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1 (1814)
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197
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Balsamus copaive. Kopahu- Kopaivebalsam. 197

Balsamus copaivae. Copaifera officinal. s. albaL. Kopahu- Kopaivepalsam.

Der Baum, wovon dieser Balsam kömmt, wächstin Amerika, Brasilien , und den Inseln jener Ge-gend, und heifst daselbst der schwarze Oelbaum,nach Langsdorf. Sein Wuchs soll schön undsein Holz mennigroth seyn. Derjenige Balsam,welchen wir von den Antillen bekommen , soll ,wie man versichert, die schlechtere Gattung seyn.Die Art und Weise, wie man ihn erlangt, istdie gewöhnliche Vorrichtung durch Aufritzen derRinde, wie es bey ähnlichen Mitteln mehr ge-schieht. Es fliefst alsdann mit Geräusch und Hef-tigkeit, wie beim Aderlassen ein weifsgelber, zä-her , ülichter Saft heraus, welcher einen nichtganz unangenehmen Harzgeruch, und einen bit-terlich brennenden, etwas scharfen , lange zurück-bleibenden Geschmack besitzt. Je frischer derBalsam ist, je weifser und durchsichtiger er aus-sieht, desto besser ist er. Gewöhnlich ist er ver-fälscht, und mit Mandelöl, mit andern fettigen,schmierichten Oelen und etwas Terpentin ver-mischt. Die Verfälschung mit Mandelöl läfst sichdurh Weingeist entdecken. Zum innerlichen Ge-hrauch löset man ihn meistens mit Eidotter inWasser auf, welches eine gummichte Emulsiongiebt. Auch kann man ihn mit leich er Mühe ver-schiedenen Pillen einmischen , welche nur dadurchleicht zerfliefslich werden, oder ihn in 10 TheüeAlcoliol auflösen und auch wohl auf Zucker neh-men lassen. Er ist ein reizendes, trocknendes

Mit-