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1 (1893) Die Sympetalen
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VIII, Reihe: Ericales Lindl.

Bliithen meist aktinomorph, zuweilen aber deutlich zygomorph, fünf- oder viergliedrig. Staubgefässegewöhnlich doppelt so viele als Kelch- oder Blumenblätter; die letzteren zuweilen frei. Fruchtknotenober- seltener unterständig mit zwei bis vielen Fächern, bei Gleichzahl mit den Blumenblättern vordiesen stehend.

18. Familie: Ericaceae DC.

Die Blüthen sind entweder aktinomorph oder zygomorph mit schiefer Symmetrale; sie sind vier- oderfünfgliedrig. Die Blumenkrone ist meist verwachsenblättrig, doch sind die Blätter znweilen frei, in derKnospenlage sind die Zipfel dachziegelig oder selten klappig. Die Staubgefässe sind meist unter demStempel oder am Rande einer zwischen die Kelchzipfel sich ziehenden Scheibe befestigt, zuweilen sindsie auch dem Grunde der Blumenkrone eingefügt; meist sind sie an Zahl doppelt so gross als die Abschnitteder Blumenkrone; die Staubbeutel sind dithecisch, meist am Rücken befestigt, sie springen mit Löchernauf und besitzen fast stets hörnchenartige Anhängsel; die Pollenkörner sind zu Tetraden verbunden. DieHonig absondernde Scheibe ist meist ringförmig und gekerbt, zuweilen fehlt sie. Der Fruchtknoten istober- seltener unterständig und zwei- bis vielfächerig, an der Spitze werden die Fruchtblätter zuweilenfrei; in jedem Fache befinden sich einzelne oder zahlreiche hängende, am Innenwinkel befestigte, gewen-dete Samenanlagen. Der Griffel hat eine kopfige Narbe. Die Frucht ist meist eine fach- oder wand-spaltige Kapsel, die Klappen lösen sich gern von einer Mittelsäule, seltener zerfällt sie in Kokken, ebensofinden sich nicht häufig Beeren oder Steinfrüchte. Die Samen sind oft sehr klein und mit einer lockeren,flügelartig Uber den Kern vergrösserten Samenschale versehen, selten sind sie grösser und kantig; dasNährgewebe ist fleischig, der Keimling meist sehr klein.

Bäume oder häufiger Sträucher und Halbsträucher mit meist spiralig gestellten, zuweilen aber kreuz-gegenständigen oder wirteligen, oft immergrünen, ganzen Blättern ohne Nebenblätter. Die Bliithen stehenmeist in armblüthigen Trauben.

Die c. 90 Gattungen umfassen ungefähr 1400 Arten, die in allen Klimaten angetroffen werden.

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