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jung gestorben, damit sie um der Eltern willen (?) d enÜbeln dieser Welt beizeiten entrückt würden; sie seien insParadies durch die Kraft des Sakraments aufgenommenworden.
Das alles sind Züge, die eher an die niederländischeGriseldis mit eynre geestelike Bedudcnisse (LasersteinS. 38 f.) erinnern lassen als an Humanismus und Renais-sance, und auch die sonstige schriftstellerische Tätigkeitdes Erhart Groß tritt, soweit wir sehen, nicht aus demRahmen klösterlichen Geisteslebens heraus. Es ist wohlnur Zufall gewesen, der dem Erhart Groß den Griseldis-stoff nahe brachte, 'den Grysard', wie es sonderbarer-weise in der Überschrift in Br (auch 52, 37 C) heißt.Ich glaube nicht, daß man mit Käte Laserstein fürGroß Bekanntschaft mit Petrarca voraussetzen muß,vielmehr dürfte es sich um eine mündlich verbreiteteVariante von Petrarcas Novelle handeln, die Groß, werweiß auf welchem Wege, zu Ohren gekommen war.Die abweichende Namensform Grisardis sieht aus wieeine Latinisierung einer italienischen Variante desNamens. Gerade dieser Umstand macht die Benutzungdes Petrarca unwahrscheinlich. Aus welchem Grnndesollte Groß eine Namensänderung sonst vorgenommenhaben? Und um auch dies noch anzuführen: derGrisardis werden eine Tochter und zwei Söhne zuKindern gegeben (die Überlieferung kennt meist nurzwei: Tochter und Sohn), alles übrige bleibt unbestimmt.Wozu auch diese Abweichung, wenn sie Groß nichtüberkommen wäre? Auch die beiden dem Markgrafenbeigegebenen Schwestern hat Groß sicher nicht auseigenem Ermessen hinzugefügt.
Es war das Eheproblem, dem der Mönch Interesseentgegenbrachte. Er mag die Geschichte, die er gehörthatte (1, 11. 38, 30 f.), zunächst lateinisch entworfen unddann in heimischer Sprache behandelt haben. Anlaßzu ausführlicherer Erörterung des Problems bot gleichder Eingang der Erzählung, wo das Volk an seinenLandesherren herantritt und ihn, den bisher Un-vermählten, eine Ehe einzugehen zu veranlassen sucht.