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1 (1893) Die Sympetalen
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PALAQUIUM Blanco.

Blütheii gewöhnlich sechsgliedrig. Kelch einblättrig, tief sechstheilig, die Zipfel ziemlich gleichartig,zweireihig, die äusseren umschliessen mit fast klappiger Knospenlage die inneren. Blumenkrone glocken-förmig, sechstheilig, mit dachziegeliger Knospenlage. Staubgefässe 12, (selten 18 oder weniger als 12),nahe dem Grunde der Blumenkrone ein- oder zweireihig angeheftet, mit gleich- oder abwechselnd ungleich-langen Fäden und eilanzettlichen, fast nach aussen zu aufspringenden Beuteln, deren Mittelband zuweilenausgerandet oder zweispaltig vorgezogen ist. Fruchtknoten dicht behaart sechsfächrig, in jedem Facheeine hängende Samenanlage. Frucht eine fleischige durch Fehlschlag einsamige Beere. Same mit glän-zender Schale und sehr breiter, matter Ansatzfläche; Keimling mit dicken Keimblättern und kurzemStämmchen, ohne Nährgewebe. Hohe Bäume mit sehr reichlichem Milchsafte und spiralig angeord-neten, an den Spitzen der Zweige büschelig gehäuften, gestielten Blättern. Bliithen in mehrblüthigenBüscheln aus den Achseln der Blätter oder häufig aus dem alten Holze.

Über 50 Arten, die bis auf eine Art in Vorderindien, nur von Ceylon bis nach dem malayischenArchipel und den Philippinen verbreitet sind.

Palaquium Gutta Burck.

Tafel 43.

Ein hoher Baum mit ziemlich lang gestielten, oblong - spathelförmigen, oder schmal umgekehrteiförmigen, kurz zugespitzten, am Grunde in den Stiel verschmälerten, unterseits goldig filzigen oderseidenglänzenden Blättern. Bliithen in armbliithigen Büscheln, kurz gestielt.

Palaquium Gutta Burck in Annales du jardin de Buitenzorg V. 24. t. 4; Engler, in Engl. u. Prantl,Natürl. Pflanzenfam. IV. (1.) 135. Fig. 71.

Isonandra Gutta Hook. jil. in Lond. Journ. of botany VI. 463. t. 16; Miquel, Fl. Indico-Batava II.1038 t. 36. a; de Vriese, Tuinbouw-Flora III. 226; Bentl. and Trim. Medic. plants t. 167.

Dichopsis Gutta Benth. et Hook. Gen. plant. II. 658; C. B. ClarJte in Hook. Fl. Brit. Ind. III. 543.

Gutta-Percha Baum,; englisch: Gutta Percha tree; französisch: Arbre de Gutta Percha.

Der Baum wird bis 13 m hoch, er strotzt in allen Theilen von einem weissen, bald erhärtendemMilchsafte; die jüngeren Triebe sind mit einem rostfarbenen, seidenglänzenden Filze dicht bedeckt.

Die Blätter sind spiralig angeordnet, sie stehen auf einem 1,52,5 cm langen, zierlichen, oberseitsgefurchten Stiele; die Spreite ist 810 (412) cm lang und im oberen Drittel oder Viertel 3,54,5 cmbreit; sie ist fast lederartig, ganzrandig, am Ende in eine kurze und stumpfe Spitze plötzlich verjüngt;oberseits ist sie dunkelgrün, unterseits mit einem rostgelben, seidig und goldig glänzenden Filze bekleidet;die Seitennerven sind sehr zahlreich (2030), im frischen Zustande aber in der Blattsubstanz fast ver-borgen und wenig sichtbar.

Die Bltithen stehen in armbliithigen Büscheln, die wahrscheinlich cymösen Ursprungs sind; sietreten aus den Achseln der Blätter. Da sie sich sehr lange Zeit immer von neuem entfalten, so fallendie Blätter früher ab, als die Blüthenstände in der Entwicklung erlahmen; die Blüthen erscheinen dann»aus dem alten Holze«, die Pflanze ist in einem beschränkten Maasse cauliflor. Sie sind ausgeprägtproterogyn d. h. der Griffel überragt die Blüthe schon im Knospenzustande. Die Bliithensti eichen sind23 mm lang und wie die jungen Schosse behaart.

Der Kelch ist 45 mm lang und ziemlich tief in 6 eiförmige, stumpfe Lappen getheilt, die aussenrostgelb behaart und goldglänzend sind; die in der äusseren Reihe stehenden 3 sind lederartig, die inneren

Berg u. Schmidt, Officinelle Gewächse. 17