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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
Entstehung
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13
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Landeschronik. 13

nach seinem tode sein gebeintz a ) in das meer geworffen vvard b ), uff dalssein volck nicht die beine wider in das land brächten und vielleicht sprechenwürden, sie weren des gelobt") und eyds d ) queit, so das gebeintz des herrnwider in das land kommen were'). Diese vorgeschrieben geschichte schreibtJustinus in seinem dritten buch 2 ) us der 0 ) historien Trogi Pompeii. Vondiesem tugendsamen herrn Ligurgo schreibet auch sanct Augustinus in demandern buch genant von der Stadt gottes an dem 16. capitel'').

Auch befand dieser keyser Octavianus in den geschichten der altenRömere also, wie das die alten Römer erhüben die gerechten, frommenund weisen leute, und sahen nicht an die geburt des adels oder gestalt derPersonen, auch nicht das zeitliche gut und geld, sondern die vernünftigennebhaber des gemeinen nutzens die zogen sie vor und satzten sie zuempternf). Dan etzliche wurden von dem pluge des ackers geholet und™ rath der Römer gesetzet, als man das lieset von einem, genant Titas )Qumtiusg), den holeten die Römer von dem plug und satzten ihn bey sich1? d en rath, welcher dan auch darnach grofse ding gethan hat und dieK °mere mit fast grofslichen nutzen getröstet hat 5 ) Item Valenus schreibet111 seinem 4. buche also, wie das einer, genant Attüius, ging uff seinemack er und warf samen darin, derselbe ward von den Römern geholet umseiner tugend willen und ward uffgenommen zu rcgemente des volckes,durch welches harten verschwelten geburshande") ist ihnen viel heils desgemeinen nutzens entstanden 6 ). Und dergleichen lieset man noch mehr.dieselben gerechten, frommen, 'weisen und liebhaber des gemeinen notzens *bi.c "e haben das volck regieret, gleicherweise als die ochsen eintrechtighchen7" Plug ziehen 7 ). Auch vvars ihnen nicht schemend, ob sie die güldene,eitenbeine zentral verliessen und wider an den stab k ) des phigs tasten')Und griffen, dan sie selber suchten den gemeinen nutzen und nicht iren«genen nutzen 8 ). Item satzten sie, das kein weib bober ein halb . . . . . )S°Wes an irem geschmeide tragen muste»), auch kein weib bonte kleiner

'•agen muste, und dergleichen viel mehr, um des gemeinen nutzens willen.£ er n leset man, dafs nie herforschet ist worden anders, dan dafs die alten*°mer allezeit rechte kriege gefüret haben. Solchermafse so hatten sie aus-aemiafsen lieb die gerechtigkeit und die messigkeit und verworffen die Un-gerechtigkeit und die trunckenheit. Man leset auch in den alten schnfften*~\ nie keine leut in der weit aus purer natürlicher«) sache so gerechtf! e bet haben, als die alten Römer gethan haben. Mit solchen lügendenhah S ' e geschienen und geplunetp) 9 ), dafs sie nicht unbillig 1) verdient

<De n das regement der gantzen weit 10 ).n . Als nun dieser durchleuchtiger') und edel 8 ) jungling und keysei^tavianus die vorgeschrieben geschichte und dergleichen gelesen hatte,i° na *> er daraus beyde, zeichen und exempla der tugend. Und hat seineJ"gend m it manlichen wercken gezieret. Dan man lieset von inme, aais

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<> . ') Rol. 16 Z. 1-19. «) Vmc. 3,90 Z. 16-42 nach JtMtintis Iitoro_W.

8 *»., De Civ. Bei 2,16 Vgl. Rol 16 Z. 22. <) So Rol statt L*W

i V 9'- Paulus in- Rol 26 Z 4-9. •) Rol. 28 Z. 8-15 nach Valenus

'■bro tv. ^ ol ^ £ 16 f die Worte more arantium boum iugum rexerunt

Ä ««•««. «)Rol. 28 Z 17-19; die Worte stipem ab aratro repelere

r^ch übersetzt. » Rol uYdoles poliebat. ») Rol 28 Z. 20f.