auch an dem radikal Ernsten, Drohenden, auf irgendeineWeise von Opferstimmung Umwitterten, dessen Forde-rung und Verheißung sich als die stärkere erwies, einwenig Kunstspiel und -scherz, Ironie, Travestie, höhererSpaß teilhaben durfte! Die Vermerke der nächsten Wo-chen geben von nichts anderem mehr Kunde als von demSich-eingraben in den neuen Arbeitsgrund, dem Erin-nern und Herbeibringen von Material, Zubehör, um demvorschwebenden Schatten einen Körper zu schaffen.
«Über deutsches Städtewesen aus der Luther-Gegend.Dazu Medizinisches und Theologisches. Tasten, Versu-chen und beginnendes Gefühl größerer Sicherheit in derStoffsphäre. Mit K. die Bergstraße gegangen. Tagsüberin Luthers Briefen. Vorgenommen Ulrich von Huttenvon D. Strauß. Studium von Musikbüchern vorgesetzt.BekkersWerk mit größter Aufmerksamkeit beendet. Wasnoch fast völlig fehlt, ist die menschenfigürliche Aus-stattung des Buches, die Füllung mit prägnanten Um-gebungsfiguren. Beim Zauberberg war sie durch das Sana-toriumspersonal gegeben, beim Joseph durch die Bibel,deren Gestalten realisierend heranzubringen waren. BeimKrull hättedieWeltphantasmagorischsein dürfen. Siedarfes bis zu einem gewissen Grade auch hier, doch ist mehr-fache Vollrealität erfordert, und da fehlt es an Anschau-ungsstütze. .. Irgendwie muß aus der Vergangenheit, ausErinnerung, Bildern, Intuition geschöpft werden. Aberdie Entourage ist erst zu erfinden und festzustellen...»
Ein Brief an Professor Tillich vom Union TheologicalSeminary ging nach New York mit Erkundigungen überden Prozeß des Theologie-Studiums. Empfangen, merk-würdig genug, wurde gleichzeitig ein Brief Bermann
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