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Die Wiener Universität und ihre Gelehrten 1520 bis 1565
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ging, gelang nicht, obschon dem berühmten Gelehrten diegünstigsten Anträge gestellt wurden. 1 )

Auch seinen früheren Freund Melanchthon zur Kirchezurückzuführen, glückte Faber nicht; dagegen bewirkte er,dass der schlesische Reformator Caspar Schwenckfeld, gegenden er geschrieben hatte, aus der Umgebung des Herzogsvon Liegnitz entfernt wurde. 2 )

Auf dem Speierer Reichstage im Jahre 1529 war er alsBevollmächtigter des Constanzer Bischofs Mitglied des Aus-schusses und trug hauptsächlich zu den Beschlüssen gegendie Glaubensneuerer bei, worüber die Reformatoren ihm sehrgram waren. 3 )

Auf dem Augsburger Reichstage 4 ) (1530) gehörte er zuden Verfassern der Widerlegung der Angsburgischen Con-fession und der Tetrapolitana. 6 )

Ferdinand belohnte die vielfachen Dienste und Be-mühungen Faber's: er erhob ihn 1528 zum Propste vonOfen, machte ihn zum Coadjutor des alten Bischofs Dietrichvon Neustadt und übertrug ihm, als 1530 der Bischof Johannvon Revellis starb, im December dieses Jahres das BisthuniWien, wie er ihm auch den erledigten Bischofssitz zu Wiener-Neustadt zur Administration übergab (bis 1538 fi ).

') Erasmus in seinen an J. Faber gerichteten Briefen (bei Cleri-cus, Epist. Erasmi, III, p. 169, 435, 633) erhebt diesen sehr. Faberschreibt 5. Juni 1528 von Prag aus, an Erasmus im Auftrage König Fer-dinands, dass er nach Wien kommen möge: seine Lage werde dort be-sonders vortheilhaft sein. Vgl. Horawitz, Erasmiana II (1. c, S. 589 fl.).

J ) Meuser 1. c, S. 716.

3 ) Meuser 1. c, S. 715. Vgl. Ranke 1. c, III, S. 104 fll., 114.

4 ) Vergleiche über dessen Verhandlungen Ranke, III, S. 162 fll.6 ) Meuser 1. c.

6 ) In den Scriptor. univ. Vienn. II. 1 p. 52 sind die Titel und AemterFaber's zusammengestellt: „ut dignus haberetur, qui cum varias anteAcademias inviseret, Artiumque Magistri ac Doctoris Theologiae titulogauderet, fungeretur dein legationibus variis, Constantiensi Praesuli Vi-earius assisteret, a sacris confessionibus et intimis consiliis Ferdinandi I.