Lunge eingefordert, die ihm das klare Bild einer Infiltra-tion am rechten Unterlappen ergaben. Er verlangte dieZuziehung eines Spezialisten, der, Amerikaner, den Be-fund durch Untersuchung bestätigte und die bronchosko-pische Feststellung des Abszesses beantragte, auch schondie Notwendigkeit der Operation durchblicken ließ. Ichwar mehr verwundert als erschrocken, denn nie hatte ichgedacht, daß mir von den Atmungsorganen her je irgend-welche Gefahr drohen werde, und die einhellige Versi-cherung der Ärzte ging denn auch dahin, daß es sich umkeinen tuberkulösen Prozeß handelte. «Vieles», schriebich, «an meinem Befinden während der letzten Monate er-klärt sich aus der Entdeckung. Unter wie schlechten Be-dingungen habe ich gearbeitet 1 Andererseits ist sicher derschreckliche Roman zusammen mit den deutschen Ärger-nissen an der durch die Grippe aktivierten Erkrankungschuld. — Aufschub der Vortragsreihe bis Oktober be-schlossene Sache.»
Und das Tagebuch bricht ab.
XIII
DER energische Fortgang der Dinge, wie sie sich nun,und zwar glücklich, entwickelten, ist allein meiner Frauzu danken, die von uns allen als einzige wußte, was siewollte, und das Notwendige einleitete. Rosenthal war imGrunde, meines Alters wegen, gegen die Operation, jaauch, um der Schonung willen, gegen die Bronchosko-pie, von der der amerikanische Doktor gleichmütig ge-meint hatte, in acht Tagen werde ich mich davon erholt
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