Bibelworte geschmückt, hatte alle Merkmale katholi-scher Kultur. Die Veranstaltung als Bild, als Gedanke,erschütterte mich fast über Gebühr, und im Freiennachher, bei der Begrüßung mit Freunden und Bekann-ten, las ich in ihren Mienen das Erschrecken über meinAussehen.
«Lange gearbeitet» lautet die Notiz des nächsten Tages.Gemeint war der Roman, aber die Antwort nach Deutsch-land, der Brief an den interpellierenden Schriftsteller, warnicht länger zurückzustellen, und wenn ich mich mit eini-gem Seufzen daran machte, so drängte doch, wie damals,als ich aus Zürich an die Bonner Fakultät schrieb, vieleszur Sprache, was hier Gelegenheit hatte, eine haltbar do-kumentarische Form anzunehmen. Beschämenderweisebrauchte ich nicht weniger als acht Tage zur Fertigstel-lung der Replik; denn obgleich ich sie am fünften schonabschloß, erwies eine kontrollierende Vorlesung die Not-wendigkeit, den Schluß, eigentlich die zweite Hälfte, um-zuschreiben; ein Tag noch galt «geniertem Herumexperi-mentieren», einweitererneuem Abschließen, undan wiedereinem heißt es: «Tatsächlich noch einmal.» Dann wares denn doch getan, — in humanem Geist, wie mir schien,einem Geist der Versöhnlichkeit und tröstlicher Haupt-erhebung zum Schluß, wie ich mich bereden wollte, ob-gleich ich mir hätte Vorhersagen können, daß man drü-ben von allem nur das Nein vernehmen werde, — und dasSchriftstück ging ab nach Deutschland, an den NewYorker «Aufbau» und an das O.W.I.
«Das laufende Kapitel nachgelesen. Endlich an diesemweiter.» Ein altes Buch war mir damals zugekommen:Die Sage vom Faust. Volksbücher, Volksbühne, Fuppenspiele,
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