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Kleines Arzneibuch gegen innerliche und äußerliche Krankheiten des Rindviehes, der Schafe und Schweine, enthaltend eine Sammlung bewährter und erprobter Arznei-Vorschriften
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Seite
21
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etliche Löff-l Honig und I Loth Salpeter darunter, undreiche es dem Vieke zum Getränk.

Wenn das Vieh Nahrung zu sich nehmen kann, soreiche man ihm einen dicken Trank von Wasser und Mehl,und milche Honig darunter.

>7 Wider die Ruhr

Wenn der Mist flussig, gelb, schleimiqt oder blutig ist,so nennt man dirs die Ruhr, welche tödtlich werden kann,wenn man der Natur nicht zu Hülfe kommt.

In diesem Falle muß man darauf sehen, die gallichteSchärfe einzuwickeln, daß sie nicht so sehr schmerzt, und sieabzuführen oder auf die Oberfläche der Haut zu treiben undder Fäulniß zu wehren.

Man brauche daher von folgenden Mitteln nach Er-forderniß der Umstände:

Man nimmt Schwefelblüthe 4 Loth, arabischen GummiS Loth, Theriak 8 Loth, Terra sigillata S Loth, Rhabar».ber 4 Loth, Alantwurzel S Loch, mache AUeS, außer demTheriak, zu Pulver, und mit Wasser zu einer Latwerge,und gebe davon täglich drei mal, jedes mal ein Eßlöffelvoll.

Zu gleicher Zeit klistiere man das Thier fleißig. Mannimmt 1 Orth Milch, ein halbes Pfund Leinöl, mischt SftTropfen von Sydenhams schmerzstillenden Tropfen darunter,und giebt es lauwarm als Klistier.

Oder man nimmt 4 Loth Eibischwurzel, eine Handvoll Flachssamen, kocht es mit S Orth Wasser, bis einOrth eingekocht ist, thut einen halben Orth Essig und einhalbes Loth Salpeter darein, und wenn eS durchgeseiht ist,klistiert man lauwarm damit.

Gelbe Weidenrinde 1v Loth, Äampher S Loth, pul-verisirt und täglich drei mal, jedesmal 1 Löffel voll davoneingegeben.

Oder: ein halbes Quartier saure Milch, 2 Loth Sal-peter, 1 Loth Salmiak und 1 Loth Schwefelblumen aufeinmal eingeschüttet.

Ferner muß man wäh.end des Gebrauchs obiger Mit-tel auch folgende« geben: Enzian 4 Loth, Aloe 4 Loth,Kampher ei» halbes Loth.