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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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15
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Landeschronik. j <■

stücke und dergleichen lieset man viel von ihm in vielen cronicken. Undm dem Fasciculo '). Und solches hat er gethan um des gemeinen nutzenswillen; und hierumb verdiente er gegen gott, dafs er sähe an dem himmelnie hochgelobte Jungfrauen Mariam»), ein kind uff iren b ) armen"") haltende;aarduich er auch erkante, dafs das kind gewaltiger war, dan er; und liefsdem kind zu ehren einen altar bauen, und wolt darnach nimmermehr keinnerr geheissen werden"). Derselbige Octavianus liefs beschreiben die *gantze *B1. 40.weit; als das der heilige evangeliste Lucas beschreibet in seinem 20 d ).capitel 3 ). Zu welches keysers gezeiten, an dem 52. jare seines regements,ward geboren unser herr Jesus Christus, der gesundmacher aller weit 4 ).Und vor dieser geburt so hatte die weit von anbegin gestanden funff tausendUnd zwey hundert jare minus ein jar. Und das datum lautet in latein also:nnum tolle datum, d a 5 ) millia quinque ducentis,nascenti domino sie") Beda dat a protoplasto;item: ante Jesum ducenti 7 ) minus uno millia quinque 8 ).Von diesem grofsmechtigen keyser Octaviano und von dem edlenursten Ligurgo und von den Römern mag man exempla nemen der fugenden,vernunfft, weifsheit und bekentlichkeit des gemeinen nutzens lande undeeute, und den liebhabern des gemeinen nutzens ampte und dienst befehlen,u'e frommen, gerechten enthaltene) und den bösen widerstehen. Dardurchwird ein iglich fürst und fürstinne weiter herschen mit zufelliger grofsei'enr und mehver seeligkeit an leibe und an seele und auch an gute. Dans spricht der heidnische meister Aristoteles, primo Politicorum, das bedeutt indem buche der Regierunge der Stedte, spricht er also: homines arte et rationeVl gentes aliorum domini sunt et f) rectores 9 ); das bedeutet:die leut, die sich befleissen in der konstund naturlichen wucherns) in der vernunfft,die sind der andern herren vorwarund werden über sie regieren offenbar.Nach dem tode des tugendsamen keysers Octaviani ist zum Römischen! e, ch kommen sein stieffsohn, genant Tiberius, der dan nachgefolget hat111 lügenden seinem vorfahr und stieffvater. Dieser Tiberius war ein milderVa ter seinem volck und ein liebhaber des gemeinen nutzens. So hatte ei-dliche fürsten und gewaltigen an seinem hoffe, die unterstunden das volckzu übernemen und überlestigen. Da das vernam der keyser, da mustenle es abstellen; und sprach also: 'eines guten hirten eigenschafft ist, dafse ' die schaffe schere und nicht schinde'. Hieruff schreiben die lehrer und■Sprechen: o wie eine grofse vernunfft und guter rath des allerklügestenU'sten und heim. Solcherweise plegen etzliche falsche betrieger bey denUr sten, grafen und herren, uff dafs das gemeine volck ungunstig werde0n ) herren. Auch etzliche plegen krieg und phede anzu-*plantzen, uff *ui. tu',als di e ftirsten und herren derselben behufen und haben müssen. SoJ "ngen sie dan uff die') herren und ire k ) land ein 1 ) grofse schulde; dar-la °h bezwingen sie die') herren und das gemeine volck durch iren uffsatzac h allem irem™) willen. Hieramb so ist die allergröste weifsheit der

a ) AU Marien. b) AL ihrem. ») A arme. «') A 2; Bol. 20.

> A erhalten. f) A ac. «) LU Wucher. h ) A dem. ') A den.I AU ihr. 1) AU eine. m ) AU ihren.

,> „ ,') Bol. 34 Z. 17 f, 20 f; 34' Z. 11-13. ! ) Hol. 34' Z. 8 /'; 34 Z. 15—17-

J Mol. 34 Z. 7f nach Lncae XX. = Luc. 2 (!), 1. ") Bol. 34 Z.Sf.

> Hol. ad; richtig datis ad Eng. 1018 Z. 20. 6 ) Fehlt Hol; richtig tot Eng.n J?\- V Bol. Christum ducentum; richtig Jesum duo c Eng. Z. 93.

> Bol. 35 Z. 10—12. 9 ) Elhen, Limburger Chronik S. 27 Z. 21—23 mit"eiufung auf Aristoteles in dem 1. b. Politicorum: habentes rationem et intellectum

lten tes naturahter a. d. Munt e. r.