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Sobald man nun einen solchen Knoten bemerkt, muß
man ihn mit den Fingern ganz fassen, herausziehen, und«inen Kreu^schnitt so lief hineinmachen, bis ein Dunst odergelbes Wasser herausgeht. Eben so muß man eineharte, schorfige Haut aufschneiden. Den Schnitt wäschtman mit Salmiakgeist, der mit Kalk bereitet ist, oder mitSalzgeist aus. Hat man dieses nicht gleich bei der Hand,so nimmt man guten Weinessig, löst Salz darin auf undwäscht den Schnitt damit. Auch mit Knabenurin kannman ihn auswalchen.
Alsdann schneidet man eine Zwiebel von einander undbindet sie auf den Schnitt. Das Auswaschen und Auf-legen einer frischen Zwiebel muß so lange alle Stunde wie-derholt werden, bis das Thier zuckt und wieder Empfin-dung am kranken Theile hat; alsdann legt man ein Pflastervon Wachs und Honig auf. Noch besser ist eS, wennman den ganzen Knoten herausschneidet, wenn man andershinzukommen kann, und nicht Adern oder Nerven es ver-hindern. Man wäscht auch den Ausschnitt, wie oben ge-sagt worden.
Innerlich gebraucht man eine Hand voll zerstoßeneWachholderbeercn, den dritten Theil so viel Lorbeeren undetliche Stück zerschnittene Knoblauchsköpfe mit einem OrthWeinessig eingegeben, und dies giebt man innerhalb 24Stunden Z bis 4 mal. Oder man giebt I Loth flüchtigesSalmiaksalz in einem Glas W.isser. Auch 1 bis 2 LothTheriak; oder auch I bis 2 Loth Hirschhorngeist und 1Loth Theriak in einem Orth Essig. Auch giebt man her-nach ein Laxier von 2 Loch Aloe und 6 Loth Bittersalz inWasser aufgelöst.
IZ Vom Keichhuste» oder Dampf
Der Keichhusten kann von einer Vollblütigkeil herrüh-ren, und wenn man dies bemerkt, zapft man dem Thiereetliche Pfund Blut ad, dann ist ihm geholfen.
Rührt der Keichhusten von einer Erkältung her, so mußm an die zurückgetretene Ausdünstung wieder herzustellen undzu befördern suchen. Man striegelt daher das Thier, reibteS mit warmen Tüchern und deckt es warm zu.
Kl. Bieharzt.