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die in mehrfacher Hinsicht höchst interessant sind. Siehahen vor Allem ungewöhnliche politische Bedeutung. Dertiefhlickende und kluge Niederländer erkannte vollkommendie türkischen Zustände. 1 ) Mit aller Umsicht und imponi-render Energie wusste er alle Verhältnisse zu benutzen, seinZiel unter den schwierigsten Umständen zu erreichen. Da-bei durchforschte er die Lage des türkischen Staatswesensund lernte die Schwächen und Gebrechen desselben kennen,um für die Folge Mittel zu finden, wirksam und siegreichdie Kriege gegen die Türken zu führen. 2 ) Busbeck's Winke,sowie die Rathschläge, die er in dieser Beziehung gab,wurden auch später theilweisc nicht unbeachtet gelassen undman zog daraus mehrfache Belehrung, wie man den Er-oberungen der Türken in Europa Grenzen setzen könne.Auch für die Türken selbst war der lange AufenthaltBusbeck's bei ihnen nicht ohne wichtige Folgen, namentlichin Bezug auf die Behandlung mancher Krankheiten undEinführung mancher europäischen Culturzustände. Busbeckhatte seinen Landsmann, den Wiener UniversitätsprofessorDr. Med. Coturnossius, einen Humanisten und Naturforscher,als Arzt der Gesandtschaft mit sich nach Constantinopelgenommen. Durch glückliche Curcn bei den Osmanen, dieer in den schwersten Krankheiten behandelte, erwarb sichdieser grosses Ansehen und vielen Einfluss bei denselben.Busbeck hatte die Absicht, den Coturnossius zu seinem Nach-folger auf dem Gesandtschaftsposten bei dem Sultan zuempfehlen; allein noch ehe er Constantinopel verliess und
>) Wachler, HUt. Forsch., I, S. 233: „Er igt vollständig unter-richtet,, blickt, tief und beschreibt lebendig in classischer Sprache."
2 ) Er verfMfte in dieser Absicht, eine Schrift, mit dorn Titel: Dere militari contra Tnrcam instituenda consilium; sie ist, in den WerkenBusbeck's abgedruckt: handschriftlich enthält, sie der Cod. 9630 derWiener Hofbibliothek; seine Oratio de hello Tnrcis inferendo ad archi-ducem Rndolphmu findet sich im Cod. 8658.