Landeschronik. 2 1 7
darwidder. Unde nam eyne ax unde hib in sent Gorgen thor, das mandie czeychin unde heybbe uwer czweyhundert jare sach in dem eychinbolcze 1 ). Unde stalte so grosfsen jamer, das die bürgere wurdenbeweget in der gerechtickeyd; so sie wole wüsten, das er son derrechten lyngen unde der nehiste erbe was; unde lyfsen sie yn, undedoden er huldunge 2 ). Dufs lefset man in der Doringer croniken 3 ).Auch beschribet efs Johan RyteseP).
*(Hir sal stehin, wie frauwe Sophia mit erme sone kumpt vor *bi. 272.Ysenach unde heyschet yn.) a )
*Du hette frauwe Sophia vorters getzogen vor andere stedde, *bi. 272..so enhatte sie des fulckes nicht; wante sie bemante die staid Yfsen-ac M> hirumbe wart der houff Heyne. Defs czoch sie Widder inHessen, unde nam eynen bisschoff von Mentz») zu hulffe, undev ersatzstc eme die stad Wildungen vor 700 marg swerer phennige«);Wl 'che stad zu vil getzyten ist geheisschin wurden widder zum landezu Hessen zu stellin, das dan nach nicht gescheen ist 7 ). Alsusschribet Johan Rytcsel in syner croniken8). Zu dusfsen getzytenllf s frauw Sophia erin eldestin soen») ufs Brobant holen unde auchpyn Margburg brengen' 0 ), unde was auch etzliche jare da bie symebruderu). Hirumbe wart der Jungeste genant das kynt zu Hessenjjnde der eldeste das kynt zu Brabant 12 ). Vorters so rüste sich dieherczogynne Sophia mit hulffe des bisschofs, unde czoch Widder inUoringen. Dywile hatte sich marggrave Hinrich auch besammet 13 ),s° er bests mochte, so das frauwe Sophia nicht vile geenden mochte.Yd och wart darczusschin gereth, das sie efs stellin suitin an diee'destin der ritterschafft in Doringen 1 *); unde quam so ferne: künde«er marggrave 20 eddele frumme hern unde nttere finden in^ng-en, die unversprochin werin, die mit eme uff ere eyde zu
a ) Ausgeführt; im Bild: Warperg; Ysenach.z„„, J ] Th ™. (Germ. 17,140; Urs. 1294). Zusätze aus BiedeseP. 2 ) Wohl
SK l ei 9 ene Zutat > zum Teil Riedesel. Vgl. Cr. Beinh. 621 Z.6f (nach derWacher Verhandlung) adiens civcs Ysenacenses conquesta est iniunarn suam; 1II1* V / • ■ P r °miserunt se ei . . . auxilium prebituros. 8 ) S. d. vor Anmn.
bia ia\ etwa Cr - E - 622 z - 7—9. 6 ) G - versteht darunter Siegfried III, den er
du« re 9ieren läfst, s. unten S. 219. 6 ) Sicher ist, dafs die Burg Wil-
j? n 9en zwischen 1247 und 1263 in mainzischen Besitz kam; vgl. Böhmer-WM,VfS-Mag, 2, 293 Nr. 594 u. 361 Nr. 98; Ilgen-Vogel ZRG. 20, 254 m. Anm.en//; m ' Anm - 3 ' 34 * •»■ A ^m. 2. ') 1263 erhoffte Sophia den Wieder-
aJjS!*. der Burg- 1294 forderte Lgr. Heinrich die in waldeckischem Besitz be-%!•« ;r ? w 9 von Mainz zurück; 1347 und 1368 wurden die hessischen Ansprüche.[yeonch erneuert; s. Ilgen-Vogcl 344 Anm. 2; Bommel, Gesch. v. Hessen 2,wmn s. 67. ») Biedesel. °) Bei Biedesel oben S. 213 ergibt sich nur,
vs bophiens Gemahl einen älteren Sohn hatte; in der Kl. Hessenchr. (s. Anm.tS steht nur, dafs ihr Sohn einen Bruder hatte. Es war Sophicns Stiefsohnirn C c IU v - Brabant. Dagegen sagt Gcrsi. nachher in der Bgtif. Bl. 16 ganzLud ' .°P hi a und ihr Gemahl hatten 2 sone und 1 dochter; der 1. Sohn hieß10 ) n ' g, . der bleit > e y" herezog zu Brabant; die Tochter wart abbatissa zo Ysenach.J n -rf% ir rigen Vorstellung, dafs auch dieser noch unerwachsen gewesen sei, lieg*an v Bezeich nung 'Kind v. Brabant' (s. unten) zu Grunde. ") Man konnte
■wör* r J Vechslun 9 mü seinem Vater denken, der in Marburg gewesen war; damitS 9,, " w m ■vergleichen, dafs dessen 'Beise' nach Hessen bei Biedesel obenZnn nicht erwähnt ivird. 12 ) fHessenchronik], s. Kleine Hcsscnchronm,
62tff ß 7 ' 37 Z «/■ ]3 ) V 9 l et ™ a Cr - K 632 Z 9 f- 14) Vg
1 Z, 4g f cons jiij s ut j com itum et nobilium terre (Thuringic).