terrae Hassiae); 240. 249. 383; Herzöge aus Brabant 297. Vgl. (hier oben) Fürsten. — Titel: Herre 240; Junker 241; Fürsten u. Herren 297. — Wappen 218. Banner 144. 311.312. — Friedrich, Heinrichs III Sohn 298. 374. — Friedrich, Hermanns II Sohn 273. 281. 374- Register. 501 - Friedrich, Ludwigs III Sohn 288. 289. 374; 449 Anm. 16. - Heinrich I, das Kind zu Hessen, filius natae S. Elisabeth, Hz. v. Brabant, Fürst 212 — 214. 216—218. 220—234. 236. 242. 248. 272. 297. 307. 372. 373. 382-384- 4I3-423- 427- 433- 469; 414 Anm. 4; vgl. Brabant. — Kinder 227. 232. 234. 237. Töchter 227. 373; vgl. hier unten, bes, Elisabeth. — Siegel 236. - Heinrich II, d. Eiserne (243) oder d. Milde (429), abnepos S.Elisabeth, Lgr. u. Ilerre Hessenlandes, Fürst 237. 243 — 251. 255. 256. 258—262. 264. 266 -269 373. 382. 384. 427—430 43 2 -437- 464—4 6 &; 420 Anm. 5. — Kinder 244. Heinrich III, Gr. zu Ziegenhain u. Nidda, Fürst 288. 289. 292. 294. 295. 29S-305. 315. 374. 382. 384. 449 —455- 4DO. 462. 463; 457 Anm. 3; Vormünder 301. — Kinder 299. Heinrich, Heinrichs I Sohn 222. 373; 232 Anmn; 233 Anmn. • Heinrich, Heinrichs III Sohn 298. 374. ■ Heinrich, Hermanns II Sohn 273. 374. Hermann I, abnepos S. Elisabeth 237. 244. 248. 249. 373. ■ Hermann II, atnepos S. Elisabeth, Domherr zu Magdeburg, Fürst [H. I] 244. 259—278. 280—285 288. 373. 374. 382. 384. 433. 436—446. — Kinder 2 73- ' Hermann III, Gr. zu Ziegenhain u. Nidda, Domherr zu Mainz u. Cb'ln, [Erwählter] v. Hildesheim, EB. V. Cöln |, Kurfürst], Vormünder zu Hessen 288. 289. 298. 299. 304. 308, 311. 3'8- 374. 382. 384. 455. 456. 463. 4 D 5'> 449 Anm. 16. Hermann, Hermanns II Sohn 273. 374. Johann I, pronepos S. Elisabeth, Fürst 226. 232. 237. 239. 242. 245. 373. Ludwig I, pronepos S. Elisabeth, Scho- lasticus zu Mainz, B. v. Münster 226. 237- 239. 240. 248. 249. 373. Ludwig II, abnepos S. Elisabeth 237. 2 44- 248—250. 259. 262. 373. — Kinder 244. Ludwig Hij prineeps pacis, trinepos S. Elisabeth, Fürst [L. 1], Gr. zu Ziegenhain u. Nidda 273 282. 285—299. 374- 382. 384. 448 — 450. 470; 419 Anm. 1. _ Kinder 288. Ludwig IV, Gr. zu Ziegenhain u. Nidda, Fürst [L. II] 288. 289. 294. 2 95- 298. 299 301. 304. 315. 374. 382. 384. 449-452. — Kinder 298. 299. Ludwig, Heinrichs III Sohn 298. 299. 3°3- 374- — Otto I, pronepos S. Elisabeth, Lgr. u. Herre Hessenlandes, Fürst 222. 232 —234-237-239 — 243. 373.425—428; 269 Anm. 1. — Kinder 237. 240. — Siegel 240. — Otto II, abnepos S. Elisabeth, EB. v. Magdeburg, (373) Primas in Deutschland 237. 238. 243. 244. 248. 249. 373- — Otto III, atnepos S. Elisabeth 243. 249 (Fürst). 258. 259. 373. 430; 420 Anm. 5. — Otto, Ludwigs II Sohn 244. 373. — Philipp, Wilhelms d. M. Sohn 305. 3>7- 375- — Wilhelm d. Ältere [I], Gr. zu Ziegenhain u. Nidda, Fürst 298. 304. 305. 318. 374. — Kinder 305. — Wilhelm d. Mittlere [II], d. Reiche (375), Gr. zu Ziegenhain u, Nidda, Fürst 298. 305. 308. 311. 312. 314 —3 lS - 374 375- 385- 471 (Gr. z» Katzenelnbogen, Diez, Z. u. N.). 473; 313 Anm. 11. — Kinder 305. — Wilhelm d. Jüngere [III |, Gr. zu Ziegenhain u. Nidda, Fürst 298. 301. 304—30S. 311. 312. 314. 315 374. 381. 382. 384. 463. 465. 466 469 —471 (471 Gr. zu Katzenelnbogen etc.). 478; 313 Anm. 11. — Wilhelm, Wilhelms d. M. Sohn 305. 37S- — Adelheid |d. Ä.] v. Braunschweig 220. 222. 226 227. 372. 373. — Adelheid [d. J.] v. Braunschweig 232. 237- 2 39- 373- — Adelheid v. Ravcnsberg 232. 237. 24°- 373- — Adelheid, Heinrichs I Tochter, s. Henneberg. — Adelheid, Heinrichs II Tochter, s. Polen. — Agnes, Heinrichs I Tochter, s. Nürnberg. — Agnes, Hermanns II Tochter, s. Braunschweig. — Agnes, Ludwigs II Tochter, Äbtissin v. S. Katharina zu Eisenach 373. — Anna v. Braunschweig (u. Lüneburg) 304- 374- — Anna v. Katzenelnbogen (u. Diez) 292. 294. 295. 29S. 299. 301. 302. 307- 374- — Anna, (Herzogin) v. Mecklenburg, (479) Frau zu Hessen 305. 315. 3 ! 7- 375. 479. — Anna v. (Thüringen, Meifsen u.) Sachsen 288—290. 293. 300. 374 (v. S., Th. u. M.). — Anna, Hermanns II Tochter 273. 374. — Anna, Ludwigs IV Tochter 295. 298. 374- 502 Register. — Anna, Wilhelms d. Ä. Tochter 305. 374- — Elisabeth v. Clevc 249. 266. 373. 384. 430. 436. — Elisabeth v. d. Pfalz (, Herzogin v. Bayern) 304-306. 314. 315. 374. 471- 473- — Elisabeth v. Thüringen u. Mcifscn 243. 244. 250. 261. 373. — [Elisabeth d. Ä.], Heinrichs 1 Tochter, s. Sayn. — [Elisabeth d. J.], Heinrichs 1 Tochter, s. Görz. — [Elizabeth], Heinrichs I |statt Johanns] Tochter, s. Ochsenstein. — Elisabeth, Heinrichs II Tochter, s. Braunschweig. — Elisabeth, Heinrichs III Tochter, s. Nassau. — Elisabeth, Hermanns II Tochter 273. 374- — Elisabeth, Ludwigs III Tochter, s. Nassau. — Elisabeth, Wilhelms d. Ä. Tochter 305. 374- — Elisabeth, Wilhelms d. M. Tochter 3°5- 315- 375- — Elisabeth [statt Johanna] v. Nassau (u. Saarbrücken) 25g. 273. 373. — Elisabeth [statt Mechtild], Heinrichs I Tochter, s. Ziegenhain, — Jolanda (, Königin v. Jerusalem u. Sicilien, Herzogin) v. Lothringen 305. 314- 3'S- 375- — Jutta, Heinrichs II Tochter 243. 373. — Katharina, Wilhelms d. Ä. Tochter 305- 374- — Magdalena, Wilhelms d. M. Tochter 305- 315- 375- -— Margarete v. Nürnberg 273. 274. 276. 278. 281—283. 373- 44°- 446- — Margarete, Hermanns II Tochter, s. Braunschweig. — Margarete [statt Elisabeth] v. Spon- heim 244. 373. — Mechtild v. Cleve 226. 227. 237. 37 2 - 373- — Mechtild v. Württemberg 295. 298. 299- 374- — Mechtild, Heinrichs III Tochter, s. Cleve. — Mechtild [d. Ä.J, Wilhelms d. Ä. Tochter 305. 374. — Mechtild [d. J.j, Wilhelms d. Ä. Tochter 305. 374. — Sophia, Heinrichs I Tochter, s.Waldeck. Hessen, Mark 87. 92. 383. 387. 408; = Land an der Lahn 408; Markgrafschaft 409. — Mkgr. Otto v. 87. 370. 405. 408 s. Thüringen (Landgrafen). Hessenchronik (Chr. der Hessen, von H.) 3. 227. 244. 245. 25S. 259. 264. 269- 273-275. 281. 427. Hessenwalt, der [, Schlofs] 269. Hessische Bruderfehde 295.(301]. 382.452. — Hofmeister s. Ricdescl, Wolfershausen. — Kanzler s, Hollouch, Shilling, Stein. — Landgräfliche 256. 268. 269. 271 — 273. 284. 286. 302. 436. 452. — Landsteuer 382. 473. — Landtage 213. 413; 477 Anm. 2. — Marschalle s. Meysenbug, Schcnck. — Städte 213. 226. 248. 265. 266. 413. — Statthalter 463. 465. Hcssus, Eobanus 472 Anm. 1; 473 Anm. 18. Hettzcl 19. Heltzelradc = Hesselrode. Hcunoburg [= Heimburg bei Blanken- burg], Schlofs 98. 104. Heyd-, Heyl-, Hcym- = Heid-, Heil-, Heim-, Heynchin = Immichcnhain. Heyne =1 Haina. Hczel s. Hildesheim. Hicrcmias = Jeremias. S. Hieronymus u. sein Buch der Altväter (Vitae Patrum) 2 20. Hieronymus von Prag 280. Hildebert s. Frankreich, Mainz. Hildebrandus s. Rom. Stuhl: Grcgorius Vll. |S.] Hildegard 133. Hildegard s. Frankreich, Henneberg. Hildegund von Grünberg 322; ihre Mutter [Irmentrud] 322. Hildegund von Marburg 330. Hildegund von Wetzlar 329; ihr Sohn 329. Hilderich s. Frankreich. Hildesheim, Bistum 63." 81. 289; 335 Anm. 2. — Bischöfe v.: ■— Hezel 99. 101; [H.] 114 — Konrad [II] 179. Hilgart = Hildegard, llilperich s. Frankreich. Hilporg = Heldburg. Ilimmelgot, Irmcngard, von Ebenheim 350. Ilirlefsheym = llcrlesheim. Hirsau s. Ursania. Hirschsprung, der 306. Hirsfelt = Hersfeld. Hispanien 10. 11. 20. 62. 63. — Botschaft von 310. — Könige v. 35. 38 s. Wisigoten. Hittenberg = Hüttenberg. Höchst (Hoeste), Schlofs u. Stadt 256. Höhe (Hoe), die [= Taunus] 281. Hoelynden, Holraden = Hollenden. Hönscheid (Hoenschcit), Kreuzbrüderkloster 360. Hoensteyn = Hohnstein. Hörsei, Flufs 92. 98. 152. Ilörselberg, der 74. Hörseigau 342. 345. Register. 503 Schlösser Frankcn- 260. 3°9- — R. Herwig v. 211. Vgl. Isentrud. Hofgeismar s. Geismar. Hofhausen (Hoffhufsiri) 345. Hohenberg (Hoenb.), der, bei Franken berg 436. — Warte H. 410. Hohenfels (tzwey Hoenfelschc 230. — Widekind v., Amtmann z berg 434 Anm. 12. Hohenlohe (Hoenloch), Grafen v. — Johann 309 — Kraft 309. [Anna] s. Nassau. Hohensolms, Schlofs 258. Hohnstein. Schlofs 92. — Grafen v. 92. 370. — Ber 309; 'Gr. v. Ber' — Diether 275. ■— Elger 92. 370. ~ [Ernst] 454. — Heinrich 309. [312]. — Konrad 92. 110. 370. — Ulrich 275. Hoilzfeld, -feit = Hatzfeld. Holland 238. — Gr. Wilhelm v. 212; vgl. Rom. Reich. Hollenden (Hoelynden, Holinden), Schlofs zwischen Wetter u. Biedenkopf 214.215. Hollauch (Hollouch), Tilemami (Tilman), Kanzler, u. sein Register 293. 295. 296. Holstein s. Elsafs. Holzhausen im Gericht Dautphe 450. Holzhausen bei Frankenberg [= Dörn- holzhausenf] 464. Holzhausen bei Gudensberg 224 Anm. 1; [334] Vgl. Dietrich. Holzhausen [in Thüringen] 345. Homberg (Homborg, Homburg) a. d. Ohm 234. 248. 249; [a. d. O.PJ 2S0. 373- Homberg [statt Mittelhausen] 212. Homburck [statt Mehrenberg], Herre Hart- mud [statt Hartrad] v. 157. Homburg bei Salza, Kloster (Münster) 61. Honorius s. Rom. Stuhl. Honorius 70. Hopfgarten, Dorf 343. Horburg = Harburg. Horle, Jacob, von Frankenberg, Schulmeister 472 Anm. 1. Horner, die 270. 438; Gesellen von dem Home 270. 438. 440; ihr Bund u. Gesellschaft 270. 438. Hornerfehde 382. Horsel(-) = Hörsel(-). Horst s. Sachsen. Hospitalitcr s. (Orden d. h.) Geists. Hofs, Heinrich, Rentmeister zu Frankenberg 469 Anm. 1. Huck, Hugo s. Thüringen u. a. Huck, Heinrich, Burgmann zu Frankenberg 457 Anm. 3. Hülfensberg (S. Hülfen Berg) bei Wan- fried, Kirche 45. Huen [= Burghaun?], Schlofs 242. — Brücke dabei 242. Huen, Johann, von Frankenberg 473 Anm. 17. Hünfeld (Hunefelt) 258. — Schlofs [irrig] 258. Hüttenberg, Gericht im 268. Hunde, die, Ritterschaft 256. Hunecke = Hauneck. Hünen = Hauna. Hünen, die 25. 34. 35. 46. 47. 65 — 67. 365. 367. 368. 381. 391. — Könige der: — Attila 25. — Cacanus 35. Hunenburgen 34. 391. Hunerich s. Wendeln. Hungersnot] 63. 175. 238. 239. Hursel- = Hörsei-. Hus, Johannes 281; Hussiten s. Böhmen. Hülsen = Hausen. Hustener, Mathias, von Frankenberg 469 Anm. 10. — Gertrud s. Jude. J. Jacob s. Janue jacobiten, die 291. S. Jacobs Berg s. Mainz. Janue [= Genua], B. Jacob v. — gen. von Voragine [= Varazzc] 321. Vgl. Lombard ca (historia). Januensis s. Hermannus. Ibenhausen (Ybenhufsen) bei Frankenberg 447- Ichtershausen, Kloster 132. Jechaburg (Jecheb.) 49. — Geistlicher Stuhl 49. — Schlofs [auf dem Frauenberg] 65. Vgl. Frauenberg. — Schlofs-Kirche u. 1. Frauen 65. Jena 346. Jeremias (u. sein Buch) Thrcnorum 466. Jerusalem 9. 10. 17. 18. 41. 58. 81. 125. 127. 129. 132. 143. [145]. 182. 186. 252. 290. 386. 410. — Heiliges Grab 41. 58. 81. 125. 127. 145. 410. —. Heiliges Kreuz 41. — Spital 129. Vgl. S. Johanns Orden. — Tempel 127. — Könige v. (Deutsche) 125. — Balduinus 125; vgl. Lothringen. — Gottfried 125; vgl. Lothringen. — Jolanda s. Lothringen. — j Isabella] s. Rom. Reich. — Patriarchen v.: — Albertus 149. — [Gcroldus] 181. [203]. 204. 504 Register. Jesus (Christus) 15. 17, 79. 87. 182. 198. 208. 254. 353- 359- 41*- 4'3- 4i5- 427 u. sonst; seine 12 Apostel 98. 359; seine 72 Jünger 359. Iheronimus = Hieronymus. Ileburg = Eilenburg. Ilfeld 92. — Münster 92. Ilia s. Orleans. Ilm (Ylmena), Flufs 49. Ilmenau (Ilmena) 341. Immenhausen 228. 274. 440. Immet s. Paderborn. Immichenhain (Ymmichenbayn, zum Heyn- chin), Kloster 143. 314. Indien 6. 10. — Kg. Porus v. 6. Ingelnheym = Nieder-Ingelhehn. Vgl. Ober-Ingelheim. Ingersleben (Ingirfsleiben) 343. Ingundis s. Wisigoten. S. Innocencia 63. Innocencius s. Rom. Stuhl. Vgl. Geistliches Recht. Inselsberg, der: Eselberg 92; Emfsberg IS9- Joachim, Abt 145. Joathan s. Juden. S. Johannes u. sein Evangelium 120. 155. S. Johannes [d. Märtyrer] 21. S. Johanns d. T., Orden — des Spitals (Hospitals) zu Jerusalem 129. 146. 2 35- 3 DO - 4 2 5> d es Hauses zu Rhodus 443- — Hoher Meister [statt Meister in Deutschland, Gr. Rudolf v. WerdenbergJ 310. Johann(es) s. Cleve, Hessen, Mainz, Merseburg, Nürnberg, Rom. Stuhl, Trier u.a. Johannes aus England s. Rom. Stuhl. Johannes [Messerer], Episcopus Lavaccnsis, Mainzer Suffraganeus 426. Johannes de Temporibus 130. Johann [von Wolfhagen] 334. Jolanda s. Hessen. Jordan, Flufs 182. Jordan(us) [von Osnabrück], Meister, u. seine Chronik 3. 11. 22. 24. 363. 364. Jordan von Vacha 330. Josephus 3. 17. Iring, Ritter 28—31. Irmengard s. Mansfeld u. a. Irmengard 172. 185; 192 Anm. 3; vgl. S. Elisabeths Dienstjungfraucn. Irmengard von Altenkirchen 32g. Irmentrud von Grünberg 327. 328. Irmentrud von Unterrosphe 325. Isenburg, Herren v.: •—■ 'Grafen' 262. — 'Graf Johann [I] zu Büdingen 262; Herre Johann v. Is. 270; der v. Is. 436. — [-Büdingen], Grafen v.: — |Gr.] Dicther s. Mainz. — Gr. Johann 310. — [Gr. Ludwig] (der v. Is.) 316. — Gr. Philipp 310. Isentrud von Eudorf 324. Isentrud [v. Hörseigau], Seil wester der Jutta 160. 172. 184. 185. 192. 194. 195; vgl. S. Elisabeths Dienstjungfrauen. Isentrud von Slissenrade 325. Isentrud von Zeppenfeld 332. Israel, Volk — 5. 45. Vgl. Juden. Istrien s. Kärnten. Italien 34. 115. Itter, Schlofs 256. 382. 432. — Herrschaft 256. 432. — Herren v. 256. 432. — Adolf u. sein Sohn 256 Anm. 14. — Heinemann III 256 Anm. 15. — Heinrich 256 Anm. 15. Juba 11. Judas Machabacus 9; seine Brüder 9. Jude (Juden), die, von Frankenberg 380. — Jacob [380]; 469 Anm. 10 u. 12. — Johann (Hen) 451. — Johann, Altarist 462. — Gertrud [Huslener] 380. 