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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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197
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I.andeschronik.

197

* (Hir sal stehin, wie sich vinfser herre Jhesus mit eyner grosfsen *bi. 216.schar cngeln herscheynt sent Elyzabeth, darvon sie verkleret wirt mitstrameln, von er geen alfs die sonne.)

*Alfs nu die czyt quam, das god syne dynerinnen belonen *bi. 218 1 .wulde, du herscheynte sich aber unfser herre Jhesus; unde sprachz u er alsus: 'kom, du usfserwelte myne frundynne, in die ewiginselickeyd, dir bereyd'. Nu was zur seibin czyt er bichtvater, meisterCurt von Margburg, vast kranck; so ginck sent Elyzabeth zu eme,unde troiste en mit godlichen wortin in syner kranckheyd. Dufragete sie der andechtige priestcr unde sprach: 'myn liebe frauweunde tochter, wie wullet ir uwern stot unde leben orden nachmyme dode'? Da antworte sie nichts von dem dode des priesters,sundern sie verkundigete eine worlichin erin e3'gin toid, alfs er goduffcnbort hatte. Unde das geschach auch, wante an dem firdentage darnach wart die heylige Elyzabeth kranck, unde der pristerfachte sich widder uff). Also schribet her Diderich in syme 8.buche von sent Elyzabeth 2 ).

(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth zu dem krancken priestergeet, unde troistet en mit godlichin Worten.)

So nu die heylige Elyzabeth me wan 12 tage in kranckeyd *bi. an.was, zu eyner czyt geschach efs, alfs er mayd, genant Equivoca 3 ),bl e deme bette safs, du horte sie gar eyne susfse stymme gesanges^°n sent Elyzabeth. Nu hatte sie sich geyn die want geleyd. Zu-hant darnach sprach sie zu der mayd: 'bo bistu'. Sie antwerte:frauwe, ich byn alhir, unde ir hat gar susfse gesungen'. Du sprachs ent Elyzabeth: 'hastu das gehört'. Sie antwerte: 'ja'. Du sprachv orterfs sent Elyzabeth: 'verwore sage ich dir, das czusschin mirunde der wand eyn fogelyn safs, das sanck so wole unde so susfse,unde reyfste mich darzu, das ich muste mit eme syngen'. Dar-nach defs dritten tages vor erme abescheyde du lyfs sie von er[i 231N0V.17]uistriben alle werntliche pcrsonen. Wantc da worin vile erbarr urnmcr frauwen, die zu er kummcn woren unde sie troistin wulten.nde sprach; 'ich wil mich bedenken uff das lettzste strenge ge-cnte, unde wil mich mid godde myme hern bekümmern'. Dar-jlfn uff d en jg ta g. jgg mon (; S novembris, der gefyl zu der czyt Nov. 18.eynen sontag 4 ), nach der metten, thet sie ere lutern reyneni^ C me ^ s t er Curde von Margburg. Du fragete der priester, wasthun sulde mit erme hufsrade, unde anders wefs sie hette. DaPrach sie: 'alles das ich bifsher gehat habe, das was armer lüde;' r umbe bitte ich uch, das ir dasselbe follin under dy armen deylet';s gescheyden eynen bofsen rock, dar wulde sie ynne begraben. er °en. Anders entsattzste sie keyn testament, auch bestalte sieents von kostlichem begenckenisfse, wiewole sie eynfs kunniges°chter unde *eyne furstynne dufs landes was 5 ). Darnach ümbe *bi- ««'•y Q e ure 6 ) du brochte der priester die heyligen sacramenta. Da

verst- j unde —«ff nicht bei Dietr. 2 ) Dietr. 8, 1 (S. 146f). 8 ) Mi f s ~

Ha ncbiis; sie hiefs ihrer Herrin'gleichnamig'Elisabeth. *) Dietr. dominica

Tod^t Martini = Nov. 16; 'Nov. 18' fügt G. irrig zu, weil er Nov. 19 für denuestag hält. 5j wiewole—was nicht bei Dietr. " "j Dietr. circa horam primam.