Ipecacoannä.
5) In <3er Gelbsucht ist sie von grofseriÄrzten empfohlen worden. Ich nenne nur stattaller, Herrn Richter zu Göttinnen. Er sa°t aus*
o o
drücklich, dai's er von kleinen Gaben, oder — wodie Wirkung dieselbe ist — von dem Aufgussederselben, den grölsten Nutzen gesehen habe.Besonders nützlich ist ,<*e, wo die Gelbsuchtschnell und ohne in die Augen springende Ursa-chen, blofs von Reiz entstand, ohne dafs man be-rechtigt ist, liartnäcl.igte Verstopfungen anzuneh-men. Äufserlich unterstützt man in diesem Falledie lpebalioanna mit einem Brey aus Schierlingund Bilsenkraut. Innerlich mufs man oft star-tende Mittel darauf nehmen lassen.
6) Auch in der Wassersucht wird sie em-pfohlen. Hauptsächlich wird sie in denjenigenGattungen nützlich seyn, welche ohne Verstopfun-gen im Unterleibe von einem Reize, z. B. vonrheumatischem oder gichtischem Stoffe entstan-den, der in einem schwächlichen, feingebautenKörper schnell aufgesogen ward und mit allerleySymptomen eines gereizten Nervensystems verbun-den , mit einem Worte, eine sogenannte vagi-rende Wassersucht ( Hydrops vagiis ), nach Rich-ter, ist. L e n t i n sah vom halbweinichtem Auf-gusse gute Wirhungen bey einem Schiffer, wel-cher von übermäßigem Genüsse des Brantweineswassersüchtig geworden war.
7) In Masern und Scharia chfiebernrühmt Sehr au d den Aufgufs der Brechwurzelzum Auflösen des zähen Schleimes init Essigsal-miah, Salpeter und verdünnenden Tisaner^ ausGraswurzel u. dgl.
8)