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1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
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II. Reihe: Cinchonales Lindl.

Blüthen aktinomorph, seltener zygomorph, sie sind entweder durch alle Kreise vier- oder fünfzählig,oder öfter im Fruchtblattkreise, sehr selten im Staubgefässkreise gemindert. Der Kelch ist krautig, zu-weilen fehlt er, gewöhnlich ist die Aestivation offen; die Staubgefässe sind fast immer der Blumenkroneeingefügt. Der Fruchtknoten ist unterständig.

3. Familie: Caprifoliaceae Vent.

Die Blüthen sind vollständig, zwittrig, aktinomorph oder zygomorph. Der Fruchtknoten ist unter-ständig aus 25 Fruchtblättern zusammengesetzt, 25- selten einfächrig; die Samenanlagen hängenentweder einzeln von dem Scheitel des Faches herab, oder viele sind dem Innenwinkel desselben ange-heftet; sie sind anatrop, mit nach oben gewendeter Micropyle und dorsaler oder seitlicher Rhaphe. DerKelch ist drei- bis fiinfzähnig- oder lappig, mit gleichen oder ungleichen Abschnitten. Die Blumenkroneist radförmig, röhrig, trichter- oder glockenförmig, nicht selten am Grunde mit einem kurzen Höcker ver-sehen, aktinomorph oder mehr oder weniger zweilippig, der unpaare Zipfel wird nach vorn gewendet,gewöhnlich hat sie eine dachziegelige Knospenanlage der Zipfel. Die Staubgefässe sind gleich oderungleich lang, der Zahl nach 5, selten 4, indem das hintere fehlt ( Linnaea ), sie sind der Kronenröhremit den Zipfeln wechselnd angeheftet; die Staubbeutel sind zweifächrig, versatil und springen in Längs-spalten auf, gewöhnlich sind sie intrors. Ein Nektarkragen (Discus) von ringförmiger, polsterartigerGestalt fehlt selten; zuweilen wird er durch eine vordere Drüse vertreten. Der Griffel ist fadenförmigund hat eine kopfige oder kurz zweispaltige Narbe, selten ist sie kurz dreilappig. Die Frucht ist eineBeere oder Steinfrucht, seltener ist sie kapselartig, ein- bis vielsamig. Der Keimling ist oft klein, seltenerist er verlängert mit blattartigen Kotyledonen.

Sträucher, seltener kleiner Bäume, noch seltener Kräuter, zuweilen windend, mit kreuzgegenständigen,höchst selten abwechselnden, einfachen, gelappten oder unpaarig gefiederten Blättern; die Nebenblätterfehlen gewöhnlich.

Die Familie umfasst ungefähr 200 Arten, welche besonders die nördlich gemässigte Zone beiderHemisphaeren bewohnen, wenige sind in Australien und Süd-Amerika; im tropischen und in Süd-Afrikafehlen sie.

Die Caprifoliaceen stehen mit den Rubiaceen in so engem Zusammenhange, dass sie Baillon wohlmit Recht in die letzte Familie aufgenommen hat. Kein Merkmal ist vorhanden, das sie von jenenunbedingt trennen könnte. Die Gattung Acloxa ist zweckmässiger Weise, nach dem Vorgange von Jussieu,durch Drude aus der Familie entfernt und den Saxifragaceen , besonders enger an die Gattung Chrysospleniumangeschlossen worden.