469. Juden, die 5. 9. 10. 17. 18 u. sonst. Vgl. Israel. — Könige der: — S. David, Kg. u. Prophet 9. 17. 26. 42. 55. 79. 120. 223. 282, 302. — Herodes, Tetrarcha 2. 413. — Joathan 386. — Saul 55. Judenfbrand] 233. 234. 251. 385. 424. 425. 431. Jüdisches Land 5; Jüdischland 3S6. Jülich (Julche) 11. — Herzogtum 11. — Hz. Wilhelm [IV] v. 30S. Juliaca = Jülich 11. Julianus s. Rom. Reich. Juliburg = Eilenburg 10. Julius s. Rom. Reich. Jupiter, Abgott 44. 58. 402. [S.J Justina 25. Justinus u. seine Bücher aus (über) Trogus Pompeius 3. 6. 7. 13. 387. Jutta s. Böhmen, Henneberg, Hessen, Meifsen, Thüringen. Jutta [= Guda], Schwester der Isentrud 172 (Gutta). 185. 189. 190. 194. 195; vgl. S. Elisabeths Dienstjungfrauen. Jutta 327. Jutta von Biedenkopf 322. Jutta von Dcntzenrode 322. K. Käfernburg, Grafschaft 49. 129; Gericht 212. Register. 505 — Grafen v. 19. 12g. 130. 212.- Vgl. Thüringen: Sizzo. — Günther 86. — Hugo d. Alte 47. Kärnten (Carenthien, Carinlhien; 151 C. = Kernthen): — Hz. Bertold v. 102—104. 11S. — [statt Istrien], Markgrafen v.: — Hz. [Mkgr. Bertold] 151. — [Egbert] s. Bamberg. — Mkgr. Ulrich 91. — Gertrud s. Ungarn. — [Mechtild], Äbtissin zu Kitzingen 185. — [Sophia] v. Ungarn 91. Kahlenberg (Kalnberg), Schlofs 212. Kaiser, Kaisertum s. Rom. Reich. Kalb = Calw. Kaldenburg [statt Kaltenborn] 92. — Münster 92. Kalkenrück (Kalckenrucke), Schlofs 179. Kalter Winter 290.303.306.460. Vgl. Frost. Kammergericht 310. Karl (Carolus, Karolus, Karlo) s. Frankreich, Mainz, Rom. Reich. Karlmann (Karloman, Karoloman, Karolo- mannus) s. Frankreich (Herzöge). Karlskirchen bei Gudensberg 61. [222]. 224. 416. — Kirche 61 (Münster). 406 (Karolusk.). Karlstadt in Franken 65. Karolus Marccllus s. Frankreich (Herzöge). Kartäuser (Carthuser, Cartuser), Ordo der — gen. Cartusiensium 119. 359. Karthause (Carthuse), die [, Kartäuserkloster] 298; die Carthuser vom Ab- tenberge [= Eppenberg] 294 Anm. 1. ~ Jungfrauen[kloster Eppenberg]Prämon- stratenserordens 298 (Anm. 2 tilge 'Augustiner'). Katharina s. Hessen. Katlcnburg, Gr. Dietrich v. 115. Katterfcld (Katerfeit) bei Reinhardsbrunn 86. Katzenelnbogen, Grafschaft 211. 224. 278. 3I2 - 375- 384. 462; Alt-Katz. 224. 225. 278; Neu-Katz. 224. 225. 278. Grafen v. 211. 267. 282. 304. 436; v gl. Hessen. Wappen 224. 225. — Diether [III] (v. Alt-Katz.) 212.219.224. — Diether IV 224 Anm. 17. — Diether [VI] 262 (Anm. 14 lies VI). 264. 279. — Eberhard I s. Wilhelm. — Eberhard [VJ (v. Alt-Katz.) 257. 262. 26 4- 267. 268; [statt Wilhelm II:] 258; vgl. Wilhelm II. — Johann [III] (v. Neu-Katz.) 278. 279. — Philipp [i] d. Alte (v. Katz. u. Diez) 282. 289. 294. 295. 304. 454. 462. ~~ Philipp [ii] d jüngere 289. 295. — Wilhelm [statt Eberhard 1] (v. Neu- Katz.) 224. — Wilhelm [1] 225. 247; 224 Anm. 17. — Wilhelm [II] 257. 262. 264. 267; [statt Eberhard V:] 257; vgl. Eberhard V; [W. II?] 436. — Adelheid v. Waldeck 247. — Agnes v. Diez 257. — Anna v. (Neu-)KaUenelnbogcn 278. — Anna v. Württemberg 289. 292. — Anna (v. K. u. Diez) s. Hessen. — Elisabeth v. Erbach [statt Hanau] 257. — Otilia v. Nassau 289. — Otilia [zu Baden] 289. Kaufungen, Kloster (Münster) 61.81.82.406. KelTernberg = Käfernburg. Kemsche [= Chiemsee], B. [Ludwig II] v. 308. Keseberg a. d. Eder, Schlofs 230. — Vogt v.: Widekind 414 Anm. 7. Kesterburg = Christenberg, Schlofs 43. 44. [379. 381]. 393- Ketzerei 203. 280. 281; Ketzerschulen 203. S. Kilianus 394; seine Legende 394. Kinderfwallfahrt] 299. Kirchberg a. d. Lahn 260. — Schlofs 260. Kirchberg (in Thüringen), Grafschaft 49. Kirchberg (Kirperg), Gr. [Friedrich] v. 144. Kirchelinge, der v. 49. Kirchhain 256. 271. 284. 382. 405. 438. 447- Kitzingen in Franken 185. 223. — Kloster 185. — Äbtissin s. Kärnten: Mechtild. Kleinenglis s. Englis. Kleintroja = Xanten 21. Klingenberg (Clyng.) am Main, Schlofs [u. Herrschaft] 307. Klingsor (Clyng., Ging.), Nigromanticus 150—152. Klöppele s. Bcngeler. Kobesten [statt Kobestetc = Cobstädt], die v. 212. [Kölbigk,] Dorf 82. Könige, Bücher der — 55. 386. Könige, der 3 heiligen — Leichname 137. Königlicher Tag 310. Königsberg [bei Hohensolms] 286. — Amt 268. Königsfelden (Kunnigesfelt), Kloster [Ordens] S. Ciaren 236. Königsgraben, der, Grund bei Frankenberg 396. Königsgulden 251. 430. Königshofen s. Strafsburger Chronik. Königstein, Herre Philipp v. 454; s. Epp- stein. Körner 49. — Kirche S. Peters 49. Kogelbrüder, Ordo der — gen. Fratrum in communi viventium 281. 303. 360. Kolbe = Cölbe. 506 Register. Kolnhauscn, R. Heinrich v. 332. Kolrestete [= Küllstedtr] 349. Kolstede [statt Tolstedc = Döllstädt], die v. 212. Konnegund, Kunncgond u. ä. = Kunigunde. Konnick-, Konnig- = König-. Konrad (Curt) s. Herlesheim, Hildesheim, Mainz, Puche, Rom. Reich, Sachsen, Sachsen (Pfalz), Thüringen u. a. Konrad, Gr. v. Sachsen 122. Konrad, Gr. v. Thüringen 101. Konrad von Assenheim, Müller 322. Konrad von Marburg, Meister, Priester 171. 172. 188 — 190. 192—195. 197. 202. 203. 325. 327. 333—33S- 4'o- Konrad von Padberg 329. Kouffhungen = Kaufungen. Kouffhufsen = Kyffhausen. Krachenburg [= Kraburg], Schlofs 211.212. Krakau 243. Vgl. Polen. Krana = Kronach. Kranichfeld 347. Krann (Krane) v. Biggc (Bige), der [=r Wilhelm] 385. 442. Krannbäumen, bei den —, Stätte bei Frankenberg 442. Kreuzbrüder, Ordo der — gen. Cruci- ferorum 360. Krcuzburg a. d. Werra 19. 128. 162. 207. 220. 411; [statt Triteburg:] 128. — Benedictinerkloster 128. — Schlofs 162. 220. Kreuznach a. d. Nahe 317. Kreuzzug s. Meerfahrt. Krieg von Wartburg s. Wartburgkrieg. Kriemhild s. Cremclte. Kröffelbach s. Cluftelbach. Kronach 341. Kronenberg = Cronberg. Kunigunde s. Rom. Reich, Sachsen. Kunigunde von Larbach 327. Kuno s. Trier u. a. Kuno, Graf 119. Kurfürsten s. Rom. Reich. Kyffhausen, Schlofs 11. 127. 228. Laboaldus s. Mainz. Lacedämonien oder Spartanien 12. — Herre (Fürst) Ligurgus |= LykurgusJ v. 12. 13. 15. 387. Ladislaus s. Böhmen. Lahn u. Land an der Lahn [= Oberhessen] 92. 154. 237. 244. 260. 265. 270. 272. 279. 283. 298. 373. 374. 383. 385. 404. 405. 408. 411. 417. 424. 438. 452. 471. — Oberstes Landgericht (Obergericht) a. d. L. 383. 404. 405. 411. 417. 424. — Städte a. d. L. 265. 266. 404. 411. Lahnberg, der 245. 272. Lamissio s. Longobarden. Lampertus s. Thüringen. Lampertus Leodicensis u. seine Chronik [Annales] 3.67. 88.90—92. 96—98. 101. 103. 104. 106. 108. 109. 112. 115. 117. 119. 120. 122. 123. 125. 127—129. 131. 137. 139. 368. 370. 407; Lampert, Institutio s. Hersfeldcr Chronik. Landgräfliche (lantgraffschc) s. Hessische. Landrich, Landricus 35. 36. Landsberg (Landefsborg, -bürg), Markgrafen v.: — Albrecht 130. — Eckebrecht 122. 125. Landsberg (Landefsburg) [bei Wolfhagcn], Schlofs [statt Stadt] 230. Langen, Gottfried v. 450. Langendorf 306. 450. — Kirche 306. Langensalza s. Salza Langgöns (Langengonfse) 331. Lanualdus s. Mainz. Larbach [= Lorbach bei Büdingen ?] 327. Lar(e) = Lohra. Lars, Lors, Lorfs = Lorsch. Lauchstädt 306. Lausanne, B. Burckard v. 122. 123. Lavacensis s. Johannes. S. Lazarus 198. Lebus s. Lubantzig. Legaten s. Rom. Stuhl. Lehmkaute, die, bei Frankenberg 400. 419. Leimbach (Leymbach), Gertrud v. 196. Leimsfeld 276. Leiningen, Grafen v.: — Emich 309. — Hamann 309. — Johann 309. — Siegmund [= Siegbot] 309. — Vgl. Westerburg. Leipzig 19. 147. 163. 164. 221; die V. L. 163. 164; die Bürger 164. — Schlofs [, ehemals] R. Dietrichs v. Schladebach 163. 164; 'Turm' 164. Leisnig, Grafen v.: — Eustachius 310. — Hug 310. Lengefeld 347. Lengel, die, Bach bei Frankenberg 395- Leo s. Rom. Stuhl, Rom. Reich. Leodegarius s. Mainz. Leodicensis s. Lampertus. Leuchtenberg, Lgr. Johann [VI] v. 308. Libcn- = Lieben-. Libia = Lybia. S. Liborius 63. Libsperg, Libfsberg, Lisperg = Lifsbcrg- Lichtenberg = Leuchtenberg. Licbenau 277. Liebenstein s. Mainz: Jacob. Register. 507 Ligurgus s. Lacedämonien. Limburg a. d. Lahn 261. 270. 283. — Barfüfser[kloster] 261. — Herren v. 2S3. — Johann 283. — Hildegard v. Saarwerden 283. Limburger Chronik (Chr. von Limburg) |des Tilemann ElhenJ 3. 245. 247. 248. 250. 251. 255—261. 264. 268. 270— 272. 274. 275. 277—281. 428. 432. 436. 442. 443; 239 Anm. a. Limburg a. d. Maas, Land 297 Anm. 17. Limburg in Westfalen, Hcrre [Eberhard] v. 279. Limpurg, Herre Christolfel [Schenk] v. 310. Lindenfels (-felsch), Schlofs 316 (Anm. 16 irrig). Linderbach (Linderbech), Grafen v.: — Beringer 92. 370. — Dietrich S7. 370. — Uda v. Thüringen 87. 92. 370. Linne bei Frankenberg 397. — die v. 397. Linsingen, Wigand v., Untcrkcllner zu Haina 354 Anm. 7. Linz am Rhein 302. 455. Lippe, Flufs 58. Lippe, Herre Bernhard v. der 293; |B.j 293. Liptzig — Leipzig. Lirer s. Schwabenchronik. Lifsberg, Herrschaft 273; 295 Anm. 13. — Herre Friedrich v. 273. 274; [Fr.] 262. 436. Lifsneck = Leisnig. Littenburg s. Malitcnburg. Livius, Titus 2. Lixivii, die 10. Loas s. Ungarn. Lodilo 41. Lodomyr s. Frankreich. Löhlbach, Cistercienserkloster 132. ' anderes Mönchskloster 132. ~- Nonnenkloster 132. Löhnberg 256. Löwen, die Grimmen — 270; ihr Bund u. Gesellschaft 270. Löw cnste j nj c ] ie v _ 2 y 2 . ein v _ 2 ^, 2> Löwenstein, Gr. Ludwig v. 316. Lohra [in Hessen], befestigtes Dorf 260. ~~ Gericht 268. L °hra [in Thüringen], Schlofs 92. ~~Grafv.; Ludwig V.Thüringen 92.130.370. Loitsch, Peter, von Frankenberg 451. Lombardica, Historie gen. — (des Jacobus de Voragine 321) 81. 321. 325. 326. 328j 329 Anm. 7; 33I—33S! 335 Anm. 2. Vgl. Janue. Lombardier! 21. 181; Lomparden 26. Vgl. Longob-. Lombe = Lumda. Lone in Westfalen [statt Mark], Grafschaft 2 S7. Vgl. Mark. — Grafen v. 257. — Graf [statt Gr. Bernhard v Ravensberg] 2 57- Vgl. Ravensberg. Longobarden, Land, vgl. Lomb-. — Könige v.: — Agelmunt 25. — Aripertus 42. — Lamissio 25. — Rachis 54. — Wulcho [statt Walcho] 23. 363. — Radicunda v. Thüringen 23. 363. Longobardi, die 34. Longobardorum, Chronik — [= Paulus, Historia Langobardorum] 3. 23. 25. 34- 35- 363 365; Chr. von Longobarden 391. Lorsch, Kloster 316; 306 Anm. 16. Lorscher Hart, die 317. Losanne = Lausanne. Lotharius (Lotarius) s. Frankreich, Rom. Reich, Sachsen. Lothringen 27. 69. 365 (Lothar.). 36S.452. — Herzogtum 300. — Herzöge v.: — Balduinus, Hz. Gottfrieds Bruder 124. 125; vgl. Jerusalem. — Eustachius, Hz. Gottfrieds Bruder 124. — Giselbert 75. — Gottfried v. Bouillon (Bulion) 124. 125; vgl. Jerusalem — Gozelo 104. 114. — Pipin s. Frankreich (Herzöge). — Reynhart [Renatus II], Kg. v. Sicilien, Hz. v. L. 308. — [Gcrberga], Ks. Ottos I Schwester 75. — Jolanda (Königin v. Jerusalem u. Sicilien, Herzogin v. L.) s Hessen. Louchsted = Lauchstädt. Louelbach = Löhlbach. Loynberg = Lahnberg u. Löhnberg. Loj'ne = Lahn, Lubantzig [= Lebus], Schlofs u. Stadt 169. 170; Tor 169. Lucanus u. S. Lucas u. sein Evangelium 15. 42. 66. 120. 191. 415. [427]. Luchard von Fronhausen 330. Luchardis von Urbach 324. Luchtenwalt, Schlofs 212. Lucifer 253. Ludeke, Ludich = Lüttich. Ludolf s. Sachsen. Ludwig s. Brabant, Frankreich, Hessen, Mainz, Pfalz, Rom. Reich, Thüringen u. a. Ludwigs, Legende Lgr. — VI v. Thüringen (von Bernhard [— Bertold] 182) 173. 181. 182. 339. 340. SSO- Ludwig von Ebcleben 341. Ludwigsau, Schlofs 296. Ludwigseck, Schlofs 296. Ludwigstein, Schlofs 296. 508 Register. Lübeck 16. Lüneburg, Schlofs 10; Stadt 98. Vgl. Braunschweig. LUttich 65. 300. 452. — B. [Johann IXJ v. 310. Luippolt, Lupolt, Luppokl u. ä. s. Mainz, Oesterreich, Thüringen u. a. Lullus s. Mainz. Lumda, Flufs 269. 304. Lupnitz (Lupnitze, Luppenitz) 19. 347. 348. — S. Peters Kirche 348. —• die v. 212. Lupus s. S. Wigbert. Luthbernus s. Mainz. Lutrud von Röddenau 331. Luxemburg (Luttzelnburg), Gr. Heinrich v. 2 36; vgl. Rom. Reich. — Kunigunde [v. L.| s. Rom. Reich. Lybia oder Africa 392. Lymesfelt = Leimsfeld. * Lymperg = Limburg u. Limpurg. Lyningen = Leiningen. Lynne = Linne. Lynfse = Linz. M. Maastricht 65. Macedonien 5. 10. 23; die von M. 6. 8; Macedonier 23; Maccdones 8. 65. — Könige v.; — Alexander d. Gr. 3. 5—7. 62. 209. — Philipp [d. Ä ] 7. — Philipp [d. J.| 7. Machabaeorum [libri], Bücher des Streits 1. Macb(o)met 40. 41. 54. 208. 412. Macrobius u. sein Buch der Festa Saturni [= Saturnalia] 9. Mädelstein bei Eisenach, Schlofs: Mittel- steyn = Heltsteyn [statt Metlsteyn] 33. — die v. Mittelsteyn [33]. 93. 99. Mähren, Hz. Otto v. 130. [Mäusejturm im Rhein 76. Magdalena s. Hessen u. Maria. Magdeburg, Stadt 75. IM. 244. 259. 345- 373- — Münster 75. 79. — Land 16. 113. — Bistum, Erzbistum, Stift 75. 81. 237. 238. 244. 262. — Erzbischöfe v.: — [Ernst] 310. — [S.] Nortpertus 127. — Otto v. Hessen 237. 238. 243. 244. 248. 249. 373; Primas in Deutschland 373; vgl. Hessen. ■— Udo 79. — Wezel 101. 115. 119. —■ Wigmann 136. 141. Magdeburg, R. Heinrich v. 180. S. Magnus 82. Magnus s. Mecklenburg, Sachsen. Mailand 137; die von M. 137. — Botschaft von 310. — Herren v. 281; Herzöge 281. — Biancamaria [v. M.] s. Rom. Reich. Main, Flufs 307. Mainz II. 14. 25. 43. 53. 60. 63—65. 76. 79. 85. 87. 