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1 (1893) Die Sympetalen
Entstehung
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dünner. Die Blumenkrone ist rad-glockenförmig, weiss, sie hat eine Länge von 78 mm und ist in6 häutige, stumpfe Zipfel getheilt. Die 12 Staubgefässe stehen in 2 Reihen; die Staubfäden sind inder Röhre der Blumenkrone angeheftet, sie sind fadenförmig und kahl, von der Länge der Blumenkrone;die Staubbeutel sind 11,5 mm lang, eilanzettlich, spitz, das Mittelband ist nur wenig vorgezogen;Staminodien fehlen. Der Stempel ist 1011 mm lang, er ist am Grunde des Kelches eingefügt; derFruchtknoten ist fast kugelig und dicht behaart; er ist sechsfächerig und enthält in jedem Fache einegewendete hängende, in der Mitte dem Innenwinkel des Faches angeheftete Samenanlage; der Griffel istfadenförmig, leicht gebogen und kahl; die Narbe ist stampf.

Die eiförmige, kurz zugespitzte und oben gerundete kahle Beere misst 3,5 cm in der Länge und hateinen Durchmesser von 2,53 cm; sie ist fast stets einsamig und wird von dem bleibenden, rostfarbenfilzigen Kelche gestützt.

Der Same ist elliptisch, oder sofern mehrere (23) in einer Frucht sind auf einer oder zwei Seitenabgeflacht; die Samenschale ist hart, brüchig, glänzend gelbbraun, der matte Nabel aber nimmt mehr alsdie Hälfte der Oberfläche in Anspruch.

Der Gutta-Percha Baum ist bisher nirgends als in der Umgebung von Singapore gefunden wordenund auch dort scheint er völlig oder fast ganz ausgerottet worden zu sein; in der neueren Zeit hat manangeblich in einer verlassenen Zinngrube 3 Bäume gefunden. Er wird aber in dem botanischen Gartenvon Buitenzorg cultiviert und ist von dort durch Samen nach andern Gärten verbreitet worden.

Der Milchsaft der Pflanze, welcher durch Einschneiden der Rinde zum Ausfliessen gebracht und danngesammelt wird, ist rohe Gutta-Percha; diese wird durch Kneten und heisses Wasser von fremden Bei-mengungen befreit und kommt dann als »gereinigte Gutta-Percha « in den Handel.

Erklärung der Abbildungen.

Fig.

A.

Fig.

B.

Fig.

C.

Fig.

D.

Fig.

E.

Ein Zweig des Baumes nach einem Exemplare aus

dem Garten von Buitenzorg.

Die Blüthe, 5mal vergrössert.

Die Knospe, 5mal vergrössert.

Das Staubgefäss, lOmal vergrössert.

Der Fruchtknoten, 6mal vergrössert.

Fig.F.G. Derselbe im Quer- und Längsschnitte, lOmal ver-grössert.

Fig. H. Die Frucht, natürliche Grösse.

Fig. I. K. Der Same, natürliche Grösse mit dem sehr breitenNabel.