Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
513
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Brechwurzel.

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wie auch Keck Beyspiele angiebt, die Brechwar-ze/, in sehr kleinen Gaben, wahrhaft wohlthatig.Ich lasse sie gern mit Salpeter und Mohnsaft neh-men und ein schleimichtes Vehikel dabey brauchen.In Blutflüssen aus der Gebärmutter hat sie zuersteinen Ruf durch den Schweden D a h 1 b e r g erlangt.Fast alle neuere Ärztr, bestätigen und befestigendenselben. Man mul's indefs auch hier immerdie allgemeinen Bedingungen vor Augen haben:Schwäche und Krampf. In Krampf mit Vollblü-tigheit mufs erst indirekte Schwäche eingetretenseyn, ehe man die Brechwurzel brauchen darf,sie sey nun durch die Natur, oder die Kunst z. B.durch antiphlogistisches Verfahren, hervorgebracht.Ist blolse, reine, eigentliche Schwäche, Schlaffheit,Reizlosigkeit der Muskelfasern, krankhafte, vondort herrührende Sensibilität der Nerven da: sohabe ich einigemal Wunder von blofser Ipekakoannaund Zimmtrinde gesehen. Ich lese auch, dafssie gute Dienste leisten soll, wenn die Blutstiir-zung von einer Erkältung herrührt. Man soll siedann so geben, dafs sie Schweifs errege. .Mirscheint dieser Fall naehr aus der Theorie, als Erfah-rung hergenommen zu seyn. Nützlich ist sie aberin denjenigen Blutstürzen,'welche den falschen Ent-bindungen vorausgehen, und meist krampfichter Artsind. Nicht selten schicke ich zwar der Sicherheitwegen einige sogenannte Revulsionsaderlässe vorausund verbinde stärkende Mittel China, Zimmtrinde,Blutstein etc. mit derselben. Aber der Gegenreiz,welchen die Ipekakoanna macht, scheint mir dochimmer vom gröfsten Gewichte zu seyn Starke,dessen Autorität gewifs imponirt, riihtnt sie mehr-mals in seinen Vorlesungen und Schriften.

Jahn, Mat. Med. I. Th. Rk 5)