88. 95. 96. 98. 105. 109. 124. 133. 239. 271. 282 (Moguncia). 299. 360; die Bürger 124. 137. — S. Alban(u)s Berg, S. Alban, Bene- dictinerkloster u. Kirche 25. 60. 61. 63. 88. 289. 448; Domherren[stift] 289. 448. — S. Jacobs Berg 88. 137; S. Jacobs Münster 88. 137. — Kloster Ordens S. Ciaren 360. — Dom 79. 87. 133; Münster 121; Kapitel 267. — Bistum, Erzbistum, Stift 23. 53. 57. 58. 63 76. 85. 87. 91. 95. 129. 162. 212. 215. 227. 231. 242. 247. 251. 257. 259. 261. 267 — 269. 284. 304. 321 — 33°- f33i)- 332- 334- 37°- 383- 4'5- 43 2 - 434- 447; StuhI 2 73- — Bischöfe v. 53. —■ S. Aureus 25. 54. — Becelinus 54. — S. Bonifacius s. Erzbischöfe. •— Crescens, Crescencius 23. 53. — Gcroltus 50. 54. — Gewilio 50. 51. 53. 54. — Laboaldus 54. — Lanualdus 54. — Leodegarius 54. ■— Marinus 53. — Maximus 54. — Podirdus [= Podardus] 53. — Rigebertus, Raubardus 54. — Rutharius 54. — Sidonius 54. — Sigcmundus 54. — Suffronius 53. — Erzbischöfe (Bischöfe) v. 54. 79. 80. 99. 100. 226. 417. Wappen 79. Banner 144. — Adolf [I] v. Nassau, B. v. Speyer 261. 267. 268. 270. 271. 273—277. 382. 438. 440. — Adolf |II] v. Nassau 299. 300. 451; 304 Anm. 6. — Albertus [IJ: Adelbertus d. Alte 126— 128. 130. — Albertus [11]: Adelbertus d. Junge, Propst zu Erfurt 130. 131. — Albertus [III] v. Sachsen [-Meifsen], Vormünder, Administrator 304. — Albertus [IV] v. Brandenburg 318. — Aribo, Albo 81. 82. 84. — Arnoldus, Mainzischer Kanzler [statt Reichskanzler] 133. 137. — Bardo Crisostomus, Abt v. Hersfeld u. Werden 84. 85. 87. 88. 370. 408 — Bertoldv.Henneberg304.308. 311.317- Register. 509 — S. Bonifacius (Winfridus aus England!, Benedictiner (44), Legat in Deutschland (45), B. u. EB. v. M. 42—47. 52-54. 5&- 58. 59- 72- 8 4- 85- "9- 127. 366. 367. 386. 391. 392. 394. 396. 397. 407. — C[h]ristianus |I] 139. 146. — Christianus [II] 219. — Diether V. Isenburg 299. 304. —■ Dietrich Schenk v. Erbach 290. 299. — Erkinboldus, Abt v. Fulda 81. — Friedrich 72. 76. — Gerhard [1], Gr. v. Everstein [statt Wildgraf] 219. 220. 225. 415; vgl. Siegfried III. ■—• Gerhard [II], Herre V. Eppstein 227. 229. 235. 236; 229 Anm. 12; 233 Anm. 6; 429 Anm. 8; [statt Werner:] 231. 422. — Gerlach v. Nassau 251. 255. 256. 258. 259. 261. 264. 267. 382. 432. 434. 464. — Haistolfus 63. — Hayto I 66. 67. 68. 77. -— Hayto II, Hatto, Abt v. Fulda 76. 77. —■ Heinrich [I] aus Mainz, Propst zu Mainz '31—133- —■ Heinrich [II], Barfüfser, B. v. Basel 227. 229. — Heinrich [III] Busemann, v. Vimeburg 246. 247. 250. 251. 255- 256. 264. 382. 428. 432; 431 Anm. 2. — Herigerus 68. 71. — Hildebert(us), Abt v. Fulda 71. 72. — Jacob v. Liebenstein aus Schwaben 317. — Johannes [I], Gr. v. Saint-Pol aus Welschland 261. Johannes [II], Henchin, v. Nassau 279. 280. 284. 289. 446. 448; [Joh.f] 440. — Karolus 64. — Konrad [I], Pfalzgraf [v. Bayern] 134 137- 139- '44- '47- 148. 152. 4°9 — Konrad [II] v. Weinsberg aus Schwaben 277. 279. — Konrad [III], Rheingraf 289. 290. 382 448. — Kuno, EB. v. Trier, Vormünder 268 : vgl. Trier. — Ludwig v. Thüringcn-Meifsen, B. v Bamberg 267. 273. — Luippoldus 88. 90. 99. ~~ S. Lullus 52. 56. 58. 60. 403. ~ Luthbernus 64. 65. ~ Marcolfus 131. — Mathias, [Gr.] v. Buchegg, Benedictiner 243—246. [269]. 427. 42S. — Oggarius 63. ~ Petrus, Propst zu Basel, [Erwählter] 227; vgl. Basel. ~ Petrus, Peter, von Trier 236. 241 — 243. 426. 427. — Rabanus, Abt v. Fulda 63. 64. — Richolfus 60. 63. — Rupertus,Ruthbertus,Ruthgerus 77. 79. — Ruthardus 122. 124. 126. — Siegfried [I] : Sigefridus, Abt v. Fulda 88. 90. 91. 94 — 97. 99. 100. 104. 105. 108. 109. ii2—115. 121. — Siegfried [II]: Sifridus 152. 157. 158; [statt Siegfried III:] 199—202. 205. 206. — Siegfried [III]: Sigefridus 206. 219; [statt Gerhard I:] 215. 217. 220; vgl. Siegfried II. — Sinderoldus 65. — Uriel V. Gemmingen aus der Pfalz 317. 318. — Werner [v. Eppstein] 225—227. 382. 416. 417; vgl. Gerhard II. — Wetzelinus 121. 122. — Wilhelm, Ks. Ottos 1 Sohn 75. 76. — Wiligis(us) 79. 81. 133. Mainzer Chronik (Chr. von Mainz) 3. 14. 23. [25. 6o]. 68. 77. 79. 134. Mainzische [245]. 246. 256. 265. [273]. 282. 284. 296. 3S2. 387. 413. 428. 436. 447. Mainzische Commissarien u, Officiale 226. 417. Mainzischer Hofmeister 85. — Kanzler s. oben EB. Arnoldus. — Suffraganeus s. Johannes. — Weihbischof s. Albuinus. Maior domus regie 43. 366. 393; s. Frankreich: Herzöge. Malaberga s. Thüringen. Malitenburg [= Littenburg] bei Fischbach, Schlofs 211. Mancho s. Heinrich. Manderscheid (Mandelscheid), Grafen v.: — Dietrich 309. — Johann 309. Manfredus s. Rom. Reich. Mansfeld, Grafen v.: — Gr. 77; sein Wappen 77. — Bertold [d. Ä.] 333. — Günther 275. — Günther 309. — Irmengard, Nonne zu Rodersdorf 333. 334. Marburg 92. 148. 154. 179. 189. [190]. 191. [192]. 193. [194]. 197- ['9 s j- 199. 201—203. 205. 207. 217. 218. 220. 226. 228. 229. 232. 237. 240. 243. 245. 265. 268. 269. 272. 273. 276. 283—286. 295. 298. 301. 303. 304. 306. 307. 314—318. 321 — 335- 360. 372—374. 379. 382. 383. 391. 405. 409—411. 413. 424—426. 435. 446. 465- 471. 472; 420 Anm. 5; 478 Anm. 6; die von M. 245. 411. 413. 415; die Bürger 272. — Konrad v. M. s. Konrad. 510 Register. — altes Barfüfserkloster u. Kirche 189; die Brüder 1S9. 190. 201. — [neues] Barfüfserkloster u. Kirche 201. 202. 314. 425; 245 Anm. 17; Obscr- vanten 314. 360. — Deutsches Haus 205. 379. 411; 420 Anm. 15; Münster des Deutschen Hauses 205. 411; Deutsche Herren zu M. 201. 202. — S. Elisabeth [, Kirche] 304. — S. Elisabeths Spital 189 —191. 199. 201. 321. 322. 325. 329. 330. 411. — — Kapelle 199. 201. 202. 325.333; Kirche 324. — — Altäre 202 ; Altar 334. — — S. Elisabeths Grab [199J. 205. 321—335; Sar & 328. — S. Elisabeths Wohnung (Haus) 189. 192. 194. 201. — Ketzerbach 203. — S. Kiliani, Kapelle — 411. — Kogclbrüder[haus] 303. — Markt 265; Marktbrunnen (komp) 265. — Obergericht 383. 411. 424. — Pfarre 179. 411; 245 Anm. 17; 420 Anm. 14. — Predigerkloster u. Kirche 229. 245. 425; Chor 229. — Richter der Stadt, der 192. — Schlofs 92. 203. 228. 240. 273. 276. 306. 315. 317. 370. 408. 478. — — Kapelle 228. 240. — — Altäre 478 Anm. 5. — — Altar Felicis et Adaucti 478. — — Saal 228. 240. — — Neuer Saal 306. — Schöffen, die 435. MarburgcrStrafse bei Frankcnberg4Ö4.467. Marcellus s. Frankreich (Herzöge). Marcolfus s. Mainz. Marcomirus s. Thüringen (Könige). Mardorf 271. 382. 438. Margarete s. Anhalt, Braunschweig, Hessen, Thüringen. Margburg = Marburg. Margkolff = Markolf. S. Maria 15. 27. 198. 280. 301 u. sonst. Mariae, Servi —, s. Servi[ten]. S. Maria Magdalena 166. 198. S. Marien Magdalenen, Ordo — gen. Penitentium 149. 360. Marinus s. Mainz. Mark, die 178. Mark, Grafschaft 278. Vgl. Lone. — Grafen v. 278; Graf 436. — Dietrich 262 — Engelbracht [III] 262. 278. Markolf [von Wiesbaden] 332. Marsberg s. Berg u. Heresburg. Mart(d)orff = Mardorf. S. Martha 198. S. Martin 392. 415. Martinus u. seine Chronik [= Chronicon Martinianum Fuldense] 3. 40. 42—45. 52. 54. 56. 391. Mastrick = Maastricht. Mathias s. Mainz. Mattathias r ; seine Sohne 1. S. Matthaeus u. sein Evangelium 2. 41. 167. 191. [427]. S, Mauricius 79. Mauricius s. Bullerland. Mautern s. Montarn. Maximianus s. Rom. Reich. Maximilian s. Rom. Reich. Maximus s. Mainz u. Valerius. Mechterstedt (MechtirstetinJ 34 r. Mechtild s. Hessen, Rom. Reich, Thüringen. Mechtild 327. Mechtild von Biedenkopf 323. 324; Mechtild, ihre Tochter 324. Mechtild von Eppenrod 329. Mechtild von Langgöns 331; ihre Kinder 33i- [Mechtild] von Wetzlar 326; Mechtild, ihre Tochter 326. Mecklenburg, Herzöge v.: — Heinrich [V) 308. — Magnus [II] 308. 311. — Anna (Herzogin v. M.) s. Hessen. S. Medardus 33. Medebach 285. 331. 382. 413. 436. 447. 448. 469; die von M. 285. 413. 447. — Kirche 447. Meerfahrt f= Kreuzzug] 124. [131]. 179- 220. 236. 340. 410. Meginfrid, Gr. v. Sachsen [Burggr. v. Magdeburg] 120. Mehrenberg 257. Vgl. Homburck. Meiningen 343. Meifsen, Stadt 113. — Bistum 81. ■—■ Bischöfe v.: — [S] Benno 101 ; [B.] 113. — [Gerung] 136. — Land, u. Meifsener 10. 19. 70. 71. 118. 147—149. 157. 162 —164. 169. 178. 220. 221. 238. — Markgrafen v.: die v. M. 147. — Gr. Albrecht [stattMkgr. Otto] 147.148. — Gr. v. M., Albrechts Bruder [statt Mkgr. Albrecht I, Ottos Sohn] 147. 148. — [Mkgr.J Albrecht [II, Lgr. v. Thüringen] 221. — Mkgr. Dietrich [I] 147 (Gr.). 161. 162. 212. 371. — [Mkgr.] Dietrich [II, Lgr. v. Thüringen] 221. — Mkgr. Heinrich [I, Lgr. v. Thüringen] 4. l6l. 164. 212—214. 216 — 222. 372. 413; seine Kinder 222. — Mkgr. Otto [v. M.] 137; vgl. Albrecht. — Jutta v. Thüringen 147. 161 —163. Register. 511 172. 212. 213. 216. 371. 413; vgl. Henneberg. Meifsen-Thiiringen (Landgrafen v. Th. u. Markgrafen v. M.) s. Thüringen- Meifsen. Meifsen-Thüringen-Sachsen (Landgrafen v. Th., Markgrafen v. M., Herzöge v. S.) s. Sachsen-Meifsen. Meiterdorf bei Frankenberg, Kloster der Brüder von der Tercienregel S. Fran- cisci 307. 380. 46g. Meibom (Meileborne) 342. Meilingen (Meldingen, Meldungen) a. d. Um 49. — Kirche des h. Kreuzes u. S. Andreas' 49. — Schlofs 144. Mellnau (Einhoch, Melnau, Melnauw), Schlofs u. Flecken 212. 215. 265. 272. 273. 2S4. 300. 382. 384. 436. 438. 441. 446. 451. — Turm 272. — Burgmannen 272. Mellrichstadt (Melerstad) 119. Melsungen 148. 233. 275. (283]. 440. 474. Mentz(e) = Mainz. Mercurius, Ritter 21. Merenberg = Mehrenberg. Merern = Mähren. Mergenbrüder s. Carmeliten. Mergenknechte s. Serviften]. Merlinus 24; seine Mutter 24. Merseburg 77. 178. 341. — Bistum, Stift 81. 221. — Bischöfe v.: — Johannes [I] 136. — Wernher 101. Merwig s. Thüringen (Könige). Merwigsburg bei Erfurt, Schlofs 22. 40. 363. 390. — Kirche S. Dionysius' 40. 390. Metauffers [statt Taufers] 349. Metbach = Medebach. Metridates s. Armenien. Metz 34. 39. — Bistum 17. 391. Bischöfe v.: Flavius gen. Clemens 17. — [Georg] 299. ~— Hermann 118; [H.] 104. Meylan(d) = Mailand. Meyuherus s. Hersfeld. Meysenbug, R. Johann, Marschall 297 Anm. 3. Meyterdorff = Meiterdorf. S. Michael 45. 392. Michaelsstein (Michelsteyn) am Harz, Cistercienserkloster 132. s - Michel [= Mont-S.-Michel| 299. M'la, R. Berld v. 180. Milchling (Milchelinge), die 279. Minden, Bistum 61. - B. Cilbertus [statt Eilbertus] v. 101. Minne, Gesellen von der Alten — 268. 439. 440; ihr Bund 268. 439; Fehde der A. M. 382. Minorum ordo s. Barfüfser u. Observanten. Mintzenberg s. Falkenstein. Mittelhausen 4S. 49. Vgl. Homberg. — Dingstuhl 48. Mittelsteyn s. Mädelstein. Mo(e)lberg, Molburg = Mühlberg. Moguntia = Mainz 14. Moguntius 14. Molsberg (Moilfsburg), Herrschaft 261. — Herren v.: — Georg (Jungherre) 261. — Giso 261; seine Tochter 261. Molschlebcn (Molsleibin) 345 Anm. 7. Monchufsin =; Münchhausen. Monnra 348. Monster = Münster. Monstrum 313. 314. Mont-Saint-Michel s. (S.) Michel. Montarn [statt Moutarn = Mautern] 346. Montferrat (Montiferer), Botschaft von 310. Montfort, Grafen v.: — Hans 309. _ Hug 309. — Ulrich 309. [Montlhery, Streit bei —| 300. 452. Moren, die 291. Morsbach 328. Mofseburg [Moseburg], Schlofs 98. Moyn = Main. Moyses 5. 24. 208. 412. Mühlberg, [Schlofs] 19. — Grafschaft 129. — Gr. Meinhard v. 152. 180. Mühlhausen 143. 239. 344. 346; [statt Molschieben:] 345. Münchhausen, v., von Frankenberg: — Heinrich 431. — Heinrich Osperts 432. — Bechte Ospracht, Äbtissin v. Georgenberg 444 Anm. 9. Münden 256. Münster [am Stein], festes Dorf 317. Münster in Westfalen 303. — Kogelbrüder 303. — Bistum 61. — Bischöfe v.: — Friedrich [I] s. Mymmegardeford. — Ludwig [II] v. Hessen 237. 240. 24S. 2 49' 373j v g'- Hessen. Munre = Monnra. Myla = Mila. Mymmegardeford [= Münster], B. Friedrich v. 10 1. Mynden = Minden. Nägelstedt a, d. Unstrut 47. - Walstatt 'uf der fare des bisschofs' 47. 512 Register. Nahe, Flufs 317. Naim, Stadt 415. [Nancy, Streit bei —] 303. Nassau, Grafschaft 203. 286. — Grafen v. 269. 413. — Adolf [229]; vgl. Rom. Reich. — Adolf s. Mainz: Adolf I. — Adolf s. Mainz: Adolf IL — Adolf [III zu Wiesbaden] 309. 454. — Adolf [zu Diez] 284. 447; 276 Anm. 15- — Emich [III zu Hadamar] 268. 270. — Gerlach s. Mainz. — Heinrich [zu Siegen] 242. 269; 269 Anm. 1. — Heinrich [IV zu Beilstein] 308. — Henchin, Johannes s. Mainz. — Johann [I zu Weilburg], Herre zu Mehrenberg, Gr. zu Saarbrücken 257. 259. 260. —. Johann |III zu Weilburg, Gr. zu Saarbrücken] 453. Vgl. Philipp II. — Johann [I] mit der Haube zu Dillenburg 246. 269. 427; 269 Anm. 1. — Johann [II] zu Dillenburg 258. 262. 267—270. 272. 275. 434. 439; [Job.] 438; Joh. zu Herborn 271. — Johann [III] mit der Haube (der Hau- bener) zu Dillenburg 283—286. 446; [Joh.?] 440. — Johann [V zu Dillenburg] 309. 374. — Johann, Herre zu Hadamar 256. — Ludwig [I zu Weilburg] 309. [312J. — Otto II zu Dillenburg 269 Anm. 1. — Philipp [I zu Weilburg], Gr. zu Saarbrücken 278. 279. — Philipp [II zu Weilburg], Gr. zu Saarbrücken 454; [statt Johann III:] 289. 374- — Rupracht [zu Sonnenberg] 263. 264. 269—271. — [Anna v. Hohenlohe, Tochter Elisabeths] v. Sponheim 278. — Elisabeth [d. Ä.] v. Hessen (zu N. u. Saarbr.) 288. 289. 305. 374. — Elisabeth [d. J.j v. Hessen 298. 