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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
Entstehung
Seite
216
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2i6 Landeschronik.

kunsten des hymmelfsloufts *). Alsus bleib die czweydracht lengersteende in dem Romschin riche 2 ). Unde stunt uwel in den landenphede halber 8 ). Alsus lefsit man zusammen in vilen croniken 4 ).

Alfs nu frauwe Sophia sach, das keyn Romscher kunnig wart, dereyn richter uwer die lant were, da sprochin etzliche fursten, der tochtersoen were nehir zu dem lande, dan der swester soen; darmidde wart frauweSophia getroist. So sprachen etzliche, die lande werin ufs kunnig Hinrichsmunde gestorben, der eyn lantgrave gewest were; der erbete die lantmogelicher uff siner swester soen, wan uff synfs bruder tochter son; dar-midde wart marggrave Hinrich getroist. Alfso quam die frauwe Sophia,die herczogynne von Brabant, in Doringen, unde brachte iren soen mit er,unde hisch das lant zu Doringen marggraven Hinriche ane 6 ). Du sprach er,he were nehir erbe, dan der junge herczog von Brabant, er soen;wante sine muter, frauwe Jutta, were eyne swester lantgraven Lude-wiges unde kunnig Hinrichs 6 ). So sprach Sophia, die herczogynne,nachdemmal defs marggraven muter, frauw Jutta, cynthalb swestergewest were 7 ), unde die erpschaff der lande uff eren vater, lant-graven Ludewig, unde syne rechten brudere unde geswistere ge-vallen were, so sulde die erpschafft nicht widder zunicke addcr zur*bi. 271'. syten abe an die eynhalp * geswistere, sundern uff der rechtinlyngen unde uff erme soenc bliben 8 ). Unde des hatte frauw Sophiaden meisten zufall 9 ). Aber der marggrave karte sich nicht daran-Unde dywyle er vormunder was, so hatte he sich gefrundet undeetzliche mechtigc in den stedden unde slosfsen an sich gelefsin; sodas die stedde unde slosfse die wurden vor der herczogynneunde erme sone zugeslosfsen 10 ). Auch wüste der marggrave wole,das herczog Hinrich der alte von Brobant gestorben was 11 ). Sowüste er auch wole, das frauwe Sophia unde er soen nicht vilefrunde hattin von mechtigen hern unde fursten in dusfsen landen-Hirumbe so karte er sich an keyne redde 12 ). Sundern er sprach,hewulde 13 ) das lant zu Doringen behaltin, alfso lange bifs das [es]*)eme mit rechte, vor deme Romschin riche, angewunnen wurde, adaermit dem swerte 11 ). Alsus lefsit man in der Doringer croniken 15 )-

Darnach czoch frauwe Sophia mit irmc soene vor Ysenachunde hisch yn, alfs die staid vor er zugeslossen wart. Unde alfs sie nichtyngelofsen wart, du ginck sie vor das thor unde stifs unde drai"

ft ) Hs. ohne Lücke.

') Rol. vir prudens et maximus astronomus; zu G.'s Wortlaut vgl. oben 8-150 Z. 23 ff. E ) Königsh. 447 Z. 18 f, 31, 21—24; Rol. 81' Z. 9—12,16,J#"

») Vgl. unten S. 219 Änm. 3. 4 ) S. d. vor. Anmn. ) Thür. (Urs.

1293 f; vgl. Stolle 163; das Letzte auch Germ. 17, 139 f). 6 ) Vgl. Königs"-

(Kap. 2) 476 Z 22 f, 36, 24—26 do meinte Edewart, der künig von Engenlant, ■ • jer were noher erbe, denne dirre Philippas von Volasien, wan sine muoter were des

hyndersten küniges von Frangrich swester. 7 ) Vgl. oben S. 212, wo G. eyntnWP

in den Text der Thür. einschiebt. 8 ) Bei Königsh. 477 Z. 1—3 u. 29 meint

Philipp v. Valois, es rürte doch sine sippeschaft von sine vatter, so rürte dlEdewardes sippeschaft von der muoter. 9 ) Behauptung zu Gunsten »*»

') Bei Königsh. =Philipp v. Valois, es rürte doch sine sippeschaft von sine vatter, so rürte cEdewardes sippeschaft von der muoter. 9 ) Behauptung zu Gunsten .

Hauses Brabant, vgl. oben S. 212 m. Änm. 21 u. 22. j0 ) Vgl. den Anfang ««*

nächsten Absatzes (Thür.). ") 1248. Nur hier erwähnt; vgl. oben S- **

m. Anm. 4. ") Wohl zum Teil eigene Zutat, zum Teil Riedesel. iS ) Thu ^'

oben (S. Anm. 5) ansehliefsend: Do rieten ime syne hern und frunde, er sola •14 ) Thür. (Germ. 17, 140; vgl. Stolle 163, Urs. 1294). ') S. d. vor. Anmn-