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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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in dem er augenscheinlich sofort etwas Nichtgeheueres,Religiös-Dämonisches spürte, und nach dem er sich im-mer wieder erkundigte. «Das Lachen!», sagte er, «Wasist es damit ? O, ich weiß schon . . . Wir werden sehen.»—Kundig und divinatorisch griff er da eines der kleinenMotive des Buches auf, mit denen zu arbeiten mich im-mer am meisten freute, wie etwa das erotische der blauenund schwarzen Augen, das Mutter-Motiv, der Parallelis-mus der Landschaften oder das freilich schon ins Großeund Wesentliche reichende, alles durchziehende und viel-fach abgewandelte Motiv der «Kälte», das mit dem desLachens verwandt ist.

Schon in diesem ist der Teufel, als hintergründigerHeld des Buches, gestaltlos anwesend, wie auch in den«Versuchen» Vater Leverkühns, und meine Aufgabe warnun, den von Anfang an Geahnten langsam Umrissegewinnen, mehr und mehr Gestalt und Gegenwart an-nehmen zu lassen, wie es in den Hallenser theologischenKapiteln geschieht: durch die Luther-Karikatur desProfessors Kumpf zunächst, der zugleich die sprachlich-altdeutsche Sphäre des Romans komisch eröffnet, so daßspäter eigentlich immer er es ist, der zitiert wird, — danndurch des Dozenten Schleppfuß anrüchiges Kolleg. Zudieser Gegend des Buches war ich Mitte Februar vorge-drungen und schloß, obgleich ein Festartikel zu BrunoWalters Dirigentenjubiläum nicht die einzige Unterbre-chung gewesen war, die die Hauptarbeit erlitten hatte,Anfang März die Hexennovelle und das XIII. Kapitel ab.Mein Kommentar: «Wenig Gefallen an dem Werk, das mirzu zerfließen scheint. Gewiß ist es ein originelles Unter-nehmen, aber ich zweifle, ob meine Kräfte reichen. Die

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