374. — Elisabeth [statt Johanna] (v. N. u. Saarbr.) s. Hessen. Nassauischc 154. 272. 286. 387; 448 Anm. 7. Nassauische Fehde 382. Nassekanne, einer gen. — 162. Naumburg (Nuwenburg) [bei Gladenbach], Schlofs 214. Naumburg (Nuwenburg) (in Niederhessen, Schlofs] 231. [Naumburg] (Nuwenstad) [in Niederhessen, Stadt] 231. Naumburg (Nuwenburg) a. d. Saale 91. 138. — Bistum, Stift 81. 221. Naunhof (Nuwenhoff), Schlofs 164. Neapel (Neapolis), Botschaft von 310. Neckar, Flufs 300. 317. 473. Neckartal, Stätte [bei Seckenheim] 300. Neuenbürg, Grafen v.: — Eberhard s. Ellenburg. — Heinrich s. Ellenburg. — Otto s. Wallenburg. Nemetum = Speyer 82. Nero s. Rom. Reich. Nesse, Flufs 98. Neuenahr (Nuwenar), Grafen v.: — Gumprecht 309. — Wilhelm 309. Neuenburg (Nuwenburg) bei Freyburg a. d. Unstrut, Schlofs 110. 138. 140. 141. 163. 164. 167. 178. 200. Neuenwarte, die, bei Frankenberg 410. Neuhausen bei Worms 40. — Kirche S. Cyriacus' 40. Neukatzenelnbogen am Rhein, Schlofs 278. 279. Neukirchen (Nuwenkirchen) [bei Sachsenberg] 385. 401. — Kirche S. Dionysius' 401. Neuschlofs [= Friedrichsburg] in der Lorscher Hart, der Pfalz Lusthaus 317- Neufs 227. 302. 455. Neustadt (Nuwenstad) in Hessen 284. 446. [Neutralität] 291. Neylstedde = Nägelstedt. S. Nicolaus 328. S. Nicolaus' Wiese bei Frankenberg 468. Nicolaus s. Rom. Stuhl. Nidda, Grafschaft 211. 294. 312. 374- 375- 384- 449- — Grafen v.: vgl. Ziegenhain u. Hessen. Wappen 294. — Engelbert s. Ziegenhain. Nidderrosphe = Unterrosphe. Niedenstein (Nidensteyn) 275. [283]. 440. Niederhessen 406; Niederland (zu Hessen) 232. 233. 373. 374. 451. Vgl. Hessen. — Städte 266. Nieder-Ingelheim am Rhein: Yngelnheyrn 43; Ingelnheym 61. 123. 366; Sal- Ingelnheym 317. — Kaiserschlofs 43. 61; 317 Anm. 8. [Nikopoli, Streit bei —] 279. Nordeck 244. 248. 249. 373. Nordhausen 22. 72. 96. 114. 122. 143- 341. 363; die von N. 239. — Jungfraucnfkloster] zumh.Kreuz72.l62; — Domherren[stift] zum h. Kreuz (canonici sanete crucis) 72. 162. Normann (Nortman) = v. Treffurt, die 19- Normaune(n), die 64. 66; Normandia 69- — Kg. S. Oswald v. Nortmannen, Britannien, England, Schotten 40; sein Bischof 40. — Herre Robertus v. Normannen 125. — Kg. (der Normanne) Rollo gen. Pepar- tus 65. Register. 513 — Gilla, Ks. Karls II Tochter 65. — Ilia, Herzogin v. Normandia, s. Orleans. Normannsborn, der 19. Normannstein, Schlofs 19. Nornrit [Nortrit] 347. Nortpertus s. Magdeburg. Norwegen 65. 134. Novorum militum ordo s. Ritterschaft. Nürnberg 59. 298. 369. 402. — Burggrafen v.: — [Friedrich IV] 239. — Friedrich [V] 273. 282. 374. 44 6 - — [Friedrich VI] 287; Mkgr. u. Kurf. v. Brandenburg 287; vgl. Brandenburg. — Johann [I] 227. 373. — Agnes v. Hessen 227. 248. 373. — Beatrix s. Oesterreich. — Elisabeth s. Rom. Reich. — Margarete s. Hessen. Nürnberger Chronik s. Alten. Nuhne, Bach 400. 401. 450. 464. Numeri, Buch 151. Nusfse = Neufs. Nuter (Nuwtor), Heinrich, von Frankenberg 451. Nutze, in der —, Stätte bei Frankenberg miwenar = Neuenahr. Nuwenburg = Naumburg u. Neuburg. Nuwenhoff = Naunhof. Nuwen-Katzinelnbogens.Neukatz. (Schlofs) u. Katz. (Grafen). Nuwenkirchen = Neukirchen. Nuwenmaen [= Nim wegen?] 11. Nuwenstad = Naumburg u. Neustadt. Nuwenwarte = Neuenwarte. Nuwhufsen = Neuhausen. Nuwslos = Neuschlofs. Nym s. Dietrich. o. Ober, Gr. Miligis v. [statt Herre Melchior v. Daun-Oberstein] 309. Oberhessen s. Lahn. Ober-Ingelheim (Obern-Ingelnheym) 317- Obermühle, die, bei Frankenberg 234. [303]. 422. 458. 462. Oberstedtfeld (-stedefelde), Wüstung bei Eisenach 99. Oberweimar 179. 411. 415. — Kirche 179. — Pastorei 179. 411. Oberwesel (Wefsele) 11. Observanten, Ordo der — gen. Minorum 314. 360. u ccidentalis Francia = Westfranken 61. Occze = Atze. Oceanus, Wasser 10. Ochsenstein, Gr. [= Herre Otto V] v. "7- 373- — [Elisabeth] v. Hessen 227. 373- Octavian s. Rom. Stuhl: Johannes XII. Octavianus s. Rom. Reich. Odacker s. Böhmen. Odenwald, der 316. Odernheim 317. Oesterreich [auch = Austrasien] u. Oester- reicher 27. 36- 3$. 39- 274. 346- 3°5- __ Graf v.: Adelbert v. Sachsen (u. Braunschweig) 67. 68. 70. — Herrschaft 137. — Herren v. (222): Herre 68. 69. 368. _ Arnolf [statt Hz. Arnulf v. Bayern] 75. — Lotharius s. Sachsen. — [Jutta,] Arnolfs Tochter s. Bayern. _ Herzogtum 137. 224. — Herzöge v. 222 (H. u. Herren). 224; Hz. [statt Gr. v. Cleve] 146. — Albert [I], Gr. v. Habsburg 224. 235; vgl. Rom. Reich. _ Albrecht [III] 282. — Albertus [V] s. Rom. Reich. _ Friedrich [I v. Habsb.] 241; vgl. Rom. Reich. , , _... — Friedrich [V v. Habsb.] 291; vgl. Rom. Reich. _ [Heinrich, Sohn Leopolds VI] M9- 179. 37 2 - — Johann 236. _ [Leopold VI v. Babenberg] 150; [=J 'Hz. v. Bayern' 208. _ Lupoid [III v. Habsb.] 274 _ Maximilian 3°5! vgl- Rom. Reich. _ [Rudolf II] 236 — Agnes v. Thüringen 149- '55- '5°- 179- 37 2 - _ Beatrix v. Nürnberg 282. _ Gertrud [v. 0.[ s. Thüringen. _ Margarete s. Thüringen. Ofterdingen (Aft.), die v., von E.senach 150. — Heinrich, Sänger 150-152. Oggarius s. Mainz. Ohm, Flufs 234. Ohra, Born [statt Flufs] 45- Ohrdruf 45. 47- 49- 52. 339- 34°. — Benedictinerkloster 52. _ Kirche S. Michaels 45. 47- — Geistlicher Stuhl 49. Oist- = Ost-. ... , Oldisleben (Adelfslebin, Ailfsloben, Aldels- loubin) 123. 130. 347- — Kloster (monster) 123- I2 4- Omstad = Umstadt. Oppelicze [= Oppurgf] 19- Oppenheim 11. 105. 119- Ora = Ohra. Ordiebus [statt Ortlieb] von Grunberg 323. Ordorff = Ohrdruf. Orientalis Francia = Ostfranken 61. 394- Orke (Orcken) 415. Orlamünde 126. 163. — Schlofs 148. 33 514 Register. — Gericht 163. — Grafschaft 129. — Grafen v. 129. — Albrecht 171. — [Hermann II| 154. 163. — [Siegfried] 148. Orlan [Gebiet an der Orla] 148. Orleans (Orligens, Aurelianensis), Herzöge v.: — Wilhelm [d. Ältere] 69. — Wilhelm d. Mittlere 69. — Wilhelm d. Jüngere 69. — Amelia v. Staufen 69. — Blantscheid, Ks. Ludwigs III Tochter 69. — Ilia (. Herzogin) v. Normandia 69. Orosius u. seine Bücher 5. 6. 11. Ortenberg, Gr. Hans v. 309. Ortrand [= Otranto] 181. 186. Ortvvin von Wetzlar 326. Osnabrück (Osenbrucke, Ossenbrucke) 8. — Bistum 61. — B. Benno [II] v. 99. 101. [102]. 103. Ospert s. Miinchhausen. Ossensteyn = Ochsenstein. Osterland u. Osterlander 10. 19 91. 118. 121. 147. 157. 169. 178. 179. 221. Osterlind (Oisterling) von Breydenbach 322; ihre Tochter 322. Osterna, die, Bach u. Stätte bei Frankenberg 400. 467. 468. Ostertonna (Oistertunna) 344. Ostfranken = Deutschland 61. 394. Ostsachsen, Land u. Volk 24. 34. 58. 393- 4°«. Ostthüringen = Thüringen 22. 393. S. Oswald s. Normannen. Otranto s. Ortrand. Ottensteyn [stattHütensieben ?],Schlofs 238. Otto s. Bayern, Braunschweig, Henneberg, Hessen, Mähren, Pfalz, Pfalzgrafen (v. Bayern), Regensburg, Rom. Reich, Sachsen, Thüringen, Trier u. a. Otto, Markgraf [v. Meifsen] 137. Otto, Gr. v. Thüringen 101. Otzberg, Schlofs 316. — Flecken unter O. [= Hering] 316. F. Padberg, Schlösser [Altes Haus u. Neues Haus] 277. 278. 443. — Städtchen (unter P.) 277. 278. 443; Batberg 329. — Gericht 277. 443. — die v. 271. 277. 382. 439. 441 443; 439 Anmn.; 440 Anmn. — Friedrich [IV] 271 Anrri. 2; 439 Anm. 6; 440 Anm. 7. — R. Friedrich [V] 271. 439. 440. 442; 'Amtmann zu Frankenberg' 440. 442; [Fr.] 277. 44 r. — Gottschalk [VIII] 442 Anm. 6. — Johann [VIII] 442 Anm. 6; Amtmann zu Frankenberg 440 Anm. 6. Padbergsche Fehde 382. Paderborn 63. — Bistum, Stift 61. 270. 324. 438. — Bischöfe v.: — Immet IOI. — [Ruprecht] v. Berg 277. 441. — [Simon I] 222. 223. — [Simon III] 301. Paderbornische 382. 387. 413. 416. Päpste s. Rom. Stuhl. Pamphylien 10. Pamphylisches Meer (Meer Pamphilum) 5- Panias s. Pauias. Pannonien 20. 34. 46 47. 65. Pantheon s. Gottfried. Papias [, Vocabularium] 8. Papirius 8. 9; seine Eltern 8. Paralipomenon [libri], Buch der Tagerede 386. Paris 34. 41. 65. 206. 244. 401. Vgl. Wilhelm. Paschalis s. Rom. Stuhl. Passau, Bischöfe v.: — Altmannus [v. P.] 125. — [Christoph] 310. Passionale Sanctorum, Buch 335. Patrum vitae s. S. Hieronymus. S. Pauel s. Saint-Pol. Pauias [statt Panias], Graf 193. Pauliner, Orden der — 241. 360. S. Paulus d. Apostel 17. 20. 50. 206; seine Episteln zu den Corinthiern 20; zu den Römern 50. 206. S. Paulus d. Einsiedler 2". 20. 359. S. Paulus [d. Märtyrer] 21. Paulus s. Rom. Stuhl. Paulus Diaconus s. Longobarden u. Römer. Pederfsheyn = Petershain. Penitencium ordo s. Maria Magdalena. Pepartus s. Normannen. Peraudi s. Raimundus. Persien (Persen) 6. 10. —■ Kg. Darius v. 5. 6. 62; seine Familie 6. Perusium [= Perugia] 204. — Predigerkloster 204. — — Altar S. Elisabeths 204. Pestilenz u. Sterben 238. 239. 251 — 253. 257. 259. 291. 382. 385. 431. 432- 451. 472. 473. S. Peter, Petrus 1. 17. 116. 348. 359. 39 2 ' S. Peter in den Banden, Sermon von — s. S. Augustinus. S. Peters Berg s. Eisenach u. Erfurt. Peter, Petrus s. Damianus u. Mainz. Peter, Graf 153. Petrus de Riga 132. Petershain (Pederfsheyn), Schlofs 230. Petreius II, Petrioli, die 5. 8. 65. Register. 515 Pfalz, die, am Rhein 299. 303. 316. 317. — Pfalzgrafen bei Rhein 80. — Herzöge v. Bayern u. Pfalzgrafen bei Rhein: . — Alexander v. B. [zu Pfalz-Zweibrücken] 310. — Friedrich v. B., Vormünder der Pfalz, (4SS) Pfalzgr. [Kurf. Fr. I] 299- 3°3- 455- — Friedrich, Kurf. Philipps Sohn 308. — Georg, Kurf. Philipps Sohn 308. — Hans v. B. [zu Pfalz-Simmern] 30S. — Hans, Kurf. Philipps Sohn 308. — Heinrich, Kurf. Philipps Sohn 30S. — Ludwig [II] 229 Anm. 12. — Ludwig, Kurf. Philipps Sohn 308. — Otto v. B. [zu Pfalz-Mosbach] 308. — Philipp, Pfalzgr. (zu Heidelberg), Kurfürst 304-306. 308. 3"- 3i4 — 3i6- 374. 471. 473; seine Söhne 308. 314. — Philipp, Kurf. Philipps Sohn 308. — Rudolf I 233 Anm. 6. — Rupert v. B., Pfalzgr. [Kurf. R. IJ 270. — Rupert V. B., Pfalzgr. [Kurf. R. TU] 282. 446: vgl. Rom. Reich. — Rupert v. B. (455 Pfalzgr.) s. Cöln. — Ruprecht, Kurf. Philipps Sohn 308. — Elisabeth v. Nürnberg s. Rom. Reich. — Elisabeth (Herzogin v. B., des Kurf. Tochter) s. Hessen. — [Margarete v. Bayern] (Kurfürstin) 314. Pfalzgraf: Gr. Eberhard 75. Pfalzgrafen [v. Bayern]: — Konrad s. Mainz. — Otto [d. Ä.] 134. 137. - Otto [d. J.] 149; Pfalzgr. v. Wilspach [= Witteisbach] 149. Pfalzgrafen v. Sachsen s. Sachsen. [Pfeddersheim,] Stadt 299. — Streit [bei Pf.| 299. Pfeft'ermühle (Pefferm.), die, bei Frankenberg 458. 462. Pforta (zu der Porten), Kloster 130. Phalangarii, die 5. 8; Phalanges 5. 8; Phalangi 65. Pharatnundus s. Frankreich. Philips s. Anhalt, Frankreich, Hessen, Macedonien, Pfalz, Rom. Reich u. a. Piccolominj s. Eneas. Pilatus 282. 413. Pingen = Bingen. Pippin(us) s. Frankreich, Henneberg. Pisa 241. Pius s. Rom. Stuhl. I Platz, Ludwig,] von Melsungen, Magister t> 474 ' Plaue (Piauwe) 344. Pünius 10. 18; seine Bücher 10. Plutarchus 18. Podien [= Puy], B.Haymarus [= Ademar] v. 125. Podirdus s. Mainz. Pohlde (Polde), Abtei 72. Polen, Land u. Volk 139. 144. 169. 243. — Herzöge v.: Hz. 93. — [Ladislaus, Mesichs Sohn] 168—170. — [Mesich III] 139. — Könige v.: — [Kasimir III] 243. 250. 373. — [Ladislaus II] 279. 280. — Adelheid v. Hessen 243. 250. 373. Politicorum |libri] s. Aristoteles. Pompeius [Magnus] 10. 11. Pompeius Trogus (Tr. Pompeus) u. seine Historie 3. 6. 13. 387. Vgl. Justinus. Poppo s. Henneberg. Porte = Pforta. Porus s. Indien. Pottenstein (Bodensteyn), Schlofs 186. Pr'ämonstratenser: Ordo (gen.) Premon- stratensis 127. 298; Orden S. Augustini gen. Pr. 179; der Weifse Ordo gen. Premonstratensium 360. Prag 80. 244. 280. Prediger, Ordo der — gen. Predicatorum 149. 360. 425. Prefsburg, Schlofs 153. Preufsen (Prussen) 71. 146. 201.279.371. Priamus s. Troja. Priesterschaft, Orden der — 359. Proverbiorum [über], Buch der Weisheit 210. Vgl. Sapientiae (über) u. Eccle- siastes. Prüm, Abtei 38. Psalmen (Davids) 9. 17. 26. 42. 79. 120. 223. 292. 302. Ptolomeus s. Ägypten. Puche, Konrad v. 32b. Puy s. Podien u. Raimundus. «I- Quedlinburg (Quiddelingenborck) 72. — Stift (Münster) der Weltlichen Domfrauen 72. — Kirche (Münster) S. Peters 72. Querfurt (Quernfert), Herren v.: — Bruno 275. — Heinrich 275. Quintius, Titus [statt Lucius] 13. K. Rabanus s. Mainz. Raben, Zisa, von Frankenberg 425. Rabinfsberg = Ravensberg. Rachis s, Longobarden. S. Radegund s. Frankreich. Radegund 191; ihre Schwester 191. Radicunda s. Longobarden. Raimund s. Egidien. Raimund, Abt v. Eberbach 202 Anm. 6. Raimundus [Peraudi], Cardinal 381. 471. 472. 33* 516 Register. Raimundus [v. Puy] 130. Ranis ig (Ranitze). 148. Raspe s. Thüringen. Raspenberg [= RastenbergJ 346. — Schlofs 87. 370. Rathodo [statt Ratbodo], Graf [v. Cham] 121. Raubardus s. Mainz. Rauschenberg 303. 315. 374. 470. — Schlofs 470. Ravenna, B. S. Severus v. 63. — EB. [Wibert] v. = P. Clemens 110; [=] 'B. v. Bamberg' 116. Ravensberg, Grafen v.: — Bernhard 248. 249. Vgl. Lone. — Adelheid s. Hessen. Raymundus = Raimund. Regensburg 336. — Jungfrauenkloster des Predigerordens 336- — — Mater 335. 336. — Bischöfe v.: — Otto 122. 123. — [Ruprecht II] 310. Regenstein, Gr. Ulrich v. 309. Reguläres S. Augustins s. Domherren. Reichenbach, Schlofs 171. 214. 233. 