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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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haben. Sein behandelnder Kollege war aus lauter Mensch-lichkeit nicht ungeneigt, es auf die Resorption des Ab-szesses durch einen im Ganzen ja gutwilligen Organismus,ohne Eingriff, ankommen zu lassen, und für diesen Wegschien der Erfolg einer Penicillin-Injektionskur zu spre-chen, die von einer nun eingestellten Pflegerin achtmal invierundzwanzig Stunden durchgeführt wurde. Die DrogebeseitigtedasFiebervollkommen,undichhabewährendderganzen Affäre nie wieder welches gehabt. Dennoch wußtenwir alle, daß mit der Methode des Zuwartens das nichtgeringe Risiko größter Ungelegenheiten verbunden blieb,und während der Doktor zögerte und ich selbst es ambequemsten fand, über mich bestimmen zu lassen, hattemeine Frau ihre Entschlüsse gefaßt. Sie hatte sich mit un-serer Tochter Borgese in Chicago, diese sich mit der Uni-versitätsklinik, «Billings Hospital», in Verbindung ge-setzt, an der einer der ersten Chirurgen Amerikas, Dr.Adams, wirkt, als Pneumotom von besonderem Ansehen.Rasch war dort alles geordnet, hier für Eisenbahn-Reser-vation und Ambulanz-Transport zum Bahnhof gesorgt,und ehe ich mich’s versah, fand ich mich vorm Hause,unter den bekümmerten Blicken unseres japanischen«couples», Vattaru und Koto, auf der Bahre ausgestreckt,die in den weich und schnell gehenden Krankenwagengeschoben wurde.

Unter so neuartigen Umständen ging es nach Union-Sta-tion und, mit dem Vorrecht direkten Zuganges zum Zuge,vor unseren«bed-room», auf dessen Lager ich im Schlafrock,mitmeiner Frau als recht unbequem untergebrachter Beisit-zerin, die nächsten sechsunddreißig Stunden verbrachte.Elisabeth erwartete uns in Chicago, und wieder stand

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