Isländisches Moos.
in sich zu fassen; wenn besonders ein Nervenreizabzustumpfen, einzuwickeln und schwache Mus-keln zu stärken sind: so sind das die Umstünde,wo sich das isländische Moos am besten zu schic-ken scheint. Stoll empfahl sie jedem, der eineschwache Lunge hatte, phlegmatischer Konstitu-tion war, und oft an Katarrhen litt, als Vorbau-ungs-Mittel, wenn Lungensuchten zu fürchtenwaren. Auch liel's er jedem ßrustfieber- Krankenejnen Absud davon trinken, wenn die Phiogosisgehoben war. Plenk giebt es bey allen Auszeh-rungen Von grolsen, stark eiternden Wunden, Ge-schwüren, Speichclkuren; Meilin bey Lungen-süchtigen, die vorher Bluthusten gehabt haben,in welchen Fällen sie doch Stoll widerräth; Herarieth es sogar, wenn noch blutstriemiger Aus-Wurf vorhanden ist; andere in Auszehrungennach Masern; P»ichter in der sogenanntenSchleim - Schwindsucht, wenn die erregende,reizende Ursache ganz oder zum gröfsten Thei{weggeschafft ist und die Lungen zu stärken sind*Mit Isländischem Moos allein hat er verschiedeneSchleim - Schwindsuchten, welche Folgen gallich-ter Fieber waren, gründlich geheilt. Unzerrühmt es in scrofülösen Abzehrungen, Fritzeempfiehlt es eben so sehr da, wo man den Ur-sprung in den Gedärmen zu suchen hat, als da,wo der Sitz in den Lungen selbst ist. Am vor-züglichsten aber wirkte es, wenn Eiter ausgewor-fen wurde. Nur mul's es lange ununterbrochenfortgesetzt werden. Stoll brauchte es auch ge-gen solche, die als Folgen von schleimichteil, se-rösen, falschen Peripneumonien anzusehen sind,und die er falsche Schwindsüchten nennt, bey
denen