301. — Grafen v.: — Boppo v. Ziegenhain 132. 161. 409. — Berta 132. Reichenberg, Schlofs 225. Reichenberg [statt Reichenstein. 5 ], Herre Eberhard v. 454. Reichsfürsten, Reichsstädte s. Rom. Reich. Reifenstein [im Eichsfeldj, Cistercienser- kloster 132. Reiffenberg 295 Anm. 13. — Emerich v. 295 Anm. 13. Reiffenbergsche Fehde 295. Reifferscheid, Herre [Johann] v. [, Gr. v. Salm] 297 Anm. 17. Reims (Reinen), B. S. Remigius v. 24. 26. 364. 388. — EB. Turpinus v. R. (Remensis archiep.) 62. Reinhardsbrunn, Kloster 86. 92. 123. 124. 127. 130. 141. 142. 146. 148. 159. 170. 177. 179. i86[—188]. 189. 208. 321. 339—350. — Münster 123; Kirche 141; altes Münster u. I. Frauen 344. — — Altar des h. Kreuzes 141. — Kapelle u. 1. Frauen 342. 344. 345. — — Grab Lgr. Ludwigs VI v. Thüringen 339. 341-3SO. — Kapelle S. Johanns 123. — Klosterberg 344. — Mühle 321; Mühlenamt 321. — Reinhanlsborn, der 123. — Äbte v. 124 (Gilbertus); 154. 177. 199. 200 (Eckard); 342. 343. 348. — Grofskellner s. Emieben. — Laienbruder s. Folkmar Remenfsis) s. Reims. S. Remigius s. Reims. Renus = Rhein. Reydelstaid = Rudolstadt. Reynhart s. Lothringen u. a. Reynhartfsborn = Reinhardsbrunn. Reynoldus s. Cöln. Reynswig s. England. Rhein u. Land am Rhein 10. II. 14. 21. 22. 25. 27—29. 34. 37-39. 43. 56. 57. 61. 64. 65. 69. 70. 76. 82. 85. 119. 161. 171. 219. 227. 233. 236. 238. 255. 257. 263. 270. 271. 277— 279. 290. 299. 316. 317. 364—367. 381. 382. 388. 394. 398. 423. 436. 449. 455. 473; Rheinstrom [= Rheinland] 22. 70; Rheinisches Land 57; die Rheinländer 39. — Pfalz am Rh., Pfalzgrafen bei Rh. s. Pfalz. Rheinfels, Schlofs 212. 219. 315. 316. Rheingauer, die 200. Rheingrafen, die 289. — Johann d. Ältere 309. — Johann d. Jüngere 309. — Konrad s. Mainz. Rheinische Gulden 251. 311. 385. 430. — Kurfürsten (Kurf. bei Rhein) 251. 385. 430- — Städte 123. 219. Rheinischer Landfriede 219. Rheydt, Herre [Gerhard] v. 297 Anm. 17. Rhodus 235. 443. — [Johanniter]haus 443. Rhone s. Rodanus. Richard s. Rom. Reich. Riehen- = Reichen-. Richolfus s. Mainz. Ricka s. Bayern, Rom. Reich. Ridberg = Rietberg. Riedesel, der [= Eckard?], Hofmeister286; Eckard, Landvogt 288 Anm. 6; 419 Anm. 1. Riedesel, Johann, u. seine Chronik 3. 201. 203. 207. 213—215. 217. 219. 223. 226. 228. 229. 231 — 234. 237—240. 242. 243. 245. 246. 411. 413. 417. 419. 426. 428. Rietberg, Schlofs, Stadt u. Herrschaft 296. — Grafen v.: — Konrad 293. 296. — Otto 309. Riffensteyn = Reifenstein. Riga s. Petrus. Rigebertus s. Mainz. Rinckgeuwer = Rheingauer. Ringelstein, Schlofs 296. Ringleben (Rinckel.) 239. Ripperg = Rietberg. Ritterschaft Christi, Ordo der — gen. No- vorum militum 241. 360. [S.] Robertus, Abt 119. Register. 517 Robertus s. Apulien, Flandern, Normannen. Rochlitz s. Rortzlitz. Rodanus [= Rhone], Flufs 10. Roddene, Rodenauw = Röddenau. Rode, R. Siegfried 180. Rodenberg, Rodinberg = Rotenburg. Rodenstein, die v. 295. Rodersdorf, Cistercienserkloster 334. Rodersen (Rudelfsen), Schlots 230. Rodiger, Gr. v. Thüringen 115. Rodifs = Rhodus. Röddenau bei Frankenberg 289. 33 ■• 3»°- 397. 448. 456. 464. — Benedictinerkloster 289. 30°- 44°- — Schultheifs 464. Röhrenfurt, Eckard v., Landvogt 288 Anm. 6; 296 Anm. 14. Römer, Römisch s. nach Rom. Rohrborn 347. Roid = Rode. Roland, Ks. Karls d. Gr. Schwestersohn 62. Rolandus s. Rom. Stuhl: Alexander III. Rolevinck s. Fasciculus. Rollo s. Normannen. Rom 8. 9. 11. 12. M- '7- 24. 43- 53- 60. 64. 72. 77. 80. 84. 90. 96. 100. 109. 110. 115. 116. 121 —124. 126. 133. 136. 188. 201. 227. 276. 280. 293. 368. 412. 413; [statt Avignon:] 237. 243. 250. 280. 430. — Engelsburg (Engelb.) 116. — S. Laurentius 136. — S. Peters Münster 77. 126. — S. Stephan 136. Römer, die 3. 9—16. 21. 24. 50. 54- 6o - 72—74. 80. 84 136. 206. 209. 3°3- 387; vgl. S. Paulus. — Geschichten der R. [= Paulus, Hi- storia Romana] 3. 9 —11. 14- J 7- 2 7- 3°4- 389- Römische Bullen 250. — Kirche 291. Römischer Ablafs 403. — Bischof (B. v. Rom) [irrig; Curiensis = v. Chur] 109. Römischer Stuhl 23. 99. 209. Vgl. Rom. — Römische Päpste (bobiste zu Roma) 60.100. 280; Papst 77; 97! 120—122. 124. 125; 128. — Adrianus [= Hadrianus] IV 136. — Alexander II 108; [Alex.] 96. 97- — Alexander III, Rolandus 137. 139- — Alexander [V] 280. — Benedictus V 73. — Benedictus VI 74. — Benedictus IX 84. — Benedictus [XIII] 280. — Bonifacius [IX] 280. — Calixtus I 20. — Calixtus III s. Paulus II. — Celestinus III 146. — Clemens II, B. [Swidger] v. Bamberg 84. — Clemens, EB. [WibertJ v. Ravenna 110; [Cl.; irrig:] B. v. Bamberg 116. — Clemens V 236. — Clemens VI, Benedictiner 250 251- [Cl.] 255- 432. — Clemens [VII] 2S0. — Clemens [VIII] 280. — Eugenius III 133. — Eugenius IV 291. — S. Gregorius |I] 18. 26. — Gregorius II 43. 49. [366. 391]. — Gregorius III 49. 50. — 'S.' Gregorius V, Bruno, [irrig] EB. v. Cöln 71. 80. 368. 369. — Gregorius VI 84. — Gregorius VII, Hildebrandus 108—110. 115. 116. — Gregorius IX 188. 201—204. 208. 412; [statt Greg. XI:] 267. 268. — [Gregorius X] 224. — Gregorius XI s. Greg. IX. — Gregorius [XII] 280. — Hadrianus s. Adrianus. — [Honorius III] 179. — Honorius IV 227. — Innocencius III 80. — Innocencius IV 208. 209. 212. 412. — Innocencius [VII] 280. — Johannes I 26. — Johannes aus Mainz, gen. aus England, Päpstin 64 ; sein Kind 64. — Johannes XII, Octavian 73. — Johannes XIII 73. 74. — Johannes XVII [statt Joh. XVI] 80. — Johannes XXII 237. — Johannes [XXIII] 280. — Leo III 60. — Leo VIII 73. — Leo IX 87. — Nicolaus II 90. — Nicolaus V 293. 294. — Paschalis II 126. — Paulus II [statt Calixtus III] 299. — Pius II, Eneas, Kanzler Ks. Friedrichs III 292. 299. — Severinus [= Zephyrinus] 20. — Silvester III 84. — Stephanus VIII 72. — Urbanus I 20. — Urbanus IV 222. — Urbanus [VI] 280; [Urb.] 276. — Victor III 119. — Zacharias 50. 53—SS- — Zephyrinus s. Severinus. (Römischer Stuhl:) Cardinäle 116. 126. 203. 204. 381. 471 (Raymundus). — Legaten 43 (Bonifacius). 96 (Damianus). 125 (Altmannus, Sigehardus). Römisches Reich 4. 12. 14. 15. 68. 70. 72. 75. 84. 86. 93. 114—116. 118. 518 Register. 123. 125. 143. 144. 209. 211. 214. 216. 224. [229]. 235. 241. 242. 251. 256. 260. 293. 299. 310. 311. 368. 372. 383. 387. 407. 408. 411. 455; Deutsches Reich 106. 110; Römisches Reich in Welschland 74. - Kaisertum 60. 68. 70. 84. 148. 291; kaiserlicher Stuhl 60. - Kaiser 11. 14. 60.76.420; Deutsche Ks. 61; Ks. in Deutschland 75 ; (Könige oder Ks.) 368; Ks. in Welschland 74. 75; (Könige oder Ks.) 368. — Helmkleinod 128. - Römische Könige 60. 84. 88. 116. 118. 148. 191. 208. 212. 214. 216. 224. 241. 250. 251. 311. 368. 369. 412. 420. 430. - Römische Kaiser u. Könige: - Adolf, Gr. v. Nassau [229]. 233. 235. 236. 251. 263. - Adrianus oder Helius [= Aelius Ha- drianus] 18. - Albert [I], Hz. v. Oesterreich 235. 236; vgl. Oesterreich. - Albertus [II, Hz. v. Oesterreich] 291. - Alfonsus, Kg. v. Castilien 215. - Arnulphus, Kg. v. Frankreich 66. 67; vgl. Frankreich. - Augustus s. Octavianus. - Berengarius IV, Ks. in Welschland 74- 75- 368. - Caesar s. Julius. ■ Constantinus d. Grofse 60. - Constantinus V 49. 54. ■ Decius 21. ■ Diocletianus 21. • Domitianus 21. ■ Friedrich I, Hz. v. Schwaben 132. '3°- '37- '39—141 143—'48. 208. 37'- Friedrich II 175. 177—179. 181. 182. 205. 208. 211. 212. 215. 224. 227. 228. 410—412. Friedrich [d. Schöne], Hz. v. Oesterreich 241. Friedrich III, Hz. v. Oesterreich 291. 292. 306. 455- — Sein Kanzler s. Eneas. Gallienus (Galienus) 20. Günther, Gr. v. Schwarzburg 251. Hadrianus s. Adrianus. Heinrich I Vogeler, Hz. v. Sachsen 7°—73- 75' 3 68 - 383; vgl. Sachsen. S. Heinrich II, Hz. v. Bayern 81. 82. 3°9- Heinrich III (89: oder II), Hz. v. Schwaben 84. 86—89; vgl. Schwaben. Heinrich IV 88. 89. 93—126. 128. Heinrich V 125—128 136. Heinrich VI, Hz. v. Schwaben 144. 148. Heinrich VII, Lgr. v. Thüringen 20S. 209. 211. 212. 216. 372. 411—413. 457; 414 Anm. 3; vgl. Thüringen. — Heinrich VIII, Gr. v. Luxemburg 236. 239. 241. — Helius s. Adrianus. — Juliamis 20. 21. — Julius 10—12. 14; cesar ii. — S. Karl d. Grofse 61 — 63. °7- 69. 100. 127. 130. 368. 369. 383. 402—406. 412. 457; vgl. Frankreich. — Karl II d. Kahle (calvus) 64. 65. 406. — Karl III d. Grobe (grossus) 65. — Karl IV, Kg. v. Böhmen 250. 251. 256. 268. 430. — Konrad [I], Hz. v. Thüringen u. Hessen 70. 368. 383. 406. 407. 457; vgl. Thüringen. — Konrad II, Hz. v. Franken 69. 82— 86. 369. 407. 408. — Konrad, Heinrichs IV Sohn 106; [Konrad] 123. — Konrad III 131. 132. — Konrad [IVj s. Schwaben. — Leo III 49. — Lotharius II, Hz. v. Burgundien [statt Kg. v. Italien] 74. — Lotharius III, Hz. v. Sachsen 128. 129. 371. 409; vgl. Sachsen. — Ludwig I 63; vgl. Frankreich. — Ludwig II 64; [=] L., Kg. v. (über) Deutschland 65. 406. — Ludwig III 67—69; [=] L., Kg. über Deutschland 69. — Ludwig [IV], Hz. v. Bayern 241. 230. 251. — Maximianus 21. — Maximilian, Hz. v. Oesterreich 305. 307. 3II—3I3- 469. — Nero 16. 17. 21. — Octavianus 12—15. 62; augustus 14; Augustus 62. — Otto I, Hz. v. Sachsen, Ks. in Deutschland u. Welschland 61. 70. 71. 73 — 78. 297. 368. 369. — Otto II 75. 77. 78. 368. — Otto III 77 — 81. 368. 369. — Otto [IV], Hz. v. Sachsen 148. 149. --- Philipp, Hz. v. Schwaben 148. 149. — Richard v. England, Graf 215. 220. — Rudolf, Hz. v. Sachsen [statt Schwaben] 116. 118; vgl. Schwaben. — Rudolf, Gr. v. Habsburg, Lgr. v. Elsafs 224. 225. 227. 228. [229]. — Rupert, Hz. v. Bayern, Pfalzgr. bei Rhein 282. 283. 385. 446. — Sigismundus, Kg. [v. Ungarn] 279. 286. 287. 289; 297 Anm. 3. — Tiberius 15. — Titus 17. 18. — Trajanus 18. — Valerianus 20. — Vespasianus 17. Register. 519 Wenzeslaus 268. 281. Wilhelm, Gr. v. Holland 2x2. 215. Angehörige: , Alberts I Bruder s. Oesterreich: Rudolf II. „ . , V Friedrichs II Gem. s. (hier unten) Isabella. . Heinrichs III Gem. s. (hier unten) Agnes. , Heinrichs IV Bruder s. (hl« unten) Konrad. HeinrichslVGem. s. (hier unten) Berta. Heinrichs IV [erster] Sohn 98. 108. 11 1. ■ Karls d. Gr. Kinder 62. Karls d. Gr. Schwester [62]. Konrads II Tochter s. (hier unten) Agnes. , ■ Lothars III Schwester s. Sachsen. Gertrud. ■ Neros Familie 17. ■ Octavians Töchter 14. • Ottos I Schwester s. Lothringen: Ger- k er £ a - -TU - Ottos II Gem. s. (hier unten) Theo- phano. - Ottos III Gem. v. Aragon [irngj 78. 79. - Bruno, Heinrichs I Sohn, s. Cöln. - Heinrich, Friedrichs II Sohn, Herzog 2I 5- - Heinrich, Heinrichs I Sohn, s. Bayern. - Johann, Alberts I Neffe, s. Oesterreich. - Karl, Karls d. Gr. Sohn, s. Frankreich. - [Konrad,] Heinrichs III Sohn 108. III. - Ludolf, Ottos I Sohn, s. Sachsen. - Manfredus, Friedrichs II Sohn 2I|. - Pippin, Karls d. Gr. Sohn, s. Frankreich. - Wilhelm, Ottos I Sohn, s. Mainz. - Adelheid [v. BurgundienJ (Dalvida oder Alheyd), Lothars II u. Ottos 1 Gem. 74. 75 - Agnes [v. Aquitanien], Heinrichs Ul Gem. 89. 90; Heinrichs Gem., [irrig] Konrads II Tochter 83. - Berga, Karls d. Gr. Tochter, s. Frankreich. - [Berta v. Savoyen,] Heinrichs IV Gem. 94—96. 98. 102. 106 - Biancamaria |v. Mailand], Maximilians Gem. 307. 314. - Blantscheid, Ludwigs III Tochter, s. Orleans. - Dalvida s. Adelheid. - Edich [statt Edith] v. England, Ottos 1 Gem. 73. 75. - Elisabeth v. Nürnberg, Ruperts Gem. 282. 446. - Gilla, Heinrichs II Schwester, s. Ungarn. - Gilla, Karls d. Gr. Tochter, s. Frankreich . - Gilla, Karls II Tochter, s. Normannen - Gisila die Junge v. Schwaben, Konrads 11 Gem. 69. 82—85; G. 407. 408; G. [irrig] v. Frankreich 369. — Gisila, Ludwigs III Tochter, s. Schwaben. — Hedwig, Lothars III Tochter, s. Thüringen. — [Isabella v. Jerusalem,] Friedrichs II Gem. 181. — Jutta, Friedrichs I Schwester (371 Tochter), s. Thüringen. — S. Kunigunde [v. Luxemburg], Heinrichs II Gem. 81. 82. 369. — Mechtild v. Westfalen, Heinrich I Gem. 70. 72. 75. — Ricka v. Sachsen, Lothars III Gem. 126. — Ricka, Ottos I Tochter, s. Bayern. — Rotrudis, Karls d. Gr. Tochter, s. Frankreich. — [Theophano,] Griechische Kaisertochter, Ottos II Gem. 126. (Römisches Reich:) Fürsten, Deutsche F. 60. 69—71. 88. 208. 229. 281. 289. 293-3°7-3°8-3i°- 311. 313. 411.41*. — Kurfürsten 80—82. 116. 129. 208. 214. 224. 229. 235. 250. 251. 369. 412. Vgl. Rheinische Kurf. — Städte, Reichsstädte 118. 143. 260. 271, 310. Vgl. Rheinische St. Rommersdorf s. Camerfsdorff. Romrod, Herrschaft 244. Ronckel = Runkel. Rorborn = Rohrborn. Rortzlitz [statt Rochlitz], Schlofs 164. Rosenthal 284. 300. 307. 384. 426. 436. 441. 451. 456; die vom R. 415. — Schlofs 307. Rofsberg (Rosseb.) 326. Rofsla, Heinrich, u. seine Sachsenchronik 59. 402. Rostock 16. Rotenburg 233. 245. 275. [283]. 292. 440. — Stift [S. Elisabeth u. Maria| 245. Rotes Meer 5. Rotharfsdorff = Rodersdorf. Rotrudis s. Frankreich. Rudel fsen = Rodersen. Rudne = Röddenau. Rudolf s. Anhalt, Bayern, Rom. Reich, Schwaben u. a. Rudolstadt 163. Rückershausen (Ruckershufsen), Schlofs 230. Rüdiger von Medebach 331. Rüsselsheim, Schlofs (Haus) 305. Rufach 360. — Kloster Ordens d. h. Geists [Hospital iter] 360. Rufus s. Festus. Ruhla (in der Rula) 137. — Eisenschmiede 137. 139- Ruhlkirchen (Rulk.), Schlofs 230. 