eine Shakespeare-Reminiszenz, — Zitat der Sonette, dieAdrian immer bei sich hat, und deren «Handlung», dasVerhältnis Dichter-Geliebte-Freund, das Motiv der verrä-terischen Werbung also, sich auch in mehreren der Dramenwiederfindet. Diese sind bei Namen genannt, als von Bü-chern die Rede ist, die auf des Musikers Tische liegen: essind Was ihr wollt, Viel Lärm um nichts und Die beidenVero-neser , und Adrian macht sich ein finsteres Vergnügen dar-aus, gegen Zeitblom, der ebensowenig etwas merkt wieder Leser, direkt Zitate aus diesen Stücken in seine Äuße-rungen einfließen zu lassen. Schon seine sonderbar steifeRedewendung «Du könntest mich dir jetzt sehr verpflich-ten» ist eine Anführung und zwar aus Viel Darm um nichts,dort, wo Claudio dem Prinzen seine Liebe zu Hero ge-steht. Später spricht er das bittere «Denn so sind Freundejetzt»aus den Beiden Veronesern und bringt so gut wie wört-lich die Verse an:
«Wem ist zu traun, wenn unsre rechte Hand
Sich gegen unsre Brust empört?»
Er begründet auch, in der Überredungsszene zwischenihm und Rudi in Pfeiffering, die mir eine der liebsten desBuches ist, seine fatale Bitte mit Worten aus Was ihr wollt:
«Sie wird geneigter deiner Jugend horchen,
Als einem Boten ernsten Angesichts.»
Und nachher, scheinbar seine Torheit beklagend, ge-braucht er, wieder aus Viel Därm um nichts, gegen Zeit-blom das Bild von dem albernen Schulknaben, «dervoller Freuden über ein gefundenes Vogelnest es seinemKameraden zeigt, und der stiehlt’s ihm weg.» WoraufSerenus auch noch, unbewußt mitzitierend antwortet:«Du wirst aus Zutrauen keine Sünde und Schande
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