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dafs sein 'gnädigster lieber Herr'' ihm damals ein Altarlehen in derMarburger Schlofskapelle x ), den Altar Felicis et Adaucti, gegeben hat;und er verspricht, personalem residentiam daniffe zu thun, wie alleanderen genannten Vorschriften zu erfüllen.
Die Tätigheit G.'s als Altarist zu Frankenberg blieb danebenbestehen. Für die beiden Altäre St. Jakobs des Qrofsen und St. Eli-sabeths in der Pfarrkirche 2 ) liefs G. gerade damals, um 1497, 'zweiTafeln ganz neu' verfertigen 'mit seinem eigenen Gelde' ; unde tzirethedie tafeln beydesampt mit schönem heyligthume, das he erworbenhatte in den vornemen monstern unde trefflichen alten cloistern 3 ).Es ist die dritte in der Stchr. erwähnte eigene Tat. Sie ist in mehrals einer Hinsicht merkwürdig. Zuerst bewährt sie G.'s Sinn fürKunst, auf den auch andere Anzeichen hinweisen: die Form seinerSchriftzüge und die graphische Ausgestaltung aller seiner grofsen undkleinen Schriftwerke, namentlich aber der von ihm veranlafste Bilder-schmuck sowohl der Stchr. wie der Lehr. Geschaffen wurden die vonihm gestifteten Altarschreine*) wohl in Marburg, das sich damals sotrefflicher Künstler wie des Bildhauers Ludwig Juppc und des MalersJohann von der Legten erfreute 5 ). Ich glaube Juppes Hand zu er-kennen in einem Schnitzwerkrest, der sich in der Marienkirclie erhaltenhat 6 ): Elisabeth mit dem Modell ihrer Marburger Kirche stehtzwischen einem Krüppel und einem Bettler''). Und ich zweifle nichtdaran, dafs wir den Rest eben des Elisabethschreins hier vor unshaben, den G. um das Jahr 1497 gestiftet hat. — Weiter merken wirau s der obigen Mitteilung G.'s wieder, dafs er vermögend war.Vielleicht sogar reich; denn er mul's doch wohl auch die Reliquien,die er stiftete, gekauft haben. Oder sollte er vielleicht im Auftragdes Landgrafen gesammelt haben, und dabei etwas für ihn mit abge-fallen sein? Hals der 'Erwerb' der Reliquien ein unehrlicher ge-wesen tväre 8 ), ist bei der Art, ivie G. von ihm spricht, wohl ausge-schlossen. Endlich aber können wir unsere Stelle vielleicht auch ineine Beziehung bringen zu G.'s Tätigkeit als Chronist.
Für die Quellen der Lehr, nämlich gibt G. nicht selten den Ortan , wo 'man sie 'finde. Er will damit wohl sagen, dafs er selbst~ dort gefunden habe. Er nennt so aufser Frankenberg 9 ) und dem&jostcr Georgenberg 10 ) die Klöster Haina u ), SpieskappeP 2 ) und Hers-' ew ); dazu Ziegenhain u ). Wir werden die Liste ergänzen dürfennamentlich durch Marburg und das Kloster Fulda. Aber auch noch
m *) Vgl. 478 Anm. 5. 2 ) Vgl. oben 3' f. ') 469 f. — Vgl. auch 419
du * m ' u ' ^' *' ^ - Anm. 1. ideine dortige Vermutung wird,jetzt
r ch den Befund an Ort und Stelle gestützt. 5 ) V<;1. Küch im Kalender
wssenkunst 1906 S. 9 ff; 1908 S. 8 ff. ' °) Neuerdings im Chor in der Süd-
<wma eingemauert. 7 ) Bei Dehn-Botfeiser u. Lotz, Baudenkmäler im Bbz.
sti S j 44 heißt es: 'Flügelaltar mit HolzscJmitziverken von guter Arbeit; Bruch-(18Hn he f anden sicl1 1856 in der Sakristei'. Auch Hörig, Pfarrkirche zu Fr.L 2?/ &2 Anm. 1 erwähnt diese 'Bruchstücke' noch als in der Sakristei aufbewahrt,der, i> - ctwa Heyck, &t. Gesch. 2, 72: 'mancher fromme Geistliche stahl solche~ lüöstcrn oder WcUrjeistlichcn, die ihn beherbergten, und kam dann unterjngen und Beten frohlockend nach Hause'. °) 249 zweimal u. 267. l ") 235.
1 ^2. 161, 224. 230. 233. 246. 353. ») 235. ">) 53. u ) 236.