520 Register. Rumerade = Romrod. Runkel, Herren v.: — Siegfried 275. — [Gr. Friedrich v. Wied ?] 454. Rupert(us), Rupracht, Ruprecht s. Cöln, Mainz, Pfalz, Rom. Reich u. a. S. Ruprechts Berg s. Bingen. Rusteberg (-bürg) [, Schlofs] 137. Rusticus s. Trier. Ruthardus; Rutharius; Ruthbertus, Ruth- gerus s. Mainz. Ryffenberg =s ReifTenberg. Ryn = Rhein. Rytberg = Rietberg. Rytesel = Riedesel. s. Saale, Flufs 111. 169. Saalfeld 98. 149. 346. — Domherren[stift] 98. — Kloster 98. Saarbrücken, Grafen v. 200. Vgl. Nassau. — Heinrich s. Worms. Saarwerden, Grafen v.: — Hans 309. — Hildegard s. Limburg. Sachsen, Land u. Volk 8. 10. 16. 18. 19. 23. 24. 29—31. 34. 39. 41. 44. 45. 49—S 2 - S°—S9- 65. 69. 70. 73. 80. 82. 97. 98. 100—108. in —123. 125—127. 133. 143. 177. 178. 220. 221. 238. 263. 365—368. 387. 390. 39 2 - 393- 395- 39 6 - 4°'- 4° 2 - 436; Sachsen(land) = Westfalen 8. 393; die Sachsen in England 391; Sachsen oder Engländer 390. — Grafen v. 92. 115. 118. 120. 122; s. Diemo, Gereon, Hermann, Konrad, Meginfrid, Wigmann. — Herzogtum 287. — Herzöge v. 23. 24. 66. 67. 80; [= Hze. v. Braunschweig] 248; Sächsische Herren [desgl.] 248. Vgl. Braunschweig u. Westfalen. — Wappen 23. 24. — Hz. 68; Hz. 86. — Adelbert (v. Sachsen u, Braunschweig) s. Oesterreich. — [Albrecht I] 163. — Albrecht [II], Gr. v. Brena, Burggr. v. Magdeburg 229 Anm. 10. — [Albrecht V] 287. — Bruno 66. — Harto 16. — Heinrich, gen. v. Braunschweig 68. 70. 368; vgl. Rom. Reich: H. I. — Heinrich [d. Stolze] v. Sachsen u. Bayern 126. — Heinrich Löwe 136; [=] Hz. H. v. Braunschweig 143. 144. 148. — Hengst 23. — Horst 23. — Lotharius 126—128. 297; Herre v. Oesterreich 297; vgl. Rom. Reich: L. III. — Ludolf 66. — Ludolf, Ks. Ottos I Sohn 73. 75. — Magnus 101. 102. 104. 115. 126. — [Ordulf] s. Bayern: Otto. — Otto [d. Erlauchte] 66. 68. — Otto 73; vgl. Rom. Reich: O. I. — [Otto ioij; s. Bayern. — Otto 148; vgl. Rom. Reich: O. IV. — Rudolf s. Schwaben. — Tanquard 66. — [Udo] 91 : s. (hier unten) Markgrafen. — Adelheid s. Sachsen (Pfalz) u. Thüringen. — Cecilia v. Bayern 86; vgl. Thüringen. — [Gertrud,] Lothars Schwester [statt Tochter], Heinrichs d. Stolzen Gem. 126. — Hedwig s. Thüringen. — Ricka s. Rom. Reich. Sachsen-Meifsen: Landgrafen V.Thüringen, Markgrafen v. M., Herzöge v. S. 288. — Albertus s. Mainz. — Albrecht 308. 311. — Friedrich [I], Kurfürst 287. 288. 293 m. Anm. 10; vgl. Thüringen-Meifsen: Fr. IV. — Friedrich II, Kurfürst 293 Anmn. — Friedrich [III, Kurfürst] 308. 311. — Friedrich, Albrechts Sohn 308. — Georg, Albrechts Sohn 308. — Heinrich, Albrechts Sohn 308. — Wilhelm 454; 293 Anmn. — Anna (v. Th., M. u. S.') s. Hessen. Sachsen, Mark 71. — Margrafen v.: — Dedi 95. 101 ; [Dedi] 115. — [Udo IJ 'Hz.' 91. — Udo [II] 101. 113. 114. — [Adela,] Witwe zu Thüringen, Dedis Gem. 95. Sachsen, Pfalzgraftum 147. 154. 176. — Pfalzgrafen v. 177 (Saxoniae dux, comes palatinus). — Friedrich [II] 101. 115. — Friedrich [III] 91. 98. 101. 102. 122 — 124. — [Friedrich VI] 147. 148. — Hermann s. Thüringen. — Konrad 136. 137. — Adelheid v. Sachsen 91. 110; vgl. Thüringen. — Sophia s. Thüringen. Sachsen, Landgrafen v. Thüringen u. Pfalzgrafen v. — s. Thüringen. Sachsenberg 8. 381. 389 (Schlofs). 401. 405. 436. 456; die vom S. 405. 415- Sachsenborn, der 396. Sachsenburgen, die 19. 31. Register. 521 Sachsenchronik s. Rofsla. Sachsenhausen [bei Wildungen] 8. 389 (Schlofs). Sachsenstein s. Sassensteyn. Sättelstedt s. Stetelsteddc. Saint-Pol (Sent Pauel), Grafen v. 261. — Johannes s. Mainz. Salabinus, Saladinus s. Sarazenen. Säle — Saale. Sal(e)felt, Salveid = Saalfeld. Sal-Ingelnheym s. Nieder-Ingelheim. Sallustius (Salustius) Crispus 2. Salm s. Solms. Salomon s. Ungarn. Salumarus (Schriften der Mönche S. u. Theothones) 45. Salvatoris ordo s. S. Brigitta. Salza (Salcz) [= Langensalza] 61. 14g. 346. — Schlofs 179. — Herre v. S. 177. Salzburg, Bistum 63. — Erzbischöfe v.: — Burckard [I] v. Ziegenhain 214. — [Gebhard] 114. — [Siegmund II] 308. Salzungen 33. 93. Samuel 55. Sangerhausen (irrig Sangenhufsen) 86. 87. 92. 110. in. 117. 370. — Münster S. Ulrichs 117. — Cecilia [v. S.| s. Thüringen. Sapientiae [liber] 210. Vgl. Proverbiorum (über) u. Ecclesiastes. Sarabrucken = Saarbrücken. Sarazenen (Sarracenen) 77. 81. 125. 131. MS — König der: Salabinus, Saladinus 145. Sassen(-) = Sachsen(-). Sassenbrucke = Osnabrück 8. Sassensteyn [= Sachsenstein bei Sachsa], Schlofs 98. Sathanas, Teufel 74. Sathanasstedde = Sättelstedt 74. Saturni, Festa — s. Macrobius. Saul s. Juden. Savoyen (Sopheyen), Botschaft von 310. — [Berta v. S.] s. Rom. Reich. Saxonia = Sachsen 177. 393. Sayn, Grafen v. 258. Vgl. Wittgenstein. — Dietrich 275. — Eberhard [v. Sayn-Wittgenstein] 454. — Gerhard 275. '— Heinrich 203. — [Johann I] 227. 373. — [Elisabeth] v. Hessen 227. 373- Scharfenberg bei Brilon s. Schartenberg. Scharfenberg (Scharffenb., Scharffinb.) [bei Thal] 345. — Schlofs 212. Scharfenstein(Scharffensteyn),Herren v. 158. Schartenberg (Schardenb., Schartinb.) in Hessen, Schlofs 233. Vgl. Wolif. Schartenberg [= Scharfenberg] in Westfalen, Schlofs 302. 452. 454- Scharzfeld (Schartfelde), ein Bannerherr v. 94; seine Frau 94. Schauenburg (Schonburg, Schonenberg, Schouenberg) beiFriedrichroda, Schlofs 47- 93- I2 3- I2 4- 3°7- Schanenforst (Schouwenf.), Schlofs 163. Schederberg (Scheddelberg), der, zwischen Münden u. Göttingen [, jetzt Brackenberg] 256. Scheidungen (Schidingen) [= Burgsche- dungen] 28-31; [statt Zulp.ch:] 3°. 31. [364. 388. 389]. __ Schlofs 96. . Schenck (Schencken), d.e - zu Schweins- _ TohLnTd. Ältere], Amtmann zu [Battenberg u.l Frankenberg 302. 4S 2 - 453- _ Johann, Marschall 311; 4&3 Anm. 8. _ Volpert 463 Anm. 8. Schenken v. Erbach s. Erbach. Schenken v. Farila s. Vargula. Schilderode (-rade) 22. Schippelitz = Zscheiphtz. [SchismaJ 280. Schladebach s. Stoylbach. ichleifhütten, die, bei Frankenberg 385. ScUoAeimf Herre Hermann v. 180. Schmalkalden 179- 344- . Schmidtstädt, Wüstung be, Erfurt 238 Schnee grofser *9 2 ' 3°3- 4»°, winter gen. der grofse Schnee 3°3- 4&°. Schnellmannshausen 19. Schobbel, Johann 4 S°' ,, g Schönau (Schonauwe) [a. d. Horsei| 34 Schönberg, Schlofs 3'&- — Könige v.: _ [Jacob IV] 31°- _ S. Oswald s. Normannen. Crlinurwkn- = Schauen-. Ltrautlibach, Balthasar, Amtmann zu 382. 442. 453—45S- __ Aue zu Sehr. s. Aue. Schröder, Johann, von Frankenberg, Altarist 469 Anm Vn ^- I0 r 2? Sw.ttzen]. Schwaben, Land u VoJ kl o. 2 7 J 39. 44- 69- 70. 2 - "5 271. 277. 290. 3'7- 3°S- i u i * 390. 449- — Herzogtum 215. — Herzöge v. 23s; Hz. bb. 522 Register. — Arnulf [irrig] 69. — Ernst 69. — Friedrich [III] 132; vgl. Rom. Reich: Fr. I. — Friedrich [IV] 136 Anm. iS. — Heinrich [irrig] 83. 84; seine Gem. 83. — Heinrich, [irrig] Gr. v. Calw 83. 84; vgl. Rom. Reich: H. III. — Heinrich 144; vgl. Rom. Reich: H. VI. — Hermann 69. — Konrad [, Rom. Kg. K. IV] 208. 209. 211. 212. 215. 412. — Philipp 148; vgl. Rom. Reich. — Rudolf 104. 105. 116. 11S; [=] Hz. R. v. Sachsen (irrig] 116. 118. 119. 121. 122. 124; vgl. Burgundien u. Rom. Reich. — Gisila, Ks. Ludwigs III Tochter [irrig] 69. — Gisila die Junge s. Rom. Reich. — Jutta s. Thüringen. Schwabenchronik (Chr. der Swoben, von Sw.; Swobische Chr.) [= Schwab. Geschichten des Thomas Lirer u. Gmünder Chronik] 3. II. 79. 84. 128. 149. 215. Schwabhausen (Swobinhufsin) 343. Schwalbach [= Burgschwalbach], Schlofs 257. 258. Schwallungen 345. Schwalm, Heinrich, von Frankenberg 457 Anm. 3. Schwarz (Swartz) [statt Stranz (v. Döll- stadtl], R. Hermann 212. Schwarzburg, Schlofs 19. — Gericht 212. — Grafen v. 19. 76. 86. 212; Gr. 267. — Günther 162. — Günther [XXI] 251 ; vgl. Rom. Reich. —■ Günther |d. Junge] 309. [312]. — Heinrich [III] 144. — Heinrich 275. — [Heinrich XXX] 454. — [Otto II, Gr. v. Hallermund?] 277. Schwarzeishausen 343. Schwarzenberg [bei Melsungcn], Schlofs 230. Schwarzenborn 301. Schwarzer Ordo s. Benedictincr. Schwarzwald (Schwarzer Wald) 82. 83. Schweinsberg (Sweynfsburg) s. Schenck. Schweiz (Swittzen) [statt Schwaben] 27. Schweizer, die 222. 274. 275. 292. 303. 454. Schwerin s. Weimar. Scipio 11. [Seckenheim, Streit bei —] 299. Sedunen [= Sitten], Bistum 63. Seebacli (Sebech), v.: — R. Dietrich 180. — Berfha 207. [411]. Seeberg (Seheberg), der, bei Gotha 93. Seebergen (Sebergin) 343. Seeburg (Seburg), Schlofs 333. Segewin s. Cöln. Seibert [= Siegfried], Herr 25. Seibertshausen s. Sibrachtfshufsin. Seleucus s. Syrien. [Scmpacher] Streit 274. Sendfgericht] 226. 383. 417. 422. Seneca, Meister 16. 17. Sent Pauel = Saint-Pol. Sergius, Mönch 40. Servi Mariae, Ordo der Mergenknechte gen. — [= Serviten] 189. 360. Severinus s. Rom. Stuhl. S. Severus s. Ravenna. Seyn(e) = Sayn. Sibenburge = Siebenbürgen. Sibrachtfshufsin [= Seibertshausen] 269. Sicilia jenseit Norwegen 65. Sicilien 68. 181; [statt Cilicien:] 6. — Berg in S. [= Ätna] 68. — Könige v. S.: Kg. [irrig] 125. — Reynhart s. Lothringen. ■— Jolanda s. Hessen. Sidonius s. Mainz. Siebenbürgen 150—152. Siegen (Sigen) 258; die von S. 286. Siegfried (Sifrid, Sigefrid) s. Mainz tt. a. Vgl. Seibert. Siegfried von Buseck 329; seine Frau 329. Siegfried von Larbach 327. Sigebert [statt Siegburg], Kloster 98. Sigehardus [v. Aquileja], Legat 125. Sigemundus s. Mainz. Sigibert s. Frankreich. Sigismundus s. Rom. Reich. Silbertal = Strafsburg 26. 76. Silvester s. Rom. Stuhl. Simon, Zauberer 16. 17. Sinderoldus s. Mainz. Sinning, Peter, oberster Schreiber 419 Anm. 1. Siptineus s. Böhmen. Sitten s. Sedunen. Sizzo s. Thüringen. Sizzo, Gr. v. Thüringen 115. Slavonien, die 56. Slissenrade [= Schletzenrod ?] 325. Sloitheym = Schlotheim. Smalkalden = Schmalkalden. Smeetstete = Schmidtstädt. Snelman 19. Snelmanfshufsin = Schnellmannshausen. Sommern (Summeringen) 239. Soest 292; 306 Anm. 4; die von S. 292. Solde(n), von Frankenberg: — Heinrich 479 Anm. 5. — Heinrich, Magister. Priester 479. — Johann 479 Anm. 5. — Johann, Rentmeister zu Fr. 470 Anm. 5. Solms, Grafschaft 268 Anm. 19. — Grafen v.: — Bernhard |zu Braunfels] 309. — Hans [statt Gr. H. v. Salm] 309. Register. 523 — Heinrich 203 Anm. 5. — Johann 271; 268 Anm. 12. — Jacob [statt Gr. J. v. Salm] 309. — Kuno [zu Lieh] 453. — Otto 275. — Otto [zu Braunfels] 30g. 454. — Philipp [zu Lieh] 309. 312. — Margarete [v. S.] s. Treffurt. Solmsische 154. Sondershausen 71. Vgl. Frauenberg. Sonneberg (Sonnenb.) 341. Sonneborn (Sonnenb.) 347. Sonnenberg, Gr. Andreas v. 309. Sonnen[zeichen] 291. Sontra 275. 288. 440. Sopheyen = Savoyen. Sophia s. Brabant, Thüringen u, a [Sophia] von Biedenkopf 323. Sophia von Büdingen 326. Spangenberg 247. 249. 259. 282. 300. 373- 374- — Carmeliten[kloster] 300. — Schlofs 282. Spanheym 278. 373 = Sponheim. Spanheym [statt Spansheim bei Bingen] 53. — Kirche |statt Kirche Kempten bei Bingen] 53- Spartanien 12. Vgl. Lacedämonien. Spatenburg [== Spatenberg bei Sondershausen], Schlofs 98. 106. Speculum s. Spiegel. Speyer 82. 86. 89. 115. 125. 128. — Münster 82. — Bistum 251. — Bischöfe v.: — Adolf v. Nassau 267; vgl. Mainz. — [Gebhard II] 125. — [Ludwig] 308. Spiegel der Historien (des Vincentius [von Beauvais] 3. 116) 3. 6. 7. 9 II. 18. 21. 26—28. 31—36. 38—42. 44. 50. 54—S8. 61—63. 65- 68. 76. 81. 82. 87. 89. 93. 110. 116. 125. 363—367. 3°9- 389. 390. 392. 393. 395. 396. 401. 402. 406; Speculum hist[oriale] 81. Spiegel, die — vom Desenberg 277. 441. R. Konrad 277. Spiegelberg, Gr Gerhard v. 297 Anm. 3. Spiefs, der 263. 344; 477 Anm. 2. Spieskappel (Cappel, C. in Hessen, C. am Spisfse), Prämonstratenserkloster 127. 2 35- 263. 360. ■ [Prämonstratenser-] Nonnenkloster 344. Spir, Spira, Spiraa = Speyer. Sponheim, Grafen v.: — [Simon II] 244. — [Elisabeth] s. Nassau: Anna. — Margarete [statt Elisabeth] s. Hessen. St ade (Staden) 8. Stadt Gottes, Bücher von der — s. S. Augustinus Stan)lberg = Stolberg. Stauda s. Studewe. Staufen, Grafen v.47.367. Wappen 47.367. — Graf v. 69. — Ludwig s. Thüringen. — Amelia s. Orleans. Staufenberg, Schlofs 233. 260. Steddeberg, der, bei Frankenberg 442. Steffen, Futtermeister 419 Anm. 1. Stein, der, [am Rhein,] Schlofs 317. Stein, der, bei Würzburg 407. Stein, Johann, Kanzler 463 Anm. 8. Steinau 224. Steinfwunder] 36. Stenfurt [= Steinfirst], Schlofs 212. S. Stephanus [von Graudmont] 98. Stephan(us) s. Biesen, Rom. Stuhl, Ungarn. Sterben s. Pestilenz. Sterner, die 263—266. 436; Sterngenossen 264. 436; ihr Bund u. Gesellschaft 262. 263; Sternerbund 264. 267. 436. Abzeichen 263. 266. 436. — Hauptmann 262. 263. 436. — Oberste 263. — Sternerfehde 382. 435. 436; Sterner- krieg 264. Stetelstedde [statt Sättelstedt] 74. 178. — Kirche 74. — Kemmenate 178; ihr Wall 178. — R. Waltmann v. 178. Stetten (Stetyn) 345. Steuerburg, Schlofs 272. 279. Stippach, die, Grund bei Herborn 286. Stipp(en), die, von Frankenberg 473. — Christian 473 Anm. 17. — Ludwig [gen. Christiani], Magister 473. Stockhausen, die v. 211. Stolberg, Grafschaft 27. — Grafen v. 27. — Heinrich 162. 180. — Heinrich 309. Stouffen(-) = Staufen(-). Stoylbach [statt Slaitbach = Schladebach], R. Dietrich v. 163. Vgl. Leipzig. Stranz s. Schwarz. Strafsburg 26. 