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niedergeschrieben, und die er zweifellos auch selbst verfalst hat '). IhrInhalt setzt wohl das Schonvorhandensein, wenn auch nicht nohvendigdas Vollendetsein, der Stchr. voraus. Dies und sonstige Erwägungenmachen es sehr wahrscheinlich, dafs die (ihrer Art gemäfs) undatierteSchrift an Landgraf Wilhelm II gerichtet war, den neuen Herrn vonOberhessen, der am 20. April 1500 zu Marburg den Franlccnbergernseinen allgemeinen l Gnadenbrief' gab 2 ). Ich rücke den Meinen Aufsatz,in dem ivir eine Ergänzung der Werke G.'s hinzugewinnen, hier ein.
An unfsern gnedigin lieben hern ist dit der vom Francken-berge underthenige bete unde anbrengen. Das sine fürstliche gnadewulle ansehin, das wir unde unfser eidern lip, leben unde unfsernarunge gar swerlichin by das furstenthump zu Hessen gesattzsthan 3 ), sunderlichin ses mael gemeynlichin niddergelegin han 4 ), undedarumbe in swere schult, pentzige 5 ) unde grosfsin schaden kommensint durch mirekliche Verlust an harnessch, pherden, gefangin undean toden verlaren han 6 ), unde zum sibbenden mael aller dinge ver-brant unde verdarfft sin 7 ). Das wir leyder nicht vermogin, die stadin buwe zu haltin 8 ), das dan wole von noden were, nachdemmalewir gantz am ende des lants sittzin 9 ). Hirumbe unfsern gnedigenliebin hern bitten wir undertheniglichin, das sine fürstliche gnadeunfs begnaden wulle mit den stucken hirnach vertzeichint, alfs wirdefs zu sinen furstlichin gnaden unfs vertroisten unde hoffen.
Zum irsten, alfs unfsers gnedigen hern vater seliger, lantgraveLudewig 10 ), dem god gnade, der stad wyntzappen belestiget undbesweret hat, y von dem futer ii gülden zugeben 11 ); defs vormalfsnicht mee gescheen was, sundern das selbe gelt gehorte zu dembuwe der stad an muren, tornen, porten unde ander festenunge 12 ).Ist unfser bete: sulch gelt unfs widder zum buwe bliben.
Item hait die stad eyn wochinmart, allen sonnabint 13 ), unde virjarmarte gehabt 14 ); das ist vergangin durch grosfse beswerunge defs
') Im Juni 1908 gefunden und mir freundlichst mitgeteilt von FriedrichKüch. Marburg, Staatsarchiv, Orlsrepositur Frankenberg. Ausfertigung (vonG.'s Hand), Papier, 1 Blatt; als Einlage eines Briefes kenntlich durch 2 MeineSchnitte. Aufsen von einer zwar moderneren, aber ivohl gleichseitigen Hand be-zeichnet: Franckenbergs Clage. '') Den G. in die Stchr. aufnahm, 471. ' 1 ) Vgl.in der Stchr. z. B. 452 oben; 452 unten; 454 f. *) Vgl. 427. 438. 447. 447 f.451. 453: erste bis sechste gemeyne nidderloge der von Franckenberg (1328—1473).s ) Pensio. •) Vgl. 427 grosfsen schaden an dodin, an gefangin, an harnesscheu. an pherden; 463 verloist u. schaden. 7 ) Vgl 456 ff (1476). 8 ) Vgl. 412dy stad Fr. in gutem buwe gehalten; 463 u. 466: bis zu Heinrichs III Tod(1483) hatte man ernstlichin bestchin zu buwen, während seitdem (bis 1503) dystad ungebuwet blebin ist und vil me hufsere . . . vergangen sind, wan nuwer ge-buwet. •) Vgl. 387 an dem ende des lants gelegin; 463: Heinrich III her-kante wole, wie das Fr. an dem ende war und groisfsin widderstant hatte; hirumbewas er en eyn gnedig herre. »») Da Wilhelms II Vater Ludwig II (f 14:71)nicht in Oberhessen regierte, ist wohl der Grofsvater (Eitervater) Ludwig I ge-meint. Vgl. etwa 269 m. Anm. 7: vater (bewufst?) statt aneche. 1] ) Nichtin der Stchr. ") Vgl. 412 m. Anm. 9 (Erfindung G.'s): Kg. Heinrich(Haspe) gab der stad den wyntzappin ewiglichen zu dem buwe ... an porten, tornen,muren u. ander noittorfft; 421 m. Anm. 26 u. 27 (Erfindung G.'s): Lgr. Hein-rich (I) liefs alle gelt von dem wyne.....zu muren, tornen.....u. zu anders
erme buwe. 1S ) Vgl. 423 f: allen sonnabint grofs wochinmartt; 435 m. Anm. 7.U J Vgl. 423 unten: groifs handel.....uff die vir jarmartte; 424; 435.