den ganzen Abend dem Lautsprecher zu, ergriffen vonden Huldigungen und Trauerkundgebungen aus allerWelt. Man mochte in den nächsten Tagen nichts andereshören und lesen, als über ihn, die Einzelheiten seinesSterbens, die Bestattungsfeierlichkeiten in Hyde Park.Die Erschütterung, das Bewußtsein schicksalvollen Ver-lustes war erdumspannend. Wir alle hatten die Worte derverehrungswürdigen Eleonor Roosevelt im Ohr: «Ichbin trauriger für unser Volk und für die Menschheit, alsfür uns selbst.» Und doch war gewiß, daß sich im Landeso manches Genugtuungs- und Erleichterungsgefühl indie Trauer mischte, sich kaum hinter ihren offiziellenKundgebungen verbarg. Das Uffl das nie zu überhörenist beim Tode eines Großen, der seine Nation über ihrAlltagsniveau hinausgehoben, was für eine Nation ziem-lich anstrengend ist, es war auch jetzt nur zu wohl zuunterscheiden. Man wußte von Leuten, die bei der Nach-richt von diesemTode Champagnerpfropfen hatten sprin-gen lassen . . . Der Versicherungen, daß alles beim altenbleiben solle, gab es viele. Der Termin der Eröffnung derAlliierten-Konferenz von San Francisco, zu der der Ver-storbene hatte reisen wollen, blieb unberührt. Der Kriegging weiter. Die Kongreßrede des Nachfolgers hielt festam «Unconditional Surrender» und an der Errichtungeines dauerhaften Friedens nachher. Keine Veränderun-gen in militärischer Sphäre waren in Aussicht genommen.Desto mehr, wahrscheinlich, würde es in der zivilen ge-ben. «Eine Epoche endet. Es wird das Amerika nichtmehr sein, in das wir kamen.»
Ich nahm teil an der Trauerfeier im Municipal Build-ing von Santa Monica. Die Leitung war geistlich: ein