76. 148. 253. 292. — Münster u. 1. Frauen 26. — Bistum 81. — Bischöfe v.: — [Albrecht] 308. _ Wilderolff [statt Widerold] So. 81. Strafsburger Chronik (Chr. V. Strafsburg) [des Jacob Twinger von Königshofen] 3. 25. 26. 70. 81. 209. 224. 235. 236. 241. 247. [250]. 251. 255. 257. 368. 392. 407. 412. 432. Streits, Bücher des — s. Machabaeorum. Strigau s. Trigona. Strophin, Dorf 341. Strofsynauwe [Scasonowe], Schlofs 212. Studewe [= Stauda], Dorf 169. Stuhlräuber, die, Schälke 463—466. Stureburg = Steuerburg. 524 Register. S. Sturmus s. Fulda. Suetonius u. seine Bücher II, Suffronius s. Mainz. Sule, die v. der — [= Colonna] 24. Sulz, Gr. Rudolf v. 310. Summeringen = Sommern. Sundershufsin = Sondershausen. Sundgau 274. 306. Sust = Soest. Sustern unter der Regel S. Augustini 305. 3S0. 467. Sw- = Schw-. Symmachus Patricius 26. Syrien 10. — Könige v. S. oder Griechenland: — Antiochus Epiphanes 1. 9. — Seleucus 7. 8. T. Tagerede, Buch der — s. Paralipomenon. Tankredus s. Brabant. [Tannenberger] Streit 279. Tanquard s. Sachsen. Tanz[wunder] 82. Tarand = Tharandt. Taufers s. Metauffers. Taunus s. Höhe. Teck s. Württemberg. Tecklenburg s. Ziegenhain; Helewid. Teich (Fischteich), der grofse, bei Frankenberg 229.234. 235. 307. 385. 397. 399. 419. 422. 423. 456. 468. 469. 472. Teichmühle, die, bei Frankenberg 385. 433- 448. Templirer(herren), Ordo der — 127. 236; Ordo Templariorum 360. Tenneberg, Schlofs: Tonfsburg 137; Zene- berg 211. — Vogt v. Z. 211. Terfs = Dersch. [Tertiarier:] Ordo de Tercia regula s. Beg- harde; Brüder von der Tercienregel S. Francisci s. Brüder. Tesen-, Tefsinberg = Desenberg. Teuerung (durde) s. Hungersnot. Teufelskeller, der, Grund bei Frankenberg 385- 392- Teutleben 343. Teutonicorum ordo s. Deutscher Orden. Thamsbrück (Thumerfsbrucken, Thumes- bruck, Tummerfsbruck) 49. 129. 371. — Dingstuhl 49. — Gr. v.: Ludwig v. Thüringen 129. 371. Tharandt, Schlofs 164. Theodebert s. Frankreich. Theodericus s. Engelhus u. a. Theophilus, Vicedominus 27. Theothones (Schriften der Mönche Salu- marus u. Th.) 45. Thüringen u. Thüringer 3. 4. 10. 16. 19. 22. 28.-31. 33—36- 38. 39-45—S>- 56. 61. 63. 65—68. 70. 71. 74. 76 77. 80. 85. 86. 88. 91—93. 95—108 110 —117. 119. 120 — 123. 125—130 138. 139. 143. 144. 146. 148. 149 152—154. 157. 159. 162. 164. 169 171. 172. 178. 182. 186. 188. 189 201. 207. 209. 211—214. 216-222 228. 233. 234. 238. 247. 287. 321 346. 363—368. 370. 372. 381. 384 388. 389. 391. 394. 407 — 410. 413 425; Thüringen = Hessen 22. 393. —■ Dietrich v. Th. s. Dietrich. — Fürstentum 4. 129. 176. 209. 371. 409. — Fürsten v. Th. (u. Hessen) 143 (Fürst); 128. 129. 409 (Landesfürst). Vgl. (hier unten) Landgrafen(haus). — Grafschaft 4. 129. 209. — Grafen v. Th. u. Hessen 86. Vgl. (hier unten) Landgrafen(haus). — Graf der Thüringer 16; Grafen v. Th. 101. 115; s. Adelbert, Beringer, Dietrich, Heinrich, Konrad, Otto, Rodiger, Sizzo. Thüringen u. Hessen, Herzogtum 4. 51. 70. 209. 367. 387. 394. — Herzöge v. 52. 65. 70. 394. 407. — Burckard 64. 68—70. 368. 406. — Konrad I 61. 62. 368. 402. 404. 406. — Konrad II (70 Hz. in Frankreich oder Franken; 368 Gr. v. Hessen) 64. 69. 70. 368. 406; vgl. Rom. Reich: K. I- — Ludwig I 51. 52. 54- 58. 61. 367. 394—396. — Ludwig II 61. 368. — Ludwig III 61. 62. 368. — Luippold 64. 67. 69. 368. 406. Thüringen u. Hessen, Königreich 3. 31. 209. 364. 381. 389. — Könige v.: — Baldericus I 23. 363. — Baldericus II 27. 28. 364. — Basinus 24. 364. — Berecharius I 23. 363. — Berecharius II 27. 28. 32. 364. — Hermifrid 27—31. 364. 365. 388. 389; seine Kinder 30. 31. 364. 365. 389- — Marcomirus gen. Merwig 22. 23. 3'- 40. 363. — Chrotildis v. Frankreich, ehem. Gotenkönigin 27.28.30.31.364.365-388.389- — Malaberga v. Wendelnfreich] 27. 364- 388. — Radegundis s. Frankreich. — Wasina, Basina (Königin) 24. 364; vgl. Frankreich. Thüringen, Landgraftum 143. — Landgrafen v. Th. (u. Hessen) 69; 128 (comes provincialis, comes provincia- rum, lantgravius); 129. 147; 177 (lant- gravius); 218. Vgl. (hier oben) Grafen u. Fürsten. — Wappen 47. 128. 129' 147. 218. 367. Register. 525 Landgrafenhaus: Beringer, Ludwigs I Sohn, zu Sangerhausen, Graf 87. 92. 370. 408. Dietrich, Beringers Sohn, s. Berka. Ernst, [irrig] Ludwigs III Sohn, [Graf v. Gleichen] 129. Friedrich, Ludwigs IV Sohn, s. Ziegenhain. Heinrich Raspe, Ludwigs I Sohn, Graf 87. 130. 370. 408. Heinrich, Lgr. v. Th., Fürst v. Hessen, Pfalzgr. v. Sachsen 149. 177. I79~ 183. 186-189. 191. 199- 2 °°- 2 °3- 205—209. 211. 212. 216. 371. 37 2 - 384.410—413; vgl Rom.Reich: H.VII. Hermann [I], Pfalzgr. v. Sachsen, Lgr. v. Th., Herre (371 Fürst) v. Hessen 134- '43- '44- 146— '54- '57- '59- 179. 371. 409. Hermann [II], Lgr. 162. 182 —184.191. 194. 205. 207. 208. 372. 410. 411. Hermann, Hermanns I Sohn 149. 154. 183. 372. Hermann, Ludwigs II Sohn 371. Hugo, Ludwigs I Bruder, Gr. in Frankreich (407 in Thüringen), Vitztum des Stifts Mainz 84. 85. 369. 370. 407. 408; seine Gem. 85. Konrad, Lgr. v. Th., Fürst v. Hessen, Pfalzgr. v. Sachsen; Deutschhcrre, Hoher Meister Deutsches Ordens 149. 177. 17g—181. 186. 187. 200—207. 226. 371. 384. 410. 411. 413; vgl. Deutscher Orden. Konrad, Beringers Sohn, s. Hohnstein. Lampertus, [irrig] Ludwigs III Sohn, [Graf v. Gleichen] 129. ■ Ludwig mit dem Bart, Gr. v. Staufen, Vitztum (vicedominus). Landrichter, Landesgraf, Lgr. 47—49. 51. 84. 85. 367. 384. 394. 407. 408; sein Stamm 84. 407. ■ Ludwig I, gen. L. II mit dem Bart, Gr. in Frankreich (407 in Thüringen), Vitztum u. Lgr. 84-88. 369. 37°- 407. 408. ■ Ludwig II d. Springer, Gr. u. Lgr. 87. 88. 91 — 93. 101. 102. 110. in. 117- 118. 120—124. I2& - I2 7- 37°- 37 1 - 408; seine Söhne 92. - Ludwig III, Gr. u. Lgr. (comes pro- vincialis), erster Fürst (Lgr.,lantgravius) 92. 126—130. 132. 371. 409. - Ludwig IV d. Eiserne, Lgr. 129. I3 2 - 134—144- '4 6 - '77- 37 1 - 4°9- Ludwig V d. Milde, Lgr. v. Th., Herre v. Hessen 134. 142-145. 371. Ludwig VI d. Selige (S. Ludwig), Lgr. v. Th., Fürst v. Hessen, (Hz. u.) Pfalzgr. v. Sachsen 149 —151. »53— l8 3- l86 - 188. 201. 206—208. 212. 213. 216. 339—35°- 353- 37 1 - 37 2 - 3 8 4- 4 10 - 411. 413; sein Gebein 186. 187. 342; seine Kinder 183. 184. 191. 194. 384. 411. — Ludwig, Beringers Sohn, s. Lohra. — Ludwig, Ludwigs III Sohn, s. Thams- brück. — Otto, [irrig] Ludwigs I Sohn, Markgraf v. Th. u. [angeblich] v. Hessen 87. 9I-92. 95- 37°- 4°S- 408; seine Gem. [Adela] 95; vgl. Sachsen (Mark). — Otto, Ludwigs II Sohn, s. Zeitz. — Sizzo, [irrig] Ludwigs I Sohn, Markgraf v. Th. 87. 370. — Sizzo, [irrig] Ludwigs III Sohn, [Graf v. Käfernburg] 129. — Wigmann, Hugos Sohn, Graf 85. 370. — Wilhelm, [irrig] Ludwigs I Sohn, Markgraf v. Th. 87. 90. 91. 370. 408. — Adelheid v. Sachsen, Witwe zu Sachsen (Pfalz) 92. 120. 121. 123. 124. 371; vgl. Sachsen (Pfalz). — Adelheid, Ludwigs I Tochter 87. 370. — Adelheid, Ludwigs II Tochter, s. Weimar. — Adelheid, Ludwigs III Tochter, Äbtissin v. S. Nicolaus zu Eisenach 129. '34- 37 1 - — Agnes, Hermanns I Tochter, s. Oester- reich. — Cecilia [v. Sangerhausen; irrig:] v. Bayern; Witwe zu Sachsen 86. 87. 370. — Cecilia, Ludwigs IITochter,s.Wildensee. — Cecilia, Ludwigs III Tochter, s. Böhmen. — S. Elisabeth v. Ungarn 149. 151 —168. 171 —199. 201—208. 211 —213. 218. 222. 231. 236. 237. 243. 244. 246. 249. 259. 260. 285. 321—336. 339. 340. 346. 353. 37 2 - 384- 4°5- 4'°- 411. 413. 414. 418. 419 424. 457; ihr Leichnam 199. 328. 330; ihr Gebein 205. 206. 218. — Gertrud [v.Oesterreich; irrig:] V.Bayern 208. 372. — Gertrud, Ludwigs VI Tochter, Äbtissin zu Altenberg 183. 184. 191. 194- 37 2 - 410. — Hedwig [v. Gudensberg; irrig:] v. Sachsen, Ks. Lothars III Tochter 126. 129. 371. — Hedwig, Hermanns I Tochter, s. Elsafs. — Hildegard, Ludwigs I Tochter, s. Henneberg. — Jutta v. Schwaben, Ks. Friedrichs I Schwester (371 Tochter) 132. 134. 140. 141. 146. 208. 371. — Jutta, Hermanns I Tochter, s. Meifsen u. Henneberg. — Jutta, Ludwigs III Tochter, s. Böhmen. — Kunigunde, Ludwigs II Tochter, s. Wigmann (Gr. v. Sachsen). — Margarete [v. Cleve; irrig:] v. Oester- reich 146. 371. 526 Register. — Margarete [Irmengard], Herrnanns I Tochter, s. Anhalt. — Mechtild, Ludwigs III Tochter 371. — Sophia v. Bayern 148—150. 154—156. 158. 162. 167. 168. 177. 179. 180. 182. 186. 205. 206. 371. — Sophia v. Sachsen (Pfalz) 147. 148. 371. — Sophia, Ludwigs VI Tochter, s. Brabant. — Uda, Ludwigs I Tochter, s. Linderbach. Thüringen-Meifsen: Landgrafen v. Th. 11. Markgrafen v. M. 263. — Albrecht s. Meifsen. — Balthasar 263. 264.273'—275.382.440. — Dietrich s. Meifsen. — Friedrich [I] 239. 243; |irrig:J 247. 250. 258. — Friedrich II 247 Anm, 13; 250 Anm. 4; [Fr.] 267. — Friedrich III 258 Anm. 9; [Fr. ?| 255. 263. 264. 267. 268. — Friedrich [IV] 286. 287; Hz. v. Sachsen u. Kurfürst 287; vgl. Sachsen-Meifsen: Fr. I. — Heinrich s. Meifsen. — Ludwig s. Mainz. — Elisabeth s. Hessen. Thüringen-Meifsen-Sachsen (Landgrafen v. Th,, Markgrafen v. M., Herzöge v. S.) s. Sachsen-Meifsen. Thüringen, Mark 91. — Markgrafen v. 87. Vgl. (hier oben) Landgrafenhaus: Otto, Sizzo, Wilhelm. Thüringen, Vitztume in — s. (hier oben) Landgrafenhaus: (Hugo), Ludwig m. d. Bart, Ludwig I. Thüringerchronik (Chr. der Doringe, von Doringen; Doringsche Chr.) [ältere des Johannes Rothe] 3. 8. 16. 19. 22. 25— 2 7- 2 9—3 1 - 33- 4°- 4Ö — 49- 5 2 - 61. 69. 74. 76. 77. S5-88. gi-93- 99- 102. 110. in. 117. 120—125. 127 — 130. 132. 134. 136. 139—148. 151 — 155. 157—159. 162. 164. 166. 170. 171. 177 — 179. 181. 183. 201. 207. 209. 212—214. 216. 217. 220 — 222. 224. 234. 239. 243. 247. 250. 258. 259. 264. 268. 275. 363. 367. 370. 389. 390. 394. 407—413. 416. 436. ThUringerwald (Doringscher Wald) 45. [47. 93]; Bloifsloube 86. Thüringischer Hofmeister 177. — Küchenmeister 173. — Schenk s. Vargula: Rudolf, R.Walter. Thüringisches Landgericht 48. 49. 51. 394. — — Freibote 49. --------Richter, Landrichter 48. — — Schöffen 48. 49. Thume(rf)sbruck(en) = Thamsbrück. Thuringia = Thüringen 128. Thuron(ensis) s. Tours. Tiber, Flufs 126. Tiberius s. Rom. Reich. Tiemarus s. Bremen. Tierstein (Dirsteyn), Gr. Heinrich v. 309. Titurius Albinus (Alvinus) 10. Titus s. Rom. Reich. Tonfsburg [statt Tenfsburg = Tenneberg) 137; vgl. Zeneberg. Toul (Toll), B. [Ulrich] v. 308. Tours (Thuron, Turone, Turonis) 65. — S. Martins Münster 65. — EB. [statt B.] 'S.' Gregorius v. 364. 389; Greg. Thuronensis 30. [Tracht der] Reisigen (reyfsener) 256. Trajanus s. Rom. Reich. Treffurt 19. 149 [irrig], 247. — Schlofs 19. 149 [irrig]. — Herrschaft 247. — Herren v. 19. 247. — Friedrich |II] 180. — Friedrich [IX] 247.. — Hermann [VIII] 247. — Hermann [IX] 266. 267. 385. 437. — Margarete [v, Solms] 266. Treisbach (Treispach), die v. 468. — Johann, Amtmann zu Frankenberg 434 Anm. 13; 440 Anm. 6. — Katharina s. Dersch. Treisbach (Treispach), Peter v., Altarist zu Frankenberg 441. Trenorum (über) s. Jeremias. Treysa 143. 360. 371. 446; 452 Anm. 4 die von Tr. 460. — Predigerkloster 360. Trichte = Utrecht. Trier (Trire) 37. 38. 65. — Petrus v. Tr. s. Mainz. — Bistum, Erzbistum, Stift 17. 37. 57. 63. 283. 322. 324-326. 329. 331. 332- 334- — Bischöfe v.: — Eucharius 17. — Rusticus 37. 38. — Erzbischöfe v. 80. — Bohemund |I] 229 Anm. 12; vgl. Neues Archiv 33, 226. — [Hillin] 136. — Johann [II] 308. 311. — Kuno [II] v. Falkenstein 261. 268; vgl. Cöln u Mainz. — Otto v. Ziegenhain 289. Trigona [statt Strigonensis civitas; = Strigau?] 335. Tringenstein, Schlofs 242. S. Trinitatis ordo s. Dreifaltigkeit. Triteburg 101; 'Cruczeburg' 128; 'Crete- burg' 179. Tragus s. Pompeius. Troja 14. 17. 21. — Geschlecht v. 21. — Priamus d. Jüngere 21. 363; seine Sühne 21. 22. 363. Troja [in Apulien] (Troya) 181. Trutmunden [= Dortmund] 124, Register. 527 Türken, die 235. 279. 296. 310. Tummerfsbruck s= Thamsbrück. Turone, Turonis = Tours. Turpinus s. Reims; seine Chronik 62. Tuteleben = Teutleben. Tz- = Z-. ü. Uda s. Linderbach. Udo s. Magdeburg. Udo, Markgraf 127. Udorff = Eudorf. Ulm 209. S. Ulrich in. 117. Ulrich s. Böhmen, Kärnten u. a. Ulrichstein, Schlofs 231. Umstadt [= Grofs-Umstadt] im Odenwald 316. Unfruchtbare Jahre 238. Ungarn, Land u. Volk 46. 65 — 69. 71. 72. 77. 81. 90. 91. 113. 150—153. 158. 159. 183. 193. 296. 335. 367— 369. 382. 406. — Königreich 335. — Könige v. 251. 430; Kg. 71. — Andreas [1] 90. 372. — Andreas [II] 151—153. 158. 159. 162. 172. 182. 193. 218. — Beles [I] 90. 91. — IBela IV] 335- — Loas [statt Joas] 91. — Salomon 90. 113. — Sigismundus s. Rom. Reich. — S. Stephan [I| 81. 369. — Elisabeth, Andreas' II Tochter, s. Thüringen. — [Elisabeth,] Belas IV Tochter s. Bayern. — Gertrud v. Kärnten [statt Istrien] 151. 153. 185. 195. — Gilla v. Bayern, Ks. Heinrichs II Schwester 81. 369. — [Sophia,) Belas I Tochter s. Kärnten [= Istrien]. Ungebotene Dinge 383. 394. 405. 421. [Union] 291. Unstrut, Flufs 29. 31. 47. 49. 110. 112. 148. Unterrosphe (Nidderr.) 