Auch muß das Vieh zu Anfang und während dir
Kur eiliche mal laxieren».
Bei dieser Art Krankheit muß man das Vieh nichtkalt, sondern lauwarm saufen lassen. Man kocht etlicheHände voll rohe Gerste ab, und giebt eS zum Getränk.
14. Von der Gelbsucht
Nicht nur der Kopf, sondern auch die Haut amLeibe wird gelb, un? auch der Urin hat eine gelbbrauneFarbe, wenn die Gelbsucht heftig ist. Sie entsteht voneiner Verstopfung des Gallenauges.
Man brauche Folgendes: Rölirelkraut-Extract i Loth,Seife 4 Lolh, gestoßenen Rhabarber 4 Loth. Honig2 Lolh. Dies läßt man bei der Wärme so lange miteinem Quarlier Wasser stehen, bis die Seife aufgelöstist. Man rührt Alles gut unter einander, und L'tbtdem B>ehe Morgens, Mittags und AbendS jede» malein Branntweingläschen voll davon, und damit fährtman fort, bis die Krankheit gehoben ist.
Leichte Grasarten giebt man dem Viehe bei dieserKrankheit zur Nahrung, und man kann auch Röhrel»kraulwurzel darunter schneiden.
IS Wider steife Glieder.
Man nehme Rautenöl, Katharinenöl, Ziegelöl, vonjedem gleich viel und schmiere daS steife Glied damitrecht oft.
Oder man nehme 6 Loth Terpentinöl, zenübre «Smit dem G/lben von 2 Eiern, einem halben Quartierguten Branntwein. 1 Quentchen Kampher und Z LothSalmiak, mische Alles wohl unter einander und reibedas steife Glud oft damit.
Oder man nimmt I Orth gequetschte grüne Wach-olderbeeren, thut sie in I Quartier Branntwein undläßt eS 48 Stunden bei der Wärme stehen. AlSdannzerläßt man 2 Pfund frische Butter, und wenn sie imErkalten anfängt zu gerinnen, rührt man daS Vorigedarunter, woraus eine Salbe entsteht. Die Wachholder»beeren wirft man weg. Man schmiert nur alle Z bis4 Tage.
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