der europäischen Invasion... Bei Bruno und Liesl Frankin Beverly Hills zum Abendessen. Erlas seine vortrefflichgemachte Nazi-Geschichte zum Vierten Gebot. Vertrau-liches über den Faust-Plan_»
Wie, ich konnte mich alten Freunden schon darüberanvertrauen, bei gänzlicher Fraglichkeit von Form, Hand-lung, Vortragsart, ja Zeit und Ort? Mit welchen Wortenmag es geschehen sein? Jedenfalls war es das erste Mal,daß ich, außer in Beratungen mit meiner Frau, die demNeuen Vorschub leistete gegen das Alte, den Mund dar-über auftat. Übrigens ging es mir schlecht. Ein Rachen-und Luftröhrenkatarrh machte mir trotz heiterem, war-mem Wetter zu schaffen, und ich fand mich «sehr mattenGeistes, unsicher und pessimistisch meiner produktivenZukunft wegen. Und doch habe ich noch kürzlich Dingegemacht wie Thamar, Verkündigung und die zweite Hälftedes Moses!... In Schriften über Nietzsche. Ergriffen voneinem Brief Rohdes über ihn. Nachts Kater Murr vonHoffmann. In Bekkers Werk über das Kunstspiel beiHaydn, die Heiterkeit im Sinne des Jenseits von Scherzund Ernst, der Realitätsüberwindung».
EinTag brachte trotz allem die Auflösung der Material-pakete zum Hochstapler , die Wiederlesung der Vorar-beiten — mit wunderlichem Ergebnis. Es war «Einsichtin die innere Verwandtschaft des Faust-Stoffes damit(beruhend auf dem Einsamkeitsmotiv, hier tragisch-mystisch, dort humoristisch-kriminell); doch scheint die-ser, wenn gestaltungsfähig, der mir heute angemessenere,zeitnähere, dringendere_» DieWaage hatte ausgeschla-
gen. Dem Joseph- Theater sollte nicht «erst noch» derSchelmenroman folgen. Der Himmel mochte geben, daß
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