325. Urbach 324. Urbach (Urbeche) 156. Urbanus s. Rom. Stuhl. Urf (Urfa) 327. Ursania [= Hirsau], Kloster 84. Usingen 474. Uslar, v.: '— Ernst 295. — Hans 29s. Utenraid [statt Utand] 19. Utenrode (-rade) 19. Utrecht (Trichte, Utrich, Uttrich) 65. — Bistum 328. — Bischöfe v.: — S. Amandus 41. — [Wilhelm] 115. — S. Willibrordus 59. Vacha (Vach, Vache) 189. 330. 360. — Kloster Ordens der Mergenknechte [Serviten] 189. 360. Valerianus s. Rom. Reich. Valerius Maximus u. seine Bücher 3. 13. Varch, R. Heinrich [statt Reinhard] 180. Vargula (Fargela) a. d. Unstrut 49. — Kirche des h. Kreuzes u. S.Andreas' 49. — Herren v. (Farila, Varila): — Rudolf, Schenk 180. 187. 195. 221. — R. Walter, Schenk 152. 159. 162. 164. 165. 180. 187. 272. Varnrade = Farnroda. Velsberg = Felsberg. Velspech s. Wolfsbech. Veltpach = Feldbach. Venedig (Venedige, Venedie) 171. — Botschaft von 310. Verden, Bistum 61. Verona = Bonn 21. Vespasianus s. Rom. Reich. Viclyn [statt Wettin], Dorf 221. Victor s. Rom. Stuhl. Viermünden (Firmyn) 456. 464. — Schultheifs 464. — die v. 441. Wappen 441. Vieselbach s. Weifsensee. S. Vincencia 63. Vincentius [von Beauvais] 3. 116. Vgl. Spiegel der Historien. Virgilius, Meister, Dichter 10. Virneburg, Grafen v.: — [Adolf] 'Herre' 255. — Heinrich s. Mainz. — Philipp 309. S. Vit 63. Viterbia s. Gottfried. Vockenrad [Vokenrot], Schlofs 98. 106. Vogelweide, Walter v. der, Sänger 150 — 152. Vogtland 178; die Vogtländer 118. Volkenrode (Volkerade), Kloster 130. Volkmarsen 302. Volprahtishusin 331 Anm. 6. Voragine s. Janue. Vortigonus s. Britannien. w. Wachsenburg, Schlofs 76. 86. — Kloster 76. Wacker, Flufs 37. Waidland, auf dem, Stätte bei Frankenberg 385. 424. Waldeck, Grafschaft 285. 293. 312.447. 528 Register. — Grafen v. 413. — [Heinrich II] 237. 385. 427. 428. — [Heinrich IV] 262. 267. 270. 271. 436. 438. — Heinrich [V] 284. [285]. 286. 382. 447; [H.] 293; [H.?] 440. — [Otto I] 227. 373. — Otto [II] 256. — Philipp [II] 309. 454. — Adelheid s. Katzenelnbogen. — Elisabeth s. Ziegenhain. — Sophia v. Hessen 227. 373 Waldeckische 256. 264. 282. [285]. 293. 387. 436. [447]. Waldensehe = Wildensee. Walkenried, Kloster 130. Walkmühle, die, bei Frankenberg 385. 433- 448. Wallenburg (Waidenburg), Schlofs 212. Wallenburg [statt Neuenbürg], Grafen v.; vgl. Ellenburg. — Otto 309. Wallenfels s. Eisemroth. Wallewon s. Frankreich. Waltbertus (Schriften der Canoniken F.bur- hartus u. W.) 51. Walter von Ebeleben 341; sein Kind 341. Walter von Grünberg 327. 328. Waltershausen 342. 343. 345. Wandalbertus, Diaconus, u. seine Legende S. Goaris 38. Wandali s. Wendeln. Wanfried s. Winfride. Wangenheim 345. — Herren v. 19. 212. Wangionum, Bistum der — = Worms 40. Warmer Winter 291. Warpurg [statt WarbergJ, Graf [statt Herre] Heinrich v. (zu) 309. Wartburg (Warperg,Warporg) bei Eisenach, Schlofs 92. 93. 123. 124. 141. 145. 148. 151. 153- 162. 167. 173. 175. 176. 178. 183. 184. 187. 200. 209. 217. 220. 221. — Kemmenaten 93. — Mushaus [= Speisehaus] 93. — Ritterhaus 151. — Türme 93. — Gr. Ludwig v. Wartberg (Warpberg) 180. Wartburgkrieg (krick von Warperg), Gesänge 150—152. Wasina s. Frankreich. Wassenburg = Wachsenburg. Wassergran s= Aachen 16. Weddelberg = Weidelberg. Wedderauw = Wetterau. Weda = Wied. Wedirheuber = Wettereiber. Wehrda bei Marburg 189; [statt Wetter:] 196. Weidelberg, der 231. 272. — Schlofs [jetzt'Weideisburg'] 231.272; Neubau 272. Weidenhain (Wydenheyn), die, von Frankenberg 467. — Heinrich, Priester 467. Weidrichhausen, Wüstung bei Schönstadt 290. Weilburg 305. Weimar, Grafschaft 129. — Grafen v. 129. — Gr. [statt Gr. Günzel v. Schwerin] 221. — Hermann 239. — Ulrich 92. 371. — Adelheid v. Thüringen 92. 371. Weinberg = Gofsberg 398. 400. Weinsberg, Herren v.: — Konrad s. Mainz. — Philipp 310. Weifsenau am Rhein 317. Weifsenfeis 147. 163; die von W. 163. Weifsensee 28. 49. 141. 212. [234]. 344. 349- — Weingärten 234. — Berg bei W. 141. — Baumgarten 141. — Baumhaus 141. — Schlofs 141; [statt Vieselbach:] 201. — Gericht 141. — Graf v. [statt Gr. Heinrich v. Gleichen] 201. Weifsenstein [bei Cassel, Augustinerinnenkloster] 374. Weifsenstein [bei Marburg], Schlofs 214. 215- Weifser Ordo s. Prämonstratenser. Weif s. Bayern. Weifen (Weife), Geschlecht 75. Weifesholz, das 127. Welschland, Welsches Land 10. 20. 22. 27- 74- 75- "5- 14«- '75- «81. 261. 368. — Botschaft von [= von Frankreich] 310. — Kaiser in 74. 75. 368; s. Rom. Reich. Weltliche Domfrauen, -herren s. Dom-. Wendel, Johann, Altarist zu Frankenberg 469. Wendeln (Wandali), Könige der: — Gansericus 24. — Hunerich 27. 364. 388. — Malaberga s. Thüringen. Wende(n), die 19. 64. 66. 72. Wendhausen (Wenghufsen), Stadt [statt Kloster] 72. Wenigenburgbei Amöneburg, Schlofs 231- Wenzel [statt Wezel] von Röddenau 331. Wenzeslaus s. Böhmen, Rom. Reich. Werde = Wehrda. Werden s. Wirtenen. Werdenberg, Grafen v.: — Christoffel 309. — Hans 309. — Hug 309. Register. 529 — [Rudolf] s. S. Johanns Orden. — Ulrich 309. Werner s. Mainz, Merseburg u. a. Wernher, Graf 89. Werra, Flufs 19. 106. 211. 214. 222. 244. — Grafschaft [statt Land] an derW. [211]. 214. 222. Wertheim, Gr. Georg v. 316 Anm. 10. Weser, Flufs 51. Wefsele = Oberwesel. Wefsintfelt = Wiesenfeld. Westerburg, Herren v.: — Johann 275. — Reinhard 284. 447. — [Grafen v. Leiningen -W.]: — Reinhard 310. 454. — Thonner [statt Kuno] 310. Westfalen, Land u. Volk 8. 10. 22. 24. 58. 59. 71. 98. 169. 238. 257. 263. 270. 277. 279. 302. 303. 305. 381. 393. 398. 401. 402. 405. 423. 436. 438. 441. 442. 450-452. 454. 471; Westfälinge 60. 118. 222—224. 230. 264. 300. 382. 386. 396. 402. 405. 416. 436. 450. 451. 453 —455- Vgl. Westsachsen. — Fufsfenten aus W. 450. — Heimliches freies Gericht in W. 405. 477; heimliche Richter 59. 60. 402. — Herzöge v.W. 24.393. Wappen 24.393. — Dietrich 70. — Widdekind 58. 59. 401. 402. — Mechtild s. Rom. Reich. Westfranken =s Frankreich 61. 393. Westphalia = Westfalen 393. Westsachsen (Land u. Volk) = Westfalen 8. 11. 22. 24. 34. 58. 82. 393. 402. Westthüringen = Hessen 11. 20. 22. 363. 393. Wetflar = Wetzlar. Wetter [196 'Werde']. 207. 214 240. 265. 359- 405- 4M- 45 1 ; 4'9 Anm - 1; die von W. 413. — Stift Ordens der Weltlichen Domfrauen 265- 359- — Kirche 'zu Werde' 196. Wetter, Flufs 332 Anm 7. Wetterau, die 263. 423. 436. Wettereiber, Volprecht, Burgmaim zu Frankenberg 266 Anm. 15. Wettin s. Viclyn. Wetzel, Koch 341. Wetzelinus s. Mainz Wetzlar (Wetflar, Wettzflar) 154. 183 228. 246. 268. 269. 271. 326. 329 372. 382. 410. 427; die von W. 228. Weydland = Waidland. Weyner, Gerlach, von Frankenberg 430. Wezel s. Magdeburg. Wicherus [statt Rücker] von Kröffelbach 324; seine Brüder [Friedrich u. Werner] 324- Wickard von Medebach 331. Wickard, Heinrich, Altarist zu Frankenberg 380. 441. Wickersdorf bei Frankenberg 381. 426. 437. 441 (Wickartfsdorff). — Kapelle 381. 426. [437. 441]. Wiclif (Wickleff), Johannes 280. Widdekind s. Battenberg, Westfalen u. a. Widichinsteyn = Wittgenstein. Wied (Weda, Widde, Wide), Grafen v.: — Johann 309. 312. — [Friedrich] 454. — Wilhelm 309. Wiesbaden 332. — Warmes Bad 332. Wiesenfeld bei Frankenberg, Dorf 425; Haus Ordens S. Johanns 129. 360. 380. 443. 444. 450; die Johannsherren (die von W.) 380. 383. 425. 443— 445- 465- — Komture 443 444. Wigandesteyn [Wigantestein], Schlofs 98. S. Wigbert 52. 53. 57. 58. 396. 397". se ' Q Gebein 57. 58; seine Legende [von Lupus] 53. 57. 58. 396. 397. Wigbert von Medebach 331. Wigkart = Wickard. Wigmann s. Magdeburg, Thüringen. Wigmann, Gr. v. Sachsen 92. 371; seine Gem. Kunigunde v. Thüringen 92. 371. Wildenberg, Schlofs 295. Vgl. Hatzfeld. — Herre Hermann v. 275. Wildensee (92 Waldensehe), Grafen v.: — Hermann [statt Gerlach] 92. 371. — Cecilia v. Thüringen 92. 371. Wilderolff s. Strafsburg. Wildungen 217. S. Wilhelm s. Aquitanien. S. Wilhelms, Ordo - 134 3&°! Wilhel- miten 425. Wilhelm s. Henneberg, Hessen, Jülich, Mainz, Orleans, Rom. Reich, Thüringen u. a. Wilhelm von Malmesbury s. Guillerinus. Wilhelm von Paris 149. Wilhildis = Bilhildis. Wiligis s. Mainz. Willandefsdorff [= Wilnsdorf ], Schlofs 203. Willersdorf, Johann, von Frankenberg 457 Anm. I. Willibaldus s. Eichstädt. Willibrordus s. Utrecht. Wilnsdorf s. Willandefsdorff. Wilspach[= Witteisbach], Pfalzgr. v. 149; s. Pfalzgrafen: Otto. Wind, grofser 290. 306. 385. 449. Winfride [statt Wanfried] 45. Winfrid(us) = S. Bonifacius 42. 43. 45. Winkelprediger 203. Winter, Lorenz 453. Winternheim [= Grofs-W.] 317. Winzenburg, Grafschaft 127. 34 530 Register. — Gr. Hermann v. 127. Wipperfürth 279. Wirberg bei Grünberg, Kloster 314. Wirtenen [= Werden], Abt Bardo v. 84; vgl. Mainz. Wirtzebnrg == Würzburg. Wisigoten, Könige v. — u. Hispanien: — [Atlianagild] v. |W. u.] H. 35. — Herminigildis v. W. u. H. 3S. — Brunichildis s. Frankreich. — Ingundis v. Frankreich 38. Wissebade = Wiesbaden. Wissen- .— Weifsen-. Wifsheyd, Buch der — s. Proverbiorum (über) u. Ecclesiastes. Wifsphalen = Westfalen(land) 393. Witteisbach s. Bayern: Otto; Pfalzgrafen: Otto. Wittgenstein (Widichin-, Witgen-, Wittz-, Wytsteyn), Grafen v, 225. 258. 416. Vgl. Battenberg u. Sayn. — [Siegfried II] 258. — Widdekind s Battenberg, — [Grafen v. Sayn-W,]: — Johann 275. — Johann 454. — Johann [, Domherr zu Cöln] 309. Wittgensteinische 387. Witzenhausen 134. 173. 222. 360. 425. — Jahrmarkt 173. — Wilhelmitenkloster 134. 360. 425. Wölfe, Plage der — 134. Wog (zu dem Woge), Stätte bei Frankenberg [436]. 450. Wogberg, der, bei Frankenberg 436. Wogmühle, die, bei Frankenberg 385. 436. Wolfcrshausen, Schlofs 230. — Wolf v. 286 Anm. 3. Wolff(WuIff'e), die, v. Schartenberg 277.442. Wolkersdorf, Schlofs 239 (Kemmenate). 276. 277. 303. 304. 385 425. 440. 441. 462—464; 469 Anm. 1; Neubau 303. 462. — Turm 303. 462. — Bewohner (die von W.) 382. 441. Wolfsbech [statt Welfsbech = Velspech], [Heinrich?] v., von Eisenach 221. Wonnenberg [statt Winnenberg?], Herrc v - 454- Worm s. Dänemark. Worms 94. 106. 107. 109. 113. 115. 307. 308 311 314. 469. — Kirche(Dom, Münster) u. 1. Frauen 313. — Bistum 40. 53 ; 'Erzbistum' 53. — Bischöfe v.: — Eckard v. Dersch 447. — Heinrich fll] v. Saarbrücken 200. — Johann [III] 308. 314. Württemberg, Grafen v.: — Eberhard [zu Urach] 308. 313; Herzog [E. I] v. W. 11. Teck (zu der Deck) 313. 314. 54. 128. 327. ■ I7 1 389. 407. der — [Ulrich zu Neuffen] 299. — Anna s. Katzenelnbogen. — Mechtild s. Hessen. Würzburg 27. 104. 105 — Bistum 3 — Bischöfe — Albero 118; [A.] 114. — Burckardus [I] 54. Hermann I] 171. Lorenz] 310. Rudolf II] 454. Wulcho s. Longobarden. Wulckerfsdorff = Wolkersdorf. Wulffe s. Wolff. Wulffefshufsen == Wolfershausen. Wunderzeichen S. Elisabeths, Buch — s. S. Elisabeth. Wydenheyn = Weidenhain. Wydrighufsen = Weidrichhausen. Wylborg = Weilburg. Wymar = Weimar. Wynsperg = Weinsberg. Wyntzenburg = Winzenburg. Wypelfurde = Wipperfürth. Wytsteyn = Wittgenstein. Xanten (Xanctis) 21 Ybenheyn = Ebenheim. Ybenhufsen = Ibenhausen. Ychterfshufsin =3 Ichtershausen. Ylefeld = Meld. Ylmena = Um. Ymmenhufsen = Immenhausen. Ymmichenhayn — Immichenhain. Yngelnheym = Nieder-Ingelheim. Yringk = Iring. Ysemerade = Eisemroth. Ysenach(e) = Eisenach. Ysenbcrg, -bürg = Isenburg. Ysentrud = Isentrud. Yter = Itter. z. Zacharias s. Rom. Stuhl. Zc- = Z-. Zeitz, Bischöfe v.: — Bertold [I] 136. — Eppo 90. 99. 101. [102]. 103. — Otto [= Udo I| v. Thüringen 371. Zeneberg [statt Tenneberg] 211; vgl. Tonfsburg. — Vogt V 211. Zeppenfeld 332. Zidderbrücke, die, bei Frankenberg 464. Ziegenberg, Schlofs 230. — Grafschaft [statt Herrschaft] 244. Register. 531 Ziegenhain 236. 279. 292. — Grafschaft 211. 232. 292. 312. 374. 375. 384. 449. — Grafen v. 44. 132 211. 233. 241. 294. 409. 413. 449. Vgl. Reichenbach u. Hessen. — Wappen 263. 294 — Bertold [I] 219. — Boppo s. Reichenbach. — Burckard s. Salzburg. — Engelbert [I] v. [Z. zu] Nidda 247. — Engelbert [II] 250. — Friedrich v. Thüringen 134. 143. 297. 37 1 - — Gottfried [I] 144. — Gottfried [II] 236; [G.| 161. — Gottfried [VJ 224. — Gottfried [VI] 225- 23°- 2 3 2 - 2 33- 236. 416; [G.] 227. 373. — Gottfried [VII] 262—264. 436. — Gottfried [VIII], Ritter 261. 264. 267. 2 7S- — Gottfried [IX] 289. — Heinrich [III] 161. 410. — [Johann I] 237. — Johann [II] v. Z, u. Nidda 241. 289. 290. 292. 294. 449; 297 Anm. 3; [J. ?] 440. — [Ludwig 1] 214. — Otto s. Trier. — Adelheid v. Arnsberg 250. — Agnes v. Braunschweig 261. — Agnes v. Falkenstein 261. — Elisabeth v. VValdeck 289. — Elisabeth [statt Mechtild] v. Hessen 227. 373. — Helewid [= Heilwig v. Tecklenburg] 228. — Lackard [v. Ziegenhain-Nidda] 247. Ziegenhainische 387. 436. Zierenberg 228. Zigeuner (tzeguner) 459. Zifsen, Georg, von Frankenberg 451. Zollern (Czorn), Gr. Itelfritz v. 308. Zscheiplitz (Schippelitz), Schlofs 91. 123. — [Mönchsjkloster 123. 124; Kirche 123. — Nonnenkloster S. Martin 154. Zülpich s. Scheidungen. Zweibrücken (Czweynbrucken), Gr. Siegmund [statt Simon Wecker] v. 309. Zweirede, Buch der — s. S. Gregorius. Zwingenberg, Hans v., Landschreiber zu Darmstadt 478 Anm. 6. Zwisten [statt v. Zweter], Reinhard [statt Reinmar], Sänger 150—152. Druck von Max Schmersow vorm. Zahn & Baendel, Kirchhain N.-L. li S*^ m '- 1 B| an