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Vollendung des ersten niederzuschreiben begonnen 1 ). Wieweit er mitihm gelangen werde, läl'st er in der Vorrede offen 2 ). Geführt hat erihn in gleichmäfsiger Form nur bis in die Anfangszeit des Land-grafen Ludwig I, um das Jahr 1417 3 ). Der hier eintretende Mangelan schriftlichen Quellen ist es, wie G. betont, was ihn hat Haltmachen lassen*). Er tut hierbei die für seine schriftstellerische Artbezeichnende Aeufserung, er wolle nicht auf Hörensagen schreiben.
Und der Zustand der Handschrift scheint dafür zu sprechen, dafsG. sich zum Weiterschreiben erst nach einer Pause entschlossen hat,nachdem vielleicht sogar sein Werk inzwischen bereits eingebundenworden war. Denn die ganze dann doch noch folgende Fortsetzungist auf nur 12 Blättern zusammengedrängt' 0 ), auf denen aber auchnoch wieder 5 ganze Seiten für weitere Bilder reserviert iverden. DieSchrift ist in der Fortsetzung alsbald bedeutend Meiner als bisher,und wird es später noch mehr 6 ). Inhaltlich aber will G. schon gleichvon vornherein nichts anderes mehr bieten, als etzliche daten undePuncte, zum ersten Anhalt für den, der etwa fürderhin schreiben will.Fr selbst möchte nicht Gefahr laufen, zu kortz adder zu lang- zuschreiben 1 ), denn es sind nach vile in dusfsem lande am lebin, diedas seitdem Geschehene gesehen haben, und zwar zum Teil bie denlursten, am landgräflichen Hofe s ). Es ist die Selten vor selbständigerZeitgeschichte, die wir schon Jcennen. Und so enthält denn in der■tat die Fortsetzung der Chronik meist nur noch knappe, farbloseNotizen'*). In immer stärkerer doppelter Einengung durch Papier-mangel und Vorsicht gelangt G. schliefslich bis zur Gegenwart; erstbis 1494, dann bis 1496, später bis l bald nach' 1497 10 ) u. s. w. Zur Ab-fassungszeit ist hierbei zu bemerken, dafs der Chronist, als er bis1494 schrieb, sich nicht mehr genau erinnerte, in welchen Jahren —es war 1491 und 1493 — Landgraf Wilhelm vor Lauchstädt gezogenwar und Klingenberg gekauft hatte 11 ), und dafs er beim Eintragender Notizen zu 1497 nicht mehr dachte an den damaligen oberhessi-schen Kriegszug vor Boppard 12 ).
Inzwischen aber hatte nun G. den Plan gefafst, auch seinerVaterstadt eine Chronik zu schaffen. Wie warme Anhänglichkeit er% ' lT bewies, hörten wir schon. Er scheint sich sogar das Verdiensterworben zu haben, seinem unbesonnenen fürstlichen Herrn allmählichei n gewisses Wohlwollen für Frankenberg beizubringen, nachdem dieser
') Vgl. oben 4* Anm. 5 (ältere Wortform Elyzabeth). 2 ) 4 ('je länger, je
"ehr Jahre'). ") 287. A ) 287 unten. G. findet von Ludwig I und seinen
ac/ 'folgcrn vortmers nicht vile beschriben. In der Vorrede, 3 Z. 15 ff, erklärt er,Jerade 'von den Landgrafen' auch über die Zeit seiner 'vorgenannten 1 chronisii-
nen Quellen hinaus handeln zu wollen. Loch könnte diese Bemerkung nach-?<mch zugefügt sein; vgl. oben 12* Anm. 4. 6 ) 287—318 = Bl. 329—340.
1 'Ol. 288 Anm. a ; 307 Anm. b. T ) Vgl. die Ausdrücke der Vorrede 3 Z.
i^ft u. 28 ff. 8 ) 287 unten. ") Beim Jahre 1417 neu einsetzend 289.
«* Zwischenstück 287 — 2S9 ist merkwürdig besonders durch die plötzlich neu undläf ft au ftrctendcn ich; s. oben 10' Anm. 4. l0 ) 307. 314. 314. ") Er
Ist die Jahre beider, nicht ganz an die richtige Stelle gesetzten Ereignisse offen;■~, d 0u m , Anm. 10; 307 m. 'Anm. 8. — Zu 1492 und'1496 schreibt er noch die^ r 'n Elyzabeth: 306 Z. 3 v. u.; 314 Z. 9; vgl. oben 4* Anm. 5. ") Vgl.
^sseler Chronik ZEG. 7, 353 (irrig 1498); v. Ilontheim, Historia Trevirensis 2,UUf >- 515. 517; Bücking ZBG. 16, 59 f; Liemar MOHGV. NF. 8, 145.